Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 9238
Vorher
LENA Spielwaren GmbHSIMM Marketing GmbH
Eingetragen
10.10.1989
Branche
Herstellung von SpielwarenEinzelhandel mit SpielwarenGroßhandel mit Spielwaren und Musikinstrumenten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Spiel- und Freizeitartikeln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Ziegler
seit 18.8.2021
Prokura
Carola Beate Söhn
seit 26.8.2020
Geschäftsführer
Thomas Michael Söhn
seit 26.2.2018
Prokura
Joachim Söhn
seit 8.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIMM Spielwaren GmbH

Roth, Ortsteil Eckersmühlen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 80.794,00 75.827,50
II. Sachanlagen 392.887,00 427.056,00
473.681,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 180.376,36 177.879,51
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.986,50 7.578,74
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.966.963,97 4.307.746,67
3.151.326,83
II. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.791.031,27 3.284.928,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmer 238,00 238,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 359.907,57 122.773,99
3.151.176,84
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 606.538,04 331.954,58
C. Rechnungsabgrenzungsposen 85.841,72 91.541,64
7.468.564,43 8.827.525,24

Passiva

2023 2022
EUR EUR EUR
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 673.189,99 643.218,90
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -154.006,38 29.971,09
1.519.183,61
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 273.316,00
2. Sonstige Rückstellungen 854.316,21 854.439,91
854.316,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 451.505,51 860.385,15
2. Verbindlichkeiten aus Liefererungen und Leistungen 3.778.662,50 4.376.333,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 654.484,18 632.351,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 210.412,42 157.508,71
5.095.064,61
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
7.468.564,43 8.827.525,24

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.339.005,86 6.374.757,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.954.337,37 2.017.263,41
b) Soziale Abgaben 488.013,55 431.891,21
2.442.350,92
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 131.362,99 120.582,44
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.870.931,22 3.698.174,92
= Betriebsergebnis -105.639,27 106.845,46
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.933,65 1.411,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.774,73 54.923,58
-71.841,08
= Finanzergebnis -71.841,08 -53.511,89
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25.004,39 21.850,00
8. Ergebnis nach Steuern -152.475,96 31.483,57
9. Sonstige Steuern 1.530,41 1.512,48
10. Jahresfehlbetrag / überschuss -154.006,37 29.971,09

Anhang 2023

Die Gesellschaft ist unter der Firma SIMM Spielwaren GmbH mit Sitz in 91154 Roth im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 9238 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG und Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear bemessen.

Die Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis zu 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert wie folgt angesetzt:

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Sofern die Verkaufspreise abzüglich der noch anfallenden Kosten die Herstellungskosten nicht decken, werden Abschreibungen vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Sofern die Verkaufspreise abzüglich der noch anfallenden Kosten die Anschaffungskosten bzw. denn niedrigeren Marktwert nicht decken, werden Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen von größer 1 Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Nr. 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als 1 Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Anzahlungen auf Vorräte sind zum Zahl-Kurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz aufgeführten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich hauptsächlich um abgegrenzte Standmieten von Messen, im Voraus entrichtete Versicherungsprämien und Lizenzgebühren.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbe- und Körperschaftssteuer des Vorjahres.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für bereits erbrachte und noch nicht abgerechnete Leistungen wie für rückständigen Urlaub, Steuerberatungskosten, Lizenzen, Retouren, Skonti und Werbekostenzuschüsse sowie für Delkredere-Aufwendungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitsspiegel in TEUR

Gesamt
Art der Verbindlichkeit Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.23 31.12.22
T€ T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 102 350 0 452 860
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.779 0 0 3.779 4.376
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 12 48 594 654 632
4. Sonstige Verbindlichkeiten 210 0 0 210 158
Summe Verbindlichkeiten 4.103 398 594 5.095 6.027

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 250.000 € durch selbstschuldnerische Bürgschaften einer nahestehenden Person sowie jeweils 1 Mio. € durch selbstschuldnerische Bürgschaften von zwei Simm Firmen als auch die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind 153.149,62 € Steuern (Vj.: 29.698,77 €) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von 938.768,12 €. Dieses Darlehen ist in voller Höhe durch Grundschulden durch den Darlehensnehmer abgesichert. Die Inanspruchnahme aus der Haftungsverhältnissen schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhalten der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, lagen uns nicht vor.

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber Kreditinstituten im Rahmen der Kontokorrentkreditlinien Aval-Kreditlinien, die mit 7.908 € valutieren.

Erläuterungen zu der Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsaufwendungen sind 22.132,32 € an Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten.

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Die sich fortsetzenden Krisen wirken sich weiter dämpfend auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Die überproportional steigenden Personalkosten belasten die Ertragskraft des Unternehmens.

Ansonsten sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres zu berichten.

Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 654.484,18 €.

Mitarbeiteranzahl

2023 beschäftigte Simm Spielwaren durchschnittlich 53,5 Mitarbeiter (davon 33,25 kaufmännische und 20,25 gewerbliche Mitarbeiter) und 2,9 Auszubildende.

Geschäftsführung

Joachim Söhn, Rheinzabern

Carola Söhn, Roth

Von der Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Gewinnvortrag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 154.006,37 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Roth-Eckersmühlen, den 6. Mai 2024

Joachim Söhn, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immat. Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 535.071,30 36.098,25 0,00 32.252,50 603.422,05
2. Geleistete Anzahlungen 32.252,50 0,00 0,00 -32.252,50 0,00
567.323,80 36.098,25 0,00 0,00 603.422,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 152.450,25 0,00 0,00 0,00 152.450,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.093.715,47 66.062,24 -33.945,10 0,00 1.125.832,61
1.246.165,72 66.062,24 -33.945,10 0,00 1.278.282,86
1.813.489,52 102.160,49 -33.945,10 0,00 1.881.704,91
Abschreibungen
zu Beginn des Geschäftsjahres 01.01.2023 im Laufe des Geschäftsjahres Änderungen der gesamten Abschreibungen i.Z. mit Zugängen Anderungen der gesamten Abschreibungen i.Z. mit Abgängen zum Ende des Geschäftsjahres 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immat. Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 491.496,30 31.131,75 0,00 0,00 522.628,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
491.496,30 31.131,75 0,00 0,00 522.628,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 36.255,25 10.726,00 0,00 0,00 46.981,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 782.854,47 89.505,24 0,00 -33.945,10 838.414,61
819.109,72 100.231,24 0,00 -33.945,10 885.395,86
1.310.606,02 131.362,99 0,00 -33.945,10 1.408.023,91
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immat. Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.794,00 43.575,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 32.252,50
80.794,00 75.827,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 105.469,00 116.195,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287.418,00 310.861,00
392.887,00 427.056,00
473.681,00 502.883,50

Grundlagen des Unternehmens

Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Simm Spielwaren GmbH (HRB 9238 Amtsgericht Nürnberg), gegründet am 4. Oktober 1988, geht indirekt aus der 1926 in Gablonz (Cz) gegründeten Modeschmuckfirma Richard Simm KG hervor. Letze rechtliche Veränderungen waren die Erhöhung des Stammkapitals auf nunmehr 800.000 € (August 2009) und die Änderung der Firmierung auf ,Simm Spielwaren GmbH' (Januar 2014).

Seit 1963 entwickelt, produziert, beschafft und vertreibt das Unternehmen Spielwaren. Das Sortiment setzt sich heute hauptsächlich aus Fahrzeugen aus Kunststoff, Kreativsets, traditionelle Blechspielwaren (alles Marke Lena®) und Rennbahnen (Marke Darda®) zusammen.

Produktentwicklung, Vertrieb und Logistik befinden sich auf der vom Schwesterunternehmen Simm Verwaltungs GmbH & Co. KG angemieteten Gewerbeimmobilie (rd. 8.000 qm Nutzfläche). Der Großteil der Produkte wird beim Schwesterunternehmen Lena hracky sro in Tschechien produziert, der Rest wird von chinesischen OEM-Lieferanten bezogen.

Die Marken LENA® und DARDA® sowie die Produktionswerkzeuge gehören dem Schwesterunternehmen Arupa Spiel & Freizeitartikel GmbH; sie überlässt Simm Spielwaren Marken und Werkzeuge gegen eine Lizenzgebühr.

Die Lieferungen an die Kunden erfolgen über das Lager in Roth oder direkt vom Herstellungsbetrieb. Ein Teil der Lieferungen wird von Lena hracky sro und SIMM Marketing HK Ltd. an die Kunden fakturiert; Simm Spielwaren erhält für diese Umsätze eine Provision.

Verkauft werden die Produkte in Deutschland, der EU und einigen ausländischen Märkten. Kunden sind der Spielwarenfachhandel, SB-Warenhäuser, Discounter und der Onlinehandel.

Geschäftsergebnis / Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 ist der Spielwarenumsatz bei nominellem Wachstum des BIP um 6,4% (preisbereinigt -0,3%) nochmals um 5,3% geschrumpft (Vj: -5%). 2023 wurde in Deutschland 3,1 Mrd. EUR für Spiele und Spielwaren ausgegeben. Nach der Bereinigung der Corona Zuwächse im Vorjahr wirkte sich die allgemeine Konsumzurückhaltung negativ auf die Branche aus.

Gewinner war im abgelaufenen Jahr wieder der Fachhandel (Facheinzelhandel, Fachmärkte und Drogeriefachhandel); alle anderen Kategorien verloren Marktanteile. Der Umsatzanteile des Onlinehandels liegt weiter über 50%.

Bei den Produktkategorien haben Spiele und Puzzles (Ant. 19,5%) die Baukästen (vor allem LEGO) vom ersten Platz verdrängt. Wesentliche Zugewinne gab es noch bei Plüsch, dagegen verloren Kreativ (-8%), Puppen (-11%) und Outdoor (-18%) an Boden.

Erfolgreichstes Einzelprodukt war die Toniebox.

Der Marktanteil der 10 größten Spielwarenanbieter ist um 1,4% auf 54,9% gefallen.

(Quelle: alle Zahlen Panel NPD Group Deutschland).

Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr gibt es keine wesentlichen Veränderungen der rechtlichen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu berichten.

Die Gesamtleistung von Simm Spielwaren fiel gegenüber dem Vorjahr um 3,5% niedriger aus; die Gewinn und Verlustrechnung weist einen Fehlbetrag von 154.006 € aus.

Auf der Abnehmerseite gab es deutliche Veränderungen; die Großhandelsumsätze brachen um 35% ein. Beim Einzelhandel verzeichneten SB (-25%) und Discount (-14%) deutlich niedrigere Umsätze; dagegen legte der Facheinzelhandel (+17%) und ECommerce (+34%) stark zu.

Auftragsentwicklung

Der Auftragsbestand liegt am Jahresende bei 2,4 Mio. EUR und ist im 1. Quartal 2024 auszuliefern.

Ertragsentwicklung

Simm Spielwaren hat 2023 ein negatives EBIT von -105,6 T€ (Vj.: +106,8 T€) erwirtschaftet; das Ergebnis fiel mir einen Fehlbetrag von 154,0 T€ deutlich schlechter als im Vorjahr (+29,9 T€) und Budget geplant (+46 T€) aus.

Wesentliche Faktoren für das schlechte Ergebnis waren Umsatzverluste mit der daraus folgenden geringeren Gemeinkostendegression sowie einen sehr hohen Aufwand für Abfindungen (142 T€).

Das Rohergebnis verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1%. Die Materialquote für den Spielwarenumsatz fiel gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Punkte niedriger aus; der Rückgang der extrem hohen Frachtkosten für die Importe aus China sowie niedriger ausgefallene Kunststoffpreise wirkte sich positiv aus.

Der Personalkostenanteil an der Gesamtleistung stieg um 0,7 Punkte an. Auch der Gemeinkostenanteil erhöhte sich um 1,5 Punkte. Die Vertriebseinzelkosten erhöhten sich um 1,1 Punkte auf 8,7%.

Analyse und Erläuterung von finanziellen Leistungsindikatoren

Vermögenslage

Die nachfolgende Übersicht ergibt sich nach Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus den Bilanzen der beiden letzten Geschäftsjahre. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden als langfristig behandelt.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 474 6,3 503 5,7 -29 -5,8
Vorräte 3.151 42,2 4.493 50,9 -1.342 -29,9
Kurzfristige Forderungen 3.149 42,2 3.405 38,6 -257 -7,5
Flüssige Mittel 607 8,1 332 3,8 275 82,7
Übrige Aktiva 88 1,2 94 1,1 -6 -6,1
7.469 100,0 8.828 100,0 -1.359 -15,4
Kapital
Eigenkapital -1.519 -20,3 -1.673 -19,0 154 -9,2
Langfristige Verbindlichk. -992 -13,3 -607 -6,9 -385 63,5
Kurzfr. Verb. u. sonst. P. -4.957 -66,4 -6.547 -74,2 1.590 -24,3
-7.469 -100,0 -8.828 -100,0 1.359 -15,4

Die Bilanzsumme hat sich um 1.359 T€ (-15,4%) vermindert. Wesentliche Veränderung gab es bei den Vorräten (-1.342 T€); entsprechend verminderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Übersicht zur Entwicklung der Ertragslage.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Rohergebnis 6.322.485 100,0% 6.325.832 100,0% -3.348 -0,1%
Personalaufwand -2.442.351 38,6% -2.449.155 38,7% 6.804 -0,3%
Abschreibungen -131.363 2,1% -120.582 1,9% -10.781 8,9%
Sonst. betriebl. Aufwand -3.853.235 60,9% -3.685.547 58,3% -167.688 4,5%
Betriebsergebnis -104.464 -1,7% 70.549 1,1% -175.013 -248,1%
Finanzergebnis -71.841 -53.512 -18.329
Neutrales Ergebnis -1.175 36.297 -37.472
Ergebnis vor ErtragssteuerJ -177.480 53.334 -230.814 -432,8%
Ertragssteuern -23.474 23.362 -46.836
Jahresergebnis -154.006 29.971 -183.977 -613,8%

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 4,5% auf 3.853 T€ erhöht. Die Erhöhung setzt sich aus höheren Sonstigen Aufwendungen, Instandhaltungs- und Werbeausgaben zusammen.

Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich um 274 T€ erhöht; die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 300 T€. Gegenüber dem Vorjahr weist die Kapitalflussrechnung einen Finanzmittelbestand von 607 T€ (Vj.: 32 T€) aus.

Beschaffung und Logistik

59,2% der benötigten Ware - inkl. indirekter Lieferungen - kommt vom Schwesterunternehmen Lena hracky sro (Vj.: 59,7%); die restliche Ware kommt aus Israel und ansonsten weit überwiegend aus China. Bei den Lieferanten traten keine nennenswerten Lieferschwierigkeiten auf; bei den Importen aus China gab es z.T. verlängerte Anlieferzeiten. Die Beschaffungskosten der Waren verminderten sich 2023 durchschnittlich um 4,8%.

Die vorhandene Lagerkapazität reicht nicht aus; zum Bilanzstichtag waren 1.346 Paletten in angemieteten Außenlägern eingelagert (Vj.: 2.476).

Forschung und Entwicklung

Das Produktentwicklungsteam (3 Mitarbeiter) entwickelt zusammen mit Freelancern und Lieferanten laufend neue Produkte. 2023 wurden neben neuen Produktvarianten 5 neue und innovative Kunststoffprodukte und 21 sonstige Neuheiten fertiggestellt.

Die Digitalisierung in der Kommunikation mit unseren Kunden wird weiter ausgebaut. Die Prozesse in der Logistik werden durch Neuprogrammierung weiterentwickelt.

Investitionen

Es wurden 102 T€ in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Rahmen der durch die Reduzierung des Vorratsvermögens frei werdenden Mittel wurde zusätzlich zu vereinbarten Tilgungen ein kurzfristiges Darlehen von 300 T€ getilgt.

Die Kreditlinien mit den Banken sind unverändert. Für 2024 sind keine Finanzierungsvorhaben geplant.

Personal und Sozialbereich

2023 beschäftigte Simm Spielwaren durchschnittlich 48,4 Mitarbeiter (Vj: 53,5) gerechnet übers Jahr und 40h Wochen inklusive der 2,9 Auszubildenden (Vj.: 2,8); davon werden durchschnittlich 7 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt (Vj.:7). Dazu kommt noch 0,25 Aushilfen (Vj.: 1,0).

Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Simm Spielwaren ist seit 2011 nach ISO 9000 zertifiziert; im März 2023 wurde das Re- Zertifizierungsaudit erfolgreich durchgeführt.

Es sind keine weiteren wichtigen Ereignisse zu berichten.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Simm Spielwaren hat 2023 einen negativen EBIT von 105.639 € erwirtschaftet, das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Verschlechterung von 175 T€. Das neutrale Ergebnis fiel mit -1,2 T€ leicht negativ aus (Vj.: +36,3 T€). Der Jahresfehlbetrag betrug 154.006 € (Vj.: 29.971 €).

Die Ertragslage hat sich weiter verschlechtert und ist als mangelhaft zu bewerten. Das schwache Ergebnis ist Personalmaßnahmen (rd. 150 T€) und der Erhöhung der Abwertung auf Vorräte (140 T€) geschuldet; die durch den Umsatzrückgang prozentual höher ausgefallenen Gemeinkosten wurden zum großen Teil durch die niedrigeren Materialkosten aufgefangen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Unternehmen verfügt unverändert über Kontokorrentlinien von 759 T€. Durch die deutliche Reduzierung des Vorratsvermögens konnte der dauerhaft genutzte Eurokredit von 300 T€ am Jahresende zurückgeführt werden.

Die Eigenkapitalquote betrug am Jahresende 20,3% (Vj.: 19,0%). Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.359 T€ auf 7.469 T€ vermindert (-15,4%).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Vermögens- und Finanzlage 2023 leicht verbessert hat; es steht mehr kurzfristige Liquidität (Guthaben und KK-Linien) zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote hat sich um 1,3 Punkte verbessert.

Prognosebericht - Ausblick auf 2023

Grundlage für die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung ist die jährlich im November erstellte und im Februar upgedatete Budgetplanung basierend auf einer Kundenplanung, Kostenfortschreibung sowie Berücksichtigung von geplanten Veränderungen im Unternehmen. Die Beschaffungspreise sind i.d.R. bereits im Vorjahr vereinbart.

Für 2024 erwartet das Unternehmen eine Steigerung des Spielwarenumsatzes von 9,5% und einen Jahresüberschuss von 120 T€.

Bis Ende März ergab sich für die Spielwarenbranche in Deutschland ein nominelles Minus von 2% (NPD Zahlen). Simm Spielwaren hat bis Ende März den Vorjahresumsatz und somit sein Budgetziel erreicht. Für das Gesamtjahr wird auf Grund von bereits vorliegenden Aufträgen und dem Ergebnis für das 1. Quartal die Erreichung der Budgetwerte weiterhin erwartet.

Die Risiken der Planung liegen in der Umsatz- und der Kostenentwicklung.

Für 2024 sind neben den laufenden Investitionen in Produktneuheiten weitere Investitionen im Bereich Digitalisierung vorgesehen.

Chancen- und Risikobericht

Zukünftige Entwicklung

Nachhaltigkeit bei Produkten und Prozesse wird das Thema der nächsten Jahre werden. Die Digitalisierung und Verbesserung bestehender digitaler Prozesse werden permanent weiterentwickelt.

Das Produktsortiment wird weiter aktualisiert und durch innovative Neuheiten ergänzt. Die Fokussierung auf die Bereiche Kunststofffahrzeuge und Kreativsets schreitet fort.

Das Vertriebskonzept wird an die Veränderungen des Marktes angepasst; es werden laufend neue Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden entwickelt.

Chancen

In der Logistikabteilung umgesetzte Digitalisierungsmaßnahmen sowie Investitionen in die Betriebsausstattung haben unsere Leistungsfähigkeit erhöht.

Die Weiterentwicklung der Digitalisierung der Kommunikation mit den Kunden steigert die Effizienz auf beiden Seiten, und macht unser Unternehmen für Kunden attraktiver und eröffnet neue Chancen.

Die Weiterentwicklung der Digitalisierung im Unternehmen (z.B. Dokumentenmanagement) führt zu Zeiteinsparungen und verbessert die Arbeitsqualität.

Durchgeführte und in Bearbeitung befindliche Nachhaltigkeitsprojekte bei Produkten und Prozessen bringen neben besserer Umweltverträglichkeit zusätzlich Kostenvorteile.

Die gute Qualität unserer Produkte und guten Bewertungen im Internet erhöhen den Bekanntheitsgrad der Marke LENAR; dies verbessert unsere Chancen auf Wachstum. Voraussetzung hierfür ist die laufende Überprüfung der Produktqualität.

Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Wir verfügen über ein Risikomanagement; Risiken werden bewertet und entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Die aktuellen Krisen beeinflussen das Verbraucherverhalten negativ; der Spielwarenmarkt könnte auch 2024 weiter schrumpfen.

Konditions- und Preisauseinandersetzungen mit umsatzstarken Kunden nehmen zu; sie können zu hohen Umsatzausfällen führen. Hohe Umsätze mit einzelnen Kunden und Produktserien sind risikobehaftet; es besteht ein höheres Verdrängungsrisiko. Die strukturellen Veränderungen auf der Kundenseite mit Fusionen und Insolvenzen erhöhen die Abhängigkeit von den verbleibenden Kunden.

Risiken sind behördlich angeordnete Sperrungen von Produkten auf Grund vermeintlicher Verstöße gegen EN71 und ähnliche Regelwerke.

Lieferungen aus China können versteckte Mängel enthalten; Kompensation zu bekommen ist schwieriger als von europäischen Lieferanten.

Kostenrisiken sind zum großen Teil beherrschbar; viele Kostenfaktoren sind geplant, Beschaffungspreise für das Folgejahr zum großen Teil im Vorfeld vereinbart. Bei den Personalkosten ist in den nächsten 2 - 3 Jahren mit überdurchschnittlichen Erhöhungen zu rechnen.

Die Risiken bei der Warenversorgung haben sich gegenüber den Vorjahren weiter verringert.

Die Seefrachtraten haben sich wegen geänderten und somit längeren Seerouten erhöht.

Die Personalfluktuation und Schwierigkeit geeignete Fachkräfte zu rekrutieren, könnte zu Problemen bei der Bewältigung im Tagesgeschäft führen.

Aufgrund unserer Finanzierungsstruktur sehen wir derzeit keine größeren Risiken in steigenden Finanzierungskosten sowie fehlender Finanzmittel.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ausschließlich zur Kursabsicherung von Warengeschäfte getätigt. Aktuell sind unsere USD-Warenimporte nur zu rund 1/3 gegen Währungsschwankungen abgesichert.

Alle uns bekannten Kostenrisiken aus unserer Geschäftstätigkeit sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

 

Roth, den 6. Mai 2023

Joachim Söhn

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassungen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SIMM Spielwaren GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIMM Spielwaren GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIMM Spielwaren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 24. Mai 2024

LHS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Fischer, Wirtschaftsprüfer

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