Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 247873
Vorher
Pironet AktiengesellschaftPironet NDH Aktiengesellschaft
Eingetragen
16.4.1999
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: Tätigkeit einer geschäftsführenden Holding, d.h. Erwerb, Halten und Verwalten sowie Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland, deren Schwerpunkt auf Beratungs-, Entwicklungs-, Betriebs- und ergänzende Leistungen im Bereich der Informationstechnologie liegt. Eingeschlossen ist Erbringung administrativer Dienstleistungen für diese Unternehmen, ferner Führung dieser Unternehmen durch Übernahme der strategischen Steuerung und Koordination einschließlich der Bestimmung der Geschäftsfelder und der Unternehmenspolitik, der Ausübung einheitlicher Leitung, der Tätigkeitsabstimmung, Ergebniskontrolle und der Mitentscheidung bei solchen Maßnahmen der Unternehmen, an denen die Pironet AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Anton Richter
seit 1.4.2019
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pironet AG (vormals: Pironet NDH Aktiengesellschaft)

Köln

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Pironet AG (ehemals: Pironet NDH Aktiengesellschaft) Köln

Bilanz der Pironet AG (ehemals: Pironet NDH Aktiengesellschaft), Köln
zum 31. Dezember 2016

Aktiva



Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015


EUR EUR
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände


Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.620,63 118.192,00
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.854,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 82,93 331,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.591,15 125.814,14


103.674,08 128.000,64
III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.955.740,00 3.955.740,00
2. Beteiligungen 175.000,00 175.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.806.750,00 1.802.250,00


5.937.490,00 5.932.990,00


6.121.784,71 6.179.182,64
B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.762.573,75 13.697.325,78
2. Sonstige Vermögensgegenstände 124.409,95 177.025,91


5.886.983,70 13.874.351,69
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 26.800.706,92 20.725.424,77


32.687.690,62 34.599.776,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.949,92 7.630,00


38.813.425,25 40.786.589,10

Passiva



Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015


EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 14.589.900,00 14.589.900,00
II. Kapitalrücklage 9.196.367,82 9.196.367,82
III. Bilanzgewinn 7.124.794,40 3.424.492,80


30.911.062,22 27.210.760,62
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64.728,00 62.784,00
2. Steuerrückstellungen 1.069.112,01 631.200,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.179.760,00 683.827,50


2.313.600,01 1.377.811,50
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.189,22 90.432,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.750.540,44 9.189.676,73
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.818.033,36 2.917.907,84

- davon aus Steuern: EUR 39.728,74 (i. V. EUR 156.743,65)


- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (i. V. EUR 1.176,00)



5.588.763,02 12.198.016,98


38.813.425,25 40.786.589,10

Gewinn- und Verlustrechnung der Pironet AG (ehemals: Pironet NDH Aktiengesellschaft), Köln
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016



2016 2015


EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.801.506,84 2.402.039,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 847.325,63 912.378,58
3. Materialaufwand 278.156,84 189.205,87
4. Personalaufwand


a) Löhne und Gehälter 943.471,63 2.406.968,34

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 73.651,16 142.542,69

- davon für Altersversorgung: EUR 10.316,16 (i. V. EUR 907,84)



1.017.122,79 2.549.511,03
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 72.058,00 70.469,87
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.858.832,61 6.234.881,74
7. Erträge aus Beteiligungen 5.716.255,29 11.822.383,21

- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.716.255,29 (i. V. EUR 7.815.904,21)

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.424,26 61.033,62

- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 42.633,61 (i. V. EUR 20.138,83)

9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 5.120.941,06
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 375.420,67 200.784,41

- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (i. V. EUR 17.941,83)

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 538.195,51 700.754,76
12. Ergebnis nach Steuern 4.284.725,60 131.286,04
13. Sonstige Steuern 828,00 1.307,00
14. Jahresüberschuss 4.283.897,60 129.979,04
15. Gewinnvortrag 2.840.896,80 3.294.513,76
16. Bilanzgewinn 7.124.794,40 3.424.492,80

Anhang der Pironet AG, Köln (vormals "Pironet NDH Aktiengesellschaft") für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Hinweise

Die Pironet AG hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg.Nr. 26734).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB als kleine Kapitalgesellschaft. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte freiwillig nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 enthält bis auf nachfolgende Ausnahme keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit oder der Gliederung zum Vorjahr. Aufgrund des Ausweises von Mieterlösen aus der Untervermietung an Dritte als Umsatzerlöse werden die Aufwendungen aus deren Anmietung nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern nunmehr unter den bezogenen Leistungen ausgewiesen. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB ist der im Vorjahr ausgewiesene Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" entfallen. Neu eingefügt wurde im Berichtsjahr der Posten "Ergebnis nach Steuern". Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurde diese Änderung auch auf das Vorjahr angewendet.

Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden teilweise dort und teilweise im Anhang gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 - 5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen (3 - 13 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden analog steuerrechtlicher Regelung (§ 6 Abs. 2a EStG) in einem Sammelposten erfasst, der jährlich zu 20 % gewinnmindernd aufgelöst wird. In den Jahren 2012 bis 2015 werden Vermögensgegenstände mit einem Netto-Wert bis EUR 410,00 im Jahr des Zugangs sofort als Betriebsausgabe erfasst (§ 6 Abs. 2 S. 1 EStG).

Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. mit dem ihnen am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz


Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis

% in TEUR in TEUR
PIRONET Datacenter AG & Co. KG, Hamburg 100,00 3.068 5.716 *
PIRONET Enterprise Solutions GmbH, Köln 100,00 2.407 720
PIRONET NDH LLC, Atlanta, Georgia, USA 100,00 0 0
PIRONET NDH Beteiligungs GmbH, Köln 100,00 29 1
prudsys AG, Chemnitz ** 19,88 2.519 247

* Jahresüberschuss vor Gutschrift auf dem Gesellschafterkonto
** gemäß vorläufigem Jahresabschluss der Gesellschaft

Sonstige Ausleihungen

Der Ausweis in Höhe von TEUR 1.807 betrifft ein Darlehen nebst Zinsen gegenüber dem ehemaligen verbundenen Unternehmen Pirobase Imperia GmbH.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.763 (Vorjahr: TEUR 13.697) resultieren in Höhe von TEUR 5.716 aus der phasengleichen Gewinnvereinnahmung des Jahresüberschusses 2016 der PIRONET Datacenter AG & Co. KG, der noch nicht ausgezahlt ist. Der verbleibende Betrag betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der Kautionen in Höhe von TEUR 1 und im Vorjahr das Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 27 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 14.589.900,00 und ist eingeteilt in insgesamt 14.589.900 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.

Genehmigtes Kapital

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 wurde § 4 Abs. 3 der Satzung neu gefasst und § 4 Abs. 4 der Satzung aufgehoben, um die Neuschaffung eines genehmigten Kapitals zu ermöglichen.

Der Vorstand war nach der Beschlussfassung nunmehr ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.294.500,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 7.294.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei ist die jährliche Rentenanpassung mit 1,5 % entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 4,01 %. Es wurden die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Aus der versicherungsmathematischen Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2016 ergibt sich eine Zuführung zum Erfüllungsbetrag i. H. v. TEUR 2. Darin enthalten ist ein Zinsanteil i. H. v. TEUR 1 (Ausweis: Zinsen und ähnliche Aufwendungen).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personalsondervergütungen (TEUR 227), Prozesskosten im Zusammenhang mit dem Beteiligungsverkauf der Pirobase Imperia GmbH und damit verbundene Zinsaufwendungen (TEUR 804), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 90), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 24), Prüfungskosten (TEUR 25) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 10) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.751 bestehen im Wesentlichen aus dem Cash Pool mit den Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.728. Der verbleibende Betrag betrifft sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 21 und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Es wurden keine Sicherheiten gestellt.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Kundenstämmen, Einbauten in fremden Gebäuden, Drohverlustrückstellungen und Pensionsrückstellungen. Zudem bestehen latente Steuerforderungen aufgrund bislang nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Grundlage eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,45 % für die Pironet AG. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde für die aktiven Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 1.194 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Miet- und Leasingverträgen, davon TEUR 11 gegen verbundene Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Mit Ausnahme der im Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" dargestellten Miet- und Leasingverträge existieren keine außerbilanziellen Geschäfte. Die Mietverträge betreffen die Anmietung von Räumen, während die Leasingverträge Kraftfahrzeuge sowie Hardware beinhalten. Diese Geschäfte dienen vorrangig dem Zweck, die bei einer möglichen Anschaffung vorliegende Kapitalbindung zu verhindern. Weitere Vorteile bzw. Risiken liegen nicht vor.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.


2016 2015

TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse



- Intern



PIRONET Datacenter AG & Co. KG 1.232 68,37 1.504 62,61
PIRONET Enterprise Solutions GmbH 290 16,09 404 16,82
Pirobase Imperia GmbH bis 30. Juni 2015 0 0,00 293 12,20

1.522 84,46 2.201 91,63
- Extern 280 15,54 201 8,37
GESAMT 1.802 100,00 2.402 100,00

Die konzerninternen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit verbundenen Unternehmen (Pirobase Imperia GmbH bis 30. Juni 2015). Die externen Umsätze resultieren hauptsächlich aus Untermietverträgen gegenüber dem ehemaligen verbundenen Unternehmen, der Pirobase Imperia GmbH (ab 1. Juli 2015).

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 53 enthalten. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Realisation notleidender variabler Kaufpreisforderungen aus dem Verkauf eines Geschäftsbetriebs im Jahr 2011 in Höhe von TEUR 49.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. reduziert. Neben weiteren Personaleinsparungen war das Vorjahresergebnis durch Abfindungs- und weitere Abstandszahlungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. belastet.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens erhöhten sich von TEUR 70 in 2015 auf TEUR 72 im Berichtsjahr 2016.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Standortkosten (TEUR 830), Rechts-, Steuer-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 444), ITKO-Servicekosten (TEUR 195), Aufsichtsratsvergütungen nebst Auslagenersatz (TEUR 90), Reise- und Kfz-Kosten (TEUR 53) sowie Kosten der Hauptversammlung (TEUR 47).

Im Vorjahr wurden alle Geschäftsanteile an der Pirobase Imperia GmbH verkauft und aus dem Abgang der Anteile ergab sich insgesamt ein Verlust von TEUR 4.219, der unter dieser Position ausgewiesen wurde.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der phasengleichen Gewinnvereinnahmung des Jahresüberschusses der PIRONET Datacenter AG & Co. KG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 5.716 (Vorjahr 2015 TEUR 7.816). Der Posten beinhaltete darüber hinaus im Vorjahr eine Ausschüttung der Pirobase Imperia GmbH in Höhe von TEUR 4.000.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Verzinsung von Steuererstattungsansprüchen, der sonstigen Ausleihungen sowie der Anlage von Tagesgeldern (TEUR 16) und aus Zinserträgen im Verbundbereich (TEUR 43).

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme des Vorjahres in Höhe von TEUR 5.121 resultierten aus der Ergebnisabführung der Pirobase Imperia GmbH.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 375 stammen im Wesentlichen aus einer Rückstellung für Zinsaufwand im Zusammenhang mit der Klage gegen ein ehemaliges verbundenes Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB n.F. beträgt TEUR 9.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 4 (i. V. 14).

Vorstand

Herr Frank Richter, Diplom-Betriebswirt, Kempten,

Vorsitzender (bis 30.11.2016) und Alleinvorstand (seit 1.12.2016)

Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Wittislingen,

Finanzvorstand (bis 30.11.2016)

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein.

Folgende Vorstände sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

Herr Thomas Stark in:

AL-KO Kober SE, Kötz

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 558.

Zum 31. Dezember 2016 hielt der Vorstand keinen Bestand an gewährten Aktienoptionen.

Aufsichtsrat

Herr Rudolf Hotter, Mitglied des Vorstands der CANCOM SE, Roßhaupten, Vorsitzender

Herr Prof. Dr. Dr. Claudius Schikora, Professor und Präsident der Hochschule für angewandtes Management, Feldafing am See,
stellvertretender Vorsitzender (seit 15.3.2016)

Herr Karl-Heinz Walla, selbständiger Unternehmensberater im Bereich Informationstechnologie, Haimhausen (seit 1.1.2016)

Das Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom 16. Dezember 2015 Herrn Karl-Heinz Walla mit Wirkung zum 1. Januar 2016 als Mitglied des Aufsichtsrats bis zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft bestellt. Am 16. Juni 2016 wurde Herr Karl-Heinz Walla im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, berufen.

Folgende Aufsichtsräte sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

Herr Rudolf Hotter

Vorsitzender im Aufsichtsrat der NSG ICT Service GmbH, München

Herr Prof. Dr. Dr. Claudius Schikora

Vorsitzender im Aufsichtsrat der Dr. Müller Diamantmetall AG, Weilheim

Stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Bodenwert Immobilien AG, München

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 90 und verteilen sich wie folgt:


TEUR
Aufsichtsratsvorsitzender 40
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 30
Aufsichtsratsmitglieder 20
Gesamt 90

Honorare des Abschlussprüfers

Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr folgende Honorare im Aufwand erfasst.


TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 55
Steuerberatungsleistungen 20
Sonstige Leistungen 42

117

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Persönlich haftender Gesellschafter

Die Pironet AG ist seit dem 21. November 2013 alleiniger persönlich haftender Gesellschafter der PIRONET Datacenter AG & Co. KG.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der CANCOM SE, München, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS erstellt und ist am Sitz der CANCOM SE in München erhältlich oder kann auf der Homepage der CANCOM SE eingesehen werden.

Köln, 8. März 2017

Pironet AG

Der Vorstand

Frank Richter

Entwicklung des Anlagevermögens der Pironet AG (ehemals: Pironet NDH Aktiengesellschaft), Köln im Geschäftsjahr 2016


Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen

Stand am
1.1.2016
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.2016
Stand am
1.1.2016
Zugänge

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 407.963,78 165,54 14.564,96 393.564,36 289.771,78 37.736,91
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.884,00 0,00 295,00 49.589,00 48.029,26 1.825,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.696,47 0,00 0,00 16.696,47 16.364,71 248,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.623,33 10.024,03 43.112,96 193.534,40 100.809,19 32.247,02

293.203,80 10.024,03 43.407,96 259.819,87 165.203,16 34.321,09
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.011.600,00 0,00 0,00 5.011.600,00 1.055.860,00 0,00
2. Beteiligungen 3.823.000,00 0,00 0,00 3.823.000,00 3.648.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.802.250,00 4.500,00 0,00 1.806.750,00 0,00 0,00

10.636.850,00 4.500,00 0,00 10.641.350,00 4.703.860,00 0,00

11.338.017,58 14.689,57 57.972,92 11.294.734,23 5.158.834,94 72.058,00

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

Abgänge Stand am
31.12.2016
Stand am
31.12.2016
Stand am
31.12.2015

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.564,96 312.943,73 80.620,63 118.192,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 265,50 49.589,00 0,00 1.854,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 16.613,54 82,93 331,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.112,96 89.943,25 103.591,15 125.814,14

43.378,46 156.145,79 103.674,08 128.000,64
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.055.860,00 3.955.740,00 3.955.740,00
2. Beteiligungen 0,00 3.648.000,00 175.000,00 175.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 1.806.750,00 1.802.250,00

0,00 4.703.860,00 5.937.490,00 5.932.990,00

57.943,42 5.172.949,52 6.121.784,71 6.179.182,64

Lagebericht der Pironet AG, Köln für das Geschäftsjahr 2016

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Pironet Aktiengesellschaft (nachfolgend Pironet AG genannt) mit Sitz in Köln (HRB 26734) übernimmt als Holdinggesellschaft die strategische Steuerung und Koordination ihrer Konzerngesellschaften und Beteiligungen und erbringt Administrationsdienstleistungen. Das operative Geschäft in ihren jeweiligen Märkten wird durch die Tochtergesellschaften eigenständig geführt und verantwortet.

II. Gesamtwirtschaftliche Situation

Trotz Unsicherheiten aufgrund zahlreicher internationaler Ereignisse, Spannungen und Krisen hat sich die deutsche Wirtschaft in 2016 robust gezeigt und Kurs gehalten. Das Wirtschaftswachstum betrug laut Berechnung des statistischen Bundesamtes 1,9 Prozent gegenüber 1,7 Prozent im Vorjahr. Eine positive Entwicklung der Unternehmensinvestitionen sowie stabile private und staatliche Ausgaben erzeugten die Impulse für das Wachstum.

Das statistische Bundesamt geht für das Gesamtjahr 2016 von einer durchschnittlichen Inflationsrate in Höhe von 0,5 Prozent, nach 0,3 Prozent in 2015 aus. Im Langzeitvergleich ist die Inflation nach wie vor vergleichsweise gering.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Lageberichts auf seinem historischen Tiefstand bei Null Prozent belassen. Zum zweiten Mal seit der Finanzkrise hat die US-Notenbank die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf ein Niveau zwischen 0,5 und 0,75 Prozent angehoben.

Der Arbeitsmarkt 2016 hat sich günstig entwickelt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist erneut gesunken, die Beschäftigung ist vor allem in der ersten Jahreshälfte weiter gestiegen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern hat sich nochmals erhöht.

Das Jahr 2016 ist für den IT-Sektor insgesamt gut verlaufen. Nach den neuesten Prognosen des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) verzeichnete der deutsche IT-Markt in 2016 ein Wachstum von 3,6 Prozent. Im Einzelnen wuchs der Bereich IT-Hardware um 2,8 Prozent, der Bereich IT-Software um 6,2 Prozent und der Bereich IT-Services um 2,7 Prozent.

Nach Einschätzung der European Information Technology Observation (EITO) sollen die weltweiten IT-Umsätze 2016 voraussichtlich um 2,6 Prozent auf 1,3 Billionen Euro steigen. Für die EU-Staaten erwartet EITO, dass die IT-Umsätze voraussichtlich um 2,7 Prozent auf 388 Milliarden Euro zulegen.

III. Geschäftsverlauf

Die Pironet AG übernimmt als Holdinggesellschaft die strategische Steuerung und Koordination ihrer Beteiligungen und erbringt zentrale Administrationsdienstleistungen. Das operative Geschäft in ihren jeweiligen Märkten wird durch die Tochtergesellschaften eigenständig geführt und verantwortet.

In der PIRONET Datacenter konnte aufgrund des umfangreichen Outsourcing-Portfolios und der guten Positionierung im Markt der monatlich wiederkehrende Umsatz in 2016 weiter gesteigert werden, während der Bereich Consulting wie erwartet aufgrund auslaufender Projekte rückläufig war. Insgesamt ist die Ergebnissituation weiterhin sehr zufriedenstellend und die Planungen der Tochtergesellschaften für das nächste Jahr erwarten deutliche Zuwächse in allen Umsatzbereichen.

Durch die Restrukturierung der Pironet AG und der damit verbundenen Ausgliederung der Unternehmensbereiche Einkauf, Buchhaltung und Personal in die CANCOM SE in 2015 sind die Gehaltskosten in der Pironet AG im Geschäftsjahr deutlich geringer als im Vorjahr.

Die internen Umlagen in die Pironet Tochtergesellschaften konnten durch verringerte betriebliche Kosten in der Pironet AG gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden. Sämtliche verrechenbaren Kosten aus der Pironet AG werden über diese Umlagen an die Tochtergesellschaften weiterverrechnet. Einmalige Aufwände und nicht umlegbare Kosten wie Kosten der Hauptversammlung etc. werden nicht weiterberechnet.

IV. Wichtige Vorkommnisse im Geschäftsjahr 2016

Weitere Aufstockung des Anteilsbesitzes durch die CANCOM SE in München

Im Berichtsjahr 2016 hat sich eine Veränderung in der Aktionärsstruktur der Pironet AG ergeben. Die 2014 bereits mehrheitlich an der Pironet AG beteiligte CANCOM SE erweiterte im Berichtsjahr 2016 ihren Anteilsbesitz.

Gerichtliche Auseinandersetzung mit der Pirobase Imperia

Im Vorjahr veräußerte die Pironet AG mit notariellem Kaufvertrag vom 19./20. Mai 2015 alle Geschäftsanteile an der Pirobase Imperia mit Wirkung zum 30. Juni 2015. Die daraus resultierende gerichtliche Auseinandersetzung dauert an und die bis dahin entstandenen und möglicherweise entstehenden Kosten wurden im Jahresabschluss 2016 zurückgestellt.

Eigener Mietvertrag der Pirobase Imperia GmbH

Nach dem Verkauf der Pirobase Imperia in 2015 wird diese ab dem 1.7.2017 aus dem Untermietverhältnis der Pironet AG ausscheiden.

Keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern von Vertretern der Anteilseigner zusammen. Das Amtsgericht Köln hat mit Beschluss vom 16. Dezember 2015 gemäß § 104 Abs. 1 AktG Herrn Karl-Heinz Walla mit Wirkung zum 1. Januar 2016 bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2016 hat der Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Dr. Claudius Schikora als stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands

Im Verlauf des vergangenen Jahres haben sich Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands der Pironet AG ergeben.

Das Vorstandsmandat von Thomas Stark in der Pironet AG endete mit Ablauf des Vorstandsanstellungsvertrages zum 30. November 2016.

Änderung der Firmierung

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 16. Juni 2016 wurde die Firma der Gesellschaft in "Pironet AG" geändert (vormals Pironet NDH AG).

V. Ertragslage

Die Pironet AG fungiert primär als reine Management-Holding-Gesellschaft. Die im Berichtsjahr 2016 ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) sind im Wesentlichen auf konzerninterne Administrations- und Management-Leistungen sowie auf Erlöse aus Untermietverträgen zurückzuführen. Im Rückgang der betrieblichen Kosten nach der Restrukturierung in 2015 liegt auch der Rückgang der verrechneten Kosten im Vergleich zum Vorjahr begründet.

Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Jahresüberschuss 4,3 Mio. EUR, welcher zum Großteil durch die PIRONET Datacenter erwirtschaftet wurde. Im letzten Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von 0,1 Mio. EUR erzielt.

Der Rückgang des Personalaufwands um 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 1,0 Mio. EUR resultiert aus der Restrukturierung der Pironet AG in 2015.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens blieben auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 6,2 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR in 2016 aufgrund der Ausbuchung des Beteiligungsbuchwertes der Imperia im Geschäftsjahr 2015. Sie beinhalten ansonsten im Wesentlichen Standortkosten (0,8 Mio. EUR) sowie Rechts- und Beratungskosten (0,5 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Beteiligungen veräußert und somit keine Erträge aus Beteiligungsverkäufen realisiert (im Vorjahr 4,0 Mio. EUR nach Veräußerung der Pirobase Imperia).

VI. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf nunmehr 38,8 Mio. EUR vermindert. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt zum Jahresende 69,1 % (Vorjahr: 50,8 %). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 ist mit 30,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (27,2 Mio. EUR) gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg auf 79,6 % nach 66,7 % in 2015.

Der Wert des Anlagevermögens blieb im Geschäftsjahr 2016 nahezu auf Vorjahresniveau mit 6,1 Mio. EUR (in 2015 6,2 Mio. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR. In 2015 waren hier noch die Ergebnisabführungen der Jahre 2014 und 2015 aus der PIRONET Datacenter AG & Co. KG enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände blieben weitgehend unverändert bei 0,1 Mio. EUR zum Bilanzstichtag.

Die Pironet AG hat mit ihren verbundenen Unternehmen Cash Pooling-Verträge abgeschlossen, um die Liquidität und Dispositionsmöglichkeiten ihrer Konten optimal zu steuern und eine effektive Konzerninnenfinanzierung zu gewährleisten.

Die liquiden Mittel stiegen in 2016 auf 26,8 Mio. EUR nach 20,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr (0,7 Mio. EUR) im Wesentlichen durch Rückstellungen für Kosten im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Pirobase Imperia gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 6,4 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR gesunken. Ursächlich dafür ist die Ergebnisabführung von 2014 und 2015 im Jahr 2016 durch die PIRONET Datacenter AG & Co. KG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 2,9 Mio. EUR in 2015 auf 2,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016.

VII. Investitionen

In 2016 wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

VIII. Mitarbeiter

Zum Jahresende 2016 waren bei der Pironet AG 3 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 31. Dezember 2015: 5 Mitarbeiter). Im Jahresdurchschnitt waren es in 2016 4 Mitarbeiter und damit 10 weniger als im Durchschnitt in 2015.

IX. Risikomanagement

Als Unternehmen in einer schnelllebigen Branche begegnet die Pironet AG zahlreichen Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, die damit einhergehende Finanz- und Vermögenslage und das Ergebnis haben können. Unternehmerische Chancen sind dabei immer auch mit gewissen Risiken verbunden. Aufgrund der Zugehörigkeit zum CANCOM Konzern gelten für die Pironet AG gleichermaßen die Risiken der CANCOM Gruppe. Das Risikomanagement wird zentral durch den CANCOM Konzern gesteuert.

Zur Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings wurden Risikogrundsätze formuliert und ein zentraler Risikobeauftragter eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht und bewertet. Zur Dokumentation der organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung, -analyse, -bewertung, -quantifizierung, -steuerung und -kontrolle hat der CANCOM Konzern ein Risikohandbuch erstellt, in dem unter anderem der angemessene Umgang mit unternehmerischen Risiken beschrieben wird.

Vor diesem Hintergrund soll das Risikomanagement zukünftige risikobehaftete Entwicklungen frühestmöglich identifizieren, analysieren, bewerten, steuern und überwachen, um den Erfolg des Unternehmens langfristig sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehen

die Risikovermeidung durch Prävention;

die Verringerung bestehender Risiken durch geeignete Maßnahmen;

die Kompensation und Absicherung bestehender Risiken durch Rückstellungen und Versicherungsschutz sowie

die Akzeptanz von Restrisiken in enger Abstimmung mit der Unternehmensführung.

Somit wird sichergestellt, dass die Entscheidungsträger über verlässliche Informationen verfügen, um ihre operativen Aufgaben bestmöglich wahrzunehmen. Nachfolgend wird ein Überblick über die als wesentlich eingestuften Risiken sowie über mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse mit potenziell negativen Auswirkungen auf die Pironet AG gegeben. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die aktuell noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die zukünftige Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Bestandsgefährdende Risiken liegen dabei nach momentaner Einschätzung zum Ende des Berichtsjahres nicht vor.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Eine längere Rezession und aggressiver Preiswettbewerb, ein deutlicher Umsatzrückgang in wichtigen Märkten oder auch Forderungsausfälle in beträchtlicher Höhe können die Geschäftstätigkeit der Pironet AG beeinflussen und die liquiden Mittel der Gesellschaft beanspruchen. Es kann ferner nicht ausgeschlossen werden, dass die Pironet AG Forderungsausfälle (indirekt über ihre Tochtergesellschaften) zu verkraften hat, die sich zu einer signifikanten Größenordnung summieren. Im Falle der Insolvenz von Kunden könnte die Pironet AG darüber hinaus gezwungen sein, aufgrund von Insolvenzanfechtungen Zahlungen zu leisten. Zudem wurden langfristige Ausleihungen begeben, die als uneinbringlich eingestuft werden könnten.

Wichtig für ein unter Umständen notwendiges und wirksames Gegensteuern ist ein frühzeitiges Erkennen einer Negativentwicklung. Die Pironet AG beobachtet und kontrolliert daher kontinuierlich eine mögliche Verfehlung des Planumsatzes, insbesondere auch der Tochtergesellschaften, als auch die Risiken, die sich aus Forderungsausfällen und aus dolosen Handlungen ergeben können.

Wesentliche Maßnahmen zur Risikominderung im Zusammenhang mit einer verspäteten Information über eine Veränderung des Umsatzwachstums sind eine dezentrale Vertriebssteuerung in den jeweiligen Tochterunternehmen mit zugeordneter Vertriebsverantwortung auf der jeweiligen Vorstands- und Geschäftsführungsebene, ein fortlaufendes monatliches Umsatzcontrolling sowie ein detailliertes Umsatz- und Angebotsreporting.

Dem Risiko doloser Handlungen begegnet die Pironet AG mit restriktiven, exakt definierten Zeichnungsbefugnissen und einer Vielzahl von Kontrollmechanismen (Ad hoc Prüfungen, Zentralisierung des Einkaufs externer Ressourcen, Definition von Mindestanforderungen an Lieferanten etc.).

Die wesentlichen durch die Gesellschaft verwendeten Finanzinstrumente umfassen liquide Mittel, kurz- und mittelfristige Geld- und Kapitalanlagen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Deren Hauptzweck ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die Liquiditätsdeckung erfolgt im Wesentlichen über Eigenkapital und das Working Capital. Um schnell auf Anforderungen des Marktes reagieren zu können und eine hohe Flexibilität bei strategischen Entscheidungen sicherzustellen, werden die finanziellen Mittel in Tagesgelder oder kurzfristige Termingelder angelegt.

Die Gesellschaft verfolgt mit dieser Anlagestrategie eine konservative Politik, die auf die Sicherung der bestehenden Mittel ausgelegt ist. Der weit überwiegende Teil der Geschäfte wird in EURO abgerechnet. Die Gesellschaft hält zum Stichtag keine Positionen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Derivative Finanzinstrumente werden zurzeit von der Gesellschaft nicht eingesetzt.

Nahezu alle Kunden, die mit der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen Geschäfte abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Das Ausfallrisiko der Gesellschaft (bzw. im Wesentlichen ihrer Tochtergesellschaften) resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus begebenen langfristigen Ausleihungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der vorgenommenen Wertberichtigungen. Die Tochterunternehmen der Pironet AG verfügen im Einzelfall über höhere Forderungsbestände und lange Forderungslaufzeiten, insbesondere im Großkundengeschäft, sodass künftige Forderungsausfälle nicht ausgeschlossen werden können. Das Risiko wird als moderat eingestuft und durch bestehende Maßnahmen des Forderungsmanagements (permanente Forderungsüberwachung, Aging-Listen, Bonitätsprüfungen, Bildung von Einzelwertberichtigungen, Verkürzung der Mahnzyklen, Einzug von Forderungen) vermindert. Der Prozess zur regelmäßigen Information der operativen Einheiten/Tochtergesellschaften über die überfälligen Forderungen wird permanent weiterentwickelt und optimiert. Ein grundsätzlicher Versicherungsschutz gegen Forderungsausfall besteht nicht.

Zum 31. Dezember 2016 befand sich das Unternehmen hinsichtlich seiner Liquidität und Handlungsfähigkeit unverändert in einer komfortablen Situation. Mit einem Bestand von 26,8 Mio. EUR an liquiden Mitteln und einer Eigenkapitalquote von 79,6 % ist das Unternehmen weder auf Bankverbindlichkeiten noch auf eine sonstige Fremdfinanzierung angewiesen.

Der überwiegende Anteil des zukünftigen Jahresüberschusses wird durch die phasengleiche Gewinnvereinnahmung mit der PIRONET Datacenter AG & Co. KG und somit im Geschäftsbereich Cloud Computing erwirtschaftet, d. h. auf der Basis von Betriebsdienstleistungen, die mit Kunden über viele Jahre vertraglich fixiert werden und zu einem auch langfristig stabilen Umsatz- und Mittelzufluss führen. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese bei Banken gehalten werden, die in dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. bzw. im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. einbezogen sind.

Risiken aus der Abhängigkeit von Großkunden

Die Pironet AG und ihre Tochtergesellschaften verfügen über eine breite Kundenbasis. Es besteht prinzipiell das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Eine deutlich reduzierte Beauftragung durch einen Großkunden oder der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte sich, sofern der Wegfall nicht durch die Akquisition eines neuen Kunden in gleicher Größenordnung oder zusätzliche Projekte kompensiert werden kann, negativ auf die Geschäftsaussichten der Pironet AG auswirken.

Zur Begrenzung dieses Risikos achtet die Pironet AG darauf, seine Kundenbasis kontinuierlich auszubauen und weiter zu diversifizieren. Darüber hinaus werden die Aktivitäten von Großkunden in sämtlichen Bereichen fortlaufend überwacht. Der Eintritt dieses Risikos kann nicht ausgeschlossen werden. Das mögliche Schadensausmaß aus Großkundenrisiken wird als hoch eingeschätzt, die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering bis mittel. Die Gesellschaft will dem Risiko durch kontinuierlichen Ausbau der Kundenbasis und Diversifizierung begegnen.

Risiken aus Betriebsunterbrechung und Elementarereignissen

Die zentralen Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaften des CANCOM Konzerns basieren auf IT oder beinhalten den Betrieb von Informationstechnik für die Kunden in den konzerneigenen Hochsicherheitsrechenzentren. Die Pironet AG bzw. deren Beteiligungen bieten Rechenzentrumsleistungen an und könnten hierbei sowohl verschuldensabhängig als auch verschuldensunabhängig nicht mehr in der Lage sein, die Rechenzentrumsleistungen und etwaige damit verbundene Services zur Verfügung zu stellen. Beispielhaft könnten Leitungen der Telekommunikationsanbieter ausfallen oder nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Mängel in der Stromversorgung oder Stromschäden könnten auftreten, Elementarschäden mit oder ohne höhere Gewalt könnten an den für die Leistungserbringung relevanten Objekten auftreten. Computer- und Datenverarbeitungssysteme generell und somit auch die Systeme der Pironet AG sind für Störungen, Schäden, Stromausfälle, Computerviren, Brände und ähnliche Ereignisse anfällig. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Systemausfälle und -störungen (z. B. Routing- oder Programmierfehler, Hackerangriffe, Ausspähung von sensiblen Kundendaten, Prozessfehler, Ausfall der Rechenzentren) oder Fehler in den zahlreichen Anbindungen an andere Unternehmen (z. B. Internet- oder Direktanbindungen an Systeme, Programme, Schnittstellen oder Prüfsysteme) Datenverluste und/oder Kosten in einem erheblichen Umfang verursachen. Ebenso könnte ein vorübergehendes Herunterfahren der IT-Systeme Datenverluste und/oder beträchtliche Kosten für Wiederherstellung und Überprüfung der Daten verursachen. Darüber hinaus ist denkbar, dass IT-Anwendungen die an sie gestellten Anforderungen nicht erfüllen.

Insbesondere sogenannte Cyberattacken nehmen in jüngster Vergangenheit deutlich zu. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen keinen ausreichenden Schutz bieten und auch die Pironet AG ein Opfer von Cyberattacken aller Art werden kann. In diesem Zusammenhang könnte die Überwachung von Kunden aufgrund von nicht oder nicht mehr vollständig funktionierenden Managementtools fehlerhaft werden, was zu Störungen bei den Kunden führt und Schäden verursachen kann. Darüber hinaus könnten Rechenzentrumsleistungen für Kunden nicht mehr oder nur noch teilweise zur Verfügung stehen. Dies könnte zu hohen Haftungsforderungen gegenüber der Pironet AG führen sowie einen erheblichen Reputationsschaden verursachen. Daneben könnten erhebliche Eigenschäden aller Art auftreten.

Das mögliche Schadensausmaß aus Risiken aus Betriebsunterbrechungen und Elementarereignissen wird von der Unternehmensführung als sehr hoch eingeschätzt, während die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering bis mittel eingeschätzt wird. Die wesentlichen IT-Systeme der Gesellschaft sind redundant, teilweise mehrfach redundant ausgelegt und werden über unterschiedliche, geographisch getrennte Rechenzentren parallel bereitgestellt und betrieben. Die Pironet AG verfügt zudem über ein nach der strengen internationalen Norm ISO 27001 zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem einschließlich umfangreicher und geprüfter Notfallkonzepte.

Die definierten und installierten Vorkehrungen zur Informationssicherheit regeln die organisatorischen und technischen Maßnahmen zum Schutz sensibler Informationen und unternehmenseigener Werte, vermindern die Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der unterbrechungsfreien Aufrechterhaltung des eigentlichen Geschäftsbetriebs, begrenzen das mögliche Schadensausmaß und unterstützen eine zeitnahe Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs im Schadensfall. Grundsätzlich können Betriebsunterbrechungen trotz aller Maßnahmen nie ausgeschlossen werden. Die Risiken einer wesentlichen Betriebsunterbrechung werden als gering bis mittel angesehen. Im Bereich der Unternehmenssicherheit werden die Sicherheitsverantwortlichen der Pironet AG sehr eng mit dem CANCOM Konzern zusammenarbeiten sowie zukünftig konzernweite Aufgaben wahrnehmen. Daraus resultiert nicht nur ein Zugewinn für den Konzern, sondern auch die Verbesserung der standorteigenen Expertise für Kundenprojekte im Bereich Security Management.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Insbesondere die deutsche IT-Industrie ist von hoher Dynamik und einem breit gefächerten, oft internationalen Wettbewerb geprägt, der in der Folge zu teils erheblichem Druck auf die Angebotspreise und die Gewinnmargen der Anbieterunternehmen führt. Dieses Risiko gilt für neue Märkte mit transformativer Kraft für die gesamte IT-Branche und damit auch für die Pironet AG. Führende Marktanalysten erwarten daher, dass der Wettbewerbs- und Preisdruck weiter zunehmen wird. Aufgrund des raschen technologischen Wandels könnten zudem Produkte auf dem Markt eingeführt werden, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Pironet AG einschränken.

Die Geschäftsaktivitäten der Pironet AG und deren Töchter spiegeln in ihrer Gesamtheit ein ausgewogenes, diversifiziertes Gesamtportfolio wider, das sowohl langjährig etablierte Märkte wie klassisches ITK-Outsourcing als auch vergleichbar junge und sehr wachstumsstarke Felder wie Cloud Enabling und Platform as a Service adressieren. In den etablierten Märkten ist die Pironet AG mit ihren Töchtern bereits seit mehr als 10 Jahren und mit einer großen Bestandskundenbasis gut positioniert, in vielen benachbarten Wachstumsmärkten konnte sich die Gesellschaft bereits in kurzer Zeit eine gute Marktstellung erarbeiten. Gleichwohl besteht das Risiko eines künftig zunehmenden Konkurrenzdrucks in allen Segmenten und von Anbieterunternehmen aller Größenklassen.

Anders als viele Wettbewerber verfolgt die Pironet AG allerdings keine Strategie der aggressiven Preisführerschaft in singulären Einzelmärkten oder dem Massenmarkt, sondern zielt auf die Bereitstellung seines Portfolios für Auftraggeber mit anspruchsvollen Anforderungen ab. Vor diesem Hintergrund verlieren reine Preisvorteile ihre zentrale Bedeutung in der Kundenbeziehung und werden von einer hohen Erwartungshaltung an die Portfolio- und Servicebreite sowie an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Anbieters abgelöst. Die Pironet AG fokussiert sich auf die Adressierung dieser vorgenannten Kriterien und auf eine vollumfängliche Erschließung des Kunden im Zeitverlauf. Aus diesem Grund wird der Eintritt des Risikos als gering eingestuft.

Personal- und organisatorische Risiken

Die Pironet AG agiert als Unternehmensgruppe in einem dynamischen und komplexen IT-Marktumfeld. Der Erfolg der Gesellschaft basiert dabei maßgeblich auf der Leistung hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass auf der einen Seite Leistungsträger das Unternehmen kurzfristig verlassen könnten und auf der anderen Seite eine Rekrutierung neuer Mitarbeiter mit den notwendigen Qualifikationen und zu den geplanten Konditionen nicht möglich ist. Der Fachkräftemangel und der Kampf um die sogenannten klugen Köpfe sind in der IT-Branche bereits allgegenwärtig und haben die Personalrisiken im Berichtsjahr weiter verschärft.

Das Risiko, dass fehlende Personalressourcen zu Engpässen in der Weiterentwicklung der Gesellschaft führen, wird zum Ende des Geschäftsjahres 2016 als mittel eingestuft. Dies gilt im Besonderen vor dem Hintergrund, dass es der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2016 nicht gelungen ist, ihren Fachkräftebedarf vollständig am Personalmarkt zu decken. Obschon diese Situation keinen unmittelbaren Einfluss auf die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebs hat, so wirkt sie doch einem schnellen und zügigen Ausbau der Geschäftsaktivitäten erheblich entgegen. Aus Sicht der Pironet AG bildet die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern das größte Risiko im Zusammenhang mit einer Aufrechterhaltung und Beschleunigung der künftigen Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Zur Sicherung ihres kontinuierlichen Wachstums arbeitet die Pironet AG daher intensiv an ihrer Attraktivität als Arbeitgeber. So erleichtert ein attraktives Einstiegsprogramm neuen Mitarbeitern den Start im Unternehmen. Im Rahmen der Mitarbeiterentwicklung achtet die Pironet AG vor allem auch auf die systematische Kultivierung von Fach- und Führungskompetenzen, um den Führungsnachwuchs möglichst aus den eigenen Kräften zu decken und Mitarbeitern eine langfristige Entwicklungsperspektive zu bieten.

Ferner ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Work-Life-Balance) ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur, den die Pironet AG im Rahmen der Möglichkeiten eines mittelständischen Unternehmens pflegt.

Dem Risiko der personellen Fluktuation im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen im Unternehmen begegnet die Pironet AG mit einer hohen Transparenz und regelmäßigen, internen Informationsveranstaltungen. Hinzu kommen umfassende Mit-arbeitermotivations- und Mitarbeiterentwicklungsprogramme. Diese zum Teil bereits seit vielen Jahren durchgeführten Programme stellen einen wichtigen Eckpfeiler der Personalpolitik dar, verstärken die Mitarbeiterbindung und erhöhen gezielt die Kompetenz sowie das Know-how in den einzelnen Unternehmen. Die Mitarbeiterentwicklungsprogramme umfassen dabei neben fachgetriebenen Themen explizit auch die Förderung von Managementqualitäten, um den künftigen Führungsnachwuchs nach Möglichkeit intern rekrutieren zu können.

Neben den Personalrisiken können sich weitere Risiken durch ineffiziente Organisationsstrukturen sowie unzureichend wahrgenommene Führungsfunktionen im Management ergeben und somit die Erzielung der geplanten Ergebnisse deutlich behindern. Mit der in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 durchgeführten Neuausrichtung sowie dem auch räumlichen Zusammenschluss aller Geschäftsaktivitäten der Pironet AG am zentralen Firmensitz konnte die gesellschaftsrechtliche und organisatorische Komplexität deutlich reduziert, Berichtslinien, Führungsfunktionen und Zuständigkeiten gestrafft und eine Vielzahl von Prozessabläufen vereinfacht werden. Regelmäßige Präsenzveranstaltungen von Vorstand und Führungskräften sowie quartalsweise Informationsveranstaltungen für alle Mitarbeiter bilden gleichzeitig die Basis für eine offene Management- und Informationskultur in der Führungsspitze und im Gesamtunternehmen.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird das Risiko, das ineffiziente Organisationsstrukturen und Prozesse die Erzielung der geplanten Ergebnisse behindern, von der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Risiken aus Steuern und Abgaben

Steuerliche Betriebsprüfungen können zu abweichenden rechtlichen Auffassungen steuerlich relevanter Sachverhalte und zu Steuernachforderungen sowie Nachforderungen von Abgaben führen.

Risiken der Geschäftsentwicklung

Den Risiken der Geschäftsentwicklung wird im Wesentlichen durch das wichtigste Instrument, dem internen Rechnungswesen, begegnet. Durch monatliche Standard-sowie Ad hoc-Reports erhalten alle Entscheidungsträger die für sie relevanten Daten der Geschäftsentwicklung ihrer Unternehmen. Die Vereinheitlichung des Kennzahlensystems sowie die permanente Weiterentwicklung der Standards gewährleisten eine schnelle Integration neuer Unternehmen in die Gesellschaft.

Über monatliche Plan/IST-Abweichungsanalysen werden die Entwicklungen aller Gesellschaften analysiert und entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Marktanalysen ergänzen diese Risikobetrachtung.

Gesamtrisiko

Insgesamt ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in der Bewertung der beschriebenen Einzelrisiken. Vor dem Hintergrund der Gesamtrisikosituation auch in Verbindung mit der CANCOM SE sieht das Management der Pironet AG den Bestand des Unternehmens aus heutiger Sicht als nicht gefährdet.

Organisatorisch wurden alle sinnvollen und vertretbaren Voraussetzungen geschaffen, um bei möglichen Risikosituationen frühzeitig informiert zu sein und entsprechend rasch handeln zu können. Aus diesem Grund ist die Pironet AG zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2017 erfolgreich begegnen zu können.

Dennoch können die künftigen Ergebnisse der Pironet AG aufgrund dieser oder anderer Risiken erheblich von den Erwartungen des Unternehmens abweichen. Sämtliche Angaben in diesem Lagebericht sind, soweit sie keine historischen Tatsachen darstellen, sogenannte zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf aktuellen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikomanagement.

X. Chancenberichterstattung

Im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT-Branche eröffnen sich für CANCOM zahlreiche Chancen. Zu deren Identifikation vollzieht der Konzern regelmäßig eine umfassende Betrachtung des Markt- und Wettbewerbsumfelds und legt den Fokus dabei selbstverständlich auf die aktuellen Branchen- und Technologietrends.

Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Chancen beziehungsweise über die möglichen künftigen Entwicklungen und Ereignisse mit positiven Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des CANCOM Konzerns und damit der Pironet AG.

Chancen und Trends der jeweiligen Gesellschaft

Das Kerngeschäft der Pironet AG Geschäftseinheiten konnte auch 2016 durch zahlreiche Neukunden und Bestandskundenverlängerungen erfolgreich ausgebaut werden. Mit den sich komplementär ergänzenden Tochtergesellschaften PIRONET Enterprise Solutions GmbH und PIRONET Datacenter AG & Co. KG konnte zunehmend auch projektübergreifend die Wertschöpfung in gemeinsamen Kundenprojekten realisiert werden. Der Mega-Trend Cloud Computing sorgt in der IT Branche auch nachhaltig für eine optimale Positionierung der Pironet Geschäftseinheiten in der Wahrnehmung der Kunden.

Die von unabhängigen Analysten regelmäßig bestätige Führungsrolle im Bereich von Private Clouds bietet das optimale Fundament, für Pironet auch im Zukunftsmarkt Public Cloud erfolgreich mitzuwirken. Die in 2016 geschlossenen strategischen Partnerschaften mit "Hyperscale"-Anbietern ermöglichen den Pironet Geschäftseinheiten, bereits heute im Spannungsfeld zwischen Private und Public Cloud im Zukunftsmarkt Multi-Cloud zu agieren.

XI. Ausblick 2017

Allgemeine Marktentwicklung

Die Transformation in eine digitale Zukunft ist in vollem Gange. Vier große Themen durchziehen alle Prognosen und beherrschen die Agenda der Unternehmen in den kommenden Jahren: Geschwindigkeit, Kundennähe, Innovation und Agilität. Der Fokus liegt demnach nicht mehr nur auf Optimierung und Kostenreduzierung. Dabei könnten sich in den kommenden Jahren nach Ansicht der IT-Analysten auch die Budgets verschieben: Geld für Legacy wird abgezweigt und fließt zu den Fast-IT-Themen wie Big Data & Analytics, Internet of Things und Customer Experience.

Der Handlungsdruck steigt und so müssen sich eigentlich alle Unternehmen mit technologischen Veränderungen beschäftigen, damit sie die Anforderungen ihrer Kunden und Partner auch in Zukunft noch erfüllen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen können. Die IT ist in vielen Branchen der wichtigste Treiber von Innovationen. Aufgrund der hohen, strategischen Bedeutung ist davon auszugehen, dass Unternehmen bereits geplante Digitalisierungsprojekte auch bei einer möglichen Konjunktureintrübung umsetzen könnten.

Parallel dazu sind aufgrund des enormen Zuwachses von Smartphones, Tablets und mobiler Anwendungen der Alltag und die Arbeitswelt mobiler geworden. Diese Entwicklungen haben zu einem verstärkten Daten- und Nutzeraufkommen geführt und die IT derart beeinflusst, dass wir heute von der sogenannten Dritten Plattform sprechen. Diese unterzieht auch die IT-Organisationen einem grundlegenden Wandel.

Denn herkömmliche IT-Infrastrukturen können weder die Anforderungen an die Haltung und vor allem Nutzung immer größer werdender Datenmengen noch die Herausforderungen in puncto Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit kaum noch bewältigen. Vielmehr noch, neue Technologien und Plattformen müssen in vorhandene, oftmals von Tradition geprägte IT-Landschaften, Strukturen und Prozesse etablierter Unternehmen integriert werden. Bis 2019 werden dem Marktforschungsinstitut IDC zufolge 75 Prozent der IT-Ausgaben für Technologien und Services der Dritten Plattform aufgewendet. Eine Untersuchung von Forrester Research zeigt, dass Unternehmen in den kommenden Jahren für ihre digitale Transformation zunehmend Service-Unterstützung suchen.

Ausblick der Pironet AG

Bei der Umsatz- und Ergebnisprognose für die Pironet AG ist zu berücksichtigen, dass diese als reine Managementholding ohne eigenes operatives Geschäft agiert. Die bei der Holding generierten Umsätze gehen in erster Linie auf Umlagen für Administrationsleistungen zurück. Daneben wird das Ergebnis in der Holding durch ihre 100 %ige Beteiligung an der PIRONET Datacenter AG & Co. KG sowie durch die Ergebnisübernahme aus einem bestehenden Ergebnisübernahmevertrag mit der Tochtergesellschaft geprägt.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisplanungen in den Tochtergesellschaften und den daraus abgeleiteten Ergebnisübernahmen erwartet die Pironet AG für das Jahr 2017 Umsatzerlöse in ähnlicher Höhe wie für 2016 sowie ein weiter verbessertes Jahresergebnis.

Köln, 8. März 2017

Pironet AG

-Vorstand-

Frank Richter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Pironet AG, Köln:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pironet AG (ehemals: Pironet NDH Aktiengesellschaft), Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 8. März 2017

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

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Dr. Werner Holzmayer Werner Metzen
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