IKOR GmbHLiquidiert

22765 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 169467
Eingetragen
16.6.2021
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, Implementierung und Entwicklung von Software für Banken, Versicherer, Öffentliche Einrichtungen und Industriekunden sowie der Erwerb, das Halten, Verwalten sowie die Veräußerung von direkten und indirekten Beteiligungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an anderen Unternehmen, im Inund Ausland, insbesondere an solchen Unternehmen, die die Beratung, Implementierung und Entwicklung von Software anbieten. Ebenfalls Unternehmensgegenstand ist, im In- und Ausland, die Errichtung von Zweigniederlassungen, die Verwaltung von sonstigen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die entgeltliche Geschäftsführung von Beteiligungen sowie die entgeltliche Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen, insbesondere Managementtätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Steiner
seit 4.4.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
279.329 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IKOR GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 182.409,73 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.926,83 97.649,81
261.336,56 97.649,81
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 551.723,12 665.788,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 209.376,80 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 973.083,50 2.387.711,92
3. Beteiligungen 0,00 723.320,20
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 74.384,49 106.350,25
1.256.844,79 3.217.382,37
Summe Anlagevermögen 2.069.904,47 3.980.820,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. geleistete Anzahlungen 19.110,76 27.148,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.440.415,51 5.483.752,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.396.773,19 4.071.588,13
3. sonstige Vermögensgegenstände 406.339,62 189.137,62
11.243.528,32 9.744.478,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.890.486,96 2.436.134,48
Summe Umlaufvermögen 16.153.126,04 12.207.761,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 198.874,64 143.459,77
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 10.124,74 4.890,58
18.432.029,89 16.336.932,79

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 279.329,00 279.329,00
II. Kapitalrücklage 501.869,99 501.869,99
III. Gewinnvortrag 3.383.756,62 3.383.756,62
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Summe Eigenkapital 4.164.955,61 4.164.955,61
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.757.122,00 1.671.037,00
2. Steuerrückstellungen 449.033,53 274.272,00
3. sonstige Rückstellungen 3.519.477,32 1.950.942,71
5.725.632,85 3.896.251,71
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 713.162,00 983.365,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.050.479,57 568.185,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.506.380,05 5.640.353,67
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.259.336,46 1.083.820,88
8.529.358,08 8.275.725,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.083,35 0,00
18.432.029,89 16.336.932,79

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 37.012.782,74 43.445.704,25
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 6.631.918,78-
3. andere aktivierte Eigenleistungen 202.677,48 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 2.630.245,16 451.213,80
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 58,66 (Euro 51,71)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.958.933,41 21.288.405,68
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.986.828,63 10.127.301,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.002.173,10 1.838.359,34
- davon für Altersversorgung Euro 144.345,50 (Euro 174.562,63)
20.989.001,73 11.965.660,81
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 319.227,02 438.809,23
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.733.738,95 3.360.788,90
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 1.261,31 (Euro 102,79)
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 340.438,74 258.042,05
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 230.013,07 94.333,38
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 223.608,26 (Euro 91.840,23)
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 5.234,16 (Euro 1.128,95)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.911,49 33.669,83
- davon an verbundene Unternehmen Euro 22.431,49 (Euro 0,00) - davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 31.480,00 (Euro 0,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 176.114,66 587,71-
13. Ergebnis nach Steuern 4.185.229,93 530.627,96
14. sonstige Steuern 1.357,78 132,84
15. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 4.183.872,15 530.495,12
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zum Unternehmen

Die IKOR GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 169467 eingetragen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Der Grundsatz der Darstellungsstetigkeit wurde lediglich im Hinblick auf die zum 01.01.2022 auf die IKOR GmbH verschmolzenen Töchter IKOR Finsure GmbH und IKOR Assurance GmbH durchbrochen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB.

Gesetzlich erforderliche Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind soweit sie nicht in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt sind, im Anhang enthalten.

Die Bewertung der Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten und Rückstellungen erfolgte gemäß den Vorschriften des HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Bewertungen:

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear über 10 Jahre abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt.

Das Sachanlagevermögen ist angesetzt zu den ursprünglichen Anschaffungskosten und unter Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibung vermindert.

Für das bewegliche Anlagevermögen wird die lineare Abschreibung angewandt.

Im Finanzanlagevermögen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % des nach Berücksichtigung der Einzelwertberichtigung verbleibenden Nettoforderungsbestandes gebildet, die aktivisch abgesetzt wurde.

Das für die Pensionsrückstellung angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG - BGB I Nr. 27 v. 28.05.2009 S 1102) durchgeführt. Die Bewertung erfolgte nach Angabe im Gutachten nach dem sog. modifizierten Teilwertverfahren.

Folgende Annahmen lagen der Bewertung zu Grunde:

Rechnungszinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) 1,78 % p.a.
Rechnungszinssatz (7-Jahres-Durchschnitt) 1,44 % p.a.
Gehaltstrend 2,00 % p.a.
BBG-Trend 2,00 % p.a.
Rententrend 1,50 % p.a.
Fluktuation (Arbeitgeberanteil) 4,50 % p.a.

Biometrische Rechnungsgrundlage bildeten die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck.

Die weiteren Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung zu tragen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind sämtlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Eigenkapital Anteil am Kapital Ergebnis
Name, Sitz EUR % EUR
IKOR Products GmbH, Hamburg 757.876,76 100 0
IKOR DC, Serbien 184.359,17 100 -131.373,14
IKOR Austria GmbH, Österreich -78.466,25 100 68.539,18
IKOR Polska, Polen 314.375,67 100 194.715,29
IKOR PX Ltd., UK -982.879,33 62,5 -698.040,66
IKOR PX Pty Ltd., Australien -35.886,33 100 26.567,48

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

2022 2021
Ausleihungen 973.083,50 2.387.711,92
Forderungen 2.425.209,55 1.859.445,66
Verbindlichkeiten 4.278.493,29 0,00

Die Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 2.153.232,37 EUR (Vorjahr: 1.998.178,31 EUR) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich um kurzfristige Darlehen gegenüber der X1F GmbH und der X1F Holding GmbH.

Pensionsrückstellungen

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 62) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 4,1 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst (mindestens 1/15-tel; Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 8,1.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen für TEUR Vorjahr TEUR
Tantiemen, Prämien, Provisionen 2.769 1.656
Urlaubsansprüche 383 208
Abschluss- und Prüfungskosten 69 34
Sonstige 298 52
Summe 3.519 1.950

Die Rückstellung für das Lebensarbeitzeitmodell wurde mit dem entsprechenden Deckungsvermögen nach § 246 (2) S. 2 HGB saldiert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt 345.137,41 EUR zum 31.12.2022. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 345.137,41 EUR zum 31.12.2022. Der abgezinste Betrag der verrechneten Schulden beträgt 335.012,67 EUR zum 31.12.2022. Der überschießende Betrag i.H.v. 10.124,74 EUR ist als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen worden.

Betrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag < 1 Jahr
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.050.479,57 1.050.479,57
(VJ: 568.185,92) (VJ: 568.185,92)
gegenüber verbundenen Unternehmen 5.506.380,05 5.506.380,05
(VJ: 5.640.353,67) (VJ: 5.040.353,67)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.259.336,46 1.259.336,46
(VJ: 1.083.820,88) (VJ: 1.083.820,88)
Erhaltene Anzahlungen 713.162,00 713.162,00
(VJ: 983.365,00) (VJ: 983.365,00)
Summe 8.529.358,08 8.529.358,08
(VJ: 8.275.725,47) (VJ: 8.275.725,47)

davon aus Steuern: 1.156.803,81 EUR (Vorjahr 979.499,11 EUR)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 3.208,50 EUR (Vorjahr 18.093,21 EUR)

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit der Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 125 TEUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt 1.669 TEUR.

Sie betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen.

Ausschüttungssperre

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 57.768,00 EUR.

Der Ertrag aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögengensgegenstände beträgt 182.409,73 EUR.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden in 2022 198,5 Angestellte beschäftigt.

Von den 198,5 Angestellten waren 2022 58,25 Angestellte in leitender Funktion tätig.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zu den Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf das Unternehmen wird auf die Prognoseberichterstattung und auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht verwiesen.

Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer der IKOR GmbH waren im Berichtsjahr:

Lars Ackermann, Hamburg - Diplom-Kaufmann - Verantwortungsbereich Vertrieb und Marketing - Generalverantwortung Strategie, Unternehmens- und Themenentwicklung und Leistungsbereitstellung (abberufen am 03.01.2023 mit Wirkung zum 01.01.2023),

Sven Geilich, Amt Wachsenburg OT Kirchheim- Diplom-Kaufmann - Verantwortungsbereich Finanzen, Personal und IT - Generalverantwortung Strategie, Unternehmens- und Themenentwicklung und Leistungsbereitstellung (abberufen am 03.01.2023 zum 01.01.2023).

Am 03.01.2023 mit Wirkung zum 01.01.2023 wurden als Geschäftsführer der IKOR GmbH bestellt:

Sebastian Herrgesell, Norderstedt - Wirtschaftsjurist, Verantwortungsbereich Finanzen, Leistungsbereitstellung und Personal und IT,

Sven Schlünzen, Sankt Augustin - Industriekaufmann, Verantwortungsbereich Vertrieb und Partner,

Thomas Weber, Solingen - Versicherungsfach- und Betriebswirt, Verantwortungsbereich Strategie, Unternehmens- und Themenentwicklung.

Für die Angabe der Organbezüge wurde von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mutterunternehmen der Gesellschaft

Alle Anteile werden von der X1F GmbH, Hamburg gehalten.

Diese gehört zu 100 % der X1F Holding GmbH, Hamburg.

 

Hamburg 09.03.2023

Sebastian Herrgesell

Sven Schlünzen

Thomas Weber

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 202.677,48 0,00 202.677,48
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 767.901,04 11.840,00 0,00 779.741,04
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 767.901,04 214.517,48 0,00 982.418,52
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.128.980,85 154.330,73 0,00 2.283.311,58
Summe Sachanlagen 2.128.980,85 154.330,73 0,00 2.283.311,58
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 2.387.711,92 115.866,70 1.530.495,12 973.083,50
2. Anteile an verbunden Unternehmen 723.320,20 7.350,60 521.294,00 209.376,80
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 134.211,21 0,00 31.965,76 102.245,45
Summe Finanzanlagen 3.245.243,33 123.217,30 2.083.754,88 1.284.705,75
Summe Anlagevermögen 6.142.125,22 492.065,51 2.083.754,88 4.550.435,85
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 20.267,75 0,00 20.267,75
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 670.251,23 30.562,98 0,00 700.814,21
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 670.251,23 50.830,73 0,00 721.081,96
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.463.192,17 268.396,29 0,00 1.731.588,46
Summe Sachanlagen 1.463.192,17 268.396,29 0,00 1.731.588,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbunden Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.860,96 0,00 0,00 27.860,96
Summe Finanzanlagen 27.860,96 0,00 0,00 27.860,96
Summe Anlagevermögen 2.161.304,36 319.227,02 0,00 2.480.531,38
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 182.409,73 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 78.926,83 97.649,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 261.336,56 97.649,81
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 551.723,12 665.788,68
Summe Sachanlagen 0,00 551.723,12 665.788,68
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 973.083,50 2.387.711,92
2. Anteile an verbunden Unternehmen 0,00 209.376,80 723.320,20
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 74.384,49 106.350,25
Summe Finanzanlagen 0,00 1.256.844,79 3.217.382,37
Summe Anlagevermögen 0,00 2.069.904,47 3.980.820,86

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisationsstruktur

Die IKOR-Gruppe ist ein mittelständischer Konzern, der auf dem Gebiet der Unternehmensberatung und der Softwareentwicklung tätig ist. Seit Mai 2020 ist sie Teil einer auf die umfassende IT-Betreuung von mittelständischen und institutionellen Kunden ausgerichteten Unternehmensgruppe, der X1F Holding GmbH. Im Bereich der Beratung unterstützt die IKOR-Gruppe ihre Kunden bei Prozess- und IT-optimierenden Vorhaben. Der Beratungsansatz zielt darauf, Informationen für unsere Kunden sichtbar, nutzbar und verwertbar zu machen und vor allem die Anschlussfähigkeit der Kunden sicher zu stellen.

Die IKOR GmbH ist das Mutterunternehmen der IKOR-Gruppe. Einziger Gesellschafter ist die X1F GmbH. Mittelbar beteiligt sind neben dem Mehrheitsgesellschafter Ufenau VI German Asset Light SLP weitere Partner aus dem Angestelltenkreis der IKOR Gruppe. Diese Partner bilden die wirtschaftliche und inhaltliche Basis des Unternehmens, in dem sie die Unternehmensführung stellen und darüber hinaus im Beratungsumfeld oder im Vertrieb aktiv sind.

Im Jahr 2022 wurden die Tochtergesellschaften IKOR Finsure GmbH und IKOR Assurance GmbH auf die Muttergesellschaft IKOR GmbH verschmolzen. Daraus resultierte ein Verschmelzungsgewinn in der IKOR GmbH in Höhe von 1.988.493,51 EUR. Hintergrund für die Verschmelzung war, dass seit dem Einstieg des Mehrheitsgesellschafters Ufenau VI German Asset Light SLP die IKOR GmbH 100% der Anteile übernommen hat und das Beratungsgeschäft vollständig in die IKOR GmbH integriert werden konnte.

Zusätzlich wurden im Jahr 2022 der Wechsel der Geschäftsführung vorbereitet, da die bisherigen Geschäftsführer Lars Ackermann und Sven Geilich verstärkt den Fokus auf das Geschäft in der Konzernmutter X1F GmbH legen mussten. Hieraus resultierte mit Wirkung zum 01.01.2023 der formale Wechsel auf die neuen Geschäftsführer Sebastian Herrgesell, Sven Schlünzen und Thomas Weber und das Ausscheiden der vorherigen Geschäftsführer für die IKOR GmbH.

Die IKOR Products GmbH unterstützt mit SAP®-nahen Produkten für Fragestellungen im Rechnungswesen und Zahlungsverkehr der Kunden. IKOR Polska und IKOR Development Center stellen als Nearshore-Center Entwicklungskapazitäten im Bereich der JAVA-orientierten Softwareentwicklung, sowie in der SAP-Entwicklung für die Beratungsprojekte zur Verfügung. IKOR Austria GmbH bündelt die Zahlungsverkehrsexpertise in der Gruppe und ist der Kontaktpunkt in den österreichischen Markt. Die beiden IKOR PX Gesellschaften in Großbritannien und Australien stehen für die PEGA orientierte Beratungskompetenz der Gruppe.

Die IKOR-Gruppe verfügt über neun Standorte. Neben Hamburg, dem Sitz der IKOR GmbH und der IKOR Products GmbH, befinden sich in Essen und Köln eine Niederlassung der IKOR GmbH, in Belgrad (Serbien) der Sitz der IKOR Development Center d.o.o., in Wien der Sitz der IKOR Austria GmbH, in Warschau und Breslau der Sitz der IKOR Polska sp. z o.o., in London der Sitz der IKOR PX Ltd und in Melbourne der Sitz der IKOR PX Pty Ltd.

Die Kunden der IKOR-Gruppe rekrutieren sich zu erheblichen Teilen aus dem Finanz- und dem öffentlichen Sektor, darüber hinaus sind themenspezifisch Konzentrationen auf Kunden im Industriesektor (Maschinenbau, Chemie, Telekommunikation, Einzelhandel) zu verzeichnen.

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt kurzfristig anhand von Key Performance Indikatoren, die für alle Teile des Unternehmens kurz nach Monatsabschluss zur Verfügung gestellt werden. Dies sind Umsatz, Ergebnis, Auslastung und Auftragseingang. In diesem Kontext ist auch das Risikomanagement angesiedelt, das durch aktives Erkennen von Risiken und frühzeitiges Setzen von Steuerungsimpulsen zur Mitigation der Risikoposition der IKOR führt. Darüber hinaus erfolgt eine Profit Center Rechnung auf Bereichsebene, die es ermöglicht, frühzeitig Abweichungen in der Umsatz- und Kostenstruktur zu erkennen und gegenzusteuern.

1.2 Forschung und Entwicklung

Für das Beratungsgeschäft spielt es eine entscheidende Rolle, Themen frühzeitig zu identifizieren, um auf diese vorbereitet zu sein. Dies sind Themen, die für die Kunden von Interesse werden können, zum Beispiel durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der allgemeinen Marktsituation und den Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung. Die Vorbereitung auf diese Themen und deren Erarbeiten muss weit vor dem Zeitraum der eigentlichen Beratung in diesem Bereich erfolgen, um die Kunden qualitativ hochwertig und zielorientiert unterstützen zu können.

IKOR wählt an dieser Stelle verschiedene Ansätze, die aufeinander aufbauen. Die erste Stufe bildet die Nutzung der wissenschaftlichen Kompetenz. Dazu arbeitet IKOR eng mit einigen Hochschulen und ausgewählten Lehrstühlen zusammen. Die Zusammenarbeit drückt sich im Halten von Vorlesungen und Seminaren, aber auch in der Vergabe von Forschungsaufträgen bzw. der gemeinsamen Arbeit an Forschungsprojekten aus. Dabei ist es entscheidend, den unverbauten Blick auf einzelne Themenbereiche zu erhalten. Diesen bieten Bachelor- oder Masterarbeiten, die mit Bezug auf spezielle Beratungsthemen mit Unterstützung von und für IKOR erstellt werden. Häufig ergibt sich daraus für die Studierenden, die die Arbeiten anfertigen, die Möglichkeit, nach Abschluss der Arbeiten in den IKOR-Mitarbeitendenstamm übernommen zu werden. Im Ergebnis hilft das wissenschaftliche Erarbeiten von Themen, zentrale Fragestellungen und Beratungsansätze zu identifizieren und darauf aufbauend zu entscheiden, ob eine anschließende Übernahme des Themas in das Angebotsportfolio von IKOR sinnvoll ist.

Die zweite Stufe umfasst die eigentliche interne Vorbereitung auf die konkret identifizierten Themen. Ein Beraterteam setzt sich mit der Ausgestaltung eines Themas auseinander. Hierbei entstehen Fallstudien und Whitepaper, die Basis für das konkrete Beratungsangebot von IKOR bilden.

Im Rahmen der Unternehmensentwicklung erfolgen zusätzliche F&E Aktivitäten, wie beispielsweise die Digitalisierung im Innendienst.

Der Gesamtaufwand für allgemeine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, der sich aus Personal- und Sachaufwand zusammensetzt, betrug im Jahr 2022 307 TEUR (2021: 798 TEUR). Zusätzlich ist ein Aufwand für die Erstellung eines immateriellen Wirtschaftsguts (der marktfähigen Software System Integration Plattform mit der Abkürzung SIP als open source Integrationslösung) in Höhe von 202.677,48 EUR entstanden, der im Geschäftsjahr 2022 erstmalig aktiviert wurde.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für IKOR relevant, da eine positive wirtschaftliche Entwicklung üblicherweise den Veränderungs- und somit Beratungsbedarf bei Kunden erhöht. Dies äußert sich neben den vielfältigen inhaltlichen Notwendigkeiten für die Weiterentwicklung des Geschäfts der Kunden auch darin, dass in diesem Fall die Key-Ressourcen der Kunden überwiegend mit der Sicherstellung des operativen Geschäfts ausgelastet sind, so dass zusätzliche Projekte oftmals nur mit verstärkter externer Unterstützung durchgeführt werden können.

Im Jahr 2022 gab es allgemeine Faktoren (Covid-19-Pandemie, Angriffskrieg gegen die Ukraine) und damit Auswirkungen auf eine erhöhte Jahresteuerungsrate, sowie einen negativen Geschäfts- klima-Index, die von IKOR nicht beeinflusst werden konnten. Es zeigte sich, dass allgemeine Faktoren nicht durchgehend und allgemeingültig einen proportionalen Einfluss auf die Entwicklung eines einzelnen Unternehmens haben. Für IKOR vor allem relevant war, dass bei Versicherungs- und Landesförderinstituten, sowie dem öffentlichen Sektor die Auswirkungen auf geplante Vorhaben minimal spürbar sind, da es sich weitestgehend um notwendige und größere Modernisierungsvorhaben handelt.

Spürbar ist die erhöhte Teuerungsrate im Jahr 2022, die sowohl bei den Ausgaben von IKOR selbst (Büro-Mieten, Strom, Mitarbeitenden-Benefits) als auch jeden Mitarbeitenden im privaten Umfeld betroffen hat. Insgesamt haben die allgemeinen Faktoren im Jahr 2022 lediglich einen geringen Anteil auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2022 gehabt und das Geschäft hat sich über das Jahr gesehen kontinuierlich entwickelt.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass im Jahr 2023 weitere Maßnahmen erforderlich werden, um die negativen Folgen der allgemeinen Faktoren zu mitigieren (bspw. Preiserhöhungen bei Kunden, Gehaltserhöhungen und weitere Benefits zur Bindung der Mitarbeitenden).

2.2 Geschäftsverlauf

Das erfolgreiche IKOR-Beratungsgeschäft spiegelt sich im positiven Ergebnis wider. Der Stand der Leistungserbringung hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau eingependelt. Durch gezielteres Kostencontrolling konnte aber ein besseres Betriebsergebnis erzielt werden. Dies lässt sich auf verschiedene Gründe zurückführen.

Die strategische Ausrichtung der IKOR als ein themenorientiertes Beratungshaus mit Schwerpunktsetzung auf finanzfachliche Themen, SAP- bzw. JAVA-Technologie und Integration bei den Kunden ist erfolgreich.

Die Eingliederung der Mitarbeitenden aus den verschmolzenen Unternehmen ist gelungen und trotz des "War for Talents" ist eine hohe Mitarbeiterbindung zu verzeichnen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 waren 210 Mitarbeitende in der IKOR GmbH beschäftigt, Ende 2021 waren es zusammen mit den auf die IKOR GmbH verschmolzenen Gesellschaften 207 Mitarbeitende.

Im Jahresverlauf ist zwischen der ersten und zweiten Jahreshälfte hinsichtlich der Ertragslage zu differenzieren: Im ersten Halbjahr gab es erhöhte Ausfallzeiten durch Krankheiten und eine geringere Auslastung im Bereich der Portaltechnologie, welche sich leicht negativ auf den Geschäftsverlauf auswirkten. Im zweiten Halbjahr haben mitigierende Maßnahmen (bspw. die Integration der Portaltechnologie in die Branchenbereiche) gegriffen, so dass diese sich positiv auf den Geschäftsverlauf auswirkten.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzentwicklung stellt sich rein die GuV-Positon betrachtend negativ dar, muss aber in Relation zu den Bestandveränderungen von -6.632 TEUR im Jahr 2021 gesehen werden, die nach erfolgreichem Abschluss eines Festpreisprojektes aufgelöst und realisiert werden konnten und ist daher als stabil zu betrachten. Per 31.12.2022 ergab sich ein Jahresumsatz von 37.013 TEUR (2021: 43.446 TEUR).

Im Vergleich der Geschäftsjahre 2022 und 2021 ergibt sich daraus eine bereinigte Umsatzsteigerung der IKOR GmbH von 0,54 %. Diese ausgewogene Entwicklung ist dadurch begründet, dass in 2022 deutlich höhere und direkte Umsätze in den jeweiligen IKOR Schwesterunternehmen generiert wurden und in neuen Geschäftsbereichen noch nicht auf dem Niveau der etablierten Bereiche Umsatz erzielt werden konnte.

Die sonstigen Erlöse exklusive des Verschmelzungsgewinnes betragen im Geschäftsjahr 2022 642 TEUR (2021: 451 TEUR). Die sonstigen Erlöse bewegen sich somit über Vorjahresniveau.

2.3.2 Aufwandslage

Die Betrachtung der Aufwandsseite zeigt eine Entwicklung, die mit der Umsatzstabilität einhergeht, betrachtet man die IKOR GmbH als verschmolzenes Unternehmen.

Der Personalaufwand ist von ca. 11.966 TEUR im Jahr 2021 auf 20.989 TEUR im Jahr 2022 (75,41%) gestiegen. Dies ist auf den wesentlichen Faktor zurück zu führen, dass durch die Verschmelzung der IKOR Assurance GmbH und IKOR Finsure GmbH alle Mitarbeitenden in die IKOR GmbH übernommen wurden. Im Beratungsgeschäft bildet weiterhin der Einsatz von Subunternehmern eine wesentliche Basis für die Erbringung des Geschäfts. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Geschäftsjahr 2022 auf 9.959 TEUR (2021: 21.288 TEUR) gesunken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der Verschmelzung mit der IKOR Finsure GmbH und der IKOR Assurance GmbH in dieser Position Aufwendungen für die Nutzung von Kapazitäten der deutschen Tochterfirmen nicht mehr enthalten sind. Der direkte Aufwand für Subunternehmer beläuft sich auf 3.944 TEUR und ist somit leicht über Vorjahresniveau. Die leichte Erhöhung ist durch Zukäufe externer Leistungen aus dem X1F-Konzern zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2022 aktiv begonnen haben und mit 245 TEUR zu beziffern sind. Dies war möglich, da zunehmend Leistungen durch interne Mitarbeitende erbracht werden konnten und somit der Zukauf auf dem hohen Niveau der Vorjahre nicht weiter erforderlich war.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich mit 4.734 TEUR (2021: 3.361 TEUR) über dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen mit der Verschmelzung zu tun hat. Das niedrige Niveau beruht weiterhin auf Kostenreduzierungen im Kontext der Pandemie (u.a. reduzierte Reisekosten), sowie Einsparungen beim Einkauf von Fremdleistungen (u.a. "War for Talents" führt zu reduzierten Personalbeschaffungskosten).

Die Abschreibungen (2022: 319 TEUR, 2021: 439 TEUR) sind leicht gesunken. Dies ist durch die Reduktion von größeren Investitionen begründet, welche in die Folgejahre verschoben wurden. Die Nutzungsdauern der Anlagen wurden ausgeschöpft. Grund für Anlagenzugänge waren vorrangig Investitionen in die Beschaffung von Equipment für neue Mitarbeitende.

Die Veränderung des Finanzergebnisses von 319 TEUR im Jahr 2021 auf 516,6 TEUR im Jahr 2022 erklärt sich im Wesentlichen aus der gegenüber dem Vorjahr ausgebauten Darlehensvergabe an die IKOR-Töchter und die X1F GmbH.

IKOR verzeichnete im gesamten Jahr 2022 eine sehr gute Auftragslage, durchschnittlich lag ein Auftragsvorlauf von etwa 3-4 Monaten vor.

Das Ergebnis der IKOR GmbH zeigt den Verschmelzungsgewinn berücksichtigend einen Gewinn vor Steuern in Höhe von ca. 4.361 TEUR (2021: 531 TEUR) - bereinigt um die Verschmelzung von 1.988 TEUR und somit mit einer bereinigten Umsatzrendite von 5,9 % (2021: ca. 2,8%). Das Ergebnis nach Steuern (2022: 4.183 TEUR, 2021: 530 TEUR) wird aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags vollständig an die X1F GmbH abgeführt, so dass der Jahresüberschuss 0 TEUR beträgt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass IKOR ein nachhaltiges Geschäftsmodell verfügt und auch im Geschäftsjahr 2022 ein sehr stabiles Ergebnis erwirtschaften konnte.

2.3.3 Personal und Kundenzufriedenheit

Das Geschäftsjahr 2022 brachte ein leichtes personelles Wachstum mit sich. Vor allem die zielgerichtete thematische Konzentration und die Bearbeitung neuer Geschäftsfelder erforderte eine marktorientierte Ausrichtung und den zielgerichteten Aufbau von Ressourcen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und auch in den unterstützenden Einheiten adäquate Kapazitäten für die Anforderungen der gesamten Gruppe vorzuhalten.

IKOR führt im Rahmen des internen Qualitätsmanagements regelmäßig eine nicht formalisierte Erhebung der Kundenzufriedenheit durch. Sie zeigt ein sehr gutes Feedback, das auch dadurch untermauert wird, dass IKOR auch im Geschäftsjahr 2022 keinen Bestandskunden verloren hat und bei bestimmten langjährigen Kunden das Geschäft ausbauen konnte. Für 2023 wird hier zusätzlich eine standardisierte Kundenbefragung durchgeführt.

2.3.4 Finanzlage

2.3.4.1 Kapitalstruktur

Die Finanzlage hat sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr in einigen Positionen verändert, was im Wesentlichen auf die Verschmelzung zurückzuführen ist. Durch die Eingliederung der Mitarbeitenden der IKOR Finsure GmbH und IKOR Assurance GmbH in die IKOR GmbH haben sich insbesondere die Personal-nahen Rückstellungen (u.a. für den variablen Bonusanteil, Pensionen) verändert. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der wesentlichen Positionen im Vergleich zwischen den Geschäftsjahren 2022 und 2021.

Das Eigenkapital der IKOR GmbH ist konstant geblieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der X1F GmbH vereinbart wurde.

Es besteht keine mittel- oder langfristige Fremdkapitalaufnahme per 31.12.2022.

Die Steuerrückstellungen resultieren noch aus dem Geschäftsjahr 2021.

Die Erhöhung der Pensionsrückstellung basiert auf einem finanzmathematischen Gutachten. Diese Rückstellung betrifft die betriebliche Altersvorsorge von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden der IKOR.

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen korreliert mit der Mitarbeitendenentwicklung und resultiert vor allem aus Steigerungen der variablen Gehaltsbestandteile, die direkt mit der Leistungserbringung der Mitarbeitenden zusammenhängt.

Die erhaltenen Anzahlungen zeigen Zahlungen für die noch Leistungen zu erbringen sind.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung ist auf die konsolidierte Sicht für den Einsatz von Subunternehmern aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaften auf die IKOR GmbH als Mutter zurückzuführen.

2.3.4.2 Investitionen

Das Beratungsgeschäft von IKOR ist grundsätzlich weniger investitionsintensiv. Die größten und wichtigsten Investitionen sind die Weiterentwicklung und Ausbildung der Mitarbeitenden, welche unter den Weiterbildungskosten ausgewiesen werden (2022 296 TEUR, im Vorjahr 212 TEUR - 236 TEUR inkl. der Finsure und Assurance GmbH).

2.3.4.3 Liquidität

Analog zur positiven Entwicklung bei der Finanzierung und der Ertragslage verzeichnet IKOR eine positive Liquiditätssituation.

Die IKOR GmbH hatte zum Bilanzstichtag einen Bestand von Guthaben bei Kreditinstituten von 4.890 TEUR (2021: 2.436 TEUR). Ein großer Teil der Veränderung ist auf die Zusammenführung der Konten im Rahmen der Verschmelzung und relativiert durch die Darlehensvergabe an die Tochterunternehmen zurückzuführen. Daneben hat sich auch der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich erhöht, so dass im Dezember mehr Liquiditätszufluss als im Vorjahr zu verzeichnen war.

Kennzahlenorientiert zeigt sich bei der Liquidität 1. Grades ein Verhältnis von ca. 57,34 %. Die Liquidität 2. Grades liegt bei 159,16 % und die Liquidität 3. Grades bei 189,39 %. Bei allen Kennzahlen ist zu beachten, dass IKOR über keinerlei langfristige Verbindlichkeiten neben den Pensionsrückstellungen verfügt und die Liquiditätssteuerung auf Konzernebene und nicht auf Ebene der Einzelunternehmen erfolgt.

2.3.5 Vermögenslage

Wesentliche Veränderungen in der Vermögenslage ergeben sich in den Positionen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Kassen- und Bankbestände. Zuzüglich der sonstigen Positionsveränderungen resultiert daraus eine Veränderung der Bilanzsumme auf 18.432 TEUR (2021: 16.337 TEUR).

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der wesentlichen Positionen im Vergleich.

Bilanzposition (Beträge in TEUR) 2022 2021 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 261 98 163
Sachanlagen 552 666 -114
Finanzanlagen 1.257 3.217 -1.960
Vorräte 19 27 -8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.440 5.484 956
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.397 4.072 325
Sonstige Vermögensgegenstände 406 189 217
Kassen- und Bankbestände 4.890 2.436 2.454
Rechnungsabgrenzungsposten 199 143 56

Die deutliche Veränderung bei den Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Geschäftsjahr 2021 die Umgliederung der Informationsfabrik GmbH innerhalb des X1F Konzerns erfolgte. Im Jahr 2022 erfolgte nachgelagert eine Teilzahlung auf den Kaufpreis durch die X1F GmbH an die IKOR GmbH.

Der Bestand von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und resultiert aus einem verhältnismäßig hohen Stand offener Posten zum Stichtag primär aus Vorabrechnungen und Fastclose-Aktivitäten im Kundenumfeld.

Der erhöhte Bankbestand ist im Wesentlichen durch die Kontenzusammenführung im Kontext der Verschmelzung der IKOR Assurance und IKOR Finsure GmbH auf die IKOR GmbH begründet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose

Im Geschäftsjahr 2023 gilt es für IKOR die Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 weiter auszubauen und in allen Unternehmenszweigen positive Ergebnisse zu erreichen. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2023 mit einer preisbereinigten Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von ca. 0,2% (Vorschau 2022: 1,9%). Die Geschäftsjahresplanung für 2023 berücksichtigt für die IKOR GmbH eine stabile Geschäftsfortsetzung, wobei besonderes Augenmerk auf die auftrags- und themenkonforme Ausweitung der Ressourcen sowie den Vertrieb als Basis der Umsatzerzielung gelegt werden muss. Der Wachstumsfokus in der IKOR Gruppe liegt auf dem Ausbau des direkten Geschäfts der Töchter im In- und Ausland.

Für die Zukunft ist bei hohem Chancenpotential auch eine Zunahme der Risikopositionen zu verzeichnen, so dass eine zwar positive, aber eventuell das Potenzial nicht ausschöpfende Geschäftsentwicklung zu erwarten ist. Die Planung 2023 sieht eine Fortsetzung des Ergebnisses vor Gewinnabführung aus dem Jahr 2022 in der IKOR GmbH vor. Daneben sind deutliche Ergebnissteigerungen in den Töchtern geplant, so dass das geplante Gruppenergebnis höher als 2022 ist. In der IKOR GmbH liegt der Fokus darauf maßvoll den Umsatz auszubauen, indem verstärkt interne Ressourcen eingesetzt werden und damit in den Projekten extern eingesetzte Mitarbeitende substitiuert werden. Gleichzeitig bedeutet dies eine Erhöhung der Personalkosten und des notwendigen Rekrutierungsaufwandes (insbesondere im Kontext des vorherrschenden "War for Talents"), welche in der Geschäftsjahresplanung mit validen Annahmen untermauert wurde.

3.2 Chancen

Die Chancen beruhen auf der guten Vertriebssituation im Beratungsgeschäft. Das Risikoinventar der Gruppe umfasst die Analyse der Risiken im Projekt- und Produktgeschäft, im Vertrieb sowie im Finanz- und Personalbereich.

Im Fokus des Geschäftsjahres 2023 steht der zielstrebige Ausbau des Geschäftes durch die Nutzung der dargestellten Chancen sowie die damit einhergehende Bestätigung und gruppenweiter Ausbau der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2022. Die vertrieblichen Aktivitäten im Beratungsgeschäft der IKOR sind mit einer hohen Erfolgsquote versehen. In diesem Bereich liegt eine große Stärke und Chance von IKOR, die es ermöglicht, auch in kritischeren Phasen mit erfolgreichem Vertrieb für die notwendige Auslastung zu sorgen. Der Geschäftsjahresplanung liegt eine Auslastungsquote von ca. 80% zu Grunde. Dies ist aufgrund des bereits zu Jahresbeginn 2023 bestehenden Auftragseingangs auch für das neue Geschäftsjahr realistisch, es sind jedoch weitere Vertriebsaktivitäten erforderlich.

Neben diesen Chancen, die aus dem Marktauftritt und dem Vertrieb der IKOR resultieren, zeichnet die IKOR eine weitere Stärke aus. Durch den Aufbau eines partnerschaftlichen und vertrauensvollen Verhältnisses bei (Neu-)Kunden gelingt es regelmäßig gemeinsam weitere Aufgaben anzugehen. Darüber hinaus sind mit Markt-relevanten Dienstleistern und Softwareanbietern Kooperationsverträge geschlossen worden, welche zu weiteren gemeinsamen Projekt- und Marktangängen führen sollen. Dies stellt eine sehr gute Basis für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 dar, da bei der überwiegenden Anzahl der Bestandskunden weitere erhebliche Projektbemühungen erkennbar sind.

Deutlich sichtbar sind die Vorteile die IKOR durch die Zusammenarbeit in der X1F Gruppe hat. Insbesondere die vertriebliche Zusammenarbeit und das Cross-Selling, sowie die Hebung von Synergien auch im Innendienst (bspw. Recruiting, Buchhaltung) haben sich zu einem positiven Faktor entwickelt und werden in 2023 weiter ausgebaut.

Neben diesen marktorientierten Chancen positioniert sich IKOR als ein attraktiver Arbeitgeber. Somit kann im Kontext der Ausweitung des Geschäftes den Mitarbeitenden eine attraktive Perspektive und den Kunden eine verlässliche Partnerschaft mit einer entsprechenden personellen Kontinuität geboten werden.

3.3 Risiken

Neben den genannten Chancen existieren mehrere Risiken, die jedoch mit wenigen Ausnahmen eher den normalen Verlauf des Geschäftes widerspiegeln.

Die zentralen Risiken 2023 sind gesamtwirtschaftlicher Natur. Nicht abschätzbar ist, inwiefern sich der Krieg in der Ukraine entwickelt und damit Auswirkungen auf das IKOR Geschäft hat. Nach der aktuellen Einschätzung wird sich das Risiko nicht auf das Geschäft von IKOR auswirken.

Unmittelbar betroffen ist IKOR durch die Inflation, da hierdurch die sonstigen betrieblichen Ausgaben für IKOR steigen werden. Zusätzlich werden auch die Forderungen der Mitarbeitenden nach einer Beteiligung von IKOR an den allgemeinen Teuerungsraten durch erhöhte Gehälter oder Ausgleichszahlungen spürbar. Hier gilt es dem Risiko durch geeignete Preisverhandlungen mit den Kunden zu begegnen, sowie für attraktive Programmen für die Mitarbeitenden weiterzuentwickeln, um die Bindung zu stärken und die Mitarbeitendenfluktuation auf einem Beratungshaus üblichen Niveau zu halten.

Darüber hinaus resultieren Geschäftsrisiken vor allem aus möglichen Misserfolgen im Vertrieb für bestimmte Kundensegmente. Diese können zu einer gegenüber der Planung verringerten Auslastung der Mitarbeitenden der Bereiche führen. Dem Risiko kann einerseits durch den Einsatz dieser Mitarbeitenden in anderen Kundensegmenten begegnet werden. Andererseits könnte eine solche Entwicklung auch zur Notwendigkeit einer weiteren Personalkonsolidierung führen. In Anbetracht der Umsatzchancen besteht ein weiteres Risiko im Kontext der Personalrekrutierung. IKOR hat einen hohen Bedarf an neuen Mitarbeitenden. Der Arbeitsmarkt ist aktuell sehr angespannt, so dass die notwendige Erhöhung der Kapazitäten schwierig und mit erheblichem Aufwand verbunden ist.

In der operativen Abwicklung des Geschäftes durch das Back-Office sind kaum Risiken zu verzeichnen. Die bekannten Risiken liegen dort im Bereich der Konzentration von Know-how auf einzelne Personen, deren Ausfall zumindest Verzögerungen im Ablauf mit sich bringen würde. Dem steht eine durchgehend gute Dokumentation der Abläufe gegenüber, so dass die Einarbeitung anderer Kollegen kurzfristig möglich ist.

 

Hamburg 09.03.2023

Sebastian Herrgesell

Sven Schlünzen

Thomas Weber

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IKOR GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IKOR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IKOR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 30. März 2023

WIR TREUHAND GmbH

Wilfried Duesing, Wirtschaftsprüfer

Jens Jensen, Wirtschaftsprüfer

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