Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 175
Eingetragen
1.6.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Herstellung und den Vertrieb von Transport- und Lagerbehältern sowie Produkten aus Schaumstoff und die Durchführung aller damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anika Bätzel
seit 26.2.2010
Prokura
Dr. Daniel Bätzel
seit 26.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
THE GmbH & Co. KG
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thermodyne GmbH

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

(T€ = 1.000 EUR)

Die Gesellschaft stellt am Standort Osnabrück langlebige Transportboxen, Trolleys und Koffer aus Kunststoff sowie Produkte aus Schaumstoff her. Einsatzgebiete sind industrielle logistische Anwendungen (Transport- und Lagerbehälter) sowie Verkaufsverpackungen (der Kunde verkauft sein Produkt in einem Behälter, z.B. Messgeräte-, Werkzeug- oder Zubehör-Koffer/-Behälter). Kunden finden sich in den unterschiedlichsten Branchen (z.B. Luftfahrt, Logistik, Elektronik, Militär oder Medizintechnik).

1) Absatzmarkt / Auftragseingänge

a) Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2023 (Schätzung) 2022 2021
Welt 3,1 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 1,6 2,6 5,6
Euro-Zone 0,5 3,4 5,6
Deutschland -0,3 1,8 3,2
Frankreich 0,8 2,5 6,4
Italien 0,7 3,7 7,0
Spanien 2,4 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 0,5 4,3 7,6
USA 2,5 1,9 5,9
Japan 1,9 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 4,1 6,9
ASEAN * 4,2 5,5 4,0
Brasilien 3,1 3,0 5,0
China 5,2 3,0 8,5
Indien ** 6,7 7,2 9,1
Russland 3,0 -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388

b) Wirtschaftsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU- Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.- Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.)

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388

c) Konjunktur Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw- Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374

d) Internationaler Markt von Transport- und Verkaufsverpackungen

Der internationale Markt von Transportverpackungen gestaltet sich sehr unübersichtlich. Grundsätzlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten, Produkte zu verpacken. Die Möglichkeiten reichen von Einwegverpackungen (z.B. Pappkartons, Holzkisten) über einfache Mehrwegverpackungen bis hin zu robusten und langlebigen Mehrwegbehältern. Dabei sind unterschiedliche Materialien (z.B. Aluminium, Kunststoff oder Holz) und unterschiedliche Bauweisen/Fertigungsweisen (z.B. Spritzguss, Plattenbauweise, Thermoformen oder Rotationsformen) möglich. Die Grenzen verlaufen fließend und der Kunde entscheidet aufgrund unterschiedlichster Sichtweisen, welche Lösung er verwendet. Zusätzlich erstreckt sich der Markt über unterschiedlichste Branchen (z.B. Luftfahrt, Logistik, Elektronik, Medizintechnik oder Militär). Es ist davon auszugehen, dass der Markt von Transport- und Verkaufsverpackungen mit der allgemeinen industriellen Marktentwicklung korreliert.

e) Entwicklung Thermodyne GmbH

Im Betrachtungsjahr konnte das Unternehmen eine äußerst positive Umsatzentwicklung verzeichnen. Der Gesamtumsatz stieg um 22,6 %. Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter eine gestiegene Nachfrage, erfolgreiche Vertriebsstrategien und operative Effizienzsteigerungen.

Der Anteil der Aufträge aus Deutschland betrug 69 %, aus dem übrigen Euro-Raum 21 % und aus Nicht- Euro-Ländern 10 %.

2) Personal

Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag inklusive der fünf Auszubildenden 120 Mitarbeiter. Der deutliche Anstieg der Mitarbeiterzahl (+17,6%) im Jahr 2023 steht im Verhältnis zum gesteigerten Umsatz (+22,6%).

Die Entwicklung ist positiv und entspricht der Erwartungshaltung aus dem Lagebericht des Vorjahres. Für 2024 rechnen wir mit einer Konsolidierung der Mitarbeiterzahl. Die Auftragslage und die Aussichten sind weiterhin positiv. Mit dem gestiegenen Personalstamm können wir das Arbeitsaufkommen gut bewältigen.

Der Arbeitsmarkt war in 2023 angespannt. Das war auch im Bereich der Produktionshelfer sowohl bei direkten Bewerbern als auch bei der Zeitarbeit spürbar. Thermodyne hat daher verstärkt in die Rekrutierung und Unternehmenspräsentation mit Erfolg investiert und plant zusätzlich eine Neustrukturierung des Lohnsystems, welches in der Zukunft leistungsbezogenen Anreize schaffen und die Positionierung im Arbeitsmarkt stärken soll.

Wir erwarten uns dadurch, auch in der Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber für die bestehenden und für neue Mitarbeiter zu sein. Nachdem sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres 2024 weiter deutlich zugespitzt hatte, scheint sich dieser zum Ende des Jahres wieder zunehmend zu entspannen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigt eine negative Tendenz. Das macht sich auch im Arbeitsmarkt bemerkbar. Somit ist weiterhin damit zu rechnen, dass sich die positive Tendenz im Arbeitsmarkt sowohl hinsichtlich der Quantität als auch in der Qualität der Bewerber fortsetzen wird. Hier kann Thermodyne profitieren, da die wirtschaftliche Entwicklung entgegen dem aktuellen Trend anhaltend positiv ist.

Es ist bereits spürbar, dass das neue Konzept aufgeht und wir auf unsere Stellenausschreibungen eine gute und erhöhte Resonanz erhalten.

Wir investieren auch weiterhin stetig in die Ausbildung und können die ausgeschriebenen Ausbildungsplätze gut besetzen.

3) Ertragslage

Das Jahr 2023 weist im Vergleich zum Vorjahr wiederholt eine deutlich verbesserte Umsatz- und Ertragslage aus. Der wichtige Absatzmarkt der Luftfahrtindustrie ist stabil auf einem hohen Niveau. Thermodyne ist durch einen guten und breiten Branchenmix mit einem soliden Kundenstamm gut aufgestellt. Zudem ist Thermodyne in den Wachstumsbranchen präsent und als zuverlässiger Lieferant mit hohem Qualitätsanspruch und individueller Ausrichtung auf den Kunden gefragt. Die Ausrichtung von Thermodyne als anerkannter Spezialist für individuelle Verpackungslösungen liegt im Trend der gestiegenen Ansprüche der Kunden. Thermodyne wird durch die bestehenden und potentiellen Neukunden als kompetenter Ansprechpartner und zuverlässiger Lieferant wahrgenommen. Somit ist auch weiterhin mit Umsatzwachstum zu rechnen.

Mit der sehr guten Eigenkapitaldecke und Liquiditätslage ist Thermodyne gut für die Zukunft gerüstet. Das ermöglich die Investition in eine moderne und zukunftsfähige Betriebsausstattung mit fortschreitender Automatisierung der Produktionsabläufe. Somit kann Thermodyne das erhöhte Arbeitsaufkommen bedingt durch die hohe Nachfrage und gute Auftragslage auch in der Zukunft termingerecht bewältigen. Die Prognose für die Auftrags- und Ertragslage ist weiterhin uneingeschränkt gut.

4) Risikomanagement / Forderungen

Unverändert zu den Vorjahren gab es auch in 2023 keine Risiken im Bereich von Forderungsfällen.

Die Kunden von Thermodyne bilden einen gesunden Branchenmix, sind solvent und besitzen ein gutes Rating. Ausfallrisiken können als gering eingestuft werden. Bei Neukunden erfolgen Bonitätsabfragen vor Auftragsentgegennahme.

Risiken werden regelmäßig bewertet und der Umfang der bestehenden Versicherungen (Sach-, Haftpflicht, BU, etc.) wird auf Aktualität geprüft. Erforderliche Maßnahmen und Anpassungen werden umgesetzt.

5) Finanzlage

Das Unternehmen besitzt eine sehr gute Kapitalbasis. Die Eigenkapitalquote und die Liquidität sind unverändert hoch.

Infolge der auch in den vergangenen Jahren ausnahmslos mit Gewinn abgeschlossenen Wirtschaftsjahre besitzt das Unternehmen einen positiven Cashflow, der sich in einem stetigen Mittelzufluss und einem positiven Jahresergebnis widerspiegelt.

Im Jahr 2023 wurden alle Investitionen aus Eigenmitteln getätigt. Es bestehen keine Fremdfinanzierungen. Die ausgezeichnete Liquiditätslage ermöglicht, dass auch zukünftige Investitionen ausschließlich aus Barmitteln getätigt werden können. Kontokorrent-Kredite wurden über den Jahresverlauf nicht beansprucht und auch darüber hinaus bestehen keine anderweitigen Kredite.

Alle bestehenden Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Fälligkeit getilgt. Dabei bestehende Skontovereinbarungen werden im Rahmen der stets guten Liquiditätssituation grundsätzlich immer in Anspruch genommen.

Die Bewertung und das Rating des Unternehmens bei den Finanzinstituten und der Bonitätsindex bei den einschlägigen Wirtschaftsinformationsdiensten ist durchweg sehr gut.

6) Investitionen / Anschaffungen und Anlagevermögen

Regelmäßig und stetig wird in die Ausstattung der Produktion, die Verbesserung der Prozesse und in die Modernisierung der technischen Produktionsanlagen investiert.

Der Wert der Gesamtzugänge in 2023 beträgt inklusive der geringwertigen Wirtschaftsgüter 853 T€ (Vorjahr 622 T€). Die Abschreibungen auf Anlagevermögen belaufen sich im Gegenzug auf 408 T€.

Darunter waren Investitionen in Software und Lizenzen (47 T€), Technische Anlagen und Maschinen (552 T€), Anzahlungen auf Technische Anlagen und Maschinen (403 T€), GWGs (9 T€), Mietereinbauten (60 T€) und sonstige Betriebsausstattung (185 T€).

Alle Investitionen wurden aus dem Cash-Flow finanziert.

7) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 15,2 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €).

Das Eigenkapital beträgt 11,3 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €) und entspricht einer Quote von 74,5 % und liegt somit in etwa auf dem Vorjahresniveau (absolut +2.538 T€ / Quote Vorjahr 79,3 %).

Der Jahresüberschuss verbleibt - wie auch in den Vorjahren - im Unternehmen.

8) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

a) Konjunkturelle Aussichten Weltwirtschaft 2024

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die USamerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388

b) Deutsche Konjunktur (Aussichten)

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374

c) Absatzmarkt (Aussichten)

Luftfahrtindustrie

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie konnte sich im Jahr 2023 deutlich erholen und erreichte erstmals wieder die Werte von 2019. Der Gesamtumsatz stieg auf 46 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders die zivile Luftfahrt war der Haupttreiber dieser Entwicklung, während die militärische Luftfahrt ebenfalls ein Wachstum von 19 % verzeichnete. Trotz dieser positiven Entwicklung bestehen weiterhin Herausforderungen durch Lieferkettenprobleme und regulatorische Anforderungen. Aussicht für 2024: Die Fülle an Bestellungen im zivilen Flugzeugbau stimmt zuversichtlich, dass sich dieser Aufwärtstrend im Jahr 2024 weiter konsolidiert.

Quelle: https://www.bdli.de/meldungen/branchendaten-der-deutschen-luft-und-raumfahrtindustrie: "Branchendaten der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie: Covid-Jahre überwunden, Risiken bleiben, 30.05.2024"

Elektronikindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnete 2023 ein leichtes Wachstum von 2,7 %, wobei die Exporte einen neuen Rekordwert von 253,8 Milliarden Euro erreichten. Die Branche profitierte von einer stabilen Nachfrage in den USA und China, während die Exporte nach China leicht zurückgingen. Die deutsche Sensorik- und Messtechnikbranche verzeichnete im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders die industrielle Messtechnik profitierte von einer steigenden Nachfrage nach präzisen Messlösungen in der Fertigung und Qualitätssicherung. Der Markt für industrielle Messtechnik wuchs mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6 %, getrieben durch Fortschritte in der Automatisierung und Digitalisierung. Aussicht für 2024: Die Branche blickt mit verhaltenem Optimismus auf das kommende Jahr. Während einige Abnehmermärkte mit wirtschaftlichen Unsicherheiten kämpfen, bleibt die Nachfrage nach innovativen Sensorik- und Messtechniklösungen stabil. Besonders die Integration von loT-fähigen Sensoren und Kl-gestützten Messverfahren wird das Wachstum weiter vorantreiben

Quellen:

https://www.elektroniknet.de/halbleiter/2023-deutsche-elektroexporte-und-importe-mit-leichtem-plus.214404.html

https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/industrial-metrology-market "Marktgrößen- und Marktanteilsanalyse für industrielle Messtechnik - Wachstumstrends und Prognosen (2024 - 2029)"

https://www.ama-sensorik.de/verband/brancheninformationen/branchenstatistik-2023/

Medizintechnik

Die deutsche Medizintechnikbranche erzielte 2023 einen Umsatz von 38,4 Milliarden Euro, wobei der Exportanteil bei 25,78 Milliarden Euro lag. Die Branche profitierte von einer steigenden Nachfrage nach innovativen Technologien, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Telemedizin. Aussicht für 2024: Die Digitalisierung und Nachhaltigkeit gewinnen weiter an Bedeutung. Die Einführung neuer EU-Regulierungen könnte jedoch zu höheren Kosten führen.

Quellen:

https://de.statista.com/themen/793/medizintechnik/

https://www.spectaris.de/medizintechnik/publikationen

Militärindustrie

Die deutschen Militärausgaben stiegen 2023 auf 66,8 Milliarden US-Dollar, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Investitionen in militärische Luftfahrttechnologien und Verteidigungssysteme wurden erheblich ausgeweitet7. Aussicht für 2024: Die Militärausgaben sollen weiter steigen, insbesondere durch das Sondervermögen der Bundeswehr und geopolitische Spannungen.

Quellen:

https://de.tradingeconomics.com/germany/military-expenditure

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1300240/umfrage/verteilung-der-militaerausgaben-deutschlands/

Fazit und strategische Implikationen

Die Absatzmärkte des Unternehmens zeigen insgesamt eine positive Entwicklung, wobei die Luftfahrt- und Militärindustrie besonders stark wachsen. Die Elektronikbranche steht vor Herausforderungen, während die Medizintechnik von technologischen Fortschritten profitiert.

Aufgrund unserer breiten Verteilung auf unterschiedlichste Kundenbranchen sehen wir kein spezifisches Risiko. Unsere größten Kunden sind namhafte Unternehmen, die ihrerseits ausgezeichnet im Markt positioniert sind. Die Bonität unserer Stammkunden ist sehr gut.

d) Entwicklung Thermodyne GmbH

Im Jahr 2024 haben wir einen vorläufigen Umsatz von 18,6 Mio. € erzielt. Wir erwarten für 2025 einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich und streben nach einer konstanten Rentabilität.

Es wurde im Jahr 2024 weiter in die Technisierung der Produktion in Höhe von ca. 1,5 Mio. € investiert. Für das Jahr 2025 sind weitere Investitionen geplant und bereits beauftragt.

e) Chancen & Risiken

Im steigenden Imageverlust von Kunststoff im Allgemeinen und Kunststoffverpackungen im Speziellen sehen wir für uns kein gesteigertes Risiko. Wir stellen im Vergleich zu Kunststoffverpackungen des allgemeinen Sprachgebrauchs (Plastiktüten, Lebensmittelverpackungen etc.) extrem langlebige Produkte her, die eine deutlich bessere Umweltbilanz haben als qualitativ minderwertige Alternativen oder Einwegverpackungen. Zudem verwenden wir in der Regel reine Werkstoffe (beispielsweise keine Verbundwerkstoffe, sondern reines PE-HD oder reines Aluminium), die sich sehr gut recyceln lassen. Wir produzieren mit modernen, energieeffizienten Maschinen in einem modernen Industriebau in Niedrigenergiebauweise und verwenden zum größten Teil "grüne" Energie (z.B. aus eigener Photovoltaik). Durch die Unterstützung eines Energieberaters werden Investitionen für die Weiterentwicklung zu einem ökologisch ausgerichteten Produktionsunternehmen geprüft und sollen zeitnah umgesetzt werden.

Wir produzieren zu international wettbewerbsfähigen Preisen und sehen aufgrund unserer Stärken als auch aufgrund des Marktvolumens gute Chancen, weiterhin neue Kunden gewinnen zu können.

Für die Zukunft erwarten wir kein erhöhtes Insolvenzrisiko unserer Kunden, da sich die Wirtschaftslage wieder stabilisiert hat und Thermodyne einen langjährigen und solventen Kundenstamm hat.

Der Gefahr von Cyberangriffen sind wir mit einer Erhöhung von Sicherheitsmaßnahmen und mit dem Abschluss einer Cyber-Versicherung entgegengetreten.

Der Beschaffungsmarkt hat sich weiter beruhigt. Schwankungen und Preissteigerungen beim Rohmaterial wird mit Weitblick beim Einkauf begegnet. Aufträge werden zeitnah abgewickelt, so dass Preissteigerungen im Rahmen der Kalkulation bereits berücksichtigt werden können. Es gibt ausreichend alternative Beschaffungsmöglichkeiten für Standardvormaterialien. Für Materialien mit längeren Beschaffungsfristen haben wir einen sehr großen Sicherheitsbestand eingerichtet, der uns gegen externe Einflüsse wie Lieferprobleme oder Lieferantenausfälle absichert.

Wir verfolgen die Strategie, mit einem überdurchschnittlich modernen Maschinenpark zu produzieren und tätigen frühzeitig Ersatzinvestitionen. Zusätzlich haben wir eine Redundanz bei strategisch wichtigen Maschinen geschaffen auch wenn diese Maschinen aus Kapazitätsgründen nicht erforderlich sind. Somit bewerten wir das Risiko von Lieferschwierigkeiten aufgrund von Maschinenausfällen als sehr gering.

Dem steigenden Lohnniveau werden wir mit weiterer Automatisierung und effizienteren Produktionsverfahren entgegentreten.

Thermodyne ist bei der Personalbeschaffung aktuell gut aufgestellt. Alle Vakanzen konnten und können mit qualifizierten Mitarbeitern besetzt werden und die Bewerbersituation zeigt sich tendenziell sogar verbessert. Die Qualität der Mitarbeiter bei Thermodyne konnte in Summe somit gesteigert werden.

Thermodyne passt sich beim Lohngefüge der allgemeinen Lohnentwicklung an und orientiert sich an Tarifabschlüssen. Dadurch steigen die Personalkosten, die aber weiterhin im Einklang zur Umsatz- und Ertragsentwicklung stehen. Durch die Stabilität, ein positives und modernes Arbeitsumfeld, ein teamorientiertes Sozialgefüge und einen zukunftssicheren Arbeitsplatz wird Thermodyne intern wie extern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.

Die Entwicklung, die Auftragslage und die Aussichten für Thermodyne werden durchweg als positiv eingeschätzt. Das spiegelt sich auch in dem deutlichen Umsatzzuwachs und der steigenden Mitarbeiterzahl wider. Das Produkt ist im Markt sehr gut positioniert und wird insbesondere von den Wachstumsbranchen stark nachgefragt.

Insgesamt sehen wir keine erhöhten Risiken, die unsere Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

 

Osnabrück, 12. Dezember 2024

Dr. Daniel Bätzel

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 76.768,00 62.971,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.355.870,64 1.014.519,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.748.131,32 1.669.023,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 736.927,05 334.499,16
3.840.929,01 3.018.042,50
3.917.697,01 3.081.013,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.585.513,48 1.757.822,93
2. Unfertige Erzeugnisse 473.691,40 489.429,87
3. Geleistete Anzahlungen 44.038,49 51.308,40
2.103.243,37 2.298.561,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 870.128,98 742.542,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 97.713,10 97.713,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 199.096,98 39.379,19
1.166.939,06 879.635,19
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.994.096,66 4.809.856,81
11.264.279,09 7.988.053,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 193,91
15.181.976,10 11.069.260,61

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 8.749.028,58 7.094.708,00
III. Jahresüberschuss 2.537.839,28 1.654.320,58
11.312.432,45 8.774.593,17.
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 292.789,00 314.721,00
2. Steuerrückstellungen 391.017,00 664.780,00
3. Sonstige Rückstellungen 928.024,45 409.695,60
1.611.830,45 1.389.196,60
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 41.448,90 132.201,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 153.597,87 64.874,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.062.666,43 708.394,87
2.257.713,20 905.470,84
15.181.976,10 11.069.260,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.900.570,38 10.560.643,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.589.122,60 -4.046.109,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -903.833,84 -978.211,99
-5.492.956,44 -5.024.321,45
3. Abschreibungen -408.353,51 -401.493,70
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.336.070,67 -2.686.091,83
5. Betriebsergebnis 3.663.189,76 2.448.736,88
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.871,57 280,06
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.017,16 -10.468,73
8. Finanzergebnis 9.854,41 -10.188,67
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.110.647,53 -764.886,39
10. Ergebnis nach Steuern 2.562.396,64 1.673.661,82
11. Sonstige Steuern -24.557,36 -19.341,24
12. Jahresüberschuss 2.537.839,28 1.654.320,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die größenabhängigen Erleichterungen in Bezug auf die Gliederung des Jahresabschlusses und die Angaben im Anhang wurden in Anspruch genommen. Die im Jahresabschluss 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Jahresabschlusses zum 31.12.2022.

Zur Klarheit der Darstellung werden "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang vorgenommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Thermodyne GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Osnabrück
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Osnabrück
Register-Nr.: HRB 175

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände degressiv und linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit 1,5 % auf den Nettoforderungsbestand pauschal wertberichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet worden.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte unter Anwendung des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Fluktuation wurde mit 0 %, der Rententrend mit 2 % angenommen. Es wurde ein Zinssatz von 1,82 % zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 292.789,00 (Vorjahr: EUR 314.721,00).

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 5.274,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Dem Prinzip der Bewertungsstetigkeit wurde Rechnung getragen.

Angaben zur Bilanz

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Der Wert der Forderung gegen Gesellschafter beläuft sich auf EUR 5.293,36 (Vorjahr: EUR 6.680,21).

Das Stammkapital der Gesellschaft lautet auf DM 50.000,00.

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 EUR EUR EUR EUR
(Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR)
erhaltene Anzahlungen 41.448,90 41.448,90 0,00 0,00
(132.201,74) (132.201,74) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 153.597,87 153.597,87 0,00 0,00
(64.874,23) (64.874,23) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 2.062.666,43 2.062.666,43 0,00 0,00
(708.394,87) (708.394,87) (0,00) (0,00)
Summe 2.257.713,20 2.257.713,20 0,00 0,00
(905.470,84) (905.470,84) (0,00) (0,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 1.374.193,63 Steuern (Vorjahr: EUR 58.847,68) und in Höhe von EUR 12.868,97 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: EUR 7.694,57).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 55.502,11 (Vorjahr: EUR 61.501,27) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von EUR 1.773,09 (Vorjahr: EUR 5.964,59) enthalten.

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen EUR 5.274,00 (Vorjahr: EUR 5.926,00) auf den Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 109 Mitarbeiter (Vorjahr: 104 Mitarbeiter).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von EUR 281.520,00 mit einer Laufzeit vom 25 Jahren, EUR 662.044,92 mit einer Laufzeit von 20 Jahren, EUR 19.680,00 mit einer Laufzeit von sieben Jahren und EUR 114.831,12 mit einer Laufzeit von einem Jahr für Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.

Organbezüge

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Geschäftsführung und Vertretung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dr. Daniel Bätzel, Bissendorf, Wirtschaftsingenieur

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Osnabrück, den 12. Dezember 2024

Dr. Daniel Bätzel

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 388.958,92 47.129,74 0,00 0,00 436.088,66
388.958,92 47.129,74 0.00 0,00 436.088,66
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.397.737,50 192.219,27 360.000,00 0,00 5.949.956,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.256.661,79 194.185,96 60.074,16 20.133,30 3.490.788,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 334.499,16 822.502,05 -420.074,16 0,00 736.927,05
8.988.898,45 1.208.907,28 0,00 20.133,30 10.177.672,43
9.377.857,37 1.256.037,02 0,00 20.133,30 10.613.761,09
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 325.987,92 33.332,74 0,00 359.320,66
325.987,92 33.332,74 0,00 359.320,66
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.383.217,86 210.868,27 0,00 4.594.086,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.638,09 164.152,50 9.133,30 1.742.657,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.970.855,95 375.020,77 9.133,30 6.336.743,42
6.296.843,87 408.353,51 9.133,30 6.696.064,08
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 76.768,00 62.971,00
76.768,00 62.971,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.355.870,64 1.014.519,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.748.131,32 1.669.023,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 736.927,05 334.499,16
3.840.929,01 3.018.042,50
3.917.697,01 3.081.013,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Thermodyne GmbH, Osnabrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Thermodyne GmbH, Osnabrück - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thermodyne GmbH, Osnabrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, 21. Mai 2025

INTECON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Midding, Wirtschaftsprüfer

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf die ungekürzte Fassung des Jahresabschlusses.

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 22. Mai 2025.

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