Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 122512
Vorher
mertus 729. GmbH
Eingetragen
8.4.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
2.1 Die kollektive Vermögensverwaltung von Spezial-AIF als registrierte AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Rahmen von § 44 KAGB i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB ausschließlich zur erlaubnisfreien Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIF ("Spezial-AIF"). Dies beinhaltet auch das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf (z.B. Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters eines verwalteten Spezial-AIF) und bei denen die Haftung der Gesellschaft aufgrund der Rechtsform des Beteiligungsunternehmens beschränkt ist. 2.2 Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und Hilfsgeschäfte betreiben, die ihr notwendig oder sinnvoll erscheinen, um den Gesellschaftszweck zu erreichen. Dienstleistungen und Nebendienstleistungen nach § 20 Abs. 3 KAGB werden nicht erbracht. Die Gesellschaft betreibt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte nach dem KWG und/oder nach der GewO.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Fackelmeyer
seit 7.7.2021
Geschäftsführer
Christian Muschalik
seit 7.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
MF GmbH
Germany
50.00%
CM Kapital GmbH
Germany
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Halder GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

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31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.816,00 25.813,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 863.116,71 863.016,71
879.932,71 888.829,71
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.152,69 44.296,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 505.079,43 580.031,75
3. Sonstige Vermögensgegenstände 41.211,84 1.218,82
602.443,96 625.546,60
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 153.430,08 261.566,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.825,54 21.306,37
1.642.632,29 1.797.248,96

PASSIVA

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.386.852,51 1.386.852,51
III. Verlustvortrag (409.097,50) (361.718,63)
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 26.420,89 (47.378,87)
1.029.175,90 1.002.755,01
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 380.279,83 681.000,30
380.279,83 681.000,30
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.412,14 17.581,19
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 32.412,14 (Vj.Euro 17.581,19)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 53.348,25 95.912,46
- davon aus Steuern Euro 35.901,49 (Vj. Euro 93.521,52)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.904,26 (Vj. Euro 834,60)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 53.348,25 (Vj. Euro 95.912,46)
85.760,39 113.493,65
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 147.416,17 0,00
1.642.632,29 1.797.248,96

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 01.01.2023 BIS 31.12.2023

(mit Vergleichszahlen für das Vorjahr)

scroll
2023
Euro
2022
Euro
1. Umsatzerlöse 2.195.510,44 2.264.014,33
2. Sonstige betriebliche Erträge 66.274,13 79.960,74
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.588.260,50 1.421.014,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 151.123,24 141.815,51
- davon für Altersversorgung Euro 2.048,92 (Vj. Euro 2.651,60)
1.739.383,74 1.562.830,18
4. Abschreibungen 10.780,83 12.436,21
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 729.527,39 812.750,44
6. Erträge aus Beteiligungen 246.099,66 0,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 320,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.209,38 1.822,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 27.302,89 (45.864,01)
11. Sonstige Steuern 882,00 1.514,86
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 26.420,89 (47.378,87)

ANHANG ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. VORBEMERKUNG

Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den §§ 242 bis 256a HGB und den §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz folgt dem Gliederungsschema für große Kapitalgesellschaften, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das in § 275 Abs. 2 HGB vorgesehene Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr die Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist eine registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne der § 2 Absatz 4 und § 44 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden wie folgt zusammengefasst:

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände ausgewiesen.

Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern (bis zu Euro 800,- Anschaffungskosten) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen ausgewiesen.

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

I. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

scroll
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.284,07 1.783,83 0,00 354.067,90
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 863.016,71 100,00 0,00 863.116,71
1.215.300,78 1.883,83 0,00 1.217.184,61
scroll
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 326.471,07 10.780,83 0,00 337.251,90
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
326.471,07 10.780,83 0,00 337.251,90
scroll
Restbuchwert Restbuchwert
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.816,00 25.813,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 863.116,71 863.016,71
879.932,71 888.829,71

Die Gesellschaft hält sämtliche Kommanditanteile an der CAP4CAP GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, 100% der Anteile an der CAP4CAP Administration GmbH, Frankfurt am Main, sowie an der Halder VII Admin GmbH, Frankfurt am Main.

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die CAP4CAP GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, in Höhe von Euro 438.210,04.

Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

II. Eigenkapital

Mit Verschmelzungsvertrag vom 26.5.2021 wurde die Halder Beteiligungsberatung GmbH, Frankfurt am Main, rückwirkend auf den 1.1.2021 auf die Halder GmbH, Frankfurt am Main, ohne Ausgabe neuer Geschäftsanteile, verschmolzen. Der positive Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 1.686.852,51 zwischen den übernommenen Vermögenswerten und Schulden der untergegangenen Gesellschaft wurde in die Kapitalrücklage der Halder GmbH eingestellt.

III. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:

scroll
Euro
Rechts- und Beratungskosten 230.956,20
Bonus 90.000,00
Sonstige Raumkosten 34.000,00
Urlaubsrückstellungen 22.500,00
Telefon 1.150,00
Sonstige 1.673,63
380.279,83

IV. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von Euro 35.901,49

SONSTIGE ANGABEN

I. Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 10 Mitarbeiter (Angestellte und inklusive Geschäftsführer).

II. Organe

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

 

Mathias Fackelmeyer, Königstein im Taunus,

 

Christian Muschalik, Kronberg im Taunus.

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

III. Sonstiges

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 122512 eingetragen.

Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von Euro 26.420,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 14. Oktober 2024

Mathias Fackelmeyer

Christian Muschalik

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Halder GmbH ist registriert als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des § 44 i.V.m. § 2 Abs. 4. (KAGB) - die Registrierung erfolgte per 19.01.2022.

Die Halder GmbH wurde per Verschmelzungsvertrag vom 26.05.2021 als dem übernehmenden Rechtsträger mit der Halder Beteiligungsberatung GmbH (HRB 33799) als dem übertragenden Rechtsträger im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme gemäß §2 Nr. 1 i.V.m. §§ 46 ff. UmwG deren Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung rückwirkend zum 01.01.2021 verschmolzen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte dann am 07.07.2021.

Sitz der Halder GmbH (HRB 122512) ist Frankfurt am Main. Die genaue Geschäftsanschrift lautet Guiollettstraße 48, Solo West, 60325 Frankfurt am Main.

Der Unternehmensgegenstand ist im Wesentlichen die erlaubnisfreie kollektive Vermögensverwaltung von geschlossenen Spezial-AIF als registrierte AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft. Dies beinhaltet auch das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf (z.B. Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters eines verwalteten Spezial-AIF) und bei denen die Haftung der Gesellschaft aufgrund der Rechtsform des Beteiligungsunternehmens beschränkt ist, und die Übernahme von Leitungs- und Verwaltungsaufgaben sowie die Erbringung von Organisationsleistungen.

Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben, die notwendig oder sinnvoll sind, um den Gesellschaftszweck zu erreichen oder zu fördern.

Als finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das Investmentvermögen (investierte und somit verwaltete Kapital) sowie der Jahresüberschuss der Halder GmbH aufzuführen.

Geschäftsführer der Halder GmbH sind Mathias Fackelmeyer (seit 2015) und Christian Muschalik (seit 2021).

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 ist anknüpfend an die jüngste Vergangenheit weiterhin durch eine komplexe wirtschaftliche Gesamtlage gekennzeichnet. Dabei dominieren die wirtschaftlichen Unsicherheiten und Herausforderung, geprägt von post-pandemiebedingten Störungen, geopolitischen Konflikten und Inflationssorgen.

Persistierende Inflation: Die Inflation bleibt ein vorherrschendes Thema in der globalen Wirtschaft, weiterhin beeinflusst durch die nachwirkenden Effekte der Pandemie und geopolitische Instabilitäten, die die Preise für Energie und Grundstoffe in die Höhe treiben.

Geopolitische Unsicherheiten: Die andauernden geopolitischen Spannungen, insbesondere der fortgesetzte Krieg in der Ukraine als der sich auch drastisch verschärfende Konflikt im Nahen Osten beeinflussen die internationalen Märkte weiterhin negativ. Die grundsätzlichen Wachstumsaussichten sind daher weltweit gedämpft und erfordern eine fortgesetzte Anpassung der Wirtschaftspolitik und Unternehmensstrategien.

Dabei sind die jeweiligen Sektoren auf die sich die von Halder beratenen Fonds konzentrieren - „Smart Industrial“ sowie Healthcare allesamt gleichermaßen von den oben skizzierten wirtschaftlichen Herausforderungen betroffen.

Das Jahr 2023 zeigte ebenso eine weiterhin schwierige Lage an den Private Equity Märkten die durch eine sehr selektive Investitionsbereitschaft sowie eine weiterhin sehr limitierte Anzahl an erfolgreichen Verkäufen von Portfoliounternehmen gekennzeichnet war. Um der weiterhin hohen Nachfrage der Investoren nach Geldrückflüssen nachzukommen sind u.a. sogenannte „Continuation Vehikel“ sowie „Secondary Portfoliotransaktionen“ stark gefragt. Das Auflegen neuer Private Equity Fonds ist insbesondere im Kernsegment der Halder GmbH - Mittelstand/DACH/Industrie - äußerst herausfordernd.

Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft

Als bis dato einzige von der Halder GmbH als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft zu verwaltender AIF ist die Halder VII GmbH & Co. KG, die seit 2022 als Private Equity Fonds am Markt auftritt.

Der von der Halder GmbH verwaltete Fonds ist derzeit insbesondere auf mittelständische Unternehmen in der DACH-Region fokussiert, die aus dem Healthcare-Sektor stammen und Umsatzgrößen zwischen etwa EUR 10 Mio. und EUR 150 Mio. aufweisen

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Informationen per Ende 2023 zusammen:

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Fonds Fokus Beginn Investitionsperiode Ende Investitionsperiode Volumen
in € Mio.
Investiertes Kapital
in € Mio
Eigenkapital
Halder VII GmbH & Co. KG Buy-outs DACH Region, Schwerpunkt Deutschland 2022 2024 26.79 11.60 26.17

Daneben ist die Halder GmbH geschäftsführende Kommanditistin der CAP4CAP GmbH & Co. KG an der sie 100% Kapitalbeteiligung hält. Komplementärin der CAP4CAP GmbH & Co. KG mit 0% Kapitalanteil ist die Cap4Cap Administration GmbH, die wiederum zu 100% von der Halder GmbH gehalten wird.

Die CAP4CAP GmbH & Co. KG ist ihrerseits gemäß § 44 i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB registriert und ist externe Kapitalverwaltungsgesellschaft der beiden Spezial-AIF Halder Germany II GmbH & Co. KG und Halder VI GmbH & Co. KG. Daneben ist die CAP4CAP GmbH & Co. KG ihrerseits noch Kommanditistin der Halder Healthcare I GmbH & Co KG, der Halder Healthcare II GmbH & Co KG sowie der Halder Healthcare III GmbH & Co KG.

Die Halder GmbH erbringt gegenüber der CAP4CAP GmbH & Co. KG Beratungstätigkeiten hinsichtlich der Halder Germany II GmbH & Co KG, der Halder VI GmbH & Co KG sowie der Halder Healthcare I GmbH & Co KG, Halder II GmbH & Co KG, der Halder Healthcare III GmbH & Co KG.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Halder GmbH ein Investmentvermögen von insgesamt ca. EUR 26 Mio. verwaltet.

Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Gesellschaft bestehen aus Anlagevermögen (hier insb. Anteile an verbundenen Unternehmen TEUR 863) sowie Umlaufvermögen (hier insb. Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 505). Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten von TEUR 86. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.029. Insgesamt hat sich das Bilanzbild der Gesellschaft zum Vorjahr nur unwesentlich geändert.

Finanzlage

Das Stammkapital der Halder GmbH beträgt EUR 25.000. Es ist in 25.000 Geschäftsanteile mit den laufenden Nummern 1 bis 25.000 zerlegt. Die Geschäftsanteile der laufenden Nummern 1 bis 12.500 werden von der MF GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Königstein im Taunus unter HRB 10884, und die Geschäftsanteile der laufenden Nummern 12.501 bis 25.000 von der CM Kapital GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 123503, gehalten.

Am Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über eine Bilanzsumme von TEUR 1.029. Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert.

Ertragslage

Der wesentliche Ertragsbeitrag besteht aus den Erträgen aus der Auflage und Verwaltung von Private Equity Fonds (s. obige Tabelle). Die Erträge bzw. Management Fees orientieren sich in der ersten Phase der Fondlaufzeit (typischerweise Investitionsperiode) an dem Fondvolumen des aufgelegten und verwalteten Private Equity Fonds. In der sich anschließenden Phase (typischerweise Desinvestitionsphase) richten sich die Erträge bzw. Management Fees und dem zu diesem Zeitpunkt noch investiertem Kapital.. Im Jahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse um ca. 3% auf insgesamt ca. EUR 2.2 Mio. gegenüber dem Vorjahr reduziert. Als wesentliche Aufwandspositionen der Gesellschaft sind neben den Personalaufwendungen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu nennen. Die Personalaufwendungen lagen mit ca. EUR 1.7 Mio, ca. 11% über dem Vorjahr Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei ca. TEUR 730 und setzten sich insbesondere aus Mietaufwendungen ca. TEUR 227 sowie Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten ca. TEUR 170 zusammen. Insgesamt führten die Positionen aus 2023 - nebst Erträgen aus Beteiligungen von ca. TEUR 246, dazu, dass ein leichter Jahresüberschuss von ca. TEUR 26 erzielt wurde (im Vergleich zu einem kleinen Jahresfehlbetrag aus dem Vorjahr). Für das kommende Geschäftsjahr plant die Gesellschaft die Fondlauzeit ausgewählter, aktuell verwalteter Private Equity Fonds zu verlängern. Zudem ist die Reduktion des Personalaufwands durch Kündigung bestehender Arbeitsverträge geplant.

Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft definiert als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren das verwaltete Investmentvermögen sowie das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern).

Beide Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht für die Steuerung der Gesellschaft herangezogen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Halder GmbH bestehen aus Anlage- als auch Umlaufvermögen - die Gesellschaft verfügt über Eigenkapital von TEUR 1.029 zum Bilanzstichtag. Die Ertragslage wird durch Verwaltungsgebühren bzw. Management-Fees bestimmt. Im Betrachtungszeitraum stiegen die Personalaufwendungen, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert wurden. Insgesamt führte dies zu einem Jahresüberschuss von TEUR 26. Zukünftige Strategien beinhalten die Sicherung der Liquidität durch Verlängerung ausgewählter Fondlaufzeiten sowie Reduzierung der Personalaufwendungen durch Kündigung bestehender Arbeitsverträge.

Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert und die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet.

Risiko- und Chancenbericht

Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems

Als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Gesellschaft bestrebt, alle geltenden gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und anderen externen Anforderungen sowie vertragliche Vereinbarungen zu erfüllen. In dem Zusammenhang wird die Gesellschaft von renommierten externen Rechts- und Steuerexperten beraten. Diese unterstützen bei der Erfüllung der regulatorischen Verpflichtungen. Die externe Anwaltskanzlei überwacht, informiert und aktualisiert auf Basis relevanter rechtlicher und regulatorischer Entwicklungen.

Das geplante Investmentvermögen und ihre Anlageprodukte werden ausschließlich an Semi-Professionelle und professionelle Anleger vertrieben. Zur Sicherstellung hat die beratende Anwaltskanzlei der Gesellschaft Prüfungsunterlagen zur Verfügung gestellt.

Das Risikomanagement der Gesellschaft verfolgt insbesondere das Ziel, mögliche eintretende Risiken unverzüglich zu analysieren, abzumildern und zu erfassen, um sie in Zukunft zu vermeiden (Ad-hoc-Risikomanagementprozess).

Da die Gesellschaft langfristige Verträge mit den Anlegern der Ihrerseits verwalteten Private-Equity Fonds abgeschlossen hat, wird ein hohes Maß an kurz-mittelfristiger Planungssicherheit erreicht. Kurzfristige Risiken sind sehr unwahrscheinlich und können lediglich auftreten, wenn bedeutende Anleger Ihren Zahlungsverpflichtungen (Verwaltungsgebühren bzw, Management Fees) nicht mehr nachkommen.

In dem Zusammenhang überwacht die Gesellschaft ad-hoc mögliche Ertragsausfälle bzw. möglicherweise dadurch entstehende Liquiditätsrisiken.

Externe Faktoren wie die Entwicklungen der Kapital- und Welthandelsmärkte sowie das Anlageverhalten von Investoren haben allenfalls einen mittelfristigen Einfluss auf die Gesellschaft. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft verfolgt die Gesellschaft eine nachhaltige Unternehmenspolitik und handelt im Interesse der Anleger. Die Verfolgung langfristiger Ziele steht im Mittelpunkt der Geschäftsstrategie.

Die Chance für steigende Erträge birgt im generellen das Auflegen und Verwalten neuer Private-Equity Fonds mit sich. Dabei war insbesondere die Zielregion der Gesellschaft - DACH - im Jahr 2023, wie auch in den Jahren davor durch eine verhaltene Marktphase gekennzeichnet. Mittelfristig wird jedoch weiteres Wachstum der Anlageklasse in der DACH Region erwartet, wodurch die Chance besteht, mit dem weiteren Marktwachstum mitzuwachsen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, anstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen zu können. Liquiditätsrisiken beinhalten damit stets auch Fristigkeitsrisiken. Liquiditätsrisiken können im Wesentlichen nur entstehen, wenn die Zahlungsverpflichtungen (Verwaltungsgebühr bzw. Management Fees) gegenüber der Gesellschaft durch die Anleger der Ihrerseits verwalteten Private-Equity Fonds nicht mehr beglichen werden können. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität hat die Gesellschaft eine laufende Liquiditätsplanung erstellt die fortlaufend aktualisiert und geprüft wird. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Im weiteren Verlauf des kommenden Geschäftsjahres strebt die Gesellschaft die Verlängerung auslaufender Laufzeiten einzelner Ihrerseits verwaltender Private-Equity Fonds an.

Marktrisiko

Das Marktrisiko charakterisiert durch bspw. ein schwaches wirtschaftliches Umfeld, Inflations- und Zinsrisiken wirkt sich zumeist mittelfristig auf die Gesellschaft aus - insbesondere im Rahmen der Auflage neuer Private-Equity Fonds und der damit einhergehender Fondvolumina.

Um professionelle Investmententscheidungen zu treffen, entwickelt die Gesellschaft regelmäßige Marktanalysen über einzelne Investmentfelder und generelle Marktentwicklungen der allgemeinen Wirtschaft sowie branchenspezifische für die Anlageklasse Private-Equity. Aus diesen Ergebnissen leitet sich die Strategie und Risikosteuerung ab. Im Jahresverlauf 2023 gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 veröffentlicht das Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifw Kiel) eine vorsichtig optimistische Prognose für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP), mit einem erwarteten Wachstum von 3,0%1. Diese Prognose folgt auf das Wachstum von 3,2% im Jahr 2023 und basiert auf der Annahme, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin von den anhaltenden Herausforderungen der COVID- 19-Pandemie und geopolitischen Spannungen erholt.

Die Erholung der globalen Wirtschaft wird voraussichtlich durch fortlaufende Impfkampagnen und verbesserte therapeutische Behandlungen gegen COVID-19 unterstützt, die eine stabilere ökonomische Umgebung schaffen. Zusätzlich wird erwartet, dass sich die globalen Lieferketten weiter stabilisieren und die Produktionskapazitäten effizienter genutzt werden können, was zu einer Reduzierung der bisherigen Engpässe führt.

Ein weiterer positiver Aspekt für 2024 könnte eine Abnahme der geopolitischen Spannungen sein, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Eine solche Entwicklung würde die Investitions- und Konsumstimmung weltweit verbessern und könnte zu einer stabilen wirtschaftlichen Lage beitragen.

Im Bereich der Finanzmärkte wird eine allmähliche Rückkehr des Vertrauens in traditionelle Anlageklassen wie Aktien und Anleihen erwartet - ein grundsätzlich steigendes Interesse an alternativen Anlagen wie Private-Equity wird im kommenden Jahr noch nicht antizipiert.

Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre werden institutionelle Anleger insbesondere weiterhin die Realisierung von Liquidität (u.a. aus verkauften Private-Equity Portfoliounternehmen) im Fokus haben. Im Rahmen möglicher Neuengagements im Zuge geplanter Neuauflagen von Private-Equity Fonds wird erwartet, das institutionelle Anleger ihre Due Diligence-Prozesse weiterhin streng handhaben, was zu einem weiterhin sehr selektiven Investmentansatz führen wird.

Zudem wird eine weiterhin hohe Nachfrage nach Investments in nachhaltige Technologien und ESG- konforme Projekte erwartet, angetrieben durch die globale Agenda für nachhaltige Entwicklung und den zunehmenden Druck von Regulierungsbehörden und Verbrauchern.

Zusammenfassend wird für das Jahr 2024 eine Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung erwartet. Die Fortführung technologischer Innovationen und die Stabilisierung der globalen politischen Lage könnten wesentliche Beiträge zu einer positiven Entwicklung der globalen Wirtschaft leisten.

Bezogen auf die finanziellen Leistungsindikatoren wird eine Reduktion bei dem Investmentvermögen - bedingt durch gezielte Exits bei ausgewählten Portfoliounternehmen - beim Jahresüberschuss eine im Vergleich zum Berichtsjahr ähnliches Ergebnis erwartet.

1 Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.2; Deutsche Bundesbank, Monatsbericht; Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht; grau hinterlegt: Prognose des IfW Kiel.

Entwicklung des Geschäftsmodells

Für das Jahr 2024 plant die Gesellschaft, die Laufzeit der verwaltenden Private-Equity Fonds mit sich nahendem Laufzeitende zu verlängern und die Personalaufwendungen durch geziegelten Abbau der Mitarbeiteranzahl zu reduzieren. Dahingehend wird das Geschäftsjahr 2024 als Konsolidierungsjahr angesehen. Mittelfristig wird angestrebt durch erfolgreiche Veräußerung von Portfoliounternehmen, das sich bis dahin erwartete, bessere Marktumfeld für die Neuauflage eines weiteren Private-Equity Fonds zu nutzen. Zudem werden in Rahmen strategischer Möglichkeiten weitere Produktdiversifizierungen opportunistisch geprüft, um so in einem sich möglicherweise nicht verbesserten Gesamtmarkt weitere strategische Handlungsmöglichkeiten verfolgen zu können. Auf die interne Struktur bezogen plant die Gesellschaft weitere Maßnahmen zur Verbesserung der internen Abläufe. So ist bspw. die Einführung einer digitalen Reisebuchungssoftware als auch Telefonie Cloud geplant.

Server/Marketing/Sonstiges

Insgesamt zeigt sich die Gesellschaft gut gerüstet, um die skizzieren Maßnahmen für das erwartete Konsolidierungsjahr 2024 zu initiieren und erfolgreich umzusetzen. Auf der Basis soll dann mittelfristig ein nachhaltiges Wachstum erreicht werden.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft setzt im abgelaufenen Geschäftsjahr einen starken Fokus nach Innen. Diverse Maßnahmen zu Ertragssicherung sowie Aufwandsreduktion sind erarbeitet und werden plangemäß in der ersten Jahreshälfte des neuen Geschäftsjahres initiiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen zielt dann darauf ab, im kommenden Geschäftsjahr ein ähnliches finanzwirtschaftliches Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 zu erzielen. Größere Investitionen sind nicht geplant. Mittellangfristig ist dann weiteres Wachstum in einem sich verbesserten Marktumfeld geplant.

 

Frankfurt am Main, 29.01.2025

Mathias Fackelmeyer

Christian Muschalik

Geschäftsführer Halder GmbH

VERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

An die Halder GmbH, Frankfurt am Main:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Halder GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Halder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45 Abs.1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Januar 2025

Nexia GmbH
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