Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 23403
Eingetragen
26.7.2010
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Effekten- und WarenterminhandelSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Die Erbringung folgender Wertpapierdienstleistungen: Anlagevermittlung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG, Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG, Abschlussvermittlung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 5 WlpG, Finanzportfolioverwaltung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katrin Kaufman
seit 8.12.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
Thomas Richter
seit 26.7.2010
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

isFINANCE AG

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 185.510,50 162.208,81
b) andere Forderungen 108.830,87 294.341,37 92.030,20
2. Forderungen an Kunden 639.146,27 574.915,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 98.903,48 87.924,74
1.032.391,12 917.079,34

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 11.613,96 6.784,89
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 750.171,10 642.389,60
3. Genussrechtskapital 88.456,06 87.938,51
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 132.150,00 132.150,00
c) Bilanzgewinn 0,00 2.183,66-
1.032.391,12 917.079,34

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 0,00 30,75
2. Zinsaufwendungen 0,00 1,24
0,00 29,51
3. Provisionserträge 3.227.929,27 2.577.017,49
4. Provisionsaufwendungen 2.724.687,04 503.242,23 2.157.788,62
5. Sonstige betriebliche Erträge 135.346,65 122.613,09
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 208.984,97 184.024,32
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 41.436,82 250.421,79 37.303,46
b) andere Verwaltungsaufwendungen 385.474,30 315.689,25
635.896,09 537.017,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 2.728,93
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.692,79 2.125,51
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 8,42- 8,11
10. Jahresüberschuss 2.701,21 2.117,40
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.183,66 4.301,06
12. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals 517,55 0,00
13. Bilanzgewinn 0,00 2.183,66-

ANHANG

I. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die isFINANCE AG mit dem Sitz in Potsdam, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 23403 P, ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung gem. §§ 340 ff. HGB anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WplG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Abweichungen in der Form der Darstellung oder in der Gliederung gab es nicht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff ., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen erfahren. Auf fremde Währung lautende Posten waren nicht enthalten.

Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Forderungsverluste sind im Geschäftsjahr 2023 nicht eingetreten. Einzelwertberichtigungen waren nicht vorzunehmen, da zum Bilanzstichtag keine erkennbaren Ausfallrisiken bestanden. Pauschalwertberichtigungen wurden ebenfalls nicht vorgenommen, da auch kein allgemeines Ausfallrisiko erkennbar war.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden.

Sonstige Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gem. § 253 Abs. 1 HGB im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Rückstellungen decken alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab.

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert und setzt sich aus dem satzungsmäßigen Grundkapital und der Kapitalrücklage zusammen. Das Genussrechtskapital wurde mit dem von den Genussrechtsinhabern gezeichneten Betrag bilanziert. Sonderposten mit Rücklageanteil oder Kapital aus Einlagen stiller Gesellschafter sind nicht vorhanden.

III. Angaben und Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

Das Grundkapital beträgt EUR 50.000 und ist eingeteilt in 10.000 auf den Namen lautende Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 5. Alle Aktien haben die gleichen Gewinnbezugs- und Stimmrechte. Genehmigtes Kapital besteht nicht. Die Kapitalrücklage entstand aus Zuzahlungen der Aktionäre in das Eigenkapital der Gesellschaft.

Genussrechtskapital besteht im Nennbetrag von EUR 100.000. Davon wurden EUR 20.000 eingefordert und vollständig eingezahlt. Die verbleibenden EUR 80.000 wurden nicht eingefordert, sind aber täglich liquidierbar und daher unter den sonstigen Vermögensgegenständen auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Das Genussrechtskapital wurde zunächst mit dem Nennbetrag bilanziert und sodann durch Verlustteilnahme am Jahresfehlbetrag 2012 auf EUR 87.939 gemindert. Nach Ausgleich aller Verlustvorträge wurde das Genussrechtskapital zum 31.12.2023 durch Wiederauffüllung aus dem Bilanzgewinn auf EUR 88.456 erhöht.

Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde oder außerordentliche Erträge oder Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen, so dass sich keine künftigen Belastungen aus solchen Positionen ergeben.

Die isFINANCE AG betreibt keine sich voneinander unterscheidenden Tätigkeitsbereiche, alle Umsätze werden im Bereich der Wertpapierdienstleistungen erzielt. Alle Umsätze werden in Deutschland erzielt, das als einheitlicher geografischer Markt gilt. Somit entfällt eine Aufgliederung gem. § 285 Nr. 4 HGB.

IV. Fristengliederung gem. § 9 RechKredV

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig bis 3 Monate über 3 Monate bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute 294.341 185.511 108.831 0 0 0
Forderungen an Kunden 639.146 0 639.146 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 98.903 80.000 0 18.722 182 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.614 0 0 11.614 0 0
Sonstige Rückstellungen 750.171 0 0 750.171 0 0
Summe 1.794.176 265.511 747.977 780.507 182 0

V. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ermittelt sich wie folgt:

31.12.2023
EUR
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.183,66
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2.701,21
Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals -517,55
Bilanzgewinn vor Verwendung 0,00

Gem. § 170 Abs. 2 AktG legt der Vorstand folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor:

31.12.2023
EUR
1. Verteilung an die Aktionäre 0,00
2. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
3. Vortrag auf neue Rechnung 0,00
Bilanzgewinn nach Verwendung 0,00

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft sind unverändert:

 

Thomas Richter, Bankkaufmann, Berlin

 

Jörg Steinbach, Bankbetriebswirt, Schwielowsee

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben.

2. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören unverändert an:

 

Thorsten Lindenau, Diplom-Kaufmann, Berlin - Aufsichtsratsvorsitzender

 

Marcus Gawlik, Bankkaufmann, Schwielowsee - Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

 

Thomas Gaede, Versicherungskaufmann, Nuthetal

Vergütungen an den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht gezahlt. Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben.

3. Personal

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 neben den beiden Vorstandsmitgliedern durchschnittlich 3 Mitarbeiter (berechnet nach § 267 Abs. 5 HGB).

4. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 keine Anteile an verbundenen Unternehmen und keine Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten. Vorstände und Mitarbeiter nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften wahr und halten keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 11.640 und entfällt i.H.v. EUR 7.500 auf Abschlussprüfungsleistungen, i.H.v. EUR 3.800 auf andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 89 WpHG) und i.H.v EUR 340 auf sonstige Leistungen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag wesentlich auswirken.

 

Potsdam, 30. März 2024

Thomas Richter, Vorstand

Jörg Steinbach, Vorstand

LAGEBERICHT

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1.1.1. Ergebnisentwicklung

Im Verlauf des Jahres 2023 blieb die Weltwirtschaft von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Der fortgesetzte russische Angriffskrieg in der Ukraine seit 2022, weiterhin hohe Energiepreise, anhaltende Inflation und restriktive Geldpolitik der Zentralbanken beeinträchtigten das globale Wachstum. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie verlief langsam und ungleichmäßig, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, wo die Wirtschaftsaktivität noch unter dem Vorkrisenniveau lag und regionale Unterschiede zunahmen. Die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft und extreme Wetterereignisse hemmten die Erholung zusätzlich. Insgesamt kühlte sich das globale Wachstum 2023 weiter ab und der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte eine reale Wachstumsrate von 3,0% (gegenüber 3,5% im Jahr 2022).

Gleichzeitig blieb der Inflationsdruck auf die Weltwirtschaft nur langsam nachlassend. Obwohl die großen Notenbanken bereits 2022 geldpolitische Maßnahmen ergriffen hatten, zeigten diese erst im Laufe des Jahres Wirkung. Die globale Inflationsrate laut IWF sank von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,9% im Jahr 2023. Die starken Zinserhöhungen verschärften jedoch die Finanzierungsbedingungen und veränderten die Wechselkursrelationen der großen Währungen. Insbesondere die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank hatten negative Auswirkungen auf die Finanzierungssituation in Entwicklungs- und Schwellenländern, wo risikoreiche Investitionen und Anlagen unter Druck gerieten.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war mit den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kapitalmarktentwicklung geprägt. Daraus ergaben sich herausfordernde Bedingungen. Trotz dessen konnten wir unsere Geschäftsbasis weiter ausbauen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein neuer Berater gewonnen werden. Die Provisionserträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 651. Die von uns angestrebten Planzahlen konnten somit übertroffen werden.

Die isFINANCE AG hat im Geschäftsjahr 2023 Erträge i.H.v. insgesamt TEUR 3.363 (Vorjahr: TEUR 2.700) erzielt. Diesen standen Aufwendungen i.H.v. TEUR 3.360 (Vorjahr: TEUR 2.698) gegenüber. Daraus ergab sich ein Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2). Vor dem Hintergrund der dargestellten Bedingungen ist das Ergebnis als sehr zufriedenstellend zu beurteilen.

1.1.2. Ergebniskomponenten

Die isFINANCE AG betätigte sich im Geschäftsjahr 2023 in den Geschäftsbereichen Finanzportfolioverwaltung, Anlageberatung sowie Anlage- und Abschlussvermittlung. Aus diesen Bereichen wurden im Geschäftsjahr 2023 Provisionserträge in Form von Vermögensverwaltungs- und Anlageberatungshonoraren, Bestands- und transaktionsabhängigen Provisionen sowie sonstigen Provisionen i.H.v. TEUR 3.228 (Vorjahr: TEUR 2.577) vereinnahmt. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr sonstige betriebliche Erträge i.H.v. TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 123) erzielt.

1.1.3. Liquidität

Zur Sicherstellung der benötigten Liquidität wurden das Grundkapital vollständig eingezahlt und weitere Zuzahlungen der Aktionäre in das Eigenkapital der Gesellschaft in die Kapitalrücklage eingestellt. Darüber hinaus wurden vom insgesamt ausgegebenen Genussrechtskapital TEUR 20 abgerufen und durch die Genussrechtsinhaber eingezahlt. Die Gesellschaft konnte im gesamten Geschäftsjahr 2023 wie auch im Zeitpunkt der Lageberichterstattung ihre Verbindlichkeiten aus den verfügbaren finanziellen Mitteln decken. Die Liquiditätslage war im gesamten Geschäftsjahr gut. Die Mittel sind zum Teil auf den Geschäftskonten der Gesellschaft täglich verfügbar.

1.1.4. Kapitalausstattung

Die Kapitalausstattung der isFINANCE AG ist stabil und geordnet.

Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs läuft ausschließlich über Eigenkapital. Fremdkapital wird zum Bilanzstichtag nur in Form von Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäftsverkehr ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft i.H.v. TEUR 271 setzt sich zum 31.12.2023 aus dem eingezahlten Grundkapital i.H.v. TEUR 50, der Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 132 und dem Genussrechtskapital i.H.v. TEUR 88 zusammen. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtvermögen) von 26%.

1.1.5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung des Kundenstamms, der Ausbau von Kapazitäten und angebotenen Produkten sowie umfassender Service für die Kunden gehören zu den tragenden Säulen der Geschäftsstrategie der isFINANCE AG. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere die hohe Qualifikation der Berater sowie die hohe Qualität der erbrachten Vermögensverwaltungs- und Anlageberatungsleistungen. Durch die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsprozesse wurden verstärkt alternative Beratungsmöglichkeiten (telefonisch und online) angeboten und die technischen Voraussetzungen dafür optimiert. Diese werden nun zusätzlich zu persönlichen Beratungsgesprächen angeboten, um unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.

1.2. Lage zum Bilanzstichtag

Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 besser als erwartet entwickelt. Gleichzeitig stiegen zwar die Aufwendungen, aber das Geschäftsjahr konnte dennoch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Entsprechend stellen sich die Vermögens- und Finanzlage zum Bilanzstichtag stabil dar.

2. Prognosebericht

2.1. Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage

Die Ertragslage soll hauptsächlich durch Anbindung vertraglich gebundener Vermittler mit entsprechenden Kundenbeständen und dem daraus resultierenden Provisionsaufkommen positiv beeinflusst werden. Zum Bilanzstichtag waren 18 Vermittler vertraglich gebunden. Mit weiterem Zuwachs in den Folgejahren ist zu rechnen. Daher erwarten wir eine stabile bis positive Entwicklung der Ertragslage.

2.2. Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslage

Die Vermögenslage basiert nicht auf Werten, wie z.B. Beteiligungen oder Wertpapieren, die von den Folgen einer Finanzkrise negativ betroffen sein könnten. Daher sind keine außerordentlichen Abschreibungen und Wertminderungen zu erwarten. Vor dem Hintergrund der dargestellten Ertragslage gehen wir davon aus, dass sich die Vermögenslage zukünftig entsprechend entwickeln wird.

2.3. Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage

Hinsichtlich der Finanz- und Liquiditätslage sind keine außerordentlichen Liquiditätsabflüsse und kein ungeplanter Finanzbedarf zu erwarten. Bei planmäßiger Aufwands- und Ertragsentwicklung bleibt die Liquiditätssituation zumindest stabil und wird sich in den Folgejahren positiv entwickeln.

2.4. Zusammenfassende Prognose

Zusammenfassend fällt die Prognose für die beiden folgenden Jahre positiv aus. Wir werden verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung vertraglich gebundener Vermittler mit entsprechendem Kundenstamm unternehmen, um den vorhandenen Bestand weiter auszubauen. Wir sind zuversichtlich, ein positives Ergebnis erreichen zu können. Daher gehen wir von einer zumindest stabilen bis leicht positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancen

Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir auch im Fall weiterhin schwieriger Bedingungen durchaus Chancen, unsere Kundenbasis sowie die Beraterkapazitäten auszubauen. Neben dem geplanten organischen Wachstum durch Neukundenakquise sehen wir auch Chancen für anorganisches Wachstum. Diese werden und müssen wir allerdings kontinuierlich unter der Prämisse "Qualität vor Quantität" wahrnehmen.

Bestmögliche Qualität in der Geschäftsabwicklung sowie die Akquise neuer Kunden sind wesentliche Bestandteile unserer Geschäftsstrategie. Wir werden kontinuierlich alle internen und externen Leistungsbestandteile unseres Geschäftsmodells hinsichtlich Wertbeitrag, Wirkungsgrad und Qualität überprüfen und bei Bedarf anpassen. Dies ist die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens.

3.2. Risiken

Risiken können sich vor allem aus Finanzkrisen und geopolitischen Krisen sowie aus deren Auswirkungen auf die Kapitalmarktentwicklung, die Realwirtschaft und die Finanzdienstleistungsbranche ergeben. Für die isFINANCE AG sind insbesondere Ertrags- und operationelle Risiken wesentlich. Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Folgende Risiken haben wir identifiziert und als wesentlich eingestuft:

Risiko der Verunsicherung und des Vertrauensverlustes bei Kunden mit der Folge von Kundenabgängen und weniger Neukunden, Veränderungen im Anlegerverhalten und vorsichtigeren Anlageentscheidungen sowie höherem Aufwand zur Erhaltung des Kundenvertrauens

Risiko der weiteren Reglementierung des Finanzdienstleistungssektors und damit des wachsenden Verwaltungsaufwands zur Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen

Risiko von Kostensteigerungen durch höhere Anforderungen an Qualität der Beratung, Umfang der Aufklärung, Qualifikation der Mitarbeiter, Produktauswahl, Intensität der Überwachung

Diesen Risiken kann nur durch ständige Anpassung und Flexibilität der Geschäftsstrategie, durch Verbreiterung der Geschäftsbereiche sowie durch Ausweichen auf alternative Strategien und Produkte begegnet werden.

3.3. Risikomanagementziele und -methoden

Die isFINANCE AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Risiken als auch die Ergreifung entsprechender Maßnahmen ermöglicht. Hierzu gehören die Erfassung, Überwachung und Steuerung der internen Unternehmensprozesse und Geschäftsrisiken. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis und die liquiden Mittel werden persönlich überwacht und die Auswertungen analysiert.

Aus dem generierten Geschäft können die zu erwartenden Erträge relativ genau prognostiziert und den bekannten Aufwendungen gegenübergestellt werden. Bei drohender Unterdeckung könnten aufgrund der hohen Entscheidungsflexibilität sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

 

Potsdam, 30. März 2024

Thomas Richter, Vorstand

Jörg Steinbach, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die isFINANCE AG

Potsdam

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der isFINANCE AG, Potsdam, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der isFINANCE AG, Potsdam, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not- wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Frankfurt am Main, 15. April 2024

Petra Mosebach, Wirtschaftsprüferin

ANDERE BERICHTSBESTANDTEILE

Bericht des Aufsichtsrats

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats im Jahr 2023

Der Aufsichtsrat kam den gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben und Pflichten im Geschäftsjahr 2023 in vollem Umfang nach. Der Aufsichtsrat wurde quartalsweise über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens fortlaufend informiert und hat die Ergebnisse entsprechend geprüft und ausgewertet. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und überwacht. Es wurden im Jahr 2023 zwei Aufsichtsratssitzungen sowie bedarfsweise telefonische Abstimmungen vorgenommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitete darüber hinaus die Hauptversammlung am Sitz des Unternehmens wo, unter der Anwesenheit des Aufsichtsrates, der Vorstand umfangreich über die Entwicklung des Unternehmens berichtete. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde jederzeit angemessen durch den Vorstand informiert.

Prüfung Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Somit wurde in der Sitzung vom 19.06.2024 der Jahresabschluß der isFINANCE AG einstimmig gebilligt.

 

Potsdam, im Juni 2024

Der Aufsichtsrat

Thorsten Lindenau, Vorsitzender

Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung folgt dem Vorschlag des Vorstandes und beschließt den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag entsprechend zu verrechnen sowie den überschießenden Teil für das Auffüllen der Genussrechtskapitalkonten zu verwenden.

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19. Juni 2024 durch den Aufsichtsrat gebillig und ist somit festgestellt

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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