Alfred Schellenberg GmbH

An den Weiden 31, 57078 Siegen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 3282
Eingetragen
10.10.1988
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Vertrieb, die Herstellung und der Handel von Materialien, Halbfertig- und Fertigprodukten für Bauhandwerker, Bauund Heimwerkermärkte, Discountmärkte, SB-Warenhäuser und Versandhandel sowie der zugehörigen Werkzeuge, Hilfs- und Montagemittel, insbesondere von Rollladenelementen und -zubehör, von Produkten der Rollladenantriebs- und Steuerungstechnik, von Produkten der Torantriebstechnik sowie von Insektenschutz- und Sonnenschutzprodukten von Türen und Fenster.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Dirk Möllers
seit 10.2.2025
Geschäftsführer
Stefan Windhager
seit 7.11.2023
Geschäftsführer
Janina Wycisk
seit 1.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Windhager Handelsgesellschaft m.b.H.AUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Windhager GmbH
Germany
555.700 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alfred Schellenberg GmbH

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

AKTIVA

30.9.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 915.548,21 1.772.828,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 276.332,50 257.402,43
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.869,00 106.835,33
2. Geleistete Anzahlungen 266.463,50 150.567,10
II. Sachanlagen 639.213,71 975.775,51
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.314,00 5.376,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 632.899,71 970.399,51
III. Finanzanlagen 2,00 539.650,51
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 39.650,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.469.025,50 16.898.144,95
I. Vorräte 6.310.974,62 8.834.934,97
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.248.677,56 8.371.536,99
2. Geleistete Anzahlungen 62.297,06 463.397,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.506.124,10 7.621.633,57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.335.389,58 1.943.050,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 5.581.898,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.170.734,52 96.684,49
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.651.926,78 441.576,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.061,53 166.957,72
12.550.635,24 18.837.931,12

PASSIVA

30.9.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.204.442,03 4.315.813,14
I. Gezeichnetes Kapital 555.700,00 555.700,00
II. Gewinnrücklagen 3.897.000,00 3.897.000,00
III. Verlust-/Gewinnvortrag -136.886,86 458.600,00
IV. Jahresfehlbetrag -1.111.371,11 -595.486,86
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.091.884,28 797.818,00
1. Steuerrückstellungen 10.238,00 10.238,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.081.646,28 787.580,00
C. VERBINDLICHKEITEN 8.254.308,93 13.724.299,98
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.949.591,57 5.854.860,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 890.216,57 (Vorjahr: EUR 4.542.360,16)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.059.375,00 (Vorjahr: EUR 1.312.500,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 707.840,55 2.445.312,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 707.840,55 (Vorjahr: EUR 2.441.812,85)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.500,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.986.659,98 1.403.209,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 256.459,98 (Vorjahr: EUR 103.209,68)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 3.730.200,00 (Vorjahr: EUR 1.300.000,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.610.216,83 4.020.917,29
- davon aus Steuern: EUR 260.083,66 (Vorjahr: EUR 102.484,87)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.358,36 (Vorjahr: EUR 7.148,66)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.103.216,83 (Vorjahr: EUR 754.917,29)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 507.000,00 (Vorjahr: EUR 3.266.000,00)
12.550.635,24 18.837.931,12

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2023

Rumpfgeschäftsjahr 2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 10.180.012,74 13.237.919,95
2. Personalaufwand -4.099.481,74 -7.619.025,76
a) Löhne und Gehälter -3.333.890,22 -6.448.399,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -765.591,52 -1.170.626,37
- davon für Altersversorgung: EUR 22.263,38 (Vorjahr: EUR 20.780,47)
3. Abschreibungen -145.818,83 -534.122,27
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -145.818,83 -534.122,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.633.844,13 -6.821.734,96
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 897,97 (Vorjahr: EUR 691,22)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 10.000,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.961,86 10.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10.000,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -39.648,51 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -373.374,50 -387.983,88
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -10.238,77
10. Ergebnis nach Steuern -1.109.193,11 -2.115.185,69
11. Sonstige Steuern -2.178,00 -16.330,50
12. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 1.536.029,33
13. Jahresfehlbetrag -1.111.371,11 -595.486,86

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Alfred Schellenberg GmbH hat ihren Sitz in Siegen und wird beim Amtsgericht Siegen unter der Nummer HRB 3282 geführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB).

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum Siegen wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Wegen der Ausweitung des Begriffs der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB) wurde eine Zwischensumme aus den das Kerngeschäft betreffenden Umsatzerlösen sowie den Nebenerlösen gebildet (§ 265 Abs. 5 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 1 HGB).

Abweichend zum Vorjahr wurden die Forderungen gegen Gesellschafter aufgrund der Änderung der Konzernzugehörigkeit nicht mehr in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sondern in einem gesonderten Posten im Bereich sonstige Vermögensgegenstände beziehungsweise sonstige Verbindichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde angepasst.

Das kommende und die folgenden Geschäftsjahre beginnen mit dem 1. Oktober und enden auf den 30. September.

3. Bestandsgefährdende Risiken

Die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war im Berichtsjahr angespannt. Zu den sich ergebenden Auswirkungen wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Spezieller Risikobericht" im Lagebericht verwiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und vier Jahren, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten, den individuellen Einkaufspreisen mit dem gewogenen Durchschnittswert, bewertet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt. Für die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben Bestandsrisiken wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen abgebildet, das allgemeine Kredit- und Ausfallrisikowurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen angemessen berücksichtigt. Wertberichtigungen für noch nicht erteilte Gutschriften aus Retouren, Boni und sonstige Erlösschmälerungen wurden vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

5. Erläuterungen zur Bilanz

5.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Rumpf-Geschäftsjahr 2023 sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Bei der Offenlegung wird der Anlagenspiegel nach dem Anhang gezeigt.

5.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Ausstehende Retouren 549,4
Konditionsvereinbarungen 253,1
Personal 85,5
Gewährleistungen 96,5
Abschluss und Prüfung 57,5
Archivierung 5,3
übrige 34,4
Summe 1.081,7

5.4 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit ein bis fünf Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
EUR
30.09.2023
EUR
gesichert
EUR
Sicherheit Art/Form
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 890.216,57 1.021.875,00 37.500,00 1.949.591,57 1.949.591,57 Grundschuld,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 707.840,55 0,00 0,00 707.840,55 0,00 Globalzession,
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 256.459,98 3.205.200,00 525.000,00 3.986.659,98 0,00 Sicherungsübereignung
Sonstige Verbindlichkeiten Bürgschaft
- aus Steuern 260.083,66 0,00 0,00 260.083,66 0,00
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.358,36 0,00 0,00 4.358,36 0,00
- übrige Verbindlichkeiten 838.774,81 507.000,00 0,00 1.345.774,81 0,00
2.957.733,93 4.734.075,00 562.500,00 8.254.308,93 1.949.591,57

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 133,8 (Vorjahr TEUR 98,9) ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 507,0 nachrangig.

5.5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen umfassen außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von EUR 39.648,51.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen außerordentliche Erträge aus Forderungsverzichten der TARBUK GmbH zum 30.09.2023 in Höhe von TEUR 2.012,5.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 422,1, Aufwendungen aus Restrukturierungsberatung in Höhe von TEUR 292,9 sowie Aufwendungen aus Forderungswertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.649,5 enthalten.

5.6 Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen zu vermerken:

Eine gesamtschuldnerische Haftung existiert zum Bilanzstichtag nicht.

Sämtliche im Anlagevermögen befindlichen Betriebsimmobilien wurden im Geschäftsjahr 2022 zur Verbesserung der Liquiditätslage an die Windhager Real Estate GmbH im Rahmen eines "sale-and-lease-back"-Geschäftes veräußert. Über die Betriebsimmobilien wurde gleichzeitig ein Mietvertrag über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen. Die monatliche Miete beläuft sich auf zunächst TEUR 26,7 und verändert sich jährlich um 80 % der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindexes.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen.

Die Gesellschaft hat mit mehreren Finanzpartnern Leasing- und Mietverträge abgeschlossen. Die Gesamtsumme der Verpflichtungen aus diesen Verträgen (einschließlich des Mietvertrags für die im Vorjahr veräußerten Betriebsimmobilien) betragen für das nachfolgende Geschäftsjahr rund TEUR 1.082,1 sowie bis zum Ende der Laufzeiten weitere rund TEUR 3.363,7.

5.7 Angaben gem. § 285 Nr. 19 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzpositionen.

6. Sonstige Angaben

6.1 Angaben über die Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer ohne Auszubildende und Geschäftsführer (§ 267 Abs. 5 HGB) stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Arbeitnehmer Vollzeit 120 137
Arbeitnehmer Teilzeit 8 16
Summe 128 153

6.2 Organmitglieder

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dipl. Betriebswirt Sascha Schellenberg, Siegen, geführt. Am 07.11.2023 wurde Herr Schellenberg als Geschäftsführer abberufen. Seit dem führt Herr Mag. (FH) Stefan Windhager, Salzburg / Österreich die Geschäfte.

6.3 Beteiligungsbesitz

Firma Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis
30.09.2023
TEUR
% 30.09.2023
TEUR
2023
TEUR
Schellenberg Professional GmbH Siegen 65,0 100 -25,2 138,4

Die Schellenberg Professional GmbH ist als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 06.03.2024 und des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom selben Tage sowie des Beschlusses der Gesellschafterversammlung des übernehmenden Rechtsträgers vom selben Tage mit der Alfred Schellenberg GmbH verschmolzen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 13.03.2024.

Auf die Darstellung der polnischen Tochtergesellschaft (Alfred Schellenberg Polska Sp. z o.o.) wird aufgrund Geringfügigkeit verzichtet (§ 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB).

6.4 Konzernzugehörigkeit

Aufgrund von Veränderungen im Anteilsbesitz wird die Gesellschaft seit dem 4. November 2022 in den Konzern der TARBUK GmbH, Thalgau/Österreich, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Entsprechend werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ebenfalls in diesen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen seit diesem Zeitpunkt als Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

6.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

6.6 Erklärung des gesetzlichen Vertreters nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB

Ich versichere, dass der Jahresabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

Siegen, den 8.7.24

Alfred Schellenberg GmbH

gez. Stefan Windhager

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpf-Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 791.053,25 0,00 774.630,25 16.423,00
2. Geleistete Anzahlungen 209.277,34 115.897,40 58.711,24 266.463,50
1.000.330,59 115.897,40 833.341,49 282.886,50
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 22.513,51 1.890,00 15.215,51 9.188,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.351.268,08 132.661,03 2.341.926,94 1.142.002,17
3.373.781,59 134.551,03 2.357.142,45 1.151.190,17
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.650,51 0,00 0,00 39.650,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 500.000,00 0,00 500.000,00 0,00
539.650,51 0,00 500.000,00 39.650,51
4.913.762,69 250.448,43 3.690.483,94 1.473.727,18
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 684.217,92 4.106,00 681.769,92 6.554,00
2. Geleistete Anzahlungen 58.710,24 0,00 58.710,24 0,00
742.928,16 4.106,00 740.480,16 6.554,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.137,51 949,00 15.212,51 2.874,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.380.868,57 140.763,83 2.012.529,94 509.102,46
2.398.006,08 141.712,83 2.027.742,45 511.976,46
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 39.648,51 0,00 39.648,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 39.648,51 0,00 39.648,51
3.140.934,24 185.467,34 2.768.222,61 558.178,97
NETTOBUCHWERTE
30. Sep. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.869,00 106.835,33
2. Geleistete Anzahlungen 266.463,50 150.567,10
276.332,50 257.402,43
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.314,00 5.376,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 632.899,71 970.399,51
639.213,71 975.775,51
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 39.650,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00
2,00 539.650,51
915.548,21 1.772.828,45

Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
Periodenergebnis (vor EAV) -1.111 -2.131
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 185 534
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 294 265
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 6.640 1.935
-/+ Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -1.565 103
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 419 -2.346
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 370 368
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 0 10
-/+ Ertragsteuerzahlungen 0 -20
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.232 -1.282
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -116 -261
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 10
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -132 -389
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 500
+ Erträge aus Beteiligungen 0 10
+ Erhaltene Zinsen 3 10
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 255 -620
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 3.105
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -3.905 -426
- Gezahlte Zinsen -373 -388
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -4.278 2.291
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.209 389
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 442 53
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.651 442

Lagebericht für das Rumpf-Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Alfred Schellenberg GmbH (kurz: Unternehmen) ist ein mittelständisches Handelsunternehmen mit Sitz in Siegen und zuverlässiger Partner von Bau- und Fachmärkten, vorwiegend im Inland sowie im europäischen Ausland. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen im Bereich "ECommerce" in allen relevanten Kanälen und mit einem eigenen Online-Shop im Markt etabliert.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Materialien, Halbfertig- und Fertigprodukten (Rollladenelementen und Zubehör, Antriebs- und Steuerungstechnik, Insekten- und Sonnenschutzprodukten für Türen und Fenster sowie Smart-Home-Produkten) insbesondere für DIY-Endkunden. Die Produkte sind dabei möglichst einfach konstruiert, so dass der DIY-Endkunde auch ohne Vorkenntnisse die eigenständige Montage und Installation erfolgreich vornehmen kann.

1.2. Forschung und Entwicklung

Unser Innovationsprozess wird durch interne wie externe Ideen initiiert, hierbei spielen sowohl die aktuellen sowie die in der Zukunft zu erwartenden Kundenbedürfnisse eine zentrale Rolle. Neben der Verbesserung unserer Produkte arbeiten wir kontinuierlich an der Entwicklung von Produktneuheiten.

Wir haben umfangreiche Schutzrechte für unsere Produkte und legen großen Wert auf die Produktqualität, diese wird durch strenge interne Qualitätsprozesse sichergestellt und durch externe Qualitätssiegel bestätigt.

2. Wirtschaftsbericht

2. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den pandemiebedingten Ausnahmejahren stellte auch das Geschäftsjahr 2023 die gesamte Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Geopolitische Spannungen, der Ausbruch des Ukraine-Krieges, die sich anschließende Energiekrise mit nachfolgender hoher Inflation sowie die seitens der EZB eingeleitete Trendwende in der Zinspolitik haben bereits 2022 zu einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur und einem realen Kaufkraftverlust bei den Konsumenten geführt. Dies setzte sich 2023 fort. Der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten erhöht zusätzlich die geopolitischen Unsicherheiten. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das zu einer strikteren Auslegung der Schuldenbremse mahnt, stellt geplante Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung und den gesamten Bundeshaushalt in Frage. Insgesamt sind Verbraucher und Industrie verunsichert, so dass eine Konsum- und Investitionszurückhaltung vorherrscht. Der Absatz von Heimwerkerprodukten ist generell abhängig von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, im Wesentlichen dem Konsumklima sowie der allgemeinen Preisentwicklung. Die Entwicklung der DIY-Branche ist für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung. Der GfK-Konsumklimaindex zeigt kein Ende seines Abwärtstrends. Sein Niveau bleibt sehr niedrig und es sind keinerlei Signale für eine nachhaltige Erholung in den kommenden Monaten erkennbar. Laut GfK verunsichern die hohen Lebenshaltungskosten die deutschen Verbraucher, welche daher weiter zurückhaltend bei ihren Investitionen bleiben.

Trotz der beschriebenen negativen Rahmenbedingungen blieb die DIY-Branche im Geschäftsjahr 2022 Deutschland stabil. So weist die Statistik für die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland einen Gesamtumsatz von knapp 22 Mrd. EUR aus, was einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Inflationsbereinigt beträgt das Wachstum immerhin noch 0,9 %. Zu den Wachstumstreibern gehörten unter anderem Produkte der Sortimentsbereiche Baustoffe, Sanitär/Heizung und Automotive. Die für das Unternehmen relevanten Sortimentsbereiche Elektro- und Eisenwaren wuchsen um 10,5 % bzw. 10,2 %. Im Jahr 2023 weist die DIY-Branche in Deutschland zwar weiterhin eine hohe Stabilität auf, konnte sich mit einem um 2,7 % geringeren Umsatz dem allgemeinen Trend allerdings nicht ganz entziehen, so der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. Der Online-Handel konnte seinen positiven Trend aus den Vorjahren im Jahr 2022 leider nicht fortsetzen, so sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 14,5 %.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die von uns bedienten Märkte keine Wachstumsgarantie mehr darstellen. Die Schwankungsanfälligkeit dieser Märkte erfordert insgesamt eine erhöhte Anpassungsfähigkeit und mehr Widerstandskraft der beteiligten Unternehmen; zur Abfederung von Unwägbarkeiten ist eine solide Finanzstruktur unabdingbar.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Geschäftsjahres blieb deutlich hinter den Planungen zurück. Insbesondere bei hochwertigen Produkten (Antriebe, Smart Home) und im ECommerce gab es erhebliche Einbrüche und Abweichungen von der Branchenentwicklung. Die negative Entwicklung der Ertragslage wirkte sich darüber hinaus auch belastend auf die Finanz- und Liquiditätslage aus. Allerdings wurde das Ergebnis durch bilanzielle Bereinigungen und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.381,8 belastet.

Entsprechend stand vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung die Schaffung einer soliden Finanzstruktur im Fokus des Geschäftsjahres 2022 und 2023. So wurde im Frühjahr 2023 ein IDW-S6-Gutachten beauftragt, das die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft feststellte. Im Zuge der Restrukturierung erfolgte die Übernahme der restlichen Geschäftsanteile durch die Windhager-Gruppe. Die Alleingesellschafterin konnte eine Restrukturierung in allen Bereichen anstoßen und die langfristige Finanzierung des Unternehmens sichern.

2.2.1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen verminderte sich im Berichtsjahr um TEUR 857,4 auf TEUR 915,5 (Vj. TEUR 1.772,9). Eine stille Beteiligung an der Schellenberg Professional GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 500,0 wurden an die Windhager Handelsgesellschaft m.b.H. im Zuge der Umstrukturierung und Sanierung abgetreten. Ebenso wurde die Beteiligung an der Schellenberg Professional GmbH wertberichtigt.

Die in den Vorjahren aufgrund der Corona-Pandemie sowie den damit verbundenen Störungen in den Lieferketten aufgebauten Bestände wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2023 weiter zurückgeführt; reichweitenbedingte Abwertungen und Abverkäufe führten zu einem deutlichen Rückgang der Vorräte um TEUR 2.523,9 auf insgesamt TEUR 6.311,0 (Vj. TEUR 8.834,9).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich stichtagsbedingt unter anderem durch die Aufrechnung einer Forderung aus der Veräußerung der Betriebsimmobilien im Vorjahr. Noch bestehende Forderungen gegenüber der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag aus dem Vorjahr (TEUR 1.545,3) werden im Berichtsjahr aufgrund mangelnder Werthaltigkeit wertberichtigt.

Der Anstieg im Bereich der sonstigen Rückstellungen beruht im Wesentlichen auf einer zum Stichtag 30. September gebildeten Rückstellung für ausstehende Retouren aus dem Saisongeschäft und Konditionsvereinbarungen. Restrukturierungsrückstellungen hingegen wurden im Rumpfgeschäftsjahr in Anspruch genommen und somit abgebaut.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um TEUR 3.905,3 auf TEUR 1.949,6 (Vj. TEUR 5.854,9). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Ablösung von Darlehen durch die neue Gesellschafterin. Demgemäß erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.283,5 auf TEUR 3.986,7, wobei zu berücksichtigen ist, dass hierbei Forderungverzichte der neuen Gläubiger in Höhe von TEUR 2.012,5 ausgesprochen wurden. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 2.410,7 auf TEUR 1.610,2. Im Wesentlichen resultiert dies ebenfalls aus der Abtretung eines Darlehens einer Pensionskasse an die Hauptgesellschafterin.

2.2.2. Finanzlage

Der vereinfachte ordentliche Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) betrug im Geschäftsjahr TEUR -965,6 (Vj. TEUR -1.597,4).

Die angespannte wirtschaftliche Situation führte aufgrund der fehlenden Innenfinanzierungskraft zu einem erhöhten externen Liquiditätsbedarf; dieser wurde seitens Windhager durch folgende Maßnahmen gedeckt:

Rückführung der Kontokorrentkredite und KfW-Darlehen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, der Commerzbank AG und der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden.

Kaufangebot an die Gläubiger der Investor-Nachrangdarlehen (Finnest) durch die TARBUK GmbH, Thalgau, welche zur Windhager-Gruppe gehört.

Zession der Darlehensforderung über TEUR 1.500,0 der Babcock Pensionskasse VVaG an die TARBUK GmbH mit Vertrag vom 30. April 2023.

Zession der Darlehensforderung über EUR 1.305,8 der Commerzbank AG an die Windhager Handelsgesellschaft m.b.H., Thalgau.

Erteilung neuer Darlehenszusagen durch die Windhager GmbH zur Rekapitalisierung der Gesellschaft. Erhöhung der Valuta von TEUR 1.304,4 auf TEUR 3.595,6.

Forderungsverzichte der TARBUK GmbH zum 30.09.2023 in Höhe von TEUR 2.012,5

So verzeichnete die Gesellschaft zum Bilanzstichtag Kontokorrentguthaben in Höhe von TEUR 1.651,9.

2.2.3. Ertragslage

Die Verschlechterung des Konsumklimas und die Kaufzurückhaltung spiegelten sich weiterhin im niedrigen Umsatz wider, dieser verringerte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um TEUR 6.281,8 auf TEUR 19.163,1 (Vj. TEUR 25.444,9). Hierbei wie auch bei allen folgenden Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass das Betrachtungsjahr neun Monate umfasste, während das Vorjahr zwölf Monate umfasste.

Wie im Vorjahr verblieben die Beschaffungskosten für Waren auf einem hohen Niveau. Der Materialaufwand sank aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres absolut um TEUR 3.948,4 auf TEUR 11.145,6 (Vj. TEUR 15.094,0), die Materialaufwandsquote sank um 1,1 %-Punkte auf 58,2 % (Vj. 59,3 %).

Das Vorjahr 2022 war durch Personalkostenreduzierungen und Personalabbau geprägt. Sanierungsaufwendungen und Abfindungen wurden ertragswirksam bereits im Vorjahr erfasst. Daher verringerte sich der Personalaufwand absolut um TEUR 3.519,5. So verbesserte sich die Personalintensität von 29,9 % auf 21,4 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres waren durch die Veräußerung der Betriebsimmobilien stark erhöht. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 erfolgten zwei Forderungverzichte der TARBUK GmbH von TEUR 1.037,5 und TEUR 975,0. Dies führte zu einem außerordentlichen Ertrag von TEUR 2.012,5. In Summe sanken diese Erträge um TEUR 724,4 auf TEUR 2.162,5.

Die Restrukturierung und die damit verbundenen Kosten führten im Vorjahr zu einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die außerordentlichen Restrukturierungskosten (im Wesentlichen externe Beratungskosten) beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf rd. TEUR 430,4. Auch das Geschäftsjahr 2023 ist von Restrukturierungsaufwendungen betroffen. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich diese um TEUR 137,5 auf TEUR 292,9. Buchverluste aus Anlagenabgängen belasten außerdem das Rumpfgeschäftsjahr 2023 mit TEUR 422,1. Ebenso führten Bereinigungen im Forderungsbestand zu einer außerordentlichen Ergebnisbelastung in Höhe von TEUR 1.663,4. Die außerordentlichen Effekte belasten das Ergebnis per Saldo in Höhe von TEUR 2.432,2. Die aufgrund der Energiekrise gestiegenen Treibstoffkosten führten zwangsläufig zu erhöhten Kosten im Bereich der Ausgangsfrachten, Preiserhöhungen bei den Speditionen und Paketdienstleistern konnten nicht vollumfänglich auf die Verkaufspreise umgelegt werden. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerte sich um TEUR 187,9 auf TEUR 6.633,8 (Vj. TEUR 6.821,7). Im Verhältnis zur Gesamtleistung stiegen diese um 7,8 %-Punkte auf 34,6 %.

Der Ergebnisabführungsvertrags mit dem Altgesellschafter wurde zum 04.11.2022 gekündigt, so dass für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 keine Verlustübernahme erfolgt.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.111,4 (Vj. TEUR 595,5).

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung basiert im Wesentlichen auf messbaren qualitativen und quantitativen Leistungsindikatoren, die in einem Kennzahlensystem gepflegt und regelmäßig an die entsprechenden Abteilungen kommuniziert werden. Das Kennzahlensystem umfasst neben den finanziellen Leistungsindikatoren (z. B. Umsatz, Auftragseingang, Lagerbestand, ...) auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (z. B. prozentuale Lagerauslastung, Lieferperformance, ShopNutzer, ...).

Die kontinuierliche Aufrechterhaltung der Lieferbereitschaft hat auch in Zeiten einer Restrukturierung oberste Priorität. Durch eine konsequente Optimierung der Lager- und Logistikprozesse konnte eine permanent hohe Lieferbereitschaft gewährleistet werden.

2.4 Gesamtaussage

Unsere Ertrags- und Liquiditätslage war im Berichtsjahr nicht zufriedenstellend.

Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung lagen deutlich unter unseren Erwartungen und wirkten sich auch negativ auf unsere Fähigkeit aus, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen. Entsprechend konnten wir auch deutlich weniger Skontoabzüge als in den vergangenen Jahren realisieren. Zusätzlich wurden von den wesentlichen Warenkreditversicherungsunternehmen die Linien gekürzt und dadurch mussten einige Lieferanten auf Vorkasse umgestellt werden, was zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf führte.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Einschätzung der weiteren Entwicklung des Unternehmens basiert auf einem aus den Ist-Zahlen des Vorjahres abgeleiteten Budget für das jeweils folgende Geschäftsjahr. Durch den Wiedereinstieg von Windhager haben wir zum 30.09.2023 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Aufgrund der Vielzahl an noch nicht abgeschlossenen Restrukturierungsprojekten ist eine belastbare Aussage für das Geschäftsjahr jedoch nur sehr schwer möglich, wir gehen vor dem Hintergrund der neu geschaffenen Finanzstruktur von einer weiteren Stabilisierung der Gesellschaft aus. Verbindlichkeiten können wieder pünktlich unter Ausnutzung von Skonto bezahlt werden, dies hat positive Auswirkungen auf den Warenfluss und dient der Sicherstellung unserer Lieferbereitschaft. Die personelle Restrukturierung ist weitestgehend abgeschlossen, sämtliche diesbezüglichen Aufwendungen wurden ergebniswirksam im Geschäftsjahr 2022 und 2023 verarbeitet.

Optimistisch stimmt uns, dass nach den vielen negativen Tendenzen des letzten Jahres sich erste positive Trends zeigen. Betrachtet man den GfK-Konsumklima-Index, so hat sich dieser nach seinem Absturz im Jahr 2022 im Jahr 2023 etwas verbessert, liegt jedoch immer noch deutlich unter Vor-Corona-Niveau. Insgesamt muss jedoch beachtet werden, aus welcher schwierigen Situation das Unternehmen kommt. Eine tiefgreifende Restrukturierung erfordert Zeit. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir leicht steigende Umsätze und ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

3.2. Chancenbericht

Um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, wurde zusammen mit Windhager ein Maßnahmenplan zur Neuausrichtung entwickelt, wo u. a. durch die Zusammenlegung bestehender Vertriebsstrukturen Synergien optimal genutzt werden sollen. Die Umsetzung ist zwischenzeitlich erfolgt, erste positive Effekte sind bereits spürbar. Des Weiteren wird das Produktportfolio derzeit überarbeitet und an die sich ändernden Marktverhältnisse angepasst, die Konzentration auf das profitable Kerngeschäft soll zukünftig die Basis für eine wirtschaftlich stabile Entwicklung bieten.

Neben dem Kundentelefon sorgt unser eigener Online-Shop für eine Erweiterung des Serviceangebotes für unsere Endkunden. Darüber hinaus stellt der Online-Shop ein wertvolles Marktforschungsinstrument dar. Neue Produkte können frühzeitig auf Marktakzeptanz getestet und Erfahrungswerte in den Themenbereichen Onlinemarketing gesammelt werden. Zudem bietet die bestehende Online-Präsenz einen effizienten Weg für die Vermarktung auslaufender Produkte.

Insgesamt sehen wir aufgrund des aktuellen Gesellschafterkreises, der damit einhergehenden Nutzung von Synergien, der Flexibilität des Unternehmens und der Produktneuheiten ein gutes Potential für zukünftiges organisches Wachstum.

3.3. Risikobericht

3.3.1. Branchenspezifische Risiken

Die Aufnahme von neuen innovativen Produkten in unser Produktportfolio ermöglicht es, kontinuierliche Leistungsgespräche mit unseren Handelspartnern zu führen und bestärkt uns in unseren Prognosen für das kommende Geschäftsjahr. Im Bereich der Smart-Home-Systemanbieter kam und kommt es zu mehreren strategischen Neuausrichtungen aufgrund wirtschaftlicher Erfordernisse, die mittelfristig auch die Absätze der Schellenberg-Produkte betreffen können. Risiken im Bereich der Beschaffung und des Absatzes werden aufgrund des implementierten Lieferanten- und Kundenmanagements als beherrschbar eingestuft.

3.3.2. Ertragsorientierte Risiken

Unsere Risiken sind vor allem Auslistungen der Handelspartner und ein aufgrund der ungewissen wirtschaftlichen Situation zurückhaltendes Kaufinteresse unserer potenziellen Kunden. Die in den Vorjahren als Risiko angesehene Verschiebung der Vertriebskanäle vom Baumarkthandel Richtung ECommerce konnten wir durch interne Anpassungsmaßnahmen in der Vergangenheit weitestgehend als Chance nutzen. Dennoch bestehen Risiken in der Abhängigkeit von einzelnen, den Markt dominierenden Handelsplattformen.

3.3.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die neue Finanzierungstruktur stützt sich weitestgehend auf Darlehen von Windhager, dennoch belasten auch hier die steigenden Zinsen unsere Ertragssituation. Es ist zu erwarten, dass der Finanzierungsaufwand aufgrund der durch die EZB eingeleiteten Trendwende in der Zinspolitik perspektivisch weiter steigen könnte.

3.3.4. Beschaffungsrisiken

Dem Beschaffungskostenrisiko wirken wir mit Hilfe eines optimierten Prozess- und Währungsmanagements entgegen. Durch eine Verteilung auf verschiedene Kontinente und Währungen gelingt es uns, die Beschaffungsrisiken insgesamt zu begrenzen. Dem Risiko aus der Aufwertung des US-Dollars bei gleichzeitiger Abwertung des Euros wird auf Konzernebene mit einer Währungsabsicherung im sinnvollen Umfang entgegengetreten.

3.3.5. IT-Risiken

Unsere IT-Landschaft wird kontinuierlich an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst; die Themen "Digitalisierung" und "Prozessoptimierung" werden zusammen mit Windhager in diversen Projekten weiter vorangetrieben. Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigt jedoch auch das Risiko von Angriffen auf unsere IT-Infrastruktur, diesem Risiko wirken wir hardware- und softwareseitig entgegen.

3.3.6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist allgemein die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt dabei insgesamt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit implementiertem Mahnwesen.

3.3.7 Rechtsstreitigkeiten

Das Unternehmen ist weder in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, noch sind drohende Rechtsstreitigkeiten bekannt.

3.4 Spezieller Risikobericht

Die Ertragslage war in den vergangenen Geschäftsjahren angespannt. Die Liquiditätslage war im vergangenen und bis Mitte des laufenden Geschäftsjahres kritisch und hat sich mittlerweile stabilisiert. Die Fortführung des Unternehmens ist gegenwärtig insbesondere von der Unterstützung und Begleitung des neuen Gesellschafters abhängig.

Im Zuge der eingeleiteten Restrukturierung haben wir, wie bereits oben beschrieben, Verbesserungspotenziale und mögliche Synergieeffekte in verschiedenen Bereichen identifiziert. Die zur Umsetzung erforderlichen Maßnahmen gehen wir sukzessive an, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

4. Bericht über Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält keine Niederlassungen.

5. Sonstige Angaben

5.1. Angaben nach § 24 VermAnlG

Über eine Crowd-Investing Plattform haben wir in den Jahren 2019 und 2020 Nachrangdarlehen erhalten (insgesamt 312 Personen). Im Berichtsjahr haben 238 Gläubiger ihre Nachrangdarlehensforderungen an die TARBUK GmbH abgetreten. Es wurden ausschließlich feste Vergütungen vereinbart. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgen aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation keinerlei Auszahlungen.

5.2. Erklärung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern, dass im Lagebericht nach bestem Gewissen der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.

 

gez. Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alfred Schellenberg GmbH, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alfred Schellenberg GmbH, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - und der Kapitalflussrechnung geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alfred Schellenberg GmbH, Siegen, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Attendorn, den 9. Juli 2024

ATTENDORNER TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Nieswandt, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendung

Der Vorschlag über die Ergebnisverwendung ergibt sich aus dem Anhang.

Der Beschluss über die Ergebnisverwendung erfolgte gemäß dem o. g. Vorschlag.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 der Alfred Schellenberg GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 20. Februar 2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.