Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 113556
Vorher
Ophirum Energy GmbHvraend GmbH
Eingetragen
2.11.2018
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
die Energieversorgung sowie die Versorgung von Privat- und Geschäftskunden als Endabnehmer mit Strom und Gas. Zusätzlich vertreibt das Unternehmen Geräte von Drittanbietern im Bereich Energie an solche Endabnehmer.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Klaus Reinisch
seit 27.5.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MET Sales and Trading Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MET Germany GmbH
Germany
118.111 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vraend GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die vraend GmbH nahm in 2022 als 100%ige Tochtergesellschaft der MET Germany GmbH ihre Geschäftsaktivitäten im Endkundengeschäft auf. Es ist ein Unternehmen, das als Energieversorger das Kundensegment Privat- und kleinere Geschäftskunden bedienen soll und seinen Kunden standardisierte Energieprodukte anbietet.

Die Gesellschaft wird über ihre Muttergesellschaft, die MET Germany GmbH, gesteuert und bezieht ihren Energiebezug ausschließlich über sie.

Die vraend GmbH startete ihr Geschäft nach einem Testbetrieb der Dienstleistersysteme mit rund 150 Kunden im Sommer 2022. Aufgrund der erheblichen Preisentwicklungen waren zunächst keine weiteren Kundengewinne geplant. Im November 2022 erfolgte schließlich der eigentliche Start der operativen Tätigkeiten mit der Übernahme eines Kundenportfolios von rd. 9.000 gewerblichen Kunden. Diese Kunden hatten bis zum Zeitpunkt der Übernahme Ihre Gaslieferverträge bei Ihrem Vorversorger (e.optimum AG) welcher sich aufgrund der dramatischen Marktentwicklung gezwungen sah, den Kunden die Kündigung auszusprechen. Da e.optimum eine Kundenbeziehung mit der MET Germany GmbH hatte, gab es beratende Gespräche zwischen dem Vorstand der e.optimum AG und dem Management der MET Germany über eine Alternativlösung für die Kunden. So wurden schließlich die Kunden über das Kundenportal der e.optimum informiert, dass Sie unter Fortführung der gleichen Vertragslogik und der gleichbleibenden AGB, durch die vraend GmbH weiterbeliefert werden können, insofern Sie einem Wechsel zustimmen. So haben rund 9000 Kunden diesem Wechsel zugestimmt und wurden ab November 2022 durch die vraend GmbH beliefert.

In 2023 erzielte die vraend GmbH zum ersten Mal die Kriterien eines mittelgroßen Unternehmens, so dass der Lagebericht erstmalig für diese Gesellschaft erstellt wurde.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 flachten die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine immer mehr ab. Die Preise gingen wieder deutlich zurück, wobei sie das Vorkrisen-Niveau nicht wieder erreichen konnten. Der Markt fand durch die zunehmende Einbindung in den globalen LNG-Markt ein neues Gleichgewicht fand.Im Industriekundensegment führten die hohen Gaspreise zu einer leicht rückläufigen Nachfrage im Haushaltskundensegment wirkt sich diese Entwicklung durch eine zunehmende Wettbewerbsintensität aus.

Nach den politischen Beschlüssen in 2022 mit Gegenmaßnahmen den gestiegenen Energiepreisen entgegenzukommen, wurden diese Maßnahmen an die Kunden weitergegeben und in den Fakturierungsprozessen umgesetzt. Die Umsetzung sowie auch der erhöhte Klärungsbedarf der Fördermittel und Abrechnungen war überaus anspruchsvoll und erforderte zusätzliches Personal.

II. Marktsituation und Auftragslage

Die vraend GmbH konnte von der deutlichen Zurückhaltung des Wettbewerbs und im konkreten Fall der Geschäftsaufgabe eines Teilbereiches durch die e.optimum AG profitieren. Weiteres Wachstum wurde in 2023 nicht angestrebt, da zunächst der Fokus auf Stabilisierungd der internen Prozesse und die Abwicklung der Kunden durch den beauftragten Dienstleister (RDE GmbH) gelegt wurde. Ab 2024 ist erneut ein moderates Wachstum angestrebt.

C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der vraend in 2023 zeichnete sich durch das kontinuierliche Geschäft der Gasversorgung der übernommenen Kunden aus. Alle Kennziffern weichen positiv von denen des Vorjahres ab:

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Das Rohergebnis betrug 4,2 Mio. € nach 0,2 T€ im Vorjahr und lag damit deutlich über den Erwartungen. Die Vraend GmbH konnte bei Eindeckung zusätzlicher Mengen von den fallenden Marktpreisen profitieren und damit einen zusätzlichen positiven Ergebniseffekt generieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen blieben auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, 1,1 Mio. € zu 0,9 Mio. € im Vorjahr. (Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Es konnte ein Betriebsergebnis von 3,1 Mio. € erzielt werden (Vorjahr: -0,8 Mio. €).

Das Finanzergebnis betrug 262 T€ nach 1 T€ im Vorjahr.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag von 0,8 Mio. € betreffen das abgelaufene Geschäftsjahr.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Jahresergebnis um 3,4 Mio. € von -0,6 Mo. € auf 2,8 Mio. € verbessert. Das Ergebnis liegt deutlich über der ursprünglichen Prognose.

II. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich durch den Geschäftsbetrieb um 27,0 Mio € auf. 60,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr deutlich (Vorjahr: 33,3 Mio. €).

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 8,5 Mio. € , Vorjahr 0 Mio. €.

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB).

Durch den Gewinn in 2023 wird das, bis 2022 negative Eigenkapital, in 2,0 Mio. € (Vorjahr: -0,8 Mio. €) Eigenkapital umgewandelt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 3,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: -2,3%).

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 5,7 Mio. € im Vorjahr auf 1,1 Mio. € verringert.

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

III. Finanzlage

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 0,9 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €). Dies entspricht 1,5 % (Vorjahr: 11,8 %) der Bilanzsumme (stichtagsbezogene Liquidität). Unter Einbezug der kurzfristig fälligen Darlehensforderung an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 8,5 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) beträgt der Anteil an der Bilanzsumme 15,6 % (Vorjahr: 11,8 %).

Die Nettoverschuldung (Bilanzsumme abzüglich Eigenkapital, liquider Mittel und kurzfristig fälligen Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen) beträgt 48,9 Mio. € (Vorjahr: 29,3 Mio. €).

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 durchgängig gegeben.

IV. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die Gesellschaft die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Rohergebnis.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Gesellschaft insbesondere den Leistungsindikator Anzahl von Kunden und das Volumen an abgesetztem Gas.

Umsatzerlöse

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Rohergebnis

Das Rohergebnis konnte von 0,2 Mio. € im Vorjahr um 4,0 Mio. € auf 4,2 Mio. € gesteigert werden. Bei operativen Kosten von etwa 1,1 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) konnte ein Betriebsergebnis von 3,1 Mio. € (Vorjahr: -0,8 Mio. €) erwirtschaftet werden. Das Rohergebnis übertrag damit deutlich die Erwartungen.

Mitarbeiter / Dienstleistungsstruktur

Die Gesellschaft hat keine eigenen Mitarbeiter. Das operative Geschäft wird von Mitarbeitern der Muttergesellschaft sowie zwei beauftragten Dienstleistungsunternehmen, die Regionale Dienstleistungen Energie GmbH & Co. KG (RDE), und NewSales ausgeführt.

RDE wurde im Jahr 2001 von der damaligen E.ON Bayern und einer Reihe kleinerer Stadtwerke gegründet und fungiert auf dem deutschen Energiemarkt als Komplettdienstleister für kaufmännische Prozesse mit dem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Für die vraend GmbH nimmt die RDE das Debitorenmanagement (Verwalten der Stammdaten, Fakturierung, Cash-Management, Mahnwesen, etc.).

New Sales GmbH wurde im Jahr 2010 gegründet und verfügt über weitreichende Erfahrungen als Dienstleister Bereich der Energiewirtschaft. Von der vraend GmbH wurde new Sales mit dem Kundenservice, 1st level support, beauftragt.

Die Steuerung der beiden Dienstleister erfolgt über die Mitarbeiter der MET Germany GmbH.

Kunden

Die Kunden der vraend GmbH setzen sich aus Gewerbekunden mit einem jährlichen Gasverbrauch bis zu 1,5 GwH zusammen, so dass wir hier von SME- (small mid sized enterprises) bzw. Retail-Kunden sprechen

D. Risiko- und Chancen der zukünftigen Entwicklung, Prognosebericht

I. Allgemeine Risiken

Abschwächende Konjunkturveränderungen und steigende Lebenshaltungskosten führen zu höherer Preissensitivität der Verbraucher und zu potenziell niedrigerem Energieverbrauch. Darüber hinaus wirken diese Faktoren auf den Liquiditätsspielraum der Kunden aus.

Die vraend GmbH hat in 2023 als "Newcomer" auf dem Retail-Markt von der Gewinnung weiterer Kunden abgesehen, sondern vielmehr die Prozesse professionalisiert um die komplexen Anforderungen an die Abrechnung der, in 2022 definierten politischen Unterstützungsmaßnahmen, stabil abzurechnen.

In 2024 wird ein moderates Wachstum angestrebt und durch gezielte Neukundengewinnung in weniger bearbeiteten Märkten das Marktsegment Retail auszubauen.

II. Operative Risiken

Risiken im Endkundengeschäft liegen im Wesentlichen auf der Ebene der Zahlungsausfälle, welche durch ein sehr striktes Mahnwesen mit Eskalationsstufe über ein Inkassoverfahren begegnet. Gleichzeitig werden die Kunden gegen Zahlungsausfall versichert. Bilanziell werden gegebenenfalls Wertberichtigungen für ausfallbedrohte Positionen gebildet.

Die Beschaffung der benötigten Mengen wird ausschließlich über die Muttergesellschaft ausgeführt. Aktuelle Risiken werden hier nicht gesehen, zumal die Bestandskunden über einen Spot-Markt-basiertem Preismodell beliefert werden.

Es wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Dadurch können eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkannt, proaktiv geplant und somit vermieden werden.

III. Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unserer Einschätzung zurzeit nicht und sind auch nicht absehbar.

IV. Chancen

Chancen sehen wir in einer weiter fortschreitenden Konsolidierung auf dem Erdgas- und Stromanbietermarkt und damit einhergehende Umverteilung von Marktanteilen, in dem wir sehr gezielt neue Kundensegmente ansprechen und uns im Vorfeld über Risiken, Prozesse und ihre verbundenen Kosten ein genaues Bild gemacht haben.

VI. Ausblick, Prognose

Nachfrage und Angebot haben sich in den vergangenen Monat am Markt wieder weitestgehend stabilisiert und führte zu einem deutlichen Rückgang des hohen Preisniveaus, wobei sicherlich eine Rückkehr der Gaspreise zum Vor-Covid-Niveau für 2024 nicht zu erwarten ist.

Die Energiebranche ist dabei weiter von der Entwicklung des vergangenen Jahres gezeichnet. Die Gasimporteure suchen ihre neue Rolle, während gleichzeitig viele - auch aus Kundensicht risikoarme - Liefermodelle beispielsweise für Stadtwerke und Industrie kaum noch angeboten werden. In diesem Umfeld rechnet MET Germany und die vraend GmbH mit weiterem Wachstum im Gas- und Stromhandel, insbesondere im SME-Segment. Dazu beitragen wird der geplante Ausbau der Handelsbeziehungen mit Stadtwerken und Energieeinkaufsunternehmen, sowie diverser Kooperationen mit unterschiedlichen Vertriebskanälen in Deutschland.

Gleichzeitig haben sich einige Anbieter aus Risikogesichtspunkten aus diesem Marktsegment zurückgezogen, so dass sich die Zahl der Mitbewerber reduziert hat. Diese Entwicklung bietet der vraend GmbH Möglichkeiten ihre Marktposition auszubauen und ihr Wachstumsziel zu realisieren.

Finanziell sehen wir uns gut aufgestellt, zumal die typischen Kundenverträge im SME-Bereich zu einer frühzeitigen Mittelbereitstellung durch Kunden sorgen und gemeinsam mit der MET Germany solide Basis erarbeitet wurde um das angestrebte Wachstum trotz einiger Marktunsicherheiten aus Eigenmitteln abzudecken.

Insgesamt plant die vraend GmbH für 2024 und 2025 (Prognosezeitraum) ein moderates Wachstum des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

 

Frankfurt, den 15. Februar 2024

gez. Jörg Selbach-Röntgen

gez. Pavel Balada

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 32.705,00 40.882,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.705,00 40.882,50
B. Umlaufvermögen 60.301.022,23 32.488.970,85
I. Vorräte 22.903,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 59.370.206,60 28.559.574,02
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.500.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 50.870.206,60 28.559.574,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 907.912,27 3.929.396,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 20.964,33
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 771.846,18
Summe Aktiva 60.333.727,23 33.322.663,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.996.370,64 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 118.111,00 118.111,00
II. Kapitalrücklage 211.889,00 211.889,00
III. Verlustvortrag 1.101.846,18 499.432,78
IV. Jahresüberschuss 2.768.216,82 -602.413,40
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 771.846,18
B. Rückstellungen 11.416.564,20 1.577.126,00
C. Verbindlichkeiten 46.920.792,39 31.745.537,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.107.968,36 5.663.913,05
2. sonstige Verbindlichkeiten 45.812.824,03 26.081.624,81
Summe Passiva 60.333.727,23 33.322.663,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.381.788,76 325.759,27
2. Abschreibungen 8.177,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.177,50
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.085.318,33 928.586,00
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 261.606,93 1.062,50
davon aus verbundenen Unternehmen 261.508,93 1.062,50
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 208,84 649,17
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 781.474,20
7. Ergebnis nach Steuern 2.768.216,82 -602.413,40
8. Jahresüberschuss 2.768.216,82 -602.413,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die vraend GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 113556 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes, des Gesellschaftsvertrags und den wirtschaftszweigspezifischen Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Anlagenabgang erfasst.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Energielieferungen nach Kundengruppen getrennt bewertet. Sofern eine Einzelabrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt, werden die tatsächlichen Verbräuche zu Grunde gelegt. Sofern dies nicht möglich ist, werden die Verbräuche im Wege der Schätzung hochgerechnet. Das Hochrechnungsverfahren wird aufgrund einer rollierenden Verbrauchserfassung angewendet und berücksichtigt insbesondere das historische Verbrauchsverhalten sowie jahreszeitliche Schwankungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für konkrete Risiken sowie um Gruppen-Einzelwertberichtigungen korrigiert. Bei den Gruppen-Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, die nach Art und Umfang mit etwa gleichen Risiken behaftet sind, bei der Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit jeweils zu Bewertungsgruppen zusammengefasst.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wird zum Nennwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der bis zum Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen wurden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag von Sach- oder Dienstleistungsverpflichtungen umfasst die im Erfüllungszeitpunkt voraussichtlich anfallenden Vollkosten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.621.624,00 € (Vorjahr: 850.000,00 €) gebildet.

Bei der Gesamtdifferenzenbetrachtung gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden keine passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet.

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.107.968,36 € (Vorjahr: 5.663.263,88 €).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 5.712.863,01 € (Vorjahr: 3.229.429,50 €) enthalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(Verkürzte Offenlegung gem. §§ 327, 288 HGB)

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Beratungs- und Raumkosten sowie bezogene Dienstleistungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen das laufende Geschäftsjahr.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezeichnung Gesamtbetrag
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) betragen insgesamt 24.317,64

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich insgesamt aus Mietverträgen über Büroräume.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

VI. Ergänzende Angaben

Im Geschäftsjahr waren keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Geschäftsführung im Berichtsjahr erfolgte durch Jörg Selbach-Röntgen, Hennef, und Pavel Balada, Walchwil (Schweiz). Die Geschäftsführer übten berufsmäßig die Führung der Geschäfte dieses Unternehmens aus.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das Honorar für den Jahresabschlussprüfer beträgt 10.000,00 €, ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.

Die MET Germany GmbH wurde in den Konzernabschluss der MET Holding AG (Zug, Schweiz) einbezogen. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt nicht.

VII. Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG

Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen getätigt:

Position Art Unternehmen Betrag
(T€)
Aufwendungen für bezogene Leistungen Beschaffung von Erdgas MET Germany GmbH 42.603
Aufwendungen für bezogene Leistungen Dienstleistungen MET Germany GmbH 520

VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Frankfurt am Main, 14. Februar 2024

gez. Jörg Selbach-Röntgen

gez. Pavel Balada

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 40.882,50 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.882,50 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 40.882,50 0,00 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.882,50 40.882,50
2. geleistete Anzahlungen -40.882,50 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 40.882,50
Summe Anlagevermögen 0,00 40.882,50
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8.177,50 0,00 0,00 8.177,50
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 8.177,50 0,00 0,00 8.177,50
Summe Anlagevermögen 0,00 8.177,50 0,00 0,00 8.177,50
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 32.705,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 40.882,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 32.705,00 40.882,50
Summe Anlagevermögen 0,00 32.705,00 40.882,50

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vraend GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vraend GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vraend GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften undGrundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss undzum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtü- mern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungs- egungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Stuttgart, 26. Februar 2024

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gez. Schnäbele, Wirtschaftsprüfer

gez. Hartmann, Wirtschaftsprüfer

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