Karl Georg Grundstücks-GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kevin Müller seit 11.1.2024 | Geschäftsführer |
Olaf Hees seit 7.10.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karl Georg GmbHIngelbach-BahnhofJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Erläuterungen zum Bestätigungsvermerk Dieser verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 dienen der Offenlegung. Dem vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der nachstehende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Karl Georg GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karl Georg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Georg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Köln, den 27. Juni 2024 PKF
Fasselt
M. Zünkler, Wirtschaftsprüfer C. Renner, Wirtschaftsprüfer Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Bilanzsumme 16.964.228,98 EUR; Jahresüberschuss 0,00 EUR) und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 der Karl Georg GmbH, Ingelbach-Bahnhof. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang per 31.12.2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbHG aufgestellt. Zur Übersichtlichkeit erfolgen Fristigkeitsvermerke im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden im Jahr des Zugangs zeitanteilig nach Monaten vorgenommen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Grundlage für die planmäßige Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstands. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden im Jahr des Zugangs zeitanteilig nach Monaten vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden entsprechend den steuerlichen Regelungen im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen angesetzt. Die Bewertung des übrigen Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen abgedeckt. Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren auf Basis des von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinsfußes für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren errechnet. Dabei wurden die Richttafeln von Prof. Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet. Der Rechnungszinssatz beträgt 1,74%. Erwartete Rentensteigerungen, die der Berechnung zugrunde gelegt wurden, sind in Höhe von 2 % berücksichtigt worden; ein Gehaltstrend war nicht zu berücksichtigen. Die ausgewiesene Rückstellung wurde im Vorjahr um Vermögensgegenstände i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB gekürzt. Diese Vermögensgegenstände gelangten im Geschäftsjahr 2023 zur Auszahlung, weshalb zum 31.12.2023 keine Kürzung vorgenommen werden kann. Im Einzelnen:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 25 T€. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem entsprechenden - von der Deutschen Bundesbank ermittelten - durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst angesetzt. Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen sind um Vermögensgegenstände i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB gekürzt worden. Im Einzelnen:
Das Planvermögen (227 T€) ist durch Verpfändungserklärung dem Zugriff der anderen Gläubiger entzogen worden. Es ist mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens ist wie folgt dargestellt: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Mitzugehörigkeit Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 177 T€ (Vorjahr 463 T€) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. 441 T€ resultieren in Höhe von 58 T€ (Vorjahr 0 T€) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 383 T€ (Vorjahr 0 T€) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10 T€ (Vorjahr 8 T€) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 303 T€ (Vorjahr 4.863 T€) betreffen sonstige Verbindlichkeiten. Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Personal. Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB
VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende Verpflichtungen:
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von 307 T€. Sie betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als sehr gering ein. Das positive Bilanzbild der verbundenen Unternehmen, deren gegenwärtige Bonität sowie das bisherige Zahlungsverhalten sprechen für diese Einschätzung. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr waren zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern bestellt und im Handelsregister eingetragen:
Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Beschäftigte Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt beschäftigt:
Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags an die Karl Georg Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt. Vorgänge von besonderer Bedeutung, nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die Branche sind derzeit schwer abschätzbar. Änderungen der Lage der Gesellschaft infolge Kurzarbeit und/oder Entlassungen sind bislang nicht eingetreten. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht.
Ingelbach-Bahnhof, 25. Juni 2024 Otaf Hees Kevin Müller Tim Winkel Lagebericht 2023A. Das Unternehmen KARL GEORG zählt europaweit zu den führenden Entwicklern und Herstellern von Kran- und Industriekomponenten und beliefert über 3.000 OEM-Kunden, Servicedienstleister und Anlagenbetreiber in 55 Ländern. Unsere Kunden profitieren von einem umfangreichen Produktportfolio, bestehend aus Laufrad-, Radblockkomponenten, Rollenführungssystemen, Seilrollen und Dämpfungssystemen bis hin zu einbaufertigen Fahrwerkslösungen. Darüber hinaus schätzen Kunden u.E. das umfangreiche Instandsetzungsangebot für unsere Produkte, sowie die individuelle Lösungskompetenz bei anspruchsvollen Projekten. Wir investieren kontinuierlich in moderne Fertigungstechnik, die Ausbildung hoch qualifizierter Fachkräfte sowie in ökologische und soziale Projekte. Nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklungen sind wesentliche Kriterien bei unseren Investitionsentscheidungen. B. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung des Geschäftsverlauf 2023 1.1 Markt- und Branchenentwicklung "Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich [...]. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. [...] Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. [...] (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024) "Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7 %). Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit einen neuen historischen Höchststand, nachdem bereits im Jahr 2022 der vormalige Höchstwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Millionen Personen) um 320.000 oder 0,7 % überschritten worden war. Im Jahr 2020 hatte die Corona- Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl beendet und zu einem Rückgang um 361.000 Personen (-0,8 %) geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit im Jahr 2021 zunächst nur leicht um 69.000 Personen (+0,2 %) und im Jahr 2022 kräftig um 612.000 Personen (+1,4 %) gewachsen. Eine Ursache für die Beschäftigungszunahme im Jahr 2023 war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu kam eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, der mittelfristig zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter führen dürfte (siehe dazu Pressemitteilung Nr. 511 vom 2. Dezember 2022) [...] Außerhalb des Dienstleistungsbereichs nahm die Beschäftigung deutlich schwächer zu: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Erwerbstätigenzahl 2023 nur leicht um 25.000 (+0,3 %) auf rund 8,1 Millionen Personen. Nach einem ebenfalls geringen Anstieg im Vorjahr um 35.000 Personen (+0,4 %) ist damit das Vorkrisenniveau noch weit entfernt. [...] Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Jahresdurchschnitt 2023 um 363.000 Personen (+0,9%) auf 42,1 Millionen wuchs. Zu diesem Anstieg trug maßgeblich die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei. Auch bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) gab es leichte Beschäftigungsgewinne, die jedoch die pandemiebedingten Verluste weiterhin nicht ausgleichen konnten. Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2023 dagegen der seit nunmehr 12 Jahren andauernde Abwärtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2022 um 30.000 Personen auf 3,9 Millionen (-0,8%). (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 001 vom 02. Januar 2024) "Die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur hinterlässt auch im Maschinen- und Anlagenbau zunehmend deutlichere Spuren. Zwar lief die Produktion in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten vergleichsweise gut. Sie erreichte bis einschließlich Oktober ein reales Plus von 0,9 Prozent. "Aber nachdem die ersten beiden Quartale noch Wachstumsbeiträge lieferten, verfehlte die Maschinenproduktion im dritten Quartal ihr Vorjahresniveau bereits um 1,6 Prozent. Auch das vierte Quartal wird schwach ausfallen", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt. "Die bis zum Sommer gute Produktion sorgt zwar dafür, dass wir unsere Schätzung für 2023 anheben. Wir rechnen nur noch mit einem Produktionsrückgang von real 1 Prozent. Anders als vor einem Jahr kann der sinkende Auftragsbestand die Produktion aber immer weniger stützen. Daher passen wir die Prognose für 2024 nach unten an: von bisher minus 2 auf nun minus 4 Prozent", erläuterte Haeusgen." [...] (Quelle: VDMA-Jahres-Pressekonferenz, Maschinen- und Anlagenbau wartet auf die Trendwende v. 12.12.2023) Im 98. Jahr der Firmengeschichte erzielten wir trotz der stagnierenden bzw. sich weiter verschlechternden konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen das beste Ergebnis seit unserem Bestehen. Ein durchschnittlich konstant hoher Auftragsbestand und die permanent gute Leistung aller Mitarbeitenden haben diesen Erfolg am Markt ermöglicht. 1.2 Personal Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg im laufenden Geschäftsjahr auf 112 (VJ: 103) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Dem gesteigerten Bedarf an Fachkräften im gewerblichen Bereich konnte durch Neueinstellungen, aber auch durch Übernahme von eigenen Auszubildenden begegnet werden. In der Verwaltung wurde weiterhin die Internationalisierungsstrategie vorangetrieben und entsprechende Neueinstellungen als Nachfolgebesetzung vollzogen. Personalabgänge resultierten im Wesentlichen durch normale Fluktuation. Zusätzlich befanden sich zum Jahresende 11 Personen in einer Berufsausbildung (VJ: 5). Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde eine intensive Aus- und Weiterbildung geleistet. Zahlreiche Qualifizierungsmaßnahmen auf unterschiedlichsten Themengebieten wurden durchgeführt. Die Bereitschaft der Belegschaft zur Erweiterung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen ist gut ausgeprägt. An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Mitarbeitenden, die im Geschäftsjahr 2023 Herausragendes geleistet haben. Das erreichte Ergebnis ist das Resultat einer guten und motivierten Belegschaft, die immer sehr gute Lösungen erarbeitet sowohl für den Kunden wie auch das Unternehmen. 2. Erläuterungen des Jahresabschlusses 2023 Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen auf 12,8 Mio. € (VJ: 11,5 Mio. €). In den ersten fünf Monaten 2024 erfuhr die Auftragslage, nach zwei anfänglich sehr guten Monaten, im März zwischenzeitlich einen Einbruch, sodass zum 31. Mai 2024 ein Auftragsbestand i. H. v. rund 12,2 Mio. € (VJ: 14,5 Mio. €) zu verzeichnen ist. 2.1 Ertragslage Die Rohgewinnmarge stieg geringfügig von 54,4 % im Vorjahr auf 54,5 % im aktuellen Geschäftsjahr, während das Rohergebnis um 4,1 Mio. € auf 21,2 Mio. € stieg. Die Personalkosten stiegen um 1,8 Mio. € auf 10,2 Mio. € (VJ: 8,4 Mio. €). Der hohe Anstieg ist auf die Beteiligung der Mitarbeiter am sehr guten Ergebnis zurückzuführen + 726 T€, der Einstellung von Jubiläumsrückstellungen zum 100-jährigen Bestehen der Firma in 2025 + 323 T€ sowie einer pauschalen Lohn- und Gehaltsanpassung um +5% und der Neueinstellung von Mitarbeitenden. Ebenfalls enthalten ist eine Verpflichtung gegenüber einem Mitarbeitenden i. H. v. + 250 TEUR. Relativ betrachtet sank die Personaleinsatzquote im Verhältnis zur Gesamtleistung von 26,1% im Vorjahr auf 25,2% im Geschäftsjahr 2023. Die Abschreibungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr auf 1.416 T€ (VJ: 1.461 T€) nur leicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahr 2023 um 421 T€ auf 4.311 T€ (VJ: 3.889 T€). Die erhöhten Umsätze und die damit einhergehenden Vertriebsaufwendungen stiegen um 120 T€. Die Betriebskosten stiegen um 194 T€ auf 1.203 T€ aufgrund erhöhter Miet- und Instandhaltungsaufwendungen. Der Anstieg der Verwaltungs- und sonstigen Kosten resultiert im Wesentlichen aus Betriebsveranstaltungen (36 T€), Fortbildung von Mitarbeitenden (33 T€) und der Zertifizierung für das Umweltmanagementsystem (22 T€). Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den gestiegenen Euribor-Zinssatz auf -100,9 T€ (VJ: - 78,3 T€). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 1.780 T€ auf 5.474 T€ (VJ 3.694 TEUR) was einer Gesamtleistungsrendite von 13,6 % (VJ 11,5%) entspricht. 2.2 Finanzlage Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 9.230 T€ (VJ: 3.114 T€) vor Gewinnabführung erzielt. Aus dem Nettoinvestitionsvolumen im Anlagevermögen kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von -2.484 T€ (VJ: - 1.320 T€). Darin enthalten sind u.a. Investitionen in Werkzeuge und Maschinen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von -5.770 T€. Dieser setzt sich u.a. aus einer Kapitalerhöhung durch die Gesellschafterin i. H. v. 3.000 T€, der Zahlungen von "Dividenden" an die Muttergesellschaft i. H. v. - 9.158 T€. Ergänzend wurde im Geschäftsjahr 2023 ein FK-Darlehen zur Finanzierung einer Maschine i. H. v. 500 T€ aufgenommen, von dem -100 TE bereits getilgt wurden. Per Saldo ergab sich eine Erhöhung der liquiden Mittel um 976 T€ (VJ: Erhöhung von 1.065 T€). Der Finanzmittelbestand beträgt nunmehr 2.617 T€ gegenüber 1.641 T€ im Vorjahr. Damit steht der Karl Georg GmbH eine komfortable Liquiditätsausstattung zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit war zu jeder Zeit gewährleistet. 2.3 Vermögenslage Die Investitionen 2023 ins Anlagevermögen betrugen 2.145 T€ (VJ: 1.335 T€). Diese betreffen hauptsächlich eine Installation und Inbetriebnahme einer CNC-Maschine, Schulungsmaschine für den Ausbildungsbereich, Installation eines neuen Lagersystems, Investitionen in Werkzeuge und die Erweiterung unserer Photovoltaikanlagen. Die Abschreibung auf das Anlagevermögen nahm um -46 T€ auf 1.416 T€ ab. Das kurzfristige Vermögen (abzüglich erhaltener Anzahlungen) erhöhte sich um 1.259 T€, was auf die Verringerung der Vorräte (-215 T€) (abzüglich erhaltener Anzahlungen), Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+332 T€) bei gleichzeitiger Erhöhung der liquiden Mittel (+ 976 T€) zurückzuführen ist. Das Eigenkapital deckt wie im Vorjahr das langfristige Vermögen sowie wesentliche Teile des Vorratsvermögens größtenteils ab. Im Einzelnen ergeben sich folgende bilanzielle Kennziffern:
Das langfristige Kapital beträgt 85,8 % (VJ: 61,7 %) der Bilanzsumme. Das wirtschaftliche Eigenkapital unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beträgt 69,9 % (VJ: 79,8 %). Die Reduzierung der Kennziffer ist auf die unterjährigen Vorauszahlungen auf die Gewinnabführungen (Dividenden an die Muttergesellschaft) zurückzuführen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages und der Finanzierung über die Muttergesellschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung die wirtschaftliche Eigenkapitalquote eine entscheidungsrelevante Kennziffer. 3. Gesamtaussage Erfreulich entwickelte sich das Betriebsergebnis, welches in besonderem Maße auf unsere effiziente Kostenkontrolle, den Skaleneffekt, sowie der Optimierung der Produktionsprozesse zurückzuführen ist. Den herausragenden Einsatz unserer Mitarbeiter, gilt es an dieser Stelle in besonderem Maße würdigend hervorzuheben. Die wie bereits im Vorjahr stark gestiegenen Kosten in den Bereichen Material, Energie und Personal, konnten über angemessen gesteigerte Verkaufspreise an den Markt weitergegeben werden. Unser ungebrochen starker Fokus auf die Zufriedenheit unserer Kunden, sicherte auch in diesem Jahr unsere führende Marktposition. Mittels einer aufmerksamen Verfolgung der aktuellen Marktentwicklung, werden wir aufkommende Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. C. Prognosebericht Ausblick 2024 "Deutsche Exportfirmen blicken trotz starker Risiken im Welthandel und zunehmendem Protektionismus optimistischer in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Acht von zehn befragten Unternehmen (81 Prozent) aus Deutschland erwarteten für das laufende Jahr steigende Umsätze, berichtete der Kreditversicherer Allianz Trade am Dienstag in Hamburg. Ein ähnliches Bild zeige sich bei der Umfrage im globalen Maßstab mit 3200 Exporteuren aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Großbritannien, den USA und China. Der Optimismus sei neu, denn 2023 hatten nur 54 Prozent der deutschen und 70 Prozent sämtlicher Exportunternehmen steigende Erlöse erwartet, die letztlich auch nicht eingetreten seien und das Jahr schließlich mit einer Handelsrezession enden ließen. Allianz Trade rechnet im laufenden Jahr mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum. "Wir sehen in diesem Jahr keinen kometenhaften Wiederaufstieg des Welthandels", sagte Volkswirtin Jasmin Gröschl. "Die Erholung ab der zweiten Jahreshälfte macht gerade mal die Einbußen des Vorjahrs wett." Der Welthandel werde 2024 wertmäßig um 2,8 Prozent steigen, nachdem er 2023 um 2,9 Prozent geschrumpft sei. Das liege deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von plus 5 Prozent. (...)" (Quelle: Handelsblatt: "Deutsche Exporteure werden optimistischer" v. 14.05.2023) Das laufende Geschäftsjahr entwickelte sich zum Berichtstag erwartungsgemäß auf minimal unterschrittenem Vorjahresniveau. Insgesamt bewerten wir diese Entwicklung als Konsolidierungsphase nach zwei starken Wachstumsjahren. In dieser Zeit liegt unser Fokus auf der Anpassung und Optimierung unserer Prozesse an das neue Arbeitspensum, sowie die Vorbereitung neuer Marktaktivitäten zur Einleitung der nächsten Wachstumsphase in 2025. Zum Tage der Berichtserstellung, lag der Auftragsbestand bei 12,2 Mio. EUR (VJ: 14,5 Mio EUR). Ab dem 2. Halbjahr 2024 rechnen wir mit einer leichten Verbesserung der deutschen Exportlage, welche sich wiederum positiv auf unser Geschäft auswirken sollte. Insgesamt erwarten wir ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau. Als stark risikobehaftet, bewerten wir die aktuellen wirtschaftspolitischen Sanktionen (Erhöhung der Einfuhrzölle von 25% auf 100%) der USA gegen eine Vielzahl chinesischer Erzeugnisse. Die hierdurch aufkommende Gefahr einer Überflutung des Europäischen Marktes mit diesen nun im Überfluss verfügbaren Produkten, birgt ein großes Preisrisiko. Der weitere Umgang des EU-Parlamentes hinsichtlich der Erhebung etwaiger neuer EU seitiger Strafzölle bleibt abzuwarten. Ferner steht auch die Reaktion der chinesischen Regierung noch aus. Je nach Reaktionen der beteiligten Regierungen, könnte unser Geschäft direkt durch Versorgungsengpässe bei Roh- oder Halbzeugen, stark künstlich hervorgerufenen Preisschwankungen oder unsere aktuellen internationalen Absatzmärkte betreffende Einfuhrrestriktionen, negativ beeinflusst werden. Diesen Risiken werden wir durch eine breitere Marktdiversifikationen entgegenwirken. Aktuell ist die Materialversorgung mit wesentlichen Produkten und Vorerzeugnissen als gesichert zu bewerten. Die kriegsbedingten Lieferengpässe der Vorjahre scheinen weitestgehend überwunden zu sein. Aufgrund der sich abschwächenden Teuerungsraten auf der Betriebskostenseite, erwarten wir auch hinsichtlich des Betriebsergebnisses ein solides Ergebnis auf ungefährem Vorjahresniveau. D. Chancen- und Risikobericht Die Chancen des unternehmerischen Handelns bergen gewisse, allerdings unvermeidbare Risiken. Der Schlüssel für eine profitable Wachstumsstrategie besteht darin, eine ausgewogene Kombination von Chancen und Risiken zu finden. Dabei ist es essenziell, mögliche Risiken vorausschauend zu erkennen, zu bewerten und mit geeigneten Mitteln abzusichern. Die Chancen der zukünftigen Entwicklung bestehen unverändert in der Gewinnung weiterer, schwerpunktmäßig internationaler Marktanteile. Hierzu erarbeiten wir für unsere Kunden modulare Produkterweiterungen (Systembaugruppen) und weitere digitale Serviceangebote (Webshop, Produkt Konfiguratoren), die unseren Kunden unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung stehen können. Hauptelemente des Risikomanagements sind weiterhin das Controlling sowie das Qualitätsmanagement. Als besondere Risiken haben wir identifiziert: Absatzrisiken Das Geschäft der Karl Georg GmbH ist aufgrund des Bedarfsnaturells ihrer Kunden (Projektgeschäft, große Sanierungen, rel. hohe Produktstandzeiten), den Schwankungen von Preisen und Mengen auf den Absatzmärkten stärker ausgesetzt als in anderen Branchen. Ferner können politische Veränderungen, insbesondere in Europa und die weitere Entwicklung der globalen Spannungen zwischen dem Westen und China, zu Unsicherheiten in unseren Absatzmärkten führen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem stark diversifizierten und individuellem Produktportfolio, zahlreichen unterschiedlichen Abnehmerbranchen und mit einer hohen Anzahl zufriedener Kunden. Letztes verringert auch das Risiko, Marktanteile an unsere Wettbewerber zu verlieren. Beschaffungsrisiko Im Hinblick auf unsere Zulieferer bestehen aktuell noch vereinzelt starke Abhängigkeiten. Insbesondere bei der Beschaffung formgebundener A-Teile, ergibt sich eine technisch-kommerzielle Abhängigkeit und nur eine geringe kurzfristige Substituierbarkeit. Um dem entgegenzuwirken, unterhält Karl Georg ein partnerschaftliches Verhältnis zu seinen Lieferanten, das sich in jahrzehntelanger Zusammenarbeit zu einer stabilen und belastbaren Partnerschaft entwickelt hat. Darüber hinaus arbeitet unser strategischer Einkauf aktiv daran, kritische Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder lokalen Beschaffungsmärkten abzubauen. Aufgrund der aktuell wieder besseren Verfügbarkeit von wichtigen Vorerzeugnissen, können die während der Krisen der letzten 3 Jahre aufgebauten Lagerbestände, nun wieder kontinuierlich auf ein betriebsübliches Niveau abgebaut und die damit einhergehende Kapitalbindung wieder reduziert werden. Delkredere-Risiken Zu unserer Geschäftspolitik gehört es, die Bonität von Neukunden und das Zahlungsverhalten unserer Kunden regelmäßig zu überprüfen und bei Auffälligkeiten entsprechende Maßnahmen, z. B. Änderungen bei Zahlungsbedingungen, einzuleiten. Neben unseren etablierten Standardprozessen im Forderungsmanagement wie regelmäßiges Mahnwesen und Nachfordern von unrechtmäßig gezogenen Skontobeträgen, haben wir uns aufgrund der krisenbedingten Ausfallrisiken dazu entschieden, eine umfangreiche Warenkreditversicherung abzuschließen. So minimieren wir das Risiko größerer Schäden durch etwaige Forderungsausfälle unserer Kunden deutlich. Produktionsprozessrisiko Aus Produktionsprozessen können sich komplexe Risiken ergeben. Dazu gehören auch Probleme bei Lieferanten mit den daraus resultierenden Störungen der Logistik. Durch ein aktives Qualitätsmanagement sowie Richtlinien zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheits- und Umweltschutz werden diese Risiken minimiert. Eine weitere Eingrenzung der Risiken erfolgt durch die regelmäßige Wartung und Überprüfung unserer maschinellen Anlagen und Geräte sowie durch die systematische Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gesamtaussage Unser flaches und flexibles Management ermöglicht es uns, kurzfristig auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren. Unsere solide Finanzstruktur, kommt uns zusätzlich zugute und ermöglicht kurzfristige Investitionen ins Anlage- oder Umlaufvermögen. Trotz des bundesweit mäßigen Wachstums der letzten Jahre und verhaltener Prognosen für das laufende Jahr, sehen wir die aktuelle und auch weitere Entwicklung unseres Unternehmens in den nächsten Jahren sehr positiv. Unser verbessertes Controlling liefert verbunden mit einem detaillierteren und regelmäßigeren internen Reporting, konkretere Ansätze, um Kostenpotentiale zu erkennen und kurzfristig zu heben. Im Rahmen unserer derzeit in Ausarbeitung befindlichen "Strategie 2030", legen wir unseren Fokus weiter auf nachhaltiges Wachstum im Ausland, Prozessautomatisierung, Digitalisierung und der zusätzlichen Diversifizierung unseres Produktprogramms. ESG-Faktoren Als verantwortungsbewusstes Unternehmen verpflichten wir uns, die Prinzipien der Nachhaltigkeit in allen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit zu integrieren. Die ESG-Faktoren - Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) - sind für uns nicht nur Richtlinien, sondern fundamentale Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Wir erkennen an, dass ein Engagement für ökologische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und ethische Führung wesentlich ist, um langfristigen Wert für unsere Stakeholder zu schaffen. Unser Ziel ist es, durch die konsequente Berücksichtigung von ESG-Kriterien eine bessere finanzielle Performance zu erzielen, Risiken zu mindern und zur langfristigen Nachhaltigkeit beizutragen. Aktuelle Projekte sind die Erweiterung unserer Photovoltaikanlage, das Sponsoring eines Schulneubaus in Ruanda, sowie die Ausbildung drei junger Menschen aus Ruanda in unserem Betrieb im Westerwald. Die sorgfältige Analyse unseres Risikoprofils hat ergeben, dass keine konkret erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Für die nahe Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet.
Ingelbach-Bahnhof, den 25. Juni 2024 |
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