MHK
Automotive GmbH
Hamm
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
I. Grundlagen des Unternehmens
1.
Geschäftsmodell des Unternehmens
Wir sind ein Zulieferunternehmen der Automobilindustrie
und spezialisiert auf die Herstellung von
Einzelkomponenten, Systemmodulen, Bodenplatten und
Komplettmodulen unter Verwendung von Plattenmaterialien aus
Holzwerkstoffen und Kunststoff für den
Fahrzeuginnenausbau von PKWs und Nutzfahrzeugen sowie
für den Ausbau von Wohnmobilen und Caravanen sowie
für Sonderfahrzeuge.
2.
Forschung und Entwicklung
Wir sind in verschiedenen zukunftsweisenden Projekten
fest verankert und entwickeln gemeinsam mit namenhaften
Automobilherstellern im Bereich Leichtbaulösungen und
alternativen Materialien für den
Fahrzeuginnenausbau.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland hat sich 2023
weiter eingetrübt. Die durch den Ukrainekrieg
ausgelösten negativen Auswirkungen auf den
Wirtschaftsstandort Deutschland führten in 2023 zu
einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,3 %
(preisbereinigt) (nach plus 1,8 % in 2022; Quelle:
Statistisches Bundesamt).
Die Inflationsraten haben sich im Verlauf von 2023
abgeschwächt, dennoch führte die Inflation
generell zu einer verstärkten
Konsumzurückhaltung. Gleichzeitig haben die
Zentralbanken ihre Geldpolitik relativ hoher Zinsen
beibehalten, um der Inflation entgegenzuwirken. Im
Automobilsektor sind die Strukturveränderungen nach
wie vor stark zu spüren. Insbesondere die Umstellung
auf Elektrofahrzeuge und die strategische Bevorzugung von
hochpreisigen Fahrzeugen in der Produktion führte
einerseits zu Umschichtungen bei Neuzulassungen zum anderen
aber zu einer starken Gewinnerhöhung bei verschiedenen
Produzenten. Nach wie vor konnten nicht immer genug
Fahrzeuge zum Umbau zur Verfügung gestellt werden.
Dennoch stiegen in 2023 die Neuzulassungen im
Wohnmobilbereich wieder leicht an und liegen damit immer
noch sehr deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.
Letztlich profitiert die Branche weiterhin vom einem
anhaltenden Camping- und Freizeitboom.
Die Erwartungen für 2024 sind angesichts
zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gedämpft -
es ist allenfalls eine Stagnation der Mengen zu
erwarten.
Der Nutzfahrzeugbereich schloss 2023 in Deutschland
positiv ab. Wie bei den Freizeitmobilen geht aber auch hier
der Trend zu Elektro- oder Hybridmotoren.
Der Fahrzeuginnenausbau mit regenerativen und
Leichtbaumaterialen wird seine vorrangige Bedeutung im
Bereich Caravan und dem Transporterausbau behalten.
2.
Geschäftsverlauf
Unser Geschäftsverlauf war vor dem Hintergrund der
beschriebenen Marktsituation zufriedenstellend, allerdings
wiederum leicht rückläufig. Die Planung für
2023 wurde beim Umsatz übertroffen, beim Ergebnis aber
nicht ganz erreicht.
So betrug der ausgewiesene Umsatz im Geschäftsjahr
T€ 25.840,9 (Vorjahr T€ 26.479,4), was einen
Rückgang von 2,4 % darstellt. Die Gesamtleistung lag
bei T€ 26.529,1 (Vorjahr T€ 26.602,5). Damit
haben wir unsere Gesamtleistung auf recht hohem Niveau
stabilisiert.
Wir weisen in 2022 einen leicht reduzierten
Jahresüberschuss von T€ 255,7 (Vorjahr T€
307,4, minus 16,8 %) aus. Die Rendite vor Ertragsteuern ist
mit 1,6 % unverändert geblieben. In der
Gesamtbetrachtung ist allerdings zu berücksichtigen,
dass in den Aufwendungen Mieten für die
Betriebsimmobilie und Maschinen an Besitzgesellschaften der
Inhaberfamilie enthalten sind. Die Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich bei einer
Quote von 63,9 % (Vorjahr 64,2 %) der Gesamtleistung
angesichts der hohen Rohstoffpreise ein wenig.
Preiserhöhungen im Zulieferbereich konnten dabei durch
eigene Preiserhöhungen und betriebliche Optimierung
kompensiert werden. Die Aufwendungen für bezogene
Leistungen liegen auf Vorjahresniveau.
Die Gesamtkosten stellen sich bei T€ 8.137,8
(Vorjahr T€ 8.113,9) nahezu unverändert dar;
gleiches gilt für die Gesamtkostenquote (ohne
Abschreibungen): 30,7 % (Vorjahr 30,5 %) erhöht.
Der Personalaufwand konnte leicht reduziert werden
(minus T€ 122,6), gleiches gilt für die
Personalkostenquote 2023 (19,6 %, Vorjahr 20,0 %).
Die Entwicklungen der übrigen Kostenpositionen sind
entsprechend der Geschäftsentwicklung nachvollziehbar
und enthalten keine Sondereffekte.
Die Mieten (Raumkosten inkl. Nebenkosten) haben sich um
T€ 121,3 erhöht (Zufluss an Besitzgesellschaften
der Inhaberfamilie).
In 2023 wurde wiederum kontinuierlich - allerdings
abgeschwächt im Vergleich zu 2022 - in das
Sachanlagevermögen investiert; bei Abschreibungen von
T€ 366,0 (Vorjahr T€ 368,6) verringerte sich das
Sachanlagevermögen um T€ 146,2.
Das EBITDA hat sich auf nunmehr auf T€ 1.031,2
(Vorjahr T€ 933,8) verbessert und kann als durchaus
befriedigend angesehen werden, zumal in der
Gesamtbetrachtung die erheblichen Mietzahlungen in den
Gesellschafterkreis berücksichtigt werden
müssen.
In 2023 hat sich die Stabilisierung unseres Unternehmens
fortgesetzt. Trotz diverser Turbulenzen und unerwarteter
Entwicklungen ist 2023 ein erfolgreiches Jahr für uns
gewesen.
3. Lage
Die Bilanzsumme hat sich in 2023 signifikant von T€
7.741,4 auf T€ 9.800,7 erhöht. Ursächlich
dafür ist im Wesentlichen der sehr starke
Bestandsaufbau bei den Vorräten (plus T€
1.838,9). Hintergrund ist hier einerseits eine Politik der
höheren Bevorratung wegen Problemen bei Zulieferern
und andererseits eine Abwicklungsverschiebung von
Aufträgen nach 2024, für die bereits die
Beschaffung vollzogen war. Die übrigen Positionen
haben sich durchgängig nur leicht verändert.
Korrespondierend hat sich auf der Passivseite der Posten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (plus
T€ 1.788,0) stark erhöht.
Das Eigenkapital hat sich auf Grund der wiederum vollen
Gewinnthesaurierung auf insgesamt T€ 3.521,9 (Vorjahr
T€ 3.266,2) erhöht. Die Eigenkapitalquote stellt
sich bedingt durch die Erhöhung der Bilanzsumme auf
nunmehr 35,9 % (Vorjahr 42,2 %) dar. Damit herrschen nach
wie vor sehr solide bilanzielle Verhältnisse.
Die Finanzierung des Unternehmens ist durch langfristig
ausgelegte Finanzierungszusagen primär von
Kreditinstituten gesichert.
Das Unternehmen verfügt über einen
mehrjährigen Finanzplan und ein auf tagesaktuellen
Zahlen beruhendes Finanzmanagement.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die für uns wesentliche Ertragskennzahl ist das
EBITDA, den wir als Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen,
außerordentlichem Ergebnis und Steuern definieren.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein Teil der
Wertschöpfung in der o.a. Vermietungsgesellschaft
verbleibt.Unser Geschäftsmodell hat sich auch in
Krisenzeiten als robust bestätigt. Gleichzeitig ist in
den vergangenen Jahren zusätzliche finanzielle
Substanz im Unternehmen gebildet worden.
Unsere wirtschaftliche Lage kann damit insgesamt als
durchaus befriedigend bezeichnet werden.
III.
Prognosebericht
Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik
sind nicht geplant.
Investitionen sind weiterhin im Wesentlichen in den
Maschinenpark und im Bereich Ersatzinvestitionen geplant.
Dies betrifft sowohl die MHK als auch die privaten
Vermietungsgesellschaften.
Die konjunkturellen Entwicklungen 2024 sind aktuell
angesichts des andauernden Ukrainekrieges und der
zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach wie vor kaum
nachhaltig einschätzbar. Dennoch gehen wir nach wie
vor davon aus, dass das Nachfrageverhalten des Marktes
für unsere Produkte grundsätzlich ungebrochen gut
ist; vereinzelte, überhöhte Preisvorstellungen
von Herstellern dürften zu Nachfrageverschiebungen
führen.
Durch die aufgebauten Vorräte haben wir einen
gewissen Risikopuffer für etwaige weitere
Beschaffungsprobleme geschaffen. Gleichzeitig sind die
Zahlungsziele der Kunden wieder in den Normalbereich
zurückgekommen.
Die Fahrzeugproduktion ist für 2024 nur schwer
einschätzbar. Durch die Exklusivität im Bereich
T7 bei VW sehen wir uns dort trotz der aktuellen
Entwicklungen gut positioniert.
Aus heutiger Sicht sind wir nach wie vor davon
überzeugt, dass die für unser Unternehmen
langfristig wichtigen Trends insbesondere im Freizeitmarkt
erhalten bleiben.
Auf Grund der langfristig vereinbarten
Lieferverträge mit unseren Kunden und der erreichten
Kostenposition erwarten wir aus heutiger Sicht für das
Jahr 2024 bei leicht verminderten Umsatzerlösen ein
entsprechend geringeres Jahresergebnis.
Die Position unserer Gesellschaft als spezialisierter
Anbieter in den o.g. Geschäftsfeldern kann als gut
abgesichert gelten.
IV. Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht
Branchenspezifische Risiken
Eine spürbare Verschlechterung des Konsumklimas
würde eine Verminderung der Absatzmengen
auslösen, was zu gewissen Umsatz- und
Ergebnisrückgängen führen könnte.
Eine Verschärfung der aktuellen
Diesel-/Umweltthematik könnte ebenfalls den Druck auf
die Absatzmengen erhöhen. Wir sehen hier allerdings
auch positive Effekte, da der Druck auf Ersatzanschaffungen
insbesondere im Nutzfahrzeugbereich steigen
dürfte.
Es besteht zudem ein grundsätzliches Risiko, das
sich durch den plötzlichen Wegfall eines der beiden
Hauptkunden ergibt. Allerdings existieren langjährige
Geschäftsverbindungen und auch langjährige
Basisverträge mit den Partnern, die das Geschäft
auf absehbare Zeit absichern. Ein Insolvenzrisiko dieser
Partner ist als absolut minimal anzusehen. Durch die
internationale Vernetzung der Volkswirtschaften, die sich
insbesondere in den Lieferketten der Automobilindustrie
zeigt, kann es durch Unterbrechung von Zulieferteilen und
Komponenten zu Produktionsengpässen bei den
Herstellern kommen. In diesem Falle könnten trotz
starker Nachfrage nicht genug Fahrzeuge gebaut und
ausgebaut werden, was wiederum zu Verschiebeeffekten im
Umsatz führen würde.
Ertragsorientierte Risiken
Die aktuell sehr angespannte Situation auf dem
Arbeitsmarkt könnte trotz der o.g. Maßnahmen
auch künftig die Personalkostensituation belasten.
Unvorhergesehene Marktentwicklungen auf den
Rohstoffmärkten (Holz und Kunststoff) könnten zu
Erhöhungen des Materialaufwandes und damit zu einer
Verschlechterung des Ergebnisses führen. Gleiches gilt
für Störungen in den Lieferketten der
Automobilzulieferung.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zinsänderungsrisiken sind überschaubar und
haben keine große Bedeutung.
Mit den Finanziers der MHK bestehen hinreichende
Kreditvereinbarungen zur Finanzierung des von uns geplanten
Geschäftes.
Damit ist die Liquidität unserer Gesellschaft
sichergestellt.
Währungsrisiken bestehen nicht.
2. Chancenbericht
Wir sehen für unser Geschäftskonzept in 2024
und darüber hinaus grundsätzlich sehr gute
Marktchancen und demzufolge potenziell auch Spielraum
für ein weiteres Wachstum unserer Gesellschaft.
Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch
Innovation, Erfahrung und Zuverlässigkeit verbunden
mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch begegnen.
3. Gesamtaussage
Wir sehen für 2024 ein leicht
rückläufiges Geschäft und ab 2025 potentiell
eine weitere Geschäftsausweitung ggf. auch in starken
Sprüngen.
V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und
Guthaben bei Banken.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen
und bonitätsstarken Kundenstamm. Ausfälle bleiben
in einem überschaubaren Rahmen; mit den Kunden besteht
eine langjährige Zusammenarbeit.
Die Verbindlichkeiten werden pünktlich und
vereinbarungsgemäß gezahlt.
Das Unternehmen finanziert sich im langfristigen Bereich
überwiegend mit Eigenkapital, im kurzfristigen Bereich
durch Bank- und Lieferantenkredite.
Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die
Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken
jedweder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt
das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird
regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt,
der einen Überblick über die Geldein- und
Geldausgänge vermittelt.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden
entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das
Unternehmen über ein adäquates
Debitorenmanagement.
VI. Nachhaltigkeit
Das Thema Nachhaltigkeit war für unser Unternehmen
schon immer von besonderer Bedeutung. Unsere Beiträge
in diesem Bereich sind erheblich und zeigen sich in
folgenden Punkten:
- Energetische Nutzung der Abfälle aus der
Produktion für eigene Heizung
- Teilweise Nutzung der Dachflächen zur
Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen
- Unsere Produktinnovationen sind in aller Regel
ressourcenschonend durch Verwendung von weniger und/oder
leichteren Rohstoffen, was wiederum zu Gewichtsersparnis
und damit zu niedrigerem Verbrauch von Treibstoff und
anderer Stoffe durch das Fahrzeug führt.
- Bei der ständigen Modernisierung des
Maschinenparks wird konsequent auf optimierten
Energieverbrauch geachtet.
VII. Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Hamm, den 10. September
2024
Mathias
Kraienhemke, Geschäftsführer
Mareile
Kraienhemke, Geschäftsführerin
Martin
Kraienhemke, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.661.090,22 |
2.337.777,28 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.166.566,22 |
697.039,28 |
| 1.
In der Entwicklung befindliche immaterielle
Vermögensgegenstände |
1.098.221,22 |
648.676,28 |
| 2.
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
68.345,00 |
48.363,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.494.204,00 |
1.640.418,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
447.876,00 |
544.213,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.046.328,00 |
1.096.205,00 |
| III.
Finanzanlagen |
320,00 |
320,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.120.799,83 |
5.380.665,88 |
| I.
Vorräte |
5.828.950,93 |
3.990.080,66 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.289.560,03 |
1.388.338,05 |
|
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr |
40.720,54 |
51.454,24 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.288,87 |
2.247,17 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
18.790,15 |
22.919,24 |
|
Summe Aktiva |
9.800.680,20 |
7.741.362,40 |
|
Passiva
|
|
|
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.521.914,31 |
3.266.165,37 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
3.241.165,37 |
2.933.747,81 |
| III.
Jahresüberschuss |
255.748,94 |
307.417,56 |
| B.
Rückstellungen |
116.865,00 |
129.160,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.742.109,89 |
4.089.761,03 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.948.616,13 |
2.028.621,04 |
|
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
803.325,98 |
871.041,91 |
|
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr |
1.145.290,15 |
1.157.579,13 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.793.493,76 |
2.061.139,99 |
|
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.678.658,88 |
1.907.696,79 |
|
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr |
114.834,88 |
153.443,20 |
| D.
Passive latente Steuern |
419.791,00 |
256.276,00 |
|
Summe Passiva |
9.800.680,20 |
7.741.362,40 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
9.168.999,69 |
9.047.594,72 |
| 2.
Personalaufwand |
5.201.315,64 |
5.323.863,06 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.306.287,12 |
4.369.601,17 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
895.028,52 |
954.261,89 |
|
davon für Altersversorgung |
73.339,52 |
63.569,10 |
| 3.
Abschreibungen |
479.180,87 |
447.523,48 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
479.180,87 |
447.523,48 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.936.499,45 |
2.789.957,55 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
12.246,90 |
13.455,35 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
137.760,48 |
74.356,81 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
166.901,07 |
110.684,27 |
|
davon Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
163.515,00 |
68.704,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
259.589,08 |
314.664,90 |
| 9.
sonstige Steuern |
3.840,14 |
7.247,34 |
| 10.
Jahresüberschuss |
255.748,94 |
307.417,56 |
Anhang
A. Allgemeines
I. Vorbemerkungen
Der Jahresabschluss der MHK Automotive GmbH mit Sitz in
Hamm (Bockum-Hövel), Amtsgericht Hamm, HRB 2909, zum
31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuches unter Anwendung des
Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des
GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und
Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB
auf.
Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung
der für den Vorjahresabschluss angewendeten
Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den
für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt
(§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der
Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1
Nr. 2 HGB).
1. Anlagevermögen
Die Bilanzierung der immateriellen
Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt
zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter
Berücksichtigung planmäßiger
Abschreibungen.
Grundlage der planmäßigen Abschreibungen sind
die voraussichtlichen Nutzungsdauern der jeweiligen
Vermögensgegenstände (§ 253 Abs. 1 S. 1,
Abs. 3 HGB).
Die Zugänge von beweglichen und unbeweglichen
Vermögensgegenständen des aktuellen
Geschäftsjahres wurden linear abgeschrieben.
Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur
Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu
Herstellungskosten, d. h. mit den bei der Entwicklung
anfallenden Aufwendungen (§ 255 Abs. 2a HGB); diese
entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB).
Der Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG
wird - in analoger Anwendung steuerrechtlicher Vorschriften
- im Jahr der Bildung und in den folgenden vier
Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel
gewinnmindernd aufgelöst.
2. Umlaufvermögen
Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag geringer waren, wurden diese angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu
Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB
aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die
Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten
und der Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen.
Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich
mit ihrem Nominalwert.
Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde
auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine
angemessene Wertberichtigung vorgenommen. Soweit
Einzelrisiken erkennbar waren, wurden
Einzelwertberichtigungen gebildet.
Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände
und liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.
3. Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Anwendung der
Vorschrift des § 250 HGB als Ausgabe vor dem
Bilanzstichtag, soweit Aufwand für eine bestimmte Zeit
danach, gebildet.
4. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert
ausgewiesen.
5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle
bestehenden Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und
sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet, die
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig sind (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr bestanden nicht.
6. Verbindlichkeiten
Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zu
Erfüllungsbeträgen.
7. Passive steuerliche Latenz
Die passiven latenten Steuern (§ 274 HGB) wurden
nach dem temporary-Konzept ermittelt.
B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und
Verllustrechnung
I. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel
dargestellt.
Brutto-Anlagespiegel per
31.12.2023
|
|
AHK 01.01.2023
Euro |
Zugang -Abgang
Euro |
kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
*
Euro |
Buchwert 31.12.2023
Euro |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte |
735.467,76 |
534.394,01 |
171.640,55 |
1.098.221,22 |
| 2.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte u. Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten u. Werten |
154.714,50 |
48.336,48 |
134.705,98 |
68.345,00 |
|
Immaterielle Vermögensgegenstände |
890.182,26 |
582.730,49 |
306.346,53 |
1.166.566,22 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
901.210,30 |
|
453.334,30 |
447.876,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und |
|
213.027,37 |
|
|
|
Geschäftsausstattung |
2.163.034,04 |
-92.857,14 |
1.236.876,27 |
1.046.328,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
|
|
0,00 |
|
|
|
213.027,37 |
|
|
|
Sachanlagen |
3.064.244,34 |
-92.857,14 |
1.690.210,57 |
1.494.204,00 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile |
320,00 |
|
|
320,00 |
|
Finanzanlagen |
320,00 |
0,00 |
0,00 |
320,00 |
|
|
|
795.757,86 |
|
|
|
Summe Anlagevermögen |
3.954.746,60 |
-92.857,14 |
1.996.557,10 |
2.661.090,22 |
|
Netto-Anlagespiegel per 31.12.2023 |
|
|
|
|
|
|
Buchwert 01.01.2023
Euro |
Zugang -Abgang
Euro |
Abschreibungen Zuschreibungen
*
Euro |
Buchwert 31.12.2023
Euro |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte |
648.676,28 |
534.394,01 |
84.849,07 |
1.098.221,22 |
| 2.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnl. Rechte u. Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten u. Werten |
48.363,00 |
48.336,48 |
28.354,48 |
68.345,00 |
|
Immaterielle Vermögensgegenstände |
697.039,28 |
582.730,49 |
113.203,55 |
1.166.566,22 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
544.213,00 |
|
96.337,00 |
447.876,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und |
|
213.027,37 |
|
|
|
Geschäftsausstattung |
1.096.205,00 |
-1.090,00 |
261.814,37 |
1.046.328,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
|
|
0,00 |
|
|
|
213.027,37 |
|
|
|
Sachanlagen |
1.640.418,00 |
-1.090,00 |
358.151,37 |
1.494.204,00 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile |
320,00 |
|
|
320,00 |
|
Finanzanlagen |
320,00 |
0,00 |
0,00 |
320,00 |
|
|
|
795.757,86 |
|
|
|
|
2.337.777,28 |
-1.090,00 |
471.354,92 |
2.661.090,22 |
V. Verbindlichkeiten
|
|
2023 |
|
|
|
(2022) |
Restlaufzeit |
|
|
Gesamt
T€ |
bis 1 Jahr
T€ |
1
- 5 Jahre
T€ |
über 5 Jahre
T€ |
|
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.948,5 |
969,6 |
828,9 |
150,0 |
|
|
(2.028,6) |
(1.009,8) |
(568,8) |
(450,0) |
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.316,3 |
3.141,6 |
174,7 |
0,0 |
|
|
(1.528,3) |
(1.274,1) |
(253,4) |
(0,8) |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
477,2 |
277,2 |
200,0 |
0,0 |
|
|
(532,9) |
(332,9) |
(200,0) |
(0,0) |
|
|
5.742,0 |
4.388,4 |
1.203,6 |
150,0 |
|
|
(4.089,8) |
(2.616,8) |
(714,8) |
(450,8) |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind T€ 828,1 (Vorjahr: T€
275,0) durch Forderungsabtretungen, T€ 218,5 (Vorjahr:
484,7) durch Forderungsabtretungen und
Sicherungsübereignungen und T€ 242,0 (Vorjahr:
207,6) nur durch Sicherungsübereignungen
besichert.
VI. Passive latente Steuern
Der Ausweis betrifft zukünftige Steuerbelastungen
auf Grund von Bewertungsdifferenzen im Anlagevermögen
zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Ermittlung der
steuerlichen Latenzen erfolgte unter Ansatz einer
Steuerbelastung von 32,1 % auf die Wertdifferenz in
Höhe von € 1.307.761,22, mithin in Höhe von
€ 419.791,00 (i. V. € 256.276,00).
VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz
ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige Verpflichtungen
(§ 285 Nr. 3a HGB) aus Mietverträgen mit einem
Jahresbetrag in Höhe von T€ 1.031,8 darüber
hinaus Leasingverträge mit Fälligkeit im
folgenden Jahr in Höhe von T€ 55,5 und mit
Fälligkeit in zwei bis fünf Jahren in Höhe
von T€ 25,8.
C. Sonstige Angaben
I.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Im abgelaufenen Jahr belief sich der Gesamtbetrag der
Forschungs- und Entwicklungskosten auf T€ 534,4 (i. V.
T€ 186,4), der in voller Höhe als "Selbst
geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens" aktiviert wurde.
II. Mitarbeiter
| Im
Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: |
2023 |
2022 |
|
Angestellte |
4 |
5 |
|
Gewerblich |
116 |
122 |
|
|
120 |
127 |
III. Geschäftsführung; Sonstige Organe
Geschäftsführer sind bzw. waren im
Geschäftsjahr:
Mareile Kraienhemke, Kauffrau
Mathias Kraienhemke, Schreinermeister
Martin Kraienhemke, Tischlermeister
Die Geschäftsführer sind jeweils
einzelvertretungsberechtigt und von der Beschränkung
des § 181 BGB (Selbstkontrahierungsverbot)
befreit.
IV. Gesamtbezüge der
Geschäftsführung
Die Angaben unterbleiben unter Hinweis auf die
Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.
V. Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse
(Organe)
Für den Geschäftsführer Mathias
Kraienhemke wird ein Verrechnungskonto (als Forderung der
Gesellschaft) in Höhe von € 120.879,58 (i. Vj.
€ 136.025,82) ausgewiesen. Das Verrechnungskonto wird
mit 3 % verzinst. Das Verrechnungskonto des Gesellschafters
Martin Kraienhemke weist zum Bilanzstichtag einen Saldo zu
Gunsten der Gesellschaft in Höhe von € 3.638,87
(i. Vj. € 3.638,87) aus; auf eine Verzinsung wurde
wegen Geringfügigkeit verzichtet.
VI. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamm, 10. September 2024
Mathias
Kraienhemke, Geschäftsführer
Mareile
Kraienhemke, Geschäftsführerin
Martin
Kraienhemke, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024
festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um
die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke
verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen
Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende
Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die MHK Automotive GmbH, Hamm
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der MHK Automotive GmbH,
Hamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MHK
Automotive GmbH, Hamm, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In
allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt
hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die
Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des
Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem
Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm
vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten
Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den
gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 1. Oktober
2024
Felicitas
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jana
Hilgenhof, Wirtschaftsprüferin
Michael
Meyerhof, Wirtschaftsprüfer
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