Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
STi Grebenhain Display + Verpackung GmbHLiquidiert
36341 Lauterbach (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Bergner seit 25.7.2024 | Prokura |
Daniel Niklas Herting seit 12.4.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Reinshagen seit 11.3.2019 | Prokura |
Jakob Rinninger seit 12.1.2017 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STI Grebenhain Display + Verpackung GmbHGrebenhainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2018 bis 31.12.2018
ANHANG für das Geschäftsjahr 2018der STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, GrebenhainAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft: Firma: STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH Sitz: Grebenhain Registergericht: Amtsgericht Gießen, HRB 5565 Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Mit der alleinigen Gesellschafterin, der Gustav Stabernack GmbH in Lauterbach, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten, Fremdkapitalkosten sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes der Einzelbewertung nach der linearen bzw. degressiven Methode auf Basis der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird jahresbezogen auf die Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt und als Aufwand berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte nach folgenden Grundsätzen: Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Einstandspreisen oder mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Einstandspreise entsprechen den Rechnungspreisen, gegebenenfalls zuzüglich Inlandsfracht und sonstigen Nebenkosten. Die unfertigen Erzeugnisse sind nach der progressiven Methode zu Herstellungskosten bewertet worden. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. In den Fällen, in denen die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten und eines angemessenen Gewinnanteils niedriger lagen, kamen diese zum Ansatz (verlustfreie Bewertung). Bei den fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung auf Grundlage der Netto-Verkaufspreise, wobei zur Ermittlung der Herstellungskosten ein pauschaler Abschlag für Verwaltungsgemeinkosten, Vertriebskosten und Gewinn vorgenommen wurde. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert. Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3 HGB a.F. in Verbindung mit § 3 Zonenrandförderungsgesetz (ZRFG) wurde gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten und fortgeführt. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem und ausreichendem Umfang ab. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge in fremder Währung zugrunde liegen. Die Umrechnung der Fremdwährungsposten erfolgte mit den Mittelkursen am Buchungstag, Verluste aus Wechselkursänderungen wurden berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestanden zum Bilanzstichtag in so geringem Umfang, so dass § 256a Satz 2 HGB nicht beachtet wurde. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung der in der Bilanz zum 31.12.2018 zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 ist dem Anlagespiegel (Anlage III, Seite 7) zu entnehmen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in voller Höhe Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin Gustav Stabernack GmbH, Lauterbach. Innerhalb des Bilanzpostens "sonstige Vermögensgegenstände" ist u.a. gemäß § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB ein Betrag in Höhe von 31 T€ für noch ausstehende Lieferantenboni erfasst. Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich um Wertberichtigungen bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens nach § 3 Zonenrandförderungsgesetz (ZRFG). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber dem Schwesterunternehmen STI Cesko s.r.o. (245 T€). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ist dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage III, Seite 8) zu entnehmen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsätze gliedern sich wie folgt:
In den Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind als periodenfremde Erträge u.a. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (1 T€) und aus Stromsteuererstattungen (14 T€) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche und aperiodische Aufwendungen aus der Zuführung von Rückstellungen für die Erfüllung von behördlichen Auflagen zum Brand- und Unfallschutz in Höhe von insgesamt 105 T€ enthalten. Sonstige Angaben Die STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH ist als Gesamtschuldner in den Konsortialdarlehensvertrag vom 05. November 2014 mit der Gustav Stabernack GmbH als Darlehensnehmer und der Commerzbank AG als Arrangeur und Verwaltungsstelle eingebunden. Im Zuge dieses Vertrages wurden zur Darlehenssicherung verschiedene Sicherungsübereignungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Abtretungen von Forderungen und weiteren Rechten an das Bankenkonsortium durchgeführt. Das zur Verfügung stehende Darlehensvolumen besteht aus mehreren unterschiedlichen Tranchen und betrug per 31.12.2014 insgesamt T€ 42.775. Der Vertrag wurde in 2017 durch den 2. Änderungsvertrag aktualisiert, von den Volumina angepasst und mit einer einheitlichen Laufzeit über alle Tranchen hinweg bis 30. Juni 2021 versehen. Das Darlehen valutiert per 31.12.2018 mit einem Volumen in Höhe von T€ 30.585. Da alle vertraglichen Festlegungen eingehalten werden und allen Zins- und Tilgungsverpflichtungen durch die Gustav Stabernack GmbH regelmäßig nachgekommen wird, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Daneben hat die Gesellschaft überwiegend Leasingverträge für die Dienstfahrzeuge und Stapler abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Lagerräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesem Geschäft belaufen sich auf:
Risiken könnten sich durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge ergeben. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft nicht notwendigen Kapitalbindung bei der Beschaffung betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko, eine effektive Bewirtschaftung und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:
Im März des laufenden Geschäftsjahres hat die Gesellschafterin bekannt gegeben, dass ein Verkauf der gesamten STI Unternehmensgruppe beabsichtigt ist. Besondere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind derzeit nicht erkennbar. Angaben zu Organen der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2018: Herr Michael Apel, Neuenstein (bis 10.01.2018) (gesamtvertretungsberechtigt mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen) Herr Jakob Rinninger, Düsseldorf (gesamtvertretungsberechtigt mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen) Frau Andrea Wildies, Ahrensburg (gesamtvertretungsberechtigt mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen) Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ergebnisabführung Durch Gesellschafterbeschluss vom 18.12.2001 hat die Gesellschaft mit Wirkung vom 01.01.2001 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gustav Stabernack GmbH, Lauterbach geschlossen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.142.265,44 € ist aufgrund dieses Ergebnisabführungsvertrags von der Gustav Stabernack GmbH, Lauterbach zu übernehmen. Konzernzugehörigkeit Die STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Grebenhain ist ein Unternehmen der STI Group unter Führung der Wilhelm + Kristina Stabernack GmbH & Co. Handels- und Beteiligungs KG mit Sitz in Lauterbach/Hessen und wird in deren Konzernabschluss i.S. der §§ 290 ff. HGB einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger einsehbar.
Grebenhain, den 15. März 2019 STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH Jakob Rinninger Andrea Wildies Entwicklung des Anlagevermögens
Verbindlichkeiten
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Grebenhain Prüfungsurteile Ich habe den Jahresschluss der STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Grebenhain, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Grebenhain, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststelle.
Fulda, 15. März 2019 Dipl.- Bw. (FH) Martin Günther, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018der Firma STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, GrebenhainI. Grundlagen des Unternehmens I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der Gustav Stabernack GmbH und produziert am Standort Grebenhain kundenindividuelle Verpackungen und Displays. Die STI Group verfügt über ein breites Angebot von Waren und Dienstleistungen im Bereich der Verpackungs- und Displayherstellung und gehört zu den diversifizierten Unternehmen der Branche. Als Einzelauftragsfertiger entsprechen unsere Produkte stets den kundenindividuellen Wünschen und Anforderungen. Dabei verstehen wir uns als Full-Service Dienstleister, welcher bedingt durch ein breites Spektrum an technologischen Produktionsverfahren und Dienstleistungen in der Lage ist, seine Kunden erfolgreicher zu machen. Wir setzen uns dabei intensiv mit den Herausforderungen und projektspezifischen Anforderungen unserer Kunden auseinander und zählen viele der international beliebtesten Marken sowie führende Handelskonzerne und Agenturen zu unseren Kunden. Unsere Kreativität wird durch eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen und gewonnener Wettbewerbe dokumentiert. I.2 Forschung und Entwicklung lm Rahmen der Entwicklung und Herstellung von Verpackungen und POS- Anwendungen beraten wir unsere Kunden mit individuellen Teams, welche entsprechend der spezifischen Kundenbedürfnisse - von der Lebensmittelunbedenklichkeit über die Fälschungssicherheit bis hin zur Spielzeugverordnung etc. - zusammengestellt werden. Wir investieren einen größer werdenden Teil unseres Cash-Flows in die Methoden- und Fachkompetenzen unserer Mitarbeiter, um ganzheitliche und vom Kunden ausgehende Forschungs- und Entwicklungsansätze (z.B. Design-Thinking) zu fokussieren. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Im Jahr 2018 konnte die erfolgsverwöhnte deutsche Wirtschaft nicht an die prognostizierten Zuwachsraten des Vorjahres anknüpfen. Laut Statistischem Bundesamt konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr nur um 1,5% zulegen, nach jeweils 2,2% in den beiden Vorjahren und dem neunten Wachstumsjahr in Folge für Europas größte Volkswirtschaft. Diese Abschwächung der Wachstumsdynamik ist im Wesentlichen auf einen geringeren Anstieg des Exports von Waren und Dienstleistungen zurückzuführen. Während die Exporte in 2017 noch um 6,2% zulegten, so konnten diese in 2018 nur noch mit einem Wachstum von 3,0% gesteigert werden. Handelskonflikte, Probleme der für Deutschland so bedeutenden Automobilindustrie bei der Einführung der neuen Abgas- und Verbrauchsstandards (WLTP) belasteten das Exportgeschäft spürbar. Gestützt wurde die Konjunktur im vergangenen Jahr durch das Konsumverhalten der Verbraucher, gestiegene Investitionen vieler Unternehmen und die Konsumausgaben des Staates. Befürchtungen, Deutschland könnte Ende 2018 in eine sogenannte technische Rezession, welche sich durch eine sinkende Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen kennzeichnet, gerutscht sein, haben sich nicht bewahrheitet. So konnte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal gerade so ein Wachstum in Form einer schwarzen Null (0,02%) erzielen. Doch im Europavergleich bildet Deutschland zusammen mit Italien mit diesem Wert das Schlusslicht. Für 2019 erwarten Volkswirte eine Fortsetzung des seit nunmehr neun Jahren anhaltenden Aufschwungs in Deutschland, allerdings wird von einer weiteren Verlangsamung der Wachstumsdynamik ausgegangen. So erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nur noch einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,8%. Neben einer verlangsamten Grunddynamik der deutschen Wirtschaft führen die Wirtschaftsweisen vorübergehende Produktionsprobleme in der Automobil- und Chemieindustrie als mitverantwortlich auf. Die Gefahr einer Rezession wird angesichts einer, anders als in zurückliegenden Konjunkturabschwüngen, robusten deutschen Binnennachfrage nicht erwartet. Die Binnenkonjunktur wird im Wesentlichen durch eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen und das weiterhin niedrige Zinsniveau begünstigt. Die EU-Kommission geht für die 19 Staaten der Eurozone von einem Wachstum in Höhe von 1,3% aus, nachdem die Behörde noch im Herbst 2018 ein Wachstum von 1,9% prognostizierte. Grund für die Korrektur seien vor allem die geringeren Wachstumserwartungen für die großen Volkswirtschaften Deutschland, Italien und Frankreich. II.2 Umsatz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die STI Grebenhain Display + Verpackung GmbH, Grebenhain, einen Umsatz in Höhe von 44,7 Mio. € und lag damit um rund 3% über dem Vorjahreswert von 43,4 Mio. €. Die Gesamtleistung betrug im Betrachtungszeitraum 44,4 Mio. € im Vergleich zu 43,6 Mio. € im Vorjahr. Der Exportanteil, überwiegend in europäische Nachbarländer, verringerte sich von 23% in 2017 auf 19% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Materialaufwand stieg korrespondierend zur Leistungserbringung im Berichtszeitraum auf 23,9 Mio. € im Vergleich zu 23,5 Mio. € im Vorjahr, wobei sich die Materialaufwandsquote auf 53% (gemessen am Umsatz) leicht verringerte. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 825 T€ auf 13,7 Mio. €. Somit ergibt sich eine Personalkostenquote (Personalaufwand gemessen an der Produktionsleistung) von 30,9% in 2018 im Vergleich zu 29,7% im Vorjahr. Die Steigerung resultiert aus dem Auslaufen der seit 2015 gültigen Vereinbarung über den Verzicht auf Jahressonderzahlungen der Mitarbeiter. Die Abschreibungen fielen von 453 T€ auf 423 T€. Ebenso sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 11,6 Mio. € auf 11,2 Mio. €. Die Gesellschaft beschließt das Geschäftsjahr 2018 mit einem Verlust in Höhe von 4.142.265,44 € (Vorjahr 4.190.749,27) der von der Gustav Stabernack GmbH zu übernehmen ist. II.3 Investitionen und Produktion Die in 2017 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen in der Produktion wurden 2018 konsequent weiter fortgeführt. Dabei wurden investiv überwiegend Themen im Bereich der Optimierung des Workflow vorangetrieben, um Stillstände und Reparaturzeiten zu minimieren. Hier ist aktuell am schnellsten mit Produktivitätssteigerungen zu rechnen. Vorbereitungen für die brandschutzseitige, zukünftige Aufstellung des Werkes wurden 2018 getroffen. Ab 2019 werden diese bauseitigen Investitionen umgesetzt. Bereits im Januar 2019 wird mit der Erneuerung der Brandmeldeanlage als 1. Schritt begonnen. Für den Standort wurde ein zukunftsweisendes und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gestaltetes Brandschutzkonzept erarbeitet, welches beginnend ab dem Jahr 2018 sukzessive umgesetzt wird. In der Regel wurde in der Produktion - in Abhängigkeit der Auftragslage - im Dreischichtbetrieb gearbeitet. Die vereinbarte Arbeitszeitflexibilisierung war hierbei ein essentieller Bestandteil um auf kurzfristige Auslastungsschwankungen reagieren zu können. Das Qualitätsmanagement der STI Group wurde im Jahr 2017 neu strukturiert, um den stetig steigenden Anforderungen unserer Kunden besser gerecht werden zu können. So wurden die Aufgaben und Verantwortungsbereiche zwischen dem neu gebildeten Center-of-Excellence (CoE) und den Werken neu definiert, mit dem Ziel ein Höchstmaß an Qualität (Null-Fehler-Strategie) durch gruppenweiten Qualitätsstandards zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2009 wurde der Zertifizierungsmodus für das Regelwerk DIN EN ISO 9001 von einer Einzel- auf Matrixzertifizierung für die gesamte Unternehmensgruppe umgestellt. Ein Management-Systemaudit nach ISO 9001 konnte bereits im Vorjahr erfolgreich und ohne Abweichungen bestanden werden. II.4 Operative Excellenz Bereits seit mehreren Jahren arbeiten wir an unseren Produktionsstätten und in den administrativen Bereichen nach den Prinzipien des Lean-Managements. Ein fundierter Kenntnisstand sowie die Einhaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung bereits definierter Standards in Level 1 und 2 werden vorausgesetzt und regelmäßig nachgehalten. lm Jahr 2017 wurden gruppenweite Effizienzchecks durchgeführt, welche die Basis für alle Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Thema operative Exzellenz bilden. Diese Maßnahmen und Aktivitäten werden durch ein zentrales Center of Excellence (CoE) koordiniert und begleitet. In diesem Zuge, wurde im Unternehmen ein gruppenweites Shopfloor-Management etabliert und es konnten erhebliche Effizienzgewinne realisiert werden. Ein zentrales Element des Shopfloor-Managements, bildet dabei die im Jahr 2018 im Unternehmen implementiere Kennzahl GAE (Gesamt-Anlagen-Effizienz), welche in Echtzeit relevante Leistungsparameter visualisiert. II.5 Personalbereich Der statistische Stand der Entgeltempfänger der Gesellschaft belief sich im Durchschnitt des Jahres 2018 auf 276 (Vorjahr: 286) Mitarbeiter, berechnet als produktive Vollzeitkräfte. Absolut waren 320 (Vorjahr: 328) Mitarbeiter beschäftigt. Der für die Branche gültige Tarifvertrag sieht eine wöchentliche Regelarbeitszeit von 35 Stunden vor. Die Öffnungsklausel, die es gegen eine Beschäftigungsgarantie erlaubt u.a. die Wochenarbeitszeit auf maximal 38 Stunden ohne Entgeltausgleich zu erhöhen, wird aktuell in keinem Werk genutzt. Es wird in allen Werken in einer 35-Stunden-Woche gemäß dem Manteltarifvertrag der Branche gearbeitet. Mit dem Betriebsrat wurden jedoch, im Rahmen von Betriebsvereinbarungen, flexible Schicht- und Zeitkontenmodelle auf Basis der 35-Stunden-Woche vereinbart, so dass die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit den vom Markt immer mehr geforderten flexiblen und variablen Erfordernissen anpassen können. Im Werk wurde eine Befragung zur psychischen Gefährdung durchgeführt, welche auf den Grundlagen der BG ETEM basierten. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen Workshops durchgeführt werden, welche eine nachhaltige Verbesserung der spezifischen Arbeitssituation zum Ziel haben. Die Workshops resultierend aus der Befragung zur psychischen Gefährdung, sollen nach Start in 2018 in 2019 mit klaren Ergebnissen konsequent fortgeführt werden. Für das 2. Halbjahr sollen die Ergebnisse ausgerollt werden, um auch im kritischen Bereich der psychischen Belastungen Erleichterungen für die Mitarbeiter wirksam werden zu lassen. Die STI Group ist zudem Gründungsmitglied des Fördervereins Bildung, Wissenschaft und Forschung. In diesem Verein haben sich Unternehmen aus der Region Vogelsberg zusammengeschlossen, um die Region für junge Menschen attraktiver zu machen und in Lauterbach einen Hochschulstandort (Lauterbach Steinbeis Center of Management and Technology) zu etablieren. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir einen Bachelorabsolventen und beabsichtigen in 2019 einen Masterabsolventen im Rahmen dieses Programms auszubilden. Diese Form der Ausbildung ist integraler Bestandteil unserer Strategie zur operativen Exzellenz, einer stetig lernenden und sich kontinuierlich verbessernden Organisation. Unsere Bemühungen im Rahmen der klassischen Ausbildung setzen wir unvermindert fort. Angesichts des demographischen Wandels und eines damit verbundenen Rückgangs der Schüler- und Bewerberzahlen an den meisten Standorten der Gruppe, zeigen wir eine starke Präsenz auf den wichtigsten Ausbildungsmessen in der Region, um weiterhin erfolgreich Packmitteltechnologen, Medientechnologen Druck und kaufmännische Auszubildende für uns zu gewinnen. II.6 Materialwirtschaft Die Preise an den Beschaffungsmärkten für die Hauptrohstoffe Papier und Karton entwickelten sich in 2018 weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Preise für Papier haben im Geschäftsjahr 2017 einen extremen Anstieg im Bereich der frisch- und recyclingbasierten Materialien erfahren. lm Geschäftsjahr 2018 hat sich der Preisanstieg zwar etwas abgeschwächt, jedoch konnten die Hersteller die Preise weiterhin deutlich ausbauen. Die Preise für Karton haben sich im Geschäftsjahr 2018 signifikant, vor allem für Frischfaserqualitäten, erhöht. Die verarbeitete Menge konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, wobei die Kartonsorten etwas stärker zulegten als die Papiersorten. Die Transportkosten erfuhren in 2018 in der zweiten Hälfte des Jahres einen massiven Auftrieb, begründet durch die Verknappung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Um sicherzustellen, dass wir nicht über dem Marktpreisniveau liegen, führen wir regelmäßig Ausschreibungen durch. Gas und Strom konnten für Teile des Lieferjahres 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu nahezu identischen Kosten beschafft werden. Infolge einer geplanten Ausschreibung der gruppenweiten Papier- und Kartonbedarfe in 2019 und einer günstigen Dynamik an den Rohstoffmärkten erwarten wir signifikante positive Preiseffekte. Bezüglich der Transportkosten erwarten wir keine signifikante Preisreduktion und für Strom und Gas gehen wir von weiter steigenden Bezugspreisen aus. II.7 Vermögens- und Finanzlage
lm Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um 1,6% von 5,7 Mio. € auf 5,8 Mio. €. Das Verhältnis zwischen Anlage- und Umlaufvermögen hat sich im Berichtszeitraum zu Lasten des Anlagenvermögens verändert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist von 30% auf 25% gesunken. Durch die Konstanz des Eigenkapitals bei leicht gestiegener Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote leicht von 36,3% auf 35,7%. Entsprechend stieg der Anteil des Fremdkapitals.
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte im Vergleich zum Vorjahr moderat um 26 T€ auf 0,2 Mio. € gesteigert werden. Aus den Investitionsaktivitäten in 2018 resultierte ein Mittelabfluss in annähernd gleicher Höhe. Eine Veränderung des Cash-Flow durch Finanzierungstätigkeiten ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht entstanden. III. Ausblick III.1 Künftige Entwicklungen und Chancen Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Umsatz des Unternehmens gesteigert, allerdings die geplanten Ergebnisziele nicht erreicht werden. Die Unternehmensplanung der Gesellschaft geht für das laufende Geschäftsjahr 2019 von einer leichten Umsatzsteigerung auf rund 45,8 Mio. € bei einer gleichzeitigen schrittweisen Verbesserung des nach wie vor negativen operativen Ergebnisses aus. Nach den ersten 11 Wochen des Geschäftsjahres 2019 liegen die Auftragseingänge bei ca. 99% des Planwertes. Dabei ist die Erreichung unserer Ziele u.a. stark davon abhängig, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung bei unseren Großkunden im Jahr 2019 fortsetzt und inwieweit wir in der Lage sind, die erwarteten Personal-, Rohstoff- und Transportkostensteigerungen über eine Anpassung der Verkaufspreise an den Markt weiterzugeben. Generell gilt es zu konstatieren, dass der Markt nach wie vor durch eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet ist, welche auf einen branchenspezifischen Angebotsüberhang zurückzuführen ist. Auch im Jahr 2019 wollen wir die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden fortsetzen. Der Zweck unseres Unternehmens besteht darin, unsere Kunden erfolgreicher zu machen und gemeinsam mit Ihnen spezifische Lösungen für individuelle Problemstellungen bzw. Bedürfnisse zu erarbeiten. Um dieses Werteversprechen erfüllen zu können, richten wir sämtliche Prozesse im Unternehmen konsequent an den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden aus. Nachdem in 2017 bereits signifikante Effizienzgewinne realisiert werden konnten, wurde durch die Geschäftsführung in 2018 ein Innovation Lab gegründet, in welchem Mitarbeiter u.a. mit agilen Arbeitsmethoden und einem hohen Grad an Eigenverantwortung fokussiert an innovativen Prozessen und Geschäftsmodellen arbeiten und diese im Unternehmen implementieren. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aktivitäten fokussieren sich im Wesentlichen auf Aktivitäten im Zusammenhang mit der Auftragsgewinnung und Auftragsabwicklung. Das ebenfalls zentralisierte Center of Excellence (CoE) vereint und koordiniert sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Thema operative Exzellenz. Operative Exzellenz bedeutet Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen im Unternehmen so auszurichten, dass eine lernende und sich kontinuierlich verbessernde Organisation möglich wird. Durch die in diesem Zusammenhang erfolgte gruppenweite Einführung der Kennzahl GAE (Gesamt-Anlagen-Effizienz) und des zugehörigen Shopfloor-Managements konnten an allen Produktionsstandorten erhebliche und messbare Effizienzgewinne realisiert werden. Auf diesen Effizienzgewinnen bauen wir nun auf, um das System weiter zu etablieren und kontinuierliche Verbesserungen in unserem Produktionsprozess zu erzielen. Alle Prozesse werden mit einer konsequenten Fokussierung auf den Kundenerfolg geleitet und von unserer Vision - die Kunden mit einem einzigartigen Angebot noch erfolgreicher zu machen - gestaltet und implementiert. III.2 Risiken Die STI Group verfügt über ein integriertes Risikomanagementsystem, welches gewährleistet, dass vertretbare Risiken aktiv gesteuert und unangemessene Risiken vermieden werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weitere Maßnahmen implementiert, welche eine schnelle und übergreifende Identifikation von Risiken gewährleisten. Die identifizierten Risiken werden gemäß den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Bezüglich der operativen und übergreifenden Risikosteuerung wurden klare Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen definiert, die eine Risikosteuerung im Einklang mit der Gesamtunternehmensstrategie sicherstellen sollen. Das Risikomanagementsystem der STI Group wird durch einen Prozess für die Risikokontrolle, Abgleich der tatsächlichen Risikosituation mit dem bewerteten Risiko und durch eine Risikokommunikation, rechtzeitige Weiterleitung von relevanten Informationen an die Verantwortlichen, flankiert. Die Prognosen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und der übrigen Welt für das Jahr 2019 sind nach anfänglich sehr positiver Ausrichtung in den letzten Monaten peu à peu nach unten korrigiert worden. Eine wesentliche Abschwächung der Verbrauchernachfrage könnte negative Auswirkungen auf die weitere Unternehmensentwicklung nach sich ziehen. Als Unternehmen sind wir in hohem Maße von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten abhängig, da wir als nicht-integriertes Unternehmen, über keinen direkten Zugang zu den von uns benötigten Rohmaterialien verfügen. Für das Jahr 2019 erwarten wir eine leichte Entspannung der Lage an den zum Teil überhitzten Rohstoffmärkten, welche durch einen nachlassenden Preisdruck gekennzeichnet sein könnte. Allerdings sehen wir weiterhin Kapazitätsüberhänge in unserer Branche und eine damit einhergehende anhaltende hohe Wettbewerbsintensität. Durch die bereits realisierten Effizienzgewinne und die weiterhin fokussierte Fortführung unserer Initiativen, welche alle wesentlichen Unternehmensteile betreffen, sehen wir uns gut gerüstet, um den vor uns liegenden Herausforderungen zu begegnen. Die operative und strategische Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von einer leistungsfähigen und stabilen Informationstechnologie abhängig. Die stetige Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter, diverser Wartungsverträge und verschiedener technologischer Sicherungsmaßnahmen (Redundanzen) gewährleistet. Auch im Geschäftsjahr 2018 haben wir weiter in die Modernisierung und Sicherheit unserer Hardwarestruktur investiert. In unseren Werken verfügen wir über entsprechende Redundanzen für unsere wesentlichen Produktionsanlagen und Prozesse. Aufgrund einer weitgehend einheitlichen Infrastruktur sowie harmonisierten Prozessen sind wir in der Lage, Aufträge schnell zwischen den einzelnen Werken zu verlagern. Hierdurch ist es uns möglich flexibel auf Auslastungsspitzen oder Ausfälle zu reagieren. Das Werk Grebenhain verfügt über eine betriebliche Feuerwehr, welche regelmäßige Übungen mit der freiwilligen Feuerwehr Grebenhain praktiziert. Das von behördlicher Seite geforderte Brandschutzkonzept ist vollständig konzipiert und wird in Abstimmung mit den zuständigen Behörden - schrittweise und auf Basis einer Risikoevaluierung - in den nächsten Jahren umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir einen signifikanten Anteil des Umsatzes mit unseren TOP 10-Accounts erwirtschaftet. Der Verlust einer dieser Kunden hätte maßgebliche negative Auswirkungen auf unsere Beschäftigungs- und Ergebnissituation zur Folge. Für das Unternehmen ergeben sich keine nennenswerten Umweltrisiken, da die eingesetzten Rohstoffe keine - nicht vermeidbaren - Umweltgefahren mit sich bringen. Seit Jahren rücken wir die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in das Zentrum unseres unternehmerischen Handelns. In 2015 haben wir die Einführung der DIN-ISO-Norm 50001 erfolgreich abgeschlossen. Hierauf aufbauend werden wir künftig den Fokus verstärkt auf Energieeinsparmöglichkeiten legen. Personal- und Finanzierungsrisiken in unserer Gesellschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt weder absehbar noch zu erwarten. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt über einen seit 2014 laufenden Konsortialdarlehensvertrag. Im Rahmen dieser Finanzierung ist eine flexible Bereitstellung von Fremdmitteln zu wettbewerbsfähigen Konditionen sichergestellt. Im März dieses Jahres hat die Gesellschafterin bekannt gegeben, dass sie die Unternehmensgruppe verkaufen wird. Ziel ist es, einen starken Partner zu finden, welcher auf den jüngsten Erfolgen aufbaut und künftiges Wachstum fördert, sowie verantwortungsvoll im Sinne von Mitarbeitern und Kunden handelt. Bisher haben noch keine konkreten Verkaufsverhandlungen stattgefunden. Daher sind alle im Lagebericht getätigten Aussagen und Prognosen auf Basis der vom Beirat bestätigten Unternehmensplanung erstellt und haben weiterhin unverändert Gültigkeit.
Grebenhain, 15. März 2019 Die Geschäftsführung Angabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.05.2019 festgestellt. |
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