TRIPLAN GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniela Blum seit 5.8.2025 | Prokura |
Nadine Proksch seit 5.8.2025 | Prokura |
Hugo Sanchez Melendez seit 4.6.2025 | Geschäftsführer |
Ilijas Hadzimejlic seit 9.5.2025 | Geschäftsführer |
Marcel Koch-Mehrin seit 13.10.2023 | Prokura |
Jutta Spahn seit 13.10.2023 | Prokura |
Christine Duey seit 22.3.2021 | Prokura |
Joachim Fuchs seit 14.7.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pharmaplan GmbHBad Homburg v. d. HöheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Pharmaplan GmbH, Bad Homburg v. d. HöheGeschäftsmodellPASSION FOR PHARMA ENGINEERING: Dafür steht Pharmaplan. Als ein für Pharma-Consulting und -Engineering bekanntes Unternehmen in Deutschland ist die Pharmaplan GmbH auf integrierte und ganzheitliche Planung und Realisierung von Pharmaproduktionsstätten spezialisiert. Mit hochqualifizierten Mitarbeitenden aus den Bereichen Project Management, Process Engineering, Good Manufacturing Practice (GMP), Laborplanung, Architektur, Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und Digital Factory unterstützt Pharmaplan die produzierende pharmazeutische Industrie bei der weltweiten Medikamentenversorgung von morgen. Mit 216 Mitarbeitenden zum Jahresende an fünf Standorten in Deutschland (Hamburg, Leverkusen, Ulm, München und Penzberg) unterstützt Pharmaplan die pharmazeutische und biotechnologische Industrie mit flexiblen, GMP-konformen und zukunftssicheren Lösungen. Von der Projektinitiierung über die Planung und den Bau bis zur Übergabe wickeln wir für unsere Kunden Projekte aller Größen ab. Die Pharmaplan GmbH erbringt in der Projektabwicklung Dienstleistungen als Generalplaner für Neubauprojekte, Umbauprojekte und Projekte zur Anlagenoptimierung. Dabei agiert die Pharmaplan im gesamten Lebenszyklus der Planung und des Baus für Anlagen der pharmazeutischen Industrie, insbesondere für pharmazeutische und biotechnologische Anlagen. Dies erstreckt sich von der Konzeptstudie über die Phasen Basis- und Detailengineering bis zur fertigen Anlage. Dabei sind das Projektmanagement sowie die in der Gesellschaft gebundenen Erfahrungen aus der Planung und Abwicklung zahlreicher komplexer Projekte in der Pharmaindustrie ganz wesentliche Faktoren für den Geschäftserfolg. Ergänzt wird das Leistungsspektrum um spezielle technische Beratungsleistungen, z.B. zum Umweltschutz, zur Anlagensicherheit, Standardisierung und der Anlagen-Qualifizierung, sowie Wartungs- und Site Service Tätigkeiten. Mit ihren Dienstleistungen fokussiert sich die Pharmaplan GmbH auf die Prozessindustrie mit den Schwerpunkten Life Science/Pharma. Steuerungssystem, Ziele und StrategienDie Pharmaplan GmbH führt, als Teil von vier ehemaligen, weitgehend eigenständigen und durch die TTP Gruppe erworbenen NNE-Tochterunternehmen die Geschäfte im Pharma- und Life Science-Sektor im europäischen Markt und nutzt hierfür den Markennamen PHARMAPLAN. Die TTP Holding GmbH ist auch Hauptgesellschafterin der Gesellschaften der TRIPLAN Gruppe, welche Engineering-Dienstleistungsunternehmen mit dem Branchenfokus auf die Bereiche Life Science, Chemie und Petrochemie anbietet. TRIPLAN und PHARMAPLAN ergänzen sich unter dem Dach der TTP Holding GmbH zu einem Anbieter mit umfassenden Leistungsportfolio für die Prozessindustrie und in diesem Bereich zu einem der führenden mittelständischen Engineering Unternehmen in Europa. Die einzelnen erworbenen Pharmaplan-Gesellschaften waren bereits vor dem Erwerb durch die TTP Gruppe unter der ehemaligen Muttergesellschaft NNE eng miteinander verzahnt. Dies betraf sowohl administrative Prozesse als auch den projektbedingten Personalaustausch zwischen den Ländern, der eine ideale fachliche Besetzung der Projekte ermöglichte und eine gleichmäßige Auslastung der Personalressourcen unterstützte. Insbesondere zwischen der deutschen und der schweizerischen sowie der französischen Pharmaplan Gesellschaft erfolgt ein intensiver Austausch von Ingenieuren, wodurch zusätzliche Projekte realisiert und erfolgreich abgewickelt werden können und eine gezielte Beratung der Kunden durch Spezialisten erreicht wird. Auch nach der Übernahme im Jahre 2019 wird diese intensive Zusammenarbeit mit den Ländern Schweiz, Frankreich und Belgien - durch die jeweiligen Geschäftsführer der Gesellschaften getrieben - fortgesetzt. Innerhalb der Pharmaplan GmbH gibt es drei Geschäftsbereiche mit unterschiedlich starker Gewichtung des Umsatzes. Der Geschäftsbereich Consulting & Front End Projects ist fokussiert auf frühe Projektphasen sowie Beratungsgeschäft zu unterschiedlichsten Themen im Pharma- und Biotech-Umfeld. So können die Kunden der Pharmaplan von der Expertise bereits in der ersten Initiierung von Projekten profitieren und sicherstellen, die richtigen Weichen für Ihr individuelles Projektvorhaben zu stellen. Gerade in frühen Projektphasen werden die Grundlagen für ein erfolgreiches Erreichen des Kundenprojektziels gestellt und Pharmaplan die Chance eröffnet, neue Projekte von Beginn an zu begleiten. Dieser Geschäftsbereich macht etwa 2% des Gesamtumsatzes der Pharmaplan GmbH aus. Der Geschäftsbereich Investment Projects ist innerhalb der Pharmaplan mit ca. 95% der umsatzstärkste Bereich. Pharmaplan begleitet die Kunden bei Neu- oder Umbauprojekten von der Planung bis zur Inbetriebnahme als Generalplaner über mehrere Jahre. In mittleren bis großen Projektteams bündelt Pharmaplan alle Gewerke und Kompetenzen, die für die Realisierung eines Projektes notwendig sind und steuert eigenständig Projekte mit einem Investitionsvolumen von Mio EUR 10 - Mio EUR 250. Der dritte Geschäftsbereich Site Projects liefert den Kunden Unterstützung im Tagesgeschäft sowie bei kleineren Umbauten, Upgrades oder Austausch von Equipments. Die Projektingenieure von Pharmaplan arbeiten hier gemeinsam mit den Ingenieuren des Kunden - meist zusammen am Kundenstandort. Dieser Geschäftsbereich macht etwa 3% des Gesamtumsatzes aus. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt durch regelmäßige Meetings, in denen Themen wie Projektstatus, Einsatzplanung und Auslastung zusammen mit der Geschäftsführung überprüft und ggf. angepasst werden. Unser Ziel für die zukünftigen Jahre ist der Ausbau des Bereiches Consulting & Front End Projects, um langfristig den Erfolg des Bereiches Investment Projects zu gewährleisten. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine kundenauftragsunabhängige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden immer kundenauftragsbezogen statt und werden im Rahmen solcher Aufträge von den Kunden vergütet. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen werden gruppenweit eingeschätzt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde zwecks Harmonisierung und anders als im Vorjahr diese Einschätzung im Folgenden und auf die Branche der Gesellschaft bezogen, übernommen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 war auch weiterhin entscheidend durch die Auswirkungen der Corona-Krise geprägt. Durch die globale COVID-19 Pandemie und die ergriffenen Gegenmaßnahmen blieben die Unsicherheiten des Vorjahres auf den Märkten weiterhin bestehen, jedoch zeichnete sich im Geschäftsjahr eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ab. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge ist im Berichtsjahr das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um ca. +3,4 % gestiegen. Der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und das Wiederaufleben von COVID-19 in China haben die Weltwirtschaft im Jahr 2022 belastet und die ersten beiden Faktoren werden dies auch im Jahr 2023 tun. Trotz dieses Gegenwinds war das reale Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2022 in zahlreichen Volkswirtschaften, darunter die USA, der Euroraum und wichtige Schwellen- und Entwicklungsländer, überraschend stark. 1 Die Eurozone verzeichnete im ersten Quartal 2022 ein starkes Wachstum (+5,7 %) im Vergleich zum Vorjahresquartal, welches sich im zweiten Quartal (+4,4 %), dritten Quartal (+2,6 %) und vierten Quartal (+1,7 %) gegenüber den Vorjahresquartalen abschwächte. 2 Auch die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 gewachsen. Das preisbereinigte BIP war im Jahr 2022 um +1,9 % höher als im Vorjahr. Die Inflationsrate hat sich im Jahresdurchschnitt um +7,9 % gegenüber 2021 erhöht. 3 Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr gut behauptet - trotz Energiekrise, Ukraine-Konflikt und Lieferkettenproblemen. Wichtigste Stütze war hier der private Konsum, welcher im Jahr 2022 stark gestiegen ist und fast auf Vor-Pandemie-Niveau lag. Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und der robuste Arbeitsmarkt trugen ebenfalls positiv zur Wirtschaftsleistung bei. 4 Die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie hat nach Auskunft des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg in Höhe von +17,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf rund EUR 266,5 Mrd. verzeichnet. Die Produktion ist allerdings um -6,0 % gesunken. Grundsätzlich war aus unserer Sicht die Marktsituation im deutschen Engineering- und Beratungsgeschäft für Pharma- und Biotechnologieunternehmen in 2022 geprägt durch ein leicht geschwächtes Investitionsvolumen. Einerseits erkennen wir den Wunsch wieder mehr im eigenen Land zu produzieren, um sich weniger abhängig zu machen. Anderseits entschließen sich einige Pharma-Produzenten Projekte ein wenig in die Zukunft zu verlagern, da die Rohstoffpreise nach wie vor - bedingt durch die Corona Pandemie und durch die Invasion Russlands in die Ukraine - sehr hoch sind. Pharmaplan spürt aber auch den weiterhin intensiven Wettbewerb sowie das Auftreten neuer Wettbewerber aus anderen Branchen wie beispielsweise Bau- und Architektur sowie Hochbau und Technische Gebäudeausrüstung (TGA). Die Gesellschaft reagiert auf die veränderte Lage durch intensive Wettbewerbsanalyse sowie engen Kontakt zu ihren Kunden um deren Investitionsabsichten frühzeitig zu kennen und entsprechend sich anbieten zu können. GeschäftsverlaufGrundsätzlich und zusammenfassend ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung des Unternehmens für 2022 unter den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen operativ zufrieden. Im Geschäftsjahr 2022 konnte Pharmaplan einen Auftragseingang von Mio EUR 29,0 (VJ Mio EUR 53,5) verzeichnen, wovon Mio EUR 13,4 (VJ Mio EUR 43,3) auf strategische Kunden in Deutschland entfielen. Die Pharmaplan GmbH wird von unseren Kunden weiterhin als Generalplaner für Großprojekte im 3-stelligen Millionen Bereich eingesetzt. Dies führt zu langen Projektlaufzeiten mit hohen Beständen, die nach HGB konservativ bewertet werden. Erst mit Beendigung des Auftrags können diese Projekte in den Umsatzerlösen erfasst werden. Dies erklärt auch die signifikanten Veränderungen von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2022 konnte eines dieser Großprojekte mit einem Umsatzerlös von rund Mio EUR 14 abgeschlossen werden. Die Umsatzerlöse betrugen in 2022 Mio EUR 31,4 (VJ Mio EUR 17,4). Die Erhöhung des Bestandes in Arbeit befindlicher Aufträge betrug im Geschäftsjahr 2022 Mio EUR 4,5 (VJ Mio EUR 12,6). Daraus resultiert eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung sowie sonstige betriebliche Erträge) von Mio EUR 36,6 (VJ Mio EUR 30,5). Die Pharmaplan GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2022 208 Mitarbeiter (VJ 166). Am Geschäftsjahresende waren 216 Mitarbeiter beschäftigt (VJ 177). Die maßgeblichen Steuerungsgrößen gemäß unserer Budgetplanung für 2022, die ausschließlich auf IFRS basiert, sind, im Einklang mit den gruppenweiten Steuerungsgrößen, Umsatz und adjusted EBITDA. Der erzielte nach IFRS erzielte Umsatz in Höhe von TEUR 35.205 (VJ TEUR 30.489) übertraf mit 4% unseren budgetierten Zielwert von TEUR 33.889 (VJ TEUR 28.559). Das erreichte adj. EBITDA von TEUR 4.416 (VJ TEUR 4.468) entspricht 100,3% des geplanten adj. EBITDA von TEUR 4.401 (VJ TEUR 3.431). Die in IFRS definierten Unternehmensziele wurden grundsätzlich in 2022 leicht übertroffen. Das Jahresergebnis vor Steuern betrug für 2022 TEUR 899,1. Die gesetzte Prognose für das GJ 2022 nach HGB ein knapp siebenstelliges Jahresergebnis zu erzielen wurde nicht erreicht. Die Differenz zwischen dem Umsatz nach HGB und IFRS resultiert grundsätzlich aus den unterschiedlichen Bewertungsrichtlinien von HGB und IFRS. Im Wesentlichen resultieren die Unterschiede aus der Bewertung von in Arbeit befindlichen Aufträgen. Die konservative Betrachtung der in Arbeit befindlichen Leistungen nach HGB führt zu einem im Vergleich zu IFRS ungefähr 1.040 TEUR niedrigeren Ergebnis, da der projektbezogene Gewinn erst bei Fertigstellung der langjährigen Aufträge realisiert werden kann. Des Weiteren ergab sich im Geschäftsjahr 2022 das Erfordernis der Abwertung von drei Festpreisprojekten, das erst nach Abschluss der Zahlenbasis nach IFRS bekannt wurde. Darüber hinaus wurde nach Abschluss der Zahlenbasis nach IFRS sonstiger betrieblicher Aufwand im Zusammenhang mit der Zuführung zu sonstigen Rückstellungen für Risikovorsorge erforderlich. Des Weiteren erfolgte eine Korrektur der Berechnungsgrundlagen der Pensionsrückstellung für Steuerzwecke, die erst nach dem Erstellungszeitpunkt der Zahlenbasis für das GJ 2022 nach IFRS erfolgte. In der Folge führt dieser steuerpflichtige Ertrag im HGB-Abschluss zu einer höheren Steuerlast in 2022 in Höhe von Mio EUR 0,5.
Ertragslage Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz von Mio EUR 31,4 (VJ Mio EUR 17,4) bei einer Gesamtleistung von Mio EUR 36,6 (VJ Mio EUR 30,5) mit einem Jahresüberschuss von Mio EUR 0,4 abgeschlossen (VJ Jahresfehlbetrag Mio EUR 0,2). Der Anstieg der Gesamtleistung entstand insbesondere aus dem Anstieg der Umsatzerlöse, da ein Großprojekt in 2022 abgeschlossen wurde, dass im Abschluss 2021 nur zu den Herstellkosten bewertet werden konnte. Die Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen betrug im Jahr 2022 Mio EUR 4,5 (VJ Mio EUR 12,6). Die sonstigen betrieblichen Erträge von Mio EUR 0,6 (VJ Mio EUR 0,4) resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) lag bei Mio EUR 27,1 (VJ Mio EUR 20,6). Pharmaplan hat, wie bereits im Vorjahr, einige Großaufträge sowie einige Projekterweiterungen angenommen und hierfür neben der Erweiterung des festen Mitarbeiterkreises weiterhin viele Subunternehmer mit Dienstleistungen beauftragt. Der Ausbau unseres eigenen Expertenteams spiegelt sich vor allem in den auf Mio EUR 16,8 (VJ Mio EUR 15,3) gestiegenen Personalkosten wider Entsprechend konnten die Materialaufwendungen für bezogene Leistungen leicht verringert werden Mio EUR 9,5 (VJ Mio EUR 9,9). Von 2021 auf 2022 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von Mio EUR 3,4 im Vorjahr auf Mio EUR 5,1 gestiegen. Die wesentlichen Positionen sind weiterhin Konzernumlage, IT-Kosten, Beratungskosten, Aufwendungen für das Recruiting von Mitarbeitern sowie die Anmietung und der Umbau von weiteren Räumlichkeiten im Hamburg, Leverkusen und Bad Homburg aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 zusätzlichen angestellten Mitarbeiter. In 2022 entstand darüber hinaus sonstiger betrieblicher Aufwand im Zusammenhang mit der Zuführung zu sonstigen Rückstellungen für Risikovorsorge. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen von Mio EUR 1,0 auf Mio EUR 1,3 an, da im Zuge des Mitarbeiteraufbaus neues IT Equipment angeschafft wurde. Des Weiteren waren im Geschäftsjahr Abschreibungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens im Zusammenhang mit drei Festpreisprojekten in Höhe von Mio EUR 2,9 erforderlich. FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich zu einem wesentlichen Teil über Kundenanzahlungen für Festpreisverträge, die mit Projektfortschritt eingehen. Zusätzlich sorgen Verträge mit monatlicher Abrechnung nach Aufwand für regelmäßige Zahlungseingänge. Die Finanzierung der Gesellschaft wird darüber hinaus durch die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von Mio EUR 2,7 (VJ Mio EUR 4,7) sichergestellt. Des Weiteren wurde in 2021 ein zeitlich unbefristeter Cash-Pool-Vertrag mit der Konzernmutter und den Schwestergesellschaften vereinbart, um eine optimale Verteilung der Liquiden Mittel zu gewährleisten. Dieser Vertrag beschließt eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 50 und eine Liquiditätsreserve in Höhe von TEUR 20. Aus einem Finanzierungsvertrag der TTP Holding GmbH ergeben sich für die Pharmaplan GmbH Haftungsverhältnisse gegenüber einzelnen Banken aus Bürgschaften für die Verbindlichkeiten der TTP Holding GmbH in Höhe von Mio EUR 29,7 EUR. Die Gesellschaft geht nicht von einer Inanspruchnahme aus. InvestitionenIm Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von Mio EUR 0,7 (VJ Mio 0,5) im Wesentlichen in den Bereichen IT-Ausstattung sowie Büro- und Geschäftsausstattung getätigt. VermögenslageDie Bilanzsumme der Pharmaplan GmbH per 31. Dezember 2022 beträgt Mio EUR 56,5 (Vorjahres-Vergleichswert Mio EUR 55,6). Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus der Erhöhung des Vorratsvermögen um Mio EUR 1,6 bedingt durch den Anstieg der in Arbeit befindlichen Aufträge im Rahmen von Großprojekten, sowie dem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um Mio EUR 1,3), sowie eine Verminderung der Guthaben bei Kreditinstituten um Mio EUR 2,0. Dem steht auf der Passivseite im Wesentlichen ein Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von Mio EUR 0,8 gegenüber. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von TEUR 322. Im Vorjahr wies die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 96 aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von +0,57% und ist damit deutlich besser als im Vorjahr (-0,17%). Die Entwicklung der Vermögenslage ist vor allem dadurch bedingt, dass in 2022 ein Großauftrag aus 2019 abgeschlossen werden konnte. Daraus resultierte ein Umsatz von Mio EUR 14,1. Dementgegen steht die Abwertung des Bestandes in Höhe von Mio EUR 2,9 sowie erhöhte Risikovorsorge von Mio EUR 0,4 und Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio EUR 0,5. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Umsatzerlöse sind von Mio EUR 17,4 auf Mio EUR 31,4 bei einer Gesamtleistung von Mio EUR 36,6 (VJ Mio EUR 30,5) gestiegen. Ursächlich hierfür war die die Realisierung eines Großprojektes aus 2019. Das Jahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss von Mio EUR 0,4 abgeschlossen (VJ Jahresfehlbetrag Mio EUR 0,2). Dies ist bedingt durch die genannte Realisierung eines Großprojektes, dem die Abwertung von drei in 2023 fertiggestellten Festpreisprojekten in Höhe von Mio EUR 2,9 sowie erhöhte Risikovorsorge in Höhe von Mio EUR 0,4 gegenüberstanden. Die Auslastungssituation im Unternehmen ist weiterhin gut. Die geplante Auslastung für 2022 in Höhe von 78% konnte übertroffen werden (81,3%). Für nachhaltigen Erfolg stehen die Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung sowie -qualifikation im Fokus der Geschäftsführung. Anfang 2022 wurde die Pharmaplan GmbH basierend auf einer offiziellen und unabhängigen Mitarbeiterbefragung als ein "Great Place To Work" zertifiziert. Dank der hohen Mitarbeiterzufriedenheit konnte die Fluktuation auf 17,5% im stark umkämpften Pharmamarkt begrenzt werden (VJ 16,0%). Die Prognose des Vorjahres wurde weitestgehend erreicht. PrognoseberichtFür 2023 und 2024 wird in Deutschland in allen drei Geschäftsbereichen aufgrund einer weiterhin vorhandenen Investitionsbereitschaft unserer Kunden mit einer stabilen Marktentwicklung gerechnet. Viele Kunden haben geplante Projekte während der Pandemie etwas nach hinten verschoben und werden diese in den laufenden Jahren starten. Dies birgt die Chance, neue Projektvorhaben zu identifizieren und von Beginn an zu begleiten. Gleichzeitig könnten sich unsere Kunden auf Grund der aktuellen Ukraine-Lage zu einer Verschiebung von geplanten Investitionen entschließen. Laufende Investment Projekte werden fortgesetzt und sorgen für eine stabil hohe Auslastung der Pharmaplan Mitarbeiter. Grundsätzlich sind fokussierte und verstärkte Vertriebsaktivitäten notwendig, um sich bei vor der Pandemie schon starkem und nun sogar noch weiter steigendem Wettbewerb erfolgreich am Markt durchzusetzen. In den letzten Jahren ist es Pharmaplan gelungen sich im deutschen Markt als Generalplaner zu etablieren. Dies ließ sich auch im Jahr 2022 durch das Gewinnen weiterer Aufträge als Generalplaner noch unterstreichen. Damit einher geht weiterhin der Ausbau operativer Geschäftsbereiche, um alle Gewerke und Disziplinen für die Abwicklung von Generalplaner-Projekten im eigenen Haus zu bündeln. Dadurch erwarten wir auch in den Folgejahren 2023 und 2024 weitere Marktanteile zu gewinnen und uns in Deutschland zum Marktführer im Generalplanungsgeschäft für die Pharma- und Biotechbranche zu entwickeln. Aufgrund des recht zufrieden stellenden Jahres 2022, charakterisiert durch gute Auslastung und einer insgesamt guten Projektabwicklung, ist es unser Ziel in 2023 und 2024 diesen hohen Beschäftigungsgrad sowie die hohe Kundenzufriedenheit zu halten, und ein operatives Ergebnis auf ähnlichem Niveau im Vergleich zum Vorjahr zu erzielen. Die Covid-19 Pandemie sowie die durch die Invasion Russlands in der Ukraine ausgelöste, politische und wirtschaftliche Situation, führten zu Personal- und Lieferengpässen, die Projektverzögerungen/-verlängerungen verursachten. Als Folge dessen stiegen die Projektkosten, die durch die hohe Inflation in 2022/2023 noch zusätzlich belastet wurden. In der Bilanz wird dieser negative Effekt durch die Abwertung des Bestandes an unfertigen Leistungen für zwei in 2023 endende Festpreisprojekte abgebildet. Inzwischen können wir sagen, dass sowohl die Covid-19 Pandemie als auch die Auswirkungen der genannten politischen und wirtschaftlichen Situation das Unternehmen beeinträchtigen haben, wir hingegen planen, unsere Ziele für 2023 und 2024 dennoch zu erreichen. Wir erwarten, dass das HGB-Ergebnis vor Steuern in 2023 sich in etwa bei Mio EUR 2,5 bewegen wird, da mit der in 2022 gebuchten vorweggenommen Abwertung des Bestandes an unfertigen Leistungen in Höhe von Mio EUR 2,9 die in 2023 erwartbar entstehende Verluste aus Fixpreisprojekten antizipiert wurden. Die Fertigstellung weiterer Fixpreis-Großprojekte ist für 2024 sowie 2025 geplant. Insgesamt wird dadurch mit einer HGB-Umsatzsteigerung für 2023 von etwa 5%gerechnet. Die Eigenkapitalquote sollte sich in der Folge in 2023 stark positiv verändern. Durch verschiedene bereits begonnene bzw. durchgeführte Maßnahmen soll eine weitere Stärkung der Mitarbeiterzufriedenheit erreicht werden. Die Mitarbeiterfluktuation für 2023 wird mit rund 13% deutlich unter dem Wert des Jahres 2022 (17,5%) erwartet. Wir erwarten für 2023 ein geplantes IFRS-Ergebnis adj. EBITDA in Höhe von TEUR 4.361 (VJ TEUR 4.401), bei einem geplanten Jahresumsatz nach IFRS in Höhe von TEUR 35.984 (VJ TEUR 33.889) und einer Auslastung von ca. 79,5%. Voraussetzungen für die voraussichtliche Einhaltung der Prognose sind eine planmäßige Projektabwicklung, eine verbesserte Mitarbeiterfluktuation sowie die Einstellung weiterer qualifizierter Ingenieure, was sich erwartungsgemäß in den Jahren 2023 und 2024 angesichts des Fachkräftemangels unverändert als Herausforderung darstellen wird. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Gewinn vor Steuern nach HGB im niedrigen einstelligen Millionen-Bereich, und erwarten ein EBITDA nach IFRS iHv rd Mio EUR 4,4 Die Umsatzerlösentwicklung in HGB wird stark davon abhängen, ob es uns gelingt, die Festpreis-Großprojekte noch in 2024 abzuschließen. Für IFRS planen wir mit einem Umsatzanstieg um rd 10 % gegenüber 2023. Unsere Planung basiert auf einer durchschnittlichen Auslastung 2024 von 78,6%. Die Mitarbeiterfluktuation sollte in etwa zwischen 13-15% liegen. RisikoberichtDie Pharmaplan GmbH ist in das Risikomanagementsystem der TTP Gruppe eingebunden. Die Geschäftsführung hat in ihrer Gesamtverantwortung ein Risikomanagementsystem eingerichtet, damit bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt werden können. Dieses Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2022 mit dem gruppenweiten Risikomanagementsystem harmonisiert. Das Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichtserstattungsprozesses. Die Geschäftsleitung erhält anlassbezogen Berichte über die Risikoerfassung und Risikoüberwachung. Risiken aus Großprojekten, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren des Konzerns darstellen können und potenzielle Auswirkungen auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben, werden monatlich mit der Geschäftsführung, dem TTP-gruppenweiten Projektrisikomanager und dem lokalen Management analysiert. Die einzelnen Risiken werden anhand ihres Schadenpotentials untersucht. Das Schadenpotential wird konzernweit einheitlich nach dem Auftragsvolumen und der mit dem Auftrag spezifisch verbundenen Risiken bewertet. Risiken sind so umfassend wie möglich über Versicherungen abgedeckt. Auf eine Kreditausfallversicherung wurde im Hinblick auf die hohe Bonität der Auftraggeber verzichtet und nur im Einzelfall in Erwägung gezogen. Für andere Risiken, wie Qualitäts-, Standorts- oder Rechtsrisiken wurden, sofern aufgrund der IFRS erforderlich, Rückstellungen gebildet bzw. es wurden Wertberichtigungen auf Vermögenswerte vorgenommen. Die Geschäftsleitung der Pharmaplan GmbH steht regelmäßig mit den Projektverantwortlichen in Kontakt. Die monatliche Berichterstattung mit detaillierten Soll-Ist-Analysen und die ständigen Kontakte mit den Verantwortlichen zeigen der Geschäftsleitung sich abzeichnende Abweichungen zeitnah auf. Vermögensrisiken sowie Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung können somit frühzeitig erkannt werden. Im operativen Geschäft sind Risiken in den Projekten zwangsläufig vorhanden. Diese werden durch das Projektmanagement überwacht und gesteuert, welches direkt an die Geschäftsführung berichtet. Zudem wurde auf TTP-Gruppenebene eine zentrale Funktion zur Überwachung der Projektrisiken eingeführt. Für alle aus Basis der gruppenweiten Approval Policy identifizierten wesentlichen Großprojekte werden monatliche Steering Committee Meetings durchgeführt und die Projekte mit einer speziellen Kennzahl, dem Project Portfolio Index, monatlich bewertet. In diesem Zusammenhang werden Abweichungen zum ursprünglichen Projektplan analysiert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der Projektabwicklung diskutiert und beschlossen. Das Eingehen von Risiken bedarf regelmäßig der Zustimmung durch die Kontrollorgane der TTP Gruppe gemäß aktueller gruppenweiter Approval Policy. Beispielsweise bedürfen Angebotsabgaben - je nach Größe und Vertragstyp - der vorherigen Zustimmung der Geschäftsführung der Pharmaplan GmbH und durch Group-CEO/-CFO. Soweit Chancen und Risiken quantifizierbar sind bzw. im Risikomanagementsystem quantifiziert werden, ist dies im Folgenden angegeben. Der interne Risikobericht beinhaltet die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Hauptrisiken. Alle Risiken, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren der Pharmaplan GmbH darstellen und potenzielle Auswirkungen auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben, werden hier betrachtet. Das Schadenpotential wird durch Kriterien in Bezug auf mögliche Schäden in den Bereichen Kosten, Zeit und Qualität beurteilt. Der Bereich "Qualität" beinhaltet auch Themen wie Datenqualität, Prozessqualität, Akzeptanz der Anwender, Zielerreichung des Projekts sowie Rahmenbedingungen. Aus den erfassten Werten wird das Schadenspotenzial (SP) berechnet (gewichtete Summe). Entsprechend der Kombination aus erwartetem Schadenpotential und Eintrittswahrscheinlichkeit wird eine Gesamtbewertung des Risikos in den Kategorien "gering", "moderat", "hoch" sowie "kritisch" abgeleitet. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Skalen dieser beiden Dimensionen (erwartetes Schadenpotential und Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie die daraus abgeleitete Risikomatrix:
Die nachfolgenden Risikoanalysen basieren auf einem internen, quartärlichen gruppenweiten Risikobericht und sind nach aufsteigendem Risiko sortiert. Strategische Risiken und Geschäftsrisiken Das wachsende Kunden- und Produktportfolio der Pharmaplan GmbH fördert Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen, großen Kunden. Konjunkturelle Schwankungen insbesondere bei Großprojekten der Chemieindustrie können durch das insgesamt weniger von der Konjunktur abhängige Pharmageschäft ausgeglichen werden. In der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht für die Pharmaplan kein wesentliches Risiko. Der weitere Ausbau des Geschäftes mit Life Science/Pharma Kunden und die Erweiterung des Standortnetzwerkes trägt entscheidend dazu bei, das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Kunden signifikant zu verringern und dient der geografischen Diversifikation. Die klare Zuordnung der Geschäftsleitungsverantwortung für die einzelnen strategischen Bereiche gewährleistet ein effizientes Risiko-Reporting und Risiko-Management. Des Weiteren begegnet die Pharmaplan GmbH einem möglichen Auslastungsrisiko für Ihre Mitarbeiter durch die aktive Förderung der Beziehungen zu Bestandskunden und die Akquise von Neugeschäft. Weiterhin wird die Auslastung wöchentlich berichtet und bei negativen Abweichungen frühzeitig gegengesteuert. Um Zeiten hoher Auslastung mit Zeiten geringer Auslastung auszugleichen, nutzt die Pharmaplan GmbH das Instrument der Gleitzeit. Für das Jahr 2022 bestanden mit der russischen Invasion in die Ukraine sowie der noch erhöhten Inflation weiterhin Unsicherheiten für Konjunktur und Kapitalmärkte. Die Pharmaplan GmbH hat derzeit keine Kundenbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Kunden und keine Geschäftsbeziehungen mit Kunden im Nahen Osten. Die bereits beschlossenen und noch zu erwartenden weiteren Sanktionen gegen Russland bzw. mögliche russische Gegenreaktionen werden voraussichtlich auch die Weltwirtschaft und damit auch u.a. mit erhöhter Inflation und erhöhten Energiekosten Deutschland belasten. Die Stärke der Auswirkungen ist jedoch mit sehr hoher Unsicherheit behaftet und hängt stark vom weiteren Verlauf des Krieges sowie den damit zusammenhängenden Sanktionen ab. Die Pharmaplan GmbH evaluiert diese Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Risikosituation der Gesellschaft laufend im Rahmen der Risikosteuerung und -überwachung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Kunden mit energieintensiven Produktionsprozessen. Im Geschäftsjahr 2023 war der Effekt auf unser Geschäft mit energieintensiven Unternehmen als gering einzustufen. Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten strategischen Risiken sowie Geschäftsrisiken werden im Rahmen des internen Risikomanagements als moderat (im Vorjahr gering) eingestuft. Personal- und Sozialrisiken Die Unternehmen der TTP Gruppe haben einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Viele Kundenunternehmen sehen Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services mittlerweile als wichtigen Rekrutierungskanal an. Einem Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal wird durch regelmäßige Analyse des Mitarbeiterbestands und der Mitarbeiterfluktuation, entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme begegnet. Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten Personal- und Sozialrisiken werden im Rahmen des internen Risikomanagements als gering eingestuft. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Um Risiken für Forderungsausfälle zusätzlich zu minimieren, werden neue Kunden vor Vertragsabschluss hinsichtlich ihrer Bonität beurteilt. Darüber hinaus werden auf Basis einer regelmäßigen Überwachung der Altersstruktur überfälliger Forderungen angemessene Maßnahmen abgeleitet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Die Gesellschaft generiert Liquidität zum einen aus ihrer operativen Tätigkeit, zum anderen steht ihr über die TTP-Gruppe ein Betriebsmittelkredit in Höhe von insgesamt bis zu EUR 12,5 Mio. zur Verfügung. Zusammen mit dem Bestand auf den Bankkonten stellt dies die verfügbare Liquidität der Pharmaplan GmbH dar. Aufgrund der weit entfernten Fälligkeit der Finanzierungslinien besteht kein Refinanzierungsrisiko innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre. Die bestehenden Finanzierungslinien unterliegen der Einhaltung bestimmter Covenants. Bei Nichteinhaltung der Kreditbedingungen ergeben sich finanzwirtschaftliche, insbesondere Liquiditätsrisiken aus Kündigungsmöglichkeiten der Finanzierungsverträge auf Ebene der TTP Holding GmbH. Die Geschäftsführung schätzt dieses Risiko als moderat ein. Alle Geschäfte werden in Euro abgeschlossen. Da die Geschäfte vorwiegend im gleichen lokalen Währungsraum abgewickelt werden, sind Währungsrisiken für die Pharmaplan GmbH grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter der Ausnutzung von Skontoregelungen gezahlt. Dem aktuell bestehenden erhöhten Inflationsrisiko begegnet die Pharmaplan GmbH bereits bei der Angebotskalkulation, in der bei langlaufenden Aufträgen ein Inflationsaufschlag kalkuliert wird. Teilweise erfolgt auch die Aufnahme einer Preisanpassungsklausel. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken sind abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controlling-Systeme installiert und werden regelmäßig aktualisiert. Das Management ist sich sicher, dass das Unternehmen auf diese Herausforderungen gut vorbereitet ist und hat entsprechende Handlungsoptionen entwickelt. Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Rahmen des internen gruppenweiten Risikomanagements als gering eingestuft. Auftragsdurchführungsrisiken Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten Auftragsdurchführungsrisiken werden im Rahmen des internen Risikomanagements und auf Basis des Geschäftsverlaufs 2022 als moderat eingestuft. Insbesondere bei wesentlichen Fixpreisprojekten können aus Auftragsdurchführungsrisken resultierende Effekte wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Pharmaplan GmbH haben. Problemen bei der Auftragsdurchführung wird durch eine Anleitung der Projektleiter bei Projektinitiierung durch die Projekt-Governance vorgebeugt. Außerdem erfolgt im Anschluss eine wöchentlich durchgeführte Projektprüfung, wodurch Verzögerungen und Budget-Ist-Abweichungen frühzeitig erkannt und behoben werden können. Zudem erfolgen regelmäßige Qualitätskontrollen. IT-Risiken Die Pharmaplan GmbH setzt im Rahmen der Geschäftstätigkeit in vielen Bereichen IT-gestützte Systeme und Prozesse ein (u. a. Systeme für Finance & Controlling). Die hierbei verwendeten IT-Systeme werden laufend verbessert und ggf. erneuert. Derartige Änderungen verursachen insbesondere in der Implementierungsphase eine starke Abhängigkeit mit möglichen negativen Auswirkungen wie Verzögerungen und Ineffizienzen auf den Geschäftsbetrieb. Um diese Risiken zu minimieren, werden alle relevanten IT-Systeme fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt. Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten IT-Risiken inklusive derer aus IT-Sicherheitsrisiken, werden im Rahmen des internen gruppenweiten Risikomanagements als gering eingestuft. Kundenrisiken Es besteht das Risiko, dass Kundenbeziehungen im Einzelfall durch Kunden beendet werden und es der Gesellschaft nicht gelingt, neue Kunden in gleichem Umfang zu gewinnen. Die hohe Qualität der Leistungen der Pharmaplan GmbH trägt zur nachhaltigen Kundenbindung bei. Durch die teils jahrzehntelange Zusammenarbeit und partnerschaftliche Kundenbeziehungen besitzt die Gesellschaft bei Technologie- und Innovationsführern der Zielbranchen aus Sicht der Geschäftsführung eine exzellente Reputation und Bonität. Die Zusammenarbeit mit Kunden dieser Zielbranchen wird ausgebaut. Die von der Pharmaplan GmbH identifizierten Kundenrisiken werden im Rahmen des internen gruppenweiten Risikomanagements als moderat eingestuft. Gesamtbild der Risikolage Das Risikomanagement steuert die gesamte Risikosituation der Pharmaplan GmbH. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. ChancenberichtChancen sehen wir neben unseren Vertriebsintensivierungen im deutschen Markt sowie dem weiteren Ausbau der operativen Abteilungen und Gruppen, um als Generalplaner mit gleichwertig gewichteter Expertise im Prozess und auch im Facility Design wahrgenommen zu werden. Insbesondere die aktuell laufenden großen Realisierungsprojekte zeigen dem Markt, dass Pharmaplan nicht nur stark in der Planung, sondern ebenso stark in der Realisierung von Pharma-, Biotech- und Laborprojekten ist. Durch die Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Triplan, ergeben sich außerdem Chancen auch im Markt für chemisch hergestellte Wirkstoffe als Generalplaner aufzutreten. Zudem können Ressourcen nicht nur innerhalb der Pharmaplan Gesellschaften, sondern ebenso zwischen Pharmaplan und Triplan in Projekten gemeinsam allokiert werden. Um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Projektabwicklung zu ermöglichen, liegt auch in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 ein Schwerpunkt auf der betriebsinternen Einbindung der vielen neuen Mitarbeitenden, der Weiterbildung und der Erschaffung und Pflege von Standards für die Projektabwicklung vor allem im Bereich Digital Engineering. Nur so lässt sich in allen Projekten der hohe Qualitätsanspruch der Pharmaplan sicherstellen, den Pharmaplan Kunden kennen und Neukunden erwarten. Diese gleichbleibend hohe Qualität, die langjährige Expertise in allen Disziplinen und die Erfahrung in Planung und Realisierung von Pharma-, Biotech- und Laborprojekten ebnen Pharmaplan den Weg zum Marktführer als Generalplaner im deutschen Markt.
Bad Homburg v. d. Höhe, den 2. Juli 2024 Pharmaplan GmbH Die Geschäftsführung BILANZ zum 31. Dezember 2022Pharmaplan GmbH Bad Homburg v. d. Höhe HRB 14728AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022ALLGEMEINE ANGABEN(1) Vorbemerkung Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Bad Homburg v.d. Höhe unter der Nummer HRB 14728 eingetragen. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Pharmaplan GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Damit der Jahresabschluss ein klareres Bild vermittelt wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB die Bezeichnung "unfertige Leistungen" im Bilanzposten Vorräte in "in Arbeit befindliche Aufträge" geändert. Die Geschäftsführung geht von einer unveränderten Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. (2) Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Berichtsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen: Das Gliederungsschema der Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vergleich zum Vorjahr um die Positionen Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese in der Kapitalgesellschaft übliche Abschreibungen überschreiten und sonstige Zinsen und ähnliche Erträge erweitert. Mit der Gliederungserweiterung wird eine verbesserte Darstellung der Vermögens- und Ertragslage verfolgt. Im Vorjahr wurden die entsprechenden Beträge der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.405 mit unter dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge angepasst. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, lagen im Vorjahr nicht vor. Im Vorjahr wurden die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge (TEUR 93) mit den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (TEUR 338) saldiert. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EDV-Software) werden linear zeitanteilig unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts wird analog zur Markenbewertung der Marke Pharmaplan mit 10 Jahren angesetzt; die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit einer Nutzungsdauer von 3 Jahren angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich nach der linearen Methode. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bis zu dreizehn Jahre abgeschrieben. Die Zugänge bei den geringwertigen Anlagegütern ab EUR 500 werden aktiviert. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgt zu Herstellungskosten, die sich aus Materialeinzel- und Materialgemeinkosten, Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten und angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessenen Teilen des Werteverzehrs des Anlagevermögens zusammensetzen. Notwendige Abwertungen werden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank per 31. Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % (VJ 1,87%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3%-4% und Rentensteigerungen von jährlich 4,57 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 0 - 8% p.a., abhängig vom Alter der Angestellten, unterstellt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden nach § 253 HGB abgezinst. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,44% p. a. (Vereinfachung Restlaufzeit von 15 Jahren) passiviert. Die Jubiläumsrückstellungen werden mittels projizierter Einmalbeitragsmethode berechnet. Die Verpflichtungen aus Gleitzeitrückstellungen wurden in den Vorjahren mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum beizulegenden Zeitwert. In 2022 lagen die Voraussetzung zur Saldierung nicht mehr vor. Die Vermögensgegenstände werden nun zu Anschaffungskosten bewertet und in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(3) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. (4) Vorräte Die Vorräte bestehen zu 100% aus in Arbeit befindlichen Aufträgen in Höhe von TEUR Mio. 31.329 (VJ TEUR Mio. 29.710). Im Wertaufhellungszeitraum wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 2.900 erfasst. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, abgebildet und betreffen in 2023 abgeschlossene Fixpreisprojekte. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. (6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Fristigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich wie folgt: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 581; VJ TEUR 386). Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pooling von TEUR 1.970 (VJ TEUR 2.000) enthalten. Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 99 (VJ TEUR 38) und aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 1.970 (VJ TEUR 2.000) (7) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögengegenstände betragen TEUR 478 (VJ TEUR 61), davon aus Rentenfonds TEUR 298, aus TEUR 125 Körperschaft- und Gewerbesteuerrückforderung und TEUR 55 Mietkautionen. Die Mietkautionen haben eine Restlaufzeit über einem Jahr, alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. (8) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000. (9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31.12.2022 betragen TEUR 13.271 (VJ TEUR 13.373). Der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Bewertung der Versorgungsansprüche mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 bzw. 10 Jahre beträgt zum Stichtag TEUR 881 (VJ TEUR 1.364). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 1.351. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 89 (Vorjahr TEUR 89) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. (10) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.326 (VJ TEUR 3.495) betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.621 (VJ TEUR 2.162) und Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.705 (VJ TEUR 1.333). (11) Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 673; VJ TEUR 573). Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 245 (VJ TEUR 361). Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte sind keine Verbindlichkeiten gesichert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(12) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Lizenzerlöse i.H.v. TEUR 1.128 (VJ TEUR 966) sowie Erlöse aus Vermietung i.H.v. TEUR 206 (VJ TEUR 217). Der restliche Umsatz wurde mit Engineering Leistungen erzielt. Von der betriebstypischen Geschäftstätigkeit waren TEUR 2.041 (VJ TEUR 1.836) durch Auftraggeber mit Sitz im Ausland veranlasst. (13) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 618 (VJ TEUR 330), davon aus der Anpassung der Pensionsrückstellung TEUR 316 (VJ TEUR 0), und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 0 (VJ TEUR 94). (14) Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe TEUR 245 (VJ TEUR 1.193). (15) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Die Abschreibungen enthalten das übliche Maß überschreitende Abschreibungen außergewöhnlicher Größenordnung auf In Arbeit befindliche Aufträge in Höhe von TEUR 2.900 (VJ TEUR 0), resultierend aus Festpreisprojekten, die in 2023 abgeschlossenen wurden und unüblich hohe Verluste in 2023 erlitten. Daher sind sie im Rahmen der Wertaufhellung in 2022 ausgewiesen. (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.131 (VJ TEUR 3.433) umfassen die nicht gesondert auszuweisenden Aufwendungen, insbesondere Betriebsaufwand sowie Verwaltungs- und Vertriebsaufwand. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Mietkosten für Büros in Höhe von TEUR 840 (VJ TEUR 643), IT-Kosten in Höhe von TEUR 926 (VJ TEUR 724) sowie Konzernumlagen in Höhe von TEUR 592 (VJ TEUR 579) enthalten. Außerdem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (VJ TEUR 21) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EG-HGB in Höhe von TEUR 89 (VJ TEUR 89) enthalten. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen haben sich wie im Vorjahr nicht ergeben. (17) Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 173 (VJ TEUR 0). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 250 (VJ TEUR 276). (18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für Vorperioden in Höhe von TEUR 41 (VJ TEUR 234) enthalten. SONSTIGE ANGABEN(19) Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Pharmaplan GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, waren bestellt:
Auf die Angabe der Geschäftsführungsvergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen TEUR 1.394 (VJ TEUR 1.857). Im Jahr 2022 erhielten ehemalige Geschäftsführer Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 68 (VJ TEUR 68). (20) Mitarbeiteranzahl Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 208 (Vorjahr 166) Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich hierbei um Angestellte, die in folgenden Funktionen tätig waren:
(21) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen
Zweck dieser Verträge ist die Minimierung der Kapitalbindung. Dem Risiko einer längerfristigen Vertragslaufzeit stehen höhere Planungssicherheiten sowie Liquiditätsvorteile gegenüber. Verpflichtung aus Consulting-Beauftragungen Das Bestellobligo für externe Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.681 (VJ TEUR 2.469). Verpflichtung gegen verbundene Unternehmen Es liegen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen vor. (22) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. (23) Haftungsverhältnisse Aus einem Finanzierungsvertrag der TTP Holding GmbH ergeben sich für die Pharmaplan GmbH Haftungsverhältnisse gegenüber einzelnen Banken aus Bürgschaften für die Verbindlichkeiten der TTP Holding GmbH in Höhe von Mio EUR 29,7. Mit einer Inanspruchnahme wird insbesondere aufgrund der Einhaltung der Kreditbedingungen bei der Muttergesellschaft nicht gerechnet. (24) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 417 auf neue Rechnung vorzutragen. (25) Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TTP Holding GmbH mit Sitz in Rosenheim, die den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Rosenheim erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. (26) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurden die an die TTP Holding GmbH gegebenen Darlehen bis zum 31.12.2025 verlängert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Bad Homburg v. d. Höhe, den 2. Juli 2024 Pharmaplan GmbH Stefan Filz, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pharmaplan GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pharmaplan GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe , - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharmaplan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 2. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Sebastian Hill, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 3. Juli 2024 festgestellt. |
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