Degussa Bank GmbH
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Degussa Bank AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des Konzerns Konzernstruktur Die Degussa Bank AG ist handelsrechtliche Muttergesellschaft des Degussa Bank-Konzerns. Unmittelbare Tochtergesellschaften der Degussa Bank AG sind die MIVO mitarbeitervorteile GmbH ("MIVO") sowie die Munich General Insurance Services GmbH ("MGIS"), die zum 12.07.2022 von der Tochtergesellschaft PRINAS MONTAN GmbH Versicherungsvermittler ("PMV") erworben wurde. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der bisherigen Tochtergesellschaft PMV am 31.08.2022 veräußert. Im Vorjahr 2021 wurde bereits die Mehrheit der Beteiligung an der INDUSTRIA WOHNEN GmbH ("INDUSTRIA") veräußert, die damit aus dem Konsolidierungskreis ausschied. Im Geschäftsjahr 2022 wurden auch die verbliebenen 10,1 % der Anteile an der INDUSTRIA verkauft.
Die Bilanzwährung des Mutterunternehmens und des Konzerns ist Euro. Der Lagebericht der Degussa Bank AG und der Konzernlagebericht wurden zusammengefasst (zusammengefasster Lagebericht). Der Konzernabschluss wird im Wesentlichen von der Degussa Bank AG geprägt. Unsere wirtschaftlichen Aktivitäten konzentrieren sich auf den deutschen Markt. Dabei fokussiert sich die Degussa Bank AG auf das Privatkundenbankgeschäft und auf wohnwirtschaftliche gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Bei der MIVO handelt es sich um ein Vorteilsportal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitglieder der Worksite-Partner. Die MGIS stellt eine Plattformlösung für Versicherungsvermittler zur Verfügung. Im Geschäftsjahr haben die Aktionärinnen und Aktionäre der Muttergesellschaft einen Vertrag über den Verkauf von 100 % der Aktien mit der Oldenburgischen Landesbank AG ("OLB") geschlossen. Nach Abschluss der behördlichen Genehmigungsprozesse soll die Übertragung vollzogen werden. Geschäftsmodell und strategische Ausrichtung Der Degussa Bank-Konzern konzentriert sich auf Geschäftsfelder, in denen er nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzeugen und erhalten kann. Unser Geschäftsmodell mit dem Schwerpunkt Immobilienfinanzierungen bewährt sich als insgesamt wachstumsfähig und robust. Wie schon in der Corona-Pandemie entwickelten sich die Geschäftsfelder auch im aktuell schwierigen makroökonomischen Umfeld stabil. Direkte Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind nicht zu beobachten, wenngleich die deutlich gestiegene Inflation wie auch das steigende Zinsniveau erste Auswirkungen zeigen. Das Ende der Negativverzinsung im Laufe des Geschäftsjahres ließ den Zinsüberschuss deutlich steigen, während zurückhaltende Kundenaktivitäten zu Umsatzeinbußen im Wertpapiergeschäft führten. Zum Jahresende war auch eine zurückhaltende Kreditnachfrage zu erkennen. Die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells haben wir auch nach den Erfahrungen in der Corona-Pandemie weiter fortgesetzt. Im Omnichannel-Vertrieb stehen wir unseren Kundinnen und Kunden in Filialen (Bankshops) vor Ort sowie digital, telefonisch, über das Internet und über die mobilen Kanäle zur Verfügung. Die Bank betreibt weiterhin 56 physische Bank-Shops (i. Vj. 56) in Deutschland. Die Eröffnung von Digitalen Bank- Shops (dbs.degussa-bank.de) wurde erfolgreich fortgesetzt. Zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits 79 Digitale Bank-Shops (i.Vj. 43) in Kooperation mit unseren Worksite-Partnern in Betrieb - Tendenz weiter steigend. Neben den klassischen Bank- und Wertpapierprodukten sind hier auch weitere Kunden-Services verfügbar und werden kontinuierlich erweitert. Die konzerninterne Verbindung der Degussa Bank mit dem MIVO-Vorteilsportal und den Maklerservices der MGIS werden durch Kooperationen mit den ehemaligen Tochtergesellschaften PMV in dem Geschäftsfeld Versicherungen und INDUSTRIA mit Immobilieninvestments im Sinne einer umfassenden Worksite-Financial-Services-Strategie ergänzt. Dabei orientieren wir uns auch an den Initiativen zur Nachhaltigkeit zum Klimaschutz. Vor dem Hintergrund der Neuordnung des Konzerns lag der Fokus auf der Verbesserung der operativen Ertragslage im Bankgeschäft. So wurde das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme und Unterstrichpositionen) auch im abgelaufenen Jahr weiter ausgebaut und unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen optimiert. Übergeordnetes Ziel ist weiterhin ein profitables Wachstum unter Beibehaltung unseres Kundenversprechens "Nähe, Transparenz, Vertrauen". Der erfolgte Aufbau eines neuen Customer Care Centers in Duisburg soll dies mit unterstützen. Steuerungssystem Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Degussa Bank-Konzerns sind die Erzielung eines nachhaltigen Gewinns vor Steuern und die Marktdurchdringung in den jeweiligen Geschäftsfeldern. Die Marktdurchdringung der Degussa Bank messen wir einerseits als Entwicklung der erreichten Kundenanzahl (zum Bilanzstichtag rund 322.000, i. Vj. 338.000) und andererseits als Summe des betreuten Kundenvolumens (zum Bilanzstichtag € 13.676 Mio., i. Vj. € 13.824 Mio.). Die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, insbesondere an die Liquidität und Solvabilität von Kreditinstituten, haben hohe Priorität. Im Rahmen der nicht finanziellen Leistungsindikatoren stellen wir auf die Kundenzufriedenheit als Steuerungskriterium ab. Wir richten die Zielservicelevel an den Kundenerwartungen aus und investieren in Systeme und Prozesse, die das Kundenerlebnis steigern und unsere Erreichbarkeit verbessern sollen. So messen wir als Indikator die Kundenbeschwerden, Kundenbewertungen unserer Kontakt- und Vertriebskanäle sowie deren Erreichbarkeit. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachdem der Einfluss der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres 2022 zunehmend nachließ und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung nun fast vollständig eingestellt sind, prägte der Krieg in der Ukraine das Jahr. Aus ökonomischer Perspektive war insbesondere relevant, dass Gas-, Öl- und Rohstofflieferungen aus Russland nach Europa stark reduziert wurden mit ausgeprägten Auswirkungen auf deren Preise. Auch vor Ausbruch des Krieges waren höhere Inflationsraten als in den Vorjahren bereits zu beobachen. Gegenseitige Sanktionsmaßnahmen und Embargos zwischen der Ukraine mit ihren Verbündeten und Russland haben jedoch zu weiteren starken Erhöhungen der Energiepreise geführt, letztendlich zu Preissteigerungen in der Breite. Der Gaspreis stieg in Europa zwischenzeitlich auf über € 310 pro Megawattstunde, lag im Januar 2023 aber wieder bei circa € 55. Dies entspricht jedoch immer noch dem Zwei- bis Fünffachen des Preisniveaus, das in den Jahren vor dem Krieg in der Ukraine vorherrschte. Reduzierten Gaslieferungen aus Russland kann langfristig durch den verstärkten Einkauf von Flüssiggas begegnet werden. Die jährliche Inflationsrate in Deutschland erreichte im Oktober 2022 mit 11,6 % ihren Höhepunkt, bevor sie in den folgenden Monaten etwas nachließ. Die Raten sind mit einem Dezember-Wert von 9,6 % zwar nach wie vor hoch, der Höhepunkt scheint jedoch überschritten und ein Rückgang auf den Zielwert von 2 % wird erst für die nächsten Jahre erwartet. Die während der Pandemie aufgetretenen Allokations- und Lieferkettenprobleme sind weniger immanent. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs 2022 um 2,0 %. Insgesamt sind die Wachstumsaussichten für die nächsten Quartale eingetrübt. Das Ausmaß der erwarteten Rezession dürfte jedoch geringer ausfallen als zunächst befürchtet. Positiv auf die Konsumnachfrage wirkt die niedrige Arbeitslosenquote, die im Dezember 2022 bei 5,5 % lag. Auch die Abschaffung vieler Corona-Maßnahmen führt zu einer Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit. Das langfristige Wirtschaftswachstum ist in starkem Maße von den Entwicklungen in den Bereichen Demographie und Fachkräftemangel, Kontrolle und Diversifikation von Lieferketten, Globalisierung und Welthandel sowie der Energie- und Verkehrswende abhängig. Der Krieg in der Ukraine veranlasste die Bundesregierung, ein Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von € 100 Mrd. aufzulegen. Dem Kaufkraftverlust der Verbraucherinnen und Verbraucher begegnete die Bundesregierung mit Entlastungs- und Unterstützungsprogrammen mit einem Zielvolumen von € 200 Mrd., unter anderem 9-Euro-Ticket, Tankrabatt sowie Gas- und Strompreisbremse. Im Oktober stieg der Mindestlohn auf € 12. Auch für Unternehmen, die Nachteile durch den Krieg in der Ukraine und die resultierenden Sanktionen haben, werden staatliche Hilfen angeboten. Einige der Maßnahmen erhöhen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und wirken somit preistreibend. Maßnahmen wie Gas- und Strompreisbremse und die Deckelung des Preises für aus Russland importiertes Öl reduzieren den Preisdruck. Insgesamt schaffen die hohen Inflationsraten jedoch vielfältige Herausforderungen für den Unternehmenssektor und somit die Konjunktur: höhere Kosten für Energie, Vorprodukte, Gehälter und Finanzierungen. Den starken Preissteigerungen begegnete das Eurosystem um die Europäische Zentralbank mit außergewöhnlich schnellen Erhöhungen der Leitzinsen beginnend im Juli 2022. Die Zinsschritte fielen mit 0,5 % und 0,75 % größer aus als in der Vergangenheit. Im Januar 2023 betrug der Einlagensatz für Banken 2,0 %. Dies schlug sich auch am Geldmarkt und bei Zinsen kurzer Laufzeiten nieder. Der Zinssatz im Interbankengeschäft, Euribor, mit einer Laufzeit von 3 Monaten lag zum Jahresschluss bei 2,1 % (i. Vj. -0,57 %). Weitere Zinserhöhungen durch die Zentralbanken werden für 2023 erwartet. Auch die Kapitalmarkt-Zinssätze längerer Laufzeiten stiegen vor dem Hintergrund hoher Inflationsraten und der Erwartung einer restriktiveren Geldpolitik durch die Zentralbanken stark an. Die Rendite einer Staatsanleihe der Bundesrepublik Deutschland mit einer Laufzeit von 10 Jahren lag zum Jahresende 2022 bei 2,51 % (i. Vj. -0,20 %). Mittlerweile sind in vielen Staaten die Zinskurven invers. Das heißt, dass langfristige Zinsen niedriger sind als kurzfristige. Die aktuell hohen Niveaus der Zinsen stellen einen bemerkenswerten Kontrast zur Phase niedriger und negativer Zinsen der letzten Jahre dar und stellen viele Marktteilnehmer vor Herausforderungen. Dies kann sich zunehmend negativ auf die Konjunktur auswirken. Die Europäische Zentralbank beendete im März 2022 die Nettozukäufe von Staats- und Unternehmensanleihen im Rahmen ihres Anleiheprogramms, das vor dem Hintergrund der Pandemie aufgelegt wurde. Das schon länger im laufenden allgemeinen Kaufprogramm erworbene Volumen an Anleihen wurde ab Juni 2022 nicht weiter erhöht und ab März 2023 sollen die Bestände reduziert werden. Ungerechtfertigt hohen Renditeabständen bei Anleihen der Eurostaaten kann die Europäische Zentralbank nun mit einem neuen Anleiheprogramm begegnen. Im August 2022 fiel der Euro zum ersten Mal seit 2002 unter die Parität zum US-Dollar, erhöhte sich zum Jahresende aber wieder auf 1,07 US-Dollar pro Euro. Der DAX schloss das Jahr mit 13.923,59 Punkten und einem Minus von 12 % ab. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Grundsätzlich verhalfen die gestiegenen und nun nicht mehr negativen Marktzinsen dem Bankensektor zu höheren Nettozinsspannen und Gewinnen. Negative Verzinsungen von Kundeneinlagen beziehungsweise Verwahrentgelte gehören vielfach der Vergangenheit an. Im Gegenteil: Bei der Verzinsung von Kundeneinlagen herrscht reger Wettbewerb mit vergleichsweise attraktiven Einlagenzinsen. Dies stellt zwar für die Banken einen Kostenfaktor dar, erhöht aber deutlich die Geschäftsmöglichkeiten der Banken im Aktiv-Passiv-Management. Die schnellen, starken Marktzinssteigerungen reduzierten die Bewertungen der Liquiditätsreserven beziehungsweise Anleiheportfolios, sofern zur Anlage längere Zinsbindungen gewählt wurden. Die Nachfrage von Immobilienkrediten reduzierte sich zum Jahresende hin merklich. Zum Februar 2022 aktivierte der Ausschuss für Finanzstabilität beim Bundesministerium der Finanzen den antizyklischen Kapitalpuffer für das Kreditgeschäft im Allgemeinen und einen Systemrisikopuffer speziell für Wohnimmobilienkredite, beides Maßnahmen, die durch höhere Eigenmittelanforderungen die Kreditvergabe hemmen. Obergrenzen für den Beleihungsauslauf von Wohnimmobilienfinanzierungen wurden diskutiert. Besonders verschlechterten sich die Aussichten des Immobiliensektors durch das hohe Zinsniveau. Auch die zunehmenden Anforderungen an Nachhaltigkeitsaspekte stellen den Sektor vor Herausforderungen und führen im Bereich der Bestandsimmobilien zu niedrigeren Bewertungen. Derzeit halten sich Anpassungen der Verkaufspreise jedoch noch in Grenzen. Besonders der Wohnimmobilienmarkt wirkt durch eine solide Nachfrage derzeit stabil. Des Weiteren führen die erhöhten Zinssätze, noch verstärkt durch hohe Energiepreise, zu rezessiven Tendenzen in der Gesamtwirtschaft, die ebenfalls den Banksektor belasten. In der Folge kann es zu einem Anstieg notleidender Kredite in den Büchern der Banken kommen. So wird vielfach damit gerechnet, dass mehr Risikovorsorge gebildet werden muss. Als weitere Herausforderung des Sektors resultieren die hohen Inflationsraten in einer Erhöhung der Sach- und Personalkosten. Die Beiträge für den einheitlichen europäischen Bankenabwicklungsfonds wurden 2022 angehoben, sodass deutsche Banken etwa ein Drittel mehr einzahlen mussten als noch im Vorjahr. Die einseitige Anpassung der Bedingungen des "Gezielten Längerfristigen Refinanzierungsgeschäfts Nummer 3" durch die Europäische Zentralbank führte zu einer direkten und unerwarteten Erhöhung der Zinskosten der teilnehmenden Banken. Viele Banken machten von der Möglichkeit einer früheren Rückzahlung Gebrauch. Grundsätzlich werden höhere Anforderungen an die Berücksichtigung von Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit im Bankensektor gestellt. Dies trifft speziell auf die Bereiche Strategie und Risiko-Controlling zu. Nachdem 2022 das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des europäischen Bankenstresstests stand, bilden 2023 geopolitische Risiken den Fokus. Auch die Digitalisierung der Wertschöpfungskette des Bankensektors schreitet weiter voran. Im zunehmend etablierten Bereich der Kryptowährungen hat die Europäische Union einen umfassenden Regulierungsrahmen geschaffen. Die Insolvenz der Börse FTX hat jedoch zu einer deutlich negativeren Wahrnehmung des Sektors geführt. Bedrohungen der informationstechnischen Infrastrukturen von Banken und Finanzdienstleistern, verstärkt durch die angespannte geopolitische Lage, dürften weiter eine Rolle spielen. Überkapazitäten im Bankensektor werden durch Übernahmen und Fusionen abgebaut. Weiterhin werden die Filialnetze der Branche ausgedünnt. Die Entwicklung der europäischen Kapitalmarktunion setzt sich fort. Geschäftsverlauf Die Bilanzsumme des Degussa Bank-Konzerns beträgt € 6.537 Mio. (i. Vj. € 6.190 Mio.). Sie ist durch das Kreditund Einlagegeschäft der Degussa Bank AG wesentlich bestimmt und verringerte sich durch das Ausscheiden der PMV aus dem Konsolidierungskreis. Unsere Erwartungen aus dem Vorjahr zum Wachstum des betreuten Kundenvolumens wurden insgesamt erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Kundenanzahl in der Bank. Im Konzern konnte die Kunden- bzw. User-Anzahl insbesondere durch die MIVO gesteigert werden. Im Kreditgeschäft bilden grundpfandrechtlich gesicherte Immobilienfinanzierungen weiter den Schwerpunkt. Das angestrebte Wachstum im privaten und gewerblichen Kreditgeschäft mit wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien wurde nicht erreicht. Die Vergabekriterien für Konsumentenkredite wurden den makroökonomischen Entwicklungen angepasst und die Wachstumsziele unter Risikoaspekten auf die nächsten Jahre verschoben. Im Einlagengeschäft sind die Auswirkungen der Zinswende im Anlegerverhalten zu erkennen. Zum Bilanzstichtag führten positive Zinssätze zu ersten Umschichtungen von Kontokorrentguthaben zu Tages- und Termineinlagen. Das betreute Kundenvolumen im außerbilanziellen Depotgeschäft reduzierte sich im Geschäftsjahr um knapp 11 % auf € 3.744 Mio. (i. Vj. € 4.204 Mio.). Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Degussa Bank AG die eingeleiteten Digitalisierungsmaßnahmen kontinuierlich verfolgt und weiter in den Marktauftritt des Digitalen Bank-Shops investiert. Die Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt belief sich auf 572 (i. Vj. 613).
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug im Konzern € 51,7 Mio. (i. Vj. € 109,0 Mio.) und ist, wie im Vorjahr, durch die Verkaufserlöse aus dem Abgang der Tochtergesellschaften und der Beteiligungen bestimmt. Als Reaktion auf die Zinswende hat die Degussa Bank AG ihre Anlagen im Zinsbuch neu ausgerichtet, zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken stabilisiert und so den Beitrag des Zinsergebnisses nachhaltig verbessert. Die wirtschaftliche Lage des Degussa Bank-Konzerns entwickelt sich aufgrund der diversifizierten Ertragsstruktur im fokussierten Geschäftsmodell trotz spürbarer Einflüsse makroökonomischer und geopolitischer Unsicherheiten zufriedenstellend. Ertragslage Die Ertragslage im Konzern ist wesentlich von den Jahresüberschüssen der Degussa Bank AG bestimmt. Der Konzern weist einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von € 43,3 Mio. (i. Vj. € 96,9 Mio.) aus. Die Gewinnerwartungen wurden durch die Erlöse aus dem Verkauf der PMV und der restlichen Beteiligung an der INDUSTRIA übertroffen. Zusätzliche Sondereffekte aus der Neuausrichtung des Zinsbuchs schränken die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ein. Operative Erträge werden im Degussa Bank-Konzern im Wesentlichen im bilanzwirksamen Zinsgeschäft mit Kundinnen und Kunden und in der Eigenanlage liquider Mittel, Zinssicherungsgeschäften, im Wertpapierdienstleistungsgeschäft sowie im sonstigen Provisionsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden erwirtschaftet. Zinsaufwendungen entstehen im Wesentlichen für Kapitalinstrumente und im Einlagengeschäft mit unseren Kundinnen und Kunden. Wesentlicher Träger des Provisionsgeschäfts ist weiterhin das Wertpapiergeschäft der Degussa Bank AG. Die Verunsicherungen der Anleger in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld führten zu einem gegenüber dem Vorjahr reduzierten Provisionsüberschuss. Die Verwaltungskosten sind weiter wesentlich auch durch die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Das fokussierte Geschäftsmodell im Konzern führte in Verbindung mit den Restrukturierungsmaßnahmen der Degussa Bank AG zu deutlich gesunkenen Verwaltungsaufwendungen. Die Degussa Bank AG weist einen Jahresüberschuss von € 38,1 Mio. (i. Vj. € 100,9 Mio.) aus. Darin sind Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere von insgesamt € 33,4 Mio. (i Vj. € 121,4) enthalten. Das Vorjahr war durch die Verkaufserlöse der INDUSTRIA-Anteile wesentlich geprägt. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von € 6,3 Mio. (i. Vj. € 8,6 Mio.) angefallen. Der Jahresüberschuss der Degussa Bank AG ist wesentlich durch den Zinsüberschuss bestimmt, der um € 39,2 Mio. auf € 116,0 Mio., insbesondere durch die Zinswende an den Geld- und Kapitalmärkten, anstieg. Der Provisionsüberschuss stieg um € 2,4 auf € 26,4 Mio. Geringe Vermittlungsaufwendungen im Kreditgeschäft und das sich von der Corona-Pandemie erholende Kreditkartengeschäft konnten rückläufige Provisionen im Wertpapiergeschäft überkompensieren.
Die MIVO hat die Investitionen in den Ausbau ihrer Plattform und das damit verbundene Kundenwachstum weiter intensiviert. Im Geschäftsjahr hat sich der Verlust auf € -2,2 Mio. (i. Vj. € -1,5 Mio.) ausgeweitet. Das Insuretech-Unternehmen MGIS schloss das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem leicht verbesserten Ergebnis von € -1,9 Mio. (i. Vj. € -2,1 Mio.) ab. Die MGIS investiert weiterhin in die Entwicklung und den Ausbau der betriebenen digitalen Makler-Plattform. Vermögenslage Das Kreditgeschäft und die Anlage von liquiden Mitteln der Degussa Bank AG bestimmen die Vermögenslage im Konzern. Den Schwerpunkt des Kreditgeschäfts bilden weiterhin die Immobilienkredite an Privatkunden. Auch die Finanzierung von Wohnimmobilien institutioneller Kreditnehmer hat zu einem weiteren Wachstum der Kundenforderungen geführt. Die Eigenanlagen im Konzern umfassen neben den Barreserven im Wesentlichen die kurzfristigen Anlagen in der Einlagenfazilität der Deutschen Bundesbank und die Anlage in risikoarmen Wertpapieren. Die Wertpapiere werden auch zur Inanspruchnahme von Spitzenrefinanzierungsfazilitäten und Offenmarktgeschäften bei der Deutschen Bundesbank sowie zur Stellung von Sicherheiten im Interbankengeschäft eingesetzt.
Finanzlage Bestimmend für die Finanzlage im Konzern ist die Refinanzierungsstruktur der Degussa Bank AG. Der Anteil der Kundeneinlagen in der Bank am gesamten Refinanzierungsvolumen beträgt zum Bilanzstichtag rund 92 % (i. Vj. 94 %). Zur Feinsteuerung werden auch Termineinlagen institutioneller Anleger angenommen. Die Bank verfügt über zusätzliche Refinanzierungsspielräume im Pfandbriefgeschäft. Im Geschäftsjahr wurde ein Inhaberpfandbrief emittiert, welcher in Höhe von € 45 Mio. für geldmarktpolitische Geschäfte bei der Deutschen Bundesbank hinterlegt ist. Die Emission ist von Moody´s mit Aa3 geratet. Zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition können auch Repogeschäfte mit der EUREX abgeschlossen werden. Die Bank nimmt an der dritten Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems in Höhe von € 382 Mio. teil (GLRG-III). Die Liquidität des Konzerns war jederzeit sichergestellt. Wesentlichen Einfluss auf die Liquidität des Konzerns haben die Eigenanlagen der Degussa Bank AG, die am Bilanzstichtag zu 86 % als hochliquide Aktiva der Stufe 1 im Sinne der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 zur Liquiditätssteuerung angerechnet werden (i. Vj. 69 %). Zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von € 573 Mio.
Die Finanz- und Vermögenslage ist geordnet. Die Bilanz und der Anhang enthalten weitere Informationen zu den bilanzierten Vermögenswerten, Schulden, Kapitalbestandteilen und außerbilanziellen Geschäften. Eigenkapital Zum Bilanzstichtag verfügt die Degussa Bank AG über bilanzielle Eigenmittel in Höhe von € 454 Mio. (i. Vj. € 424 Mio.). Die Eigenmittel nach CRR betragen unter Berücksichtigung der Anrechnungsgrenzen € 412 Mio. (i. Vj. € 353 Mio.).
Zum harten Kernkapital der Degussa Bank AG gehören neben dem gezeichneten Kapital und den Rücklagen unverändert auch offene Vorsorgereserven gemäß § 340g HGB in Höhe von € 17 Mio. Das zusätzliche Kernkapital besteht aus € 50 Mio. nicht kumulativen Schuldverschreibungen ohne feste Fälligkeit (Contingent Convertible Write Down Bond) nach Artikel 52 CRR. Das anrechenbare Ergänzungskapital besteht aus Nachrangkapital in Höhe von € 47 Mio. (i. Vj. € 49 Mio.). Die aufsichtsrechtliche Anrechnung als Ergänzungskapital erfolgt unter Beachtung der restlaufzeitabhängigen Amortisation nach Artikel 64 CRR. Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Solvabilität der Degussa Bank AG gemäß Artikel 92 CRR wurden erfüllt. Zum Bilanzstichtag betragen die Gesamtkapitalquote 29,7 % (i. Vj. 17,5 %), die Kernkapitalquote 26,1 % (i. Vj. 14,8 %) und die harte Kernkapitalquote 22,5 % (i. Vj. 11,9 %). Das Kernkapital der Degussa Bank AG wurde weiter gestärkt. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von € 60,9 Mio. wurde im Geschäftsjahr mit Beschluss der Hauptversammlung in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt. Das bilanzielle Kernkapital der Degussa Bank AG (gezeichnetes Kapital, Kapital- und Gewinnrücklagen, Fonds für allgemeine Bankrisiken und Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals) wuchs zum Bilanzstichtag um 19,7 % auf € 369 Mio. (i. Vj. € 308 Mio.). Das Eigenkapital im Degussa Bank-Konzern beträgt zum 31.12.2022 € 336 Mio. (i. Vj. € 285 Mio.). Neben dem gezeichneten Kapital in Höhe von € 50 Mio. (i. Vj. € 50 Mio.) sind hier die Kapitalrücklage mit € 14 Mio. (i. Vj. € 14 Mio.), Gewinnrücklagen in Höhe von € 117 Mio. (i. Vj. € 110 Mio.), keine Fremdanteile am Kapital (i. Vj. € 16 Mio.) und der Konzerngewinn in Höhe von € 154 Mio. (i. Vj. € 111 Mio.) enthalten. Prognose- und Chancenbericht Die Degussa Bank AG bietet Finanzdienstleistungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland an. Dafür betreibt sie Bank-Shops auf Worksites von Industrieunternehmen, Industrieparks und Dienstleistungsunternehmen (Partnerunternehmen). Neben den bestehenden Vertriebs- und Kommunikationskanälen Telefon, Internet und Mobile-Apps wurden im Rahmen der digitalen Transformation digitale Bank-Shops bei den Partnerunternehmen eröffnet. Das auf das Privatkundengeschäft fokussierte Geschäftsmodell in Verbindung mit Serviceleistungen für die Partnerunternehmen sowie dem wohnwirtschaftlich besicherten Kreditgeschäft mit gewerblichen Kreditnehmern bewährt sich als wachstumsfähig und chancenreich. Die Degussa Bank erreicht insgesamt rund 322.000 Privatkunden (i. Vj. 338.000) und hat sich so eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen. Gemeinsam mit der MIVO kommt der Degussa Bank-Konzern auf eine Kundenanzahl von rund 1,3 Mio. (i. Vj. 1,1 Mio.). Mit aktivem Portfoliomanagement und Intensivierung des Vertriebs soll die Kundenbasis auch 2023 weiter verbreitert werden. Die Degussa Bank AG rechnet sowohl im Einlagenals auch im Kreditgeschäft mit leichtem Wachstum. Im zinsabhängigen Geschäft erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 bei einem im Vorjahresvergleich deutlich höheren Zinsniveau eine leichte Ausweitung des Zinsüberschusses im operativen Geschäft. Unter Berücksichtigung der Sondereffekte aus der Restrukturierung des Zinsbuchs der Bank in 2022 liegt der erwartete Zinsüberschuss insgesamt unter dem Vorjahr. Die Ertragschancen im Wertpapiergeschäft werden weiter stark von den wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen. Bei einem sich stabilisierenden Marktumfeld rechnen wir mit einer leichten Verbesserung der Provisionserträge, die Unsicherheit der Anleger ist jedoch weiterhin hoch. Die Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Folgen bleiben bestimmend für die globale Wirtschaftslage. Dies wird sich auch wesentlich auf die Geschäftslage im Bankensektor auswirken. Nachhaltigkeit im Sinne von ESG (Environmental, Social and Governance) wird sich zu einem wesentlichen Faktor in den geschäftsstrategischen Ausrichtungen der Unternehmen, auch im Finanzsektor, entwickeln. Wir erwarten hierzu starke Auswirkungen im Immobilien- und Immobilienkreditgeschäft sowie im Anlageverhalten unserer Kundinnen und Kunden. Über die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen wird die Kundenbasis des Privatkundengeschäfts weiter ausgebaut. Konzernweit werden wir vorrangig an der profitablen Fokussierung unseres Geschäftsmodells im Kredit- und Einlagegeschäft sowie am Ausbau der Vertriebsorganisation arbeiten. Hierfür nötige Investitionsmaßnahmen werden auch durch aktives Kostenmanagement refinanziert, wobei die aktuellen Inflationsentwicklungen entsprechenden Kostendruck generieren werden. Die innerbetrieblichen strukturellen Rahmenbedingungen werden weiter optimiert, soweit sie der Stärkung der Profitabilität und des Geschäftswachstums dienen. Der Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die wachsenden Anforderungen räumen wir hohe Priorität ein. Den sich rasch ändernden Kundenerwartungen begegnen wir mit der kontinuierlichen Entwicklung unserer Vertriebsorganisation und fokussieren uns auf die Herausforderungen einer digitalen Arbeitswelt. Das Geschäftsmodell der Degussa Bank AG hat sich auch in der herausfordernden Krisensituation der letzten Jahre als stabil und nachhaltig erwiesen. Die weitgehende Unabhängigkeit von Kapitalmarktrefinanzierungen werden wir auch für die nächsten Geschäftsjahre aufrechterhalten. Der Ausbau unserer Vertriebsmöglichkeiten sowie die digitale Transformation werden Schwerpunkt unserer Investitionen bleiben. Entsprechende strategische Maßnahmen zur Stärkung des Vertriebs sowie zur Verbesserung der operativen Ertragslage in der Bank wurden initiiert. Mit der weiteren Entwicklung des Vertriebsnetzes zum Omnichannel erwarten wir, in Verbindung mit physischen und digitalen Bank-Shops, für die Degussa Bank AG leicht steigende Zuwächse bei allen Produkten im gesamten Produktportfolio. Die Ertragslage im operativen Bankgeschäft wird sich weiter erholen. Auch in einem sehr verunsicherten Marktumfeld streben wir weiter die Verbesserung der Profitabilität der Bank an. Die Steuerung der Zinsrisikopositionen im Bankbuch, der Verwaltungsaufwendungen im Inflationsumfeld sowie die Beachtung der aufsichtlichen Rahmenbedingen an Liquidität und Solvabilität werden weiter wesentlicher Bestandteil der Steuerung bleiben. Die MIVO ergänzt durch die angebotene Vorteilsplattform sowie den MIVO-Shop die Geschäftsstrategie der Bank. Fortgeführte Investitionstätigkeiten zur Neupositionierung des MIVO-Shops sowie gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Umsatzerlöse werden das Geschäftsergebnis im kommenden Jahr entsprechend prägen. Im Jahr 2022 konnte die MGIS die technologische Plattform sowie die zugehörigen Geschäftsprozesse etablieren. Das Angebot für Management und Verwaltung von Versicherungsprodukten ist im Maklerumfeld gefragt. Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 liegt auf der Neukundengewinnung und entsprechenden Umsatzsteigerung. Im Rahmen des Verkaufs des Degussa Bank-Konzerns werden die Investitionstätigkeiten in die MIVO und MGIS überprüft und neu bewertet. Mit der Suche nach einem strategischen Investor kann es kurzfristig zu einem Verkauf der beiden Gesellschaften kommen. Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns IIm Geschäftsjahr 2023 konzentriert sich der Degussa Bank-Konzern auf die Verbesserung der operativen Profitabilität der Bank. Eine stabile Ertragslage in Verbindung mit einem leicht niedrigeren Verwaltungsaufwand wird zu leicht steigenden operativen Erträgen führen. Die Erlöse aus den Veräußerungen der früheren Konzerngesellschaften INDUSTRIA und PMV haben das Betriebsergebnis der Vorjahre wesentlich beeinflusst. In 2023 rechnen wir daher mit einem deutlich geringeren, aber positiven Betriebsergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr. Die Ausbalancierung von Ertrag und Wachstum steht dabei im Mittelpunkt unserer Maßnahmen. Unser Geschäftsmodell hat sich in den vergangenen Jahren als stabil und nachhaltig, auch unter den bisherigen Einflüssen der Corona-Krise, erwiesen. Dennoch können zahlreiche Risikofaktoren bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Ergebnis 2023 in einem nicht abschließend quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem die geopolitische Situation, hohe Inflation, Rezessions- und Umweltrisiken. Eine Analyse möglicher negativer Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine sowie der damit verbundenen Sanktionsmaßnahmen wurde im Geschäftsjahr durchgeführt. Aufgrund der bisherigen Risikostrategie sowie des auf Deutschland fokussierten Geschäftsmodells sind bisher keine wesentlichen unmittelbaren negativen Wirkungen in den Geschäftsfeldern der Bank erkennbar. Kleinere unbedeutende Auswirkungen auf die Ertragslage sind im Kartengeschäft möglich. Für den Fall, dass die Störungen länger anhalten oder sich verstärken, sind Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung wahrscheinlich. In diesem Fall ist eine erneute Überprüfung der Auswirkungen auch für die Degussa Bank AG erforderlich. Risikobericht Ziel des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Konzerns unter Substanz- und Liquiditätsaspekten sicherzustellen. Bestandsgefährdende Risiken sind auch nach den bisher gewonnenen Erkenntnissen (Corona, Russland/ Ukraine-Krieg, Inflation) nicht zu erwarten. Die Liquiditätslage ist geordnet, sodass unverändert von einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit auszugehen ist. Organisation des Risikomanagements Die Gesellschaften im Degussa Bank-Konzern sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die Risikoüberwachung und -steuerung erfordert ein konzernweites integriertes Risikomanagement. Die Risikosteuerung umfasst insbesondere die durch den Vorstand der Degussa Bank AG festgelegten Steuerungsverfahren zur Identifikation und Überwachung von Risiken. Für die Degussa Bank AG ergeben sich aus dem Kredit-, Einlagen-, Karten- und Wertpapiergeschäft sowie im Zahlungsverkehr die banktypischen Risikoarten (insbesondere Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationelle Risiken). Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wurden diese Risiken für die Steuerung als wesentlich identifiziert. Im laufenden Geschäftsjahr wurde die Restrukturierung des Degussa Bank-Konzerns fortgesetzt. Hierbei wurden sowohl die Anteile an der PMV als auch die 10,1 %-Beteiligung an der INDUSTRIA veräußert. Zum Bilanzstichtag werden nun lediglich noch die Tochtergesellschaften MIVO und MGIS als Beteiligung gehalten, welche für die Vermögens- und Ertragslage des Degussa Bank-Konzerns eine geringere Materialität besitzen und übereinstimmend mit der Risikoinventur als unwesentlich eingestuft werden. Die aktive Steuerung und effektive Kontrolle von Risiken besitzen für Finanzdienstleister besonders im aktuellen sozio-ökonomischen Umfeld eine existenzsichernde Bedeutung. Die zuletzt schnelle Änderung des Zinsniveaus, die wachsende Regulierung, die Digitalisierung in Verbindung mit dem sich wandelnden Kundenverhalten und die politischen Unsicherheiten erfordern den Einsatz professioneller Risikomanagementmethoden. Aufgrund der permanenten Weiterentwicklung des Risikomanagementprozesses im Degussa Bank-Konzern können die aktuellen Risiken effektiv gesteuert werden. Die Organisation des Risikomanagements sieht die Genehmigung von wesentlichen methodischen Anpassungen betreffend Risikomessung und -steuerung durch den Risikomethodenausschuss vor. Für die Überwachung und Berichterstattung von wesentlichen Risikoarten sind entsprechende Risikokomitees eingesetzt. Der Corona-Krisenstab hat seine Tätigkeit im Januar 2023 beendet. Ein Krisenstab zum Russland/Ukraine- Krieg wurde im Geschäftsjahr 2022 neu etabliert. Kreditrisiken Das Kreditausfallrisiko ist definiert als die Gefahr, dass eine Kreditnehmerin oder ein Kreditnehmer ihren bzw. seinen Zahlungsverpflichtungen aus einem Kreditvertrag nicht termingerecht oder nicht vollständig nachkommt. Auch das Länderrisiko zählt zu den Kreditrisiken. Neben dem Transferrisiko umfasst es insbesondere die Gefahr, dass Staaten ihre - beispielsweise aus emittierten Wertpapieren eingegangenen - Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht und vollständig erfüllen können. Die Kreditrisiken der Degussa Bank AG werden nach den banküblichen Genehmigungs-, Prüfungs- und Überwachungsverfahren, einschließlich IT-gestützter Risikoklassifikations- und Frühwarnsysteme, gesteuert. Zur Quantifizierung der Kreditrisiken aus Retailkrediten werden bankintern entwickelte Ratingverfahren verwendet, die sowohl den Kreditvergabeprozess (Antragsrating) als auch die Risikoeinschätzung während der Vertragslaufzeit (Bestandsrating) unterstützen. Im Privatkundenkreditgeschäft besitzt die Degussa Bank AG eine IRBA-Zertifizierung für die internen Ratingsysteme privater Immobilienkredite, Kontokorrentkredite, Privatdarlehen und Kreditkarten. Darüber hinaus ist das interne Ratingsystem für gewerbliche Wohnimmobilienkredite von der Bankenaufsicht anerkannt. Die aufsichtsrechtlichen Kreditrisikoaktiva nach CRR belaufen sich zum Stichtag 31.12.2022 auf € 1.387 Mio. (i. Vj. € 1.777 Mio.). Die Entwicklung im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen aus der Umsetzung der EBA-Leitlinie 2017/16 (wesentliche Ratingsystemänderung, Genehmigung durch die BaFin mit Schreiben vom 28.06.2022) zurückzuführen. Besondere Konzentrationsrisiken sind aufgrund der in der Regel kleinteiligen Struktur des Kreditportfolios im Kundenkreditgeschäft sowie seiner überwiegend wohnwirtschaftlichen Besicherung nicht erkennbar. In der Marktsituation für wohnwirtschaftlich genutzte Immobilien in den Ballungsgebieten konnten bei Verwertungen eher über den Erwartungen liegende Erlöse erzielt werden. Die Auswirkungen von Corona-Krise, Inflation und Zinserhöhung sind bislang begrenzt und werden unter anderem über eine konservativere Kreditvergabe gesteuert. Dem Kreditausfallrisiko wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und modellgestützt ermittelte Pauschalwertberichtigungen nach BFA 7 Rechnung getragen. Die Risikostrategie sieht im Wertpapiereigengeschäft als Investitionsschwerpunkt Anleihen vor, die von öffentlichen Emittenten mit guter bis sehr guter Bonität begeben wurden, sodass Emittentenrisiken begrenzt werden. Ausfall-, Migrations- und Credit-Spread-Risiken aus Rentenpapieren im Wertpapiereigenbestand werden unter Anwendung eines Kreditportfoliomodells berechnet. Die Risikosteuerung und -überwachung erfolgt unter Beachtung des allokierten Risikokapitallimits auf einem Konfidenzniveau von 99,9 % für einen Risikohorizont von einem Jahr. Die Risikobetrachtungen der Adressenausfallrisiken werden regelmäßig durch hypothetische und historische Stressszenarien ergänzt. Die derzeitigen Entwicklungen werden fortlaufend bewertet. Die Auswirkungen adverser Entwicklungen (zum Beispiel schwerer konjunktureller Abschwung) werden auf die wesentlichen Kreditrisikoparameter (zum Beispiel NPL-Quote, aufsichtliche Eigenmittelunterlegung) hin untersucht. Zusätzlich werden inverse Stresstests zur Ermittlung von Parameterkonstellationen durchgeführt, bei denen das zur Verfügung gestellte Risikokapital aufgebraucht werden könnte. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Das Marktpreisrisiko schließt das Währungskursrisiko und das allgemeine Zinsänderungsrisiko ein. Die Bank führt kein Handelsbuch gemäß Artikel 4 Abs. 1 Nr. 85 und 86 CRR. Zur Steuerung und Absicherung von Zinsänderungsrisiken verwendet die Degussa Bank AG auch Zinsswaps. Das Clearing dieser Derivatetransaktionen wird über eine zentrale Gegenpartei durchgeführt. Währungsrisiken sind von marginaler Bedeutung. Die Degussa Bank AG verwendet für das Risikomanagement des Zinsbuchs sowohl barwertige als auch an der handelsrechtlichen Rechnungslegung orientierte Verfahren der Risikomessung, -steuerung und -limitierung. Diese werden laufend weiterentwickelt. Die regelmäßige Messung, Überwachung und Begrenzung der Marktpreisrisiken erfolgt mit Value-at-Risk-Methoden auf einem Konfidenzniveau von 99,9 % für einen Risikohorizont von einem Jahr. Das Value-at-Risk-Limit für Marktpreisrisiken wird durch weitere operative Limite (zum Beispiel Volumen-, Laufzeitlimite) ergänzt. Stresstests werden regelmäßig durchgeführt. Die eingesetzten Verfahren zur Beurteilung der Marktpreisrisiken werden regelmäßig validiert. Die aufsichtlichen Marktpreisrisikoaktiva der Degussa Bank AG betragen zum Bilanzstichtag € 1 Mio. (i. Vj. € 13 Mio.). Auf Grundlage des BaFin-Rundschreibens 6/2019 (BA) werden plötzliche und unerwartete Zinsänderungen des aufsichtlichen Standardtests mit einer Parallelverschiebung von +/- 200 Basispunkten simuliert. Zum Berichtsstichtag ergab sich bei steigenden Zinsen ein Risikowert von € 1 Mio. (i. Vj. € 32 Mio.). Bei fallenden Zinsen würde sich eine Barwertreduktion von € 10 Mio. ergeben (i. Vj. Barwerterhöhung € 13 Mio.). In Relation zu den regulatorischen Eigenmitteln errechnet sich eine Quote von 2 % (i. Vj. 5%). Zu keinem Zeitpunkt lag die Quote in 2022 oberhalb der Grenze von 20 %, aus der eine Einstufung als Institut mit erhöhten Zinsänderungsrisiken folgen würde. Liquiditätsrisiken Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder nur zu deutlich erhöhten Kosten beschafft werden können. Es wird in den Dimensionen Refinanzierungs-, Refinanzierungskosten-, Termin- und Abrufrisiko beobachtet. Das Refinanzierungsrisiko resultiert daraus, dass die vereinbarten Kapitalbindungsfristen auf der Aktivseite länger sind als auf der Passivseite. Das Refinanzierungskostenrisiko bezeichnet die Gefahr, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nur zu deutlich erhöhten Kosten beschafft werden können. Das Terminrisiko kann dadurch entstehen, dass sich vereinbarte Zahlungseingänge verzögern und so die eingeplante Liquidität fehlt. Das Abrufrisiko ist das Risiko, dass Zahlungsmittel vorzeitig oder unerwartet in Anspruch genommen werden (zum Beispiel Abruf von Einlagen). Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Liquidity Coverage Ratio nach CRR beträgt zum Bilanzstichtag 174 % (i. Vj. 171 %). Ergänzend ist die Net Stable Funding Ratio nach CRR zwecks Sicherung stabiler Refinanzierungsquellen verbindlich einzuhalten. Sie beträgt zum Bilanzstichtag 116 % (i. Vj. 127 %). Operationelle Risiken Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt wesentliche Rechtsrisiken ein. Im Rahmen ihrer originären Geschäftstätigkeit unterliegt die Degussa Bank AG allgemeinen und spezifischen Betriebsrisiken des Bankgeschäfts inklusive Rechtsrisiken mit den Schwerpunkten im retailbezogenen Kredit-, Karten-, Einlagen-, Wertpapiergeschäft und Zahlungsverkehr über die verschiedenen von der Bank angebotenen Kanäle (zum Beispiel lokale Bank- Shops, Digitaler Bank-Shop, Online-Banking). Die aus der Corona-Krise und dem Russland/Ukraine-Krieg resultierenden operationellen Risiken konnten durch fortlaufende Steuerungsaktivitäten, die insbesondere von den etablierten Krisenstäben initiiert wurden, wirksam begrenzt werden. Das Management operationeller Risiken umfasst unter anderem regelmäßige Risk Assessments von Kernprozessen der Bank sowie ein System von Key- Risk-Indikatoren, die laufend beobachtet und weiterentwickelt werden. Die systematische Nutzung einer Schadensfalldatenbank unterstützt die Prognose von Schadenserwartungen und das Schadensmanagement. Die aufsichtsrechtliche Unterlegung von operationellen Risiken der Degussa Bank AG erfolgt nach dem Standardansatz gemäß CRR. Die aufsichtlichen Risikoaktiva für operationelle Risiken betragen zum Bilanzstichtag € 175 Mio. (i. Vj. € 178 Mio.). Beteiligungsrisiken Als Beteiligungsrisiken werden Risiken für die Vermögensund die Ertragslage der Bank gefasst, die sich aus den Beteiligungen MIVO und MGIS ergeben. Nach der Veräußerung der Anteile an der PMV und der INDUSTRIA sind Beteiligungsrisiken keine wesentliche Risikoart im Sinne der MaRisk. Geschäftsrisiken und strategische Risiken Geschäftsrisiken und strategische Risiken bezeichnen unerwartete Ergebnisschwankungen, die bei gegebener Geschäftsstrategie aus veränderten externen Rahmenbedingungen (zum Beispiel Kundenverhalten, Wettbewerb, Vertrieb, Produkte, Kosten) resultieren. Ergebnisrisiken, die anderen Risikoarten zuzurechnen sind, bleiben dabei unberücksichtigt. Die Quantifizierung der Geschäftsrisiken und der strategischen Risiken erfolgt durch Simulation der Entwicklung wesentlicher handelsrechtlicher Erfolgsgrößen (zum Beispiel Provisionsergebnis, Verwaltungsaufwand) im Rahmen adverser Szenarien. Das Management der Geschäftsrisiken und der strategischen Risiken umfasst unter anderem die Aktivitäten im Rahmen der jährlichen Business-Planung, die regelmäßige Kontrolle und Überwachung von Plan-Ist-Abweichungen, den Ausbau der Diversifikation der Ertragsquellen sowie die Flexibilisierung der Kostenstruktur. Risikotragfähigkeit Über die in der Säule 1 verankerte regulatorische Sichtweise hinaus setzt die Degussa Bank AG in der Säule 2 weitere Verfahren zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit im ICAAP ein. Die Bank beachtet die Vorgaben des BaFin- Leitfadens vom 24.05.2018. Die interne Steuerung basiert auf einer ökonomischen Perspektive, die auf die Substanzsicherung des Instituts und den Gläubigerschutz abzielt, und einer normativen Perspektive, deren Sicherungszweck die laufende Erfüllung sämtlicher regulatorischen Anforderungen ist. Beide Steuerungskreise sollen die Überlebensfähigkeit des Instituts nachhaltig sicherstellen. Im Risikotragfähigkeitskonzept werden alle in der jährlich durchgeführten Risikoinventur als wesentlich klassifizierten Risikoarten im jeweiligen Steuerungskreis abgebildet. Für nicht wesentliche Risikoarten werden zusätzliche Kapitalpuffer vorgehalten. Mögliche Änderungen der Risikosituation werden unter anderem im Rahmen von Stressszenarien analysiert. Die normative Perspektive der Risikotragfähigkeit besitzt eine enge Verbindung zu der im jährlichen Turnus durchgeführten Geschäfts- und Kapitalplanung. Dabei werden die aufsichtlichen Kapitalquoten sowohl in einem Planszenario als auch in einem adversen Szenario unter Berücksichtigung der Volumen- sowie Ergebnisentwicklung und der absehbaren Änderungen der Regulatorik für einen Zeitraum von drei Jahren berechnet. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist gegeben.
In der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit wird eine barwertnahe Gegenüberstellung des Risikodeckungspotenzials und der eingegangenen Risiken (ECAP) auf einem Konfidenzniveau von 99,9 % vorgenommen. Die gemäß Risikoinventur als wesentlich klassifizierten Risikoarten werden entsprechend der vorgenommenen Allokation von Risikokapital überwacht. Risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte, die zu einer Reduktion der Gesamtrisikoposition führen können, werden nicht einbezogen. Die ökonomische Risikotragfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Sie stellt sich zum Stichtag 31.12.2022 wie folgt dar:
Das Risikodeckungspotenzial beträgt zum Bilanzstichtag € 509 Mio. (i. Vj. € 522 Mio.). Nichtfinanzielle Erklärung Der Jahresabschluss enthält die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, den Anhang sowie die Ausführungen zum zusammengefassten Lagebericht mit den Teilen Grundlagen des Konzerns, Wirtschaftsbericht, Prognose- und Chancenbericht, Risikobericht, Ausführungen zu dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem unter anderem in Hinsicht auf den Konzernrechnungslegungsprozess sowie die Erklärung zur Unternehmensführung. Darüber hinaus ist die Degussa Bank AG gem. § 289b bzw. § 315b HGB zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet. Der Vollständigkeit halber finden sich die erforderlichen Inhalte der nichtfinanziellen Erklärung in diesem Abschnitt. Das gilt auch, wenn sie bereits an anderer Stelle im zusammengefassten Lagebericht berichtet wurden. Die von der Degussa Bank AG gewählte Gliederung sowie die berichteten Inhalte orientieren sich im Grundsatz an den Transparenzanforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) sowie teilweise an den Berichtsleitlinien für Finanzdienstleister der Global Reporting Initiative (GRI G4 Sector Disclosures Financial Services). Im Einzelnen wird zu folgenden Punkten berichtet: Geschäftsmodell, Prozessmanagement und Nachhaltigkeits-Due-Diligence, Umweltbelange inkl. EU-Taxonomie, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Ergänzend werden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dargestellt. Geschäftsmodell "Worksite Financial Services" und strategische Ziele Die Degussa Bank AG sieht sich als nachhaltig aufgestelltes Wirtschaftsunternehmen, das seinen Wertschöpfungszielsetzungen unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer sowie gesellschaftlicher Verantwortung nachgeht und auf langjährige vertrauensvolle Beziehungen zu Kundinnen und Kunden, Partnerunternehmen sowie seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufbaut. Transparenz gegenüber Geschäftspartnern und Kundinnen und Kunden ist uns hierbei sehr wichtig. Das Geschäftsmodell der Degussa Bank AG basiert auf dem Angebot von Services und Leistungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Worksite-Partnerunternehmen. Darauf aufbauend hat sich die Bank die strategische Zielsetzung auferlegt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern alle wesentlichen Bankdienstleistungen anzubieten. Das Angebot ist somit nicht auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Worksite-Partnerunternehmen beschränkt. Den Worksite-Partnerunternehmen selbst bieten wir Services und Leistungen an, soweit sie zu unserem Geschäftsmodell passen. Beispielhaft sind hier Firmenkreditkarten oder die Unterstützung bei Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen zu nennen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben sich die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft grundlegend verändert:
Im Kontext dieser veränderten Rahmenbedingungen konnte die Degussa Bank AG ihr Geschäftsmodell weiter fokussieren und insbesondere die Profitabilität - unter Beibehaltung des Kundenversprechens - deutlich verbessern. So wurde im Geschäftsjahr 2022 mit dem Verkauf der PMV sowie der restlichen 10,1%-Beteiligung an der INDUSTRIA das ursprüngliche Konglomerat weiter aufgelöst, um eine Fokussierung auf das Kernbankgeschäft zu ermöglichen. Die (aufbauorganisatorische) Reorganisation der Bank wurde initiiert und erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig wurde ein neues Customer Care Center etabliert, um die Erreichbarkeit der Bank und die Kundenzufriedenheit zu verbessern sowie die eigene Vertriebsstärke auszubauen. Das Geschäft der Degussa Bank AG hat sich operativ stabilisiert. Für weiterführende Informationen zum Geschäftsmodell wird auf den Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" innerhalb des zusammengefassten Lageberichts verwiesen. Ziel der Degussa Bank AG ist es, Nachhaltigkeit grundsätzlich im Geschäftsmodell zu berücksichtigen. Daher gibt es keine separate Nachhaltigkeitsstrategie, sondern dem Thema wird im täglichen Handeln grundsätzlich Bedeutung beigemessen. Dabei verfolgen wir als Bank folgende strategische Nachhaltigkeitsziele:
Durch die hohe Einbindung von Vorstand und Aufsichtsrat in geschäftspolitische Entscheidungen gemäß den geltenden Satzungen kann die Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele sichergestellt werden. Die genannten Nachhaltigkeitsziele spiegeln auch die Wesentlichkeit des Themas Nachhaltigkeit für die Degussa Bank AG wider. Im Produktbereich ist das Thema besonders im Bereich der Immobilienfinanzierungen und der Anlageberatung relevant. Daneben spielt das Thema im Umgang und der Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Degussa Bank zudem einen Sustainability-Readyness-Check durchgeführt, um weiteren wesentlichen Handlungsbedarf aus regulatorischer Sicht zu identifizieren. Auf dieser Grundlage laufen aktuell weitere Umsetzungsmaßnahmen, zum Beispiel ein Ausbau der Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie. Prozessmanagement und Nachhaltigkeits- Due-Diligence Die Degussa Bank AG unterliegt als Kreditinstitut den Regelungen des Gesetzgebers, der BaFin sowie weiterer Aufsichtsbehörden. Die einschlägigen Regulierungen finden sich unter anderem in europäischen Verordnungen, im KWG, in den MaRisk, den Regelungen für das Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft, den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die IT, den Regelungen für die Mitarbeiterkompensation und weiteren bankaufsichtsrechtlichen Regulierungen. Dort sind für Arbeitsabläufe, Entscheidungsrechte, Kontrollen und weitere Sicherungsinstrumente Mindeststandards festgelegt. Darüber hinaus gelten in der Bank - wie in allen Unternehmen - weitere Regelungen wie Verbraucherschutzbestimmungen, die Europäische Datenschutzrichtlinie oder rechtliche sowie kundenseitige Anforderungen zur Nachhaltigkeit, im Sinne der ESG-Kriterien. Die Degussa Bank AG und die Unternehmen des Konzerns haben Verfahren und Kontrollen eingerichtet, um sicherzustellen, dass alle Regelungen eingehalten und neue Anforderungen entsprechend den zeitlichen Einführungsterminen umgesetzt werden. Der Vorstand der Bank arbeitet unabhängig und ist dem Wohle der Degussa Bank AG verpflichtet. Sofern gemäß den gültigen Regelungen die Einbindung des Aufsichtsrats erforderlich ist, wird dieser entsprechend eingebunden. Um sicherzustellen, dass die geschäftsimmanenten besonderen Risiken des Bankgeschäfts angemessen gesteuert werden, hat die Degussa Bank AG ein mehrstufiges Kontrollsystem implementiert. Dies beginnt mit der strikten Trennung zwischen Markt und Marktfolge im Kredit- bzw. Wertpapiergeschäft, der zugehörigen schriftlich fixierten Ordnung zu Kompetenzen, Aufgaben und Prozessen inkl. der Kontrollhandlungen (Ablauforganisation) sowie den entsprechenden Berichts-/ Informationsanforderungen. Als zweite Sicherungslinie bewerten die Bereiche Compliance und Risikocontrolling eventuelle Risiken und prüfen, ob regulatorische Vorgaben eingehalten werden. Eine weitere Sicherung erfolgt durch die interne Revision, welche das etablierte interne Kontrollsystem in einem risikoorientierten Rhythmus konzeptionell und funktionell überprüft sowie über dessen korrekte Anwendung und Entscheidungsrechte berichtet. Die durch die Prüfungshandlungen von Revision und Compliance festgestellten Anpassungserfordernisse werden innerhalb der Degussa Bank AG entsprechend der zeitlichen Dringlichkeit und Schwere zeitnah umgesetzt. Darüber hinaus überwacht das Informationssicherheitssystem die Sicherheit und die Funktionsfähigkeit der Informationsverarbeitung. Im Hinblick auf den Wechsel zu cloudbasierten Technologien arbeitet die Degussa Bank AG eng mit externen Fachspezialisten, etablierten Anbietern und Gutachtern zusammen. Diese helfen in jeweils unterschiedlicher Form dabei, Risiken bereits in projektseitigen Entwicklungsprozessen zu erkennen und proaktiv zu managen. Compliance spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Einhaltung ordnungsgemäßer Geschäftspraktiken: Verhinderung von Korruption, Bestechung, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung inkl. der Einhaltung bestehender Embargos sowie bei der Verhinderung von Insiderhandel. Um für eine einwandfreie Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu sorgen, sind verschiedene Pflichtschulungen zu absolvieren, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Themen zu sensibilisieren und ihre Kenntnisse aktuell zu halten. Die Pflichtschulungen werden in Form von Onlineschulungen mit abschließenden Tests, welche die vermittelten Inhalte abfragen, durchgeführt. Das Konzept sowie die technische Umsetzung wurden im laufenden Jahr weiter optimiert. Schulungen zu Geldwäsche, Datenschutz, Betrugsprävention, Compliance und IT-Sicherheit sind dabei für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtend, während weitere Schulungen für spezielle Tätigkeiten, zum Beispiel Vertrieb, verpflichtend hinzukommen. Sofern die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Bank ihrer Pflicht zur Absolvierung der jeweiligen Schulungen innerhalb der definierten Zeit nicht nachkommen, startet ein mehrstufiger Eskalationsprozess, mit dem eine vollständige Teilnahme aller aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichergestellt wird. Für den Schutz der Umweltbelange durch Kreditvergabe an Firmenkunden sind aufgrund des Geschäftsmodells der Degussa Bank keine formalen Prozesse erforderlich: Für gewerbliche Kunden ist die Kreditvergabe auf Immobilienfinanzierungen beschränkt. Diese wirtschaftliche Tätigkeit hat in der Regel durch effiziente und moderne Bauweisen einen positiven Effekt auf Umweltbelange (vgl. Unterabschnitt EU-Taxonomie). Da diese Kredite aufgrund der Volumina in der Regel durch Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt werden müssen, kann die Kreditvergabe gestoppt werden, falls ein Kredit den hier dargestellten Nachhaltigkeitskriterien nicht genügen sollte. Ein formaler Ausschluss bestimmter Branchen - zum Beispiel Kohlekraftwerke - ist nicht erforderlich, da solche Finanzierungen der Risikostrategie nicht genügen und somit nicht durchgeführt werden können. Im Wertpapiergeschäft werden die Nachhaltigkeitspräferenzen unserer Kundinnen und Kunden entsprechend der Delegierten EU-Verordnung 2021/1253 in Verbindung mit der Delegierten EU-Verordnung 2017/565 abgefragt, um diese bei den Anlageempfehlungen entsprechend zu berücksichtigen. Nur Produkte, welche die gewählten Nachhaltigkeitspräferenzen erfüllen, werden unseren Kundinnen und Kunden empfohlen. So werden Finanzinstrumente von Anbietern, die erkennbar keine Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in ihre Investitionsentscheidungen haben, nicht in die Empfehlungsauswahl für solche Kundinnen und Kunden miteinbezogen. Bei dem Angebot entsprechender Fonds geht die Degussa Bank aufgrund der noch nicht ausreichend transparenten Situation am Fondsmarkt bei der Produktprüfung sehr konservativ vor und entwickelt eigene Standards zur Bewertung der Nachhaltigkeit eines Produkts. So sollen auch potenzielle Greenwashing-Vorwürfe vermieden werden. Für den Schutz der Arbeitnehmer- und Sozialbelange findet eine enge Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen statt, die bereits bei den Auswahlprozessen neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter startet. So soll Chancengleichheit und Diversität sichergestellt werden. Details finden sich in den weiteren Unterabschnitten zu Arbeitnehmer- und Sozialbelangen. Mit den genannten Maßnahmen werden Nachhaltigkeitsrisiken (zum Beispiel Reputationsrisiken) reduziert. Für eine detailliertere Risikobetrachtung wird auf den Risikobericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts verwiesen. Aufgrund des Geschäftsmodells der Degussa Bank werden die Nachhaltigkeitsrisiken nicht als wesentlich im Sinne von mit sehr wahrscheinlichen schwerwiegenden negativen Auswirkungen behaftet eingestuft. Durch die bestehenden Anreizsysteme soll sichergestellt werden, dass keine Risiken eingegangen werden, die nicht im Verhältnis zur Geschäftstätigkeit stehen. Die Vergütungspolitik und die Vergütungssysteme der Degussa Bank AG folgen der Geschäfts- und Risikostrategie des Unternehmens, unterstützen diese und zielen auf Nachhaltigkeit und Konstanz ab, um ein risikobewusstes und verantwortungsvolles Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und einen nachhaltigen Geschäftserfolg zu sichern. Details finden sich im separat veröffentlichten Offenlegungsbericht. Umweltbelange Der nachhaltige Schutz von Umwelt und Natur ist für die Degussa Bank AG ein wichtiger Bestandteil unseres Bekenntnisses zu gesellschaftlicher und unternehmerischer Verantwortung. Wir achten selbstverständlich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und gesellschaftlicher Normen. Darüber hinaus berücksichtigen wir Umweltbelange, z.B. durch Reduktion der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen und die Vermeidung von Abfällen. Um hierfür neue Ziele setzen und überwachen zu können, haben wir in diesem Jahr erstmalig nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in die Nichtfinanzielle Erklärung aufgenommen, die insbesondere den Schutz der Umwelt messen. Für die kommenden Jahre haben wir das Ziel, diese durch eine bessere Datenverfügbarkeit weiter auszubauen. Durch die Anwendung von Microsoft Teams sind Videokonferenzen mittlerweile der Standard, sodass Remote Work sehr verbreitet ist. So können Emissionen durch Reduzierung der Anfahrten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verringert werden. Durch den konsequenten Ausbau des Digitalen Bank-Shops gilt das gleichermaßen für Kundenberatungsgespräche, die mittlerweile ebenfalls vollständig digital stattfinden können. Durch die steigende Bedeutung von Videokonferenzen und elektronischer Kollaboration hat sich auch der Papierverbrauch der Degussa Bank merklich reduziert. Durch die Einführung eines neuen Raumkonzepts in Verbindung mit der verbreiteten Einführung von Remote Work konnten wir unsere aktiv genutzte Bürofläche im Jahr 2022 weiter reduzieren und somit ebenfalls Energie einsparen. Der ibc-Campus in Frankfurt a. M., auf dem sich die Hauptverwaltung der Degussa Bank befindet, ist nach dem international anerkannten Standard LEED der German Green Building Association in Gold zertifiziert. Neben der Berücksichtigung des Umweltschutzes bei der geschäftlichen Tätigkeit der Degussa Bank AG inklusive ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten wir auch durch unser Geschäftsmodell zu einem aktiven Schutz der Umwelt beitragen, beispielsweise durch die Vergabe von Krediten für nachhaltige Bauprojekte sowie durch einen Ausbau des Angebots von Anlageprodukten, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Arbeitnehmerbelange Die Degussa Bank AG handelt als verantwortungsvolle Arbeitgeberin. Das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dabei ein wesentliches Unternehmensziel. Dabei legt die Degussa Bank AG entsprechend Wert auf die Mitarbeitergewinnung und -bindung und positioniert sich als attraktive Arbeitgeberin. Um bereits früh eigene Talente zu entwickeln und auszubilden, wurde neben begleitenden Maßnahmen zur Berufsausbildung und der permanenten Verfügbarkeit von Praktika und Werkstudentenstellen das Traineeprogramm in 2022 überarbeitet. Um die interne Weiterbildung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, bietet die Degussa Bank AG neben einem persönlichen Weiterbildungsbudget für Seminare und Kurse ein kontinuierliches Programm an Onlinekursen an. Weitere bedarfsorientierte Personalentwicklungsprogramme, die wiederkehrende Übernahme von Auszubildenden und das Angebot zur Übernahme neuer Rollen, Aufgaben und Verantwortungsbereiche tragen ebenfalls zum Ziel der Mitarbeitergewinnung und -bindung bei. Chancengleichheit steht für die Degussa Bank an erster Stelle und die Themen "Diversity & Inclusiveness" sind in der Unternehmenskultur der Bank fest verankert. Diversity steht für die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Inclusiveness beschreibt ein Umfeld, in dem Vielfalt anerkannt ist und jede Person die Gelegenheit erhält, sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln. Die Degussa Bank AG bekennt sich klar zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und gegenseitiger Akzeptanz. Schwerpunkte liegen auf der Gleichstellung der Geschlechter und von Menschen mit und ohne Behinderung sowie der Förderung kultureller Vielfalt. Um eine Kultur der Offenheit, Verantwortungsübernahme, Toleranz und Agilität zu fördern und ein gemeinsames Unternehmensverständnis zu entwickeln, erfolgen neben bedarfsbezogenen Schulungsmaßnahmen die sukzessive Sensibilisierung der Führungskräfte sowie die Etablierung moderner Organisationsformen, Feedbackmöglichkeiten und Werkzeuge im Geschäftsalltag. Ein Extrabudget für Teamevents soll zusätzlich den Teamzusammenhalt stärken. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung sowie durch eine Betriebsvereinbarung zu Remote Work unterstützt. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen außerhalb der Büros stellt die Bank ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Equipment sowie ein Budget für das mobile Arbeiten zur Verfügung. Um die Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, steht ein Werksarzt zur Verfügung. Hierüber sowie über den Arbeitssicherheitsausschuss werden auch Impfungen, zum Beispiel gegen Covid und Influenza, sowie Sehtests ermöglicht. Darüber hinaus wurde den pandemiebedingten Herausforderungen zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihrer Familien sowie der Gesellschaft schon seit Beginn der Pandemie unter anderem durch die Einrichtung eines Krisenstabs, Hygiene- und Kontaktbeschränkungsmaßnahmen sowie durch die Zurverfügungstellung von Masken und Schnelltests begegnet. Die Etablierung mobiler Arbeitsplätze, zugehöriger Infrastruktur sowie notwendiger Mitarbeiterschulungsprozesse ging bereits mit dem ersten Lockdown flächendeckend einher und wird laufend verbessert. Im Laufe des Jahres 2023 ist außerdem eine Kooperation mit einem externen Dienstleister geplant, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Angehörigen ein Beratungsangebot zu gesundheitlichen und sozialen Themen zu ermöglichen. Außerdem soll es ab diesem Zeitpunkt eine Kooperation mit einem Fitnessanbieter geben, um eine weitere Möglichkeit der Gesundheitsförderung zu bieten. Ein konstruktiver Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen sorgt ebenfalls für die allgemeine Stärkung der Arbeitnehmerbelange. Auch in Zeiten notwendiger Restrukturierungen werden so gemeinsam sozialverträgliche Lösungen erarbeitet. Neben einer attraktiven Vergütung und Zuschüssen zur Kantine stehen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die Plattform Mitarbeitervorteile.de Angebote zu Vorzugskonditionen zur Verfügung. Zur weiteren finanziellen Unterstützung hat die Degussa Bank AG im Geschäftsjahr 2022 eine Inflationsausgleichsprämie an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezahlt. Sozialbelange Durch ihr Geschäftsmodell mit einem hohen Anteil wohnwirtschaftlicher Immobilienfinanzierungen trägt die Degussa Bank AG mit dazu bei, zusätzlich benötigten Wohnraum zu schaffen. Neben den an Privatkundinnen und -kunden vergebenen Immobilienkrediten sind auch die an gewerbliche Kunden vergebenen Kredite vorrangig gewerbliche wohnwirtschaftliche Immobilienfinanzierungen - viele davon sind an Fonds vergeben, die sich auf Wohnen als Anlageform spezialisiert haben. Somit wird neben den bereits beschriebenen positiven Auswirkungen auf Umweltbelange auch der soziale Aspekt der Schaffung von neuem Wohnraum berücksichtigt. Im Sinne der Stakeholder-Orientierung ist die Kundenzufriedenheit von enormer Bedeutung für die Degussa Bank AG. Die Kundenerwartungen, Kundenzufriedenheit sowie die Weiterempfehlung von Kundinnen und Kunden stehen daher im Mittelpunkt unseres Handelns. Insofern richten wir unsere Geschäftsstrategie und unser Handeln unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeitserfordernisse an den Kundinnen und Kunden aus. Wir messen die Entwicklung der Kundenzahl und richten die Zielservicelevel sowie die Systeme und eingebetteten Prozesse sukzessiv an den Kundenerwartungen aus. Zusätzlich investieren wir in die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in die Systeme und Prozesse, um die Kundenerwartungen effektiv und effizient zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir mit dem Customer Care Center eine neue Organisationseinheit aufgebaut, um das Servicelevel im Privatkundenbereich zu verbessern und die bislang nicht befriedigende telefonische Erreichbarkeit zu verbessern. Das Customer Care Center ist inzwischen voll operativ tätig und konnte den bisherigen externen Anbieter, bei dem die telefonische Kundenbetreuung bislang teilweise ausgelagert war, bereits ablösen. Ein systematisches Beschwerdemanagement nutzt die in den Kundenbeschwerden enthaltenen Verbesserungspotenziale. Zur besseren Kundenorientierung werden laufend neue, insbesondere digitale Prozesse, Produkte und Plattformen implementiert. So wurde insbesondere der Digitale Bank- Shop weiter optimiert und ermöglicht unseren Kundinnen und Kunden, Filialbesuche virtuell und bequem von zu Hause zu erledigen. Bei allen Tätigkeiten hat der auch extern überwachte Datenschutz oberste Priorität.
EU-Taxonomie Die EU-Taxonomieverordnung (EU-Verordnung 2020/852) verfolgt das Ziel, eine Klassifikation von nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten zu ermöglichen. Hierzu wurden sechs Umweltziele definiert, von denen die ersten beiden (Klimaschutz bzw. Anpassung an den Klimawandel) bereits heute anzuwenden sind. In diesem Zusammenhang erfordert die Taxonomie die Offenlegung der nachfolgend aufgezeigten Key Performance Indicators (KPIs). Dabei ist bei den ersten beiden KPIs zu beachten, dass für das Jahr 2022 der Anteil der taxonomiefähigen bzw. nicht-taxonomiefähigen Risikopositionen an den gesamten Aktiva zu berichten ist. Taxonomiefähig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die wirtschaftliche Aktivität grundsätzlich geeignet ist, die Umweltziele zu unterstützen. Somit ist noch keine Prüfung auf tatsächliche Taxonomiekonformität erfolgt. Hierfür wäre zu prüfen, ob die Aktivität tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zu einem Umweltziel beisteuert, gleichzeitig kein weiteres der Umweltziele beeinträchtigt und zudem weitere Mindeststandards eingehalten werden.
Die hier dargestellten KPIs werden unter Rückgriff auf die Rechnungslegungsstandards der Degussa Bank AG, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben sowie unter Einbezug der zugehörigen Fachdiskussion in der Branche aus den entsprechenden FINREP-Positionen berechnet. Dabei werden die Bruttobuchwerte verwendet. Für den Gesamtwert der Aktiva im Nenner folgt die Degussa Bank AG der konservativen Marktmeinung, den gesamten Bruttobuchwert zu verwenden, ohne Risikopositionen gemäß KPIs 3 und 5 herauszurechnen. So wird eine Konsistenz von Zähler und Nenner gewährleistet. Für die taxonomiefähigen Risikopositionen sind besonders private Immobilienfinanzierungen relevant, die durch Wohnimmobilien besichert sind und somit gemäß Anhang I, Ziffer 7 der Delegierten EU-Verordnung 2021/2139 als taxonomiefähig gelten. Private PKW-Finanzierungen werden konservativ als nicht-taxonomiefähig berücksichtigt, da einerseits hierzu keine weiteren Daten vorliegen, die im nächsten Schritt eine Prüfung auf Taxonomiekonformität ermöglichen könnten, und andererseits bei vielen Privatdarlehen der Verwendungszweck nicht aktiv nachgehalten wird. Renovierungsdarlehen sind nicht in den taxonomiefähigen Risikopositionen enthalten, sofern es sich nicht um mit Wohnimmobilien besicherte Immobilienfinanzierungen handelt. Es finden sich keine Beteiligungen unter den taxonomiefähigen Risikopositionen, da zu den verbliebenen Beteiligungen der Degussa Bank keine Angaben nach NFRD vorliegen. Für Firmenkunden bietet die Degussa Bank gewerbliche Immobilienfinanzierungen an, die entsprechend der wirtschaftlichen Aktivität als taxonomiefähig gelten. Die Immobiliendarlehen im Firmenkundengeschäft werden überwiegend an Fonds vergeben, sodass die finanzierte Wirtschaftstätigkeit eindeutig bestimmt werden kann. Unternehmen, die nicht der NFRD-Berichtspflicht unterliegen oder von denen keine Daten zur Taxonomiefähigkeit vorliegen, werden als nicht-taxonomiefähig klassifiziert. Die Beschränkung taxonomiefähiger Risikopositionen auf den europäischen Wirtschaftsraum hat für die Degussa Bank wegen des Fokus auf den deutschen Markt keine Auswirkungen. Der Anteil nicht-taxonomiefähiger Risikopositionen schließt die Risikopositionen aus den KPIs 3 und 5 mit ein, sodass die Summe aus taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Anteilen 100 % ergibt. KPI 3 berechnet sich analog zu den FINREP-Meldungen des Exposures gegenüber General Governments, um eine einheitliche Berichterstattung sicherzustellen. Risikopositionen gegenüber supranationalen Organisationen liegen nicht vor. Der Wert der Derivate in KPI 4 ergibt entsprechend den bilanziellen Bruttobuchwerten null, da die Zinssicherungsderivate nach HGB nicht in der Bilanz aufgeführt werden. Die Degussa Bank AG hat kein Handelsbuch und somit einen Handelsbestand von null (KPI 7). Die Degussa Bank wird die Datenqualität weiter erhöhen, um die Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie zu verbessern. Zusätzlich wird sich der Berichtsumfang perspektivisch vergrößern, da zukünftig auch die Taxonomiekonformität und die Green Asset Ratio anzugeben sind. Außerdem werden zukünftig alle sechs Umweltziele relevant, sodass sich die Ergebnisse weiter verändern. Gleichzeitig steht der Ausbau nachhaltiger Geschäfte im Fokus der Geschäftstätigkeit. Insbesondere aufgrund des hohen Anteils an Immobilienkrediten ist die Degussa Bank AG bereits gut aufgestellt, um das Umweltziel Klimaschutz weiter voranzutreiben. Somit stellt der Ausbau taxonomiefähiger Geschäfte ein zentrales Ziel in der Geschäftstätigkeit der Degussa Bank dar. Umweltbelange Die hier dargestellten Nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Betrachtung der Umweltbelange beziehen sich aufgrund der Datenlage mit Ausnahme des Papierverbrauchs auf die Hauptverwaltung in der Theodor-Heuss- Allee 74 in Frankfurt am Main. Sie sind aussagekräftig, da hier der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt ist. Eine Ausweitung der Berichterstattung auf die weiteren Bank-Shops ist zukünftig angedacht.
Die Verbrauchskennzahlen für Strom, Gas und Wasser beziehen sich auf den Verbrauch der Hauptverwaltung und beinhalten neben den Verbräuchen der direkt angemieteten Flächen auch einen anteiligen Verbrauch der Gemeinschaftsflächen des übergeordneten Gebäudekomplexes. Da diese Abrechnungen für 2022 noch nicht vollständig vorliegen, bezieht sich die Betrachtung auf den Zeitraum 2020 und 2021. Hier ist zu erkennen, dass der Strom- und Wasserverbrauch deutlich zurückgegangen ist. Das Gebäude wird mit Erdgas beheizt, wobei die Beheizung durch den Erwerb und die Entwertung von Klimazertifikaten CO2-neutral ist. Durch die konsequente Anwendung von Remote Work konnte die aktiv genutzte Fläche der Bank reduziert werden. Somit ist teilweise für 2022 und vor allem ab 2023 mit weiteren Energieeinsparungen zu rechnen. Beim Abfall ist die Datengrundlage noch nicht aussagekräftig genug, um langfristige Trends abzulesen. Ziel ist es hier, die Datengrundlage weiter zu verbessern, um künftig genauer zu beobachten, ob das Ziel der Abfallvermeidung konsequent umgesetzt wird. Achtung der Menschenrechte Die Degussa Bank AG bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte auf Basis international akzeptierter Normen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sowie der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Degussa Bank AG zudem an die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebunden und orientiert sich an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Verstöße sind uns innerhalb der Degussa Bank AG nicht bekannt. Bekämpfung von Korruption und Bestechung Die Grundlage jeder unternehmerischen Verantwortung ist gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten. Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten sind für die Degussa Bank AG neben der Abwehr von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auch Insiderhandel, Betrug, Korruption und andere kriminelle Aktivitäten im Umfeld der Geschäftstätigkeit. Um der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze und Regelungen gerecht zu werden, entwickelt die Degussa Bank AG ihre Compliance-Risikosteuerung ständig weiter und passt diese an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an. Weitere Informationen zum wesentlichen Sachverhalt Compliance und Risikosteuerung - jenseits der Bekämpfung von Korruption und Bestechung - finden sich im Abschnitt Risikobericht. Als verantwortungsvolle Marktteilnehmerin engagiert sich die Degussa Bank AG konsequent gegen Geldwäsche, Korruption und Bestechung. Dabei berücksichtigt sie die OECD-Leitlinien und hält die OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr ein. Diese externen Standards werden durch interne Richtlinien präzisiert und ergänzt. Um den Aktivitäten das richtige Gewicht zu geben und effektive Kontrollen durchführen zu können, sind die Aktivitäten in der Abteilung Compliance und Geldwäsche gebündelt. Zur operativen Ausgestaltung der Aktivitäten legt Compliance verbindliche Verhaltensgrundsätze fest, die einen Orientierungsrahmen für kaufmännisch korrektes und zugleich gesetzeskonformes Verhalten bei der täglichen Arbeit geben. Als Kreditinstitut haben wir die Möglichkeit und Verpflichtung, ein- und ausgehende Zahlungen auf Verdachtsfälle zu prüfen. Die Degussa Bank AG hat zentrale Präventionssysteme eingeführt, um Geldwäsche-, Bestechungs- und Korruptionsrisiken zu erkennen, zu überwachen, zu mindern und letztlich zu vermeiden. Dazu gehören die Risikoanalyse, die Due-Diligence-Prüfung Dritter, Fortbildungen, Compliance-Prüfungen und die Bewertung ihrer Effektivität, eine Verhaltensrichtlinie ("Code of Conduct"), die Integritätsklausel, interne Kontrollen, ein Hinweisgebersystem (BusinessKeeper Monitoring System, Whistleblowing) sowie Zuverlässigkeitsprüfungen von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein weiterer Baustein für die Einschätzung und Minimierung potenzieller Compliance-Risiken ist die Risikoanalyse. Sie wird regelmäßig durchgeführt. Die aus der Risikoanalyse abgeleiteten Maßnahmen zur Prävention überprüft die Bank auf ihre Wirkung und entwickelt sie bei Bedarf weiter. Verstöße innerhalb der Degussa Bank AG sind nicht bekannt. Kundenzufriedenheit Die Kundenerwartungen, -zufriedenheit und die Weiterempfehlung von Kundinnen und Kunden sind für uns als Finanzdienstleister von elementarer Wichtigkeit und stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Insofern richten wir unsere Geschäftsstrategie, unser Handeln und die Steuerung des Konzerns unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeitserfordernisse an den Kundinnen und Kunden aus. Wir messen die Entwicklung der Kundenzahl, der Zu- und Abgänge sowie der Gründe von Kundenabgängen für die Unternehmen des Konzerns auf monatlicher Basis. Wir richten die Zielservicelevel sowie Systeme und eingebettete Prozesse sukzessiv an den Kundenerwartungen aus und investieren in die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in Systeme und Prozesse, um die Kundenerwartungen effektiv und effizient zu erfüllen. So werden zum Beispiel Antwortzeiten in der Telefonie laufend gesteuert, Berichte zur Einhaltung der Servicelevel täglich gemonitort und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung veranlasst. Ein systematisches Beschwerdemanagement nutzt die in den Kundenbeschwerden enthaltenen Verbesserungspotenziale. Zur besseren Kundenorientierung werden - wie zuvor beschrieben - laufend neue, insbesondere digitale Prozesse, Produkte und Plattformen implementiert. Dabei hat der auch extern überwachte Datenschutz oberste Priorität. Im Rahmen der digitalen Transformation nutzen und implementieren wir verschiedene Kunden-Feedbackangebote und organisatorische Mitgestaltungsmöglichkeiten, um Kundenbedürfnisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten direkt zu erheben. Das hierüber generierte Feedback wird laufend überwacht und fließt nach vorheriger Qualitätssowie Eignungsprüfung auch in technische, produkt- sowie personalseitige Entwicklungsprozesse ein. Erklärung zur Unternehmensführung Das Diversitätskonzept der Degussa Bank AG hat die Verankerung gelebter Vielfalt in der Unternehmenskultur im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund und die Absage an jedwede Diskriminierung zum Ziel. Im Rahmen der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde die vom Vorstand beschlossene Vorgabe zur Frauenquote im Jahr 2022 aufgrund von Fluktuation und Umstrukturierung der Führungsstruktur auf der ersten Ebene in der Degussa Bank AG zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nicht erreicht. Für die erste Führungsebene beträgt die Zielgröße 17,5 % und für die zweite Führungsebene 35,0 %. Im Aufsichtsrat sind aktuell keine Frauen benannt. Im aus drei Personen bestehenden Vorstand sind in den vergangenen Jahren keine neuen Ernennungen erfolgt. So beträgt die Quote weiterhin 0 %. Vor dem Hintergrund des Verkaufs der Bank an die OLB sowie der zeitnah geplanten Fusion beider Institute werden die bisherigen Zielquoten im Aufsichtsrat und Vorstand zunächst beibehalten. Für den Vorstand und Aufsichtsrat ist derzeit keine Besetzung mit einem weiblichen Mitglied vorgesehen. Der Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene stellt sich wie folgt dar:
Die Besetzung von Führungspositionen erfolgt aufgrund von Leistungs-/Kompetenzerwartung, unabhängig von Alter und Geschlecht. Der Altersdurchschnitt in der Bank beträgt 44 Jahre. Die Altersspanne reicht aktuell von 19 bis 66 Jahren. Insgesamt 6,82 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind 60 Jahre oder älter. Am 31.12.2022 waren 53 % der Beschäftigten Männer. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement im abgelaufenen Berichtsjahr.
Frankfurt am Main, den 28. Februar 2023 Der Vorstand Krupp Horf Weiß Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| € | € | € | Vorjahr T€ | |
| 1. Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 112.500.101,97 | 76.578 | ||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 8.116.562,29 | 120.616.664,26 | 7.581 | |
| darunter: abgesetzte negative Zinsen € 660.849,51 (i. Vj. T€ 462) | ||||
| 2. Zinsaufwendungen | 4.597.044,63 | 116.019.619,63 | 7.260 | |
| darunter: abgesetzte negative Zinsen € 7.216.546,21 (i. Vj. T€ 7.094) | ||||
| 3. Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.454.230,54 | 2.819 | ||
| b) Beteiligungen | 72.255,10 | 1.526.485,64 | 10.145 | |
| 4. Provisionserträge | 40.713.254,09 | 39.025 | ||
| 5. Provisionsaufwendungen | 15.207.391,31 | 25.505.862,78 | 14.990 | |
| 6. Sonstige betriebliche Erträge | 5.487.841,25 | 1.461 | ||
| 7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | 36.181.060,10 | 39.914 | ||
| ab) Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 11.951.736,81 | 48.132.796,91 | 9.880 | |
| darunter: für Altersversorgung € 5.625.865,83 (i. Vj. T€ 3.423) | ||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 57.789.111,93 | 105.921.908,84 | 62.172 | |
| 8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 3.189.573,16 | 2.457 | ||
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.337.197,25 | 4.868 | ||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 25.886.153,57 | 7.734 | ||
| 11. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 33.388.102,53 | 121.236 | ||
| 12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 45.593.079,01 | 109.570 | ||
| 13. Außerordentliche Aufwendungen | 6.345.212,72 | 8.616 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.066.090,31 | 76 | ||
| 15. Sonstige Steuern | 96.855,52 | 1.162.945,83 | 25 | |
| 16. Jahresüberschuss | 38.084.920,46 | 100.853 | ||
| 17. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 40.000 | ||
| unwiderrufliche Kreditzusagen 18. Bilanzgewinn | 38.084.920,46 | 60.853 |
Allgemeine Angaben
Die Degussa Bank AG hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 100840 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), des Pfandbrief- und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfolgte nach den Formblättern der Rech- KredV unter Beachtung der Sonderangaben für Pfandbriefbanken.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Erläuterungen zur Bilanz und GuV
Bilanz Aktiva
Barreserve
Die Barreserve ist zum Nennwert bilanziert.
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
Die Schuldtitel wurden in der Bilanz unter Berücksichtigung der beim Erwerb der Papiere geltenden Diskontsätze sowie der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen angesetzt. Soweit ihr Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag niedriger ist, ist der niedrigere Wert angesetzt.
Forderungen an Kreditinstitute
Der Bilanzansatz der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Forderungen in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank vom 30.12.2022 bewertet.
Zur Liquiditätsdisposition werden Gelder auch über die Einlagefazilität der Deutschen Bundesbank angelegt. Zum Bilanzstichtag betrug das Guthaben T€ 1.072.000.
Einzelwertberichtigungen von Forderungen an Kreditinstitute waren nicht erforderlich. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierbare Adressenausfallrisiken wurden im Berichtsjahr erstmals Pauschalwertberichtigungen (PWB) in Höhe von T€ 262 gebildet. Dies erfolgte auf Grundlage des erwarteten Verlusts anhand interner Ratingmodelle unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten nach IDW RS BFA 7.
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Täglich fällig / unbestimmt | 1.104.315 | 37.796 |
| Befristet mit Restlaufzeit | 0 | 0 |
| bis 3 Monate | 0 | 0 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 0 | 0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 0 | 0 |
| über 5 Jahre | 0 | 0 |
Forderungen an Kunden
Guthaben und Forderungen werden grundsätzlich zum Nominalbetrag angesetzt. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bilanziert.
Kreditrisiken sind durch Abzug angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften berücksichtigt.
Einzelwertberichtigungen (EWB) werden gebildet, wenn vertragliche Rückzahlungen nicht erfolgen oder damit gerechnet wird, dass die Kreditrückführung ganz oder teilweise gefährdet ist. Grundlage ist der erwartete Verlust, der sich entweder aus Einzelfallbetrachtungen ergibt oder anhand interner Ratingmodelle ermittelt wird.
In der Einzelfallbetrachtung erfolgt dies auf Basis der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung erwarteter Zuflüsse aus der Verwertung von Sicherheiten. Bei erkennbar vollständigem Ausfall wird die Forderung unverzüglich abgeschrieben.
Die Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierbare Adressenausfallrisiken erfolgt durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen (PWB), ebenfalls auf Grundlage des erwarteten Verlusts anhand interner Ratingmodelle (unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten nach IDW RS BFA 7).
Die internen Ratingmodelle berücksichtigen hierbei die aktuellen Auswirkungen der makroökonomischen Verwerfungen auf die Risikovorsorge zum Bilanzierungsstichtag. Unser Schwerpunkt im besonders besicherten Immobilienkreditgeschäft erweist sich dabei weiterhin als besonders krisenresistent.
Im Privatdarlehensgeschäft sind temporäre Zuschläge für ein abruptes Ansteigen der Ausfallraten, insbesondere durch die Auswirkungen der gestiegenen Inflation und der Energiekrise, in den Pauschalwertberichtigungen einkalkuliert (temporäre Post Model Adjustments).
Zum Bilanzstichtag bestehen Einzelwertberichtigungen für Kundenforderungen in Höhe von T€ 16.473 (i. Vj. T€ 17.336 Mio.) sowie Pauschalwertberichtigungen in Höhe von T€ 12.173 (i. Vj. T€ 14.927 Mio.).
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Täglich fällig / unbestimmt | 39.739 | 46.434 |
| Befristet mit Restlaufzeit | 4.707.202 | 4.448.171 |
| bis 3 Monate | 94.177 | 121.451 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 256.837 | 354.569 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 2.105.458 | 1.690.507 |
| über 5 Jahre | 2.250.730 | 2.281.644 |
Der Bilanzposten enthält keine Forderungen an verbundene Unternehmen (i. Vj. T€ 15.512).
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Anleihen, Schuldverschreibungen sowie andere festverzinsliche Wertpapiere im Umlaufvermögen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Soweit ihr Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag niedriger ist, ist der niedrigere Wert angesetzt.
Wertpapiere im Anlagevermögen sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und höchstens zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Es handelt sich ausschließlich um börsenfähige Wertpapiere, bei denen die Bank aufgrund detaillierter Analysen keine dauerhaften Wertminderungen erwartet und davon ausgeht, dass den Verpflichtungen im vollen Umfang nachgekommen wird.
Zum Bilanzstichtag sind Wertpapiere in Höhe von € 120.095 (i. Vj. T€ 214.325) dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Marktwerte betragen insgesamt T€ 120.946. Es bestehen keine stillen Lasten.
Bei den eigenen Schuldverschreibungen handelt es sich um eine Pfandbriefemission, welche als notenbankfähige Sicherheit gemäß Artikel 18.1 der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken anerkannt und bei der Deutschen Bundesbank hinterlegt ist. Sie bildet eine Bewertungseinheit mit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit nach § 254 Satz 1 HGB und ist mit dem Rückkaufswert bewertet. in T€ 31.12.2022 31.12.2021 Täglich fällig / unbestimmt 39.739 46.434 Befristet mit Restlaufzeit 4.707.202 4.448.171 bis 3 Monate 94.177 121.451 über 3 Monate bis 1 Jahr 256.837 354.569 über 1 Jahr bis 5 Jahre 2.105.458 1.690.507 über 5 Jahre 2.250.730 2.281.644
Vom Bestand sind:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| börsenfähig | 201.407 | 519.114 |
| börsennotiert | 156.039 | 518.513 |
| nicht börsennotiert | 45.368 | 601 |
| nicht börsenfähig | 0 | 0 |
| davon beleihbar | 201.407 | 513.438 |
Von den Anleihen und Schuldverschreibungen sind T€ 145.032 (i. Vj. T€ 66.271) in den kommenden zwölf Monaten fällig.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Der Bilanzansatz erfolgt im Umlaufvermögen zu fortgeführten Anschaffungskosten. Soweit der Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird der niedrigere Wert angesetzt.
Vom Bestand sind:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| börsenfähig | 58.663 | 80.458 |
| börsennotiert | 58.663 | 80.458 |
| nicht börsennotiert | 0 | 0 |
| nicht börsenfähig | 1.016 | 1.944 |
Beteiligungen
Die Beteiligungen sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am 28.12.2022 wurde der Anteilsbesitz an der INDUSTRIA Wohnen GmbH von 10,1 % (Buchwert i. Vj. T€ 3.765) vollständig veräußert. Der Kaufpreis ist zum Bilanzstichtag als Forderung unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
| Anteil am Kapital | Buchwert in T€ | ||
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| S.W.I.F.T. SCRL (nicht börsennotiert) | < 1 % | 5 | 5 |
| Visa Inc. (börsennotiert) | < 1 % | 0 | 0 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Der Bilanzansatz erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Anteile an der PRINAS MONTAN GmbH Versicherungsvermittler wurden im Geschäftsjahr vollständig veräußert. Im Zuge des Verkaufs wurde deren bisherige Tochtergesellschaft Munich General Insurance Services GmbH zu 100 % an die Degussa Bank AG übertragen.
| Anteilsbesitz | Anteil am Kapital | Eigenkapital | Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 |
| % | T€ | T€ | |
| MIVO mitarbeitervorteile GmbH, Frankfurt am Main | 100 % | 3.541 | - 2.192 |
| Munich General Insurance Services GmbH, München | 100 % | 159 | - 1.919 |
Immaterielle Anlagewerte
Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich ausschließlich um entgeltlich erworbene Software. Sie sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen unter Zugrundelegung der steuerlichen Höchstsätze bewertet.
| in T€ | Immaterielle Anlagewerte |
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.01.2022 | 18.876 |
| Zugänge | 3.193 |
| Abgänge | 534 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 31.12.2022 | 21.535 |
| Zuschreibungen | 0 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.01.2022 | 14.724 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 2.321 |
| kumulierte Abschreibungen Abgänge | 534 |
| Stand 31.12.2022 | 16.511 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 5.023 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 4.152 |
Sachanlagen
Die Sachanlagen betreffen Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der steuerlichen Höchstsätze vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter (GWG) werden in einem Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG erfasst und abgeschrieben.
| in T€ | Sachanlagen |
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.01.2022 | 19.120 |
| Zugänge | 686 |
| Abgänge | 2.678 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 31.12.2022 | 17.128 |
| Zuschreibungen | 0 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.01.2022 | 17.086 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 869 |
| kumulierte Abschreibungen Abgänge | 2.570 |
| Stand 31.12.2022 | 15.385 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 1.743 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 2.034 |
Sonstige Vermögensgegenstände
In dem Bilanzposten in Höhe von T€ 26.318 (i. Vj. T€ 19.023) sind im Wesentlichen Forderungen aus Kaufpreiszahlungen für Beteiligungen, für Dienstleistungen im Wertpapiergeschäft und aus Ertragsteuern gegenüber der Finanzverwaltung enthalten.
Im Rahmen von Versorgungsleistungen verrechnet die Bank Deckungskapitalien in Höhe der Anschaffungskosten bzw. ihres Zeitwerts von T€ 24 mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen von T€ 22. Verrechnungen von Erträgen und Aufwendungen waren nicht erforderlich.
Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten werden laufzeitbezogen im Hinblick auf eine periodengerechte Zuordnung der Erträge und Aufwendungen gebildet. Im Bilanzausweis sind T€ 237 (i. Vj. T€ 321) Disagiobeträge enthalten.
Bilanz Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Bank nimmt an der dritten Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems in Höhe von T€ 381.950 teil (GLRG III). Darüber hinaus sind zur Refinanzierung auch Namenspfandbriefe begeben. Zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition können zudem Repogeschäfte mit der EUREX abgeschlossen werden.
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Täglich fällig / unbestimmt | 130.743 | 4.378 |
| Befristet mit Restlaufzeit | 776.040 | 668.481 |
| bis 3 Monate | 2.578 | 2.455 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 348.411 | 8.876 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 103.787 | 465.044 |
| über 5 Jahre | 321.263 | 192.105 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank vom 30.12.2022 bewertet.
Spareinlagen:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Restlaufzeit oder Kündigungsfrist | 378.917 | 478.996 |
| bis 3 Monate | 306.441 | 406.403 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 783 | 1.177 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 62.471 | 61.898 |
| über 5 Jahre | 9.222 | 9.518 |
Begebene Hypothekenpfandbriefe und andere Verbindlichkeiten:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Täglich fällig | 4.020.054 | 4.000.076 |
| Befristet mit Restlaufzeit | 650.793 | 531.453 |
| bis 3 Monate | 135.028 | 107.820 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 322.915 | 327.118 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 166.260 | 69.838 |
| über 5 Jahre | 26.590 | 26.677 |
Im Geschäftsjahr wurde die Refinanzierungsposition durch die Ausgabe von weiteren Namenspfandbriefen gestärkt und das Geschäft mit Termineinlagen von institutionellen Kunden fortgeführt. Der Bilanzposten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 655 (i. Vj. T€ 6.426).
Verbriefte Verbindlichkeiten
Im Bilanzposten ist ein im Geschäftsjahr emittierter Pfandbrief mit Laufzeit bis zum 08.06.2027 enthalten, von welchem nominal T€ 45.000 bei der Deutschen Bundesbank für geldmarktpolitische Geschäfte hinterlegt sind.
Sonstige Verbindlichkeiten
Der Bilanzposten enthält:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Lieferungen und Leistungen | 8.515 | 9.673 |
| Zinsverbindlichkeiten | 1.843 | 2.120 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.788 | 2.894 |
| Verschiedene Verbindlichkeiten | 668 | 858 |
| Insgesamt | 12.814 | 15.545 |
Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten werden laufzeitbezogen im Hinblick auf eine periodengerechte Zuordnung der Erträge und Aufwendungen gebildet. Im Bilanzposten sind T€ 45 (i. Vj. T€ 63) Disagiobeträge und keine (i. Vj. T€ 11) Agiobeträge enthalten.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind mit ihren handelsrechtlichen Erfüllungsbeträgen unter Anwendung der Projected- Unit-Credit-Methode bilanziert. Den Bewertungen liegen wie im Vorjahr die aktuellen Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde.
Erwartete Einkommensentwicklungen in Höhe von 3,25 % (i. Vj. 3,25 %) und ein Fluktuationsabschlag von durchschnittlich 1,5 % (i. Vj. 1,5 %) wurden zugrunde gelegt. Künftige Rentenanpassungen sind entsprechend den Pensionszusagen in Höhe von 2,25 % (i. Vj. 1,75 %), die erwartete Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) berücksichtigt.
Sofern keine Individualvereinbarungen entgegenstehen, wird vom frühestmöglichen Pensionierungsalter gemäß RVAGAnpG ausgegangen. Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins von 1,79 % für Restlaufzeiten von 15 Jahren zugrunde (i. Vj. 1,87 %). Dabei wurde der Zinssatz auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung und für die zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche Bewertung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung mit 1,45 % (i. Vj. 1,35 %) bestimmt. Ausschüttungsgesperrt sind demnach zum Bilanzstichtag T€ 2.279. Die Zinsanteile sind im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Passivierung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbezug von Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung der übrigen Rückstellungen bestehen nicht. Vom Wahlrecht auf Abzinsung wurde kein Gebrauch gemacht.
Für erforderliche Restrukturierungen sind Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 3.110 (i. Vj. T€ 4.457) gebildet. Die Bemessung richtet sich nach den bestehenden vertraglichen und kollektivrechtlichen Vereinbarungen.
Entsprechend der barwertigen Steuerung des Zinsbuchs der Bank erfolgt die Ermittlung eines etwaigen Verpflichtungsüberschusses nach dem barwertigen Ansatz des IDW RS BFA 3. Ausgehend von den vorhandenen stillen Reserven aller zinstragenden Geschäfte werden dabei die Verwaltungs- und Risikokosten in Abzug gebracht. Zum Bilanzstichtag besteht kein Verpflichtungsüberschuss; die Bildung einer Drohverlustrückstellung ist nicht erforderlich.
Nachrangige Verbindlichkeiten, Genussrechtskapital und Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals
| Art | Betrag in T€ | Zinssatz in % | Fälligkeit |
| Nachrangige Vermögensbriefe | frühestens | ||
| Lfd. Absatz (kumuliert) | 46.904 | 2,75 | in 2030 |
| Insgesamt | 46.904 | ||
| Zinsaufwendungen T€ 1.571 | |||
| Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals | |||
| von 2014 / WKN A13SJS | 50.000 | 4,336 | keine |
| Insgesamt | 50.000 | ||
| Zinsaufwendungen T€ 2.209 |
Die nachrangigen Verbindlichkeiten und die Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals lauten allesamt auf Euro. Die bestehenden nachrangigen Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des Amortisationsbetrags gemäß Artikel 64 CRR als Ergänzungskapital angerechnet.
Das zusätzliche aufsichtsrechtliche Kernkapital erfüllt als Contingent Convertible Write Down Bond die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Artikel 52 CRR.
Noch nicht fällige Zinsen sind abgegrenzt und unter "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf T€ 340.205 (i. Vj. T€ 302.120). Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 50.000 und ist in 50.000.000 Inhaber-Stückaktien eingeteilt.
Der Bilanzgewinn aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 60.853 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung zur Stärkung des harten Kernkapitals in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Vermerke unter dem Bilanzstrich
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
In den Eventualverbindlichkeiten sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien enthalten; im Vorjahr betrafen davon T€ 6 Verbundene Unternehmen. Sofern uns keine negativen Einschätzungen über die Bonität unserer Kundinnen und Kunden vorliegen, gehen wir nicht vom Risiko einer Inanspruchnahme aus. Erkennbaren Risiken wird mit Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Unwiderrufliche Kreditzusagen betreffen im Wesentlichen das Privatkundengeschäft sowie gewerbliche Wohnimmobilienkredite.
Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsüberschuss
Im Zinsertrag sind Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 661 (i. Vj. T€ 462) abgesetzt, welche im Wesentlichen aus negativen Zinssätzen der Haltung von Liquiditätsüberschüssen bei der Zentralnotenbank resultieren. Die im Zinsaufwand abgesetzten Zinserträge aus negativen Zinssätzen betragen zum Bilanzstichtag T€ 7.217 (i. Vj. T€ 7.094).
Laufende Erträge
Die laufenden Erträge enthalten im Wesentlichen Ausschüttungen von im Bestand gehaltenen Anteilen an Investmentfonds.
Provisionsüberschuss
Die Provisionserträge resultieren vor allem aus dem Wertpapiergeschäft, dem Kreditkartengeschäft, Kontoführungsgebühren, dem Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft mit Kundinnen und Kunden. Provisionsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Vermittlungen im Kundenkreditgeschäft sowie für Fremdleistungen im Kreditkartengeschäft an.
Umrechnungsergebnisse aus Geschäften in Fremdwährung werden im Provisionsüberschuss ausgewiesen, da diese überwiegend im Kundeninteresse abgeschlossen werden. Die Bewertung von nicht kursgesicherten Geschäften erfolgte zum Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank vom 30.12.2022. Kursgesicherte Bilanzposten sind mit dem Sicherungskurs bewertet. Das Umrechnungsergebnis von Fremdwährungsgeschäften zum Stichtag 31.12.2022 ist unbedeutend.
Sonstige betriebliche Erträge
| in T€ | 01.01.2022 - 31.12.2022 | 01.01.2021 - 31.12.2021 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 4.499 | 606 |
| Erträge aus Vermietung | 723 | 660 |
| Übrige Erträge | 266 | 195 |
| Insgesamt | 5.488 | 1.461 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in T€ | 01.01.2022 - 31.12.2022 | 01.01.2021 - 31.12.2021 |
| Zinsaufwand Rückstellungsbewertung | 723 | 890 |
| Risikoaufwendungen im operativen Geschäft | 168 | 1.113 |
| Zuführung zur Rückstellung für Rechts- und Prozessrisiken | 127 | 2.326 |
| Freiwillige soziale Aufwendungen | 76 | 78 |
| Übrige Aufwendungen | 242 | 462 |
| Insgesamt | 1.337 | 4.868 |
Außerordentliche Aufwendungen
Für die im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und für begleitende Investitionen zum Wechsel des Anteilseigners fielen im Geschäftsjahr Aufwendungen von insgesamt T€ 6.345 an, wovon T€ 2.019 den Rückstellungen zugeführt wurden.
Angaben nach § 28 Pfandbriefgesetz
Nominalbetrag
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Hypothekenpfandbriefe | 152.200 | 87.200 |
| Deckungsmasse* | 372.587 | 292.755 |
| davon Derivate | 0 | 0 |
| Überdeckung | 220.387 | 205.555 |
* einschließlich T€ 15.000 Deckung gemäß § 19 PfandBG (i. Vj. T€ 10.000)
Der Anteil festverzinslicher Deckungswerte an der Deckungsmasse sowie der Anteil festverzinslicher Hypothekenpfandbriefe beträgt 100 %.
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Hypothekenpfandbriefe | 144.390 | 96.080 |
| Deckungsmasse | 335.418 | 311.052 |
| Überdeckung | 191.028 | 214.972 |
Risikobarwert
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Hypothekenpfandbriefe | 123.726 | 91.714 |
| Deckungsmasse | 273.472 | 292.529 |
| Überdeckung | 149.745 | 200.815 |
Stresstest nach dynamischem Ansatz gemäß § 5 PfandBarwertV
Laufzeitstruktur
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||
| Hypothekenpfandbriefe | Deckungsmasse | Hypothekenpfandbriefe | Deckungsmasse | |
| bis 6 Monate | 0 | 6.704 | 10.000 | 5.149 |
| 6 bis 12 Monate | 0 | 22.135 | 5.000 | 7.080 |
| 12 bis 18 Monate | 0 | 14.700 | 0 | 6.791 |
| 18 bis 24 Monate | 35.000 | 24.658 | 0 | 6.224 |
| 2 bis 3 Jahre | 30.000 | 27.631 | 25.000 | 36.799 |
| 3 bis 4 Jahre | 0 | 39.888 | 10.000 | 23.352 |
| 4 bis 5 Jahre | 50.000 | 47.168 | 0 | 35.323 |
| 5 bis 10 Jahre | 37.200 | 163.763 | 37.200 | 147.374 |
| mehr als 10 Jahre | 0 | 25.940 | 0 | 24.393 |
| Gesamt | 152.200 | 372.587 | 87.200 | 292.755 |
Der durchschnittlich gewichtete Beleihungsauslauf gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 3 PfandBG entspricht 53,1 %. Der volumengewichtete Durchschnitt der seit der Kreditvergabe verstrichenen Laufzeit der zur Deckung verwendeten Forderungen beträgt 4,39 Jahre.
Die Deckungsmasse sowie die zu deckenden Verbindlichkeiten enthalten keine Fremdwährungswerte.
Aufteilung der Deckungsmasse für Hypothekenpfandbriefe
a) nach Größenklassen
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| bis zu T€ 300 | 197.120 | 154.200 |
| T€ 300 bis T€ 1.000 | 90.627 | 57.490 |
| T€ 1.000 bis T€ 10.000 | 26.519 | 27.745 |
| mehr als T€ 10.000 | 43.320 | 43.320 |
| Gesamt | 357.587 | 282.755 |
b) nach Gebieten und Nutzungsarten
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Deutschland | 357.587 | 282.755 |
| Wohnungen | 80.356 | 59.107 |
| Ein-/Zweifamilienhäuser | 173.225 | 130.467 |
| Mehrfamilienhäuser | 103.393 | 93.168 |
| Bürogebäude | 0 | 0 |
| Handelsgebäude | 0 | 0 |
| Industriegebäude | 0 | 0 |
| Sonstige gewerblich genutzte Gebäude | 612 | 13 |
| Unfertige und noch nicht ertragsfähige Neubauten | 0 | 0 |
| Bauplätze | 0 | 0 |
| Ausland | 0 | 0 |
| Gesamt | 357.587 | 282.755 |
c) rückständige Leistungen
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Deutschland | 0 | 0 |
| davon Zinsrückstände | 0 | 0 |
| Ausland | 0 | 0 |
| Gesamt | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2022 waren weder Zwangsversteigerungsverfahren noch Zwangsverwaltungen für die in Deckung befindlichen Grundstücke anhängig. Es wurden keine Grundstücke zur Vermeidung von Verlusten übernommen.
Unverändert zum Vorjahr bestehen keine Wertberichtigungen auf Zinsrückstände.
Sonstige Angaben
Derivative Finanzinstrumente
Am Bilanzstichtag bestanden im folgenden Umfang noch nicht abgewickelte Termingeschäfte (nur außerbörsliche Geschäfte):
| in Mio. € |
Nominalbetrag
Restlaufzeit |
Summe | Beizulegender Zeitwert | Adressenrisiko* | ||
| < = 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| Zinsbezogene Geschäfte | ||||||
| Zinsswaps (gleiche Währung) | 175,0 | 670,0 | 1.407,0 | 2.250,0 | 127,3 | 24,2 |
| Währungsbezogene Geschäfte | ||||||
| Devisentermingeschäfte | 118,4 | 0,0 | 0,0 | 118,4 | 0,0 | 3,6 |
| Kundengruppen | |
| in Mio. € | Adressenrisiko* |
| Zentrale Gegenpartei | 22,2 |
| Kreditinstitute | 4,3 |
| Sonstige Unternehmen | 1,3 |
* Das Adressenrisiko wurde als kreditäquivalentes Volumen nach dem Standardansatz für das Gegenparteiausfallrisiko gemäß Artikel 274 ff. CRR berechnet.
Zur Absicherung von Zinsrisiken werden Zinsswaps abgeschlossen. Währungsbezogene Geschäfte werden überwiegend im Kundenauftrag getätigt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand marktüblicher Bewertungsverfahren unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag beobachteten Marktparameter (zum Beispiel Zinssätze, Devisenterminkurse).
Fremdwährungsaktiva und -passiva
Von den auf der Aktivseite ausgewiesenen Forderungen und Vermögensgegenständen lauten T€ 11.450 auf fremde Währungen. Die in fremden Währungen bestehenden Verbindlichkeiten betragen insgesamt T€ 10.879. Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Devisentermingeschäfte ist die Währungsposition der Bank ausgeglichen.
Bewertungseinheiten
Zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken wurden insgesamt Grundgeschäfte mit einem Nominalwert von € 118,4 Mio. und Sicherungsgeschäfte von € 118,4 Mio. in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen. Die berücksichtigten Geschäfte haben eine maximale Laufzeit bis zum 25.01.2023.
Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde im Geschäftsjahr eine Bewertungseinheit zwischen einem emittierten Pfandbrief im Nominalwert von € 45,0 Mio. und seinem Rückkaufbestand in gleicher Höhe gebildet. Der Pfandbrief hat eine Laufzeit bis zum 08.06.2027.
Alle Geschäfte wurden in einer eindeutigen Sicherungsbeziehung einander zugeordnet und auf Effektivität anhand der "Critical-Terms-Match-Methode" getestet. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Drohverlustrückstellungen für ineffektive Sicherungsbeziehungen sind zum Bilanzstichtag nicht erforderlich.
Als Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| - aus bilanziellen Geschäften | 381.950 | 382.950 |
| - aus Derivatgeschäften | 0 | 40.153 |
| Für Eventualverbindlichkeiten | 79.194 | 40.423 |
Die für Eventualverbindlichkeiten übertragenen Sicherheiten bestehen ausschließlich aus Wertpapieren, welche an die Eurex Clearing AG, Frankfurt am Main, übertragen wurden.
Für unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken wurden T€ 6.928, gegenüber dem Einlagensicherungsfonds deutscher Banken T€ 1.150 und für die Bankenabgabe in Höhe von T€ 1.436 in Form von Barsicherheiten gestellt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es besteht eine Nachschusspflicht gegenüber dem Clearing- Fonds bei der Eurex Clearing AG, Frankfurt am Main. Sofern dieser Fonds nach einem Verwertungsergebnis bei Ausfall eines anderen Clearing-Mitglieds nicht ausreichen sollte, kann die Degussa Bank AG bis zum zweifachen Wert des im Clearing-Fonds als Requirement befindlichen Betrages in Anspruch genommen werden. Diese Haftungsgrenze entspricht einem Wert von bis zu € 9,9 Mio. per 31.12.2022.
Für das Geschäftsjahr 2023 bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsräume von insgesamt T€ 4.064 und für Leasingverträge in Höhe von T€ 2.519 (Planwerte).
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| Männlich | Weiblich | Gesamt | |
| Vollzeitbeschäftigte | 276 | 153 | 429 |
| Teilzeitbeschäftigte | 25 | 111 | 136 |
| Auszubildende | 3 | 4 | 7 |
| Insgesamt | 304 | 268 | 572 |
Steuerlatenzen
Aus unterschiedlichen Wertansätzen von Forderungen, Sachanlagen, sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz zum 31.12.2022 ergeben sich unter Anwendung eines effektiven Steuersatzes von 32 % aktive Steuerlatenzen von rund T€ 11.392 (i. Vj. T€ 11.445), welche nicht bilanziert werden.
Honorar der Abschlussprüfer
Für das Geschäftsjahr sind insgesamt T€ 471 an Honoraren für den Abschlussprüfer angefallen. Hiervon betreffen T€ 298 Abschlussprüfungsleistungen und T€ 173 andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG, Depotprüfung und Prüfung der Verwahrstellenfunktion nach § 68 Abs. 7 und 7a KAGB sowie im Rahmen der GLRG-III-Meldeverpflichtungen).
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht bekannt.
Gewinnverwendung
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den im festgestellten Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von T€ 38.095 in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Eckhard Fiene, Bremen
- Vorsitzender ab 25.10.2022, vormals stellvertretender Vorsitzender -
Selbstständiger Berater
Dr. Peter Rentrop-Schmid, Hamburg
- Vorsitzender bis 14.09.2022 -
Geschäftsführer
Dr. Jürgen Allerkamp, Hamburg
- ab 17.11.2022 -
Berufsaufsichtsrat, Financial Expert
Andreas de Maizière, Bad Homburg v. d. H.
Selbstständiger Unternehmensberater
Volkmar Csilik, Kamp-Lintfort
- bis 30.08.2022 -
Kaufmännischer Angestellter (Arbeitnehmervertreter)
Nick Jenner, Karben
Bankangestellter (Arbeitnehmervertreter)
Helmut Kaiser, Thedinghausen
- ab 13.12.2022 -
Bankangestellter (Arbeitnehmervertreter)
Heinz-Joachim Wagner, Bad Nauheim
Diplom-Kaufmann
Vorstand
Michael Krupp, Hofheim am Taunus
Michael Horf, Schlangenbad
Matthias Weiß, Frankfurt am Main
An Organmitglieder gewährte Kredite
Zum 31.12.2022 wurden Kredite von Vorstandsmitgliedern über T€ 451 in Anspruch genommen. Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats bestanden in Höhe von T€ 2.743.
Organbezüge
Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 2.302. An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr insgesamt T€ 270 gezahlt.
An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden T€ 774 gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen wurden für diesen Personenkreis T€ 17.283 zurückgestellt.
Anteilseigner und Konzernabschluss
Die Degussa Bank AG ist eigenständige Muttergesellschaft des Degussa Bank-Konzerns und ihrerseits nicht mehrheitlich beherrscht. An der Degussa Bank AG sind die ERSTE NEUE Christian Olearius Beteiligungsgesellschaft mbH und die 2. Max Warburg Beteiligungsgesellschaft mbH, beide geschäftsansässig in Hamburg, mit jeweils mehr als 25 % wesentlich beteiligt.
Im Geschäftsjahr haben die Aktionäre der Bank einen Vertrag über den Verkauf aller Aktien mit der Oldenburgische Landesbank AG geschlossen. Nach Abschluss der behördlichen Genehmigungsprozesse soll die Übertragung vollzogen werden.
Die Degussa Bank AG ist als Konzernmutter verpflichtet, einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufzustellen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Frankfurt am Main, den 28. Februar 2023
Der Vorstand
Krupp
Horf
Weiß
An die Degussa Bank AG, Frankfurt am Main
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Degussa Bank AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Degussa Bank AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EUAPrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
❶ Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
❶ Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft
① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" Kreditforderungen in Höhe von T€ 4.746.942 (73 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für das Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2022 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolien, gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle bestimmt. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen bei den Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem noch ausstehenden Kreditbetrag und dem niedrigeren Wert, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bestehende Sicherheiten werden berücksichtigt. Bei der Bildung der Risikovorsorge hat die Gesellschaft sogenannte Temporäre Post Model Adjustments gebildet. Diese bestehen für einen Teil des Kreditportfolios und dienen dazu die weiterhin bestehenden Unsicherheiten infolge der Energiekrise zu berücksichtigen, um so dem Vorsichtsprinzip hinreichend Rechnung zu tragen. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Ausgestaltung des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft beurteilt und darauf aufbauend die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Wir haben dabei insbesondere auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Energiekrise auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer und die Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Wir haben die Notwendigkeit der Bildung von Post Model Adjustments hinterfragt und deren betragsmäßige Ermittlung nachvollzogen. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Vertretbarkeit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen der Gesellschaft überzeugen.
③ Die Angaben der Gesellschaft zur Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind in den Abschnitten "Forderungen an Kunden" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), |
| ― |
die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Erklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung zur Erfüllung der §§ 289b bis 289e HGB und der §§ 315b bis 315c HGB. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (das heißt Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 19. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Mai 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Degussa Bank AG, Frankfurt am Main, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian F. Rabeling.
Frankfurt am Main, den 01. März 2023
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian
F. Rabeling
Wirtschaftsprüfer
ppa.
Muriel Atton
Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig und zeitnah, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Lage und Entwicklung der Bank und ihrer Tochtergesellschaften sowie über bedeutsame Geschäftsvorgänge unterrichtet. In die formalen Prozessvorgaben des Gesetzes zur Sanierung und Abwicklung von Instituten und Finanzgruppen (SAG) ist der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand ist den Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und den Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion (MaComp) sowie dem Aktiengesetz, insbesondere § 90 AktG, nachgekommen.
Der Aufsichtsrat hat sich in seinen vier ordentlichen und drei außerordentlichen Sitzungen des Jahres 2022 ausführlich über die Lage der Gesellschaft, über Fragen der Geschäftspolitik, die Strategie und über sonstige wichtige Anlässe vom Vorstand berichten lassen. Die Begleitung des Verkaufsprozesses der Degussa Bank war das bestimmende Thema im abgelaufenen Geschäftsjahr. Darüber hinaus wurden insbesondere die Auswirkungen und Maßnahmen im Umgang mit der geopolitischen Situation, im Besonderen mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der Inflationsentwicklung mit stark steigenden Energiekosten, der pandemischen bzw. endemischen Verbreitung des Corona-Virus sowie Umwelt- und Cyberrisiken thematisiert. Über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte hat er, auch schriftlich im Umlaufverfahren, entschieden. Der Vorstand war bei den Sitzungen des Aufsichtsrats anwesend.
Im Kreditgeschäft wurden die nach Gesetz und Satzung vorlagepflichtigen Kredite sowie besondere Engagements und strukturelle Risiken behandelt.
Über die Risiken aus Handels- und Anlageaktivitäten einschließlich derivativer Finanzinstrumente sowie Art, Umfang und Management von Marktpreis- und Ausfallrisiken wurde regelmäßig informiert. Hierbei wurde auch auf die Entwicklung der Risikosituation im Hinblick auf den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus eingegangen.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse.
Im Geschäftsjahr 2022 fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt. Gegenstand der Sitzungen waren die Vorprüfung und Erörterung der Unterlagen zum Jahresabschluss, zum Konzernabschluss und zum Lagebericht, Aufbau und Angemessenheit des internen Kontrollsystems, der Risikotragfähigkeit und des Risikomanagements sowie die Überprüfung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Auf Vorschlag des Prüfungsausschusses wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durch die Hauptversammlung am 19. Mai 2022 zum Abschlussprüfer gewählt.
Im Geschäftsjahr 2022 fanden zwei Sitzungen des Vergütungskontrollausschusses statt. Der Ausschuss hat gemäß den Regelungen in § 25d des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Institutsvergütungsverordnung (Instituts- VergV) die angemessene Ausgestaltung der Vergütungssysteme des Vorstands und der Mitarbeiter, insbesondere der Compliance-Funktion sowie der Mitarbeiter mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil, überwacht. Der Ausschuss bereitete unter besonderer Berücksichtigung der Risiken und des Risikomanagements der Bank Vorschläge an den Aufsichtsrat zur Vergütung des Vorstands vor. Er unterstützte den Aufsichtsrat bei der Überwachung der ordnungsgemäßen Einbeziehung interner Kontrollbereiche und aller sonstigen maßgeblichen Bereiche bei der Ausgestaltung der Vergütungssysteme. Ferner befasste sich der Ausschuss mit der Ermittlung und Verteilung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung an die Mitarbeiter der Bank, auch unter dem Aspekt der Risikotragfähigkeit.
Der Nominierungsausschuss tagte im Jahr 2022 einmal. Er behandelte Nachfolge- und Besetzungsfragen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen. Im Ausschuss werden Nachfolge- und Besetzungsfragen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen behandelt und Empfehlungen an den Vorstand bezüglich der Grundsätze für die Auswahl und Bestellung von Personen der oberen Leitungsebene gegeben. Soweit erforderlich, wurden hierzu Beschlüsse über Empfehlungen zur Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat gefasst.
Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr legte Herr Dr. Peter Rentrop-Schmid am 14. September 2022 sein Amt als Vorsitzender nieder und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Am 25. Oktober 2022 wurde der bisherige Stellvertreter, Herr Eckhard Fiene, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. In der Hauptversammlung vom 17. November 2022 wurde Herr Dr. Jürgen Allerkamp als neues Aufsichtsratsmitglied bestellt.
Mit dem Verkauf des bisherigen Tochtergesellschaft PRINAS MONTAN GmbH Versicherungsvermittler ist Herr Volkmar Csilik am 30. August 2022 als Arbeitnehmervertreter aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Wirkung zum 13. Dezember 2022 hat das Amtsgericht Frankfurt am Main Herrn Helmut Kaiser als seinen Nachfolger bestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Rentrop-Schmid und Herrn Csilik für ihr außerordentliches Engagement für die Gesellschaft und die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Vorstand hat die Prüfungsberichte unverzüglich vorgelegt. Den Ergebnissen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung wird zugestimmt. Die Abschlussprüfer waren bei der Behandlung des Jahresund Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat anwesend.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Vorstands geprüft. Einwendungen des Aufsichtsrats haben sich nicht ergeben. Als Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss gebilligt und damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Frankfurt am Main, den 30. März 2023
Der Aufsichtsrat
Eckhard
Fiene
Vorsitzender
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Allgemeine und politische Erwachsenenbildung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen