KERN Calibration GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Otto Lothar Grunenberg seit 25.1.2021 | Prokura |
Markus Landenberger seit 12.10.2020 | Prokura |
Albert Günther Sauter seit 29.12.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Albert Günther SauterKern Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kern & Sohn GmbHBalingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVA
Passiva
Gewinn-und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Kern & Sohn GmbH hat ihren Sitz in Balingen und ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 400865 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 238.602,00 Euro. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive latente Steuern, die sich aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben, wurden entsprechend den Bestimmungen des § 274 HGB miteinander verrechnet und nur angesetzt insofern sich hieraus ein Passivüberhang ergibt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit ihrem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. E. Entwicklung des Anlagevermögens
Derivative Finanzinstrumente
Der beizulegende Zeitwert wurde gemäß § 255 Abs. 4 HGB ermittelt. Die dargestellten beizulegenden Zeitwerte für Devisengeschäfte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren ermittelt. Die auf die Nominalbeträge bezogenen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente berücksichtigen keine gegenläufigen Wertentwicklungen aus Grundgeschäften. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 536.941,46 Euro (Vorjahr: 536.441,46 Euro). Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 2.385.421,38 Euro einbezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 1.097,00 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das PUC-Verfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) angewendet.
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.097,00 Euro (Vorjahr: 5.070,00 Euro). Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen sowie für Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 180.505,00 (Vorjahr: Euro 902.733,00) durch Sicherungsübereignung von Betriebsvorrichtungen besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 858.028,00 (Vorjahr: Euro 734.055,18) enthalten. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 4.900,00 (Vorjahr: Euro 4.000,00). Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,08 %. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 135.749 Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 95.807 Euro. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der Ertragslage des Unternehmens nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 9.560.946,58 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverträgen sowie aus Lizenzverträgen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen für Altersversorgung In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 74.428,13 (Vorjahr Euro 70.958,09) enthalten. Zinserträge und -aufwendungen an verbundene Unternehmen In den Zinserträgen sind Erträge, die gegenüber verbundenen Unternehmen erzielt werden, in Höhe von 6.231,25 Euro (Vorjahr Euro 5.206,25) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen, die verbundenen Unternehmen zufließen, in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen In den Zinserträgen sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3.677,00 (Vorjahr Euro 5.520,00) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von Euro 4.067,00 (Vorjahr Euro 4.579,00) enthalten. Währungsumrechnung In den Materialaufwendungen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 36.379,25 (Vorjahr Euro 105.244,58) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 35.828,14 (Vorjahr: Euro 78.274,21) enthalten. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernzugehörigkeit Die Kern & Sohn GmbH wurde in den Konzernabschluss der Kern Holding GmbH einbezogen. Die Kern Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist im elektronischen Unternehmensregister erhältlich. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt 5.222.777,60 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 7.608.198,98 Euro, der zu verwenden ist. In die Rücklagen werden 2.506.933,24 Euro eingestellt. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 3.115.845,00 Euro vorgesehen. Auf neue Rechnung werden 1.985.420,74 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Balingen, den 28. März 2024 gez. Albert Sauter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell der Kern & Sohn GmbH Die Kern & Sohn GmbH wurde 1844 von Gottlieb Kern am Firmensitz in Onstmettingen gegründet und stellt von Anbeginn an hochpräzise Waagen her. Ihr Betrieb wurde zur Keimzelle des international bekannten süddeutschen Präzisionswaagenbaus. Inzwischen umfasst der Kundenstamm der Kern & Sohn GmbH weltweit Unternehmen aus den Branchen Medizin, Handel, Industrie, Handwerk und Bildung. Das Produktportfolio umfasst neben Waagen auch Prüfgewichte, Messinstrumente, optische Geräte und Software. Umfangreiche Dienstleistungen runden die Produktpalette ab. Ziele und Strategien Die Kern & Sohn GmbH steht auf einem soliden finanziellen Fundament und sichert ihr nachhaltiges Wachstum durch gezielte Zukunftsinvestitionen. Kern & Sohn GmbH verfolgt konsequent die Vision "Marktführerschaft in der Messtechnik". Das in 180 Jahren gewonnene Waagen-Know-how setzt die Gesellschaft zum Nutzen ihrer Kunden ein. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft hat in 2023 wiederholt nennenswerte Forschungs- und Entwicklungsleistungen getätigt. Diese konzentrierten sich, ebenfalls wie im Vorjahr, auf die Bereiche Produktentwicklung und Softwareentwicklung. Zusätzlich prüft das Unternehmen seine Produkte ständig mit Hilfe permanenter Marktbeobachtung, Wettbewerbsauswertungen und externen Dienstleistern auf die bestmögliche Erfüllung der Markterfordernisse und passt diese laufend an. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft verliert an Schwung. Die Weltkonjunktur hatte nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 eine deutliche Verlangsamung über den Sommer. Diese resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und zumeist stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen. Als weiterer dämpfender Faktor wird die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, ausgemacht. Sind kurzfristig geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Pandemie die wesentlichen Faktoren, so dürften auf mittlere Sicht die schwache Produktivitätsentwicklung, geringes Tempo bei Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung wachstumshemmend wirken. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beitragen. Die Inflation sinkt nur langsam von sehr hohem Niveau. Die in fast allen Weltregionen sehr hohe Inflation sehen wir mittelfristig wieder sinken und den durch sie erzeugten Kaufkraftentzug zunehmend durch Lohnzuwächse kompensiert. In den USA wird die 2 %-Inflationsmarke für Mitte 2024, für Europa gegen Ende 2024 erwartet. Über die Wintermonate wird noch nicht mit einer Erholung der Industrieproduktion gerechnet, aber die Realeinkommenszuwächse im Zuge der Lohnanpassungen sollten allmählich zur Belebung des Konsums beitragen. Sehr ähnlich wird die Lage von internationalen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds IWF oder der OECD gesehen. Deren jüngste Prognosen (IWF: vom 10.10.2023, OECD: vom 19.09.2023) bestätigen, dass sich die Weltwirtschaft verlangsamt, wobei die Inflation gegenüber dem Mehrjahreshoch des letzten Jahres zurückgeht. Der IWF sieht die Inflationsraten von 6,9 % in 2023 auf 5,8 % in 2024 sinken, wobei die meisten Länder nicht vor 2025 in die Nähe der Zielmarken ihrer Zentralbanken kämen. Auch die OECD erwartet im Jahresmittel 2024 weder in den USA noch in der Eurozone eine Inflationsrate von kleiner gleich 2 % und rechnet selbst für Japan mit 2,1 %. Ungeachtet der jüngsten Volatilität der Ölpreise hat die Stabilisierung der weltweiten Rohstoffpreise die Gesamtinflation in den meisten Ländern auf das Niveau von Anfang 2021 zurückgeführt und damit die Krise bei den Lebenshaltungskosten gemildert. Das Absatzumfeld von KERN hielt sich trotz Rezession in Deutschland wegen erhöhter Energiepreise und anderer Kosten überraschend stabil. Um sich selbst gegen hohe Energiepreise zu schützen, hat KERN eine große Photovoltaik Anlage im Berichtsjahr errichtet, die in der Lage ist, einen Großteil des eigenen Strombedarf selbst zu erzeugen. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf war von den Preiserhöhungen für Energie und andere Wirtschaftsgüter zu Beginn des Jahres 2023 geprägt, die eine Reaktion auf die teils drastisch hohen Kosten im Jahr 2022 waren. Im Laufe des Berichtsjahres haben sich einige Kostenpositionen wie Energie und Transport, wie oben schon erwähnt, erholt, ohne dass darauf unmittelbar mit Preissenkungen reagiert worden ist. Aufgrund des Preisniveaus litt die Menge der abgesetzten Stück und die anhängenden Dienstleistungsbereiche. Jedoch war der Ertrag pro Stück gut bis sehr gut, und so auch der Gesamtumsatz. Für 2024 hat die Gesellschaft partielle Preissenkungen vorgesehen, um den Absatz in Stück zu forcieren. In Summe konnte die Gesellschaft auf ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich blicken. Der Gesellschaft ist es gelungen, die pandemiebedingte Warenbestandssicherheiten aufzulösen und so den Warenumschlag spürbar zu beschleunigen. Gleichwohl wird das Projekt "Zweiter Hauptstandort" weiterverfolgt. Hier hat die Gesellschaft den Fokus von der Gemeinde Sigmaringen auf die Gemeinde Bisingen verlagert. III. Lage des Unternehmens Ertragslage Der Rohgewinn hat sich, bei gegenüber dem Vorjahr insgesamt deutlich höheren Umsatzerlösen und einer um 1,32 % gesunkenen Materialintensität um TEUR 1.990 auf TEUR 31.183 gesteigert. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.224 auf TEUR 12.446 und die Personalintensität um 1,37 % erhöht. Unter Berücksichtigung der um TEUR 24 gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich im Berichtsjahr ein um TEUR 1.005 auf TEUR 8.888 verbessertes EBITDA und ein um TEUR 1.149 verbessertes EBIT. Insgesamt konnte die Kern & Sohn GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ein sehr positives Jahresergebnis von TEUR 5.223 erreichen. Finanzlage und Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote beträgt 80,90 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,20 % erhöht. Der Finanzmittelbestand hat sich bei einer deutlichen Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 4.118) um TEUR 173 auf TEUR 2.353 erhöht. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert (TEUR 29.262; Vorjahr: TEUR 31.662). Die Vermögenslage ist weiterhin geprägt durch das Umlaufvermögen, auf das 76,69 % (Vorjahr: 78,83 %) der Bilanzsumme entfallen. Innerhalb des Umlaufvermögens sind nach wie vor die Vorräte, die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände die bestimmenden Positionen. Der Vorratsbestand wurde nach dem Wegfall der Lieferproblematiken der Corona-Krise um TEUR 4.300 auf TEUR 13.064 vermindert. Das Anlagevermögen hat sich trotz vorgenommener Investitionen infolge planmäßiger Abschreibungen um TEUR 46 auf TEUR 6.615 vermindert. Das Anlagevermögen macht 22,60 % der Bilanzsumme aus. IV. Gesamtaussage Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kern & Sohn GmbH weiterhin als stabil zu bezeichnen. Der prognostizierte Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2023 wurde übertroffen. Die Geschäftsführung ist daher mit dem Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufrieden. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Jahresüberschuss beträgt in 2023 TEUR 5.223. Hiervon ausgehend hat sich das EBIT als finanzieller Leistungsindikator folgendermaßen entwickelt:
sämtliche Angaben erfolgen in TEUR V. Personal Die Kern & Sohn GmbH beschäftigt durchschnittlich 281 Arbeitnehmer. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragende Leistung, ihr Engagement und ihre hohe Flexibilität. VI. Chancen- und Risikobericht Die Marktchancen bestehen weiterhin im Segment der höherwertigen Produktsortimente, insbesondere dann, wenn die Geräte nicht als Stand-Alone-Lösung betrieben werden, sondern im Verbund, also angeschlossen an IT-, Netzwerk-, oder Maschineninfrastruktur verwendet werden. Hierbei wird mehr und mehr deutlich, dass Kunden deshalb in höherwertige und vor allem in effizientere Messtechnik und Softwarelösungen investieren. Nach aktueller Einschätzung ergeben sich Risiken weiterhin aus den politischen Unsicherheiten, die bei KERN insbesondere die große Produktionsabhängigkeit von Produktionsstätten in Asien betreffen. Um dieser Abgängigkeit entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft die Aktivitäten zur Diversifizierung der Produktionsstandorte in verschiedene Länder Asiens weitergetrieben. Hinzu kommt der allgemeine Personalmangel in allen Branchen und in allen europäischen Ländern. Lieferkettenschwierigkeiten sind weitgehend durch neue Probleme abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen. Darüber hinaus haben die nach der Pandemie eingetretene Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die erhöhte Unsicherheit über die künftige geoökonomische Lage zu einer Investitionszurückhaltung geführt. Zudem gerät ein erhofftes Zugpferd der Weltkonjunktur ins Straucheln: Es gibt Anzeichen dafür, dass der Aufschwung durch die Wiederöffnung Chinas nur von kurzer Dauer war und sich die Dynamik verlangsamt hat. Dem Risiko aus Währungsschwankungen, in Bezug auf die die internationale Beschaffung von Handelswaren in Fremdwährungen, begegnet KERN mit dem Halten langfristiger Währungsoptionen, wodurch die enstehenden Risken minimiert werden sollen. VII. Prognosebericht Der Welthandel wächst sehr langsam. Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Damit läge das Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 4,9 %. Der prognostizierte Rückgang im Jahr 2023 spiegelt die Entwicklung der globalen Nachfrage wider, aber auch die Verschiebung ihrer Zusammensetzung hin zu inländischen Dienstleistungen. Weitere Faktoren sind die verzögerten Auswirkungen der Dollaraufwertung, die den Handel aufgrund der weit verbreiteten Fakturierung von Produkten in Dollar verlangsamt, sowie zunehmende Handelsschranken. Strategisch sieht sich die Gesellschaft auf dem Absatzmarkt für die kommenden Jahre durch ein attraktives Produkt- und Dienstleistungsprogramm gut aufgestellt. Gleichermaßen steht das Beschaffungswesen durch sehr langfristige und dauerhafte Geschäftsbeziehungen auf einer überaus soliden Grundlage. Die Gesellschaft strebt in erster Linie ökonomische Sicherheit vor weiterem Wachstum an. Sofern die konjunkturelle Entwicklung nicht durch negative Auswirkungen der Sicherheitslage eingetrübt wird und sich das positive Geschäftsklima weiterhin als den Umständen entsprechend stabil erweist, erwarten wir für das Jahr 2024 einen konstanten EBIT bei steigenden Umsätzen und höheren Material- und Personalkosten.
Balingen, den 28. März 2024 Kern & Sohn GmbH Der Geschäftsführer gez. Albert Sauter Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kern & Sohn GmbH, Balingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kern & Sohn GmbH, Balingen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kern & Sohn GmbH, Balingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Balingen, den 15. April 2024 PKF
WULF EGERMANN OHG Zollernalb Treuhand
gez. Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer gez. André Simmack, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist von der Gesellschafterversammlung am 19. April 2024 festgestellt worden. |
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