Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 23217
Eingetragen
15.1.2014
Branche
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenVermietung von Luftfahrzeugen
Gegenstand
Der weltweite kommerzielle Betrieb von Hubschraubern unter EASA-Bestimmungen sowie die Erledigung der unmittelbar damit verbundenen Wartungsaufgaben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Goldfuss
seit 15.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

90.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Claus Dennis BeeseBlue Bird Holding GmbH
50.00%
40.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
15.000 €
60.00%
Nocksteinstraße 21, 83395 Frelassing
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Global Helicopter Service GmbH

Freilassing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Inhalt

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2 Forschung, Entwicklung und Zulassungen

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

2.3.1 Vermögenslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Ertragslage

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

3 Prognosebericht

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Absatzrisiko

4.1.2 Crews und Fachpersonal

4.1.3 Zugang zu Luftfahrzeugen

4.1.4 Vertragsgestaltung UN-Verträge

4.1.5 Unvorhersehbare Preiseskalationen und Zinssteigerungen

4.1.6 Liquiditätsrisiko

4.1.7 Behördliche Risiken

4.1.8 Schwerwiegende technische oder flugbetriebliche Ereignisse

4.1.9 Wechselkursrisiko

4.2 Chancenbericht

4.2.1 Ausbau Humanitärer Einsätze

4.2.2 Vegetationsbrandbekämpfung national und international

4.2.3 Fremdwartungsprojekte

4.2.4 Pilotenschulung extern wie intern

4.2.5 Verlängerung Rahmenvertrag mit Europäischer Union

4.2.6 Schaffung neuer Kapazitäten und Fähigkeiten durch Ausbau von Managementstrukturen und (Um)verteilung von Verantwortung

4.2.7 Zusammenarbeit mit weiteren Partnern zur Sicherung von Luftfahrzeugen

4.3 Gesamtaussage

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen Global Helicopter Service GmbH (GHS) wurde im Januar 2014 mit dem Ziel gegründet, Hubschrauberdienstleistungen in Krisenregionen anzubieten.

Diese Dienstleistungen umfassen die Bereitstellung, den Betrieb und die Wartung von geeigneten Hubschraubertypen (Bell 412, H225 und S76C++) an Orten mit meist eingeschränkter Infrastruktur in Krisenregionen. Humanitäre und staatliche Einrichtungen stellen dabei den Hauptkundenkreis dar. In den ersten drei Jahren nach Gründung flogen die Hubschrauber der GHS-Unterstützungsleistungen für Ärzte ohne Grenzen, das UN World Food Programm (UNWFP) und die britische Regierung, um deren Kampf gegen Ebola an der afrikanischen Westlüste zu unterstützen. Parallel übernahm die GHS in 2015 die flugbetriebliche Verwaltung einer Bell 412, die bereits im Süden Sudans (Heglig) stationiert war und dort für die Ölindustrie Transportleistungen übernahm. In 2016 startete der Einsatz für das UNWFP in Maiduguri, Nigeria, bei dem zunächst mit einem, später mit vier Hubschraubern (Bell 412) diverse Flüchtlingscamps in der Region Borno State, Nigeria versorgt werden. Für das Internationale Rote Kreuz wurde in 2019 ebenfalls ein weiterer Hubschrauber (Bell 412) am selben Standort bereitgestellt. Der Einsatz in Nigeria stellte zu jedem Zeitpunkt den Großteil des Umsatzes der GHS (>90%), wodurch ein hohes unternehmerisches Risiko entstand. Ein Ausfall von wesentlichen Teilen des Auftrages oder des gesamten Einsatzes in Nigeria aus politischen Gründen wäre unmittelbar sofort zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Daher rückte ab 2019 eine Diversifikation des Kundenstammes und des Einsatzspektrums in den Vordergrund.

Schon 2018 sicherte die GHS einen Rahmenvertrag mit der European Defense Agency (EDA), auf dessen Basis Anfang 2020 ein Flächenflugzeug vom Typ Beech 1900 in Niamey, Niger bereitgestellt wurde. Dieser Einsatz läuft seit 2020 bis heute und ist vertraglich bis Ende 2023 gesichert.

In 2020 konnte der Betrieb von zwei Hubschraubern (Typ Airbus H225 und Bell 412) für die deutsche Bundeswehr in Gao, Mali vertraglich gesichert werden. Die H225 fand damit erstmalig im Luftfahrtbetrieb der GHS-Anwendung. Der Einsatz fokussierte sich im Wesentlichen auf den Rettungseinsatz von Personal der MINUSMA Mission und wurde erfolgreich durchgeführt. Leider entschied die deutsche Bundeswehr, die zivilen Luftfahrzeuge trotz ihres Erfolges Ende 2021 gegen militärische Hubschrauber zu tauschen.

Im Oktober 2022 wurden Verträge mit den Vereinten Nationen im Sudan (UNISFA) und in Western Sahara (MINURSO) gesichert, die es der GHS erlauben, neue Basen in Afrika zu eröffnen und für einen weiteren Großkunden tätig zu werden.

Der kommerzielle Betrieb von Luftfahrzeugen stellt das Kerngeschäft der GHS dar und erwirtschaftete in 2022 über 95% des Unternehmensumsatzes.

Im Februar 2020 konnte die GHS neue Infrastruktur in Kirchanschöring beziehen. Damit erschlossen sich weitere Chancen der Diversifikation und seit 2021 verfolgt die GHS das Ziel, neben dem Betrieb der eigenen Hubschrauber auch Fremdwartungsleistungen anzubieten. Die neuen Räumlichkeiten in Kirchanschöring bieten hierzu beste Voraussetzungen. Mitte 2021 wurde der Wartungsbetrieb am Standort Kirchanschöring für Base Maintenance auf den Typen Bell 412 und H225 zugelassen. Der luftfahrttechnische Wartungsbetrieb ist nach EASA Part 145 Richtlinien zertifiziert und gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit und Flexibilität für unsere Mitarbeiter und Auftraggeber. Zusätzlich zur Wartung der eigenen Maschinen fokussiert sich der Wartungsbetrieb im Wesentlichen auf Grundüberholungen des Musters H225, Großkunden stehen bereits in engem Kontakt mit der GHS.

Nach erfolgreicher Etablierung des Wartungsbetriebes strebt die GHS an, auch Fremdleistungen im Bereich Besatzungsschulung und -ausbildung anzubieten. Hierzu wurde im November 2022 die Beschaffung eines Flugsimulators für den Typ Bell 412 beschlossen und vereinbart (Investitionssumme ca. 2,2 Mio. EUR), der bis Anfang 2024 seinen Dienst aufnehmen soll. Auch hier steht neben der Konsolidierung betriebsinterner Schulungsmaßnahmen im Vordergrund, Fremdkunden zu bedienen und ein weiteres wirtschaftliches Standbein zu schaffen.

In 2023 war die GHS in der Lage, neben dem Kerngeschäft die Fremdwartung auszubauen und führte in Summe vier Großprojekte und diverse kleinere Wartungsaktivitäten für Fremdkunden aus.

1.2 Forschung, Entwicklung und Zulassungen

Die GHS tätigt keinerlei Produktentwicklungen die auf eine Marktreife angelegt sind. Betriebsinterne Prozesse und Abläufe werden laufend optimiert und durch das Qualitätsmanagement laufend überwacht. Hier wird auf eigene Entwicklungen zurückgegriffen.

Die Managementorganisation ist ISO9001:2018 zertifiziert.

Der luftfahrtrechtliche Betrieb der GHS umfasst die folgenden Zulassungen:

a) EASA Ops DE-285 AOC: Berechtigung zum kommerziellen Betrieb von Luftfahrzeugen (Bell 412, H225, S76C++ ab 2023)

a. IFR - Instrumentenflugberechtigung

b. Multi Crew

c. NVIS (Füge unter Verwendung von Nachtsichtgeräten)

d. HEMS (Rettungsflüge)

e. HESLO (Arbeitsflüge inkl. Waldbrandbekämpfung)

b) EASA Part DE.CAMO.285.AOC: Die Berechtigung zur Überwachung der Lufttüchtigkeit von eigenen und fremden Luftfahrzeugen, sowie die Durchführung von Lufttüchtigkeitsprüfungen

a. Bell 412

b. H225

c. AS332

d. S76C++

c) EASA Part 145 DE.145.0426: Genehmigter Instandhaltungsbetrieb für die Typen H225, AS332, Bell 412 und S76C++ mit folgenden Niederlassungen:

a. Base Maintenance Station Kirchanschöring, Deutschland

b. Line Station Maiduguri, Nigeria

c. Line Station Abiey, Sudan

d. Line Station Smara und Oum Drega, Western Sahara

e. Line Station in Burkina Faso

f. Base Maintenance Station Maiduguri, Nigeria

d) EASA DE.ATO.186: Ausbildungsorganisation zur Besatzungsschulung mit den zugelassenen Ausbildungslehrgängen

a. Type Rating Kurs Bell 412

b. Type Rating Kurs H225

c. Type Rating Kurs S76C++

d. MCC Schulung (Multi Crew Cockpit)

e. IFR Schulung

f. TRI Schulung B412/H225

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet auch im Jahr 2023 die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Zudem verstärken sich im Jahr 2023 die Konflikte in Westafrika, dem Kerneinsatzgebiet der GHS. Dadurch resultierende Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, zunehmend eingeschränkte Logistikketten und zunehmende Schwierigkeiten, westliches Personal in besagte Länder zu bekommen erschweren die Projekte der GHS zunehmend, bergen aber auch neue Chancen, da hierdurch weitere Krisenregionen entstehen, in denen die Dienstleistungen der GHS benötigt werden.

Marktspezifisch führte die Ukrainekrise in 2022 zu einem von der ICAO ausgerufenen internationalen Bann von russischen Luftfahrzeugen, der insbesondere auch unsere Stammkunden UNWFP und UN Peace Keeping Mission trifft, da hier über 80% der gecharterten Luftfahrzeuge, die in afrikanischen Krisengebieten eingesetzt wurden, von russischen Unternehmen gestellt wurden. Das dadurch in der zweiten Hälfte 2022 und 2023 entstehende Vakuum am Markt bietet große Chancen, wird jedoch durch den Mangel an Personal und am Markt verfügbaren Luftfahrzeugen teilweise wieder zu Nichte gemacht (siehe auch Chancen und Risiken). Insbesondere diese Entwicklung führte dazu, dass die GHS drei weitere Bell 412 Hubschrauber durch 2023 hindurch betreiben konnte.

In Bezug auf das Tätigkeitsfeld der GHS in Afrika ist aufgrund der weltpolitischen Gesamtlage und der zunehmenden Interessenskonflikte zwischen westlichen und russischen Parteien in der Sahelzone mit zunehmenden Spannungen zu rechnen, die mit einer Planungsunsicherheit in den üblichen Einsatzgebieten der GHS einhergehen.

Nigeria leidet zwar stark unter einer weiter zunehmenden Verarmung eines Großteils der Bevölkerung insbesondere als Resultat aus der Corona-Krise und innere Unruhen werden zunehmen, jedoch ist das Land politisch als stabil zu betrachten und daher der Einsatz in Borno State, Maiduguri weniger durch politische Unruhen in der Region gefährdet. Borno State ist ohnehin seit längerer Zeit eine Krisenregion mit besonderem Status.

Aufgrund des Geschäftsfeldes mit Fokus auf humanitäre Hilfe in Krisenregionen bietet jede Krise in ihrem Verlauf aus wirtschaftlicher Sicht auch neue Chancen im Hinblick auf die Einsätze der GHS.

Die Corona-Krise beeinflusste das Geschäft in 2021 und in 2022 im Wesentlichen durch Reiserestriktionen, steigende Kosten in Logistik und Personalbeförderung, aber auch aufgrund zusammenbrechender Lieferketten in der Ersatzteilversorgung. Hier konnten wir eine leichte Erholung bis Ende 2023 feststellen. Ein bleibendes gesamtwirtschaftliches Problem bleibt der ausbleibende Zulauf von Fachpersonal und Luftfahrzeugbesatzungen. Es wird erwartet, hier auch in 2024 noch keine Entspannung zu verzeichnen.

2.2 Geschäftsverlauf

Ein Großteil der Jahresumsätze 2023 wurden auch in diesem Jahr durch die Bereitstellung von Flugdienstleistungen an humanitäre Organisationen in afrikanischen Krisenregionen erwirtschaftet, wobei 65% des Jahresumsatzes aus dem Einsatz in Maiduguri, Borno State erwirtschaftet wurden. Durch den Ausschluss russischer Luftfahrzeuge in 2022 vom humanitären Markt in Afrika gerieten Angebot und Nachfrage sehr kurzfristig in starke Schwankungen. Sehr kurzfristige Anfragen von UNWFP, UNPD, ICRC und anderen führten zu einer Reihe spekulativer Hubschrauberanmietungen und -käufen bei Konkurrenzanbietern. Daher war auch in 2023 die Verfügbarkeit von für die GHS einsetzbaren Luftfahrzeugen limitiert, die Nachfrage jedoch groß.

Während des Geschäftsjahres 2023 wurde das Projekt für das UNWFP in Maiduguri, Borno State Nigeria kontinuierlich mit vier Luftfahrzeugen weitergeführt und die im Jahr 2022 gewonnen Aufträge mit der UN wurden weitestgehend planmäßig begonnen. Lediglich der Start des UN-Projektes in Western Sahara mit zwei Bell 412en erfolgte mit Verzögerung, was teilweise dazu beitrug, dass die erwarteten Umsatzzahlen hinter dem erwarteten Soll zurück blieben. Auch der im Jahr 2022 geschlossene Vertrag mit ICRC wurde in 2023 mit Verzögerung, dann jedoch erfolgreich begonnen. Damit konnten wir erstmalig eine S76C++ im kommerziellen Einsatz etablieren.

Im Dezember 2023 endete der Projektvertrag mit der EDA (European Defense Agency) in Niger aufgrund der instabilen Lage im Land und dem daraus resultierenden Rückzuges Europäischer Truppenteile. Zeitgleich erhielten wir von der EDA den Zuschlag für ein Folgeprojekt mit ähnlichen Anforderungen, mit erweitertem Umfang und höherer Umsatzerwartung. Projektstandort ist Cotonou, Benin.

Insgesamt wurden in 2023 zwei neue Projekte vertraglich vereinbart.

Neben dem operativen Geschäft konnten auch die Geschäftsbeziehungen zu weiteren Kunden für die Fremdwartung ausgebaut und intensiviert werden, was zu einer stabilen Auslastung im Jahr 2023 führte und auch über weite Strecken in 2024 für ausreichend Arbeit im Hangar Kirchanschöring sorgen wird. Im Jahr 2023 wurden darüber hinaus wesentliche Umbauarbeiten an unserer Infrastruktur angestoßen, die bis zum ersten Quartal 2024 andauern werden und den zweiten Hangar für die Fremdwartung vorbereiten.

Die im Vorjahr prognostizierte positive Umsatzentwicklung mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufgrund der zahlreichen Neuverträge konnte verwirklicht werden, dennoch blieb das Jahresergebnis hinter den anfänglichen Erwartungen zurück. Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 stiegen gegenüber dem Vorjahr um 53 %, blieben jedoch deutlich hinter den erwarteten Umsatzerlösen zurück, was im Wesentlichen auf bereits angeführte erschwerte politische Rahmenbedingungen im Einsatzgebiet, gestörte Lieferketten und Personalengpässe zurückzuführen ist. Daraus resultierte eine unerwartet hohe Zahl an Ausfalltagen über die gesamte Flotte verteilt, was sich deutlich in den tatsächlich erwirtschafteten Umsatz- und Gewinnzahlen niederschlug. Das Jahr wurde dennoch mit einem leichten Gewinn abgeschlossen. Für das Jahr 2024 wird aufgrund der gleichbleibend hohen Nachfrage eine Stabilisierung des Umsatzes und eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses erwartet. Es wäre noch mehr Wachstum möglich, jedoch fehlen dazu nach wie vor verfügbare Luftfahrzeuge und vor allem qualifiziertes Fachpersonal, um dem stetig wachsenden Betriebsumfang und der steigenden inneren Komplexität auf Managementebene gerecht zu werden. Dennoch konnten in 2023 wesentliche positive Veränderungen zumindest im Hinblick auf das Managementpersonal der GHS und das Fachpersonal in der Buchhaltung erreicht werden.

Eine wesentliche Zielsetzung für 2024 ist weiterhin die Bereitstellung zusätzlichen Hubschrauber und die Fortführung der Restrukturierung des Leitungspersonal sowie die Gewinnung weiterer Fachkräfte insbesondere im Bereich Technik und Überwachung der Lufttüchtigkeit. Hier wird es zu wesentlichen personellen Änderungen kommen, die positiv zur inneren Stabilität des Unternehmens beitragen werden. Auch wurden schon in 2023 neue Konzepte zur Schulung und Qualifizierung des eigenen Personals entwickelt, um Bestandspersonal auf andere Flottenteile umzuschulen.

Wesentliche Ereignisse mit positiver Auswirkung auf den Jahresverlauf:

- Im Jahr 2022 ergriffene Maßnahmen in Bezug auf Vertragsanpassungen trugen für eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2022 bei.

- Bereits bestehende Verträge wurden im Jahr 2023 unterbrechungsfrei weitergeführt.

- Die im Jahr 2022 vertraglich vereinbarten Neuprojekte insbesondere mit der UN wurden weitestgehend plangemäß begonnen.

- Preisvereinbarungen mit den wesentlichen Lieferanten der GHS konnten trotz der inflationären wirtschaftlichen Gesamtlage auch durch 2023 noch weitestgehend stabil gehalten werden, jedoch sind für 2024 wesentliche Preissteigerungen zu erwarten und daraus resultierend werden erneute Preisanpassungen gegenüber unseren Endkunden zu erwarten sein.

Wesentliche Ereignisse mit positiver Auswirkung auf die weitere Entwicklung:

- Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und Verträge wurden generiert und ein Neuvertrag mit der European Defense Agency gewonnen, der ab März 2024 in Kraft tritt.

Wesentliche Ereignisse mit nachteiliger Auswirkung auf den Jahresverlauf:

- Schwierigkeiten bei der Bereitstellung der Luftfahrzeuge für die Neuprojekte UN Western Sahara und ICRC Burkina Faso führten zu einer Verzögerung des Projektstarts. Dies wirkte sich negativ auf erwartete Umsätze aus. Bei dem Auftrag für die UN in Western Sahara gingen drei Monate Umsatz verloren, der Projektstart ICRC verzögerte sich insgesamt um fünf Monate.

- Unterwartet hohe Standzeiten und daraus resultierend Vertragsstrafen, die zu nennenswerten Umsatzeinbußen und einer erhöhten unternehmensinternen Arbeitslast führten

- Zwischenfall D-HAFR: Anfang Februar verursachte ein FOD (Foreign Object Damage) die Zerstörung eines Triebwerkes auf einer unserer Bell 412en in Maiduguri, Nigiera. Aufgrund bereits erwähnter Lieferengpässe und erschwerter Lieferketten verzögerte sich die Instandsetzung enorm, was neben nennenswertem Sachschaden hohe Standzeiten und Vertragsstrafen verursachte

- Anstehende größere Wartungsmaßnahmen auf der H225 D-HTPN wurden in ihrem Umfang unterschätzt, zunächst nur ungenügend vorgeplant und am Ende aufgrund Personalmangels und verzögerter Logistik nicht in der Intensität vorangetrieben, wie das unter anderen Voraussetzungen ggf. möglich gewesen wäre. Auch hier endstanden signifikante Standzeiten in Verbindung mit Vertragsstrafen und Verdienstausfällen, die so nicht vorhergesehen wurden.

- Andauernde personelle Engpässe bei Piloten und Mechanikern, zunehmend erschwerte Rekrutierung aufgrund zunehmend unrealistischer Preisstrukturen

- Insgesamt stieg die Zahl der Ausfalltage aufgrund von technischen Ausfällen, Personalengpässen (Krankheit, Nichtverfügbarkeit) und Verzögerungen bei der Ersatzteilversorgung im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich an. Im Jahr 2023 sind insgesamt 153 Tage mit Vertragsstrafe belegt worden, was zu einem Umsatzausfall von insgesamt knapp 1,5 Mio. EUR führte.

- Dennoch konnte im Jahr 2023 ein ordentliches Betriebsergebnis mit leichtem Gewinn festgestellt werden. In Anbetracht der Rückschläge insbesondere im zweiten Halbjahr und der parallel getätigten Investitionen in die Zukunft des Unternehmens ist dieses Ergebnis als Erfolg zu betrachten.

2.3 Lage

Bei einer positiven Entwicklung und stetigem Wachstum seit der Gründung weist unser Unternehmen auch weiterhin eine sehr solide Vermögens- und eine sichere Finanzlage auf. Die Ertragslage ist grundsätzlich sehr zufriedenstellend. Im Jahr 2023 stellte sich die Ertragssituation für uns als zufriedenstellend dar. Eine erneute Verbesserung der Ertragslage ist für 2024 zu erwarten.

2.3.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage ist wesentlich von der eingeschlagenen Investitionsstrategie geprägt. So wurden die Investitionen in den Trainings- und Werkstattbetrieb konsequent fortgeführt. Aufgrund dieser Investitionen hat sich das Anlagevermögen erneut von TEUR 5.465 um 11 % auf TEUR 6.067 erhöht.

Auch das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres von TEUR 795 um 160 % auf TEUR 2.062 angestiegen. Der Anstieg folgt wie auch in 2022 zum einen aus der Ersatzteilbevorratung durch die zusätzlichen Projekte, insbesondere aber auch aufgrund der stetig steigenden Fremdwartungsaktivitäten, welche auch erstmalig zur Bilanzierung unfertiger Leistungen führten und dem Ausbau der eigenen Werkstatt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der sehr zufriedenstellenden Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich von TEUR 1.894 um 71% auf TEUR 3.243 angestiegen.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 2.013 um 47 % auf TEUR 1.076 basiert im Wesentlichen auf der Rückzahlung von gewährten Darlehen.

2.3.2 Finanzlage

Die Erhöhung des gebundenen Vermögens hat eine direkte Auswirkung auf unsere Finanzstruktur. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten zur Investitionsfinanzierung und sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.256 um 29% auf TEUR 5.493 gestiegen.

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 762 um 91% auf TEUR 1.452 folgt im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Darlehns bei unserem Hauptlieferant zur Vorfinanzierung der Umsatzausweitung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz des deutlichen Umsatzwachstums mit TEUR 3.117 auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von TEUR 716 um 64% auf TEUR 258 resultiert aus der Erfüllung vertraglicher Wartungsverpflichtungen aus dem Helikopter-Leasing.

Der Anstieg des Eigenkapitals von TEUR 1.641 um 36% auf TEUR 2.229 folgt aus dem Jahresergebnis.

Die liquiden Mittel sind um TEUR 88 auf TEUR 83 gesunken.

2.3.3 Ertragslage

Die deutlich verbesserte Projektlage hat sich positiv auf unser Rohergebnis ausgewirkt. Dieses ist von TEUR 7.102 um 49% auf TEUR 10.556 gestiegen.

Die Abschreibungen und der Personalaufwand erhöhten sich aufgrund der beschriebenen Erweiterung des Geschäftsbetriebs deutlich mit TEUR 566, bzw. TEUR 1.880 im Vorjahr auf nun TEUR 845, bzw.2.359.

Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 4.816 auf TEUR 6.403 folgt aus der Umsatzausweitung.

Das EBITDA ist damit von TEUR 377 auf TEUR 1.847 und das EBIT ist von TEUR -161 auf TEUR 1.346 gestiegen.

Das Finanzergebnis reduzierte sich aufgrund der Investitionsfinanzierung von TEUR -29 auf TEUR -140.

Der Ertragssteueraufwand ist aufgrund der Ergebnisentwicklung von TEUR 37 auf TEUR 217 deutlich gestiegen.

Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 589 deutlich über dem Vorjahresfehlbetrag von TEUR 227 im Rahmen unseren Erwartungen. Wir erwarten in 2024 eine weitere deutliche Erholung der Ertragslage. Unser wirtschaftlicher Ausblick und unsere Lage können deshalb als gut bezeichnet werden.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir steuern unseren Unternehmenserfolg über unser Projektcontrolling: Auf Ebene des Gesamtunternehmen aggregieren wir den Projekterfolg zum EBITDA: Das EBITDA von TEUR 1.847 entspricht voll unseren Erwartungen. Weiterhin ist die Gesamtkapitalrendite definiert als EBIT durch Gesamtkapital aufgrund der Investitionsstrategie ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator: Die erreichte Gesamtkapitalrendite von 8,0% entspricht ebenfalls voll unseren Erwartungen.

3 Prognosebericht

Aufgrund der bereits beschriebenen steigenden Nachfrage nach Hubschrauberdienstleistungen insbesondere im Rahmen humanitärer Einsätze durch den Wegfall russischer Betreiber und der steigenden Anzahl an Anfragen hinsichtlich Fremdwartungsprojekten kann im Jahr 2024 erneut von einer Steigerung des Auftragsvolumens und damit des EBITDAs ausgegangen werden. Dies folgt bei unveränderter relativer Kostenstruktur allein aus den bereits geschlossenen Verträgen in 2023.

Um der damit einhergehend steigenden Komplexität und dem wachsenden Betriebsumfang gerecht zu werden, hat das Unternehmen bereits weitreichende Maßnahmen beschlossen, um zum einen das Managementsystem umzustrukturieren und damit einhergehende Verantwortlichkeiten auf weitere Führungspositionen zu verteilen sowie weitere Investitionen in die betriebliche Infrastruktur zu tätigen. Der Änderungsprozess wurde in 2023 konsequent weiterverfolgt und wird auch das Geschäftsjahr 2024 bestimmen, um den wachsenden Anforderungen gewachsen zu sein und auch weiterhin stetiges Wachstum zu erlauben.

Es wird ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 erwartet. Mit einer Steigerung des EBITDAs auf über EUR 2,5 Mio. rechnen wir. Die positive Entwicklung des EBITDAs hängt stark von der weiteren Entwicklung nach wie vor schwer vorhersehbarer kostenintensiver Faktoren wie Reise-, Logistik-, Personal- und Versicherungskosten sowie den Preisentwicklungen bei unseren Hauptlieferanten ab. Die Gesamtkapitalrentabilität erwarten wir aufgrund der EBITDA-Entwicklung und der bisherigen Investitionsdurchführung bei über 10%.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Absatzrisiko

Der steigende Bedarf an Hubschrauberdienstleistungen insbesondere im Bereich humanitärer Einsätze sichert durch den Wegfall russischer Anbieter grundsätzlich eine stark ansteigende Auftragslage. Der in 2022 erwartete Trend hat sich bestätigt und wird sich auch in 2024 fortsetzen.

Jedoch können sich schnell ändernde politischen Rahmenbedingungen gerade in den üblichen Krisenregionen, in denen die GHS tätig ist durchaus auch kurzfristig zum Wegfall wesentlicher Projekte führen.

Gerade in Westafrika sorgen politischer Wandel und der stetig ansteigende Interessenskonflikt zwischen der westlichen Wertegemeinschaft, Russland und China für zunehmende Spannungen, die durchaus zur weiteren Destabilisierung der gesamten Sahelzone führen können. Auch in Nigeria sorgen steigende politische Spannungen aufgrund noch verschärfter Armut und eine zunehmend schwierige Sicherheitslage im Einsatzgebiet Borno State für schwer vorhersehbare Voraussetzungen. Die im Jahr 2023 ausgetragenen Präsidentschaftswahlen und daraus resultierende Umstrukturierungen des politischen Apparates bergen weiterhin Potenzial für Instabilität und Ungewissheit. Mehrere Unruhen in der Bevölkerung, teils mit gewalttätigem Ausgang bestätigten dies. Das Mandat für humanitäre Hilfe in Borno State besteht weiterhin, damit auch unsere Geschäftsgrundlage in dieser Region zu operieren. Jedoch gestaltet sich die Sicherheitslage im Einsatzgebiet als zunehmend schwierig. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Einsätze der GHS auch weiterhin zu diversifizieren und weitere Einsatzgebiete außerhalb Nigerias zu erschließen. Dies ist in 2023 gelungen und selbige Strategie wird auch in 2024 weiter verfolgt.

Zudem verfügt die GHS aufgrund ihres jahrelangen Engagements in zuvor genannten Regionen über zuverlässige Informationsquellen und die Fähigkeit, auf sich ändernde Lagen schnell und angemessen zu reagieren.

Insgesamt bewerten wir das Ausfallrisiko des Einsatzes in Nigeria jedoch als eher moderat. Der Kunde (UNWFP) ist mit den Leistungen der GHS sehr zufrieden, das Mandat ist auf langfristiges Engagement angelegt und die durch Spenden finanzierten Budgets gelten zumindest für das Engagement in Nigeria bis Ende 2024 als gesichert. Auch hat sich die GHS über Jahre vor Ort etabliert, was es Wettbewerbern nahezu unmöglich machen dürfte, hier Ersatz zu leisten.

Insgesamt besteht eine hohe Nachfrage an den Dienstleistungen und jede weitere Krise bietet in unserem Fall auch neue Chancen.

4.1.2 Crews und Fachpersonal

Ein die gesamte Branche betreffendes Problem ist der Mangel an fliegerischem sowie technischem Personal. Hier fällt es der GHS bereits seit 2021 schwer, die nötige Anzahl an Mitarbeitern zu rekrutieren und in den Einsatz zu bringen.

Grund ist in erster Linie der allgemeine Mangel an auf den von der GHS betriebenen Mustern qualifizierten Piloten und Mechanikern. Dadurch entsteht das Risiko, auch kurzfristig nicht mehr genügend Personal zur Verfügung zu haben, um die bestehenden Einsätze bedienen zu können. Auch mit dem Abgang von Bestandscrews aufgrund deutlich überhöhter Entlohnungsvorstellungen, die unter Umständen kurzfristig gerade im arabischen Raum bezahlt werden muss gerechnet werden.

Das Risiko unter Engpässen bei der Gestellung von Crews zu leiden wird als hoch angesehen und ist in 2023 eingetreten.

Die GHS hat daher kontinuierlich die Kapazitäten in der eigenen Schulungseinrichtung (ATO) ausgebaut, mehrere Technikerlehrgänge organisiert und ist dabei eine größere Anzahl an Crewpersonal intern auszubilden, um die eigenen Reihen und den verfügbaren Pool an geeigneten Freelancern aufzustocken. Dies erhöht natürlich die betrieblichen Kosten. Im Umkehrschluss wurde dadurch aber das Crew Rooster ab Mitte 2023 deutlich gestärkt. Auch für das Jahr 2024 sind mehrere Fortbildungsmaßnahmen insbesondere im Bereich der Pilotenschulung und Qualifizierung von technischem Personal vorgesehen und teilweise durchgeführt.

Ebenfalls mangelt es nach wie vor an administrativem Fachpersonal im technischen Bereich und in der Logistik. Seit Ende der Coronakrise scheint sich der Arbeitsmarkt nicht erholt zu haben. Die GHS hat zur Intensivierung ihrer Rekrutierungsanstrengungen vor, eine eigens für die Personalbeschaffung zuständige Position zu schaffen und zu besetzen und hat gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Personalvermittlungsagenturen intensiviert.

Es wurde bereits früh damit begonnen, Fachpersonal international zu rekrutieren. Diese Anstrengungen werden aufgrund weitestgehend positiver Erfahrungen weitergeführt und intensiviert. Der deutsche Arbeitsmarkt allein bietet wenig bis keine Bewerbungseingänge. Daraus resultierende kulturelle Konflikte innerhalb des Unternehmens sind zwar nicht auszuschließen, stehen dem existentiellen Risiko von gänzlich fehlendem Fachpersonal jedoch nach.

4.1.3 Zugang zu Luftfahrzeugen

Aufgrund der bereits erwähnten stark gestiegenen Nachfrage insbesondere in Bezug auf die Bereitstellung von Hubschraubern der in der GHS betriebenen Typen besteht zunehmend eine Knappheit an verfügbaren Luftfahrzeugen des Typen Bell 412 und H225 Super Puma.

Das Risiko, grundsätzlich vorhandene neue Auftragsmöglichkeiten aufgrund nicht vorhandener Luftfahrzeuge ausschlagen zu müssen, ist derzeit als hoch zu betrachten. Dem ist mit einer längerfristigen Planung, eine Intensivierung der Beziehungen zu Leasinggebern und eine längerfristige Anmietung von Luftfahrzeugen in Betracht zu ziehen. Letzteres birgt wiederum Risiken durch eine längerfristige Bindung an teure Leasing-Verträge, die bei kurzfristigem Ausfall von Aufträgen zu existentiellen zusätzlichen Belastungen führen kann.

Eine zurückhaltende, auf gesicherte Absatzchancen und verfügbare Personalressourcen abgestimmte Flottenpolitik ist hier der Schlüssel zum Erfolg und wesentlich für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.

Auch gilt es, die vorhandenen Ressourcen auf möglichst langfristig ausgelegte und gut bezahlte Projekte abzustellen.

Als weitere Maßnahme zur Reduzierung des Risikos von Engpässen bei der Beschaffung von Luftfahrzeugen hat die GHS bereits in 2021 beschlossen, sich auf ein weiteres Muster, die Sikorsky S76C++ zu spezialisieren. Für das Geschäftsjahr 2023 konnte hier der erste Einsatz für das Internationale Rote Kreuz gesichert werden. Aufgrund positiver Einsatzerfahrung ist geplant, weitere Hubschrauber dieses Typs in den Einsatz zu überführen.

4.1.4 Vertragsgestaltung UN-Verträge

Einer längerfristigen Planung und Anmietung von Luftfahrzeugen sowie der Finanzierung weiterer Luftfahrzeuge spricht die bislang übliche Vertragsstruktur und Auftragsvergabestrategie der Vereinten Nationen und des UNWFP entgegen. Zum einen werden Verträge aufgrund interner Compliance-Regeln nie länger als mit Laufzeiten von 24 Monate geschlossen, längerfristige und kosteneffiziente Leasingverträge von Luftfahrzeugen werden aber üblicherweise über eine Laufzeit von vier Jahren oder länger geschlossen. Zum anderen geht man derzeit noch von einer Bereitstellung der angefragten Dienstleistung innerhalb von vier bis sechs Wochen nach Vertragsschluss aus. Die übliche Zeitspanne für die Aufnahme und Bereitstellung von bereits registrierten und einsatzbereiten Luftfahrzeugen muss in der heutigen Zeit mit mindestens zwei bis drei Monaten angesetzt werden. Bei nicht registrierten Luftfahrzeugen, die aus nicht EASA-Ländern bereitgestellt werden, muss mit einer noch deutlich längeren Zeitspanne gerechnet werden. Auch dieser Umstand birgt Risiken bei der Gewinnung von neuen Aufträgen.

Im Schulterschluss mit Konkurrenzunternehmen werden hier intensive Gespräche mit dem Kunden geführt, um eine Änderung der Ausschreibungskriterien und Vertragskonditionen zu erwirken.

Auch werden zumindest bei ICRC und UNWFP bestehende Verträge spätestens alle 24 Monate erneut ausgeschrieben, um marktgerechte Preise sicherzustellen. Aufgrund der exzellenten Marktkenntnisse der GHS können wir hier sicherstellen, dass unserer Angebote stets marktgerecht und konkurrenzfähig ausfallen.

Deutlich signifikanter ist das Risiko des jederzeit bestehenden Kündigungsrecht der UN-Organisationen zu bewerten. Als fester und nicht verhandelbarer Vertragsbestandteil kann die vereinbarte Dienstleistung zu jederzeit innerhalb von 30 Tagen von Seiten des Kunden aufgekündigt werden. Bei den zu leistenden Erstinvestitionen und langfristigen Verträgen mit Zulieferern stellt dies ein erhebliches formales Risiko dar.

Tatsächlich schätzen wir den Verlust eines bestehenden Auftrages aufgrund dieser Vertragsklausel jedoch eher als gering ein. Zum einen spricht dem die derzeit generell hohe Nachfrage am Markt entgegen, zum anderen sind sowohl die UN als auch das UNWFP an einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Nach unserem Kenntnisstand wird die Klausel bisher nur als letztes Mittel im Extremfall angewandt.

Dennoch sind zur Vorbeugung von Überraschungen ein enger Kundenkontakt und eine zumindest zu jederzeit zufriedenstellender Leistung nötig, um diesem Risiko dauerhaft vorzubeugen. Aufgrund der langjährigen Beziehung zu unseren Kunden und der vorhandenen Vertrauensbasis können wir nahezu ausschließen, von kurzfristigen Vertragskündigungen überrascht zu werden.

4.1.5 Unvorhersehbare Preiseskalationen und Zinssteigerungen

Aufgrund der aktuellen Weltwirtschaftlage, damit einhergehender ständig steigender Inflationsraten und Zinssteigerungen ist eine langfristige Auftragskalkulation zunehmend schwierig und schwer vorhersagbar.

Die kundenseitige Preisbindung über die vereinbarte Vertragslaufzeit birgt daher die Gefahr, dass zunächst profitabel erscheinende Aufträge im Projektverlauf auch kurzfristig deutlich an Ertragskraft verlieren und im schlimmsten Fall unwirtschaftlich werden.

Insbesondere aufgrund der derzeit sehr dynamischen Entwicklungen steigt das Risiko einer derartigen Entwicklung deutlich.

Daher ist ein möglichst zeitnahes und transparentes buchhalterisches Projektcontrolling und ein effektives projektbezogenes Liquiditätsmanagement von wesentlicher Bedeutung um ein rechtzeitiges Gegensteuern sicherstellen zu können, rechtzeitig in auf Fakten basierende Verhandlungen mit dem Kunden treten zu können und ggf. bestehende Verträge dennoch entsprechend anzupassen.

Die GHS hat nicht zuletzt zu diesem Zweck das betriebsinterne Buchhaltungssystem in 2022 auf ein dem Unternehmensumfang und der gewachsenen Komplexität entsprechendes System umgestellt und arbeitet seit 2023 an der Verbesserung und Intensivierung des internen Berichtswesen.

Das aktuelle Hochzinsniveau spielt derzeit hinsichtlich Anschaffungen eine zu vernachlässigende Rolle da keine neuen größeren Investitionsvorhaben mit Finanzierungsbedarf anstehen. Es hat jedoch einen wenig beeinflussbaren Anteil an den aktuellen allgemeinen Preissteigerungen und sorgt indirekt auch für eine sich sichtlich verschlechternde Zahlungsmoral bei all unseren Kunden.

4.1.6 Liquiditätsrisiko

Da der regelmäßige Umsatz GHS von wenigen, großen monatlichen Zahlungen aus den bestehenden Projektverträgen abhängt, hat jede Zahlungsverzögerung eine unmittelbare Auswirkung auf die unternehmerische Liquidität. Gerade hinsichtlich der für das Jahr 2023 abgeschlossenen Verträge mit den Vereinten Nationen (MINURSO und UNISFA) gilt dies zu berücksichtigen. Zahlungsziele sind hier anders als bei bisherigen Kunden deutlich länger, wodurch Fälligkeiten gegenüber unseren Lieferanten vorfinanziert werden müssen.

Die Sicherstellung regelmäßiger und vor allem termingerechter Zahlungseingänge ist ein wichtiger Faktor zum Erhalt der Liquidität. Seit der zweiten Hälfte 2022 wurde wiederholt festgestellt, dass die fristgerechte Begleichung von Rechnungen in zunehmendem Umfang nachgelassen hat.

Zur Vermeidung kurzfristiger Liquiditätsengpässe wurden entsprechend erweiterter Zahlungsziele hinsichtlich Verbindlichkeiten insbesondere in Bezug auf Verbindlichkeiten aus Leasing-Verträgen und Versicherungen mit den wesentlichen Hauptlieferanten der GHS besprochen.

Kurzfristige Liquiditätsengpässe können durch Lieferantenkredite abgefangen werden. Zur Sicherstellung eines effektiven Forderungsmanagements wurde eine weitere Vollzeitstelle innerhalb der Buchhaltung mit dem Hauptaugenmerk auf das Forderungsmanagement besetzt. Dies soll eine kontinuierliche und nachhaltige Überwachung und Nachhaltung von Forderungen gegenüber unseren Kunden sicherstellen.

Darüber hinaus bestehen bereits mit unseren Hausbanken besprochene Vereinbarungen, die ein Factoring erlauben, so dies erforderlich wird. Aufgrund der guten Ergebniserwartung für 2024 bei moderaten Umsatzwachstum kann in 2024 nach von einer deutlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten aus dem betrieblichen Leistungsverkehr zudem wieder von einer steigenden Liquidität ausgegangen werden.

Daher ist das Risiko einer kurzfristigen Zahlungsunfähigkeit aufgrund fehlender Liquidität ist in allen realistischen Szenarien auszuschließen.

4.1.7 Behördliche Risiken

Sich ändernde behördliche, insbesondere luftfahrtrechtliche Bestimmungen und daraus entstehende, mitunter investitionsintensive neue Anforderungen an den Luftfahrtbetreiber stellen ein andauerndes, mitunter existentielles Branchenrisiko dar. Gerade in den letzten Jahren hat die EASA eine Reihe von betrieblichen Änderungen durchgesetzt, die erhebliche, teilweise existentiell relevante Aufwände auf Seiten der Luftfahrtbetriebe erforderten. Verschärfte Performance-Anforderungen an die betriebenen Luftfahrzeuge oder stetig wachsende Anforderungen an die Ausstattung selbiger sind nur einige wenige Beispiele. In der Regel haben derlei geänderte Anforderungen das Ziel, die Betriebssicherheit zu steigern und sind somit im Interesse aller zu akzeptieren. Jedoch fehlt es hier oft an Transparenz bei der Umsetzung und Berücksichtigung wirtschaftlicher Einflüsse, was die Planungssicherheit einschränkt.

Zur Reduzierung von Investitionsrisiken im Zusammenhang mit derlei Änderungen verfolgt die GHS von Beginn an das Ziel, Luftfahrzeuge überwiegend zu leasen. Damit bleibt das Investitionsrisiko bei erforderlichen Umrüstungen oder Neuanschaffungen im Wesentlichen beim Leasinggeber und/oder Eigentümer. Dennoch verbleiben Ausfallrisiken, Umrüstungsaufwände und ggf. gesteigerte administrative Aufwände beim Betreiber.

Zur Reduzierung und insbesondere frühzeitigen Erkennung solcher Risiken ist die GHS durch den DHV (Deutscher Hubschrauberverband) und der EHA (European Helicopter Association) organisiert. Beide Organisationen setzen sich gegenüber den nationalen und europäischen Behörden verstärkt für die Interessen der Luftfahrzeugbetreiber ein und informieren frühzeitig über eventuell anstehende Änderungen und Neuerungen. Auch erhält man ggf. Unterstützung und Hilfestellung bei der Umsetzung von neuen Anforderungen.

4.1.8 Schwerwiegende technische oder flugbetriebliche Ereignisse

In der Luftfahrt besteht zu jeder Zeit ein Restrisiko von erheblichen finanziellen/materiellen Einbußen aufgrund von signifikanter Beschädigung von Luftfahrzeugen durch innere oder äußere Einwirkung, Verschleiß oder fehlerhafter Bedienung/Wartung. Auch kann ein Flugunfall aufgrund von technischem Gebrechen, menschlichem Versagen oder anderer widriger Umstände trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, Erfahrung und Schulungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Höchste Standards in der internen Qualitätssicherung, eine funktionierende Just Culture in Bezug auf ein transparentes und offenes Reporting von Gefahren und Missständen sowie deren unmittelbare Bewertung und Abstellung, intensive Personalschulung sowie ein kontinuierliches Lernen und Aufarbeiten von Fehlern zur Verbesserung interner Prozesse sind der Schlüssel zur grundsätzlichen Vermeidung derlei unerwünschter Ereignisse und stellen den Kern unseres täglichen Handelns dar. Dies wird durch sorgfältiges und intensives Sicherheitsmanagement und durch Verwendung von hochwertiger und hochgradig spezialisierter online verfügbarer Software-Tools mit höchster Priorität verfolgt und durch selbige unterstützt.

Durchdachte, trainierte, bewährte und beschriebene interne Verfahren sowie ein erstklassiger Versicherungsschutz durch international renommierte Versicherungsunternehmen unterstützen bei der wirtschaftlichen Schadensbegrenzung und Abwendung von existentiellen Schäden, sollte ein derartiges Ereignis dennoch eintreten.

4.1.9 Zinsrisiko

Stetig steigende Zinsen in allen Finanzbereichen führten zu einer grundlegend veränderten, sich verschlechterten Zahlungsmoral bei unserem Kunden.

Von Bankenseite wird uns zwar die Erwartungshaltung signalisiert, dass hier wieder eine Entspannung zu erwarten sei, diese würde sich jedoch frühestens ab 2025 bemerkbar machen und ist nach wie vor von wesentlichen weltpolitischen Entwicklungen abhängig. Daher ist auch in 2024 nicht mit einer Entspannung zu rechnen und es muss berücksichtigt werden, dass Neufinanzierungen mit erhöhten Kosten einhergehen.

4.1.10 Wechselkursrisiko

Durch die Teilnahme am Weltmarkt unterliegen wir selbstverständlich den üblichen Wechselkursrisiken. Die wesentlichen zur Anwendung kommenden Währungen im Geschäft der GHS sind der USD und der EUR, wobei der überwiegende Teil der Einkünfte in USD erzielt wird. Eine weitere Verschlechterung des USD gegenüber des EUR hätte daher eine nachteilige Wirkung auf das Bilanzergebnis der GHS.

Es wird jedoch bereits seit Jahren darauf geachtet, Kundenverträge und damit verbundene Lieferantenverbindlichkeiten soweit möglich in ein und derselben Währung zu halten. In 2022 wurde auch die Bezahlung der für die GHS tätigen freiberuflichen Mitarbeiter auf die vorherrschende Projektwährung umgestellt.

Dies ermöglicht es der GHS inzwischen eine Art Absicherung dieser Risiken durch das Vorhalten von Finanzinstrumenten aus Umsatzgeschäften zur Begleichung von Rechnungen in eben dieser Fremdwährung.

Wir bewegen uns hier sowohl einkaufs- als auch absatzseitig immer mehr in Richtung ausschließlicher Dollar- und Eurogeschäfte.

4.2 Chancenbericht

4.2.1 Ausbau Humanitärer Einsätze

Wie bereits mehrfach angeführt, haben sich die Marktchancen deutlich zu unseren Gunsten verschoben. Die Nachfrage am humanitären Markt nach Hubschraubern ist so groß wie nie zuvor. Daher sehen wir auch für das Jahr 2024 eine hohe Wahrscheinlichkeit, weitere Aufträge generieren zu können und den Betrieb des bestehenden Flottenumfangs sicherstellen zu können. Ende 2023 wurde angekündigt, dass sowohl UNWFP als auch die UN in Budget-Schwierigkeiten geraten könnten, wir gehen jedoch davon aus, dass diese, wenn überhaupt nur eine vorübergehende Auswirkung haben werden.

4.2.2 Vegetationsbrandbekämpfung national und international

Das Thema der Waldbrandbekämpfung wird auch in unseren Breitengraden immer vordergründiger. Die GHS hat in der Vergangenheit diverse Maßnahmen zur Qualifizierung und Positionierung im Markt der Waldbrandbekämpfung unternommen. Es ist daher möglich, dass hier in naher Zukunft auch in Deutschland und nördlicheren Regionen Absatzmöglichkeiten entstehen, die für die GHS interessant werden könnten. Technisch und von der Zulassung her ist die Firma in der Lage Aufträge in diesem Bereich zu erfüllen. Ob hier Aufträge generiert werden können, hängt stark vom politischen Wandel insbesondere der deutschen Politik ab. Bislang betrachtete man die Vegetationsbrandbekämpfung im Wesentlichen als staatliche Aufgabe. Jedoch findet bereits ein Umdenken statt, hier auch private Firmen hinzuzuziehen.

Derzeit kann noch kein wesentlicher Wandel hinsichtlich politischer Änderungen beobachtet werden. Jedoch wird auf Seiten der Hubschrauberbetreiber mehr und mehr in diesen Bereich investiert.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der erfolgreichen Generierung zusätzlicher Aufträge in der Vegetationsbrandbekämpfung sind stetig steigend. Entsprechend derzeitigen Entwicklungen stehen die Chancen gut, in den Jahren 2024 und 2025 in diesem Bereich tätig zu werden.

4.2.3 Fremdwartungsprojekte

Die GHS hat seit dem Jahr 2022 umfangreiche Anstrengungen unternommen, um auch in der Fremdwartung für neue Projekte gewappnet zu sein. Insbesondere in der Wartung und Grundüberholung von den Typen H225 und AS332 gibt es einen hohen Bedarf. Auch bei der Neukundengewinnung und Bewerbung der neu erlangten Fähigkeiten konnten Erfolge verzeichnet werden. Vier der erwarteten fünf Großprojekte konnten in 2023 realisiert werden, die das Betriebsergebnis zusätzlich positiv beeinflussten. Auch in 2024 werden eine Reihe neuer Projekte erwartet. Die Realisierung von Großprojekten in 2023 bestätigen unsere Einschätzung und die Eintrittswahrscheinlichkeit weiterer Projekte in 2024 sehen wir erneut als sehr hoch, nahezu gesichert an. Insbesondere von bundesbehördlicher Seite erwarten wir im Jahr 2024 und 2025 eine gesteigerte Nachfrage, da wir hier bereits erfolgreich tätig wurden.

4.2.4 Pilotenschulung extern wie intern

Auch die Weiterentwicklung der ATO und die Vorbereitung für Schulungsleistungen an Dritte wird weiter vorangetrieben. Hier sind in der zweiten Jahreshälfte 2023 vor allem infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen worden, um den für Anfang 2024 geplanten Simulator Bell 412 aufnehmen zu können. Die Lieferung des Bell412 Simulators hat sich jedoch bereits Ende 2023 verschoben, so dass wir mit einer Lieferung und Inbetriebnahme des Simulators erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 rechnen.

Wesentliche Umsatzsteigerungen aus der Pilotenschulung sind in 2023 nicht zu verzeichnen gewesen, können aber ab der Etablierung des Bell 412 Simulators erwartet werden. Auch hier laufen bereits Gespräche mit potenziellen Kunden und das Interesse ist groß.

Messebesuche wurden seit dem Jahr 2023 mit einem Fokus auf das Training von fliegerischem Personal ausgetragen, dies werden wir bis auf weiteres fortführen.

4.2.5 Verlängerung Rahmenvertrag mit Europäischer Union

Die GHS ist seit 2017 Rahmenvertragspartner der Europäischen Union und dadurch einer von zwei Vertragspartnern, die für Rettungsflugdienstleistungen herangezogen werden können, wenn europäische Truppenteile im Ausland Hilfseinsätze durchführen. Aus diesem Rahmenvertrag konnte der Auftrag in Mali 2021 generiert werden und auf dessen Basis stellt die GHS bereits seit 2020 Dienstleistungen in Niger. In 2023 konnte die Verlängerung des Rahmenvertrages mit der EDA gesichert werden, was bereits zu einem Neuauftrag führte, der im März 2024 begonnen wird. Die Chance, weitere Aufträge aus dem Rahmenvertrag zu generieren, sehen wir als sehr hoch an.

4.2.6 Schaffung neuer Kapazitäten und Fähigkeiten durch Ausbau von Managementstrukturen und (Um)verteilung von Verantwortung

In 2023 wurde die Position Chief Operating Officer (COO) und Chief Projects Officer (CPO) erfolgreich besetzt. Dadurch entstanden bereits eine Vielzahl positiver Synergien und eine gesteigerte Kapazität, um auf Veränderungen und neue Anforderungen besser und schneller zu reagieren. Auch sorgte diese Änderung für eine Entlastung im Senior Management.

In 2024 und über die erste Jahreshälfte 2025 ist vorgesehen, die Positionen Chief Financial Officer (CFO) und Chief Commercial Officer (CCO) zu besetzen. Hier soll insbesondere dem immer komplexeren Anspruch and das unternehmensinterne Finanzwesen genüge getan werden und das Vertriebswesen entsprechend auszubauen.

4.2.7 Zusammenarbeit mit weiteren Partnern zur Sicherung von Luftfahrzeugen

Die GHS hat seit dem Jahr 2021 die Zusammenarbeit mit weiteren Leasinggebern intensiviert, um in Zukunft auf ein breiteres Angebot an Luftfahrzeugen zurück greifen zu können. Hier konnten erfolgreich neue Partnerschaften geknüpft werden, die uns helfen, benötigte Luftfahrzeuge zur Deckung des deutlich gestiegenen Bedarfs unter Vertrag nehmen zu können. Daraus konnte die S76C++ dauerhaft an das Unternehmen gebunden werden und in 2024 ist geplant, zwei weitere Luftfahrzeuge, eine H225 und eine S76C++ über langfristige Verträge an unser Unternehmen zu binden.

4.3 Gesamtaussage

Die wesentlichen Risiken in Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Lage des Unternehmens sehen wir auch weiterhin vordergründig in zunehmender politischer Instabilität der Länder, in denen die GHS überwiegend tätig ist, dies mit Hinblick auf die Entwicklungen in Westafrika vordergründiger als je zuvor. Weiterhin erschweren schwer vorhersehbare allgemeinen Preissteigerungen aufgrund derzeitiger weltwirtschaftlicher Entwicklungen eine langfristige Planung und hohe Ausfallkosten von Luftfahrzeugen aufgrund technischer Umstände bedürfen auch nach den Erfahrungen in 2023 einen erhöhten Fokus. Nach wie vor spielen hier gestörte Logistikketten und Personalmangel eine große Rolle. Daher ist die Gewinnung dringend benötigter Fach- und Managementkräfte weiterhin ein wesentlicher Faktor zum Erfolg, um auf die derzeit sehr dynamischen Entwicklungen zeitnah reagieren zu können.

Aufgrund der bereits in 2023 angestoßenen Gewinnung neuer Luftfahrzeuge und einer inzwischen leichten Entspannung am Arbeitsmarkt sehen wir uns für das kommende Jahr wieder in einer besseren Position, um uns auf neue Projekte einstellen zu können.

Der Absatzmarkt der GHS zeichnet sich derzeit und aufgrund der weiterhin enorm gestiegenen Nachfrage auch in 2024 als vielversprechend ab und bietet die Möglichkeit für eine Vielzahl an lukrativem Neugeschäft.

Die wesentlichen Chancen sehen wir weiterhin in der weiteren Diversifizierung der Geschäftsfelder der GHS, vor allem im Bereich der Fremdwartung, aber auch in der Gewinnung von Neukunden im operativen Bereich. Der termingerechte Beginn des EDA-Projektes und die störungsfreie Fortführung der in 2023 begonnenen Neuprojekte werden im Wesentlichen das Geschäftsjahr 2024 bestimmen.

Auch wenn das Jahresergebnis 2023 aufgrund der Vielzahl gewonnener Projekte unsere Prognosen und Erwartungen übertroffen hat, haben hohe Ausfallraten und Verzögerungen in der Bereitstellung von Luftfahrzeugen für neu hinzugekommene Projekte ein besseres Ergebnis verhindert. Daher erwarten wir in Bezug auf die Planzahlen 2024 aufgrund der bestehenden Auftragslage mit einem deutlich positiveren Betriebsergebnis abzuschließen, als dies in 2023 der Fall war.

 

Kirchanschöring, den 10. August 2023

Global Helicopter Service GmbH, Kirchanschöring,

vertreten durch den Geschäftsführer

Herrn Dominik Goldfuss

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.066.568,42 5.465.460,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.067,00 2.367,00
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.067,00 2.367,00
II. Sachanlagen 6.064.401,42 5.461.993,02
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.136,00 100.189,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.917.448,00 5.308.161,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.037.817,42 53.643,02
III. Finanzanlagen 1.100,00 1.100,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63,00 63,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.037,00 1.037,00
B. Umlaufvermögen 6.464.300,00 4.893.084,84
I. Vorräte 2.178.846,66 814.940,15
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) -116.420,81 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.319.054,39 3.906.958,00
1. sonstige Vermögensgegenstände 4.319.054,39 3.906.958,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 82.819,76 171.186,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.243,90 178.628,05
Summe Aktiva 12.555.112,32 10.537.172,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.229.329,39 1.640.593,49
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 626.063,17 626.063,17
III. Bilanzgewinn 1.578.266,22 989.530,32
B. Rückstellungen 264.159,19 715.975,57
C. Verbindlichkeiten 10.061.623,74 8.180.603,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.493.285,95 4.256.290,19
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.568.337,79 3.924.313,66
davon aus Steuern 42.892,47 527.755,44
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.091,63 0,00
Summe Passiva 12.555.112,32 10.537.172,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.555.634,34 7.101.561,78
2. Personalaufwand 2.359.091,99 1.879.801,48
a) Löhne und Gehälter 1.937.594,23 1.542.183,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 421.497,76 337.618,44
3. Abschreibungen 844.772,20 566.197,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 844.772,20 566.197,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.403.274,70 4.816.243,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.406,97 20.301,04
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 143.043,26 49.295,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 217.044,11 36.805,64
8. Ergebnis nach Steuern 591.815,05 -226.480,38
9. sonstige Steuern 3.079,15 409,00
Jahresüberschuss 588.735,90 -226.889,38

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 989.530,32 1.216.419,70
2. Bilanzgewinn 1.578.266,22 989.530,32

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

Global Helicopter Service GmbH, 83417 Kirchanschöring

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: Global Helicopter Service GmbH
Sitz: 83417 Kirchanschöring, Watzmannstraße 1
Registergericht: Amtsgericht Traunstein; HRB 23217

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, dem EGHGB und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder dem Anhang zu machen sind, werden weitgehend im Anhang (§ 284 (1) S.1) dargestellt. Bei den Pflichtangaben im Anhang wurde nach dem Wesentlichkeitsgrundsatz verfahren.

Der vorliegende Jahresabschluss ist ordnungsgemäß aus den Büchern entwickelt. Die Bilanz enthält die bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Schulden und Wagnisse.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatzwahlrechte und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden in Anwendung des §256a HGB zu Devisenkassamittelkurs bilanziert.

Ansatzwahlrechte - Ansatzwahlrechte wurden nicht ausgeübt. - Von Bilanzierungshilfen wurde nicht Gebrauch gemacht.

III. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen drei und vierzehn Jahren angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die Abschreibungszeiträume orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von € 250 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt, da diese Werte von untergeordneter Bedeutung sind.

Die im Berichtsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter ab € 250 bis € 800 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben, da diese Werte von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Darstellung des Anteilsbesitzes bleibt aus, da dieser für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft nach §264 2) HGB von untergeordneter Bedeutung ist.

Die langfristigen Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern bestehen iHv € 0,00 (Vj. € 0,00).

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden zum Nennwert angesetzt, abzüglich entsprechender Absetzungen für erkennbare Wertminderungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Diese umfassen den angemessenen Teil der Verwaltungsgemeinkosten. Zur verlustfreien Bewertung werden auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommmen.

Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen € 4.319.054,39 (Vj. € 3.906.958,00) und werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer).

Die laufenden Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) betragen € 22.994,65 (Vj. € 15.000,00). Davon beträgt die Laufzeit von € 0,00 (Vj. 0,00) mehr als 1 Jahr.

Die gewährten Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans betragen € 15.000,00 (Vj. € 15.000,00), der Zinssatz beträgt 1%. Die Vorschüsse für Auslagen betragen € 7.994,65 (Vj. € 0,00) und wurden in 2023 ausgezahlt und werden nicht verzinst. Die Laufzeit beträgt weniger als 1 Jahr.

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr betragen € 0,00 (Vj. € 0,00).

Kasse, Bank

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Passiva

Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Gewinnvortrag wurde iHv € 989.530,32 (Vj. € 2.235.095,42) in den Bilanzgewinn einbezogen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 216.633,00 und weitere Rückstellungen in Höhe von EUR 41.341,19.

Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.719 durch Sicherungsübereignungen an Gegenständen des Sachanlagevermögens besichert.

Der Ansatz der erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandwirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) betragen € 0,00(Vj. € 0,00).

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeiten Stand 31.12.2023
Euro
davon bis 1 Jahr
Euro
mit einer 1 - 5 Jahre
Euro
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.493.285,95 850.291,72 4.250.670,93 392.323,30
(Vj 4.256.290,19) (Vj 506.185,45) (Vj 3.750.104,74) (Vj 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.116.640,63 3.116.640,63 0,00 0,00
(Vj 3.130.954,67) (Vj 3.130.954,67) (Vj 0,00) (Vj 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vj 0,00) (Vj 0,00) (Vj 0,00) (Vj 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vj 211,26) (Vj 211,26) (Vj 0,00) (Vj 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.451.697,16 546.719,78 904.977,38 0,00
(Vj 247.055,33) (Vj 247.055,33) (Vj 0,00) (Vj 0,00)
Gesamtbetrag 10.061.623,74 4.513.652,13 5.155.648,31 392.323,30
(Vj 7.634.511,45) (Vj 3.884.406,71) (Vj 3.750.104,74) (Vj 0,00)

Die Verbindlichkeiten aus betrieblichen Steuern belaufen sich auf € 42.892,47 (Vj. € 527.755,44) (§ 266

(3) C Nr. 8 HGB).

Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf € 2.091,63 (Vj. € 0,00) (§ 266

(3) C Nr. 8 HGB).

Haftungsverhältnisse

Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt € 0,00 durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse

EUR
Geleistete Bürgschaften 0,00
Gewährleistungsverträge 0,00
Gewährte Pfandrechte 0,00

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach §285 Nr. 3a HGB beträgt T€ 4.041 und beinhaltet ausschließlich Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit von längstens fünf Jahren.

Passive latente Steuern

Die Befreiungsvorschrift des § 274a Nr. 4 HGB über die Abgrenzung latenter Steuern wurde in Anspruch genommen.

IV. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Lohnempfänger 0,00 0,00
Gehaltsempfänger 48,50 25,75
Arbeitnehmer i.S. §267 (5) HGB 48,50 25,75
Geschäftsführung 1,00 1,00
Gesamt 49,50 26,75

Nicht auf der Passivseite auszuweisende Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Wechsel- und Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen und Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten i.S.d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestehen in Höhe von € 0,00 (Vj. € 0,00).

Bezüglich der Angabe des Gesamt-Honorars des Abschlussprüfers wird §288

(2) HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dominik Goldfuss ausg. Beruf: Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen für die geleisteten Tätigkeiten im Geschäftsjahr wird gem. §286

(4) HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zusätzliche Erläuterungen zum Anhang sind nicht erforderlich, da alle Sachverhalte, soweit sie einer Erläuterung bedürften, bereits in den vorangegangenen Abschnitten dargestellt wurden.

 

Kirchanschöring, 16.07.2024

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

Global Helicopter Service GmbH

Kirchanschöring

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Global Helicopter Service GmbH, Kirchanschöring, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Global Helicopter Service GmbH, Kirchanschöring, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ahlen, den 23. August 2024

BHR GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans Muermans, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 10.1.2025.

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