Liveo Research SFS Holding GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oxana Williams seit 28.12.2021 | Prokura |
Lars Metternich seit 28.12.2021 | Prokura |
Katja von Maydell seit 28.12.2021 | Prokura |
Markus Lehmann seit 28.12.2021 | Prokura |
Mark Schaefer seit 28.12.2021 | Prokura |
Andreas Josef Pfefferle seit 6.12.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Liveo Research AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Liveo Research GmbHStaufen im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Liveo Research GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Liveo Research GmbH, Staufen im Breisgau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Liveo Research GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weiter-gehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrecht-lichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Überein-stimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen-stehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br ., 31. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Bönner, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Vorbemerkung Die Liveo Research GmbH mit Sitz in Staufen im Breisgau ist beim Amtsgericht Freiburg unter der HRB 705686 eingetragen. II. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der Liveo Research GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (2 bis 5 Jahre) bewertet. Der im Rahmen der Verschmelzung zu Zeitwerten bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungs-kosten einbezogen. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt zwischen 20 bis 40 Jahren, die der technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 15 Jahren. Bei der EDV-Ausrüstung sowie der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 12 Jahren zugrunde gelegt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren auch in der Handelsbilanz angewandt. Der jährliche Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip mit den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen der Ermittlung der Anschaffungskosten im Allgemeinen gleitende Durchschnittspreise zugrunde. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des fertigungsbezogenen Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt, es wurde eine Wertberichtigung für die Bestände gebildet, bei denen die Bewertung zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten die zu erwartenden Verkaufserlöse übersteigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungen Mit dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Vj: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von 6,12 % (Vj: 6,12 %) alle drei Jahre zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,86 % (Vj: 0,93 %) p. a. unterstellt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumsleistungen erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und wurde gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen (projected unit credit method) auf der Basis eines Rechnungszinsfußes der vergangenen sieben Jahre von 1,75 % (Vj: 1,44 %) und einem Anwartschaftstrend von 2,75 % (Vj: 2,75 %) p. a. berechnet. Des Weiteren werden Fluktuations-wahrscheinlichkeiten der Mitarbeiter mit 6,02 % (Vj: 5,03 %) angesetzt. Wertpapiergebundene Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet. Bei den Wertpapieren, die ausschließlich der Erfüllung der mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen (Lebensarbeitszeitkonten) dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), handelt es sich um Fondsanteile. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere ergibt sich aus dem Rücknahmepreis der Fondsanteile. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HGB auch nicht realisierte Kursgewinne vereinnahmt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft ist jeweils zu 100,0 % an der Liveo Research PPI Holding GmbH, Bötzingen, sowie der Liveo Research SFS Holding GmbH, Staufen im Breisgau, beteiligt. Die Liveo Research PPI Holding GmbH, Bötzingen, weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 11,7 und einen Jahresgewinn von TEUR 0,2 die Liveo Research SFS Holding GmbH, Staufen im Breisgau, ein Eigenkapital von TEUR 12,9 und einen Jahresverlust von TEUR 1,4 aus. Eine weitere Beteiligung besteht an der Liveo Research PPI GmbH & Co. KG, Bötzingen, an der die Gesellschaft zu 99.998% als Komplementärin beteiligt ist. Zum 30. Juni 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TEUR 11.185 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.456 aus. Außerdem besteht eine Beteiligung als Komplementärin an der Liveo Research SFS GmbH & Co. KG, Staufen im Breisgau, zu 99.998%. Zum 30. Juni 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TEUR 19.422 und einen Jahresüberschuss von TEUR 957 aus. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter (Komplementär) der Liveo Research PPI GmbH und Co. KG, Bötzingen, sowie der Liveo Research SFS GmbH & Co. KG, Staufen im Breisgau. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Die Ausleihungen sind in voller Höhe langfristig. Vorräte Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt durch die Liveo Research AG, Basel, Schweiz. Monatlich werden die verbrauchten Mengen an unsere Gesellschaft belastet. Als Sekundär-Rohstoff hat die Liveo Research GmbH lediglich wiederverwendbare Abfälle im eigenen Vorratsvermögen. Die unfertigen Erzeugnisse beinhalten Folien, die sich zum Abschlussstichtag noch im Fertigungsprozess befanden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Vorjahr war in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Forderungsmindernde Abgrenzungsbuchung in Höhe von TEUR 914 enthalten, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betraf. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter (verbundene Unternehmen) in Höhe von TEUR 20.789 (Vj: TEUR 9.514) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash- Pooling TEUR 17.279 (Vj: TEUR 5.485), aus der Weiterbelastung von Lieferantenboni TEUR 1.546 (Vj: TEUR 783) und aus der Abtretung der Umsatzsteuer an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.205 (Vj: TEUR 1.058). Des Weiteren beinhalten die Forderungen gegen Gesellschafter Forderungen aus dem True up aus dem Einkauf von Rohstoffen in Höhe von TEUR 290 (Vj: TEUR 1.213), Forderungen aus Warenlieferungen in Höhe von TEUR 38 (Vj: TEUR 8), Forderungen aus der Weiterbelastung von Kosten in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 968) und Forderungen aus der Belastung von Zinsen in Höhe von TEUR 431 (Vj: TEUR 0). Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.811 (Vj: TEUR 4.722) bestehen aus Forderungen aufgrund Warenlieferungen in Höhe von TEUR 1.409 (Vj: TEUR 2.307), aus Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft TEUR 0 (Vj: TEUR 868), aus der Belastung von Zinsen in Höhe von TEUR 157 (Vj: TEUR 103), aus Weiterbelastungen von Kosten in Höhe von TEUR 2.929 (Vj: TEUR 1.128) und aus Mieten in Höhe von TEUR 316 (Vj: TEUR 316). Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern stehen im Zusammenhang mit den folgenden Sachverhalten.
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,5 % (Vj: 27,5 %) zugrunde gelegt. Es bestehen keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die aktive latente Steuern zu berücksichtigen wären. Es besteht zudem kein Zinsvortrag gemäß § 4h des Einkommensteuergesetzes in Verbindung mit § 8a des Körperschaftsteuergesetzes, für den aktive latente Steueransprüche zu berücksichtigen wären. Gezeichnetes Kapital Alleiniger Gesellschafter zum Bilanzstichtag ist die Liveo Research AG, Basel, Schweiz. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.754 resultiert aus der Verschmelzung mit der Liveo Germany Holding GmbH zum 1. Januar 2021. Zu diesem Zeitpunkt wurde das vorhandene Eigenkapital der Gesellschaft in die Kapitalrücklage eingestellt. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.155 und dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 24.619 zusammen. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) beträgt TEUR 143, für den eine grundsätzliche Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.391 (Vj: TEUR 7.913) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Umsatzbonus TEUR 3.711 (Vj: TEUR 3.511), Frachten und Lagerkosten TEUR 830 (Vj: TEUR 1.069), Mitarbeiterboni TEUR 1.298 (Vj: TEUR 1.021), Reklamationen TEUR 16 (Vj: TEUR 406), Provisionszahlungen TEUR 244 (Vj: TEUR 564), Rechts- und Beratungskosten TEUR 702 (Vj: TEUR 201), Urlaub- und Gleitzeitguthaben TEUR 487 (Vj: TEUR 436) und Jubiläum TEUR 308 (Vj: TEUR 292). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Aus zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen ergab sich keine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Verbindlichkeiten Das unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter ausgewiesene Darlehen von der Liveo Research AG, Basel, Schweiz, in Höhe von TEUR 112.396 (Vj: TEUR 119.396) hat wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben analog Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 140.109 (Vj: TEUR 150.952) beinhalten langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 112.396 (Vj: TEUR 119.396), Verbindlichkeiten aus dem Rohstoffeinkauf TEUR 26.152 (Vj: TEUR 30.238), Weiterbelastung von Zinsen TEUR 1.497 (Vj: TEUR 909), Weiterbelastung von Management-Umlagen TEUR 8 (Vj: TEUR 269) und die Weiterbelastung von IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 56 (Vj: TEUR 140). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.589 (Vj: TEUR 21.505) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus der Lohnfertigung in Höhe von TEUR 28.054 (Vj: TEUR 20.616), aus der Weiterbelastung von Kosten TEUR 182 (Vj: TEUR 14) aus Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft TEUR 436 (Vj: TEUR 111) und aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.918 (Vj: TEUR 764). Der Posten sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 205 (Vj: TEUR 307). Im aktuellen Geschäftsjahr bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern stehen im Zusammenhang mit den folgenden Sachverhalten.
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,5 % (Vj: 27,5 %) zugrunde gelegt. Entwicklung latenter Steuersalden Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.586 (Vj: TEUR 4.506) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.528 (Vj: TEUR 3.347) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.356 (Vj: TEUR 3.263) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 172 (Vj: TEUR 84). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung i. S. d. § 277 Abs. 5 HGB von TEUR 633 (Vj: TEUR 1.085) enthalten. Personalaufwand Der Posten Personalaufwand in Höhe von TEUR 15.822 (Vj: TEUR 13.429) beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 140 (Vj: TEUR 495). Weiterhin sind einmalige außergewöhnliche Aufwendungen für Personalmaßnahmen in Höhe von TEUR 740 (Vj: TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsausfällen in Höhe von TEUR 152 (Vj: TEUR 178) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. S. d. § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 748 (Vj: TEUR 1.048). Erträge aus Beteiligungen Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Erträge aus Beteiligungen angefallen (Vj: TEUR 27). Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens In dieser Position sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 941 (Vj: TEUR 620) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 860 (Vj: TEUR 205) betreffen in Höhe von TEUR 820 Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (Vj: TEUR 158). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.650 (Vj: TEUR 5.680) enthält einen Betrag in Höhe von TEUR 126 (Vj: TEUR 400) für die Aufzinsung von Rückstellungen i. S. d. § 277 Abs. 5 HGB. Des Weiteren sind darin Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.817 (Vj: TEUR 4.766) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 25 (Vj: TEUR 1.560) enthalten In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.978 (Vj: Steueraufwand TEUR 10.513) aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern enthalten. VII. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Beschaffung liquider Mittel werden Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft; zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von TEUR 38.455 (Vj: TEUR 40.105) verkauft, wovon TEUR 35.245 (Vj: TEUR 36.895) noch nicht fällig waren. Der Vorteil liegt in einer verbesserten Liquiditätsplanung; ein höheres Risiko ergibt sich daraus nicht. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich neben einem Bestellobligo um Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Leasingverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben.
Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, um die Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum verteilen zu können. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Die Miet- und Leasingverträge haben eine Restlaufzeit von einem bis zu vier Jahren. Das Bestellobligo umfasst fest abgeschlossene Bestellungen für Investitionen in das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 433 (Vj: TEUR 70). Weitere außerbilanzielle Geschäfte sowie weitere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten lagen am Abschlussstichtag nicht vor. Haftungsverhältnisse Für die Konzernfinanzierung auf Ebene der Gesellschafterin Liveo Research AG, Basel, Schweiz, sind Bankkonten in Höhe von TEUR 3.670 (Vj: TEUR 1.330) der Gesellschaft an die kreditgebenden Banken verpfändet. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt, da durch die Geschäftsentwicklung die Liquidität der Liveo-Gruppe nicht gefährdet ist. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtszeitraum beschäftigt in:
Außerdem waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Herr Andreas Pfefferle, Ehrenkirchen - Industriekaufmann, Geschäftsführer Business Unit Pharma Herr Thomas Piwowarsky, Vörstetten - Betriebswirt (VWA), Geschäftsführer Business Unit Specialties Die Geschäftsführer sind gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen vertretungsbefugt. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Bezüge Für frühere Organmitglieder ist zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für Anwartschaften auf Pensionsleistungen in Höhe von TEUR 1.484 gebildet. Konzernabschluss Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der Liveo Research Holding AG, Basel, Schweiz, in deren Konzernabschluss sie nach den Vorschriften der IFRS einbezogen wird. Die Anteile der Liveo Research GmbH, Staufen im Breisgau, werden mittelbar von der obersten Muttergesellschaft, der LG GP Holding IV LLC, USA, gehalten. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Liveo Research Holding AG, Basel, Schweiz, zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft erstellt; dieser ist im Unternehmensregister erhältlich. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn, bestehend aus Gewinnvortrag in Höhe von EUR 24.618.973,58 sowie Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.155.061,60 auf neue Rechnung vorzutragen.
Staufen i. Br., 28. Mai 2024 Liveo Research GmbH Thomas Piwowarsky Andreas Pfefferle Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Liveo Research GmbH ist ein Hersteller von Materialien für Primärverpackungen in der Pharma- und Medizinindustrie sowie für Spezialanwendungen wie Schrumpfetiketten. Neben Verpackungsmaterialien bietet das Unternehmen seinen Kunden auch Dienstleistungen - wie bspw. "LiveoOptima" - mit dem Ziel an, Kunden bei einer schnelleren und gleichzeitig sicheren Markteinführung ihrer Pharma-Produkte dabei zu unterstützten, die besten und nachhaltigsten Verpackungslösungen zu finden. Die Produktion erfolgt bei den Tochtergesellschaften (Liveo Research SFS GmbH & Co KG sowie Liveo Research PPI GmbH & Co KG) an den Standorten in Staufen und Bötzingen. Es bestehen Lohnfertigungsverträge mit beiden genannten Tochtergesellschaften und mit der Verpflichtung die Vertragsprodukte an den jeweiligen Standorten (Staufen und Bötzingen) zu fertigen und die Liveo Research GmbH zu beliefern. Des Weiteren wurden Geschäftsbesorgungsverträge im Hinblick auf Dienst- und Assistenzleistungen unter anderem in den Unternehmensbereichen Finanzen, Controlling, Personal, Arbeitssicherheit, Umweltschutz etc. mit den beiden KGs abgeschlossen. Die zur Herstellung der Vertragsprodukte benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden seitens der Gesellschaft beigestellt. Die zentrale Beschaffung der Rohmaterialien für die deutschen Gesellschaften erfolgt seit dem 6. Juni 2011 ausschließlich über die Liveo Research AG, Basel, Schweiz. Die monatliche Abrechnung geschieht auf Basis der Verbrauchsmenge des jeweiligen Monats. Die Rohstoffversorgung war trotz der wesentlichen Verwerfungen auf den weltweiten Rohwarenmärkten, einem teilweise knappen Angebot und stark gestiegenen Kosten jederzeit gewährleistet. Die Rohstoffpreise lagen auch nach der weiter abgeflauten COVID-19 Situation des Vorjahres sowie insbesondere aufgrund des weiter anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie weiteren weltpolitisch angespannten Situationen in Nahost weiterhin auf einem hohen Niveau. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wurde ein leichter Rückgang der Preise registriert. 2. Forschung und Entwicklung Die Muttergesellschaft Liveo Research AG, Basel, Schweiz trägt die grundsätzliche Verantwortung für die globalen Tätigkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich neuer Produkte (Kunststoffe) und Verarbeitungstechniken. Als Full-Service-Lösungsanbieter bietet die Liveo Research GmbH ihren Kunden eine breite Palette an Filmen und Analysediensten an. Mit unserer kundenindividuellen Entwicklungsarbeit strebt die Gesellschaft nach einer kontinuierlichen Verbesserung bestehender Rezepturen und Prozesse, in enger Verzahnung mit den Erwartungen der Kunden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft war im Jahr 2023 wie auch im Vorjahr von getrübten Wachstumsperspektiven und verstärkten Risiken geprägt. Der fortgeführte russische Angriffskrieg gegen die Ukraine trieb auch weiterhin die Inflation, dämpfte in allen Regionen das Wachstum, bremste die Entwicklung und störte immer wiederkehrend und punktuell die Lieferketten. Das Jahr 2023 begann in Europa zunächst besser als von einigen Experten aufgrund der Energieverknappung befürchtet. Aufgrund des milden Winters, funktionierender Versorgungswege, Einsparungen im Energieverbrauch auf Haushalts- und Industrieebene und Produktionsrückgängen im energieintensiven Wirtschaftsbereich konnten Energieengpässe vermieden werden. Im Laufe des Jahres 2023 wurden die Auswirkungen der nachlassenden globalen Konjunktur spürbar. Die zunehmenden geopolitischen Verwerfungen und die dadurch verursachten Verunsicherungen und Handelsverzerrungen sowie die anhaltend hohen Inflationsrate bremsten weltweit die Investitions- und Konsumneigung. Die hohe Inflation haben zu einer geldpolitischen Straffung geführt; sowohl in Europa als auch in anderen wesentlichen globalen Volkswirtschaften. Von der Jahresmitte 2022 bis Herbst 2023 stiegen die Zentralbankzinsen im Euroraum in zehn Schritten von 0,5 % auf 4,5 % an. Dies verteuerte die konsumbezogene Kreditaufnahme, erhöhte die Sparanreize. Dadurch wurde die Konsumdynamik zusätzlich abgebremst. Auch und insbesondere in der Bauwirtschaft wurde im Jahresverlauf 2023 ein starker Nachfragerückgang verzeichnet. Vor allem im Wohnungsbau sind Aufträge und Baugenehmigungen um rund ein Drittel eingebrochen. Die dargelegten Belastungsfaktoren führten im Jahr 2023 zu kaum einer Bewegung in der deutschen Volkswirtschaft. Die rezessiv sich bewegende Bau- und Industrieproduktion wurde zum Teil durch die schwach expandierende Dienstleistungsökonomie aufgefangen. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufgrund des krisengeprägten gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Das Institut der deutschen Wirtschaft geht auch für 2024 von einer Schrumpfung aus. Nach jüngsten Prognosen wird ein Rückgang um 0,5 % für das Jahr 2024 erwartet. Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hatte im Jahr 2023 mit einer deutlichen Eintrübung zu kämpfen. Deutliche Umsatzrückgänge waren zu verzeichnen, die jedoch teilweise auch auf gegenüber dem Vorjahr veränderte Rohwarenpreise zurückzuführen waren. In den ersten 6 Monaten des Jahres 2023 ging der Umsatz um fast 5 % nach unten; im Bereich der Verpackungsmittel aus Kunststoff sogar um ca. 6 %. Auch der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts beurteilt das Geschäftsklima weiterhin deutlich als negativ. Für 2024 wird eine Seitwärtsbewegung in der Entwicklung erwartet. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als zufriedenstellend für die Liveo Research GmbH. Allerdings ist das Ergebnis deutlich zweigeteilt ausgefallen. Im Bereich der Spezialanwendungen wie Schrumpfetiketten liegt das Ergebnis aufgrund von deutlichen Mengenreduktionen gegenüber dem Vorjahr hinter den Erwartungen zurück. Entsprechend wurden in diesem Bereich zum Geschäftsjahresende Maßnahmen zur Kostenreduktion getroffen und mit der Umsetzung begonnen. Anders stellte sich die Lage im Bereich der Verpackung für Produkte der Pharma- und Medical Industrie dar. Der Umsatz konnte mit zweistelligen Raten gesteigert werden. Viele Pharmakunden bauten aufgrund drohender Lieferengpässe Sicherheitsbestände bei zahlreichen Rohmaterialien auf und bestellten auch Verpackungsfolien im Voraus. Das Ergebnis konnte daher in diesem Bereich deutlich gesteigert werden. Trotz des schwierigen Marktumfeldes und der weiterhin bestehenden Herausforderungen durch Kostensteigerungen, Versorgungsunterbrechungen, punktuellen Rohstoffmangeln sowie geopolitischen Anspannungen wurde das gesetzte Ziel (Budget) erreicht. a) Produktion Im Bereich der Produktion von Verpackungen für die Pharma- und Medical Industrie liefen die Anlagen aufgrund der hohen Nachfrage an der Kapazitätsgrenze. Es wurden Investitionen in den Ausbau der Schneidkapazitäten sowie in die weitere Automatisierung der Anlagen getätigt. Alle Prozesse unterliegen dem ISO 9001 Qualitätssicherungsstandards. Für die pharmazeutischen Verpackungen wird zusätzlich die ISO 15378 Norm erfüllt, die besondere Anforderungen für ISO 9001 entsprechend den GMP-Normen (Good Manufacturing Practice) enthält. Beide Werke wurden im März 2018 nach ISO FSSC 22000 (Food Safety System Certification) zertifiziert. Des Weiteren sind beide Werke EMAS (Eco- Management and Audit Scheme) zertifiziert. Zu erwähnen ist weiterhin die Zertifizierung des Werkes in Bötzingen mit dem "Ecovadis" Rating der Kategorie "Gold" b) Personal Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Liveo Research GmbH 140 (Vorjahr: 129) Mitarbeiter (davon 2 (Vorjahr: 4) Auszubildende) an den Standorten Staufen und Bötzingen. Ertragslage
Das EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt mit ca. 3,9 % deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,1 %) und ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsätze und gesunkene Rohwarenkosten zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung lag insgesamt zwar unter unseren Erwartungen, durch die verbesserte Materialaufwandsquote hat sich das EBIT auf Mio. 13,0 EUR deutlich verbessert. Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung des EBIT um 20 % wurde daher übertroffen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung liegt bei 76,1 % (Vorjahr: 81,4 %). Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass im Jahresverlauf 2023 die Rohwarenkosten gesunken und die Verkaufspreise stets im Einklang mit den Rohwarenkosten gesteuert worden sind. Der Personalaufwand liegt bezogen auf die Gesamtleistung bei 4,7 % (Vorjahr: 4,0 %). Die Abweichung zum Vorjahr ist durch einmalige Personalmaßnahmen am Standort in Staufen begründet. Die Abschreibungen bezogen auf die Gesamtleistung liegen bei 4,7 % (Vorjahr: 5,1 %). Das sonstige Ergebnis, welches sich aus den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzt, liegt bezogen auf die Gesamtleistung bei 10,6 % (Vorjahr: 9,4 %). Der Anstieg ist auf die im Vergleich zum Vorjahr geringeren periodenfremden Erträge sowie gestiegene Beratungsleistungen zurückzuführen Das Finanzergebnis beinhaltet in Höhe von Mio. 6,8 EUR (Vorjahr: Mio. 4,8 EUR) Zinsaufwendungen aus Intercompany Darlehensverträgen, Mio. 0,1 EUR (Vorjahr: Mio. 0,4 EUR) aus Zinsaufwand aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen, Mio. 1,7 EUR (Vorjahr: Mio. 0,4 EUR) aus dem Zinsaufwand aus Factoring, Mio. 0,9 EUR (Vorjahr: Mio. 0,6 EUR) aus den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse sind von Mio. 329,2 EUR auf Mio. 332,5 EUR gestiegen. Der Umsatz in dem Geschäftsfelder Pharmaverpackungsfolien lag über den Planwerten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Dieses wurde im Wesentlichen durch eine deutlich über den Planungen liegende Nachfrage erreicht. Der Geschäftsbereich der Schrumpffolien hat hingegen im Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Nachfragerückgang verzeichnen müssen. Wesentlicher Treiber dabei sind die teureren Produktionsbedingungen in Europa. Entsprechend wurde zum Jahresende 2023 ein Sozialplan für den Standort Staufen vereinbart, der bis in die erste Jahreshälfte 2024 umgesetzt werden wird. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Im Pharmabereich sind die Auftragsbestände wieder auf durchschnittliches Normalmaß der Vorjahre zurückgegangen. Im Schrumpffolienbereich sehen wir Erholungstendenzen. 3. Vermögenslage In der folgenden Darstellung wird die Vermögensstruktur dargestellt.
Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von Mio. 15,8 EUR (Vorjahr: Mio. 16,7 EUR), sowie Investitionen in Sachanlagen in Höhe von Mio. 2,9 EUR (Vorjahr: Mio. 5,7 EUR). Die Anlagenintensität (Anlagevermögen ohne Finanzanlagen bezogen auf das Gesamtvermögen) ist mit 50,2 % (Vorjahr: 54,7 %) rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (inklusive Forderungen gegen Gesellschafter) bestehen zum Stichtag in Höhe von Mio. 25,6 EUR (Vorjahr: Mio. 14,2 EUR). Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. 17,3 EUR (Vorjahr: Mio. 5,5 EUR), welche den Cash-Pool betreffen. Der Anstieg ist somit im Wesentlichen auf die Zuführung der freien flüssigen Mittel in den Cash-Pool, die im Geschäftsjahr erwirtschaftet werden konnten, zurückzuführen. Die flüssigen Mittel sind stichtagsbezogen auf Mio. 4,8 EUR (Vorjahr: Mio. 2,5 EUR) angestiegen. Überschüssige Beträge werden im Rahmen der Cash-Pool Verträge der Liveo Research Gruppe zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft verfügt über eine Eigenkapitalquote von 11,3 % (Vorjahr: 10,1 %). Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von Mio. 12,3 EUR (Vorjahr: Mio. 12,6 EUR), Steuerrückstellungen in Höhe von Mio. 5,7 EUR (Vorjahr: Mio. 4,5 EUR) sowie sonstige Rückstellungen Mio. 9,4 EUR (Vorjahr: Mio. 8,0 EUR). Aufgrund der geplanten Umstrukturierung am Standort Staufen und dem damit einhergehendem Sozialplan sowie den umsatzabhängigen Rückstellungen haben sich die sonstigen Rückstellungen erhöht. Die Verbindlichkeiten/sonstige Passiva betreffen im Wesentlichen das langfristige Darlehen gegenüber der Liveo Research AG, Basel, Schweiz, in Höhe von Mio. 112,4 EUR (Vorjahr: Mio. 119,4 EUR). Weitere Verbindlichkeiten bestehen aus der Rohstoffbeschaffung über die Liveo Research AG in Höhe von Mio. 26,2 EUR (Vorjahr: Mio. 30,2 EUR) und der Lohnfertigung der SFS KG und der PPI KG in Höhe von Mio. 28,1 EUR (Vorjahr: Mio. 20,6 EUR). Der Anteil der externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen ist von Mio. 10,4 EUR auf Mio. 9,6 EUR gesunken. Des Weiteren beinhaltet sind passive latente Steuern in Höhe von Mio. 30,8 EUR (Vorjahr: Mio. 34,9 EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts aufgrund von planmäßiger Abschreibung. 4. Finanzlage a) Kapitalstruktur Das langfristige Vermögen der Gesellschaft ist zu 79,5 % (Vorjahr 76,1 %) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert. Die restliche Finanzierung wird über ein Cash-Pooling bereitgestellt, dessen Verzinsung von der Entwicklung des EURIBOR Zinssatz abhängig ist. b) Investitionen Im Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 gab es Investitionen über Mio. 3,4 EUR (Vorjahr: Mio. 5,7 EUR). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Erweiterung von Gebäuden. Die Finanzierung erfolgte über das gruppenweite Cash- Pooling. c) Liquidität Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Cashflow nach Investitionstätigkeit i. e. S. (Jahresergebnis zuzüglich Veränderung langfristiger Rückstellungen sowie der Abschreibungen) von Mio. 18,7 EUR (Vorjahr: Mio. 21,1 EUR) erwirtschaftet. Die Gesellschaft ist aus Eigenmitteln und langfristigen Gesellschafterdarlehen bzw. es werden aus dem gruppenweiten Cash-Pooling liquide Mittel bereitgestellt; größere Investitionen werden ggf. über mittelfristige Leasingverträge finanziert. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Unter Berücksichtigung unserer konzernrechtlichen Einbindung verfügt die Liveo Research GmbH insgesamt über eine angemessene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen eine wesentliche Säule des regelmäßigen Berichtswesens der Liveo Research GmbH dar. Aspekte der Umwelt-, Arbeitnehmer-, und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung werden dabei berücksichtigt. Als wesentliche Säule der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dient der von der Liveo Research-Gruppe im Jahr 2023 veröffentlichte Nachhaltigkeitsansatz. Dieser stützt sich als Grundlage auf das Rahmenwerk der Science Based Targets Initiative (SBTi) und unterteilt die dabei erfassten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren inklusive bestimmter Zielsetzungen in die Bereiche "Planet", "People" und "Products". Im Bereich "People" werden unter anderem die Indikatoren "All Incident Rate", "Retention Rate" und Anteile von Frauen in Senior Management Positionen festgehalten und berichtet. Der Bereich "Planet" umfasst im Wesentlichen Ziele und Indikatoren zur nachhaltigen Reduktion der CO 2 Emissionen und der Reduktion der Verwendung von natürlichen Ressourcen. Im letzten Bereich der "Products" werden Indikatoren der Reduktion von Müll und der Erhöhung des Recyclinganteils erfasst. In regelmäßigen Management Reviews wird die Umsetzung der vereinbarten Ziele im Rahmen des Nachhaltigkeitsansatzes überwacht und vorangetrieben. Zudem weisen wir darauf hin, dass die mit dem Geschäftsbetrieb verbundenen Auflagen insbesondere auch mit Bezug auf Umweltbelange (z.B. Lärmbedingungen, Bedingungen zu Austrittsstoffen) von der Gesellschaft voll erfüllt und von unabhängigen Überwachungsunternehmen (Core, BSI, DNV, TÜV) regelmäßig überprüft und auditiert werden. Beide Tochterunterunternehmen (Werke Staufen und Bötzingen) sind bereits seit mehreren Jahren entsprechend dem Umweltmanagementsystem nach EMAS validiert und haben entsprechende Umweltziele definiert. (Registrierungsnummer DE-126-00090 / DE-126-00120). Die in den Werken hergestellten Produkte sind REACH-konform. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die bereits in den Vorjahren ausgeführte stärkere Fokussierung der Aktivitäten der Liveo Research GmbH auf die Bereiche Pharma und Medical wird sich auch im Jahr 2024 weiter fortsetzen. Aufgrund der Absatzschwäche des Bereiches der Spezialfolien im Jahr 2023 wird der Produktionsstandort Staufen stärker in die Produktion von Folien für den Pharma- und Medical Bereich eingebunden werden. Das in geringen Mengen noch im Jahr 2023 ausgeführte Geschäft mit Folien für den Print- und Office-Bereich wird im Jahr 2024 eingestellt. Die in den Vorjahren durch deutliche Steigerungen gekennzeichnete Entwicklung der Rohstoffkosten sowie der Kosten für Energie, Frachten und Verpackungen haben auch weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die Ertragslage der Liveo Research GmbH. Grundsätzlich gehen wir aufgrund des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie weiterer geopolitischer Konflikte von erhöhten Kosten aus. Auch wird die Versorgungssicherheit mit benötigten Rohstoffen weiterhin im Fokus liegen. Die in den Vorjahren bis heute zu verzeichnende relativ höhere Kostensteigerung in Europa versus andere globale Wirtschaftsräume stellt eine anhaltende Herausforderung für die Liveo Research GmbH und andere energieintensive Unternehmen dar. Das Thema der Nachhaltigkeit steht in vielen Branchen stärker und stärker im Mittelpunkt. Auch die Pharmaindustrie ist in den stärker regulierten Grenzen aktiv. Die Liveo Research GmbH hat hierzu Lösungen entwickelt. Mit dem "One Material Blister" ist eine Lösung in den Markt eingeführt worden, die eine Primärverpackung bestehend aus einem einzigen Werkstoff (PP oder PET) bietet. Die Reaktion der Kunden ist bislang positiv und eine verstärkte Einführung ist für 2024 vorgesehen. Im Bereich der Spezialfolien unterstützt die Liveo Research GmbH durch eine konsequente Ausrichtung und Investitionen in PET-Folien (positives Image durch bestehende Recylingströme) die Anforderung und das Verlangen der Abnehmer nach Nachhaltigkeit. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, neue umweltfreundliche, kundenorientierte Produkte mit hohem Recyclinganteil zu entwickeln. Ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen ermöglicht ein weitreichendes Risikomanagement, um sich abzeichnende Risiken zu erkennen und einzuschätzen. Hierbei spielen Leistungsindikatoren der Vorausschau und Nachschau eine entscheidende Rolle. Der Großteil der Umsätze wird in Euro erzielt. Daher entsteht keine wesentliches Fremdwährungsrisiko. Das Forderungsausfallrisiko wird als nicht erheblich angesehen. Ein Großteil der Kundenforderungen ist durch Warenkreditversicherungen abgesichert oder werden im Rahmen des Factorings abgesichert. Zudem findet ein engmaschiges Forderungsmanagement statt, um das Ausfallrisiko zu beurteilen und frühzeitig handeln zu können. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir insgesamt leicht steigende Umsatzerlöse. In unserem Geschäftsfeld der Verpackungsfolien für Pharma und Medical erwarten wir damit eine leichte Umsatzsteigerung einhergehend mit einer Erhöhung der abgesetzten Menge. Der Geschäftsbereich der Spezialfolien wird durch das Einstellen des Bereiches Print & Office und einem moderaten Wachstum im Bereich der Schrumpffolien einen Umsatz und eine Absatzmenge auf Vorjahresniveau anstreben. Die Rohstoffkosten sowie die Kosten für Energie werden sich voraussichtlich weiterhin auf einem deutlich erhöhten Niveau befinden aber im Vergleich zum Vorjahr sinken. Insgesamt erwarten wir ein moderat steigendes operatives Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen. Die Vermögens- sowie die Finanzlage wird sich im Übrigen aufgrund bestehender Verträge nicht wesentlich verändern. Der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird weiterhin mit Besorgnis betrachtet, auch wenn die Gesellschaft keine Anlagen in der Ukraine oder Russland betreibt. Allerdings entfallen rund 2 % des Jahresumsatzes auf Kunden in diesen zwei Ländern. Die Liveo Research GmbH überwacht weiterhin die Entwicklungen und Auswirkungen des Krieges sowie die daraus resultierenden operativen und finanziellen Folgen. Ebenso werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter sowie zur Minimierung des Geschäftsrisikos ergriffen.
Staufen i. Br., 28. Mai 2024 Liveo Research GmbH Andreas Pfefferle Thomas Piwowarsky |
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