Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 4866
Vorher
TWT AG Technologie- und Wissenstransfer an der Fachhochschule MünchenTWT AG Technologie- und Wissenstransfer
Eingetragen
30.1.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieReparatur und Instandhaltung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
Schreibfehlerberichtigung: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Hard- und Software für Computer- und Mikrocomputersysteme sowie von elektronischen Geräten, Baugruppen und Systemen, Technologie- und Wissenstransfer, Beratung und Betreuung in technischen und wirtschaftlichen Verfahren , wie z.B. anwendungsorientierter Forschung, Existenzgründungs-, Management- und Unternehmensberatung, Fort- und Weiterbildung, Lizenzvergabe sowie Erbringung von damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Karl
seit 2.5.2025
Prokura
Alexander Fillips
seit 2.5.2025
Prokura
Hinrich Bey
seit 2.5.2025
Prokura
Orazio Ragonesi
seit 25.6.2015
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MicroNova AG

Jetzendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Überblick

Die MicroNova AG ist seit über 35 Jahren erfolgreich am Markt aktiv. Das nach ISO 9001:2015 zertifizierte Software- und Systemhaus bietet Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in vier Geschäftsfeldern:

• Testing Solutions

• Enterprise Solutions

• Telco Solutions

• Consulting (ab 01.01.2024)

Der Sitz der Gesellschaft liegt in Jetzendorf (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm), operativer Hauptstandort ist Vierkirchen im Norden Münchens. Weitere Standorte befinden sich in Wolfsburg, Braunschweig, Leonberg und Ingolstadt. Die Tochtergesellschaft cz.MicroNova s.r.o. (Id.-Nr.: 045 88 053) in Mladá Boleslav (Tschechien) unterhält Standorte in Jablonec nad Nisou und Pilsen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der MicroNova AG betrug im Kalenderjahr 2023 280 Personen. Alleiniger Aktionär im Geschäftsjahr 2023 war Maximilian Karl. 2023 zeigten Investitionen aus vorigen Geschäftsjahren in neue Lösungen erneut positive Wirkung; MicroNova finanzierte dabei - wie seit jeher - alle Investitionsausgaben vollständig aus eigenen Mitteln.

Finanzielle Situation der Gesellschaft

Das im Lagebericht 2022 prognostizierte Umsatzwachstum konnte erreicht werden, die Rendite-/Ergebnisziele teilweise. Das Rohergebnis der MicroNova AG im Geschäftsjahr 2023 betrug 24,938 Mio. EUR. Das entspricht einem Rückgang von 0,69 % im Vergleich zum Vorjahr (25,112 Mio. EUR).

Die MicroNova AG hat im Geschäftsjahr 2023 erneut auf die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen in der Bilanz gemäß den Möglichkeiten des BilMoG verzichtet und verfolgt damit weiterhin ein langfristig orientiertes und organisches Wirtschaften ohne Inanspruchnahme von Fremdfinanzierungen. Entwicklungskosten sind nach wie vor vollständig im Aufwand enthalten, weiter zunehmende Umsatz- und damit Ergebnisbeiträge werden in den Folgegeschäftsjahren erwartet. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt infolgedessen rund 0,217 Mio. EUR (Vorjahr: 2,244 Mio. EUR). Das Ergebnis berücksichtigt Entwicklungsinvestitionen/-aufwendungen für zukunftsträchtige Themen i. H. v. 8,48 % (Vorjahr: 5,15 %) der Umsatzerlöse, die bereits im Laufe des Geschäftsjahres 2023 dazu beigetragen haben, die Position in den jeweiligen Fachbereichen zu festigen/auszubauen.

Zusammenfassung der Bereiche

Auch 2023 wurden die Produkte und Lösungen des Bereichs Testing Solutions konsequent weiterentwickelt, insbesondere bei den Schwerpunkten virtuelles bzw. Cloud-basiertes Testen sowie Testen von Elektrofahrzeugen. Vorstand und Entwicklungsleitung haben die Prozesse für Serienfertigung und Produktentwicklung weiter optimiert, um so eine langfristig strategische Weiterentwicklung des Portfolios unter verstärkter Nutzung von Skaleneffekten sicherzustellen. Tragende Säulen waren weiterhin die Produkte und Lösungen, ergänzt durch das Geschäft mit Beratungsleistungen; dieses Consulting-Portfolio hat MicroNova im Jahr 2022 erfolgreich am Markt etabliert - vor allem für die Themenbereiche ISO-26262, Modellierung, Virtualisierung von Steuergeräten, Cybersicherheit und Testing. Insbesondere die Produktlinie "NovaCarts Virtual", eine Cloud-basierte Hardware-in-the-Loop-(HiL-)Lösung, findet sehr viel Anklang. In der Folge konnte MicroNova nennenswerte Aufträge von strategisch relevanten Kunden aus dem deutschen Automobilmarkt gewinnen. Wegen der positiven Entwicklung des Geschäftsbereichs wurden weiterhin entsprechend Kapazitäten aufgebaut, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein bewährtes Element war dabei erneut die Kooperation mit dem Kasseler Automotive-Unternehmen ks.MicroNova GmbH. Die Herausforderung aus dem Jahr 2022, die sogenannte "Chip-Krise", also der Mangel an Halbleitern, hat sich im Jahr 2023 deutlich abgeschwächt. Das Lieferantenmanagement wurde weiterhin erfolgreich ausgebaut, um für zukünftiges Wachstum und die damit einhergehende Skalierung gerüstet zu sein. MicroNova konnte die eigenen Umsatz- und Gewinnziele im Consulting und in der Testautomation erreichen; lediglich die Fachabteilung Hardware-in-the-Loop Systems blieb hinter den Erwartungen.

Aufgrund des großen Erfolges der Beratungsleistungen und der zunehmenden Eigenständigkeit des Themas "Hochtechnologieberatung", hat der Vorstand in Abstimmung mit Bereichsleitung und Aufsichtsrat im zweiten Halbjahr 2023 entschieden, die Abteilung "Consulting" am 1.1.2024 als eigenständigen Bereich aufzustellen. Dies dient dazu in den nun zwei unabhängigen Geschäftsbereichen weiteres Wachstum und Diversifizierung zu ermöglichen.

Im Bereich Telco Solutions war das Jahr 2023 geprägt von der Weiterentwicklung des inzwischen Cloud-basierten Produktes COM5.Mobile bei den Bestandskunden Telefónica Germany sowie Vodafone Deutschland. Aufgrund der steigenden Kostenbasis bei den Near-Shore-Partnern von MicroNova auf inzwischen deutsches Niveau wurden die zugehörigen Kooperationen eingestellt. Weiterhin bestand die Herausforderung, dass international agierende Player einen zunehmenden Wettbewerb initiierten; das führte in Kombination mit deutlichen Sparprogrammen bei den MicroNova-Hauptkunden dieses Bereichs 2023 zu einem Umsatzrückgang gegenüber 2022 geführt hat. Diesem Umsatzrückgang begegnete MicroNova durch eine Senkung der eigenen Kosten.

Die im Bereich Enterprise Solutions seit vielen Jahren bestehende, exklusive Deutschland-Vertriebspartnerschaft für die IT-Management-Lösungen "ManageEngine" des Softwareherstellers ZOHO Corp. hat MicroNova überaus erfolgreich fortgeführt: Sowohl Umsätze als auch Erträge haben deutlich zugenommen, ebenso die Zahl der Neukunden. Zudem hat MicroNova 2023 die Partnerschaft zum Hersteller monday.com signifikant ausgebaut sowie die Vermarktung des eigenen Digitalisierungsangebots verstärkt..

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich 2023 erneut verbessert. Das Eigenkapital hat trotz der erwähnten, nicht bilanzierten Entwicklungsaufwendungen auf 13,689 Mio. EUR zugelegt; diese Erhöhung ist dem positiven Jahresüberschuss i. H. v. 0,217 Mio. EUR zuzuschreiben. Daraus resultiert auch die sehr gute Eigenkapitalquote, die von 59,50 % der Bilanzsumme auf 62,10 % angestiegen ist; diese Entwicklung ist unter anderem auf die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen zurückzuführen, die aufgrund der Fertigstellung einiger Projekte zum Jahresende um 1,116 Mio. EUR auf 0,428 Mio. EUR (Vorjahr 1,544 Mio. EUR) gesunken ist. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr von 0,225 Mio. EUR auf 0,112 Mio. EUR, um 0,112 Mio. EUR. Ebenso reduzierten sich die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,048 Mio. EUR auf 2,492 Mio. EUR (Vorjahr 2,540 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,073 Mio. EUR auf 1,821 Mio. EUR (Vorjahr 1,894 Mio. EUR). Diese Summe setzt sich aus der Rückstellung für Personalkosten um 0,180 Mio. EUR sowie der Reduzierung der Rückstellung für Nachlaufkosten i. H. v. 0,271 Mio. EUR zusammen. Die Rückstellungen für Personalkosten nahmen aufgrund von Verpflichtungen aus Abfindung und Freistellung um 0,489 Mio. EUR zu. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt um 0,299 Mio. EUR auf 1,881 Mio. EUR (Vorjahr 1,582 Mio. EUR).

Die Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr 2023 von 22,640 Mio. EUR auf 22,041 Mio. EUR. Der Anteil des Anlagevermögens betrug dabei 4,109 Mio. EUR, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,013 Mio. EUR. Das Anlagevermögen macht somit 18,64 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 18,09 %) aus. Dieser Erhöhung ist auf die Investitionen im Sachanlagevermögen zurückzuführen, das gegenüber dem Vorjahr um 0,152 Mio. EUR zugenommen hat; ex aequo gegenläufig hierzu haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände verhalten. Darüber hinaus haben sich die Finanzanlagen durch Tilgung von Darlehens um 0,075 Mio. EUR reduziert.

Die größte Veränderung im Umlaufvermögen hat sich bei den in Arbeit befindlichen Aufträgen ergeben, die sich aufgrund einiger in Fertigstellung befindlicher Erzeugnisse stichtagsbedingt um 0,819 Mio. EUR auf 3,916 Mio. EUR (Vorjahr: 3,096 Mio. EUR) erhöht haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag betrugen 8,684 Mio. EUR (Vorjahr: 8,649 Mio. EUR). Diese Erhöhung ist ebenfalls auf die stichtagsbedingte Abrechnung zum Jahresende zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag betrug 3,055 Mio. EUR (Vorjahr: 4,937 Mio. EUR) und nahm somit um 1,882 Mio. EUR ab.

MicroNova hat im Geschäftsjahr 2023 weder Bankkredite noch sonstige Fremdmittel abgerufen. Eine vorhandene Kreditlinie in Höhe von 1,526 Mio. EUR hat das Unternehmen weiterhin nicht in Anspruch genommen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind insgesamt von 6,542 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,712 Mio. EUR gestiegen.

Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und dabei mögliche Skontoerträge fortwährend ausgenutzt. Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Wachstum und Investitionen erbringt das Unternehmen damit weiterhin vollständig aus eigenen Mitteln.

Erklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG

Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wird durch folgende Erklärung abgeschlossen:

"Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem mit verbundenen Unternehmen vorgenommenen Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Chancen und Risiken allgemein

Wie im Vorjahr war die Marktposition von MicroNova auch 2023 gefestigt. Getroffene Maßnahmen konnten die Herausforderungen einer an wenigen Stellen rückläufigen Nachfrage gut kompensieren; insbesondere die Etablierung des Consulting-Bereichs mit Chancen rund um Künstliche Intelligenz. Zehn Key Accounts trugen rund 52 % (Vorjahr: 59 %) zum Umsatz bei. Die unternehmerische Gesamtlage der MicroNova AG ist damit insgesamt sehr positiv. Grundsätzliche Risiken sind der Fachkräftemangel sowie generelle ökonomische Unsicherheit im deutschen Markt - etwa bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt oder das mit der Zinsentwicklung zentraler Wirtschaftsräume verbundene Gedeihen der Weltwirtschaft. Zudem birgt zunehmende Regulierung ein potenzielles Wachstumsrisiko. MicroNova schloss und schließt weiterhin wesentliche Kontrakte in Euro und nur zu einem geringeren Teil in US-Dollar ab. Versicherungen entlasten das Unternehmen risikoseitig in wirtschaftlich sinnvollem Rahmen. Dank solider Planung und sorgfältigem sowie zeitnah stattfindendem Controlling kann die Unternehmensleitung rechtzeitig Maßnahmen ergreifen.

Chancen und Risiken aus den Bereichen

Für den Bereich Testing Solutions bieten Investitionen der OEMs in die - insbesondere elektrifizierte - Transformation des Antriebsstrangs und neue Funktionsfelder im Bereich elektrifiziertes und automatisiertes Fahren Chancen für weiteres deutliches Wachstum. Dem gegenüber steht eine hohe Abhängigkeit den Unternehmens von einigen wenigen deutschen Automobilherstellern als Risiko, da diese einem zunehmenden Wettbewerb aus China und den USA ausgesetzt sind. Als primäre Maßnahme erweitert MicroNova die technologischen Entwicklungsschwerpunkte des Unternehmens auf andere Märkte und Branchen.

Für den Bereich Telco Solutions sind die globale Nachfrage nach leistungsfähigen Kommunikationsnetzen, der Ausbau des 5G-Netzes sowie der zunehmende Bedarf an Kommunikations- und Optimierungslösungen im Bereich der Energie- und Industrienetze weiterhin aussichtsreiche Chancen. Herausfordernd sind erneut die kleine lokale Kundenbasis und ein zunehmender Wettbewerb durch international agierende Lieferanten. Daher wurde 2023 eine Ausweitung in Richtung der anwachsenden Anwendungen im 5G-basierten Umfeld zunächst des Energiesektors weitergeführt, inklusive der notwendigen Vertriebsaktivitäten.

Beim Absatz der Produkte ManageEngine sowie monday.com und seit Anfang 2023 Webcon besteht wegen der hohen und weiter steigenden IT-Durchdringung sowie dem zunehmenden Bedarf an Digitalisierungslösungen ebenfalls weiterhin hohes Potenzial zum Geschäftsausbau. Das Hauptrisiko stellt der übliche Marktwettbewerb dar. Wegen des dargestellten anhaltenden, nachhaltigen Erfolgs des Bereichs Enterprise Solutions soll auch hier Wachstumspotenzial aktiviert werden, weshalb die Identifizierung und Hinzunahme eines weiteren Partners Anfang 2024 umgesetzt wurde.

Ausblick

Die MicroNova AG hat auch 2023 ihren bewährten Weg mit solidem, nachhaltigem sowie langfristig orientiertem Handeln und Wirtschaften konsequent und erfolgreich fortgeführt - eine Herangehensweise, die 2022 zur Auszeichnung als eines von "Bayerns Best 50" Unternehmen führte. Folglich wird die Geschäftsleitung diese Marschroute auch im Jahr 2024 fortführen. Dabei setzt die Unternehmensleitung den Wandel zum Lösungsanbieter fort, was entsprechende Marketing- und Vertriebsaktivitäten untermauern. Aufgrund der anhaltenden Herausforderungen durch die genannten externen Effekte wird MicroNova dabei alle Marktbewegungen detailgenau verfolgen, um gegebenenfalls schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Die Planung zum Umsatzwachstum Gewinn konnten 2023 nicht ganz erreicht werden. Wegen guter Auftragslage zum Jahresbeginn hat die Geschäftsleitung für 2024 eine Planung mit leichtem Wachstum vorgenommen. Mit strategischen Neukunden wurde bereits die Zusammenarbeit deutlich über 2024 hinaus diskutiert, so dass weiterhin mit Wachstum gerechnet werden kann. Auch im Bereich Telco Solutions ist der Ausblick auf das Jahr 2024 positiv, geprägt von der Neuausrichtung in Geschäftsfelder im Umfeld neu entstehender Kommunikationsnetze und -lösungen durch die forcierte Einführung der 5G-Technologie. Der Bereich Enterprise Solutions wird planmäßig auch 2024 wegen des attraktiven Angebots und der Nachfrage nach Digitalisierungslösungen wachsen.

Viele Unternehmen haben sich in Folge der Covid-19-Pandemie im Umfeld der Digitalisierung weiterentwickelt - MicroNova ist hier vorbildlich vorangegangen. Folglich soll die interne Digitalisierungsstrategie fortgeführt und punktuell trotz des bereits sehr hoher Durchdringung noch weiter ausgebaut werden. MicroNova war durch diese weitgehend digitalisierten Prozesse und seine ausgezeichnete IT-Infrastruktur auch in der 2023 noch andauernden Corona-Situation voll handlungs- und leistungsfähig. Getroffene Maßnahmen haben vollständig Wirkung gezeigt, das Unternehmen war zu jedem Zeitpunkt in stabiler und guter Verfassung. Auch die Kundenunternehmen sind soweit absehbar grundsätzlich in stabiler Lage. Daher geht der Vorstand für das Jahr 2024 von einer beständigen positiven Entwicklung beziehungsweise leichten Steigerung der Nachfrage gegenüber 2023 aus - und erwartet folglich ein Wachstum beim Umsatz sowie Rendite.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.108.902,57 4.096.718,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 106.354,00 170.360,50
II. Sachanlagen 1.370.452,36 1.219.001,95
III. Finanzanlagen 2.632.096,21 2.707.356,53
B. Umlaufvermögen 17.464.552,19 18.040.136,87
I. Vorräte 4.286.356,85 3.404.440,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.122.795,63 9.699.010,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 135.610,75 129.374,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.055.399,71 4.936.685,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 467.826,07 503.244,81
Aktiva 22.041.280,83 22.640.100,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.688.542,52 13.471.402,14
I. Gezeichnetes Kapital 225.000,00 225.000,00
II. Kapitalrücklage 2.288.400,72 2.288.400,72
III. Gewinnrücklagen 22.500,00 22.500,00
IV. Bilanzgewinn 11.152.641,80 10.935.501,42
davon Gewinnvortrag 10.935.501,42 8.691.476,93
B. Rückstellungen 4.555.009,93 4.569.374,37
C. Verbindlichkeiten 3.685.556,22 4.374.470,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.685.556,22 4.374.470,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 112.172,16 224.853,48
Passiva 22.041.280,83 22.640.100,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 24.938.067,24 25.112.436,96
2. Personalaufwand 19.876.368,19 17.205.897,84
a) Löhne und Gehälter 16.703.960,50 14.406.736,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.172.407,69 2.799.161,59
davon für Altersversorgung 176.231,31 390.304,18
3. Abschreibungen 495.716,47 521.425,90
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 495.716,47 521.425,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.259.570,07 4.144.649,38
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 181.093,19 290.913,50
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.585,77 55.340,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.676,00 52.832,33
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 43.963,00 42.811,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.171,90 988.844,00
8. Ergebnis nach Steuern 224.150,38 2.254.127,57
9. sonstige Steuern 7.010,00 10.103,08
10. Jahresüberschuss 217.140,38 2.244.024,49
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.935.501,42 8.691.476,93
12. Bilanzgewinn 11.152.641,80 10.935.501,42

Anhang

Allgemeine Angaben

Die MicroNova AG mit Sitz in Jetzendorf ist unter der Abteilung B Nr. 4866 im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu berücksichtigen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit möglich, an den ertragssteuerrechtlichen Vorschriften ausgerichtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gliederung, der Ausweis und die Bewertung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderten sich gegenüber dem Vorjahr nicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wurde mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wurde von einer jährlichen Steigerungsrate der Pensionen von 1,34 % ausgegangen. Der Rechnungszins betrug 1,82 %.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem jeweiligen Tageskurs in EUR umgerechnet. Kursverluste, die bis zum Bilanzstichtag durch Bewertung mit dem Stichtagskurs entstehen, wurden ergebniswirksam berücksichtigt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner oder gleich einem Jahr wurden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Angaben zu einzelnen Bilanzposten

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 2. Bei dem verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 100 %ige Tochtergesellschaft der MicroNova AG.

Name der Tochtergesellschaft: cz.MicroNova s.r.o
Sitz der Tochtergesellschaft: afaríkova 277/III, Mladá Boleslav 293 01, Tschechien

Das Jahresergebnis der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 529. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 1.832.

Die Finanzanlagen enthalten darüber hinaus eine Beteiligung i. H. v. TEUR 100 an der Temedica GmbH. Die MicroNova AG hält 1,1 % am Stammkapital der Temedica GmbH. Das Jahresergebnis der Temedica GmbH für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -9.409. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 1.397.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen TEUR 302 (Vj.: TEUR 137) Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 136 (Vj.: TEUR 130) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Das Grundkapital der MicroNova AG ist eingeteilt in 225.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1 je Stückaktie am Grundkapital. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf den Namen des Aktionärs.

Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von EUR 170.718,19 aus § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und in Höhe von EUR 2.117.682,53 aus § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 21 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten, nachlaufende Kosten und Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten sowie Aufbewahrungspflichten.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen TEUR 766 (Vj.: TEUR 106) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Jahr 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 241 (Vj.: TEUR 302).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 181 (Vj.: TEUR 291).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 44 (Vj.: TEUR 43).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Miet- und Pachtverträgen resultieren, betrugen TEUR 6.712.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug durchschnittlich im Geschäftsjahr:

Arbeitnehmer 267
davon Teilzeitbeschäftigte 68
Aushilfen 13
280

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes im Geschäftsjahr 2023 waren:

• Vorstand Finanzen und Administration und Vorstandsvorsitzender: Herr Orazio Ragonesi, Vorstand, Petershausen

• Vorstand operatives Geschäft: Herr Dr. Klaus Eder, Vorstand, Röhrmoos

Vom Wahlrecht bezüglich der Angabe über die Gesamtbezüge des Vorstandes nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 waren:

• Herr Josef W. Karl, Unternehmer, Vorsitzender

• Herr Stefan Karl, Unternehmensberater und stellvertretender Vorsitzender

• Herr Maximilian Karl, Unternehmer und Systemingenieur

Der Aufsichtsrat erhält eine Vergütung von TEUR 3,5.

In den Finanzanlagen sind sonstige Ausleihungen i. H. v. TEUR 1.584 enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Annuitätendarlehen, das an eine von einem Aufsichtsratsmitglied beherrschte Gesellschaft ausgegeben wurde. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 20 Jahren und eine Verzinsung von 1,5 % pro Jahr.

In den Finanzanlagen sind sonstige Ausleihungen i. H. v. TEUR 946 enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Annuitätendarlehen, das an ein Aufsichtsratsmitglied ausgegeben wurde. Das Darlehen hat eine Laufzeit (Zinsbindung) von 15 Jahren und eine Verzinsung von 1,0 % pro Jahr.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresschluss

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.410.380,98 31.493,75 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 2.556,46 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.412.937,44 31.493,75 0,00
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 3.236,58 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 463.889,31 3.913,68 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.706.724,14 517.864,59 38.095,28
geleistete Anzahlungen 55.535,95 41.959,86 0,00
Sachanlagen 5.229.385,98 563.738,13 38.095,28
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen Unternehmen 1.514,41 0,00 0,00
Beteiligungen 100.000,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 2.605.842,12 0,00 75.260,32
Finanzanlagen 2.707.356,53 0,00 75.260,32
Summe 9.349.679,95 595.231,88 113.355,60
kumulierte Zugänge Abgänge
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.441.874,73
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.556,46
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.444.431,19
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 0,00 3.236,58
technische Anlagen und Maschinen 0,00 467.802,99
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.993,95 5.242.487,40
geleistete Anzahlungen -55.993,95 41.501,86
Sachanlagen 0,00 5.755.028,83
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen Unternehmen 0,00 1.514,41
Beteiligungen 0,00 100.000,00
sonstige Ausleihungen 0,00 2.530.581,80
Finanzanlagen 0,00 2.632.096,21
Summe 0,00 9.831.556,23
kumulierte Buchwert
Abschreibungen 01.01.2023
EUR
EUR EUR Abschreibungen 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.240.020,98 95.500,25 0,00 1.335.521,23 106.353,50
Geschäfts- oder Firmenwert 2.555,96 0,00 0,00 2.555,96 0,50
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.242.576,94 95.500,25 0,00 1.338.077,19 106.354,00
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 2.038,08 130,00 0,00 2.168,08 1.068,50
technische Anlagen und Maschinen 452.503,31 11.926,18 0,00 464.429,49 3.373,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.555.842,64 388.160,04 26.023,78 3.917.978,90 1.324.508,50
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 41.501,86
Sachanlagen 4.010.384,03 400.216,22 26.023,78 4.384.576,47 1.370.452,36
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.514,41
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.530.581,80
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.632.096,21
Summe 5.252.960,97 495.716,47 26.023,78 5.722.653,66 4.108.902,57

Bericht des Aufsichtsrats

Prüfung der Rechnungslegung:

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der MicroNova AG für das Geschäftsjahr 2023 vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Rechnungslegung entspricht den gesetzlichen Vorschriften der §§ 238 ff HGB und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Prüfung der Geschäftsführung:

Die Geschäftsführung wurde aufgrund der Vorstandsberichte und der gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand laufend übewacht.

Stellungnahme zum Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer:

Der Aufsichtsrat stimmt dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zu.

Schlusserklärungen:

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2023 wird gebilligt.

Einladung / TO Hauptversammlung

sonstige Berichtsbestandteile

 

Orazio Ragonesi, Vorstandsvorsitzender CEO

Dr. Klaus Eder, Vorstand COO

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MicroNova AG, Jetzendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MicroNova AG, Jetzendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MicroNova AG, Jetzendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pfaffenhofen a. d. Ilm, den 26. April 2024

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