Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Winterthur Technology GmbHLiquidiert
Hundsschleestraße 10, 72766 Reutlingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Winterthur Technology GmbHReutlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht 2015Das UnternehmenDie Winterthur Technology GmbH ist im Direktvertrieb von Schleifmitteln an Groß-, Mittelstands- und Kleinkunden in ganz Deutschland tätig und ist ein Teil des Industrial Business der 3M Gruppe. Als forschendes Multitechnologie-Unternehmen steht 3M für mehr als 50.000 innovative Produkte, die uns in praktisch allen Lebens- und Arbeitsbereichen begegnen. Besondere Stärke des Unternehmens ist die vielfältige Nutzung der 46 eigenen Technologie-Plattformen. Aus ihnen lassen weltweit 8.300 Wissen-schaftler und Spezialisten in der 3M Forschung und Entwicklung immer wieder neue Produkte und Anwendungen entstehen. Sitz der Dachgesellschaft, 3M Company, ist St. Paul, USA. Ziele und Strategien3M folgt dieser Vision:
Die Unternehmensstrategien zielen darauf ab, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. In ihrem Mittel-punkt steht das Bestreben, auch künftig nachhaltig und profitabel zu wachsen. Finanzielles SteuerungssystemZu den wirtschaftlichen Zielen von 3M gehören die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die volle Ausschöpfung des finanziellen Potenzials. Dem entspricht das auf kapitaleffizientes Wachstum ausgerichtete finanzielle System, verbunden mit dem Streben nach kontinuierlicher Verbesserung, auch im Wettbewerbsvergleich. Das finanzielle System von 3M definiert Steuerungsgrößen für Umsatz-wachstum, Kapitaleffizienz, Profitabilität und die Optimierung der Kapitalstruktur. Finanzielle LeistungsindikatorenNachfolgend werden finanzielle Leistungsindikatoren zur Betrachtung des Geschäftsverlaufs 2015 aufgeführt. Von diesen sind Umsatzerlöse und Marge für die Winterthur Technology GmbH steuerungs-relevant. Die Marge, berechnet aus den Umsatzerlösen vermindert um den Materialaufwand, konnte insbesondere durch die Umstellung auf die Transferpreissystematik der 3M Gruppe sowie durch die Veränderungen des Produktportfolios verbessert werden.
Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen ergibt sich aus der Division der Umsatzerlöse durch den Endbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft 2015 steht laut des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, im Zeichen beträchtlicher Änderungen der Rahmenbedingungen. Mit dem Fall der Ölpreise und erheblichen Verschiebungen der Wechselkursrelationen zwischen den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben sich wichtige Determinanten der konjunkturellen Entwicklung seit dem Sommer 2014 stark verändert. Gleichwohl hat sich die Weltkonjunktur seit dem Sommer 2014 in etwa so entwickelt wie erwartet. Die Zunahme der Weltproduktion (gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten) wird sich von 3,5 % im vergangenen Jahr auf 3,7 % im Jahr 2015 verstärken. Die Konjunktur im Euroraum hat sich weiter gefestigt. Das Tempo des Aufschwungs wird allerdings vorerst moderat bleiben. Im Jahr 2015 dürfte der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 1,3 % betragen. Die Inflationsrate wird nach 0,4 % im vergangenen Jahr 2015 wohl nur stagnieren. Der Anstieg der Beschäftigung hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres beschleunigt. Die Erholung wird sich in 2015 weiter fortsetzen. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird im Jahr 2015 um 1,8 % zunehmen. Stimuliert wird die Konjunktur in der ersten Hälfte des Prognosezeitraums 2015 maßgeblich durch Konsumausgaben und Wohnungsbauinvestitionen der privaten Haushalte. Hierbei sind die niedrigen Inflationsraten kein Hemmschuh, sondern ihrerseits ein Treiber der privaten Konsumausgaben. Sie erhöhen das real verfügbare Einkommen und tragen neben der robusten Arbeitsmarktlage und den deutlich höheren Sozialleistungen dazu bei, dass die privaten Konsumausgaben mit einer Rate von 2,7 % in diesem Jahr so kräftig steigen dürften wie seit 1992 nicht mehr. Die Erwerbstätigkeit steigt weiter, die Arbeitslosigkeit ist derzeit so niedrig wie noch nie im vereinten Deutschland und wie sonst nirgends in der Europäischen Union. ErtragslageDie Marktsituation ist einerseits geprägt durch einen Verdrängungswettbewerb und andererseits durch einen technischen Wettkampf mit den vielen Marktbegleitern in Deutschland. Wir haben in Deutschland die größte Anzahl an Marktbegleitern, wobei einige auch nur Vertretungen von ausländischen Herstellern sind, uns aber preislich sehr zusetzen. In einem insgesamt stagnierenden Marktumfeld konnte die Winterthur Technology GmbH mit leicht gesunkenen Umsätzen ihre Marktanteile im Jahr 2015 behaupten. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr lagen bei 18.371 TEUR und damit 1,9 % unter dem Vorjahr. Durch die Integration in die 3M Gruppe haben wir das höchst innovative Produkt Cubitron II, welches wir durch unsere qualifizierten Vertriebstechniker in Zusammenarbeit mit unseren Sales-Spezialisten bei den Kunden weiter einführen und uns gravierend leistungsmäßig von unseren Marktbegleitern abhebt. Bei weiteren Maschinenherstellern hat sich Cubitron II sehr gut etabliert. Auch unsere Standardprodukte liegen auf einem hohen technischen und preislichen Niveau, sodass wir gute Margen erzielen. Cubitron II-Schleifscheiben haben wir im dritten Jahr nach Einführung sehr gut verkauft und konnten den Umsatz von 4.041 TEUR auf 5.057 TEUR steigern. Gegenläufig bei der Entwicklung der Umsatzerlöse hat sich ausgewirkt, dass bestimmte Produktgruppen in 2015 nicht mehr von der Winterthur Technology GmbH, sondern von einer Schwestergesellschaft vertrieben werden. Durch Besuch der Messe GETPRO, sowie der Hausmessen bei Paul Horn, Anca und der FVA, konnten wir unsere Produkte wieder sehr gut präsentieren, das Interesse der Kunden war sehr groß. Weiterhin wurde seitens des Globalen Teams auf der EMO in Mailand ausgestellt, wo auch einige von unseren deutschen Kunden auf unserem Messestand waren und daraus Nachfrage entstand. Unsere Seminare sind in der Branche gut bekannt, werden am Markt auch sehr gut angenommen, immer mehr Kunden wünschen speziell auf sie abgestimmte In-House-Schleifseminare. Diese Seminare führen wir mit unseren Außendienstmitarbeitern und dem entsprechenden Technical Sales Specialist durch. Unsere Positionierung im Markt und die Produktinnovation der 3M Gruppe bestätigen unsere Geschäftspolitik. Aufgrund der in etwa gleich gebliebenen Umsatzerlöse und der verminderten Materialaufwendungen (585 TEUR) erhöht sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2015 um 679 TEUR auf 5.177 TEUR bzw. um 15,1 %. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.439 TEUR auf 15.823 TEUR. Die Veränderung der Aktivseite ist im Wesentlichen durch einen Anstieg der Forderungen gegen verbunden Unternehmen gekennzeichnet. Auf der Passivseite ist ein deutlich gestiegenes Eigenkapital zu verzeichnen, bedingt durch das sehr gute Jahresergebnis. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.437 TEUR auf 15.742 TEUR erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Forderungen gegen verbunden Unternehmen. (3.991 TEUR), die aus erhöhten konzerninternen Geldanlagen resultieren. Aufgrund des Jahresüberschusses erhöhte sich das Eigenkapital um 3.660 TEUR entsprechend 33,7 % auf 14.526 TEUR. Trotz der gestiegenen Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote nunmehr 91,8 % (Vorjahr: 87,7 %). Die Eigenkapitalrendite in Höhe von 33,7 % liegt deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. Die Rückstellungen vermindern sich per Saldo um 285 TEUR (26,9 %), resultierend im Wesentlichen aus gesunkenen Steuerrückstellungen aufgrund der erhöhten Steuervorauszahlungen 2015. Die Verbindlichkeiten verzeichneten eine Erhöhung um 64 TEUR auf 521 TEUR. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der gestiegenen Bilanzsumme beträgt nur noch 3,3 % (Vorjahr: 3,7 %). Die Winterthur Technology GmbH zeigt auch im Jahr 2015 eine sehr gute Finanzlage und ist an dem Cash Pooling der 3M Deutschland GmbH angeschlossen. PersonalwesenDie Winterthur Technology GmbH beschäftigt qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. In 2015 wurden durchschnittlich 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz pro Mitarbeiter im Jahr 2015 beträgt 574 TEUR nach 585 TEUR im Vorjahr. In ganz Deutschland sind wir mit 19 angestellten Vertriebs-Außendienstmitarbeitern, 3 Technical Sales Specialists und 2 Verkaufsleitern, getrennt nach Nord und Süd, tätig. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. PrognoseberichtKünftige Rahmenbedingungen Nach Prognosen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, hat sich die weltwirtschaftliche Dynamik zuletzt abgeschwächt. Im weiteren Verlauf dieses Jahres und im nächsten Jahr dürfte die Weltwirtschaft zwar allmählich wieder an Fahrt gewinnen, doch bleibt die konjunkturelle Dynamik vorerst gering. Durch die niedrigeren Ölpreise haben sich die Aussichten für die Weltkonjunktur nicht verbessert. Sie reflektieren nicht zuletzt eine schwache Nachfrage, zudem sind die dämpfenden Wirkungen in den Ölexportländern beträchtlich. Gebremst wird die Konjunktur derzeit außerdem durch eine erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit. Die Zunahme der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird in diesem Jahr mit einer Rate von 2,9 % noch etwas geringer ausfallen als im vergangen Jahr. Für das kommende Jahr erwarten wir einen Zuwachs der Weltproduktion um 3,5 %. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erhöht sich angesichts verstärkt zunehmender Einkommen und einer weiterhin sehr expansiven Geldpolitik sukzessive die konjunkturelle Dynamik. In den Schwellenländern sind die wirtschaftlichen Probleme vielfach nicht nur konjunktureller sondern struktureller Natur. Hier dürfte sich die derzeit sehr schwache, zum Teil sogar rezessive Entwicklung im Prognosezeitraum zwar verbessern, im längerfristigen Vergleich bleibt der Produktionsanstieg aber sehr moderat. Die deutsche Konjunktur erweist sich in einem schwierigen internationalen Umfeld als robust. Für das laufende Jahr wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,0 % gerechnet. Maßgeblich sind vor allem binnenwirtschaftliche Faktoren. So expandiert der private Konsum im gesamten Prognosezeitraum angetrieben von der günstigen Einkommensentwicklung infolge des anhaltenden Aufwärtstrends auf dem Arbeitsmarkt mit sehr hohen Raten. Künftige Entwicklung der Gesellschaft
Wir sehen optimistisch in das Jahr 2016 und rechnen mit einer weiterhin positiven Entwicklung unseres Unternehmens. Aus unseren Erfahrungen und der Zielerreichung in den Vorjahren erwarten wir ein Umsatzwachstum für 2016 von rd. 3,5 %. Für die Marge und das Jahresergebnis erwarten wir eine ähnliche Entwicklung. Chancen der künftigen Entwicklung Wir werden die Einführung des neuen Schleifkorns Cubitron II der 3M Gruppe in unseren Schleifscheiben zielgerichtet und konsequent weiter fortsetzen. Weiterhin konzentrieren wir uns zusätzlich im Vertrieb auf die Bereiche Automotive, mit den unterschiedlichsten Anwendungen, als auch Nutschleifen bei HSS-Werkzeugen. Wir haben die Sparte Glas mit 2 spezialisierten Außendienstmitarbeitern aus unserem Team besetzt. Diese beiden kümmern sich speziell um die entsprechenden Glas-Kunden und die Glas-Branche. Hierdurch streben wir eine technisch kompetentere und intensivere Bearbeitung dieses Marktsegments an. Wir haben für die Zukunft die Produktgruppen "konventionelle Schleifmittel" und "Superabrasives" nach den jeweiligen Kompetenzen der Vertriebsstandorte angepasst. Über den Innendienst der Winterthur Technology GmbH in Reutlingen werden die konventionellen Schleifmittel abgewickelt, über den Vertriebsinnendienst in Meerbusch werden die superabrasiven Schleifmittel abgewickelt. Wir erwarten dadurch eine schnellere und effektivere Abwicklung der Kundenaufträge und einen kompetenten Back-Office Service für unsere Vertriebs-Außendienstmitarbeiter. Wir werden in 2016 verstärkt unseren Fokus im Vertrieb auf die Target- (Mittelstands-) und Key-Account-Kunden (Großkunden) setzen. Dafür haben wir die Positionen des Technical Key-Account - Managers für die Bereiche Gear (Getriebe) und Tools (Werkzeuge) geschaffen, eine weitere Position ist im Bereich Automotive geplant. Diese TKAMs sind voll verantwortlich für die Umsätze in den verschiedenen Niederlassungen der entsprechenden Großkunden in der D-A-CH Region und steuern auch die neu angegangenen Projekte. Risiken der künftigen Entwicklung Wesentliche Risiken für die Entwicklung der Winterthur Technology GmbH resultieren aus konjunkturellen Einflüssen auf den relevanten Märkten. Diese umfassen neben dem deutschen Markt insbesondere auch die weltweiten Märkte, da ein Großteil unserer Kunden die von uns gelieferten Schleifmittel in der Produktion von Teilen für den globalen Markt einsetzen. Insgesamt sind aus gesamtwirtschaftlicher Sicht für die Winterthur Technology GmbH nach heutigen Erkenntnissen keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Unternehmensinternes Steuerungssystem und verwendete KennzahlenGrundlage des Steuerungssystems unseres Unternehmens sind Planungen basierend auf Planabsatzmengen. Monatlich werden mittels der Erfolgsrechnung das Ergebnis und die Kostenstruktur analysiert und mit den Verantwortlichen besprochen, um Abweichungen zu analysieren und Maßnahmen einleiten zu können. Monatlich findet eine Geschäftsleitungsbesprechung statt, in der die Ergebnissituation, aktuelle Entwicklungen und die strategische Ausrichtung behandelt werden. Die kurzfristige, operative Steuerung des Unternehmens erfolgt in wöchentlichen Absprachen zwischen den Verantwortlichen, in der zeitnah aktuelle Entwicklungen besprochen und Entscheidungen für notwendige Korrekturmaßnahmen getroffen werden. Für die Steuerung des Unternehmens werden vor allem Finanzkennzahlen eingesetzt. Konstant geprüft und verfolgt werden Liquidität, Forderungsbestand und Verbindlichkeiten sowie Vorräte. Dank an die Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren besonderen Beitrag und den persönlichen Einsatz bei der Umsetzung der Unternehmensziele.
Reutlingen, 8. Juni 2016 Norbert Völler Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechts-modernisierungsgesetztes (BilMoG) aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). II RechnungslegungsgrundsätzeDie Ansatzvorschriften und die Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften wurden beachtet. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. Alle Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden und bis zum Tag der Aufstellung bekanntgeworden sind, wurden berücksichtigt. Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens wurden höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungsplan entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen vorgenommen, wenn sich ein niedrigerer Wert aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergab. Konnte ein Börsen- oder Marktpreis nicht festgestellt werden und waren die Anschaffungs- oder Herstellungskosten höher als der Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, so wurde auf diesen Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB). Aktive latente Steuernwerden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (außer Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen) wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. III Angaben zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von T€ 0 (i.Vj: T€ 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. In den sonstigen Rückstellungen enthalten sind die Verpflichtungen aus Gewährleistungen, noch nicht genommenem Urlaub sowie für ausstehende Lieferantenrechnungen, Provisionszahlungen und Personalrisiken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von T€ 84 (i.Vj.: T€ 57) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Folgende Annahmen wurden bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt:
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertungen der Pensionsverpflichtungen in Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung der Steuerlatenz erfolgte mit einem Steuersatz von 30%. Zum Geschäftsjahresende unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 33 (Vj T€ 25) der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die aktiven latenten Steuern. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten T€ 345 (Vj.: T€ 323) aus Steuern und T€ 0 (Vj.: T€ 0) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 VII HGB). Zum Abschlussstichtag bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
IV Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 37 (Vj.: T€ 32). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hauptsächlich Verwaltungskosten, Werbekosten und Vertriebskosten enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (§ 285 Nr. 6 HGB). V Sonstige PflichtangabenIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 40 (Vorjahr: 40) Angestellte beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch Herrn Norbert Völler, Geschäftsführer. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. VI Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB:Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Winterthur Technology GmbH, Reutlingen, umfasst das oberste Mutterunternehmen, die 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, und sämtliche ihrer Tochterunternehmen. Die Winterthur Technologie GmbH wird in den weltweiten Konzernabschluss der 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, mit einbezogen; dieser Konzernabschluss ist am Sitz der 3M Company erhältlich. Die 3M Deutschland GmbH, Neuss, ist die Muttergesellschaft für einen Teilkonzern und erstellt für das Geschäftsjahr 2015 einen Teilkonzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis; dieser ist am Sitz der 3M Deutschland GmbH erhältlich. VII Angabe gem. § 285 Nr. 17 HGB:Das Honorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer auf schriftliche Anfrage mitgeteilt. VIII SonstigesGewinnvortrag im Bilanzgewinn T€ 10.785 (Vj T€ 7.601) Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr Norbert Völler.
Reutlingen, den 8. Juni 2016 Norbert Völler Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Winterthur Technology GmbH, Reutlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 15. Juni 2016 PricewaterhouseCoopers
Jörg Sechser, Wirtschaftsprüfer ppa. Klaus Mosko, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 25.08.2016 festgestellt. |
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