Verida Asset Management GmbH

Michaelisstraße 24, 20459 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 171755
Eingetragen
1.11.2021
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzFondsmanagementWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG von Publikumsfonds sowie die Bereitstellung individueller Lösungen für institutionelle Kunden für Spezialfonds und Asset-Management-Mandate, jeweils unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Ferner ist Gegenstand die Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, die Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG sowie die Abschlussvermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG gemäß den Vorschriften des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Dr. Borchers
seit 1.11.2021
Geschäftsführer
Mirco Himmel
seit 1.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

60.00% identifiziert40.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
30.00%
30.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
Germany
200.000 €
40.00%
Caelum Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
150.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verida Asset Management GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Verida Asset Management GmbH (Verida) ist ein Wertpapierinstitut i. S. d. Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG), welches Wertpapierdienstleistungen nach dem § 2 Abs. 2 WpIG erbringt und dies vornehmlich in Form von Finanzportfolioverwaltung insbesondere gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Gesellschaft ist nicht befugt sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Darüber hinaus darf die Verida nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln.

Die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) besteht für folgende Wertpapierdienstleistungen:

Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG)

Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG)

Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WplG)

Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG)

Die Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (EdW) zugeordnet und als kleines Wertpapierinstitut i. S. d. WplG einzustufen.

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel effizienter Organisationsstrukturen und macht daher von Auslagerungsmöglichkeiten Gebrauch.

1.2. Strategie der Gesellschaft

Die Verida Asset Management GmbH fokussiert sich auf das individuelle Asset Management für institutionelle Investoren im Bereich der liquiden Asset-Klassen. Das Leistungsspektrum reicht dabei von globalen Aktien und Anleihen bis hin zu alternativen Renditequellen wie Volatilität.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Konjunktur zeigte sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr schwächer. So lag das bereinigte Wirtschaftswachstum in der Eurozone nur bei 0,5%. Das weltweite Wachstum im Sinne des Bruttoinlandsproduktes wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 Prozent geschätzt. Die Inflationsrate in der Europäischen Union lag auf Basis des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) in 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4%. Die Inflationsdaten erreichten daher geringere Werte gegenüber dem Vorjahr, befand sich jedoch im Vergleich zu den vergangenen Jahren weiter auf einem erhöhten Niveau.

Die Aktien- und Anleihenmärkte konnte sich im vergangenen Kalenderjahr hingegen wieder positiv entwickeln und erreichten auf globaler Ebene vielfach positive Ergebnisse. Insbesondere im vierten Quartal 2023 konnte eine sehr positive Wertentwicklung beobachtet werden.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Kalenderjahr 2023 stellt das zweite volle Geschäftsjahr für die Gesellschaft dar. Für die Gesellschaft kann aus Sicht der Geschäftsführung festgehalten werden, dass die Grundlagen für eine erfolgreiche zukünftige Entwicklung geschaffen wurden. Das betreute Vermögen konnte im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Neben der positiven Wertentwicklung der bestehenden Sondervermögen konnte das Management weiterer Fonds übernommen werden. Die Ergebnisse lagen zudem im Rahmen der aktualisierten Planung der Gesellschaft.

3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die einzige Ertragsquelle der Gesellschaft sind Provisionserträge aus der Finanzportfolioverwaltung für Investmentvermögen. Die Ertragslage ist daher abhängig von der Höhe der verwalteten Vermögen, der vereinbarten Gebühr sowie der Dauer der Tätigkeit. Im Geschäftsjahr 2023 konnten insgesamt Provisionserträge in Höhe von EUR 1.221.323,46 realisiert werden.

3.2. Finanzlage

Der Geschäftsplan der Gesellschaft hat Anlaufverluste vorgesehen. Im Jahr 2023 konnten die Provisionen weiter kontinuierlich gesteigert werden, so dass die Verluste gegenüber dem Vorjahr reduziert werden konnten.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr hinweg positiv. Die Zahlungsfähigkeit war gegeben. Die kurzfristigen liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 328.246,33.

3.3. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Großteil aus Forderungen gegen Kreditinstitute in Höhe von EUR 328.246,33 und Forderungen gegen Kunden in Höhe von EUR 258.661,93. Dabei ist die monatliche und quartalsweise Abrechnungspraxis gegenüber den Kunden der Gesellschaft zu berücksichtigen. Die Zahlungen sind Stand heute erfolgt. Weitere Vermögenswerte sind die immateriellen Anlagewerte, die Sachanlagen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in einer Gesamthöhe von EUR 80.525,94. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft ist das Provisionsergebnis. Im Betrachtungszeitraum war dieser Wert im Rahmen der Unternehmensplanung positiv. Weitere wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1. Prognosebericht

Auf Basis der Entwicklung der Verida Asset Management GmbH erwartet die Geschäftsführung einen weiteren Anstieg der Provisionserträge und des Gesamtergebnisses sowie der Assets under Management für 2024 und die Folgejahre in einem zweistelligen Prozentbereich. Gerade Strategien aus dem Bereich "Multi Asset"

haben zuletzt wieder an Bedeutung gewonnen und machen den größten Anteil der verwalteten Vermögen der Gesellschaft aus.

5.2. Chancenbericht

Die Verida Asset Management GmbH hat sich in der Gründungsphase positiv entwickelt und konnte das verwaltete Vermögen in der Finanzportfolioverwaltung weiter steigern. In Verbindung mit den bisherigen Ergebnissen der Geschäftstätigkeit erwartet die Geschäftsführung einen weiteren positiven Geschäftsverlauf der Gesellschaft.

5.3. Risikobericht

5.3.1 Risikomanagement

Die Zielrichtung des Risikomanagement der Verida ist in der systematischen Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken und der Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns im Unternehmen zu sehen. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und den Geschäftserfolg zu steigern.

Das Risikomanagement basiert auf einer laufenden Beurteilung und Überprüfung der identifizierten Risiken, sowie der Auseinandersetzung mit potenziell neuen, zusätzlichen Risiken.

5.3.2 Risikomanagementsystem

Die Verida hat einen aus Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung und -überwachung bestehenden Risikomanagementprozess implementiert und in der Richtlinie zum Risikomanagement dokumentiert. Dies bildet zusammen mit der weiteren schriftlich fixierten Ordnung die Basis für die Gestaltung der wesentlichen Geschäftsprozesse und das Management der damit verbundenen Risiken. Die Funktion der Internen Revision wurde auf eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.

Die Geschäftsführung nutzt eine Risikotragfähigkeitsberechnung, in der sie die erstellten Planzahlen berücksichtigt und dies regelmäßig an geänderte Faktoren anpasst. Mögliche Risiken, der sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, fließen in die Berechnung ein. So werden die Ergebnisse bspw. mit simulierten Ertragseinbrüchen gestresst.

5.3.3 Wesentliche Risiken

Im Einzelnen hat die Gesellschaft folgende wesentliche Risiken identifiziert: Liquiditäts-, Adressenausfall-, und Ertragsrisiken sowie operationelle Risiken, wobei die Verida unter den letzteren u.a. Reputationsrisiken, Personalrisiken, rechtliche Risiken und IT-Risiken erfasst.

5.3.3.1 Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko werden alle Risiken subsumiert, welche dazu führen könnten, dass die Gesellschaft wegen Liquiditätsknappheit ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht und/oder in voller Höhe nachkommen könnte. Die Gesellschaft plant die zu erwartenden Mittelzuflüsse und stellt sie den erwarteten Mittelabflüssen gegenüber. Ertragsquelle ist dabei in erster Linie die Vergütung für die gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften erbrachte Finanzportfolioverwaltung, die monatlich oder vierteljährig geleistet wird.

5.3.3.2 Adressenausfallrisiko

Ausfallrisiken ergeben sich aus einer möglichen Insolvenz eines Kreditinstitutes, bei dem die Gesellschaft ihre liquiden Mittel unterhält und einer möglichen Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaften, bevor die Gesellschaft ihre Vergütung erhalten hat.

Die Gesellschaft hält Einlagen bei einem Kreditinstitut aus dem öffentlichen Sektor, das die übliche, institutsspezifische Einlagensicherung von Volksbanken in Deutschland gewährleistet. Dem Ausfallrisiko der Kapitalverwaltungsgesellschaften begegnet die Gesellschaft durch möglichst kurze Abrechnungszyklen.

5.3.3.3 Ertragsrisiken

Unter Ertragsrisiken versteht man die Gefahr der Kostenunterdeckung durch die vereinnahmten Erträge mit der Folge von Gewinneinbußen, Verlustrealisierung, Eigenkapitalverringerung bis hin zu Zahlungsschwierigkeiten und Zahlungsunfähigkeit.

Ertragsquelle der Gesellschaft sind vornehmlich von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft getätigte Vergütungen für die Übernahme des Portfoliomanagements ihrer Fonds.

Ertragsrisiken entstehen in der etwaigen Kündigung des Management- Auftrags sowie in einem Ausbleiben von neuen Aufträgen wie bspw. aufgrund einer unterdurchschnittlichen Performance oder veränderten Mandatsanforderungen.

Die Gesellschaft verfügt darüber hinaus über Prozesse, um negative Entwicklungen auf Gesellschaftsebene frühzeitig zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken.

5.3.3.4 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht man die Gefahr einer negativen Geschäftsentwicklung infolge interner oder externer Einflüsse. Relevante Risiken sind Risiken aus fehlerhaften Prozessen oder anderen Organisationsschwächen sowohl bei der Gesellschaft wie auch bei Unternehmen, auf die die Gesellschaft Dienstleistungen auslagert; ferner Risiken aus Personalveränderungen und mangelhafter IT.

Operationelle Risiken im betrieblichen Ablauf werden durch technische Systeme und klare Regeln begrenzt, die ständig an die wechselnden Anforderungen angepasst werden.

Verstößen gegen vertragliche und/oder gesetzliche Anlagerichtlinien beugt die Gesellschaft durch IT- gestützte Abbildung der Restriktionen, Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und begleitende ex-ante und ex-post Prüfung der Anlageentscheidungen vor. Daneben hat die Gesellschaft eine E&O Versicherung und eine separate D&O Versicherung, um Haftungsrisiken zu begegnen.

Die mangelfreie Leistung von Auslagerungsunternehmen hält die Gesellschaft durch eine sorgfältige Auswahl und eine regelmäßige Begutachtung der Dienstleister nach. Die Outsourcing-Partner werden laufend im Rahmen eines Auslagerungs-Controllings beobachtet, es bestehen regelmäßige Kontakte und die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit erfahrenen sowie regulierten Gesellschaften.

Personellen Risiken durch Neueinstellung, Kündigung, Krankheit und Urlaub begegnet die Gesellschaft durch ein angemessenes Gehaltssystem mit fester und variabler Komponente sowie der sachgerechten Prüfung bei Neueinstellungen.

Für den IT-Bereich besteht ein entsprechender Notfallplan.

5.3.3.5 Marktpreisrisiko

Unter Marktpreisrisiken versteht man die Gefahr der Wertminderung von Vermögenswerten infolge von Währungs-, Kurs-, Preis- und Zinsänderungen. Marktpreisrisiken können sich aus dem Handels- sowie aus dem Eigengeschäft ergeben.

Marktpreisrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für die Gesellschaft nicht. Die Geschäftstätigkeit beinhaltet kein Handelsgeschäft, da die Zulassung der Gesellschaft den Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung ausschließt.

Hinsichtlich des verwalteten Vermögens sind entsprechende Marktrisiken relevant, da sich die Wertminderung negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirkt.

5.3.4 Gesamtbild der Risikolage

Die vorgenannten Risiken der künftigen Entwicklung werden von der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht, um mit den aufgeführten Risikomanagementstrategien adäquat reagieren zu können. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation der Verida, dass keine wesentlichen, den Fortbestand des Unternehmens unmittelbar gefährdenden, Risiken bestehen.

Weitere Risiken hat die Gesellschaft nicht als wesentlich identifiziert und daher hier nicht dargestellt.

Die unwesentlichen Risiken werden beobachtet und analysiert und deren Einordnung als wesentlich oder unwesentlich in regelmäßigen Abständen überprüft.

6. Zweigniederlassungen

Die Verida Asset Management GmbH unterhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Zweigniederlassungen im In- und Ausland.

7. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Ende des Berichtszeitraumes sind bisher nicht eingetreten.

 

Hamburg, 15.03.2024

Dr. Björn Borchers

Mirco Himmel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

nach RechKredV

der Verida Asset Management GmbH

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 328.246,33 565.723,75
328.246,33
2. Forderungen an Kunden 258.661,93 176.795,77
258.661,93
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 13.902,00 29.088,00
solchen Rechten und Werten 13.902,00
4. Sachanlagen 40.451,00 52.476,00
5. Rechnungsabgrenzungsposten 26.172,94 16.165,04
667.434,20 840.248,56

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 98.756,84 88.256,39
davon gegen Gesellschafter 0,0 T€ (Vorjahr: 0,0 T€)
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 42.636,19 38.391,26
42.636,19
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
b) Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
c) Bilanzverlust -973.958,83 -786.399,09
526.041,17 713.600,91
667.434,20 840.248,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

nach RechKredV

der Verida Asset Management GmbH

Aufwendungen

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Zinsaufwendungen 1.277,68 1.178,62
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 764.074,76 637.445,77
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 97.539,77 88.595,63
861.614,53 726.041,40
darunter: für Altersversorgung 16.144,60 Euro
b) andere Verwaltungsaufwendungen 499.305,18 348.503,92
1.360.919,71 1.074.545,32
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 29.629,74 34.308,97
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.459,50 32.477,49
1.409.286,63 1.142.510,40

Erträge

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Provisionserträge 1.221.323,46 548.813,21
2. sonstige betriebliche Erträge 403,43 206,10
3. Jahresfehlbetrag 187.559,74 593.491,09
1.409.286,63 1.142.510,40

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Verida Asset Management GmbH, Hamburg, und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB171755 eingetragen. Die Geschäftsanschrift lautet Michaelisstraße 24, 20459, Hamburg.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, insbesondere nach den Vorschriften des §§ 340 bis 340o HGB, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, den Vorschriften für Wertpapierinstitute sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft wendet freiwillig die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB an, obwohl es sich um eine Kleinstkapitalgesellschaft gemäß § 267a Abs. 1 HGB handelt, da die Gesellschaft einem kleinen Wertpapierinstitut nach den Größenklassen des WpIG entspricht.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Im Anschluss erfolgte die Überleitung auf eine Bankbilanz im Darstellungsformat des Formblatt Nummer 1 der RechKredV.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Formblatt Nummer 2 der RechKredV aufgestellt. Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

AKTIVA

Forderungen an Kreditinstituten und Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden sind zum Nominalwert angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf die Zugänge erfolgte generell zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter wurden bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Zugangsjahr komplett abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

wurden anhand von Kontendurchsichten sowie den vorliegenden Belegen ermittelt und nach § 250 Abs. 1 HGB gebildet. Gleichzeitig wurde auf die sachgerechte Abwicklung der Vorjahresbestände geachtet.

PASSIVA

Sonstige Verbindlichkeiten

sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Eigenkapital

setzt sich aus dem gezeichneten Kapital, einer Kapitalrücklage und dem Bilanzverlust zusammen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig. Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden betragen bis zu zwei Monate.

2. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Der immaterielle Anlagewert ist dem äußerlichen Erscheinungsbild der Gesellschaft sowie dem Internetauftritt in Höhe von 14 T€ (VJ: 29 T€) zuzuordnen. Die Sachanlagen bestehen im Wesentlichen aus der angeschafften IT-Infrastruktur mit 19 T€ (VJ: 29 T€) und der Büroeinrichtung mit 21 T€ (VJ: 23 T€). Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Anhangs ist.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus abgegrenzten Softwaredienstleistungen 15 T€ (VJ: 4 T€), Versicherungen 9 T€ (VJ: 10 T€) und Fortbildungskosten 2 T€ (VJ: 2 T€).

4. Sonstige Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sie setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77 T€ (VJ: 63 T€) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer und sozialer Sicherheit 22 T€ (VJ: 25 T€) zusammen. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich aus der Urlaubsrückstellung 16 T€ (VJ: 13 €), der Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 23 T€ (VJ: 23 T€) und den sonstigen Rückstellungen 3 T€ (VJ: 2 €) zusammen.

6. Eigenkapital

Im Bilanzverlust ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 188 T€ sowie der aktuelle Verlustvortrag mit 786 T€ enthalten. Das gezeichnete Kapital beträgt 500 T€ und ist vollständig in die Gesellschaft einbezahlt. Es wurde eine Kapitalrücklage in Höhe von 1.000 T€ bestehend aus einem Aufgeld als sonstige Zahlung im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die Gesellschafterin Pax-Bank eG eingestellt.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt insgesamt 862 T€ (VJ: 712 T€). Die Steigerung ist auf das erste vollständige Geschäftsjahr als Wertpapierinstitut mit einer entsprechend veränderten Mitarbeiterstruktur zurückzuführen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich sechs (VJ: durchschnittlich sieben) Arbeitnehmer.

andere Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Mietaufwendungen in Höhe von 52 T€ (VJ: 49 T€) und Energie und Reinigungskosten in Höhe von 6 T€ (VJ: 6 T€). Darüber hinaus aus Versicherungsprämien in Höhe von 28 T€ (VJ: 10 T€). Die Steigerung resultiert aus dem ersten vollständigen Geschäftsjahr als Wertpapierinstitut. Die damit verbundenen zusätzlichen Versicherungskosten wurden periodengerecht abgegrenzt und wirken sich im laufenden Geschäftsjahr erstmalig in voller Höhe aus. Zusätzlich sind in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen Wartungskosten der Hard- und Software von 17 T€ (VJ: 87 T€) und Lizenz- und Softwareaufwendungen 96 T€ (VJ: 19 T€) enthalten. Aufgrund von Umgliederungen der Kosten für Analysetools erfolgte eine Verschiebung von den Wartungskosten hin zu den Aufwendungen für Lizenzen. Weiterhin bestehen die anderen Verwaltungsaufwendungen noch aus Beitragsaufwendungen 4 T€ (VJ: 3 T€), Werbekosten 0 T€ (VJ: 3 T€), Instandhaltungen 1 T€ (VJ: 1 T€), Porto-, Telefon- und Büroaufwendungen 11 T€ (VJ: 11 T€) und Reisekosten in Höhe von 28 T€ (VJ: 2 T€). Letztere erhöhten sich aufgrund der Umgliederung von Kosten für Bahncards, welche im Vorjahr noch in der Position des Personalaufwands lokalisiert waren, und weitere Umgliederungen von Aufwendungen für Reisekosten von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Abschließend sind in den anderen Verwaltungsaufwendungen noch Rechts- und Beratungskosten (inkl. Buchführungs- und Abschlusskosten) in Höhe von 256 T€ (VJ: 140 T€) enthalten. Diese Beratungskosten erhöhten sich ebenfalls durch die bereits beschriebene Eigenschaft als Wertpapierinstitut und die damit verbundenen höheren Aufwendungen für Regulatorik und Auslagerungen.

2. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Abschreibungswerte auf die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr sind im Anlagespiegel dargestellt, welcher als Anlage diesem Bericht angefügt ist.

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich in Fortbildungskosten in Höhe von 8 T€ (VJ: 5 T€), Kleingeräte und weiterer Betriebsbedarf von 0 T€ (VJ: 2 T€) und weitere sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 10 T€ (VJ: 24 T€). Im Vergleich zum Vorjahr wurden Aufwendungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr den anderen Verwaltungsaufwendungen zugeordnet. Dies betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für Reisekosten, Teile der Kosten für Lizenz- und Softwareaufwendungen sowie Aufwendungen für Datenschutz und Compliance.

4. Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von 1.221 T€ (VJ: 549 T€) stammen aus der Finanzportfolioverwaltung. Die Steigerung ist auf die Erweiterung der Geschäftstätigkeit zur Mitte des Jahres 2022 sowie auf die gestiegene Anzahl von Mandats-Beauftragungen im Rahmen von Auslagerung der Finanzportfolioverwaltung zurück zu führen.

F. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

1. Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Berichtsjahres sechs Arbeitnehmer beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Dr. Björn Borchers

Herr Mirco Himmel

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt 18 T€ und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 12
b) andere Bestätigungsleistungen 6
c) Steuerberatungsleistungen 0
d) sonstige Leistungen 0

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen 2024 (Euro) 2025 (Euro) 2026 (Euro) bis 28.02. 2027 (Euro)
Mieten 52.589 52.589 52.589 8.765

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich aus der laufenden Miete für die Geschäftsräume sowie die Stellplätze der Gesellschaft zusammen. Weitere sonstige finanziellen Verpflichtungen bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 188 T€ zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von 786 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Berichtsjahr unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.600,00 850,00 0,00 48.450,00
47.600,00 850,00 0,00 48.450,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 72.419,24 1.568,74 0,00 73.987,98
72.419,24 1.568,74 0,00 73.987,98
120.019,24 2.418,74 0,00 122.437,98
Kumulierte Abschreibungen
zum 01.01.2023 Abschreibungen Abgänge zum 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.512,00 16.036,00 0,00 34.548,00
18.512,00 16.036,00 0,00 34.548,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 19.943,24 13.593,74 0,00 33.536,98
19.943,24 13.593,74 0,00 33.536,98
38.455,24 29.629,74 0,00 68.084,98
Nettobuchwert
zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.902,00 29.088,00
13.902,00 29.088,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 40.451,00 52.476,00
40.451,00 52.476,00
54.353,00 81.564,00

UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

 

Hamburg, 21. Mai 2024

Verida Asset Management GmbH Hamburg

Herr Dr. Björn Borchers, Geschäftsführer

Herr Mirco Himmel, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19. Juni 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Verida Asset Management GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Verida Asset Management GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verida Asset Management GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW ) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 24. Mai 2024

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Holger Martens, Wirtschaftsprüfer

Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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