Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 112090
Vorher
ACG IKS GmbH für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesen
Eingetragen
26.2.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von Fundraising-DienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Zweck der Gesellschaft ist die Unterstützung anderer steuerbegünstigter Körperschaften, insbesondere der steuerbegünstigten Einrichtungen der Johannesstift Diakonie gAG und ihren unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen, bei ihren originären Aufgaben, insbesondere der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, der Jugend- und Altenhilfe, Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, des Wohlfahrtswesens, der Hilfe für Zivilgeschädigte und Behinderte, der Hilfe für Flüchtlinge, von Wissenschaft und Forschung, von Kunst und Kultur, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sowie durch die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 Abgabenordnung (AO). Der Satzungszweck wird verwirklicht durch das planmäßige Zusammenwirken mit den zum Unternehmensverbund der Johannesstift Diakonie gAG gehörenden Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen, sowie den in Anlage genannten Gesellschaften. Die Leistungen umfassen insbesondere die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung, Planung, prozessbegleitende Umsetzung und Betrieb von IT-Maßnahmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Schweinert
seit 4.11.2025
Prokura
Dirk Hoyer
seit 10.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Evangelisches Johannesstift
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Conciliamus GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I.        Grundlagen der Gesellschaft

Die Conciliamus GmbH, Berlin (im Folgenden "CON") ist ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie gAG (JSD) mit Sitz in Große Hamburger Straße 3, 10115 Berlin. Das Angebotsspektrum der JSD erstreckt sich über die Sparten Krankenhäuser und Ambulante Versorgungseinrichtungen, Pflege & Wohnen, Sozialwirtschaft und Services. Die JSD weist eine Betriebsleistung von rund 830 Mio. EUR aus und beschäftigt rund 10.900 Mitarbeitende (inkl. FSJler und Azubis).

Zweck der Gesellschaft ist die Unterstützung anderer steuerbegünstigter Körperschaften, insbesondere der steuerbegünstigten Einrichtungen der Johannesstift Diakonie gAG und ihren unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen, bei ihren originären Aufgaben. Die Leistungen umfassen insbesondere die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung, Planung, prozessbegleitende Umsetzung und der Betrieb von IT-Maßnahmen.

Darüber hinaus berät die Conciliamus ihre Kunden zu allen wichtigen Fragen rund um die Informationstechnologie, Telemedizin und eHealth.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

a)    Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war wesentlich von den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie der geopolitischen Krisen geprägt. Für das Gesamtjahr ergibt sich nach ersten vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamts ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,3 Prozent.[1]

Angesichts der zuletzt weiter schwachen Frühwarnindikatoren, anhaltender und neu hinzugekommener geopolitischer Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können, sowie temporär administrativ erhöhter Verbraucherpreise zu Jahresbeginn ist auch für das erste Quartal 2024 noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende zu rechnen. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf des Jahres 2024 verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen.[2] Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich in 2024 um 0,9 % steigen.[3]

Die Gesamtinflationsrate liegt voraussichtlich im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % und damit um einen Prozentpunkt unter dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres. Zu Beginn des Jahres 2024 wird die Entwicklung der Inflation spürbar durch steuerliche und fiskalische Maßnahmen geprägt. Zum einen laufen temporäre Maßnahmen, wie z.B. die Preisbremsen für Strom und Gas sowie die Absenkung der Umsatzsteuersätze in der Gastronomie und für Gas- und Fernwärme, die im Zuge der Corona- und Energiekrise zur Entlastung von privaten Haushalten implementiert worden waren, aus. Zum anderen dürften Maßnahmen im Zuge der Konsolidierungserfordernisse der öffentlichen Haushalte, wie z.B. die Anhebung CO2-Bepreisung, der Wegfall des Zuschusses Netzentgelte bei Strom, die Anhebung der Luftverkehrssteuer, preissteigernd wirken. Im weiteren Verlauf des Jahres dominieren aber weiterhin inflationssenkende Faktoren, wie Preisrückgänge auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen aufgrund gesunkener Energie- und Erzeugerpreise an den Märkten, angemessene Tarifabschlüsse sowie die Normalisierung der Gewinnmargen der Unternehmen.[4]

Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November 2023 und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen.[5]

Die Lage am Arbeitsmarkt stellte sich in 2023 trotz der konjunkturellen Schwächephase sehr robust dar. Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts zufolge im Jahresdurchschnitt 2023 mit 45,9 Millionen Personen einen neuen Höchststand.[6] Im Jahresdurchschnitt 2024 wird mit einem weiteren, wenn auch langsameren, Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen auf 46,0 Millionen gerechnet. Die Arbeitslosenzahlen werden in 2024 voraussichtlich um weitere 82.000 Personen auf knapp 2,7 Millionen Personen steigen. In der Folge liegt die Arbeitslosenquote in 2024 bei 5,9 % nach 5,7 % im laufenden Jahr.[7]

b)    Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im laufenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen.

In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) auch im Jahr 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation setzt das Wachstum aus dem Vorjahr voraussichtlich fort mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Infrastruktur und der TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang um -0,7 bzw. -1,0 Prozent auf 11,8 bzw. 8,4 Milliarden Euro prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste steigen dagegen um 1,6 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. [8]

Schwerpunktthema wie bei allen IT - Dienstleistern bleibt auch in der Krankenhaus- und Sozialwirt-schafts-IT der Ausbau der Digitalisierung beim Kunden. Dies ist verbunden mit einer Zunahme an zu betreuenden Anwendungen als auch der Bandbreite der Geräte (Mobility) und die Vernetzung mit Akteuren der Gesundheits- und Sozialwirtschaftsbranche und den Patienten bzw. Klienten.

Im Krankenhaus findet die Digitalisierung in drei wesentlichen Punkten ihren Niederschlag:

1. Die Daten aller Fälle der Patienten sind in digitaler Form verfügbar.

2. Alle benötigten Daten stehen in der jeweils aktuellen Version, zu jeder Zeit, an jedem Ort im Krankenhaus (Mobility) für alle im Behandlungszusammenhang Berechtigten über eine aufgabenangemessene Benutzerschnittstelle (im Idealfall einheitlich für unterschiedliche Endgeräte) zur Verfügung.

3. Die primären und sekundären Leistungsprozesse werden auch Einrichtungsübergreifend unter Einbeziehung der Patienten durch flexible elektronische Workflows über alle Bearbeitungsebenen unterstützt.

Die Einführung der Telematik Infrastruktur erfolgte deutlich langsamer als geplant und erwartet. Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz soll ein Digitalisierungsschub in den Krankenhäusern ausgelöst werden. Die Ressourcen der IT-Dienstleister für die Umsetzung der Projekte des Krankenhauszukunftsgesetzes sind bundesweit nicht ausreichend. Der Wettbewerb um gute IT-Mitarbeitende wird damit noch einmal verstärkt.

In der Sozialwirtschaft liegt der Fokus auf der digitalen Vermittlung und Beratung, digitaler Teilhabe und digitaler Unterstützung der Pflegeprozesse. Die Anforderungen an die Mobilität und Verfügbarkeit von Informationen nehmen kontinuierlich zu. Treiber sind hierbei neue Abrechnungsmodelle, Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Entlastung der Mitarbeitenden, insbesondere der Pflegekräfte.

Grundlegende Voraussetzung für die Digitalisierung ist die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Konzepte für eLearning mit digitalen Lerninhalten nehmen an Bedeutung deutlich zu. Dies gilt insbesondere für die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden, die neben den fachlichen Inhalten und Prozessen auch die spezifischen Umsetzungen in den Digitalen Anwendungen eingearbeitet werden müssen.

In Folge der Digitalisierung wächst die Abhängigkeit von der IT fortlaufend. Damit steigen die Anforderungen an die Verfügbarkeit und die Sicherheit der eingesetzten Systeme. Dies betrifft die Absicherung gegen technische Ausfälle und Fehler, sowie Angriffe auf die IT-Infrastruktur durch Externe.

Insgesamt zeigte sich im aktuellen Berichtszeitraum eine angespannte bis kritische Lage. Die Bedrohung im Cyberraum ist damit so hoch wie nie zuvor. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde eine hohe Bedrohung durch Cyberkriminalität beobachtet. Ransomware blieb die Hauptbedrohung. Auf Angreiferseite konnte hier eine von wechselseitigen Abhängigkeiten und Konkurrenzdruck geprägte Schattenwirtschaft cyberkrimineller Arbeitsteilung festgestellt werden. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie besonders Kommunalverwaltungen und kommunale Betriebe wurden überproportional häufig angegriffen. Im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bestand eine Bedrohung vor allem durch prorussische Hacktivismus-Angriffe, die aber keinen nachhaltigen Schaden verursachten und eher als Propagandamittel zu werten sind. Ein Anstieg der Bedrohung konnte ferner im Bereich Schwachstellen festgestellt werden. Hier wurden im Berichtszeitraum täglich 68 neue Schwachstellen in Softwareprodukten registriert - rund 24 Prozent mehr als im Berichtszeitraum davor.[9]

c)    Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Fokus des Jahres 2023 lag auf der Umsetzung der Projekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds, der Digitalisierung der technischen Abteilungen mit Computer-Aided Facility Management (CAFM), der Erhöhung der IT-Sicherheit, sowie die vollständige Integration der S & A Klinik für minimal-invasive Chirurgie GmbH (MIC).

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 insgesamt positiv.

d)    Ergebnisentwicklung

Die Angaben sind in TEUR. Hierdurch können Rundungsdifferenzen in Höhe von 1 TEUR entstehen.

2023 2022 Δ 2022
TEUR TEUR TEUR %
Gesamtleistung 14.285 13.255 1.031 7,80%
Andere betriebliche Erträge 919 492 427 86,70%
Betriebsleistung 15.204 13.747 1.457 10,60%
Personalaufwand -5.041 -4.499 -542 -12,10%
Materialaufwand -5.841 -5.295 -545 -10,30%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.350 -2.354 4 0,20%
Aufwendungen für Betriebsleistung -13.232 -12.148 -1.083 -8,90%
EBITDA 1.972 1.598 374 23,40%
Investives Ergebnis -1.642 -1.541 -102 -6,60%
EBIT 330 58 272 469,70%
Finanzergebnis -40 7 -48 -649,50%
Steuern -160 -10 -150 -1490,50%
EAT 129 55 75 135,00%

Die finanzielle Steuerung der Gesellschaft erfolgt nach ausgewählten finanziellen Leistungsindikatoren. Diese sind Gesamtleistung, EBITDA und EAT sowie die entsprechenden Margen. Das EBITDA beschreibt dabei die operative Leistungsfähigkeit vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Für die Messung und Steuerung der Ertragskraft wird das EAT verwendet. Basis für die Margenberechnung ist die Gesamtleistung.

Anfang 2023 wurde für die CON die Gesamtleistung auf 13.890 TEUR prognostiziert. Das geplante EBITDA betrug 1.929 TEUR und das geplante EAT betrug 75 TEUR.

Die Conciliamus schließt das Berichtsjahr mit einem EBITDA von 1.972 TEUR (Vorjahr 1.598 TEUR) ab. Die zu Beginn des Jahres bekannt gegebene Prognose konnte übertroffenwerden.

Die EBITDA-Marge (EBITDA zu Gesamtleistung) beläuft sich auf 13,8 % (Vorjahr 12,1 %).

Des Weiteren schließt die Conciliamus das Berichtsjahr mit einem EAT von 129 TEUR (Vorjahr 55 TEUR) ab. Die zu Beginn des Jahres bekannt gegebene Prognose konnte übertroffen werden.

Die EAT-Marge (EAT zu Gesamtleistung) beläuft sich auf 0,9 % (Vorjahr 0,4 %).

Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.031 TEUR erhöht und lag um 395 TEUR über der für das Geschäftsjahr 2023 bekannt gegebenen Erwartung. Ursächlich für die Steigerung gegenüber dem Vorjahr sind KHZG-Mittel, die zum einen für den Personalaufbau zur Umsetzung der KHZG-Projekte geführt haben, zum anderen zentrale KHZG-Investitionen als durchlaufende Mittel, die die Gesamtleistung erhöht haben. Ein weiterer Effekt sind die erhöhten Anforderungen, insb. der Krankenhäuser, von IT-Betreuern, was wiederum zu einer Steigerung der IT-Umlage an die Krankenhäuser führt und somit die Gesamtleistung der Conciliamus erhöht.

e)    Leistungsentwicklung

Die Betriebsleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.457 TEUR auf 15.204 TEUR.

f)    Personalaufwand

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 70,3 Vollkräfte beschäftigt, wodurch sich die Beschäftigtenzahl um 4,8 Vollkräfte gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Dies ist auf zusätzliche Mitarbeitende für die Umsetzung der KHZG-Projekte, eine Ausweitung der Ausbildungstätigkeit und die zunehmende Anstellung der IT-Betreuer in der Conciliamus zurückzuführen.

Von den Aufwendungen für die Betriebsleistung entfallen 5.041 TEUR (Vorjahr 4.499 TEUR) auf den Personalaufwand. Dies entspricht einer Steigerung von 12,1 %.

Ursächlich für diese Entwicklung ist der geplante Aufbau von IT-Ressourcen für das Krankenhauszukunftsgesetz, der weitere Ausbau der IT-Betreuung in der Conciliamus, sowie Tarifsteigerungen.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Gesamtleistung) erhöhte sich von 33,9 % auf 35,3 %.

g)    Sachaufwand

Der Sachaufwand (Materialaufwand und übrige Betriebsaufwendungen) erhöhte sich um 541 TEUR im Vergleich zum Vorjahr auf 8.191 TEUR (7,1 %). Die Sachaufwandsquote (Sachaufwand zu Gesamtleistung) beträgt 57,3 %. Im Vorjahr lag die Quote bei 57,7 %.

Die Steigerungen sind etwa zur Hälfte auf Zusatzaufwände im Rahmen des KHZG zurückzuführen., ansonsten auf Preissteigerungen und Serviceerweiterungen.

Die Instandhaltungs- und Wartungskosten belaufen sich auf 71 TEUR (Vorjahr 66 TEUR).

h)    Investives Ergebnis / Investitionen

Das investive Ergebnis beläuft sich auf -1.642 TEUR.

Die Summe aller Investitionen beträgt im Berichtsjahr 1.794 TEUR (Vorjahr 766 TEUR). Die Aktivierungen aus den KHZG-Mitteln erfolgen in den Jahren 2023 und vor allem 2024.

2.      Vermögens- und Finanzlage  

a)    Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 690 TEUR auf 6.041 TEUR erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen der Anstieg im Vorratsvermögen sowie der Anstieg in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten für langfristige Wartungsverträge im Zusammenhang mit Hardwarebeschaffung. Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich zum Jahresende auf 3.181 TEUR, was einer Steigerung um 539 TEUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe erhöhten sich um 151 TEUR von 2.709 TEUR auf 2.860 TEUR.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 1.684 TEUR (Vorjahr 1.555 TEUR) aus, was einer Eigenkapitalquote 27,9 % (Vorjahr 29,1 %) entspricht.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr um 425 TEUR auf 475 TEUR (Vorjahr 900 TEUR), was auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Der Anstieg der passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist auf das KHZG Nutzungsrecht zurückzuführen.

Das langfristige Vermögen stieg um 151 TEUR auf 2.860 TEUR (Vorjahr 2.709 TEUR). Die langfristigen Mittel (Eigenkapital) veränderten sich um 129 TEUR auf 1.684 TEUR (Vorjahr 1.555 TEUR). Es besteht somit eine Unterdeckung des langfristigen Vermögens von 1.176 TEUR (Vorjahr 1.154 TEUR).

b)    Investitionen

Die in 2023 durchgeführten Investitionen in Höhe von 1.794 TEUR wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert.

c)    Liquidität

Die Liquidität resultiert aus einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (2.485 TEUR), einem negativen Cashflow aus Investitionen (1.794 TEUR) sowie einem negativen Cashflow aus Finanzierung (inklusive Veränderung des Cash Pool Bestandes) in Höhe von 691 TEUR.

Die Finanzlage der Conciliamus ist geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war durch das Cash Pool Guthaben im Konzernverbund jederzeit gegeben.

I.        Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancen- und Risikobericht

Die Conciliamus ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der Johannesstift Diakonie gAG eingebunden. Unter Berücksichtigung einheitlicher Standards und der langfristigen Konzernstrategie werden für alle Wirtschaftseinheiten und Tochterunternehmen der Johannesstift Diakonie gAG regelmäßige Unternehmensplanungen durchgeführt.

Die bei dieser Planungsperspektive verwendeten Parameter unterliegen einer ständigen Beobachtung und kritischen Hinterfragung, sodass Abweichungen und die daraus resultierenden Risiken und Chancen frühzeitig identifiziert und bewertet werden können. Die Ableitung der jährlich durchgeführten operativen Planungen aus den strategischen Planungen ist mit einem zwischenzeitlichen Zielabgleich verbunden, der gegebenenfalls Handlungsbedarfe aufdeckt.

Konzernweit ist ein standardisiertes Controlling- und regelmäßiges Reportingsystem implementiert. Dieses erlaubt einen permanenten Abgleich der jeweiligen Unternehmensplanung mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf und das frühzeitige Erkennen und Bewerten von Abweichungen, damit nötigen-falls geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Integraler Bestandteil des Controlling- und Reportingsystems sind fest definierte Steuerungskennzahlen sowie Frühwarnindikatoren, die eine verlässliche Analyse der Unternehmensentwicklung und das Erkennen von Trends ermöglichen.

Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch zur Geschäftsentwicklung zwischen Vorstand, Geschäftsführern und Führungskräften, so dass Chancen und Risiken rechtzeitig erkannt werden können.

Als wesentliche Risiken der weiteren Geschäftsentwicklung sind zu betrachten:

·         Rekrutierung bzw. Abwanderung von IT-Fachkräften

·         IT-Sicherheit (unterschiedliche Bedrohungsszenarien insbesondere durch wachsende Digitalisierung medizinischer und sozialwirtschaftlicher Prozesse)

·         Kurzfristige Änderungen in Regeln der Finanzierung der Krankenhäuser im Rahmen der Strukturreform oder Änderungen in den Regelungen zum Krankenhauszukunftsfonds

·         Unklare Anschlussfinanzierung der Wartung, Instandhaltung und Weiterentwicklung der mit KHZG-Mitteln geschaffenen Lösungen.

Zum 31.12.2023 sind keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich.

Chancen ergeben sich aus der verbesserten Leistung für die Kunden durch die Digitalisierung im Rahmen der Projekte Krankenhauszukunftsfonds. Es werden hierbei auch Infrastrukturen geschaffen, die für den gesamten Konzern der JSD nutzbar sind und neue Angebote, wie z.B. ein Kunden- / Klienten- und Patientenportal ermöglichen.

Durch den wesentlichen Einsatz von Mitteln für die IT-Sicherheit werden auch die Risiken im Zusammenhang mit Technischen Störungen und Cyberkriminalität reduziert.

Insgesamt sind die erwarteten Effekte aus den Chancen und Risiken ausgeglichen.

2. Prognosebericht

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Gesamtleistung von 14.563 TEUR, einem EBITDA von 1.232 TEUR und einem EAT von 63 TEUR.

 

Berlin, den 21. Mai 2024

Conciliamus GmbH, Berlin

Dirk Hoyer, Geschäftsführer

[1] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[2] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[3] ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken | Fakten | ifo Institut

[4] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[5] ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken | Fakten | ifo Institut

[6] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[7] ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken | Fakten | ifo Institut

[8] https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html

[9]https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Lageberichte/Lagebericht2023.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 663.744,00 495.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten 59.329,00 201.720,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.011.990,00 1.886.639,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 124.779,89 124.779,89
2.196.098,89 2.213.138,89
2.859.842,89 2.708.643,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 842,63 3.231,28
2. Unfertige Leistungen 590.607,82 116.219,90
591.450,45 119.451,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.648,10 30.107,67
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 1.044.698,67 399.261,63
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 452.041,48 1.292.569,52
4. Sonstige Vermögensgegenstände 340.663,64 280.248,49
1.859.051,89 2.002.187,31
2.450.502,34 2.121.638,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 730.783,73 520.745,98
6.041.128,96 5.351.028,36

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 880.255,50 880.255,50
III. Andere Gewinnrücklagen 397.203,99 0,00
IV. Gewinnvortrag 251.716,05 593.710,07
V. Jahresüberschuss 129.263,26 55.209,97
1.684.438,80 1.555.175,54
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 137.100,00 136.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.035.986,46 1.885.105,01
2.173.086,46 2.021.105,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392.532,14 402.475,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 62.631,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.587,37 378.118,54
4. Sonstige Verbindlichkeiten 75.815,22 56.877,74
- davon aus Steuern EUR 58.317,54 (Vorjahr EUR 49.879,96)
474.934,73 900.103,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.708.668,97 874.644,37
6.041.128,96 5.351.028,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.285.485,44 13.254.739,69
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 474.387,92 -23.797,58
3. Sonstige betriebliche Erträge 444.216,03 515.804,58
15.204.089,39 13.746.746,69
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 227.817,28 41.205,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.613.040,96 5.254.238,75
5.840.858,24 5.295.444,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.135.978,03 3.672.110,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 904.773,75 826.433,56
- davon für Altersversorgung EUR 92.867,95 (Vorjahr EUR 58.769,71)
5.040.751,78 4.498.543,62
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.642.471,82 1.540.569,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.350.547,69 2.354.278,08
3.993.019,51 3.894.847,09
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98,38 11.586,46
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 11.511,46)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.472,44 4.239,23
- davon an verbundene Unternehmen EUR 37.753,44 (Vorjahr EUR 1.822,23)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 2.719,00 (Vorjahr EUR 2.417,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 173.440,70 -3.048,70
11. Ergebnis nach Steuern 115.645,10 68.307,48
12. Sonstige Steuern (Ertrag; Vorjahr Aufwand) -13.618,16 13.097,51
13. Jahresüberschuss 129.263,26 55.209,97

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1.         Allgemeine Angaben

Die Conciliamus GmbH, mit Sitz in Berlin, im Folgenden "CON" genannt, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 112090 beim Amtsgericht in Berlin Charlottenburg eingetragen.

Der Jahresabschluss wird freiwillig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind die nach gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zum Teil im Anhang aufgeführt.

2.         Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, soweit im Folgenden nicht anders angegeben, gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen bzw. zu Herstellungskosten in Höhe der Einzelkosten und aktivierungspflichtiger Gemeinkosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der geplanten Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen, entsprechend den steuerlichen Regelungen werden die Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR netto zu einem Sammelposten zusammengefasst und über die planmäßige Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten kleiner 250,00 EUR netto werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe im Aufwand erfasst.

Bei den Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Abschreibungen der Gebäude erfolgen über 33 Jahre. Übriges Sachanlagevermögen wird über eine Nutzungsdauer von 4 bis 25 Jahren abgeschrieben. Hierbei orientieren wir uns an den steuerlichen AfA-Tabellen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich gewährter Rabatte und Skonti unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Leistungen für am 31. Dezember 2023 noch nicht abgerechnete KHZG-Lizenzen. Diese werden zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag bilanziert, zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Dem allgemeinen Forderungsrisiko wird durch eine Einzelwertberichtigung nach der Pauschalwertmethode Rechnung getragen, demnach werden Forderungen älter als ein Jahr zu 50 % und älter als zwei Jahre zu 100 % wertberichtigt.

Für nicht einzelwertberichtigte Forderungen werden pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 1 % vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verpflichtungen ab, sie sind in der Höhe angesetzt, der nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag, einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten marktüblichen Zinssatz, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), in Höhe von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) (7-Jahresdurchschnitt) abgezinst.

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen werden auf Basis der "Richttafeln Heubeck 2018 G" und unter Berücksichtigung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) 7-Jahres-durchschnitt) bewertet. Ferner wird eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 16,1 % p.a. (Vorjahr: 16,2 % p.a.) und ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 % p.a.) unterstellt. Der Ansatz erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3.         Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagennachweis, Anlage zum Anhang, verwiesen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren zu 972 TEUR (Vorjahr 321 TEUR) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die verbleibenden Forderungen gegen Gesellschafter sind in Höhe von 73 TEUR (Vorjahr 78 TEUR) auf Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

Das gezeichnete Kapital lautet auf 26 TEUR und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe von 2.036 TEUR (Vorjahr: 1.885 TEUR) ausgewiesen und betreffen im Wesentlichen:

31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen TEUR TEUR
Personalverpflichtungen 583,2 552,9
Ausstehende Rechnungen 822,2 1.224,4
Übrige Verpflichtungen 630,6 107,8
Summe 2.036,0 1.885,1

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung stellen sich wie folgt dar: 

≤ 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt davon > 5 Jahre Besicherung
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392,5 0,0 392,5 0,0 0,0
Vorjahr 402,5 0,0 402,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 62,6 0,0 62,6 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6,6 0,0 6,6 0,0 0,0
Vorjahr 378,1 0,0 378,1 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 75,8 0,0 75,8 0,0 0,0
Vorjahr 56,9 0,0 56,9 0,0 0,0
Summe 474,9 0,0 474,9 0,0 0,0
Summe Vorjahr 900,1 0,0 900,1 0,0 0,0

Die Angaben sind in TEUR. Hierdurch können Rundungsdifferenzen in Höhe von 1 TEUR entstehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter im Vorjahr resultierten in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen, wie im Vorjahr, auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Im Abschluss 2023 werden Kautionsguthaben aus Mietverhältnissen in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) und die entsprechenden Verbindlichkeiten unterhalb der Bilanz ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Bereich IT-Leistungen und wurden ausschließlich im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 419 TEUR enthalten, hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen.

Es sind keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung im Abschluss enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Fernsprechgebühren, externe Mieten sowie Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen.

Es sind periodenfremde Aufwendungen im Abschluss enthalten, hierbei handelt es sich um Materialaufwendungen (126 TEUR), sonstige betriebliche Aufwendungen (162 TEUR), im Wesentlichen für EDV und Organisationsaufwand sowie Softwarepflege, und um Steuernachzahlungen für Vorjahre (74 TEUR).

Es sind keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung im Abschluss enthalten.

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr 2 TEUR) enthalten.

4.         Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Transaktionen getätigt, die dauerhaft keinen Eingang in die Bilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden nach sich ziehen.

5.         Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von 4.918 TEUR (Vorjahr 9.848 TEUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

≤ 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt davon > 5 Jahre
Verpflichtung TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 1.418,9 3.499,3 4.918,2 0,0
Instandhaltungs- und Wartungsverträge 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 1.418,9 3.499,3 4.918,2 0,0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 172,0 0,0 172,0 0,0
davon aus Altersversorgungszusagen 0,0 0,0 0,0 0,0

6.         Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, statt.

Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge sind entsprechend den vertraglichen Regeln bilanziert. Dies gilt aufgrund wirtschaftlicher Betrachtungsweise auch für mit dem Personal zusammenhängende Aufwendungen.

7.         Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

8.         Konzern und verbundene Unternehmen

Mutterunternehmen ist die Johannesstift Diakonie gAG, Berlin (im Folgenden "JSD" genannt), eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 191645 B.

Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der JSD, welche den Konzern­abschluss für den größten und kleinsten Kreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wird durch Einreichung beim Unternehmensregister offengelegt.

9.         Sonstige Angaben

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten (nach Köpfen) hat sich um 1,33 % von 75 auf 76 Mitarbeitende erhöht. Die Mitarbeitenden sind folgenden Dienstarten zuzuordnen:

2023 2023 2022 2022
Dienstart Vollkräfte Köpfe Vollkräfte Köpfe
Übrige Dienstarten 70,3 76 65,5 75
Summe 70,3 76 65,5 75

Die Ermittlung der durchschnittlichen Kopfzahlen erfolgt auf Basis von vier Quartalen. Auszubildende und FSJler werden nicht berücksichtigt.

Zusätzliche Altersversorgung

Gemäß § 27 der Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat der Arbeitgeber mit der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK - ehemals Kirchliche Zusatzversorgungskasse Darmstadt) eine Vereinbarung zur zusätzlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeschlossen.

Für ab dem 01.02.2013 neu eingestellte Mitarbeitende wurde entschieden, den verminderten Pflichtbeitrag mit der Folge entsprechend geminderten Versorgungsleistungen zu entrichten. Der verminderte Pflichtbeitrag beträgt 4,0 %. Die Versorgungszusage wird auf besonderen Antrag der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters auf Basis des unverminderten Pflichtbeitrages umgestellt. Mit der Umstellung der Versorgungszusage auf Grundlage des unverminderten Pflichtbeitrages entsteht die Pflicht der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters zur Eigenbeteiligung nach Maßgabe von § 27a AVR in der jeweils gültigen Fassung.

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der unverminderte Beitragssatz 6,5 % (Vorjahr 6,2 %) des umlagefähigen Gehaltes, wovon der Arbeitgeber 4,85 % und der Arbeitnehmer 1,65 % zu tragen hat.

Zusätzlich zum Beitrag ist seit 2017 eine Sonderzahlung i. H. v. 1,3 % auf das umlagefähige Brutto vom Arbeitgeber zu zahlen. Seit 2020 kam eine weitere Sonderzahlung auf das umlagefähige Brutto für den Arbeitgeber hinzu, die ab 01.01.2022 von 0,4 % auf 0,3 % abgesenkt wurde, so dass insgesamt Sonderzahlungen von 1,6 % zu zahlen sind.

Gemäß Anlage 8 der Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR-C) ist der Dienstgeber verpflichtet, die Versorgung der Mitarbeiter für Alter und Invalidität gemäß den Bestimmungen dieser Anlage zu veranlassen. Die Arbeitnehmer mit einer Vergütung nach AVR-C sind in der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands (KZVK Köln) versichert. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Beitragssatz 6,0 % (Vorjahr 6,0 %) des umlagefähigen Gehaltes, wovon der Arbeitgeber 5,6 % und der Arbeitnehmer 0,4 % zu tragen hat.

Das umlagefähige Gehalt beträgt 2023 1.231 TEUR (Vorjahr 1.196 TEUR).

Der Beitragssatz ändert sich 2024 nicht.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführer im Jahr 2023 war:

·         Dirk Hoyer, Geschäftsführer, Berlin

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für:

-          Abschlussprüfungsleistungen    9 TEUR

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 129.263,26 EUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Berlin, den 21.05.2024

Conciliamus GmbH, Berlin

Dirk Hoyer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.834.424,02 349.661,60 3.662,54 6.180.423,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten 494.195,11 0,00 0,00 494.195,11
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.296.188,07 1.444.009,22 232.498,72 7.507.698,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 124.779,89 0,00 0,00 124.779,89
6.915.163,07 1.444.009,22 232.498,72 8.126.673,57
12.749.587,09 1.793.670,82 236.161,26 14.307.096,65
Abschreibungen
Anfangsstand 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.338.919,02 181.422,60 3.662,54 5.516.679,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten 292.475,11 142.391,00 0,00 434.866,11
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.409.549,07 1.318.658,22 232.498,72 5.495.708,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.702.024,18 1.461.049,22 232.498,72 5.930.574,68
10.040.943,20 1.642.471,82 236.161,26 11.447.253,76
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 663.744,00 495.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten 59.329,00 201.720,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.011.990,00 1.886.639,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 124.779,89 124.779,89
2.196.098,89 2.213.138,89
2.859.842,89 2.708.643,89

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Conciliamus GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Conciliamus GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Conciliamus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

-     entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

-     vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-     identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-     gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-     beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-     ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-     beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-     beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

-     führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 7. Juni 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markewitz, Wirtschaftsprüfer

Baumeister, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung (Billigung) des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 08.08.2024.

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