dentsu X GmbH
Speicherstraße 53, 60327 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Biebl seit 15.12.2025 | Geschäftsführer |
Matus Rajnák seit 25.11.2025 | Geschäftsführer |
Katja Anette Brandt seit 13.11.2025 | Geschäftsführer |
Björn Gunnar Osterndorff seit 5.5.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Grafeneder seit 13.5.2024 | Prokura |
Carsten Kollmus seit 19.11.2019 | Prokura |
Georg Franz Wilhelm Berzbach seit 19.11.2019 | Geschäftsführer |
Marco Lüderitz seit 19.11.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dentsu International Holdings Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dentsu X GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die dentsu X GmbH, Speicherstraße 53 in Frankfurt am Main (im Folgenden auch dentsu X oder Gesellschaft), ist im Handelsregister Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 117315 geführt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag sowie eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft mit der Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH, Frankfurt am Main. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise „davon-Vermerke“ in diesem Anhang gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: 2.1. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Berücksichtigung des Realisationsprinzips. Für erkennbare Risiken werden im Einzelfall in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Das latente Risiko des Forderungsausfalls wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 2.2. Rückstellungen für Pensionen Die Gesellschaft bietet ihren Mitarbeitern zur Altersvorsorge und Risikoabsicherung ein „Deferred compensation“-Modell an. Dabei haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, Gehaltsbestandteile in Altersversorgungsansprüche umzuwandeln. Eigene Beitragsleistungen durch die Gesellschaft sind ausgeschlossen. Zur Erfüllung dieser Versorgungszusage hat die Gesellschaft mit einem Versicherer eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, wonach alle Rechte und Ansprüche daraus der Gesellschaft zustehen. Zur Sicherstellung der Ansprüche der Versorgungsberechtigten sind alle Leistungsansprüche der Gesellschaft gegenüber der Versicherung an die Mitarbeiter verpfändet. Im Versorgungsfall steht der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung bzw. der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens der Verpflichtung gegenüber dem pensionsberechtigten Mitarbeiter in gleicher Höhe gegenüber. Die Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, da die aus ihr erfolgenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Zeitpunkte deckungsgleich mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten sind. Damit bestimmt sich der Wert der Pensionsverpflichtung am Bilanzstichtag nach dem Wert des Deckungsvermögens gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Rückdeckungsanspruch und Pensionsrückstellungen werden nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert, ohne dass es dabei zu einem Ausweis eines Aktiv- oder Passivüberhangs kommt. 2.3. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 2.4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips. 2.5. Umsatzerlöse Als Umsatzerlöse werden Provisionen und Honorare als Entgelt für die Agenturleistungen ausgewiesen. Die von den Mediengesellschaften bezogenen Fremdleistungen für Mediaschaltungen und die entsprechend an die Kunden weiterbelasteten Beträge werden in der Rechnungslegung branchenüblich als durchlaufende Posten behandelt, obwohl auf der Grundlage der Verträge mit den Auftraggebern einerseits und den Werbeträgern andererseits jeweils getrennte Rechtsbeziehungen unterhalten werden. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die vereinbarte Leistung erbracht wurde. Darüber hinaus werden Konzernumlagen, denen ein Leistungsaustausch zugrunde liegt, unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. 2.6. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Dentsu Inc., Tokio, Japan, einbezogen werden. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Depotzahlungen an Schwestergesellschaften. Es wurden die Forderungen aus Depotzahlungen mit den Verbindlichkeiten gegenüber den entsprechenden verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 32.342 (Vorjahr: TEUR 55.101) verrechnet. 3.3. Forderungen gegen Gesellschafter Die Saldierung der Forderungen gegen die Gesellschafterin Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH mit entsprechenden Verbindlichkeiten führt im Geschäftsjahr zu einem Verbindlichkeitenüberhang. Im Vorjahr wurden Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 1.312 sowie Forderungen aus laufendem Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 13 ausgewiesen. 3.4. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 32.000,00 und wird vollständig von der Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH gehalten. Das aus dem Vorjahr fortgeführte Eigenkapital unterliegt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages keiner Veränderung und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 922. 3.5. Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen saldiert, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Wir verweisen auf unsere Erläuterungen zu Punkt 2.3. „Rückstellungen für Pensionen“. Der Rückdeckungsanspruch bzw. der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens sowie die Anschaffungskosten für die Verpflichtung und somit auch der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung betragen gemäß Bestätigung der Versicherungsgesellschaft TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 54). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen im Geschäftsjahr TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 36). 3.6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich mit TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 383), Beträge für ausstehende Gutschriften in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 46) sowie für Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 197). Die Personalrückstellungen enthalten mit TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 8) Rückstellungen für Abfindungen. 3.7. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.8. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Diese Position betraf im Vorjahr in Höhe von TEUR 22.527 die kurzfristige Darlehensverbindlichkeit gegenüber einer Bank im Rahmen eines unechten Factoring-Geschäfts. Zum 31.12.2023 wurde von der Möglichkeit des Forderungsverkaufs nicht Gebrauch gemacht. 3.9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3.10. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 3.325 (Vorjahr: TEUR 5.985), aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten von TEUR 2.675 (Vorjahr: TEUR 3.752) sowie Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 67.362 (Vorjahr: TEUR 17.641). Die Forderung aus der Ergebnisabführung des aktuellen Geschäftsjahres von TEUR 550 wurde mit den Ergebnisabführungsverbindlichkeiten der Vorjahre in Höhe von TEUR 7.115 verrechnet. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 3.060 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Diese stammen aus der entgeltlichen Übertragung eines Kunden an eine Schwestergesellschaft, welche den vertraglichen Ursprung im Vorjahr hat. 4.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der privaten Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 82) sowie aus Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 12). Es sind periodenfremde Erträge von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 164) enthalten, davon TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 122) aus der Auflösung von Rückstellungen. 4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Weiterbelastung von Personalkosten TEUR 6.745 (Vorjahr: TEUR 9.287), die allgemeinen konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 2.283 (Vorjahr: TEUR 2.264), EDV-Kosten in Höhe von TEUR 1.067 (Vorjahr: TEUR 1.200), Raumkosten in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 334), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 296), Reisekosten in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 49) sowie Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 89). Im Vorjahr waren zudem periodenfremde Aufwendungen von TEUR 13 enthalten. 4.4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen an verbundene Unternehmen aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 3.023 (Vorjahr: TEUR 1.349). 5. Sonstige Angaben 5.1. Angaben zum Mutterunternehmen Die dentsu X gehört über ihre Gesellschafterin Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH zum Konzernkreis der Dentsu International Limited, London, Großbritannien. Diese hat die dentsu X in den Teilkonzernabschluss (kleinster Kreis) mit einbezogen. Der Teilkonzernabschluss ist auf der Website https://find-and-update. company-information. service. gov.uk/company/01403668 erhältlich. Dieser Teilkonzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Dentsu Inc., Tokio, Japan, als höchster Konzernspitze (größter Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Website des Unternehmens (https://www. group. dentsu. com/en/ir/library/) erhältlich. 5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.298 (Vorjahr: TEUR 3.948), deren Fälligkeit sich wie folgt darstellt:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen TEUR 3.036 (Vorjahr: TEUR 3.464) auf verbundene Unternehmen. Diese betreffen Leistungs- und Umlagevereinbarungen und betreffen das nächste Geschäftsjahr. 5.3. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 77 (Vorjahr: 99) Mitarbeiter beschäftigt, davon 61 Frauen und 16 Männer. Alle Mitarbeiter standen im Angestelltenverhältnis. 5.4. Geschäftsführung und Bezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr und bis zum Aufstellungsdatum folgende Personen an:
Die Geschäftsführung erhält analog zum Vorjahr keine Bezüge. 5.5. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ab dem Geschäftsjahr 2024 wurden die Verrechnungen im Konzern neu geordnet. Die erhöhten Umlagen werden zu einer Verschlechterung der Profitabilität der Gesellschaft führen.
Frankfurt am Main, 26. Juni 2025 dentsu X GmbH Die Geschäftsführung Georg Berzbach Björn Gunnar Osterndorff Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Geschäftsfeld und Organisation Die dentsu X GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden auch dentsu X oder Gesellschaft), ist als Mediaagentur für ihre Kunden in allen Belangen der Kommunikationsberatung, insbesondere der Planung und Durchführung von Mediakampagnen, Mediaberatung und -einkauf, tätig. Muttergesellschaft der dentsu X ist die Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden: DANCE). Die Geschäftsführung der dentsu X steuert die Gesellschaft für die Zwecke des Jahresabschlusses nach zwei finanziellen Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Daneben existieren diese oder ähnliche Steuerungsgrößen auch auf Kundenebene. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren kommen für die Steuerung der Gesellschaft nicht zur Anwendung. Die Umsatzerlöse generieren sich einerseits aus dem Verkauf von Media-Schaltungen an Kunden und andererseits aus Entgelten für die Beratung dieser Kunden. Den Verkäufen von Media-Schaltungen an Kunden stehen Einkäufe von Media-Schaltungen bei Vermarktern, z. B. TV-Vermarktern, gegenüber. Üblicherweise verkauft die Gesellschaft die Werbeschaltungen an ihre Kunden, während die Einkäufe von den Vermarktern von anderen Konzerngesellschaften durchgeführt werden. Als Umsatzerlöse werden die Agenturprovisionen (als Nettoerlöse aus dem Einkauf und Verkauf von Media-Schaltungen) und die Erlöse aus Beratungstätigkeit ausgewiesen. Die Verträge mit den Kunden können unterschiedliche Leistungen enthalten, beispielsweise unterschiedliche Media-Gattungen (wie TV, Online oder Print) oder unterschiedliche Kommunikationsberatungsleistungen. Die Verträge sind deshalb grundsätzlich kundenindividuell gestaltet. Die dentsu X ist in die Dentsu Gruppe wirtschaftlich und organisatorisch eingebunden. Weite Bereiche des Einkaufs von Media-Schaltungen und diverse administrative Aufgaben werden über die Schwestergesellschaft Dentsu Germany GmbH, Frankfurt am Main, (im Folgenden: DANG) abgewickelt. Die DANG führt den Mediaeinkauf im eigenen Namen und für eigene Rechnung durch und verkauft die georderten Werbeschaltungen an die dentsu X weiter. Für Spezialdisziplinen wie beispielsweise „Out-of-Home“ (Außenwerbung, z. B. Plakate) oder „Online“ (Werbung in digitalen Medien) kann die dentsu X auf andere spezialisierte Agenturen in der Dentsu Gruppe zurückgreifen. Diese führen ebenfalls in eigenem Namen und für eigene Rechnung den Einkauf durch und verkaufen an die dentsu X weiter. Für die durchgeführten Einkaufstätigkeiten der anderen Gruppengesellschaften für das Geschäft der dentsu X wird die Gesellschaft mit einer Umlage belastet. Durch die enge funktionale und organisatorische Einbindung der Gesellschaft innerhalb der deutschen Dentsu Gruppe sowie durch die enge Einbindung der Gesellschaft in die Konzerngruppe besteht ein mittelbarer Einfluss der Lage und Entwicklung dieser verbundenen Unternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der dentsu X. So ist beispielsweise die Zahlungsfähigkeit der dentsu X als operative Gesellschaft durch die Einbindung in den Cashpool der deutschen Gruppe unter Führung der DANCE gewährleistet. Zwischen der dentsu X und der Muttergesellschaft bestehen ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Dentsu Gruppe hat eine führende Position innerhalb der Mediaagenturen in Deutschland. Entwicklung der Branche Die Angaben zur Entwicklung der Branche basieren auf den bereinigten Werbestatistiken der NielsenIQ (Germany) GmbH, Frankfurt am Main. Ab dem Jahr 2023 werden als Bruttowerbeaufwendungen die um Werbesendungen bereinigten Aufwendungen definiert. Die bereinigten Bruttowerbeaufwendungen betrugen im Jahr 2022 EUR 33.716 Mio. und stiegen in 2023 um 0,3 % (EUR 92 Mio.) auf EUR 33.808 Mio. Die Bruttowerbeaufwendungen starteten schwach ins Jahr 2023 - vor allem im Vergleich zum starken 1. Quartal 2022. Das zog sich bis in den Sommer hin. Erst ab September wurde die Entwicklung positiver und legte im Dezember mit Plus 7,5 % nochmal einen Endspurt hin. Für die meisten Mediagattungen verlief das Jahr final positiv, besonders für Out of Home (OOH) (+11,2 %) und Zeitungen (+7,8 %). Auch Kino liegt mit 22,3 % deutlich im Plus, aber auf insgesamt niedrigem Niveau. Die großen Verlierer sind im Jahr 2023 Publikumszeitschriften mit -8,1 % und TV mit -3,5 %. TV bleibt dennoch die stärkste Mediengattung, was Bruttowerbeinvestitionen von Nielsen angeht, mit über zwei Prozentpunkten mehr Marktanteil (48,95 %) als im Jahr zuvor. Zeitungen und Online (Desktop und Mobile) konnten ihren Marktanteil ausbauen - auf 16,15 % bzw. 12,42 %. Auch OOH gewann in 2023 Marktanteile und überholte damit die Publikumszeitschriften. Schlusslicht bleibt Kino mit unter einem Prozent, aber steigendem Marktanteil. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Ertragslage Im Lagebericht 2022 wurden für 2023 vorläufige Umsätze von TEUR 16.762 prognostiziert, die endgültigen Umsätze belaufen sich auf TEUR 19.238. Sie liegen um 33,5 % oder TEUR 9.676 unter dem Vorjahr. Das vorläufige Ergebnis vor Ergebnisabführung wurde mit einem Gewinn von TEUR 50 angegeben. Endgültig ergab sich ein Verlust vor Ergebnisabführung von TEUR 550. Dieser liegt um TEUR 7.395 unter dem Vorjahresergebnis. Der Rückgang des Ergebnisses ist insbesondere auf die gesunkenen Umsatzerlöse sowie die gestiegenen Zinsaufwendungen aus dem Cashpooling zurückzuführen. Der Umsatzerlösrückgang ist zum einen konjunkturell und zum anderen durch einen verkleinerten Kundenstamm bedingt. Als Umsatzerlöse werden neben Provisionen und Honoraren für die Agenturleistungen auch Konzernumlagen, denen ein Leistungsaustausch zugrunde liegt, ausgewiesen. Die von den Mediengesellschaften bezogenen Fremdleistungen werden branchenüblich saldiert unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind in den Umsatzerlösen außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 3.060 (Vorjahr: 0) enthalten. Diese stammen aus der entgeltlichen Übertragung eines Kunden an eine Schwestergesellschaft. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse plus sonstige betriebliche Erträge) liegt bei TEUR 19.404 (-33,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund verminderter Erträge aus Währungsumrechnung sowie periodenfremder Erträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 184 gesunken. Die Personalaufwendungen sanken aufgrund der gesunkenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 99 auf 77 Mitarbeiter um TEUR 1.484. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.743 ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Weiterbelastung von Personalaufwendungen von Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 2.542 sowie gesunkene EDV-Kosten in Höhe von TEUR 133 zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.724 gestiegen. Dies ist vor allem auf die durchschnittlich höheren Außenstände im Cashpool zurückzuführen. Zusammenfassend betrachtet führten der Rückgang der Umsatzerlöse sowie gestiegene Zinsaufwendungen zu einem Rückgang des Ergebnisses nach Steuern trotz insgesamt gesunkener Kosten. Daher ist ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -550 nach TEUR 6.845 im Vorjahr zu verzeichnen. Vermögens- und Finanzlage Der Anstieg der Bilanzsumme ist aktivisch durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 27.463) bedingt, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.680 gesunken sind. Passivisch ist der Anstieg durch die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 45.434) bedingt. Dieser Effekt wird durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-TEUR 22.527) vermindert. Die Konzernverbindlichkeiten sind um TEUR 44.146 höher als im Vorjahr. Während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stichtagsbedingt um TEUR 1.288 vermindert haben, stiegen die Gesellschafterverbindlichkeiten um TEUR 45.434. Die Gesellschaft weist aufgrund der Tätigkeiten im Bereich der Media-Abwicklung eventuell stark schwankende stichtagsbezogene Werte auf. Medialeistungen werden fast ausnahmslos von verbundenen Unternehmen bezogen, wodurch die Verbindlichkeitenposition im Abschluss grundsätzlich hohe Werte aufweist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen neben den am Jahresende abgerechneten Leistungen insbesondere an die einkaufenden Agenturen geleistete Depotzahlungen in Höhe von TEUR 102.249 (Vorjahr: TEUR 102.249), die in Höhe von TEUR 32.342 mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnet wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr von TEUR 3.325, Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer von TEUR 2.675 sowie Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 67.362. Die Forderung aus der Ergebnisabführung des aktuellen Geschäftsjahres von TEUR 550 wurde mit den Ergebnisabführungsverbindlichkeiten der Vorjahre in Höhe von TEUR 7.115 verrechnet. Die Ergebnisabführung ist mit -TEUR 550 um TEUR 7.395 niedriger als im Vorjahr. Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB stellen die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzernkreises der Dentsu Gruppe dar. Bezüglich der Risiken wird auf Abschnitt 3 verwiesen. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein. Insgesamt war das Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung ein nicht zufriedenstellendes Jahr. 3. Chancen und Risiken aus der zukünftigen Entwicklung Chancen Da sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie der Markt in den Jahren seit dem Berichtsjahr nicht grundlegend geändert hat, sind die Chancen der weiteren Entwicklung immer noch wesentlich im Netzwerk mit den anderen Gesellschaften der Dentsu Gruppe zu sehen. Derzeit bestehen für die dentsu X eine Reihe an wesentlichen Chancen im Wettbewerb mit anderen Netzwerken und Mediaunternehmen. Die Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit für die Gesellschaft genannt:
Risiken Das Risikomanagement der dentsu X ist in das der Dentsu Gruppe eingebunden und hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig und systematisch zu identifizieren und zu klassifizieren, um durch geeignete Maßnahmen Risiken, die sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens auswirken könnten, abzuwenden bzw. eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Die Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft genannt: Umfeld-, Markt- und Absatzrisiken
Finanzwirtschaftliche Risiken Insgesamt sehen wir die Wahrscheinlichkeit, dass finanzwirtschaftliche Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, als gering an.
Wesentliche Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft grundlegend beeinträchtigen könnten, sind nicht erkennbar. Aufgrund des vorhandenen breiten Kunden- und Produktportfolios, dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag sowie vorhandener Liquidität durch den Cashpool ergeben sich für die dentsu X keine erkennbaren Bestandsgefährdungspotenziale. 4. Prognosebericht Konjunkturelle Rahmenbedingungen Der Ukraine-Krieg sowie politische und wirtschaftliche Instabilität global, aber vor allem in Deutschland, halten auch in 2023 an. Der Anstieg der Energiepreise wird nur teilweise durch staatliche Unterstützung kompensiert. Das reale Bruttoinlandsprodukt 2023 sank leicht im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Dieser Trend setzte sich in 2024 mit einer Senkung von 0,1 % weiter fort. Für 2025 wird ein Wachstum des realen BIP von 0,4 % prognostiziert. Auch die privaten Konsumausgaben gingen zurück (-0,8 %), was nach Angaben von Experten vor allem auf die weiterhin hohen Verbraucherpreise zurückzuführen ist. Die Inflationsrate des Kalenderjahres 2023 liegt mit 5,9 % zwar unter der des Vorjahres, ist aber weiter auf hohem Niveau. In 2024 beträgt die Inflationsrate 2,2 % und liegt somit erstmals deutlich unter den Werten der Vorjahre. Für 2025 wird eine Stabilisierung der Inflation bei 2 % erwartet. Die Arbeitslosigkeit bleibt im Durchschnitt auf ähnlichem Level wie im Vorjahr, es herrscht Fachkräftemangel. Der Werbemarkt in Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2023 weiter erholt und wächst auf EUR 48,9 Mrd. (+1,6 %). Ab dem Jahr 2023 werden als Bruttowerbeaufwendungen die um Werbesendungen bereinigten Aufwendungen definiert. Die bereinigten Bruttowerbeaufwendungen betrugen im Jahr 2022 EUR 33.716 Mio. und stiegen in 2023 um 0,3 % (EUR 92 Mio.) auf EUR 33.808 Mio. In 2024 steigen die Bruttowerbeaufwendungen um 5,7 % (EUR 1.934 Mio.) auf EUR 35.742 Mio. In der Medienwirtschaft nimmt das Thema „KI“ - Künstliche Intelligenz - an Fahrt auf und wird bereits medial eingesetzt. Im digitalen Bereich unterstützen virtuelle Assistenten, Chatbots und Empfehlungsmarketing schon längst Interaktionen, aber auch im Radio wird KI bereits für nächtliche Moderationen oder „Text-to-voice-Umsetzungen“ verwendet. Die tägliche Mediennutzung geht vor allem bei Print und linearem TV zurück und auch bei zeitversetztem Video scheint eine Grenze erreicht zu sein. Audio und Social Media können dazugewinnen. Prognose der Unternehmensentwicklung in 2024 und 2025 Die grundsätzliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen unverändert. Ab dem Geschäftsjahr 2024 wurden die Verrechnungen im Konzern neu geordnet, was zu einer Verringerung der Erlöse und folglich zu einer Verschlechterung der Profitabilität der Gesellschaft führen wird. Die dentsu X erwartet für 2024 auf Basis vorläufiger und ungeprüfter Zahlen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.859 und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von -TEUR 3.683. Für die Vermögenslage der Gesellschaft werden sich per 31. Dezember 2024, abgesehen von stichtagsüblichen Schwankungen, keine relevanten strukturellen Veränderungen ergeben. Die dentsu X GmbH plant für 2025 mit positiven Ergebnisbeiträgen. Die Liquidität der Gesellschaft ist trotz teilweise abweichender Zahlungsmodalitäten in Einzelverträgen weiterhin über das generelle branchenübliche Vorauszahlungssystem sowie den Cashpool gesichert.
Frankfurt am Main, 26. Juni 2025 dentsu X GmbH Die Geschäftsführung Georg Berzbach Björn Gunnar Osterndorff Der Jahresabschluss 2023 wurde am 21. Juli 2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die dentsu X GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der dentsu X GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dentsu X GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. Juni 2025 KPMG AG Zoller, Wirtschaftsprüfer Neuser, Wirtschaftsprüfer |
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