Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 132682
Eingetragen
16.8.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Strategische Beratung in Bezug auf Customer Relationship Management (CRM) sowie Erbringung von Dienstleistungen aller Art in Zusammenhang mit CRM und CRMunterstützender Technologien. Hierzu zählen insbesondere Auswahl, Einführung, Implementierung und Nutzung von CRM Software sowie deren Entwicklung und Vertrieb. Darüberhinaus fällt Abhalten von Trainingsveranstaltungen und Durchführung von Seminaren über CRM, sowie Vornahme aller sonstigen damit zusammenhängenden Geschäfte hierunter.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Appelhoff
seit 9.6.2020
Geschäftsführer
Timothy Peter Noone
seit 9.6.2020
Prokura
Uwe Georg Mathias May
seit 4.10.2001
Geschäftsführer
Mark Roes
seit 4.10.2001
Geschäftsführer
Bernd Hesse
seit 4.10.2001
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

maihiro GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019

Lagebericht für das G eschäftsjahr 2018/2019

der maihiro GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind im Beratungsgeschäft für Customer Relationship Management (CRM) tätig. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Industrie-, Finanzdienstleistungs- und Handelsunternehmen.

Die Geschäftsbereiche bei der maihiro GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten der Professional Services (Bereich Customer Experience Consulting und Customer Success Services) aufgeteilt nach Deutschland und Österreich sowie den Bereich Internal Services, zudem die Bereiche Finance/Controlling, Information Technnology, Administration und Human Resources zählen.

Hauptsitz der maihiro GmbH ist Ismaning bei München. Die maihiro GmbH, Deutschland ist Muttergesellschaft der maihiro GmbH, Österreich.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Nutzung von Standard CRM- und eCommerce-Softwareprodukten im on Premise, Cloud und Mobility-Umfeld.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team von hochqualifizierten Beratern und Mitarbeitern, die wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in der maihiro Gruppe (Deutschland und Österreich) von durchschnittlich 162 auf 180 Mitarbeiter[1] steigern konnten.

Wir identifizieren die Entwicklungswünsche der Mitarbeiter in fachlich-technologischer Hinsicht und erarbeiten Wege, diese umzusetzen. Gleiches gilt für Potenziale im Soft-Skill-Bereich.

Die Breite des Unternehmens ermöglich auch einen bereichsübergreifenden Wechsel, d.h. von einer Tätigkeit, die die Beratung vor Ort beim Kunden umfasst hin zu einer Inhouse-Aufgabe ohne Reisetätigkeit oder ein Wechsel in die Produktentwicklung.

Mitarbeiter, die keine disziplinarische Führung wünschen, können den Weg der Fachkarriere einschlagen und technische Themen innerhalb unserer Competence Center verantworten.

Wir ermöglichen Mitarbeitern auch berufsbegleitende Weiterbildung (MBA, Personalfachwirt, Masterstudiengang, Sabatical, etc. Unternehmensseitige Unterstützung erfolgt hier durch Gewährung von Freizeit und/oder durch Übernahme der Weiterbildungskosten). Mitarbeiter, bei denen Deutsch nicht Muttersprache ist, werden durch die Kostenübernahme von Sprachkursen unterstützt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Herbst 2019 ist geprägt durch die angespannte politische und Wirtschaftslage, die sich vor allem aus Themen wie dem erneut aufbrandenden Nahostkonflikt, dem nach wie vor ungeklärten Brexit und dem drohenden Handelsstreit zwischen den USA, China und der EU ergibt.

Die Weltwirtschaft selber expandierte im ersten Halbjahr 2019 laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft weiterhin mit wenig Dynamik. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften schwächte sich das Expansionstempo zuletzt ab, in den Schwellenländern belebte sich hingegen die zuvor sehr schwache Konjunktur etwas. Vor allem die Industrie befinde sich in einem Abschwung, so die Experten. Der Welthandel ist demzufolge seit Anfang des Jahres sogar in der Tendenz rückläufig. Im laufenden Jahr dürfte die Weltproduktion nur noch um 3,1% zunehmen, nach 3,7% im vergangenen Jahr. Die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikte und Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Amtsführung von populistischen Regierungen in einer Reihe von Schwellenländern belasten den Ausblick. Hinzu kommt in Europa immer noch die Unklarheit über Zeitpunkt und Modalitäten des Brexit. So dürfte sich das weltwirtschaftliche Expansionstempo im kommenden Jahr nur geringfügig auf 3,2% erhöhen. Damit reduzierten die Experten von Institut für Weltwirtschaft ihre Prognose vom Juni für 2019 und 2020 um jeweils 0,1 Prozentpunkte. Angeregt von einer wieder expansiveren Geldpolitik und unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einer weiteren Eskalation der wirtschaftspolitischen Spannungen kommt, dürfte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 beleben, auch wenn der Zuwachs der Produktion mit voraussichtlich 3,4% immer noch recht moderat ausfallen wird.

Entwicklung in Deutschland

Die Sorgenfalten bei den deutschen Unternehmenslenkern werden immer tiefer. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August von 95,81 auf 94,3 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage erneut deutlich schlechter ein. Auch mit Blick auf die kommenden Monate nahm der Pessimismus zu. Die Anzeichen für eine Rezession in Deutschland verdichten sich. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Rückgang des Geschäftsklimaindikators nicht aufzuhalten. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage hat erneut abgenommen. Die Erwartungen rutschten tiefer in den negativen Bereich. Ein ähnlicher Pessimismus unter den Industriefirmen war zuletzt im Krisenjahr 2009 zu beobachten. Bei keiner der deutschen Schlüsselindustrien zeigten sich Lichtblicke. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Dies war auf eine deutlich weniger gute Einschätzung der Geschäftslage zurückzuführen. Zudem nahm die Skepsis für die nahe Zukunft zu. Im Handel ist der Indikator in den negativen Bereich gerutscht. Die Indizes zur aktuellen Lage und den Erwartungen gaben nach. Treiber des Rückgangs war vor allem der Großhandel. Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator leicht nachgegeben. Die Baufirmen waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Für die kommenden Monate erwarten sie keine größere Änderung der nach wie vor sehr guten Geschäftslage.

Auch das RWI sieht die deutsche Wirtschaft im Abschwung Das Institut senkte seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 von 0,8 auf 0,4%. Für 2020 erwartet es statt 1,4 jetzt 0,9%, für 2021 einen Anstieg auf 1,3%. Das Risiko einer Rezession sehen die Experten zwar als gestiegen an, Bautätigkeit und privater Konsum zeigen sich aber nach wie vor sehr robust. Die Arbeitslosenquote dürfte laut den RWI Experten in diesem und im nächsten Jahr bei 5% liegen. Dabei wird eine Inflationsrate von 1,4% in diesem und 1,3% im kommenden Jahr erwartet. Die öffentlichen Haushalte werden 2019 und 2020 voraussichtlich Überschüsse von knapp 52 bzw. knapp 40 Milliarden Euro erzielen.

ITK-Branche

Das Geschäftsklima in der Digitalbranche zeigt sich laut Branchenverband Bitkom weiterhin robust, kann sich aber nicht vollständig vom negativen Trend in der Gesamtwirtschaft abkoppeln. Der Bitkom-ifo-Digitalindex erreicht im August 2019 22,5 Punkte, ein Rückgang von 1,6 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Sowohl die aktuelle Geschäftslage wird etwas schwächer bewertet (40,3 Punkte, -2,2) als auch die Geschäftserwartungen (6,0 Punkte, -1,1). Die Geschäftslage bewegt sich damit weiterhin im Bereich historischer Höchstmarken. Die Preiserwartungen bleiben unverändert bei 8,5 Punkten. Die Erwartungen an die Beschäftigungsentwicklung sinken um 2,6 auf 25,3 Punkte.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die ITK-Branche damit weiterhin auf deutlich höherem Niveau und lässt seine Unternehmen optimistisch in die Zukunft schauen.

Customer Experience/CRM Markt

Grundtenor der CRM/Customer Experience Trends in 2019 für Deutschland ist laut einer jüngsten Lünendonk Studie sehr positiv.

Der Druck auf Unternehmen, ihren digitalen Wandel voranzutreiben, nimmt demnach deutlich zu. Um sich am Markt zu differenzieren, aber auch, um die Überlebensfähigkeit abzusichern, werden digitale Services immer wichtiger. So ist eine der großen Aufgaben für die Industrie, neue datenbasierte Services zu entwickeln, Sensorendaten zu monetarisieren und sich in der globalen IoT-Plattform-Ökonomie zu positionieren. Branchen wie Logistik, Handel oder die Finanzwirtschaft stehen vor ähnlichen Herausforderungen in der Plattform-Ökonomie. Sie müssen als vom Kunden hochwertig wahrgenommene, digitale Kanäle und Schnittstellen aufbauen, damit sie im Zeitalter der datenbasierten Plattformen bestehen können, so die Studie.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Skalierung neuer digitaler Geschäftsmodelle ist eine intuitive, einfache und medienbruchfreie Customer Experience - die aber häufig aus eigener Kraft nicht gestemmt werden kann. Zu hoch ist der Veränderungs- und Anpassungsdruck auf die Digitalisierung und die Zahl der initiierten Projekte. Aber es fehlt an Fachkräften und IT-Experten mit Kompetenz in neuen Technologien, einer neuen Customer Journey und Customer Experience sowie in der Entwicklung von innovativen, digitalen Produkten. Aus diesem Grund hat die Zusammenarbeit mit Digitalagenturen sowie Management- und IT-Beratungen stark zugenommen, ebenso wie der Bedarf an strategischen Dienstleistungspartnern.

Aber wo stehen die Unternehmen und Dienstleister aktuell bei der Umsetzung von kundenzentrischen Strategien? Und an welchen Stellen benötigen sie besonders Unterstützung und durch wen? Das zeigt die aktuelle Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2019 "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland". Darin stellt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder valide Zahlen, Daten und Fakten aus zwei Perspektiven zur Verfügung. So wurden nicht nur 19 führende Anbieter von Customer Experience Services befragt, sondern auch 109 Großunternehmen und Konzerne, von denen 65% mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielen.

Kunden erwarten schnittstellenoffene Systeme

Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von kundenzentrischen Digitalisierungsstrategien ist eine moderne und schnittstellenoffene IT-Landschaft, stellt aber für den Großteil der befragten Unternehmen noch ein Hindernis dar - lediglich 40 Prozent gaben laut Studie an, dass ihre IT-Systeme eine hohe Integrationsfähigkeit aufweisen. "Hier gibt es noch Aufholbedarf", weiß Studienautor Mario Zillmann, Partner von Lünendonk & Hossenfelder. "Ein benutzerfreundliches und ansprechendes User Interface genügt den meisten Kundenansprüchen schon lange nicht mehr. Beispielsweise wird erwartet, dass Prozesse wie E-Commerce und Kundenservice einen nahtlosen Wechsel zwischen mehreren Mobile Devices ermöglichen und alle relevanten Kundendaten aus den ERP- und CRM-Systemen abrufbar sind."

Zudem ist in der Plattform-Ökonomie die Integration von digitalen Frontend-Lösungen mit dem IT-Backend unabdingbar, damit durch Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz eine einzigartige Customer Experience geschaffen werden kann.

Trotz der weiterhin bestehenden Defizite ordnen sich fast zwei Drittel der befragten Unternehmen bei der Entwicklung bzw. Realisierung neuer Geschäftsmodelle auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb ein. Geht es dagegen um die Skalierung von neuen Produkten und Services, sind es nur 56%; 28% sehen sich hier im Rückstand.

Digitaler Wandel betrifft die gesamte Organisation

Auch bei der Projektumsetzung hapert es. So geben ebenfalls zwei Drittel der befragten Führungskräfte zu, dass geplante und initiierte Projekte zur Digitalisierung der Kundenschnittstellen sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle in ihrem Unternehmen nicht umgesetzt wurden. Stärkster Grund dafür ist mit 74%, dass zu viele Projekte und Initiativen gleichzeitig laufen, aber nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Fehlende agile Strukturen stehen an zweiter Stelle der Ursachen.

"Neue Strukturen und Zusammenarbeitsmodelle sind notwendig, weil der digitale Wandel kein reines Technologiethema darstellt, sondern die gesamte Organisation und ihr Ökosystem betrifft", sagt Zillmann. "Zwar haben die meisten Unternehmen bereits damit begonnen, in einzelnen Bereichen agile Methoden einzuführen. Aber viele sind von einer agilen Transformation noch ein gutes Stück entfernt - hat doch die Umstellung auf Vorgehensmodelle wie Scrum, Design Thinking oder Lean Startup weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitsweise, Prozesse und Führungsprinzipien innerhalb des Unternehmens."

Dienstleister werden zunehmend tiefer in die Wertschöpfung integriert

Da zahlreiche Unternehmen neue Themen rund um IoT, Cloud, Künstliche Intelligenz oder Digital Marketing zum ersten Mal angehen, fehlen Erfahrungen in der Umsetzung von Technologiekonzepten, der Entwicklung von Prototypen und der Skalierung. Daher werden zunehmend Beratungs- und IT-Dienstleister tiefer in die Wertschöpfung integriert. Mit 94% sind hierbei die Innovationsstärke des externen Partners sowie dessen Branchen- und Fachkompetenz am meisten gefragt. Darüber hinaus legen 69% großen Wert auf eine dezidierte Kreativitäts- und Designexpertise und 68% auf IT-Kompetenz im Sinne der Integration digitaler Lösungen in die Backend-Prozesse.

"Allein diese Top-Anforderungen verdeutlichen die Veränderungen im Beratungsmarkt hin zu der Vernetzung verschiedener Einzeldisziplinen zu einem integrierten Beratungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsansatz", kommentiert Mario Zillmann. "Themen wie Strategie- und Managementberatung, IT-Beratung/Systemintegration sowie Kreativ- und Designberatung rücken immer näher zusammen und werden verstärkt in Kombination beauftragt. In diesem Zusammenhang sehen wir auch zunehmend, dass Kunden mit ihren Dienstleistern Joint Ventures eingehen oder sie kaufen, um sich wertvolles Know-how zu sichern."

Anbieter adressieren milliardenschweren Gesamtmarkt

Das Portfolio der Anbieter von Customer Experience Services wird dabei von wenigen Kernelementen dominiert, darunter Software- und Systemintegration im Rahmen von Customer-Experience-Projekten, Digital Consulting und Prozessoptimierung.

Die hohe Nachfrage der Anwenderunternehmen nach externer Unterstützung rund um Themen zur Digitalisierung der Kundenschnittstellen, zu neuen Geschäftsmodellen und digitalen Prozessen drückt sich auch in der Umsatzentwicklung der analysierten Dienstleister aus. So ist bei 77% der Befragten der Umsatz um mehr als 10%, bei weiteren 17% zwischen 5 und 10% gestiegen.

Insgesamt schätzt Lünendonk das Gesamtmarktvolumen für Customer Experience Services in Deutschland auf 6,4 Milliarden Euro. Die Anbieter dieser Services adressieren im deutschsprachigen Raum einen milliardenschweren Gesamtmarkt für die digitale Transformation: Für 2018 planten die von Lünendonk befragten Großunternehmen und Konzerne, 2,3% ihres Umsatzes für Projekte zur Digitalisierung ihrer Kundenschnittstellen und neuer Geschäftsmodelle zu investieren. "Da sich eine Vielzahl an Projekten nicht mit eigenen Ressourcen bewältigen lässt, werden die Anwenderunternehmen ihre Ausgaben für externe Dienstleistungen nach oben anpassen", prognostiziert Mario Zillmann. Kein Wunder also, dass die Stimmung unter den befragten Dienstleistern sehr gut ist. Sie erwarten für 2019 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 22,8%.

2. Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr war nach wie vor geprägt durch den grundsätzlichen Wandel in unserem Marktumfeld. Themen wie die Digitalisierung der Wirtschaft, Industrie 4.0, Omni-Channel oder der Themenkomplex Internet of Things sind auf Kundenseite in aller Munde und verändern nachhaltig die Geschäftsmodelle sowie Marketing- und Vertriebsansätze unserer Kunden. Trotzdem steht die Digitalisierung der Vertriebs-, Service- und Marketingprozesse erst am Anfang.

Die SAP als unser Haupttechnologiepartner investiert "massiv Mrd. Beträge" in die Stärkung dieses Marktsegments und plant im ihrem Marktraum MEE (Middle East and Europe) im C4 HANA / Hybris Portfolio (Lizenzen) mit einem jährlichen Wachstum von 70%.

Unsere in 2015 entwickelte Vision maihiro 2020 hat diese Marktentwicklung sehr frühzeitig aufgegriffen und die grundsätzliche, strategische Ausrichtung auf einen sich verändernden Markt von maihiro zum Ziel.

Wir können nunmehr sagen, dass wir uns im abgelaufenen Geschäftsjahr in den einzelnen Geschäftsbereichen deutlich weiterentwickelt und positioniert haben.

Unser durchgängiger Portfolioansatz schafft sehr gute Anknüpfungspunkte und ermöglicht Zugänge für maihiro als Ganzem zu den buying centres in den Fachbereichen und dem höheren Management. Daraus abgeleitet sehen wir für alle Unternehmensteile große Wachstumschancen.

Die SAP positioniert sich zukünftig stark als Cloud-Plattform Anbieter und ermöglicht zusätzliche Umsatz- und Ergebnispotentiale durch die Entwicklung eigener innovativer Produkte. Im Customer Success Management verstetigen wir immer mehr unsere Kundenbeziehungen und sorgen so für werttreibende, wiederkehrende Umsätze.

Grundsätzlich kann man zur Strategie unseres Hauptpartners SAP festhalten: Mit der Bekanntgabe der erweiterten Produktstrategie der SAP auf der weltweiten Kundenmesse SAPPHIRE im Sommer dieses Jahres in Orlando wurde die Grundlage für das weitere Wachstum des Geschäfts im CRM Umfeld gelegt. Die SAP hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Akquisitionen (hybris, Gigya, callidus, coresystems) in diesem Produktbereich getätigt, um ihr Portfolio zu vervollständigen. maihiro hat jeweils frühzeitig die Zusammenarbeit mit diesen neuen Partnern auf SAP-Seite gesucht und zudem fachliche Kompetenz aufgebaut. Alle diese Zukäufe und die Vielzahl an eigenen Lösungen hat die SAP unter dem Begriff SAP C/4 HANA bzw. SAP CX (Customer Experience) gebündelt und neben der bestehenden ERP Plattform SAP S/4 HANA zu einem Hauptelement ihrer Strategie gemacht. Dies wird zu einem verstärkten Wachstum der SAP in diesem Bereich führen. Die frühzeitige Adaption der SAP Strategie durch maihiro macht uns sehr zuversichtlich, was das weitere Wachstum von maihiro betrifft.

Vor dem Hintergrund der SAP Plattform Strategie, also auf Basis der SAP Cloud Entwicklungsumgebung Partner die Entwicklung ergänzender Produkte zu ermöglichen, haben wir entsprechende Produkte weiterentwickelt. Diese markfähigen Produkte wurden bereits von vielen Unternehmen im Software as a Service Modell gekauft. Neben namhaften Kunden, die diese Produkte nutzen, ist maihiro als Produktanbieter ein wichtiges Referenzmodell für die SAP Plattform Strategie.

Da die zunehmenden Aktivitäten in diesem Geschäftsbereich noch stärker gebündelt werden sollen, und um neue Wachstumsmöglichkeiten schnell zu ermöglichen, haben sich die Gesellschafter der maihiro GmbH entschlossen diesen Bereich per 31.05.2019 in eine eigenständige GmbH auszugründen. Darüber hinaus wurde ein Investor gefunden, der sich an der neuen Unternehmung beteiligt und entsprechendes Wachstumskapital einbringt. In diesem Zusammenhang wurden die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Products in die neue maihiro products GmbH überführt und ein entsprechender Carve Out umgesetzt. Die daraus sich ergebenen Änderungen bzgl. der bisherigen Kennzahlen (Umsatz, Personal, Ergebnis, usw.) sind beim vorliegenden Jahresbericht zu berücksichtigen. Wir haben dieser Situation im vorliegenden Bericht durch eine entsprechende Segmentberichterstattung Rechnung getragen. Aus dieser Segmentberichterstattung leitet sich wie oben bereits erwähnt ab, dass das Ergebnis vor Steuern bezogen auf maihiros Kerngeschäft auf Vorjahresniveau liegt.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft und den Investitionen in innovative Lösungen und Bereiche.

a) Ertragslage

Die Gesamtleistung in der maihiro Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug TEUR 22.352 (Vorjahr: TEUR 21.113)[2]. Zum abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten wir in der maihiro Gruppe ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 455 (Vorjahr TEUR 1.399)[3].

Dieser Ergebnisrückgang ist in aller erster Linie zurückzuführen auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr nach wie vor erforderlichen Kosten für den Aufbau des Geschäftsbetriebs der maihiro Produkte. Bereinigt man das Ergebnis um den Bereich der Produkte, erzielten wir in der maihiro Gruppe einen EBIT von TEUR 1.465.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen.

Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir in Deutschland in Abstimmung mit der Hausbank Factoring als zusätzliches, wachstumorientiertes Finanzierungsinstrument eingeführt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 11,9% der Gruppenbilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage wäre im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund unseres konsequenten Forderungsmanagements im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Durch den zusätzlichen Einsatz des Factorings in Deutschland hat sie sich deutlich verbessert.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Die Gruppenbilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 619 auf TEUR 4.545 vermindert[4]. Dies liegt in erster Linie an dem Abgang der im Geschäftsjahr und in den Vorjahren aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.100 im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Geschäftsbereichs "Products".

Das gesamte Eigenkapital in der Gruppe beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 1.152[5]. Die Gruppeneigenkapitalquote liegt mit 25,3% über der Gruppeneigenkapitalquote im Vorjahr (24.2%)[6].

4 . Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den cash flow heran.

Bei den Mitarbeitern sind in der Gruppe vier Geschäftsführer mitgezählt[7]. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Bezogen auf eine durchschnittliche Anzahl von produktiven Mitarbeitern von 119 in der maihiro Gruppe erzielten wir eine Pro-Kopf-Gesamtleistung von TEUR 182. Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr bereinigt um den Bereich Produkte 6,6% und inkludiert nach wie vor hohe erforderliche Aus- und Weiterbildungsinvestitionen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

II. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Ismaning unverändert über eine inländische Niederlassung in Berlin und in Hamburg.

III. Prognosebericht

Basierend auf den zuvor genannten Informationen von entsprechenden Marktforschern und Branchenverbänden wie beispielsweise der BITCOM, dem IfW, Ifo-Institut oder Lünendonk sowie eigenen Markteinschätzungen geht maihiro davon aus, dass sich der für maihiro relevante CRM Markt in Deutschland weiter positiv entwickeln wird und ein Marktwachstum von ca. 15-20% in 2019 erreichen wird.

Im spezifischen Markt für CRM-Anwendungssoftware erhöht sich die Marktdurchdringung des Herstellers SAP weiter relativ zu seinen Wettbewerbern. Zudem hat die SAP mit dem Ausbau ihres Produktportfolios im für uns relevanten Markt die Voraussetzung für deutliches Wachstum für maihiro mitgeschaffen. SAP setzt bei der Marktbearbeitung nach wie vor verstärkt auf branchenseitig fokussierte und spezialisierte Partner. Durch unsere nach wie vor sehr gute Positionierung in diesem branchenseitig geprägten Marktumfeld, unsere deutlichen Ausbildungs- und Organisationsentwicklungsinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns mittlerweile auch im erweiterten Customer Engagement und Commerce Portfolio der SAP einen exzellenten Namen erarbeitet. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass sich unsere Zielkundenbasis neben der verstärkten Tätigkeit für große Unternehmen und in der softwareunabhängigen Managementberatung in den kommenden Jahren deutlich verbreitern wird.

Bezogen auf die Vielzahl von neuen, innovativen SAP Produkten werden wir fortgesetzt da dran arbeiten, unser Know-how in diesen Feldern zu vertiefen und für die SAP und den Markt sichtbar der TOP-Beratungspartner im SAP Customer Engagement und Commerce zu bleiben.

Gepaart mit unseren konsequenten, aufbauorganisatorischen Maßnahmen und dem branchenfokussierten, auf das Referenz-Marketing setzenden, die Markenbildung von maihiro fördernden Vertriebs- und Partneransatz sind wir zuversichtlich, dass wir die Gesamtleistung von maihiro in der Gruppe im kommenden Geschäftsjahr um rund 22% auf TEUR 26.378 steigern werden. Wir werden weiter konsequent in unser Know-how investieren, unsere Personalentwicklung fortsetzen sowie unsere Ablauf- und Aufbauorganisation an Effizienzgesichtspunkten ausrichten. Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir in der Gruppe mit einer operativen EBIT Marge von 6,0%, die nach wie vor hohe erforderliche Aus- und Weiterbildungsinvestitionen inkludiert.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Sollten der Handelskrieg zwischen den USA einerseits und der EU und China auf der anderen Seite eskalieren sowie die Briten ungeregelt aus der EU austreten und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Der Erfolg von maihiro wird wie in der Vergangenheit auch in Zukunft maßgeblich durch die Gewinnung und langfristige Bindung von entsprechend qualifizierten Mitarbeitern beeinflusst.

Verbunden mit dem nach wie vor anhaltenden Fachkräftemangel in unserem relevanten Arbeitsmarkt entsteht einerseits Risiko dadurch, dass Leistungsträger abgeworben und maihiro verlassen werden. Andererseits ist die Möglichkeit Personal in ausreichendem Umfang zu gewinnen für maihiro selber schwierig, so dass der verbundene Fachkräftemangel auch auf unsere Lieferfähigkeit rückkoppeln kann.

Aus diesen Gründen liegt der Schwerpunkt unserer Personalarbeit wie in den vergangenen Jahren weiterhin auf der konsequenten Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern und der Weiterentwicklung der individuellen Fähigkeiten der existierenden Mitarbeiter sowie der Investition in deren Know-how. Daher werden wir neben den bereits vorhandenen Maßnahmen zur Personalgewinnung verstärkt auf eigenes active sourcing setzten.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund unserer deutlichen Differenzierung zum Wettbewerb abgenommen. Da unsere ausgebaute Marktpräsenz Wettbewerbsvorteile bietet, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Ausbildungsmaßnahmen Zusatzkosten zu erwarten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zur Stärkung der neuen Schwestergesellschaft "maihiro products GmbH" wurde dieser ein Mezzaninekapital in Höhe von TEUR 200 zur Verfügung gestellt. Aktuell sind bei dieser langfristigen Ausleihung keine Ausfallrisiken zu erkennen.

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch geeignete interne wie externe Qualitätskontrollen durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrungen, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Aufgrund unseres anhaltenden, starken Wachstums haben wir vermehrt Platzbedarf und sind deshalb im Oktober in unsere neuen Büroräume an der Lise-Meitner-Straße in Ismaning gezogen. Den Umzug haben wir dafür genutzt, um ein völlig neues Bürokonzept zu realisieren, das auf die veränderten Bedingungen der modernen Arbeitswelt hin zugeschnitten ist. Parallel wird das Konzept derzeit in der Wiener Niederlassung umgesetzt. Die Innenarchitektur stammt vom Planungsbüro Michael Bednarik aus Rosenheim, einem Unternehmen mit namhaften Referenzen bei der Gestaltung zukunftsorientierter Bürokonzepte. Auch hierdurch versprechen wir uns, weiterhin attraktiv für unsere Mitarbeiter zu sein und neue Mitarbeiter für uns begeistern zu können.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage, unserer Auslastung und Verrechenbarkeit sowie der Bindung unser Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber sehr gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen breitgestreuten, solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, über Kreditlinien verschiedener Banken und dem Factoring.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko bedienen wir uns eines fein abgestuften Liquiditätsplan, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

[1] maihiro GmbH: von durchschnittlich 127 auf 143 Mitarbeiter

[2] maihiro GmbH: Gesamtleistung TEUR 19.182 (Vorjahr: TEUR 18.203)

[3] maihiro GmbH: Ergebnis vor Steuern TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 1.478)

[4] maihiro GmbH: Bilanzsumme TEUR 3.753 (Vorjahr: TEUR 4.260)

[5] maihiro GmbH: Eigenkapital TEUR 1.084 (Vorjahr: TEUR 1.166)

[6] maihiro GmbH: Eigenkapitalquote 28,9% (Vorjahr: 27,4%)

[7] maihiro GmbH: 3 Geschäftsführer

 

Ismaning am 30.10.2018

maihiro GmbH

Geschäftsführung

gez. Bernd Hesse

gez. Uwe May

gez. Mark Roes

Bilanz

Aktiva

30.6.2019
EUR
30.6.2018
EUR
A. Anlagevermögen 432.691,14 851.794,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.032,00 714.687,30
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.182,00 693.897,30
II. Sachanlagen 138.659,14 102.107,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.514,00 77.107,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.145,14 25.000,00
III. Finanzanlagen 235.000,00 35.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 200.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 3.100.404,11 3.193.807,37
I. Vorräte 39.885,80 101.651,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.060.297,88 2.818.974,52
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 182.023,85 33.073,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220,43 273.180,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 220.263,22 214.629,42
Summe Aktiva 3.753.358,47 4.260.231,09

Passiva

   
30.6.2019
EUR
30.6.2018
EUR
A. Eigenkapital 1.084.312,49 1.165.695,96
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 200.000,00 200.000,00
II. Bilanzgewinn 884.312,49 965.695,96
B. Rückstellungen 1.152.861,73 1.273.059,02
C. Verbindlichkeiten 1.290.716,32 1.375.750,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 440.407,42 115,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.744,36 185.779,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 225.467,93 250.925,68
E. Passive latente Steuern 0,00 194.800,00
Summe Passiva 3.753.358,47 4.260.231,09

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2018 - 30.6.2019
EUR
1.7.2017 - 30.6.2018
EUR
1. Rohergebnis 17.979.512,54 16.482.370,84
2. Personalaufwand 12.104.801,74 10.367.637,45
a) Löhne und Gehälter 9.909.770,20 8.479.344,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.195.031,54 1.888.293,23
3. Abschreibungen 284.567,74 127.614,02
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 284.567,74 127.614,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.086.957,14 4.476.467,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.313,58 8.528,82
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.894,41 41.830,23
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 147.988,56 421.795,07
8. Ergebnis nach Steuern 322.616,53 1.055.555,10
Jahresüberschuss 322.616,53 1.055.555,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2018/19

der maihiro GmbH

1. Allgemeine Angaben

Vorbemerkung

Die maihiro GmbH mit Sitz in Ismaning ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 132682 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und richtet sich bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG.

Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 267 HGB und des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind weitestgehend unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Vergleichbarkeit der Werte ist jedoch nur eingeschränkt möglich, da im Geschäftsjahr zum 31.05.2019 der Teilbetrieb "Herstellung und Vertrieb von Softwareprodukten im Cloud-Umfeld" abgespalten wurde. Gemäß Abspaltungsvertrag vom 27.05.2019 (Notar Dr. Thomas Engel, UrNr. E1314/2019) wurde der Geschäftsbetrieb der Softwareentwicklung insbesondere die selbst geschaffenen Softwareprodukte maiConnect, maiTour, maiCatch und die damit zusammenhängenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen abgespalten. Der Aktivwert des abgespaltenen Vermögens betrug 1.131 T€.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Herstellung anfallenden Aufwendungen bewertet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände umfassen Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Sie werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen erfolgen linear und bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten beinhalten die Anschaffungsnebenkosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 410,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und nach 5 Jahren als Abgang gebucht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte grundsätzlich mit den Anschaffungskosten.

Unfertige Leistungen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zusätzlich wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

2. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2018
T€
Zugänge
T€
Abgänge aufgrund Abspaltung
T€
Umbuchungen
T€
30.06.2019
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 976 671 1.389 0 258
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 238 36 0 0 274
  1.214 708 1.389 0 532
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191 14 0 0 205
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25 44 0 0 69
  216 58 0 0 274
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35 0 0 0 35
2. Sonstige Ausleihungen 0 200 0 0 200
  35 200 0 0 235
  1.465 966 1.389 0 1.042
kumulierte Abschreibungen
01.07.2018
T€
Zugänge
T€
Abgänge aufgrund Abspaltung
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 282 240 289
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 217 22 0
  499 263 289
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114 22 0
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
  114 22 0
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
  0 0 0
  613 285 289
Buchwert
30.06.2019
T€
30.06.2019
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 234 24
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 239 35
  473 59
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136 69
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 69
  136 139
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 35
2. Sonstige Ausleihungen 0 200
  0 235
  609 433

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Berichtsjahr auf 671.209,01 €, davon wurden 671.209,01 € aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 0,00 € (i.Vj.: 2.500,00 €) enthalten. Forderungen, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen, sind in Höhe von 23.257,73 € (i.Vj.: 34.022,45 €) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 200.000,00 €.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten in Höhe von 440.407,42 € (i.Vj.: 115,43 €) sind durch die Abtretung sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalteten einmaligen und/oder periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2018/2019
T€
2017/2018
T€
Erträge aus sale & lease back Geschäften 321 204
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 1 53
Sonstige aperiodische Erträge 0 5
aus der Währungsumrechnung 0 4
übrige betriebliche Erträge 581 484
  903 749

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten einmaligen und/oder periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2018/2019
T€
2017/2018
T€
Aufwendungen aus sale & lease back Geschäften 321 204
sonstige aperiodische Aufwendungen 1 0
aus Währungsumrechnung 3 3
Einstellung in Wertberichtungen zu Forderungen 0 29
Spenden 5 6
sonstige betriebliche Aufwendungen 4.757 4.234
  5.087 4.476

3. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2018/2019 waren:

Herr Bernd Hesse, Bereichsleiter Operations and. Delivery, München

Herr Uwe May, Bereichsleiter Marketing/ Vertrieb, Garching b. München

Herr Mark Roes, Bereichsleiter Finance and Accounting, Ottobrunn

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB nimmt die Gesellschaft die Erleichterung im Zusammenhang mit der Angabe der Geschäftsführerbezüge in Anspruch.

Verbundene Unternehmen

Anteil am Kapital Eigenkapital
Jahresergebnis 2018/209
maihiro GmbH, Wien Österreich 100,00% 102.378 -18.147

Mitarbeiterzahl

am Stichtag im Durchschnitt
30.06.2019
Anzahl
30.06.2018
Anzahl
30.06.2019
Anzahl
30.06.2018
Anzahl
Verwaltung + Marketing 32 32 35 30
Berater 83 74 83 75
Produktentwickler 0 9 9 7
Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB 115 115 127 112
Geschäftsführung 3 3 3 3
Auszubildende 2 3 3 4
Werkstudenten 6 12 11 9
  126 133 144 128

Haftungsverhältnisse

Gesamt 30.06.2019
T€
Davon in 2018/19
T€
Vermerkpflichtig gemäß § 251 HGB 0  
nicht vermerkpflichtig - sonstige finanzielle Verpflichtungen    
PKW- und IT-Leasing 1.800 794
Lizenzen 118 115
Raummieten 4.192 638
  6.109 1.547

Ausschüttungssperre

In nachfolgendem Umfang ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre:

Bilanzausweis
Latente Steuern
Ausschüttungsgesperrter Betrag
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 24.182,00 0,00 24.182,00
Aktivierung latenter Steuern 0,00 0,00 0,00
Gesamtbetrag der gegen Ausschüttungen nach§ 268 Abs. 8 HGB gesperrten Beträge     24.182,00

Zur Deckung der Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB zur Verfügung stehende Eigenkapitalanteile:

Kapitalrücklage 0,00
Gewinnrücklage 0,00
Bilanzgewinn 884.312,49
Zur Deckung zur Verfügung stehende Eigenkapitalanteile 884.312,49

 

Ismaning am 30.10.2019

Maihiro GmbH

Geschäftsführung

gez. Bernd Hesse

gez. Uwe May

gez. Mark Roes

Zu dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss, wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem ausführlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den unten aufgeführten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die maihiro GmbH, Lise-Meitner-Straße 1, 85737 Ismaning

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der maihiro GmbH, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der maihiro GmbH, Ismaning, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verwantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Trostberg, 31.10.2019

M & P Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Daniel Zeus, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2019 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen:

Jahrsüberschuss 322.616,53
Gewinnvortrag 961.695,96
Ausschüttung -400.000,00
Bilanzgewinn 884.312,49

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

28 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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