SOCOTEC Building Solutions GmbH

Mombacher Straße 52, 55122 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 8883
Vorher
Canzler Ingenieure GmbHCanzler GmbH
Eingetragen
21.1.1994
Branche
Architekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Übernahme und Ausführung von unabhängigen Beratungs-, Architekten-, Ingenieur-, Sachverständigen- und Prüfungsleistungen aller Art im gesamten Immobilienlebenszyklus.

Historie

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Management

NameRolle
Martin Jost
seit 29.8.2025
Prokura
Uta Karl
seit 29.8.2025
Prokura
Lars Hofmann
seit 29.8.2025
Prokura
Andreas Vogt
seit 29.8.2025
Prokura
Stefanie Graebe
seit 5.9.2024
Prokura
Henryk Merz
seit 5.9.2024
Prokura
Eike Riggert
seit 5.9.2024
Prokura
Julia Kohlschein
seit 5.9.2024
Prokura
Stephanie Dahmen
seit 19.12.2023
Prokura
Riadh Miled
seit 19.12.2023
Prokura
Prokura
Thomas Helmut Zickler
seit 26.1.2023
Prokura
Heiko Peter Töllich
seit 12.10.2022
Prokura
Stefan Hörning
seit 12.10.2022
Prokura
Alexander Hazenbiller
seit 12.10.2022
Prokura
Peter Weber
seit 17.6.2021
Prokura
Peter Meyer
seit 8.5.2021
Prokura
Florian Günther
seit 22.11.2018
Prokura
Manuel Kaufer
seit 19.5.2017
Prokura
Katrin Hartmann
seit 19.5.2017
Prokura
Andreas Stehling
seit 28.7.2016
Geschäftsführer
Michael Körfer
seit 13.7.2016
Prokura
Heinz Rudolph
seit 13.7.2016
Prokura
Albert Holzhey
seit 10.3.2015
Prokura
Heike Frommhold
seit 10.3.2015
Prokura
Michael Bulant
seit 24.11.2014
Prokura
Jens Kuhnert
seit 2.7.2014
Prokura
Andreas Masiorek
seit 30.6.2014
Geschäftsführer
Michael Nolte
seit 30.6.2014
Geschäftsführer
Holger Richter
seit 6.12.2004
Geschäftsführer
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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.54% identifiziert74.46% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
0.54%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Holding SOCOTEC Société par actions simplifiéeFRA
38.23%
30.00%
SOCOTEC INTERNATIONAL Société par actions simplifiéeFRA
6.23%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
SOCOTEC Deutschland Holding GmbH
Germany
67.500 €
45.00%
Canzler Management Holding UG & Co. KG
Germany
45.000 €
30.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Canzler GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

1. GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Die Canzler GmbH - im Folgenden "Canzler" genannt - ist ein All-In-One Dienstleister in der Immobilienbranche. Gegenstand sind Architekten-, Ingenieur- und Beratungsleistungen von der Projektentwicklung über die Planung, Vorbereitung und Mitwirken bei der Vergabe, die Objektüberwachung bis hin zur Beratung bei der Betriebsführung. Mit rund 140 Mitarbeitern einschl. Geschäftsführern werden diese Leistungen vor allem in den Kerngewerken des Bauwesens wie Architektur (Objektplanung für Gebäude), Technische Ausrüstung (Mechanik, Elektrotechnik sowie Gebäudeautomation) und FM-Consulting erbracht. Bei Generalplanungen werden die darüber hinaus gehenden weiteren Leistungen wie z. B. Beratung zum Brandschutz, Tragwerkplanung, Leistungen der Bauphysik usw. von Dritten hinzugekauft.

Canzler hat drei Produktgruppen, Canzler Concept, Canzler Architekten&Ingenieure und Canzler FM Solutions. Canzler Concept berät bei Technical Due Diligence für Immobilien, Voruntersuchungen, Studien, Immobilienentwicklung, Reorganisation von Immobilien und erbringt Projektmanagement- und Projektsteuerungsleistungen. Canzler Architekten&Ingenieure umfasst die klassischen Planungsleistungen nach dem HOAI-Grundleistungsbild für die Fachbereiche Objektplanung für Gebäude, Objektplanung für Ausbau, Technische Ausrüstung und ist außerdem tätig als Generalplaner. Canzler FM Solutions berät zur Betriebsführung neuer oder bestehender Immobilien bzw. Immobilienportfolien oder bei Strategien zur Immobilienführung.

Diese Beratungs-, Planungs- und Steuerungsleistungen werden produktübergreifend vom Gesamtteam von Canzler erbracht, da diese Leistungsbilder starke Überlappungen haben.

Die drei vorgenannten Produktbereiche werden von allen 7 Niederlassungen des Unternehmens aus erbracht. Dies sind Mülheim an der Ruhr, Frankfurt am Main, Berlin, Erfurt, München, Hamburg und Dresden.

Hauptkunden sind mittlere oder große nationale oder internationale Unternehmen, die Öffentliche Hand oder Immobilienfonds - kurzum Projektentwickler, Eigentümer von Immobilien, Dienstleister oder Mieter mit mittlerem oder hohem Bedarf an Architekten-, Ingenieur- oder Beratungsleistungen. Für die meisten Kunden ist Canzler seit vielen Jahren oder auch Jahrzehnten tätig.

Im Ergebnis ist Canzler damit heute im gesamten Lebenszyklus von Immobilien tätig und kann seine Auftraggeber bzw. Projekte damit langfristig und umfassend betreuen. In den letzten 10 Jahren hat diese umfassende Tätigkeit zu einer Vielzahl von Generalplanungsprojekten geführt, die eine gute Auslastung aller Teams in der Breite ermöglicht hat.

2. STRUKTUR UND GESCHäFTSGEGENSTAND

Canzler hat eine Matrixorganisation, die die Unternehmensziele repräsentiert:

- Erbringen hochwertiger Dienstleistungen

- Wirtschaftlicher Erfolg für alle Beteiligten

- Erfüllung bei der Arbeit.

Im Kern der Organisation befinden sich alle Mitarbeiter des Unternehmens mit ihrem jeweiligen Beruf bzw. Kerngeschäft. Zusätzlich kann jeder Mitarbeiter Verantwortung übernehmen im Projektmanagement oder im Qualitätsmanagement. Die Projekt- und Qualitätsmanager werden vom Büroleiter bzw. dem Geschäftsfeldverantwortlichen geführt. Die Unternehmensleitung besteht aus Geschäftsführern, die gleichzeitig auch persönlich die verschiedenen Geschäftsbereiche fachtechnisch repräsentieren und über eine Management Beteiligungsgesellschaft seit 2017 am Unternehmen mit beteiligt sind.

Aufträge werden i. d. R. über Beschränkten Wettbewerb, Rahmenverträge oder Freihändige Vergabe erteilt. Gegenstand sind vor allem Leistungen für gewerbliche Immobilien aus den Bereichen Flughäfen, Einkaufszentren, Büroimmobilien, Warenhäuser, Schulen, Sportstätten, Universitäten, Krankenhäuser, Fabriken, Laborgebäude oder Infrastrukturobjekte wie z.B. Tunnel. Schwerpunkte in den letzten Jahren waren die Sanierung von Hochhäusern im Großraum Frankfurt am Main, Sanierungen, Umbauten, Instandsetzungen und Neubauten im Bereich des Flughafens Frankfurt am Main, der Neubau der Europäischen Zentralbank, Projekte für IKEA und die Deutsche Telekom AG sowie deren FM-Dienstleister. Durch den Dienstleistungsmix, den Kundenmix und die Mischung kurz-, mittel- und langlaufender Projekte sowie Immobilien verschiedenster Branchen hat Canzler ein ausgewogenes Chancen-/Risiko-Verhältnis, das bisher auch plötzlichen politischen, strukturellen oder konjunkturellen Veränderungen Stand gehalten hat.

3. GESCHÄFTSVERLAUF

Durch das oben angegebene umfassende Leistungsbild, die seit Jahrzehnten hochwertige Qualität und damit gute Reputation am Markt, durch erfolgreiche Risikoabwägungen bei Auftragsannahmen und die gute konjunkturelle Entwicklung im Bauwesen in Deutschland hat Canzler seit Jahren einen guten bis sehr guten Geschäftsverlauf. Neben diesem Umfeld wird die Baubranche auch zusätzlich vom schnellen Technikverfall, dem Wunsch der Mieter und Nutzer zu immer wieder hochwertigeren Ausstattungen sowie der Gesetzgebung zu emissionssparenden Maßnahmen beflügelt.

Die Gesamtproduktion von Canzler betrug 2019 ca. 20 Mio. EUR. Die Produktion von Canzler setzt sich zusammen aus dem Umsatz sowie der Veränderung an unfertigen Leistungen des entsprechenden Kalenderjahres.

Der Vorsteuergewinn 2019 betrug 2,12 Mio. EUR. Daraus ergäbe sich ein Gewinn nach Steuern von 0,82 Mio. EUR. Dieser im Vergleich zu den Vorjahren geringere Gewinn ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2019 keine großen Projekte abgerechnet wurden und somit ein wesentlicher Teil der Produktion in 2019 aus unfertigen Leistungen bestand.

Auf Grund der außergewöhnlichen Belastung durch den Verschmelzungsverlust in Höhe von 1,295 Mio. EUR bezüglich der Zusammenführung mit Pielok und Marquardt reduziert sich der Gewinn nach Steuern auf ca. 0,1 Mio. EUR.

Durch die vollständige Verschmelzung mit der Pielok Marquardt Architekten Planungsgesellschaft mbH war die Gesamtleistung in 2019 nach Bereinigung um die sogenannten Intercompanie-Leistungen (Leistungen, die 2018 und vorher zwischen "Pielok und Marquardt" und Canzler erbracht wurden) in etwa genauso hoch wie die Gesamtleistung im Vorjahr. Damit entspricht das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 im wesentlichen den Erwartungen.

Der Auftragsbestand für 2020 und Folgejahre beträgt zum Ende des Geschäftsjahres knapp einen Jahresumsatz. Weitere Aufträge mit einem Umsatz von mehr als einem weiteren Jahresumsatz sind vertraglich gebunden, jedoch noch nicht abgerufen. Weitere Aufträge in Größenordnungen von mehr als einem zusätzlichen Jahresaufwandes sind in Verhandlung und kurz vor der vertraglichen Vereinbarung.

2017 hat sich Canzler zu 70% an der Pielok Marquardt Planungsgesellschaft mbH (vormals Pielok Marquardt Architekten GmbH) beteiligt (im Folgenden kurz PM genannt). Rückwirkend zum 1. Januar 2019 hat Canzler am 8. Mai 2019 nun 100 % der Anteile an PM erworben. PM wurde 2019 im gleichen Zuge vollständig mit der Canzler GmbH verschmolzen. PM bestand seit 1993, hatte zuletzt 10 Mitarbeiter und erbrachte Architekten- und Generalplanungsleistungen für mittlere gewerbliche Immobilien für Büronutzungen, Küchen und Kantinen, Industrie und Wohnungsbau. Mit PM gelang es Ende 2018 gemeinsam einen Generalplanungsauftrag von der Lufthansa Cargo für ein Logistikgebäude am Frankfurter Flughafen zu akquirieren.

4. VERMöGENS- UND FINANZLAGE

Das Unternehmen hat ein Stammkapital von 150.000 EUR.

Davon hält der Gesellschafter SOCOTEC International S.A.S. 70 %.

Im Jahr 2017 wurde die Canzler Management Holding GmbH & Co. KG zur langfristigen Bindung von Führungskräften durch Beteiligung am unternehmerischen Erfolg gegründet. Diese Gesellschaft hält 20 % der Anteile.

Herr Bertram Canzler verfügt über 10 % der Anteile an der Canzler GmbH.

Das Sachanlagevermögen beträgt rund 1.172 TEUR und besteht überwiegend aus Betriebs- und Geschäftsausstattung. In 2019 wurden Software, IT-Ausrüstungen, Messgeräte, Kraftfahrzeuge und Büroeinrichtungen u.a. für den Ausbau und Ausstattung der neuen Fläche für den Frankfurter Standort angeschafft.

Die Unfertigen Leistungen sind - vor offener Verrechnung mit den darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen - mit 33,049 Mio. EUR der größte Vermögensposten. In den Unfertigen Leistungen sind die verschiedenen in Arbeit befindlichen Projekte abgebildet. Dazu gehören z. B.

- Planung und Überwachung Technische Ausrüstung Neubau T3 Fraport

- Generalplanung und Überwachung Mehrfamilienwohnhäuser TAS Kiel

- Generalplanung und Überwachung Um- und Neubau Logistikhallen Lufthansa Cargo Frankfurt am Main

- Planung und Überwachung Technische Ausrüstung Neubau FAIR Darmstadt

- Planung und Überwachung Bebauung Dom-Römer in Frankfurt am Main

- Planung und Überwachung Technische Ausrüstung Flugsteig C Fraport

Die Laufzeiten der Projekte betragen je nach Umfang und Aufgaben von wenigen Wochen bis zu 10 Jahren. Im Projektverlauf werden Anzahlungen angefordert aufgrund des Projektfortschrittes. Nach Fertigstellung aller Leistungen wird die Rechnung gestellt. Bilanziell werden die erhaltenen Anzahlungen gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Unfertigen Leistungen abgesetzt.

Zur Liquiditätssteuerung, aber auch zur Einsatzplanung sowie Kosten-Soll-Ist-Vergleich setzt Canzler ein Datenbanksystem ein, in dem alle erwarteten Honorare nach Projekt und Teilleistung sowie nach Zeitplanung einerseits und laufenden Kosten (Mitarbeiterzeiten) andererseits kontinuierlich verfolgt werden.

Zahlungen der Kunden erfolgen seit Jahren, auch in 2019, weitgehend termingerecht mit sehr wenigen und geringen Zahlungsausfällen. Zur Sicherstellung wird ein separates Liquiditätsübersichtssystem geführt, um kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätssicherstellung zu gewährleisten.

Durch ein gutes Cash Management ist ausreichend eigene Liquidität vorhanden. Canzler kann daher auf Kredite zur Finanzierung des laufenden Geschäftes verzichten.

5. ERTRAGSLAGE

In den letzten Jahren hatte Canzler eine sehr gute Ertragslage wie bereits oben vorab angeschnitten. Dies liegt an der sehr guten Konjunktur im Beratungs- und Baugeschäft und an den oben angegebenen weiteren Treibern. Die Ergebnisse stellen sich wie folgt dar:

2019 2018
TEUR % TEUR %
Umsatz 13.720 68,6 19.422 94,2
BV 6.278 31,4 1.187 5,8
Gesamtleistung 19.998 100,0 20.609 100,0
Fremdleistungen 5.873 29,4 5.388 26,1
Personal 9.335 46,7 8.404 40,8

Die Gesamtleistung ist insgesamt von 20,609 Mio. EUR auf 19,998 Mio. EUR gefallen.

Canzler erbringt seine Leistungen überwiegend durch eigene Mitarbeiter (Personalaufwand), aber auch durch den Einsatz von Subunternehmern (Fremdleistungen), wobei die Anteile von Jahr zu Jahr projektabhängig schwanken können.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend Raumkosten, Reisekosten, Aufwendungen für IT, Versicherungen, Fortbildung und Personalbeschaffung.

6. PERSONAL

Im Geschäftsjahr 2019 hatte Canzler inklusive der von PM übernommenen Mitarbeiter 144 Angestellte, davon 111 Ingenieure, Berater und Techniker, 18 sonstige Mitarbeiter sowie 15 Auszubildende, Praktikanten und Werkstudenten.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Mitarbeiterstamm leicht gewachsen.

Die Mitarbeiterfindung und -bindung erfolgt durch eine in Vollzeit tätige Personalfachkraft, die für den Gesamtprozess der Mitarbeitergewinnung und deren weiterer Betreuung verantwortlich ist. Sie unterstützt auch die Führungskräfte von Canzler bei den regelmäßigen Personalgesprächen, den innerbetrieblichen und überbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen sowie teambildenden Maßnahmen.

Darüber hinaus werben die Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter durch regelmäßige Veranstaltungen, Vorträge, Workshops, Beteiligung an Messen usw. um junges und weiteres Personal bzw. um Interesse am Berufsumfeld.Für Mitarbeiter und Geschäftsführer werden umfangreiche Trainings zur fachlichen Weiterbildung sowie zur Persönlichkeitsentwicklung durchgeführt.

7. AUSBLICK, CHANCEN UND RISIKEN

Die auf Grund der Corona Epidemie schwierige Konjunkturlage lässt keinen gesicherten Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zu. Zum Jahresbeginn hatte Canzler einen hohen Auftragsbestand und der Personalbestand, der Kundenstamm, die Geschäftsfelder und die Organisation sprachen auch für weiteres Wachstum in 2020 und in den Folgejahren.

Ohne Einfluss der Corona Epidemie rechnete Canzler für 2020 gegenüber der kumulierten Leistung Canzler und PM mit einer leichtfallenden Gesamtleistung im mittleren einstelligen Prozentbereich mit entsprechend äquivalenter Gewinnreduzierung. Dieser Ausblick begründetet sich daraus, dass mehrere ertragreiche Projekte in 2019 endeten und andererseits große Projekte parallel in Phasen eintreten, die arbeitsintensiver und somit ertragsschwächer sind. Canzler rechnete insgesamt mit einem erwarteten Ertrag für 2020 weiterhin oberhalb des Branchendurchschnitts.

Die aktuelle Krise, verursacht durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus, wird sich im Jahr 2020 und den Folgejahren auch auf das Geschäft von Canzler auswirken.

Die von der Krise besonders betroffenen Auftraggeber wie Flughäfen, Fluggesellschaften, Einzelhändler, Eigentümer von Einzelhandelsimmobilien und Hotelgruppen mit ca. der Hälfte des Jahresumsatzes von Canzler, haben zum Teil Projektänderungen angekündigt.

Außerdem sind durch die Mobilitätseinschränkungen Projektverzögerungen und Störungen beim Arbeitsablauf oder Stillstand entstanden bzw. entstehen weiter, die zu erhöhtem Aufwand bei gleichem Honorar führen.

Bisher sind keine wesentlichen Projekte gestoppt, neue Projekte konnten akquiriert werden und Canzler kann in großen Teilen weiter produzieren. Hier zahlt sich die Digitalisierungsstrategie der letzten Jahre aus. Fast alle Mitarbeiter können mobil arbeiten und die erforderliche Hard- und Software sowie die Prozesse sind geübt. Dennoch ist in den fortgesetzten Projekten die Produktivität im Homeoffice etwas geringer als in der professionellen Umgebung im Büro oder im direkten Austausch mit den Auftraggebern.

Canzler geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 bei einer ca. 20 % bis 30 % geringeren Produktion und gleichen Kosten kaum Gewinn erzielt werden kann.

Canzler geht davon aus, dass über die Krise die meisten Mitarbeiter gehalten werden können. Canzler wird somit auch nach der Krise leistungsfähig sein. An der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den angekündigten Konjunkturpaketen wird Canzler partizipieren.

Für die Folgejahre dürften die Chancen mit einer auflebenden Konjunktur in Deutschland und in Europa und damit einhergehend der wachsenden Baukonjunktur bestehen. Dazu kommt die gute Marktposition von Canzler verbunden mit der auch nach der Krise anhaltenden Knappheit an qualifizierten Anbietern. Weiter sind zu nennen die steigenden Wünsche nach hochwertigen Gebäuden, die schärferen öffentlich-rechtlichen Anforderungen zum Baurecht, steigende Sicherheitsbedürfnisse, die Veränderungen der Bevölkerungsstrukturen mit der Folge baulicher Anpassungen.

Dem gegenüber bestehen die Risiken vor allem aus der Findung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter, denen Canzler jedoch durch umfangreicheres und aktiveres HR-Management entgegenwirkt. Weiter ergeben sich Haftungsrisiken aus den Tätigkeiten, vor allem bei langlaufenden, großen und komplizierten Projekten. Dem wirkt Canzler durch eine Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von 7,5 Mio EUR je Schadenfall entgegen. Außerdem besteht ein umfangreiches internes Risiko- und Claim-Management von der Angebotsphase bis zum Ende der Gewährleistungsfrist der Projekte. Der zunehmenden IT-Kriminalität und möglichen internen IT-Mängeln hat Canzler weiter umfangreiche bauliche, technische, organisatorische, weiterbildende und vertragliche Maßnahmen entgegengesetzt.

Zur Minderung der Fluktuation wesentlicher Führungskräfte wurde in 2017 eine Management-Gesellschaft mit Beteiligung an Canzler gegründet, an der die Geschäftsführer beteiligt sind und später ggf. auch leitenden Angestellten die Möglichkeit gegeben werden soll am Unternehmenserfolg von Canzler zu partizipieren.

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Dresden, im April 2020

Andreas Broßmann

Andreas Masiorek

Michael Nolte

Holger Richter

Andreas Stehling

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
9. Jahresüberschuss 123.062,19 2.851.831,48
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.007.068,28 1.855.235,95
11. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 2.000.000,00 2.699.999,15
12. Bilanzgewinn 130.130,47 2.007.068,28

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Canzler GmbH hat ihren Sitz in Dresden und ist eingetragen in das Handelsregister mit der Register-Nr. HRB 8883 beim Amtsgericht Dresden.

Der Jahresabschluss 31. Dezember 2019 der Canzler GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Aufgrund der im Juni 2019 erfolgten Verschmelzung des Vermögens der Pielok Marquardt Planungsgesellschaft mbH auf den aufnehmenden Rechtsträger Canzler GmbH, sind die Vorjahreswerte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit den Werten des Berichtsjahres vergleichbar.

Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, erhaltene Anzahlungen nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von dem Posten der Vorräte abzusetzen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden bei Zugang mit den Anschaffungskosten aktiviert und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

- immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltliche Software) 3 Jahre
- Fahrzeuge 6 Jahre
- Einbauten in fremde Grundstücke 10 Jahre
- übrige Betriebsausstattung 3 - 10 Jahre

Vermögensgegenstände bis 800 EUR wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden in Höhe der Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese unter Beachtung des Niederstwertprinzipes angesetzt.

Halbfertige Leistungen wurden nach den Vorschriften des § 255 Abs. 2 HGB ermittelt. Der Wertansatz umfasst zurechenbare Einzelkosten, angemessene Teile der Gemeinkosten sowie sonstige Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital waren nicht einzubeziehen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf den Forderungsbestand wurden in Höhe der erwarteten Uneinbringlichkeit gebildet. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten waren für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind.

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagegitter) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen aus Beteiligungen an der Pielok & Marquardt Planungsgesellschaft mbH mit Anteilsbesitz von 100 % in Höhe von 2.440,3 Tsd. Euro (Vorjahr 70 % - 1.304,8Tsd. Euro) sind im Berichtsjahr durch Verschmelzung der Firmen zu Anschaffungskosten aufgelöst worden.

Vorräte

Von den Posten der Vorräte aus unfertigen Leistungen 33.049,0 Tsd. Euro
zuzüglich geleisteter Anzahlungen 851,5 Tsd. Euro
sind Anzahlungen auf Vorräte offen abgesetzt worden -33.900,5 Tsd. Euro
Die Vorräte sind nach § 268 Abs. 5 HGB ausgewiesen mit 0,00 Euro

Verbleibende erhaltene Anzahlungen von 2.035,5 Tsd. Euro sind unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt.

Bilanzgewinn zum 01.01.2019 2.007,0 Tsd. Euro
Jahresüberschuss 2019 123,1 Tsd. Euro
Gewinnausschüttung -2.000,0 Tsd. Euro
Bilanzgewinn zum 31.12.2019 130,1 Tsd. Euro

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.201 Tsd. Euro (Vorjahr 1.284 Tsd. Euro) entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Risiken aus Projektschadensfällen und Projektversicherungen mit einem Anteil von 43 % (Vorjahr 60 %).

Der Anteil der Rückstellungen für Personalkosten beträgt 38 % (Vorjahr 20,5 %).

Weitere Rückstellungen in Höhe von 19 % (Vorjahr 19,5 %) wurden für Archivierungskosten, Abschluss- und Prüfungskosten sowie sonstige Kosten eingestellt.

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Tsd. Euro
Restlaufzeit von 1-5
Jahren Euro
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre
Euro
Art der Sicherheit
Euro
Erhaltene Anzahlungen 2.035,5 2.035,5 ohne
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.948,0 1.948,0 0,00 0,00 ohne
Sonstige Verbindlichkeiten 959,8 959,8 0,00 0,00 ohne
Gesamt 4.943,3 4.943,3 0,00 0,00

Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen nach § 251 HGB

Architekten-, Ingenieur- und Beratungsverträge beinhalten in der Regel eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren ab Abnahme der Leistungen. Branchenüblich verzichten die Auftraggeber auf die Sicherung von Ansprüchen durch Rechnungseinbehalt oder Stellung von Bankbürgschaften, da Haftungsansprüche durch die bestehende Berufshaftpflichtversicherung gedeckt sind. Die Berufshaftpflichtversicherung der Berichtsfirma umfasst Deckungssummen für Personenschäden von 10,0 Mio. Euro und Sachschäden in Höhe von 7,5 Mio. EUR.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Erträge aus der Vermietung liegen im Berichtsjahr nicht vor (Vorjahr: 39,9 Tsd. EUR).

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als Vermerk unter dem Posten Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung nach § 285 Nr. 31 HGB.

Aus Zukauf weiterer 30% der Beteiligung an der Pielok & Marquardt Planungsgesellschaft mbH und Verschmelzung der 100%igen Beteiligung ergab sich ein Verschmelzungsverlust von 1.295,1 Tsd. Euro.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr betrug die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ohne Geschäftsführung 136.

Angabe der Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Andreas Broßmann, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer, Frankfurt am Main

Herr Andreas Masiorek, technischer Geschäftsführer Egelsbach

Herr Michael Nolte, technischer Geschäftsführer, Hamburg

Herr Holger Richter, kaufmännischer und technischer Geschäftsführer, Pirna

Herr Andreas Stehling, technischer Geschäftsführer, Mülheim an der Ruhr

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Socotec International S.A.S., mit Sitz in Guyancourt, Frankreich. Socotec International S.A.S., Guyancourt, Frankreich, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Jahresüberschuss von 123.062,19 EUR.

Ein Gewinnverwendungsbeschluss lag bei Aufstellung der Bilanz nicht vor. Der Jahresüberschuss wird in den Gewinnvortrag eingestellt und auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus Pandemie werden sich im Jahr 2020 und den Folgejahren wirtschaftlich und finanziell auch auf das Geschäft von Canzler auswirken.

Canzler GmbH geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 bei einer erwarteten um 20 % bis 30 % geringeren Produktion und unter nur begrenzt möglichen Kostensenkungen kein Gewinn erzielt werden kann, je nach Zeitraum der Maßnahmen und weiterem Verlauf ggf. ein Verlust auszuweisen wäre.

 

Dresden, den 15. April 2020

gezeichnet

Andreas Broßmann

Andreas Masiorek

Michael Nolte

Holger Richter

Andreas Stehling

Anlagespiegel

Anlagenspiegel zum 31.12.2019

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten PM GmbH 01.01.2019
EUR
Zugänge/ Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Abschreibungen/ Zuschreibungen vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
EUR
EDV-Software 229.335,27 70.730,09 46.055,00 138.496,18 45.400.00
-118.636,18
PKW 919.351,08 54.597,27 248.018,00 494.919,15 166.886.00
-176.928,20
Sonstige Transportmittel 5.842,06 1.054,50 3.020,56 936,50
Betriebsausstattung 539.575,36 42.052,75 84.588,48 360.629,12 123.323,48
148.995.47
Büroeinrichtung 439.954,60 17.482,46 99.290.52 202.397,98 45.689,52
71.957.60
Einbauten in fremde Grundstücke 162.799,21 49.625,34 99.059,05 73.031,76 19.147,21
59.743.84
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1,00 0,51 77.448,84 76.564,80
77.448,84
Beteiligungen an Kapitalgesellschaft 1.304.834,01 -1.304.834,01 0,00 0,00
3.601.692,59 234.488,42 655.514,39 1.272.494,75 1.958.544,14- 477.947,51
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
PM GmbH 31.12.2018
EUR
EDV-Software 88.988,00 69.313,00 19.020,00
PKW 550.119,00 479.865,00 18.653,00
Sonstige Transportmittel 3.876,00 3.758,00 0,00
Betriebsausstattung 156.592,00 176.729,00 19.207,00
Büroeinrichtung 282.372,00 227.751,00 1.745,00
Einbauten in fremde Grundstücke 178.708,00 100.808,00 3.174,00
Beteiligungen an Kapitalgesellschaft 1.304.834,01 1,00 0,51
Summe 1.260.656,51 2.363.059,01 61.799,51

sonstige Berichtsbestandteile

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktivseite

31.12.2019 Eröffnungsbilanz nach Verschmelzung 1.1.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.988,00 88.333,00 69.313,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.171.668,51 1.031.691,51 988.912,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 1.304.834,01
1.260.656,51 1.120.024,51 2.363.059,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 33.049.000,00 26.771.000,00 24.117.000,00
2. Geleistete Anzahlungen 851.463,27 276.349,95 271.349,95
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.900.463,27- 24.388.349,95- 24.388.349,95-
0,00 2.659.000,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.474.175,66 1.498.538,37 1.463.967,79
2. Sonstige Vermögensgegenstände 643.381,85 613.580,80 531.544,34
2.117.557,51 2.112.119,17 1.995.512,13
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.975.253,11 4.395.233,03 4.075.629,53
5.092.810,62 9.166.352,20 6.071.141,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 132.419,13 92.816,83 60.435,95
6.485.886,26 10.379.193,54 8.494.636,62

Passivseite

31.12.2019 Eröffnungsbilanz nach Verschmelzung 01.01.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00 150.000,00
II. Bilanzgewinn 130.130,47 2.159.735,20 2.007.068,28
280.130,47 2.309.735,20 2.157.068,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 61.881,91 489.124,32 476.206,39
2. Sonstige Rückstellungen 1.200.550,00 1.359.050,00 1.284.010,00
1.262.431,91 1.848.174,32 1.760.216,39
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.035.508,17 3.374.805,59 2.037.217,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.948.045,12 1.138.834,98 858.902,17
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 58.925,00 58.925,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 959.770,59 1.648.718,45 1.622.307,63
-davon aus Steuern EUR 664.972,66 (EUR 1.503.475,57)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 54.643,35 (EUR 20.485,64)
4.943.323,88 6.221.284,02 4.577.351,95
6.485.886,26 10.379.193,54 8.494.636,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

01.01.2019 - 31.12.2019 01.01.2018 - 31.12.2018 Verschmelzung Canzler + P&M 01.01.2018 - 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.720.078,17 19.421.448,78 20.300.222,44
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.278.000,00 1.187.000,00 3.245.000,00
3. Gesamtleistung 19.998.078,17 20.608.448,78 23.545.222,44
4. Sonstige betriebliche Erträge
a. Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und der Zuschreibung von Gegenständen des Anlagevermögens 30.384,97 15.551,02 15.551,02
b. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 584.745,00 99.900,00 99.900,00
c. Übrige sonstige betriebliche Erträge 273.106,74 275.004,66 346.151,20
888.236,71 390.455,68 461.602,22
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.872.915,06 -5.388.015,11 6.491.047,78
1. Rohergebnis 15.013.399,82 15.610.889,35 17.515.776,88
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 7.925.357,73 7.007.933,86 7.701.414,38
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.409.256,70 1.395.724,19 1.545.963,26
-davon für Altersversorgung EUR 1.604,93 (EUR 185.804,71)
9.334.614,43 8.403.658,05 9.247.377,64
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 477.947,51 376.441,45 403.787,98
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.362.475,89 2.582.642,04 2.894.659,35
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.097,11 5.796,07 8.823,13
-davon Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 2.640,00 (EUR 240,00)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 700.870,69 1.383.865,26 1.606.438,97
7. Ergebnis nach Steuern 130.394,19 2.858.486,48 3.354.689,81
8. Sonstige Steuern 7.332,00 6.655,00 7.330,00
9. Jahresüberschuß 123.062,19 2.851.831,48 3.347.359,81
10. Gewinnvortrag aus Vorjahr 2.007.068,28 1.855.235,95 2.717.208,55
11. Vorabausschüttung 2.000.000,00 2.699.999,15 2.699.999,15
12. Bilanzgewinn 130.130,47 2.007.068,28 3.364.569,21

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.07.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Canzler GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Canzler GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Canzler GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. April 2020

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten J. Schrimpf, Wirtschaftsprüfer

Angelika Dobslaw, Wirtschaftsprüfer

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