Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 1240
Vorher
Kehren-GmbH
Eingetragen
6.7.1979
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Herstellung von Armaturen, Apparaten, Werkzeugen, Maschinen und allen Maschinenersatzteilen sowie der Handel mit Stahl und Eisen und allen vorgenannten Erzeugnissen. Gegenstand des Unternehmens sind weiter die Erbringung von Kundendienst- und anderen Dienstleistungen für Apparate und Maschinen, Modernisierung und Nachrüstung solcher Anlagen sowie die Verlagerung von Maschinen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Frenzel
seit 15.4.2026
Prokura
Markus Franz Weiler
seit 6.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kehren-GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1 PRÜFUNGSAUFTRAG

2 GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

2.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

2.1.1 Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

2.1.2 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

2.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

2.3 Sonstige Verstöße

3 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

4 GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

4.1 Gegenstand der Prüfung

4.2 Art und Umfang der Prüfung

5 FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2 Jahresabschluss

5.1.3 Lagebericht

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1 Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.2 Wesentliche Bewertungsgrundlagen

6 SCHLUSSBEMERKUNG

Anlagenverzeichnis

Jahresabschluss und Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Sonstige Anlagen

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

1 PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Gesellschafterversammlung der

 

Kehren-GmbH, Troisdorf

nachfolgend auch "Kehren" oder "Gesellschaft" genannt -

hat uns am 17. November 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Daraufhin beauftragte uns die Geschäftsführung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen.

Der vorliegende Prüfungsbericht wurde von uns in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie den vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten "Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten" (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Dieser Bericht richtet sich an die Kehren-GmbH, Troisdorf.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Für die Durchführung unseres Auftrages und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom 1. Januar 2024 (Anlage 5) maßgebend. Wir verweisen ergänzend auf die in Ziffer 9 der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" enthaltenen Haftungsregelungen und den Haftungsausschluss gegenüber Dritten.

2 GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

2.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Lagebericht enthält nach unserer Einschätzung folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf, zur Lage und zu den Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens:

2.1.1 Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Umsatzanstieg in 2023

Die Umsatzerlöse liegen im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 34.712 deutlich über dem Vorjahresniveau (i.Vj. TEUR 16.289). Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (TEUR 13.916) auf TEUR 26.740 und beträgt in 2023 66% (i.Vj. 54%) der Brutto- Gesamtleistung. Der Personalaufwand verringerte sich auf TEUR 8.003 (i.Vj. TEUR 8.473). Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.388 (i.Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 4.358) erzielt.

Anstieg der Bilanzsumme auf TEUR 48.228

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr auf TEUR 48.228 (i.Vj. TEUR 37.240). Auf der Aktivseite erhöhte sich das Vorratsvermögen auf TEUR 26.895 (i.Vj. TEUR 21.367). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich auf TEUR 1.101. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich um den Jahresfehlbetrag auf TEUR 14.214.

Auf der Passivseite verringerten sich die Anzahlungen auf Bestellungen auf TEUR 8.986 (i.Vj. TEUR 13.546). Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 30.540 (i.Vj. TEUR 18.711).

2.1.2 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen und Risiken

Die Gesellschaft sieht die Beschaffung von Material und die adäquate Besetzung von Arbeitsplätzen als ein großes Risiko an. Auch die Entwicklung der Rohstoffpreise wird als Risiko eingeschätzt.

Chancen sieht die Geschäftsleitung in der Neukundengewinnung. Die Fokussierung des Marktes auf Hoch-Präzisionsmaschinen wird hierbei einen positiven Effekt haben.

Steigende Umsätze in 2024

Aufgrund des aktuellen Auftragseingangs erwartet die Geschäftsleitung, dass im Geschäftsjahr 2024 höhere Umsätze realisiert werden können. Weiterhin erwartet die Geschäftsleitung sowohl für 2024 als auch für 2025 eine negative Ertragslage mit einem deutlich negativen Jahresergebnis. Die Geschäftsleitung erwartet, dass die Finanzierung über die Muttergesellschaft sichergestellt ist.

Auf Grund unserer Prüfung stellen wir fest:

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Beurteilung der Lage der Gesellschaft einschließlich der dargestellten Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung plausibel und folgerichtig abgeleitet. Die Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung ist dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend.

2.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

Nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB haben wir als Abschlussprüfer über bei Durchführung der Prüfung festgestellte Tatsachen zu berichten, die die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können oder seinen Bestand gefährden.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Bilanz der Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 erneut einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 14.214 aus. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist grundsätzlich nicht geeignet, um eine Überschuldung der Gesellschaft i.S.d. Insolvenzordnung festzustellen.

Wir haben die Geschäftsführung auf § 64 GmbHG sowie auf §§ 30 GmbHG i. V. m. 49 Abs. 3 GmbHG und auf §§ 15a, 135 InsO, §§ 6, 6a AnfG hingewiesen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 unter Ansatz des Vermögens der Gesellschaft zu Liquidationswerten und unter Berücksichtigung einer Fortführungsprognose einen Status erstellt und hat uns versichert, dass sich danach eine Überschuldung nicht ergibt.

In Höhe von EUR 5 Mio. hat die Gesellschafterin, die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, mit Vertrag vom 24. Juli 2022 einen qualifizerten Rangrücktritt erteilt. Dieser dient der Vermeidung einer Überschuldung im Sinne des § 19 Abs. 2 InsO.

Auch zukünftig wird die Gesellschafterin weitere liquide Mittel zur Verfügung stellen, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Hierfür wurde am 10. Dezember 2022 eine Patronatserklärung der Lapmaster Group Holdings LLC zugunsten der Gesellschaft und der Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, abgegeben. Diese kann mit einer Frist von 18 Monaten zum Bilanzstichtag gekündigt werden.

Zur Stärkung der Liquidität und zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 19.239 in Form von Darlehen durch die Gesellschafterin und verbundene Unternehmen zur Verfügung gestellt. Auch zukünftig wird die Gesellschafterin weitere liquide Mittel zur Verfügung stellen, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen.

Im Lagebericht erklären die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft auch weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen sein wird.

Im Rahmen unserer Prüfung wurden ansonsten keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Tatsachen i. S. d. § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB festgestellt.

2.3 Sonstige Verstöße

Nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB haben wir auch über die bei Durchführung der Prüfung festgestellten Tatsachen zu berichten, die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Gesellschaftsvertrag erkennen lassen.

Gesetzliche Vorschriften i.S.d. § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB sind die für die Aufstellung des Jahresabschlusses oder Lageberichts geltenden Rechnungslegungsnormen i.S.d. § 317 Abs. 1 Satz 2 HGB. Hierzu gehören die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Ansatz, Ausweis und Bewertungsvorschriften für den Jahresabschluss sowie Angabe und Erläuterungspflichten im Anhang und Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts sowie ggf. einschlägige Normen des Gesellschaftsvertrags.

Dabei haben wir folgende sonstige Verstöße festgestellt:

Wir weisen darauf hin, dass die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 gemäß § 325 HGB nicht fristgerecht nachgekommen ist.

Die Gesellschaft hat entgegen § 264 Abs. 1 HGB den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist von drei Monaten aufgestellt.

Die Gesellschafter haben entgegen § 42a Abs. 2 GmbHG den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist von acht Monaten festgestellt.

3 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 18. November 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kehren-GmbH, Troisdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kehren-GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kehren-GmbH, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Sicherung der künftigen Zahlungsfähigkeit und des Fortbestands der Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung des Konzerns angewiesen ist. Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätssituation. Die gesetzliche Vertreter haben den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die gesetzlichen Vertreter stützen die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die finanzielle Unterstützung durch die oberste Muttergesellschaft und deren verbundenen Unternehmen, und dass diese gewillt und in der Lage sind, ausreichende finanzielle Mittel bereitzustellen, um den operativen Betrieb des Unternehmens zu finanzieren. Die oberste Muttergesellschaft hat hierfür eine Patronatserklärung abgegeben. Wie im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

4 GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

4.1 Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren die Buchführung für das Geschäftsjahr 2023, der Jahresabschluss sowie der Lagebericht zum 31. Dezember 2023.

Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (z.B. § 42 GmbHG) aufgestellt.

Die Prüfung der Einhaltung solcher gesetzlicher Vorschriften, die nicht die Rechnungslegung betreffen, gehört nur insoweit zu unseren Aufgaben als Abschlussprüfer, wie sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder die Darstellungen im Lagebericht ergeben.

Gegenstand unseres Auftrages sind damit weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstige Untreuehandlungen, und außerhalb der Rechnungslegung begangener Ordnungswidrigkeiten.

Unsere Prüfung hat sich nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann (§ 317 Abs. 4a HGB). Wir verweisen auf Kapitel 2.2.

4.2 Art und Umfang der Prüfung

Unsere Prüfung erfolgte nach den §§ 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen.

Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt Wiedergabe des Bestätigungsvermerks (vgl. Abschnitt 3) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung:

Auf der Grundlage eines risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes haben wir zunächst eine Prüfungsstrategie erarbeitet. Diese basiert auf Kenntnissen über die Geschäftstätigkeit, der Einschätzung des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeldes des Unternehmens, Auskünften der Geschäftsführung über die wesentlichen Ziele, Strategien und Geschäftsrisiken, analytischen Prüfungshandlungen zur Einschätzung von rechnungslegungsrelevanten Risiken der Gesellschaft sowie einer grundsätzlichen Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Nach Maßgabe der festgestellten Risiken werden kritische Prüfungsfelder identifiziert und entsprechende Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft zu beurteilen.

Folgende Prüfungsschwerpunkte wurden gesetzt:

Prozesse des Verkaufs und Einkaufs und der Jahresabschlusserstellung

Bestand und Bewertung des Vorratsvermögens

Ansatz und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen im Verbundbereich

Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

Prüfung der periodengerechten Umsatzrealisierung

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir Saldenbestätigungen von Kunden und Lieferanten der Gesellschaft eingeholt. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte bei den Kunden nach einem systematischen Auswahlverfahren und bei den Lieferanten auf Grundlage der Jahresverkehrszahlen sowie der Salden zum Abschlussstichtag. Zudem wurden Saldenbestätigungen von Banken eingeholt, mit denen die Gesellschaft im Berichtsjahr und zum Ende des vorangegangen Geschäftsjahres geschäftliche Beziehungen unterhalten hat.

Wir haben an der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte am Standort Troisdorf beobachtend teilgenommen.

Für die Beurteilung der Pensionsrückstellungen haben wir uns auf versicherungsmathematische Gutachten von Uhlmann & Ludewig GmbH, Hamburg, vom 17. Januar 2024 gestützt. Von der fachlichen Eignung der Gutachter haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung überzeugt.

Für die Beurteilung der steuerlichen und rechtlichen Verhältnisse der Gesellschaft haben wir unsere Prüfung auf Bestätigungsschreiben der Steuerberater und der Rechtsanwälte der Gesellschaft gestützt.

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 30. Mai 2023 versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil bildet.

Wir haben unsere Prüfung mit Unterbrechungen in den Monaten Januar bis November 2024 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft sowie abschließend in unseren Geschäftsräumen durchgeführt. Die Prüfung wurde am 18. November 2024 abgeschlossen.

Die Geschäftsführung hat uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht und die berufsübliche Vollständigkeitserklärung in schriftlicher Form abgegeben. Darin wird insbesondere versichert, dass in der Buchführung alle buchungspflichtigen Vorgänge und in dem vorliegenden Jahresabschluss alle bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen und Abgrenzungen, außerdem sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, ferner alle Wagnisse berücksichtigt sowie alle erforderlichen Angaben gemacht sind. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die über die im Anhang angegebenen Sachverhalte hinausgehen, haben sich nach dieser Erklärung nicht ergeben.

In der Vollständigkeitserklärung wird auch versichert, dass der Lagebericht hinsichtlich erwarteter Entwicklungen alle für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft wesentlichen Gesichtspunkte sowie die nach § 289 HGB erforderlichen Angaben enthält.

5 FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsgemäß geführt. Die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht.

Im Rahmen unserer Prüfung haben sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die von der Gesellschaft getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen nicht geeignet sind, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme zu gewährleisten.

5.1.2 Jahresabschluss

Unsere Prüfung ergab, dass in dem uns zur Prüfung vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen alle für die Rechnungslegung der Gesellschaft geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beachtet sind.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt und ordnungsgemäß aus den Büchern der Gesellschaft und den weiteren geprüften Unterlagen entwickelt.

Nach unseren Feststellungen wurden die Ansatz, Ausweis und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen beachtet.

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

Bei der Berichterstattung im Anhang wurde von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu den Gesamtbezügen der Organe gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist nach dem Ergebnis unserer Prüfung nicht zu beanstanden.

5.1.3 Lagebericht

Der Lagebericht entspricht in allen wesentlichem Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1 Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Nach unserer Beurteilung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

5.2.2 Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelnen verweisen wir auf den Anhang, der diesem Bericht als Anlage 3 beigefügt ist.

Die Wahlrechte wurden von den gesetzlichen Vertretern im Rahmen der Aufstellung so ausgeübt, dass sich in Bezug auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses eine möglichst ausgewogenes Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt.

6 SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns mit Datum vom 18. November 2024 erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" wiedergegeben.

 

Frankfurt am Main, den 18. November 2024

HSA Frankfurt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin

Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

ANLAGEN ZUM PRÜFUNGSBERICHT

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 151.034,00 198.892,00
151.034,00 198.892,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 575.190,00 346.089,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.410,00 13.561,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.966,00 180.729,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 339.901,02
816.566,00 880.280,02
967.600,00 1.079.172,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.738.578,87 6.375.234,05
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.590.398,44 10.619.043,83
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 3.467.669,37
4. Geleistete Anzahlungen 566.020,91 905.020,68
26.894.998,22 21.366.967,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.451.704,50 1.389.601,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.100.683,25 2.870.226,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 415.776,30 885.112,50
5.968.164,05 5.144.940,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 157.528,16 806.320,44
33.020.690,43 27.318.228,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.757,42 16.714,85
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.214.254,53 8.825.926,19
48.228.302,38 37.240.041,51

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 200.000,00 200.000,00
III. Verlustvortrag -9.625.926,19 -5.267.792,12
IV. Jahresfehlbetrag -5.388.328,34 -4.358.134,07
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.214.254,53 8.825.926,19
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.013.085,00 1.016.254,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.342.866,75 1.839.280,88
4.355.951,75 2.855.534,88
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.985.500,00 13.546.241,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.257.443,83 2.037.015,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.539.597,19 18.711.425,89
4. Sonstige Verbindlichkeiten 89.809,61 89.822,98
davon aus Steuern: EUR 78.911,44 (Vorjahr: EUR 81.558,36)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 168,21 (Vorjahr: EUR 0,00)
43.872.350,63 34.384.506,63
48.228.302,38 37.240.041,51

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.711.796,21 16.268.531,44
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.503.685,24 7.122.091,84
3. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsumrechnung EUR 98.874,89 (Vorjahr: EUR 54.834,88) 242.513,08 2.354.911,28
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -23.798.552,05 -12.792.251,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.941.239,21 -1.123.364,91
-26.739.791,26 -13.915.616,51
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.690.175,79 -7.100.226,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für die Altersversorgung EUR 61.237,39 (Vorjahr: EUR 116.393,77) -1.312.720,39 -1.373.256,59
-8.002.896,18 -8.473.482,70
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen -119.430,72 -100.176,14
-119.430,72 -100.176,14
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.063.362,21 -7.084.341,51
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11,85 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon verbundene Unternehmen: EUR 733.019,00 (Vorjahr: EUR 335.293,15)
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 19.162,00 (Vorjahr: EUR 18.633,00) -918.140,74 -514.303,57
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,81 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -5.385.615,54 -4.342.385,87
12. Sonstige Steuern -2.712,80 -15.748,20
13. Jahresfehlbetrag -5.388.328,34 -4.358.134,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften, der Regelungen des GmbHG und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gesellschaft ist mittelgroß. Sie macht von größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Seit dem 4. Januar 2019 ist die Precision Surfacing Solution GmbH & Co.KG, Rendsburg, alleinige Gesellschafterin der Kehren-GmbH.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag buchmäßig überschuldet. Es wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr.2 HGB) ausgegangen. Eine Patronatserklärung der Lapmaster Group Holding LLC, Chicago/USA, sowie eine Rangrücktrittserklärung der Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, liegen vor.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände, bei denen es sich ausschließlich um Computersoftware für die Verwaltung und den Betrieb handelt, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die zurzeit regelmäßig mit 3 bis 5 Jahren angesetzt wird, abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Gebäude werden linear, bewegliche Anlagengegenstände teils linear, teils degressiv abgeschrieben. Die Anlagegruppe Werkzeuge ist in einem Festwert zusammengefasst.

Die Anlagengüter werden wie folgt abgeschrieben:

Anlagegut Min. Afa Dauer Max. Afa Dauer
Software 3 5
Gebäude 25 33
Technische Anlagen und Maschinen 6 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 10
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 1
Fuhrpark 4 11

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Kaufteile sind zu den jeweiligen Anschaffungskosten bewertet. Nicht mehr verwertbare Bestände werden voll abgeschrieben oder ausgebucht. Risiken in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden in Form von Gängigkeitsabschlägen berücksichtigt.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den handelsrechtlichen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 4 HGB unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des auf die Fertigung entfallenden Werteverzehrs des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital sind nicht einbezogen.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit oder der Preisentwicklung ergeben, werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Für nicht gängige Teile der Eigenfertigung werden ebenfalls die oben genannten Abschläge angewendet. Die kumulierten Abwertungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 399 (Vj. T€ 286).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen werden bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs und zum Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt, Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung von T€ 43 (Vj. T€ 13) gebildet worden.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennwert bilanziert und valutieren alle in Euro.

Die aktivierten Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag. Die Aufwand eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter den folgenden Bewertungsprämissen berechnet (§ 285 Nr. 24 HGB):

Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018G von der HEUBECK AG,

Rechnungszins: 1,82% (Vj. 1,78%), Stand Dezember 2022 für 15-jährige Laufzeiten unter Berücksichtigung der Verhältnisse in den letzten 10 Jahren,

Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit-Methode

Rententrend: 2 %

Fluktuation: Heubeck-Standard

Pensionierungsalter: 65

Wäre der Rechnungszins mit seinem entsprechenden 7-Jahres-Durchschnitt angesetzt worden, hätte er 1,74 % (Vj. 1,44 %) betragen. Der mit diesem Zins berechnete Erfüllungsbetrag beträgt € 1.013.085. Die Differenz zum bilanzierten Erfüllungsbetrag von € 16.445 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Rückstellung für Arbeitnehmerjubiläen ist auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens von Uhlmann, Ludewig & Menzel, Hamburg, angesetzt worden. Die Berechnungen erfolgten unter Anwendung der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode", den Richttafeln 2018 G von der HEUBECK AG ergänzt um eine Formel zur Standardfluktuation (ebenfalls HEUBECK AG) sowie unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %).

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate angesetzt.

Die Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen sind mit den Erfüllungsbeträgen, die den Rückzahlungsbeträgen entsprechen, passiviert. Sie valutieren in Euro.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens" ersichtlich.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€. 4.452 (VJ T€ 1.390), die bis 1 Jahr fällig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbunden Unternehmen betragen zum Stichtag T€ 1.079 (VJ T€ 752) gegenüber der Elb-Schliff GmbH, Aschaffenburg, T€ 21 (VJ. T€ 21) gegenüber der Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg, T€ 0 (VJ. T€ 607) gegenüber der Reform Grinding Technology GmbH, Fulda, T€ 4 (VJ. T€ 6) Lapmaster Wolters, Shenyang und 184 (VJ. T€ 1.484) gegenüber der Lapmaster International LLC, Mount Prospect.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit T€ 359 (Vorjahr T€ 341) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen (T€ 1.126; Vorjahr T€ 212), Inbetriebnahmekosten (T€ 386; Vorjahr T€ 68), Provisionen (T€ 865; Vorjahr T€ 170) sowie Urlaubs- und Gleitzeitansprüche (T€ 434; Vorjahr T€ 387) gebildet.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

bis 1 Jahr 1-5 Jahre davon mehr als 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten:
aus erhaltenen Anzahlungen 8.985.500,00 0,00 0,00 8.985.500,00
(13.546.241,92) (13.546.241,92)
aus Lieferungen und Leistungen 4.257.443,83 4.257.443,83
aus Lieferungen und Leistungen (2.037.015,84) 0,00 0,00 (2.037.015,84)
89.809,61 0,00 0,00 89.809,61
Sonstige (89.822,98) (89.822,98)
13.332.753,40 0,00 0,00 13.332.753,40
(15.673.080,74) (0,00) (0,00) (15.673.080,74)

Die Verbindlichkeiten Verbundene Unternehmen verteilen sich wie folgt:

bis 1 Jahr 1-5 Jahre davon mehr als 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten:
aus erhaltenen Darlehen 0,00 19.238.884,67 0,00 19.238.884,67
(0,00) (12.694.150,67) (0,00) (12.694.150,67)
11.300.712,52 0,00 0,00 11.300.712,52
aus Lieferungen und Leistungen (6.017.275,22) (0,00) (0,00) (6.017.275,22)
11.300.712,52 19.238.884,67 0,00 30.539.597,19
(6.017.275,22) (12.694.150,67) (0,00) (18.711.425,90)

Die Darlehensverbindlichkeiten bestehen mit T€ 13.227 (Vorjahr T€ 12.694) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 3.609 (Vorjahr T€ 2.908) gegenüber der Gesellschafterin.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Der Gesamtbetrag der Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Haftungsverhältnisse: 2023 2022
Gewährleistungsbürgschaften:
Commerzbank 1.062.300,00 188.061,87
Zurich Insurance 0,00 286.000,00
Swiss RE 104.959,37 68.959,37
1.167.259,37 543.021,24
Anzahlungsbürgschaften:
Commerzbank 2.089.900,00 2.223.300,00
Zurich Insurance 1.330.000,00 1.345.000,00
Swiss RE 1.879.600,00 6.934.800,00
5.299.500,00 10.503.100,00
Mietbürgschaften: 229.138,00 223.000,00
Commerzbank 229.138,00 223.000,00
Gesamt 6.695.897,37 11.269.121,24

Risikoeinschätzung gem. § 285 Nr. 27 HGB

Die aufgeführten Haftungsverhältnisse sind nach unserer Einschätzung nicht zu passivieren, da nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. Die den Anzahlungsavalen zugrundliegenden Anzahlungen sind bereits passiviert und die Aufträge befinden sich planmäßig in der Fertigung. Die Gewährleistungsbürgschaften laufen zwischen 2024 und 2025 aus und bisher wurden aus vergleichbaren Projekten keinerlei Gewährleistungsansprüche geltend gemacht.

Finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrug zum 31.12.2023 T€ 7.563 (Vj. T€ 18.266) und betraf Miet- und Leasingverpflichtungen während der unkündbaren Grundlaufzeit von T€ 3.973 (Vj. T€ 4.769) sowie offene Warenbestellungen von T€ 3.590 (Vj. T€ 13.497).

Anzahl Arbeitnehmer

Ohne den Geschäftsführer belief sich die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer auf:

2023 2022
Angestellte 52,0 53,0
Gewerbliche Mitarbeiter 59,0 52.0
111,0 105,0
Auszubildende 0,0 2,0
111,0 107,0

Organe

Die Geschäftsführung bestand im Berichtsjahr 2023 aus

Brian Nelson, Sulzbach am Main

Dr. Harald A. Wieland, Aschaffenburg, bis 30.09.2023

Dr. Markus Weiler, Baden-Baden, ab 01.11.2023

Auf die Angabe der Bezüge wurde in Bezug auf $ 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die zuvor genannten Geschäftsführer nicht bei der Gesellschaft angestellt waren und keine Geschäftsführerbezüge erhalten haben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der ausgewiesene Jahresfehlbetrag von € 5.388.328,34 wird mit dem Verlustvortrag von € 9.625.926,19 verrechnet werden; es ergibt sich ein Verlustvortrag von € 15.014.254,53.

Gesellschafter

Einziger Gesellschafter zum Bilanzstichtag ist die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co.KG, Rendsburg (HRA 9530 des Amtsgerichts Kiel).

Konzernverhältnisse

Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG (HRA 9530 des Amtsgerichts Kiel) auf. Sitz der Gesellschaft ist Rendsburg. Die Offenlegung des Konzernabschlusses in Deutschland erfolgt durch die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG im Bundesanzeiger. Den größten Kreis von Unternehmen in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Lapmaster Group Holding LLC mit Sitz in Chicago, USA, auf. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt am Sitz der Lapmaster Group Holding LLC.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Um die finanzielle Stabilität der Gesellschaft zu verbessern, plant der Gesellschafter eine Eigenkapitaleinlage im Jahr 2024 vorzunehmen.

 

Troisdorf, 18. November 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Markus Weiler

Brian Nelson

Entwicklung des Anlagevermögens

Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbende Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 638.321,56 0,00 0,00 638.321,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 359.295,93 247.132,79 0,00 606.428,72
2. Technische Anlage und Maschinen 1.048.448,70 54.450,00 0,00 1.102.898,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.697,01 46.176,93 0,00 640.873,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.002.441,64 347.759,72 0,00 2.350.201,36
2.640.763,20 347.759,72 0,00 2.988.522,92
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbende Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 439.429,56 47.858,00 0,00 487.287,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.206,93 18.031,79 0,00 31.238,72
2. Technische Anlage und Maschinen 1.034.887,70 13.601,00 0,00 1.048.488,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.968,01 39.939,93 0,00 453.907,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.462.062,64 71.572,72 0,00 1.533.635,36
1.901.492,20 119.430,72 0,00 2.020.922,92
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterialle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbende Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 151.034,00 198.892,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 575.190,00 346.089,00
2. Technische Anlage und Maschinen 54.410,00 13.561,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.966,00 180.729,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
816.566,00 540.379,00
967.600,00 739.271,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KEHREN-GmbH (im Folgenden: KEHREN) ist im Markt für Werkzeugmaschinen tätig. Die Schleifzentren und Schleifmaschinen stellen in der Regel Sonderlösungen für Kunden dar. Mit ihren vertriebenen Produkten und Lösungen gehört KEHREN zu den Premium-Herstellern und gilt in diesem Marktsegment als führender weltweit tätiger Anbieter. Die Gesellschaft fertigt in hohem Maße die Komponenten selbst, Groß- und Spezialkomponenten werden bezogen bzw. fremdbearbeitet. Zusätzlich werden den Kunden Service und Wartungsleistungen angeboten.

2. Steuerungssysteme

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgt über aus dem Gesellschafterkreis festgelegte Rahmenvorgaben. Die operative Steuerung des Unternehmens wird durch die Geschäftsleitung wahrgenommen. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch die permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung, sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen.

Als wichtigste Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind die Umsätze und das Jahresergebnis zu nennen. Mittels eines umfassenden sowie zeitnahen monatlichen Reporting-Systems nach US-GAAP im Umsatzkostenverfahren und der regelmäßig stattfindenden Sitzungen steht die Geschäftsleitung im ständigen Kontakt zu den Gesellschaftern. Regelmäßig wird die Unternehmensstrategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und auch Fragen des Risikomanagements sowie die Entwicklung potenzieller Risiken und Chancen erörtert.

3. Forschung und Entwicklung

KEHREN verfügt über eigene Entwicklungsressourcen, die fortlaufend Neuentwicklungen von Maschinen und Lösungen sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte betreiben. Im Jahr 2023 wurden im Bereich Entwicklung im Wesentlichen Optimierungen und technische Aktualisierungen sowie Lösungen zu kürzeren Herstellungszeiten erarbeitet.

Ziel ist es, das Produktportfolio stets an die von unseren Kunden gestellten Anforderungen anzupassen, um so die Zufriedenheit unserer Kunden noch weiter zu steigern und letztlich unsere gute Marktposition gegenüber unseren Wettbewerbern behaupten und weiter auszubauen zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Weltwirtschaft erholt, wenngleich der weltweite Werkzeugmaschinenbau einen tiefgreifenden Strukturwandel durchläuft, dem sich auch die KEH- REN nicht gänzlich entziehen konnte.

Auch der weiterhin anhaltende Ukrainekrieg führte zu einer anhaltenden Verunsicherung in der Wirtschaft und zu weiterhin hohen Energiekosten.

2. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang in 2023 mit 12.029 T€ sank im Vergleich zum Vorjahr mit 52.247 T€.

Haupttreiber für den Rückgang im Auftragseingang ist wirtschaftliche Normalisierung der Branche nach der Corona-Krise, wie auch die abkühlende Konjunktur in China.

Die Vorräte wurden 2023 von 21.367 T€ auf 26.895 T€ aufgebaut. Haupttreiber waren mit 19.590 T€ im Bau befindliche unfertige Erzeugnisse. Dies lag unter anderem an den langen Laufzeiten der großen Maschinen sowie den Verzögerungen durch den Beschaffungsmarkt.

Der Auftragsbestand sank zum Jahresende von 59.893 T€ auf 42.192 T€, was sich durch den rückläufigen Auftragseingang begründet.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die 2022 wieder angezogenen Auftragseingänge führten zu einer besseren Auslastung in 2023. In der Summe ist die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) von 25,7 Mio. € um 39,4 % auf 40,4 Mio. € gestiegen.

Verkürzte Durchlaufzeiten gepaart mit einer erhöhten Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten führten zu steigenden Umsätzen.

Die Umsatzerlöse der KEHREN sind von 16,3 Mio. € in 2022 auf 34,7 Mio. € im Jahr 2023 gestiegen.

Die im Jahr 2022 eingegangenen Aufträge wurden in 2023 in der Montage gestartet. In der Anfangsphase fällt der größte Teil der Materialkosten an, was die Rohertragsquote (Rohergebnis./. Gesamtleistung) von 52 % auf 64 % steigen ließ. Der Materialaufwand stieg deutlich von 13,9 Mio. € auf 26,7 Mio. €.

Die Personalkosten sanken um 0,4 Mio. € auf 8,0 Mio. € was aufgrund von Sondereffekten in 2022 begründet ist.

Der Personalstand der fest angestellten Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende) bewegte sich im Jahresmittel mit 111 über dem Vorjahr (108). Am Jahresende waren 112 Mitarbeiter in der Stammbelegschaft beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio. € auf 10,0 Mio. € gestiegen. Ursächlich hierfür war der vermehrte Einsatz von Rechts- und Beratungsfirmen sowie externe Montageunterstützung.

Der Jahresfehlbetrag ist von 4,4 Mio. € auf 5,4 Mio. € gestiegen.

Finanzlage

KEHREN ist im Geschäftsjahr 2023 und bis dato durch die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin ihren sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen.

Die vorhandenen Liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 158 T€ (Vj.: 806 T€).

Über die Konzernfinanzierung hinaus bestanden Kreditrahmen bei mehreren Kreditversicherungsunternehmen zur Besicherung von Avalen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen betrifft überwiegend andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 2,9 % (Vj: 3,9 %).

Die Vorräte erhöhten sich in 2023 von 21,4 Mio. € auf 26,9 Mio. €. Ursache hierfür war vor allem der Aufbau der unfertigen Erzeugnisse um 9,0 Mio. €. Ebenso stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig entwickelten sich die fertigen Erzeugnisse.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind von 1,4 Mio. € auf 4,5 Mio. € gestiegen.

Mit Wirkung zum 24. Juli 2022 hat die Muttergesellschaft Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, zur Vermeidung einer Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne einen auf 5.000 T€ begrenzten und auf die Zeit der Überschuldung befristeten qualifizierten Rangrücktritt zugunsten der KEHREN-GmbH abgegeben.

Auch in Zukunft wird die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Konzernmutter angewiesen sein. Zur Sicherstellung der Liquidität wurden im Geschäftsjahr 2023 von der Gesellschafterin weitere Darlehen benötigt. Insgesamt bestehen zum Stichtag Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 13,2 Mio. €.

Auch zukünftig wird die Gesellschafterin weitere liquide Mittel zur Verfügung stellen, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Hierfür wurde am 10. Dezember 2022 eine Patronatserklärung der Lapmaster Group Holdings LLC zugunsten der Gesellschaft und der Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, abgegeben. Diese kann mit einer Frist von 18 Monaten zum Bilanzstichtag gekündigt werden.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 3,0 Mio. € (Vj: 1,8 Mio. €). Im Wesentlichen haben sich die Rückstellungen für Gewährleistungen um 914 T€, für Inbetriebnahmen um 318 T€ und Verkaufsprovisionen um 695 T€ zum Vorjahr erhöht.

Zum Bilanzstichtag sanken sich die erhaltenen Anzahlungen auf 9,0 Mio. € (Vj: 13,5 Mio. €).

Die Veränderung der übrigen Positionen sind im Wesentlichen stichtagsbedingt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden im Wesentlichen die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz nach US-GAAP und EBITDA nach US-GAAP betrachtet.

Das EBITDA nach US-GAAP berechnet sich aus dem Jahresergebnis, korrigiert um Zinsergebnis, Abschreibungen, Ertragsteuern sowie Sonderaufwendungen und beträgt zum Stichtag T€ -3,6 Mio. (Plan 0,2 Mio. €)

Der Umsatz nach US-GAAP ist unter Berücksichtigung von POC bei 38,1 Mio €. (Plan 41,2 Mio. €)

Der Auftragseingang lag bei 12,0 Mio. € (Plan 14,8 €).

Für 2024 planen wir mit einem Auftragseingang von 40,6 Mio. € und einem EBITDA von 0,0 Mio. € bei einem Umsatz von 46,9 Mio. €.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Das bei KEHREN vorhandene Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Es wird sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann.

Regelmäßig wird die Unternehmensstrategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und auch Fragen des Risikomanagements sowie die Entwicklung potenzieller Risiken und Chancen in Kooperation mit den Gesellschaftern erörtert.

2. Chancen und Risiken

Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für die KEHREN GmbH im Berichtsjahr sowie im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Auch zukünftig ist die Gesellschaft auf die Unterstützung der Gesellschafterin mit liquiden Mitteln angewiesen, um den Fortbestand unserer Unternehmung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen.

Absatzchancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und den Vertrieb von komplexen Maschinensystemen mit unterschiedlichem Automatisierungsgrad. Dies birgt Risiken bezogen auf Technik, Termine, Qualität und Gewährleistung. In der Angebotsphase werden Risiken im Rahmen eines Risk Assessment Prozesses analysiert. Kommerzielle Risiken werden weitgehend durch entsprechende Vertragsgestaltung reduziert, insbesondere verstärkt, nachdem die Struktureinheit "LEGAL" neu geschaffen wurde. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz der Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg der KEHREN.

Konjunkturelle Unsicherheiten bestehen aktuell vor allem durch schwelende Konflikte zwischen den politischen Blöcken in der Welt. Die Sanktionen gegen Russland stellen insofern kein Risiko dar, da Russland für den Absatz von Maschinen keine Bedeutung hat.

Der Preis- und Wettbewerbsdruck im Maschinenbau besteht nach wie vor, - augenscheinlich mit steigender Tendenz. Dieser Entwicklung wird mit außergewöhnlich hochwertigen Maschinen, kundenorientierten Lösungen und einem Ausbau der Service-Organisation begegnet. Darüber hinaus ist die marktgerechte Ausrichtung des Produktportfolios zentraler Bestandteil der Strategie sowie eine stetige Verbesserung und Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse.

Wir nutzen das Instrument der Gleitzeit und der Stundenkonten, um kurzfristige Schwankungen bei der Auslastung auszugleichen.

Beschaffungschancen und -risiken

Die Lage auf den Beschaffungsmärkte ist weiterhin angespannt. Es kommt zu Engpässen in den Zulieferungen sowie Preissteigerungen von Rohstoffen und Komponenten. Die Auswirkungen der Engpässe sind insbesondere bei Stahl, Blech und Elektronik zu beobachten. Diesen Engpässen begegnet die Gesellschaft mit einer strategisch erweiterten Beschaffungsbasis. Durch einen intensiveren Austausch zwischen Einkauf, Konstruktion und Vertrieb stellen wir sicher, dass die Preisanstiege in Angeboten berücksichtigt werden. Die im Jahr 2023 neu geschaffene Struktureinheit "Strategic Purchasing" trägt hierbei ganz wesentlich durch die eingeführte Design-to-Cost-Methode und strukturierte Lieferantenentwicklung zur Versorgungssicherheit der KEHREN bei.

Operative Chancen und Risiken

Die wesentliche Herausforderung im operativen Bereich besteht in der Sicherstellung der termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb der vorgegebenen Qualitätsstandards und einer effizienten Kostenstruktur. Zudem liegt ein weiterer Schwerpunkt in der kontinuierlichen Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aktuelle Hauptrisiken sind abermals die zurückhaltende Investitionsentscheidung der Kundenbasis und mangelnde Verfügbarkeit von Fachpersonal. Hinzu kommen durch den Rohstoffmangel sowie die Lieferengpässe bei Elektroartikel.

Informationstechnologie (IT)-Chancen und Risiken

Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den generell geringeren IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet.

3. Prognose

Wir erwarten, dass die gute Auftragslage im Jahr 2023 die Umsätze im Jahr 2024 steigen lässt. Wir gehen für 2024 jedoch von rückläufigen Auftragswerten aus. Gepaart mit verschärften Ausfuhrbedingungen nach CHINA wurde der vertriebliche Fokus auf die Märkte EUROPA und AMERIKA umgesteuert.

Das Jahr 2024 bedeutet für die KEHREN GmbH die Fortsetzung des in der Vergangenheit gestarteten Turnaround Programms. Die Integration mit den Schwesterunternehmen wird weiter forciert. Ungeachtet dessen belasten Auftragseingänge aus 2021/22 mit extrem schwacher Auftragsmarge bei hohen technischen Risiken die KEHREN, was sich in einem HGB-Ergebnis 2024 in Höhe von -6,8 Mio€ (VJ: -5,38 Mio€) wiederspiegeln sollte. Das vorrangige Ziel der nachhaltigen Sicherstellung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der KEHREN GmbH im Laufe des Jahres 2024 und darüber hinaus bleibt daher unverändert bestehen.

Die Auftragseingänge in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie zeigen sich bis August sehr schwach und im Trend als weiter rückläufig. Für den Zeitraum Januar bis August 2024 ergibt sich ein Rückgang von nominal 50-60 Prozent. Während die Aufträge aus dem Ausland deutlich nachgaben, konnte sich das Inland erstaunlich gut halten. Dahinter stehen allerdings einige punktuelle und auch projektgetriebene Geschäfte und keine Trendwende. Im Gegenteil, seit Mai ist auch das Inland wieder deutlich rückläufig. Eine Stabilisierung der Auftragslage auf niedrigem Niveau ist im Schlussquartal des Jahres zu erwarten, somit sollte das dritte Quartal den Tiefpunkt markieren. In Summe musste für das Gesamtjahr 2024 die Auftragseingangsprognose nochmals nach unten revidiert werden.

Für 2025 wird weiterhin eine spürbare und regional breiter abgestützte konjunkturelle Erholung mit einem Auftragsplus prognostiziert. Wesentlicher Treiber der Erholung ist hierbei die notwendige technologische Transformation des metallverarbeitenden Gewerbes. Wir erwarten hierbei einen stärkeren Anstieg des Auftragseingangs aus dem Ausland. Der prognostizierte Aufschwung 2025/2026 kann die Verluste aus dem Abschwung der zwei vorhergehenden Jahre hingegen nicht ausgleichen. Von früheren Spitzenwerten beim Auftragseingang und Kapazitätsauslastung ist die Werkzeugmaschinenbranche noch weiter entfernt. Die hieraus resultierende notwendige dauerhafte Anpassung der Kapazitäten hat in 2024 mit dem Programm zum freiwilligen Ausscheiden aus KEHREN begonnen.

In 2025 wird die Einführung von Kurzarbeit helfen punktuelle Unterauslastung zu kompensieren. Der angestrebte erhöhte Auftragseingang in 2025 wird sich aufgrund der Durchlaufzeit der Projekte von durchschnittlich 12 - 20 Monaten stark zeitverzögert im Umsatz niederschlagen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir einen HGB-Umsatz 2025 in Höhe von ca. 23,3 Mio€ bei einem Ergebnis im Bereich des Vorjahres. Die weitere wirtschaftliche Gesundung der KEH- REN GmbH wird sich daher deutlich bis in das Jahr 2026 erstrecken.

 

Troisdorf, den 18. November 2024

Dr.-Ing. Markus Weiler, Geschäftsführer

Brian J. Nelson, Geschäftsführer

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