Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 3817
Eingetragen
13.4.1992
Branche
Herstellung von KaltprofilenHerstellung von Kaltband mit einer Breite von weniger als 600 mmHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Herstellung von Kaltprofilen, Spaltband, Lochband.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Michael Wuttke
seit 26.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TuB GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

Germany
120.000 €
22.22%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kirchhoff & Lehr GmbH

Arnsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

KIRCHHOFF & LEHR GMBH, ARNSDORF

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Kirchhoff & Lehr GmbH produziert Profile für den Fahrzeugbau, den Maschinenbau, die Bauindustrie, die Sanitärtechnik, die Solarindustrie, die Verkehrstechnik, die Möbelindustrie und die Elektroindustrie. Jedes Profil wird nach speziellen Kundenanforderungen hergestellt.

Der Schwerpunkt liegt bei Profilen für die Sanitärtechnik, für Industrietore und industrielle Fußböden sowie für die Elektro- und die Automobilzulieferindustrie. Der Produktionsmix garantiert uns eine gewisse branchenbezogene Unabhängigkeit.

2. Unternehmensstruktur

Die Kirchhoff & Lehr GmbH ist Bestandteil der Tillmann Gruppe. Die Tillmann Gruppe ist ein Verbund der vier operativen Unternehmen Tillmann Profil GmbH, Kirchhoff & Lehr GmbH, Tillmann Werkzeugbau Profiltechnik GmbH und Wilhelm Bertrams GmbH & Co. KG. Zusammen vereint sie eine starke Kompetenz in der Profil-, Teile- und Komponentenfertigung an den vier deutschen Standorten Sundern, Arnsdorf, Arnsberg und Leichlingen.

Die Herstellung sowohl einfacher als auch kompliziertester Profile - auch laserbearbeitet und lasergeschweißt - und die Zusammenstellung ganzer Baugruppen und Komponenten zeigen die Bandbreite des Produktionsprogramms.

Im Berichtsjahr wurde die Struktur der Tillmann Gruppe verschlankt und die TuB GmbH & Co. KG als Holdinggesellschaft gegründet, unter der die vier operativen Unternehmen gebündelt wurden.

3. Ziele und Strategien

Vorrangiges Ziel der Gesellschaft ist es, die Ertragslage nachhaltig zu stabilisieren. Durch die in 2022 getätigten Neuinvestitionen sowie Verbesserungen und Optimierungen in der Fertigung soll die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft weiter gesteigert und das bestehende Produktportfolio erweitert werden.

Hierbei stehen die Qualität der Produkte und die Liefertreue im Fokus. Darüber hinaus strebt die Gesellschaft an, sich zukünftig verstärkt im Automobilbereich zu positionieren. Ziel ist es, Aufträge mit angemessenen Margen zu akquirieren und die Auslastung am Standort Arnsdorf weiter zu erhöhen.

4. Steuerungssysteme und Leistungsindikatoren

Zur konzerninternen Steuerung des Unternehmens dienen der Geschäftsführung der Kirchhoff & Lehr GmbH eine Reihe von Kennzahlen. Dies sind insbesondere Umsatz, Rohertrag und das Betriebsergebnis. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird intern permanent überwacht. Das Betriebsergebnis ist eine zentrale Erfolgskennzahl der Gesellschaft. Sie dient als wesentlicher Maßstab für die operative Ertragskraft des Unternehmens. Darüber hinaus wird die Liquiditätssituation der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen überwacht und berichtet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.a. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2022 hat der russische Krieg gegen die Ukraine die geopolitische Lage grundlegend verändert und die globale Wirtschaft beeinträchtigt. Aus dem Konflikt ergaben sich ein massiver Anstieg der Preise für Energien und bestimmte Rohstoffe, eine höhere Inflation und ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft. Zudem haben im Jahr 2022 die bis Anfang Dezember verfolgte Null-Covid-Politik Chinas und damit einhergehende Lockdowns die regionale und globale wirtschaftliche Entwicklung verlangsamt.

Gegenüber der deutlichen Expansion im Vorjahr verzeichnete die Weltwirtschaft im Berichtsjahr ein Wachstum in Höhe von 3,1 % mit positiven Wachstumsraten in allen Regionen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Rohstoffe sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte.

1.b. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Lage in der M+E-Industrie ist stabil, aber weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Während sich der Materialmangel etwas entspannt, sind die Preise bei Vorprodukten, Logistik, Rohstoffen und Energie unverändert hoch. Zudem schwächt sich die Auftragslage ab. Die Produktion lag in 2022 nur um 1,8 % über dem Vorjahr.

Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe. Das verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges in der Ukraine.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 90,2 Punkte gestiegen, nach 88,6 Punkten im Dezember. Im verarbeitenden Gewerbe setzte der Index seine Aufwärtsbewegung fort. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser. Zudem hellten sich die Erwartungen für das erste Halbjahr merklich auf. Der Auftragsbestand ist rückläufig, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. In den kommenden Monaten soll die Produktion steigen.

2. Geschäftsverlauf

Die Kirchhoff & Lehr GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 den mit € 42 Mio. geplanten Umsatz nicht ganz generieren. Die Umsatzerlöse lagen mit € 39,4 Mio. trotz allem über dem Vorjahresniveau. Dies war zu einem Teil bedingt durch die gestiegenen Materialpreise, die an die Kunden weitergegeben werden konnten. Zudem gab es einige Kunden, deren Bedarfe kurzzeitig massiv gestiegen waren.

Die Auftragslage war im Geschäftsjahr 2022 gut und es konnten neue Kunden gewonnen werden.

Die COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Krieg hatten dabei nur geringen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage. Aufgrund der Erhöhung der Ausbringungsmenge sowie der Verkaufspreise ergab sich für das Berichtsjahr eine um 26 % höhere Gesamtleistung von € 40,6 Mio. Die Rohertragsmarge sank gegenüber dem Vorjahr um 9,3 %-Punkte auf 31,1 %.

Die Kirchhoff & Lehr GmbH kauft ihr Vormaterial im Wesentlichen bei 8 bis 10 Lieferanten in Deutschland wie auch im europäischen Ausland.

Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 115 Mitarbeiter; in der genannten Zahl sind 3 Azubis enthalten. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer erhöhte sich aufgrund der Auftragslage.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wurde gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Es wurden weitere Darlehen getilgt. Aufgrund der fälligen Steuernachzahlungen für 2021 musste zum Jahresende auf die Kontokorrentlinie zurückgegriffen werden. Diese wurde aber bereits in den ersten Monaten des Jahres 2023 wieder zurückgeführt.

3. Lage

3. a. Ertragslage

Die Ertragssituation der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

T€ 2022 2021
Umsatzerlöse 39.366 31.140
Unternehmensleistung 1 40.732 32.426
Rohertrag 12.733 13.141
Betriebsergebnis 2.731 4.303
Finanzergebnis -195 -40
Jahresüberschuss 1.712 2.955

1 Unternehmensleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Beschaffungspreise im Berichtsjahr deutlich auf 68,9 % (Vorjahr: 59,6 %). Die Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt konnten teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 711 gestiegen. Dies resultiert aus der höheren Anzahl von Mitarbeitern sowie Lohnanpassungen und Rückstellungen für Inflationsausgleichsprämien.

Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Vertragsstrafen in Höhe von insgesamt T€ 306, die als Kompensation für die Nichterfüllung vertraglich vereinbarter Mindestabnahmemengen an die Lieferanten zu leisten sind.

3. b. Finanzlage

Die Gesellschaft ist über Eigenkapital sowie Fremdkapital, insbesondere Darlehen von Kreditinstituten und Mietkauf, finanziert. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Darlehen gegenüber Kreditinstituten kontinuierlich zurückzuführen. Ausschüttungen an die Gesellschafter sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 54,9 %.

Das Gesamtvolumen der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug im Berichtsjahr T€ 1.474. Die Finanzierung erfolgte über den vorhandenen Finanzmittelbestand sowie über ein Mietkaufdarlehen.

Im Berichtsjahr erfolgten die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Zinszahlungen planmäßig sowie zusätzlich außerplanmäßig. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft war im Berichtsjahr gut.

3. c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich auf T€ 13.735. 29 % des Vermögens entfällt auf das Anlagevermögen.

Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte preisbedingt um T€ 1.011 sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um T€ 439. Die liquiden Mittel reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 868.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um den erzielten Jahresüberschuss von T€ 1.712.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten planmäßig zurückgeführt werden. Der Kontokorrentrahmen wurde erst zum Ende des Jahres in Anspruch genommen. Die Gesellschaft hat daneben drei neue Darlehen aufgenommen, welche zur Umfinanzierung der bestehenden Darlehen verwendet wurden.

In 2023 ist eine weitere Reduzierung der bisher bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geplant. Aufgrund mehrerer geplanter Investitionen wird es gleichzeitig zur Neuaufnahme von Darlehen kommen, die aber zu günstigeren Konditionen abgeschlossen werden können.

C. Prognose- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung wird nach unserer Planung in 2023 weiterhin positiv verlaufen.

In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023 zeigen sich die Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz und Rohertrag auf dem erwarteten Niveau. Das sind gute Indikatoren, um für das Jahr 2023 das geplante positive Jahresergebnis zu erzielen.

Unter der Annahme, dass sich die Umsatzerlöse aufgrund der aktuell zurückgehenden Rohstoffpreisen reduzieren, gehen wir von einem geringeren Gesamtumsatz für 2023 von € 33 Mio. aus. Durch die Akquisition von Aufträgen mit höherer Wertschöpfung und einer weiteren Implementierung von automatisierter Fertigung von komplexen Profilen rechnen wir dennoch mit einer guten Ergebnissituation. Das Ergebnis für 2023 wurde daher mit einer Höhe von T€ 1.058 (EBIT) geplant.

Für das kommende Geschäftsjahr werden wir unsere Anstrengungen zur strukturellen Verbesserung der Kirchhoff & Lehr GmbH weiter fortsetzen. Dies beinhaltet nachhaltige Maßnahmen zur Kostensenkung im gesamten Unternehmen sowie verstärkte vertriebliche Anstrengungen zur Akquisition von Aufträgen. Unsere Finanzierung und Liquidität steht auch im Geschäftsjahr 2023 auf einer gesicherten Basis.

2. Risikobericht

Bei der Verfolgung unserer Unternehmensziele wird der Bestand sowie unser Ergebnis von einer Vielzahl von Risiken beeinflusst. Nachfolgend wird auf die wichtigsten dieser Risiken eingegangen.

2. a. Gesamtwirtschaftliches Risiko

Der Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft in einer Phase, in der die Inflation bereits stark gestiegen ist und die US-Notenbank das Ende der extrem expansiven Geldpolitik eingeläutet hat. Höhere Rohstoffpreise treiben die Inflation zusätzlich an und führen zusammen mit den Auswirkungen der Sanktionen auf Transportzeiten und Produktionsketten voraussichtlich dazu, dass Lieferengpässe die Produktion in den kommenden Monaten wieder stärker hemmen werden.

Die entsprechenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verfolgen wir kontinuierlich und versuchen, unsere Planung bei Bedarf entsprechend anzupassen und entsprechende Maßnahmen zeitnah einzuleiten.

2. b. Nachfrageschwankungen

Als Zulieferer unserer Großkunden sind wir insbesondere von der globalen Entwicklung abhängig. Aufgrund der erhöhten Inflation ist eine Investitionszurückhaltung im Bereich privater und gewerblicher Bauvorhaben möglich, was die Abrufe unserer Hauptkunden beeinflussen könnte.

Wir identifizieren und bewerten die entsprechenden Risiken kontinuierlich, sodass wir zeitnah auf aktuelle Tendenzen reagieren können. Dafür stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, wie beispielsweise eine marktorientierte Anpassung der Kapazitäten in allen relevanten Bereichen.

2. c. Beschaffungspreise

Der Krieg in der Ukraine hat die Rohstoffmärkte erschüttert. Hinzu kamen kurzfristige Spekulationen mit steigenden Rohmaterialpreisen. Somit sind nach einer kurzfristigen leichten Erholung die Preise wieder gestiegen. Die Gesellschaft kann Materialpreissteigerungen in der Regel an die Kunden weitergeben, so dass hieraus keine negativen Effekte auf das geplante EBIT erwartet werden. Beschaffungsengpässe bestehen aktuell nicht.

2. d. Zunehmender Preiswettbewerb

Es besteht weiterhin das Risiko, dass unsere Geschäftstätigkeit durch preisaggressive Angebote von Mitbewerbern negativ beeinflusst wird. Niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern oder neu in den Markt eintretenden Unternehmen könnten zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung führen. Durch die langjährigen guten Kundenbeziehungen mit unseren Hauptkunden sind wir über Rahmenverträge abgesichert.

3. Chancen für die künftige Entwicklung

Durch die getätigten Investitionen in Gebäude und Maschinen und Anlagen wurden die Möglichkeiten des Versands, der Lagerung und Logistik weiter optimiert. Durch die bereits in den Vorjahren realisierten Investitionen in neue Fertigungstechnik soll die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft gestärkt und ausgebaut werden. Aufgrund der hohen Kundennachfragen war die neue Fertigungsanlage bereits seit Beginn der Produktion gut ausgelastet.

Am Standort Arnsdorf verfügt die Gesellschaft noch über ausreichend Kapazitäten, um zusätzliche Kundenanfragen zukünftig zu bedienen. Vorrangiges Ziel der Gesellschaft ist es jedoch, ausschließlich Aufträge mit angemessenen Margen zu akquirieren.

4. Berichterstattung über das Risikomanagement

Unser Risikomanagementsystem haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr kontinuierlich weiterentwickelt, um die Transparenz zu erhöhen und Risiken schneller zu erkennen und bewerten zu können. Alle Risiken von wesentlicher Tragweite und hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit werden wöchentlich kontrolliert. Ein zusätzlicher monatlicher Abgleich zwischen Plan- und Ist-Zahlen erleichtert es, Risiken zu identifizieren und schnellstmöglich entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Gefährdungspotenziale sind Bestandteil der monatlichen internen Berichterstattung.

Im regelmäßigen Reporting-Bericht werden u. a. folgende Kennziffern erfasst und überprüft, um in unserem Markt bereits möglichst früh den Risiken zu begegnen:

Umsatzrentabilität bezogen auf die Gesamtleistung;

Finanzmittelbestand sowie Cashflow;

Bestand der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen;

Zahlungsverhalten der Kunden in Tagen;

%-Anteil der Kunden, mit denen 80 % der Kundenumsätze erreicht werden;

%-Anteil der Lieferanten, von denen 80 % der Lieferungen und Leistungen erbracht werden.

 

Arnsdorf, 8. Mai 2023

gez. Rüdiger Thomas

Geschäftsführung

KIRCHHOFF & LEHR GMBH, ARNSDORF

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.661,50 71.125,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.089.827,00 2.114.444,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 625.858,00 424.720,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 215.886,27 777.059,45
3.931.571,27 3.316.223,45
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.680,00 1.680,00
3.995.912,77 3.389.028,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.529.838,55 2.702.055,95
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 854.639,02 843.544,58
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.085.557,58 2.912.875,35
7.470.035,15 6.458.475,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.333.107,40 1.478.336,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.883,57 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 621.196,75 86.562,03
2.004.187,72 1.564.898,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 112.629,17 980.610,03
9.586.852,04 9.003.984,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.207,83 25.435,70
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 78.927,00 165.102,98
13.734.899,64 12.583.552,31

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 600.000,00 600.000,00
III. Gewinnvortrag 4.630.995,64 1.675.601,92
IV. Jahresüberschuss 1.712.499,50 2.955.393,72
7.543.495,14 5.830.995,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 119.554,00 56.675,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.049.291,00
3. Sonstige Rückstellungen 772.041,81 434.682,84
891.595,81 1.540.648,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.577.038,42 2.471.411,38
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 9.715,72
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.219.958,13 2.110.431,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 216.238,64 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.286.573,50 620.349,06
5.299.808,69 5.211.907,83
13.734.899,64 12.583.552,31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
2021
Rohergebnis 12.732.530,99 13.141.175,86
1. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.428.718,18 -3.735.063,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -937.757,19 -920.203,52
-5.366.475,37 -4.655.267,09
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -834.476,79 -796.528,90
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.787.530,73 -3.373.437,98
2.744.048,10 4.315.941,89
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 50,40 50,40
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.287,80 6.730,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -199.910,79 -46.671,44
7. Finanzergebnis -194.572,59 -39.890,10
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -823.806,38 -1.307.656,46
9. Ergebnis nach Steuern 1.725.669,13 2.968.395,33
10. Sonstige Steuern -13.169,63 -13.001,61
11. Jahresüberschuss 1.712.499,50 2.955.393,72

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

KIRCHHOFF & LEHR GMBH, ARNSDORF

I. Allgemeine Angaben zum Jahres

Die Kirchhoff & Lehr GmbH, Arnsdorf (Amtsgericht Dresden, HRB 3817), hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB und der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht.

Gemäß § 42 (3) GmbHG wurde die Bilanz um den Posten Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der IDW-Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" war zum Bilanzstichtag erstmals anzuwenden und ändert die bisherige Bewertung von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen und zugehörigen Pensionsverpflichtungen grundlegend. Ziel und Kerninhalt des IDW RH FAB 1.021 ist es, die wirtschaftlich gleichlaufenden Zahlungsströme erdienter Pensionszusagen und der zugehörigen finanzierten Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe (kongruent) aktiv- und passivseitig zum Bilanzstichtag zu bewerten.

Die Umstellung der Bewertungsvorschriften von Pensionsverpflichtungen mit rückgedeckten Direktzusagen zum Bilanzstichtag spiegelt sich in einem außerplanmäßigen Erhöhungsbetrag von T€ 150 wider, welcher in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Geschäftsjahres als Zinsaufwand aus Abzinsung der entsprechenden Bilanzposten dargestellt wurde. Dies wirkt sich einmalig negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft aus.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bzw. fünf Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt.

In die Herstellungskosten für die selbst erstellten Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie anteilige Abschreibungen einbezogen.

Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

In die Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches und anteilige Verwaltungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen, einbezogen.

Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung wird der beizulegende Planwert des Planvermögens (Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und deshalb dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind) ausgewiesen, soweit er die Schulden aus diesen Altersversorgungsverpflichungen übersteigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet.

Soweit die Verpflichtung aus Pensionszusagen den Zeitwert des Planvermögens übersteigt, wird dieser übersteigende Betrag als Pensionsrückstellung angesetzt.

Zu einigen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen i. S. v. § 246 (2) S. 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge anhand von Marktpreisen nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit ihrem steuerlichen Aktivwert bewertet. Der steuerliche Aktivwert stimmt mit dem beizulegenden Zeitwert im Sinne des § 255 (4) S. 4 HGB überein.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der Metallbranche berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 49 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj.: T€ 21). Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristig fällig.

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen), wurden mit den Pensionsverpflichtungen gegenüber den einzelnen Anwärtern verrechnet; entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Damit ergibt sich gemäß § 246 (2) HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung:

31. Dezember 2022
Pensionsverpflichtung 660.391,00
Aktivwert (= Zeitwert) der Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) 739.318,00
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 78.927,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 10.238,00
Zinsaufwand aus Rückdeckungsversicherung: 62.888,28
Zinsaufwand (saldiert) 73.126,28

4. Eigenkapital

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf T€ 48.

5. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beruht auf folgenden Parametern:

Zinssatz der Deutschen Bundesbank: 1,78 %
(Vorjahr: 1,87 %)
Rententrend: 1,00 bis 2,00 %
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018G nach Dr. Klaus Heubeck

Fehlbeträge aus Pensionszusagen vor 1987 bestehen nicht.

Bei den Pensionsverpflichtungen erfolgte ebenfalls - je nach Anwärter - eine Verrechnung mit den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen. Auf Grund der unterschiedlich hohen Beträge der einzelnen Anwärter kommt es hierbei zum Überhang oder zur Unterdeckung.

In der Bilanz erfolgt demzufolge nach Verrechnung der einzelnen anwärterbezogenen Posten ein Ausweis entweder als Pensionsrückstellung oder als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Damit ergibt sich gemäß § 246 (2) HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung:

31. Dezember 2022
Pensionsverpflichtung 530.589,00
Aktivwert (= Zeitwert) der Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) 411.035,00
Pensionsverpflichtung (saldiert) 119.554,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 10.105,00
Zinsaufwand aus Rückdeckungsversicherung 67.629,40
Zinsaufwand (saldiert) 77.734,00

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31. Dezember 2022 31. Dezember 2021
davon Restlaufzeit
Gesamt:
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.577.038,42 1.859.563,18 717.475,24 1.765.334,48 706.076,90
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 9.715,72 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.219.958,13 1.219.958,13 0,00 2.110.431,67 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 216.238,64 216.238,64 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.286.573,50 856.754,96 429.818,54 620.349,06 0,00
5.299.808,69 4.152.514,91 1.147.293,78 4.505.830,93 706.076,90

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Raum-Sicherungsübereignungsvertrag sämtlicher Maschinen, maschineller Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (eingeschränkte Zweckerklärung);

Sicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand.

Sonstige Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von T€ 550 (Vj.: T€ 0) sind durch Eigentumsvorbehalte an den mietkauffinanzierten Wirtschaftsgütern besichert.

Die Verbindlichkeiten enthalten am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 487 (Vj.: T€ 350) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 8).

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 2.257 (Vj.: T€ 918).

8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft ist unter anderem aus Liquiditätsgesichtspunkten diverse Miet-, Leasing- und Pachtverhältnisse eingegangen, die nicht in der Bilanz abgebildet werden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 19 (Vj.: T€ 149) ausgewiesen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Geschäftsjahr einmalig Vertragsstrafen in Höhe von T€ 306 ausgewiesen, die als Kompensation für die Nichterfüllung vertraglich vereinbarter Mindestabnahmemengen an die Lieferanten zu leisten sind.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" werden Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5 (Vj.: T€ 0) ausgewiesen.

Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" werden Erträge aus der Abzinsung in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 5) ausgewiesen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" werden Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 151 (Vj.: T€ 0) ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 79 72
Angestellte 32 30
Auszubildende 3 3
Gesamt 114 105

2. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2022 war Herr Rüdiger Thomas zur Geschäftsführung bestellt.

Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

3. Angabe zum Mutterunternehmen

Die TuB GmbH & Co. KG, Sundern (Amtsgericht Arnsberg, HRA 2722) ist mit Wirkung zum 1. Dezember 2022 Mutterunternehmen der Gesellschaft. Ein Konzernabschluss wurde bisher noch nicht aufgestellt.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 1.712.499,50 zusammen mit dem Gewinnvortragvon € 4.630.995,64 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Arnsdorf, 8. Mai 2023

Kirchhoff & Lehr GmbH

gez. Rüdiger Thomas

Geschäftsführung

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 640.325,58 42.097,57 -4.543,00 0,00 677.880,15
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.315.455,95 918.148,49 -48.424,36 603.796,88 16.788.976,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.977.669,98 463.033,22 -88.909,83 8.312,63 2.360.106,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 777.059,45 50.936,33 0,00 -612.109,51 215.886,27
18.070.185,38 1.432.118,04 -137.334,19 0,00 19.364.969,23
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.680,00 0,00 0,00 0,00 1.680,00
18.712.190,96 1.474.215,61 -141.877,19 0,00 20.044.529,38
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 569.200,08 49.299,57 -3.281,00 615.218,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.201.011,95 546.560,37 -48.422,36 13.699.149,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.552.949,98 238.616,85 -57.318,83 1.734.284,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.753.961,93 785.177,22 -105.741,19 15.433.397,96
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
15.323.162,01 834.476,79 -109.022,19 16.048.616,61
Buchwerte
Stand 31.12.2022
Stand 01.01.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.661,50 71.125,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.089.827,00 2.114.444,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 625.858,00 424.720,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 215.886,27 777.059,45
3.931.571,27 3.316.223,45
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.680,00 1.680,00
3.995.912,77 3.389.028,95

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

In dem vorstehenden, zur Veröffentlichung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Kirchhoff & Lehr GmbH, Arnsdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kirchhoff & Lehr GmbH, Arnsdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kirchhoff & Lehr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 (3) S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die gesetzlichen Vertreter die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 15. Mai 2023

BÖHRET SEHMSDORF GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Katja Friedemann, Wirtschaftsprüferin

Rico Schmidtgen, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 22. September 2023 per Gesellschafterbeschluss festgestellt.

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