Kingspan Insulation GmbH & Co.KG

49479 Ibbenbüren, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRA 4162
Vorher
EcoTherm Deutschland GmbH & Co. KG
Eingetragen
16.10.1997

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kingspan Insulation GmbH & Co.KG

Ibbenbüren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht


Kingspan Insulation GmbH & Co. KG
Ibbenbüren
für das Geschäftsjahr 2020

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1. Geschäftsmodell

Die Firma Kingspan Insulation GmbH & Co. KG, Ibbenbüren, ist ein Unternehmen der internationalen Kingspan Group plc., Cavan/Irland, und beschäftigt sich mit dem Handel, der Vermarktung und dem Verkauf von Waren aller Art, insbesondere von Hochleistungsdämmstoffen aus Polyurethan- und Resolhartschaum. Die Komplemen-tärin ist die Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH, Ibbenbüren, die 6,1 % der Anteile an der Gesellschaft hält. Einzige Kommanditistin ist die Kingspan Property B.V., Tiel/Niederlande, die die restlichen 93,9 % der Anteile hält.
Unsere Gesellschaft betreibt eine eigene Produktionsstätte für Hochleistungsdämm-stoffe aus Polyurethan-Hartschaum (PIR), die auch durch sie vertrieben werden. Die Produktionsstätte befindet sich in Burkhardtsdorf (Sachsen). Darüber hinaus vertreibt sie Resolhartschaumdämmplatten, die sie von der Konzerngesellschaft Kingspan Insulation B.V., Tiel/Niederlande, einkauft und vor allem in Deutschland an Handels­kunden verkauft.
 
2.   Steuerungssystem der Gesellschaft

Die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG nutzt ausschließlich Finanzkennzahlen zur Steuerung. Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind Umsatz und das Jahres-ergebnis.
 
3. Forschung und Entwicklung

Dieser Bereich wird zentral innerhalb der Kingspan Insulation Europe gesteuert. Unser Ziel ist es, innovative, zukunftsorientierte Hochleistungsprodukte zu entwickeln.

WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das gesamtwirtschaftliche Klima in Deutschland hat sich bis 2020 verschlechtert. Die deutsche Wirtschaft ist im Corona-Krisenjahr 2020 schwer getroffen. Im Vergleich zu 2019 hat das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,6 Prozent abgenommen, verglichen mit einem Anstieg von 0,6 Prozent im Jahr 2019 und einem Anstieg von 1,5 Prozent im Jahr 2018, so das Statistische Bundesamt. Die Bauinvestitionen sind um 3,4 % gestiegen im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: destatis.de)
Die Dämmstoffmarkt / Bautätigkeiten in Deutschland ist in 2020 gewachsen. Die Herstellererlöse inklusive WDVS lagen im Jahr 2020 mit knapp 3,44 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau (+2,2 % gegenüber Vorjahr).1
Wie in den vergangenen Jahren war auch das Jahr 2020 durch eine aggressive Wettbewerbssituation gekennzeichnet. Die Marktbedingungen sind aufgrund des Wettbewerbs und seit März 2020 zudem wegen der Auswirkungen durch das COVID-19-Virus noch immer als herausfordernd zu bezeichnen.
Die Erwartungen für die Gesamtwirtschaft im Jahr 2021 sind, genau wie die Bauindustrie, maßgeblich durch die COVID-19 Pandemie geprägt gewesen und die Prognosen waren mit einer großen Unsicherheit behaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die deutsche Wirtschaft deutlich gewachsen. Die Auswirkungen von Rohstoffmangel und Kapazitätengpässen führten im Laufe des Jahres zu deutlichen Kosten- und Preissteigerungen. Für das zweite Halbjahr zeichnet sich eine leichte Entspannung, auf deutlich höherem Niveau ab. Im 3. Quartal 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal weiter gestiegen (kalender- und saisonbereinigt). Das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt betrug im dritten Vierteljahr 2021 rund 912 Milliarden Euro, im zweiten Quartal 2020 lag dieses noch bei ca. 774 Milliarden Euro. Das preis-, saison- und kalenderbereingte BIP ist im 4. Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent gestiegen.2 Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie kam es im Jahr 2020 zu einer Rezession.

2. Geschäftsverlauf

Nach einer Umsatzsteigerung um 0,2 Millionen EUR im Vorjahr hat sich der Umsatz im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 1,3 Millionen EUR erhöht. Die Umsatzprognose von 39,5 Million EUR ist damit übertroffen worden.
Das Ergebnis im Jahr 2019 wurde durch eine Gewinnabführung in Höhe von TEUR 694 positiv beeinflusst, während das Ergebnis im Jahr 2020 durch eine Gewinnabführung in Höhe von TEUR 0 nicht positiv beeinflusst wurde.
Ab dem 1. Januar 2021 entfällt diese Gewinnabführung aufgrund der Verschmelzung der Kingspan Investments GmbH.
Daraus ergibt sich für dieses Jahr ein Gewinn von TEUR 1.404 nach Steuern.

3. Lage

a. Ertragslage

Nach einem leichten Umsatzanstieg im Vorjahr erhöhte sich der Umsatz im Jahr 2020 um TEUR 1.320 auf TEUR 40.879 aufgrund eines gestiegenen Absatzes.
Der Personalaufwand stieg um 5,0 % auf TEUR 4.203.
Die Abschreibungen auf Gebäude und andere Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 966 und sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten für Versetzungen und Entsendungen, Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltung sowie Kosten für den Verkauf von Waren waren niedriger als im Vorjahr. Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einem deutlichen Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendun­gen von TEUR 3.903 auf TEUR 3.136. Aufgrund der Beschränkungen, die im Zusammenhang mit COVID-19 auferlegt wurden, fielen kaum Reisekosten an. Die niedrigeren Raumkosten hängen damit zusammen, dass die Miete des Werks in Burkhardtsdorf nicht mehr in den Kosten enthalten ist, nachdem die Kingspan Investments GmbH auf die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG verschmolzen wurde.

b. Finanzlage, Investitionen und Liquidität

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zentral durch die Kingspan-Gruppe. Kurz-fristiger Kreditbedarf wird innerhalb der Gruppe durch den bestehenden Cashpool abgedeckt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter-nehmen werden grundsätzlich nicht verzinst. Auch die Cashpool-Verbindlichkeit wird ab dem Jahr 2017 nicht länger verzinst.
Die wesentlichste Investition in den letzten Geschäftsjahren betraf die Errichtung einer Produktionsstätte in Burkhardtsdorf, die im Dezember 2014 in Betrieb genommen wurde und seitdem abgeschrieben wird. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen betrug ca. EUR 17 Millionen, wovon der größte Teil mit knapp 30 % durch eine Zuwendung des Freistaates Sachsen gefördert wurde. Neben der Zuwendung erfolgte die Finanzierung der Investitionen überwiegend über den Cashpool.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat eine Verschmelzung mit unserer ehemaligen Tochtergesellschaft Kingspan Investments GmbH Ibbenbüren stattgefunden.
Aufgrund der Verschmelzung sind die Vorjahreszahlen, die lediglich die Geschäfts­vorfälle der Kingspan Insulation GmbH & Co. KG umfassen, nicht mit den Zahlen des Geschäftsjahres vergleichbar.
 
c. Vermögenslage

Der Rückgang der Cash-Pool-Verbindlichkeit im Jahr 2020 wirkte sich positiv auf die Eigenkapitalquote von 57,3 % (gegenüber 37,5 % im Vorjahr) aus und kann als gut bewertet werden. Die Abnahme des Sachanlagevermögens steht im Zusammenhang mit der beschriebenen Abschreibung der Produktionsstätte in Burkhardtsdorf.
Unser Unternehmen wird weiterhin von der Kingspan Holding Netherlands B.V., Tiel/Niederlande, finanziert. Im Jahr 2020 wurde diese Verpflichtung weiter reduziert.

d. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung erachtet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gefestigt und solide.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Ertragslage.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognosebericht

Seit Januar 2021 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (COVID 19-Krise). Trotz der Einschränkungen im Geschäftsverkehr konnte das Unternehmen den Geschäfts­betrieb während des gesamten Geschäftsjahres ohne weitere Einschränkungen aufrechterhalten. Für das Geschäftsjahr 2021 haben wir ein Anstieg des Umsatzvolumen auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres geplant und realisiert. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2021 entwickelte sich der Umsatz des Unternehmens vor allem aufgrund höherer Auftragseingänge und höherer Verkaufspreise positiv; dieser Trend setzte sich im weiteren Verlauf des Jahres fort. Aufgrund der bisherigen positiven Entwicklung haben wir für das Gesamtjahr 2021 eine deutliche Umsatzsteigerung bei weitgehend stabilen Margen realisiert. Unser Geschäftsergebnis für das Geschäftsjahr 2021 betrug TEUR 2.088. Ebenso erwarten wir eine stabile Gemeinkostenentwicklung, so dass für das Geschäftsjahr 2022 mit einem höheren Jahresergebnis als im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 und 2020 gerechnet wird. Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie sind wir zuversichtlich, dass wir mit der Innovation unserer Hochleistungs­dämmung, unserer Bilanzstärke und unserer Zugehörigkeit zur Kingspan-Gruppe in der Lage sind, diese Herausforderung zu meistern und dass wir auf längere Sicht gut positioniert sind.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen der Pandemie auf die Bauindustrie weitgehend aufgelöst. Die Ereignisse können sich jedoch weiterhin negativ auf unsere Märkte und Kunden auswirken. Dementsprechend bewerten wir die jüngsten Entwicklungen genau und werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Notfallpläne werden entwickelt, überwacht und umgesetzt. Auf der Grundlage unseres derzeitigen Wissensstandes und der verfügbaren Informationen gehen wir nicht davon aus, dass COVID-19 unsere Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens in der Zukunft beeinträchtigen wird. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird wesentlich durch die Produktionsstätte in Burkhardtsdorf und die hiermit im Zusammenhang stehende Konzernfinanzierung geprägt sein. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 ist um 40% auf TEUR 56.656 gestiegen. Die Erwartung ist, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 um 18 % weiter wächst auf TEUR 65.903. Aufgrund der hohen Unsicherheit der Entwicklung der Pandemie ist die Prognosefähigkeit stark eingeschränkt

2. Risikobericht

a. Risikomanagementsystem

Unsere Gesellschaft ist in das Konzernrisikomanagement der Kingspan-Gruppe einbezogen. Das Berichtswesen und Unternehmenscontrolling der Gruppe dient konzernweit als Früh­erkennungs­system für mögliche Risiken. Die Früherkennung von Risiken im Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für zukunftsweisendes Management.

b. Risiken

Die Risiken sowie Chancen (3.) sind gemäß ihrer Bedeutung absteigend aufgeführt. Die Marktpreise wurden bereits seit einigen Jahren in einigen Produktsegmenten durch neue Marktteilnehmer weiter unter Druck gesetzt. Durch die strategische, konsequente Weiterentwicklung von ertragreichen Produktsegmenten können wir das Risiko für unser Unternehmen reduzieren. Es besteht das Risiko, dass der Druck auf die Marktpreise infolge der COVID-19-Krise weiterhin zunimmt.
Aufgrund unserer internationalen Marktposition und langjährigen Geschäftsbeziehungen zu unseren Lieferanten können wir das gegenwärtige Risiko der rechtzeitigen Beschaffung von Rohstoffen, auch während der COVID-19-Krise, als gering einschätzen.
Risiken bestehen zudem aufgrund der Abhängigkeit von der Kingspan-Gruppe mit Blick auf die Konzernfinanzierung, die durch den gruppenweiten Cashpool gewährleistet wird, wobei diese Mittel jederzeit in der Vergangenheit bereitgestellt wurden als auch aktuell bereitgestellt werden.
Durch konsequentes Forderungsmanagement können die Forderungsverluste auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden, was sich zukünftig voraussichtlich fortsetzen wird. Insgesamt bestanden im Geschäftsjahr 2020 für die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG keine bestandsgefährdenden Risiken. Weder aus finanzwirtschaftlicher Sicht, noch im Absatz- oder operationalen Bereich gab es Risiken, die für sich allein oder in Kumulation eine akute Bestandsgefährdung für die Gesellschaft bedeutet hätten. Aus heutiger Sicht zeichnen sich zudem keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken ab.
Die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG hält keine Geschäftsbeziehungen in Russland oder der Ukraine. Somit hat die dort-bestehende Kriegssituation nach Einschätzung der Geschäftsführung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

3. Chancenbericht

Auch für die Zukunft rechnen wir mit einer stabilen Entwicklung der Neubautätigkeit sowie des Sanierungsmarktes, obwohl durch die COVID-19-Krise kurzzeitig die Nachfrage zurückgehen kann. Ferner gehen wir aufgrund von erhöhten energetischen Anforderungen einzelner Bauteile davon aus, dass der Bedarf an Hochleistungsdämmstoffen - unabhängig von der Marktentwicklung - steigen wird. Zur Deckung dieses Bedarfs wird dann auch unser Produktionsstandort in Burkhardtsdorf beitragen.

Ferner werden die notwendigen Rahmenbedingungen zur Erreichung der europäischen Klimaziele für eine erhöhte Nachfrage an Hochleistungsdämmstoffen sorgen.

 

Ibbenbüren, den 5. Mai 2022

Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH

Die Geschäftsführung

David Macdonald
Ian McAuliffe
Alan Lawlor
Will van Zonsbeek


1 https://www.haustec.de/gebaeudehuelle/daemmung/daemmstoffmarkt-2020-klassische-daemmstoffe-unter-druck
2 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 9.625.371,57 12.339.922,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen 9.625.369,57 9.814.920,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.558.600,78 2.102.983,50
2. technische Anlagen und Maschinen 6.909.298,04 7.572.038,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.931,50 97.268,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.539,25 42.630,00
III. Finanzanlagen 0,00 2.525.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.525.000,00
B. Umlaufvermögen 4.971.951,77 5.746.871,12
I. Vorräte 3.037.381,78 3.242.936,25
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.149.306,76 1.744.657,76
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.888.075,02 1.498.278,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.797.406,02 2.456.494,50
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.337.668,15 1.313.271,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 426.111,67 1.003.653,13
3. sonstige Vermögensgegenstände 33.626,20 139.570,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 137.163,97 47.440,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 115.171,62 17.388,20
Aktiva 14.712.494,96 18.104.181,32

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 8.435.630,90 6.791.694,88
I. Kapitalanteile 1.910.766,19 266.830,17
1. Kapitalanteile persönlich haftender Gesellschafter 566.397,45 241.265,58
2. Kapitalanteile Kommanditisten 1.344.368,74 25.564,59
II. Rücklagen 6.524.864,71 876.882,20
III. Bilanzgewinn 0,00 5.647.982,51
B. Rückstellungen 1.656.142,61 1.501.658,68
1. Steuerrückstellungen 25.915,84 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.630.226,77 1.501.658,68
C. Verbindlichkeiten 4.620.721,45 9.810.827,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 176,57  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 176,57  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.036.073,37 1.074.130,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.036.073,37 1.074.130,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.118.985,71 2.122.637,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.118.985,71 2.122.637,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.398,00 6.459.801,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.398,00 6.459.801,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 462.087,80 154.258,78
davon aus Steuern 424.734,10 137.483,14
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 8.417,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 462.087,80 154.258,78
Passiva 14.712.494,96 18.104.181,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Umsatzerlöse 40.878.961,47 39.558.799,21
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 249.173,96 -366.173,16
3. sonstige betriebliche Erträge 80.763,00 54.482,31
4. Materialaufwand 31.479.957,63 30.255.451,41
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.150.265,83 29.838.514,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 329.691,80 416.937,32
5. Personalaufwand 4.203.978,63 4.004.548,92
a) Löhne und Gehälter 3.729.869,71 3.625.227,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 474.108,92 379.321,00
6. Abschreibungen 965.706,44 911.081,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 965.706,44 911.081,12
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.136.238,74 3.902.794,27
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 11.978,65 -7.954,37
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 0,00 694.285,03
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28,83 239,14
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.192,11  
11. Ergebnis nach Steuern 1.407.796,05 867.278,53
12. sonstige Steuern 3.468,35 4.640,00
Jahresüberschuss 1.404.327,70 862.638,53

Anhang

Kingspan Insulation GmbH & Co. KG, Ibbenbüren

für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Hinweise
Die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG, Ibbenbüren, wird im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter der Nummer HRA 4162 geführt, und hat ihren Sitz in der Fuggerstraße 15, 49479 Ibbenbüren.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264a ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittel­große Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften nach § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 264a HGB.
Die Bilanzgliederung erfolgte gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
Komplementär der Gesellschaft ist unverändert die Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH, Ibbenbüren, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.564,59 (vormals DM 50.000,00). Einzige Kommanditistin der Gesellschaft ist unverändert die Kingspan Property B.V., Tiel/Niederlande.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 sind die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG und Kingspan Investments GmbH verschmolzen. Die Kingspan Investments GmbH war eine hundert­prozentige Tochtergesellschaft von Kingspan Insulation GmbH & Co. KG.
Aufgrund der Verschmelzung sind die Vorjahreszahlen, die lediglich die Geschäftsvorfälle der Kingspan Insulation GmbH & Co. KG umfassen, nicht mit den Zahlen des Geschäftsjahres vergleichbar.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der allgemeinen Bewertungsvorschriften des § 252 Abs. 1 Nr. 1-6 HGB i.V.m. § 264a HGB aufgestellt.
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage­vermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 S. 1 HGB zu Anschaf­fungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.
Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 40 Jahre, technische Anlagen und Maschinen fünf bis fünfzehn Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis vier Jahre sowie Software drei Jahre.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeit­anteilig. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird auf den niedrigeren bei­zu­legen­den Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe, die zu einer außer­planmäßigen Abschrei­bung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden anschaffungskostenmindernd berück-sichtigt.
Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 S. 1 HGB zu Anschaf­fungskosten.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungs­nebenkosten bewertet.
Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wurden für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe feste Transferpreise, die monatlich revidiert werden, angewendet. Posten mit verminderter Markt-gängigkeit (niedrigeren Tageswerten, Marktpreisen) werden auf den niedrigeren beizu-legenden Wert abgeschrieben.
Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden bis zum Umsatzzeitpunkt zu Herstellungs-, bzw. zu Anschaffungskosten bilanziert.Die Herstellungskosten enthalten, neben den Fertigungseinzelkosten, Materialeinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung, auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risiko­behafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rech­nung getragen.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt worden (§ 272 Abs. 1 HGB). Die Kapital­einlagen der Komplementäre und Kommanditisten wurden in voller Höhe erbracht.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle unge­wissen Ver­pflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beur­teilung not­wendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet.
Langfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuer­sätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.
Zum 31. Dezember 2019 hielt die Gesellschaft 100% der Anteile an der Kingspan Investments GmbH, Ibbenbüren. Nach dem Verkauf des Gefinex-Geschäfts dieser Gesellschaft zum 1.  April 2017 wurde der Gesellschaftsvertrag hinsichtlich des Firmennamens von Kingspan Gefinex GmbH, Pritzwalk, in Kingspan Investments GmbH, Ibbenbüren, geändert. Zum 31.  Dezember 2019 betrug das Eigenkapital dieser Gesellschaft TEUR 2.525. Ab dem 1. Januar 2020 ist die Kingspan Investments GmbH auf die Kingspan Insulation GmbH & Co. Kg verschmolzen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Liefer- und Leistungsforderungen von TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 309) gegen weitere Kingspan Insulation Unternehmen.
Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen beträgt weniger als ein Jahr.
Rücklagen persönlich haftender Gesellschafter
Die Rücklagen persönlich haftender Gesellschafter resultieren aus einer im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Einbringung einer Darlehensforderung durch die Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH (TEUR 898), abzüglich dem Rücklagenkonto belasteter Verlustanteile der Komplementärin für das Geschäftsjahr 2011.
Gesamthänderisch gebundene Rücklagen
Die gesamthänderisch gebundene Rücklage resultiert aus der im Geschäftsjahr 2012 erfolgten Verschmelzung der ehemaligen Kommanditistin EcoTherm GmbH auf die Gesellschaft, bei der die Buchwerte aus der Verschmelzungs­schlussbilanz der EcoTherm GmbH zum 31. März 2012 übernommen wurden. Dabei ergab sich ein positiver Differenzbetrag in Höhe von TEUR 19.314, der in eine gesamthänderisch gebundene Rücklage eingestellt wurde, die in voller Höhe zur Verlustverrechnung zur Verfügung steht. Die in den darauffolgenden Geschäftsjahren erwirtschafteten Jahresfehlbeträge minderten diese Rücklage.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen zum Bilanzstichtag ausstehende Bonuszahlungen an Kunden (TEUR 1.299)
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 34) Lieferverbindlichkeiten gegenüber mehreren Kingspan Insulation Unternehmen, diese laufen innerhalb von einem Jahr aus. Zudem sind hierin Verbindlichkeiten gegen­über der Kingspan Holding Netherlands B.V. aus Konzernfinanzierung in Höhe von TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 6.425) enthalten, diese laufen innerhalb von einem Jahr aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 14) beziehen sich auf Dienstleistungen. Diese laufen innerhalb von einem Jahr aus.
Latente Steuern
Latente Steuern existieren auf Grund unterschiedlicher Wertansätze zwischen der Steuer- und der Handelsbilanz. Auf Grund des Aktivüberhangs der latenten Steuern, insbesondere aus Verlustvorträgen, Sachanlagen und Rückstellungen zum Bilanzstichtag, macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i.V.m. § 264a HGB Gebrauch. Es werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden durch Lieferung von Hochleistungsdämmstoffen an überwiegend inländische Kunden erzielt.
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Sachbezüge enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Raumkosten, Kosten-weiterbelastungen und -umlagen, Fahrzeugkosten, Reparaturen, Versicherungen sowie Werbe- und Reisekosten enthalten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen von TEUR 80 ist mit TEUR 42 innerhalb eines Jahres und mit TEUR 38 innerhalb von zwei bis fünf Jahren fällig. Der Gesamt­betrag umfasst Leasingverpflichtungen.
Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit weiteren Konzerngesellschaften für die Inanspruchnahme der durch mehrere Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien der Kingspan Group plc. Unternehmensgruppe. Zum 31. Dezember 2020 sind diese Kreditlinien in Höhe von EUR 751 Mio., für die die Gesellschaft gesamtschuldnerisch haftet, nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme hieraus schätzen die gesetzlichen Vertreter als gering ein.
Sonstige Angaben
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch die Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH ausgeübt, deren gezeichnetes Kapital zum 31. Dezember 2020 TEUR 26 betrug, vertreten durch:

Hendrik Bassie, Managing Director Kingspan Insulation B.V., Amsterdam/Niederlande (ohne Bezüge), (bis zum 31.03.2022)

David Macdonald, Managing Director Kingspan Insulation B.V., Amsterdam/Niederlande (ohne Bezüge), (ab dem 1. April 2022)

Ian McAuliffe, Geschäftsführer Kingspan Insulation Europe, Country Kildare/Irland (ohne Bezüge)

Alan Lawlor, Integration Director, Kingspan Insulation Europe Dublin/Irland (ohne Bezüge)

Will van Zonsbeek, Finance Director Kingspan Insulation B.V., Ravenstein/Niederlande (ohne Bezüge)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesell­schaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Mitarbeiter
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 62 (i. Vj. 68) Arbeitnehmer beschäftigt.
Konzernverhältnisse
Mutterunternehmen des kleinsten und größten Konsolidierungskreises ist die Kingspan Group plc., Cavan/Irland. Diese Gesellschaft stellt einen den EU-Richtlinien entsprechenden, befreienden IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 auf, der am Sitz der Gesell-schaft erhältlich ist.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
In 2021 sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu erwähnen. Die Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine begann im Jahr 2022. Kingspan Insulation GmbH & Co. KG hat keine Geschäfte in Russland oder Ukraine, aus diesem Grund hat der Konflikt keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Die COVID-19 Krise hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft.

 

Ibbenbüren, den 5. Mai 2022

Kingspan Insulation Verwaltungs GmbH

David Macdonald
Ian McAuliffe
Alan Lawlor
Will van Zonsbeek


 

sonstige Berichtsbestandteile


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kingspan Insulation GmbH & Co. KG
Wir haben den Jahresabschluss der Kingspan Insulation GmbH & Co. KG, Ibbenbüren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs­methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kingspan Insulation GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.  Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Ein­klang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschrif­ten und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresab­schlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungs­vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Überein­stimmung mit den deutschen handels­rechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahres­abschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des §  264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrecht­lichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres­abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhält­nissen entsprechendes Bild der Ver­mögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungs­mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen­stehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft ver­mittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres­abschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungs­vermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtig­keiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger­weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entschei­dungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Dar­stellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvoll­ständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern ange­wandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetz­lichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen­hängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegeben­heiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerun­gen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungs­vermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresab­schlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unter­nehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dar­gestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis aus­reichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde geleg­ten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungs­urteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. ·

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfest­stellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 18. August 2022

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