TKL GmbH
63mGarten- und Landschaftsbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Janßen seit 21.10.2025 | Geschäftsführer |
Stavroula Ekoutsidou seit 12.5.2023 | Geschäftsführer |
Markus Niebuhr seit 28.4.2023 | Prokura |
Arne Nöll seit 21.4.2021 | Geschäftsführer |
Harald Klein seit 11.10.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
HAY Europe A/S & Co KG | 86.11% |
HAY Europe Holding LLC | 4.63% |
HAY Europe Holding LLC | 4.63% |
HAY Europe Holding LLC | 4.63% |
HAY Europe Holding LLC | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAVI Europe Management GmbH & Co. KGDuisburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des KonzernsDer Konzern umfasst unter der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG als Konzernobergesellschaft die europäischen Gesellschaften der Sparte Supply Chain (nachfolgend HAVI Supply Chain Gruppe) und bildet mit ihren Gesellschaften ein europaweites Netzwerk von Dienstleistern. In Form eines "One-Stop Shopping"-Konzeptes werden verschiedene modulare Supply Chain-Dienstleistungen offeriert. Das Angebotsspektrum umfasst somit über die physische Bewegung von Waren hinaus die Bündelung logistikrelevanter Services sowie die Koordination der Finanz- und Informationsflüsse entlang der Supply Chain einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden IT-Dienstleistungen. Verschiedene digitale Analytics-Angebote im Supply Chain-Kontext runden das Angebot ab. Die beiden dem Konzern zuvor zugehörigen Global Sourcing Gesellschaften wurden im Jahr 2022 in Angleichung an die globale HAVI-Gruppenstruktur in den Bereich Global Sourcing überführt und sind nicht länger enthalten. Die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG ist Teil der "The HAVI Group LP" mit Sitz in Chicago, Illinois/USA. "The HAVI Group LP" bietet innerhalb HAVIs globaler Gruppenstruktur mit den drei globalen Business Units Supply Chain, tms und Stanley ein umfangreiches Dienstleistungsangebot an, das erstklassige Beschaffungs- und Lieferkettenkapazitäten, markendefinierende Marketing- und Verkaufsförderungsaktivitäten sowie innovative Verbraucherprodukte beinhaltet. Die Dienstleistungen der HAVI Supply Chain Gruppe werden derzeit durch mehr als 30 Unternehmen in 36 Ländern Europas unter anderem für die Systemgastronomie und Convenience Stores erbracht. Strategisch strebt die HAVI Supply Chain Gruppe ein profitables, organisches Wachstum innerhalb der zwei Geschäftsbereiche "Food Service Logistics" und "Freight Management" an. Dabei stehen der Ausbau des Kundenportfolios, Kosteneffizienz und eine Erweiterung des Serviceportfolios, insbesondere auch mit digitalen Lösungen, im Vordergrund. Mit Blick auf das Kundenportfolio ist McDonald's nach wie vor der mit Abstand größte Kunde. HAVI Supply Chain deckt derzeit mit der Belieferung von mehr als zwei Dritteln der McDonald's Restaurants einen wesentlichen Teil des Volumens für den europäischen Markt ab. Als wesentlicher Mitbewerber auf dem europäischen Markt versorgt Martin-Brower derzeit knapp ein Drittel der McDonald's Restaurants. Im Geschäft mit anderen Kunden im Food Service-Bereich belieferte HAVI Supply Chain im vergangenen Jahr etwas über 8.000 Lieferpunkte in beinahe 30 Ländern. Über die HAVI Global Logistics GmbH hält die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG mittelbar 71,84 % am europaweiten Netzwerk der STI Freight Management. In ihrer Funktion als "Freight Forwarding Agent" in der Beschaffungslogistik (Inbound-Logistik) agiert sie als ein Premium-Dienstleister, der für seine Kunden Vortransporte im Bereich der Lebensmittellogistik koordiniert. STI Freight Management etabliert sich hier zunehmend als "digitaler Freight Manager". HAVI Supply Chain wickelt einen Großteil ihrer Vortransporte über das STI Joint Venture ab. Bei der Bereitstellung der Services für unsere Kunden steht die Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt. Aus diesem Grund werden unsere Prozesse und die Qualität unserer Dienstleistungen regelmäßig kundenseitig bewertet. HAVI Supply Chain wird in McDonald's Audits regelmäßig mit einem Score > 95% als "hervorragend" bewertet. Mit Blick auf unsere Mitarbeiter spielt das Thema Health & Safety gerade im Supply Chain-Umfeld eine große Rolle. HAVI misst die Performance in diesem Bereich regelmäßig und erarbeitet Aktionspläne, um Health & Safety kontinuierlich zu verbessern. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß dem Wintergutachten der Europäischen Kommission wächst das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im Jahr 2022 um 3,5%. Weitere Erholungseffekte von den Auswirkungen der weltweiten Coronavirus Pandemie, werden dabei durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, insbesondere auf die Energiepreise, ausgebremst, so dass das Wachstum deutlich hinter dem Vorjahreswert von 5,3% zurückbleibt. Dies war allerdings von einer deutlichen Erholung nach der Coronakrise geprägt. Verglichen mit der Vorjahresprognose von 4% für 2022, die vor dem Beginn des Kriegs in der Ukraine aufgestellt worden war, ist der Rückgang allerdings weniger dramatisch ausgefallen, als noch im Frühjahr 2022 befürchtet. Die OECD, beispielsweise, korrigierte ihre ursprüngliche Prognose im März 2022 um 1,4% nach unten. Insbesondere die durchschnittliche Inflationsrate steigt allerdings bedingt durch den Energiepreisschock, steigende Preise für sonstige Konsumgüter und Lieferengpässe für Güter und Rohstoffe mit 8,4% deutlich über die mittelfristige Zielmarke der EZB sowie den Vorjahreswert (Vorjahr 2,6%). Auch in der erweiterten EU wächst die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 lediglich um 3,5% und liegt damit ebenfalls unter Vorjahresniveau (Vorjahr 5,3%). Die HAVI Supply Chain Gruppe erbringt ihre Dienstleistungen für das McDonald's System in beiden McDonald's Berichtssegmenten ("International Operating Markets" und "International Development Licence Markets"). Im Jahr 2022 beschloss McDonald's sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Die Restaurants in Russland wurden nach Kriegsausbruch geschlossen und im 2. Quartal 2022 verkauft. In der Ukraine konnten im Verlauf des Jahres 2022 Restaurants wiedereröffnet werden. Gleichzeitig profitierte McDonald's im Jahr 2022 von zunehmend weniger pandemiebedingten Einschränkungen des Geschäftsbetriebes wie verkürzten Öffnungszeiten und kompletten oder teilweisen Schließungen des Restaurantbetriebes. Insgesamt stiegen die systemweiten Verkaufszahlen (dies beinhalted "franchised sales" & "company-operated sales") im Vergleich zum Vorjahr um 5%. Währungsbereinigt (sog. "constant currency") betrug der Anstieg 11%. 2. Geschäftsentwicklung a) Ergebnisentwicklung HAVIs umsatzmäßiges Wachstum im Jahr 2022 war stark, aber die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und die Durchführung von Notfallplänen für einige Wochen aufgrund von Netzwerkproblemen wirkten sich negativ auf das Geschäftsergebnis aus. Die zusätzliche Herausforderung der steigenden Inflation auch in den Märkten der Eurozone erforderte erhebliche Aufmerksamkeit. Unsere Fähigkeit, Kosten zu senken und die Erhöhungen an die Kunden weiterzugeben, wurde gefordert, war aber in den meisten Märkten erfolgreich. Bei der Erstellung des Lageberichtes für das Jahr 2021 war noch nicht klar inwiefern sich der Krieg in der Ukraine sowie der durch McDonald's getätigte Verkauf seines Russlandgeschäftes sich auf die Volumina auswirken würden. Der Neustart des Russlandgeschäftes unter dem neuen Eigentümer stand zum Zeitpunkt der Erstellung jedoch noch bevor. Beeinträchtigungen durch die Pandemie, die 2021 noch bestanden hatten, existierten hingegen nicht mehr oder nur in geringem Maße. Insgesamt wurde deshalb erwartet, dass Umsatz und Bruttomarge gestützt auf bessere Volumina im Vergleich zum Vorjahr ansteigen würden. Diese Erwartung konnte erfüllt werden. Das Volumen ist wieder auf Kurs und die HAVI Supply Chain Gruppe hat die COVID-Auswirkungen hinter sich gelassen. Zum Jahresende 2022 lag das Volumen im McDonald's-Geschäft ohne die vom Krieg/Verkauf betroffenen Märkte um 13,4% über dem Vorjahr und auch leicht über dem budgetierten Volumen für 2022. Bei den SVC Kunden stieg das Volumen insgesamt um 24,6% im Vergleich zum Vorjahr an. Hier wurden allerdings auch die Volumina mit dem neuen Eigentümer des Russland Geschäftes ausgewiesen. Bereinigt um diese Volumina betrug der Anstieg bei den SVC Kunden 12,9%. Das Gesamtvolumen blieb für das SVC Geschäft leicht unter dem budgetierten Wert. Insgesamt konnten Umsatz und Bruttomarge auf dieser Grundlage im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet gesteigert werden (Umsatz +21%, Bruttomarge +13%). HAVIs Erwartung für das Ergebnis vor Steuern war zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes für das Jahr 2021 durch die Auswirkungen des Ukraine Kriegs und die Anzeichen steigender Inflation getrübt. Es war ein positives Ergebnis vor Steuern erwartet worden, das jedoch deutlich unter dem Niveau von 2021 liegen würde. Das ausgewiesene Ergebnis für das Jahr 2022 beinhaltet € 62,8 Mio. aus der Übertragung der Global Sourcing Gesellschaften innerhalb der Globalen HAVI Gruppe. Zieht man diesen Sondereffekt ab, beträgt das Ergebnis vor Steuern € 3,3 Mio. und ist somit, wie erwartet zwar positiv, bleibt aber deutlich hinter dem Ergebnis von 2021 zurück (Vorjahr € 28,0 Mio.) zurück. Der Außenumsatz des Konzerns ist im Rahmen der geringeren Auswirkungen der Coronavirus Pandemie im Jahr 2022, von denen auch unser Hauptkunde McDonald's profitiert hat, von € 6.101,5 Mio. auf € 7.383,7 Mio. wieder spürbar gestiegen, da sich das Volumen weiter erholt hat. Daneben konnte sich auch das Geschäft mit anderen Kunden im Food-Service Bereich von den pandemiebestimmten Einschränkungen im 1. Halbjahr des Vorjahres erholen und trägt somit zur positiven Umsatzentwicklung bei. Gegenläufige Entwicklungen durch die zeitweisen Restaurantschließungen in der Ukraine und Russland haben den Außenumsatz zwar belastet, werden von der Gesamtentwicklung aber überkompensiert. Auch das Rohergebnis des Konzerns stieg von € 678,6 Mio. auf € 768,4 Mio. deutlich; bedingt durch höhere Kosten im Jahr 2022 ging der Anteil an den Umsatzerlösen mit 10,4 % nach 11,1 % im Vorjahr allerdings zurück. Von dem im Jahr 2022 erzielten Rohergebnis entfielen 36,6% (Vorjahr 29,6%) auf das Geschäft mit Kunden außerhalb des McDonald's Systems. Hier wirkte sich auch aus, dass die Kunden in Russland nach dem Verkauf durch McDonald's in der 2. Jahreshälfte dem Geschäft außerhalb des McDonald's Systems zugerechnet wurden. Ohne das Geschäft mit der Nachfolgeorganisation von McDonald ́s in Russland entfielen 30,6% des Rohergebnisses auf das Geschäft außerhalb des McDonald ́s Systems. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit € 66,1 Mio. weit über dem Vorjahresergebnis von € 28,0 Mio., begründet sich aber hauptsächlich durch den Sondereffekt aus der Übertragung der beiden Global Sourcing Gesellschaften. Hier betrug der Veräußerungsgewinn auf Konzernebene € 62,8 Mio. Ohne diesen Sondereffekt beträgt das Ergebnis vor Steuern € 3,3 Mio. Wie oben erwähnt, besteht die neue Herausforderung für die Märkte darin, die Kosten zu kontrollieren und sicherzustellen, dass verbleibende Kostensteigerungen gemäß den Verträgen an die Kunden weitergegeben werden. Das Ergebnis spiegelt auch schließungsbedingt nicht gedeckte Kosten und entgangene Geschäfte in Russland und der Ukraine, sowie höhere Betriebskosten aufgrund der Netzwerkausfälle im Jahr 2022 wider. Die negativen Auswirkungen wurden teilweise durch Gewinne aus dem Verkauf des Distributionszentrums in Warschau ausgeglichen, das anschließend zurückgepachtet wurde, sowie durch einen Grundstücksverkauf in Rumänien. Darüber hinaus konnte HAVI in Deutschland zusätzliche staatliche COVID-Überbrückungshilfen für die vorherigen Geschäftsjahre vereinnahmen. Bei einer gesunkenen Ertragssteuerlast von € 3,4 Mio. (Vorjahr € 8,3 Mio.) ergibt sich insgesamt ein Ergebnis nach Steuern von € 62,7 Mio. (Vorjahr € 19,7 Mio.). Die HAVI Supply Chain Gruppe wird von der Unternehmensleitung im Wesentlichen auf Basis der folgenden US-GAAP Kennzahlen gesteuert, die bei den Umsatzerlösen leicht von denen nach HGB abweichen.
Neben finanziellen Leistungsindikatoren werden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren überwacht . Diese sind aber bislang nicht als steuerungsrelevant zu klassifizieren. Sie betreffen vor allen das Thema Health & Safety unserer Mitarbeiter, Nachhaltigkeit, Innovation und Umweltschutz sowie Kundenzufriedenheit. b) Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres HAVI strebt im Bereich Supply Chain unter dem Markennamen "HAVI" weiterhin einen einheitlichen Marktauftritt der operativen Teilbereiche an. Im Jahr 2022 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises. Zum 01. Januar 2022 wurden die HAVI-Gruppenstruktur dahingehend geändert, dass die zuvor enthaltenen Global Sourcing Gesellschaften HAVI Global Solutions Europe GmbH und HAVI Global Solutions Europe Limited in den Bereich Global Sourcing überführt wurden und sich damit in HAVIs Globale Gruppenstruktur einfügen. Der Konzern umfasst seither ausschließlich Gesellschaften, die im Bereich Logistik und Supply Chain tätig sind. Die Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften wurde entsprechend vorgenommen. Zur Unterstützung der neuen Gruppenstruktur und des Wachstums durch Vereinheitlichung der Systeme und Prozesse gibt es seit 2019 den "Control Tower", in dem die Finanzprozesse zentralisiert wurden. Seit dem Jahr 2021 wurde der Umfang um Prozesse rund um Materialdisposition, Einkauf und Datenmanagement sowie BI-Berichterstattung im "Control Tower" erweitert. In den Jahren 2022 - 2023 sollen die Prozesse zur europäischen Restaurant-Bestellplanung von den Märkten an den "Control Tower" übergeben werden. Der Wissenstransfer für die ersten Märkte hat im Jahr 2022 begonnen. Der "Control Tower" war im Jahr 2022 maßgeblich an Prozessstandardisierungen und Automatisierungen des "Purchase-to-Pay" (P2P) Prozesses beteiligt. Eine Initiative zur kompletten Prozessumgestaltung ist für die Jahre 2023-2024 geplant. Das Hauptziel ist die Bereitstellung eines standardisierten, automatisierten P2P-Prozesses für alle Märkte mit einer automatischen Buchungsrate von 90 %. Im ersten Quartal 2022 sind HAVI neue Herausforderungen begegnet, die sich auf unsere Leistung auswirkten. Das Geschäft in der Ukraine wurde aufgrund des Konflikts mit Russland pausiert. HAVI war hier in erster Linie bemüht, die Sicherheit und das Wohlergehen seiner Belegschaft in der Ukraine sicherzustellen. Aufgrund der Pausierung des Distributionsgeschäftes sind die Ergebnisbeiträge der Ukraine zwischen März und September weggefallen. Der Geschäftsbetrieb wurde ab September langsam wieder aufgenommen. Unsere Anlagen vor Ort sind nicht beschädigt und weitestgehend funktionstüchtig. Auf der Kostenseite wurde mit McDonalds eine teilweise Deckung unserer laufenden Kosten erreicht und die Vorräte wurden an den Kunden zurück verkauft. Im 3. und 4. Quartal stiegen die Volumina allmählich wieder an, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als zuvor. In Russland war HAVI seit Mitte März mit geschlossenen McDonald's-Restaurants konfrontiert. Ende Mai hat McDonald's beschlossen, seine Aktivitäten auf dem russischen Markt nicht nur zu pausieren, sondern einzustellen. McDonald's hat die Restaurants an LLC Club Hotel (im Besitz von Alexander Govor) verkauft. Der neue Eigentümer hat die Restaurants unter dem Namen System QSR wiedereröffnet. Der Käufer war zuvor schon als Developmental Licensee in Russland tätig. Die Restaurants wurden Mitte Juni unter anderem Markenauftritt wiedereröffnet und seither durch HAVI beliefert. Unser SVC-Geschäft im russischen Markt wurde fortgesetzt, wobei die Geschäftsbeziehungen mit einigen kleineren Kunden eingestellt wurden. Die negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis im Jahr 2022 beschränken sich auf den entgangenen Gewinn aus geringerem Distributionsvolumen während der Pause und leicht geringeren Mengen nach dem Neustart des Hauptkunden unter einer anderen Marke. Das russische Team erzielte Kosteneinsparungen, um diese Auswirkungen auszugleichen, und die meisten laufenden Kosten wurden im Rahmen der Open-Book-Vereinbarung kompensiert. Nach der Entscheidung von McDonald's, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen, beschloss das HAVI Management, nach Möglichkeiten zu suchen, das Geschäft in Russland ebenfalls zu verkaufen. Inzwischen wurde das Russlandgeschäft ebenfalls an LLC Club Hotel eine Holding des ehemaligen Developmental Licensee Alexander Govor verkauft. Die Verkaufstransaktion wurde im April 2023 abgeschlossen. Anfang August 2022 kam es aufgrund eines technischen Defektes zu einem Netzwerkausfall. Entsprechende Notfallpläne wurden sofort umgesetzt und erwiesen sich als wirksam. Die operativen Teams arbeiteten intensiv mit den Kunden zusammen, um sicherzustellen, dass die Restaurants die erforderlichen Waren erhielten, während die Technologieteams die Netzwerkprobleme behoben. Dies bewies die Resilienz der Organisation. Umsatz und Bruttomarge wurden nicht wesentlich beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern wurde durch die höheren Kosten für die Umsetzung und den Betrieb der Notfallpläne belastet. Es sind jedoch keine langfristigen Auswirkungen zu erwarten. Ein zentrale Herausforderung für viele Märkte war die steigende Inflation. Dies war keine HAVI-spezifische Herausforderung. In einigen Märkten wie Italien erwies es sich als Herausforderung, die Inflationskosten sofort an die Kunden weiterzugeben. Eine gemeinsame Anstrengung in der gesamten Lieferkette, dies mit Kunden gemeinsam zu lösen oder Verträge zu kündigen, hat bereits im ersten und zweiten Quartal 2023 greifbare Ergebnisse geliefert. Daher wird erwartet, dass die Inflation unsere Gewinnergebnisse im Jahr 2023 nicht negativ beeinflussen wird. 3. Ertragslage Der Außenumsatz des Konzerns ist mit € 7.383,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 6.101,5 Mio.) um 21,0% gestiegen. Die Bruttomarge konnte unter Verweis auf Volumensanstiege und eine inflationsbedingt gestiegene Kostenbasis um 13,2% von € 678,6 Mio. auf € 768,4 Mio gesteigert werden. Die Vertriebs- und allg. Verwaltungskosten stiegen auf € 753,3 Mio. (Vorjahr € 639,5 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf höhere Betriebskosten in den Bereichen der Vorräte, Subcontractor und Benzin- und Energiekosten zurückzuführen. Die Verwaltungskosten steigen insbesondere durch höhere Personal- und Subcontractorkosten. In Relation zu den Umsatzerlösen sind damit die Vertriebs- und allg. Verwaltungskosten insgesamt leicht auf 10,2% gesunken (Vorjahr 10,5%). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf € 66,1 Mio. (Vorjahr € 28,0 Mio.). Der Anstieg begründet sich hauptsächlich durch den Veräußerungsgewinn aus der Übertragung der beiden Global Sourcing Gesellschaften in Höhe von € 62,8 Mio.. Bereinigt um diesen Sondereffekt sinkt das Ergebnis vor Steuern auf lediglich € 3,3 Mio., was sich hauptsächlich in den höheren Kosten durch Inflationsdruck, entgangenes Geschäft und Kostendeckung in Russland und der Ukraine sowie höhere Betriebskosten im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Netzausfällen begründet. Das Ergebnis nach Steuern stieg insgesamt von € 19,7 Mio. auf € 62,7 Mio. Das Finanzergebnis verbesserte sich bei steigendem Zinsniveau auf € -2,6 Mio. (Vorjahr € -3,3 Mio.). Dies ist vor allem auf höhere Zinserträge zurückzuführen, während die Zinskosten im Jahr 2022 nur leicht anstiegen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag liegen mit € 3,4 Mio. (Vorjahr € 8,3 Mio.) wieder deutlich unterhalb des Vorjahres, wohingegen die sonstigen Steuern mit € 2,1 Mio. (Vorjahr € 1,8 Mio.) leicht über Vorjahresniveau blieben. Insgesamt steigt damit der Konzernjahresüberschuss von € 17,9 Mio. auf € 60,6 Mio. für das Jahr 2022. 4. Finanzlage a) Beurteilung der Finanzlage und der Liquidität des Konzerns Die Eigenkapitalquote des Konzerns liegt mit 0,6% unter Vorjahresniveau (1,3%). Bedingt durch gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übersteigen die Bankverbindlichkeiten das Eigenkapital zum Stichtag um den Faktor 6,6 und damit weniger als im Vorjahr (Vorjahr 8,5). Es handelt sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus dem Cashpool, die sich von € 92,4 Mio. auf € 25,2 Mio. reduzieren. Hauptgrund hierfür ist die Entkonsolidierung der im Vorjahr noch enthaltenen Global Sourcing Gesellschaften, die ihre wegen der globalen Störungen der Lieferketten gestiegenen Liquiditätsanforderungen im Jahr 2021 hauptsächlich aus dem Cashpool bedienten. Die langfristigen Darlehen bleiben tilgungsbedingt mit € 17,9 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau auf von € 18,6 Mio. Die HAVI Supply Chain Gruppe verfolgt bei ihren Finanzierungsmaßnahmen die Politik, Immobilien zu mieten, Erweiterungen des Fuhrparks zu leasen und Anschaffungen sonstiger Vermögensgegenstände aus Eigenmitteln zu finanzieren. Nur in Ausnahmefällen werden auch größere Vermögensgegenstände wie Lkw oder Immobilien erworben. Deren Finanzierung soll dann im Wesentlichen aus Eigenmitteln erfolgen und nur in Ausnahmefällen die Aufnahme von Fremdmitteln erfordern. Es wird das Ziel verfolgt, die jeweilige Finanzierung in der lokalen Tochtergesellschaft aufzunehmen, da die Tochtergesellschaften üblicherweise in geschlossenen Märkten aktiv sind. Finanzierungsmittel werden bevorzugt in lokaler Währung aufgenommen, weil entsprechende Erlöse zur Tilgung der Fremdmittel in dieser erzielt werden. Ausnahmen werden nur dort akzeptiert genommen, wo eine Finanzierung in lokaler Währung für gewünschte Laufzeiten nicht zur Verfügung steht. Die Mehrheit der Konzernunternehmen sind in der Situation, ein negatives Working Capital im Sinne eines positiven Liquiditätsbeitrages zur Finanzierung des Tagesgeschäftes einsetzen zu können. Zum Stichtag stehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von € 40,4 Mio. (Vorjahr € 62,8 Mio.) zur Verfügung. b) Investitionen Im Jahr 2022 wurde ein Betrag von € 21,0 Mio. (Vorjahr € 18,7 Mio.) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Ein großer Anteil der Investitionen betraf technische Anlagen und Maschinen in Höhe von € 11,2 Mio. Im Wesentlichen wurde in den Fuhrpark sowie sonstige technische Anlagen und Maschinen investiert. Darüber hinaus wurden € 6,3 Mio. in Grundstücke und Bauten sowie Anlagen im Bau investiert, welche maßgeblich die Neubauten, Erweiterungen und Renovierungen der Distributionszentren in Spanien, Dänemark, Deutschland und Polen betreffen. In immaterielles Anlagevermögen wurden € 1,9 Mio. investiert, wovon die größte Investition HAVI Connect betrifft. 5. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Konzerns ist um € 114,3 Mio. (11,0%) von € 1.039,2 Mio. auf € 1.153,5 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 51,4 Mio. und des Warenbestandes um € 60,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen ist im Wesentlichen durch den Bereich Warenlogistik begründet und spiegelt die steigenden Umsätze des Geschäftsjahres wider. Auch der höhere Warenbestand erklärt sich aus der weiteren Erholung des Geschäftes. Der Anstieg bei den sonstigen Vermögensgegenständen beträgt € 23,5 Mio. und resultiert im Wesentlichen aus höheren stichtagsbedingten Umsatzsteuer-Forderungen sowie höheren Forderungen wegen debitorischer Kreditorensalden. Gegenläufig wirkte sich ein Rückgang des Anlagevermögens um € 10,1 Mio. aus, der neben gesunkenen Vorauszahlungen für Software insbesondere auf den Verkauf des DC Warschau mittels einer Sale-and-Lease-back Vereinbarung zurückzuführen ist. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sinken um € 0,9 Mio., da höhere Vorauszahlungen für Benzin, Materialien und Energie bei der Rulog LLC (HAVI Russland) und HAVI Logistics AS durch gesunkene geleistete Vorauszahlungen kompensiert werden, nachdem die HAVI Global Solutions Europe GmbH dem Konsolidierungskreis im Jahr 2022 nicht mehr angehört. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u.a. rund € 30,8 Mio. stichtagsbedingte Umsatzsteuer-Forderungen, € 18,2 Mio. sonstige Forderungen, € 11,1 Mio. Forderungen wegen debitorischer Kreditorensalden, sowie € 8,1 Mio. unrealisierte Kursgewinne aus Termingeschäften. Zum Stichtag standen Barmittel in Höhe von € 130,7 Mio. (Vorjahr € 146,4 Mio.) zur Verfügung. Das Eigenkapital sank um € 7,1 Mio. von € 13,9 Mio. auf € 6,8 Mio. Dies ist im Wesentlichen dadurch bedingt, dass die Übertragung auf die Shareholderkonten das Konzernergebnis um € 6,5 Mio. übersteigt. Die übrigen Passiva sind um € 121,4 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den durch den Umsatzanstieg bedingten Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten um € 133,6 Mio. sowie den Anstieg der Kundenvorauszahlungen um € 48,5 Mio. und den Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um € 2,6 Mio. zurückzuführen. Die stichtagsbedingten Umsatzsteuerforderungen steigen zudem um 10,4 € Mio. Gegenläufig wirken sich die um € 74,2 Mio. gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von € 44,6 Mio. (Vorjahr € 118,8 Mio.) aus. Hier spielt insbesondere der Wegfall der Global Solutions Gesellschaften eine Rolle, die ihre Liquiditätsanforderungen im Vorjahr hauptsächlich aus dem Cashpool bedient haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sinken um € 10,0 Mio. und auch die Bonusrückstellungen sinken um € 8,3 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen € 34,8 Mio. stichtagsbedingte Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten, € 4,4 Mio. Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen, € 3,0 Mio. Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer, und € 5,0 Mio. kreditorische Debitorensalden. Insgesamt war die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Vergleich zu den Erwartungen der Geschäftsleitung enttäuschend, ist aber auf das Jahr 2022 beschränkt. III. Prognosebericht und ChancenberichtDas Wintergutachten der EU-Kommission geht im Februar des Jahres 2023 davon aus, dass die europäische Wirtschaft in den 20 Ländern der erweiterten Euro-Zone im Gesamtjahr 2023 um 0,9% wächst und sich die Inflation auf 5,6% beläuft. Damit liegt das aktuell erwartete Wachstum unter der Prognose aus dem Vorjahr (2,7%), die allerdings vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erstellt wurde. Verglichen mit der Prognose der EU-Kommission aus dem Herbst 2022 (0,3%) steigt das erwartete Wachstum leicht an. Die Wirtschaftskraft der gesamten EU sollte im Jahr 2023 mit 0,8% wachsen. Damit spiegeln die Prognosen die Auswirkungen der, getrieben durch die Energiepreise, weiterhin hohen Inflation und der damit zusammenhängenden monetären Straffung durch Erhöhung der Leitzinsen wider. Risiken werden vor allem in der weiteren Entwicklung der Energiepreise, der Auswirkungen auf die Inflation und den Konsum, sowie weiteren geopolitische Spannungen gesehen. Auch negative Auswirkungen auf die Inflation durch die Wiederöffnung Chinas nach den langen Covid-Maßnahmen sind denkbar. Allerdings wird für das Jahr 2024 bereits eine weitere Erholung erwartet (Wirtschaftswachstum EU 1,6%, Inflation 2,8%). Auch die OECD geht in Ihrer Prognose von Ende November 2022 davon aus, dass das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Jahr 2023 gering ausfällt (0,5%) und die Inflation hoch bleibt (6,8%). Für Deutschland erwarten neuere Prognosen aus 2023 (z.B. der Bundesregierung oder der EU-Kommission) mittlerweile ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,2% im Jahr 2023, während die OECD und die meisten Wirtschaftsinstitute zum Ende des Jahre 2022 noch von einer leichten Kontraktion der Deutschen Wirtschaft zwischen -0,75% und -0,1% ausgegangen waren. Dies sind reale Herausforderungen, doch die im Jahr 2022 gewonnenen Erkenntnisse werden es HAVI ermöglichen, die Inflation zu bewältigen und wesentliche Auswirkungen auf die Erträge zu vermeiden. Es hat sich gezeigt, dass das Kundenportfolio ein geringes Wirtschaftswachstum oder sogar einen Rückgang gut überstehen kann. Daher blicken wir zuversichtlich auf das Jahr 2023 und darüber hinaus. Markt- und geopolitische Risiken werden weiterhin kontinuierlich überwacht, wie im Abschnitt Risikobericht näher beschrieben. Insgesamt erwarten wir, dass Umsatz und Bruttomarge (nach US-GAAP) auch im Jahr 2023 zweistellig steigen und das Ergebnis nach Steuern deutlich über das Niveau von 2022 steigt, aber unter dem Vorkrisenniveau von 2019 (d.h. vor Covid-19, Ukrainekrieg, Inflation) bleibt. HAVI investiert weiterhin in neue Kapazitäten und digitale Fähigkeiten. Lagerautomatisierung und die Weiterentwicklung unserer HAVI-Datenplattform sollen die interne Effizienz zu steigern und einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. "HAVI Connect" wird bereits an tausenden Kundenstandorten eingesetzt und bietet Kunden zunehmend die Möglichkeit, Analysen und Einblicke auf der Grundlage der Daten in ihrem Unternehmen bereitzustellen. Auch wird weiterhin ein hoher Fokus auf IT-Sicherheit gelegt. Durch die weitere Kommerzialisierung von digitalen Produkten insbesondere im Bereich Supply Chain bleiben wir ein wichtiger Partner für alle unsere Kunden und können neue Umsatzpotenziale erschließen. Eine Überprüfung der Strategie von HAVI ist für den Sommer Jahr 2023 geplant. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und zu einem skalierbareren Geschäftsmodell überzugehen, setzen wir unsere Bemühungen im "Control Tower" fort. Die Zentralisierung zusätzlicher Aktivitäten wird eine robustere Organisation schaffen, in der wir Prozesse stärken und Effizienzen erzielen können. IV. RisikoberichtInternes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das mit der Steuerung des Geschäftes betraute Management wird durch ein umfassendes Controlling sowohl in operativer als auch in strategischer Hinsicht unterstützt. Alle Gesellschaften sind in einen einheitlichen Planungs- und Budgetierungsprozess eingebunden. Durch ein umfangreiches Berichtssystem wird das Management auf allen Unternehmensebenen umfassend über quantitative und qualitative Entwicklungen informiert. Dadurch ist gewährleistet, dass mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen unverzüglich ergriffen werden können. Im Fokus der Weiterentwicklung des bestehenden Risikomanagementsystems auf Seiten der HAVI Supply Chain Gruppe liegt derzeit die Harmonisierung und Erhöhung der Transparenz der internen Richtlinien und Vorschriften sowie die Verbesserung der Methoden zur Sicherstellung der Einhaltung der internen und externen Vorschriften (Compliance). In diesem Zusammenhang unterscheiden wir thematisch:
HAVI Global Policies Manual Als Basis für die Schaffung eines Rahmens von internen Vorschriften und Richtlinien dienen die Vorgaben des "HAVI Global Policies Manual" sowie des seit dem Herbst 2022 getrennt veröffentlichten "Policy Manual on Finance, Treasury, Tax and Charitable Contributions" (ersetzt die entsprechenden Kapitel des "HAVI Global Policies Manual"). Die bereits bestehenden früheren Anweisungen werden systematisch untersucht und wo nötig in das Rahmenkonzept integriert. Das "HAVI Global Policy Manual" und das "Policy Manual on Finance, Treasury, Tax and Charitable Contributions" stellen den verbindlichen Richtlinien-Rahmen für die HAVI Supply Chain Gruppe im Konzern dar. Internal Controls Das System interner Kontrollen hat zum Ziel, Schaden durch Fahrlässigkeit oder Vorsatz vom Unternehmen abzuwenden. Es liefert darüber hinaus Ansätze zur Verbesserung insbesondere der Prozesse, die in den vergangenen Jahren durch das rasante Wachstum stark an Bedeutung gewonnen haben. Das in der Vergangenheit implementierte System interner Kontrollen wurde überprüft und überarbeitet, um die Durchführung der internen Kontrollen stärker an den operativen Prozessen zur Rechnungslegung auszurichten. In einem ersten Schritt wurden die im Control Tower zentralisierten Finanzprozesse durch ein robustes Internes Kontrollsystem unterstützt und Tests zur Kontrolldurchführung eingeführt. Um diese Kontrollen "end-to-end" einzuführen, wurde begonnen, diese Kontrollen in die lokalen Länderorganisationen auszurollen. Dieses Ausrollen konnte im Jahr 2022 für alle SAP-Märkte abgeschlossen werden. Interne Revision Die konzernintern eingerichtete Funktion der internen Revision ist auf Ebene von "The HAVI Group LP" angesiedelt und versteht sich als zentraler Ansprechpartner in Governance-Fragestellungen für den gesamten HAVI Konzern. Sie ist an den maßgebenden berufsüblichen Standards ausgerichtet und verfolgt einen risikoorientierten Prüfungsansatz. Schwerpunkt der Arbeit der Konzernrevision liegt auf rechnungslegungsrelevanten Transaktionen und Prozessen, sowie kritischen und risikobehafteten Unternehmensprozessen. Art und Umfang der Prüfungshandlungen und -ergebnisse werden in einem Revisionsbericht inklusive durchzuführender Verbesserungsmaßnahmen dokumentiert. Festgestellte Mängel und notwendige Verbesserungsmaßnahmen werden im Rahmen dieses Revisionsberichtes an das verantwortliche lokale Team sowie an die Geschäftsleitung kommuniziert und die Implementierung durch die Interne Revision überwacht. Compliance-Organisation Ziel der Compliance-Organisation ist, regelkonformes Verhalten im Unternehmen zu fördern und nachhaltig sicherzustellen. Insoweit agiert das Compliance Committee als Steuerungs-, Berichts- und Interventionsgremium, das dafür Sorge trägt, dass Compliance-Standards einheitlich entwickelt, angewendet und kommuniziert werden. Bewusstsein: Durch die Entwicklung und Durchführung aussagekräftiger und geeigneter Kommunikationsmaßnahmen zur Stärkung der Compliance Awareness lernen die Mitarbeiter und Führungskräfte die Grundsätze der wertebasierten Integritätskultur. So können sie das Bewusstsein und die ethischen Grundsätze verinnerlichen, um sie konsequent im täglichen Handeln umzusetzen. Dies sorgt dafür, dass die Rechtskonformität des Unternehmens tatsächlich gelebt und die Organisation von dieser Grundhaltung durchdrungen wird. Insbesondere wurden in 2022 insgesamt 400 Führungskräfte in Onlinetrainings mit der Bedeutung des HAVI Wertegerüsts, insbesondere des Wertes, das Richtige zu tun, vertraut gemacht und auf die Eckpfeiler des HAVI Compliance Systems, namentlich das Richtlinienwerk und das Whistleblower-System, hingewiesen. Vorbeugen: Mithilfe interner Regelungen und Richtlinien wird ein System geschaffen, das Compliance-Verstößen vorbeugt. Hier ist neben dem Global Policies Manual insbesondere auf den Code of Ethical Business Conduct zu verweisen, der die ethischen Grundsätze, denen Entscheidungen und Verhalten bei HAVI folgen, regelt. Daneben werden weitere Richtlinien nach Bedarf und unter Berücksichtigung sich verändernder rechtlicher und tatsächlicher Rahmenbedingungen erstellt und im Intranet in einem dezidierten Bereich veröffentlicht. Erkennen: Zum 01.01.2023 wurde das bestehende Whistleblower-System 'Ethics Hotline' in das zukünftige 'Speak Up'-Programm umbenannt. Im Zusammenhang damit wurden die Zugangsmöglichkeiten weiter verbessert. Hinweisgeber können die Speak Up Hotline über eine Web-Applikation, telefonisch oder per E-Mail erreichen und direkt und vertraulich mit Compliance Verantwortlichen kommunizieren. Über eine breit angelegte digitale und analoge Kommunikation wurden die Mitarbeiter erneut auf die Nutzungsmöglichkeiten sowie Anlaufstellen für Beschwerden, die auch anonym eingereicht werden können, aufmerksam gemacht. Eingehende Beschwerden werden durch das Compliance Committee bearbeitet, das gewährleistet, dass jede Meldung fair behandelt und konsequent verfolgt wird. Reagieren: Die angemessene und zeitnahe Reaktion auf Compliance-Verstöße ist von zentraler Bedeutung. Das Compliance Committee leitet alle Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen und/oder der internen Revision ein. Den Sachverhalten wird auf unabhängige und vertrauliche Weise nachgegangen, ggf. auch mit Unterstützung externer Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Basierend auf den Ergebnissen werden weitere Maßnahmen eingeleitet und/oder Prozesse optimiert. Risiken für den Konzern Nachfolgend werden die Risiken für den Konzern in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgelistet.
Marktrisiken und -chancen Ein großer Teil des Umsatzes der Gruppe wird mit dem McDonald's-System erzielt. Dies bedeutet, dass der finanzielle Erfolg der Gruppe zu einem großen Teil vom wirtschaftlichen Erfolg von McDonald's abhängt. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass McDonald's eine starke Position im Segment der Schnellrestaurants hat und weniger stark von den Auswirkungen getroffen wurde als viele seiner Wettbewerber. Dies wirkt sich auch positiv auf HAVI aus. Das Fehlen formeller schriftlicher Vereinbarungen mit McDonald's und den Franchisenehmern war in den meisten Fällen kein Problem auch während der Krise. Die Fähigkeit von HAVI, Einsparungen für das McDonald's-System zu erzielen und innovative Lösungen beizutragen, trägt maßgeblich zu der starken Beziehung bei. Wie bereits erwähnt, stellen das Inflationsrisiko und die Fähigkeit, die Auswirkungen an den Kunden weiterzugeben, sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar, derer sich die Organisation bewusst ist. Der größte Teil unseres Kundenstamms wird voraussichtlich weniger von einer potenziellen Konjunkturabschwächung betroffen sein als beispielsweise das Segment der gehobenen Gastronomie. Dennoch wurde unser Kreditrisikoüberwachungsprozess durch eine vollständige Risikoüberprüfung wesentlicher Kunden ("Critical Customer Review Process"), eine verbesserte Berichterstattung über Kreditratings und einen verstärkten Fokus auf überfällige Forderungen gestärkt. Eine Überprüfung des SVC-Portfolios wird im Jahr 2023 durchgeführt, wobei HAVI sicherstellt, dass Risiko und Ertrag in allen Fällen ausgewogen sind. Geopolitische Risiken sind ein zu berücksichtigender Faktor. Mit dem Verkauf des Russland-Geschäfts wurde ein wichtiger Fokusbereich adressiert. Die kleinere operative Gesellschaft in der Ukraine wird kontinuierlich überwacht. Darüber hinaus beobachtet HAVI auch generell die geopolitischen Bewegungen in seinen relevanten Märkten. Eine deutliche Erhöhung der IT-Sicherheitsausgaben mit einem starken Fokus auf das Endbenutzerrisiko ist ein Eckpfeiler unserer Risikomanagement-Überlegungen für 2023. Die IT-Sicherheits-Roadmap und -Maßnahmen sind angesichts unseres engen Partnerschaftsmodells mit McDonalds abgestimmt. Unsere nachgewiesene Fähigkeit, Notfallpläne umzusetzen, ist beruhigend und wird auch zukünftig regelmäßig getestet werden. Im strategischen Kundengeschäft in den Segmenten Restaurantketten, Convenience Stores und Catering hängt der finanzielle Erfolg des Konzerns vor allem auch vom finanziellen Erfolg unserer Kunden sowie von der erfolgreichen Umsetzung unserer Expansionsstrategien und der Fähigkeit ab, ein vermehrtes "Upselling" digitaler Produkte zu erreichen. Solides Risikomanagement sowohl vor der Aufnahme eines neuen Kunden als auch während des Betriebs ist von entscheidender Bedeutung. Die begrenzten Auswirkungen von Insolvenzen in einem ansonsten stark betroffenen Segment sind ein Beweis für HAVIs Fähigkeit, diese Risiken zu managen. HAVI geht davon aus, dass seine nachgewiesene finanzielle Stabilität und Zuverlässigkeit neue Perspektiven für weiteres Wachstum schaffen wird. Compliance Risiken Risiken aus nicht-regelkonformen Verhalten begegnet der Konzern durch eine starke Compliance Organisation. Durch das Schaffen von Bewusstsein für regelkonformes Verhalten und klare interne Richtlinien wird Regelverstößen vorgebeugt. Ein Whistleblower-System hilft, etwaige Verstöße zu erkennen und zeitnah und angemessen auf diese zu reagieren, um wirtschaftliche Risiken aus möglichen Verstößen auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Steuerrisiken Bedingt durch die dynamische Entwicklung des Steuerrechts und der steuerlichen Praxis ergeben sich in den Unternehmen der Gruppe grundsätzlich Risiken. Unsere Unternehmen arbeiten eng mit lokalen Beratern, mit der zentralen Steuerabteilung und mit internationalen Beratern zusammen, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Für steuerliche Risiken sind soweit erkennbar in angemessenem Umfang Rückstellungen gebildet. Risiken im Personalbereich Der Erfolg des Konzerns hängt stark von der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen ab. Die in der gesamten Unternehmensgruppe etablierte und gelebte Unternehmenskultur ist das Fundament dieser Mitarbeiterbindung an das Unternehmen. Durch einen systematischen Ansatz in den Bereichen der Mitarbeitergewinnung und der Mitarbeiterentwicklung sowie der Social Accountability werden Risiken im Personalbereich begrenzt und Chancen genutzt. Versicherungsschutz Wirtschaftliche Risiken aus möglichen Schadensfällen sind nach derzeitigem Ermessen weitestgehend durch entsprechende Versicherungen abgedeckt oder auf ein akzeptables Maß reduziert. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Grundsätzlich ist es Politik des Konzerns, Risiken aus Beschaffungspreisänderungen auf den Kunden zu übertragen. Insofern sind zur Absicherung von Währungsrisiken und des Dieselpreises von verschiedenen Gesellschaften des Konzernverbundes auf Wunsch der entsprechenden McDonald's Organisationen Sicherungsgeschäfte für Devisen bzw. Dieselpreise abgeschlossen worden. Da diesen Transaktionen im Falle der Währungsrisiken feste Abnahmeverpflichtungen der Kunden für die so gesicherten Produkte zugrunde liegen und im Falle des Dieselpreises entstehende Differenzen über die Distributionsmarge bezahlt werden, entstehen dem Konzern hierdurch keine Risiken. Darüber hinaus werden zur Absicherung der eigenen Währungsrisiken im Bereich der Vertriebs- und Verwaltungskosten Devisentermingeschäfte im sehr geringen Umfang abgeschlossen. Ausfallrisiken Für operative Risiken haben wir die für einen Konzern unserer Größe angemessenen Absicherungsmaßnahmen getroffen, die wir kontinuierlich an unsere Entwicklung anpassen. Diese beinhalten sowohl Maßnahmen zur Vermeidung von Ausfällen von Anlagen als auch detaillierte Pläne, die die Fortführung des Geschäftes im Notfall sicherstellen. Analoges gilt auch für Notfallprozesse im Falle eines IT-Ausfalls. Aufbauend auf den Erfahrungen des Geschäftsjahres 2022 haben wir sowohl präventive Massnahmen als auch Business Continuity Pläne nochmals gestärkt. Umweltrisiken und Chancen Die Umweltstandards des Konzerns sind so angelegt, um gesetzlichen Anforderungen mehr als gerecht zu werden. Insgesamt begegnen wir Umweltrisiken mit Qualitätssicherungsmaßnahmen. Durch den hohen Stellenwert, den der Konzern dem Thema Umwelt beimisst, werden auch wirtschaftliche Chancen, die sich aus Umweltaktivitäten entweder mit Blick auf die Kostensituation oder durch Differenzierung von Wettbewerbern ergeben, systematisch genutzt. Gesamtbeurteilung der Risiken Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation ergibt sich aus einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. HAVI hat während der zahlreichen Herausforderungen der letzten Jahre eine starke Resilienz und Fähigkeit bewiesen, finanzielle Auswirkungen zu minimieren. Angesichts des Ausmaßes der Herausforderungen in den vergangenen Jahren werden die negativen Auswirkungen als überschaubar beurteilt. Die bisherigen Erfahrungen in der Krise haben bestätigt, dass HAVI gut aufgestellt ist, sich als äußerst resilient gezeigt hat und auf den Wachstumspfad zurückkehren wird. Bestandsgefährdende Risiken sieht das Management zum jetzigen Zeitpunkt daher keine.
Duisburg, den 23. Juni 2023 HAVI
Europe Management GmbH & Co. KG
Arnd Christochowitz Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Mit Wirkung zum 10. Oktober 2016 wurde die HAVI EUROPE Management GmbH & Co. KG zunächst durch ihren Komplementär, die HAVI Management GmbH, Duisburg und den Kommanditisten HAVI Europe Holding LLC, Downers Grove, Illinois/USA gegründet. Dabei erfolgte die Beteiligung der HAVI Europe Holding LLC durch Einbringung von 94,9 % ihrer Anteile an der HAVI Global Logistics GmbH, Duisburg. Zum 3. November 2016 ist die HAVI Global Solutions LLC, Downers Grove, Illinois/USA, durch Einbringung ihrer Anteile an der HAVI Global Solutions Europe GmbH, Duisburg, als weiterer Kommanditist der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG eingetreten. Die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HR A Reg.Nr. 12069). I. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen HAVI Europe Management GmbH & Co. KG, Duisburg, sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der Konsolidierungskreis umfasst zum Abschlussstichtag neben dem Mutterunternehmen sechs inländische und 35 ausländische Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen üben mit Stimmrechtsanteilen von bis zu 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik von insgesamt zehn Beteiligungsunternehmen aus, deren Anteile nach § 311 Abs. 1 HGB als Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen werden. Über die HAVI Global Logistics GmbH hält die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG mittelbar 71,84 % der Anteile an der STI Freight Management GmbH, Duisburg. Aufgrund von Zustimmungsvorbehalten zu Gunsten des Mitgesellschafters wird § 296 HGB in Anspruch genommen und die STI Freight Management GmbH und ihre Tochtergesellschaften nach der Equity-Methode auf Basis des Konzernabschlusses der STI Freight Management GmbH einbezogen. Zum 01. Januar 2022 wurden die HAVI-Gruppenstruktur dahin geändert, dass die zuvor enthaltenen Global Sourcing Gesellschaften HAVI Global Solutions Europe GmbH und HAVI Global Solutions Europe Limited in den Bereich Global Sourcing überführt wurden und sich damit in HAVIs Globale Gruppenstruktur einfügen. Der Konzern umfasst seither ausschließlich Gesellschaften, die im Bereich Logistik und Supply Chain tätig sind. Die Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften wurde entsprechend vorgenommen. Die HAVI Logistics GmbH, Duisburg, die HAVI Logistics Business Services GmbH, Duisburg, die HAVI Global Logistics GmbH, Duisburg, die Alpha Holding GmbH, Duisburg und die Sodul Beteilgungs GmbH, Pullach, sind in den Konzernabschluss der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG einbezogen und unterliegen den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB. Die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG nutzt die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB. II. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2022 (Abschlussstichtag des Mutterunternehmens) erstellt. Abschlussstichtag der Tochterunternehmen ist ebenfalls der 31. Dezember 2022. Die Gliederungsvorschriften sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des HGB wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und bei den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen beachtet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind mit den in den entsprechenden Einzelabschlüssen ausgewiesenen Werten nach den notwendigen Anpassungen in den Konzernabschluss übernommen worden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird der Konzernabschluss in Millionen EURO aufgestellt. Die beiden Teilkonzerne HAVI Global Logistics GmbH und HAVI Global Solutions Europe GmbH wurden unter der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG als neue europäische Obergesellschaft in 2016 zusammengeführt. Die Kapitalkonsolidierung wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (31. Oktober 2016) nach der Buchwertmethode auf Basis der bereits in der Vergangenheit bei der HAVI Global Logistics GmbH bzw. der HAVI Global Solutions Europe GmbH durchgeführten Konsolidierung vorgenommen. Auf die Anwendung der Neubewertungsmethode wurde verzichtet, da sich die wirtschaftliche Substanz bei der beschriebenen Gründungstransaktion unter einheitlicher Leitung des US-Mutterkonzerns nicht verändert hat. Daher bleiben die Stichtage für die Kapitalkonsolidierung der bereits vor Gründung der HAVI Europe Management GmbH Co. KG bestehenden Mutter-Tochterverhältnisse in der HAVI Global Logistics GmbH und der HAVI Global Solutions Europe GmbH unverändert bestehen. Die nachfolgend aufgeführten Änderungen des Konsolidierungskreises sind von unwesentlicher Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage im Konzern. Zum 01. Januar 2022 wurden die HAVI-Gruppenstruktur dahin geändert, dass die zuvor enthaltenen Global Sourcing Gesellschaften HAVI Global Solutions Europe GmbH und HAVI Global Solutions Europe Limited in den Bereich Global Sourcing überführt wurden und sich damit in HAVIs globale Gruppenstruktur einfügen. Der Konzern umfasst seither ausschließlich Gesellschaften, die im Bereich Logistik und Supply Chain tätig sind. Die Entkonsolidierung der beiden Gesellschaften wurde entsprechend vorgenommen. Für nicht dem Mutterunternehmen oder den anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehörende Anteile am Vermögen und Gewinn der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2010 in der HAVI Global Logistics GmbH entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte, die auf die STI Freight Management GmbH entfallen, wurden über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der STI Freight Management GmbH betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte und beläuft sich zum Stichtag der erstmaligen Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen auf € 2,1 Mio. und zum 31. Dezember 2022 auf € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). Die betrieblichen Nutzungsdauern basieren auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragszuflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das Know-how (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgeschöpft. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. Die im Anlagevermögen enthaltenen Zwischenergebnisse wurden im Rahmen der Konsolidierung ergebniswirksam eliminiert. Im Übrigen wurde auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungSelbst geschaffene Software wird zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines einzeln verwertbaren Vermögensgegenstandes besteht. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten. Selbst geschaffene Software wird planmäßig linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen sowie die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Selbst erstellte Anlagengegenstände werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten. Die Abschreibungen werden bei immateriellen Vermögensgegenständen über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren, bei Gebäuden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren wie auch beim beweglichen Anlagevermögen über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 13 Jahren in der Regel linear vorgenommen. Bauzeitzinsen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens werden seit dem 1. Januar 2007 aktiviert. Bei der Bilanzierung von Leasingverträgen werden die steuerlichen Leasingerlasse beachtet. Bei Finanzierungsleasingverhältnissen aktiviert die Gesellschaft zu Beginn des Leasingverhältnisses den Leasinggegenstand und passiviert die Leasingverbindlichkeit. Die Anschaffungskosten ergeben sich aus dem Barwert der künftigen Leasingraten. Geleistete Anzahlungen des Anlagevermögens werden zum Nennbetrag aktiviert. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt; soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund dauernder Wertminderung bzw. Fortschreibungen im Rahmen der Equity-Methode für assoziierte Unternehmen erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktwerten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus langen Lagerreichweiten oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen des Vorratsvermögens werden zum Nennbetrag aktiviert. Die Gegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert bzw. Anschaffungswert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten aktiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen der Handelsbilanzen und der Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge angesetzt. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Durch das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert. Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB wurde die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zu 31. Dezember 2016 angewendet. Es ergeben sich zum 31. Dezember 2022 ohne die Saldierung mit dem Aktivwert des saldierungsfähigen Deckungsvermögens Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 13,7 Mio. (Vorjahr € 15,3 Mio.). Diese liegen um den Unterschiedsbetrag von € 1,2 Mio. (Vorjahr € 1,3 Mio.) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Rückstellungen aus "alten" Pensionszusagen (geschlossener leistungsorientierter Altersversorgungsplan) werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,40 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation abhängig vom Alter und Geschlecht in Höhe der branchenüblichen Standardwerte unterstellt. Der Wert der Rückstellungen aus "neuen" Pensionszusagen (rückgedeckte Direktzusagen) bestimmt sich nach der Wertentwicklung des Aktivwertes der kongruenten Rückdeckungsversicherung unter Anwendung des § 253 Abs. 1 S. 3 HBG (wertpapiergebundene Altersvorsorge). Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (gleich fortgeführte Anschaffungskosten). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von assoziierten Unternehmen entsprechen den oben genannten Grundsätzen. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen erfolgt die Währungsumrechnung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu den am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Niederst- bzw. Höchstwertprinzip beachtet. Die Umrechnung der Bilanzposten der in dem Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bzw. zu historischen Kursen für das übrige Eigenkapital. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu den am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochterunternehmen werden mit dem monatlichen Durchschnittskurs (PVA - Periodic Value Account) umgerechnet. Die sich ergebenen Umrechnungsdifferenzen werden aus Konzernsicht erfolgsneutral behandelt und innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. IV. Angaben und Erläuterungen zur BilanzDie Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang). Im Geschäftsjahr sind keine Entwicklungskosten im Rahmen der Erstellung von im Konzern genutzten selbst erstellten Software-Paketen angefallen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, unverändert zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen verbundene, aber nicht konsolidierte Unternehmen. Diese betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf Ebene des Mutterunternehmens beläuft sich der Betrag frei verfügbarer Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2022 auf € 69,4 Mio. (Vorjahr € 69,4 Mio.). Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen beim Mutterunternehmen zum Bilanzstichtag nicht. Die Beträge aus dem Unterschiedsbetrag der Abzinsung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB bestehen beim Mutterunternehmen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.). Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen in den Bereichen Anlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen in den Bereichen Anlagevermögen und sonstige Rückstellungen. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2022 sind nachfolgend dargestellt. Der Effekt aus der Veränderung der latenten Steuern ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.
Die latenten Steuern für inländische Kapitalgesellschaften sind mit einem Gesamtsteuersatz von 32 % (Vorjahr 32%) ermittelt. Dabei werden neben der Körperschaftsteuer von 15 % (Vorjahr 15 %) der Solidaritätszuschlag von 5,5 % (Vorjahr 5,5%) auf die Körperschaftsteuer und der durchschnittliche Gewerbesteuersatz in Höhe von 16,18 % (Vorjahr 16,18 %) im Konzern berücksichtigt. Inländische Personengesellschaften unterliegen nur der Gewerbesteuerpflicht. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweils zum Zeitpunkt des Abbaus der Latenz erwarteten nationalen Steuersätze zugrunde gelegt. Das Eigenkapital des Mutterunternehmens beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf € 79,4 Mio. (Vorjahr € 79,4 Mio.). Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2022 beträgt € 67,5 Mio. (Vorjahresüberschuss i.H.v. € 27,6 Mio.). Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 15,6 Mio. (Vorjahr € 15,3 Mio.) und Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.). Diese wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen in Höhe von € 12,2 Mio. (€ 11,9 Mio. Pensionsrückstellungen, € 0,3 Mio. Altersteilzeit) (Vorjahr € 11,9 Mio. Pensionsrückstellungen, € 0,2 Mio. Altersteilzeit) verrechnet. Eine Saldierung erfolgt jeweils für jede einzelne Zusage getrennt, so dass eine Rückstellung für Pensionen von € 3,7 Mio. (Vorjahr € 3,5 Mio.), Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), sowie ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) ausgewiesen werden. Beim Deckungsvermögen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert ermittelt sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung der Rückdeckungsversicherung). Er stimmt mit den fortgeführten Anschaffungskosten überein. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.) wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) wird unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 34,9 Mio. (Vorjahr € 103,6 Mio.) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. € 9,6 Mio. (Vorjahr € 15,2 Mio.) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr; hiervon haben Verbindlichkeiten in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, aber nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von € 69,8 Mio. (Vorjahr € 83,7 Mio.). Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 betreffen mit € 12,9 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit € 1,2 Mio. Verbindlichkeiten aus Lizenzgebühren gegenüber der Konzernobergesellschaft sowie mit € 55,7 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die zum überwiegenden Teil Gewinnansprüche dieser Gesellschaften repräsentieren. Im Vorjahr betrafen die Verbindlichkeiten mit € 23,0 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit € 7,5 Mio. Verbindlichkeiten aus Lizenzgebühren gegenüber der Konzernobergesellschaft sowie mit € 53,2 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Der Gesamtbetrag der durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten beträgt € 18,1 Mio. (Vorjahr € 18,6 Mio.). V. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erwirtschaftet:
Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Bereiche:
Der Materialaufwand gliedert sich gem. § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB wie folgt auf:
Der Personalaufwand gliedert sich gem. § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt auf:
Davon für Altersversorgung € 6,3 Mio. (Vorjahr € 6,8 Mio.). In der HAVI Europe Management Gruppe waren 2022 im Durchschnitt 7.866 Mitarbeiter (Vorjahr 7.714) beschäftigt; davon waren 2.733 als kaufmännische Angestellte (Vorjahr 2.666) und 5.134 (Vorjahr 5.049) als gewerbliche Mitarbeiter tätig. Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von € 7,8 Mio. (Vorjahr € 2,7 Mio.) sowie periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von € 9,0 Mio. (Vorjahr € 2,9 Mio.) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 1,6 Mio. (Vorjahr € 1,9 Mio.) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von € 7,2 Mio. (Vorjahr € 3,3 Mio.) und periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von € 0,5 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von € 0,2 Mio. betreffen die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (Vorjahr € 0,3 Mio.). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von € 3,9 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) enthalten. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. VI. Angaben und Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIn den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Als Finanzmittelfonds gelten nur liquide Mittel ersten Grades. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten nur als Liquiditätsreserve gehaltene, kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine in die Disposition der liquiden Mittel einbezogenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von maximal drei Monaten oder andere kurzfristige Kreditaufnahmen. Somit entspricht der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2022 dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". VII. NachtragsberichtNach der Entscheidung von McDonald's, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen, beschloss das HAVI Management, nach Möglichkeiten zu suchen, das Geschäft in Russland ebenfalls zu verkaufen. Inzwischen wurden die Anteile an der LLC Rulog, Moskau, Russland, der HAVI Logistics Elabuga LLC, Elabuga, Republik Tartarstan und der HAVI Uzlovaya LLC, Uslowaja, Russland ebenfalls an eine LLC Club Hotel, Holding des ehemaligen Developmental Licensee Alexander Govor verkauft. Die Verkaufstransaktion wurde im April 2023 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betragen die Buchwerte des Anlagevermögens des Russlandgeschäfts € 8,7 Mio. des Umlaufvermögens € 111,1 Mio. sowie der Rückstellungen und Verbindlichkeiten € 133,2 Mio. Der Ertrag vor Steuern betrug 2022 € 0,3 Mio. Das russische Geschäft trug im Geschäftsjahr 2022 ca. 11,2% zum Konzernumsatz bei. Der Anteil an den Konzernvermögenswerten beläuft sich unterdessen auf ca. 11,9%. Der Verkauf der drei Gesellschaften ist im April 2023 gezeichnet worden mit Wirksamkeit auf den Konsolidierungskreis zum 4. Apr. 2023. Der Erfolg aus der Entkonsolidierung beläuft sich auf € 3,1 Mio., davon entfallen € 1,9 Mio. auf das laufende Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 bis zur Entkonsolidierung. Es sind keine weiteren Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag zu berichten. VIII. Sonstige AngabenDie HAVI Europe Management GmbH & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften haben zum 31. Dezember 2022 Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von € 408,6 Mio. (Vorjahr € 541,3 Mio.) abgeschlossen. Unrealisierte Gewinne betragen € 7,5 Mio. (Vorjahr € 10,7 Mio.); die unrealisierten Verluste betragen € 6,4 Mio. (Vorjahr € 5,8 Mio.). Der größte Teil der Ankaufgeschäfte dient zur Absicherung von bereits eingegangenen, zukünftigen Kaufverpflichtungen von Waren; für die so abgesicherten Warengeschäfte bestehen auf Kundenseite entsprechende Abnahmeverpflichtungen. Risiken für den Konzern aus diesen Termingeschäften bestehen daher nicht; wie im Vorjahr werden die Termingeschäfte in der Bilanz angesetzt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen und den sonstigen Rückstellungen. Die Rückstellungen für unrealisierte Verluste betragen in Summe € 6,5 Mio. Entsprechende unrealisierte Gewinne sind mit € 7,5 Mio. in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Der Saldo von € 1,1 Mio. wird aufgrund der Abnahmeverpflichtung innerhalb der Salden mit dem Kunden ausgewiesen. Darüber hinaus wurden Wechselkursrisiken für den "Control Tower" in Polen und die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG in Deutschland abgesichert. Das Risiko für dieses Termingeschäft trägt der Konzern. Entsprechende unrealisierte Gewinne sind mit € 0,2 Mio. in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten und werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Darüber hinaus wurden im Auftrag des Kunden weitere Absicherungen bezogen auf den Erwerb von Diesel-Kraftstoff abgeschlossen. Der Nominalwert dieser Termingeschäfte beträgt am 31. Dezember 2022 € 5,8 Mio. (Vorjahr € 3,7 Mio.). Unrealisierte Gewinne belaufen sich auf € 0,8 Mio. (Vorjahr € 1,4 Mio.), unrealisierte Verluste betragen € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). Risiken für den Konzern bestehen nicht, weil Effekte aus diesen Termingeschäften über die Preisvereinbarung mit dem Kunden abgedeckt sind; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen und den sonstigen Rückstellungen. Die Absicherungen wurden für den Zeitraum 2023 und 2024 abgeschlossen. Die Darstellung der entsprechenden unrealisierten Gewinne/Verluste in der Bilanz erfolgt analog zu den Devisentermingeschäften. Die beizulegenden Zeitwerte von Termingeschäften wurden auf Basis diskontierter, zukünftiger erwarteter Cash Flows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Instrumente geltenden Marktzinssätze verwendet. Der Zeitraum der Absicherung durch Termingeschäfte beträgt bis zu 24 Monate. Aus Mietverträgen für Gebäude und Lkw sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen bestehen im Konzern die nachfolgenden finanziellen Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen.
Aus Wartungsverträgen bestehen im Konzern die nachfolgenden festen Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen.
Der Aufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, setzt sich wie folgt zusammen:
Alle Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen sowie sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH, HAVI Management GmbH, folgende Personen an:
Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a und b HGB wird unter Bezugnahme auf die analoge Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung der ehemaligen Teilkonzernobergesellschaft HAVI Global Logistics GmbH betrugen € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.). Die Höhe der für ehemalige Geschäftsführer gebildeten Pensionsrückstellungen beträgt € 5,5 Mio. (Vorjahr € 5,2 Mio.). Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022 der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG von € 67,5 Mio. steht, entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages, den Gesellschaftern in Höhe ihres jeweiligen Anteils am Kapital zu. IX. Tochterunternehmen
1 Unternehmen mit Ergebnisabführungsverträgen, Ergebnis nach Gewinnabführung/Verlustübernahme. 2 Eigenkapital nach Revaluierung. 3 Stimmrecht beschränkt auf 50% X. Assoziierte Unternehmen
1 Unternehmen mit Ergebnisabführungsverträgen. Ergebnis nach Gewinnabführung/Verlustübernahme. Aufgrund von Zustimmungsvorbehalten zu Gunsten des Mitgesellschafters der STI Freight Management GmbH wird § 296 HGB in Anspruch genommen und die STI Freight Management GmbH und ihre Tochtergesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert. Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Die Konzernobergesellschaft HAVI Group LP, Downers Grove, Illinois/USA, stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Konzernabschluss der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG, Duisburg, einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Der Konzernabschluss der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG, Duisburg, wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Duisburg, den 23. Juni 2023Duisburg, den 23. Juni 2023 HAVI
Europe Management GmbH & Co. KG
Arnd Christochowitz Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HAVI Europe Management GmbH & Co. KG, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HAVI Europe Management GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerk weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 19. Oktober 2023 festgestellt. |
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