Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 2909
Eingetragen
24.2.2003
Branche
Herstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für KraftwagenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Zulieferteilen für die Automobilindustrie, insbesondere Bodenplatten für den Einbau in Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen. Herstellung und Vertrieb von Möbeln und Möbelteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Kraienhemke
seit 3.11.2015
Geschäftsführer
Mareile Kraienhemke
seit 5.1.2004
Geschäftsführer
Mathias Kraienhemke
seit 5.1.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mareile Kraienhemke
Hamm
12.750 €
51.00%
KT Beteiligung GmbH
Germany
8.334 €
33.34%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MHK Automotive GmbH

Hamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind ein Zulieferunternehmen der Automobilindustrie und spezialisiert auf die Herstellung von Einzelkomponenten, Systemmodulen, Bodenplatten und Komplettmodulen unter Verwendung von Plattenmaterialien aus Holzwerkstoffen und Kunststoff für den Fahrzeuginnenausbau von PKWs und Nutzfahrzeugen sowie für den Ausbau von Wohnmobilen und Caravanen sowie für Sonderfahrzeuge.

2. Forschung und Entwicklung

Wir sind in verschiedenen zukunftsweisenden Projekten fest verankert und entwickeln gemeinsam mit namenhaften Automobilherstellern im Bereich Leichtbaulösungen und alternativen Materialien für den Fahrzeuginnenausbau.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland hat sich 2023 weiter eingetrübt. Die durch den Ukrainekrieg ausgelösten negativen Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland führten in 2023 zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,3 % (preisbereinigt) (nach plus 1,8 % in 2022; Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Inflationsraten haben sich im Verlauf von 2023 abgeschwächt, dennoch führte die Inflation generell zu einer verstärkten Konsumzurückhaltung. Gleichzeitig haben die Zentralbanken ihre Geldpolitik relativ hoher Zinsen beibehalten, um der Inflation entgegenzuwirken. Im Automobilsektor sind die Strukturveränderungen nach wie vor stark zu spüren. Insbesondere die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und die strategische Bevorzugung von hochpreisigen Fahrzeugen in der Produktion führte einerseits zu Umschichtungen bei Neuzulassungen zum anderen aber zu einer starken Gewinnerhöhung bei verschiedenen Produzenten. Nach wie vor konnten nicht immer genug Fahrzeuge zum Umbau zur Verfügung gestellt werden. Dennoch stiegen in 2023 die Neuzulassungen im Wohnmobilbereich wieder leicht an und liegen damit immer noch sehr deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Letztlich profitiert die Branche weiterhin vom einem anhaltenden Camping- und Freizeitboom.

Die Erwartungen für 2024 sind angesichts zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gedämpft - es ist allenfalls eine Stagnation der Mengen zu erwarten.

Der Nutzfahrzeugbereich schloss 2023 in Deutschland positiv ab. Wie bei den Freizeitmobilen geht aber auch hier der Trend zu Elektro- oder Hybridmotoren.

Der Fahrzeuginnenausbau mit regenerativen und Leichtbaumaterialen wird seine vorrangige Bedeutung im Bereich Caravan und dem Transporterausbau behalten.

2. Geschäftsverlauf

Unser Geschäftsverlauf war vor dem Hintergrund der beschriebenen Marktsituation zufriedenstellend, allerdings wiederum leicht rückläufig. Die Planung für 2023 wurde beim Umsatz übertroffen, beim Ergebnis aber nicht ganz erreicht.

So betrug der ausgewiesene Umsatz im Geschäftsjahr T€ 25.840,9 (Vorjahr T€ 26.479,4), was einen Rückgang von 2,4 % darstellt. Die Gesamtleistung lag bei T€ 26.529,1 (Vorjahr T€ 26.602,5). Damit haben wir unsere Gesamtleistung auf recht hohem Niveau stabilisiert.

Wir weisen in 2022 einen leicht reduzierten Jahresüberschuss von T€ 255,7 (Vorjahr T€ 307,4, minus 16,8 %) aus. Die Rendite vor Ertragsteuern ist mit 1,6 % unverändert geblieben. In der Gesamtbetrachtung ist allerdings zu berücksichtigen, dass in den Aufwendungen Mieten für die Betriebsimmobilie und Maschinen an Besitzgesellschaften der Inhaberfamilie enthalten sind. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich bei einer Quote von 63,9 % (Vorjahr 64,2 %) der Gesamtleistung angesichts der hohen Rohstoffpreise ein wenig. Preiserhöhungen im Zulieferbereich konnten dabei durch eigene Preiserhöhungen und betriebliche Optimierung kompensiert werden. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen auf Vorjahresniveau.

Die Gesamtkosten stellen sich bei T€ 8.137,8 (Vorjahr T€ 8.113,9) nahezu unverändert dar; gleiches gilt für die Gesamtkostenquote (ohne Abschreibungen): 30,7 % (Vorjahr 30,5 %) erhöht.

Der Personalaufwand konnte leicht reduziert werden (minus T€ 122,6), gleiches gilt für die Personalkostenquote 2023 (19,6 %, Vorjahr 20,0 %).

Die Entwicklungen der übrigen Kostenpositionen sind entsprechend der Geschäftsentwicklung nachvollziehbar und enthalten keine Sondereffekte.

Die Mieten (Raumkosten inkl. Nebenkosten) haben sich um T€ 121,3 erhöht (Zufluss an Besitzgesellschaften der Inhaberfamilie).

In 2023 wurde wiederum kontinuierlich - allerdings abgeschwächt im Vergleich zu 2022 - in das Sachanlagevermögen investiert; bei Abschreibungen von T€ 366,0 (Vorjahr T€ 368,6) verringerte sich das Sachanlagevermögen um T€ 146,2.

Das EBITDA hat sich auf nunmehr auf T€ 1.031,2 (Vorjahr T€ 933,8) verbessert und kann als durchaus befriedigend angesehen werden, zumal in der Gesamtbetrachtung die erheblichen Mietzahlungen in den Gesellschafterkreis berücksichtigt werden müssen.

In 2023 hat sich die Stabilisierung unseres Unternehmens fortgesetzt. Trotz diverser Turbulenzen und unerwarteter Entwicklungen ist 2023 ein erfolgreiches Jahr für uns gewesen.

3. Lage

Die Bilanzsumme hat sich in 2023 signifikant von T€ 7.741,4 auf T€ 9.800,7 erhöht. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen der sehr starke Bestandsaufbau bei den Vorräten (plus T€ 1.838,9). Hintergrund ist hier einerseits eine Politik der höheren Bevorratung wegen Problemen bei Zulieferern und andererseits eine Abwicklungsverschiebung von Aufträgen nach 2024, für die bereits die Beschaffung vollzogen war. Die übrigen Positionen haben sich durchgängig nur leicht verändert. Korrespondierend hat sich auf der Passivseite der Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (plus T€ 1.788,0) stark erhöht.

Das Eigenkapital hat sich auf Grund der wiederum vollen Gewinnthesaurierung auf insgesamt T€ 3.521,9 (Vorjahr T€ 3.266,2) erhöht. Die Eigenkapitalquote stellt sich bedingt durch die Erhöhung der Bilanzsumme auf nunmehr 35,9 % (Vorjahr 42,2 %) dar. Damit herrschen nach wie vor sehr solide bilanzielle Verhältnisse.

Die Finanzierung des Unternehmens ist durch langfristig ausgelegte Finanzierungszusagen primär von Kreditinstituten gesichert.

Das Unternehmen verfügt über einen mehrjährigen Finanzplan und ein auf tagesaktuellen Zahlen beruhendes Finanzmanagement.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für uns wesentliche Ertragskennzahl ist das EBITDA, den wir als Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, außerordentlichem Ergebnis und Steuern definieren. Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein Teil der Wertschöpfung in der o.a. Vermietungsgesellschaft verbleibt.Unser Geschäftsmodell hat sich auch in Krisenzeiten als robust bestätigt. Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren zusätzliche finanzielle Substanz im Unternehmen gebildet worden.

Unsere wirtschaftliche Lage kann damit insgesamt als durchaus befriedigend bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Investitionen sind weiterhin im Wesentlichen in den Maschinenpark und im Bereich Ersatzinvestitionen geplant. Dies betrifft sowohl die MHK als auch die privaten Vermietungsgesellschaften.

Die konjunkturellen Entwicklungen 2024 sind aktuell angesichts des andauernden Ukrainekrieges und der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach wie vor kaum nachhaltig einschätzbar. Dennoch gehen wir nach wie vor davon aus, dass das Nachfrageverhalten des Marktes für unsere Produkte grundsätzlich ungebrochen gut ist; vereinzelte, überhöhte Preisvorstellungen von Herstellern dürften zu Nachfrageverschiebungen führen.

Durch die aufgebauten Vorräte haben wir einen gewissen Risikopuffer für etwaige weitere Beschaffungsprobleme geschaffen. Gleichzeitig sind die Zahlungsziele der Kunden wieder in den Normalbereich zurückgekommen.

Die Fahrzeugproduktion ist für 2024 nur schwer einschätzbar. Durch die Exklusivität im Bereich T7 bei VW sehen wir uns dort trotz der aktuellen Entwicklungen gut positioniert.

Aus heutiger Sicht sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass die für unser Unternehmen langfristig wichtigen Trends insbesondere im Freizeitmarkt erhalten bleiben.

Auf Grund der langfristig vereinbarten Lieferverträge mit unseren Kunden und der erreichten Kostenposition erwarten wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2024 bei leicht verminderten Umsatzerlösen ein entsprechend geringeres Jahresergebnis.

Die Position unserer Gesellschaft als spezialisierter Anbieter in den o.g. Geschäftsfeldern kann als gut abgesichert gelten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Eine spürbare Verschlechterung des Konsumklimas würde eine Verminderung der Absatzmengen auslösen, was zu gewissen Umsatz- und Ergebnisrückgängen führen könnte.

Eine Verschärfung der aktuellen Diesel-/Umweltthematik könnte ebenfalls den Druck auf die Absatzmengen erhöhen. Wir sehen hier allerdings auch positive Effekte, da der Druck auf Ersatzanschaffungen insbesondere im Nutzfahrzeugbereich steigen dürfte.

Es besteht zudem ein grundsätzliches Risiko, das sich durch den plötzlichen Wegfall eines der beiden Hauptkunden ergibt. Allerdings existieren langjährige Geschäftsverbindungen und auch langjährige Basisverträge mit den Partnern, die das Geschäft auf absehbare Zeit absichern. Ein Insolvenzrisiko dieser Partner ist als absolut minimal anzusehen. Durch die internationale Vernetzung der Volkswirtschaften, die sich insbesondere in den Lieferketten der Automobilindustrie zeigt, kann es durch Unterbrechung von Zulieferteilen und Komponenten zu Produktionsengpässen bei den Herstellern kommen. In diesem Falle könnten trotz starker Nachfrage nicht genug Fahrzeuge gebaut und ausgebaut werden, was wiederum zu Verschiebeeffekten im Umsatz führen würde.

Ertragsorientierte Risiken

Die aktuell sehr angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt könnte trotz der o.g. Maßnahmen auch künftig die Personalkostensituation belasten.

Unvorhergesehene Marktentwicklungen auf den Rohstoffmärkten (Holz und Kunststoff) könnten zu Erhöhungen des Materialaufwandes und damit zu einer Verschlechterung des Ergebnisses führen. Gleiches gilt für Störungen in den Lieferketten der Automobilzulieferung.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zinsänderungsrisiken sind überschaubar und haben keine große Bedeutung.

Mit den Finanziers der MHK bestehen hinreichende Kreditvereinbarungen zur Finanzierung des von uns geplanten Geschäftes.

Damit ist die Liquidität unserer Gesellschaft sichergestellt.

Währungsrisiken bestehen nicht.

2. Chancenbericht

Wir sehen für unser Geschäftskonzept in 2024 und darüber hinaus grundsätzlich sehr gute Marktchancen und demzufolge potenziell auch Spielraum für ein weiteres Wachstum unserer Gesellschaft.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Innovation, Erfahrung und Zuverlässigkeit verbunden mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch begegnen.

3. Gesamtaussage

Wir sehen für 2024 ein leicht rückläufiges Geschäft und ab 2025 potentiell eine weitere Geschäftsausweitung ggf. auch in starken Sprüngen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Guthaben bei Banken.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Ausfälle bleiben in einem überschaubaren Rahmen; mit den Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit.

Die Verbindlichkeiten werden pünktlich und vereinbarungsgemäß gezahlt.

Das Unternehmen finanziert sich im langfristigen Bereich überwiegend mit Eigenkapital, im kurzfristigen Bereich durch Bank- und Lieferantenkredite.

Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldein- und Geldausgänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

VI. Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit war für unser Unternehmen schon immer von besonderer Bedeutung. Unsere Beiträge in diesem Bereich sind erheblich und zeigen sich in folgenden Punkten:

- Energetische Nutzung der Abfälle aus der Produktion für eigene Heizung

- Teilweise Nutzung der Dachflächen zur Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen

- Unsere Produktinnovationen sind in aller Regel ressourcenschonend durch Verwendung von weniger und/oder leichteren Rohstoffen, was wiederum zu Gewichtsersparnis und damit zu niedrigerem Verbrauch von Treibstoff und anderer Stoffe durch das Fahrzeug führt.

- Bei der ständigen Modernisierung des Maschinenparks wird konsequent auf optimierten Energieverbrauch geachtet.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Hamm, den 10. September 2024

Mathias Kraienhemke, Geschäftsführer

Mareile Kraienhemke, Geschäftsführerin

Martin Kraienhemke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.661.090,22 2.337.777,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.166.566,22 697.039,28
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 1.098.221,22 648.676,28
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 68.345,00 48.363,00
II. Sachanlagen 1.494.204,00 1.640.418,00
1. technische Anlagen und Maschinen 447.876,00 544.213,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.046.328,00 1.096.205,00
III. Finanzanlagen 320,00 320,00
B. Umlaufvermögen 7.120.799,83 5.380.665,88
I. Vorräte 5.828.950,93 3.990.080,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.289.560,03 1.388.338,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 40.720,54 51.454,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.288,87 2.247,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.790,15 22.919,24
Summe Aktiva 9.800.680,20 7.741.362,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.521.914,31 3.266.165,37
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.241.165,37 2.933.747,81
III. Jahresüberschuss 255.748,94 307.417,56
B. Rückstellungen 116.865,00 129.160,00
C. Verbindlichkeiten 5.742.109,89 4.089.761,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.948.616,13 2.028.621,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 803.325,98 871.041,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.145.290,15 1.157.579,13
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.793.493,76 2.061.139,99
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.678.658,88 1.907.696,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 114.834,88 153.443,20
D. Passive latente Steuern 419.791,00 256.276,00
Summe Passiva 9.800.680,20 7.741.362,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.168.999,69 9.047.594,72
2. Personalaufwand 5.201.315,64 5.323.863,06
a) Löhne und Gehälter 4.306.287,12 4.369.601,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 895.028,52 954.261,89
davon für Altersversorgung 73.339,52 63.569,10
3. Abschreibungen 479.180,87 447.523,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 479.180,87 447.523,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.936.499,45 2.789.957,55
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.246,90 13.455,35
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 137.760,48 74.356,81
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166.901,07 110.684,27
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 163.515,00 68.704,00
8. Ergebnis nach Steuern 259.589,08 314.664,90
9. sonstige Steuern 3.840,14 7.247,34
10. Jahresüberschuss 255.748,94 307.417,56

Anhang

A. Allgemeines

I. Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der MHK Automotive GmbH mit Sitz in Hamm (Bockum-Hövel), Amtsgericht Hamm, HRB 2909, zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

1. Anlagevermögen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen.

Grundlage der planmäßigen Abschreibungen sind die voraussichtlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Vermögensgegenstände (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB).

Die Zugänge von beweglichen und unbeweglichen Vermögensgegenständen des aktuellen Geschäftsjahres wurden linear abgeschrieben.

Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten, d. h. mit den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen (§ 255 Abs. 2a HGB); diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB).

Der Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG wird - in analoger Anwendung steuerrechtlicher Vorschriften - im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

2. Umlaufvermögen

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag geringer waren, wurden diese angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich mit ihrem Nominalwert.

Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Wertberichtigung vorgenommen. Soweit Einzelrisiken erkennbar waren, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Anwendung der Vorschrift des § 250 HGB als Ausgabe vor dem Bilanzstichtag, soweit Aufwand für eine bestimmte Zeit danach, gebildet.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle bestehenden Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

6. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zu Erfüllungsbeträgen.

7. Passive steuerliche Latenz

Die passiven latenten Steuern (§ 274 HGB) wurden nach dem temporary-Konzept ermittelt.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verllustrechnung

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Brutto-Anlagespiegel per 31.12.2023

AHK 01.01.2023
Euro
Zugang -Abgang
Euro
kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen *
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 735.467,76 534.394,01 171.640,55 1.098.221,22
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 154.714,50 48.336,48 134.705,98 68.345,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 890.182,26 582.730,49 306.346,53 1.166.566,22
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 901.210,30 453.334,30 447.876,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und 213.027,37
Geschäftsausstattung 2.163.034,04 -92.857,14 1.236.876,27 1.046.328,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
213.027,37
Sachanlagen 3.064.244,34 -92.857,14 1.690.210,57 1.494.204,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 320,00 320,00
Finanzanlagen 320,00 0,00 0,00 320,00
795.757,86
Summe Anlagevermögen 3.954.746,60 -92.857,14 1.996.557,10 2.661.090,22
Netto-Anlagespiegel per 31.12.2023
Buchwert 01.01.2023
Euro
Zugang -Abgang
Euro
Abschreibungen Zuschreibungen *
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 648.676,28 534.394,01 84.849,07 1.098.221,22
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 48.363,00 48.336,48 28.354,48 68.345,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 697.039,28 582.730,49 113.203,55 1.166.566,22
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 544.213,00 96.337,00 447.876,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und 213.027,37
Geschäftsausstattung 1.096.205,00 -1.090,00 261.814,37 1.046.328,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
213.027,37
Sachanlagen 1.640.418,00 -1.090,00 358.151,37 1.494.204,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 320,00 320,00
Finanzanlagen 320,00 0,00 0,00 320,00
795.757,86
2.337.777,28 -1.090,00 471.354,92 2.661.090,22

V. Verbindlichkeiten

2023
(2022) Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.948,5 969,6 828,9 150,0
(2.028,6) (1.009,8) (568,8) (450,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.316,3 3.141,6 174,7 0,0
(1.528,3) (1.274,1) (253,4) (0,8)
Sonstige Verbindlichkeiten 477,2 277,2 200,0 0,0
(532,9) (332,9) (200,0) (0,0)
5.742,0 4.388,4 1.203,6 150,0
(4.089,8) (2.616,8) (714,8) (450,8)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 828,1 (Vorjahr: T€ 275,0) durch Forderungsabtretungen, T€ 218,5 (Vorjahr: 484,7) durch Forderungsabtretungen und Sicherungsübereignungen und T€ 242,0 (Vorjahr: 207,6) nur durch Sicherungsübereignungen besichert.

VI. Passive latente Steuern

Der Ausweis betrifft zukünftige Steuerbelastungen auf Grund von Bewertungsdifferenzen im Anlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Ermittlung der steuerlichen Latenzen erfolgte unter Ansatz einer Steuerbelastung von 32,1 % auf die Wertdifferenz in Höhe von € 1.307.761,22, mithin in Höhe von € 419.791,00 (i. V. € 256.276,00).

VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) aus Mietverträgen mit einem Jahresbetrag in Höhe von T€ 1.031,8 darüber hinaus Leasingverträge mit Fälligkeit im folgenden Jahr in Höhe von T€ 55,5 und mit Fälligkeit in zwei bis fünf Jahren in Höhe von T€ 25,8.

C. Sonstige Angaben

I. Forschungs- und Entwicklungskosten

Im abgelaufenen Jahr belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf T€ 534,4 (i. V. T€ 186,4), der in voller Höhe als "Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" aktiviert wurde.

II. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: 2023 2022
Angestellte 4 5
Gewerblich 116 122
120 127

III. Geschäftsführung; Sonstige Organe

Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr:

Mareile Kraienhemke, Kauffrau

Mathias Kraienhemke, Schreinermeister
Martin Kraienhemke, Tischlermeister

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von der Beschränkung des § 181 BGB (Selbstkontrahierungsverbot) befreit.

IV. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben unterbleiben unter Hinweis auf die Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

V. Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse (Organe)

Für den Geschäftsführer Mathias Kraienhemke wird ein Verrechnungskonto (als Forderung der Gesellschaft) in Höhe von € 120.879,58 (i. Vj. € 136.025,82) ausgewiesen. Das Verrechnungskonto wird mit 3 % verzinst. Das Verrechnungskonto des Gesellschafters Martin Kraienhemke weist zum Bilanzstichtag einen Saldo zu Gunsten der Gesellschaft in Höhe von € 3.638,87 (i. Vj. € 3.638,87) aus; auf eine Verzinsung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamm, 10. September 2024

Mathias Kraienhemke, Geschäftsführer

Mareile Kraienhemke, Geschäftsführerin

Martin Kraienhemke, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MHK Automotive GmbH, Hamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MHK Automotive GmbH, Hamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MHK Automotive GmbH, Hamm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 1. Oktober 2024

Felicitas GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jana Hilgenhof, Wirtschaftsprüferin

Michael Meyerhof, Wirtschaftsprüfer

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