K³ Planungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dieter Dr. Pfaffinger seit 22.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Markus Dr. Pfaffinger seit 24.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Michael Otto Häring seit 24.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Klaus Wagner seit 24.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pfaffinger Verwaltungs-SE (vormals: Atrium 252. Europäische VV SE)Passau (vormals: Düsseldorf)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT 2023PfaffingerVerwaltungs-SEI. VORBEMERKUNG Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Änderung der Firma von vormals Atrium 252. Europäische VV SE in die Pfaffinger Verwaltungs-SE (nachfolgend auch kurz "PV SE" genannt). Durch notariellen Vertrag vom 17. Juli 2023 hat mit schuldrechtlicher Rückwirkung im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge zum 01.01.2023 die Verschmelzung der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH (nachfolgend kurz auch "PV GmbH" genannt), mit Sitz in Passau auf die Pfaffinger Verwaltungs-SE stattgefunden. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 14.08.2023. Die Vorjahreswerte der jeweiligen Lageberichtsbestandteile, abgeleitet aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, sind aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses der Pfaffinger Verwaltungs-SE nicht vergleichbar. Zur Vergleichbarkeit werden die Vorjahreswerte aus dem Konzernabschluss zum 31.12.2022 der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH dargestellt. II. GESCHÄFTSMODELL Der PFAFFINGER - Konzern (nachfolgend PFAFFINGER genannt) ist eine Unternehmensgruppe, die aus mehreren operativ tätigen Gesellschaften besteht und ein breites Leistungsspektrum mit den einzelnen Geschäftsbereichen Hochbau, Ingenieurbau, Rohrleitungs-/Netzbau, Anlagenbau, Rohrnetz- & Sanierungstechnik, Industrie- & Energietechnik und Drill- & Energietechnik im deutschsprachigen Raum bietet. Die Zusammenführung der einzelnen Gesellschaften erfolgt im Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-SE. In den Konzernabschluss werden, neben der Pfaffinger Verwaltungs-SE, sieben weitere Gesellschaften einbezogen, von denen sechs vollkonsolidiert werden. Ein Tochterunternehmen wird mit seiner Quote konsolidiert. Der Konzern hat seinen Hauptsitz in Passau, daneben haben Tochterunternehmen ihren Firmensitz am Standort Leipzig; außerdem werden Niederlassungen in Berlin, Dresden und Stuttgart betrieben. Zusätzlich besteht in München ein Bürostandort. III. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Entwicklung der Branche Zum Beginn des Jahres 2023 ging die Bauwirtschaft mit verhaltenem Optimismus in den Markt. Diese Prognose bestätigte sich nur teilweise. Die nominal schwachen Zuwächse wurden durch die starken Material- und somit Baupreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Nach wie vor ist die Baukonjunktur im Hochbau und Wirtschaftsbau in Deutschland zweigeteilt. Einem deutlichen Einbruch im Wohnungs- und Wirtschaftshochbau stehen positive Entwicklungen im Wirtschaftstiefbau und Öffentlichen Hochbau gegenüber. Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat sich wie folgt entwickelt: Der Umsatz 2023 im Bauhauptgewerbe beträgt 162,6 Mrd. € (Vorjahr 160,4 Mrd. €). Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,3 %, real verlor er ca. 5 % zum Vorjahr. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr unterschiedlich. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs von 3,5 %. Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Der Wohnungsbau war von einer Nachfrageschwäche geprägt und verzeichnet einen realen Rückgang um 11,9 %. Im Wirtschaftsbau ging der Umsatz real um 1,3 %, im Öffentlichen Bau real um 1 % zurück. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2023 um 4,4 % zurück. Bei den Baumaterialpreisen zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine Entspannung. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich durch die schwache Baukonjunktur im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 %. Die Bauindustrie in Bayern vermeldet folgende Entwicklung (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigte): Das bayerische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von real 5,9 %. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag um real 9,4 % unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2023 nahm die Beschäftigtenzahl um 0,1 % zu. Die Bauindustrie in Ostdeutschland/Sachsen vermeldet folgende Entwicklung: Im Kalenderjahr 2023 registrierte das ostdeutsche Bauhauptgewerbe einen gegenüber dem Vorjahr nominal um 3.6 % niedrigeren Gesamtauftragswert. Der Umsatz in Ostdeutschland stieg nominal um 2,5 %. Im Bundesland Sachsen war der Auftragseingang 2023 real um 15,3 % rückläufig. Der Umsatz verringerte sich real um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Sachsen ging gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % zurück. Der Auftragseingang in Berlin ist 2023 im Vorjahresvergleich nominal um 6,3 % (real um 13,1 %) gesunken. Der Umsatz erhöhte sich nominal um 3,3 %, hingegen real reduzierte sich der Umsatz um 3,5 %. Die Anzahl der Beschäftigten verminderte sich um 0,5 %. (Quellen: Hauptverband der deutschen Bauindustrie e.V., Zentralverband deutsches Baugewerbe, Bauindustrieverband Ost e.V.) 2. Geschäftsverlauf des Konzerns Die Umwandlung der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH in eine Europäische Aktiengesellschaft, sog. Societas Europaea (SE), wurde planmäßig am 17.07.2023 durch Verschmelzung in die 252. Europäische VV SE rückwirkend zum 01.01.2023 umgesetzt. Als Rechtsnachfolger sind damit alle bestehenden Rechtsbeziehungen und Vertragsverhältnisse auf die Pfaffinger Verwaltungs-SE übertragen worden. Die Geschäftstätigkeit wurde in dieser neuen Gesellschaftsform unvermindert fortgeführt. Mit einem breitgefächerten, aber auch selektiven Produkt- und Kundenportfolio haben wir die Marktchancen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in den Wachstumsmärkten genutzt und den Umsatz weiter gesteigert. Dabei erzielten wir ein gutes Ergebnis. Dazu beigetragen hat auch unsere partnerschaftliche Kundenorientierung sowie eine effiziente Projektabwicklung. Über die Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften sowie deren Bereiche können wir für das Geschäftsjahr wie folgt berichten: 2.1 Pfaffinger Bau SE - BEREICH ROHRLEITUNGS-/NETZBAU Die Nachfrage im Gasleitungsbau war in bestehenden Rahmenverträgen im Geschäftsjahr 2023 stark rückläufig. Auch das Projektgeschäft ist als Folge des anhaltenden Ukraine-Krieges ebenfalls eingebrochen. Auch wenn die Nachfrage aktuell niedrig ist, gehen wir von einer mittelfristigen Wiederbelebung der Nachfrage nach Gasversorgung und der damit einhergehenden Bautätigkeit im Gasleitungsbau aus. Die Verträge mit Energieversorgern für die Bauausführung von Ortsnetzen, in deren Gebieten wir bereits langjährig tätig sind, konnten erneut verlängert werden bzw. bestehen weiter fort. Die angestrebte Energiewende und die ambitionierte Energiepolitik sowie der Rückgang in der Gasversorgung hat zu einer hohen Nachfrage nach alternativen Energien, insbesondere der Geothermie geführt. Wir haben darauf kurzfristig reagiert und die Bautätigkeit im Fernwärme-/Fernkälteleitungsbau für langjährige Bestandskunden weiter gesteigert und auch Sonderprojekte realisiert. Insbesondere im Raum München haben wir Neubaumaßnahmen für Fernwärme- und Fernkälteversorgungsleitungen, für Nahwärmenetze sowie für Hausanschlüsse erfolgreich umgesetzt. Dabei unterstützen wir unsere Kunden auch bei der Planung von Projekten und bei Anschlüssen für den Verbraucher. Bei der Bauausführung dieser Versorgungsleitungen ist häufig unsere Tochtergesellschaft Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH beteiligt. In der Realisierung von Mittelspannungstrassen für Photovoltaikparks haben wir zwischenzeitlich eine starke Marktposition im Kabelleitungsbau eingenommen und bieten unseren Kunden Komplettlösungen einschließlich der Planungsleistung an. Im Segment Hoch- und Höchstspannungstrassen haben wir ebenfalls diverse Projekte erfolgreich abgewickelt. Unsere fachspezifische Erfahrung im Tiefbau sowie in den grabenlosen Bauweisen ist dabei von Vorteil. Trotz des sehr hohen Erschließungsgrades und rückläufiger Investitionen der öffentlichen Hand ist unsere Bautätigkeit in 2023 durch die erfolgreiche Umsetzung von Sonderprojekten im Abwasser- und Wasserleitungsbau auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Rahmenverträge mit Kunden wurden fortgeführt und bereits verlängert. Die Spezialisierung in der Durchführung von grabenlosen Bauweisen treiben wir weiter voran. Unsere Kernkompetenz im Kanalbau halten wir weiter aufrecht. Zur Optimierung von Tiefbauarbeiten kommen auch unsere speziell ausgerüsteten Fahrzeuge mit der Saugbagger- Technologie zum Einsatz. - BEREICH INGENIEURBAU Obwohl die Anzahl der Ausschreibungen seit Jahren rückläufig ist, konnte sich der Geschäftsbereich Betonbau diesem Abwärtstrend entziehen. Mit einer selektiven Projektauswahl und dem Bau von Sonderprojekten - Eisenbahnbrücken, Wasserwerke, Hochbehälter, Umspannwerke u. ä. - haben entgegen dem allgemeinen Trend zu einer konstant guten wirtschaftlichen Entwicklung im Betonbau geführt. In der Betoninstandsetzung führten wir als Fachunternehmen diverse Sanierungen von Tiefgaragen und Hochbehältern aus. Wir erwarten eine anhaltend konstante Nachfrage und Geschäftsentwicklung im Sanierungsmarkt. Im Zuge des Lärmsanierungsplans der Deutschen Bahn kamen im Lärmschutzwandbau in verschiedenen Regionen und Projektgrößen innovative Systeme zum Lärmschutz an Bahnstrecken zur Ausführung. Dabei muss insbesondere auf die Belange des Bahnbetriebes eingegangen werden. Die kurzfristig eingetreten Preissteigerungen bei Rohmaterialien, die zur Fertigung von Lärmschutzelementen erforderlich sind, führten vereinzelt zu vermehrten Kostenbelastungen für bereits erhaltene Aufträge. Mit einer weiteren Optimierung der Bauausführung und Intensivierung des Projektmanagement haben wir die Mehrbelastungen teilweise kompensieren und unsere erfolgreiche Entwicklung fortsetzen können. - BÜROSTANDORT MÜNCHEN Mit unserem Bürostandort in München sind wir näher am Markt und bei unseren Kunden. Damit möchten wir auch unsere zunehmende Präsenz in München strukturell und personell weiterentwickeln. - ZWEIGNIEDERLASSUNG BERLIN-BRANDENBURG Die Zweigniederlassung Berlin-Brandenburg konnte sich - wie in den Vorjahren - in Kooperation mit unserer Tochterfirma Pfaffinger Leipzig Bau GmbH erneut erfolgreich am Baumarkt in Berlin behaupten. Unsere Geschäftstätigkeit wollen wir weiter stärken und auch regional ausdehnen. 2.2 Pfaffinger Anlagenbau & Energietechnik GmbH Von der Planung, Fertigung bis zur Ausführung von komplexen Rohrleitungssystemen und schlüsselfertigen Anlagen für die traditionellen Energieträgern wie Öl, Dampf, Wärme und Kälte ist das Unternehmen für namhafte Energieversorgungs- und Industrieunternehmen tätig. Dabei gewinnen zukünftige Schlüsseltechnologien wie Wasserstoff, LNK und Power-to-Gas- Anlagen zunehmend an Bedeutung. Die operative Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 umfasste insbesondere die
Planmäßig wird seit März 2023 der Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes realisiert. An diesem neuen Standort in Iggensbach werden die bisherigen Produktionsstandorte des Anlagenbaus in Passau sowie in Hengersberg zusammengefasst und die dazugehörige Verwaltung angesiedelt. 2.3 Pfaffinger Hochbau GmbH Die Inflation, die Preissteigerungen sowie die gestiegenen Zinsen haben seit 2023 einen deutlichen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage im Hochbau, insbesondere im Wohnungsbau. Viele Wohnungsbauprojekte werden verschoben oder nicht mehr vorangetrieben. Trotz dieser schwierigen Entwicklung und Marktlage konnte sich der Geschäftsbereich Hochbau dank der strategischen Neuausrichtung in den letzten Jahren gegen den aktuellen Trend behaupten. Durch die Umstellung des Auftragsportfolios in die zunehmende energetische Sanierung von Bestandsgebäuden konnte der Nachfragerückgang im Wohnungsneubau kompensiert werden. Investoren beraten wir möglichst frühzeitig vor Realisierung des geplanten Projektes, um eine optimierte und bedarfsgerechte Umsetzung innerhalb der geplanten Budgets zu erzielen. Mit der vertragskonformen Fertigstellung einer größeren Neubaumaßnahme ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Die Preissteigerungen bei Materialien und Nachunternehmerleistungen belasteten insbesondere bei bestehenden Aufträgen die Ertragssituation. Das Geschäftsjahr 2023 konnte jedoch erfolgreich abgeschlossen werden. 2.4 Pfaffinger Leipzig Bau GmbH (bisherige Firmierung: Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH) 2023 erwies sich für die Pfaffinger Leipzig Bau GmbH als ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die für 2023 prognostizierte Gesamtleistung und das Jahresergebnis konnten dank einer guten Auftragssituation, der strategischen Ausrichtung auf zukunftsorientierte Themen sowie einer professionellen Projektausführung übertroffen werden. Einen weiteren maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg haben auch wie bereits im Vorjahr mehrere neue Fernwärme- Großprojekte in Leipzig und Dresden, die sich planmäßig in der Ausführung befinden. Die Tätigkeitsschwerpunkte gliedern sich im Unternehmen in die Sparten:
Für die kommunalen Netzbetreiber in Leipzig und in Dresden haben wir uns weiterhin als stabiler und leistungsfähiger Partner für alle Arbeiten insbesondere im Bereich Trinkwasser, Gas- und Fernwärmeleitungen erwiesen. Wie in den Vorjahren konzentrierte sich die Bautätigkeit auch im Jahr 2023 weiter auf die Durchführung von Jahresaufträgen für kommunale Versorgungsbetriebe. Dazu gehören auch Überwachungs- und Bereitschaftsdienste rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Die Zweigniederlassung Berlin-Brandenburg konnte sich wie bereits im Vorjahr erneut erfolgreich am regionalen Baumarkt behaupten. Durch die Fachkompetenz im grabenlosen Rohrleitungsbau erfolgt zudem die Einbindung in überregionale Projekte der Pfaffinger Unternehmensgruppe. Die Firmenbezeichnung der Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH wurde zum Jahresende 2023 auf Pfaffinger Leipzig Bau GmbH modifiziert. Die Gesellschaft führt ihre Geschäftstätigkeiten unter neuem Firmennamen unverändert fort. 2.5 Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH Im Geschäftsjahr 2023 hat die Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH im Vergleich zum Vorjahr die Gesamtleistung und das Jahresergebnis erneut gesteigert. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen:
Die Bautätigkeit konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter auf die Ausführung verschiedenartigster Rohrbau- und Montagearbeiten für Energieversorgungsunternehmen und Industriebetriebe. Insbesondere bei Aufträgen für Fernwärmeprojekte erfolgt dies in Kooperation mit der Muttergesellschaft. Für den Neubau und den Unterhalt des Leitungsnetzes sind wir in München mit Rahmenverträgen beauftragt. 2.6 Pfaffinger Rohrnetz- & Sanierungstechnik GmbH Die Gesamtleistung der Pfaffinger Rohrnetz- & Sanierungstechnik GmbH ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Bei anhaltend hohem Preisniveau für Materialien und Subunternehmerleistungen erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf dem Niveau des Vorjahres. Unser Leistungsspektrum an den Standorten Passau und Stuttgart umfasst die Reinigung, Inspektion und Sanierung von Abwasserkanälen in geschlossener Bauweise für Auftraggeber wie Städte, Gemeinden, Zweckverbänden sowie Industriekunden. Das angegliederte Unternehmen K3 Planungsgesellschaft mbH bietet umfassende Beratungs- und Planungsleistungen zur Zustandserfassung und Bewertung bestehender kommunaler und gewerblicher Kanalnetze an und erarbeitet maßgeschneiderte grabenlose Sanierungskonzepte. 2.7 PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH Sehr erfolgreich führte auch unsere Beteiligungsgesellschaft eine Vielzahl von Projekten in der Horizontalbohrtechnik aus. Mit einer modernen und leistungsstarken Bohrgeräte- und Fahrzeugausstattung ist das Unternehmen auf die Verlegung von Kabeln und Rohrleitungen in der grabenlosen Bauweise spezialisiert. 3. Lage der Gesellschaft 3.1 Ertragslage Die wesentlichen Leistungsindikatoren, wie Gesamtleistung und Jahresergebnis, werden jeweils angegeben und sind aus dem Jahresabschluss herzuleiten. Die Vorjahreswerte beziehen sich auf den Konzernabschluss zum 31.12.2022 der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH. Im Vorjahr prognostizierte die Pfaffinger Verwaltungs-GmbH für das Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung und ein Konzernergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Ein guter Auftragsbestand zum Jahresbeginn, laufende Auftragszugänge während des Jahres sowie die Verlängerung bestehender Verträge haben zu einer weiteren Zunahme der Bautätigkeit geführt. Aus diesem Grund wurde die für 2023 prognostizierte Gesamtleistung sowie das prognostizierte Konzernergebnis der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH bei der Pfaffinger Verwaltungs-SE übertroffen. Erfolgsfaktor ist unsere strategische Ausrichtung auf Zukunftsthemen, ein breites Portfolio in den Geschäftsfeldern und unsere partnerschaftliche und langjährige Kundenorientierung. Eine effiziente und professionelle Projektausführung war dabei ein bestimmender Faktor für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Der Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2023 von 139 Mio. € (PV GmbH Vorjahr: 152 Mio. €) war niedriger als im Vorjahr. Im Jahresverlauf konnten stetig weitere Neuaufträge sowie Auftragsverlängerungen bisheriger Rahmenverträge über weitere Jahre verzeichnet werden. Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr um 54.332 T€ erhöht und betragen 189.014 T€ (PV GmbH Vorjahr 134.682 T€). Eine Zunahme der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr war insbesondere in den Sparten Lärmschutzwandbau mit +18.656 T€, Fernwärmeleitungsbau mit +14.791 T€, Gasleitungsbau mit +12.260 T€ und Anlagenbau mit +9.377 T€ zu verzeichnen. Der starke Anstieg der Umsatzerlöse im Lärmschutzwandbau und im Gasleitungsbau resultierte auch aus der planmäßigen Fertigstellung von anspruchsvollen mehrjährigen Baumaßnahmen im Jahr 2023. Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahreswert der Gesamtleistung der PV GmbH um 22.539 T€ auf 189.604 T€ angestiegen. Mit der Leistungs- und Umsatzsteigerung haben sich auch die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 1.003 T€ und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 11.357 T€ zugenommen. Der Materialanteil sowie der erforderliche Nachunternehmereinsatz ist abhängig von den jeweiligen Projektgrößen und Spezifikation der Baumaßnahmen. Unsere vielfältigen Aktionen zur Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitenden sind erfolgreich. Der Personalbestand erhöhte sich im Jahresdurschnitt um 22 Personen. Der Personalaufwand ist durch den Personalzugang, die tariflichen Anpassungen sowie durch Sonderzahlungen um 3.215 T€ auf 51.613 T€ (PV GmbH Vorjahr: 48.398 T€) gestiegen. Die Abschreibungen sind aufgrund des nachhaltigen Investitionsniveaus in Geräte und Gebäude auf 5.562 T€ angewachsen (PV GmbH Vorjahr: 4.639 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund der Leistungssteigerung ebenfalls von 18.075 T€ auf 19.389 T€. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis von 5.647 T€ (PV GmbH Vorjahr: 4.363 T€) erzielt. 3.2 Finanzlage 3.2.1 Kapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2023 ist das Eigenkapital aufgrund des Gewinnvortrages auf 60.451 T€ gestiegen (PV GmbH Vorjahr: 50.647 T€), was einer Quote von 58 % (PV GmbH Vorjahr: 50 %) entspricht. Die gesamten Rückstellungen haben sich von 22.592 T€ auf 23.993 T€ erhöht und setzen sich zusammen aus Pensionsrückstellungen (114 T€), Steuerrückstellungen (3.941 T€) sowie sonstigen Rückstellungen (19.937 T€). Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Steuerrückstellungen um 1.468 T€ auf 3.941T€ bedingt. Die gesamten Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 20.066 T€ (PV GmbH Vorjahr: 28.650 T€). Der Rückgang der gesamten Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen. Die erhaltenen Anzahlungen vor offener Absetzung verringerten sich auf 106.508 T€ (PV GmbH Vorjahr: 118.702 T€ €). Durch die Fertigstellung und Schlussrechnung von komplexen Baumaßnahmen bei den Konzerngesellschaften ergibt sich bei der Pfaffinger Verwaltungs-SE eine Bestandsreduzierung der teilfertigen Bauten in Höhe von 3.385 T€. Dadurch ergibt sich nach offener Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite ein Wert von 0 T€ (PV GmbH Vorjahr: 8.403 T €) und auf der Aktivseite werden Vorräte in Höhe von 892 T€ (PV GmbH Vorjahr: 0 T€) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch stetigen Abbau von Finanzierungen für Geräteinvestitionen von 2.489 T€ im Vorjahr bei der PV GmbH auf 1.795 T€ bei der PV SE reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von 940 T€ eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von 855 T€ eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich trotz der Leistungssteigerung stichtagsbezogen nur um 180 T€ auf 10.925 T€ erhöht. Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhte sich um 433 T€ auf 6.375 T€ (PV GmbH Vorjahr: 5.942 T€ ) im Wesentlichen aufgrund der höheren Umsatzsteuerverbindlichkeit. 3.2.2 Investitionen Die stetige Erneuerung und Erweiterung des Maschinen- und Gerätebestandes wurden bedarfsgerecht umgesetzt. Aufgrund der längeren Lieferfristen erfolgt verstärkt die frühzeitige Planung und Disponierung dieser Investitionen. Die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit ist damit sichergestellt und nachhaltig gestärkt. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände von 148 T€ auf 1.202T€ (PV GmbH Vorjahr: 148 T€) ist im Wesentlichen bedingt durch die Investition in ein neues ERP-System, dessen Einführung im ersten Schritt zum Jahresbeginn 2025 erfolgen soll. Mit Investitionen in Maschinen, technische Anlagen und Bauten ist das Sachanlagevermögen auf 33.370 T€ (PV GmbH Vorjahr: 27.653 T€) angewachsen. Für Investitionen ins Sachanlagevermögen wurden 11.331 T€ aufgewendet. Diese teilen sich auf in Investitionen für Gebäude in Höhe von 449 T€, für technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 3.769 T€, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 2.925 T€, sowie Anlagen im Bau in Höhe von 4.188 T€. Die Anlagen im Bau resultieren im Wesentlichen für das neue Gebäude in Iggensbach Im Gewerbegebiet Iggensbach wurde planmäßig im Frühjahr 2023 mit dem Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes für die spätere Nutzung durch die Pfaffinger Anlagenbau & Energietechnik GmbH begonnen. Die Fertigstellung ist für Oktober 2024 geplant. 3.2.3 Liquidität Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Banken belief sich zum Bilanzstichtag auf 40.976 T€ (PV GmbH Vorjahr: 46.975€). Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. Der Unternehmensgruppe steht ein Kontokorrentrahmen in Höhe von insgesamt 9.750 T€ zur Verfügung. Dieser Kreditrahmen wurde im gesamten Geschäftsjahr 2023 nicht beansprucht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 8.705 T€ (Vorjahr 7.490 T€), der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in Folge der Investitionen im Wesentlichen in Sachanlagevermögen auf -11.882 T€ (Vorjahr - 7.973 T€), der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2.980 T€ (Vorjahr -561 T€). 3.3 Vermögenslage Die teilfertigen Leistungen nahmen durch Fertigstellung zum Teil längerfristiger Bauten um 3.385 T€ auf 105.379 T€ ab. Dieser Bestand ist bereits vollständig anbezahlt. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich stichtagsbezogen mit 18.272 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht (PV GmbH Vorjahr 17.428 T€). 3.4 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Aufgrund der dargestellten Entwicklungen sieht die Geschäftsführung die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt und beurteilt die derzeitige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt gut. IV. MITARBEITER Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag ihren Beitrag zum Gelingen unserer Projekte. Nur durch ihr Engagement, ihr Knowhow und ihre Erfahrung können wir erfolgreich sein. Um ihre Motivation zu fördern, ist es notwendig, eine vertrauensvolle und konstruktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen und Arbeitsplätze anzubieten, die hohen Arbeitssicherheitsstandards genügen. Die Mitarbeitenden leistungsgerecht, wettbewerbsfähig, attraktiv und fair zu vergüten, ist unser Anspruch. Für die Vergütung spielen primär Aspekte wie Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung eine Rolle. Gute Entwicklungs- und Karrierewege sind für künftige, aber auch für derzeitige Mitarbeitende bedeutsam, denn sie können durch kontinuierliche Weiterbildung ihre Fach- und Führungskompetenz ausbauen und sind so vorbereitet auf die anspruchsvollen Tätigkeiten und Aufgaben, die unsere Projekte mit sich bringen. Für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gilt es, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, zu binden und kontinuierlich weiter zu fördern. Das Fachwissen, die Erfahrung und die Motivation, die sie in ihre tägliche Arbeit einbringen, wirken sich unmittelbar auf die Qualität und die Termintreue unserer Projekte sowie die Zufriedenheit unserer Kunden aus. Somit richtet unsere Personalarbeit ihren Fokus auf Rekrutierung und Qualifizierung geeigneter Mitarbeitender, individuell ausgerichtet nach Aufgabe und Fachgebiet unter Berücksichtigung der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Wir gehen verschiedene Wege, um Talente für unser Unternehmen zu begeistern. So pflegen wir den direkten Kontakt zu Schulen und Hochschulen und zeigen jungen Menschen die Karrieremöglichkeiten auf. Neben den klassischen Rekrutierungskanälen sind Jobportale und soziale Medien wichtige Plattformen in der Werbung und Mitarbeitergewinnung. Unsere Kampagne "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" trägt seit Jahren maßgeblich zur Generierung von zusätzlichen Facharbeitern bei. Eingehende Bewerbungen werden durch das zentral gesteuerte Bewerbungsmanagement zielgerichtet ausgewertet und verwaltet. Insbesondere Fach- und Führungspositionen wollen wir jetzt und in Zukunft idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen. Zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs gilt unser Augenmerk neben der Aufrechterhaltung der fachlichen Kompetenz unserer Belegschaft durch betriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen insbesondere der Ausbildung junger Menschen. Um die Besetzung von Ausbildungsstellen zu gewährleisten, präsentieren wir unser Unternehmen regelmäßig an Ausbildungsmessen und in den sozialen Medien. Ebenso bestehen Kooperationen mit regionalen Schulen. Zur Nachwuchsgewinnung veranstalten wir Ausbildungstage und stellen dabei die Ausbildungsberufe vor. Unsere oberste Priorität ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der Menschen, die auf unseren Projekten tätig sind. Insbesondere, da Baustellentätigkeiten typischerweise mit Unfallrisiken verbunden sind, hat der Fokus auf den Schutz vor arbeitsbedingten Unfällen höchste Bedeutung und macht Arbeits- und Gesundheitsschutz für Mitarbeitende, Nachunternehmer und Partner zu einem wesentlichen Thema für unsere Gesellschaft. Präventivmaßnahmen, baustellenabhängige Konzepte, wiederkehrende Schulungen sowie die Analyse der Ursachen von Unfällen und Beinaheunfällen tragen dazu bei. Unser geschultes Personal in der Abteilung SGUQ (Sicherheit-Gesundheit-Umwelt-Qualität) analysiert Arbeitsunfälle und überwacht im Sinne unserer AMS-Bau-Zertifizierung die Einhaltung der Sicherheitsstandards. Vielfalt zeichnet unser Unternehmen und unsere Mitarbeitenden aus und ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Den Herausforderungen des demografischen Wandels treten wir mit einer bestmöglichen gemischten Altersstruktur in unseren Teams entgegen. Die Zahl der Mitarbeitenden betrug im Jahresdurchschnitt 703 Personen (Vorjahr: 681 Personen). V. BESCHAFFUNG, EINKAUF Der Einkauf bei PFAFFINGER verfolgt ein einheitliches und klares Ziel: Mit Blick auf unsere ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards haben wir den Anspruch, stets die passenden Partner - Nachunternehmer und Lieferanten - auszuwählen. Hierzu zählen eine hohe Qualität von Lieferungen und Leistungen, das korrekte Verhalten der Mitarbeitenden unserer Partner sowie ein nachhaltiger Herstellungs- und Arbeitsprozess. Mit der sorgfältigen Auswahl unserer Partner betreiben wir ein aktives Risikomanagement im Einkauf. Einkaufsrisiken in Bezug auf Nachhaltigkeit, Qualität, Preis, Versorgung sowie Lieferantenausfälle sollen minimiert werden. Eine integrierte Einkaufsorganisation verbunden mit hoher Kompetenz und Marktkenntnis der Mitarbeitenden bilden eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Einkaufsentscheidungen. Nach dem exorbitanten Anstieg der Einkaufspreise im Jahr 2022 hat sich 2023 der Markt weitgehend normalisiert. Jedoch verharren die Preise auf einem erhöhten Niveau. Höheren Material- und Nachunternehmerpreisen sowie längeren Lieferfristen begegnen wir mit einem vorausschauenden Einkaufsmanagement und einem umsichtigen kalkulatorischen Ansatz. Unsere Lieferanten und Nachunternehmer schätzen die fristgerechte Vergütung ihrer Leistungen und Einhaltung der vereinbarten Zahlungskonditionen. VI. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT In den für PFAFFINGER bedeutsamen Regionen und Märkten sehen wir gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter zu sichern und um neue Geschäftsfelder auszubauen. Dies haben wir in einer rollierenden Strategie- und Langfristplanung definiert. Den wirtschaftlichen Erfolg wollen wir sicherstellen, indem wir in definierten Bereichen durch Akquisitionen neue Kunden erschließen. Dabei werden wir die verfügbaren Mittel konsequent zur strategischen Ergänzung des Portfolios und zur Steigerung der Wertschöpfungstiefe einsetzen. Aus unserer Einschätzung dürften sich Chancen aus dem noch in vielen Bereichen anhaltenden Investitionsbedarf ergeben, die weitgehend unabhängig sind von den sich evtl. verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Einflüsse des Krieges in der Ukraine werden wir dabei aufmerksam beobachten. Auswirkungen bzw. Risiken, auch als deren Folgewirkung, können nicht ausgeschlossen werden. In unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. Wir begegnen diesen Risiken mit der technischen Kompetenz und langjährigen Projekterfahrung unserer spezialisierten Mitarbeitenden. Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung sowie zum verantwortlichen Umgang mit Risiken sind wirksame Erfassungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme vorhanden. Dazu gehört eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten, aktuellen und verlässlichen Berichtswesen. In monatlichen Auswertungen werden die Unternehmens- und Bereichsleitung über die aktuelle wirtschaftliche Lage informiert und die Ist-Situation und Planung analysiert. Projekt- und Vertragsrisiken minimieren wir durch eine selektive Auswahl der Bauvorhaben, ein gelebtes Qualitätsmanagement sowie ein hohes Maß an Risikodiversifizierung. PFAFFINGER verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Rechtsstreitigkeiten sind jedoch nicht immer zu verhindern. Für eventuelle bzw. bereits anhängige Verfahren wird ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Unser Beschaffungsmanagement stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner hinsichtlich Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, ein konsequentes Mahnwesen und - wenn erforderlich - einer Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Finanzrisiken, die aus dem Finanzbedarf u. a. durch Kreditlinien entstehen können, wird bei PFAFFINGER seit Jahren eine zentrale Planung, Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken vorgenommen und an sich verändernde Strukturen angepasst. Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf und die finanzielle Unabhängigkeit langfristig sicherzustellen. Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken. Personalrisiken begegnen wir mit einer Personalpolitik, die leistungsbereite Mitarbeitende motivieren soll und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. In turnusmäßigen Gesprächen werden individuelle Perspektiven besprochen. Erkenntnisse und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterunzufriedenheit vermeiden. Kontakte zu Hochschulen und Verbandsorganisationen ermöglichen zudem einen weiteren Zugang zu geeigneten Bewerbern. Die IT-Sicherheit hat bei PFAFFINGER einen hohen Stellenwert. Wir schützen unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen sowie durch Einbindung externer Spezialisten. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangskontrollen gewährleisten hohen Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. Zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung haben wir einen externen Beauftragten bestellt und Vorsorgemaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten getroffen. Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können. VII. PROGNOSEBERICHT Die Stimmung der Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) weiter verschlechtert. Zwar würden die Unternehmen ihre Geschäftslage immer noch überwiegend positiv bewerten, aber der Abwärtstrend sei ungebrochen. Laut DIHK hätten stark gestiegene Bauzinsen und nach wie vor hohe Preise für Baumaterialen im Baugewerbe die Geschäftslage eingetrübt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Baubranchen sind jedoch beachtlich. Eine schwache Konjunktur im Inland, Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen prägen die zurückhaltenden Geschäftserwartungen für 2024. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes rechnet mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 %. Trotz dieser aktuellen Entwicklungen ist es unverändert unser Ziel, die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vergleich zu den Zahlen der Vorjahre stetig fortzuschreiben. Der Konzern kann auf einen guten Auftragsbestand bauen. Ziel bleibt, unsere breit gefächerten Leistungsbereiche sowie etablierte Marktposition weiter zu nutzen, auszubauen und uns durch professionelles Management in punkto Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualität vom Wettbewerb noch weiter zu differenzieren bzw. das Unternehmen weiterzuentwickeln. Wir analysieren fortwährend die sich aus der erwarteten Entwicklung ergebenden Chancen und Risiken, um den Risiken angemessen zu begegnen und Chancen zu nutzen. Dabei sind wir gefordert, uns stets auf neue Marktentwicklungen und Marktsituationen schnell und effizient einzustellen. Professionelle Vertriebs- und Akquisitionsarbeit ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Gesellschaft sieht sich für diese Herausforderungen gut aufgestellt. Der Themenschwerpunkt Umwelt wird die nächsten Jahre zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wir sind bereits erfolgreich nach der Umweltmanagementnorm ISO 14.001:2015 (TÜV Süd) zertifiziert und beteiligen uns zudem am Umwelt- und Klimapakt Bayern. Digitale Technologien steigern unsere Effizienz und senken die Risiken in der Projektausführung. Wir treiben deren Weiterentwicklung aktiv voran und schaffen damit ein Arbeitsumfeld der Innovation und Flexibilität. PFAFFINGER ist in der Projektvorbereitungsphase für die Einführung eines neuen ERP-Systems. Die weitere Roadmap sieht eine Umstellung im kaufmännischen Bereich zum Jahreswechsel 2024/2025 vor. Die weitere Anbindung der neuen technischen Softwarelösung erfolgt schrittweise im Jahr 2025. Unsere Geschäftstätigkeit orientiert sich am Leitbild der Pfaffinger Unternehmensgruppe und den während des langen Zeitraums unseres Bestehens entwickelten Werten
Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 wird für das Jahr 2024 von einer leicht verminderten Gesamtleistung und einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 ausgegangen.
Passau, den 22. Mai 2024 Der Vorstand Dr. Markus Pfaffinger, Vorsitzender Dr. Dieter Pfaffinger Michael Häring Klaus Wagner Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023PfaffingerVerwaltungs-SEA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Grundsätzliche Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Pfaffinger Verwaltungs-SE im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter HRB 12040 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist WIENER STRASSE 35, 94032 PASSAU. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Änderung der Firma von vormals Atrium 252. Europäische VV SE in die Pfaffinger Verwaltungs-SE (nachfolgend auch kurz "PV SE" genannt). Durch notariellen Vertrag vom 17. Juli 2023 erfolgte mit schuldrechtlicher Rückwirkung im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge zum 01.01.2023 die Verschmelzung der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH (nachfolgend kurz auch "PV GmbH" genannt), mit Sitz in Passau auf die Pfaffinger Verwaltungs-SE. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 14.08.2023. Die Vorjahreswerte sind aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses der Pfaffinger Verwaltungs-SE nicht vergleichbar. Zur Vergleichbarkeit werden die Vorjahreswerte aus dem Konzernabschluss zum 31.12.2022 der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH dargestellt. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetz aufgestellt. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2023. Die Jahresabschlüsse sämtlicher Tochterunternehmen werden ebenfalls auf diesen Stichtag aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter Zugrundelegung der Unternehmensfortführung aufgestellt. Konsolidierungskreis Gemäß § 290 HGB ist die Pfaffinger Verwaltungs-SE Passau, als Mutterunternehmen von insgesamt sieben Tochterunternehmen, zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts verpflichtet. Neben der Pfaffinger Verwaltungs-SE wurden die weiteren sieben Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, da die Pfaffinger Verwaltungs-SE direkt oder indirekt über ein in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen die Beherrschung über das Unternehmen ausüben kann:
1 Die Beteiligung wird von der Pfaffinger Bau
SE, Passau gehalten. Dem Mutterunternehmen sind 60% der
Anteile der Gesellschaft mittelbar zuzurechnen.
Das Gemeinschaftsunternehmen PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH, Passau (Beteiligung in Höhe von 50%, gehalten von der Pfaffinger Bau SE, Passau) wird in den Konzernabschluss durch Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Pfaffinger Verwaltungs-SE ist zu 20% an der Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien Verwaltung KG, Passau (zum 31.12.2023 Eigenkapital TEUR 3.138, Jahresüberschuss TEUR 772), beteiligt. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien Verwaltung KG übt die Gesellschaft jedoch nicht aus; eine Konsolidierung als assoziiertes Unternehmen unterbleibt somit. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Änderung der Firma von vormals Atrium 247. Europäische VV SE in die Pfaffinger Bau SE. Durch notariellen Vertrag vom 17. Juli 2023 erfolgte mit schuldrechtlicher Rückwirkung im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge zum 01.01.2023 die Verschmelzung der Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH (nachfolgend kurz auch "JPB GmbH" genannt), mit Sitz in Passau auf die Pfaffinger Bau SE. Dadurch wird die Pfaffinger Bau SE erstmalig in 2023 in den Konzernabschluss einbezogen Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durchgeführt. Vom Wahlrecht der Beibehaltung der Buchwertmethode für Tochterunternehmen, die vor dem 31. Dezember 2009 bereits konsolidiert waren, wurde Gebrauch gemacht. Die Erstkonsolidierung aller Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" im Anlagenvermögen aktiviert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam ausgebucht. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage von nicht nur untergeordneter Bedeutung wären, fielen im Geschäftsjahr nicht an; eine Zwischenergebniseliminierung unterblieb gemäß § 304 Abs. 2 HGB. In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Verluste und Kursänderungen werden berücksichtigt. Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Angaben zu Bilanzierung- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. 2. Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochterunternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: 2.1 Anlagevermögen - IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. - SACHANLAGEN Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 10-50 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3-21 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3-17 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. - FINANZANLAGEN Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2.2 Umlaufvermögen - VORRÄTE Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung (niedriger beizulegender Zeitwert) angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, insbesondere Spartengemeinkosten und anteilige Verwaltungskosten sowie Abschreibungen einbezogen. Am Abschlussstichtag erkennbare drohende Verluste wurden durch Bewertungsabschläge bzw. die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt. - FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden erforderlichenfalls vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. - SONSTIGE WERTPAPIERE Bei den sonstigen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere, die zur kurzfristigen Liquiditätsreserve gehalten werden. Die Zugangsbewertung von Wertpapieren des Umlaufvermögens erfolgt nach dem Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB i.V. mit § 255 Abs. 1 HGB. Bei Wertpapieren des Umlaufvermögens ist das strenge Niederstwertprinzip zu beachten, d.h. auch für nur vorrübergehende Wertminderungen besteht eine Abschreibungspflicht auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 (4) HGB am Abschlussstichtag. - KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. 2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2.4 Eigenkapital Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. 2.5 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Mit der Neufassung des § 253 Abs. 6 HGB werden die Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird von einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der den Anschaffungskosten entspricht. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ergebniseffekte aus Zinsveränderungen werden im Finanzergebnis erfasst. Bei unterjährig fällig werdenden Rückstellungen wird unterstellt, dass diese am Jahresende fällig werden. Abzuzinsende Rückstellungen werden nach der Netto-Methode erfasst. 2.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2.7 Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,66 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,83 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 395,35 %. Künftige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen gegen die Pfaffinger GmbH & Co. KG Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG in Höhe von EUR 1.282.600,03 (PV GmbH Vorjahr: EUR 1.166.133,86 / PV SE Vorjahr: EUR 0,00 EUR), sowie gegen die PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH in Höhe von EUR 175.016,71 (PV GmbH Vorjahr:.EUR 30.370,73 / PV SE Vorjahr: EUR 0,00). Außerdem bestehen Forderungen aus einem Darlehen gegenüber der Pfaffinger GmbH & Co. KG Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG in Höhe von EUR 1.820.000 wovon EUR 1.680.000 eine Laufzeit von größer einem Jahr haben. Alle weiteren Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschafter EUR 199.510 (PV GmbH Vorjahr: EUR 0,00 / PV SE Vorjahr EUR 0,00) resultieren aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2017-2020. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von EUR 4.120,00 (PV GmbH Vorjahr:EUR 4.120,00 / PV SE Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Im Rahmen der Verschmelzung ist das Grundkapital der Verwaltungs-SE von EUR 120.000,00 um EUR 80.00,00 auf EUR 200.000,00 durch Ausgabe von 80.000,00 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie erhöht worden. Der Bestand der Aktien entwickelte sich zum 31.12.2023 wie folgt:
4. Rückstellungen 4.1 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie der dazugehörigen Aufwendungen und Erträge gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB iVm. § 285 Nr. 25 HGB: Die Anschaffungskosten der mit der Pensionsrückstellung zu verrechnenden Vermögensgegenstände entsprechen dem Zeitwert und betragen EUR 167.164. Der Zeitwert entspricht dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattung (sogenannte unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung). Die entsprechenden Vermögensgegenstände werden mit dem Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellung von EUR 281.384 verrechnet. Im Zuge der Verrechnung werden Erträge in Höhe von EUR 4.986 mit Aufwendungen in Höhe von EUR 4.904 verrechnet und der Saldo unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von EUR 3.935. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. 4.2 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken, Verpflichtungen und Wagnisse. Sie umfassen im Wesentlichen:
5. Verbindlichkeiten 5.1 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel in Anlage 2 zum Anhang. Die von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (PV GmbH Vorjahr: EUR 2.100,00 / PV SE Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. 5.2 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen gegenüber der PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH in Höhe von 175.016,70 (PV GmbH Vorjahr: EUR 12.888,58 / PV SE Vorjahr: EUR 0,00) und gegenüber der Besitzgesellschaft (Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG) in Höhe von EUR 795.259,84 (PV GmbH Vorjahr: EUR 1.058.386,80 / PV SE Vorjahr: 0,00). 6. Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Unterschieden in der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertung der Rückstellungen (EUR 529.138,66; PV GmbH Vorjahr EUR 517.012,23 / PV SE Vorjahr: 0,00), Forderungen (EUR 700.708,50; PV SE Vorjahr: EUR 588.527,03 / PV SE Vorjahr: 0,00) und Wertpapieren (EUR 23.628,96; PV GmbH Vorjahr: EUR 45.738,33 / PV SE Vorjahr: 0,00). Passive latente Steuern ergeben sich aus der Differenz im Anlagevermögen (EUR 66.890,22; PV GmbH Vorjahr: EUR 70.219,48/ PV SE Vorjahr: 0,00). Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 764 (PV GmbH Vorjahr: TEUR 364 / PV SE Vorjahr: 0,00), aus Anlageverkäufen in Höhe von TEUR 95 sowie Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 107 (PV GmbH Vorjahr: TEUR 143 / PV SE Vorjahr: 0,00). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Zuführungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 499 (PV GmbH Vorjahr: TEUR 260 / PV SE Vorjahr: 0,00) enthalten. E. SONSTIGE ANGABEN 1. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend DRS 21 n.F. erstellt. Der Kapitalflussrechnung zugrunde liegende Finanzmittelfond besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten); er entspricht dem gleichnamigen Bilanzposten. Vom ausgewiesenen Finanzmittelfonds entfallen TEUR 807 auf das quotal einbezogene Unternehmen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Stichtag nicht. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle gab es keine. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet- und Leasingverträge werden geschlossen, um die Kapitalbindung zu reduzieren. Risiken aus den Verpflichtungen werden nicht gesehen, da die Gesellschaft aufgrund ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Situation in der Lage ist die Verpflichtungen zu bedienen. 3. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen haben mit verschiedenen Kreditinstituten Rahmenkreditvereinbarungen bzw. Vereinbarungen über konzerninterne Kontenverrechnungen geschlossen. Für den Fall einer Nutzung der zugesagten Kreditlinien kommt es ggf. zu einer gesamtschuldnerischen Haftung der Gesellschaft. Des Weiteren bestehen Haftungsverhältnisse aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Leasingfinanzierungen der Pfaffinger Leipzig Bau GmbH i. H. v. TEUR 665 und der Pfaffinger Beermann PB Drill- & Energietechnik GmbH i.H.v. TEUR 80. Da es sich bei der Pfaffinger Beermann PB Drill- & Energietechnik GmbH um ein Gemeinschaftsunternehmen handelt, besteht diese Haftung gesamtschuldnerisch mit dem Mitgesellschafter. Risiken aus der Inanspruchnahme werden als gering eingeschätzt, da aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften davon ausgegangen wird, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen werden. 4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
Davon sind 22 Mitarbeiter in dem quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH, Passau beschäftigt. 5. Honorar Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr hat der Abschlussprüfer für Abschlussprüferleistungen TEUR 154, für Steuerberatung TEUR 29 berechnet. 6. Organe des Mutterunternehmens 6.1 Vorstand Die Vorstände der Gesellschaft sind im Berichtsjahr:
Die Vorstände Herr Dr. Markus Pfaffinger und Herr Dr. Dieter Pfaffinger sind zur Einzelvertretung berechtigt. 6.2 Aufsichtsrat Die Mitglieder sind im Berichtsjahr:
7. Einbezug in Konzernabschlüsse Die Pfaffinger Verwaltungs-SE, Passau, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-SE, Passau, wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Passau, den 22. Mai 2024 Die Vorstände Dr. Markus Pfaffinger, Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Pfaffinger Michael Häring Klaus Wagner Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.Dezember 2023
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 1.795.354,61 (Vorjahr: EUR 2.488.787,68) durch Sicherungsübereignungen aus Gerätefinanzierungen abgesichert. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pfaffinger Verwaltungs-SE (vormals: Atrium 252. Europäische VV SE), Passau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-SE (vormals: Atrium 252. Europäische VV SE), Passau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pfaffinger Verwaltungs-SE (vormals: Atrium 252. Europäische VV SE), Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
Hager, Wirtschaftsprüfer Klopf, Wirtschaftsprüferin Sonstige Bestandteile Angaben zur Billigung Der Konzernabschluss wurde am 24. Mai 2024 gebilligt. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 577.935,63 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat der Pfaffinger Verwaltungs-SE hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtszeitraum wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens gemäß seinen gesetzlichen Pflichten beraten und überwacht. Der Vorstand hat zu allen zustimmungspflichtigen Geschäften gemäß der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstandes kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand im Rahmen der Sitzungen regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Rentabilität der Gesellschaft, die Marktsituation, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft umfassend informiert worden. Der Aufsichtsrat befasste sich laufend und eingehend mit den Unternehmensplanungen und deren Zielerreichung. Der Aufsichtsrat war somit in sämtliche Entscheidungen, die eine grundlegende Bedeutung für die Pfaffinger Verwaltungs-SE und ihre Beteiligungsgesellschaften besaßen, unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand verlief stets konstruktiv und war von offenen und vertrauensvollen Diskussionen geprägt. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern auf. Der Vorstand hat Rückfragen von Mitgliedern des Aufsichtsrats, insbesondere bei Umlaufbeschlüssen, stets zufriedenstellend und ausführlich beantwortet. Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. An den Sitzungen und an den Abstimmungen haben die Aufsichtsratsmitglieder und - soweit dies durch den Aufsichtsrat gewünscht worden ist - die Mitglieder des Vorstands regelmäßig teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Die erste Aufsichtsratssitzung des Jahres 2023 fand am 10.01.2023 statt. In dieser Sitzung wurde Herr Dr. Dieter Pfaffinger durch den Aufsichtsrat einstimmig mit sofortiger Wirkung zum neuen Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. In der zweiten Aufsichtsratssitzung, die am 11.04.2023 stattfand, erfolgte die einstimmige Beschlussfassung über die Reduzierung der Aufsichtsratssitzungen auf künftig nur mindestens eine (1) Sitzung im Kalenderhalbjahr. In der Bilanzsitzung vom 22.05.2023 wurden die Jahresabschlussunterlagen 2022 der seinerzeitigen Atrium 252. Europäische VV SE ausführlich behandelt und der Jahresabschluss gebilligt und festgestellt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Themen und Beschlüsse zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung 2023 vom 23.06.2023 waren ebenfalls Gegenstand dieser Sitzung. Die vierte Sitzung fand am 15.09.2023 statt. In dieser Sitzung war das Aufsichtsratsmitglied Gerhard Bruckmeier entschuldigt. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat über den laufenden Geschäftsgang der Pfaffinger Unternehmensgruppe sowie über wesentliche Investitionsvorhaben, insbesondere zum Neubau eines Verwaltungs- und Fertigungsstandortes in Iggensbach. Informiert wurde auch über die geplante Einführung eines neuen ERP-Systems. In dieser Sitzung wurden die Jahresabschlussunterlagen 2022 der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, deren Umwandlung im Wege der Verschmelzung auf die Gesellschaft (und die Umfirmierung der Gesellschaft - vormals Atrium 252. Europäische VV SE) mit den Handelsregistereintragungen vom 14.08.2023 (AG Passau, HRB 12040) vollzogen worden war, ausführlich behandelt. Der Jahresabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-SE (Einzel- und Konzernabschluss) zum 31. Dezember 2023 sowie der Konzern-Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung bestellten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer Rödl & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und der Bericht des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Sie wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24.05.2024 detailliert erörtert. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung teilgenommen und über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Ausführungen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 in der Sitzung am 24.05.2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2023 dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands zugestimmt und keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit und den unermüdlichen Einsatz seinen herzlichen Dank und seine hohe Anerkennung aus.
München, den 24/05/2024 Für den Aufsichtsrat Dirk Baum, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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