IREGA AG, Zweigniederlassung Deutschland
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Flavia Regina Mathis seit 18.3.2026 | Prokura |
Irem Aydin seit 7.1.2025 | Geschäftsführer |
Valdrin Ethemi seit 17.7.2024 | Prokura |
Thomas Baumberger seit 17.7.2024 | Prokura |
David Müller seit 12.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Calida Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Calida Handels GmbHLörrachJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell CALIDA mit Hauptsitz in der Schweiz gehört zu den führenden großen Wäschemarken in Europa mit den Hauptmärkten Schweiz und Deutschland. Die hochwertige Tag- und Nachtwäsche für Damen, Herren und Kinder überzeugt durch hervorragende Qualität, Komfort und natürliche Materialien. Die Calida Handels GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der Calida Holding AG, Oberkirch, Schweiz. Die Calida Handels GmbH betreibt in Deutschland 24 Retail-Stores und 3 Outlet-Stores (Stand 31.12.2023). Sämtliche Produkte werden vom Stammhaus (Calida AG, Sursee, Schweiz) bezogen. Der Verkauf erfolgt über den Retail- und Outletkanal. Der Absatz ist im Wesentlichen abhängig von den Produkten und dem allgemeinen Konsumklima. B. Wirtschaftsbericht 1 Branchensituation 2023 Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch den Krieg in der Ukraine, den gestiegenen Energiepreisen und der hohen Inflation. In Deutschland kam es sogar zu einer Rezession. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahr 2023 bei 5.9%, was eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr darstellte [1] . Die Konsumentenstimmung in Deutschland war im Jahr 2023 eher pessimistisch. Eine Umfrage von EY im Januar 2023 zeigte, dass der Großteil der Verbraucher in Deutschland pessimistisch in die Zukunft blickte, nicht nur finanziell, sondern auch allgemein1. Der Anteil der Konsumenten in Deutschland, die ihre aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Situation positiv bewerteten, sank auf den niedrigsten Wert seit 2008, während der Anteil derer, die ihre Situation negativ bewerteten, auf den höchsten Wert im Untersuchungszeitraum stieg. [2] Trotz all dem konnte die Calida Handels GmbH, welche im rein stationären Handel tätig ist, den Umsatz steigern. 2 Geschäftsverlauf und Lage (VFE-Lage) 2.1 Schließungen / Eröffnungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ein neuer Store in München Rindermarkt übernommen. Der Store wurde bisher im Franchise-Modell geführt. Outlets wurden keine eröffnet. In Bremen und Frankfurt wurde innerhalb der Stadt der Standort des Stores gewechselt. Demgegenüber wurden im Jahr 2023 die Stores in Dresden Altmarkt, Frankfurt Skyline, Hamburg Mönckeberg, Heilbronn, Münster sowie ein Popup in Wiesbaden geschlossen (jeweils infolge ungenügender Performance/geringem Entwicklungspotential der Stores), sowie der befristet geplante Popup in Wiesbaden. Insbesondere bei auslaufenden Mietverträgen überprüft die Geschäftsleitung auch im Jahr 2024 weitere Schließungen von Stores oder versucht, die Mietbelastungen dauerhaft zu senken. Einzelne Eröffnungen an Standorten mit hohem Potential werden im Jahr 2024 wieder geprüft. Ebenso geprüft werden weitere Möglichkeiten von Popup-Stores, also Stores, die temporär mit einer deutlich kürzeren Mietdauer als die "herkömmlichen" Stores gemietet werden. 2.2 Beschaffung / Produktion Der Hauptlieferant für die CALIDA Stores und Outlets ist die Calida AG aus Sursee (Schweiz). Vereinzelt und insbesondere für die Outlets bezieht die Calida Handels GmbH Waren aus Retouren von verschiedenen Kunden sowie anderen Stores der CALIDA Gruppe in Frankreich, Belgien und/oder den Niederlanden. Diese werden von den Ländergesellschaften Calida France SAS, Calida Belgium SPRL und Calida Netherlands BV verrechnet. 2.3 Umsatzentwicklung Die bedeutsamste Leistungsindikation der Calida Handels GmbH ist die Umsatzentwicklung. Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 14'240 (Vorjahr: TEUR 12'918) erzielt. Die Calida Handels GmbH betreibt 24 CALIDA-Stores und 3 Outlet-Stores (Stand 31.12.2023), wobei auch im Jahr 2023 geschlossene Stores/Outlets im Jahr 2023 noch Umsätze erzielt haben. In den Umsatzerlösen nicht enthalten sind Onlineumsätze, die in Stores ausgelöst, jedoch durch eine andere Gesellschaft der Calida Group realisiert werden (verlängerte Ladentheke). Trotz tiefer Konsumentenstimmung und hoher Inflationsrate stieg die Besucherfrequenz im Jahr 2023 verglichen zum Vorjahr deutlich um +15.6%. Insbesondere in den ersten Monaten des Jahres wurde deutlich höhere Besucherzahlen in den Stores gemessen. Like-for-Like betrachtet (also um Neueröffnungen und Schließungen bereinigt) konnten die Umsätze der Retail-Stores in Deutschland im Jahr 2023 um +10.7% gesteigert werden. In den Outlets sogar um +11.4%. Sämtliche Umsätze werden in EUR erzielt. 2.4 Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft (Summe der Aktiva) ist mit TEUR 8'022 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7'875) praktisch unverändert. Aufgrund einer geringeren Anzahl von Stores wurden die Warenvorräte gegenüber Vorjahr reduziert. Dagegen sind die Forderungen aus Warenlieferungen gegenüber der Calida AG angestiegen. Es besteht ein langfristiges Darlehen gegenüber der Calida AG in Höhe von TEUR 4'488 (Vorjahr: TEUR 4'295). Die Rückstellungen für erwartete Schließungskosten (insbesondere Abfindungen Personal, Rückbaukosten der Mietobjekte) wurden reduziert, da die Anzahl verbleibender Stores deutlich geringer ist. Im Jahr 2023 wurden 7 Stores geschlossen. Die Sachinvestitionen im Jahr 2023 betrugen TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 193). Diese sind auf Storeinnovationen/-umbauten zurückzuführen. Den Investitionen stehen Abschreibungen in der Höhe von 253 TEUR gegenüber. Durch die Schließung einiger Stores im Jahr 2023 wurden auch Anlagen ausgebucht. In der Summe ergibt sich damit ein Rückgang der Sachanlagen von TEUR 917 auf TEUR 698. 2.5 Ertragslage Die CALIDA-Stores haben im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum erzielt, was auch auf einen positiven Post-Corona-Effekt sowie einem übernommenen Store in München zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis fällt dagegen mit TEUR -459 negativ aus. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass durch die Übernahme des Stores in München einmalige Übernahmeeffekte entstanden sind. Durch die Übernahme der Eder Shop Management GmbH und die anschließende Verschmelzung wurde ein Verschmelzungsverlust in der Höhe von TEUR 812 realisiert. Ohne diese Übernahme-Effekte würde die Calida Handels GmbH einen Gewinn erzielen. Dies liegt auch insbesondere an den Verrechnungspreisen für die von der Calida AG bezogenen Produkte. Diese Preise werden so festgelegt, dass die Calida Handels GmbH ein Betriebsergebnis erzielt, der dem eines unabhängigen Dritten entsprechen würde (Fremdvergleichsgrundsatz / "arm's length principle"). Von diesem Grundsatz sowie der Methodik wurde auch 2023 nicht abgewichen. Die Quote des Materialaufwandes ist im Vergleich zum Vorjahr mit 7 Prozentpunkten deutlich höher. Wesentliche Gründe für die Abweichung sind höhere Wertberichtungen des Warenlagers sowie die Verteuerung der Einkaufspreise. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4'592 deutlich höher als im Vorjahr (TEUR 3'997), was auf den einmaligen Verschmelzungsverlust aus der Übernahme des Stores Eder in München zurückzuführen ist (TEUR 812). Ebenfalls einen deutlichen Anstieg ist bei den Zinsen ersichtlich. Durch das allgemein gestiegene Zinsniveau wurden im Jahr 2023 durch höhere Zinssätze höhere Zinsaufwendungen realisiert. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung entspricht der Prognose der Geschäftsführung im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022, wenn die Einmaleffekte durch die Übernahme der Eder Shop Management GmbH mit anschließendem Verschmelzungsverlust bereinigt werden. Insgesamt weist die Calida Handels GmbH einen Jahresfehlbetrag von TEUR 739 aus. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 124 erzielt. 2.6 Finanzlage Die Calida Handels GmbH verfügt über ein Stammkapital von TEUR 100. Per Ende 2023 beträgt das Eigenkapital TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 1'109). Die Liquidität beträgt TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 543). Mit den verfügbaren liquiden Mitteln werden die laufenden Verpflichtungen gegenüber Dritten (Vermietern, Personalkosten, Investitionen, etc.) bezahlt. Der Überschuss wird für die Bezahlung der Warenrechnungen der Calida AG verwendet. Die Calida Handels GmbH verfügt über keine Kreditlinien. Ein allfällig kurzfristiger Liquiditätsengpass wird durch das Stammhaus Calida AG aus der Schweiz abgedeckt, welche auch über entsprechende Kreditlinien verfügt. 2.7 Zusammenfassung Das Geschäftsjahr 2023 stand stark im Zeichen der negativen Konsumentenstimmung aufgrund des Russlands/Ukraine-Konflikts, der hohen Inflation und der Rezessionsängste. Auf der anderen Seite konnte man speziell zum Jahresanfang noch von Post Corona-Effekten profitieren. Am Ende konnte der Umsatz trotz Widrigkeiten gesteigert werden. Die Geschäftsleitung beurteilt das Geschäftsjahr als ersten Schritt in der Rückkehr zur Normalität. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1 Risikobericht Der Wettbewerbsdruck durch inländische und ausländische Markenunternehmen und der Online-Handel wird weiter zunehmen. Des Weiteren besteht die Gefahr einer Ausprägung von Rezessions- und/oder Inflationsängsten sowie einer Ausweitung der Kriegsschauplätze, worunter die Konsumentenstimmung stark abflachen könnte. Das Risiko besteht darin, dass mit den Stores ein ungenügender Umsatz erzielt wird und so die Ertragsziele mittelfristig stark gefährdet sein können. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsleitung nicht. 1.1 Risikomanagementziele und -methoden Die Risiken werden durch qualifizierte monatliche Abschlüsse sowie mittels Forecast und Budgetierung vom Management überwacht. 1.2 Beschaffungsrisiken Die Calida Handels GmbH ist vom Stammhaus abhängig. Sollte die Calida AG nicht liefern können, besteht keine Versorgung mehr mit Ware für die Stores. Das Risiko wird als geringfügig beurteilt. Die Calida AG verfügt einerseits über ein hohe Sicherheitsbestände an Fertigartikel, andererseits verfügt sie über ausreichende Produktionskapazitäten. 1.3 Ausfallrisiken Da die Calida Handels GmbH im Retailbereich (im Wesentlichen direkte Bar- oder Kartenzahlungen) tätig ist, bestehen nur beschränkte Ausfallrisiken. 1.4 Weitere branchentypische Risiken Faktoren wie Kaufkraft und Konsumneigung der Kunden werden maßgeblich durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestimmt und beeinflussen die Geschäftsentwicklung der Calida Handels GmbH. Eine sich eintrübende Konjunktur sowie eine erhöhte Inflation wirken sich hierbei auf das Kaufverhalten der Kunden aus. Gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter spielen eine weitere Schlüsselrolle für den Geschäftserfolg der Calida Handels GmbH. Branchenübergreifend stellt die Rekrutierung neuer Beschäftigter Unternehmen vor Herausforderungen. Calida ist bestrebt, Mitarbeiter bestmöglich zu betreuen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen und somit für alle Beschäftigten eine motivierende und leistungssteigernde Unternehmensatmosphäre zu schaffen. Calida ist des Weiteren auf die Verfügbarkeit von geeigneten, attraktiven, aber auch wirtschaftliche tragfähigen Handelsflächen angewiesen. Die Kundenfrequenz einzelner Standorte ändert sich dabei immer wieder. Auch das Mietniveau wird durch die geschilderten Rahmenbedingungen beeinflusst. Calida ist in der Lage immer wieder flexibel auf diese Entwicklungen zu reagieren. Zudem ergeben sich auch immer wieder Chancen zur Anmietung von attraktiven Flächen. 2 Chancenbericht CALIDA investierte vermehrt in E-Commerce, gleichzeitig wird das Retailnetzwerk weiter optimiert. Für die Calida Handels GmbH heißt dies:
Diese Maßnahmen, insbesondere die Schließung unrentabler Stores, dürften dazu führen, dass die Calida Handels GmbH kurz- und mittelfristig ein negatives Umsatzwachstum erzielen könnte, wodurch aber nachhaltig die Ertragslage verbessert werden kann. Mit Maßnahmen wie Training von Personal, Anpassung der Kollektion, Ausbau der Marketingmaßnahmen wird dem Trend von rückläufigen Umsätzen im stationären Geschäft entgegengesteuert. Die CALIDA Stores verfügen über Stammkundenkarteien. Die Stammkunden werden regelmäßig angeschrieben. Die Mitarbeiter der Calida Stores sind ein wesentliches Element für den Erfolg. Diese werden geschult und im Verkauf unterstützt. 3 Prognosebericht Da die Calida Handels GmbH im rein stationären Handel tätig ist, ist sie abhängig von hohen Frequenzen und einer guten Konsumentenstimmung. Der stationäre Handel dürfte im Jahr 2024 geprägt sein vom anhaltenden Russland/Ukrainekonflikt, der Entwicklung der Inflation sowie im Wesentlichen, wie sich die Faktoren auf die Konsumentenstimmung wirken. Die Auswirkungen auf den stationären Handel im Zusammenhang mit den vorgenannten Einflussfaktoren können jedoch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Die Geschäftsleitung geht aber davon aus, dass die Calida Handels GmbH die gesamten Umsatzerlöse im Jahr 2024 leicht steigern kann, der Gewinn vor Steuern und Zinsen wird sich entsprechend proportional zum Umsatz ebenfalls leicht erhöhen. Aufgrund der bestehenden Verrechnungspreismethode zwischen der Calida AG und der Calida Handels GmbH wird davon ausgegangen, dass im Geschäftsjahr 2024 wieder ein Jahresüberschuss erzielt wird.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
Lörrach, 4. Dezember 2024 David Müller, Geschäftsführer Irem Aydin, Geschäftsführerin Bilanz zum 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Calida Handels GmbH, mit Sitz in Lörrach, wird beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Handelsregisternummer HRB 703004 geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG in EUR aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 HGB (für Zwecke der Offenlegung) sowie § 288 Abs. 2 HGB wurden im Anhang teilweise in Anspruch genommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden müssen, wurden im Anhang dargestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren unterstellt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Selbständig nutzbare, bewegliche Anlagegüter i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Beim Sachanlagevermögen wird eine Nutzungsdauer von drei bis 12 Jahren unterstellt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sowie eine Abzinsung entsprechend § 253 Abs. 2 HGB wurden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.409 (Vorjahr: TEUR 1.986) beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Alle im Jahresabschluss enthaltenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Schließungskosten diverser Shops in Höhe von TEUR 791 (Vorjahr: TEUR 835), Kundenbonusprogramm in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 440), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 126), Rückstellung für einen Earn-Out in Höhe von TEUR 326 (Vorjahr. TEUR 0) sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 102) zusammen. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem langfristigen Darlehen gegenüber der Calida AG in Höhe von EUR 4.488.003,70, die zum 31. Dezember 2023 eine Fristigkeit von mehr als fünf Jahren hatten, haben alle Verbindlichkeiten zum Abschlussstichtag eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2029. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG Zinsen und ähnlichen Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 74). Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus der Verschmelzung einer zum 1. Januar 2023 erworbenen Tochtergesellschaft entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 811.532,68 (Vorjahr: EUR 0,00). V. SONSTIGE ANGABEN Mutterunternehmen Die Calida Holding AG, Oberkirch/Schweiz, ist alleinige Gesellschafterin und mit 100 % am Stammkapital beteiligt. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Calida Holding AG, Oberkirch/Schweiz, in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einbezogen (größter und kleinster Kreis). Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens ist auf deren Internetpräsenz (www.calidagroup.com) erhältlich. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im laufenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 120 Personen beschäftigt, davon 36 Personen in Vollzeit und 84 Personen in Teilzeit. Bei allen 120 Personen handelt es sich um produktive Mitarbeiter, die im Verkauf tätig sind. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Calida Handels GmbH durch:
Die Bezeichnung der Geschäftsführung entspricht ihrer Organstellung. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wurde unter Bezugnahme auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. Nachtragsbericht bzw. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
Lörrach, den 4. Dezember 2024 David Müller Irem Aydin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Calida Handels GmbH, Lörrach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Calida Handels GmbH, Lörrach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Calida Handels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. Dezember 2024 KPMG
AG
Wiegratz, Wirtschaftsprüfer Stüeken, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 5. Dezember 2024. |
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