Heidelberg Web Carton Converting GmbH
Am Forst 17, 92637 Weiden in der Oberpfalz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Zachmann seit 8.5.2025 | Prokura |
Peter König seit 14.11.2024 | Geschäftsführer |
Felix Müller seit 15.1.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Gallus Ferd. Rüesch AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heidelberg Web Carton Converting GmbHWeiden i.d.OPf.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2019 bis zum 31.03.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 20201. Grundlagen der GesellschaftDie Heidelberg Web Carton Converting GmbH mit Sitz in Weiden in der Oberpfalz ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Gallus Ferd. Rüesch AG, St. Gallen, Schweiz. Nachfolgend werden das Geschäftsmodell sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft dargestellt. 1.1 Geschäftsmodell Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019/2020 vorwiegend in zwei unterschiedlichen Geschäftsfeldern aktiv: Folding Carton und Liquid Packaging. Außerdem werden anspruchsvolle, aber technisch beherrschbare Sonderprojekte für Lotterietickets und Sicherheitsdruck bearbeitet. Zur Ergänzung bzw. als Veredelungsmethoden werden Siebdruck, Laminierung / Kaschierung, Heißfolienprägung und Kaltfolienprägung angeboten. Außerdem stellen wir selbst Flachbettstanzen - alternativ für integrierte Linienlösungen oder Off-Line-Lösungen her. Als Systemlieferant haben wir auch die Kompetenz andere Stanzsysteme, insbesondere Rotationsstanzen von Drittanbietern, in unsere Projekte zu integrieren. Folding Carton : Nachdem wir seit April 2015 organisatorisch vollständig in die Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg (HDM oder Heidelberg) integriert sind, wurde und wird der Vertriebskanal über die Gesellschaften von Heidelberg weiter ausgebaut. Insbesondere in Nordamerika ist der Ausbau gut vorangeschritten. Ergänzend dazu suchen wir für ausgewählte Regionen Handelsvertreter. Unser Applikations-Knowhow bauen wir grundsätzlich für alle Zielindustrien aus. Gleichwohl haben wir unser Knowhow über einige komplexe Demoprojekte in der Kosmetik- und Süßwarenindustrie sowie bei Luxusgetränken erweitert. Liquid Packaging: In diesem attraktiven Segment haben wir v.a. in Europa, Nordafrika und Asien eine gute Marktstellung. Zugute kommt uns hierbei, dass wir Maschinen sehr unterschiedlicher Bahnbreiten mit Farbsystemen für UV-Farben wie auch für wasserbasierte Farben anbieten können. Sondermaschinen: Weiterhin betätigt sich wir uns im Sondermaschinenbau. Die Maschinen werden aufgrund vielseitiger Kundenwünsche konstruiert und gefertigt. 1.2 Forschung und Entwicklung Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2019/2020 war die kontinuierliche Entwicklung einer Maschine für den Flexodruck. Neben innovativen Elementen steht bei dieser Maschine vor allem, wie bei unseren anderen Maschinenprogrammen im Rahmen von Neuaufträgen, die kontinuierliche Umsetzung von Ideen zur Herstellkostensenkung im Mittelpunkt. Mit der Heidelberg ICS 670 und Heidelberg ICS 850 haben wir ein abgerundetes Maschinenprogramm mit der aus unserer Sicht höchsten Prozessflexibilität am Markt sowie ein Programm an Flachbettstanzen, welches den Marktanforderungen voll entspricht. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut Schätzungen der OECD ist die Weltwirtschaft 2019 um schwache 2,9% gewachsen, wobei das angenommene Wachstum für die Eurozone nur noch 1,2% beträgt. Für das Kalenderjahr 2020 wird ein Weltwirtschaftswachstum von rd. 2,4% prognostiziert, was jedoch stark von der weiteren Entwicklung der Pandemie mit dem Corona-Virus abhängig ist. Insofern ist die Unsicherheit über das Wachstum weltweit sehr hoch. Das Wachstum in der Eurozone wird in 2020 auf 1,1% bzw. 1,2% in 2021 geschätzt. Für Deutschland wird für 2020 -unabhängig von der Corona-Situation - ein Wirtschaftswachstum von 1,0% geschätzt. Unter der Berücksichtigung der Dynamik der Pandemie ist eine Abschätzung zum jetzigen Zeitpunkt nicht aussagekräftig. 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der weltweite Umsatz im Maschinen- und Anlagenbau ist 2019 nach Schätzungen der VDMA Volkswirte um nominal 2% auf 2,67 Billionen € gewachsen. Mit rd. 11% (rd. 296 Mrd. €) am weltweiten Umsatz des Maschinen- und Anlagenbaus hat Deutschland seinen 3. Platz behauptet. Asien behielt mit rd. 1,37 Billionen € die Spitzenposition. Das Wachstum in Europa hat +1% betragen und führte zu einem Maschinenumsatz von 768 Mrd. €. Seit 2009 behauptet China Platz 1 (876 Mrd. € in 2019) gefolgt von den USA (348 Mrd. € in 2019). Die Plätze 4 und 5 belegen Japan (264. Mrd. € in 2019) und Italien (127 Mrd. € in 2019). Somit werden 72% des weltweiten Maschinen- und Anlagenumsatzes von den Top 5 bestritten. Die Wechselkursveränderungen (jap. Yen +7%, US$ +5%) hatten bei den Umsatzzahlen einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss. Die deutschen Maschinenausfuhren lagen in 2019 nach ersten Schätzungen real um 1,5% unter dem Vorjahreswert. Die Exportquote betrug unverändert 80% im deutschen Maschinenbau, damit wird auch die Abhängigkeit vom Weltmarkt deutlich. Handelsstreitigkeiten, zunehmender Protektionismus, die Brexit-Situation, der tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie und nicht zuletzt das Corona-Virus werden einen Exportrückgang in 2020 erwarten lassen. Hauptabnehmer in 2019 waren die USA mit einem Anteil von 11,2% an den Ausfuhren gefolgt von China. Die Ausfuhren nach China schrumpften um 0,5% auf einen Anteil von 10,5% am Export. Die Exporte in die EU-Länder stagnierten und hatten 47,8 % Anteil an den deutschen Maschinenausfuhren, dabei sind die Exporte nach Frankreich um 5,3% gewachsen, während aufgrund der Brexitdebatte die Ausfuhren nach Großbritannien um 5,8% schrumpften. Nachdem die Produktion im deutschen Maschinenbau im letzten Quartal 2019 um 7% gesunken sind, wirft uns (Anmerkung: Maschinenbauer Deutschlands) die Ausbreitung des Corona Virus zurück. Selbst unter der Annahme, dass sich die Lage im zweiten Halbjahr entspannt und die Geschäfte wieder besser laufen, werden wir die zusätzlichen Rückgänge in diesem Jahr nicht mehr wettmachen können. Soweit das heute überhaupt berechenbar ist, erwarten wir 2020 ein reales Produktionsminus von 5 Prozent" (Carl Martin Welcker, VDMA-Präsident). Das Geschäftsklima in der Druckindustrietrübte sich im März 2020 aufgrund der Corona-bedingten Verschlechterung deutlich ein.Der Geschäftsklimaindex fiel saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 4,5% und im Vorjahresvergleich um 3,9%. Insbesondere die 6 -Monatsprognose ist bei den Druck- und Medienunternehmen deutlich pessimistischer ausgefallen. Der Geschäftslageindex der Druckindustrie hat sich im März 2020 im Vergleich zum Vormonat um 7,2% und im Vergleich zum Vorjahr um 6,2% verschlechtert. Die Marktentwicklung im Verpackungsdruck wird bis 2022 unverändert positiv prognostiziert. So steigt gemäß der Pira Studie (The Future of Global Packaging to 2022) der Verpackungsverbrauch zwischen 2017 und 2022 durchschnittlich um 2,9% jährlich von 851 Billionen US $ in 2017 auf 980 Billionen US $ in 2022. Dabei wird den Emerging Markets 70% des Verpackungswachstums zugesprochen, namentlich Asien +4,4%, Mittlerer Osten 3,6%, Afrika 4,1% und Lateinamerika 2,2%. Westeuropa und Nordamerika liegen bei +1,2%, während für Osteuropa noch ein Verpackungswachstum von 3,6% prognostiziert wird. Mit 35,7% Anteil am gesamten Verpackungsvolumen hat Kartonmaterial den mit Abstand größten Anteil gefolgt von flexiblen Materialien, Plastik, Metall und Glas. Dieser Anteil wird kontinuierlich weiterwachsen in erster Linie aufgrund zunehmenden Umweltbewusstseins (Ersatz flexibler Verpackungen), Kosten und Funktionalität. Diese Studien berücksichtigen nicht die Corona-Krise, gleichwohl zählen auch in dieser Krisensituation die Lebensmittel- und Pharmaprodukte zu den systemrelevanten Industrien, die zu einem hohen Anteil in Kartonsubstraten verpackt sind. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind aufgrund der Eingliederung der Heidelberg Web Carton Converting GmbH in die Heidelberg-Gruppe die Umsatzerlöse, das EBITDA (Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand und Abschreibungen) sowie das Jahresergebnis nach Steuern. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
3.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019/2020 verlief trotz vieler guter Projekte nicht wie erwartet. Insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres haben sich zwei größere Projekte aufgrund der Covid-19 Pandemie verzögert. Diese sind jedoch nicht gestoppt, sondern werden nach Bewältigung der Virus-Unterbrechung fortgesetzt. Der in der Planung ausgewiesene Umsatz wurde durch ein zusätzliches Serviceprojekt sowie eine Umsatzverschiebung aus dem Vorjahr überschritten, was in allen Bereichen zu einer guten Auslastung geführt hat. Das prognostizierte EBITDA und das Jahresergebnis nach Steuern wurde aufgrund des guten Geschäftsverlaufs, durch den zusätzlichen Umsatz und weiteren Kosteneinsparungen übertroffen. 3.2.1 Ertragslage Auftragseingang Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019/2020 beträgt 18,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,4 Mio. Euro). Auf den Service entfielen 46 % (Vorjahr: ca. 25 %) des Auftragseingangs. In dem für unser Liquid Packaging Geschäft wichtigen Markt in China ist eine spürbare Belebung zu verzeichnen. Auch auf dem nordamerikanischen Markt ist im Geschäftsjahr ein merklicher Aufwind zu spüren, welcher sich positiv auf die Projektlage und künftig auf Auftragseingänge auswirkt. Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Covid-19 Pandemie keine negativen Auswirkungen auf diesen Märkten haben wird. Auftragsbestand Unser Auftragsbestand zum 31. März 2020 beträgt 10,0 Mio. Euro (Vorjahr: 26,6 Mio. Euro). Dieser Bestand setzt sich zusammen aus 9,0 Mio. Euro Maschinenaufträgen und 1,0 Mio. Euro Service und Ersatzteilaufträgen. Die normale Projektlaufzeit ab Auftragserteilung für Neumaschinen beträgt in der Regel zwischen 9 und 12 Monaten. Umsatz Der Umsatz lag im Berichtsjahr bei 31,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,7 Mio. Euro), ca. 27% des Umsatzes wurden vom Service getragen. Die Gesamtleistung lag im Berichtszeitraum bei 27,4 Mio. Euro (Vorjahr: 17,8 Mio. Euro). Kosten Bei den unfertigen Erzeugnissen war eine Bestandsverringerung um 3,9 Mio. Euro zu verzeichnen (Vorjahr Bestandserhöhung 1,1 Mio. Euro). Das im Geschäftsjahr 2019/2020 eingesetzte Material betrug 11,5 Mio. Euro. Im Materialverbrauch sind 9,4 Mio. Euro für Neumaschinen enthalten sowie ca. 1,2 Mio. Euro Kosten für Ersatzteile, Service und Serviceprojekte (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro davon 6,5 Mio. € für Neumaschinen sowie 1,8 Mio. Euro für Ersatzteile, Service und Serviceprojekte). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Geschäftsjahr 2019/2020 bei 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro). Hierin sind u.a. enthalten Aufwendungen für Reisekosten i.H.v. 0,7 Mio. Euro (inkl. Montage- und Servicereisen), Aufwendungen für fremde Sach- u. Dienstleistungen sowie Transport i.H.v. 1,7 Mio. Euro, Lizenzen i.H.v. 0,5 Mio. Euro, Raumkosten i.H.v. 0,2 Mio. Euro, Kfz Kosten i.H.v. 0,1 Mio. Euro, Versicherungen i.H.v. 0,1 Mio. Euro, sonstige Kosten i.H.v. 1,4 Mio. Euro, für Kosten für Rückstellungsbildung verumsatzter Maschinenprojekte i.H.v. 1,7 Mio. Euro, sowie Wertberichtigung auf Forderungen i.H.v. 0,2 Mio. Euro. Im Finanzergebnis in Höhe von -0,08 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro) sind im Wesentlichen die Aufwendungen für Aval Provisionen in Höhe von 0,06 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) enthalten, davon entfallen 0,06 Mio. Euro (Vorjahr: 0,09 Mio. Euro) auf HDM-Konzerngesellschaften. Der Rest in Höhe von 0,02 Mio. Euro (Vorjahr: 0,01 Mio. Euro) sind sonstige Zinsaufwendungen. Im Geschäftsjahr sind keine Zinsaufwendungen an das Mutterunternehmen enthalten, da das Darlehen nicht in Anspruch genommenen wurde. Ergebnis Für das Geschäftsjahr 2019/2020 beträgt der Jahresüberschuss 2,8 Mio. Euro. 3.2.2 Vermögenslage Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite durch einen Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme von 90 % (Vorjahr 85%) gekennzeichnet. Bei den Finanzanlagen wurde die 100%ige Beteiligung an der Gallus Printing Machinery Corp., Hampstead, USA mit einem Beteiligungswert von 0,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr liquidiert. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist gegenüber dem Vorjahr um 48% zurückgegangen. Diese ist u. a. darauf zurückzuführen, dass aus einem angemieteten, inzwischen gekündigten Lager nicht mehr benötigte Teile verschrottet und die Gängigkeiten für Teile, die seit 2 Jahren nicht mehr bewegt wurden, gemäß den Regularien der Muttergesellschaft abgeschrieben wurden. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 um 3,9 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro gesunken. Der Rückgang ist im Zusammenhang mit dem Jahresumsatz von 4 Druckmaschinen und 3 Serviceprojekten zu sehen. Erhaltene Kundenanzahlungen, die aktivisch vom Vorratsvermögen abgesetzt werden, haben sich aufgrund der Verumsatzung einiger großer Projekte gegenüber dem Vorjahr von 9,5 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro verringert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 wurde eine Maschine verumsatzt, welche noch nicht komplett zum Jahresende bezahlt wurde. Deswegen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Geschäftsjahresende von 1,4 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro erhöht. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 6,4 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro erhöht. Es handelt sich im Wesentlichen um Geldmittel, die der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt worden sind. Rückstellungen Die gesamten Rückstellungen erhöhen sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,8 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro. Dies resultiert in erster Linie Rückstellungen für Maschinenprojekte für Gewährleistungen und noch ausstehende Montagen (0,8 Mio. Euro). Eine wesentliche Rückstellungsbildung ergibt die Steuerrückstellung im Geschäftsjahr 2019/2020 in i.H.v. 0,4 Mio. Euro. 3.2.3 Finanzlage Der Free Cash Flow (Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. +1,2 Mio. Euro und aus der Investitionstätigkeit i.H.v. -1,2 Mio. Euro) beträgt im Berichtsjahr 0,001 Mio. Euro (im Vorjahr -0,02 Mio. Euro). Zur grundsätzlichen Sicherstellung der Liquiditätsausstattung wurde der Heidelberg Web Carton Converting von der Gesellschafterin unserer Muttergesellschaft ein Kreditrahmen in Höhe von 3,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2021 eingeräumt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum 31. März 2020 bei 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1Mio. Euro). Investitionen Die Investitionen betragen für Ersatzinvestitionen 0,06 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich auf 0,2 Mio. Euro. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 81 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Sie teilen sich wie folgt auf: Montage- und Hilfsbetriebe 30, Konstruktion und Entwicklung 18, Service und Prozesstechnik 18, Vertrieb und Verwaltung 15 Mitarbeiter. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug die Mitarbeiterzahl der Heidelberg Web Carton Converting GmbH 81 Mitarbeiter. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Heidelberg Web Carton Converting GmbH Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der Heidelberg Web Carton Converting GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als positiv. Obwohl der Auftragsbestand mit aktuell 10,0 Mio. Euro um 16,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert liegt ist für dieses Geschäftsjahr mit einem weiteren Zuwachs des Auftragsbestandes zu rechnen. Allerdings sind die Auswirkungen der Corona-Krise kurzfristig eng zu verfolgen. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Risikomanagementsystem Aufgrund der Zugehörigkeit zum Heidelberg Konzern ist die Heidelberg Web Carton Converting GmbH in das Berichtswesen des Konzerns voll eingebunden. Der Geschäftsbereich ist verpflichtet, monatlich Informationen bezüglich Ergebnis, Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität, Personal-, Vorrats- und Forderungsentwicklung sowie Qualität abzugeben sowie eine Abschätzung der Projektrisiken hinsichtlich Funktion, Termin und Kosten. Diese Themen werden im Rahmen eines monatlich stattfindenden Business Reviews mit der Business Area Sheetfed behandelt, an welcher die Leitung der Business Area der Heidelberger Druckmaschinen AG teilnimmt. Außerdem findet monatlich eine Geschäftsleitungssitzung statt, in welcher alle Bereiche der Performance Unit vertreten sind. Unser Erfolg wird wesentlich vom Erkennen von Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit und von einem bewussten Umgang mit diesen beeinflusst. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken zu erkennen und ihrer Ausprägung gemäß angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft zu unterstützen. Risiken und Chancen werden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer negativen bzw. positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als Mitglied des Heidelberger Druckmaschinen AG-Konzerns ist das Risiko- und Chancenmanagement der Heidelberg Web Carton Converting GmbH fest in die strategische Planung eingebunden. Risiken werden nach den Schlüsselparametern Eintrittswahrscheinlichkeit, Höhe des Verlustes bei Eintritt und erwarteter Risikoverlauf im Planungszeitraum quantifiziert. Entsprechend werden die Risiken in die Kategorien "hoch", "mittel" und "gering" eingestuft. 4.2 Chancenbericht Durch die vollständige Eingliederung der Gesellschaft in den Konzern der Heidelberger Druckmaschinen AG und die zum 1. April 2015 vorgenommene Eingliederung in die Business Area Sheetfed ergeben sich für die Heidelberg Web Carton Converting GmbH eine Reihe von Chancen, beispielsweise Unterstützung durch die ausländischen Vertriebsniederlassungen, welche weiter zur Stabilisierung der Gesellschaft beitragen. Des Weiteren besitzt die Heidelberger Druckmaschinen AG ein globales Netz an Servicestellen, die es der Heidelberg Web Carton Converting GmbH ermöglicht, zeitnah und kosteneffektiv Service- und Wartungsarbeiten bei Kunden durchzuführen. 4.3 Risikobericht Absatz- und Marktrisiken Bezogen auf unsere Wettbewerbssituation ist das größte Risiko, dass sich wirtschaftlichere Drucksysteme / neue Druckfarben am Markt etablieren könnten. Doch dies ist unserer Meinung nach in mittelfristiger Zukunft nicht der Fall. Die hohe Wettbewerbsintensität der letzten Jahre hat sich deutlich abgeschwächt. Um uns weiter erfolgreich vom Wettbewerb abzuheben, werden wir neben der Produktreihe Heidelberg ICS verstärkt in die Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinie Heidelberg Intro investieren. Damit einhergehend sind die Herstellkosten beider Produktlinien deutlich und nachhaltig abzusenken. Die Maßnahmen der Prozessverbesserungen sowie der Herstellungskostensenkungen, die wir bereits begonnen haben, haben sich bereits positiv ausgewirkt und werden bei den neuen Aufträgen zu weiteren deutlichen Einsparungen führen. Insgesamt stufen wir dieses Risiko daher - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "mittel" ein. Finanz- und Wechselkursrisiken Aufgrund der Charakteristika unseres Projektgeschäfts erfordern die Schwankungen der Zahlungseingänge eine exakte Verfolgung und Steuerung unserer Liquidität. Trotz der aktuellen Covid-19 Pandemie, schwankender Auftragslage und damit einhergehenden Zahlungsstromschwankungen ist die Liquidität über das abgelaufene Geschäftsjahr hinaus und auch weitergehend für das aktuelle Geschäftsjahr gesichert. Um dem Finanzierungsrisiko entgegenzuwirken wurde der Heidelberg Web Carton Converting GmbH durch die Muttergesellschaft eine Darlehenslinie von 3,0 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2020/2021 zur Verfügung gestellt, die auf Grundlage der Planung als ausreichend angesehen wird. Bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage sind die mit dem Konzern abgeschlossenen Covenants neu zu verhandeln, um eine mögliche Kündigung des Darlehens zu vermeiden. Insgesamt stufen wir dieses Risiko daher - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "mittel" ein. Fremdwährungsrisiken werden durch Nutzung von Kurssicherungen über den Heidelberg-Konzern weitestgehend vermieden und durch den verstärkten Abschluss von Verträgen in Euro weiter minimiert. Im Nordamerika-Geschäft obliegt das Währungsrisiko bei der Heidelberg US, Inc. Wir liefern ausschließlich zu Eurowerten nach Nordamerika. Im Geschäftsjahr sind keine Währungssicherungen durchgeführt worden, da die Zahlungsbedingungen in Eurowährung erfolgten. Insgesamt stufen wir dieses Risiko daher - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" ein. 5. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des UnternehmensEinige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung auf Basis unserer Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der Heidelberg Web Carton Converting GmbH wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Industrialisierung der Branche nimmt weiter zu mit der Folge, dass in den Industrieländern größere, meist international agierende Druckmediendienstleister wachsen und die Anzahl mittlerer bzw. kleinerer Druckbetriebe schrumpft. In den Schwellenländern - insbesondere in der Region Asia / Pacific aber auch im Mittleren Osten und in Afrika - erwarten wir ein leichtes Wachstum des Druckvolumens, während wir in den Industrieländern eher einen deutlich steigenden Bedarf an individualisierten und aufwendig veredelten Druckprodukten sehen. Für diese Entwicklung sehen wir uns gut aufgestellt, da die Heidelberg Web Carton Converting GmbH zum einen bereits mit einigen großen internationalen Druckkonzernen zusammenarbeitet und dies durch die stärkere Integration in die Heidelberg-Gruppe weiter ausgebaut wird, zum anderen sind wir mit unserem Produktportfolio bereits heute in der Lage, Maschinen für hohe Volumina als auch für individualisierte, hochveredelte Produkte zu liefern. Der für das Geschäftsjahr 2020/2021 geplante Umsatz liegt basierend auf der aktuellen Projektsituation bei ca. 4 Mio. Euro unter dem des Vorjahres. Hiervon entfallen ca. 70% auf Maschinenumsätze und ca. 30% auf Umsätze im Bereich Ersatzteilgeschäft und Service. Wir rechnen in 2020/2021 mit einem EBITDA unter dem Niveau des Vorjahres sowie einem Jahresergebnis nach Steuern, welches positiv und unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Grundlage dafür ist, dass insbesondere der Planumsatz realisiert wird, die geplanten Kostensenkungsmaßnahmen eintreten und die Auswirkungen der Virus-Krise noch beherrschbar bleiben. Inwiefern sich durch den Ausbruch der Covid-19 Pandemie potenzielle Risiken im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung ergeben könnten ist derzeit nicht abschließend abzuschätzen. Diese neue Herausforderung gilt es mit allen verfügbaren Mitteln und Instrumenten zu meistern, sodass die Heidelberg Web Carton Converting GmbH gemeinsam mit ihren Mitarbeitern bestmöglich für die Zukunft nach dem Corona-Virus gerüstet ist.
Weiden, 25. Mai 2020 Matthias Boog Wir weisen darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken wesentlich von der Prognose über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Erwartungen nicht eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Bilanz zum 31. März 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020A) Allgemeine AngabenDie Heidelberg Web Carton Converting GmbH hat ihren Sitz in Weiden i.d.OPf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Weiden i.d.OPf. (HR B Reg-Nr. 1327). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Heidelberg Web Carton Converting GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. März 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB und nimmt größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr bezieht sich auf den Zeitraum von 1. April 2019 bis 31. März 2020. B) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1) Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 10 Jahre; lineare Methode) vermindert. 2) Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern (3 bis 25 Jahre; lineare Methode) vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 EUR netto werden im Jahr der Anschaffung als Sammelposten aufgenommen und gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 250 EUR werden direkt im Aufwand erfasst. 3) Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. 4) Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. 5) Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert. Für das Freiteillager wird ein Festwert angesetzt, eine aktuelle Bestandsaufnahme erfolgte im Rahmen der vorgelagerten Inventur im Geschäftsjahr 2019/2020, die Freilagerteile werden im Dreijahresrhythmus inventiert. 6) Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt werden. Zusätzlich werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten, sofern diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde überprüft, ob ein Abwertungsbedarf aufgrund einer verlustfreien Bewertung besteht. Dieser wurde, falls erforderlich, durchgeführt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. 7) Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. 8) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt und wurden - wie im Vorjahr - aktivisch vom Vorratsvermögen abgesetzt. 9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen nach Vorgaben interner Konzernrichtlinien der Heidelberger Druckmaschinen AG Rechnung getragen. Ein pauschaler Abschlag für das allgemeine Kreditrisiko wird im Geschäftsjahr nach Vorgaben interner Konzernrichtlinien der Heidelberger Druckmaschinen AG vorgenommen. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem jeweiligen Umrechnungskurs im Zeitpunkt deren Entstehung angesetzt und bewertet. Zum Geschäftsjahresende vorhandene Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 10) Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt, wobei Guthaben in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt worden sind. 11) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. 12) Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 13) Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen für Gewährleistung bzw. Garantie werden grundsätzlich prozentual vom Umsatz gebildet, sofern nicht in Einzelfällen ein höherer Betrag erforderlich ist. 14) Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Umrechnungskurs im Zeitpunkt deren Entstehung angesetzt und bewertet. Zum Geschäftsjahresende vorhandene Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. 15) Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um im Voraus erhaltene Kundenzahlungen für Serviceverträge, die für Leistungszeiträume über den Bilanzstichtag hinaus abgeschlossen wurden. 16) Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Preisgefahr sowie die wesentlichen Risiken aus den Aufträgen auf den Kunden übertragen wurden, grundsätzlich nach der vollständigen Erbringung der vertraglich geschuldeten Gesamtleistung. C) Erläuterungen zur Bilanz1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2) Finanzanlagen Die Gesellschaft ist an den in der nachfolgenden Aufstellung aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar mit 20% oder mehr i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt (Stand 31. März 2020):
*) TLW = Tausend/ Landeswährung 3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4) Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag 251 TEUR (Vorjahr 250 TEUR). 5) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt 54 TEUR (Vorjahr 70 TEUR). 6) Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 1.826.450,00 EUR. 7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für Gewährleistungsansprüche, Nachlaufkosten sowie für Ansprüche der Belegschaft auf Altersteilzeit, Resturlaub, Zeitguthaben und Prämien gebildet. 8) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitsspiegel in TEUR
*) Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen 3.290 TEUR (Vorjahr 9.468 TEUR). Davon wurden 2.752 TEUR aktivisch vom Vorratsvermögen abgesetzt. Der Rest wurde als Verbindlichkeit ausgewiesen. 9) Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um im Voraus erhaltene Kundenzahlungen für Serviceverträge, die für Leistungszeiträume über den Bilanzstichtag hinaus abgeschlossen wurden. 10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge und IT belaufen sich auf 176 TEUR (Vorjahr 254 TEUR), davon 75 TEUR (Vorjahr 90 TEUR) bis zu 1 Jahr. Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich auf 1 TEUR (Vorjahr 8 TEUR), davon 1 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) länger als 1 Jahr. Die langfristigen Leasing-, Miet- und Wartungsverträge bestehend sowohl für externe Lagerfläche als auch für Maschinen und sonstige Geschäftsausstattung, die dem Produktions- und Geschäftsablauf dienen. Der Mietvertag für die extern gemieteten Lagerfläche wurde zum 31. März 2020 mit Wirkung zum 1. April 2020 gekündigt. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 11) Derivative Finanzinstrumente Es bestehen zum 31.03.2020 keine Kurssicherungen. D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1) Umsatzerlöse
Gegenüber Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 9.663 TEUR auf 27.429 TEUR verbessert. Die im Vorjahr angearbeiteten Maschinen konnten im Geschäftsjahr 2019/2020 verumsatzt werden. 2) Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 901 TEUR (Vorjahr 1.779 TEUR) und beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von 601 TEUR (Vorjahr 1.411 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr 391 TEUR) enthalten. Im Wesentlich handelt es sich hier um Gutschriften an Kunden aus Vorjahren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6.654 TEUR (Vorjahr 4.650 TEUR) sind keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. E) Sonstige AngabenGeschäftsführung Dipl. oec. Matthias Boog, Managing Director, President of Executive Board der Heidelberg Web Carton Converting GmbH Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Schutzklausel zur Unterlassung der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 81 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Sie teilen sich wie folgt auf: Montage- und Hilfsbetriebe 30, Konstruktion und Entwicklung 18, Service und Prozesstechnik 18, Vertrieb und Verwaltung 15 Mitarbeiter. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug die Mitarbeiterzahl der Heidelberg Web Carton Converting GmbH 81 Mitarbeiter. Konsolidierung Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Gallus Holding AG, Harzbüchelstr. 34, CH-9016 St. Gallen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Heidelberger Druckmaschinen AG, Kurfürsten-Anlage 52-60, 69115 Heidelberg. Da unsere Gesellschaft und ihr Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Heidelberger Druckmaschinen AG, Kurfürsten-Anlage 52-60, 69115 Heidelberg einbezogen werden sowie die Größenkriterien gem. § 293 HGB nicht überschritten werden, hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der Abschluss der Heidelberger Druckmaschinen AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 2.850 TEUR in voller Höhe mit dem Verlustvortrag zu verrechnen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Für das Geschäftsjahr 2020/2021 wurde ein positiver Geschäftsverlauf prognostiziert. Die Situation der weltweiten Wirtschaft ist durch den Ausbruch der COVID-19 Pandemie im ersten Quartal 2020 in Bedrängnis geraten. Inwiefern sich durch den Ausbruch der Covid-19 Pandemie potenzielle Risiken im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung ergeben könnten ist derzeit nicht abschließend abzuschätzen. Die Heidelberg Web Carton Converting GmbH sieht sich durch ihre Tätigkeit im Verpackungsdruck und der aktuellen Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage aus dem bisherigen Geschäftsjahr 2020/2021 weniger stark betroffen. Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Aufstellung des Abschlusses haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.
Weiden i.d.OPf, 25.05.2020 Matthias Boog Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Heidelberg Web Carton Converting GmbH, Weiden i.d.OPf. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Heidelberg Web Carton Converting GmbH, Weiden i.d.OPf., - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heidelberg Web Carton Converting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 25. Mai 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Björn Beck, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. März 2020 wurde am 30. Juni 2020 festgestellt. |
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