biogasNRW GmbH
Höherweg 100, 40233 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Schiekofer seit 21.3.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
agri.capital Luxembourg S.à.r.l. | 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
biogasNRW GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktivseite
"Hiermit bestätigen wir, dass der Jahresabschluss aus den Büchern und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden ist und dass der Jahresabschluss die endgültigen Zahlen nach Vornahme der Berichtigungsbuchungen beinhaltet"
Schiekofer Neubauer Anhang für das Geschäftsjahr 2012I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss(1) Gesellschaftsrechtliche Lage Die biogasNRW GmbH wurde mit Vertrag vom 07.06.2005 mit Sitz in Düsseldorf errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf erfolgte am 07.09.2005 unter HRB 52450. Die Aufgabe der Gesellschaft besteht in der Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energien, insbesondere aus nachwachsenden Rohstoffen. Zu diesem Zweck plant, baut, finanziert und betreibt die Gesellschaft entsprechende Anlagen. Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 EURO und wurde von den beiden Gesellschaftern, Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf, und Agri-Capital GmbH, Münster, zu gleichen Teilen gezeichnet und eingezahlt. (2) Aufstellung des Jahresabschlusses und Gliederung Der Jahresabschluss wurde aufgrund entsprechender gesellschaftsrechtlicher Regelungen nach den Bestimmungen des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Absatz 2 HGB gewählt. Soweit für Pflichtangaben das Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufzuführen, sind diese Angaben grundsätzlich im Anhang dargestellt. (3) Steuerliche Verhältnisse Es bestehen keine Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen. Auf die Aktivierung der sich aus den vorhandenen körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von rd. 2.154 TEUR resultierenden aktiven latenten Steuern wurde in Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechtes nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB verzichtet. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein konzerninterner Steuersatz in Höhe von 31,225 % angesetzt. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögens- und Schuldposten wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften vorgenommen. Die Bewertung der einzelnen Bilanzposten richtet sich nach folgenden Grundsätzen: Aktivseite Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und Zuschüsse, bewertet. Soweit eine Herstellung vorliegt, werden eigene Leistungen entsprechend § 255 Abs. 2 HGB einschließlich anteiliger notwendiger Gemeinkosten in den Wertansatz einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150,00 EUR werden generell im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr gleichzeitig der Abgang unterstellt wird. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Für altersbedingte Wertminderungen wurden angemessene Abschläge berücksichtigt. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen ein Disagio welches aus den bestehenden Kreditverträgen für die Biogasanlagen Delbrück und Brüggen mit der Stadtsparkasse Düsseldorf gezahlt wurde. Im Übrigen sind die Posten der Aktivseite der Bilanz mit den Nominalwerten ausgewiesen. Passivseite Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nominalwert ausgewiesen. Dem Grunde nach bestehende, der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten werden mit nach kaufmännischer Vorsicht bemessenen Beträgen als sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Der Ausweis aller übrigen Verbindlichkeiten erfolgt in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. II. Besondere Angaben und Erläuterungen zur Bilanz(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen sind in einem gesonderten Brutto-Anlagespiegel, "Entwicklung der ausweispflichtigen Posten des Anlagevermögens", in der Anlage zu diesem Abschnitt dargestellt. (2) Vorräte
Die Vorräte betreffen insbesondere die im Berichtsjahr beschafften Rohstoffe / Substrate für alle Biogasanlagen. Sie sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bilanzierung erfolgte unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die beschafften Rohstoffe wurden aufgrund Sicker- und Silierverlusten mit 1 % pro Monat ab Anschaffungszeitpunkt zum Bilanzstichtag wertberichtigt. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten hauptsächlich die bereits fakturierten aber noch nicht gezahlten Umsatzerlöse aus der Stromeinspeisung in das öffentliche Netz und den Wärmeverkauf an Dritte.
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen den Abruf von Mitteln im Rahmen von zusätzlichen Investitionen für den Ausbau bestehender Anlagen. Die Maßnahmen sind beauftragt, jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeführt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Forderungen aus der Abwicklung der Umsatzsteuer mit 113,3 TEUR und 1,9 TEUR aus Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Für die Übernahme von Ratenzahlungen und der Ablösung eines Darlehens an einem Feldhäcksler hat sich die biogasNRW GmbH das Sicherungseigentum übertragen lassen. Hieraus bestehen noch Forderungen in Höhe von 15,0 TEUR. Desweiteren sind unter übrige sonstige Forderungen Lieferantenskonti mit 1,0 TEUR und Anteile am kommunalen Schadensausgleich mit 0,1 TEUR ausgewiesen. (4) Guthaben bei Kreditinstituten
(5) Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 30,0 TEUR enthalten. Das Disagio resultiert aus den bestehenden Kreditverträgen für die Biogasanlagen Delbrück und Brüggen mit der Stadtsparkasse Düsseldorf über insgesamt 1.230,5 TEUR und wird über die Laufzeit in gleichen Jahresraten abgeschrieben. Anteilig wurden 3,3 TEUR für das Geschäftsjahr 2012 abgeschrieben. (6) Kapitalrücklage
(7) Rückstellungen
(8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen gegenüber der Agri Capital GmbH mit 377,2 TEUR aus Lieferungen und Leistungen. Der kurzfristige Kassenkredit über 300,0 TEUR wurde zum 30.04.2013 zurückgezahlt. Gegenüber der Stadtwerke Düsseldorf AG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 130,9 TEUR aus Lieferungen und Leistungen. Der kurzfristige Kassenkredit von 300,0 TEUR wurde zum 30.04.2013 zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 282,4 auf TEUR 7.604,3 erhöht. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Neben den langfristigen Darlehensverbindlichkeiten besteht zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit gegenüber der DKB Bank, die aus einem kurzfristigen Kontokorrentkredit resultiert. Dieser ist auf die erst nach dem Bilanzstichtag erfolgte Zahlung und Ausgleich der Forderungen aus der Stromeinspeisevergütung für die Biogasanlage in Straelen für den Monat November 2012 zurückzuführen. In den Kreditverträgen für Delbrück vom 18.09.2006, Schöppingen vom 27.03.2007 und Brüggen vom 24.04.2007 mit der Stadtsparkasse Düsseldorf sind zur Sicherung der Ansprüche der Kreditgeberin diverse Sicherheiten gestellt. Einzelheiten werden nachfolgend aufgeführt:
In dem im Vorjahr abgeschlossenen Kreditrahmenvertrag für den Neubau der Biogasanlage am Standort Straelen (Straelen I.) vom 11.06.2010 mit der Deutschen Kreditbank AG Berlin sind zur Sicherung der Ansprüche der Kreditgeberin diverse Sicherheiten gestellt. Einzelheiten werden nachfolgend aufgeführt:
In einem weiteren im Berichtsjahr abgeschlossenen Kreditrahmenvertrag für den Neubau des zweiten Modules an der Biogasanlage Straelen (Straelen II.) vom 06.01.2011 ebenfalls mit der Deutschen Kreditbank AG Berlin sind zur Sicherung der Ansprüche der Kreditgeberin diverse Sicherheiten gestellt. Einzelheiten werden nachfolgend aufgeführt:
III. Besondere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr 2012 konnten die Umsatzerlöse, durch weitere Optimierung von Prozessabläufen, einem weitgehend störungsfreien Betrieb aller Anlagen sowie der ganzjährigen Leistungsabgabe des zweiten Moduls der Anlage am Standort Straelen und der damit verbundenen Mehreinspeisung von rd. 3,349 Mio. kwh gegenüber dem Vorjahr um rd. 17 % gesteigert werden. (2) sonstige betriebliche Erträge
(3) Materialaufwand
Die schlechte Qualität des Silomais aus der Ernte 2010 und 2011, die sich über alle an den Standorten beschafften Mengen erstreckte, führte zu den erhöhten Verbrauchszahlen von Rohstoffen. Die gegenüber dem Vorjahr um rd. 305,9 TEUR erhöhten Lagerentnahmen liegen fast ausschließlich in dieser Gesamtqualität, dem Gasertrag der Silage, begründet. Aufgrund der Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten wurden keine oder nur geringe Mengen an CornCorbMix (CCM) oder Getreide-GPS (Ganzpflanzensilage) zur Leistungssteigerung eingesetzt. Die Einspeise-Gesamtleistung der Anlagen von rd. 23,495 Mio. kwh wurde nur über den Mehreinsatz von Silomais mit geringeren Gasertragswerten erzielt. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten den erhöhten Material-und Reparaturaufwand mit rd. 196,7 TEUR im Berichtsjahr und die aufgrund der Betriebsstunden anfallenden und aufgelaufenen Technischen Wartungen und TÜV-Prüfungen mit rd. 276,2 TEUR. (4) Abschreibungen
(5) sonstige betriebliche Aufwendungen
(6) Zinsergebnis
IV. Ergänzende Angaben(1) Angaben zu den Arbeitnehmern gemäß § 267 HGB Die Gesellschaft beschäftigte keine eigenen Arbeitnehmer. (2) Risiken, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB Ein gesonderter Dienstleistungsvertrag, der Grundlage für die Durchführung der erbrachten kaufmännischen Dienstleistungen gegen Entgelt ist, wurde am 07.06.2005 mit der Stadtwerke Düsseldorf AG abgeschlossen. Aus diesem Vertrag ergibt sich eine Jahresverpflichtung in Höhe von 74,7 TEUR. Vertraglich festgelegte Kündigungsfristen bestehen nicht. Mit Wirkung vom 05.07.2005 wurde eine Vereinbarung über die Durchführung der erbrachten technischen Dienstleistungen gegen Entgelt mit der Agri-Capital GmbH abgeschlossen. Aus diesem Vertrag ergibt sich eine Jahresverpflichtung in Höhe von 149,3 TEUR. Vertraglich festgelegte Kündigungsfristen bestehen nicht. Aus bestehenden Anlagenbewirtschaftungsverträgen mit den Landwirten, die bis 2018 bzw. 2030 gültig sind, ergibt sich eine Jahresverpflichtung in Höhe von 253,4 TEUR. Aus den oben genannten Verträgen resultieren für die Gesamtlaufzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.314,5 TEUR. Für die Sicherung der Rohstoffversorgung der Biogasanlagen wurden mit Landwirten Rohstofflieferverträge mit einer Laufzeit von 3 bis 20 Jahren geschlossen. Hieraus ergibt sich eine Jahresabnahmeverpflichtung von rd. 41.400 to oder 1.626,0 TEUR. Im Falle wirtschaftlicher Notwendigkeit sind diese zeitnah kündbar. Der restliche Rohstoffbedarf, vor allem an den Standorten Schöppingen und Delbrück von rd. 9.500,0 to, wird durch jährlich neu auszuhandelnde Kontrakte mit den ortsansässigen Landwirten gesichert. Im Rahmen der Investitionen für den Ausbau der bestehenden Anlagen wurden Arbeiten über 150,0 TEUR beauftragt, welche zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeführt waren. (3) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge. (4) Angaben zu den Organen der Gesellschaft gemäß § 285 Nr. 10 HGB Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.11.2011 wurde Herr Dipl.-Kfm. Frank Schiekofer, Düsseldorf, als neuer kaufmännischer Geschäftsführer zum Beginn des Geschäftsjahres 01.01.2012 bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte zum 21.03.2012. Herr Dipl.-Ing. Heinz-Jörg Neubauer, Marienberg, bleibt technischer Geschäftsführer der Gesellschaft. (5) Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17a HGB Das im Geschäftsjahr 2012 in den Rückstellungen erfasste Honorar des Abschlussprüfers betrug 8,3 TEUR. Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2011 erfolgte eine Nachbelastung durch den Wirtschaftsprüfer aufgrund von Mehrarbeiten. (6) Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23 HGB Ein Darlehen bei der Stadtsparkasse Düsseldorf mit einem Kreditnennbetrag von 3.122,0 TEUR wurde mittels eines Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos in einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Aufgrund der Zinsentwicklung ist der Zinsswap zum 31.12.2012 mit einem Wert in Höhe von -254,2 TEUR zu bewerten. (7) Berichterstattung gemäß § 6b EnWG Die biogasNRW GmbH führt gem. § 6b EnWG ausschließlich Tätigkeiten im Rahmen ihrer Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogasanlagen aus. (8) Offenlegung Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Düsseldorf, 02. August 2013 biogasNRW GmbH Geschäftsführung Schiekofer Neubauer |
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