ZT Holding GmbHLiquidiert

82362 Weilheim i.OB, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 207555
Eingetragen
24.9.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland.

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Treptow
seit 28.7.2014
Geschäftsführer
Claudia Welz
seit 30.9.2013
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZT Management Holding GmbH

Weilheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht und Konzernlagebericht

Der Geschäftsverlauf der ZARGES-TUBESCA Gruppe wird durch den Konzernabschluss maßgeblich dargestellt, ein gesonderter Lagebericht der ZT Management Holding GmbH (nachfolgend GmbH) hat keinen zusätzlichen Informationsgewinn, daher wird ausschließlich ein Konzernlagebericht erstellt. Auf die Besonderheiten der GmbH wird im Konzernlagebericht verwiesen. Der Konzernabschluss der ZT Management Holding GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2016 nach den Vorschriften der IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der GmbH wurde erstmals unter Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Bilanzierungsvorschriften des HGB aufgestellt.

I Grundlagen des Konzerns

1) Geschäftsmodell des Konzerns

a) Organisationsstruktur

Seit nunmehr neunzehn Jahren besteht die ZARGES-TUBESCA Gruppe mit ihren zwei wesentlichen Standbeinen in Frankreich und Deutschland. Mit Sale and Purchase Agreement vom 22. Juli 2016 wurde der Geschäftsbereich TUBESCA per Ende September 2016 (Closing Date) veräußert. Sitz der Gruppe ist Weilheim in Oberbayern.

Organisationsstruktur vor Veräußerung:

Mit Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 wurden folgende Vermögens- und Schuldpositionen entkonsolidiert:

AKTIVA, Werte
in T€
Entkonsolidierung TUBESCA
Langfristige Vermögensgegenstände  
Geschäfts- oder Firmenwerte 27.125
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.552
Sachanlagen 14.085
Übrige finanzielle Vermögensgegenstände 228
Latente Steueransprüche 2.127
SUMME langfristige Vermögensgegenstände 56.117
Kurzfristige Vermögensgegenstände  
Vorräte 11.375
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.154
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.493
Sonstige Vermögenswerte 28.560
SUMME kurzfristige Vermögensgegenstände 47.582
SUMME AKTIVA 103.699
PASSIVA, Werte
in T€
Entkonsolidierung TUBESCA
SUMME Nettovermögen 22.679
Langfristige Schulden  
Gesellschafterdarlehen 0
Rückstellungen 2.612
Latente Steuerschulden 6.059
Finanzielle Verbindlichkeiten 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.868
SUMME langfristige Schulden 13.539
Kurzfristige Schulden  
Rückstellungen 1.228
Finanzielle Verbindlichkeiten 0
Erhaltene Anzahlungen 360
Verbindlichkeiten aus LuL 16.327
Sonstige Verbindlichkeiten 49.566
SUMME kurzfristige Schulden 67.481
SUMME PASSIVA 103.699

KAUFPREISERMITTLUNG VERKAUF Geschäftsbereich Tubesca

in Mio. EUR
Kaufpreis gesamt 37,3
abzgl. Anteil Vergütung Shareholderloan ZTHD mit ZTHF -19,9
Kaufpreisanteil der Beteiligungen 17,4
abzgl. Vermögenswerte der abgehenden Gesellschaften (HBII) -62,9
abzgl. stille Reserven Step-up abgehender Gesellschaften -13,7
zzgl. Schulden der abgehenden Gesellschaften (HBII) 76,0
zzgl. stille Lasten Step-up abgehender Gesellschaften 5,0
abzgl. anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert abgehender Gesellschaften -27,1
= Gesamterfolg aus dem Abgang Geschäftsbereich Tubesca -5,3

Das aus der Gegenüberstellung der Vermögens- und Schuldpositionen resultierende, veräußerte Nettovermögen belief sich auf 22,7 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des auf die veräußerten Beteiligungen entfallenden Kaufpreises von 17,4 Mio. Euro ergibt sich aus dieser Transaktion für die Gruppe ein Veräußerungsverlust von 5,3 Mio. Euro.

Organisationsstruktur nach Veräußerung:

b) Geschäftsbereiche

Bis Ende September 2016 bestand die ZARGES-TUBESCA Gruppe aus den operativ weitgehend unabhängig agierenden Geschäftsbereichen ZARGES und TUBESCA. Während der Geschäftsbereich ZARGES im Wesentlichen die DACH Region, Nord- und Osteuropa mit dem gesamten Produkt- und Dienstleistungssortiment der Gruppe (mit Ausnahme von Stahlgerüsten) bediente, lag der Schwerpunkt von TUBESCA in Frankreich, Benelux und Südeuropa mit Fokus auf Steigtechnik inklusive Stahlgerüste.

Nach Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 führt die ZARGES Gruppe 1 inhaltlich und regional das Spektrum des Geschäftsbereichs ZARGES fort.

c) Standorte

Die Produktionsstätten der Gruppe lagen bis Ende September 2016 in Weilheim und Dresden in Deutschland, in Kecskemét in Ungarn für den Geschäftsbereich ZARGES sowie in Ailly, Trévoux und Crémieu in Frankreich und in Tarazona in Spanien für den Geschäftsbereich TUBESCA.

Zusätzlich verfügte die Gruppe über Vertriebsstandorte in den Niederlanden, Österreich, Dänemark, Frankreich Schweden, Großbritannien, Polen, Tschechien und den USA. Über ein zusätzliches Händlernetzwerk sind die Marken auch in vielen weiteren Ländern, insbesondere in Norwegen, Russland und in der Schweiz, vorhanden. Insgesamt ist die Gruppe weltweit in rd. 35 Ländern präsent.

Nach Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA führt die ZARGES Gruppe die Produktionsstätten des ehemaligen Geschäftsbereichs ZARGES fort, insbesondere in Weilheim und Dresden in Deutschland sowie in Kecskemét in Ungarn. Alle ausländischen Märkte der ehemaligen ZARGES-TUBESCA Gruppe werden durch eigene Vertriebsstandorte der ZARGES Gruppe und ein eigenes Händlernetzwerk auch weiterhin durch die ZARGES Gruppe bedient.

d ) Produkte & Dienstleistungen

Die ZARGES-TUBESCA Gruppe gehört zu den führenden Herstellern für Steigtechnik und Aluminium Transportlösungen in Europa. Produziert werden Leitern, Fahr- und Fassadengerüste, Windturminnenausstattungen, Wartungsdocks für Flugzeuge und Züge sowie Transportlösungen (Aluminiumkisten), Logistics Medical Produkte sowie Sonderlösungen, mit denen vorwiegend Handel und Industrie in den Heimatmärkten und im Ausland beliefert werden.

Auch nach Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA gehört die ZARGES Gruppe zu den führenden Herstellern für Steigtechnik und Aluminium Transportlösungen in Europa. Mit Ausnahme der Fassadengerüste und DIY-Leitern, die ausschließlich durch den Geschäftsbereich TUBESCA vermarktet wurden, wird das gesamte Produktspektrum auch nach Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 durch die ZARGES Gruppe fortgeführt.

e) Geschäftsprozesse

Als serviceorientiertes Unternehmen ist die ZARGES-TUBESCA Gruppe auf die Ansprüche und Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Die Unternehmensgruppe steht im permanenten Austausch mit seinen Kunden und sieht sich dabei in der Position des technologischen Führers und des innovativen Allround-Partners in allen relevanten Segmenten, insbesondere für Produkt- und Servicelösungen beim Arbeiten in der Höhe. Dieser Ausrichtung folgt die ZARGES Gruppe auch zukünftig in vollem Umfang.

f) Absatzmärkte

Wie die ZARGES-TUBESCA Gruppe insgesamt ist auch die ZARGES Gruppe weiterhin in allen Marktsegmenten gut aufgestellt und dadurch ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Der strategische Fokus der Marktbearbeitung liegt auf den Segmenten Fachhandel im Standardgeschäft (Leitern, Kisten, Fahrgerüste) sowie Industriedirektkunden für spezifische Lösungen (Leitern, Windturminnenausstattungen, Wartungsdocks für Flugzeuge und Züge sowie Sonderlösungen).

Außer im Großprojektgeschäft gestaltet sich das Wettbewerbsumfeld lokal und damit vergleichsweise kleinteilig; die ZARGES Gruppe trifft auf eine Vielzahl kleinerer Konkurrenten. In der Breite des Angebotes und der Gesamtheit der regionalen Abdeckung besitzt die ZARGES Gruppe eine Alleinstellung in Europa.

g) Externe Einflussfaktoren

Im Wesentlichen stellt die Produktpalette der ZARGES-TUBESCA Gruppe für die Endkunden Investitionen dar, insbesondere im Handwerk, in der Industrie. Dies gilt auch zukünftig für die ZARGES Gruppe. Insofern prägt das Investitionsklima dieser Abnehmergruppen maßgeblich das Marktumfeld für die Unternehmensgruppe. Dies gilt sowohl für den mittelfristigen Trend als auch unterjährig für den saisonalen Verlauf der jeweiligen Einzelgruppen. Die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung von der Bauindustrie ist nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA nicht mehr materiell.

2) Ziele und Strategien

Die ZARGES-TUBESCA Gruppe steigert Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz stetig. Die Unternehmensgruppe nutzt ein strategisches Qualitätsmanagement, um laufend Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen, verbunden. Darüber hinaus werden alle Geschäftsprozesse möglichst effizient gestaltet. Dies wird durch ein Zusammenspiel von Kostenmanagement und optimiertem Produkt-Mix erreicht. Eine schlanke Organisation sowie die ständige Steigerung von Effizienz in Entwicklung und Produktivität in der Fertigung sind ebenfalls unverzichtbar. Diese Ziele sind auch zukünftig für das fortgeführte Geschäft der ZARGES Gruppe uneingeschränkt relevant.

a) Ausrichtung des Konzerns

In wesentlichen Umsatzbereichen und Märkten bewegt sich die Gruppe meist als Marktführer oder unter den Top-3 Anbietern in einem sich konsolidierenden Umfeld. Nachdem in den vergangenen Jahren kontinuierlich an der Optimierung der Kostenposition gearbeitet wurde, liegt der Fokus inzwischen auf der Realisierung der hieraus resultierenden Chancen am Markt, insbesondere durch die Etablierung einer integrierten, produktgruppen- und länderübergreifenden Marketing- und Vertriebsstrategie.

Kontinuierliche Produktivitätssteigerungen und die Sicherstellung des sehr guten Lieferservice unterstützen diese Ansätze. Qualität und Optimierung der Fertigungsprozesse ("Lean Production") sowie die Steigerung von Anlageverfügbarkeit und Personalproduktivität stehen darüber hinaus im Fokus der kontinuierlichen Werksentwicklung. Zudem richtet sich der Fokus zunehmend auf die Optimierung ganzheitlicher Unternehmensprozesse (z. B. Innovationsprozess, "Order-to-Cash"-Prozess), um über die Optimierung unternehmerischer Teilprozesse hinaus die Unternehmensgruppe ganzheitlich effizient auszurichten.

Flankierend wird das Thema Innovation und Produktmodularität in den Vordergrund gerückt. Prozess, Produkt und Serviceinnovationen unterstützen die Marktbearbeitung. Die ZARGES Gruppe wird das bestehende Kerngeschäft Steigtechnik (Leitern, Fahrgerüste) und Logistik ( Transportlösungen inkl. Medical) weiter ausbauen und die Marktdurchdringung intensivieren. Darüber hinaus wird die Gruppe ihre Positionen als fokussierter Spezialanbieter im Bereich Militär, Luftfahrt (Air), Bahn (RAIL), Special Solutions Building & Industries stärken und damit die Kundenbasis verbreitern.

b) Strategischer Einkauf

Wie bisher für die ZARGES-TUBESCA Gruppe fußt auch die Einkaufsorganisation der ZARGES Gruppe auf vielschichtigen Kompetenzen, die auch den Rohstoffeinkauf betreffen. Dabei wird der Aluminium-Einkauf für die gesamte ZARGES Gruppe einheitlich koordiniert und nach Möglichkeit, je nach Erwartung der Aluminiumpreisentwicklung, mit bis zu 12 Monaten Vorlaufzeit entsprechenden Kontrakten gesichert.

Angesichts laufend schwankender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Ein werksübergreifendes Einkaufsmanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung von Fertigungs und Lieferqualität.

3) Steuerungssystem

Aufgrund der Eigenkapitalstruktur mit Private-Equity Investoren als Hauptanteilseigner sind die wesentlichen Steuerungsgrößen für die ZARGES-TUBESCA Gruppe und auch zukünftig für die ZARGES Gruppe die Umsatzerlöse, das EBITDA 2 und die Netto-Finanzverschuldung im Rahmen der aktuellen Kreditkennziffern (Financial Covenants) der Finanzierungsverträge. Eine Abweichungsanalyse (Soll-Ist-Entwicklung) erfolgt unter Abschnitt 4), "Lage". Hierbei ist aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs TUBESCA im September 2016 ein Vergleich nicht möglich. Bis September 2016 konnte der Plan für alle wesentlichen Steuerungsgrößen nahezu erfüllt werden.

Für die GmbH ist zusätzlich der Jahresüberschuss die maßgebliche Steuerungsgröße.

a) Umsatzerlöse

Wesentlicher Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg ist die Höhe der externen Umsätze mit Kunden. Sowohl auf Gruppen- als auch auf Geschäftsbereichsebene ist die Entwicklung des Umsatzvolumens daher wesentliche Steuerungsgröße. Dies gilt umso mehr, als dass in den vergangenen Jahren erhebliche strukturelle Verbesserungen der Kostenseite vorgenommen wurden und damit Umsatzveränderungen unmittelbare Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Gesamterfolg der Gruppe haben.

b) EBITDA

Die Berechnung des EBITDA als Steuerungsgröße ergibt sich ausgehend vom Ergebnis vor Steuern des Konzerns durch Hinzurechnung der nicht wiederkehrenden Einmalaufwendungen (3,3 Mio. Euro / Vorjahr 3,7 Mio. Euro), der Restructuring Fee (+8,2 Mio. Euro / Vorjahr 3,7 Mio), sowie der Abschreibungen aus der laufenden Periode (4,8 Mio. Euro / Vorjahr 7,3 Mio. Euro). Für das Berichtsjahr ergab sich in der Gruppe ein EBITDA von 20,1 Mio. Euro (Vorjahr 23,1 Mio. Euro).

Das EBITDA bildet die operative Entwicklung des Unternehmens unmittelbarer ab, als das Operative Ergebnis nach IFRS. Dies gilt insbesondere für Geschäftsjahre, in denen das Operative Ergebnis stark durch Einmaleffekte beeinflusst wird. Verstärkt wird diese Betrachtungsweise beim Vergleich unterschiedlicher Perioden. Da die ZARGES-TUBESCA Gruppe in den vergangenen Jahren fortwährend in Strukturverbesserungen investiert hat, gelten vor allem die generellen Aussagen zum EBITDA. Hinzu kommt die Bedeutung des EBITDA als Werttreiber für Private-Equity Investoren.

c) Netto-Finanzverschuldung

Die Netto-Finanzverschuldung als Steuerungsgröße umfasst neben dem Kasse / Bankguthaben das kurz- und langfristige Fremdkapital inklusive der langfristigen Leasing-Verpflichtungen. Nicht berücksichtigt werden Gesellschafterdarlehen, da diese dem wirtschaftlichem Eigenkapital 3 zugerechnet werden.

Die laufende Kontrolle der Netto-Finanzverschuldung, insbesondere die Einhaltung eines ausreichenden Abstands zu den vereinbarten Grenzen des Financial Covenant "Leverage-Ratio", erfolgt monatlich. Zudem wird die Kurzfristentwicklung über eine kontinuierlich rollierende 12 Wochen- Planung der Netto-Finanzverschuldung gesteuert.

4) Forschung & Entwicklung

Forschung und Entwicklung findet bei der ZARGES-TUBESCA Gruppe wie auch bei der ZARGES Gruppe sowohl als kontinuierlicher Verbesserungsprozess als auch in speziellen Projekten statt. Ziel ist die Steigerung der Produktqualität sowie die Erhöhung der Produktivität. Projekte werden mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden sowie bspw. Hochschulen konzipiert.

Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen. Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf Ansprüche aktueller und potentieller Kunden im Mittelpunkt. Als technologischer Führer gehören ständige Innovationen in den Bereichen Funktion, Prozesssicherheit und -effizienz, Arbeitssicherheit und Artikeldesign zum Tagesgeschäft. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Produktmanagement-Teams verschiedener Standorte der ZARGES Gruppe auch international kontinuierlich im Austausch.

Der Experten- und Know-how-Austausch ist von besonderer Bedeutung. Die Angleichung der technischen, qualitativen, administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Einsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen kontinuierlich ein in Maßnahmen zu Prozessstabilisierung und optimierung in der Fertigung. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Produktqualität und die Aufrechterhaltung eines sehr hohen Service- und Liefergrades im Mittelpunkt.

Auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten permanent optimiert. In der Produktion werden Effizienzsteigerungen durch zunehmend verfeinerte Kontroll- und Messsysteme sichergestellt.

Auch die F&E-Projekte für das kommende Jahr 2017 bleiben vielfältig, wobei einige der Projekte langfristig angelegt sind und somit auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Die Projekte betreffen mehrheitlich die Erfüllung von Kunden- sowie regulatorischen Bedürfnissen bzgl. höherer Sicherheitsstandards sowie der Berücksichtigung steigender Effizienzanforderungen.

Auf eine Aktivierung der Entwicklungsleistungen wird in der Regel verzichtet, da diese mehrheitlich in Produkte für das Seriengeschäft fließen. Ausnahmen bestehen lediglich dann, wenn für mehrjährige und wiederkehrende Projektgeschäfte mehrfach anwendbare und verwertbare Kompetenzen erarbeitet werden. Dies ist bisher vereinzelt der Fall für Windturminnenausstattungen und bei Wartungsdocks für Luftfahrt- und Schienentransport-Industrie gewesen. In diesen Fällen werden die aktivierten Werte über die erwarteten Stückzahlen/Projekte abgeschrieben. Das verbleibende Potenzial wird kontinuierlich evaluiert. Im Berichtsjahr betrugen die F&E Kosten 1.761 T. Euro (Vorjahr 2.246 T. Euro).

II Wirtschaftsbericht

1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Global

Das weltweite Wachstum des inflationsbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) war in 2016 mit rd. 3,5% deutlich höher als im Vorjahr, insbesondere aufgrund erwarteter wirtschaftspolitischer Impulse in den USA sowie einer Unterstützung des EURO durch Abwertung der Währungen in Europa gegenüber dem US-Dollar. Auch für 2017 (+3,5%) und für 2018 (+3,6%) wird eine etwas stärkere weltwirtschaftliche Dynamik erwartet im Wesentlichen aufgrund stärkerer Investitionsbereitschaft in den USA; in Europa hingegen wird die Konjunktur aufgrund der negativen Auswirkungen politischer Unsicherheit nur mit überwiegend gleichbleibenden Tempo expandieren. 4

Im Vergleich zur Entwicklung des weltweiten BIP expandierte die Wirtschaft in 2016 im Euroraum mit rd. 1,7% langsamer. Auch in den Folgejahren wird für das Wachstum u. a. aufgrund der bremsenden Wirkung politischer Risiken (z. B. Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, "Brexit") mit +1,8% (2017) und +1,7% (2018) ein im weltweiten Vergleich geringerer Anstieg erwartet. Andererseits gehen wir davon aus, dass sich die im bisherigen Verlauf der wirtschaftlichen Erholungsphase insgesamt schwache Investitionstätigkeit sukzessive verstärkt. Der Anstieg der Verbraucherpreise im Euroraum wird in den Jahren 2017 und 2018 aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Erholung stärker als zuletzt eingeschätzt 5.

Aufgrund der Maßgeblichkeit der jeweiligen Branchenkonjunkturen für die einzelnen bearbeiteten Märkte und Segmente ergaben sich keine nennenswerten Verschiebungen zur Wettbewerbssituation und zur Positionierung der ZARGES Gruppe in diesem Umfeld über die Märkte hinweg. Die Bau-Konjunktur in Europa, für ca. 1/3 der Umsätze der ZARGES-TUBESCA Gruppe entscheidend, blieb auch in 2016 verhalten. Nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 hat die Bauindustrie für den Geschäftsverlauf der ZARGES Gruppe in der Gesamtbetrachtung keine besonders prägende Relevanz mehr.

b) Deutschland

Nach einem Wachstum des BIP in 2016 in Deutschland von rd. 1,9% wird für 2017 (+1,7%) und 2018 (+2,0%) eine hauptsächlich gleichbleibende bzw. leicht dynamischere Entwicklung erwartet. Trotz einer moderateren Entwicklung des Konsums des öffentlichen Sektors infolge reduzierter Ausgaben im Zuge der Flüchtlingsmigration werden die Ausrüstungsinvestitionen im industriellen Umfeld sowie die Bauinvestitionen expandieren. Damit wird sich die gesamtwirtschaftliche Auslastung der Kapazitäten merklich erhöhen. Darüber hinaus werden die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen sowie das mit zunehmender Belebung der Weltkonjunktur wachsende Exportgeschäft den Aufschwung stützen. 6

Der kräftige Aufbau der Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland setzte sich auch in 2016 im Vorjahresvergleich mit einem Anstieg um 0,4 Mio. auf 43,4 Mio. fort. Der Aufbau der Beschäftigten wird sich erwartungsgemäß auch in den kommenden Jahren fortsetzen. 7

Nachdem die Ausrüstungsinvestitionen im 4. Quartal 2016 im Wesentlichen stagnierten, gehen wir davon aus, dass die dämpfenden Effekte (u. a. wegen des Politikwechsels in den USA und der Auswirkungen des Brexit-Votums in Großbritannien) sich in der Tendenz verringern und die insgesamt sehr günstigen Rahmenbedingungen für Investitionen (Finanzierungskonditionen für Unternehmen und der insgesamt steigenden Auslastung der Kapazitäten) die Oberhand gewinnen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine leichte Belebung der Investitionstätigkeit (Ausrüstungsinvestitionen) in 2017 mit einem Anstieg von rd. 1,4% (2016: 1,1%) und einer deutlicheren Steigerung von bis zu 5.0 % in 2018. 8

Für die ZARGES Gruppe und seine Wettbewerber als Ausrüster der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes war dieses Umfeld insgesamt und im zeitlichen Verlauf prägend.

c) Frankreich

Die konjunkturelle Entwicklung in Frankreich war für die ZARGES-TUBESCA Gruppe bis zum Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA bis Ende September 2016 auch im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich. Insbesondere mit Blick auf die Präsidentenwahl im Frühjahr 2017 war in 2016 mit einem Wachstum des BIP von 1,1% lediglich ein verhaltener Aufschwung zu verzeichnen. Damit blieb das Expansionstempo erneut hinter der durchschnittlichen Entwicklung des Euroraums zurück. 9

Für die ZARGES Gruppe ist nach Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA neben der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland (vgl. oben) insbesondere das Expansionstempo im Euroraum insgesamt einschlägig:

d) Euroraum

Insgesamt entwickelt sich die konjunkturelle Erholung im Euroraum lediglich moderat. Obwohl sich die einschlägigen Stimmungsindikatoren zunehmend verbessert haben, verbleiben eine Reihe politischer Risiken, wie die bevorstehenden EU Austrittsverhandlungen mit Großbritannien, Wahlen in wichtigen Mitgliedsländern oder die nur schwer einschätzbare Wirtschafts- und Handelspolitik der neuen Regierung in den USA. Nach einer Wachstumsrate von 1,7% im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 rechnen wir mit einer im Wesentlichen stabilen Entwicklung des BIP im Euroraum in 2017 (+1,8%) und 2018 (+1,7%). Nachdem Deutschland auch in den kommenden Jahren überproportional zu diesem Wachstum beitragen wird, fällt das Wachstum im Euroraum (ohne Deutschland) voraussichtlich um rd. 0.1% schwächer aus. 10

Die einzelnen Mitgliedsländer im Euroraum entwickeln sich unterschiedlich: Insbesondere Frankreich (2016: +1,1%; 2017: +1,3%; 2018: +1,4%) und Italien (2016: +1,0%; 2017: +0,9%; 2018: +0,9%) bleiben hinter dem Durchschnitt des Euroraums zurück, während sich die Erholung in Spanien (2016: +3,2%; 2017: +2.6%; 2018: +2,0%) zwar verlangsamen, aber insgesamt anhalten wird. Zudem tragen die Niederlande (2016: +2,1%; 2017: +2.1%; 2018: +1,9%) und Österreich (2016: +1,5%; 2017: +1,9%; 2018: +1,6%) überproportional zum Wachstum im Euroraum bei. 11

Für die ZARGES Gruppe und seine Wettbewerber als Ausrüster der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes ist dieses Umfeld insgesamt und im zeitlichen Verlauf prägend.

2) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Über die bereits als Steuerungsgrößen definierten Indikatoren Umsatz, EBITDA und Netto-Finanzverschuldung werden bei ZARGES-TUBESCA Gruppe eine ganze Reihe von weiteren finanziellen Leistungsindikatoren gemessen und einer Abweichungsanalyse unterzogen. Überwiegend handelt es sich hier um die unabhängigen Variablen, die in die Hauptmessgrößen EBITDA und Verschuldung einfließen.

Konkret zu nennen sind in diesem Zusammenhang wesentliche Einflussgrößen auf Umsatz und Bruttomarge wie Verkaufspreise, Materialkosten, Auslastung der Werke und Werkskosten. Ferner unterliegen die weiteren Fixkosten in Vertrieb, Marketing und Verwaltung einer intensiven Kontrolle.

Die Steuerung der Netto-Finanzverschuldung wiederum setzt eine intensive Steuerung des kurzfristigen Betriebsvermögens (Net Working Capital) 12 voraus, dieses wird durch laufende Auseinandersetzung mit Vorratsreichweiten in allen Lagerorten, durch die Maximierung des Cash-Beitrags von Einzelprojekten über das Einwerben von Projektanzahlungen und durch zeitnahes Forderungsmanagement in jedem adressierten Markt sichergestellt. Ferner werden auch Investitionen durchgehend zeitnah kontrolliert; maßgeblich sind hier Timing und Payback.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch das kontinuierliche Durchlaufen des Zyklus "Vorgabe-Messung-Abweichungsanalyse-Gegenmaßnahme" führt auch die Kontrolle nichtfinanzieller Leistungsindikatoren mittelbar zu einer Verbesserung der finanziellen Steuerungsgrößen.

Hervorzuheben sind hier die Größen Kundenreklamationen und Produktqualität, für die es auf Ebene aller Vertriebsorganisationen und der Werke einzuhaltende Vorgaben gibt. Wichtig sind darüber hinaus für die Leistung der Werke der jeweilige Krankenstand, die Anlagenverfügbarkeit und Produktivitätsentwicklung sowie Liefer-/Servicegrad. Für diese Kenngrößen werden ebenfalls Zielwerte definiert und gegebenenfalls mit Hilfe notwendiger Korrekturmaßnahmen auch eingehalten.

3) Geschäftsverlauf

Bis zum Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 trat die Gruppe unter klarer Separierung der Geschäftsbereiche ZARGES einerseits und TUBESCA andererseits an den Märkten auf. Insgesamt trug seit 2013 die Fokussierung auf die Kernmarken "Zarges" und "TubescaComabi" zu einer intensiveren Bearbeitung der regionalen und lokalen Kernmärkte bei. Die angestrebte Stärkung der Marktdurchdringung auf allen Vertriebsebenen ist sichtbar und wird für die ZARGES Gruppe auch in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt.

Nach einem moderaten Verlauf des Geschäftsjahrs im 1. Halbjahr 2016 hat die ZARGES-TUBESCA Gruppe im 2. Halbjahr, insbesondere im 4. Quartal, eine deutliche Belebung der Geschäftstätigkeit verzeichnen können.

Für das Gesamtjahr 2016 betrug das Umsatzvolumen der ZARGES-TUBESCA Gruppe 208,9 Mio. Euro. Hieraus wurde ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 20,1 Mio. Euro erzielt. Wegen der unterjährigen Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA ist eine Vergleichbarkeit mit dem Plan bzw. dem Vorjahr auf dieser Ebene nicht gegeben.

Bis zum Abschluss der Veräußerung des Verkaufs des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 resultierte hieraus für die ZARGES-TUBESCA Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs mit 172,4 Mio. Euro eine nicht vollständige Erfüllung der Umsatzziele (Plan 1-9/2016: 174,2 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorjahr (167,1 Mio. Euro) konnte in diesem Zeitraum hingegen eine Steigerung des Umsatzvolumens um rd. 3% erzielt werden. Das geplante operative Ergebnis (EBITDA, vor Einmaleffekten) wurde absolut betrachtet mit 15,6 Mio. Euro insbesondere wegen negativer Effekte aus dem veräußerten Geschäftsbereich TUBESCA nicht erreicht (Plan 1-9/2016: 18,0 Mio. Euro).

Der Geschäftsbereich ZARGES erreichte im Gesamtjahr 2016 ein Umsatzvolumen von 131,8 Mio. Euro (Plan: 131,5 Mio. Euro 13). Gegenüber dem Vorjahr 2015 (124,8 Mio. Euro) konnte damit ein Anstieg von rd. 6% erzielt werden. Das operative Ergebnis (EBITDA, vor Einmaleffekten) betrug 17,0 Mio. Euro. Damit konnten sowohl der Plan (16,4 Mio. Euro 14) als auch das Vorjahr (15,8 Mio. Euro) übertroffen werden. Nachdem im Laufe des Geschäftsjahres planmäßig keine wesentlichen Verkaufspreissteigerungen realisiert wurden, ist der Umsatzanstieg größtenteils auf ein Volumenwachstum (Stückzahlen) zurückzuführen. Bezogen auf die relevanten Margen erzielte die Gruppe insbesondere durch Produktivitätssteigerungen im Fertigungs- und Entwicklungsumfeld sowie durch Kostendisziplin im Bereich der Vertriebs-, Marketing- und Verwaltungskosten eine leichte Verbesserung ggü. dem Vorjahr.

Am 28.04.2016 hat die ZARGES-TUBESCA Gruppe Verträge zur langfristigen Refinanzierung der Unternehmensgruppe unterzeichnet (vgl. auch Abschn. Liquiditätsrisiken). Das Vertragspaket sieht neben einer "Unitranche"-Finanzierung (Inhaberschuldverschreibung) durch Ares Management Ltd., London/UK, beratende Fonds, (Ares) über ursprünglich 70,0 Mio. Euro eine Betriebsmittellinie der Bremer Kreditbank AG, Bremen, (BKB) von ursprünglich bis zu 15,0 Mio. Euro vor. Die Kreditlinien haben eine Laufzeit bis zum 17.05.2022 (Ares) bzw. bis zum 17.02.2022 (BKB) und lösten die unter der Führung der BNP Paribas S.A. ausgereichten Konsortialdarlehen sowie einen Immobilienkredit der Commerzbank AG, beide mit einer Laufzeit bis zuletzt Mitte Dezember 2016, ab. Zudem wurden auch die von der Targobank AG & Co. KGaA (ehemals: GE Capital) bereitgestellten Factoringverträge für Deutschland und Österreich langfristig bis zum 31.12.2019 verlängert. Mit Wirkung zum 25.04.2016 stimmte der Beirat der ZT Management Holding GmbH dem Abschluss der neuen Finanzierungsverträge durch die ZARGES-TUBESCA Gruppe zu.

Im Zuge der Refinanzierung wurden vereinbarungsgemäß 11,4 Mio. Euro der bestehenden Gesellschafterdarlehen der institutionellen Gesellschafter getilgt.

Die Ablösung der bisherigen Kreditlinien (Closing/Funding) erfolgte am 17.05.2016. Damit ist insgesamt die Finanzierung der Unternehmensgruppe über die kommenden 24 Monate hinaus langfristig gesichert.

Mit Sale und Purchase Agreement vom 22.07.2016 hat die ZARGES-TUBESCA Gruppe den Geschäftsbereich TUBESCA an Frènèhard et Michaux, Saint Symphorien des Bruyères/Frankreich per Ende September 2016 (Closing Date) veräußert. Als Gesamtkaufpreis wurden 37,3 Mio. Euro (inklusive übernommener Verbindlichkeit aus Gesellschafterdarlehen von 19,9 Mio. Euro) vereinbart.

Von der durch Ares ausgereichten "Unitranche"-Finanzierung wurden im Zuge der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA aus dem erhaltenen Kaufpreis am 29.09.2016 als Pflicht-Sondertilgung 30,0 Mio. Euro zurückgeführt, so dass sich zum 31.12.2016 das Volumen dieses Finanzierungsanteils auf noch 40,0 Mio. Euro belief. Gleichzeitig wurde vor dem Hintergrund des geringeren Geschäftsvolumens der Gruppe die Betriebsmittellinie der BKB vertragsgemäß von 15,0 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro gekürzt.

Darüber hinaus kam die Gruppe allen Verpflichtungen aus den laufenden Kreditvereinbarungen nach und erfüllte sämtliche Financial-Covenant-Kriterien. Absolut betrachtet reduzierte sich die Netto-Finanzverschuldung unter Berücksichtigung aller, auch nicht operativer Effekte, im Jahresvergleich von 58,6 Mio. Euro zum 31.12.2015 auf 35,1 Mio. Euro zum 31.12.2016.

Das Nettoergebnis war aber im Wesentlichen aufgrund der hohen aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA resultierenden Abschreibungseffekte (u. a. Ausbuchung Goodwill, Step-up) mit 3,9 Mio. Euro negativ.

4) Lage

a) Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz (netto) betrug bei der ZARGES-TUBESCA Gruppe 208,9 Mio. Euro. Wegen der unterjährigen Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA ist eine Vergleichbarkeit mit dem Plan bzw. dem Vorjahr auf dieser Ebene nicht gegeben. Bis September konnte die Vorjahresprognose erreicht werden.

Bis zum Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres mit 172,4 Mio. Euro erneut eine Umsatzsteigerung ggü. dem Vorjahr (1-9/2015: 167,1 Mio. Euro) von rd. 3% erreicht werden. Zu dieser positiven Entwicklung trugen beide Geschäftsbereiche bei: ZARGES: +1,2 Mio. Euro oder +1,3%; TUBESCA: +4,1 Mio. Euro oder +5,6%, bei:

Die Entwicklung im Geschäftsbereich ZARGES spiegelt in den ersten neun Monaten die allgemeine Entwicklung aller wesentlichen im Branchenumfeld genannten Marktsegmente wider. Dabei verzeichnete das Logistikgeschäft hauptsächlich aufgrund eines im Jahresverlauf schwächeren Projektgeschäfts einen Umsatzrückgang von rd. 1,8 Mio. Euro oder 5,3%. Dagegen wuchs das Kerngeschäft mit Leitern und Gerüsten im Bereich Steigtechnik (ohne RAIL und WIND) um rd. 1,4 Mio. Euro oder 3,0%, insbesondere im Europäischen Ausland. Nach einem rückläufigen Geschäftsverlauf im Vorjahr war das Projektgeschäft im Turminnenausbau von Windkraftanlagen (WIND) im Vorjahresvergleich mit einem Geschäftsvolumen von rd. 9,4 Mio. Euro stabil.

Die positive Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich TUBESCA wurde bis Ende September im Wesentlichen getragen durch das Leiterngeschäft (+3,9%; professional und DIY), das Gerüstgeschäft (+3,1%%) und insbesondere durch das Projektgeschäft im Bereich Wartungsdocks für Flugzeuge, AIR (+54,8%).

ZARGES

Bezogen auf das Gesamtjahr 2016 erwirtschaftet der Geschäftsbereich ZARGES mit einem Umsatzvolumen von 137,5 Mio. Euro einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rd. 5%. Rund 40% seines Umsatzes erzielt der Bereich in Deutschland mit Leitern, mobilen Gerüsten, Kisten und mit Sonderlösungen. Rund 8% des Umsatzes von ZARGES entfallen auf Frankreich, wobei dieser überwiegend aus Kisten sowie Modul- und Schrankwagen für Krankenhausprojekte besteht.

In Mio. Euro:

Der Export in nahezu alle europäischen Länder stützt sich einerseits auf rechtlich unselbständige Vertriebsniederlassungen, andererseits auf starke lokale Partner. Jeweils über 5 Mio. Euro erreichen die Umsätze in Großbritannien, Schweden, Dänemark, Norwegen, und Schweiz.Der Export in außereuropäische Länder erfolgt überwiegend in Euro und ist gegenüber Ausfallrisiken besichert.

Schließlich bietet die ZARGES Gruppe mit Wartungsdocks für Züge und Flugzeuge (Access Special Solutions, Dresden) Lösungen für die Instandhaltung in der Luftfahrt- und Schienentransport-Industrie in der DACH-Region und zunehmend auch im weiteren europäischen Ausland an.

TUBESCA (1-9/2016)

Für den Geschäftsbereich TUBESCA mit einem Umsatzvolumen von insgesamt 82,5 Mio. Euro war auch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016 der Heimatmarkt Frankreich wesentlich. Der dominierende Marktanteil im Leiterngeschäft und die gute Marktposition im Gerüstgeschäft sowie im großvolumigen Baumarktgeschäft sind hierfür die Ursachen. Hohe relative Bedeutung erlangen noch die Niederlande mit der Gerüstverleih-Aktivität. Der Export konzentriert sich auf Südeuropa und auf die französischen Übersee-Gebiete.

Ein eigenständiges Vertriebs- und Entwicklungsteam in Frankreich sichert unverändert eine globale Präsenz für große Wartungseinrichtungen für die Luftfahrt (AIR).

Verteilung in Mio. Euro:

Ergebnisentwicklung

Das operative Ergebnis der ZARGES-TUBESCA Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 9,4 Mio. Euro (entspricht 4,6% vom Bruttoumsatz). Wegen der unterjährigen Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA ist eine Vergleichbarkeit mit dem Plan bzw. dem Vorjahr auf dieser Ebene nicht gegeben.

Dieses operative Ergebnis ist durch darin enthaltene Step-up Abschreibungen von über 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro) beeinflusst.

Die für die betriebliche Leistungsfähigkeit der Geschäftsbereiche relevante Maßeinheit EBITDA, vor Einmaleffekten, betrug in 2016 20,1 Mio. Euro. Auch hier gilt, dass wegen der unterjährigen Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA eine Vergleichbarkeit mit dem Plan bzw. dem Vorjahr auf dieser Ebene nicht gegeben ist.

Die folgende Tabelle stellt das Operative Ergebnis 2015 für die einzelnen Geschäftsbereiche ohne Holdingkosten dar:

Werte
in T€
ZARGES TUBESCA Gesamt
UMSATZERLÖSE 124.837 97.662 222.499
Umsatzkosten -78.274 -66.420 -144.694
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -31.279 -25.837 -57.116
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.799 -447 -2.246
Sonstige Erträge 374 73 447
Sonstige Aufwendungen -2.517 -2.387 -4.904
Operatives Ergebnis 11.342 2.644 13.986

In 2016 entwickelte sich die Verteilung wie folgt: (TUBESCA: 1-9/2016)

Werte
in T€
ZARGES TUBESCA Gesamt
UMSATZERLÖSE 131.767 77.160 208.927
Umsatzkosten -81.632 -53.451 -135.083
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -34.491 -20.054 -54.545
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.389 -372 -1.761
Sonstige Erträge 2 3.996 3.998
Sonstige Aufwendungen -1.612 -4.770 -6.382
Operatives Ergebnis 12.645 2.509 15.154

ZARGES

Bezogen auf das Gesamtjahr 2016 war das EBITDA des Geschäftsbereichs ZARGES mit 17,0 Mio. Euro im Vorjahresvergleich leicht ansteigend und erreichte 12,9% vom Umsatz. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das gute Geschäft im Bereich Steigtechnik im Inland.

Insgesamt konnte bei im Wesentlichen konstanter Bruttomarge aus dem gestiegenen Umsatzvolumen der planmäßige Anstieg im Bereich der Verwaltungskosten (u. a. Aufbau von Vertriebskapazitäten im europäischen Ausland) abgedeckt und eine stabile operative Marge (EBITDA in %) erreicht werden.

Sämtliche Maßnahmen zur nachhaltigen Produktivitätsverbesserung in allen Werken des Bereiches und zur laufenden Optimierung des Produktportfolios wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent fortgesetzt.

Die im sonstigen Aufwand ausgewiesenen Step-up Abschreibungen betrugen in 2016 1,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,7 Mio. Euro)

TUBESCA (1-9/2016)

Der Geschäftsbereich TUBESCA musste trotz des deutlichen Umsatzanstiegs ggü. dem Vorjahr in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ein signifikant reduziertes operatives Ergebnis (EBITDA: 4,9 Mio. Euro; Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) hinnehmen.

Ursache hierfür waren wesentliche, ungeplante Zusatzkosten aus einem Einzelauftrag im Geschäft mit großen Wartungseinrichtungen für die Luftfahrt (AIR). Die hieraus resultierende EBITDA-Reduzierung konnte auch durch die weiterhin umgesetzten Maßnahmen zur Kostenoptimierung und zur Produktivitätsverbesserung insbesondere in Ailly sowie nachhaltiger Kostendisziplin im Bereich der Verwaltungskosten nicht kompensiert werden.

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten 0,8 Mio. Euro Step-up Abschreibungen (Vorjahr 2,1 Mio. Euro).

Finanz- und Nettoergebnis

Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der im Jahresmittel niedrigeren Netto-Finanzverschuldung der Gruppe auf 8,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,9 Mio. Euro).

Die Steuern in der GuV bestehen aus laufenden Steuern und Effekten aus der Veränderung der latenten Steuern.

Das Ziel, 2016 ein positives Nettoergebnis auszuweisen, wurde insbesondere aufgrund der bilanziellen Restrukturierungsmaßnahmen (Refinanzierung, Veräußerung Geschäftsbereich TUBESCA) nicht erreicht.

Werte
in T€
Konzern-GuV 2016 Konzern-GuV 2015 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 208.927 222.499 -6,1
Umsatzkosten -135.083 -144.693 -6,6
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -62.992 -65.209 -3,4
Sonstige Erträge 8.126 619 1.212,8
Sonstige Aufwendungen -9.601 -4.898 96,0
Operatives Ergebnis 9.377 8.318 12,7
Zinsaufwand -6.939 -7.425 -6,5
Zinsertrag 1 1  
Zinsergebnis -6.938 -7.424 -6,5
Sonstige Finanzerträge/ - aufwendungen -1.530 -1.457 5,0
Finanzergebnis -8.468 -8.881 -4,7
Ergebnis vor Steuern 909 -563 -261,5
Ertragsteuern gesamt -4.825 -498 868,9
Jahresergebnis -3.916 -1.061 269,1
anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -11 -6 83,3
Konzernergebnis -3.927 -1.067 268,0

Für die GmbH entwickelte sich der Jahresfehlbetrag (nach HGB) von -29,6 Mio. Euro in 2015 auf -27,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Übernahme des positiven Ergebnisses der operativen Gesellschaft ZARGES GmbH reichte nicht aus, um die Verlustübernahme der Zwischenholding sowie im Berichtsjahr vorzunehmende konzerninternen Forderungsabwertungen gegenüber Tochtergesellschaften in Spanien und Niederlande zu kompensieren. Beide Effekte resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016. Im Wesentlichen aufgrund der Belastung der Gesellschaft aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA in Höhe von 11,4 Mio. Euro sowie den Forderungsabwertungen konnte die Vorjahresprognose (ausgeglichenes Ergebnis) nicht erreicht werden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der ZARGES-TUBESCA Gruppe ist in vielen Belangen das Ergebnis einer langjährigen Private Equity Struktur im Eigenkapital und LBO Struktur im Fremdkapital. Entscheidende Komponente im Fremdkapital (vgl. Abschn. Kapitalstruktur, unten) war zum 31.12.2016 die mit Funding/Closing am 17.05.2016 durch Ares ausgereichte Inhaberschuldverschreibung von zuletzt 40,0 Mio. Euro (Stand: 31.12.2016). Darüber hinaus besteht ein langfristig zur Verfügung stehendes Gesellschafterdarlehen.

Kapitalstruktur

Am 17. Mai 2016 wurden der LBO Kredit, die Betriebsmittellinie und das Hypothekendarlehen einschließlich kapitalisierter Zinsen und sonstiger Verpflichtungen vollständig durch eine neue, durch Ares Management Ltd., London/UK, beratene Fonds, bereitgestellte Inhaberschuldverschreibung-Finanzierung ("Unitranche") in Höhe von 70 Mio. Euro abgelöst. Zusätzlich wurde eine langfristige Vereinbarung über eine 15,0 Mio. Euro Betriebsmittellinie ("Super Senior Revolving Credit Facility, SSRCF") mit der Bremer Kreditbank AG, Bremen, abgeschlossen. Die Kreditlinien haben eine Laufzeit bis 17. Mai 2022 (Ares) bzw. bis 17. Februar 2022 (BKB). Die Kredite lösen die unter der Führung der BNP Paribas S.A. ausgereichten Konsortialdarlehen sowie ein grundpfandrechtlich gesichertes langfristiges Darlehen der Commerzbank AG, beide mit einer Laufzeit bis Mitte Dezember 2016, vorzeitig zum 17. Mai 2016 ab. Während der Laufzeit der neuen Kreditvereinbarungen sind keine Regeltilgungen vorgesehen. Mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs TUBESCA zum Ende September 2016 wurde die Inhaberschuldverschreibung durch die vertragsgemäße Pflicht-Sondertilgung auf 40,0 Mio. Euro und die Betriebsmittellinie vertragsgemäß auf 10,0 Mio. Euro zurückgeführt.

Die Netto-Finanzverschuldung nach Financial-Covenant-Definition schließt auch die langfristigen Verpflichtungen aus Leasing-Finanzierungen mit ein. Sämtliche Kreditlinien der ZARGES Gruppe lauten auf Euro.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen in 2016 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,5 Mio. Euro), davon entfielen 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) auf den Geschäftsbereich ZARGES und 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro) auf den Geschäftsbereich TUBESCA. Inhaltliche Schwerpunkte waren Ersatzinvestitionen in den Werken und die Verbesserung der Arbeitssicherheit. Langfristige Investitionsverpflichtungen bestehen nicht, die zum 31.12.2016 sich in Arbeit befindlichen Projekte führen in 2017 zu ca. 0,06 Mio. Euro Cash-out.

Liquidität

Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit erhöhte sich um 1,7 Mio. Euro wie folgt:

Werte
in T€
2016 2015
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 9.022 10.812
Ergebnis vor Steuern 909 -563
Finanzergebnis 8.468 8.881
Ertragsteuerzahlungen -1.053 -1.459
Abschreibung auf langfr. Vermögenswerte 4.825 7.282
Veränderung der langfr. Rückstellungen 884 1.609
Veränderung der Vorräte -5.281 -1.451
Veränderung der Forderungen u. sonst. Vermögensgegenstände -17.731 -254
Veränderung der Verbindklichkeiten/Rückstellungen 26.112 1.428
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen u. Erträge    
Erhaltene Zinsen    
Cashflow aus operativer Tätigkeit 17.133 15.473
Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte 12.049 -2.413
Cashflow aus Investitionstätigkeit 12.049 -2.413
Einzahlung in die Gewinnrücklage 0 0
Tilgung von Gesellschafterdarlehen -11.366  
Tilgung von Finanzschulden -17.616 -11.967
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -236 -245
Gezahlte Zinsen -3.256 -2.638
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -32.474 -14.850
Veränderung aus dem Abgang Konzernkreis -2.493  
Veränderung von Zahlungsmittel -3.292 -1.790
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 5.730 9.022

Die im Vergleich der Jahresendstände geleisteten Tilgungen (ohne Effekte aus der Refinanzierung zum 17.05.2016) beliefen sich auf insgesamt 30,0 Mio. Euro. Davon entfielen 18,6 Mio. Euro auf langfristiges Fremdkapital und 11,4 Mio. Euro auf eine Reduzierung des Gesellschafterdarlehens. Im Rahmen der Refinanzierung im Mai 2016 wurden Altverbindlichkeiten in Höhe von 70,4 Mio. Euro getilgt und zeitgleich Finanzmittel in Höhe von 70,0 Mio. im Rahmen einer "Unitranche"-Finanzierung aufgenommen. Zudem war die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie zum 31.12.2016 um 2,0 Mio. Euro geringer als im Vorjahr.

Der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres sichert ausreichende Liquidität, um den in Folge der unterjährigen saisonalen Volatilität notwendigen Kapitalbedarf zur Finanzierung des Umlaufvermögens abzudecken. Der nicht genutzte Anteil an der Betriebsmittellinie beträgt 7,5 Mio. Euro zum Stichtag,

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich in 2016 insbesondere aufgrund der bilanziellen Effekte aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA um 106,7 Mio. Euro. Dieser Rückgang verteilt sich in etwa 2/3 zu 1/3 auf das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen.

Aktivseite des Konzerns:

AKTIVA, Werte
in T€
Konzernbilanz 31.12.2016 Konzernbilanz 31.12.2015 Veränderung
in %
Langfristige Vermögensgegenstände      
Geschäfts- oder Firmenwerte 30.635 57.760 -47,0
Immaterielle Vermögensgegenstände 15.555 29.755 -47,7
Sachanlagen 15.946 35.798 -55,5
Übrige finanzielle Vermögensgegenstände 142 366 -61,2
Latente Steueransprüche 4.850 7.870 -38,4
SUMME langfristige Vermögensgegenstände 67.128 131.549 -49,0
Kurzfristige Vermögensgegenstände      
Vorräte 16.385 22.479 -27,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.154 10.333 -11,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.730 9.022 -36,5
Sonstige Vermögenswerte 9.942 18.446 -46,1
SUMME kurzfristige Vermögensgegenstände 41.211 60.280 -31,6
SUMME AKTIVA 108.339 191.829 -43,5

* In den sonstigen Vermögenswerten sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte enthalten.

Die Verteilung der Anlagen wird durch folgende Grafik deutlich:

Einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Anlagevermögens haben auch in 2016 die Step-up Abschreibungen von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,8 Mio. Euro), die im Wesentlichen die Immateriellen Vermögensgegenstände betreffen.

Durch die Entkonsolidierung verließen 54,0 Mio. Euro des Anlagevermögens den Konsolidierungskreis. Der größte Posten betrifft den Geschäfts- oder Firmenwert des Geschäftsbereichs TUBESCA mit 27,1 Mio. Euro.

Bereinigt um die Step-up Effekte ergaben sich Abschreibungen von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Dem gegenüber standen Investitionen von 2,8 Mio, Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro).

Die zum 31.12.2016 im Netto-Vorratsvermögen der Gruppe gebundenen Betriebsmittel verringerten sich im Vorjahresvergleich deutlich. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die Entkonsolidierung der Vorratsbestände des Geschäftsbereichs TUBESCA in Folge der Veräußerung per Ende September 2016.

Bezogen auf den Geschäftsbereich ZARGES erhöhte sich das Netto-Vorratsvermögen im Jahresvergleich um 1,8 Mio. Euro, insbesondere aufgrund der gemäß Percentage of Completion (PoC) ermittelten Fertigen Erzeugnisse. Dies betrifft unter anderem die unter Abzug erhaltener Kundenanzahlungen aktivierten Projektfortschritte im Geschäft mit Wartungsdocks für die Luftfahrt- und Schienentransport-Industrie.

Die Verringerung des Netto-Vorratsvermögens und in dessen Folge korrespondierend die Reduzierung des Betriebsmittelvermögens ("Net Working Capital") für die Gruppe insgesamt ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA.

Für den Geschäftsbereich ZARGES erhöhte sich der Bestand der Vorräte in 2016 insbesondere aufgrund eines projektbedingten höheren Abarbeitungsstandes zum Stichtag auf 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro).

Im Zuge des Verkaufs des Geschäftsbereichs TUBESCA wurde Vorratsvermögen in Höhe von 11,4 Mio. Euro entkonsolidiert.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gruppe reduzierte sich aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA von 10,3 Mio. Euro auf 9,2 Mio. Euro. Innerhalb des Geschäftsbereichs ZARGES stieg der Forderungsbestand auftragsbedingt leicht an.

Die Bilanzsumme der GmbH erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Verlustübernahme der Zwischenholding sowie des Veräußerungseffekts der Beteiligung an der TUBESCA um 15,1 Mio. Euro auf 117,4 Mio. Euro zum 31.12.2016. Die GmbH weist insgesamt im Berichtsjahr einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 68,0 Mio. Euro (Vorjahr: 40,6 Mio. Euro) aus. Gleichzeitig besteht ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von 33,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 42,9 Mio. Euro), so dass kein positives wirtschaftliches Eigenkapital verbleibt. Im Zusammenhang mit der Liquiditätsausstattung verweisen wir auf die Ausführungen zu den Liquiditätsrisiken.

Passiva

Aufgrund Reduzierung des Referenzzinssatzes nach IFRS zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf 1,8% (im Vorjahr: 2,4%) führte die Evaluierung der Verpflichtungen zum Geschäftsjahresende zu einer Verminderung des Eigenkapitals in Höhe von 3,91 Mio. Euro.

Die Rückstellungen im kurzfristigen Bereich erhöhten sich leicht, im Wesentlichen aufgrund der Steuerrückstellung resultierend aus einer Betriebsprüfung und Gewährleistungsrückstellungen.

Passivseite des Konzerns:

PASSIVA, Werte
in T€
Konzernbilanz 31.12.2016 Konzernbilanz 31.12.2015 Veränderung
in %
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 200 200 0,0
Rücklagen 8.697 12.149 -27,9
Verlustvortrag -62.938 -61.871 1,6
Konzernergebnis -3.927 -1.067 268,0
Anteile anderer Gesellschafter 160 149 -91,3
SUMME Eigenkapital -57.808 -50.440 14,6
Langfristige Schulden      
Gesellschafterdarlehen 33.933 42.851 -20,8
Rückstellungen 72.619 68.678 5,7
Latente Steuerschulden 928 6.968 -86,7
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 36.852 5.477 572,9
SUMME langfristige Schulden 144.332 123.974 16,4
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen 775 1.584 -51,1
Finanzielle Verbindlichkeiten 775 70.281 -98,9
Erhaltene Anzahlungen 711 1.819 -60,9
Verbindlichkeiten aus LuL 9.367 21.716 -56,9
Sonstige Verbindlichkeiten 10.187 22.895 -55,5
SUMME kurzfristige Schulden 21.815 118.295 -81,6
SUMME PASSIVA 108.339 191.829 -43,5

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Wegen der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 ist eine Aussage zur wirtschaftlichen Entwicklung auf vergleichbarer Basis nur für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres möglich. In diesem Zeitraum hat die Gruppe erneut ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet, insbesondere verursacht durch einen signifikanten Anstieg des Geschäfts mit Wartungsdocks für die Luftfahrtindustrie im Geschäftsbereich TUBESCA in Frankreich. Auch der Geschäftsbereich ZARGES realisierte einen - wenn auch geringeren Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich, insbesondere verursacht durch das Geschäft mit Leitern und Stufenleitern im professionellen Bereich.

Auf Sicht des Gesamtjahres 2016 konnte das fortgeführte Geschäft des Geschäftsbereichs ZARGES ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum realisieren (pro-forma). Dazu trug auf Gesamtjahressicht insbesondere das Projektgeschäft im Bereich der Logistik (Industrie und Medical) bei. Ausgehend von der guten Entwicklung in Deutschland im Logistikgeschäft erwarten wir auf pro-forma Basis auch für 2017 eine verbesserte Geschäftsentwicklung.

III Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum 21.12.2016 unterschrieb die ZARGES Gruppe einen Vertrag zur Veräußerung eines nicht betriebsnotwendigen größeren Teils ihrer Liegenschaft in Weilheim an die Huawei Technologies Duesseldorf GmbH, Düsseldorf. Insgesamt wurden rd. 42.000 qm der gesamten Liegenschaft veräußert.

In dessen Folge wurden die veräußerten Gebäude und Hallen im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahrs geräumt, im Wesentlichen durch eine Verlagerung der Maschinen und Einrichtungen in die verbleibenden Bestandsimmobilien am Standort Weilheim. Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Kommissionierung von Turminnenausbauten des Bereichs WIND wurden konzernintern verlagert nach Kecskemét, Ungarn, ohne, dass es wegen dieser Verlagerung zu einem Abbau von Mitarbeitern am Standort Weilheim kam.

Die veräußerte Liegenschaft wurden vereinbarungsgemäß am 10.04.2017 an den Erwerber übergeben. Wesentliche Teile des erzielten Kaufpreises wurden als Pflicht-Sondertilgung zur teilweisen Rückführung (4,0 Mio. Euro) der durch Ares Management Ltd., London/UK, beratende Fonds, (Ares) bereitgestellten "Unitranche"-Finanzierung genutzt. Zudem wurde infolge der Veräußerung die durch die Bremer Kreditbank AG (BKB) bereitgestellte Betriebsmittellinie von 10,0 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro angepasst. Sie ist mit dem heutigen Tage nicht in Anspruch genommen.

IV Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1) Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der ZARGES Gruppe 15. Nach seiner Veräußerung hat der Geschäftsbereich TUBESCA für die zukünftige Entwicklung der Gruppe keine Relevanz mehr. Der Bericht enthält Prognosen der Konzernleitung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten oder sich eine der Ungewissheiten realisieren, oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrundeliegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen der in die Zukunft gerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.

a) Prognoseannahmen

Obwohl ein kräftiger globaler Aufschwung wegen vielfältiger struktureller Hemmnisse nicht zu erwarten ist, hat sich die globale konjunkturelle Lage nach einem schwachen Start im Verlauf des Jahres 2016 trotz erhöhter politischer Unsicherheit (u. a. Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, "Brexit") gefestigt und zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017 leicht beschleunigt. Wir rechnen daher mit einem im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 Anstieg der Weltkonjunktur von rd. 3,5% (im Vorjahr: 3,1%). 16

In Europa wird sich die konjunkturelle Erholung lediglich moderat fortsetzen und damit hinter der globalen Entwicklung zurückbleiben. Obwohl sich die einschlägigen Stimmungsindikatoren zunehmend verbessert haben, verbleiben eine Reihe politischer Risiken, wie die bevorstehenden EU Austrittsverhandlungen mit Großbritannien, Wahlen in wichtigen Mitgliedsländern oder die nur schwer einschätzbare Wirtschafts- und Handelspolitik der neuen Regierung in den USA. In Folge dessen erwarten wir nach einer Wachstumsrate von 1,7% im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 eine im Wesentlichen stabilen Entwicklung des BIP im Euroraum in 2017 (+1,8%). 17 Deutschland wird, wie auch im Vorjahr (+1,8%), mit einer erwarteten Wachstumsrate für 2017 von 2,0% stärker als der Durchschnitt der europäischen Länder zu dieser Entwicklung beitragen. 18

Über die Gesamteinschätzung für Europa hinaus ist für die ZARGES Gruppe insbesondere das Investitionsklima in Deutschland relevant. Nachdem das konjunkturelle Wachstum in 2016 noch im Wesentlichen getragen wurde durch hohe Zuwachsraten im privaten und öffentlichen Konsum gehen wir für 2017 von nach und nach zunehmenden Ausrüstungs- und Anlageinvestitionen aus. Dabei unterstützen die nach wie vor investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen (niedrige Finanzierungskonditionen), getragen durch die expansive Liquiditätspolitik der Europäischen Zentralbank. Nach einem lediglich moderaten Zuwachs in 2016 (+1,1%) erwarten wir insgesamt eine leichte Belebung der Investitionsbereitschaft der Unternehmen in 2017 mit einem Wachstum von 1,4%. 19

b) Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Vor dem Hintergrund der bereits beschriebenen Entwicklung des Umfeldes der jeweiligen Branchen erwartet die ZARGES Gruppe eine positive Entwicklung der externen Randbedingungen. Dabei tragen die in den vergangenen Jahren vorgenommenen, umfangreichen Restrukturierungen und kontinuierlichen Optimierungsprozesse dazu bei, die Ausgangslage des Geschäftsbereiches zu verbessern. Nach Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 setzt die Planungsrechnung der Gruppe auf folgenden Vergleichswerten für 2016 20 auf:

Bilanz ZARGES Stand-alone, pro-forma:

ZARGES Group Proforma Bilanz 2016 ZARGES Group Proforma Bilanz 2015 Veränderung
in %
Total Net Inventories 16,4 14,6 12,1
Total net External Trade Receivables 9,2 7,6 19,7
External Accounts Payables -9,4 -8,7 7,5
Prepayments received -0,7 -1,4 -49,3
Trade Working Capital 15,5 12,2 27,2
Non Trade Working Capital -2,2 0,5 -577,7
Net Working Capital 13,3 12,6 5,2
Cash and Banks 5,7 5,6 1,7
Goodwill 30,6 30,6 0,0
Fixed Assets 36,7 37,2 -1,4
Reserves for Risks and Expenses / Pensions -73,4 -66,8 9,9
Net Assets Employed 12,9 19,3 -33,2
Shareholders' Equity 23,9 19,9 19,7
Financial Assets -Others 0,1 0,1 1,4
Long Term Financial Debt -40,0 -40,0 0,0
Short Term Financial Debt -0,8 -3,5 -78,0
Deferred Taxes 3,9 4,3 -8,7
Financial Lease -0,1 -0,2 -63,2
Total -12,9 -19,3 -33,2

Gewinn- und Verlustrechnung ZARGES Stand-alone, pro-forma:

ZARGES Group Proforma-GuV 2016 ZARGES Group Proforma-GuV 2015 Veränderung
in %
Net Sales 133,1 126,6 5,2
Outbound Freight -6,8 -6,9 -1,8
Variable selling expenses -1,1 -1,2 -7,2
Materials in Cost of Goods Sold -53,4 -51,1 4,4
Manufacturing & Warehouse Cost -29,0 -26,5 9,7
Standard Gross Margin 42,8 40,9 4,8
Total Variances -0,8 -1,1 -28,1
Opearating Gross Margin 42,0 39,7 5,7
Selling, Marketing and PM expenses -20,0 -19,2 4,7
General & Administrative expenses -7,7 -7,7 0,1
Total SG&A -27,7 -26,8 3,4
Other Operating Items -0,6 -0,4 60,4
Net Result on Asset Disposal 0,0 0,3 -100,0
EBIT 13,7 12,9 6,3
Total Interest -7,0 -6,5 7,4
Financial Fees and Other -0,8 -0,4 132,7
Extraordinary Items -1,2 -1,6 -24,7
Step up Depreciation -1,0 -1,2 -18,9
Profit before Tax 3,7 3,2 14,7
Income taxes -3,2 -0,7 352,9
Net Income 0,5 2,5 -80,3
EBITDA 15,2 14,6 4,2

Das im Vorjahr für 2016 erwartete primäre stückzahlbedingte Umsatzvolumen der Gruppe von 230,8 Mio. Euro und einem EBITDA von 24,0 Mio. Euro als auch ein ausgeglichenes Nettoergebnis, kann aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs TUBESCA nicht mit den IST Zahlen abgeglichen werden.

Für 2017 erwarten wir eine Umsatzerhöhung im mittleren einstelligen Prozentbereich auf 136,6 Mio. Euro (im Vorjahr (pro-forma): 133,1 Mio. Euro). Dieser Anstieg wird in etwa zu einem Drittel getragen durch geplante Verkaufspreiserhöhungen und zu zwei Dritteln durch Volumenerhöhungen (Stückzahlen), insbesondere im Bereich Logistics. Erneut steht damit, wie im Vorjahr, das Stückzahlwachstum im Vordergrund.

Für die Entwicklung des operativen Ergebnisses (EBITDA) der ZARGES Gruppe erwarten wir einen Anstieg auf 16,5 Mio. Euro (im Vorjahr (pro-forma): 15,2 Mio. Euro). Insbesondere durch eine verbesserte Fixkostenabdeckung in Folge der Preis- und Volumensteigerungen steigt damit auch das EBITDA in % auf rd. 12% vom Umsatz.

Die Cash-Flow Entwicklung und die weiterhin lediglich moderate Investitionstätigkeit werden planmäßig in 2017 erneut eine Reduzierung der Netto-Finanzverschuldung von 35,1 Mio. Euro auf rd. 27,5 Mio. Euro ermöglichen. Dabei ist berücksichtigt, dass durch die Veräußerung eines nicht betriebsnotwendigen Teils der Liegenschaft in Weilheim eine Pflicht-Sondertilgung der von Ares bereitgestellten "Unitranche"-Finanzierung in Höhe von 4,0 Mio. Euro erfolgt (vgl.: III Nachtragsbericht).

Für die GmbH wird mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

2) Risikobericht

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt die ZARGES-TUBESCA Gruppe und zukünftig auch die ZARGES Gruppe einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung des Geschäfts und die erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu erkennen, zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich zusammen aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber in den jeweiligen Geschäftsbereichen gleichermaßen betreffen und aus individuellen Risiken. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Werte, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend zu wirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die ZT Management Holding GmbH als auch die in- und ausländischen Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig. In der Risikobetrachtung bestehen keine Unterschiede zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen ZARGES und TUBESCA. Sämtliche Risiken, ihre Struktur sowie Merkmale implementierter Managementsysteme sind zukünftig analog auch für die ZARGES Gruppe relevant. Risiken und Chancen des Geschäftsbereich TUBESCA werden nach seiner Veräußerung für die Entwicklung der ZARGES Gruppe insgesamt keine Relevanz mehr haben.

Risiken und Chancen werden grundsätzlich absteigend in ihrer Bedeutung dargestellt und, sofern möglich, quantifiziert.

a) Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht die Gruppe nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und Risikoverringerung.

Die Gruppe hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS der ZARGES-TUBESCA Gruppe ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Integrierte Managementsysteme (IMS),

Internes Kontrollsystem (IKS),

Interne und externe Audits.

Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Auf dieser Basis identifiziert und bewertet die Gruppe die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten und Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung und dem Vorjahr abgeglichen und einem Soll-Ist- bzw. Ist-Vorjahres-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Risikoüberwachung und steuerung werden in der Gruppe grundsätzlich auf Geschäftsführungsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokal erstellten Abschlüsse, ergänzt um Anpassungen an die Vorschriften zur Konzernrechnungslegung (IFRS), werden durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen an die Zentrale übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, so dass dort alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Mit Hilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

Compliance

Ein gruppenweites Compliance-System soll sicherstellen, dass Führungskräfte und Mitarbeiter alle gesetzlichen Regeln und internen Richtlinien einhalten. Basis hierfür sind von der Geschäftsführung definierte und gruppenweit kommunizierte Leitsätze, die die wesentlichen Linien des unternehmerischen und zwischenmenschlichen Handelns in der Gruppe zusammenfassen.

Ein 2014 implementierter Verhaltenskodex hilft allen Mitarbeitern bei der täglichen Arbeit moralisch angemessen und rechtlich korrekt zu handeln. Die Regelungen des Kodex sind Verhaltensrichtlinien, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind und zur Vermeidung von Korruption beitragen. Mit Hilfe eines softwaregestützten E-Learning-Programms werden die Mitarbeiter im Umgang mit moralisch oder rechtlich bedenklichen Situationen geschult.

b) Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken, die im Folgenden ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge aufgeführt werden, kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden.

Absatzrisiken

Das Geschäft der Gruppe ist breit aufgestellt, eine wesentliche Abhängigkeit von einem bestimmten Teilbereich besteht nicht, der größte Bereich mit relativ einheitlichem Marktverhalten (Leitern und Stehleitern in Deutschland) erzielt rd. 20% 21 des Konzernumsatzes. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von der Gruppe bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird als gering eingeschätzt.

In den einzelnen Teilsegmenten besteht ein spezifisches Risikopotenzial. Einflussfaktoren können hierbei solche sein wie Baukonjunktur (Gerüste und Gerüstvermietung), Witterung (Bau Mittel- und Nordeuropa), politische Vorgaben (Windenergie, Ungarn), Investitionstätigkeit in der Luftfahrt- und Schienentransport-Industrie (Wartungsdocks für Bahn und Flugzeuge) oder auch generelles Konsum- und Konjunkturklima (Kisten).

Wettbewerbsrisiken

Die Gruppe ist der führende europäische Anbieter von aluminiumbasierten Produkten im Bereich Steigtechnik und Logistiklösungen für professionelle Anwender. Das Wettbewerbsumfeld ist geprägt durch eine Vielzahl kleinerer Anbieter, die jeder für sich lediglich einen Teilausschnitt der von der ZARGES-TUBESCA Gruppe abgedeckten Märkte bearbeitet. Wettbewerbsrisiken werden daher als gering eingeschätzt.

Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren und Dienstleistungen. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt.

Die Hauptrisiken im Herstellungsprozess von Aluminium-Produkten sind die schwer vorhersehbaren Energie- und Rohstoffpreise.

Mehr noch als vor der nun überstandenen Finanz- und Wirtschaftskrise steht die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten im Fokus. Die operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß interner Regelungen definierte Schwellenwerte nicht überschreiten.

Mit der Produktionsverlagerung und Konzentration auf die 4 Standorte Ailly, Cremieux, Trévoux und Kecskemét bei Leitern und Gerüsten steigt auch die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Logistik-Partner. Daher erfolgt auch hier eine stärkere Zentralisierung und Koordinierung, um dem Risiko einer Unterbrechung unserer Lieferkette zu begegnen. Die Risikotragfähigkeit wird einerseits durch den Auf- und Ausbau von Zweitlieferanten für alle kritischen Rohstoffe, andererseits durch gezielte Redundanz zwischen den Geschäftsbereichen ZARGES und TUBESCA in der Rohstoffbeschaffung hergestellt. Dies gilt nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA auch für die Zusammenarbeit der Werke in Weilheim, Dresden und Kecskemét für die ZARGES Gruppe.

Aluminium- und Rohstoffkosten

Mit einem Gesamtverbrauch von über 10.000 Tonnen im Jahr 2016 22 nimmt Aluminium in einer Vielzahl an Coil-Formaten, Blechen und Profilen in hoher Qualität die mit Abstand führende Rolle in der Rangliste der zu beschaffenden Materialien ein.

Während die Produkte bei Leitern und Gerüsten durchgängig aus Sicherheitsgründen hohe Anforderungen an die Material-Festigkeit stellen, ist die Oberflächenbeschaffenheit für die teilweise hier nicht weiterbehandelten Kisten ein entscheidendes Qualitätsmerkmal.

So kommt es auch bei einem als Commodity notierten Material stark auf die Leistungsfähigkeit und Leistungsüberwachung der ausgewählten Lieferanten durch den Einkauf an.

Da die Volatilität der LME-Notierung für Aluminium nur in größeren Zeitabschnitten an unsere Kunden weitergereicht werden kann, werden geeignete, natürliche Sicherungsmittel eingesetzt, um auch kostenseitig die Schwankungen weitgehend zu glätten.

Der Einkauf von Aluminium erfolgt in Euro. Der Euro Preis pro Tonne Aluminium ist in der zweiten Jahreshälfte 2016 angestiegen. Wir rechnen in unserer Planung für das Geschäftsjahr 2017 im Mittel mit einem gegenüber 2016 unveränderten Aluminiumpreis.

Weitere Rohstoffe von strategischer Bedeutung sind Stahl und Kunststoffe. Auch hier sind die Marktvolatilitäten zu denen im Aluminium vergleichbar und die Behandlung im Einkaufsprozess ähnlich. Nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA wird Stahl als Rohstoff in seiner Bedeutung für die ZARGES Gruppe abnehmen.

Industrielle Risiken

Die Auswirkungen von Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstigen schwerwiegenden Ereignissen, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnte, die trotz individueller Absicherung nicht in vollem Umfang zu kompensieren sind, wird allein durch die Aufteilung in unabhängige Werke mit unterschiedlichen Standorten verringert.

Durch die insgesamt zurückhaltende Investitionstätigkeit besteht die Möglichkeit, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüst- und Wartungsaufwand anfällt. Hierbei handelt es sich um ein inzwischen limitiertes Kostenrisiko im Rahmen der allgemeinen Tragfähigkeit. Im Bereich Umwelt ist durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Ausfallrisiken

Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind Kreditversicherung, angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht von fälligen Forderungen. Konzernweit entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei nur minimale Schäden.

Im Projektgeschäft mit Windturminnenausstattungen und Wartungsdocks für Züge und Flugzeuge mit hohen punktuellen Einzelzahlungen ist für die Gruppe stets zu vermeiden, dass im Einzelfall erwartete Zahlungen verspätet oder gar nicht eingehen. Die derartigen Abweichungen in der Praxis stellen Liquiditätsschwankungen von unter 1,0 Mio. Euro dar. Derzeit ist daher nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität der Gruppe ernsthaft gefährdet werden könnte.

Qualitätsrisiken

Aufgrund der kontinuierlichen Qualitätskontrolle im Bereich des Wareneingangs (insbes. Rohstofflieferungen) sowie hoher Prozessorientierung im Fertigungsumfeld werden Qualitätsrisken als gering eingestuft

Liquiditätsrisiken

Die ZARGES-TUBESCA Gruppe hat nach wie vor Bankverbindlichkeiten in erheblicher Höhe. Im Zeitraum 2011 bis 2016 konnten aus dem operativen Geschäft sowie aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA Tilgungen von rd. 90 Mio. Euro geleistet werden.

Die zum 31.12.2015 bestehende Finanzierung der ZARGES-TUBESCA Gruppe, im Wesentlichen ein Konsortialkredit unter Führung der BNP, entsprach in ihrer Struktur einer typischen Finanzierung im Private-Equity Umfeld und hatte eine Laufzeit bis Mitte Dezember 2016.

Um die Finanzierung der Unternehmensgruppe langfristig sicher zu stellen, wurden im April 2016 neue Kreditvereinbarungen unterzeichnet. Nach intensiver Prüfung unterschiedlicher Finanzierungsalternativen wurde mit Vertrag vom 28.04.2016 eine Finanzierungsvereinbarung über eine "Unitranche"-Finanzierung mit Ares Management Ltd., London/UK, beratene Fonds, (Ares) in Höhe von 70 Mio. Euro geschlossen. Die neue Vereinbarung läuft über sechs Jahre bis zum 17.05.2022. Zusätzlich wurde ebenfalls am 28.04.2016 eine ergänzende Vereinbarung über eine 15,0 Mio. Euro Betriebsmittellinie ("Super Senior Revolving Credit Facility, SSRCF") über eine Laufzeit bis zum 17.02.2022 mit der Bremer Kreditbank AG, Bremen, (BKB) geschlossen. Die Umsetzung der neuen Finanzierungsstruktur (Closing/Funding) erfolgte am 17.05.2016, so dass die noch zum 31.12.2015 bestehende Finanzierung vollständig abgelöst wurde. Damit ist die Finanzierung der ZARGES-TUBESCA Gruppe langfristig gesichert.

Von der durch Ares ausgereichten "Unitranche"-Finanzierung wurden im Zuge der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA aus dem erhaltenen Kaufpreis am 28. und 29.09.2016 30,0 Mio. Euro als Pflicht-Sondertilgung zurückgeführt, so dass sich zum 31.12.2016 das Volumen dieses Finanzierungsanteils auf noch 40,0 Mio. Euro belief. Gleichzeitig wurde vor dem Hintergrund des zukünftig geringeren Geschäftsvolumens der Gruppe die Betriebsmittellinie der BKB vereinbarungsgemäß von 15,0 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro gekürzt.

Operativ hat sich die Liquiditätssituation der Gruppe im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres positiv entwickelt. Im März 2017 wurde die (jederzeit erneut verfügbare) Betriebsmittellinie ("Revolver") vollständig zurückgeführt. Damit konnte eine deutliche Liquiditätsreserve aufgebaut werden; der Abstand ("Headroom") zu den einzuhaltenden Finanzierungsparametern erhöhte sich entsprechend. Bezogen auf den Verschuldungsgrad steht die Gruppe nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA deutlich stabiler dar als zuvor. Dies ist insbesondere zurückzuführen auf die überproportionale Verschuldung der veräußerten Einheiten sowie der Tilgung aus dem erhaltenen Kaufpreis.

Die Liquiditätsentwicklung der Gruppe für die jeweils kommenden 12 Wochen wird wöchentlich revolvierend ermittelt. Die tatsächlich erreichte Netto-Finanzverschuldung weicht dabei im Vergleich zu dem 12 Wochen zuvor abgegebenen Forecast um max. rd. 3% ab. Insgesamt sieht die für den Planungszeitraum bis Ende 2017 verabschiedete Planung der Gruppe die Einhaltung aller Kreditkriterien ("Financial Covenants") vor. Dabei würde auch eine negative Abweichung gegenüber den heutigen bzw. in der Planung hinterlegten Kreditkonditionen nicht zu einer Gefährdung der Finanzierung führen. Insgesamt sieht die Planung in den kommenden beiden Jahren eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich vor, insbesondere in unserem Kerngeschäft Steigtechnik und Logistiklösungen.

Das allgemeine aus der Finanzierungssituation abgeleitete Liquiditätsrisiko ist damit insbesondere unter Berücksichtigung der neuen Finanzierungsvereinbarungen gering.

Zur Verifizierung der Going Concern Annahme der GmbH hat die mittelbare Tochergesellschaft ZARGES GmbH eine Liquditätsausstattungsgarantie gegeben.

Zinsänderungsrisiken

Die Zinslast für die Gruppe bleibt auch unter den Konditionen der neuen Finanzierungsvereinbarung erheblich. Ein Maximalrisiko ist durch eine teilweise Deckelung der Zinshöhe sichergestellt, allerdings führte der niedrige Referenzzins im Berichtszeitraum zu einem vollen Durchreichen der Veränderungen im Laufe des Jahres. Die Bandbreite der effektiven Schwankung bewegt sich auch dann innerhalb der Risikotragfähigkeit, wenn der zur Zeit negative Referenzzins (EURIBOR) auf 3% ansteigen würde, womit keine Prognose vor 2020 rechnet. In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar.

Investitionsrisiken

Ersatzinvestitionen oder gar Investitionen mit Kapazitätseffekt tragen sich über einen Zeitraum, der in der Regel den Prognosezeitraum übersteigt und bergen das Risiko einer Fehlallokation von knapper Liquidität. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten laufend der Entwicklung des Auftragseinganges anzupassen.

Quantitativ ist aber das Volumen der Investitionen der vergangenen Jahre und innerhalb des Prognosezeitraumes mit potentiellem Kapazitätsrisiko so gering (unter 2 Mio. Euro pro Geschäftsjahr), dass dieses nicht an die Tragfähigkeit heranreicht.

Währungsrisiken

Kurzfristige Währungsrisiken (Transaction Exposure)

Die Gruppe tätigt Umsätze überwiegend in EUR. Für die Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes stehen den Umsätzen nur ein Teil der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich auf den Ergebnisbeitrag aus diesen Währungsräumen tatsächlich ein Risiko ergibt.

Die Sicherung der Kostenrisiken in HUF durch die Produktion in Ungarn wird auf Basis eines rollierenden Hedging-Ansatzes realisiert.

Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Langfristige Währungsrisiken (Translation Exposure)

Die Anteile in Ungarn und auch die Kapitalerhöhungen im Jahr 2010 wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Gruppe. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Zarges Kft bestand aber bisher in lokaler Währung und führte daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen des Forint zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation ist die Gruppe mit der Umstellung der Hauswährung der Zarges-Kft auf Euro zum 01.01.2011 begegnet. Die entsprechende Option wird in Ungarn seit 2008 Unternehmen wie der Zarges Kft eingeräumt, die ihren maßgeblichen Warenstrom in Euro abwickeln. Die funktionale Währung für den IFRS-Abschluß ist daher Euro.

Personalrisiken

Die Gruppe ist an allen Standorten auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen, um entsprechend geschultes Personal. Speziell in Deutschland wird durch Kooperationen mit Hochschulen, Betreuung von Praktika und Abschlussarbeiten sowie Ausbildung im Werk Weilheim für die notwendige Verfügbarkeit von potenziell einsetzbaren Kräften gesorgt.

Die zunehmende Einrichtung von breit aufgestellten Prozessen reduziert die Abhängigkeit von individuellen Know-how Trägern, deren Ausfallwahrscheinlichkeit im Industriedurchschnitt liegt. Insgesamt ergeben sich hieraus Restrisiken innerhalb des Rahmens der allgemeinen Risikotragfähigkeit.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutete eine Vielzahl an Ansätzen. Während das zentrale SAP R/3 System für die deutschen Standorte und Ungarn durch die Gruppe inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme dezentral, oder von externen Partnern gepflegt werden. Das gleiche gilt für die Werke des Geschäftsbereichs TUBESCA in Frankreich. Daran wurde im Berichtszeitraum intensiv gearbeitet. Die Abhängigkeit von dezentral gepflegten ERP-Systemen hat sich durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA deutlich reduziert.

Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung wegen Systemausfall als gering einzustufen ist.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Außerdem können durch bestehende Ermessenspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diesen Risiken wird durch konzernweite entsprechende Vorgaben, Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und bedarfsbezogene Hinzuziehung von Spezialisten begegnet.

Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich als sehr gering einzustufen ist.

Risiken aufgrund der Bilanzstruktur

Infolge der langfristigen Sicherung der Liquidität, die mit der Refinanzierung der Gruppe im Mai 2016 erreicht werden konnte, wird das Risiko infolge des in der Bilanz ausgewiesenen negativen Eigenkapitals als gering eingeschätzt.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Zu den rein rechtlichen Risiken sind aber auch die Risiken zu zählen, die aus der starken Bedeutung Ungarns für die Gruppe herrühren. So ist die Rechtssicherheit hier teilweise durch die unberechenbare Wirtschaftspolitik der Regierung potentiell gefährdet.

Dennoch gehen wir davon aus, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich als sehr gering einzustufen ist.

Umweltrisiken

Durch die Produktion entstehen verfahrensbedingte moderate Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung der Gruppe wurden Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden und im Rahmen des jährlich erstellten Umweltberichts nachverfolgt werden.

Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich als sehr gering einzustufen ist.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Gegenüber der letzten Berichterstattung hat sich die Risikolage durch die positive Entwicklung der konjunkturellen Lage, die Vereinbarung und Umsetzung der Refinanzierung der Unternehmensgruppe Anfang 2016 sowie die Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA im September 2016 nachhaltig verbessert. Die Gesamtrisikosituation aus bestandsgefährdenden Risiken wird daher als gering eingeschätzt.

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch festgelegte Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass es insbesondere durch persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstiger Umstände, nur zu einer eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit der Systeme kommt.

3) Chancenbericht

Die umfangreichen Restrukturierungen der Geschäftsbereiche ZARGES und TUBESCA, die bis hinein in das Jahr 2016 umgesetzt wurden, führen in allen Bereichen zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der ZARGES-TUBESCA Gruppe, die ihr gesamtes Potential noch nicht offenbart.

Insbesondere die Integration und Koordination des Geschäftsbereichs ZARGES unter einem einheitlichen Markendach wird einen marktübergreifenden Auftritt als Marktführer erlauben, wie dies bisher nicht der Fall gewesen ist. Da die erwartete zunehmende Marktdurchdringung ein langfristiger Prozess ist werden sich die Auswirkungen nur nach und nach manifestieren. Insgesamt rechnen wir damit, auch über Deutschland und Frankreich hinaus die europäischen Märkte nachhaltig zu durchdringen. Dies gilt insbesondere für die Durchdringung weiterer europäischer Teilmärkte mit Produkten unseres Bereichs Logistics-Medical.

Der Geschäftsbereich TUBESCA wird nach seiner Veräußerung für die Entwicklung der ZARGES Gruppe insgesamt keine Relevanz mehr haben.

Die Chancen werden im Folgenden ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge aufgeführt:

a) Erweitertes Absatzpotenzial

Die für den Prognosezeitraum angesetzte Absatzplanung geht von einem generell unveränderten Marktumfeld aus. Auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre floss dämpfend in sämtliche Volumenprognosen ein. Dennoch bestehen Chancen einer positiven Entwicklung aus verschiedenen Gründen.

Zarges

Für die ZARGES Gruppe entsteht durch jede weitere konjunkturelle Belebung in Deutschland Rückenwind. Eine zunehmende Auflösung der nun mehrjährigen Investitionsblockade in der deutschen Industrie würde für die ZARGES Gruppe zu einem Wachstum deutlich oberhalb der allgemeinen Konjunkturentwicklung führen. Dies konnte im Verlauf des Jahres 2016 bereits beobachtet werden und hat sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2017 fortgesetzt.

Ferner kann die Fokussierung auf die Marke "ZARGES", das Anstoßen mehrerer wirksamer Innovationen, der sehr gute Service-/Liefergrad und die Stärkung des Bereichs Logistics-Medical zu Marktanteilsgewinnen führen. Sämtliche Rückmeldungen vom Markt bestätigen hier die Performance-Verbesserung der ZARGES Gruppe und führen auch hier zu einer greifbaren Chance, bessere Umsatzentwicklungen, als geplant zu erreichen. Schließlich hat in den letzten 2 Jahren die Euro-Stärke in vielen Export-Märkten die Marke "ZARGES" verteuert, der nunmehr sichtbare, entspannende Effekt der Gegenbewegung ist nur teilweise in die NOK, SEK, GBP und andere Umsatzprognosen in Fremdwährungen eingeflossen.

Durch die effizienten Fixkostenstrukturen würde die Konversion dieser Chancen einen überproportional positiven Effekt auf das EBITDA bewirken.

Tubesca

Nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 haben zusätzliche Absatzchancen des Bereichs keine Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Gruppe.

b) Verbesserte Kostensituation

Fortschritte der noch abzuschließenden Integrationsmaßnahmen, Produktivität der Werke und Beschaffungskosten für die wesentlichen Rohstoffe werden in der Ergebnisprognose in einem Umfang berücksichtigt, der zum Prognosezeitpunkt auf weitestgehend bekannten und gesicherten Maßnahmen fußt. Tatsächlich bietet gerade eine Phase, wo Strukturänderungen noch stattfinden, Verbesserungsoptionen, die sich kurzfristig ergeben und gezogen werden können.

Zarges

Für die ZARGES Gruppe sollten sich nach der vollständigen Integration aller Marken unter einem Dach Fixkostensynergien ergeben, die zum Zeitpunkt der Auslösung der Integration nicht absehbar waren. Ferner ermöglicht die vollständige Steuerung aller Zarges Werke innerhalb eines gemeinsamen IT-Systems (Einführung SAP/R3 im Werk Dresden) weitere Produktivitätsfortschritte durch verstärkte Werk-Spezialisierung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit positiver Aspekte hier ist hoch, allerdings hängt deren quantitative Auswirkung vom Tempo der Umsetzung und Verbesserungen ab und kann zum Berichtszeitpunkt noch nicht anders für die Prognose angesetzt werden.

Der große Mengendurchsatz an standardisierten Rohstoffen erlaubt insbesondere im Projektgeschäft (Access Special Solutions, Dresden) die unterjährige Wahrnehmung von Spot-Geschäften (Aluminium, Stahl), auch abweichend von den für die Prognosekalkulationen angesetzten Materialkosten. Hieraus können Ergebnisverbesserungspotenziale resultieren mit teilweise hoher Eintrittswahrscheinlichkeit, aber schwer möglicher Quantifizierung.

Tubesca

Nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 hat eine Verbesserung der (Fix-) Kostenstruktur des Bereichs keine Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Gruppe.

c) Verbesserte Bilanzstruktur

Eine Verbesserung der Bilanzstruktur bezüglich der Steuerungsgröße Netto-Finanzverschuldung bedeutet eine Verringerung des eingesetzten Kapitals durch weitere Fortschritte im Working Capital Management. Konkret messbar sind diese Fortschritte anhand einer Beschleunigung der Lagerumschlagszahlen, den Grad vereinbarter Anzahlungen im Projektgeschäft (insbes. RAIL und AIR) und anhand einer Verkürzung der effektiven Zahlungsfristen.

Zarges

Für die ZARGES Gruppe sollten sich nach der Spezialisierung der Werke weitere Ansätze ergeben, die Rohstoffbeschaffung zu optimieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen und somit eine Absenkung der Halbfertigwaren zu erreichen. Auch an einer besseren Kanalisierung der Fertigwarenströme innerhalb der ZARGES Gruppe wird gearbeitet.

Tubesca

Nach der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016 hat eine Verbesserung der gesamten Liefer- und Produktionskette mit Auswirkungen auf die Vorratsführung des Bereichs keine Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Gruppe.

 

Weilheim, den 30. Juni 2017

Die Geschäftsführung

Tom Kaiser

Maximilian Treptow

1 Entspricht dem bisherigen Geschäftsbereich ZARGES incl. Holdingkosten.
2 Das EBITDA ist definiert als operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um nicht-wiederkehrende Sachverhalte außerhalb des regulären Geschäftsbetriebs. Nicht wieder-kehrende Sachverhalte sind bestimmte Bankgebühren und Einmaleffekte.
3 Das wirtschaftliche Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 entspricht dem bilanziellen Eigenkapital des Konzerns, zuzüglich der mit Rangrücktritt versehenen Gesellschafterdarlehen.
4 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Kieler Konjunkturberichte; Weltkonjunktur im Frühjahr 2017, S. 15/16
5 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Kieler Konjunkturberichte; Weltkonjunktur im Frühjahr 2017, S. 26.
6 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Kieler Konjunkturberichte; Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2017, S. 3 ff.
7 ebendort, S. 27.
8 ebendort, S. 21.
9 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Kieler Konjunkturberichte; Konjunktur im Euroraum im Frühjahr 2017, S. 6.
10 ebendort, S. 3, 20.
11 ebendort, S. 20.
12 Das Net Working Capital ist definiert als Summe aus Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Abzug gebracht werden erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie nicht betriebsnotwendige Vermögenspositionen (Non-Trade Working Capital).
13 Unter Berücksichtigung einer anteiligen Planreserve, die auf Holdingebene im Plan für 2016 abgebildet wurde.
14 Vgl. Fußnote 13.
15 Entspricht dem bisherigen Geschäftsbereich ZARGES incl. Holdingkosten auf "stand-alone"-Basis, Vorjahresangaben: Pro-forma.
16 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Weltkonjunktur im Frühjahr 2017, S. 3.
17 ebendort: S. 3, 20.
18 Vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel: Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2017, S. 20.
19 ebendort: S. 3, 9, 22.
20 Darstellung und Struktur entsprechen dem in der Gruppe intern üblichen Berichtsformat.
21 Vgl. Anteil externer Netto-Umsatz Access-Professional in Deutschland, gemessen am gesamten Konzernumsatz.
22 Unter Berücksichtigung der unterjährigen Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA per Ende September 2016.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

Anhang 31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
A. Langfristiges Vermögen      
Immaterielle Vermögenswerte 1 46.191 87.515
Sachanlagen 1 15.944 35.798
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 143 366
Aktive latente Steuern 5a 4.850 7.870
    67.128 131.549
B. Kurzfristiges Vermögen      
Vorräte 3 16.385 22.479
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 9.154 10.333
Sonstige Vermögenswerte und Leistungen 4 4.361 14.987
Sonstige Steuererstattungs- ansprüche 4 174 3.459
Zahlungsmittel- und Zahlungsmittel- äquivalente 2b 5.730 9.022
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 5b 5.407 0
    41.211 60.280
    108.339 191.829

Passiva

     
  Anhang 31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
A. Eigenkapital 6    
Gezeichnetes Kapital   200 200
Kapitalrücklage   24.800 24.800
Sonstige Rücklagen   -16.103 -12.651
Verlustvortrag   -62.938 -61.871
Konzernjahresfehlbetrag   -3.927 -1.067
    -57.968 -50.589
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile   160 149
    -57.808 -50.440
B. Langfristige Gesellschafterdarlehen 9 33.933 42.851
C. Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7 70.779 67.046
Sonstige Rückstellungen 8 1.840 1.632
Passive Latente Steuern 8 928 6.968
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 9 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9 36.852 5.477
Summe langfristige Verbindlichkeiten   110.399 81.123
D. Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen 8 527 1.391
Steuerrückstellungen 8 248 193
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 9 775 70.281
Erhaltene Anzahlungen 9 711 1.819
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9 9.367 21.716
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 9 10.187 22.895
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten   21.815 118.295
    108.339 191.829

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Anhang 01.01.2016 bis 31. 12.2016
T€
01.01.2015 bis 31. 12.2015
T€
Umsatzerlöse 12 208.927 222.499
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   -135.083 -144.693
Vertriebskosten   -43.830 -46.902
Allgemeine Verwaltungskosten 13 -19.162 -18.307
Sonstige betriebliche Erträge 14a 8.126 619
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14b -4.286 -4.898
Ergebnis aus der Entkonsolidierung 14b -5.315 0
Betriebsergebnis   9.377 8.318
Finanzierungserträge   1 1
Finanzierungsaufwendungen   -8.469 -8.882
Finanzergebnis 15 -8.468 -8.881
Ergebnis vor Steuern   909 -563
Ertragsteuern 16 -4.825 -498
Konzernjahresfehlbetrag   -3.916 -1.061
davon entfallen auf      
nicht beherrschende Anteile   11 6
den Gesellschafter des Mutterunternehmens zuzurechnender Konzernverlust   -3.927 -1.067

Überleitung zum Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016
T €
2015
T €
Konzernfehlbetrag    
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -3.916 -1.061
Neubewertung Pensionen/Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste    
  -3.972 1.493
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
Währungsveränderungen 520 83
Gesamtergebnis -7.368 515
davon Anteil nicht beherrschende Anteile 11 7
davon Anteil Gesellschafter des Mutterunternehmens -7.379 508

Die Währungsumrechnungsdifferenzen beinhalten Differenzen von Mehrheitsgesellschaftern und nicht beherrschenden Anteilen. Der Anstieg liegt an den wesentlichen volatilen Währungsentwicklungen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne- und Verluste werden nach Steuern dargestellt. Vor Steuern betragen die Verluste in 2016 T€ -6.107 sowie die Gewinne in 2015 T€ 2.001.

Zu den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten siehe Erläuterungen zu den Pensionsrückstellungen (7).

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Neub. Pensionen/vers.- mathe. Gewinne/ Verluste
T€
Währungs- unterschied
T€
Verlustvortrag
T€
Stand 01.01.2015 200 24.800 -13.322 -904 -52.397
Vorjahresergebnis         -9.474
Ausschüttung          
Gesamtergebnis 2015     1.493 83  
Stand 31.12.2015 200 24.800 -11.830 -821 -61.871
Vorjahresergebnis         -1.067
Ausschüttung          
Gesamtergebnis 2016     -3.972 520 0
Stand 31.12.2016 200 24.800 -15.802 -301 -62.938
Jahres- fehlbetrag
T€
Anteile des Mutter- unterneh- mens
T€
nicht beherr- schende Anteile
T€
Gesamt
T€
Stand 01.01.2015 -9.474 -51.097 142 -50.955
Vorjahresergebnis 9.474      
Ausschüttung        
Gesamtergebnis 2015 -1.067 508 7 515
Stand 31.12.2015 -1.067 -50.589 149 -50.440
Vorjahresergebnis 1.067      
Ausschüttung        
Gesamtergebnis 2016 -3.927 -7.379 11 -7.368
Stand 31.12.2016 -3.927 -57.968 160 -57.808

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016

Die Konzernkapitalflussrechnung beinhaltet in 2016 Effekte aus der Entkonsolidierung des Geschäftsbereiches TUBESCA.

2016
T€
2015
T€
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 9.022 10.812
Ergebnis vor Steuern 909 -563
Finanzergebnis 8.468 8.881
Ertragsteuerzahlungen -1.053 -1.459
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.825 7.282
Veränderung der Rückstellungen 884 1.609
Veränderung der Vorräte -5.281 -1.451
Veränderung der Forderungen und sonstige Aktiva -17.731 -254
Veränderung der Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 26.112 1.428
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 17.133 15.473
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen 27 60
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tubesca 17.363 0
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagevermögen -2.769 -2.394
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -71 -78
Auszahlungen für Investitionen Finanzanlagevermögen -8 -1
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 14.542 -2.413
Tilgung von Finanzschulden aus Veräußerung -30.000 -11.967
Tilgung von Gesellschafterdarlehen -11.366 0
Rückzahlung Altverbindlichkeiten -59.116 0
Aufnahme und Rückzahlung Revolverlinie 1.500  
Aufnahme Unitranche Finanzierung 70.000 0
Auszahlung zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -236 -245
Gezahlte Zinsen -3.256 -2.638
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -32.474 -14.850
Veränderung aus dem Abgang Konzernkreisänderung -2.493 0
Veränderung der Zahlungsmittel -3.292 -1.790
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 5.730 9.022

Aus der Veräußerung von TUBESCA (siehe hierzu Erläuterungen zum Konsolidierungskreis) ist dem Konzern insgesamt ein Betrag von T€ 17.400 zugeflossen, der im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit gezeigt wird. Der Betrag wurde verwendet um Finanzverbindlichkeiten zu tilgen. Aufgrund der Endkonsolidierung hat sich der Zahlungsmittelbestand um T€ 2.493 verändert.

Konzernanhang

Erläuterungen zum Konzernabschluss 2016

A. Allgemeine Bilanzerläuterungen

1. Grundlagen

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Vertrieb, die Montage, die Entwicklung sowie der Handel mit Gegenständen aus metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen, insbesondere in Leichtbauweise.

Die ZT Management Holding GmbH (ZTMH) hat ihren Konzernabschluss für das Jahr 2016 nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, den International Financial Reporting Standards (IFRS), und den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC), erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards wurden berücksichtigt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZTMH.

Die ZTMH ist ein Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Sie hat von dem Wahlrecht nach § 315a Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, den Konzernabschluss der Gesellschaft nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zu erstellen. Ausnahme bilden die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und die "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte", die zum Fair Value bewertet werden. Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zu erreichen, werden über die Angabepflichten nach IFRS hinaus auch die Angaben und Erläuterungen gemacht, die das deutsche Handelsrecht verlangt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie auf die Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 30. Juni 2017 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung genehmigt.

Mit Ausnahme der Anwendung neuer und überarbeiteter IFRSs und Interpretationen (IFRICs) im abgelaufenen Geschäftsjahr werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 unverändert fortgeführt.

In 2016 wurden folgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend angewendet.

Zeitpunkt für die verpflichtende Anwendung ist der 01.01.2016.

Hierbei ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

Änderungen zu IAS 1: Angabeinitiative

Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden

Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit

Änderungen zu IAS 28 und IFRS 10: Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an eines seiner assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Jährliche Verbesserungen 2014: Die Verbesserungen beinhalten Änderungen zu: IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche; IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer; IAS 34 - Zwischenberichterstattung

Das IASB und das IFRIC haben im Jahr 2016 und in den Vorjahren weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch für das Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung erfordert zudem teilweise noch die Übernahme in Europäisches Recht. Zeitpunkt für die verpflichtende Anwendung liegt zwischen dem 01.01.2017 und dem 01.01.2019. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden für IFRS 9, IFRS 16, IAS 28, IFRS 12, IFRS 1 und IFRIC 22 analysiert. Für die anderen Standards gibt es keine Auswirkungen.

IFRS 9 (2014): Finanzinstrumente

IFRS 15 und zugehörige Klarstellungen: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 16: Leasing

Änderungen zu IAS 12: Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste

Änderungen zu IAS 7: Angabeinitiative

Änderungen zu IFRS 2: Anteilsbasierte Vergütung

Änderungen zu IFRS 4: Versicherungsverträge

Änderungen zu IAS 40: Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Jährliche Verbesserungen 2016: Die Verbesserungen beinhalten Änderungen zu: IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen; IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen sowie redaktionelle Änderungen an IFRS 1

IFRIC 22: Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen

IFRS 9, Bilanzierung Finanzinstrumente: IFRS 9 "Finanzinstrumente" ändert die Bilanzierungsvorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei zum erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführte Anschaffungskosten", als "zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im Sonstigen Ergebnis" oder als "zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert. Aus der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.

Die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten unter IFRS 9 erfolgt unverändert zu den derzeitigen Bilanzierungsvorschriften nach IAS 39.

Das Modell zur Ermittlung von Wertminderungen und der Bildung von Risikovorsorgen verändert sich von einem Modell bereits eingetretener Kreditausfälle (Incurred Loss Modell) zu einem Modell erwarteter Kreditausfälle (Expected Credit Loss Modell). Es wird erwartet, dass diese geänderten Regelungen tendenziell zu einer Erhöhung des Risikovorsorgebestands führen. Diese Erwartung stützt sich zum einen auf die Anforderung zur Berücksichtigung einer Risikovorsorge auf Basis der erwarteten Kreditausfälle für die ersten 12 Monate, für nicht notleidende finanzielle Vermögenswerte bei denen sich das Kreditrisiko seit Erstansatz nicht wesentlich erhöht hat. Zum anderen beruht die Erwartung auf der Einschätzung, dass für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit Erstansatz wesentlich erhöht hat, eine Risikovorsorge auf Basis der gesamten vertraglichen Restlaufzeit zu berücksichtigen ist.

Zarges wendet Hedge Accounting nicht an, daher sind keine Auswirkungen von Phase 3 des IFRS 9 zu erwarten.

IFRS 15 regelt die Erlösrealisierung auf Basis eines einheitlichen, prinzipienbasierten fünfstufigen Modells für alle Verträge mit Kunden. Zusätzlich definiert der Standard umfassende Anhang-angabepflichten. Aktuell werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns erwartet, die Analyse der Auswirkung ist noch nicht abgeschlossen.

2. Konsolidierungskreis

Die Konzernobergesellschaft ZTMH wurde am 07.12.2006 als "Blitz 06-861 GmbH" gegründet und am 17.01.2007 von den Funds der Granville Baird Capital Partners Investmentgesellschaft erworben, mit dem Ziel, dieser Gesellschaft die Funktion einer Holding- und Managementgesellschaft für die Gesellschaften der ZARGES-TUBESCA Gruppe zu übertragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Weilheim (Zargesstr. 7, 82360 Weilheim) und wird im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 165223 geführt.

In den Konzernabschluss der ZTMH werden alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die ZTMH mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, ihre Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften der Gruppe aus der Tätigkeit dieser Tochterunternehmen Nutzen ziehen können. Die Erstkonsolidierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung vorliegt, die Endkonsolidierung wird entsprechend zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung vorgenommen.

Akquisitionen und Verkäufe:

Akquisitionen wurden im Sinne von IFRS 3 "Business Combinations" im Berichtsjahr nicht getätigt.

Veräußert wurde der Geschäftsbereich TUBESCA an Frènèhard et Michaux, Saint Symphorien des Bruyères/Frankreich. Der Verkaufspreis betrug 17,4 Mio. Euro. Im Rahmen der Veräußerung wurden Vermögenswerte in Höhe von 103,7 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 81,0 Mio. Euro übertragen. Der Veräußerungsverlust beträgt 5,3 Mio. Euro. Zur Tilgung der von Ares ausgereichten "Unitranche"-Finanzierung wurden aus dem erhaltenen Kaufpreis als Pflicht-Sondertilgung 30,0 Mio. Euro zurückgeführt, sodass sich zum 30.9.2016 das Volumen dieses Finanzierungsanteils auf 40,0 Mio. Euro belief.

Der Abgangserfolg ermittelt sich wie folgt:

in Mio. EUR
Kaufpreis gesamt 37,3
abzgl. Anteil Vergütung Shareholderloan ZTHD mit ZTHF -19,9
Kaufpreisanteil der Beteiligungen 17,4
abzgl. Vermögenswerte der abgehenden Gesellschaften (HBII) -62,9
abzgl. stille Reserven Step-up abgehender Gesellschaften -13,7
zzgl. Schulden der abgehenden Gesellschaften (HBII) 76,0
zzgl. stille Lasten Step-up abgehender Gesellschaften 5,0
abzgl. anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert abgehender Gesellschaften -27,1
= Gesamterfolg aus dem Abgang Geschäftsbereich TUBESCA -5,3
AKTIVA, Werte
in T€
Entkonsolidierung TUBESCA
Langfristige Vermögensgegenstände  
Geschäfts- oder Firmenwerte 27.125
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.552
Sachanlagen 14.085
Übrige finanzielle Vermögensgegenstände 228
Latente Steueransprüche 2.127
SUMME langfristige Vermögensgegenstände 56.117
Kurzfristige Vermögensgegenstände  
Vorräte 11.375
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.154
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.493
Sonstige Vermögenswerte 28.560
SUMME kurzfristige Vermögensgegenstände 47.582
SUMME AKTIVA 103.699
PASSIVA, Werte
in T€
Entkonsolidierung TUBESCA
SUMME Nettovermögen 22.679
Langfristige Schulden  
Gesellschafterdarlehen 0
Rückstellungen 2.612
Latente Steuerschulden 6.059
Finanzielle Verbindlichkeiten 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.868
SUMME langfristige Schulden 13.539
Kurzfristige Schulden  
Rückstellungen 1.228
Finanzielle Verbindlichkeiten 0
Erhaltene Anzahlungen 360
Verbindlichkeiten aus LuL 16.327
Sonstige Verbindlichkeiten 49.566
SUMME kurzfristige Schulden 67.481
SUMME PASSIVA 103.699

In den vorliegenden Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft ZTMH zwei (Vorjahr: zwei) inländische und sechzehn (Vorjahr: sechzehn) ausländische Gesellschaften einbezogen. Nach Entkonsolidierung des Geschäftsbereiches TUBESCA reduzieren sich die ausländischen Gesellschaften auf zehn.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer angesetzt. Forschungskosten werden nach IAS 38 als laufender Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden in Abhängigkeit der Erfüllung der Ansatzkriterien des IAS 38 mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert bzw. ergebniswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich sowie bei Vorliegen von Hinweisen auf eine Wertminderung hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cash-Flows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Die zahlungsmittelgenerierten Einheiten bestanden bis 29. September 2016 aus den beiden Geschäftsbereichen ZARGES und TUBESCA. Nach Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA per Ende September 2016 führt die ZARGES Gruppe den ehemaligen Geschäftsbereich ZARGES fort. Mit Ausnahme des Goodwills wird für Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt linear über die Nutzungsdauer.

Die für die Impairmenttests des Geschäftsjahres 2016 verwendeten Diskontierungssätze nach Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten), der verwendete Steuersatz und der Wachstumsfaktor sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Dabei wurden die Eigenkapitalkosten auf Basis von Vergleichsgruppen (Peer Groups) ermittelt.

2016 2015
Planungszeitraum 2017-2023 2016-2022
Kapitalkosten 7,1% 7,4%-11,1%
Steuersatz 30,0% 25%-33,3%
Wachstumsfaktor 1% 1%

Der Wachstumsfaktor spiegelt die zukünftige Entwicklung wieder. Aus den Zukunftserwartungen ergeben sich keine Veränderungen.

Grundlage für die Impairmenttests ist das Budget. Hierbei gibt es einen detaillierten Planungszeitraum von vier Jahren. Im Anschluss an den Detailplanungszeitraum folgt eine ewige Rente. Die Annahmen im Detailplanungszeitraum basieren auf allgemeingültigen Marktprognosen, aktueller Entwicklungen und Erfahrungen.

Das Umsatzwachstum im Detailplanungszeitraum beträgt im Durchschnitt 3,5% (Vorjahr 3,5%) und wird im Wesentlichen durch neue Produkte getragen.

Die Kostensteigerung im Detailplanungszeitraum beträgt im Durchschnitt 2% (Vorjahr 2%), die Lohnsteigerung wurde im Durchschnitt mit 2% (Vorjahr 2%) angesetzt.

Die Planungsprämissen werden regelmäßig an den aktuellen Erkenntnissen angepasst.

Der Impairmenttest ergab keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Firmenwertes zum 31.12.2016. Die Kapitalkosten ergeben sich aus oben genannter Tabelle.

Die Sensitivität gegenüber einer künftigen Planungsabweichung stellt für ZARGES folgendes Verhältnis dar: Bei ansonsten gleichbleibenden Parametern (c.p.) stellt jeweils für sich die Reduzierung der Umsatzerlöse um 10%, eine Reduzierung der Kapitalkosten um 1 % oder eine Reduzierung des EBIT in der ewigen Rente um 1% keinen Wertminderungsbedarf dar (analog Vorjahr).

Es lagen keine Anhaltspunkte vor, die auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte hindeuten.

Langfristige Vermögenswerte werden als zu Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft erlöst wird und die Veräußerung höchst wahrscheinlich ist. Sie werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten angesetzt.

Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des entstehenden Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten zuverlässig bestimmt werden können.

Zudem muss die Fertigstellung technisch realisierbar sein und die Absicht bestehen, das Produkt fertig zu stellen und nutzen oder veräußern zu wollen. Ferner muss die Fähigkeit zur Nutzung bzw. Veräußerung vorhanden und der Nachweis des künftigen wirtschaftlichen Nutzens erbracht worden sein. Sind diese sechs Kriterien kumulativ erfüllt, erfolgt eine Aktivierung in Höhe der direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten.

Ausgaben für Entwicklung, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden als Aufwand in der Periode ihres Entstehens erfasst. Bereits als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden nicht in einer Folgeperiode aktiviert.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten 2016 setzen sich wie folgt zusammen (Werte in T€):

2016 2015
Löhne und Gehälter (inclusive Abgrenzungen) -1.571 -1.988
fremde Dienstleistungen -66 -122
Sonstiges -52 -41
Reise- und Bewirtungkosten -35 -39
Instandhaltung & Büroausstattung -22 -27
Büromieten (incl. Reinigung, Heizung, etc.) -15 -20
Kfz-Kosten (Leasing, Instandhaltung, Benzin, etc.) 0 -9
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt -1.761 -2.246

Aktivierte Entwicklungskosten werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer entsprechend der Stückzahlen abgeschrieben. Unterliegen die aktivierten Vermögenswerte keiner planmäßigen Nutzungsdauer, werden sie mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls auf ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Tritt ein "triggering event" ein, werden Vermögenswerte unabhängig von ihrer Nutzungsdauer auf den niedrigeren Wert abgeschrieben. In 2016 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (VJ T€ 0), da die Voraussetzungen nicht vorlagen. Zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der selbstgeschaffenen Entwicklungskosten T€ 4 (VJ T€ 153). Siehe hierzu auch die Erläuterungen unter (1).

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf letzteren abgeschrieben. Grundstücke werden zu ihren Anschaffungskosten oder einem niedrigeren erzielbaren Betrag angesetzt. Gebäude und bewegliches Anlagevermögen werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagegüter. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gemäß IAS 36 im Anlagevermögen vorgenommen, wenn der Nettoveräußerungspreis bzw. der Nutzungswert unter den Buchwert gesunken ist. Eine Prüfung auf Wertminderungsbedarf erfolgt dann, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cash Flows separat identifiziert werden können (Cash Generating Units).

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts solange aktiviert, bis alle Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen sind, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf herzurichten. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen.

In der ZARGES Gruppe (Leasingnehmer) bestehen Leasingverhältnisse in der Form des Finanzierungsleasing und des Operating Leasing. In den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 zu qualifizieren sind, d.h. wenn wesentliche Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand zum beizulegenden Wert bzw. niedrigerem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und die abgezinste Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten passiviert. In der Folge erfolgt eine Aufteilung in erfolgswirksame Zins- und nicht erfolgswirksame Tilgungsanteile. Bei Operating Leasing werden Miet- und Leasingzahlungen direkt erfolgswirksam erfasst.

Die Abschreibungsgrundsätze für abschreibungsfähige Leasinggegenstände stimmen mit den Grundsätzen überein, die auf abschreibungsfähige Vermögenswerte angewendet werden, die sich im Eigentum des Unternehmens befinden. Die Vermögenswerte werden in der ZARGES-TUBESCA Gruppe über die Nutzungsdauer oder kürzere Laufzeit des Leasingvertrages vollständig abgeschrieben.

Die Finanziellen Vermögenswerte/Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (fvtpl - at fair value through profit or loss),

Ausleihungen und Forderungen (LaR - loans and receivables),

bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (HtM - held to maturity) und

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS - available for sale).

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag.

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte (fvtpl)

Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden (held for trading), und solche, die von Beginn an als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert wurden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Hedges designiert sind. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten dieser Kategorie werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.

Die ZT Management Holding GmbH macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch.

b) Ausleihungen und Forderungen (LaR)

Ausleihungen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn länger keine Zahlung erfolgte oder Insolvenz vorliegt. Eine Ausbuchung von Beträgen des Wertberichtigungskontos gegen den Buchwert wertgeminderter finanzieller Vermögenswerte findet grundsätzlich nur statt, wenn der betreffende Sachverhalt verjährt ist. Soweit die Fälligkeit zwölf Monate übersteigt, werden diese als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt oder - bei einer zwölf Monate übersteigenden Endfälligkeit - sie im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs regelmäßig umgeschlagen werden. Bei der ZT Management Holding GmbH fallen darunter Ausleihungen an Mitarbeiter, Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte.

c) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (HtM)

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die ZT Management Holding GmbH hat keine finanziellen Vermögenswerte, die dieser Kategorie zuzuordnen sind.

d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden im Eigenkapital erfasst. Wenn Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Es werden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps und Participating Forwards) eingesetzt, um die zukünftigen variablen Zahlungsströme aus Zinsaufwendungen bzw. zukünftige Cash Flows in Fremdwährungen abzusichern. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird entweder bei börsennotierten Derivaten mit dem am Markt notierten Preis bilanziert, oder bei OTC Derivaten wird der beizulegende Zeitwert anhand von anerkannten Modellen, wie z. B. Discounted Cash Flow Methode und Optionspreismodellen, ermittelt. Die Bilanzierung erfolgt am Handelstag.

Zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Diese werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Änderungen werden erfolgswirksam erfasst, sofern sie nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden.

Wenn die Voraussetzungen des IAS 39 zur Bilanzierung des Hedge Accounting erfüllt, designiert und dokumentiert sind, kann ab diesem Zeitpunkt ein Cash Flow Hedge bilanziert werden.

Bei dem Cash Flow Hedge werden variable Zinszahlungen bzw. Währungsrisiken gegen das Risiko steigender Zinssätze gesichert. Der effektive Teil der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des derivativen Finanzinstruments wird bei dem Cash Flow Hedge erfolgsneutral erfasst und nach Abzug von latenten Steuern im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird ggf. nach dem Kleiner-als-Test sofort ergebniswirksam erfasst. Die erfolgsneutral erfassten Beträge werden dann ergebniswirksam, wenn das Grundgeschäft realisiert wird.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Bruttowert ausgewiesen. Eine Saldierung wird nur dann vorgenommen, wenn die Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren. Es existiert keinerlei bilanzielle Saldierung. Aus Globalnettingvereinbarungen für Derivate entstehen keine wesentlichen Effekte.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gemäß IAS 2 grundsätzlich zu Anschaffungskosten mit gleitenden Durchschnittspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt und indirekt zurechenbaren Kosten auch direkt zurechenbare Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Alle Posten wurden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögenswerten wird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Pensionsverpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen gemäß IAS 19 (revised) berechnet. Dabei werden für die bei deutschen Gesellschaften bestehenden Verpflichtungen folgende Annahmen angesetzt:

2016 2015
Rechnungszins 1,80% 2,35%
Entgelttrend 2,00% 2,00%
Rententrend 1,50% 1,60%

Die Fluktuationsquote ist im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr mit 3,00% unverändert geblieben.

Der Rechnungszins für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS 19.83) ist auf der Grundlage der Renditen zu bestimmen, die am Bilanzstichtag für erstklassige, festverzinsliche Unternehmensanleihen (High Quality Corporate Bonds) am Markt erzielt werden. Laufzeiten der zugrunde gelegten Anleihen sollen dabei mit der voraussichtlichen Fälligkeit der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erbringenden Leistungen übereinstimmen.

Der für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen verwendete Rechnungszins basiert auf den Renditen hochwertiger Unternehmensanleihen gleicher Laufzeit.

Der für die tatsächliche Bewertung zu verwendende Rechnungszins wird als Ersatzzins aus einer Zinsstrukturkurve abgeleitet. Dabei wird in einem ersten Schritt eine Zinsstrukturkurve auf Basis der von Bloomberg zur Verfügung gestellten Daten hinsichtlich Euro-Unternehmensanleihen, die am Bewertungsstichtag mindestens ein AA-Rating bei mindestens einer der drei Rating-Agenturen Standard & Poor`s, Moody`s oder Fitch besitzen, ermittelt.

Nach Bewertung der Pensionsverpflichtungen für einen Musterbestand mittels der Zinsstrukturkurve wird iterativ ein Ersatzzins ermittelt, der zum gleichen Bewertungsergebnis führt. Der Musterbestand hat die gleiche Duration wie die Pensionsverpflichtung des Konzerns.

Als biometrische Grundlage wurden für die deutschen Gesellschaften wie im Vorjahr die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet. Die Pensionsverpflichtungen ausländischer Gesellschaften werden nach vergleichbaren Grundsätzen (Gutachten nach IAS 19) ermittelt. Diese sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Den Vorgaben des IAS 19 entsprechend werden versicherungsmathematische Gewinne- und Verluste als Teil der Neubewertungen unter Berücksichtigung latenter Steuern in einer gesonderten Position im Eigenkapital erfasst. Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurde der Pensionsplan weder ergänzt, angepasst noch gekürzt.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen Betrages. Die Schätzungen von Ergebnis und finanzieller Auswirkung hängen von der Bewertung des Managements zusammen mit Erfahrungswerten aus ähnlichen Transaktionen ab. Die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe ist der Betrag, den das Unternehmen bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung zum Abschluss oder zur Übertragung der Verpflichtung auf einen Dritten zu diesem Termin zahlen müsste. Eine Abzinsung langfristiger Rückstellungen erfolgt grundsätzlich mit Marktzinssätzen, wenn der Zinseffekt aus der Abzinsung wesentlich ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten sind erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die dem Erwerb der finanziellen Verbindlichkeit direkt zugerechnet werden können. In den Folgeperioden sind die sonstigen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten (FLAC - Financial Liabilities measured at Amortized Cost). Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungsbetrag oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode bilanziert. Verbindlichkeiten aus Financial Lease werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten gehören der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" an, sofern sie in keinem Hedge-Accounting Zusammenhang stehen. Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, bis sie ausgebucht werden. Die Gewinne und Verluste aus den Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Periode im Ergebnis erfasst, in der sie entstehen. Gewinne und Verluste beinhalten sowohl realisierte Gewinne und Verluste, die bei Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte entstehen, als auch unrealisierte Gewinne und Verluste, die aus fortgeführter Bilanzierung der finanziellen Vermögenswerte resultieren.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen dem Ansatz in der lokalen Steuerbilanz und dem Ansatz nach IFRS der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften gebildet, die zukünftig steuerbe- oder steuerentlastend wirken und außerdem auf voraussichtlich realisierbare steuerliche Verlustvorträge. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- oder Steuerentlastungen nachfolgender Geschäftsjahre auf Grundlage der zum Zeitpunkt der Realisierung nach aktueller Steuergesetzgebung gültigen Steuersätze bemessen.

Nach IAS 12 sind latente Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten zu saldieren, sofern sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und fristenkongruent sind. Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven Steuerabgrenzungen sind im Wesentlichen als langfristig einzustufen.

4. Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Unternehmen folgende wesentliche Ermessensspielräume, die die Beträge im Wesentlichen beeinflussen, getroffen.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dazu ist der höhere Wert aus beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert zu ermitteln. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung des zukünftigen Cash Flows.

Eine Wertminderung wird sofort aufwandswirksam erfasst und nicht in den nachfolgenden Perioden aufgeholt.

Sonstige Rückstellungen

Eine Rückstellung wird angesetzt, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die zuverlässig abgeschätzt werden kann, und wenn zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ein Abfluss von Ertragspotenzialen benötigt wird. Ist der Abzinsungseffekt wesentlich, werden die Rückstellungen zum Barwert bewertet. Als kurzfristiger Anteil der Rückstellung wird der Betrag angesetzt, von dem ausgegangen wird, dass dieser im Folgejahr abfließt.

Aktive latente Steuern

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren.

Unsichere Ertragssteuerpositionen

Für bilanzierte unsichere Ertragssteuerpositionen wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt.

Leistungen an Arbeitnehmer

Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund veränderter Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.

Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten wird durch Anwendung geeigneterer Bewertungstechniken ermittelt, die aus einer Vielzahl von Methoden ausgewählt werden. Die hierbei verwendeten Annahmen basieren weitestgehend auf am Bilanzstichtag vorhandenen Marktkonditionen.

5. Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die ZTMH einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.

Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Soweit die Anschaffungswerte den Konzernanteil am so ermittelten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwills). Übersteigt das anteilige neu bewertete Eigenkapital die Anschaffungskosten (sog. Badwill), ist der Differenzbetrag nach nochmaliger Überprüfung der Bewertung als sonstiger betrieblicher Ertrag zu erfassen. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Der Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest ( Impairmenttest) unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Hierzu wird dem Buchwert der höhere Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert gegenübergestellt. Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests Cash Generating Units (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierten Einheiten bestanden bis Ende September 2016 aus den beiden Geschäftsbereichen ZARGES und TUBESCA. Nach Abschluss der Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA per Ende September 2016 verbleibt die ZARGES Group mit den beiden Holdinggesellschaften und dem bisherigen Geschäftsbereich ZARGES.

Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU`s) wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswertes ermittelt. Diese Berechnungen basieren auf prognostizierten Cash Flows, die aus der vom Management verabschiedeten Vierjahresplanung abgeleitet wurden.

Cash Flows nach diesem Planungszeitraum werden unter Nutzung von prognostizierten Wachstumsraten extrapoliert.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Buchwerte der einbezogenen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet (Erwerbsmethode).

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden aufgerechnet. Gemäß dem IFRS " Materiality" Grundsatz IAS 1 erfolgt keine Zwischenergebniseliminierung, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

6. Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften folgt dem Prinzip der funktionalen Währung (Umrechnung in Euro). Das Tochterunternehmen wird demnach in der Währung geführt, die ihrem wirtschaftlichen Umfeld entspricht. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen. Die Unterschiedsbeträge aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Kursen sind unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns werden die Erträge und Aufwendungen mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird im Eigenkapital erfasst.

Die funktionale Währung in Ungarn ist Euro. Lediglich die Löhne sowie Gehälter und in geringen Mengen Vorräte werden in HUF bezogen. Für diese HUF-Bedarfe wurde 2016 eine Währungssicherung durchgeführt. Ende Dezember 2016 betrug der Währungsfixkurs 315,50.

Folgende Kurse wurden verwendet:

Quell- währung Ziel- währung 2016 Stichtags- kurs 2016 Durchschnittskurs 2015 Stichtags- kurs 2015 Durchschnittskurs
EUR HUF 315,50 311,45 307,40 308,43
EUR GBP 0,85 0,82 0,74 0,73
EUR SEK 9,54 9,46 9,18 9,35
EUR DKK 7,43 7,44 7,46 7,46
EUR PLN 4,39 4,36 4,26 4,18
EUR USD 1,05 1,11 1,09 1,11
EUR CZK 26,97 27,02 27,01 27,26

7. Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert, der für den Verkauf von Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenen Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe ausgewiesen.

Sofern der Konzern Projektgeschäfte durchführt, wird IAS 11 angewendet, ansonsten IAS 18.

Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen werden erfasst, wenn

die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern an den Kunden übertragen wurden,

dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt,

die Höhe der Erträge und angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann, und

es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Produkte an einen unabhängigen Dritten geliefert hat, der Verkaufsweg und -preis der Produkte im Ermessen dieses Dritten liegen und es keine unerfüllten Verpflichtungen gibt, die die Annahme der Ware durch den Dritten betreffen könnten.

Der Konzern erbringt neben dem Verkauf von Produkten auch Dienstleistungen, indem er bspw. Wartungsverträge für die von ihm veräußerten Produkte abschließt. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Dienstleistungen für Wartungsverträge werden üblicherweise linear

über die Laufzeit des Vertrags in der Periode erfasst, in der die Leistung erbracht wurde.

Die Herstellungskosten umfassen die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelsware. Sie beinhalten entsprechend IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Kosten wie z.B. Material-, Personal- und Energiekosten auch Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Produktionsanlagen.

Die Vertriebskosten enthalten neben den Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen der Vertriebsabteilungen die Kosten der Werbung und der Logistik.

Unter den Allgemeinen Verwaltungskosten werden die Kosten der Produktionsleitung und

-planung, Ver- und Entsorgung, Aus- und Weiterbildung ausgewiesen sowie der Verwaltung im engeren Sinne, wie z.B. Datenverarbeitung, Einkauf und Rechnungswesen und die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen.

Ein Fertigungsauftrag ist nach IAS 11 definiert als ein Vertrag über die kundenspezifische Fertigung eines Vermögenswertes. Auftragskosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Der Konzern wendet die sogenannte Percentage-of-Completion (PoC)-Methode an, um die in einem bestimmten Geschäftsjahr zu erfassenden Auftragserlöse zu ermitteln. Der Fertigstellungsgrad wird dabei anhand des Prozentsatzes der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten im Vergleich zu den erwarteten Gesamtkosten eines Auftrags (Cost-to-Cost-Methode) oder anhand definierter Meilensteine ermittelt.

Im laufenden Geschäftsjahr angefallene Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Aktivitäten bei einem Auftrag werden bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrads nicht in die Auftragskosten mit einbezogen. Derartige Kosten werden abhängig von ihrer Art als Vorräte, Anzahlungen oder sonstige Vermögenswerte ausgewiesen.

Der Konzern weist alle laufenden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) die Summe der Teilrechnungen übersteigen, als Vermögenswert aus. Teilrechnungen, die von Kunden noch nicht bezahlt wurden, werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Der Konzern weist für alle laufenden Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, eine Verbindlichkeit unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus.

Wenn es wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst. Sofern sie verlässlich ermittelt werden können, werden die Abweichungen der vertraglich vereinbarten Arbeitsleistung, Mängelrügen und Anreizzahlungen zu dem Umfang im Auftragserlös berücksichtigt, der mit dem Kunden vereinbart worden ist.

Ist das Ergebnis aus einem Fertigungsauftrag nicht verlässlich ermittelbar, werden die Auftragserlöse nur in dem Maße erfasst, in dem die angefallenen Auftragskosten wahrscheinlich erstattungsfähig sind. Wenn das Ergebnis aus einem Fertigungsauftrag verlässlich ermittelt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass der Auftrag profitabel sein wird, werden die Auftragserlöse über die Dauer des Auftrags erfasst.

Wenn Umstände eintreten, die die ursprünglichen Schätzungen von Erlösen, Kosten oder Fertigstellungsgrade verändern, werden diese Schätzungen angepasst. Diese Anpassungen können zu einem Anstieg oder einer Abnahme von geschätzten Erlösen oder Kosten führen und werden im Einkommen der Periode gezeigt, in der das Management von diesen Umständen Kenntnis erlangt hat.

B. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz

(1)a Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht, des Konzernanhangs, dargestellt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude: 25 bis 50 Jahre

Grundstückseinrichtungen: 10 bis 18 Jahre

Maschinen und technische Anlagen: 6 bis 12 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Spezialwerkzeugen: 3 bis 15 Jahre

Entwicklungskosten je nach Stückzahl.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres werden in den Posten "Herstellungskosten" (T€ 3.037 / VJ T€ 3.440) und "Sonstige betriebliche Aufwendungen" (T€ 1.789 / VJ T€ 3.842) ausgewiesen. Sofern erforderlich wurde die Nutzungsdauer einzelner Maschinen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angepasst.

Bei den immateriellen Vermögenswerten sind Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer zum 31.12.2016 in Höhe von T€ 14.151 (VJ T€ 16.340) aktiviert. Es handelt sich hierbei um Marken. Aufgrund der in 2014 und 2015 vollzogenen Unternehmenszusammenschlüsse sowie Zusammenschlüsse von Geschäftsbereichen ergaben sich Beschränkungen auf die Nutzungsdauer der Trademarks einiger Gesellschaften, weshalb nun eine planmäßige Abschreibung anhand der Restnutzungsdauer erfolgt. Die Restnutzungsdauern der Marken betragen zwischen 2 und 6 Jahren. Die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres beträgt T€ 1.197 (VJ T€ 1.025). Der Buchwert dieser Marken beträgt T€ 1.083 (VJ T€ 11.384). Der starke Rückgang der Buchwerte bei den Marken hängt mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs TUBESCA zusammen.

Die Immateriellen Vermögenswerte (ohne Goodwill) enthalten zum Stichtag folgende wesentliche Positionen:

2016 2015
Buchwert
T€
Restnutzungs- dauer
T€
Buchwert
T€
Restnutzungs- dauer
T€
Marken 15.234 unbestimmt / 27.724 unbestimmt /
    2 - 6 Jahre   2 - 6 Jahre
Kundenstamm 145 7 - 10 Jahre 1.175 7 - 10 Jahre
Technologie 59 7 - 10 Jahre 536 7 - 10 Jahre
  15.438   29.435  

Nach Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA verbleibt die Marke "ZARGES" als wesentlicher Vermögenswert. Diese weist aufgrund ihrer fortwährenden beabsichtigten Nutzung eine unbestimmte Nutzungsdauer auf.

Von den Marken entfallen T€ 15.234 (VJ T€ 15.679) auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit ZARGES und T€ 0 (VJ T€ 12.045) auf die ehemals zahlungsmittelgenerierende Einheit TUBESCA. Die Impairmenttests der verbleibenden Marke "ZARGES" werden mit den Parametern Lizenzpreisrate mit 2,0% (VJ 2,0%) und Abzinsungssatz mit 9,7% (VJ 11,0%) gerechnet. Die Impairmenttests hierauf ergaben im Berichtsjahr keine Wertminderung.

Das Anlagevermögen sowie die Anteile an einer Zwischenholding sind für die Sicherung der Inhaberschuldverschreibung zur Konzernfinanzierung verpfändet.

Die im Rahmen der Eigenkapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven werden aufgrund der in 2007 durchgeführten Kaufpreisallokation über die in 2007 festgelegten und in den Folgejahren angepassten Nutzungsdauern abgeschrieben. Im Berichtsjahr haben sich keine Anzeichen ergeben, dass die Nutzungsdauern nicht angemessen wären.

Der Goodwill entfällt mit T€ 30.635 (Vorjahr T€ 30.635) auf ZARGES und mit T€ 0 (Vorjahr T€ 27.125) auf TUBESCA.

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01 Zugänge
T€
Um-bu- chun-gen
T€
Abgänge
T€
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 72.164 71 20 -76 0
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 335 0 0 -168 0
Geschäfts- oder Firmenwert 57.836 0 0 0 0
  130.335 71 20 -244 0
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.850 349 33 -55 0
Technische Anlagen und Maschinen 22.981 1.236 220 -1.229 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.477 1.129 -269 -1.000 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 55 -4 0 0
  63.312 2.769 -20 -2.284 0
Finanzanlagen          
Beteiligungen 10 5 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 81 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 346 3 0 -3 0
  437 8 0 -3 0
Anlagevermögen 194.084 2.848 0 -2.531 0
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umgliederung IFRS 5 Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen Währungsdifferenz
T€
Stand 31.12.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 -43.714 0 28.465
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 0 -136 0 31
Geschäfts- oder Firmenwert 0 -27.201 0 30.635
  0 -71.051 0 59.131
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -8.564 -17.391 0 4.222
Technische Anlagen und Maschinen 0 -32.356 -7 -9.155
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -3.186 0 7.151
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 55
  -8.564 -52.933 -7 2.273
Finanzanlagen        
Beteiligungen 0 -15 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -30 0 51
Sonstige Ausleihungen 0 -240 0 106
  0 -285 0 157
Anlagevermögen -8.564 -124.269 -7 61.561
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01 Zugänge
T€
Außerplan- mäßige Afa
T€
Umbuchun-gen
T€
Abgänge
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.562 1.603 0 0 -76
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 182 133 0 0 -168
Geschäfts- oder Firmenwert 76 0 0 0 0
  42.820 1.736 0 0 -244
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.638 965 0 0 -55
Technische Anlagen und Maschinen 15.827 1.708 0 1 -1.211
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.049 416 0 -1 -994
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  27.514 3.089 0 0 -2.260
Finanzanlagen          
Beteiligungen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 71 0 0 0 0
  71 0 0 0 0
Anlagevermögen 70.405 4.825 0 0 -2.504
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
T€
Umgliederung IFRS 5 Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 -31.176
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 0 0 -120
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 -76
  0 0 -31.372
Sachanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -3.157 -8.038
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 -28.388
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 -2.420
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0  
  0 -3.157 -38.846
Finanzanlagen      
Beteiligungen 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 -57
  0 0 -57
Anlagevermögen 0 -3.157 -70.275
Kumulierte Abschreibungen
Währungsdifferenz
T€
Stand 31.12.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 12.913
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 0 27
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
  0 12.940
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -7.647
Technische Anlagen und Maschinen -11 -12.074
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 6.050
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
  -11 -13.671
Finanzanlagen    
Beteiligungen 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 14
  0 14
Anlagevermögen -11 -717
Netto-Buchwerte
Stand 31.12.
T€
Stand 01.01.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.552 29.602
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 4 153
Geschäfts- oder Firmenwert 30.635 57.760
  46.191 87.515
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.869 27.212
Technische Anlagen und Maschinen 2.919 7.154
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.101 1.428
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55 4
  15.944 35.798
Finanzanlagen    
Beteiligungen 0 10
Wertpapiere des Anlagevermögens 51 81
Sonstige Ausleihungen 92 275
  143 366
Anlagevermögen 62.278 123.679

Entwicklung des Anlagevermögens 2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01 Zugänge
T€
Umbuchun-gen
T€
Abgänge
T€
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
T€
Währungsdifferenz
T€
Stand 31.12.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände              
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 72.200 78 22 -136 0 0 72.164
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 721 0 0 -386 0 0 335
Geschäfts- oder Firmenwert 57.836 0 0 0 0 0 57.836
  130.757 78 22 -522 0 0 130.335
Sachanlagen              
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.542 415 213 -320 0 0 29.850
Technische Anlagen und Maschinen 21.993 1.029 644 -700 0 15 22.981
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.795 946 -794 -500 0 30 10.477
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85 4 -85 0 0 0 4
  62.415 2.394 -22 -1.520 0 45 63.312
Finanzanlagen              
Beteiligungen 10 0 0 0 0 0 10
Wertpapiere des Anlagevermögens 81 0 0 0 0 0 81
Sonstige Ausleihungen 348 1 0 -3 0 0 346
  439 1 0 -3 0 0 437
Anlagevermögen 193.611 2.473 0 -2.045 0 45 194.084
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01 Zugänge
T€
Außerplan- mäßige Afa
T€
Umbuchun-gen
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 39.807 2.891 0 0
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 253 315 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 76 0 0 0
  40.136 3.206 0 0
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.563 1.398 0 -6
Technische Anlagen und Maschinen 14.278 2.256 0 -75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.096 422 0 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -81 0 0 81
  24.856 4.076 0 0
Finanzanlagen        
Beteiligungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 71 0 0 0
  71 0 0 0
Anlagevermögen 65.063 7.282 0 0
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge
T€
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
T€
Währungsdifferenz
T€
Stand 31.12.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -136 0 0 42.562
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches -386 0 0 182
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 76
  -522 0 0 42.820
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -317 0 0 2.638
Technische Anlagen und Maschinen -643 0 11 15.827
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -499 0 30 9.049
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  -1.459 0 41 27.514
Finanzanlagen        
Beteiligungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 71
  0 0 0 71
Anlagevermögen -1.981 0 41 70.405
Netto-Buchwerte
Stand 31.12.
T€
Stand 01.01.
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.602 32.393
selbst geschaffene gew. Schutzrechte u. ähnliches 153 468
Geschäfts- oder Firmenwert 57.760 57.760
  87.515 90.621
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.212 27.979
Technische Anlagen und Maschinen 7.154 7.715
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.428 1.699
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 166
  35.798 37.559
Finanzanlagen    
Beteiligungen 10 10
Wertpapiere des Anlagevermögens 81 81
Sonstige Ausleihungen 275 277
  366 368
Anlagevermögen 123.679 128.548

(1) b Leasing

In folgender Tabelle ist die Aufgliederung der aktivierten Leasinggegenstände nach Anlagegruppen unter Angabe des jeweiligen Buchwertes ersichtlich:

2016 2015
Historische AK/HK
T€
Kummulierte AfA
T€
Buchwert
T€
Historische AK/HK
T€
Kummulierte AfA
T€
Buchwert
T€
Gebäude 0 0 0 6.953 1.001 5.952
Technische Anlagen und Maschinen 881 599 282 2.301 1.665 636
  881 599 282 9.254 2.666 6.588

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.

In 2016 wurden T€ 2.655 (VJ T€ 2.754) Leasingzahlungen (operating Lease) ergebniswirksam erfasst.

(2)a Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Beteiligungen in Höhe von T€ 0 (VJ T€ 10) an nicht konsolidierten Unternehmen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen der Absicherung von Abfindungen in Höhe von T€ 51 (VJ T€ 81). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zusätzlich sonstige Ausleihungen im Zusammenhang mit Kautionshinterlegungen für Mieten von T€ 92 (VJ T€ 275).

Die Anteile an den nicht konsolidierten Unternehmen sind der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente" zugeordnet, werden aber mangels Börsennotierung zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich dabei um Anteile an Kapitalgesellschaften. Für diese Instrumente besteht kein aktiver Markt und der beizulegende Zeitwert kann auch anderweitig nicht verlässlich ermittelt werden. Die Anteile dieser Gesellschaften werden zu Anschaffungskosten bewertet. Es ist nicht geplant, wesentliche Anteile davon in naher Zukunft zu veräußern. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen zu Anschaffungskosten bewerteten Anteile veräußert.

(2)b Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige, hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten und Kontokorrentkredite.

(3) Vorräte

Das Vorratsvermögen ist für die Sicherung des Darlehens zur Konzernfinanzierung verpfändet.

2016
T€
2015
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.058 8.392
Unfertige Erzeugnisse 4.308 3.588
Fertige Erzeugnisse und Waren 7.019 10.499
  16.385 22.479

Die Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert betrugen insgesamt T€ 80 (VJ T€ 566). Die Entwicklung der Wertberichtigung der Vorräte 2016 stellt sich wie folgt dar:

Stand 01.01.2016
T€
Erhöhung
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
Veränderung Konsolidie - rungskreis
T€
Stand 31.12.2016
T€
Wertberichtigung Rohstoffe 350 0 0 -10 -340 0
Wertberichtigung Hilfs- und Betriebsstoffe 13 0 0 0 -13 0
Wertberichtigung Fertige Erzeugnisse und Waren 203 23 -2 -6 -138 80
Wertberichtigung Gesamt 566 23 -2 -16 -491 80
Stand 01.01.201 5
T€
Erhöhung
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
Veränderung Konsolidie - rungskreis
T€
Stand 31.12.201 5
T€
Wertberichtigung Rohstoffe 385 19 -35 -19 0 350
Wertberichtigung Hilfs- und Betriebsstoffe 12 1 0 0 0 13
Wertberichtigung Fertige Erzeugnisse und Waren 279 80 -88 -68 0 203
Wertberichtigung Gesamt 676 100 -123 -87 0 566

(4) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

2016
T€
2015
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.154 10.333
(davon Wertberichtigungen) (264) (473)
Sonstige Vermögenswerte 4.535 18.446
(davon Forderungen aus Ertragsteuern) (174) (3.459)
  13.689 28.779

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten ausschließlich Forderungen aus dem Handelsgeschäft.

Die Wertberichtigung aus den Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Stand 01.01.2016
T€
Erhöhung
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
Wertberichtigung Forderungen aus L. und L. < 1 Jahr 473 217 -93 -90
  Stand 01.01.2015
T€
Erhöhung
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
Wertberichtigung Forderungen aus L. und L. < 1 Jahr 502 190 -66 -154
Kurs - effekte aus Vortrag
T€
Veränderung Konsolidierungs kreis
T€
Stand 31.12.2016
T€
Wertberichtigung Forderungen aus L. und L. < 1 Jahr -2 -241 264
  Kurs - effekte aus Vortrag
T€
Veränderung Konsoli - dierungskreis
T€
Stand 31.12.2015
T€
Wertberichtigung Forderungen aus L. und L. < 1 Jahr 1 0 473

Der Buchwert der Forderungen entspricht aufgrund der kurzfristigen Laufzeit im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten einen Einbehalt der Factoring-Bank in Höhe von T€ 2.347 (VJ T€ 9.378) und enthalten ferner Vorschüsse aus dem Lohn- und Gehaltsbereich sowie Steuervorauszahlungen. Eine Verrechnung erfolgt nicht.

Sicherungshalber sind die Forderungen der wesentlichen Gesellschaften an Ares sowie an das darlehensgewährende Kreditinstitut BKB i. H. von T€ 9.154 (VJ T€ 10.333) abgetreten.

Sämtliche Forderungen besitzen eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

In T€ bis zu 30 Tagen 31-60 Tage 61-90 Tage länger als 90 Tage
31.12.2016 1.369 260 268 698
31.12.2015 1.482 669 387 559

*) der durchschnittliche DSO (Days Sales Outstanding) entspricht per Dezember 2016 32,7 Tage (VJ 34,0 Tage) in der ZT Group.

Für die weder überfälligen noch wertberichtigten Forderungen liegen keine Anzeichen vor, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Fertigungsaufträge (PoC):

2016
T€
2015
T€
- In der Berichtsperiode erfasste Auftragserlöse 3.732 4.570
- Für am Bilanzstichtag laufende Projekte: die Summe der angefallenen Kosten 2.920 3.408
ausgewiesenen Gewinne (abzgl. etwaiger ausgewiesener Verluste) 812 1.161
der Betrag erhaltener Anzahlungen 2.376 4.283
-Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden als Vermögenswert 1.637 482
-Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden als Schulden -280 -36

(5a) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuerabgrenzungsbeträge in Höhe von T€ 4.850 (VJ T€ 7.870) resultieren aus Verlustvorträgen sowie aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der lokalen Steuerbilanzen der einbezogenen Unternehmen und des IFRS-Konzernabschlusses.

Die Realisierung hängt von künftigen zu versteuernden Ergebnissen ab, die höher als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder Differenzen sind.

Weitere Erläuterungen siehe (16)

(5b) zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Die Geschäftsführung Zarges GmbH beschäftigt sich seit längerem mit der Neustrukturierung des Standortes Weilheim. Im Dezember 2016 wurde ein Notarvertrag geschlossen, aufgrund dessen die Zarges GmbH Teile des Grundstücks in Weilheim veräußert. Das Grundstück ist mit einer Halle bebaut. Die Halle wurde im Laufe des ersten Quartals 2017 komplett geräumt. Übergang Nutzen und Lasten fand im April 2017 statt. Das Grundstück mit der Halle wird als "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände" eingestuft.

Die Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 betreffen ausschließlich das Grundstück mit der Halle. Die Bewertung der langfristigen Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Nettozeitwert abzüglich Veräußerungskosten gemäß IFRS 5.15. Der Veräußerungserlös liegt über dem Buchwert.

(6) Angaben zum Eigenkapital

Die Stammeinlagen der Gesellschafter sind voll eingezahlt. Die Stammeinlagen der Gesellschafter setzen sich analog dem Vorjahr wie folgt zusammen:

VR Equitypartner GmbH (vormals DZ Equity Partners) € 39.020 bzw. 19,51%
Funds verwaltet durch Granville Capital Management (vormals Granville Baird) und Baird Capital Partners Europe € 107.380 bzw. 53,69%
Manager / ex-Manager / ex-Beirat € 53.600 bzw. 26,80%

Die sonstigen Rücklagen i. H. von T€ -16.103 (VJ T€ -12.651) betreffen mit T€ -301 (VJ T€ -821) Währungsunterschiede und mit T€ -15.802 (VJ T€ -11.830) ergebnisneutral erfasste Bewertungsänderungen bei Pensionen.

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement (Eigenkapital) liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Gemanaged wird das Eigenkapital nach IFRS. Ebenfalls steht die Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur zur Reduktion der Kapitalkosten im Fokus. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtsjahr von -26,3% auf -53,4%, die Schuldenquote von 126,3% auf 153,4% verschlechtert. Grund hierfür ist der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Jahresfehlbetrag sowie eine im Rahmen einer langfristigen Refinanzierung geleisteten Teil-Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens.

Mit Datum 28. April 2016 wurde ein neuer Gruppenfinanzierungsvertrag abgeschlossen. Das Vertragspaket sieht neben einer "Unitranche"-Finanzierung (Inhaberschuldverschreibung) durch Ares Management Ltd., London/UK, beratende Fonds, (Ares) über 70,0 Mio. Euro eine Betriebsmittellinie der Bremer Kreditbank AG (BKB) von bis zu 15,0 Mio. Euro vor. Nach Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA per Ende September 2016 wurde die Inhaberschuldverschreibung durch die vertragsgemäße Pflicht-Sondertilgung auf € 40,0 Mio. zurückgeführt und die Betriebsmittellinie vertragsgemäß auf € 10,0 Mio. reduziert.

Im Rahmen des Kapitalmanagements werden unter anderem Kennzahlen der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage herangezogen, um das Erreichen der von der Ares Management Ltd. vorgegebenen Financial Covenants sicherzustellen. Diese umfassen neben dem Bruttovermögen und dem externen Nettoumsatz die Liquidität, die Zinsdeckung, den Verschuldungsgrad sowie bestimmte Ertrags- und Cash-Flow-Kennzahlen.

Die Financial Covenants wurden im Berichtsjahr eingehalten.

Die im Konzern tätigen früheren/aktuellen obersten Führungskräfte waren 2007 berechtigt, Anteile zu erwerben. Im Berichtsjahr hat Herr Rothan seine Anteile an Herrn Kaiser veräußert. Es lag hierbei ein reiner Anteilsverkauf ohne weitere Vereinbarungen vor, so dass für Herrn Kaiser die gleichen Rechte und Pflichten (siehe insbesondere nächster Absatz) gelten und sich hieraus keine andere Beurteilung/Einschätzung ergab.

Da die ZT Management Holding GmbH nicht verpflichtet ist, zu irgendeinem Zeitpunkt Ansprüche auszugleichen (weder bei Vorliegen eines stichhaltigen Ausscheidungsgrunds noch bei vorzeitigem Ausscheiden), wird die Ausgleichszahlung als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 2 ausgewiesen. Da die Manager im Zuge ihres Unternehmenseintritts 2007 den Marktpreis der Anteile zu zahlen hatten, wurden keine quantifizierbaren Leistungen gewährt. Daher müssen zu keinem Zeitpunkt Aufwendungen ausgewiesen werden. Darüber hinaus bestehen für die Manager Mitveräußerungspflichten und Mitveräußerungsrechte. Die Rechte sind unverfallbar.

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pläne unterlagen dem Betriebsrentengesetz. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungszusagen. Die überwiegenden Altersversorgungssysteme basieren auf Leistungszusagen (Defined Benefit Plans), die rückstellungsfinanziert sind. Die Pensionsrückstellungen für die Leistungszusagen wurden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Mit Wirkung zum 30. November 2003 wurde der Zugang zur betrieblichen Altersversorgung im deutschen Teilkonzern für Neuzugänge geschlossen. Grundlage für die Rentenzahlung an die versorgungsberechtigten Mitarbeiter in Deutschland ist das letzte Gehalt vor Renteneintritt. Eine Rentenerhöhung erfolgt nach Verbraucherpreisindex.

Für die gesetzliche Rentenversicherung (beitragsorientierter Plan) wurden im Konzern Beiträge in Höhe von T€ 2.042 (VJ T€ 6.962) geleistet. Der starke Rückgang hängt mit der Veräußerung von TUBESCA zusammen

Überleitungsrechnung der Eröffnungs- und Schlusssalden des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation - DBO):

2016
T€
2015
T€
Defined Benefit Obligation (DBO) 01.01.16 67.046 68.905
Veränderung Konsolidierungskreis -2.427 0
Dienstzeitaufwand - Current Service Cost 879 1.039
Zinskosten 1.484 1.433
Tatsächlich gezahlte Leistungen (gesamt) -2.313 -2.334
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 6.107 -2.001
Pensionsähnliche Verpflichtungen 3 4
Tatsächliche DBO 31.12.16 / Rückstellung 70.779 67.046

Pensionsähnliche Verpflichtungen beinhalten den Teil der Verpflichtungen, für die aus Wesentlichkeitsgründe kein Gutachten gem. Heubeck Richttafeln vorliegt, sowie Verpflichtungen aus Überbrückungsgeldern.

Die Rückstellung entspricht der tatsächlichen Verpflichtung (DBO). Die Verpflichtung besteht nahezu ausschließlich in Euro.

Während sich im Vorjahr in den versicherungsmathematischen Gewinnen die Erhöhung des Abzinsungssatzes widerspiegelte, resultieren im Berichtsjahr die versicherungsmathematischen Verluste im Wesentlichen aus der Zinssatzreduzierung. Die versicherungsmathematischen Verluste entfallen im Berichtsjahr mit € 0,7 Mio. (Aufwand) auf erfahrungsbedingte Anpassungen und ansonsten auf Änderungen von finanziellen Annahmen (Zinssatz). Die versicherungsmathematischen Gewinne des Vorjahres enthalten € 0,3 Mio. Aufwand aus der erfahrungsbedingten Anpassung. Gegenläufig wirkten mit € 2,3 Mio. Gewinne aus finanziellen Annahmen. Änderungen von demografischen Anpassungen sind weder im Vorjahr noch im Berichtsjahr enthalten.

In 2016 wurden versicherungsmathematische Verluste i. H. v. T€ 6.107 (Vorjahr: Gewinne T€ -2.001) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die kumulierten im Eigenkapital erfassten Beträge nach latenten Steuern (30%) belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf

T€ -15.803 (Vorjahr: T€ -11.830).

Ergebniswirksam erfasste Beträge:

2016
T€
2015
T€
Dienstzeitaufwand - Current Service Cost 879 1039
Zinskosten 1.484 1.433
Pensionsaufwand 2.363 2.472

In 2017 rechnet die Gesellschaft mit Rentenzahlungen in Höhe von T€ 2.510 (VJ T€ 2.361).

Sensitivitätsanalyse der Pensionen

Bei den Pensionsrückstellungen wurden die Sensitivitäten für den Rechnungszins sowie für die Fluktuation bei einer jeweiligen Abweichung von 0,5 Prozentpunkten nach oben und nach unten für das Berichtsjahr ermittelt. Die Sensitivitätsanalyse wird berechnet, indem ein Parameter verändert wird und alle anderen Parameter gleich belassen werden. Beim Gehalts- und Rententrend erfolgte nur eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte, da eine Verringerung aufgrund Tarifzugehörigkeit ausgeschlossen ist und sich die Rentenanpassung für die Anwärter immer positiv (erhöhend) auswirkt. Würde der Gehalts- und Rententrend auch mit -0,5 Prozentpunkten gerechnet werden, würde sich der Effekt von +0,5 Prozentpunkten annährend umkehren.

Der herangezogene DBO-Wert für die Sensitivitätsanalyse beinhaltet reine Pensionsverpflichtungen für die deutschen Gesellschaften. Im Bilanzwert berücksichtigt sind noch zusätzlich rechtlich verpflichtende langjährige Ergebnisbeteiligungen mit T€ 278 (VJ T€ 2.699). Dieser Wert ist in der Überleitungsrechnung enthalten. Die Sensitivitätsanalyse wurde über diesen Betrag annäherungsweise vom versicherungsmathematischen Gutachter ermittelt. Die Auswirkungen waren in etwa simultan zu der in der Tabelle aufgeführten Sensitivitäten der deutschen Gesellschaften.

Sensitivitätsanalyse Pensionen 2016
Gesellschaft: ZTMH
Vers.math. Annahmen (IAS 19.144)        
Zinssatz per 31.12.2016     1,80%  
Gehaltsentwickung     2,00%  
Rentenentwicklung     1,50%  
Fluktuation     3,00%  
DBO per 31.12.2016 PensRSt     1.205.487  
SENSITIVITÄTEN: (IAS 19.145)        
a) Rechnungszins (%) + 0,50% 1.087.667 -9,77%
  - 0,50% 1.342.181 11,34%
b) Gehaltstrend (%) + 0,50% 1.241.461 2,98%
  - 0,50% 1.169.513 -2,98%
c) Rententrend (%) + 0,50% 1.300.045 7,84%
  - 0,50% 1.110.929 -7,84%
d) Lebenserwartung (Jahr) + 1 1.249.227 3,63%
e) Fluktuation (%) + 0,50% 1.197.820 -0,64%
  - 0,50% 1.213.606 0,67%
Aufteilung Leistungsverpflichtung (IAS 19.138)        
Aktive Anwärter     855.023  
Ausgeschiedene Anwärter     69.304  
Rentner& Hinterbliebene     281.160  
      1.205.487  
Duration (Jahre) (IAS 19,147 c)     21,40  
Sensitivitätsanalyse Pensionen 2016
Gesellschaft: ZGDE GESAMT
Vers.math. Annahmen (IAS 19.144)      
Zinssatz per 31.12.2016 1,80%    
Gehaltsentwickung 2,00%    
Rentenentwicklung 1,50%    
Fluktuation 3,00%    
DBO per 31.12.2016 PensRSt 69.155.927   70.361.414
SENSITIVITÄTEN: (IAS 19.145)      
a) Rechnungszins (%) 63.619.513 -8,01% 64.707.180
  75.493.495 9,16% 76.835.676
b) Gehaltstrend (%) 70.348.005 1,72% 71.589.466
  67.963.849 -1,72% 69.133.362
c) Rententrend (%) 73.845.389 6,78% 75.145.434
  64.466.465 -6,78% 65.577.394
d) Lebenserwartung (Jahr) 72.758.768 5,21% 74.007.995
e) Fluktuation (%) 69.310.833 0,22% 70.508.653
  69.006.882 -0,22% 70.220.488
Aufteilung Leistungsverpflichtung (IAS 19.138)      
Aktive Anwärter 27.264.122   28.119.145
Ausgeschiedene Anwärter 8.660.788   8.730.092
Rentner& Hinterbliebene 33.231.017   33.512.177
  69.155.927   70.361.414
Duration (Jahre) (IAS 19,147 c) 17,42    

Anmerkung: ZTMH: ZT Management Holding GmbH, Weilheim; ZGDE: Zarges GmbH, Weilheim.

Sensitivitätsanalyse Pensionen 2015
Gesellschaft: ZTMH
Vers.math. Annahmen (IAS 19.144)        
Zinssatz per 31.12.2015     2,35%  
Gehaltsentwickung     2,00%  
Rentenentwicklung     1,60%  
Fluktuation     3,00%  
DBO per 31.12.2015 PensRSt     1.006.339  
SENSITIVITÄTEN: (IAS 19.145)        
a) Rechnungszins (%) + 0,50% 911.046 -9,89%
  - 0,50% 1.116.305 11,46%
b) Gehaltstrend (%) + 0,50% 1.034.934 3,11%
  - 0,50% 977.744 -3,11%
c) Rententrend (%) + 0,50% 1.082.935 7,79%
  - 0,50% 929.743 -7,79%
d) Lebenserwartung (Jahr) + 1 1.039.908 3,42%
e) Fluktuation (%) + 0,50% 1.000.933 0,63%
  - 0,50% 1.012.095 -0,59%
Aufteilung Leistungsverpflichtung (IAS 19.138)        
Aktive Anwärter     678.020  
Ausgeschiedene Anwärter     61.168  
Rentner& Hinterbliebene     267.151  
      1.006.339  
Duration (Jahre) (IAS 19,147 c)     20,79  
Sensitivitätsanalyse Pensionen 2015
Gesellschaft: ZGDE GESAMT
Vers.math. Annahmen (IAS 19.144)      
Zinssatz per 31.12.2015 2,35%    
Gehaltsentwickung 2,00%    
Rentenentwicklung 1,60%    
Fluktuation 3,00%    
DBO per 31.12.2015 PensRSt 63.204.125   64.210.464
SENSITIVITÄTEN: (IAS 19.145)      
a) Rechnungszins (%) 58.314.619 -7,82% 59.225.665
  68.782.923 8,94% 69.899.228
b) Gehaltstrend (%) 64.260.319 1,71% 65.295.253
  62.147.931 -1,71% 63.125.675
c) Rententrend (%) 67.332.638 6,56% 68.415.573
  59.075.612 -6,56% 60.005.355
d) Lebenserwartung (Jahr) 66.338.162 5,18% 67.378.070
e) Fluktuation (%) 63.068.516 -0,24% 64.069.449
  63.345.287 0,26% 64.357.382
Aufteilung Leistungsverpflichtung (IAS 19.138)      
Aktive Anwärter 23.655.088   24.333.108
Ausgeschiedene Anwärter 8.129.080   8.190.248
Rentner& Hinterbliebene 31.419.957   31.687.108
  63.204.125   64.210.464
Duration (Jahre) (IAS 19,147 c) 16,90    

Anmerkung: ZTMH: ZT Management Holding GmbH, Weilheim; ZGDE: Zarges GmbH, Weilheim;

Der Konzern gewährt lebenslange Rentenzahlungen. Hieraus resultiert ein Langlebigkeitsrisiko. Aus der Verpflichtung, die Renten gemäß den Vorschriften von § 16 BetrAVG regelmäßig anzupassen, resultiert ein Inflationsrisiko.

(8) Sonstige Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten

2016
T€
2015
T€
Passive Latente Steuern 928 6.968
Steuerrückstellungen 248 193
Sonstige Rückstellungen 2.367 3.023
(davon < 1 Jahr) (527) (1.391)
  3.543 10.184

Zu den passiven latenten Steuern siehe Erläuterungen (16)

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Gewährleistungen sowie die ungewissen Verbindlichkeiten und hängt mit dem Verkauf von TUBESCA zusammen.

Die Gewährleistungsrückstellungen resultieren aus der gesetzlichen Verpflichtung, Gewährleistungen zu übernehmen. Der Gewährleistungszeitraum beträgt zwischen 2 - 5 Jahre.

Sowohl die lang- als auch die kurzfristigen Rückstellungen bestehen in Euro.

Die langfristigen sonstigen Rückstellungen (erwarteter Cash-Abfluss> 1 Jahr) entwickelten sich wie folgt:

01.01.2016
T€
Veränderung Kons.-Kreis
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Gewährleistungen 464 0 40 0 3
Ungewisse Verbindlichkeiten 1.168 0 146 0 391
  1.632 0 186 0 394
01.01.2015
T€
Veränderung Kons.-Kreis
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Gewährleistungen 508 0 0 108 64
Ungewisse Verbindlichkeiten 997 0 95 0 266
  1.505 0 95 108 330

Die Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Jubiläum.

Der Zinseffekt sowie der Abflusszeitpunkt der langfristigen sonstigen Rückstellungen werden wie folgt dargestellt:

31.12.2016
T€
Zinseffekt
T€
>1-4 Jahre 2018-2020
T€
5-10 Jahre 2021-2026
T€
>10 Jahre >2026
T€
Gewährleistungen 427 61 427 0 0
Ungewisse Verbindlichkeiten 1.413 47 361 215 837
  1.840 108 788 215 837
31.12.2015
T€
Zinseffekt
T€
>1-4 Jahre 2017-2019
T€
5-10 Jahre 2020-2025
T€
>10 Jahre >2025
T€
Gewährleistungen 464 65 464 0 0
Ungewisse Verbindlichkeiten 1.168 46 218 194 756
  1.632 111 682 194 756

Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen (erwarteter Cash-Abfluss < 1 Jahr) entwickelten sich wie folgt:

01.01.2016
T €
Veränderung Konsolidierung
T€
Verbrauch
T €
Auflösung
T €
Zuführung
T €
31.12.2016
T €
Gewährleistungen 316 0 0 0 174 490
Ungewisse            
Verbindlichkeiten 1.053 1.010 594 58 646 37
Restrukturierung 22 0 22 0 0 0
  1.391 1.010 616 58 820 527
  01.01.2015
T €
Veränderung Konsolidierung
T€
Verbrauch
T €
Auflösung
T €
Zuführung
T €
31.12.2015
T €
Gewährleistungen 256 0 50 100 210 316
Ungewisse            
Verbindlichkeiten 1.538 0 153 730 398 1.053
Restrukturierung 290 0 290 0 22 22
  2.084 0 493 830 630 1.391

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind u. a. aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA per Ende September 2016 auf T€ 37 zurückgegangen.

(9) Verbindlichkeiten

2016
T€
davon Restlfz <1 Jahr
T€
2015
T€
davon Restlfz <1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 775 775 70.281 70.281
(davon grundpfandrechtlich gesichert) (0) (0) (4.197) (4.197)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 711 711 1.819 1.819
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.367 9.367 21.716 21.716
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 47.039 10.235 28.372 28.372
(davon aus Inhaberschuldverschreibung) (36.789) (4.000) (0) (0)
(davon aus Steuern) (1.586) (1.586) (3.729) (3.729)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (749) (749) (3.429) (3.429)
  57.892 21.088 122.188 122.188

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Leasing T€ 63 (VJ T€ 5.477).

Die in den Übrigen Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverpflichtungen werden wie folgt zur Zahlung fällig:

Zahlungen im Jahr 2017 Zahlungen im den Jahren 2018-2021 Zahlungen nach Jahr 2021 Gesamtbetrag
Gesamte        
Mindesleasingzahlungen aus Leasingverältnissen 50 16 0 66
Barwerte der Mindesleasingzahlungen 48 15 0 63
Zinseffekt 2 1 0 3
Leasingzinssatz 6% 6% 6%  
Zahlungen im Jahr 2016 Zahlungen im den Jahren 2017-2020 Zahlungen nach Jahr 2020 Gesamtbetrag
Gesamte        
Mindesleasingzahlungen aus Leasingverältnissen 899 2.654 2.968 6.521
Barwerte der Mindesleasingzahlungen 689 2.036 2.752 5.477
Zinseffekt 210 618 216 1.044
Leasingzinssatz 6% 6% 6%  

Ein wesentliches Leasingverhältnis betraf im Vorjahr das Produktionsgebäude in Ailly/Frankreich. Aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches TUBESCA fällt dieses Leasingverhältnis zum Stichtag 31.12.2016 weg.

In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.

Aufgrund einer langfristigen Refinanzierung wie unter 6) Eigenkapital erläutert, wurden die bisherigen Kredite, ausgewiesen unter "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", mittels einer "Unitranche" (Inhaberschuldverschreibung) vorzeitig zum 17. Mai 2016 abgelöst.

Die Inhaberschuldverschreibung wird unter "übrige sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. T€ 775 im Berichtsjahr resultieren aus einer kurzfristigen Darlehensziehung aus der Betriebsmittellinie i. H. v. T€ 1.500 abzüglich Refinanzierungskosten Ares/BKB i. H. v. T€ 846. Weitere ausgenutzte Kontokorrentkredite werden unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.

(10) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating Leasing-Verträgen für 2017-2022. Diese belaufen sich auf T€ 7.697. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Bestellobligo i. H. v. T€ 17 (VJ T€ 29) im Zusammenhang mit Sachanlageinvestitionen.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen (Operating-lease) sind folgende Laufzeiten vereinbart:

2016 2015
<1 Jahr T€ 1.516 T€ 3.285
>1-5 Jahre T€ 4.027 T€ 6.968
>5 Jahre T€ 684 T€ 1.961

In folgender Tabelle sind die gesamten Mindestleasingzahlungen abzüglich kündbarer operativer Leasingverhältnisse ersichtlich:

Zahlungen im Jahr 2017
T€
Zahlungen in den Jahren 2018-2022
T€
Zahlungen nach dem Jahr 2022
T€
Gesamt
T€
Mindestleasing-zahlungen 1.289 3.341 592 5.222
Zahlungen im Jahr 2016
T€
Zahlungen in den Jahren 2017-2021
T€
Zahlungen nach dem Jahr 2021
T€
Gesamt
T€
Mindestleasing-zahlungen 2.792 5.784 1.697 10.273

Die Gesellschaft hat im Zusammenhang mit der langfristigen Refinanzierung auch sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankguthaben und weitere Vermögenswerte an Ares, sowie an das darlehensgewährende Kreditinstitut BKB verpfändet bzw. abgetreten.

Im Zusammenhang mit der Finanzierung wird auf die Ausführungen unter 6) Eigenkapital verwiesen.

(11) Angaben zu Finanzinstrumenten

a) Sicherungspolitik und Finanzderivate

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die ZTMH Preis-, Zins und Währungsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, Währungs- und Zinsrisiken grundsätzlich durch den Abschluß von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Zum 31.12.2016 besteht neben einem Devisenterminkontrakt (HUF) noch ein Zinscap.

Aufgrund ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten ist die ZTMH Wechselkursschwankungen zwischen ausländischen Währungen und dem Euro sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten ausgesetzt. Die generellen Regelungen für die konzernweite Fremdwährungs- und Zinssicherungspolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt und orientieren sich an den "Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften der Kreditinstitute" des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen. Als Handelspartner für den Abschluss entsprechender Finanztransaktionen fungieren erstklassige internationale Banken, deren Bonität laufend von führenden Rating-Agenturen überprüft wird.

b)a Währungsrisiko

Für jede ZARGES-Gesellschaft ergibt sich ein Währungsrisiko, wenn sie Geschäfte abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft entsprechen. Um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zu reduzieren, quantifizieren die Gesellschaften fortlaufend das Wechselkursrisiko und sichern bei Bedarf die Risiken durch den Einsatz von Devisentermingeschäften ab.

Es wurden Participating Forwards abgeschlossen, um zukünftige Ausgaben in HUF zu sichern. Diese Termingeschäfte können aufgrund ihrer Art nicht in das Hedge Accounting designiert werden, dienen aber der Absicherung von Cash Flow Risiken. Die Geschäfte sind alle in 2017 (Nominal: Mio. € 7,2; VJ: Mio. € 4,8) fällig und haben einen Marktwert von T€ -49 (VJ: T€ -107).

Die entsprechenden Effekte haben für den Konzern eine untergeordnete Bedeutung.

b)b Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d.h. mögliche Wertschwankungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, droht vor allem bei mittel- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Der Konzern setzte einen Payer-Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2016 ein, um die variablen Zinszahlungen aus dem Darlehen abzusichern und bildete dies als Cash Flow Hedge ab. Die Hedge Rücklage betrug im Vorjahr T€ -215 vor latenten Steuern. Im Berichtsjahr wurde der Zinsswap gekündigt und mit einem Wert von T€ 171 per 08.06.2016 abgelöst.

Es wurde eine Zinscap-Vereinbarung, die als Sicherungsinstrument Zahlungsstromänderungen aus einem variablen Zinssatz absichern soll, einbezogen. Durch diese bis November 2019 laufenden Zinscap-Vereinbarungen beträgt die maximale Zinsbelastung für ein bei einem Kreditinstitut bestehendes Darlehen 1,0% p.a. Der Zinscap-Vereinbarung liegt ein Zinssatz zum Bilanzstichtag von -0,312% p.a. zugrunde. Der Zinssatz ergibt sich aus dem jeweiligen EURIBOR. Zum Bilanzstichtag lag der EURIBOR unter dem im Zinscap vereinbarten Prozentsatz. Daraus ergibt sich für den Zinscap ein positiver Wert von T€ 12,3.

Anhand der Entwicklung der Zahlungsmittelabflüsse der variabel verzinslichen Finanzinstrumente wurde eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

Zinsrisiken resultieren aus der Änderung der Marktzinssätze von variabel verzinslichen Vermögenswerten und Schulden. Zur Berechnung der Zinssensitivität wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um jeweils 100 Basispunkte (BP) unterstellt. Hieraus würden sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte) ab sofort vor Steuern ergeben (VJ wurde angepasst):

T€ 31.12.2016 31.12.2015
+100 BP -100 BP +100 BP -100 BP
Effekt auf das Periodenergebnis -1.080 1.080 -1.080 1.080
Effekt auf das Eigenkapital 86 -11 52 -53

b)c Preisrisiko

Ein Marktrisiko ergibt sich dann, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Finanzinstrumenten positiv bzw. negativ beeinflussen. Das Marktrisiko der bilanzierten Finanzinstrumente ist unerheblich, da diese nur in geringem Umfang börsennotierte Wertpapiere enthalten.

b)d Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko wird im Konzern das Risiko bezeichnet, bestehende Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen zu können.

Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorausschau (wöchentlicher 12-Wochen Cash Forecast) und in der ZARGES Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinie von 8,5 Mio. € (VJ 8,1 Mio. €) stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Ein Großteil der Kreditverträge der Gesellschaft unterliegen Financial Covenants, wodurch die Gesellschaft verpflichtet ist, gewisse Leistungskriterien einzuhalten. Die Financial Covenants der Kreditvereinbarungen wurden eingehalten.

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten einen marktgerechten variablen Zinssatz. Die Aktivwerte haben eine sehr geringe Restlaufzeit.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Cashflows der Verbindlichkeiten, derivativen Finanzinstrumente sowie der Eventualverbindlichkeiten, die sich auf die Liquiditätssituation des Konzerns auswirken:

2017 2018-2019 2020-2022
Gesellschafterdarlehen 0 38.850 0
Sonstige Verbindlichkeiten: Inhaberschuldverschreibung 4.000 0 36.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.367 0 0
Leasingverbindlichkeit 16 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.976 0 0
Summe originäre finanzielle Verbindlichkeiten 20.359 38.850 36.000
Derivative mit Nettosettlement -12 0 0
Derivative mit Bruttosettlement (Cashoutflow) 7.200 0 0
Derivative mit Bruttosettlement (Cashinflow) 7.276 0 0
  2016 2017-2018 2019-2021
Gesellschafterdarlehen 113 48.427 0
Finanzverbindlichkeiten 71.338 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.716 0 0
Leasingverbindlichkeit 899 2.654 2.968
Sonstige Verbindlichkeiten 22.895 0 0
Summe originäre finanzielle Verbindlichkeiten 116.961 51.081 2.968
Derivative mit Nettosettlement 215 203 0
Derivative mit Bruttosettlement (Cashoutflow) 4.800 0 0
Derivative mit Bruttosettlement (Cashinflow) 4.693 0 0

Im Zuge der Refinanzierung wurden vereinbarungsgemäß T€ 11.400 der bestehenden Gesellschafterdarlehen der institutionellen Gesellschafter getilgt. Eine weitere Tilgung des noch verbleibenden Gesellschafterdarlehens ist erst möglich, wenn die Gruppe ein Leverage-Ratio von < 1,5 erreicht. Planerisch wird dies nicht vor Ende 2018 der Fall sein.

Im Zusammenhang mit den geänderten Mittelabflüssen aus Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf die Tabelle der Finanzinstrumente auf Seite 45.

c) Ausfallrisiko

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte. Das maximale Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern minimiert. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Da die Geschäfte nur mit erstklassigen Handelspartnern abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Handelslimite festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Hierdurch existieren keinerlei Risikokonzentrationen.

d) Kategorien nach IAS 39 und Klassen nach IFRS 7

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten auf die Klassen und Kategorien gemäß IAS 39 sowie die korrespondierenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente. Die Einteilung erfolgt nach den Bilanzposten.

Kategorie Buchwert 31.12.2016 Buchwert 31.12.2015 Fair Value 31.12.2016 Fair Value 31.12.2015 Fair Value Level
Aktiva            
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten LaR 5.730 9.022 n/a * n/a * n/a *
Wertpapiere AfS 0 0 ja ja ja
Ford. LuL LaR 9.154 10.333 n/a * n/a * n/a *
Sonstige kurzfr. und lfr. Vermögenswerte   4.790 18.812      
davon:            
Forderungen LaR 2.635 10.347 n/a * n/a * n/a *
Derivate FVTPL 0 0 0 0 2
keine Finanzinstrumente iSd. IFRS 7 n/a 2.013 8.099 n/a * n/a * n/a *
sonstige Beteiligungen AfS 0 10 n/a * n/a * n/a *
Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 51 81 81 81 2
Ausleihungen LaR 92 275 287 288 2
Passiva            
Kurzfristig            
Kfr. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten FLAC 775 70.281 n/a * n/a * n/a *
Lfr. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten FLAC 0 0 0 0 2
Langfr. Gesellschafterdarlehen FLAC 33.933 42.851 34.079 44.428 2
Verb. LuL FLAC 9.367 21.716 n/a * n/a * n/a *
Sonstige kurzfr. und lfr. Verbindlichkeiten   47.039 28.372      
Inhaberschuldverschreibung FLAC 36.789 0 26.353 0 2
Derivate FVTPL 49 107 49 107 2
Derivate in einer Hedge Beziehung n/a -12 215 -12 215 2
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IAS 17 63 5.477 n/a n/a n/a
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 3.894 4.614 n/a n/a n/a
keine Finanzinstrumente iSd. IFRS 7 n/a 6.256 17.959 n/a n/a n/a
Buchwerte nach IAS 39 Kategorie            
Loans and Receivables LaR 17.611 29.977      
Available for Sale AfS 51 91      
Financial Liabilities measured at Amorized Cost FLAC 84.758 139.462      
Fair Value through profit and loss FVTPL 49 107      

Die Ermittlung des Fair Values folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Als aktiven Markt bezeichnet man einen Markt, auf dem homogene Produkte gehandelt werden, für die jederzeit vertragswillige Käufer und Verkäufer gefunden werden und deren Preise öffentlich zugänglich sind.

STUFE BESCHREIBUNG
Stufe 1 Börsen- oder Marktpreis auf einem aktiven Markt für dieses Instrument
Stufe 2 Börsen- oder Marktpreis auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden, oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Stufe 3 Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert. Im Berichtsjahr wurden keine Umgliederungen vorgenommen.

Bei den Wertpapieren handelt es sich um kurzfristige Anlagen, welche jederzeit veräußerbar sind.

d) Nettoergebnisse

Die wesentlichen Nettogewinne bzw. -verluste aus den oben angegebenen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

2016 2015
FLAC -5.837 -6.516
LaR 209 29
FVTPL 58 21

In den Nettoergebnissen der Kategorie FLAC sind Zinsaufwendungen und Wechselkurseffekte enthalten.

Die Nettoergebnisse der Kategorie LaR enthalten Wertberichtigungen, Wertaufholungen, Wechselkurseffekte und Zinserträge.

Die Nettoergebnisse der Kategorie FVPL umfassen die Marktwertveränderung der Derivate.

C. Erläuterungen der Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung enthält den Geschäftsbereich TUBESCA bis zu dessen Veräußerung per Ende September 2016.

(12) Umsatzerlöse

Vom Gesamtumsatz des Unternehmens entfallen:

2016 2015
auf Frankreich 32% 37%
auf Deutschland 29% 25%
auf andere Regionen 39% 38%
  100% 100%

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Warenverkäufe.

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen betragen im Geschäftsjahr T€ 3.732 (VJ T€ 4.570).

(13) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Allgemeine Verwaltungskosten 19.162 18.307
(davon Löhne und Gehälter) (6.558) (8.274)
(übrige) (5.071) (2.628)
(davon Bankgebühren, GE Factoring) (3.906) (4.842)
(davon Transaktionskosten Verkauf Tubesca) (2.073) (0)
(davon Miete Grundstücke und Gebäude) (517) (640)
(davon Instandhaltungen) (381) (936)
(davon IT-Kosten) (345) (596)
(davon Versicherungen) (311) (391)
Summe 19.162 18.307

(14a) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Sonstige betriebliche Erträge 8.126 619
(davon Auflösung Restructuring Fee) (8.123) (0)
(davon aus Anlageveräußerung) (0) (340)
(übrige) (3) (279)
Summe 8.126 619

Im Berichtsjahr erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um den Wert aus der Auflösung der Restructuring Fee mit T€ 8.123. Die Auflösung resultiert aus dem Global Release Agreement vom 28. April 2016 mit der BNP Paribas S.A., in welchem diese auf die Rückführung der Gebühr verzichtet.

(14b) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.286 4.898
(davon aus Step-Up AfA) (1.789) (3.842)
(übrige) (881) (17)
(davon aus Sozialplan Frankreich) (360) (0)
(davon Wertberichtigung Forderungen) (264) (473)
(davon Wertberichtigung Vorräte) (80) (566)
Summe 4.286 4.898

(15) Finanzergebnis

2016
T€
2015
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.469 -8.882
(davon Zinsaufwand Inhaberschuldverschreibung) (2.750) (0)
(davon Zinsaufwand Gesellschafterdarlehen) (2.382) (2.615)
(davon Zinsaufwand Altersversorgung) (1.481) (1.395)
(davon Zinsaufwand Bankdarlehen ) (506) (3.521)
(davon Zinsswap) (214) (217)
(davon Zinsaufwand Jubiläen) (42) (43)
(davon Zinsen aus Finanzierungsleasing) (236) (245)
Summe -8.468 -8.881

(16) Ertragsteuern

2016
T€
2015
T€
Tatsächlicher Steueraufwand/Ertrag Inland -148 118
Tatsächlicher Steueraufwand/Ertrag Ausland -1.775 -1.455
Tatsächlicher Steueraufwand/Ertrag -1.923 -1.337
Latenter Steueraufwand/Ertrag -2.902 839
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.825 -498

Der Konzernsteuersatz der ZTMH beträgt analog dem Vorjahr 30%. Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung eines Steuersatzes in Höhe von 30 % bewertet; dabei wurden neben der Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % der Solidaritätszuschlag von 5,5 % und der durchschnittliche Gewerbeertragssteuersatz im Konzern berücksichtigt. Die angewandten lokalen Ertragssteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren.

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

Aktiva 2016
T€
Passiva 2016
T€
Aktiva 2015
T€
Passiva 2015
T€
Immaterielle Vermögenswerte   4.631   8.831
Sachanlagen   3.939   4.383
ARAP aus Refinanzierung   963   0
Pensionsrückstellungen/        
sonstige Verm. u. Schulden 11.663   10.775  
Verlustvortrag 1.792   3.341  
Zinsvortrag 0   0  
Verrechnung lat. Steuern -8.605 -8.605 -6.246 -6.246
Nettowert 4.850 -928 7.870 -6.968
davon langfristig 4.560 -928   -6.968
Bilanzansatz 4.850 -928 7.870 -6.968

Der Anstieg der aktiven latenten Steuern für Pensionsrückstellungen resultiert unter anderem aus den Zinssatzänderungen bei den Pensionsrückstellungen.

Aktiv latente Steuern auf Verlustvorträge werden in der obigen Tabelle mit dem Nettowert dargestellt. Der Rückgang der Verlustvorträge resultiert aus der teilweisen Nutzung der Verlustvorträge im Berichtsjahr.

Der Rückgang der passiven latenten Steuern resultiert unter anderem aus der Abschreibung auf die durch die Purchase Price Allocation aufgedeckten stillen Reserven sowie aus der Entkonsolidierung des Geschäftsbereiches TUBESCA.

2016 Summe
in T€
2015 Summe
in T€
Verlustvortrag 7.232,50 27.882,00
Zinsvortrag 21.546,00 23.623,00
davon werhaltiger Verlustvortrag 7.232,50 11.552,00
davon werhaltiger Zinsvortrag 0,00 0,00

Latente Steuern in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen und assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures wurden nicht gebildet, weil mit einer Umkehr nicht zu rechnen ist und das Mutterunternehmen den Zeitpunkt der Umkehrung der Differenz bestimmen kann.

Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wird durch eine steuerliche Planungsrechnung ermittelt. Grundlage für die steuerliche Planungsrechnung ist das vom Beirat genehmigte Budget. Die Organschaft im Inland hat im Berichtsjahr wie auch bereits im Vorjahr ein positives steuerliches Ergebnis ausgewiesen.

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragssteueraufwand

2016
T€
2015
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 909 -563
Erwartete Steuern -273 169
Überleitung:    
Abweichende ausländische Steuerbelastung 360 345
Steueranteil für steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -7.066 -32
Steuergutschriften 31 175
Effekt aus nicht werthaltigen Verlust- und Zinsvorträgen -306 -1.082
Wertberichtigung DTA -66 -451
periodenfremde Steuern -2.334 0
Effekte aus Entkonsolidierung 5.899 0
sonstiger Steuereffekt -1.070 378
Effektive Gesamtsteuern lt. GUV -4.825 -498

(17) Materialaufwand

2016
T€
2015
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 77.168 82.366
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.049 11.793

(18) Personalaufwand

2016
T€
2015
T€
Löhne und Gehälter 32.885 57.930
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 7.859 15.236
(davon Aufwendungen für freiwillige Altersversorgung und Unterstützung) (987) (2.038)
  40.744 73.166

Die Löhne und Gehälter enthalten unter anderem Fertigungslöhne, Gehälter, Urlaubs- und Sondervergütungen sowie die Veränderung von Personalrückstellungen.

(19) Abschreibungen

(19) Abschreibungen

2016
T€
2015
T€
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.736 3.206
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 3.089 4.076
Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen 0 0
  4.825 7.282

D. Sonstige Angaben

(20) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2016 2015
ZT-Group 781 1.299
(davon Management) 15 20
(davon Angestellte) 316 500
(davon Arbeiter) 450 779

(21) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Personen

Gemäß IAS 24 werden als nahe stehend diejenigen natürlichen und juristischen Personen definiert, die direkt oder indirekt das Unternehmen beherrschen, von ihm beherrscht werden oder unter gemeinsamer Beherrschung stehen, einen Anteil am Unternehmen besitzen, der ihnen maßgeblichen Einfluss gewährt, oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt sind; auch bestimmte Versorgungseinrichtungen gelten als nahe stehend. Des Weiteren fallen darunter Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens bzw. des Mutterunternehmens und deren nahen Familienangehörige (als Familienangehörige gelten auch bestimmte juristische Personen, auf die die betrachteten natürlichen Personen einen maßgeblichen Einfluss ausüben). Hierbei handelt es sich um die Gesellschafter sowie den Geschäftsführern. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

Die Gesellschafter der ZTMH sind unter Nr. 6 angegeben.

Die Mehrheitsgesellschafter haben mehrere langfristige Darlehen (T€ 17.300) an die ZT Management Holding ausgereicht. Diese sind mit 7% p.a. verzinslich und einschließlich aufgelaufener Zinsen am 31. Dezember 2017 in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Darüber hinaus existierte ein weiteres Darlehen von T€ 10.000, welches mit 6% Verzinsung geführt wurde. Im Rahmen der Refinanzierung im Mai 2016 wurde dieses incl. aufgelaufener Zinsen i. H. v. insgesamt T€ 11.400 zurückgeführt. Zum Darlehensstand 31.12.2016 vgl. die Angaben in der Bilanz. Für diese Darlehen ist gegenüber den Gläubigern aus der langfristigen Finanzierung der Gesellschaft ein Rangrücktritt vereinbart.

Die Tochterunternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beherrscht werden können, sind in der beigefügten Beteiligungsübersicht aufgeführt.

(22) Angaben zu Minderheiten

An der Gesellschaft in Polen hält ZTMH indirekt 55%. Die nicht beherrschten 45% werden von natürlichen Personen gehalten. Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veränderungen der Anteilsverhältnisse.

Die Gesellschaft hat einen Umsatz von T€ 1.526 (VJ: T€ 1.821) und ein Ergebnis von T€ 25 (VJ: T€ 13) erzielt. Die Gesellschaft hat Vermögensgegenstände (im Wesentlichen Vorräte und Forderungen) von T€ 508 (VJ: T€ 490). Die Verbindlichkeiten betragen T€ 174 (VJ: T€ 159). Das Eigenkapital beträgt T€ 334 (VJ: T€ 331).

Die Gesellschaft hat einen operativen Cash Flow von T€ -33 (VJ: T€ 20) erzielt. Der Cashbestand liegt bei T€ 64 (VJ: T€ 99). Es erfolgte wie auch im Vorjahr keine Ausschüttung an die Gesellschafter.

(23) Organbezüge

Geschäftsführer

Die Bezüge der Geschäftsführer setzen sich in 2016 wie folgt zusammen:

2016
2015
Gehälter und sonstige laufende Bezüge 1.177.304 1.077.063

Für die ehemaligen Geschäftsführer wird die Befreiungsvorschrift nach § 314 Abs. 2 S 2 HGB in Anspruch genommen. Für ehem. Geschäftsführer besteht eine Pensionsverpflichtung von T€ 2.402 (VJ T€ 2.368). Für das aktuelle Management besteht keine Pensionszusage.

(24) Geschäftsführer

Tom Kaiser, Freising (D), CEO

Bernard Rothan, St. Didier au Mont d'Or (F), CEO Business Unit TUBESCA, bis 29.09.2016

Maximilian Treptow, München (D), CFO

Im Berichtsjahr hat Herr Rothan seine Anteile an Herrn Kaiser veräußert. Die anteilsbasierte Vergütung ist € 0. Das Unternehmensbeteiligungsprogramm wird unter (6) Angaben zum Eigenkapital erläutert.

(25) Beirat

Bei der Gesellschaft ist satzungsgemäß ein Beirat eingerichtet. Mitglieder sind:

 

Dr. Martin Beck, Ingolstadt, Vorsitzender

 

Jürgen Heilbock, Frankfurt am Main

 

Mathias Schirmer, Hamburg

 

David Norman, Knutsford

 

Joerg Sost, Neustadt an der Weinstraße

An den Beirat wurden im Geschäftsjahr 2016 Bezüge in Höhe von € 271.000,00 geleistet und Reisekosten in Höhe von € 15.562,19 erstattet.

(26) Angaben zum Konzernabschluss

Die ZARGES GmbH, Weilheim, sowie die ZT Holding GmbH, Weilheim, haben von der Möglichkeit zur Befreiung zur Offenlegung eines Jahresabschlusses und zur Erstellung eines Lageberichtes gemäß § 264 (3) HGB Gebrauch gemacht.

(27) Abschlussprüferhonorar

Für die erbrachten Dienstleistungen der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

2016
T€
2015
T€
Abschlussprüfungen 207 166
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 127 82
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 40 9
Gesamt 374 257

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen vor allem Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der ZTMH und ihrer inländischen Tochterunternehmen.

Die sonstigen Bestätigungsleistungen beinhalten neben der Prüfung zum Liquiditätsbericht und Covenants Prüfgebühren für Altersversorgung, Stand-Alone und Going Concern.

Die sonstigen Leistungen umfassen u. a. die Beratung der Refinanzierung sowie der Ent-konsolidierung des Geschäftsbereiches TUBESCA.

(28) Darstellung Anteilsbesitz

BETEILIGUNGSÜBERSICHT 31.12.2016

Lfd. Nr. Gesellschaft Land Wäh-rung Mutter Gesellschaft Anteil am gezeichneten Kapital Eigenkapital 31.12.2016 (in tausend) ahresüberschuss/ -fehlbetrag 2016 (in tausend)
1 ZT Management Holding GmbH, Weilheim (D) EUR     -67.980 -27.414
2 ZT Holding GmbH, Weilheim (D) EUR 1 100,0% 46.742 0 *)
3 ZARGES GmbH, Weilheim (D) EUR 1 2 5,1% 94,9% 2.420 0 *)
4 ZARGES Kft., Budapest (H) EUR 3 100,0% 8.893 1.607
5 ZARGES UK Ltd., Milton Keynes (GB) GBP 3 100,0% 967 183
6 ZARGES AB, Märsta (S) SEK 3 100,0% 9.840 3.500
7 ZARGES ApS, Albertslund (DK) DKK 3 100,0% 9.870 2.270
8 ZARGES Sp z. o.o., Sosnowiec (PL) PLN 3 55,0% 1.466 108
9 ZARGES CZ, Brno (CZ) CZK 3 100,0% 16.098 4.652
10 ZARGAL S.à.r.l., Altorf (F) EUR 3 100,0% 881 -113
11 ZARGES , Wien (A) EUR 3 100,0% 387 140
12 ZARGES B.V., Oisterwijk (NL) EUR 3 100,0% 667 252
13 ZARGES Inc., Charlotte (USA) USD 3 100,0% -711 -293

*) Ergebnisabführungsvertrag mit Konzernobergesellschaft ZT Management Holding GmbH, Weilheim

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum 21.12.2016 unterschrieb die ZARGES Gruppe einen Vertrag zur Veräußerung eines wesentlichen, nicht betriebsnotwendigen Teils, ihrer Liegenschaft in Weilheim an die Huawei International GmbH, Düsseldorf. Insgesamt wurden rd. 42.000 qm der gesamten Liegenschaft veräußert.

 

Weilheim, 30. Juni 2017

ZT Management Holding GmbH

Tom Kaiser

Maximilian Treptow

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ZT Management Holding GmbH, Weilheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung zum Gesamtergebnis, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 30. Juni 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Michael Popp, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2016 wurde am 12.09.2017 gebilligt.

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