Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 70730
Vorher
MediUm-TECH Medizingeräte GmbHMT Derm GmbH
Eingetragen
29.7.2004
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb medizinischer und kosmetischer Geräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Hendrik Andreae
seit 21.5.2025
Geschäftsführer
Jörn Kluge
seit 29.7.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

4.25% identifiziert95.75% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
N****** K****
3.00%
S***** A****
1.25%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Jörn Kluge GmbHEigenbeteiligung
59.50%
22.50%
MT.DERM GmbHEigenbeteiligung
13.75%

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jörn Kluge Holding GmbH
Germany
297.500 €
59.50%
Haspa Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand mbH
Germany
112.500 €
22.50%
MT.DERM GmbH
Germany
68.750 €
13.75%
N****** K****
15.000 €
3.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MT.DERM GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MT.DERM GmbH (kurz "MT.DERM") ist spezialisiert in Technologien zum Einstechen von Substanzen in die Haut. Produkte, die in der Forschung und Entwicklung entstehen, werden in der eigenen Fertigung umgesetzt. Bei den Produkten handelt es sich um Geräte und dazugehörige Verbrauchsmaterialien.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung waren 2023 insgesamt 17 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ausgaben für die Beauftragung von externen Partnern betrugen TEUR 290.

Für die Anmeldung, Aufrechterhaltung, Verteidigung und Durchsetzung von Patenten und anderen Schutzrechten wurden in 2023 TEUR 151 aufgewendet. MT.DERM vertritt die Philosophie Patente rigoros gegen Mitbewerber durchzusetzen.

Im Jahr 2023 wurde eine neue Erfindung zum Patent angemeldet. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 hat die MT.DERM GmbH 24 erteilte und zum Patent angemeldete Erfindungen. 13 von den 24 Patenten sind bereits in mindestens einem Land angemeldet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

MT.DERM ist in den Branchen Medizintechnik, Kosmetik und Tattoo tätig. 2023 ist der Medizintechnikmarkt gewachsen und der Tattoo- sowie Kosmetikmarkt zurückgegangen.

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund des starken Umsatzrückgangs 2022 hat MT.DERM Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die das Ziel hatten, die Kostenstrukturen an die veränderte Umsatzsituation anzupassen und die Entscheidungsprozesse zu verschlanken. Durch Verhandlungen mit dem Betriebsrat konnte im Laufe des Jahres die Anzahl der Mitarbeiter über alle Funktionen hinweg stark reduziert werden. Nach dem im 2. Halbjahr 2022 die Umsätze gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 deutlich gesunken waren, konnte die Gesellschaft die Umsätze im 1. Halbjahr 2023 auf diesem Niveau stabilisieren. Dies gelang durch eine starke Fokussierung auf unsere Kunden. Im weiteren Verlauf des Jahres haben die inflationären Einflüsse das Kaufverhalten nachhaltig negativ beeinflusst und zu einer größeren Zurückhaltung der Konsumenten und Anwender geführt. Damit einhergehend sahen wir uns zunehmend dem Druck chinesischer Produkte ausgesetzt, die mit zwar niedrigerer aber inzwischen akzeptabler Qualität bei geringen Herstellkosten zu niedrigen Verkaufspreisen angeboten wurden. Die Tattoobranche ist in den letzten Jahren von einem zunehmend stärker werdenden Konzentrationsprozess betroffen.

Grundsätzlich waren die Geschäftsfelder Kosmetik und Tattoo immer schon von großem Preisdruck geprägt, dem wir bisher durch die Herstellung von Vorprodukten bei Verbrauchsmaterialien in Indien entgegengewirkt haben. In der jetzigen Situation müssen wir weitere Anstrengungen unternehmen, um in der Zukunft auch auf der Kostenseite konkurrenzfähig aufgestellt zu sein.

Der Geschäftsverlauf 2023 war schlechter als erwartet. Die Prognosen aus dem Lagebericht 2022 zu einem leichten Umsatzrückgang gegen- über 2022 und einem positiven Ergebnis wurden deutlich verfehlt. 2023 kam es zu einem Umsatzrückgang in Höhe von -6,2 Mio. € bzw. - 18% gegenüber dem Vorjahr und einem negativen Ergebnis in Höhe von TEUR -2.134.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gut.

Der Umsatz ist von TEUR 33.872 auf TEUR 27.717 (-18,2%) gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 1.179) zurückgegangen. Dabei gab es die höchsten Abweichungen bei den Erträgen aus Kursdifferenzen (TEUR - 450), Erträgen aus der Auflösung des SoPo (TEUR -160) und den periodenfremden Erträgen (TEUR -67). Dafür gab es 2023 Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen, die es 2022 nicht gab (TEUR +540).

Der Personalaufwand ging um -3,9% gegenüber dem Vorjahr zurück, weil sich zum Ende des Jahres der vorgenommene Personalabbau in den Personalkosten niederschlug.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um -9,5% auf TEUR 9.878 gesunken (Vorjahr: TEUR 10.914). Dabei gab es den höchsten Rückgang bei Versand und Warenabgaben um TEUR -620, Einzelwertberichtigungen TEUR -266, periodenfremde Aufwendungen TEUR -254 sowie Reparatur und Instandhaltung TEUR -198, während die Rechts- und Beratungskosten um TEUR +174 und Raumkosten und Umzüge um TEUR +143 gestiegen sind.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR -2.122 (Vorjahr: TEUR -1.293), die Umsatzrendite ging von -3,8% auf -7,7% zurück.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag bei TEUR -780, der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei TEUR +134 und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - im Wesentlichen durch Ausschüttungen an die Gesellschafter - bei TEUR -4.714. Die Liquidität ist insgesamt um TEUR -5.360 auf TEUR 2.360 gesunken.

MT.DERM stehen ausreichend Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 2,0 Mio. zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote kann als sehr gut bezeichnet werden und hat sich mit 84,7% gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert (86,5%). Sie ermöglicht es MT.DERM jederzeit, bei Bedarf die notwendigen Mittel für ein schnelles Wachstum zu akquirieren.

c) Vermögenslage

Das Umlaufvermögen ist - geprägt durch den Rückgang der liquiden Mittel - insgesamt um TEUR -5.448 zurückgegangen. Die Vorräte sanken um TEUR -579, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR +491 gestiegen. Der Wert des Anlagevermögens hat sich um TEUR -1.127 gegenüber dem Vorjahr verändert.

Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme ist auf 11,5% (Vorjahr: 8,4%), der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 3,1% (Vorjahr: 1,9%) gestiegen. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Sachanlagevermögen ist um TEUR -911 auf TEUR 6.363 zurückgegangen. Getätigte Investitionen in den Umbau der Produktionsumgebung und in Maschinen wurden eigenfinanziert. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 865 ist auf 3,7% der Bilanzsumme gesunken (Vorjahr: 5,2%).

Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für die Kennzahlen die Umsatzrendite als Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz (EBT) und die Umsatzrendite als Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und dem Finanzergebnis im Verhältnis zum Umsatz (EBITDA) heran.

Das EBT beträgt -7,7% und liegt damit unter dem Vorjahreswert (-3,8%).

Das EBITDA beträgt -1,6% und liegt damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert (5,4%).

Unsere wirtschaftliche Lage kann - gemessen an den Erfolgen der Vergangenheit - insgesamt als nicht gut bezeichnet werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden für alle Unternehmensbereiche systematisch monatlich erfasst und im Rahmen der Unternehmenssteuerung ausgewertet (Finanzen, Personal, Digitalisierung/Informationstechnologie, Einkauf/Auftragszentrum, Operations, Vertrieb, Marketing, Produktmanagement sowie Qualitätsmanagement/-sicherung).

III. Chancen- und Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die geopolitische Situation bezüglich China hat sich verschlechtert. In der Zukunft kann es zu Engpässen bei Zulieferteilen kommen. Das betrifft insbesondere Elektronikbauteile, die bei unseren Geräten eingesetzt werden.

Die hohe Inflation - angefacht durch den Krieg in der Ukraine und eine in der Vergangenheit expansive Geldpolitik - führt zu einer Zurückhaltung beim Konsumverhalten der Kunden von Tätowierern und Kosmetikern.

Branchenspezifische Risiken

Ein Wachstum von MT.DERM ist hauptsächlich durch die Einführung von neuen Produkten möglich. Dennoch kann die weltwirtschaftliche Lage das Wachstum begrenzen.

Ertragsorientierte Risiken

In Europa und den USA verfolgen große Wettbewerber eine sogenannte "Buy-and-Build-Strategie". Dahinter verbirgt sich eine langfristig angelegte Wachstumsstrategie für Unternehmen und Finanzinvestoren, die zu einer größeren Verdichtung des Marktes und einer größeren Marktmacht der Wettbewerber führt. Zunehmender Wettbewerbsdruck kommt darüber hinaus aus Asien, da die Preise asiatischer Produkte deutlich niedriger sind. Aus diesem Grund investiert MT.DERM massiv in Patente und setzt diese rigoros gegen Mitbewerber durch.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätssituation der MT.DERM hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Dennoch sehen wir keine erkennbaren Liquiditätsrisiken, da die Kostenstrukturen an die Umsatzsituationen angepasst wurden und weiterhin werden. Darüber hinaus verfügt MT.DERM über ausreichend Kreditlinien bei den Hausbanken. Die Eigenkapitalsituation ist nach wie vor sehr gut.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Einige Umsätze werden in USD abgewickelt. Denen stehen jedoch auch Einkäufe in USD gegenüber.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

IT-Risiken

Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit unserer internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.

Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei uns von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, z. B. in Form eines Berechtigungskonzepts.

Personelle Risiken

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Insbesondere in Deutschland werden qualifizierte Fachkräfte von den Unternehmen intensiv umworben. Sollte es uns nicht gelingen, im erforderlichen Ausmaß Mitarbeiter zu rekrutieren und an MT.DERM zu binden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Unternehmensentwicklung haben.

2. Chancenbericht

In unserem Technologiefeld des Einstechens von Substanzen in die Haut gibt es noch weitere Nischen zu erschließen. Bei der Erschließung eines neuen Marktsegmentes ist es grundsätzlich unser Ziel, in der jeweiligen Nische der Marktführer zu werden. Dies erreichen wir durch Innovation, Qualität und Sicherheit der Produkte.

Die QMS-Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 13485 sowie die erfolgte Zulassung von Medizinprodukten in der EU, Brasilien und Süd- Korea sowie in den USA verschafft uns nach wie vor einen weiteren Wettbewerbsvorsprung.

Dementsprechend hat das starke Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Medizin aufgezeigt, dass unsere Produkte in diesem Geschäftsfeld optimal auf die Bedürfnisse am Markt abgestimmt sind. Wir gehen davon aus, diesen Wachstumstrend durch einen verstärkten Ausbau unseres Vertriebsnetzes und durch das Erweitern der Anwendungsmöglichkeiten des Produkts weiter fortsetzen zu können.

Eine weitere Chance liegt in unserem Standort in Indien, an dem wir Verbrauchsmaterial für unsere Geräte fertigen. Unsere Wettbewerber lassen ihr Verbrauchsmaterial in China fertigen und unterliegen somit den geopolitischen Risiken deutlich stärker als wir.

3. Gesamtaussage

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor schlecht. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine, hat sich die Lieferkettenproblematik im Roten Meer auf dem Weg zum bzw. vom Suezkanal noch einmal verschärft. Das führt zu einer Verschärfung der Materialknappheit und drückt sich in höheren Beschaffungskosten aus. Durch die hohe Inflation gibt es eine starke Zurückhaltung beim Konsumverhalten der Kunden von Tätowierern und Kosmetikern.

Die Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in einem unserer wichtigsten Absatzmärkte Deutschland gehen von einem nur sehr geringen Wachstum aus.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der Zunahme der Marktkonzentration und in dem zunehmenden Wettbewerb aus Asien. Diesem Risiko begegnen wir mit Innovationen und deren Absicherung durch Patente sowie einer hohen Qualität der Produkte und der Unternehmenszertifizierung. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

MT.DERM verzichtet derzeit auf den Einsatz von Finanzinstrumenten, da keine wesentlichen Risiken bezüglich Zinsen oder Währungen abzudecken sind.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird rollierend ein Liquiditätsplan erstellt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

VI. Prognosebericht

Die Krisen und die geopolitische Situation haben sich noch einmal verschärft. Zum Krieg Russlands gegen die Ukraine ist die Auseinandersetzung im Nahen Osten gekommen, die unvorhersehbare Folgen für die gesamte Region mit sich bringt. Die Schifffahrt im Roten Meer ist durch militärische Angriffe massiv gestört. Die Handelswege werden umgeleitet und Warenlieferungen sind länger unterwegs. Zusammen mit der einhergehenden Verknappung der Transportkapazitäten führt das zu steigenden Beschaffungskosten.

Die Befürchtung, dass inflationäre Tendenzen zurückkehren könnten, ist groß und wirkt weiterhin hemmend auf das Konsumverhalten unserer Abnehmer ein. Der Trend zur Bildung von wenigen großen Anbietern innerhalb der Branche schränkt die Handlungsspielräume der verbleibenden Wettbewerber, wie MT.DERM, nach wie vor ein.

Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung deshalb am 12. März 2024 den Betriebsrat und den Wirtschaftsausschuss über weitere Restrukturierungsmaßnahmen informiert. Diese zielen darauf ab, die Herstellkosten signifikant zu reduzieren und auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen. Darüber hinaus werden die logistischen Abläufe in der MT.DERM-Gruppe optimiert. Die erforderlichen Abschreibungen und zusätzlichen Ausgaben im Zusammenhang mit dem einhergehenden Personalabbau werden das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 zusätzlich belasten.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, 2024 einen Umsatz in Höhe von 26,2 Mio. € und damit leicht unterhalb von 2023 zu erzielen. Die Umsatzrendite, als Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz (EBT), würde sich auf 0,1% und die Umsatzrendite, als Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und dem Finanzergebnis im Verhältnis zum Umsatz (EBITDA), auf 7,3% belaufen. Wir glauben, mit den bereits 2023 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und dem eingeleiteten Prozess der Verlagerung großer Teile unserer Produktion nach Indien ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu können. Diese Prognose erfolgt vor dem Hintergrund der jetzt vorliegenden Informationen.

 

Berlin, 4. Juni 2024

MT.DERM GmbH

Geschäftsführung

Jörn Kluge

Geschäftsführung

Markus Traxler

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 250.625,28 353.328,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.155.930,29 1.415.939,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.964.183,30 5.032.392,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 243.075,96 6.363.189,55 825.364,14 7.273.696,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.948,21 255.948,21
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 926.652,59 972.092,08
3. Beteiligungen 0,00 1.182.600,80 68.055,93 1.296.096,22
7.796.415,63 8.923.121,15
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8.657.478,19 9.236.037,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.612.979,14 4.121.728,79
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87.706,86 254.346,27
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.360.406,18 7.720.696,76
15.630.863,51 21.078.463,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 148.828,23 156.473,85
23.576.107,37 30.158.058,38

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
Eigene Anteile 68.750,00 431.250,00 68.750,00 431.250,00
II. Gewinnvortrag 21.660.893,95 26.947.175,62
III. Jahresfehlbetrag / -überschuss -2.134.431,85 -1.286.281,90
19.957.712,10 26.092.143,72
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN UND ZUWENDUNGEN
Sonderposten aus Zuwendungen Dritter 62.526,57 99.663,79
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.639.473,90 1.440.225,37
D. VERBINDLICHKEITEN 1.916.394,80 2.526.025,50
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 864.834,46 1.578.951,02
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.292,22 8.477,25
23.576.107,37 30.158.058,38

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.580.900,12 24.359.109,83
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.510.265,85 9.669.688,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.649.645,11 1.945.609,16
- davon für Altersversorgung: EUR 21.853,34 (Vj.: EUR 26.825,27)
11.159.910,96 11.615.297,87
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.531.840,61 2.971.568,71
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.877.703,13 10.913.952,26
-1.988.554,58 -1.141.709,01
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.627,98 42.465,34
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 29.627,98 (Vj.: EUR 27.892,20)
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 141.305,03 128.060,93
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.152,20 65.355,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.144,02 -7.661,08
9. Ergebnis nach Steuern -2.134.527,85 -1.284.999,22
10. Sonstige Steuern 96,00 -1.282,68
11. Jahresfehlbetrag / -überschuss -2.134.431,85 -1.286.281,90

Anhang zum Jahresabschluss 2023

1. Allgemeine Angaben

Die MT.DERM GmbH hat ihren Sitz in Berlin und wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 70730 B geführt.

Der Jahresabschluss der MT.DERM GmbH wird unter grundsätzlicher Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Er ist nach den Vorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) sowie ergänzender Vorschriften des GmbHG gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 i. V. m. § 288 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Für eine bessere Darstellung der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage wurde die Gliederung der Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um einen gesonderten Passivposten für Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand ergänzt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

a. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer (gemäß den steuerlichen Afa-Tabellen), vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

b. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen (gemäß den steuerlichen Afa-Tabellen) entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Anschaffungskosten wurden bis zum Geschäftsjahr 2014 um Investitionszuschüsse/öffentliche Zuschüsse (GA-Mittel/EFRE) gemindert; seit dem Geschäftsjahr 2015 erfolgt der passive Ansatz eines Sonderpostens.

c. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, soweit es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Sofern die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr vorliegen, erfolgt eine Zuschreibung.

d. Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zum gewogenen Durchschnitt ihrer Anschaffungskosten, wobei den niedrigeren beizulegenden Werten vom Bilanzstichtag Rechnung getragen wird. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, produktionsbedingte zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen des Anlagevermögens mit einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht angesetzt. Der Fertigungsgrad wird bei der Ermittlung der Herstellungskosten berücksichtigt. Die Wertminderungen aufgrund verminderter Gängigkeit, Lagerrisiken oder Spezifikationsproblemen werden durch eine angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Ermittlung der Wertminderungen wegen verminderter Gängigkeit erfolgt grundsätzlich auf Basis der Umschlagshäufigkeit des Vorratsguts. Eine Wertminderung von 50 % wird vorgenommen, wenn das Vorratsgut über ein Jahr nicht verbraucht wurde. Erfolgte kein Verbrauch innerhalb von 2 Jahren, wird der Vermögenswert zu 100 % wertgemindert. Darüber hinaus erfolgen abgestufte Abwertungen, wenn der Verbrauch des Vorjahres unter dem Bestand zu Beginn des Jahres liegt. Bei der Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs gilt der Grundsatz der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

e. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für einzelne erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2 v. H., bezogen auf den Nettowert der Forderungen, berücksichtigt.

f. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

g. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, berücksichtigt. Sofern relevant, werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der deutschen Bundesbank der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Garantierückstellung wurde mit einem Durchschnittswert der nachgewiesenen Garantiekosten der letzten Jahre angesetzt. § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB wurden beachtet.

h. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

i. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Bankbestände sowie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit unter Berücksichtigung des Niederst-/Höchstwertprinzips nicht ein niedrigerer/höherer Stichtagskurs zur Anwendung kommt.

j. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts

3. Angaben zur Bilanz

a. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr wurden folgende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen:

Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 100.275,36 (Vorjahr EUR 233.975,83),

auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 73.249,10 (Vorjahr: EUR 0,00),

auf geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 445.271,24),

auf Beteiligungen in Höhe von EUR 68.055,93 (Vorjahr EUR 68.055,93).

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 74.858,05 (Vorjahr: EUR 252.662,88) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 12.848,81 (Vorjahr: EUR 1.683,39) sonstige Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 595,00) Forderungen gegen Gesellschafter, die in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 595,00) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen.

c. Eigenkapital

Im Berichtsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 3.999.999,77.

d. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuwendungen

Aufgrund eines Zuwendungsbescheids der Investitionsbank Berlin wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Sonderposten aus Zuschüssen und Zuwendungen gebildet, der sich zum Bilanzstichtag auf EUR 62.526,57 belief (Vorjahr: EUR 99.663,79). Dieser wird über die Nutzungsdauern der betroffenen Sachanlagen erfolgswirksam aufgelöst.

e. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten und ihre Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeiten Gesamt
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Gesamt 1.472.746,90 443.647,90 36.070,00 1.916.394,80
(Vorjahr) (1.496.191,04) (1.029.834,46) (183.278,28) (2.526.025,50)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 421.186,56 443.647,90 36.070,00 864.834,46
(Vorjahr) (549.116,56) (1.029.834,46) (183.278,28) (1.578.951,02)
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.292,22 0,00 0,00 39.292,22
(Vorjahr) (8.477,25) (0,00) (0,00) (8.477,25)

Die Investitionsdarlehen (Stand zum Stichtag: EUR 864.834,46) wurden durch Sicherungsübereignung von Maschinen besichert. Darüber hinaus bestanden zum Stichtag für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 20.778,13 (Vorjahr EUR 1.001,31) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 18.514,09 (Vorjahr EUR 7.475,94).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 12.144,02 (Vorjahr: EUR -7.661,08) setzen sich im Wesentlichen aus Zahlungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätsbeitrag für Vorjahre in Höhe von EUR 9.272,08 zusammen (Vorjahr: EUR 3.536,87). Die Körperschaftsteuer und der Solidaritätsbeitrag lagen bei EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00 ), die Gewerbesteuer ebenfalls bei EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Darüber hinaus gab es Kapitalertragsteuern und Solidaritätsbeiträge in Höhe von EUR 1.827,00 (Vorjahr: EUR 0,00) und Quellensteuerzahlungen in Höhe von EUR 1.044,74 (Vorjahr: EUR 1.101,51). Erstattungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer lagen im Berichtsjahr bei EUR 348,92 (Vorjahr: EUR 12.299,46).

b. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens werden mit EUR 37.137,22 (Vorjahr: EUR 197.415,74) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

c. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Erträge aus Währungsumrechnung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 68.379,25 (Vorjahr: EUR 517.902,82), die Aufwendungen auf EUR 190.287,03 (Vorjahr: EUR 209.312,74).

5. Sonstige Angaben

a. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Verträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt EUR 13.688.740,18. Davon werden EUR 1.893.833,10 im Jahr 2024 fällig.

b. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Es wurden 2023 im Durchschnitt folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2023 2022
leitende Angestellte 4 4
Angestellte 111 133
gewerbliche Arbeitnehmer 71 110
186 247

c. Geschäftsführer

Herr Dipl.-Kaufmann Jörn Kluge, Kaufmann, Berlin

Herr Markus Traxler, Kaufmann, Kammerstein (seit dem 1. April 2023)

Herr Dipl.-Betriebswirt Berthold Schuler, Kaufmann, Blaubeuren (bis zum 17.04.2024)

Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 (4) HGB Gebrauch.

d. Anteile an anderen Unternehmen

Die Gesellschaft war zum Stichtag an folgenden Gesellschaften beteiligt:

a) MT. Derm Medical Products Private Limited, Sitz State of Tamil Nadu (Indien) - Beteiligung 99,9 v. H.

Jahresüberschuss 2022/2023 INR 9.454.000
Eigenkapital zum 31.03.2023 INR 128.046.000

b) VYTAL Limited, Sitz Hong Kong (China) - Beteiligung 100 v. H. Die Gesellschaft ist operativ nicht mehr tätig.

c) AMIEA MED, INC, Sitz Orlando/Florida (USA) - Beteiligung 50 v. H.

Jahresüberschuss 2023 USD 154.939,90
Eigenkapital zum 31.12.2023 USD 27.454,94

d) MT.DERM USA. Inc., Sitz Delaware (USA) - Beteiligung 100 v. H.

Jahresfehlbetrag 2023 USD - 3.958,45
Eigenkapital zum 31.12.2023 USD - 72.769,89

e) Cheyenne Wearable Art GmbH), Berlin - Beteiligung 65,005 v. H.

Jahresfehlbetrag 2023 EUR - 60.356,14
Eigenkapital zum 31.12.2023 EUR -108.012,84

f) GEN-RG GmbH - Beteiligung 78,4 v. H., Berlin

Jahresfehlbetrag 2023 EUR 2.920,95
Eigenkapital zum 31.12.2023 EUR 92.010,54

g) GEN-RG UK Ltd. - Beteiligung 100 v. H., Hampshire (UK)

Jahresfehlbetrag 2022/2023 GBP -211,717
Eigenkapital zum 30.06.2023 GBP -211,617

h) Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jörn Kluge GmbH, Berlin (vormals: Jörn Kluge GmbH & Co. KG), einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Unternehmensregister.

i) Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres und bis zur Erstellung dieses Jahresabschusses ist das folgende Ereignis von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB eingetreten:

Vor dem Hintergrund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung 2022 und der Einschätzung, dass diese Entwicklung nicht nur vorübergehend ist, hat MT.DERM Ende Januar 2023 die Restrukturierung des Unternehmens beschlossen. Die zum Stoppen des Umsatzrückgangs initiierten Maßnahmen waren nicht ausreichend erfolgreich. Die Gründe dafür liegen in dem nach wie vor stärker werdenden Konzentrationsprozess in der Tattoobranche. Die inflationären Einflüsse haben zu einer größeren Zurückhaltung der Konsumenten und Anwender geführt. Darüber hinaus sehen wir uns zunehmend dem Druck chinesischer Produkte ausgesetzt, die mit guter Qualität bei geringen Herstellkosten zu niedrigen Verkaufspreisen angeboten werden können. Diesem Wettbewerbsdruck sind wir, insbesondere durch die hohen Herstellkosten in Deutschland, nicht gewachsen.

Die Geschäftsführung hat deshalb am 12. März 2024 den Betriebsrat und den Wirtschaftsausschuss über weitere Restrukturierungsmaßnahmen informiert. Inhaltlich geht es um die Verlagerung des überwiegenden Teils der Herstellung in unsere Tochtergesellschaft in Indien bzw. zu einem externen Dienstleister. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Herstellkosten signifikant zu reduzieren und auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen. Die erforderlichen Abschreibungen und zusätzlichen Ausgaben im Zusammenhang mit dem einhergehenden Personalabbau werden das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich in einer Höhe von EUR 450.000 belasten. Für die Zukunft erwarten wir wegen der niedrigeren Herstellkosten deutliche Einsparungen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wurden mit dem Betriebsrat Gespräche über einen Interessenausgleich geführt.

Am 20. Februar 2024 hat die MT.DERM GmbH 34,995% der Anteile der Cheyenne Wearable Art GmbH erworben und ist dadurch zum alleinigen Gesellschafter geworden. Am gleichen Tag ist die Cheyenne Wearable Art GmbH in MT.DERM Solutions GmbH umbenannt worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung elektronischer Geräte, soweit deren Entwicklung oder Herstellung nicht besonderer Genehmigungen bedarf. Sitz der Gesellschaft ist Berlin.

Mit Wirkung zum 17. April 2024 wurde Herr Berthold Schuler als Geschäftsführer der MT.DERM GmbH abberufen.

6. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.134.431,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 4. Juni 2024

MT.DERM GmbH

Geschäftsführung

Jörn Kluge

Geschäftsführung

Markus Traxler

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskostenkosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.740.801,43 126.720,58 0,00 39.780,16 2.827.741,85
II. Sachlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.219.233,79 8.243,50 354.160,00 3.439.498,29 6.142.139,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.591.063,46 763.455,84 228.128,18 117.450,27 13.465.197,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.868.931,83 0,00 -582.288,18 0,00 1.286.643,65
23.679.229,08 771.699,34 0,00 3.556.948,56 20.893.979,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 463.971,25 0,00 0,00 0,00 463.971,25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.065.714,58 215.000,00 0,00 187.190,39 1.093.524,19
3. Beteiligungen 136.111,86 0,00 0,00 0,00 136.111,86
1.665.797,69 215.000,00 0,00 187.190,39 1.693.607,30
Gesamt 28.085.828,20 1.113.419,92 0,00 3.783.919,11 25.415.329,01
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.387.472,87 211.348,85 21.705,15 2.577.116,57
II. Sachlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.803.294,35 279.747,58 3.096.833,22 4.986.208,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.558.670,67 1.040.744,18 98.400,94 8.501.013,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.043.567,69 0,00 0,00 1.043.567,69
16.405.532,71 1.320.491,76 3.195.234,16 14.530.790,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 208.023,04 0,00 0,00 208.023,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 93.622,50 73.249,10 0,00 166.871,60
3. Beteiligungen 68.055,93 68.055,93 0,00 136.111,86
369.701,47 141.305,03 0,00 511.006,50
Gesamt 19.162.707,05 1.673.145,64 3.216.939,31 17.618.913,38
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 250.625,28 353.328,56
II. Sachlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.155.930,29 1.415.939,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.964.183,30 5.032.392,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 243.075,96 825.364,14
6.363.189,55 7.273.696,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.948,21 255.948,21
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 926.652,59 972.092,08
3. Beteiligungen 0,00 68.055,93
1.182.600,80 1.296.096,22
Gesamt 7.796.415,63 8.923.121,15

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 04.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MT.DERM GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der MT.DERM GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MT.DERM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen- stehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und

beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 4. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Behrendt, Wirtschaftsprüfer

Dietz, Wirtschaftsprüferin

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