Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 953
Eingetragen
22.12.1977
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel mit Fahrzeugen aller Art, insbesondere Personenkraftwagen der Marke "BMW", sowie mit Zubehör und Ersatzteilen, der Betrieb einer Kraftfahrzeugwerkstatt sowie ähnliche Tätigkeiten. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen. § 4 Abs. 4 Buchst. i. ist zu beachten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ulf Hakvoort
seit 12.2.2021
Prokura
Frank Brabender
seit 25.1.2016
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Georg HakvoortHakvoort Holding GmbH
50.20%
Frank Johannes HakvoortHakvoort Holding GmbH
49.80%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hakvoort GmbH

Sankt Augustin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 8,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grudstücken 4.492.990,00 4.711.187,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 487.519,00 397.710,00
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.499.134,00 2.955.702,00
7.479.643,00 8.064.599,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 88.279,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
89.279,00 89.279,00
7.568.931,00 8.153.886,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 15.653.794,86 14.022.404,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.534.378,87 3.266.845,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.014.120,54 1.534.685,17
5.548.499,41 4.801.530,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.185.657,66 1.515.160,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.556,00 4.647,00
29.961.438,93 28.497.628,19

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 6.078.083,60 5.611.860,01
IV. Jahresüberschuss 4.277.456,12 3.332.223,59
11.555.539,72 10.144.083,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.433.383,00 2.394.120,00
2. Steuerrückstellungen 720.566,81 426.110,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.398.756,33 1.240.291,32
4.552.706,14 4.060.521,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.234.341,72 12.673.846,43
2. Erhaltene Anzahlungen 440.114,18 478.486,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248.604,09 523.023,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 136.842,11 99.659,34
5. Sonstige Verbindlichkeiten 793.290,97 518.007,64
13.853.193,07 14.293.023,27
29.961.438,93 28.497.628,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 114.595.279,80 101.768.891,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 343.163,89 348.062,39
114.938.443,69 102.116.953,76
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -93.260.120,41 -82.064.184,49
b) Aufwendungen für bezogenene Waren -1.117.535,38 -1.009.839,77
-94.377.655,79 -83.074.024,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.492.191,78 -7.972.263,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.710.730,92 -1.658.726,93
-10.202.922,70 -9.630.990,64
5. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -790.559,07 -1.131.333,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.631.334,20 -4.755.347,47
4.935.971,93 3.525.258,32
7. Erträge aus Beteiligungen 1.400.000,00 1.200.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 259,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -572.163,98 -250.372,51
828.095,02 949.627,49
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.465.675,36 -1.117.612,96
11. Ergebnis nach Steuern 4.298.391,59 3.357.272,85
12. Sonstige Steuern -20.935,47 -25.049,26
13. Jahresüberschuss 4.277.456,12 3.332.223,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Hakvoort GmbH hat ihren Sitz in Sankt Augustin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (HR B 953).

Wir erfüllen gemäß § 267 Absatz 4 Satz 2 HGB die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagen-, Rückstellungs- und Verbindlichkeitengitter). Die Bilanz wird analog zu den Regelungen des § 266 Absatz 1 Satz 2 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzpositionen

Die Gesellschaft folgt hinsichtlich der Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Lizenzen dem Wortlaut des BMF-Schreibens vom 22.02.2022. Danach können Software-Lizenzen im Jahr der Anschaffung und vorhandene Buchwerte vollständig abgeschrieben werden.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der aufgrund steuerlicher Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahren vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis. Dabei werden die bisher angewandten steuerlichen Abschreibungen für Zwecke der Handelsbilanz beibehalten. Vorführfahrzeuge werden auf 4 Jahre linear abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG analog angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Bewertung der Gegenstände des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ist auf der Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt.

Die Bewertung der in den Vorräten befindlichen Neufahrzeuge erfolgt zu Anschaffungskosten, die der Gebrauchtfahrzuge zum beizulegenden Wert. Ersatzteile und Austauschteile werden zu den durchschnittlichen Einkaufspreisen des Berichtsjahres unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts am Bilanzstichtag bewertet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Wegen des allgemeinen Ausfallrisikos wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % p.a. (Schätzung September 2023 bei einem 10-Jahresdurchschnitt) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Zinssatz des Vorjahres belief sich auf 1,79 %. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

Es wird dabei ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz bei der Bewertung zugrunde gelegt. Danach ist bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr Einzelabzinsung mit diesem Marktzinssatz vorzunehmen. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Pensionsrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen von 0 % zugrunde gelegt, sowie keine Fluktuation unterstellt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Restlaufzeiten und deren Besicherungen sind auf der Anlage 2 zu diesem Anhang dargestellt.

3. Angaben zur Währungsumrechnung

Angaben zur Währungsumrechnung entfallen, da alle Geschäftsvorfälle auf Euro-Basis abgewickelt wurden.

4. Erläuterung zu Bilanzpositionen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlage- und des Finanzanlagevermögens sowie deren Abschreibungen im Geschäftsjahr sind auf der Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt.

Innerhalb der Vorräte erhöhte sich der Ansatz des Warenbestandes von T€ 14.022 auf T€ 15.654.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 5 sowie eine Pauschalwertberichtigung über T€ 29 vorgenommen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausbezahlte Kraftfahrzeugsteuer über T€ 5.

Das Eigenkapital entwickelte sich zum 31.12.2023 wie folgt:

T€ T€
Gezeichnetes Kapital 200
Kapitalrücklage 1.000
Gewinnvortrag:
Stand zum 31.12.2022 5.612
zuzügl.:
Jahresüberschuss 2022 3.332
abzügl.:
Gewinnausschüttung 2023 - 2.866
Stand zum 31.12.2023 6.078
Jahresüberschuss 2023 4.278
Eigenkapital zum 31.12.2023 11.556

Die Pensionsrückstellung betrifft die Pensionsansprüche zugunsten eines ehemaligen und des derzeit aktiven Geschäftsführers. Der Ansatz zum Erfüllungsbetrag entspricht den Ermittlungen eines mathematischen Gutachtens.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Pensionsrückstellung wir folgt entwickelt:

T€
Stand zum 31.12.2022 2.394
Zinsaufwand 2023 43
Personalaufwand 2023 (saldiert) 59
Verbrauch -63
Stand zum 31.12.2023 2.433

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 26 und ist für die Gesellschaft grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen über T€ 1.399 betrifft vor allem eine Rückstellung für Leasingrückläufer mit T€ 711. Weitere sind für Gewährleistungen (T€ 103), Urlaubsansprüchen (T€ 140), Archivierungskosten (T€ 47), internen und externen Jahresabschlusskosten (T€ 80) Tantiemen (T€ 305) und Berufsgenossenschaft (T€ 13) zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen zum einen das Engagement bei der BMW Bank GmbH, München, und setzt sich diesbezüglich wie folgt zusammen:

T€
Kredit- und Forderungskonto 14.315
zuzügl.: noch nicht belasteter Zinsaufwand 69
abzügl.: Forderungen aus Leasing- und Finanzierungsverträgen sowie Boni - 2.400
11.984

Außerdem besteht zum 31. Dezember 2023 eine Darlehensschuld über T€ 250 bei der VR-Bank Rhein-Sieg eG, die der Finanzierung des Neubaus in Sankt Augustin dient.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie deren Laufzeiten sind auf der Anlage 2 zu diesem Anhang dargestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 690 (Vorjahr: T€ 451) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6 ( Vorjahr: T€ 7).

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse über T€ 114.595 des Geschäftsjahres 2023 teilen sich wie folgt auf:

T€
Neufahrzeuge 50.079 43,7 %
Vorführ- und Gebrauchtwagen 43.465 37,9 %
Ersatzteile und Service 21.051 18,4 %
114.595 100,0 %

Die Veräußerungserlöse aus ursprünglich im Sachanlagevermögen aktivierten Vorführfahrzeugen werden unter den Umsatzerlösen, die sich aus Abgängen derselben im Zeitpunkt des Verkaufs ergebenden Restbuchwerte im Materialaufwand unter den Aufwendungen für bezogene Waren ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge im Berichtsjahr beliefen sich auf T€ 45.

Die vorgenommenen Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus der Anlage 1 zu diesem Anhang.

6. Sonstige Angaben

6.1. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf:

2023 2022
Angestellte 106 106
Gewerbliche Arbeitnehmer 45 45
Aushilfen 13 13
164 164

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 48 (i. Vj.: 47) Auszubildende beschäftigt.

6.2. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war

Herr Frank Hakvoort, Kaufmann, Siegburg.

6.3. Geschäftsführerbezüge

Die zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung geforderten Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wurden unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6.4. Sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus wesentlichen Mietverträgen in folgender Höhe:

2024 2025 2026 2027 2028
T€ T€ T€ T€ T€
Gegenstand
Geschäftsräume Sankt Augustin, Eitorf, Siegburg, Altenkirchen, Königswinter, Bad Marienberg 950 950 950 950 950

Die Aufstellung spiegelt den derzeitigen Stand der bestehenden Mietverträge wider.

6.5. Mutterunternehmen der Gesellschaft

Mutterunternehmen und alleinige Gesellschafterin der Hakvoort GmbH ist die Hakvoort Holding GmbH mit Sitz in Münster.

6.6 Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 30 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

8. Maximal ausschüttbarer Betrag nach Ausschüttungssperre

31.12.2023
T€
Jahresüberschuss 4.277
+ Gewinnvortrag 6.078
= max. ausschüttbarer Betrag vor Ausschüttungssperre 10.355
./ Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB -26
= max. ausschüttbarer Betrag nach Ausschüttungssperre 10.329

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach Abzug der Gewinnausschüttung über T€ 2.866 verbleibenden Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 6.078 sowie den Überschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 4.277 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Sankt Augustin, im Juni 2024

Frank Hakvoort, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) zum 31.12.2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 31.12.2022 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.925,25 7.929,25 0,00 275.854,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 7.332.242,99 0,00 0,00 7.332.242,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.042.287,16 222.613,41 65.842,14 1.199.058,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.616.444,88 2.235.863,41 2.560.458,15 4.291.850,14
12.990.975,03 2.458.476,82 2.626.300,29 12.823.151,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 0,00 0,00 88.279,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
89.279,00 0,00 0,00 89.279,00
13.348.179,28 2.466.406,07 2.626.300,29 13.188.285,06
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2022 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.917,25 7.928,25 0,00 275.845,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.621.055,99 218.197,00 0,00 2.839.252,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 644.577,16 112.223,41 45.261,14 711.539,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.660.742,88 452.210,41 320.237,15 1.792.716,14
4.926.376,03 782.630,82 365.498,29 5.343.508,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.194.293,28 790.559,07 365.498,29 5.619.354,06
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 8,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.492.990,00 4.711.187,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 487.519,00 397.710,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.499.134,00 2.955.702,00
7.479.643,00 8.064.599,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 88.279,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
89.279,00 89.279,00
7.568.931,00 8.153.886,00

Anm: Der Buchwert der unter den I. Sachanlagen, 3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung erfassten Vorführfahrzeuge und -motorräder beläuft sich zum 31.12.2023 auf € 1.841.242,00. Im Vorjahr belief sich der Wert auf € 2.237.783,00.

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Vorjahresbeträge in Klammern < >

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und bis zu fünf Jahren Besicherung/Anmerkung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.234.341,72 12.234.341,72 0,00 -Gegenüber der BMW Bank GmbH bestehende Sicherungsübereignung
<12.673.846,43> <12.297.147,91> <376.698,52> finanzierten Fahrzeuge, Waren, Einrichtungsgegenstände gemäß Rahmen kreditabkommen und Einzelfinanzierungsanträgen. Die Höhe der durch Pfandrechte besicherten Verbindlichkeiten beträgt T€ 12.040 (im Vorjahr <T€ 12.040>).
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 440.114,18 440.114,18 0,00
<478.486,80> <478.486,80> <0,00>
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248.604,09 248.604,09 0,00 üblicher Eigentumsvorbehalt
<523.023,06> <523.023,06> <0,00>
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 136.842,11 136.842,11 0,00 Bei enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Unternehmen <99.659,34> <99.659,34> <0,00> gilt der übliche Eigentumsvorbehalt.
Sonstige Verbindlichkeiten 793.291,01 793.291,01 0,00
<518.007,64> <518.007,64> <0,00>
13.853.193,07 13.853.193,07 0,00
<14.293.023,27> <13.916.324,75> <376.698,52>

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Hakvoort GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 den Handel mit Fahrzeugen aller Art, insbesondere mit Personenkraftwagen der Marke "BMW" und "Mini", mit Zubehör und Ersatzteilen sowie ferner das Kraftfahrzeugwerkstatt-Geschäft betrieben. In unseren Ausstellungsräumen verkaufen wir Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge, Vorführwagen, Ersatzteile, Fahrzeugzubehör, Reifen und Schmierstoffe. Im Fahrzeugservicebereich bieten wir den BMW-üblichen Kundendienst.

Zur Hakvoort GmbH zählen die Standorte St. Augustin, Eitorf, Siegburg, Altenkirchen, Königswinter und Bad Marienberg.

Insbesondere im Rhein-Sieg-Kreis haben wir als BMW-Händler mit unserer Hakvoort-Gruppe eine marktbeherrschende Stellung. Unsere größten Wettbewerber im regionalen Markt für BMW- Handel sind die BMW-Niederlassung Bonn und die Kaltenbach-Gruppe als BMW-Vertragshändler.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr (2022: 1,8 % im Vergleich zu 2021) real um 0,3% verringert (Quelle: statista).

Im Jahr 2023 hat sich das Bruttoinlandsprodukt gesamtwirtschaftlich um 0,3% real verringert. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7% höher. 1

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % erhöht. 2

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Februar 2024.
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Automobilindustrie in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Rekordumsatz von 430,5 Milliarden Euro, auch bedingt durch gestiegene Preise. Dies entspricht 19,3 % des gesamten Umsatzes der Industrie in Deutschland.

Der Auslandsumsatz betrag 75,8% des Gesamtumsatzes. 3

Parallel zu der nationalen Umsatzentwicklung entwickelten sich die Kfz-Neuzulassungen: Mit insgesamt 2,82 Mio. Neufahrzeugen ist ein leichter Anstieg (2022: 2,65 Mio. Neuzulassungen) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt wurde 2,3 Mio. Fahrzeugen mit Verbrennermotoren (+ 6,4 % im Vergleich zu 2022 mit 2,18 Neuzulassungen) sowie 524.100 reine Elektroautos neu zugelassen (+ 11,4 % gegenüber dem Vorjahr mit rund 471.000 Neuzulassungen). 4

2.2 Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der Hakvoort GmbH betrug im Geschäftsjahr 164 und war identisch mit der Vorjahresanzahl. Mit T€ 10.203 lag der Personalaufwand um T€ 572 (= 5,9 %) über den Aufwendungen des Vorjahres.

Die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft hängt im großen Maße von der Einsatzbereitschaft, dem Engagement und der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund bietet die Hakvoort GmbH den Mitarbeitern zahlreiche Schulungen an, um diese weiterzuentwickeln, individuell zu fördern und hinsichtlich ihrer Karriere zu motivieren.

Darüber hinaus entwickelt die Gesellschaft in die berufliche Entwicklung junger Menschen und bildet diese in technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen aus. So wurden im Geschäftsjahr 2023 48 Auszubildende beschäftigt.

Wir sehen in der individuellen Leistungsbereitschaft, dem Engagement und der Zufriedenheit unserer Mitarbeiter einen zentralen Wettbewerbsfaktor in unserem beschriebenen Wettbewerbsumfeld.

2.3 Geschäftsverlauf

Insgesamt ergibt sich für 2023 ein Gesamtumsatz von T€ 114.595. Im Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich daher ein um T€ 12.826 höherer Umsatz als im Jahr 2022. Dies entspricht einer Zunahme von 12,6 %.

Am positiven Ergebnis partizipieren alle Sparten unseres Unternehmens.

Der Geschäftsverlauf 2023 entwickelte sich insgesamt vor den eingangs beschriebenen Rahmenbedingungen überaus zufriedenstellend und über der Erwartungshaltung.

Aufgrund besserer Verkaufspreise als ursprünglich budgetiert, konnten die geplanten Ergebnisse im Berichtsjahr übertroffen werden.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 6. Mai 2024.
4 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 6. Mai 2024.

2.4 Lage der Gesellschaft

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses und der vorgenommenen Ausschüttung im Berichtsjahr auf T€ 11.556 (im Vorjahr: T€ 10.144).

Die Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
% %
Eigenkapitalquote 5 38,6 35,6

Finanzlage

2023 2022
T€ T€
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit + 2.328 + 1.685
+ Cash-Flow aus Investitionstätigkeit + 1.194 + 541
+ Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -3.788 - 3.468
= Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 266 - 1.242
+ Finanzmittelbstand Beginn Geschäftsjahr
Guthaben 1.515 739
kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten -12.297 -10.279
= Finanzmittelbestand Anfang Geschäftsjahr - 10.782 - 9.540
Guthaben 1.186 1.515
kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten -12.234 - 12.297
= Finanzmittelbestand Ende Geschäftsjahr - 11.048 - 10.782

Ertragslage

Der Vorjahresumsatz hat sich von T€101.769 um T€ 12.826 (= 12,6 %) erhöht.

Der Umsatzsteigerung steht ein entsprechend gestiegener Materialeinsatz (= 13,6 %) von T€ 94.378 gegenüber, woraus sich ein entsprechend höherer Rohgewinn im Vergleich zum Vorjahr von insgesamt T€ 1.529 (= 8,2 %) ergibt.

Trotz höherer Personalaufwendungen, sonstiger betrieblicher Aufwendungen und einem gestiegenen Zinsergebnis konnte, wegen des höheren Rohgewinns und der vereinnahmten Gewinnausschüttung ein im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegener Jahresüberschuss von T€ 4.277 erzielt werden.

5 Eigenkapital + Gesamtkapital

Die Ergebnisstruktur stellt sich anhand der folgenden Kennzahlen wie folgt dar:

2023 2022
% %
Eigenkapitalrentabilität 6 42,7 35,9
Gesamtkapitalrentabilität 7 15,0 12,5
Umsatzrentabilität 8 3,7 3,5

3. Angenommene Rahmenbedingungen

Das ifo-Institut rechnet in seiner Sommerkonjunkturprognose damit, dass das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland in 2023 preisbereinigt um 0,4 % steigen und in 2025 um 1,5 % zunehmen wird. Die Inflationsrate wird von 5,9% im Jahr 2023 spürbar auf 2,2% im Jahr 2024 und auf 1,7% im Jahr 2025 zurückgehen. 9

Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin von einem wirtschaftlich schwachen Umfeld getrieben. Hohe Finanzierungszinsen und die Inflation sowie kriegerische Unruhen, wie in der Ukraine und im Nahen Osten, wirken sich zudem negativ auf die Gesamtwirtschaft aus. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass Lieferketten aus diesem Grunde schon wieder stark beeinflusst werden. Die Uneinigkeit innerhalb der Bundesregierung und den dadurch bedingten Schwierigkeiten innerhalb der Ampelkoalition hemmt das Wirtschaftswachstum zunehmend. Die zuletzt vollzogene Absenkung der Konjunkturprognose untermauert diese These. Wirtschaftsinstitute und führende Ökonomen fordern Entlastungen für Unternehmen und sprechen sich für Steuersenkungen, mehr Investitionen und Bürokratieabbau aus.

Innerbetrieblich hohe Tarifabschlüsse haben dazu geführt. Dass der Ram für Investitionen sich weiter einschränkt. Des Weiteren sind die ansteigenden Krankenstände im Personalbereich der Gesellschaft ein großes Problem; diese liegen bei durchschnittlich 16 Tagen und sind somit um 30% höher als zu Zeiten von Corona.

Kurz- bis mittelfristig gesehen werden alle Umstände dazu führen, dass eine Preissteigerung von 10% unumgänglich wird, was aber die Inflation weiter anheizen und das ohnehin schon zurückgehende Konsumverhalten, insbesondere auch im privaten Sektor, negativ beeinflussen wird.

Laut ihrem Bericht aus Juni 2024 gaben die PKW - Neuzulassungen auf dem deutschen Markt trotz eines im historischen Vergleich schwachen Vorjahresniveau nach. In den ersten fünf Kalendermonaten 2024 wurden bisher gut 1,17 Mio. Pkw neu zugelassen und damit rund 5 Prozent mehr als im identischen Zeitraum des Vorjahres. Der Absatz lieg im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 allerdings um 23 Prozent im Minus. 10

6 Eigenkapitalrentabilität: Jahresgewinn - Eigenkapital zu Beginn des Berichtsjahres
7 Gesamtkapitalrentabilität: Gewinn + Fremdkapitalzinsen ohne Zinsaufwendung Pensionsrückstellung + Gesamtkapital zu Beginn des Berichtsjahres
8 Umsatzrentabilität: Betriebsergebnis + Umsatzerlöse
9 Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 vom 20. Juni 2024.
10 Quelle: VDA Pressemitteilung vom 5. Juni 2024.

4. Prognosebericht

Sowohl Prognose-, Chancen- als auch Risikobericht geben die voraussichtliche Entwicklung der Hakvoort GmbH mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen wieder.

Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken unseres Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Sollten die dabei zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen.

Das Neuwagen-Geschäft wird sich in zwei Fahrzeugmärkte teilen, einmal in Verbrenner-Motoren und einmal in Elektro-Motoren. Aus Sicht der zurückliegenden Monate des Geschäftsjahres 2024 werden die Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren wieder stark steigen, wohingegen die Verkäufe von Fahrzeugen mit Elektromotoren stark abnehmen werden. Diese Entwicklung hat die Bundesregierung mitzuverantworten, denn die Förderung von Elektromobilität wurde Ende letzten Jahres unvermittelt eingestellt. Um das Vertrauen in den Markt der Elektromobilität musste ohnehin schon immer gekämpft werden, nach Einstellung der Förderung und demnach auch der Abschaffung von Konsumanreizen war das Vertrauen nahezu völlig abhandengekommen. Die Auswirkungen dessen waren in ersten Quartal 2024 ein Verlust von 25% Auftragseingang gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2023. Weiterhin ist die Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge noch immer nicht in ausreichendem Maße vorhanden, da das Stromnetz dafür nicht ausgelegt ist. Dem wird auch nicht dadurch gegengesteuert werden können, dass die Reichweiten der Elektro-Fahrzeuge, die immer als Kritikpunkt gesehen werden, in den nächsten Jahren deutlich steigen werden. Die Hersteller versuchen zwar mit hohen Förderungen, das Manko des niedrigen Auftragseingangs auszugleichen, aber diese Förderungen können das abhanden gekommene Vertrauen der Konsumenten nicht ersetzen. Die Nachlässe im Neuwagengeschäft sind wieder auf das Niveau vor Corona gestiegen. Da die Einkaufspreise der Hersteller aber nicht gleichlautend gesunken sind, hat dies Entwicklungen zur Folge, dass die Gesellschaft im Neuwagenbereich keine positiven Deckungsbeiträge erzielen kann. Bei der Marke Min wird das Geschäfts als Eigenhändler seitens des Herstellers ab Oktober 2024 auf ein Agenturgeschäft umgestellt werden. Diese Umstellung wird die Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellen und dieser auch neue Wege aufzeigen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich die Umsätze im Neuwagenbereich auf Vorjahresniveau entwickeln werden.

Das Gebrauchtwagengeschäft wird sich in 2024 weiterhin positiv entwickeln. Zwar werden die Deckungsbeiträge leicht sinken, aber dennoch wird das Gebrauchtwagengeschäft auf Vorjahresniveau bleiben. In diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass der Gesellschaft der Absatz von gebrauchten Elektro-Fahrzeugen starke Sorgen bereitet, denn für diese Fahrzeuge existiert keine Nachfrage, so dass in diesem Bereich Verluste entstehen werden. Es gibt aber auch positive Nebeneffekte aus der Corona-Zeit. So kommen jetzt Fahrzeuge mit Ausstattungen, die es nur zur Corona-Zeit gab, in den Handel. Gleichwohl die Ausstattungen zu Corona-Zeiten nicht ausschließlich Zuspruch fanden, ist davon auszugehen, dass diese Fahrzeuge nun erfolgreich am Markt platziert werden können, da das Angebot nicht groß ist. Dies belegen auch die Zahlen der zurückliegenden Monate für das Geschäftsjahr 2024.

Der Service-Bereich könnte im Geschäftsjahr 2024 wieder der Gewinner werden. Fahrzeuge werden durch den Kunden länger gehalten und unterliegen daher einer höheren Laufleistung.

Insgesamt gehen wir von Umsätzen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft auf Vorjahresniveau aus, wohingegen der Servicebereich erwartungsgemäß leicht zunehmen wird.

Aufgrund höherer Fahrzeugrabatte sowie steigender Lohnkosten gehen wir allerdings von einem Jahresüberschuss deutlich unter Vorjahr aus.

5. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist bei der Hakvoort GmbH ein in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebetteter, fortwährender Prozess. Betriebsrisiken begegnen wir durch das von der BMW AG vorgegebene Qualitätsmanagementsystem. Laut BMW-Händlervertrag unterliegen wir jährlichen externen Audits durch die BMW AG, bezogen auf die Einhaltung der Standards im Bereich Outdoor Communication Systems (OCS) und Indoor Communication Systems (ICS).

Die Gesellschaft erstellt monatlich eine kurzfristige Erfolgsrechnung (KER). Darin werden die Deckungsbeiträge der einzelnen Profitcenter nach Verkauf Neufahrzeuge, Verkauf Gebrauchtfahrzeuge, Teilevertrieb und Service unterteilt.

Daneben erfolgt ein monatlicher sowie jahresbezogener kumulativer Ausweis des Unternehmensergebnisses. Nach Übermittlung der KER an die BMW AG wird von der BMW AG der Händlerbetriebsvergleich (HBV) erstellt. Im Rahmen dieser Auswertung werden deutsche BMW- Verkaufsbetriebe gleicher Größe miteinander verglichen. Das Management der Gesellschaft nimmt gemeinsam mit der Buchhaltungsleitung eine Auswertung der zur Verfügung gestellten Daten vor. Im Anschluss daran werden die negativen Abweichungen im Vergleich zu anderen Betrieben analysiert und - sofern möglich - entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen.

Im zweiten Schritt werden die Kennzahlen von der Geschäftsleitung mit den einzelnen Abteilungsleitern besprochen. Durch die beiden Schritte ist gewährleistet, dass Abweichungen erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Durch die straff organisierte Ablauforganisation ist auch eine unmittelbare Umsetzung der Besprechungen zwischen der Geschäftsleitung und den Abteilungsleitern sichergestellt.

Die Einhaltung aufgestellter Planzahlen wird in erster Linie von der Geschäftsleitung überwacht.

Ein weiterreichendes Risikomanagement wie zum Beispiel im produzierenden Gewerbe ist schwer umsetzbar. Grund hierfür ist, dass das Management hinsichtlich der Preisgestaltung im Bereich der Neuwagen sowie Ersatzteile einen von der BMW AG vorgeschriebenen Rahmen erhält, der es nahezu unmöglich macht, Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an den Kunden weiterzugeben. Daneben besteht eine starke Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt. Darüber hinaus werden Fahrzeugabnahmemengen stark von der BMW AG vorgegeben, so dass auch in diesem Bereich nur begrenzte Einflussmöglichkeiten seitens der Geschäftsführung bestehen.

Wird von der BMW AG erkannt, dass die Binnennachfrage stagniert oder rückläufig ist, werden Verkaufshilfen in Form von unterschiedlichen Prämien gewährt. Hierdurch hatten die BMW- Vertragshändler die Möglichkeit, deutliche Preisnachlässe zu gewähren.

Das Gebrauchtwagensegment unterliegt mehr oder minder starken Preisschwankungen. Es erfolgt eine regelmäßige Marktbeobachtung durch Fachpresse, Beobachtung der Onlineangebote und der Angebote der örtlichen Wettbewerber. Die Bewertung der Gebrauchtfahrzeuge im Falle eines Ankaufs erfolgt in unserem Unternehmen stets durch die DEKRA. Bei sich abzeichnenden Marktänderungen oder -tendenzen reagiert die Geschäftsleitung entsprechend. Handlungsanweisungen für die Gebrauchtwagenverkäufe werden durch die Geschäftsführung an die Abteilungsleiter in regelmäßigen Besprechungen weitergegeben.

Die Händlerbonifikationen werden auf Basis des Vorjahresergebnisses für das laufende Geschäftsjahr vorläufig veranschlagt. Veränderungen der Verkaufszahlen führen dabei zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres zu Rückforderungen oder nachträglichen Gutschriften.

Erkennbaren Risiken wird, soweit dies handelsrechtlich zulässig ist, durch Bildung angemessener Rückstellungen wie auch durch Versicherungsschutz Rechnung getragen.

Das mit Wirkung zum 1. Januar 2020 gültige BMW Preissystem Neue Automobile 2020 ist unverändert in Kraft.

Nachfolgende Risiken und Chancen können aus heutiger Sicht die Ertrags -, Finanz- und Vermögenslage der Hakvoort GmbH wesentlich beeinflussen und im Vergleich zur zuvor dargestellten Prognose zu positiven (Chance) oder negativen (Risiko) Planabweichung führen:

Risiken können sich für die Automobilindustrie aus kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen, ergeben. Insbesondere die Kombination der Einführung neuer Messverfahren zwecks Abbildung eines normierten Fahrzyklus mit signifikanter Verschärfung der Emissionsgrenzen stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen. BMW begegnet dieser Herausforderung mit dem sogenannten Efficient Dynamics Konzept und nimmt eine Vorreiterrolle bei der Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emission im Premiumsektor ein.

Die Hakvoort GmbH sieht sich auch zukünftig einer intensiven Wettbewerbssituation sowohl bei Neu- und Gebrauchtwagen ausgesetzt. Eine potenzielle Steigerung dieser Situation könnte mit weiterem Druck auf die Preise und Marge einhergehen, die von der BMW AG konsequent an uns als Händler weitergegeben wird.

Des Weiteren kann das Kundenverhalten durch veränderte Einstellungen, Werte, Umwelteinflüsse sowie Kraftstoff- beziehungsweise Energiepreise ebenfalls beeinflusst werden. So könnte beispielsweise eine anhaltende politische und gesellschaftliche Diskussion zu einer negativen Nachfrageentwicklung von Dieselfahrzeugen führen. Im Gegensatz dazu würde dies jedoch zu einer steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen mit Ottomotor oder alternativen Antrieben führen.

Volkswirtschaftliche Risiken können sich aus den verschiedenen Krisenregionen der Erde ergeben: im Zuge des Krieges in der Ukraine besteht die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Konfliktsituation und die damit einhergehenden Sanktionen gegenüber Russland sowie mögliche Gegensanktionen beziehungsweise Vergeltungsmaßnahmen Russlands. Auch durch eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten drohen negative Auswirkungen auf den Ölpreis der wiederrum die Inflationsraten steigen lassen könnten und negative Auswirkungen auf das Konsumverhalten unsere Kunden haben.

Das neugeschaffene Agenturgeschäft ab dem 1. Oktober 2024 für die Marke Mini könnte für das Unternehmen eine höhere Ertragskraft dahingehend bringen, dass die Provisionen höher ausfallen als die zuvor erwirtschafteten Deckungsbeiträge aus eigenständigen Verkäufen.

Volkswirtschaftliche Chancen, die die Ertragslage unserer Gesellschaft positiv beeinflussen können, sind aus der aktuellen Sicht ehr unwahrscheinlich. Sollte es aufgrund von größeren fiskal- oder geldpolitischen Maßnahmen zu einer deutlich positiveren Konjunkturentwicklung kommen, könnte dies durchaus positive Effekte haben.

Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Leasingverträgen bestehen Chancen und Risiken, wenn der Vermarktungswert eines Leasingfahrzeuges am Ende der Vertragslaufzeit von der zum ursprünglich zum Vertragsabschluss kalkulierten und im Rahmen der kalkulierten Leasingrate unterstellten Restwertprognose abweicht. Für jedes Fahrzeug wird auf Basis historischer externer und interner Daten eine Restwertprognose ermittelt. Diese Einschätzung bildet den für uns vorgegebenen erwarteten Marktwert des Fahrzeuges zum Ende der Vertragslaufzeit. Während der Vertragslaufzeit wird die Marktentwicklung stetig beobachtet und die Risikobewertung, sofern notwendig, mittels Rückstellungsbildung aktualisiert. Im gleichen Zusammenhang ergeben sich aus den zum Vertragsbeginn kalkulierten Restwerten Chancen sofern die Restwertprognose positiv von der ursprünglichen Prognose abweicht.

Durch die Krisenregionen dieser Welt können sich weitere Risiken ergeben, die die Realwirtschaft z.B. aus ihren Lieferketten (Energiebedarf, Ausfall von Produktionen, Einschränkung des Transports), auf ihren Absatzmärkten, hinsichtlich der Kreditversorgung durch Banken oder aus Cyberangriffen treffen können. Solche Risiken können sich mittelbar auch auf den gesamten Finanzsektor auswirken (Werthaltigkeit von Investitionen in die Realwirtschaft, Inflation etc.).

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung unseres Unternehmens beziehen. Solche Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Sollten die dabei zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen.

 

St. Augustin, im Juni 2024

Frank Hakvoort, Geschäftsführer

An die Hakvoort GmbH, Sankt Augustin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hakvoort GmbH, Sankt Augustin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hakvoort GmbH, Sankt Augustin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 28. Juni 2024

VGP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Sebastian Vieten, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.