Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 7143
Eingetragen
12.6.1962
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Ein- und Verkauf von Fahrzeugersatzteilen aller Art sowie die Vertretung führender Werke der Industrie für Fahrzeugersatzteile.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Björn Vorderbrügge
seit 29.5.2024
Prokura
Thorsten Rahn
seit 13.9.2021
Geschäftsführer
Matthias Wittich
seit 15.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Bielefeld
392.700 €
51.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fritz Wittich GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fritz Wittich GmbH ist ein seit 101 Jahren familiengeführtes, überregional tätiges Großhandelsunternehmen für Kraftfahrzeugteile, Werkstattausrüstung und Fahrräder. Die Zentrale ist in Bielefeld; Filialen gibt es in Arnsberg, Attendorn, Coesfeld, Hamm, Münster, Osnabrück und Petershagen.

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Zu unseren rund 6.000 Stammkunden im Bereich Autoteile zählen freie Werkstätten, Autoteilegroß- und -einzelhändler, Autohäuser, Speditionen und Tankstellen. Diese haben ihre Standorte in ganz NRW sowie in den nördlich und östlich angrenzenden Kreisen Niedersachsens. Sie werden über unser rund 120.000 unterschiedliche Artikel vorhaltendes Zentrallager Bielefeld und die Niederlassungen täglich zwischen drei bis fünf Mal mit Fahrzeugteilen, Verbrauchsmaterialien und Werkzeug beliefert. Betreut wird jeder Kunde von seinem persönlichen Ansprechpartner in unserem Vertriebsaußen- oder -innendienst.

Jüngster Geschäftsbereich ist seit Mitte 2022 eine Fachabteilung für Motorenteile. Zielgruppe sind in erster Linie Motoreninstandsetzer, Tuner und Oldtimer-Restaurierer wie auch Motorenspezialisten außerhalb des Kraftfahrzeuggewerbes, also zum Beispiel in der Wärmerzeugung oder in den Bereichen Boote, Agrar- und Baumaschinen.

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Unser in den Fahrzeugteilehandel integrierter Geschäftsbereich Werkstatteinrichtungen bietet seine Produkte und seinen Service der gleichen Zielgruppe an.

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Im Geschäftsbereich Zweirad beliefern wir mehr als 200 kleine und mittlere Facheinzelhändler in Deutschland (Schwerpunkt Norddeutschland) mit einem für den Handel margenstarken und dennoch hochwertigen Zweiradportfolio und Sortimenten aus unserem Bereich Autoteile z.B. Werkzeuge und Pkw-Fahrradheckträger.

Eine weitere Zielgruppe sind Marketingagenturen und Unternehmen, die wir aus unserer Bielefelder Manufaktur mit hoch individualisierten Werbefahrrädern und gebrandeten Jobrädern beliefern, die auf das Corporate Design der Endkunden abgestimmt sind.

Die drei operativen Geschäftszweige haben/hatten folgende Bedeutung (nach Umsatz in T€)

2023 2022
Kraftfahrzeugteile 84,2 % 81,9 %
Werkstattausrüstung 7,9 % 6,4 %
Zweiräder und -teile 7,8 % 11,7 %

BETEILIGUNGEN

Die Fritz Wittich GmbH ist darüber hinaus die Muttergesellschaft der Autobedarf Witzler GmbH mit einem Fahrzeugteile-Einzelhandelsgeschäft und einer angeschlossenen Kfz-Meisterwerkstatt in Hamm. Der zweite Standort Detmold wurde zum Jahresende 2023 nach 20 Jahren geschlossen, weil die Ertragslage eine weitere Verlängerung des Mietvertrags nicht zuließ.

Weitere Beteiligungen bestehen an dem nationalen Großhändler-Verbund COPARTS GmbH & Co. KG sowie an der COPARTS Autoteile GmbH mit ihrer Tochter G.A.S. Global Automotive Service GmbH (alle Essen). COPARTS ist zudem als Gesellschafter der GROUPAUTO Deutschland einer der tragenden Pfeiler der GROUPAUTO International, die mit über 4.500 Geschäften in 86 Ländern Fahrzeugteile vertreibt.

2. Forschung und Entwicklung

Als Großhandelshaus für Kfz-Teile beobachten wir sorgfältig die Entwicklungen bei unseren Zielkunden sowie die Entwicklungen auf dem deutschen Kraftfahrzeugmarkt. Zudem stehen wir in engem Dialog mit unseren Lieferanten - viele davon sind zugleich Automobilzulieferer - bezüglich neuer oder alternativer Produkte. Wichtig ist auch unsere Einbindung als Gesellschafter und der damit verbundene Austausch innerhalb der COPARTS-Gruppe. Ziel ist es, unsere Sortimentsstruktur laufend an die sich verändernden Bedarfe unserer Kunden anzupassen. Vergleichbar beobachten wir laufend die Märkte für Werkstatteinrichtung und Motorenteile sowie den Zweiradmarkt, hier speziell den Markt für Fahrräder und E-Bikes.

Aktuell wirken wir mit an dem Aufbau einer zentralen Datenplattform der COPARTS namens CODATA, die unseren Aufwand bei dem Einlesen und der Veränderung von Lieferantendaten deutlich reduzieren wird.

Die Schwerpunkte unserer Entwicklungstätigkeit liegen zum einen darin, neue Produkte, Werkzeuge und Services für die Freien Werkstätten zu erschließen und zum anderen darin, unsere internen Prozesse laufend zu verbessern. Bei Letzterem geht es im Kern darum, die Effizienz in Einkauf, Vertrieb und Logistik zu optimieren, also den Gesamtumsatz je beschäftigten Mitarbeiter zu steigern und gleichzeitig die Handlingkosten je Auftrag nachhaltig zu senken.

In der hausinternen Digitalisierung der Kommunikations-, Bestell-, Liefer- und Retourenprozesse sind wir schon weit gekommen. Im nächsten Schritt geht es um die Restrukturierung der Lieferroutinen. Unser Ziel ist es, die Effizienz zu steigern, ohne die Servicequalität zu reduzieren. So wollen wir unseren Wettbewerbern auch weiterhin einen Schritt vorausbleiben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Der deutsche Automotive-Aftermarket und damit auch der freie Kfz-Teilegroßhandel konnten sich in 2023 weiter positiv entwickeln. Nach wie vor zögern viele Kunden, in Neufahrzeuge zu investieren. Deshalb stieg das Durchschnittsalter der Pkws in Deutschland noch einmal weiter an, auf 10,3 Jahre (Vorjahr 10,1).

Das steigert das Marktvolumen für Ersatzteile, da ältere PKW einen höheren Reparatur- und Ersatzteilbedarf sowie kürzere Wartungsintervalle als Neuwagen haben. Zudem werden ältere Fahrzeuge häufiger in freie Werkstätten (insgesamt rd. 22.000 in Deutschland) als in die Markenwerkstätten (rd. 14.600) gegeben. Der bundesweite Gesamtbestand an Fahrzeugen wuchs laut Kraftfahrtbundesamt in 2023 noch einmal um 0,9 Prozent auf fast 60,7 Mio. Stück; das Gros davon, gut 49,1 Mio. Stück sind Pkw.

Die Pkw-Hersteller haben ihre Zielgruppendiversifizierung noch nicht abgeschlossen und bringen immer noch mehr neue Modelle auf den Markt, darunter auch immer mehr E-Fahrzeuge oder E-Hybrid-Fahrzeuge. Während sich das Interesse bei den Käufern in 2023 etwas abgekühlt hat, drängen weiterhin ostasiatischen Hersteller in den deutschen Markt, den größten Europas. Und alle brauchen Werkstattpartner, wie ihn zum Beispiel zuletzt NIO in den Hochvolt-Werkstätten gefunden hat, die mit dem uns verbundenen Flottendienstleister G.A.S. Global Automotive Service GmbH kooperieren.

Hinzu kommt, dass die Wartung und Reparatur von neuen Assistenzsystemen oder sonstigen neuen Sicherheits-, Komfort- und Umweltfeatures immer komplexer wird. Das hat mehrere Effekte: Zum einen müssen alle Werkstätten - markengebundene wie freie - in immer neue Diagnose- und Messsysteme investieren. Zum anderen müssen Fahrzeugteilehandel und Werkstätten aufgrund der anhaltenden Zunahme an Modellen und Herstellern immer mehr unterschiedliche Artikel handeln (im Sinne von vorhalten und bewegen). Auch müssen sich immer mehr Werkstätten für die Wartung und Reparatur von vollelektrisch oder teilelektrisch betriebenen Fahrzeugen einrichten und Ihr Personal dafür qualifizieren. Letztlich - und das kommt noch hinzu - sind immer weniger Endkunden in der Lage, ihre Fahrzeuge selbst zu warten. Das verschiebt auch weiterhin einen Marktanteil für Teile und Werkzeuge von den klassischen Do-it-yourself-Kanälen wie Baumärkten oder Onlineshops in die professionellen Werkstätten.

Noch immer an Bedeutung gewinnt das für den Aftermarket bisher wenig spannende Marktsegment der Freizeitfahrzeuge. Auch nach Corona feiern die Hersteller und Händler von Wohnmobilen und Wohnwagen einen Absatzrekord nach dem nächsten. Der Boom bei den Freizeitfahrzeugen beschert auch den Freien Werkstätten mehr Arbeit.

Die Konzentration im deutschen Fahrzeugteile-Großhandel geht weiter: Nach der Insolvenz der Hess-Gruppe - wozu auch die Wittich-Wettbewerber Werthenbach (Bielefeld) und Schwenker (Minden) gehörten - hat z.B. unser Mitgesellschafter bei der COPARTS, die Lorch-Gruppe (u.a. Albstadt-Ebingen), weitere Marktteilnehmer integrieren können. Auch der COPARTS Gesellschafter Wütschner aus Schweinfurt hat seine Expansion durch weitere Übernahmen ausgebaut.

Negative Trends im Markt bleiben eine weiter steigende Qualität vieler Neufahrzeuge und deren verlängerte Wartungsintervalle, die den Bedarf an Wartungs- und Reparaturteilen tendenziell verringern. Auch wird die steigende Zahl von E-Fahrzeuge die Ersatzteilnachfrage auf Sicht mindern, weil reine E-Fahrzeuge viele Teile eines konventionellen Fahrzeugs (wie z. B. Auspuffanlage, Vergaser u.a. Motoranbauten) konzeptionell nicht mehr benötigen. Hybridfahrzeuge bringen durch zwei Antriebe hingegen einen eher erhöhten Ersatzteilbedarf mit sich. Der Anteil reiner E-Fahrzeuge plus E-Hybride beträgt laut KBA-Kraftfahrzeugbestand am 1.1.2024 aktuell 8,8 % am Pkw-Gesamtbestand.

Der Marktdruck durch überwiegend polnische Kfz-Teilehändler, die mit niedrigeren Verkaufspreisen - basierend auf landestypisch geringeren Einkaufspreisen und niedrigeren Logistikkosten Dank osteuropäischer Fahrer - bundesweit neue Kunden zu gewinnen, hat sich leicht abgeschwächt.

Die steigenden Treibstoff- und Logistikkosten machen auch für unsere osteuropäischen Wettbewerber die Belieferung von Kleinstkunden unrentabel und sie versuchen diese wieder abzuschütteln.

Weiter steigen wird unserer Einschätzung nach der Wettbewerbsdruck durch länderübergreifend arbeitende Onlinehändler. Hier arbeiten wir weiter auf allen verfügbaren Ebenen mit an einer europaweiten Harmonisierung der Ersatzteilpreise.

Über den Markt unseres neuen Geschäftsbereichs Motorenteile haben wir in 2023 schon viel gelernt, können aber die Marktentwicklung schlecht in Zahlen fassen, weil sich diese in denen des Fahrzeugteilehandels respektive der Werkstätten-Welt verbergen oder aus ganz anderen Teilmärkten kommen.

Der Branchenvergleich des Instituts für Handelsforschung GmbH (IFH) im Auftrag des GVA (Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.) schließt das Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von 11,1 % bei dem Handel mit Pkw-Teilen in unserer Umsatzgrößenklasse.

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs ist nur in zweierlei Hinsicht von externen Faktoren abhängig. Zum einen von der allgemeinen Konjunktur und der Ertragslage der Kunden, zum zweiten von Gesetzes- oder Verordnungsänderungen, die einen Ersatz oder eine Neuanschaffung von Werkzeugen und Geräten erfordern.

Das Gros des Umsatzes ist von eigenen Vertriebsaktivitäten abhängig: Von Aktionen / Sonderangeboten, die mit den Herstellern der Technik verabredet werden, sowie von individuellen Vertriebserfolgen des Außendienstes.

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Für den Gesamtmarkt Zweiradhandel in Deutschland ist 2023 - nach Ende des Corona-Booms - ein Jahr der Konsolidierung gewesen. Der Wert aller in Deutschland verkauften Fahrräder und E-Bikes betrug 7,06 Mrd. Euro nach 7,36 Mrd. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von gut 4 Prozent. Und liegt dennoch 3 Mrd. Euro über dem Wert von 2019, 4 Mrd. Euro.

Aufgrund hoher Lagerbestände im Handel schmolzen die Brutto-Durchschnittspreise für Fahrräder (einschließlich Kinderräder) laut ZIV der Zweiradindustrie von 500 Euro im Vorjahr auf 470 Euro in 2023 leicht ab. Die Durchschnittspreise bei den E-Bikes stiegen weiter an: von 2.800 Euro in 2022 auf zuletzt 2.950 Euro. Ein Grund für die steigenden Verkaufspreise ist, dass immer mehr Kunden vom ersten aufs zweite E-Bike umsteigen und dabei oft ein hochwertigeres Modell wählen. Ein weiterer Grund ist die zunehmende Akzeptanz deutlich teurerer Lastenräder/Cargo-Bikes.

Das E-Bike ist der Motor der deutschen Fahrradbranche und das in fast allen Produktsegmenten. 2023 wurden in Deutschland - wie auch von uns prognostiziert - mit 53 Prozent (2022 48 %) erstmals mehr E-Bikes als klassische Fahrräder (47 %) verkauft. 1,9 Millionen abgesetzte Fahrräder stehen 2023 2,1 Millionen E-Bikes gegenüber. Bemerkenswert ist dabei der weiter gestiegene Fachhandelsanteil, der 2023 um einen Prozentpunkt auf 77 % gestiegen ist, während SB-Warenhäuser, Baumärkte und Discounter mit einem Marktanteil von 1 % (minus 1 Prozentpunkt) weiter an Bedeutung verloren haben.

2. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 konnte die Fritz Wittich GmbH ihre positive Entwicklung weiter fortsetzen. Die Umsatzerlöse (= Gesamtleistung) stiegen von T€ 51.335 auf T€ 56.595. Das entspricht einem Plus von 10,2 % zum Vorjahr.

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Im größten Bereich Fahrzeugteile (inklusive der neuen Motorenabteilung) stieg der Umsatz von T€ 41.910 auf T€ 47.490 um + 13,3 %. In unserer Größenklasse lag der Mittelwert beim Umsatzwachstum laut IFH Köln bei +11,1 %.

Da unser Geschäft 2023 weniger von Aktionen und Messen bestimmt war, lassen sich unter den Artikelgruppen kaum besonders stark gewachsene Umsatztreiber ausmachen, das Wachstum hat sich nahezu über die ganze Produktpalette abgebildet.

Motor des weiteren Umsatzwachstums war ein Zugewinn an Marktanteilen durch den Wegfall zweier unmittelbarer Wettbewerber im Vertriebsgebiet, einhergehend mit einer intensiveren Marktbearbeitung durch unseren Außendienst.

Gut entwickelt hat sich auch unser neues Team der Motorenspezialisten. Sie bilanzierten in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr einen Umsatz von gut T€ 1.250 gegenüber T€ 596 im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 110 %.

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Der Geschäftsbereich Werkstattausrüstung erreichte in 2023 einen Umsatz von T€ 4.475. Dieser ist in Relation zu dem eigenen Vorjahresumsatz in dieser Produktgruppe von T€ 3.259 zu sehen und markiert ein Plus von 37,3 % (Vorjahr plus 25,7 %). Hauptumsatztreiber war ein Anstieg des Verkaufs von Diagnosegeräten und Partikelzählern (von knapp T€ 421 auf T€ 1.667).

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Die Fahrradsparte, die unter der Marke Wittich-Bikes vertreibt, konnte aufgrund hoher Lagerbestände im Fachhandel nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen: Der Umsatz 2023 sank auf T€ 4.407 (Vorjahr T€ 6.012). Das entspricht einem Rückgang des Umsatzes um 26,7 %. Festzuhalten ist, dass der Umsatz 2023 mit +36,49 % immer noch deutlich über dem Vor-Corona-Niveau liegt!

BETEILIGUNGEN

Erträge aus Beteiligungen an der Coparts-Gruppe sanken im Jahr 2023 von zuvor T€ 536 auf T€ 274. Damit sank der Anteil am Umsatz von 1,0 auf 0,5 %.

ZUSAMMENFASSUNG

Insgesamt können wir einmal mehr auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Wir haben unsere Ziele (plus 10% im Fahrzeugteilehandel und in der Werkstattausrüstung) übererfüllt. Im Bereich Zweirad konnten wir die erwartete Ergebnisbandbreite nicht erreichen. Letztlich stimmte das Ergebnis. Das Erreichte basiert zum einen auf strategischen Verstärkungen mit gutem Personal, zum anderen auf der Erschließung neuer Marktsegmente und dem Zugewinn von Marktanteilen im Vertriebsgebiet.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist unverändert geprägt von unserem operativen Geschäft.

a) Ertragslage

Auch dank eines leicht gesunkenen Wareneinsatzes (65,5 statt 66,2 % im Vorjahr) stieg das Rohergebnis von T€ 17.341 auf T€ 19.508. Das entspricht einem Plus von 12,5 % und markiert 34,5% % vom Umsatz (Vorjahr 33,8 %).

Der Personalaufwand ist - aufgrund der Neueinstellung weiterer 11 MitarbeiterInnen und aufgrund von Lohnsteigerungen - im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 14,0 % angestiegen (T€ 9.775 zu T€ 8.578). Die Kennziffer Personalintensität zog von 16,7 % im Vorjahr auf 17,3 % der Gesamtleistung an. Die Zahl der Beschäftigten nahm erneut zu, von 195 zum Stichtag 31.12.2022 auf 206 zum 31.12.2023 zu. Die Durchschnittskosten je Beschäftigten stiegen ein weiteres Mal von T€ 44,0 auf T€ 47,5. Diese relativieren sich vor dem Hintergrund einer erneut deutlich gestiegenen Leistung je Beschäftigten von T€ 263,3 in 2022 auf T€ 274,4 in 2023. Das entspricht einem Plus von 4,3 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von T€ 6.799 auf T€ 7.158; der Zuwachs bildet vor allem die Investitionen in die neue, individualisierte Warenwirtschaftssoftware sowie die Verstärkung einer nachhaltigen Mitarbeiterakquise ab.

Das EBITDA stieg von T€ 2.183 in 2022 auf T€ 2.992 in 2023; das entspricht einem Plus von 37,1 %.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 2.650 nach T€ 1.855 im Vorjahr. Das entspricht einer Quote von 4,7 % vom Umsatz. Im Vorjahr lag die Umsatzrentabilität noch bei 3,7 %.

Die Beteiligungserlöse halbierten sich gegenüber dem Vorjahr von zuvor T€ 536 auf zuletzt T€ 274. Erstmals konnten wieder zweistellige Zinserträge in Höhe von T€ 21 verbucht werden, die Zinsaufwendungen stiegen leicht von T€ 63 auf T€ 85. Das Finanzergebnis summierte sich am 31.12.2023 auf T€ 210 oder 0,3 % vom Umsatz.

Das EBT stieg von T€ 2.331 im Vorjahr auf 2.860 zum Ende 2023. Das entspricht einer aktuellen Quote von 5,0 % vom Umsatz. Das Jahresergebnis stieg von T€ 1.655 im Vorjahr auf T€ 1.999 in 2023. Das entspricht einem leicht gestiegenen Umsatzanteil von 3,5 %.

Die Ertragslage wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von folgenden Faktoren beeinflusst: durch die Investition in mehr und qualifizierteres Personal konnten wir die noch nicht abgeschöpften Umsatzpotenziale weiter erschließen und erneut einen größeren Umsatzzuwachs erzielen als unsere Mitbewerber. Gleichzeitig ist es uns in der Fritz Wittich GmbH gelungen, die Leistung je Beschäftigten ein weiteres Mal zu steigern.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb kürzerer Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat unsere nachhaltige Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen.

Die Bilanzsumme stieg um 4,2 %: von T€ 21.104 auf T€ 21.986. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken auf 8,9 % der Bilanzsumme (Vorjahr 12,5 %).

Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag aufgrund eines eher schwachen Dezembers 17,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 21,4 %). Sämtliche Verbindlichkeiten konnten und können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Dieses stieg erneut von T€ 11.153 auf T€ 12.987. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten, wenngleich die statische Liquidität auf 76,2 % (Vorjahr 87,8 %) sank.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder einmal verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Das Eigenkapital steigt mit Ablauf des Jahres 2023 auf T€ 12.987 (Vorjahr T€ 11.153), das entspricht einem Plus im Vergleich zu 2022 von 16,4 % (Vorjahr plus 15,6 %). Die Eigenkapitalquote stieg von 52,8 auf 59,0 %; der Verschuldungsgrad sank von 89,4 auf 69,5 %, da wir unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 699 mindern konnten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Wareneinsatzquote und EBIT/ Umsatzrentabilität.

Der Wareneinsatz hat sich in Relation zur Gesamtleistung von 66,2 % in 2022 auf 65,5 % leicht reduziert und damit wieder auf dem Niveau von 2021 eingependelt.

Das EBIT hat sich um 1,0 Punkte in Bezug auf die Gesamtleistung von 3,7 % auf 4,7 % erhöht.

4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind unsere Mitarbeiter zu sehen, deren Zahlen und Strukturen sich in 2023 wie folgt verändert haben:

31.12.2023 Veränderung 31.12.2022
Geschäftsführung 2 2
kaufmännische Angestellte 114 (+8) 106
gewerbliche Arbeitnehmer 59 (+1) 58
Teilzeitkräfte/Aushilfen 14 (+1) 13
Auszubildende 17 (+1) 16
Summe 206 (+11) 195

Das Investment in Köpfe zahlt sich aus: Denn ein wichtiges Erfolgskriterium für uns ist, wie sich der Umsatz je beschäftigter Person entwickelt. Die Leistung je Beschäftigten stieg in 2023 (bei leicht steigenden Kosten pro Kopf) ein weiteres Mal um 4,3 % von T€ 263,3 auf T€ 274,7. Die Personalintensität zog leicht von 16,7 % auf 17,3 % der Gesamtleistung an und bleibt damit deutlich unter dem Wert des Jahres 2021 von 18,9 %.

Eine brancheninterne Studie der IFH Köln sah unsere Mitarbeiter - bezogen auf den Gesamtumsatz je beschäftigte Person pro Monat - in 2023 regelmäßig um rund T€ 8 pro Monat erfolgreicher als die des Wettbewerbs in unserer Betriebsgrößenklasse! Und rund T€ 10 erfolgreicher als die der Branche. Diese Zahlen muss man auch vor dem Hintergrund bewerten, dass die meisten der freien Stellen bei uns mittlerweile besetzt sind.

Wir haben auch in 2023 den Mitarbeitenden wieder viele Gründe geboten, erfolgreich zu sein: So ist eine Vielzahl von Aufgaben mit der Aussicht auf Prämien versehen, um den Ehrgeiz in Sachen Beratung und Verkauf hochzuhalten. Zudem haben wir je Mitarbeiter 1.000 Euro Inflationsausgleich gezahlt; unterjährig neue Mitarbeiter/innen, Teilzeitkräfte und Azubis bekamen anteilig.

Im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) haben wir in 2023 rund 14 T€ an Spenden herausgegeben: Darunter 6.000 Euro für das Schullandheim Langeoog der Bielefelder Osningschule sowie 5.250 Euro an die Bielefelder Tafel e.V. Weitere Spenden gingen an die Kinderkrebshilfe, den Verein Teilen e.V., den Förderverein der Radrennbahn und an das Kinder- und Jugendhilfswerk Die Arche. Zusammen mit einem unserer Lieferanten haben wir darüber hinaus den Verein Jugendwerkstatt Bielefeld e.V. unterstützt.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für die Fritz Wittich GmbH haben wir in unserem Lagebericht mit einem Umsatz-Plus von rund 5 bis 10 Prozent für 2023 gerechnet. Geworden sind es 16,1 Prozent. Das Wachstum liegt sowohl deutlich über dem der vergleichbar großen Wettbewerber wie auch über der gesamten Branche. Die überproportionale Entwicklung bestätigt, dass wird den durch die Insolvenz von zwei Wettbewerbern größer gewordenen Markt weiter ausschöpfen konnten. Nicht zuletzt dadurch gestärkt, dass wir personelle Lücken in 2023 weitestgehend schließen konnten. Die anhaltend positive Entwicklung bestätigt zudem unsere Strategie, weiter zu investieren: In Gebäude, in Technik und Prozesse, in Digitalisierung - und vor allem in die Menschen, die mit uns erfolgreich sein wollen.

Es ist uns im dritten Quartal gelungen, unsere neue Logistiksoftware live zu setzen. Nach nicht einmal zwei Wochen waren die Startschwierigkeiten Geschichte, die ersten Früchte - wie weniger Fehllieferungen oder Zusatzfahrten wegen Mangellieferungen - konnten wir bereits ernten. Weitere Bausteine der Software sind noch in Arbeit, das bietet uns weitere Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und damit auch weitere Savingpotenziale.

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Wir gehen davon aus, dass wir unseren Umsatz im Bereich Fahrzeugteile in 2024 noch einmal steigern können. Allerdings sehen wir die weiteren Wachstumspotenziale konservativ geplant eher im einstelligen Bereich um 5 %. Diese positive Einschätzung teilen 83,3 % unserer Kollegen im bundesweiten Kfz-Teilehandel: 16,7 % erwarten eine stagnierende, keiner eine rückläufige Geschäftsentwicklung (GVA-Blitzabfrage zur Situation der Branche nach dem 4. Q. 2023).

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Für unsere Sparte Werkstattausrüstung gehen wir eher von einem Rückgang in der Größenordnung von minus 10 % aus. Grundlage dieser Einschätzung sind, dass wir den Zenit beim Vertrieb von Partikelzählern überschritten haben dürften. Hinzu kommt, dass viele Werkstätten aktuell unter Personalmangel leiden, weshalb sie aktuell keine weiteren Arbeitsplatzausstattungen benötigen.

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Im Bereich Zweirad ist ein Silberstreif am Horizont erkennbar, die ersten Monatsumsätze 2024 zeigen, dass die Läger immer noch voll sind, der Verkauf im Einzelhandel aber stabil läuft. Der Jahreserfolg hängt stark von dem derzeitigen Saisonstart ab. Wir bleiben auch für 2024 eher zurückhaltend in unseren Erwartungen, gehen von einer Schwankungsbreite von + 15 % bis - 15 % im Umsatz aus. Für uns - wie für viele unserer Marktbegleiter - wird auch das Jahr 2024 zu einer Wundertüte.

BETEILIGUNGEN

Wir gehen davon aus, dass sich im Jahr 2024 unsere Beteiligungen an der COPARTS-Unternehmensgruppe weiterentwickeln werden. Wir planen jedoch derzeit noch konservativ mit einer Gewinnausschüttung in Höhe von rund T€ 250.

ZUSAMMENFASSUNG

Alles in allem rechnen wir auch für das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis der Gruppe. Beim Umsatz plus 4 %; den Ertrag erwarten wir in etwa auf der Höhe der letzten drei Jahre.

Deshalb gehen wir auch davon aus, dass wir auch im laufenden Jahr 2024 zu jedem Zeitpunkt in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

2. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Für die kurzfristige Entwicklung des Geschäftsbereichs Fahrzeugteile sehen wir kaum fundamentale Risiken. Die Inflation, ihr Hauptauslöser Energiekrise und die in Folge stark steigenden Löhne bleiben eine Herausforderung für alle Markteilnehmer. Für alle, die wie wir für ihre Arbeit viel fahren müssen - spielen die steigenden Treibstoffkosten durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie steigende CO 2 -Preise eine relevante Rolle. Der Handel mit NKW Teilen leidet unter der stark gestiegenen LKW Maut sowie durch Umsatzrückgänge z.B. der Bau- und Küchenindustrie und dem damit sinkenden Transportvolumen. Andere Potenziale wie immer mehr angemeldete Fahrzeuge in Deutschland sowie mehr Hersteller mit immer mehr Modellen am Markt wachsen stetig weiter.

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Der Fahrzeugteile-Einzelhandel wird stärker als der Großhandel vom Internethandel beeinflusst. Die Online-Shops - elf große gibt es mittlerweile schon in Deutschland - werden technisch immer ausgefeilter. Aber auch sie müssen kräftig werben, da der Anteil der Selbermacher unter den Autofahrern unserer Erfahrung nach nicht mehr wächst. Zusätzlich erhöht die gestiegene LKW-Maut sowie ein anhaltender Mangel an LKW-Fahrern auch hier die Logistikkosten.

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Wenngleich der hohe Arbeitsdruck in unserer Kernzielgruppe Freie Kfz-Werkstätten anhält, spüren wir nur langsam die Erhöhung der Ertragskraft bei unseren Kunden. Jeder unserer Kunden hat daher nur eine begrenzte Summe pro Jahr, die er für neue Ausrüstung investieren kann. Und die geht entweder in Systeme, die aufgrund rechtlicher Anforderungen erneuert werden müssen. Oder in andere Dinge, die schon länger darauf warten, erneuert zu werden. Zusätzlich drückt der Personalmangel auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Wir werden daher zusammen mit der COPARTS am Thema Personalsuche und Nachwuchswerbung für unsere Kunden aktiv arbeiten. erstes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem Portal https://schrauberjobs.com/.

Die Wachstumspotenziale aus der Betreuung von E-Fahrzeugen wird sich unserer Einschätzung nach aufgrund stockender Absatzzahlen und aufgrund eines wachsenden Angebots an E-Gebrauchtwagen temporär etwas einbremsen, das reduziert aber nicht unsere mittel- und langfristigen Wachstumserwartungen durch den politisch nach wie vor gewollten Systemwechsel.

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Im Zweiradbereich sehen wir unsere größten Risiken darin, dass die immer noch hohen Lagerbestände des Fachhandels nicht schnell genug abverkauft werden und sich deshalb das Nachordern weiterhin abschwächt. Eine seriöse Vorausschau wagt derzeit niemand in der Branche; hier wird man den Sommer abwarten müssen. Was wir jedoch schon heute sehen, sind Wachstumspotenziale, die durch neue Marktsegmente entstehen, so wachsen derzeit sehr stark alle Arten von Lastenrädern ebenso wie die von Falt- und kleinen Stadträdern, die als Zweit- oder Drittrad für den Einsatz aus anderen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, Wohnmobil, Pkw) heraus angeschafft und genutzt werden.

ZUSAMMENFASSUNG

Die Risiken bezogen auf unser gesamtes Unternehmen sind vielfältig. Dennoch schätzen wir sie nach wie vor geringer ein als unsere Chancen. Für die mittelfristige Risikobewertung denken auch wir in Szenarien, überprüfen und aktualisieren diese laufend.

Ertragsorientierte Risiken

Bestehende Wettbewerbsrisiken durch polnische Großhändler haben sich zuletzt abgeschwächt, die ihren länderspezifischen Einkaufsvorteil ebenso wie die deutlich geringeren Fahrerlöhne bei ihrer Feinlogistik einsetzen, um auch in Westfalen neue Kunden zu gewinnen. Sie sind am stärksten belastet vom Krieg in der Ukraine, denn der beschert ihnen Personalprobleme, weil viele ukrainische oder belarussische Fahrer gerade nicht einsetzbar sind.

Spürbar steigende Fracht- und Distributionskosten - vor allem durch eine höhere Lkw-Maut und aufgrund der CO 2 -Bepreisung steigender Spritkosten - sowie darauf basierende Preissteigerungen für die von uns gehandelten Produkte stellen ebenso ein Risiko dar wie der anhaltende Fachkräftemangel. Auch wir werden neue Mitarbeiter nur mit besseren Gehältern gewinnen können. Im Geschäftsbereich Zweirad drückt ein hoher Warenbestand auf die Margen aller Anbieter.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind unter Bestandskunden die Ausnahme; ihre durch Neukunden zunehmende Zahl wird laufend durch eine Prozessoptimierung (Lastschrift) reduziert. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Gegenüber.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenkapital und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel eines umfassenden Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine ostwestfälisch-konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung.

Personelle Risiken

Das größte personelle Risiko stellte bislang der Ausfall des Geschäftsführers dar. Das daraus resultierende Risiko der potenziellen Handlungsunfähigkeit der Gesellschaft wurde insbesondere durch Aufnahme des bisherigen Prokuristen in die Geschäftsführung ausgeschlossen. Darüber hinaus gibt es weiterhin einen Prokuristen, ebenso bestehen umfangreiche Vorsorgeverträge und Vollmachten, die eine Fortführung der Gesellschaft sicherstellen. Nicht zuletzt ist es erstmals gelungen, die nächste Generation für eine Fortführung des Unternehmens zu interessieren.

Ein weiteres Risiko besteht im Verlust der umsatzstärksten Verkäufer und der kundenorientiertesten Fahrer. Diese zu halten, hilft ein umfassendes Mitarbeiterprogramm. Nicht einfacher wird es hingegen, neue Mitarbeiter zu finden. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass sich der Kampf der Arbeitgeber um die besten Kräfte weiter verschärfen wird.

Wir werden alles daransetzen, ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben: Dafür starten wir in diesem Jahr eine umfassende Zusatzversorgung unserer Mitarbeiter sowie eine umfassende Ansprache potenzieller Azubis über die wichtigsten Social-Media-Kanäle einschließlich TikTok. Aktuell haben wir noch zwei Fachkräfte-Stellen unbesetzt. In der Breite wurde es jedoch zuletzt für uns leichter, neue Mitarbeitende zu finden.

3. Chancenbericht

Der nationale Kraftfahrzeugteilehandel wird unseres Erachtens auch in den nächsten Jahren davon profitieren, dass viele Deutsche ihre Gebrauchtwagen weiterfahren, weil ihnen eine verlässliche Perspektive für den Neukauf fehlt. Denn die Diskussion um die sinnvollste Pkw-Antriebsart der Zukunft ist mit E-Mobilität längst nicht beantwortet: Die Diskussionen um Bio-Fuel, synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff als Alternativen sind weiter präsent.

FAHRZEUGTEILEHANDEL

Wir gehen auch davon aus, unsere Marktanteile im brancheninternen Verdrängungswettbewerb des Autoteilehandels kurz- bis mittelfristig noch weiter ausdehnen zu können. Dabei werden wir alle Chancen nutzen, die uns eine weitere Diversifizierung des Marktes bietet. Und wir punkten mit den größten Servicezeiten, während unsere Wettbewerber ihre weiter einschränken.

Den Onlinehandel für Autoteile wird man im Blick behalten müssen. Aber: Was Online-Anbieter auch auf Sicht nicht können werden, ist es, ihre Kunden mehrfach pro Tag zu beliefern; dieser Vorteil bleibt uns vorerst sicher.

In unserem weitaus größten Geschäftsbereich Autoteile lagen wir nach den ersten drei Monaten des Jahres bei einem Umsatzplus von über 4,1 %. Das mag sich über das Jahr noch steigern, weist aber schon in die richtige Richtung. Ebenso wie ein nach wie vor über dem Wettbewerb liegender Gesamtumsatz je beschäftigter Person.

WERKSTATTAUSRÜSTUNG

Im Geschäftsbereich Werkstattausrüstung lag der Umsatz Ende März 2024 um 2,5 % unter Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um eine von unbegründeten Zukunftsängsten geprägte Lage handelt, die sich im Laufe des Jahres wieder entspannen wird.

Sicher auch, weil wir - im Gegensatz zu deutlich größeren Anbietern - uns bekannten Kunden bei größeren Investments problemlos Ratenzahlungen anbieten können.

MOTORENTEILE

Knapp zwei Jahre nach unserem Antritt im Sondermarkt der Motorenteile hat sich das eigens dafür engagierte Spezialistenteam bestens eingearbeitet, Kontakte zur Kernzielgruppe der Motoreninstandsetzer und Tuner auf- und ausgebaut. Wir gehen davon aus, dass wir bislang nur einen kleinen Teil unseres neuen Marktes ausgeleuchtet haben. So investieren wir derzeit auch in unseren Onlineshop für Motorenteile.

Wenngleich es in der Abgrenzung schwierig ist, die direkten Erfolge unserer neuen Abteilung zu messen, so sind wir doch sicher, dass sie auch künftig einen wachsenden Beitrag zu Umsatz und Ergebnis liefern wird. Denn wir glauben auch perspektivisch an die Zukunft der Verbrennungsmotoren in vielen Einsatzbereichen, auch wenn diese künftig mit Wasserstoff, E-Fuels oder Biogas angetrieben werden.

ZWEIRADHANDEL UND -MANUFAKTUR

Die gesamte Branche - und zwar weltumspannend - tut sich aktuell schwer, die weitere Entwicklung des Zweiradmarktes zu prognostizieren. Dem können wir uns nur anschließen. Zu groß waren die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie, die Nachfrage hat in dieser Zeit alle Erwartungen übertroffen. Aktuell befinden wir uns in einer Normalisierungsphase, wobei unsere Absätze nach wie vor deutlich über dem Vor-Corona-Niveau von 2019 liegen.

Größtes Hemmnis sind nach wie vor mit Ware verstopfte Absatzkanäle, die sich nur zögernd lösen. Das hat auch unser Zweirad-Geschäft im ersten Quartal geprägt; unser Umsatz lag gut 22 % unter dem Vorjahreszeitraum. Wir von Wittich-Bikes werden alle sich bietenden Chancen nutzen, darunter die bevorstehende, von uns mitinitiierte und mitveranstaltete Bike-Ordermesse im Bielefelder Lenkwerk.

Mittelfristig wird sich der Zweirad-Markt wieder stabilisieren, der Bedarf an neuen Rädern steigen, da sich auch das Angebot immer weiter ausdifferenziert. Das wird die Nachfrage ebenso hochhalten wie die Tatsache, dass dem Radverkehr durch die Politik ein immer höherer Stellenwert zugemessen wird.

BETEILIGUNGEN

Unsere Beteiligungen an der Coparts-Gruppe und der GROUPAUTO International (GAI) werden durch Wettbewerber-Arrondierungen ihrer Gesellschafter sowie mit dem Markt weiterwachsen. Auch aufgrund der Übernahme des Schadenmanagements-Spezialisten DMS Deutschland GmbH durch die COPARTS-Tochter Global Automotive Service GmbH (G.A.S.) erwarten wir ein deutliches Wachstum in Umsatz und Ertrag. Denn sie eröffnet der Gruppe einen Zugang zum Markt der Reparatur teurer Unfallschäden, an dem wir besonders profitieren können, wenn wir sonst übliche Teile der Autohersteller durch Teile ihrer Vorlieferanten (OEM) ersetzen.

Und sicher wird das Geschäft auch noch Impulse erhalten von einem aktuell sich verstärkenden Wettbewerb der Autohersteller. Wie auch von vielen neuen, vor allem südostasiatischen Herstellern von E-Fahrzeugen, die hier bei uns in Westeuropa Partner für die Teileversorgung wie auch für den Werkstattservice suchen. Hierfür ist die Coparts-Tochter G.A.S. bestens aufgestellt.

Zudem erwarten wir 2024 eine deutliche Steigerung des Ertrags der Witzler GmbH in Hamm.

NACHHALTIGKEITSARBEIT

Nachdem unsere neue Logistiksoftware Ende des dritten Quartals 2023 live gegangen ist, werden wir uns in 2024 darauf konzentrieren, unser neues Servicekonzept in den Markt zu tragen: Es sieht eine Trennung unserer täglichen Lieferungen an die Werkstätten in Express- und Normal-Lieferungen vor. Durch unterschiedlich lange Bereitstellungszeiten und unterschiedlich hohe Versandkosten sollen Fahrten verkürzt oder eingespart und der Kommissionieraufwand verringert werden. Diese optimierte Tourenplanung soll den Pro-Kopf-Umsatz und die Effizienz unseres Betriebs nachhaltig steigern. Sowie die Kosten durch geringere Sprit- und Mautkosten reduzieren. Und sie wird auch der Umwelt durch weniger CO 2 -Ausstoß unseres Werksverkehrs zugutekommen.

Zu einer weiteren Effizienzsteigerung wird die Einführung der COPARTS-weit genutzten Software CODATA führen. Sie wird unseren bislang hohen Aufwand zur Pflege der Produktdaten im Fahrzeugteilehandel auf ein Minimum reduzieren.

Die geplante Investition in eine PV-Anlage auf unserer Zentrale in Bielefeld haben wir in die Zeit geschoben; in Arbeit ist hingegen der Bau neuer Sozialräume, der Ende Mai/Anfang Juli abgeschlossen werden soll. Zudem kümmern wir uns aktuell um die Planungen für den Bau eines neuen Standorts in Petershagen. Den bisherigen müssen wir aufgrund einer Eigenbedarfskündigung ersetzen.

4. Gesamtaussage

ZUSAMMENFASSUNG

Wir von der Wittich GmbH gehen davon aus, dass wir in Marktanteilen und Umsatz auch in 2024 weiterwachsen können. Aber unsere Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr werden durch die nicht gute Stimmungslage in der Wirtschaft - nach wie vor bedingt durch die anhaltende Energietransformation und darauf basierenden Unsicherheiten sowie durch die zunehmende Zahl an militärischen Konflikten in der Welt - deutlich gedämpft.

Da wir unser Geschäftsmodell nach wie vor - und auch für die Zukunft - gut aufgestellt sehen, werden wir in 2024 erneut in unsere sächliche wie personelle Weiterentwicklung investieren.

 

Bielefeld, 29. April 2024

gez. Matthias Wittich, Geschäftsführer

gez. Thorsten Rahn, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.423.187,40 5.357.745,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.942,50 88.900,50
II. Sachanlagen 4.268.114,33 4.178.714,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.154.093,33 3.122.760,33
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.021,00 1.055.954,50
III. Finanzanlagen 1.090.130,57 1.090.130,57
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 800.000,00 800.000,00
2. Beteiligungen 108.892,57 108.892,57
3. sonstige Finanzanlagen 181.238,00 181.238,00
B. Umlaufvermögen 16.542.406,68 15.724.428,13
I. Vorräte 11.170.893,40 9.311.308,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.001.340,00 4.303.128,84
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.357,57 64.471,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.370.173,28 2.109.990,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.150,00 22.247,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.985.744,08 21.104.421,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.487.296,96 10.653.213,14
I. gezeichnetes Kapital 770.000,00 770.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.505.248,83 1.505.248,83
III. Bilanzgewinn 10.212.048,13 8.377.964,31
B. Rückstellungen 814.000,00 583.758,41
C. Verbindlichkeiten 8.684.447,12 9.867.449,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.947.764,53 2.646.879,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 864.608,96 856.543,45
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.871.712,12 6.363.808,47
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.985.744,08 21.104.421,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.968.869,26 17.605.788,94
2. Personalaufwand 9.775.314,95 8.577.821,48
a) Löhne und Gehälter 8.285.898,14 7.269.250,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.489.416,81 1.308.571,42
3. Abschreibungen 342.084,34 327.709,30
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 342.084,34 327.709,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.156.520,91 6.799.570,91
5. Erträge aus Beteiligungen 273.576,00 536.084,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.716,13 2.766,44
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.037,66 62.591,26
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 860.816,52 676.739,31
9. Ergebnis nach Steuern 2.043.387,01 1.700.207,12
10. sonstige Steuern 44.303,19 45.108,54
Jahresüberschuss 1.999.083,82 1.655.098,58

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft Fritz Wittich GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRB 7143 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Bilanz per 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Herstellungs- und Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Beträge. Leistungsbedingter Wertverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer zwischen drei und sechs Jahren, Sachanlagen zwischen drei und fünfzig Jahren abgeschrieben.

Die steuerlichen Regelungen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern werden auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss angewandt, da der Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

4. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

5. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bestände wurden mit einem Abschlag für Skonti und Boni versehen.

Für die nur geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestände an Kleinmaterial wurde auf Basis eines des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand Rechnung getragen.

7. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

8. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Bilanziert werden diese mit dem Nominalwert und die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

9. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

10. Der Berechnung der Steuerrückstellungen wurden die maßgeblichen steuerlichen Vorschriften zugrunde gelegt.

11. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

12. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

a. Anlagevermögen

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
davon FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.496,78 0,00 0,00 0,00 0,00 209.496,78
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 209.496,78 0,00 0,00 0,00 0,00 209.496,78
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.303.530,03 124.198,32 0,00 0,00 0,00 5.427.728,35
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.616.303,83 364.062,02 0,00 523.197,48 0,00 2.457.168,37
Summe Sachanlagen 7.919.833,86 488.260,34 0,00 523.197,48 0,00 7.884.896,72
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.315.042,72 0,00 0,00 0,00 0,00 1.315.042,72
Beteiligungen 207.570,24 0,00 0,00 98.677,67 0,00 108.892,57
sonstige Ausleihungen 181.238,00 0,00 0,00 0,00 0,00 181.238,00
Summe Finanzanlagen 1.703.850,96 0,00 0,00 98.677,67 0,00 1.605.173,29
Summe Anlagevermögen 9.833.181,60 488.260,34 0,00 621.875,15 0,00 9.699.566,79
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.596,28 23.958,00 0,00 0,00 0,00 144.554,28
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 120.596,28 23.958,00 0,00 0,00 0,00 144.554,28
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.180.769,70 92.865,32 0,00 0,00 0,00 2.273.635,02
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560.349,33 225.261,02 0,00 442.462,98 0,00 1.343.147,37
Summe Sachanlagen 3.741.119,03 318.126,34 0,00 442.462,98 0,00 3.616.782,39
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 515.042,72 0,00 0,00 0,00 0,00 515.042,72
Beteiligungen 98.677,67 0,00 0,00 98.677,67 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 613.720,39 0,00 0,00 98.677,67 0,00 515.042,72
Summe Anlagevermögen 4.475.435,70 342.084,34 0,00 541.140,65 0,00 4.276.379,39
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 64.942,50 88.900,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 64.942,50 88.900,50
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0,00 3.154.093,33 3.122.760,33
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.114.021,00 1.055.954,50
Summe Sachanlagen 0,00 4.268.114,33 4.178.714,83
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 800.000,00 800.000,00
Beteiligungen 0,00 108.892,57 108.892,57
sonstige Ausleihungen 0,00 181.238,00 181.238,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.090.130,57 1.090.130,57
Summe Anlagevermögen 0,00 5.423.187,40 5.357.745,90

2. Anteilsbesitz

Name und Sitz des Unternehmens: Autobedarf Witzler GmbH, Hamm

Die Angaben unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB.

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme eines Betrages von T€ 59 (Vorjahr: T€ 359) innerhalb eines Jahres fällig.

c. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

1. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von € 11 (Vorjahr: T€ 12) ausgewiesen.

d. Eigenkapital

1. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages.

2. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 8.377.964,31 (Vorjahr: € 6.867.865,73) enthalten.

e. Verbindlichkeiten

1. Zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 verweisen wir auf den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Bilanzposition zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
T€
bis zu 1 Jahr
T€
davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
davon gesichert
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.948 444 833 671 1.941
Vorjahr 2.647 580 1.196 871 1.616
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.780 3.780 - - -
Vorjahr 4.525 4.525 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 865 365 - 500 -
Vorjahr 857 357 - 500 -
sonstige Verbindlichkeiten 2.091 2.091 - - -
Vorjahr 1.838 1.838 - - -
- davon aus Steuern 709 709 - - -
Vorjahr 395 395 - - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 2 - - -
Vorjahr - - - - -
Summe 8.684 6.680 833 1.171 1.941
Vorjahr 9.867 7.300 1.196 1.371 1.616

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Globalzession, Raumsicherungsübereignung des Warenlagers sowie die Sicherungsübereignung der Regalanlage abgesichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert worden.

2. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Leiharbeitnehmer in Höhe von T€ 333 (Vorjahr: T€ 140) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB im Wesentlichen aus den Mietverträgen für die Geschäftsräume der Niederlassungen (ca. T€ 588 jährlich, Vorjahr: T€ 578) sowie aus Kfz-Leasing-, Einrichtungsmiet- und Wartungsverträgen in Höhe von jährlich ca. T€ 331 (Vorjahr: T€ 348).

2. Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen beschäftigt worden (Angabe erfolgt ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende):

Anzahl 2023 Anzahl 2022
kaufmännische Angestellte 111 104
gewerbliche Arbeitnehmer 57 56
Teilzeitkräfte/Aushilfen 14 12
182 172

3. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

4. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Matthias Wittich, Kaufmann, und Herr Thorsten Rahn, Kaufmann.

5. Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft haftet mit einer Bürgschaft in Höhe von insgesamt T€ 200 sowie mit den zugunsten der Sparkasse Bielefeld eingetragenen Grundschulden auf ihre Betriebsgrundstücke in Höhe von T€ 2.934 für Verbindlichkeiten der Autobedarf Witzler GmbH, an der die Gesellschaft 100 % der Anteile hält. Die Verbindlichkeiten der Autobedarf Witzler GmbH bei der Sparkasse Bielefeld valutieren zum Stichtag mit T€ 89 (Vorjahr: T€ 98). Ferner haftet die Gesellschaft mit einer Bürgschaft in Höhe von insgesamt T€ 63 zugunsten der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG für Verbindlichkeiten der Autobedarf Witzler GmbH. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Stichtag mit T€ 40 (Vorjahr: T€ 46).

Die zugrundeliegenden Verpflichtungen wurden von der betreffenden Gesellschaft bisher erfüllt und können nach unseren Erkenntnissen auch zukünftig erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nach kaufmännischer Beurteilung nicht zu rechnen (§ 285 Nr. 27 HGB).

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

7. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss nach teilweiser Ausschüttung an die Gesellschafter auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bielefeld, 29. April 2024

gez. Matthias Wittich, Geschäftsführer

gez. Thorsten Rahn, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Dieser Bestätigungsvermerk

An die Fritz Wittich GmbH, Bielefeld:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Fritz Wittich GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Fritz Wittich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Bielefeld, 8. Mai 2024

gez. Thomas Pollmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.