Volksbank Rot eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim GnR 350009
Eingetragen
5.8.1896
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; die Annahme von sonstigen Einlagen, die Gewährung von Krediten aller Art; die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; die Durchführung des Zahlungsverkehrs; die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Immobilien. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Merx
seit 6.2.2025
Prokura
Thomas Schäfer
seit 3.8.2018
Vorstandsmitglied
Matthias Arnold
seit 11.4.2018
Prokura
Bastian Helmut Hagen
seit 15.12.2015
Vorstandsmitglied
Frank Körner
seit 31.3.2006
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Rot eG

St. Leon-Rot

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Volksbank Rot eG

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet mit dem Schwerpunkt in St. Leon-Rot.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir keine Zweigniederlassungen.

Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Die Informationen stammen aus dem BVR-Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken vom 04.03.2024 bzw. der BVR-Information zur Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahre 2023 vom 06.03.2024. Weiterhin aus der Pressemitteilung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes vom 27.03.2024.

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen.

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche.

Bei den Anleihemärkten begann das Jahr nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB.

Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

Die (aggregierte/addierte) Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken in Deutschland blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro weitgehend konstant. Das bilanzielle Eigenkapital konnte mit einem Plus von 3,2 % auf 64 Milliarden Euro gesteigert werden. Die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken stiegen im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Kundeneinlagen reduzierten sich und betrugen Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %).

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um -5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Bilanzsumme der 129 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg blieb 2023 auf dem Vorjahresniveau von 208 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft wurde um 2,7 % auf 136 Milliarden Euro gesteigert. Die Kredite an Unternehmen und Selbständige legten um 2,9 % zu, die an Privatpersonen um 2,6 %. Die Einlagen konnten mit einem Plus von 1,2 % auf 157 Milliarden Euro gesteigert werden. Die durchschnittliche Kernkapitalquote lag bei 17 %. Im Jahr 2023 stieg der Zinsüberschuss um 11,1 %, der Provisionsüberschuss um 1,6 %. Das operative Betriebsergebnis erhöhte sich um 17,1 %.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung (abgeleitet aus der GuV) zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Das Betriebsergebnis nach Bewertung als Leistungsindikator für die Ertragskraft der Bank (Thesaurierungsfähigkeit) wird in Relation des Betriebsergebnisses nach Bewertung (abgeleitet aus der GuV) zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE nach Bewertung/dBS") festgelegt. Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) wird zur Beurteilung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit als Leistungsindikator herangezogen.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für unser Bank. Daher haben wir die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Jahren als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator definiert, der die Entwicklung unserer Bank maßgeblich beeinflusst.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich von 1.008 TEUR auf 1.607 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl bezogen auf die dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,65 % auf 1,07 % und lag damit über dem geplanten Wert. Unser Betriebsergebnis nach Bewertung erhöhte sich von 1.397 TEUR auf 1.410 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl bezogen auf die dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,89 % auf 0,94 % und lag damit ebenfalls über dem geplanten Wert. Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR) lag im Berichtsjahr zum Bilanzstichtag bei 173,75 % und somit leicht unter dem Vorjahreswert von 174,5 %. Sowohl die aufsichtsrechtlichen wie auch die internen Vorgaben wurden deutlich eingehalten. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator "Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Jahren" hat sich trotz des Ausscheidens von zwei Personen und der Einstellung von zwei Personen mit einem Wert von 17,1 Jahre nicht verändert. Wir sehen den Wert weiterhin als eine gute Mischung zwischen Dynamik und Erfahrung unserer Belegschaft. Die Entwicklung aller bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen bzw. übertrifft diese im positiven Sinne. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator bewegte sich innerhalb unserer Erwartungen.

Berichtsjahr 2022 2021 2020 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Bilanzsumme 149.603 153.168 153.652 138.850 133.114
Außerbilanzielle Geschäfte *) 9.110 12.973 10.391 11.152 9.809

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen).

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 leicht ermäßigt. Zum Stichtag summiert sich die Bilanz auf 149,6 Millionen Euro nach 153,2 Millionen Euro im Vorjahr. Die Reduzierung in Höhe von 2,3 % resultiert hauptsächlich aus der Verminderung der Kundeneinlagen bei einer Ausweitung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Gleichzeitig erfolgte eine Ausweitung des Kreditgeschäftes um ca. 9,6 Millionen Euro verbunden mit einer Reduzierung der Eigenanlagen um ca. 10,6 Millionen Euro. Die geschäftliche Entwicklung wurde trotz des unverändert hohen Wettbewerbsdrucks, umfangreicher regulatorischer Anforderungen sowie eines weiterhin volatilen Zinsumfelds erreicht. Bei den außerbilanziellen Geschäften resultiert der Rückgang unter Berücksichtigung der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen mit einem Betrag von 139 TEUR aus der Reduzierung bei den unwiderruflichen Kreditzusagen um 4.001 TEUR. Das durch unsere Bank an die Verbundpartner (Münchener Hypothekenbank, DZ HYP, Bausparkasse Schwäbisch Hall, R+V Versicherung, VR Smart Finanz und TeamBank) vermittelte außerbilanzielle Kundenkreditvolumen in Form von Hypotheken-, Anschaffungs- und Bauspardarlehen ist im Berichtsjahr um 6,1 % angestiegen. Die Steigerung der Marktvergleichsgruppe beträgt 5,3 %. Das betreute Kundenkreditvolumen (bilanzwirksames und nicht in der Bilanz abgebildetes Kundengeschäft) belief sich zum Bilanzstichtag auf rund 192,0 Millionen Euro (Vorjahr: 177,6 Millionen Euro). Das bilanzielle Kundenanlagevolumen hat sich auf 119,9 Millionen Euro (Vorjahr: 130,1 Millionen Euro) um 7,8 % vermindert. Im außerbilanziellen Kundenanlagevolumen wurden in den Bereichen Bauspareinlagen und Versicherungen Zuwächse erreicht. Ebenso bei den Fonds und Wertpapieren. Insgesamt hat sich das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen um 16,6 % erhöht. Die Marktvergleichsgruppe hat hier einen Zuwachs von 12,4 %. Das betreute Kundenanlagevolumen insgesamt verminderte sich auf 179,4 Millionen Euro (Vorjahr: 181,1 Millionen Euro).

Die Entwicklung des betreuten Kundenvolumens - also die Summe des bilanzwirksamen als auch des außerbilanziellen Kredit-, Einlagen- und Vermittlungsgeschäftes - lag im Berichtsjahr mit einer Steigerung um 3,5 % auf 371,4 Millionen Euro über dem Wert der Marktvergleichsgruppe mit einem Zuwachs von 1,9 %.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 111.261 101.680 9.581 9,4
Wertpapieranlagen 23.989 22.946 1.043 4,5
Forderungen an Kreditinstitute 3.532 15.153 -11.621 -76,7

Sowohl bei den Kontokorrentforderungen wie auch bei den Darlehen konnten Zuwächse erreicht werden. Das Wachstum der bilanziellen Kundenforderungen von insgesamt 9,4 % liegt über dem der Marktvergleichsgruppe von 0,8 %. Das für 2023 geplante Wachstum von 8,5 Millionen Euro konnte somit übertroffen werden. Im Privatkundenkreditgeschäft wurden die ausgereichten langfristigen Darlehen überwiegend für den Erwerb bzw. für den Neubau sowie die Modernisierung und Sanierung von Wohnimmobilien verwendet. Die Zusammenarbeit mit Kreditvermittlern wurde im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich fortgesetzt und trug zum Kreditwachstum überwiegend im Privatkundensegment bei. Im Berichtsjahr lag bei unseren Kunden im langfristigen Finanzierungsgeschäft weiterhin der Schwerpunkt auf längeren Zinsbindungen. Darlehen mit Festzinsbindung von mehr als zehn Jahren vermitteln wir ausschließlich an unsere Verbundpartner Münchener Hypothekenbank und DZ Hyp. Die an unsere Verbundpartner vermittelten Hypothekendarlehen stiegen um 4,3 Millionen Euro (7,0%) an. Im Eigengeschäft unserer Bank nimmt die liquiditäts- und ertragsorientierte Anlage unserer freien Zahlungsmittel eine bedeutende Rolle ein. Im Rahmen unserer Risikostrategie erfolgte die Anlage bei Wertpapieren ausschließlich in Papiere im Investmentgradebereich. In Wertpapieren von Emittenten außerhalb Deutschlands sind wir nicht investiert. Im Berichtsjahr fand eine leichte Erhöhung der Wertpapierbestände statt. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden im Berichtszeitraum zu Gunsten der Kundenforderungen reduziert bzw. den Abgang bei den Kundeneinlagen verwendet. Der vorhandene Bestand setzt sich ausschließlich aus täglich fälligen Einlagen bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank zusammen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.081 9.361 5.720 61,1
Spareinlagen 19.349 24.133 -4.784 -19,8
andere Einlagen 100.537 105.960 -5.423 -5,1

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten war im Berichtsjahr durch planmäßige Tilgungsleistungen bei bankeigenen Refinanzierungen sowie die Aufnahme von Refinanzierungsdarlehen und Termingeldern gekennzeichnet. Refinanzierungen bei der Deutschen Bundesbank haben wir weiterhin nicht in Anspruch genommen. Im Rahmen von öffentlichen Investitionsprogrammen nehmen wir regelmäßig zinsgünstige Förderdarlehen zur zweckgebundenen Weiterleitung an unsere Kunden auf. Zum Bilanzstichtag beträgt das diesbezügliche Volumen 6,3 Millionen Euro (Vorjahr: 7,3 Millionen Euro). Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen haben sich insgesamt um 10,2 Millionen Euro oder 7,8 % vermindert. Der Durchschnitt der Marktvergleichsgruppe liegt bei einem Rückgang von 2,8 %. Der im Vorjahr erwartete Zuwachs der Kundeneinlagen von 3,0 Millionen Euro insgesamt wurde nicht erreicht. Steigerungen wurden bei den Termineinlagen mit 7,8 Millionen Euro erzielt. Die Spareinlagen haben sich um 4,8 Millionen Euro vermindert, die täglich fälligen Einlagen um 13,2 Millionen Euro. Der Schwerpunkt der Geldanlagen unserer Kunden lag im Berichtsjahr bei Termineinlagen und hierbei insbesondere bei Sparbriefen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 175 146 29 20,0
Vermittlungserträge 508 667 -158 -23,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 707 591 115 19,5

Die Erträge im Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft haben sich um 29 TEUR erhöht. Bei einer volatilen Entwicklung und einem auf Jahressicht stark gestiegenen Stand des DAX sowie wieder höherer Nominalverzinsungen bei den Rentenpapieren wurden mehr Geldanlagen in Finanzinstrumenten getätigt. Im Vermittlungsgeschäft wurde der Vorjahreswert unterschritten. Geringeren Erträgen der Vermittlung von Versicherungen, der Immobilienvermittlung und der Kreditvermittlung standen Erhöhungen im Bauspargeschäft gegenüber. Die im Vorjahr prognostizierte konstante Entwicklung konnte nicht erreicht werden. Bei den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr ist ein höherer Ertrag zu verzeichnen. Dieser steht auch mit der Erhöhung der Anzahl der Kontokorrentkonten in Verbindung.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 3.114 2.329 785 33,7
Provisionsüberschuss 2) 1.179 1.255 -76 -6,0
Verwaltungsaufwendungen 2.725 2.596 129 5,0
a) Personalaufwendungen 1.674 1.549 126 8,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.050 1.047 3 0,3
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 1.616 1.049 567 54,0
Bewertungsergebnis 4) -197 138 -335 -242,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.419 1.187 231 19,5
Steueraufwand 429 309 120 38,9
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 500 450 50 11,1
Jahresüberschuss 490 429 61 14,3

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Zinserträge haben sich im Vorjahresvergleich stark erhöht bei ebenfalls stark gestiegenen Zinsaufwendungen. Der Zinsüberschuss ist um 785 TEUR bzw. 33,7 % gestiegen. Die Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden haben sich auf Grund des gestiegenen Zinsniveaus stark erhöht. Die Erträge aus Wertpapieranlagen sind auf Grund eines höheren durchschnittlichen Anlagevolumens sowie einer gestiegenen Verzinsung bei Neu- und Wiederanlage leicht gewachsen. Die laufenden Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften haben sich leicht vermindert. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Steigerung des Zinsergebnisses ist somit eingetreten. Der Provisionsüberschuss, der von einer breiten Basis aus unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen getragen wird, hat sich um 6,0 % ermäßigt. Der Rückgang setzt sich in etwa zu gleichen Teilen aus Rückgängen bei den Provisionserträgen und höheren Provisionsaufwendungen zusammen. Die im Lagebericht des Vorjahres erwartete Erhöhung auf 1.300 TEUR ist nicht eingetreten. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich um 5,0 % erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich stärker als im Vorjahr prognostiziert erhöht und sind um 8,1 % gestiegen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich nur geringfügig um 0,3 % erhöht. Die erwartete leichte Reduzierung der anderen Verwaltungsaufwendungen ist nicht eingetreten. Das im Vorjahr prognostizierte Betriebsergebnisses vor Bewertung in Höhe von 0,81 % der dBS wurde mit einem Wert von 1,07 % der dBS übertroffen. Die Bewertung der Kundenforderungen führte wie erwartet zu einem negativen Ergebnis. Es ist geprägt durch Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen. Das Bewertungsergebnis der Wertpapiere ist durch Abschreibungen auf Über-pari-Anteile bei Wertpapieren des Anlagevermögens beeinflusst, ist aber - wie prognostiziert- nur leicht negativ, da Abschreibungen auf die niedrigeren Kurswerte wie in den Vorjahren im Rahmen des gemilderten Niederstwertprinzips unterlassen wurden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich erhöht. Wie im Vorjahr wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken zur weiteren Stärkung des Kernkapitals dotiert. Der Jahresüberschuss 2023 gewährleistet eine geplante Dividendenzahlung und eine weitere Dotierung der Ergebnisrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung. Die Entwicklung der Ertragslage im Berichtsjahr war stärker als erwartet im Vergleich zum Vorjahr positiv und ist zufriedenstellend.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Neben der Refinanzierung bei Kreditinstituten mit einem Anteil von 10,1 % an der Bilanzsumme stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit einem Anteil von 80,1 % an der Bilanzsumme die bankspezifisch wesentliche Mittelherkunft dar. Dabei beträgt der Anteil der täglich fälligen Einlagen an diesen bilanzwirksamen Kundengeldern 67,2 %. Die Spareinlagen machen 16,1 % der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus, die Termineinlagen 16,7 %.

Investitionen

Neuinvestitionen wurden in Höhe von rund 10 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Instandhaltungsaufwendungen sind in Höhe von rund 32 TEUR angefallen.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) beträgt zum Jahresultimo 173,7 % und liegt wie erwartet deutlich über dem aufsichtsrechtlichen als auch intern festgelegten Mindestwert. Auch die NSFR-Quote liegt mit 131,2 % deutlich über dem aufsichtsrechtlich geforderten Mindestwert. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva sowie ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Beeinträchtigungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kapital bestehen nicht.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Eigenkapitalbestandteilen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen sowie zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 eingehalten. Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenzuwachs sowie den geplanten Rücklagenzuführungen auch zukünftig auszugehen. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,33 % (Vorjahr: 0,28 %).

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 12.447 11.493 954 8,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 12.171 11.087 1.084 9,8
Harte Kernkapitalquote 15,5 % 15,8 %
Kernkapitalquote 15,5 % 15,8 %
Gesamtkapitalquote 16,5 % 16,5 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Kundenforderungen

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen der CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir im Geschäftsjahr 2023 gemäß den handelsrechtlichen Vorgaben vorsichtig bewertet. Alle erkennbaren Risiken wurden im Jahresabschluss abgeschirmt. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzelwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Latente Kreditrisiken sind durch Pauschalwertberichtigungen abgeschirmt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgte gemäß BFA RS 7. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges weitere Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB, die bei der Ermittlung der Eigenmittel berücksichtigt sind. Die Risiken im Kreditgeschäft überwachen wir über die im Verbund üblichen Ratingsysteme. Diese ermöglichen uns eine Betreuung, Überwachung und Steuerung der Entwicklung der Kreditengagements. Darüber hinaus werden unsere Engagements in Bonitätsgruppen eingeteilt, deren Veränderungen zeitnah überwacht werden. Der Anteil der Privatkunden an unserem gesamten Kreditvolumen beträgt zum Stichtag 69,3 %; der Anteil der Firmenkunden 30,7 %. Unser Kreditvolumen weist strukturelle Kreditrisiken in Form von hohen Blankoanteilen bei einzelnen Kundenkrediten auf. Branchenbezogene oder größenstrukturbedingte Risiken liegen nicht vor.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 23.989 22.946 1.043 4,5

Im Jahr 2023 gekaufte Wertpapiere haben wir dem Anlagevermögen zugeordnet. Der Wertpapierbestand besteht aus festverzinslichen Wertpapieren im Investmentgradebereich. Aktien oder Fonds waren zum Bilanzstichtag nicht im Bestand. Sämtliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet und wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Im Falle der Bewertung wie Umlaufvermögen wären Abschreibungen in Höhe von 1.838 TEUR notwendig gewesen. Zur Beschränkung der Risiken aus Wertpapieranlagen haben wir ein Limitsystem eingerichtet, welches im Berichtsjahr eingehalten wurde. Auf Grund eines höheren durchschnittlichen Anlagevolumens sowie einer gestiegenen Verzinsung bei Neu- und Wiederanlagen ist die Durchschnittsverzinsung des Depot A leicht gestiegen. Mit den Fälligkeiten von Wertpapieren im kommenden Jahr wird sich die Durchschnittsverzinsung des Depot A bei Eintritt unserer Zinsprognose bei Wiederanlagen tendenziell leicht erhöhen.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung als günstig, weil sich das Betriebsergebnis vor Bewertung besser als geplant entwickelt hat sowie das Betriebsergebnis nach Bewertung höher als geplant ausgefallen ist. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Während beim Kreditgeschäft die Erwartungen aus der Eckwertplanung mehr als erreicht wurden, konnten sie im Einlagengeschäft nicht erzielt werden. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene, jedoch im Bankenvergleich unterdurchschnittliche, Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten wurden. Für erkennbare Risiken in den Kundenforderungen sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Vor dem Hintergrund eines im Vergleich zum Vorjahr höheren Betriebsergebnisses sowohl vor als auch nach Bewertung hat sich die Ertragslage verbessert.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb und Handelsgeschäfte.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheitenberichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 % Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Ver-fahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Ökonomische Risikotragfähigkeit 2023
Risikodeckungspotenzial in Mio. EUR 13,8
Gesamtbankrisikolimit in Mio. EUR 10,8
Gesamtbankrisiko in Mio. EUR 9,3
Auslastung des Gesamtbankrisikolimits in % 85,8
Auslastung des Risikodeckungspotenzials in % 78,9

Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.

Risiko 2023
Limit in Mio. EUR Auslastung in %
Kreditrisiko 2,2 77,5
Marktrisiko 7,0 88,8
Operationelles Risiko 0,4 82,8
Beteiligungsrisiko 0,5 87,4
Liquiditätsrisiko 0,75 82,6
Gesamtbankrisiko 10,85 85,8

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablauf-bilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko und das Beteiligungsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Adressenausfallrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine Streuung der Eigenanlagen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolio- ebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Kundenkreditgeschäft implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at- Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt. Hierbei ermitteln wir regelmäßig nach BFA 3 die verlustfreie Bewertung des Bankbuches. Zum 31. Dezember 2023 müssen wir keine Drohverlustrückstellung bilden. Gleiches gilt auch für die Folgejahre. Hier haben wir im Zuge des Kapitalplanungsprozesses unter den Annahmen für das Plan- wie auch dem adversen Szenario simuliert, ob sich eine mögliche Drohverlustrückstellung ergeben könnte. Darüber hinaus ermitteln wir quartalsweise den Zinsrisikokoeffizienten.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich hohes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten überwacht.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung eines angemessenen Puffers auf die LCR-Quote definiert. Die Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) wird ebenfalls überwacht.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite implementiert.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich gering ein. Das Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein mittleres Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien schriftlich fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Regelungen.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at- Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit dem opRisk-Tool der AWADO berechnet.

Beteiligungsrisiken

Als Beteiligungsrisiken definiert die Bank potenzielle Wertverluste aus Dividendenausfall, Teilwertab-schreibungen, Veräußerungsverlusten bzw. Reduktion stiller Reserven. Im Rahmen von strategischen Be-teiligungen halten wir Anteile und Aktien an verschiedenen Genossenschaften und Aktiengesellschaften, welche fast ausschließlich dem genossenschaftlichen Verbund zugehörig sind. Im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens halten wir den größten Anteil unserer Beteiligungen an unserer Zentralbank. Darüber hinaus haben wir kleinere Anteile an regionalen und überregionalen genossenschaftlichen Institutionen. Die Überwachung der Risiken aus Beteiligungen erfolgt regelmäßig sowie im Rahmen der jährlichen Jahresabschlusserstellung. Die Beteiligungsrisiken werden in der Berechnung der Risikotragfähigkeit über ein Limit berücksichtigt. Die Messung des Risikos erfolgt über einen unerwarteten Verlust, der mittels Expertenschätzung festgelegt wird. Wir stufen das Beteiligungsrisiko als aufsichtsrechtlich wesentlich ein und erachten die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen aktuell als gering.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei dem Reputationsrisiko, dem Vertriebsrisiko und dem Personalrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Ein Vergleich der Risikolage zum Vorjahr ist nicht möglich, da wir im Jahr 2023 erstmalig die ökonomi-sche Risikotragfähigkeit nach der aktuellen Sichtweise erstellt haben. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 erfolgte die letztmalige Erstellung der periodischen Risikotragfähigkeit.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr volatil gezeigt, wobei sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht positiv dargestellt haben. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die höhere Inflation können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung durch ein höheres Kreditrisiko entsprechend berücksichtigt. Entsprechend planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken. Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist. Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Wir gehen in dem Szenario von steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten und sinkenden Sicherheitenwerten aus. Die Bewertungsaufwendungen für die Eigenanlagen steigen durch die Annahme von steigenden Kreditspreads. Das unterstellte fallende Zinsniveau kann die steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten bzw. Kreditspreads nicht kompensieren. Das höchste Risiko für unseren bilanziellen Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei stark fallenden Zinsen. In diesem Szenario liegt der Zinsüberschuss leicht unter unserem Planwert. Beim Eintritt unseres Stressszenarios "schwerer konjunktureller Abschwung", würde sich die Gesamtkapitalquote leicht verschlechtern.

Chancen

Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft sowie der Eigenanlagen nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen.

D. Prognosebericht

Unsere Planung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen (Quelle: BVR: Schriftenreihe "Kompass 2024"):

Für 2024 dürfte eine gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate von 1,25 % zu Buche stehen, in 2025 rechnen wir mit einem Wachstum von ebenfalls 1,25 %.

Bei der Inflationsrate gehen wir für das Jahr 2024 von einem Wert von 3,5 % aus. Für das Jahr 2025 erwarten wir einen Wert von 2,5 %.

Die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte dürften 2024 wieder stärker als die Verbraucherpreise steigen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Leitzins auf 3,5 % senken. Bei den Zinsen wird auf Jahressicht mit einer leichten Reduzierung im kurzfristigen Bereich gerechnet, bei den langfristigen Zinsen rechnen wir ebenfalls mit einer leichten Verminderung auf Sicht von 12 Monaten.

Das Andauern des Ukraine-Krieges, der Nahostkonflikt sowie geopolitische Spannungen mit China haben weiterhin Einfluss auf die Finanzmärkte sowie wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen in unserem Geschäftsgebiet. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen korrigieren, soweit dies erforderlich ist. Die weitere Entwicklung bleibt ungewiss und wird beobachtet.

Im Kundenkreditgeschäft rechnen wir für das Jahr 2024 mit einem weiteren überdurchschnittlichen Wachstum von ca. 10,0 Millionen EUR. Im Folgejahr mit einem Wachstum um ca. 5,0 %. Unsere Prognose unterliegt der Annahme, dass wir dem Markttrend zur Ausweitung des Kreditgeschäftes durch eine bessere Ausschöpfung des Marktpotenzials folgen können. Insbesondere Kredite für den Wohnungsbau und Immobilienerwerb, auch unter Einbezug von Kreditvermittlern, sowie gewerbliche Kredite sollten hierzu beitragen. Weitere Unterstützung erfolgt durch die Einbindung gezielter Programme zur Gebäudesanierung durch die KfW Bank sowie die L-Bank.

Für das Einlagengeschäft mit unseren Kunden erwarten wir im nächsten Jahr insgesamt eine Reduzierung um ca. 2,5 Millionen. EUR. Vor allem im Bereich der Kündigungsgelder und Sparbriefe gehen wir von einem Zuwachs aus, während wir bei den Tagesgeldern und langfristigen Termineinlagen auf Grund von Fälligkeiten mit einem Rückgang rechnen. Ebenso rechnen wir mit einem Rückgang bei den Spareinlagen. Für das Folgejahr gehen unsere Planungen von einem Zuwachs der Kundeneinlagen von ca. 3,0 % aus.

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir einen anhaltenden Bedarf an Lösungen zur privaten Altersvorsorge. Daher gehen wir von leicht steigenden Werten bei der Vermittlung von entsprechenden Produkten bei Versicherungen aus.

Im Wertpapiergeschäft rechnen wir mit konstanten Werten, im Zahlungsverkehr sehen wir leichtes Wachstumspotenzial.

Bei der Vermittlung von Wohnungsbaudarlehen an die verbundeigene Münchener Hypothekenbank oder DZ Hyp und die Bausparkasse Schwäbisch Hall für längere Zinsbindungen (mehr als 10 Jahre) erwarten wir ein konstantes Niveau. Beim Provisionsaufwand rechnen wir u.a. wegen höherer Aufwendungen für Finanzierungsvermittlungen mit starken Steigerungen.

Für die Ertragslage der Bank ist auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren die Entwicklung des Zins- und Provisionsergebnisses von entscheidender Bedeutung.

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die auf Jahressicht mit leicht rückläufigen Zinsen sowohl an Geld- wie auch Kapitalmarkt rechnet, sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft rechnen wir für das Jahr 2024 mit einer leichten Steigerung im Zinsergebnis. Der Umsetzung unserer Planwerte und der Ausschöpfung unseres Marktpotenzials kommt weiterhin eine entscheidende Bedeutung zu.

Unser Provisionsergebnis wird auch in den nächsten beiden Geschäftsjahren durch Erträge aus dem Zahlungsverkehr und dem Vermittlungsgeschäft geprägt sein. Wir rechnen mit einer leichten Steigerung beim Provisionsüberschuss auf einen Wert von etwa 1.310 TEUR.

Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen für 2024 etwa konstant bleiben. Bei den sonstigen Verwaltungsaufwendungen rechnen wir für 2024 mit einer leichten Erhöhung.

Insgesamt erwarten wir im Vergleich zum Berichtsjahr für das Geschäftsjahr 2024 ein leicht gestiegenes Betriebsergebnis vor Bewertung.

Für das Jahr 2024 erwarten wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 1,13 % der dBS.

Für unseren weiteren bedeutsamsten Leistungsindikator prognostizieren wir ein Betriebsergebnis nach Bewertung von 1,01 % der dBS für 2024.

Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR) sehen wir weiterhin deutlich über den aufsichtsrechtlichen wie auch den internen Vorgaben.

Vor dem Hintergrund unserer Struktur bei den Eigenanlagen erwarten wir bei der Bewertung unserer Wertpapiere für 2024, unter der Berücksichtigung von planmäßigen über-pari-Abschreibungen, konstante Belastungen. Für das Bewertungsergebnis aus den Kundenforderungen haben wir für das nächste Geschäftsjahre konstante Planwerte für Aufwendungen auf der Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten und langfristigen Erfahrungswerten zugrunde gelegt.

Die Ungewissheiten der wirtschaftlichen Entwicklung können die Planungen positiv wie negativ beeinflussen. Die dargestellten Planungen für das Geschäftsjahr 2024 stellen dabei den Planungsstand zu Beginn des Jahres 2024 dar. Auf Grund der aktuellen Entwicklungen gehen wir derzeit gleichwohl davon aus, diese Planwerte grundsätzlich erreichen zu können. Die höchsten Risiken für die Nichterreichung sehen wir im Bereich der Zinsaufwendungen, des Provisionsergebnisses und den Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Für die Abdeckung möglicher Bewertungsrisiken stehen Vorsorgereserven zur Verfügung.

Aus der Kapitalplanung für das Jahr 2024 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Eigenmittelzuführungen derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Planungszeitraum gültig bleiben.

St. Leon-Rot, 26. März 2024 Volksbank Rot eG

Der Vorstand:

Frank Körner

Bastian Hagen

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Volksbank Rot eG, St. Leon-Rot Genossenschaftsregisternummer 350009 beim Amtsgericht Mannheim

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.631.476,67 1.369
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.500.000,00 6.904
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 4.500.000,00 (6.904)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 6.131.476,67 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.531.999,68 12.137
b) andere Forderungen 0,00 3.531.999,68 3.015
4. Forderungen an Kunden 111.261.096,38 101.680
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 76.397.105,56 (67.594)
Kommunalkredite 1.013.434,43 (1.173)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 5.924.564,84 6.421
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.924.564,84 (6.421)
bb) von anderen Emittenten 18.064.301,81 23.988.866,65 16.524
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 6.557.192,07 (5.014)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 23.988.866,65 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.552.245,82 2.552
darunter:
an Kreditinstituten 177.797,92 (178)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 843.500,00 3.395.745,82 844
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 789.950,00 (790)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.034.375,00 1.144
darunter: Treuhandkredite 1.034.375,00 (1.144)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 117.001,19 135
13. Sonstige Vermögensgegenstände 142.242,51 443
Summe der Aktiva 149.602.803,90 153.168

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 15.081.021,72 15.081.021,72 9.361
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 19.334.976,26 24.102
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 14.049,50 19.349.025,76 32
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 80.572.729,36 93.767
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 19.964.533,10 100.537.262,46 119.886.288,22 12.193
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.034.375,00 1.144
darunter: Treuhandkredite 1.034.375,00 (1.144)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 203.402,40 182
6. Rechnungsabgrenzungsposten 709,91 2
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 387.460,00 381
b) Steuerrückstellungen 115.751,17 57
c) andere Rückstellungen 447.073,00 950.284,17 456
8. [gestrichen]
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.750.000,00 3.250
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 606.869,01 613
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 3.650.000,00 3.450
cb) andere Ergebnisrücklagen 3.949.000,00 7.599.000,00 3.750
d) Bilanzgewinn 490.853,47 8.696.722,48 430
Summe der Passiva 149.602.803,90 153.168
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.242.016,54 2.104
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 2.242.016,54 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 6.868.379,06 6.868.379,06 10.870
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.135.283,46 2.166
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 241.313,48 3.376.596,94 130
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
0,00 (44)
2. Zinsaufwendungen 357.704,02 3.018.892,92 76
darunter: erhaltene
negative Zinsen
231,33 (26)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 94.812,72 109
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 94.812,72 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 1.510.086,63 1.554
6. Provisionsaufwendungen 331.043,33 1.179.043,30 299
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 88.885,76 128
9. [gestrichen]
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.336.106,09 1.249
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 338.213,25 1.674.319,34 300
darunter: für Altersversorgung 110.515,51 (80)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.050.477,95 2.724.797,29 1.047
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
27.131,85 29
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.053,41 38
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
187.396,64 0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 -187.396,64 145
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
9.425,41 7
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
0,00 -9.425,41 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen]
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.418.830,10 1.187
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 424.634,35 305
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 4.054,18 428.688,53 4
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 500.000,00 450
25. Jahresüberschuss 490.141,57 429
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 711,90 1
490.853,47 430
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
490.853,47 430
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 490.853,47 430

3. Anhang 

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank Rot eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ergab sich gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 sowie des Aufwandspostens 15 mit dem Ertragsposten 16 lt. § 32 RechKredV haben wir Gebrauch gemacht.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche sowie unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB, die bei der Ermittlung der Eigenmittel berücksichtigt sind.

Wertpapiere

Sämtliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet und wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der Unterschiedsbetrag zum strengen Niederstwertprinzip beträgt TEUR 1.838. Bei diesen Wertpapieren bestehen zum 31. Dezember 2023 ausschließlich marktbedingte Kursdifferenzen. Anzeichen dafür, dass die Rückzahlung dieser Wertpapiere nicht zu pari erfolgt, liegen derzeit nicht vor, so dass eine dauernde Wertminderung nicht vorliegt. Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Zur Bewertung wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen handelsrechtlichen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Sachanlagen

Die Grundstücke und Gebäude wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht wurden. Die planmäßigen Abschreibungen bei Gebäuden erfolgten linear.

Die immateriellen Anlagewerte sowie die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen wurden linear und soweit steuerlich zulässig in den Vorjahren degressiv abgeschrieben. Dabei wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode überzugehen, wenn dies zu einer höheren Abschreibung führte.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelanschaffungswert von EUR 250 wurden direkt als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschafsgüter mit einem Netto-Einzelanschaffungswert über EUR 250 bis EUR 1.000 wurde steuerrechtlich ein Sammelposten gebildet, der über die Dauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird (Poolabschreibung). Handelsrechtlich wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 im Jahr der Anschaffung grundsätzlich voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen wurden mit dem Barwert bilanziert.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vj. 1,80 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,24 % (Vj. 2,25 %) zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 3.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der Barwert der zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträge wurde addiert und von diesem Überschuss wurden die Risikoprämienbarwerte im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und der Verwaltungskostenbarwert abgezogen. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte angesetzt, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wurde der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege ermittelt. Auf Basis der zinsbezogenen Verwaltungsaufwendungen für das Jahr 2023 wurde in der rechnerischen Ermittlung ein Anteil von 55,0 % berücksichtigt.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 ergab sich kein Verlustüberhang. Eine Rückstellungsbildung war nicht erforderlich.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden, bis auf die Sortenbestände, mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
0 (b)
b) entgeltlich erwor- 3.124 0 (a) 0 (a) 3.124
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 5.937.405 0 (a) 0 (a) 5.937.405
Gebäude 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 966.468 9.568 (a) 0 (a) 971.566
Geschäftsausstattung 0 (b) 4.469 (b)
Summe a 6.906.997 9.568 (a) 0 (a) 6.912.095
0 (b) 4.469 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erwor- 3.124 0 (a) 0 (a) 0 (a) 3.124 0
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 0 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 5.859.357 0 (a) 0 (a) 0 (a) 5.859.357 78.048
Gebäude 0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 909.663 27.132 (a) 0 (a) 0 (a) 932.613 38.953
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) 4.182 (b)
Summe a 6.772.144 27.132 (a) 0 (a) 0 (a) 6.795.094 117.001
0 (b) 0 (b) 4.182 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des
Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am
Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 22.880.622 985.263 23.865.885
Anlagevermögens
Beteiligungen und 3.395.746 0 3.395.746
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Anteile an 0 0 0
verbundenen Unter-
nehmen
Summe b 26.276.368 985.263 27.261.631
Summe a und b 33.183.365 27.378.632

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 3.486.504 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 1.756.867 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 1.500.682 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht
börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 23.988.867 23.988.867 0 21.529.356

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Aufgrund der Bonität der Emittenten dieser Wertpapiere bestehen keine Anhaltspunkte dahingehend, dass die Wertminderungen dauerhaft sind.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) mit einem Buchwert von EUR 23.865.885, beizulegender Zeitwert EUR 22.027.654.

Forderungen an Beteiligungsunternehmen

In den Forderungen bzw. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 3.486.504 15.133.506
Forderungen an Kunden (A 4) 9.700 9.700
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 15.012.529 15.014.311

Beteiligungen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,08 2023 2.496.063 2023 62.817
b) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,01 2023 3.209.879 2023 97.404

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 68.917 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 38.953 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Provisionsansprüche 70.415
Dividendenerträge 42.982
Sonstige Forderungen 26.812

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 27.504 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis
3 Monate

EUR
mehr als
3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als
ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als
5 Jahre

EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 5.200.105 6.627.912 25.767.194 71.909.003

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis
3 Monate

EUR
mehr als
3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als
ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als
5 Jahre

EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 342.657 2.546.838 7.740.174 4.440.588
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 2.893 169 10.987 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 9.775.085 8.256.217 1.871.500 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 15.081.022 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: 

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.120
Ertragssteuerverbindlichkeiten 62.616

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 1 (Vorjahr EUR 815) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Aktivüberhang latenter Steuern resultiert im Wesentlichen aus den bestehenden Vorsorgereserven nach § 340f HGB, die am Aktivposten Forderungen an Kunden abgesetzt sind.

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 15.081.022 9.360.764

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 583.600
b) der ausscheidenden Mitglieder 23.269

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR
Stand 01.01.2023 3.450.000 3.750.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 200.000 199.000
Stand 31.12.2023 3.650.000 3.949.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 6.295.257

Fremdwährungsposten

In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.873.985 enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten, Wertpapieren und Immobilien nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 31.124 (Vorjahr EUR 15.649) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 6.454 (Vorjahr EUR 6.545) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 28.150 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 40.851 enthalten.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter Berücksichtigung abweichender steuerlicher Werte.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des im Geschäftsjahr tätigen Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten EUR 18.510. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 24.530.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 323.415. 

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 841.190 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 193.053. 

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 2.507, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung in Höhe von EUR 226.595 gegenüber dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. aus der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgabe einer Garantieerklärung.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 2 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 10 9
Gewerbliche Mitarbeiter 0 1
12 10

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Haftsummen
EUR
Anfang 2023 2.248 5.754 1.812.510
Zugang 2023 84 156 49.140
Abgang 2023 85 229 72.135
Ende 2023 2.247 5.681 1.789.515
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 7.511
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 22.995
Höhe des Geschäftsanteils EUR 105
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 315

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht ent- halten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu ma- chen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Körner, Frank, Geschäftsleiter Produktion und Steuerung
Hagen, Bastian, Geschäftsleiter Markt

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Speckert, Manfred, - Vorsitzender - , selbstständiger Steuerberater

Rössler, Steffen, - stellvertretender Vorsitzender - , Werksleiter bei DESAGA GmbH

Thome, Sebastian, Beamter Stadt Karlsruhe

Thome, Markus, Meister Installateur- und Heizungsbauerhandwerk / Geschäftsführer Sanitär Rothermel GmbH

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 490.141,57 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 711,90 (Bilanzgewinn von EUR 490.853,47) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % 29.880,63
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 230.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 230.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 972,84
490.853,47
St. Leon-Rot, 26. März 2024 Volksbank Rot eG

Der Vorstand

Frank Körner

Bastian Hagen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Rot eG, St. Leon-Rot

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Rot eG, St. Leon-Rot (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 111,3 Mio. EUR. Dies entspricht 74,4 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2,2 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 6,9 Mio. EUR.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen, den strukturellen Kreditrisiken und den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Karl-Heinz Krauß.

 

Stuttgart, 2. September 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Krauß
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Sebastian Thome und Herr Markus Thome aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

St. Leon-Rot, 26. Juli 2024

Der Aufsichtsrat

Manfred Speckert, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Rot eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Rot eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. 

Die Volksbank Rot eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 4.382.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 15,9. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.419.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 425 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Rot eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 16.09.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 490.141,57 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 711,90 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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