Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Janz seit 10.6.2022 | Geschäftsführer |
Hanna Marina Weber seit 7.6.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lesora GmbH (vormals: Hofmann Leasing GmbH)Freiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Lesora GmbH (vormals Hofmann Leasing GmbH), Freiburg1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Rechtliche Grundlagen und Organisation der Bikeleasing-Gruppe Mit Gesellschafterbeschluss vom 06. Dezember 2023 wurde die Umfirmierung der Hofmann Leasing GmbH in Lesora GmbH beschlossen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.01.2024 wurde die Änderung des Gesellschaftervertrages in § 1 Abs. 1 (Firma) beschlossen. Hofmann Leasing GmbH firmiert zukünftig als Lesora GmbH. Der Tag der Eintragung ins Handelsregister war der 21.02.2024. Die Lesora GmbH - im Folgenden auch kurz "Lesora" oder "Gesellschaft" genannt - wurde im April 1999 gegründet. Sitz der Gesellschaft ist die Bötzinger Straße 48, 79111 Freiburg im Breisgau. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Freiburg unter der HRB 5926 eingetragen. Selbstständige Niederlassungen bestehen nicht, die Lesora betreibt lediglich eine unselbstständige Niederlassung in den Räumlichkeiten der Muttergesellschaft in Uslar. Die Gesellschaft verfügt über die Erlaubnis zum Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Leasinggeber gemäß § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 10 KWG (Finanzierungsleasing). Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgte 1999 und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stark ausgebaut. Als 100 %-Tochter der BLS Bikeleasing-Service GmbH & Co. KG, Vellmar, ist die Lesora Teil der Bikeleasing-Gruppe, die ein ganzheitliches Dienstfahrrad-Leasing-Konzept anbietet. Die Bikeleasing-Gruppe ist wiederum ein Teilkonzern der Brockhaus Technologies AG, Frankfurt am Main, welche seit November 2021 als Mehrheitsgesellschafter agiert. 1.2 Geschäftsmodell Im Fokus der Lesora steht das Angebot von Leasing speziell für Fahrräder und E-Bikes an private oder öffentliche Unternehmen in Deutschland und Österreich zum Zweck der Überlassung an deren Arbeitnehmer oder zur direkten gewerblichen bzw. unternehmerischen Nutzung. Der Vertrieb der Leasingleistungen wird exklusiv von der Muttergesellschaft BLS Bikeleasing-Service GmbH & Co. KG, Uslar (im Folgenden Bikeleasing), übernommen, die als einer der großen Marktanbieter diesen Bereich seit mehr als 8 Jahren sehr erfolgreich bedient. Das Geschäftsmodell soll alle Arbeitgeber und Unternehmen in Deutschland und Österreich unabhängig ihrer Größe, Branche, Eigentümerstruktur, Region und Gesellschaftsform ansprechen. Dieser Ansatz fördert die hohe Diversifikation unseres Portfolios. Die Geschäfts- und Umsatzplanung erfolgt in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft Bikeleasing. 2 Wirtschaftliches Umfeld bzw. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Lage der deutschen und weltweiten Wirtschaft war 2023 weiterhin von der seit Februar 2022 eskalierten Krise im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland und ihren Folgen geprägt. Insbesondere die massiv gestiegenen Rohstoffkosten und die dadurch stark angewachsene Inflation beeinflussten fortlaufend das Konsumklima im Jahr 2023. Gemäß den Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes stieg die Inflationsrate um 5,9 % gegenüber 2022, jedoch fiel diese geringer aus als im Jahr zuvor (2022: 6,9 %)[1]. Somit lässt sich ein leicht rückläufiger Trend der Verteuerung erkennen, der sich im vierten Quartal nochmal etwas verstärkt hat. Dennoch verbleibt die Inflation weiterhin auf einem hohen Wert. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen entwickelte sich der Fahrradabsatz im Jahr 2023 zufriedenstellend und nur leicht rückläufig mit einem Absatzvolumen von 7,06 Mrd. EUR und verbleibt nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) auf einem im Vergleich zum Vorjahr stabilen Niveau 2022 (7,36 Mrd. EUR)[2]. Insbesondere der Absatz der teuren E-Bikes ist im Jahr 2023 erstmals mit einer Menge von 2,1 Mio. Stück über die Stückzahl der Fahrräder ohne Motorunterstützung gestiegen (2023: 1,9 Mio. Stück)[3]. Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belastend für das Konsumklima sind, zeigt sich weiterhin die Stabilität der Fahrradbranche mit dem klaren Trend in Richtung der motorisierten E-Bikes. 3 Lage der Gesellschaft 3.1. Vorbemerkung Die Lesora konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Vergleich zu den vom ZIV veröffentlichten Zahlen ein überproportionales Wachstum erreichen. Gemessen an den Anschaffungskosten der Leasinggegenstände lag das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2023 bei rund 45 % über dem Niveau des Vorjahres. Die im Vorjahr prognostizierte Fortsetzung der positiven Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 mit einem deutlichen Wachstum im Geschäftsjahr 2023 wurde somit erreicht. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft stellt die Forderungsabgangssquote dar. Die Quote des Forderungsverkaufs des Vertragsbestandes soll hierbei eine Quote von 70 % nicht unterschreiten. Gemessen an der Vertragsanzahl lag im Geschäftsjahr 2023 diese Quote im Neugeschäft als auch im Vertragsbestand über 80 %. Auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hat sich diese Entwicklung wie folgt ausgewirkt: 3.2 Ertragslage In der Ertragsrechnung der Gesellschaft zeigen sich insgesamt Leasingerträge in Höhe von 306,7 Mio. € (Vj. 181,9 Mio. €), die sich in Bezug auf das "Bike-Leasing" aus den Komponenten Leasing, Versicherung und Service zusammensetzen. Diesen stehen Provisionsaufwendungen in Höhe von 38,2 Mio. € (Vj. 33,8 Mio. €) gegenüber, die handelsrechtlich bereits im Abschlussjahr aufwandswirksam werden, durch Leasingerträge aber erst während der Vertragslaufzeit erwirtschaftet werden. Wachstumsbedingt sowie einem gestiegenen Marktzinsniveau geschuldet, bestehen gegenüber dem Vorjahr erhöhte Zinsaufwendungen von 3,49 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) und Abschreibungen auf das Leasingvermögen von 192,5 Mio. € (Vj. 114,3 Mio. €). Leasingaufwendungen, im Wesentlichen aus dem Restbuchwert von Leasingrückläufern sowie der planmäßigen Auflösung von zu Vertragsbeginn für die gesamte Vertragslaufzeit im Voraus gezahlten und daher abgegrenzten Versicherungsprämien, stehen mit 70,0 Mio. € (Vj. 40,3 Mio. €) zu Buche. Die Personal- und Sachaufwendungen sind entsprechend dem gestiegenen geschäftlichen Umfang im Geschäftsjahr um 1,6 Mio. € auf insgesamt 7,4 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €) angestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind neben den um 0,5 Mio. € erhöhten direkten Personalaufwendungen im Wesentlichen erhöhte Aufwendungen aus Auslagerungstatbeständen, IT-Kosten sowie weitere Fremdkosten durch Rechts- und Prüfkosten in Höhe von 1,1 Mio. €. Insgesamt ergab sich ein Verlust aus der normalen Geschäftstätigkeit von 3,8 Mio. € (Vj. 14,4 Mio. €), der durch den im Vorjahr geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Bikeleasing komplett ausgeglichen wird. Das negative handelsbilanzielle Jahresergebnis war aufgrund des anhaltend starken Neugeschäftszuwachses branchentypisch so zu erwarten. Der sofortigen Verbuchung der Aufwendungen, insbesondere der bezahlten Provisionen, stehen über die Laufzeit verteilte Erträge entgegen, was in der Wachstumsphase zu gewaltigen Verzerrungen zu Lasten des laufenden Jahres führt. Zur besseren Veranschaulichung bzw. Messung der wirtschaftlichen Leistung betrachten wir für interne Steuerungszwecke daher das betriebswirtschaftliche Ergebnis. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis ergibt sich aus der Addition des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Substanzwertveränderung innerhalb einer Betrachtungsperiode. Ziel der Substanzwertrechnung ist es, stille Reserven und stille Lasten aus den leasingtypischen, asynchronen Aufwands- und Ertragsverläufen aufzuzeigen, die sich vor allem in der Veränderung der Substanz im Zeitverlauf widerspiegeln. Die Veränderung des Substanzwertes zeigt insoweit den zusätzlichen Beitrag der Betrachtungsperiode zur Substanz der Gesellschaft und stellt damit das Ergebnis zukünftiger Erfolgsrechnungen für die jeweilige Betrachtungsperiode dar. Aus der Substanzwertveränderung wird damit, ergänzt um das handelsrechtliche Ergebnis, die tatsächliche Wertschöpfung der Gesellschaft innerhalb einer Periode erkennbar. Das so ermittelte positive betriebswirtschaftliche Ergebnis zeigt aus Sicht der Geschäftsführung ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 auf. 3.3 Finanzlage Das Neugeschäft wurde gemessen an der Anzahl der Verträge nahezu unverändert zum Vorjahr zu 80,1 % (Vj. 88,4 %) regressfrei verkauft.. Insgesamt wird unverändert die Strategie einer fristenkongruenten Refinanzierung verfolgt, die bei Forderungsverkauf zugleich bisher zu vernachlässigend geringe Forderungsausfälle (wegen Veritätshaftung) zur Folge hat. Bei unserem darlehensfinanzierten Neu- bzw. Bestandsgeschäft ist ebenfalls eine fristenkongruente Finanzierung angestrebt, die durch die kontinuierliche Linienausweitungen mit unseren bestehenden Refinanzierungspartnern ermöglicht wird. Gesamthaft verfolgt die Lesora ein dreisäuliges Prinzip der Refinanzierung bestehend aus Forfaitierung, ABS-Programmen und Darlehen, welche allesamt durch starke Partner im Markt bedient werden. Mittels ausreichender Kredit- und Kontokorrentlinien verfügt die Gesellschaft über ausreichende Liquidität zur Finanzierung unseres weiter im Ausbau befindlichen Neugeschäftes. 3.4 Vermögenslage Das weiterhin starke Wachstum der Lesora im Geschäftsjahr 2023 führte zu einer um 222,9 Mio. € auf 657,1 Mio. € erhöhten Bilanzsumme. Das aktivierte Leasingvermögen erhöhte sich um 174,1 Mio. € auf 524,3 Mio. €. Daneben bestehen zum Jahresende liquide Mittel von 15,8 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) auf den Bankkonten der Gesellschaft. Weiterhin sind die sonstigen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr deutlich um 9,1 Mio. € auf 31 Mio. € angewachsen was im Wesentlichen durch Forderungen aus Intercompany-Darlehen mit der Muttergesellschaft Bikeleasing resultiert. Auf der Passivseite verlängert sich die Bilanz im Wesentlichen durch die weitere Steigerung der Refinanzierungstätigkeiten der Gesellschaft durch Forderungsverkauf wodurch der passive Rechnungsabgrenzungsposten auf 554,4 Mio. € angewachsen ist und verschiedener Refinanzierungsdarlehen der Partnerbanken mit einer Steigerung im Berichtszeitraum von 49,4 Mio. € auf 96,2 Mio. €. Der im Vorjahr abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag sieht eine Verlust- und Gewinn-übernahme durch die Bikeleasing im Rahmen einer ertragssteuerlichen Organschaft vor. Der hierbei aus vororganschaftlicher Zeit bestehende, aus dem Verlustvortrag resultierende, nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird durch den Substanzwert der Lesora weit überkompensiert. Insoweit wird die zukünftige Realisation des im Geschäftsjahr 2023 weiter erhöhten Substanzwertes zunächst den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag kompensieren. 3.5 Einschätzung der Geschäftsführung Die Lesora hat sich damit weiterhin mehr als zufriedenstellend entwickelt. Im Jahresrückblick fiel das Neugeschäftsvolumen um etwa 5% niedriger aus als ursprünglich geplant. Die Liquidität der Gesellschaft war dabei stets sichergestellt. 4 Chancen- und Risikoberichterstattung 4.1 Risiken und Chancen Unter Zugrundelegung eines Prognosezeitraums von einem Jahr sehen wir für die zukünftige Entwicklung der Lesora im Wesentlichen ein Risiko in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Zum Jahres Ende 2023 wurde die Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 % auf 0,9 % reduziert (Internationalen Währungsfonds). Bei einer Entwicklung unterhalb der Erwartungen der Wirtschaftsforschungsinstitute besteht das Risiko, dass wir nur ein unter dem geplanten Niveau liegendes Neugeschäft realisieren können und ein erhöhter Risikovorsorgebedarf aufgrund einer geringeren Zahlungsfähigkeit unserer Leasingnehmer besteht. Die abrupte Zinswende der vergangenen Jahre hat Risiken für die Gesellschaft mit sich gebracht. Dies äußerte sich in stark gestiegenen Refinanzierungskosten. Trotz der aktuellen Prognose über einen tendenziell sinkenden Leitzins wird weiterhin mit einer gleichbleibenden Refinanzierungszins gerechnet. Hintergrund sind die steigenden Insolvenzrisiken aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage. Dieses Risiko wird von den Refinanzierungspartner in die Konditionen eingepreist. Diese Entwicklung führte bereits Ende 2023 zu nahezu gleich hohen Refinanzierungskosten, trotz leicht sinkender Zinsen. Zusätzlich stieg das Risiko für Cyberangriffe und IT Pannen im Jahr 2023 deutlich an. Hier kam es zu medienwirksamen Vorfällen innerhalb der Branche. Die größte Gefahr geht von Ransomware-Angriffen aus, diese führen in der Regel zum Stillstand und zu einem enormen Reputationsschaden sowie finanziellen Schaden. Die Entwicklung von neuer Technologien wie z.B. von künstlicher Intelligenz gesteuerter Systeme bergen Risiken sowie Chancen für die Gesellschaft. Zum einen können oben genannte Cyberangriffe mittels künstlicher Intelligenz ggf. noch schneller Firewalls durchbrechen zum anderen kann der Einsatz solcher Systeme innerhalb der Gesellschaft Kapazitätsengpässe bei Fachfragen abfedern. Für den Einsatz solcher Software sind u. E. eine sorgfältige Governance nötig. Der Einsatz und die Ergebnisse von künstlicher Intelligenz sollte stets sorgfältig und kritisch hinterfragt werden. Neben neuen Technologien ist ein nachhaltiges Wirtschaften bezüglich der Umwelt, der sozialen Verantwortung und der Unternehmensführung erstrebenswert. Hier überwiegen für die Gesellschaft nach unserer Einschätzung die Chancen. Das Streben nach nachhaltigem Wirtschaften fördert zum einen das aktuelle Geschäftsmodell der nachhaltigen Mobilität und gleichzeitig bietet es die Möglichkeit für neue Märkte. Ein nachhaltiges Wirtschaften ist für die Gesellschaft kein Trend, sondern eine Verpflichtung. Denn die Veränderung des Klimas und die daraus resultierenden Folgen werden enorme Herausforderungen in der Zukunft mit sich führen. Hier kann es beispielhaft zu eingeschränkter Versicherbarkeit von Leasingobjekten kommen, die ihren Standort in bestimmten Regionen haben. Die Klima- und Umweltrisiken werden als Risikotreiber entlang der bestehenden Risiken erachtet. Deshalb wird eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit eine wichtige Kernkompetenz des Geschäftsmodells sein. Die im Jahr 2018 vom Bundestag beschlossene Steuerfreiheit für Diensträder, sofern diese vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zur Verfügung gestellt werden, eröffnete, und eröffnet auch weiterhin, zahlreiche Chancen. Mit Erlass vom 13.03.2019 wurde das vollständig arbeitgeberfinanzierte Dienstrad in seiner steuerlichen Behandlung den Regelungen von E-Autos gleichgestellt (0,5 % - Regelung). Dies konnte nochmals verbessert werden durch das Klimapaket der Bundesregierung. Das Paket stellte zum 01.01.2020 das Dienstrad nochmals besser als ein E-Auto (0,25 % - Regelung). Die Akzeptanz des Dienstrades steigt seither stetig und das Interesse an diesem Geschäftsmodell wurde deutlich spürbar stärker. Neben den steuerlichen Vorteilen bietet das Dienstrad eine klimafreundliche und gesundheitsfördernde Alternative zum Auto. Die Unternehmen und ihre Angestellten haben dadurch eine Möglichkeit ihren Teil zur Mobilitätswende beizutragen. Die hierauf ausgerichtete nachhaltige Ausrichtung des Geschäftsmodells der Lesora ist als besondere Chance zu sehen. Gestörte globale Lieferketten führen dazu, dass Produktionsstätten wieder nach Deutschland zurück verlagert werden sowie ein steigender Bedarf von Fachkräften am Standort Deutschland. Dafür werden qualifizierte Mitarbeiter benötigt, deren Bindung an das Unternehmen, zum Beispiel mit attraktiven Mitarbeiterangeboten wie dem Dienstfahrrad möglich gemacht werden kann. Auch die derzeit auf hohem Niveau verharrenden Benzinpreise dürften zur erhöhten Attraktivität des Fahrrads als Transportmittel für die nähere Distanz beitragen, insbesondere wenn die gegenwärtige Situation weiter anhält und damit das Dienstradleasing weiter gefördert wird. 4.2 Risikomanagement 4.2.1 Vorbemerkung Die Geschäftstätigkeit der Lesora beschränkt sich schwerpunktmäßig auf das Inland und Österreich. Das Ziel der Gesellschaft ist es mögliche Klumpenrisiken auf Abnehmer- und Lieferantenseite, hinsichtlich Branchen und Regionen zu vermeiden. Ende des Geschäftsjahres 2023 verteilt sich 83 % des Obligos auf Geschäfte in den Regionen Nord-Westdeutschland, Süd-Ostdeutschland und Süd-Westdeutschland. Die restlichen 17 % verteilen sich auf Nord-Ostdeutschland (8 %) und Österreich (9 %). Die Betrachtung der Branchen zeigt eine breite Streuung des Kundenportfolios. Mehr als ein Viertel des Portfolios ist dem verarbeitenden Gewerbe/Herstellung von Waren angehörig. Das Portfolio weist somit kein Klumpenrisiko in Anbetracht der Branchen auf. Zur Minimierung von Adressenausfallrisiken ist die Gesellschaft seit 2008 dazu übergegangen, den überwiegenden Teil des Vertragsbestandes über einen Forderungsverkauf abzusichern und zu refinanzieren. Es handelt sich hierbei um echten Forderungsverkauf. Risiken aus einer Veritätshaftung können auch durch einen Forderungsverkauf nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko aus Veritätshaftung beschränkte sich jedoch in den letzten Jahren auf Einzelfälle. Durch die Beschränkung der Vertragsvolumina gekoppelt mit einer breiten Streuung auf Kunden- und Lieferantenseite zur Vermeidung möglicher "Klumpenrisiken" ist dieses Risiko begrenzt. Die Lesora betreibt ausschließlich Leasing mit gewerblichen Firmenkunden, gemeinnützigen Trägerorganisationen und der öffentlichen Hand auf der Basis des bewährten Vertragskonzepts. Durch ganzheitliche Prüfung der Kundenengagements auf Bonität, Zukunftsaussichten und Branche war es der Lesora bisher möglich, frühzeitig auf besonders betroffene Branchen zu reagieren. Seitens der Gesellschaft wird daher der Risikogehalt der Geschäftstätigkeit als vergleichsweise gering angesehen, was auch vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass die Leasingverpflichtungen überwiegend seitens der Arbeitnehmer durch Gehaltsumwandlung erbracht werden. Dies ist für die Unternehmen weitgehend erfolgsneutral, da Personalkosten durch Leasingkosten substituiert werden. Die Kapitaldienstfähigkeit der Leasingnehmer wird hierdurch nicht verändert. 4.2.2 Risikomanagementsystem und Risikotragfähigkeit Das Risikomanagement der Lesora ist an die strategische Ausrichtung der Bikeleasing-Gruppe, in Form der Finanzierung von Fahrrädern und E-Bikes an private und öffentliche Unternehmen zum Zwecke der Überlassung an deren Arbeitnehmer, angepasst. Für die Lesora besteht eine darauf aufgebaute Geschäfts- und Risikostrategie mit einem darauf ausgerichteten Risikosteuerungs- und Controllingprozess. Der gesamte Risikomanagementprozess sowie dessen Umsetzung liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Lesora. Der eingerichtete Prozess identifiziert, bewertet, steuert und kommuniziert die Risiken mit dem Ziel der Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sowie einer jederzeit angemessenen Liquiditätsausstattung der Gesellschaft. Ausgangspunkt unseres aktiven Risikomanagements ist die Erhebung der Grundgesamtheit der für das Unternehmen relevanten Risiken - die Risikoidentifikation. Die Risiken werden hierbei durch eine Risikoinventur erhoben und bewertet. Die identifizierten Risiken werden jährlich neu bewertet und eingeschätzt. Neu entstehende Risiken, z.B. aus sich verändernden wirtschaftlichen Umständen, werden ad-hoc analysiert, bewertet, ergänzt und ggf. auf Gesellschafterebene reportet. Nachfolgend sind nun die aus Sicht der Gesellschaft identifizierten wesentlichen Risikoarten sowie die hierauf ausgerichtete Strategie aufgeführt:
Zu Vertragsbeginn erfolgt eine Bonitätsprüfung der Leasingnehmer sowie der Lieferanten gem. den Regelungen des Risikohandbuchs. Grundsätzlich soll das Adressausfallrisiko von Leasingnehmern vermieden werden, d.h. Verträge sind möglichst regressfrei zu refinanzieren. Diese Art der Refinanzierung minimiert das ausgehende Risiko. Zusätzlich ist das Adressenausfallrisiko unter Berücksichtigung zukünftiger Risiken, zu denen u.a. die Nachhaltigkeitsrisiken zählen, zu betrachten. Durch die breite Diversifikation des Portfolios wird derzeit von einem moderaten Nachhaltigkeitsrisiko ausgegangen. Weiterhin unterstützt und fördert die Lesora GmbH das Thema nachhaltige Mobilität mittels ihrem taxonomiefähigen Leasingobjet Fahrrad/Pedelec.
Durch die grundsätzlich laufzeitkongruente Finanzierung mit einem Festzinssatz wird das Risiko als kalkulierbar eingeschätzt, aber dennoch als wesentlich eingestuft. Restwertrisken, als weitere Form von Marktpreisrisiken, haben aufgrund des betriebenen Geschäftsmodells bzw. der Einbindung der Lesora in die Bikeleasing Gruppe nur eine geringe Bedeutung (es besteht eine 100 %ige Abnahme der Leasingrückläufer durch die Bikeleasing Gruppe). Nachhaltigkeitsrisiken, die aus Marktpreisrisiken resultieren, können für den Berichtszeitraum nicht festgestellt werden.
Es ist sicherzustellen, dass die Zahlungsverpflichtungen der Lesora jederzeit erfüllt werden können und ausreichende Liquidität für das geplante Neugeschäft zur Verfügung steht. Durch eine ausreichende Diversifikation der Refinanzierungsquellen sowie eine grundsätzlich fristenkongruente Refinanzierung werden die Liquiditätsrisiken begrenzt. Die Finanzierung des Neugeschäfts wird durch vier Säulen gesteuert. Die Fremdfinanzierung des Neugeschäfts wird durch Forfaitierung, Asset-backed Securities (ABS) und Darlehensrefinanzierung dargestellt. Als vierte Säule kann die Lesora auf freie Liquiditätszuflüsse des Bestandsgeschäfts zurückgreifen. Einhergehend mit dem Ziel der Begrenzung von Adressenausfallrisiken liegt der Fokus auf der Refinanzierungsart Forfaitierung und ABS. Aufgrund des Verkaufs der Forderung unter Verzicht auf einen Rückgriff gegen den Verkäufer bei Zahlungsausfalls des Schuldners liegt bei dieser Refinanzierungsform kein Adressenausfallrisiko vor. Nachhaltigkeitsrisiken, die das Liquiditätsrisiken verstärken können, wurden für den Berichtszeitraum nicht festgestellt werden.
Operationelle Risiken sehen wir vor allem in der größenbedingten Abhängigkeit von der Einsatzfähigkeit eines jeden einzelnen unserer Mitarbeiter. Durch unsere Betriebsgröße können wir uns keine vollständigen Redundanzen für denkbare Ausfälle dieser leisten. Die operativ wichtigen Positionen sind jedoch durch Stellvertretungen abgedeckt. Ebenso werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult und haben Möglichkeiten sich fachspezifisch weiterzubilden. In Bezug auf die Ausfallsicherheit der EDV-Systeme sehen wir mit wachsendem Vertragsbestand ebenfalls wesentliche Risiken. Operationelle Schadensfälle werden in einer Schadensfalldatenbank angemessen erfasst und hinsichtlich ihrer Ursache analysiert. Maßnahmen zur Vermeidung der Ursache werden eingeleitet und Risikosteuerungsmaßnahmen werden erarbeitet und deren Umsetzung überwacht.
Die Lesora fasst unter "sonstige Risiken" weitere relevante Risiken, wie z.B. Reputations- oder Compliance-Risiken zusammen. Der Wandel hin zu E-Mobilität ermöglicht das Angebot weiterer umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel, wodurch das Geschäftsmodell der Bikeleasing Gruppe und somit der Lesora gefördert wird. Die Ausrichtung der Lesora zielt langfristig darauf ab eine Leasinggesellschaft zu sein, die Unternehmen durch nachhaltige Leasingobjekte in Ihrem Wachstum fördert. Unter Berücksichtigung der zu tragenden Risiken sieht sich die Lesora als gut aufgestellte, flexibel agierende und nachhaltige Leasinggesellschaft, deren Substanzwert die nötige Risikotragfähigkeit besitzt, um mögliche Stressszenarien abzufangen. Die aktuelle Auslastung der Risikotragfähigkeitsrechnung wird als angemessen eingeschätzt. 4.3 Prognosebericht Die seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 gravierende Beeinflussung der internationalen Energiemärkte sorgte in den Folgemonaten für extrem steigende Rohstoffkosten, welche sich im Jahr 2023 stabilisiert haben aber auf hohem Vorkrisenniveau verbleiben. Zusätzlich leidet die deutsche Wirtschaft als Exportnation noch zusätzlich stärker unter dem allgemein schwachen Welthandel als andere Nationen. Daher bildet nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum in 2024 von 0,9% das Schlusslicht der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Diese allgemeinen negativen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft verbunden mit dem andauernden Krieg in der Ukraine und den fortlaufenden Provokationen Russlands in Richtung der restlichen westlichen Welt schüren zusätzliche Unsicherheit. Diese Unsicherheit verbunden mit einem stärken Arbeitsplatzabbau durch nur schwache oder in manchen Branchen sogar rückläufige Entwicklung kann das Konsumklima weiter belasten und damit auch die Nachfrage nach nicht lebensnotwendigen Verbrauchsgütern negativ beeinflussen. Daher bleibt der Prognosebericht und der Ausblick für das Jahr weiterhin geprägt von Unsicherheiten[4]. Die Lesora und die gesamte Bikeleasing Gruppe konnten trotz der zuletzt schwierigen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen. Die Flexibilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sichern den Fortbestand und das Wachstum der Lesora trotz turbulenter Konjunktur. Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass sich der bereits bestehende Trend hin zur Fahrradmobilität durch die ständig steigenden Energiepreise und das Umweltbewusstsein der Bevölkerung weiter beschleunigen wird. Die Gesellschaft beobachtet die beschriebenen Entwicklungen laufend und passt die internen Szenario-Berechnungen dementsprechend kurzfristig an. Insgesamt gibt es gute Chancen, dass das Dienstfahrrad-Leasing und damit die Gesellschaft gestärkt aus der aktuellen Krisensituation hervorgeht. Den Fokus der Nachhaltigkeit des Dienstfahrrad-Leasings gilt es weiter herauszuarbeiten und wirtschaftliche Einbußen - zum Beispiel durch Insolvenzen der Leasingnehmer - sollten sowohl durch eine professionelle Bonitäts- und Risikoanalyse, durch vorsichtiges Agieren und umsichtiges Refinanzieren auf niedrigem Niveau verbleiben. Die Lesora arbeitet weiterhin an der Verbesserung und der Digitalisierung der Prozesse und führt auch den Personalaufbau im geplanten Umfang fort. Hierzu wird sie im Geschäftsjahr 2024 erheblich in die Weiterentwicklung ihrer EDV-Landschaft investieren und beabsichtigt, etwa 15 weitere Mitarbeiter einzustellen. Die Geschäftszuweisung der Muttergesellschaft wird im Neukundenbereich weiterhin ausschließlich an die Lesora erfolgen, weswegen von einem weiteren starken Wachstum auszugehen ist. Aufgrund des zu erwartenden Wachstums werden weiterhin handelsbilanzielle Verluste bei einem steigenden Substanzwert erwartet. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator in Form der Forfaitierungsquote soll im Bestand und somit auch Neugeschäft weiterhin 80 % nicht unterschreiten. Trotz unverändert hoher Unsicherheiten aufgrund der geopolitischen Krisen, des Ukrainekriegs und der Bankenturbulenzen, sieht der Brockhaus Technologies AG Konzern sehr optimistisch in das Jahr 2024 und strebt ein weiteres Rekordjahr bei Umsatz und Ergebnis an. So wird für das kommende Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen zwischen € 220 und € 240 Mio. und einem bereinigten EBITDA auf einen Wert zwischen € 80 Mio. und € 90 Mio. auf Brockhaus- Konzernebene gerechnet. Abgeleitet davon erwartet die Lesora als Teil der Bikeleasing Gruppe ebenfalls ein starkes Wachstum des Neugeschäftsvolumens von bis zu 35 % im Geschäftsjahr 2024.
Freiburg Patrick Janz, Geschäftsführer Hanna Weber, Geschäftsführerin [1]
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20
[2] https://www.ziv-zweirad.de/2024/03/13/marktdaten-2023-fahrradbranche-trotzt-negativem-konsumklima/ [3] https://www.ziv-zweirad.de/ziv-marktdaten-fahrraeder-und-e-bikes-2023-die-zahlen-im-detail/ [4] https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/ BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023Lesora GmbH, FreiburgA. Vorbemerkung Die Gesellschaft gilt als Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. Kreditwesengesetzes. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde daher nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Kreditwesengesetzes aufgestellt. Dabei wurden die Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) berücksichtigt. Gem. §340a HGB wurden die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB angewendet. Die Lesora GmbH hat ihren Sitz in Freiburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter HRB 5926 eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.01.2024 wurde die Änderung des Gesellschaftervertrages in § 1 Abs. 1 (Firma) beschlossen. Hofmann Leasing GmbH firmiert zukünftig als Lesora GmbH. Der Tag der Eintragung ins Handelsregister war der 21.02.2024. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Forderungen an Kreditinstituten sowie sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Forderungen an Kunden sind zu ihrem Nennwert angesetzt. Eine Ausnahme hiervon bilden die noch nicht fälligen und nicht forfaitierten Mietkaufforderungen, die zu ihrem Barwert angesetzt werden. In den Forderungen an Kunden sind keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Erkennbaren Risiken aus den bestehenden Forderungen wird durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Gegenständen des Leasingvermögens handelt es sich um technische Anlagen und Maschinen und um Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Kunden (Leasingnehmer) sowie größtenteils um Fahrräder und E-Bikes (Pedelecs und S-Pedelecs). Die Leasinggegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die Vertragslaufzeit auf den garantierten oder auf den nicht garantierten, kalkulierten Restwert. Bei der Festlegung der Abschreibungsmethode erfolgte eine Orientierung am Prinzip der verlustfreien Restabwicklung der Leasingverträge. Bonitätsrisiken werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Erinnerungswerten angesetzt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, bei abnutzbaren Anlagegütern abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Unter den Sachanlagen werden eigengenutzte Anlagegüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert weitgehend aus zu Vertragsbeginn für die gesamte Vertragslaufzeit gezahlten Versicherungsprämien für das Dienstfahrradgeschäft. Es erfolgt eine lineare Auflösung über die Laufzeit der zugrundeliegenden Leasingverträge. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellte Verkaufserlös (Barwert) aus der Forfaitierung von Leasingforderungen wird grundsätzlich linear über die Laufzeit der entsprechenden Verträge aufgelöst. Die ergebniswirksame Vereinnahmung der in dem Ausweis enthaltenen Marge der Mietkaufverträge erfolgt hingegen barwertig. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Von den bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde nicht abgewichen. Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform aufgestellt. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
(6) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Leasinggegenständen und Sicherungsabtretungen von Forderungen gesichert. 7) Im Weiteren werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Leasinggegenständen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.105 (Vorjahr: TEUR 1.455). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten daneben Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 738). (8) Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgeposten für Risiken in Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 831) sowie Rückstellungen für auf Kundenwunsch noch zu erbringende Inspektionsleistungen in Höhe von TEUR 1.398 (Vorjahr: TEUR 905). D. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (9) Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt linear über die Vertragslaufzeit. Die Auflösungsbeträge werden in den Erträgen aus Leasinggeschäften gezeigt. (10) Die Zinserträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 79). (11) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr daneben im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge. E. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 72 (Vorjahr: 57) Angestellte. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse (Garantien/Bürgschaften) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen zum Stichtag in Höhe von rd. TEUR 255 (Vorjahr TEUR 231). Aus Leasingverhältnissen mit einer Restlaufzeit von bis zu 34 Monaten bestehen in Summe noch Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 81) sowie aus Softwaremiete und Betreuung TEUR 329 (Vorjahr TEUR 0) und Beratung TEUR 240 (Vorjahr TEUR 0) Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Patrick Janz (Tag der Eintragung im Handelsregister 10. Juni 2022), Uslar, Bankfachwirt (IHK) sowie Frau Hanna Weber (Tag der Eintragung im Handelsregister 07. Juni 2022), Freiburg, Bachelor of Arts (Betriebswirtschaftslehre). Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für Prüfungsleistungen beläuft sich für 2023 auf TEUR 90. Konzernzugehörigkeit Die Anteile an der Gesellschaft werden von der BLS Bikeleasing-Service GmbH & Co. KG, Vellmar, gehalten. Die Lesora GmbH wird in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellten Konzernabschluss der Brockhaus Technologies AG, Frankfurt am Main (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Damit ist die Lesora GmbH verbundenes Unternehmen der Brockhaus Technologies AG und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der erstellenden Gesellschaft einsehbar. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen nach § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Freiburg, den 28. Februar 2024 Patrick Janz, Geschäftsführer Hanna Weber, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileFeststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 31.05.2024 festgestellt. Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 31.05.2024 wird der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.773.234,75 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft übernommen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lesora GmbH, Freiburg (vormals Hofmann Leasing GmbH, Freiburg) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lesora GmbH, Freiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lesora GmbH, Freiburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bedburg-Hau, den 15.05.2024 B
H U GmbH
Ulrich, Wirtschaftsprüfer |
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