Werner GmbH
34mReparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simon Muratore seit 15.11.2021 | Prokura |
Michael Gebauer seit 2.7.2003 | Geschäftsführer |
Bernhard Gebauer seit 2.7.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 63.22% | |
| 6.04% | |
| 6.04% |
| Name | Anteil |
|---|---|
BMZ Holding GmbHEigenbeteiligung | 9.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Visatronic GmbHMainhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtVorbemerkung Der Lagebericht enthält auch in die Zukunft gerichtete Erklärungen, die auf Planungen und Einschätzungen beruhen. Unvorhergesehene Ereignisse können die getätigten Aussagen beeinflussen, so dass sich Abweichungen ergeben können. I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Visatronic entwickelt und produziert hochwertige elektronische Baugruppen, Geräte und Systeme für Auftraggeber aus der Automobil,- Luft- und Raumfahrt, Industrie, Medizintechnik und für Hersteller von Highend-Elektronik. Entwicklung und Layout Visatronic entwickelt im Kundenauftrag Produkte in den Bereichen Hardware, Mechanik und Testsysteme. In Entwicklung und Layout arbeiten insgesamt 3 Experten mit Erfahrung in komplexen Industrie- und Elektronik- Projekten. Als Dienstleister mit über 45 Jahren Erfahrung bietet Visatronic das Leiterplatten-Design auf einer großen Vielfalt von Layout-Systemen an. Visatronic konstruiert im Kundenauftrag Leiterplatten und Baugruppen für alle Einsatzgebiete. Fertigung Die Elektronikbestückung wird auf einer Produktionsfläche von ca. 3.000 m 2 mit modernem Fertigungsequipment vorgenommen. Es entstehen Produkte in mittleren Stückzahlen ebenso wie Kleinserien oder Einzelstücke. Durch die Erweiterung des Maschinenparks ist ab 2024 auch die Großserienfertigung möglich. Visatronic verfügt über vielfältige Prüfverfahren und übernimmt auch kundenspezifische Funktionstests vom Auftraggeber. Für die Qualifikation und den Test von Baugruppen, Geräten und Systemen stehen optische, elektrische und mechanische, sowie Röntgen-Einrichtungen zur Verfügung. Qualitätsmanagement Visatronic ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 (Qualität allgemein), DIN EN ISO 13485 (Medizinprodukte). 2. Forschungs- und Entwicklungsbericht Visatronic entwickelt im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden zum überwiegenden Teil nach dem Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte direkt vergütet. Für einige Projekte werden Entwicklungsleistungen teilweise über die Teilepreise im Laufe der Serienproduktion amortisiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war lt. BMWK 12/2023 im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Elektroindustrie in 2023 ist besser ausgefallen als die deutsche gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.) hat dies in seiner Veröffentlichung vom 08.02.2024 (ZVEI-Konjunkturbarometer - Ausgabe Februar 2024), wie folgt wiedergegeben: "Das komplette Jahr 2023 hat die Branche (nach vorläufigen Berechnungen) mit einem aggregierten Erlös von 238,1 Mrd. € abgeschlossen. Das waren 6,0% mehr als noch 2022." Weiterhin wird ausgeführt: "Im Dezember 2023 sind jedoch die (wertmäßigen) Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um 5,3% geringer ausgefallen als im Vorjahr. Unterm Strich gab es damit im vergangenen Jahr insgesamt neun Monate mit rückläufigen Bestellungen. Mit einem Minus von 8,8% gaben die Inlandsorders im Dezember merklich stärker nach als die Aufträge von ausländischen Kunden (-2,1%). Während aus der Eurozone 7,1% weniger neue Bestellungen eingingen, gab es bei den Orders aus Drittländern dank Großaufträgen ein leichtes Plus von 1,2%. Im gesamten vergangenen Jahr 2023 sind die Auftragseingänge um 2,2% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6% bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1% bei den Auslandsorders gegenüber. Bei den Neuaufträgen aus dem Euroraum fiel das Minus 2023 mit 9,3% mehr als doppelt so hoch aus wie bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (-4,2%). Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau im Dezember 2023 um ein Zehntel (-10,2%) verfehlt. Hierdurch wurde auch das Ergebnis für das gesamte vergangene Jahr nochmals spürbar gedrückt. So schaffte der aggregierte Branchenoutput 2023 lediglich ein Plus von 0,4%." 2. Geschäftsverlauf Visatronic Die für 2023 geplante Gesamtleistung von 20,0 Mio. EUR konnte in 2023 aufgrund einer bedeutenden Auftragsstornierung nicht erreicht werden. Die Krisen aus den Vorjahren (Corona, Ukrainekonflikt und Lieferketten) hatten auf das Geschäftsjahr 2023 nur noch geringen Einfluss (siehe Unterpunkt "Beschaffung"). Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2.447 TEUR, was einer Umsatzrendite von 15,6 % (bezogen auf die Gesamtleistung) entspricht. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Gesamtleistung ist von 15.154 TEUR im Jahr 2022 auf 15.670 TEUR im Jahr 2023 und damit um 3,4 % gewachsen. Die Umsatzerlöse sind von 14.660 TEUR im Geschäftsjahr 2022 auf 15.270 TEUR gestiegen. Der geplante Rohertrag wurde leicht übertroffen. Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug 12.276 TEUR. Der Geschäftsverlauf 2023 stellt sich in den einzelnen Bereichen wie folgt dar: Produktion Der geplante Durchsatz in einzelnen Bereichen konnte weitestgehend wie geplant erreicht werden. Limitierende Faktoren sind die zum Teil immer noch längere Beschaffungszeiten sowie Fachkräftemangel. Beschaffung Die Beschaffung erfolgt weltweit und wird überwiegend auftragsbezogen durchgeführt. Beschaffungsengpässen wird durch langfristige Lieferverträge und Bevorratung entgegengewirkt. Die Bauteilverfügbarkeit wird mittels Softwaretools überwacht und drohende Abkündigungen an den Kunden gemeldet. Der Beschaffungsmarkt war im Geschäftsjahr 2023 immer noch durch Corona- und Ukraine-Krise belastet, die Materialbeschaffungszeiten sind dadurch noch immer höher als in den Vorjahren, jedoch ist ein erster Rückgang der Beschaffungszeiten erkennbar. Das Risiko konnte durch alternative Beschaffungsquellen und frühzeitige Materialbeschaffung in Absprache mit den Kunden kompensiert werden. Der Gesamt-Lagerwert (gesamte Vorräte ohne Abzug der erhaltenen Anzahlungen) ist durch die erhöhte Lagerhaltung von 6.198 TEUR auf 7.060 TEUR und damit um 13,9 % gestiegen. Investitionen Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen des Geschäftsjahres 2023 betragen 1.201 TEUR. Das entspricht 7,9 % des Umsatzes. Es wurde vor allem in Technische Anlagen und Maschinen investiert. Neben den Investitionen wurden auch neue Leasingverträge in technische Geräte und Betriebs- und Geschäftsausstattung, insb. Fahrzeuge, abgeschlossen. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung erfolgt mit Finanzierungsdarlehen durch Banken, kurzfristige Gesellschafterdarlehen sowie Eigenmitteln. Die Rückführung der Bankkredite zur Finanzierung des Anlagermögens erfolgt planmäßig. Personal und Soziales Die Visatronic beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2023 in Vollzeitäquivalenten 73 Mitarbeiter/-innen (2022: 70 2021: 58 2020: 53) inklusive 4 Auszubildende Elektroniker Geräte & Systeme. Für das kommende Ausbildungsjahr bietet Visatronic wieder Ausbildungsplätze in diesen Bereichen an, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzutreten. Qualifiziertes Personal zu halten und aufzubauen, ist eines der wichtigsten Unternehmensziele, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Visatronic bietet eine Altersversorgung über geförderte Beiträge an eine Direktversicherung. Für junge Eltern gibt es zusätzliche Sozialleistungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsführung Das Jahr 2023 schließt mit einem Ergebnis vor Steuern i.H.v. 2.447 TEUR ab. Mit dem Geschäftsverlauf und dem Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 2023 ist die Geschäftsführung sehr zufrieden. 3. Lage des UnternehmensErtragslage Das Ergebnis des Unternehmens hat sich positiv entwickelt. Die Gesamtleistung ist von 15.154 TEUR im Jahr 2022 auf 15.670 TEUR im Jahr 2023 gestiegen. Der Einsatz von Material und auftragsbezogenen Fremdleistungen (Summe Materialaufwand) ist dabei von 9.401 TEUR in 2022 auf 9.802 TEUR in 2023 gestiegen. Der Rohertrag mit 5.868 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr um 114 TEUR (2,0%) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 619 TEUR sind im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 438 TEUR geprägt. Der Personalaufwand beträgt 2.917 TEUR (im Vj. 2.564 TEUR). Der Anstieg ist verursacht durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern sowie deutlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Abschreibungen belaufen sich auf 245 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 858 TEUR um 39 TEUR niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 2.447 TEUR. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss von 1.887 TEUR abgeschlossen. Die Ertragslage übertrifft damit die Erwartungen der Geschäftsleitung. Finanzlage Das Eigenkapital deckt das Anlagenvermögen sowie 76,4% der Vorräte (nach Abzug von Anzahlungen). Die bisher von der Sparkasse Langen-Seligenstadt gewährte Kontokorrent-Kreditlinie wurde durch die Visatronic nicht mehr verlängert und per 31.12.2023 auf EUR 0,00 zurückgeführt. Im Gegenzug wurde mit der Gesellschafterin eine Rahmenkreditvereinbarung in Höhe von 1.500 TEUR bis auf weiteres abgeschlossen. Am Bilanzstichtag war der Kredit mit 657 TEUR in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden grundsätzlich unter Ausnutzung der Skontofrist beglichen. Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Zahlungsverpflichtungen stets erfüllen. Die Zielgewährung von Lieferanten liegt bei durchschnittlich 35 Tagen. Die Finanzlage wird von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die Eigenkapitalquote von 65,7% (Vj. 58,4%) als positiv eingestuft. Vermögenslage Die Anlagenintensität beträgt 17,9 % (Vorjahr: 8,5 %). Insgesamt hat das Anlagevermögen um 956 TEUR zugenommen. Durch die verstärkte Bevorratung ist das Vorratsvermögen um 461 TEUR angestiegen (+9,2%). Die Bestände an Halbfertig- und Fertig-Produkten haben sich um 399 TEUR erhöht. Die erhaltenen Anzahlungen wurden i.H.v.1.373 TEUR von den Vorräten abgesetzt (im Vj. 2.630 TEUR). Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 943 TEUR um 6,0 % auf 999 TEUR erhöht. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit beträgt im Jahr 2023 17 Tage. Die Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten betragen 495 TEUR. Die Eigenkapitalquote ist von 58,4% auf 65,7% gestiegen, obwohl die Bilanzsumme sich um 1.236 TEUR auf 9.088 TEUR erhöht hat. Die Rückstellungen haben um 1.092 TEUR im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben um 276 TEUR abgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen am Bilanzstichtag 910 TEUR (im Vj. 573 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 660 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 38 TEUR vermindert. Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage 2023 ist sehr zufriedenstellend. Der Geschäftsverlauf und die Ertragslage des Jahres 2023 sind ebenfalls zufriedenstellend. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose und Chancen der künftigen Entwicklung Die deutsche Elektroindustrie blickt aufgrund anhaltender geopolitischer Konflikte verhalten in die Zukunft. Der Auftragsbestand von lediglich 12.276 TEUR zum Jahresultimo lässt die Prognose zu, dass die Gesamtleistung aus 2023 bis zum Jahresende 2024 nicht erreicht werden kann. Wachstumsmöglichkeiten bieten sich für Visatronic auf Grundlage der getätigten Investitionen mit denen etablierten und auch neuen Branchen Chancen für Wachstum geboten werden. Aus heutiger Sicht rechnet die Geschäftsleitung mit einer Gesamtleistung von ca. 12.000 TEUR bei einer stabilen Wareneinsatzquote von ca. 62% sowie einem stark sinkenden, aber noch positivem Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2024. 2. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden sowie Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Forderungs- und Cash-Management liegt bei der Geschäftsleitung. Durch breite Kundenstreuung in den verschiedenen Geschäftsfeldern und Branchen soll das Risiko von Abhängigkeiten vermieden werden. Zudem werden Kunden auf deren Bonität überprüft. Bei bonitätsschwachen Kunden wird ein Kreditlimit gesetzt und dessen Einhaltung überwacht. Zur Minimierung von Ausfallrisiken bei Forderungen verfügt Visatronic über ein Debitorenmanagement und Mahnwesen. Die Risikobereitschaft des Unternehmens ist gering. Visatronic betreibt ein prozessorientiertes Risikomanagement-System, insbesondere bezüglich aller projektbezogener Kundenaufträge nach DIN EN 9100. Gegen das Preisänderungsrisiko bei der Beschaffung werden vereinzelt Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos getätigt. Ansonsten kommen keine (derivativen) Finanzinstrumente zur Anwendung. Die Überwachung der Sicherungsgeschäfte obliegt der Geschäftsleitung. Im Geschäftsjahr wurden keine Finanzinstrumente gehalten oder eingesetzt. Durch größere Serien besteht ein Gewährleistungsrisiko. Diesem Risiko wird mit einem angepassten Versicherungsschutz und qualitätssichernden Maßnahmen entgegengewirkt. Beschaffungsengpässen wird durch langfristige Lieferverträge und Bevorratung entgegengewirkt. Durch die gestiegenen Vorratsbestände wird Liquidität gebunden. Um das Liquiditätsrisiko hieraus zu kompensieren, werden entsprechende Konzernkreditlinien vorgehalten. Die Bauteilverfügbarkeit wird laufend überprüft und individuelle risikominimierende Maßnahmen mit dem Kunden vereinbart. Es ist zu erwarten, dass sich die Materialverfügbarkeit im Jahr 2024 weiter verbessert und dadurch die hohen Lagerwerte wieder reduziert und freie Liquidität geschaffen werden kann. In der Fertigung verfügt Visatronic über die gängigsten Prüfverfahren für die Elektronikprüfung und übernimmt auch kundenspezifische Funktionstests vom Auftraggeber. Für die Qualifikation und den Test von Baugruppen und Geräten stehen optische, elektrische und mechanische Einrichtungen zur Verfügung. Die neu geschaffenen hohen Produktionskapazitäten, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vollständig abgeschlossen waren, können in 2024 voraussichtlich nicht ausgelastet werden. Damit verbundene Aufwendungen werden Ergebnis und Liquidität belasten. Externe Fachleute werden hinzugezogen, wenn sich Risiken in den Bereichen Steuern, Versicherung, Arbeitssicherheit, Datenschutz usw. abzeichnen. Den typischen Risiken wird durch ein kontinuierliches Projektmanagement und eine laufende Beobachtung der Geschäftsprozesse entgegengewirkt. Entwicklungsrisiken werden durch eine Risikobewertung auf ein Minimum reduziert. Gerade bei längerfristigen Entwicklungsaufträgen verbleibt aber immer ein Kostenrisiko, wenn Budgets überschritten werden müssen, um die Entwicklung erfolgreich abzuschließen oder aus Pönalen. Beim Absatz können sich Risiken ergeben durch die weltweiten Marktveränderungen im Bereich der angebotenen Dienstleistungen. Dem wird entgegengewirkt durch die Bemühungen um neue Kunden und Projekte in anderen Marktbereichen (Diversifikation).
Mainhausen, den 15. Oktober 2024 Visatronic GmbH Die Geschäftsführung gez. Bernhard Gebauer gez. Michael Gebauer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Visatronic GmbH mit Sitz in Mainhausen (Amtsgericht Offenbach am Main, HRB 40463) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Im April 2022 hat ein Großkunde die Visatronic GmbH zur Mängelbeseitigung aufgefordert. Außerdem wurden Schadenersatzansprüche dem Grunde nach geltend gemacht. Die Visatronic GmbH weist ein Verschulden hieran vollumfänglich zurück. Danach sind diesbezüglich keine Umstände bekannt, die dazu führen, dass der Jahresabschluss zum Zeitpunkt der Erstellung kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Zusätzlich wurde das Gliederungsschema um die Position "Forderungen gegen Gesellschafter" ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HBG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software, Lizenzen) erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB), wobei voraussichtliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 5 Jahren angenommen werden. Die Abschreibung erfolgt linear. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Laufzeit wichtiger Absatzverträge des erworbenen Unternehmens begründet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB), wobei voraussichtliche Nutzungsdauern zwischen einem und 25 Jahren angenommen werden. Hierbei erfolgt eine Orientierung an der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von über EUR 250,00 und unter EUR 800,00 im Anlagevermögen erfasst und im jeweiligen Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden direkt als Aufwand verrechnet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt, das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde darüber hinaus durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel in Form der Guthaben bei Kreditinstituten und des Kassenbestandes sind zu Nennwerten angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt zu Erfüllungsbeträgen, ermittelt in der Höhe, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben wird, abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Die erhaltenen Anzahlungen sind zu Netto-Nennwerten bilanziert. Das Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen offen von den unfertigen Leistungen abzusetzen, wird in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Hinsichtlich des Ausweises einer sich daraus ergebenden Steuerentlastung wird von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Eine aktive latente Steuer wird daher nicht bilanziert. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) im Berichtsjahr ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB). Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen keine Forderungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr (§ 268 Abs. 4 S. 1 HGB). Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 264c Abs. 1 HGB) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 97.189,92 (VJ EUR 7.396,47) Forderungen gegenüber Gesellschaftern, die gleichermaßen Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferung und Leistung. Eigenkapital Bilanzgewinn
Der verbleibende Bilanzgewinn von EUR 5.947.793,79 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Pensionsrückstellungen Aufgrund des Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrages zwischen den bisherigen Gesellschaftern und der BMZ Holding GmbH v. 01. März 2023 wurden die bestehenden Pensionszusagen im Geschäftsjahr vollständig abgefunden. Die Abfindung erfolgt gegen Abtretung der entsprechenden Rückdeckungsversicherung. Die Abfindung erfolgte auf Grundlage individueller Vereinbarungen mit den Berechtigten. Die mit dem Rückdeckungsvermögen verrechnete Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ist demnach zum Bilanzstichtag aufgelöst und nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen. Aus der entsprechenden Auflösung resultiert handelsrechtlich ein außergewöhnlicher Ertrag in Höhe von EUR 438.766,00. Die Bewertung der Abfindung basierte auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
* Die kursiv gedruckten Werte betreffen Vorjahreszahlen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind seitens der Lieferanten durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Verbindlichkeiten, welche mit Grundpfandrechten abgesichert sind, gibt es keine. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 660.077,27 (VJ EUR 0,00); es handelt sich um sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 241,70 (VJ EUR 0,00) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz und Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen anzugeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf nominal TEUR 2.483. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31.12.2025 bzw. 31.10.2028 und um Leasingverträge für technische Anlagen und Kraftfahrzeuge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 30,5 Monaten. Zweck und Vorteil dieser Miet- bzw. Leasingvereinbarungen ist die Reduktion von Kapitalbindung. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungErträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (§ 285 Nr. 32 HGB) Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge):
Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
Sonstige PflichtangabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 73 (inklusive 4 Auszubildender), welche folgenden Gruppen zuzuordnen sind:
Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung sind: • Bernhard Gebauer, Seligenstadt, Geschäftsführer • Michael Gebauer, Seligenstadt, Geschäftsführer Auf die Pflichtangabe der Gesellschafterbezüge nach § 285 Nr. 9 Buchst. a) und b) HGB wird aufgrund der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gewährte Darlehen oder Vorschüsse gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen ebenso wie im Vorjahr keine. Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.947.793,79 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, welche an dieser Stelle Erwähnung finden sollten.
Mainhausen, den 15. Oktober 2024 Bernhard Gebauer, Geschäftsführer Michael Gebauer, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Umbuchungen: Keine sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Visatronic GmbH, Mainhausen Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Visatronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Visatronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genann- ten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 7.060 zum 31. Dezember 2023 ist nicht hinreichend nachgewiesen, da wir nicht an der Inventur im Geschäftsjahr beobach- tend teilnehmen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2023 hätten vorgenommen werden müssen. Dies betrifft auch die Eröffnungsbilanzwerte (TEUR 6.199). Dieser Sachver- halt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen be- inhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 15. November 2024 Nexia
GmbH
M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer C. Klug, Wirtschaftsprüferin |
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