NIDEC driveXpert GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tuna Sürücü seit 5.12.2025 | Geschäftsführer |
Guilherme Silva de Almeida seit 5.12.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Gundlach seit 17.7.2024 | Prokura |
Holger Ehrhardt seit 21.11.2023 | Geschäftsführer |
Kazutsugu Igarashi seit 10.11.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nihon Densan Kabushiki Kaisha | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NIDEC GPM GmbHAuengrundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2022 bis 31. März 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur Die NIDEC GPM GmbH gehört zum Unternehmensbereich Automotive Motor & Electronic Control (AMEC) der japanischen NIDEC Corporation. Die Kombination der NGPM-Pumpentechnologie mit der NIDEC-Motorentechnologie stellt große Potentiale bei der Entwicklung elektrischer Pumpen dar. Die NIDEC GPM GmbH (nachfolgend "NGPMG") ist Mutterunternehmen der NGPM-Gruppe und hat ihren Sitz in Auengrund (Ortsteil Merbelsrod). Sie ist in Deutschland und Europa einer der führenden Entwicklungs- und Systemlieferanten für Wasserpumpen, Ölpumpen und Pumpenmodule für die Automobilindustrie. Die Pumpen werden sowohl für Personen- und Nutzfahrzeuge als auch für Land- und Baumaschinen verwendet. NGPMG betreibt ihre Geschäfte am Produktionsstandort in Merbelsrod. NGPMG ist an den folgenden drei ausländischen Tochtergesellschaften beteiligt:
○ NIDEC GPM Automotive Pumps (Suzhou) Co. Ltd (nachfolgend "NGPMCS") Diese Gesellschaft fertigte bis Ende 2021 Wasserpumpen und Pumpenmodule für chinesische Kunden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden sämtliche Geschäftstätigkeiten in die neu gegründete Schwestergesellschaft in Jiaxing transferiert und diese Gesellschaft befindet sich in der Auflösung. ○ NIDEC GPM Automotive (Zhejiang) Co. Ltd. in Jiaxing ("NGPMCZ"). Die Gesellschaft führt das Produktportfolio ihrer Schwestergesellschaft in Suzhou weiter.
Darüber hinaus hat NGPMG Managementverantwortung für die zwei folgenden Gesellschaften im NIDEC-Konzernverbund:
1.2 Markt und Branchenentwicklung NGPMG gehört in Deutschland und Europa zu den führenden Entwicklern und Herstellern von mechanischen sowie elektrischen Wasser- und Ölpumpen. Als First-Tier-Automobilzulieferer steht die Umsatzentwicklung der NGPMG in direktem Zusammenhang mit den branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Die globale Automobilindustrie befindet sich gegenwärtig in massivem Wandel - der Trend zur Elektrifizierung setzt sich zunehmend dynamisch fort. Der Anteil klassischer Verbrennungsmotoren wird durch enorme Zuwachsraten alternativer Antriebsarten wie Wasserstoff- und Brennzellen, Plug-in-Hybrid und insbesondere durch rein elektrische Antriebe mittel- bzw. langfristig nachhaltig sinken. Der aktuelle Fortschritt in der Motorenentwicklung unserer Kunden liegt in der Reduzierung der CO 2 -Emissionen sowie einer damit einhergehenden Reduzierung des Kraftstoffverbrauches. Nicht nur im Bereich PKW, sondern auch der Verkauf neuer Lastwagen und Busse wird von den EU-Ländern zukünftig mit strengeren Auflagen bedacht. Als Mitglied der NIDEC-Familie hat das Unternehmen durch Ausschöpfen weiterer Synergiepotentiale die große Möglichkeit, nachhaltige Wettbewerbsvorteile am Markt zu generieren. Weiterhin geht der Trend zu zusätzlichen emissions- und verbrauchssenkenden Maßnahmen des Antriebs wie Start-Stopp- und Segelfunktionen (antriebsfreies Gleiten ohne das bremsende Schleppmoment des Motors) sowie Teil- und Voll-Hybridisierung des Antriebsstranges. Dies erfordert elektrisch angetriebene Pumpen, welche durch Serienbeauftragungen zahlreicher namhafter globaler OEMs zum Produktportfolio von NGPMG zählen. Insgesamt erholte sich die Weltautomobilproduktion deutscher Hersteller (PKW) im Kalenderjahr 2022 deutlich gegenüber dem Vorjahr um +4%. Dabei erhöhte sich die Produktion in Deutschland deutlich (+12%) und im Ausland (+2%). Die Inlandsproduktion deutscher Hersteller von Personenkraftwagen hat somit nach 5 Jahren negativer Wachstumsentwicklung einen wesentlichen Richtungswechsel vollzogen (Quelle: www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion). Der Gesamtumsatz der Automobilindustrie konnte sich mit einem Umsatzwachstum von +23% von Mrd. EUR 411 auf Mrd. EUR 506 erholen. Die Erholung wird schwerpunktmäßig durch die um +29% auf Mrd. EUR 352 gestiegenen Auslandsumsätze begründet. Der Anstieg der Inlandsumsätze betrug +12% auf Mrd. EUR 154. Innerhalb der Zulieferindustrie konnte der Gesamtumsatz von Mrd. EUR 80 auf Mrd. EUR 84,2 gesteigert werden. Die positive Entwicklung setzt sich aus einem Wachstum in den Inlandsumsätzen in Höhe von Mrd. EUR 3,3 (+7%) und Auslandsumsätzen in Höhe von Mrd. EUR 1,25 (+4%) zusammen (Quelle: https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines) Die Anzahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie reduzierte sich im Kalenderjahr 2022 um 11.770 auf 774.339, was einem Rückgang in Höhe von 1% entspricht. 1.3 Unternehmensstrategie, -steuerung und -ziele Wir verfolgen konsequent die Strategie des profitablen Wachstums und konzentrieren uns hierbei primär auf unsere Kernkompetenzen im Bereich der Entwicklung und Herstellung von mechanischen und elektrischen Wasser- und Ölpumpensystemen sowie Modulen für die automobile Anwendung. Als weitere Säule des zukünftigen Unternehmenserfolgs arbeitet die NGPMG-Gruppe aktiv am Ausbau der eigenen Wertschöpfungstiefe. Dazu wurde im Schwesterwerk der NGPMG in Ungarn mit der Serienfertigung von Aluminium-Druckguss Komponenten sowie mit der Fertigung für Leiterplatten (ECU) begonnen. Dieser Standort fungiert somit auch als interner Lieferant für NGPMG. Gegenwärtiger wie auch zukünftiger Fokus des Unternehmensverbundes liegt auf dem nachhaltigen Ausbau des Kundenportfolios, der Steigerung der globalen Marktaktivitäten insbesondere in Asien & Europa, sowie der Entwicklung neuer Produkte bis hin zur Serienreife beim Kunden. Die NGPMG verfolgt das ambitionierte Ziel, ihre starke Marktposition auf dem Gebiet der mechanisch geschalteten und geregelten Wasserpumpen auszubauen und darüber hinaus weitere gewinnbringende Serienbeauftragungen für elektrische Haupt- und Zusatzwasserpumpen sowie elektrische Ölpumpen von OEM- respektive Tier1-Kunden zu erhalten. Weiterhin sollen die Produktsegmente der Motor- und Getriebeölpumpen breiter aufgestellt werden und neue Geschäftsfelder wie Tandempumpen und elektrische Pumpensysteme bspw. im Bereich Thermomanagement das NGPM-Portfolio abrunden. Als wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens wird das operative Ergebnis nach unserer IFRS- Rechnungslegung herangezogen. Daneben werden auch das Working Capital und die Investitionsquote als bedeutsame Leistungsindikatoren zur internen Steuerung im NIDEC-Konzern verwendet (finanzielle Steuerungsgrößen). Da eine Überleitung dieser Kennzahlen auf die statutarischen Werte nicht ohne weiteres möglich ist, erfolgt für statutarische Zwecke eine Darstellung mit den entsprechenden äquivalenten Leistungsindikatoren wie dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT- earnings before interests and taxes) sowie der aus den handelsrechtlichen Werten ermittelten Umsatzrendite (vor Steuern und Zinsen). Da eine adäquate Überleitung der Kennziffern Working Capital und Investitionsquote nicht möglich ist, werden diese Kennzahlen für statutarische Zwecke nicht herangezogen. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen wie Kundenzufriedenheit und Qualitäts-Kennzahlen aber auch Kennzahlen aus dem Personalwesen werden in der gesamten Gruppe ebenfalls regelmäßig ermittelt und bewertet. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Qualitäts- und Umweltpolitik dar. Die bestehenden integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme wurden im Geschäftsjahr (FY2022/23) im Rahmen von externen Überwachungsaudits überprüft. Die beauftragten Zertifizierungsgesellschaften TÜV Rheinland (IATF16949:2016) und TÜV Thüringen (ISO 14001:2015) bestätigen dem Standort Merbelsrod abschließend eine normenkonforme Arbeitsweise. 1.4 Forschung und Entwicklung Die NGPM-Gruppe mit Hauptsitz in Auengrund/Merbelsrod entwickelt und produziert sowohl mechanische als auch elektrische Wasserpumpen, Ölpumpen und Pumpenmodule für die Automobilindustrie. Die Automobilindustrie sieht sich nach wie vor mit einer unsicheren Debatte über ihre künftige Strategie hinsichtlich Antriebsstrangtechnologie konfrontiert. Wobei mehrere Länder, Organisationen und Unternehmen darüber diskutieren, wie und ob sie weiterhin Verbrennungsmotoren einsetzen können. Die Debatte wird wahrscheinlich weiterhin zwischen den bestehenden Akteuren in der Automobilindustrie, die einem schnellen Wandel abgeneigt sind, und neuen Marktteilnehmern, die auf dem Markt Fuß fassen wollen, ausgetragen werden. Doch selbst in diesem Trend bewegt sich der Weltmarkt insgesamt stetig in Richtung Elektrifizierung. Unternehmen haben damit begonnen, die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu beenden und den Wechsel von Hybrid- zu reinen Batteriefahrzeugen zu beschleunigen. In diesem Markttrend wird erwartet, dass der Markt für elektrische Pumpen zur Kühlung von Batterien und Antriebsmotoren deutlich wachsen wird. Um diese Trends gerecht zu werden, wurden die Konzepte NICP (Nidec-Immersion-Cooling-Pump), NEWP (Nidec-Electrical-Water Pump), NEOP (Nidec-Electrial-Oil-Pump) und ECF-HD als Plattformentwicklungen gestartet. Die Forschung und Entwicklung wird in Merbelsrod und in China fortgesetzt. Zusätzlich zur Kerntechnologie der Pumpenentwicklung verfügt Merbelsrod über alle für die Produktentwicklung erforderlichen Systemdesign-, Elektronik-, Software-, CAE-Analysetechnik- und Testkapazitäten. Im Jahr 2022 hat Merbelsrod die Massenproduktion neuer elektrischer Ölpumpen in seinem Werk in Ungarn aufgenommen. Elektrische Ölpumpen sind ein Bereich, der auf dem europäischen Markt für Elektrofahrzeuge in Zukunft wachsen wird. Auf der Grundlage unserer gesammelten Erfahrungen werden wir mit der gesamten Nidec-Gruppe kooperieren und zusammenarbeiten, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und die Rentabilität zu verbessern. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden für alle Entwicklungstätigkeiten zusammen 6,3 % (Vorjahr 8,0 %) des Umsatzes der NGPMG investiert. Es wurden mehrere neue Patente eingereicht. Dieses geistige Eigentum stellt einen wichtigen Beitrag zur Festigung der Marktführerstellung der NGPM-Gruppe dar. Wichtige Patente wurden in Europa, aber auch in Brasilien, China und den USA angemeldet. Zum Bilanzstichtag waren bei NGPMG Entwicklungskosten (= selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände) in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr TEUR 512) bilanziert. Die gesamten Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.043 (Vorjahr TEUR 21.612). 1.5 Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 planmäßig reduziert. Zum 31. März 2023 hatte NGPMG insgesamt 750 Mitarbeiter. Gegenüber März 2022 wurden insgesamt 73 Einstellungen vorgenommen. Im Gegenzug waren 129 Abgänge zu verzeichnen. Durch den Einsatz von Leiharbeitern in der Produktion konnte flexibler auf Auftragsschwankungen reagiert werden. Die Anzahl der Leiharbeitnehmer lag auf einem mittleren Niveau und wurde zwischen September 2022 und März 2023 aufgrund der Rückstandssituation und dem erhöhten Krankenstand, wieder erhöht. In der Anzahl der Mitarbeiter sind 50 (Vorjahr 52) Teilzeitbeschäftigte enthalten. Darüber hinaus bestanden im Jahresdurchschnitt 28 (Vorjahr 28) Beschäftigungsverhältnisse, die aufgrund von Mutterschaft, Krankheit, Elternzeit usw. als unterbrochen geführt werden. 1.6 Unternehmensführung Die "Corporate Governance" und "Compliance of Nidec" sind auf der offiziellen Internetseite des obersten Mutterunternehmens www.nidec.com zu finden. NGPM richtet ihre Unternehmensführung an der "Nidec Policy" aus. Beginnend ab dem 1. Januar 2021 wurden die Zielgrößen für die Besetzung von Frauen in der Geschäftsführung und die Führungspositionen der ersten und zweiten Leitungsebene unterhalb der Geschäftsführung neu festgesetzt. Für die Besetzung von Geschäftsführerpositionen wurde eine Zielgröße von 25 % festgelegt. Die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurden - bezogen auf die Anzahl der Führungskräfte von insgesamt 12 bzw. 14 - mit 25 % bzw. 28,5 % festgesetzt. Zur Erreichung der gesetzten Zielgrößen wird eine Frist bis zum 31. Dezember 2025 bestimmt. Die Zielgrößen sollen dadurch erreicht werden, dass bei Einstellungs- und Beförderungsentscheidungen in Führungspositionen, Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt einzustellen bzw. zu befördern sind. Per 31. März 2023 sind unter den 11 Führungskräften der ersten Führungsebene 3 Frauen, dementsprechend wird diese gesetzte Zielgröße von 25 % erreicht. Von den 14 Führungskräften der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung und in der Geschäftsführung ist keine Frau beschäftigt. Damit wurden die festgesetzten Zielgrößen bislang noch nicht erreicht, da durch eingetretene strukturelle Änderungen der Anteil der Frauen in diesen Führungspositionen sich nicht, wie erwartet, entwickelt hat. Die Bemühungen, freiwerdende Stellen mit geeigneten Frauen aus dem Konzern zu besetzen, waren insoweit nicht erfolgreich, sodass die gesetzte Zielquote bislang verfehlt wird. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Überblick über den Geschäftsverlauf NGPMG erwirtschaftete im Berichtsjahr 2022/2023 einen Umsatz von Mio. EUR 289. Wesentlichen Einfluss auf den hinter den Erwartungen liegenden Umsatzanstieg im Geschäftsjahr waren die Auswirkungen der COVID - 19 Pandemie, Versorgungsengpässe im Materialbereich mit Folgen für die zeitgerechte Auftragsabwicklung sowie den, am Ende des Geschäftsjahres auftretenden, Folgeerscheinungen hinsichtlich des Krieges in der Ukraine. Zum Vergleich der wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen im Ist 2022/2023 zum Plan 2022/2023 verweisen wir auf die Ausführungen im Prognosebericht unter 4.2 Voraussichtliche Entwicklung. 2.2 Ertragslage Die wichtigsten finanziellen Kennzahlen der NGPMG sind nachfolgend für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit Vorjahresvergleich dargestellt:
*) Vor Verlustübernahme aufgrund bestehenden Gewinnabführungsvertrag Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt mit einem Verlust von TEUR 165.016 (Vorjahr TEUR - 23.685) liegt deutlich unter dem Ergebnis im Vorjahr. Wesentliche Ursachen für den Verlust sind Sondereffekte wie erforderliche, außerplanmäßige Wertminderungen innerhalb des Anlagevermögens sowie Rückstellungsbildungen für erwartete Gewährleistungsinanspruchnahmen, für Restrukturierungskosten und für die Vorsorge für drohende Verluste aus abgeschlossenen Absatzgeschäften. Unter Berücksichtigung von Zinsen und Steuern ergab sich ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR - 163.803 (Vorjahr TEUR 15.082), das aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrag von der Gesellschafterin der NGPMG zu übernehmen war. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,2% auf TEUR 288.585 (Vorjahr TEUR 271.768) gestiegen und lagen jedoch deutlich den Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Den um TEUR 16.817 gestiegenen Umsatzerlösen stehen um 5,0 Prozentpunkte bzw. TEUR 27.178 überproportional gestiegene Materialaufwendungen gegenüber. Die Materialeinsatzquote hat sich auf 81,2% (Vorjahr 76,2%) erhöht. Der Anstieg ist u.a. durch gestiegene Bezugspreise bedingt, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die Personalkosten sind mit TEUR 39.727 (Vorjahr: TEUR 39.739) trotz geringerer Mitarbeiterzahlen nahezu unverändert. Die Entwicklung ist durch Restrukturierungskosten beeinflusst. Die rechnerische Personalaufwandsquote reduzierte sich infolge der gestiegenen Umsatzerlöse auf 13,8%. Bedingt durch den Umsatzanstieg sowie die Reduzierung der durchschnittlichen Mitarbeiter im Geschäftsjahr erhöhte sich der durchschnittliche Produktumsatz je Mitarbeiter von TEUR 337 auf TEUR 384. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Sondereffekten (TEUR 120.715) um TEUR 106.132 auf TEUR 148.089 deutlich gestiegen. Diese Sondereffekte betreffen Aufwendungen für die bilanzielle Vorsorge im Zusammenhang mit erwarteten Gewährleistungsinanspruchnahmen (TEUR 45.000) und drohenden Verlusten aus Absatzgeschäften der NGPMG (TEUR 27.499) und eines Verbundunternehmens (TEUR 44.998). Des Weiteren sind höhere Aufwendungen für notwendige Forderungswertberichtigungen von Lieferanten (TEUR 3.218) angefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um TEUR 4.557 auf TEUR 4.558 zurückgegangen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichem aus einmaligen Versicherungsentschädigungen im Vorjahr (TEUR 7.600), denen u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.574) im Geschäftsjahr gegenüberstanden. Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 7.881 auf TEUR 772 (Vorjahr TEUR 8.654), da es keine Gewinnausschüttung von Tochterunternehmen gab. 2.3 Finanzlage Verluste, die die Gesellschaft in den vergangenen Jahren ausweisen musste, wurden auf der Grundlage des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der NMAG von dieser ausgeglichen. Die Liquidität der Gesellschaft war infolge dieser Verlustübernahmen jederzeit gesichert. Zum Ausgleich von Liquiditätsschwankungen ist die Gesellschaft darüber hinaus in das europäische Cash-Management des Konzerns eingebunden. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 3.974 (Vorjahr TEUR 1.622) und Cash Pool Guthaben in Höhe von TEUR 17.055 (Vorjahr TEUR 22.612). Der Finanzbedarf der Gesellschaft u.a. für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen konnte aus den laufenden Zahlungsmittelzuflüssen finanziert werden. 2.4 Vermögenslage Die nachfolgenden Kennzahlen zeigen die Vermögenslage von NGPMG im Geschäftsjahr 2022/2023 mit Vergleich zum Vorjahr:
Die Bilanzsumme der NGPMG ist gegenüber dem 31. März 2022 um TEUR 59.133 auf TEUR 367.896 gestiegen. Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen deutlich um TEUR 29.088 auf TEUR 87.034. Der rückläufige Bilanzausweis resultiert aus Abschreibungen von TEUR 32.472 (davon Sonderabschreibungen TEUR 17.293) und Abgängen zu Buchwerten von TEUR 2.001, denen Zugänge zum Anlagevermögen von TEUR 5.385 gegenüberstehen. Das Finanzanlagevermögens ist mit TEUR 42.753 nahezu unverändert (Vorjahr TEUR 42.782). Das Umlaufvermögen stieg um TEUR 88.189 auf TEUR 280.201, wobei der Anstieg hauptsächlich durch die um TEUR 91.316 gestiegen Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet wird. Die gestiegenen Forderungen setzen sich aus höheren Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag des laufenden Geschäftsjahres (TEUR 97.919), einem um TEUR 5.557 auf TEUR 17.055 reduzierten Cash Pool Bestand sowie aus geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund zusammen. Maßgeblich für den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 6.961) sind die um TEUR 4.540 gestiegenen ausländischen Umsatzsteuerforderungen. Das Vorratsvermögen ist mit einem stichtagsbezogenen Anstieg von TEUR 762 bzw. 1,8% auf TEUR 42.148 nahezu auf Vorjahresniveau. Ein stichtagsbedingter Anstieg der liquiden Mittel (TEUR 2.353) und der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR - 2.951) gleichen sich annähernd aus. Der Bilanzausweis der Wertpapiere (TEUR 218) ist nahezu unverändert gegenüber Vorjahr. Die NGPMG ist aufgrund des seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der Gesellschafterin NMAG überwiegend eigenkapitalfinanziert Die Eigenkapitalquote hat sich, bedingt durch die erhöhte Bilanzsumme, auf 47,7% reduziert. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21.744 auf TEUR 97.800 erhöht. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der getroffenen Vorsorge für Sondersachverhalte (drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften und Gewährleistungen; TEUR 72.111), denen u.a. Rückstellungsinanspruchnahmen für Gewährleistungsfälle (TEUR 56.300) gegenüberstehen. Im Übrigen haben sich u.a. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um TEUR 10.590 (davon um TEUR 3.443 für Energiekosten) erhöht, während eine Rückstellung im Zusammenhang mit der Gewährung von Zuschüssen (TEUR 4.099) weitgehend aufgelöst werden konnte. Im Wesentlichen durch die um TEUR 39.744 auf TEUR 62.569 gestiegenen konzerninternen Verbindlichkeiten erhöhte sich die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten um TEUR 37.048 auf TEUR 93.315. Dem gegenüber standen planmäßige Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 499), der stichtagsbegründete Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.970 sowie der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 190. Die für das Unternehmen bedeutenden nicht finanziellen Kennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:
2.5 Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmensleitung Die Geschäftsentwicklung im Fiskaljahr 2022/2023 ist insgesamt unter den Erwartungen geblieben. Wesentliche Gründe dafür wurden bereits in Punkt 2.1 aufgelistet. In Folge dessen waren größere Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Mitarbeiter und Anlagevermögen notwendig. Dies bildet die Basis für eine verbesserte Kostenstruktur und neue Kundenaufträge in den Folgejahren. 3. Chancen- und Risikobericht3.1 Chancen NGPM verfolgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin eine Stabilisierungsstrategie in Bezug auf Umsätze und Marktanteile. Diese wird ergänzt um kurzfristige Aktivitäten zur Bekämpfung der Auswirkungen der Covid 19 Pandemie, der Halbleiterkrise und der Rohmaterialpreisanstiege. Als Trendsetter geschalteter und geregelter Wasserpumpen sehen wir gute Möglichkeiten, Neu-, aber auch Bestandskunden vom Potenzial unserer Produkte, die zur Reduzierung der CO 2 -Emmissionen sowie zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauches beitragen, zu überzeugen. Mehrere Neuanläufe zeigen das Potenzial unserer Produkte auf. In Kooperation mit den Firmen des Nidec-Konzerns werden an Vorentwicklungen und Produktverbesserungen von mechanischen und elektrischen Pumpensystemen gearbeitet die uns auch neue Kunden und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen und damit weiteres Potential für Akquisitionen bieten. Verhandlungen mit Kunden um die Teilung von Material-, Energie- und Lohnkostensteigerungen des abgelaufenen Geschäftsjahres bilden eine Grundlage zur nachhaltigen Stärkung des Standortes als wichtigen Lieferanten der OEM's. 3.2 Risikomanagement Zur Steuerung möglicher Risiken betreibt NIDEC ein Managementsystem, das unter anderem die Anforderungen der DIN EN ISO 9001 bzw. 14001 erfüllt. Mit den vorhandenen Instrumenten wird gewährleistet, dass erwähnenswerte Risiken in regelmäßigen Abständen vollständig erfasst und bewertet werden. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ergeben sich für die NGPMG Chancen und Risiken, die sich auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage auswirken. Bezogen auf das Produktportfolio sind die Chancen und Risiken innerhalb der NGPM-Gruppe weitestgehend homogen. Unterschiede ergeben sich aber aus der unterschiedlichen lokalen Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Motoren- und Fahrzeugproduktion. Deshalb spiegelt die nachfolgende Einordnung der Chancen und Risiken des Mutterunternehmens grundsätzlich auch die Bewertung der Töchter wider. Die Unternehmensleitung hat zur Beurteilung der strategischen, operativen und finanzielle Risiken ein Risikomanagementsystem installiert. Es ist in die Geschäftsprozesse integriert und umfasst alle Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung aller Informationen über potenzielle Risiken gewährleisten. Diese Berichte unterstützen potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ggf. durch geeignete von der Unternehmensleitung festgelegte Maßnahmen drohender Schaden für das Unternehmen abzuwenden. 3.3 Risiken 3.3.1 Produkt- und Gewährleistungsrisiko Das Unternehmen ist überwiegend als Tier-1-Zulieferer im Automotive Bereich tätig. Durch das, besonders von Innovationen getriebenem, Produktportfolio neuartiger schalt- und regelbarer konventioneller und zunehmend mehr elektrischen Pumpensysteme erhöht sich die Komplexität der Produkte, verbunden mit dem Einsatz neuer Materialien, Bauelemente und dem Management neuer Lieferanten. Besonders Neuproduktanläufen zeigen die Gefahr, dass es zu Verzögerungen, Qualitätsmängeln oder erhöhten Ausschusskosten bei der Herstellung kommt. Das Mutterunternehmen fokussiert stark in die Entwicklung und Optimierung robusterer Bauteile zur Senkung des allgemeinen Produktfehlerrisikos. Durch Qualitätssicherungssysteme auf der sogenannten "High-Level-Structure" werden die Risiken in Bezug auf Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken minimiert. Einmalige vorgangsbezogene Produkthaftungs- und Gewährleistungsansprüche sind dennoch nicht zur Gänze auszuschließen. Der durch NGPMG abgeschlossene Versicherungsschutz, der neben der Haftpflicht- und Betriebshaftpflichtversicherung insbesondere eine Produkthaftpflicht-, eine KFZ-Rückrufkosten- und eine Umwelthaftpflichtversicherung beinhaltet, werden die Risiken eingeschränkt. In aktiver Zusammenarbeit mit dem Versicherer werden die bestehenden Versicherungsarten sowohl am Standort der NGPMG als auch an den Standorten der Tochtergesellschaften regelmäßig optimiert und an die gewachsenen Kunden- und Marktanforderungen angepasst. Nicht gedeckter Eigenanteil der Versicherungen an potenziellen Schadensfällen werden von NGPMG mit generellen Rückstellungen für zukünftige Garantie- und Kulanzleistungen gedeckt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird das Risiko, aus Gewährleistungsfällen in Anspruch genommen zu werden, ohne dass diese Vorfälle ganz oder größtenteils durch Versicherungen abgedeckt sind, als hoch eingeschätzt, sodass dafür auch bereits Risikovorsorge im Jahresabschluss getroffen wurde (TEUR 46.537 für Einzelgewährleistungsrisiken). Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag eine Vereinbarung mit einem Kunden vom 7./16. November 2023 wonach NGPMG im Zeitraum November 2023 bis November 2026 Zahlungen in der hierfür zurückgestellten Höhe von Mio. EUR 45 zu leisten hat. Für alle weiteren Fälle geht die Gesellschaft davon aus, dass die gestellten Ansprüche erfolgreich abgewehrt werden können. Die pauschale Gewährleistungsrückstellung wurde analog FY21 fortgeführt und entsprechend der laufenden Aufwendungen angepasst. Für weitere, noch offene Gewährleistungsfälle wurde darüber hinaus keine Risikovorsorge im Jahresabschluss getroffen. Durch die Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherungen der NGPMG besteht weiterhin das Risiko, dass sich künftig die Versicherungsprämien weiter erhöhen werden. 3.3.2 Makroökonomische Risiken Kriege, Inflation und Umweltkatastrophen sind wesentliche makroökonomische Risiken, denen NGPM ausgesetzt ist. Außerdem ist von einer Zunahme von Lieferengpässen und Transportproblemen aus Übersee auszugehen. Eine Anpassung der Lieferantenstruktur und eine Deglobalisierung sind notwendig, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Außerdem sind Investitionen in die Cybersicherheit ein wichtiger Bestandteil, um Risiken aus Hackerangriffen entgegenzuwirken. 3.3.3 Kostensteigerungen (Materialien) Zuletzt wurde die internationale Automobilindustrie durch die Folgen der COVID-19 Pandemie und der Halbleiter-Krise auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Der Zusammenbruch von Lieferketten und der Mangel an Rohstoffen zwangen viele OEM's dazu, bestehende Liefer- und Produktionskonzepte zu überdenken. In 2022 sind mit dem Krieg in der Ukraine und der Inflation weitere Herausforderungen hinzugekommen was im Ergebnis zu Verwerfungen in der gesamten Branche und auch bei der NGPM-Gruppe geführt hat. So waren zum Beispiel die Produktionsabrufe überdurchschnittlichen Schwankungen unterworfen und Produktneuanläufe haben sich terminlich verschoben. Die Preisveränderungen speziell bei den Rohmaterialien waren und sind weiterhin in einem nie bekannten Ausmaß verantwortlich für Preisveränderung von Komponenten die die NGPM-Gruppe von Lieferanten einkauft oder im Rahmen der vertikalen Integration selbst herstellt. Im Umkehrschluss ist es eine der größten Aufgaben der Organisation diese Veränderung zeitnah und umfänglich mit den Lieferanten und Kunden zu verhandeln. Spätestens mit dem 1. Januar 2023 (4. Quartal im Geschäftsjahr 2022/2023) hat die Sorge einer Energieknappheit oder gar -unterversorgung zu massiv steigenden Strom- und Gaspreisen geführt. So stiegen in Deutschland die Preise für Energieprodukte im Jahresdurchschnitt um 34,7% gegenüber 2021 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese haben schnell zu steigenden Produktionskosten, über die gesamte externe sowie interne Lieferkette geführt. Die Kostensteigerungen haben auch in der NGPM-Gruppe zu niedrigeren Margen geführt. Auch hier gilt es zeitnah und umfänglich mit Lieferanten und Kunden zu verhandeln und den Einfluss auf den Unternehmensgewinn zu reduzieren. 3.3.4 Finanzielle Risiken Umsatz und Warenbezüge werden überwiegend in Euro abgerechnet. Währungsrisiken sind daher von untergeordneter Bedeutung. NGPMG ist einem allgemeinen Kreditrisiko ausgesetzt, welches aus der möglichen Nichterfüllung der bestehenden Forderungen gegen Kunden besteht. Aus diesem Grund werden Forderungen kontinuierlich durch das Management überwacht. Im Regelfall besteht eine gute bis sehr gute Bonität unserer Kunden, sodass wir im Allgemeinen geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen haben. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiges Monitoring von Gutschriften und Preisnachlässen. Bei stärkeren Abweichungen werden die Ursachen hierfür systematisch untersucht. Die Geschäftsführung schätzt das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko als eher gering ein. Über das betriebliche Berichtswesen erfolgt eine fortgeschriebene/rollierende Liquiditätsplanung. Die eingeführten Planungs- und Kontrollprozesse stellen sicher, dass das Unternehmen jederzeit über ausreichend Liquidität verfügt, um alle fälligen Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen. Die Unternehmensgruppe verfügt ist in das Cash-Pooling des Konzerns eingebunden und verfügt weiterhin über einen ausreichend bemessenen Kreditrahmen. Die Auslandsgesellschaften berichten wöchentlich über die betriebswirtschaftliche Entwicklung Ihrer Unternehmen. Im Falle drohender Liquiditätsabflüsse durch eine mögliche Inanspruchnahme von Gewährleistungsfällen überwacht die Geschäftsführung die Liquiditätsplanung und trifft ggf. entsprechende Gegenmaßnahmen. 3.3.5 Personalrisiko Zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist die Gewinnung von Fachkräften und ihre Bindung an das Unternehmen ein wichtiges Anliegen. Neben der Berufsausbildung wird ein großes Augenmerk auf die Themen Personalmarketing und Personalrekrutierung gelegt. Dies kann durch die Neuausrichtung der Personalabteilung zielgerichtet erfolgen. Durch Direktansprache aus der Personalabteilung kann in Eigenverantwortung gearbeitet werden. Die eigene Berufsausbildung wurde etwas angepasst und findet in gegenwärtig 5 Ausbildungsberufen ihren Fortbestand. Dazu wird ein regionaler Ausbildungsverbund (HBZ Hildburghausen/Eisfeld) genutzt, welcher unter anderem auf Initiative des Unternehmens gegründet wurde. Für die Gewinnung von Fachkräften im nichtproduktiven Bereich arbeitet NGPMG eng mit regionalen Hoch- und Fachschulen zusammen und nutzt auch das duale Ausbildungssystem einer regionalen dualen Hochschule. 4. PrognoseberichtDie Auftragslage der OEM's ist aktuell noch überaus erfreulich was zum einem an den vollen Auftragsbüchern aber auch an der Unsicherheit der Verbraucher bezüglich neuer Antriebskonzept liegt. Die NGPM-Gruppe, und hier speziell die NGPMG hatte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Rückstand in der Auslieferung gegenüber unseren Kunden in Höhe von bis zu Mio. EUR 6,0 begründet durch fehlende Komponenten und den Einfluss der oben beschriebenen Herausforderungen. Dadurch ergeben sich für das folgende Geschäftsjahr 2023/2024 Möglichkeiten den Umsatz durch den Abbau des Rückstandes zu erhöhen. Der Markt für LKW und andere Industriezweige wie zum Beispiel Generatoren oder schwere Motoren hat sich vergleichbar positive entwickelt. Für den Ersatzteilbedarf werden über 2023 hinaus deutliche Wachstumsraten erwartet, dies ist umso erfreulicher als die NGPM-Gruppe hier historisch sehr erfolgreich ist. Globale Verschiebungen der Produktion zwischen den Regionen kann die NGPM-Gruppe aufgrund ihrer Standorte sehr gut abbilden. So werden zum Beispiel bei NGPM in Deutschland und in China Produkte für den gleichen Kunden nach den gleichen Standards produziert. Weitere Möglichkeiten der Kapazitätsauslastung gibt es auch zwischen den Standort in Ungarn und Deutschland. Die Innovationsfähigkeit des Unternehmens wird auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie und des kontinuierlichen Wachstums darstellen. Mit den Veränderungen und der offenen Diskussionen über Antriebskonzepte und einer geforderten Emissionsreduzierung speziell in der Automobilindustrie werden elektrische Pumpen für Öl oder Wasser eine entscheidende Rolle spielen. Die NGPM-Gruppe sieht sich hier mit ihrem Produktspektrum [sehr] gut aufgestellt. Es gilt weiterhin die Anforderungen der Märkte und unserer Kunden zu verstehen und technische sowie wirtschaftlich hervorragende Lösungen anzubieten. Dies wird sich dann auch in einer Verbesserung der Auftragseingänge niederschlagen die aktuell hinter den Erwartungen geblieben ist. Eine der Möglichkeiten ist der Ausbau der Kunden aus anderen Branchen, hier ist die NGPM-Gruppe bereits im aktiven Austausch. Für elektrisch betriebene Pumpen gibt es zahlreiche neue Anwendungsfelder, die einhergehen mit der Digitalisierung oder der Elektrifizierung von Fahrzeugen. Die meisten Rohmaterialien sind von Ihren Spitzenwerten zurückgekommen, belasten aber noch immer die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Gleiches gilt für Strom und Gas, allerdings wurden vielfach längerfristige 1-2 Jahresverträge geschlossen, so dass die betroffenen Lieferanten nicht unmittelbar von den gesunkenen Preisen profitieren. Zusätzlich hat der Energiepreisdeckel in Deutschland für eine weitere Entspannung gesorgt, da nun Planungssicherheit besteht. In den meisten anderen Industrieländern Europas gibt es jedoch keine derartigen Hilfen für die Unternehmen, so dass dort die Beschaffung weiterhin volatil bleibt, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als in der Spitze zum August 2022. Im letzten Quartal des Geschäftsjahres waren diese Effekte wahrnehmbar und führten vereinzelt bereits wieder zur Senkung der Beschaffungskosten. Gegenläufig dazu entwickeln sich nun aber die von der Inflation getriebenen Lohnkosten deutlich nach oben, was in Summe die rückläufigen Energiekosten kompensiert oder sogar zu weiteren Preissteigerungen führen kann. Sehr positiv entwickeln sich die internationalen Frachtraten, die inzwischen auf Vor-Corona-Niveau gefallen sind und somit die Kosten der Beschaffung aus Asien deutlich entlasten. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt, was zu Versorgungsengpässen aufgrund fehlender Fachkräfte bei uns und unseren Lieferanten führt. Die Versorgung mit Halbleitern ist weiterhin angespannt, allerdings nicht mehr ganz so kritisch wie vor einem Jahr. Trotzdem gilt es die Lieferketten zu überwachen und potenzielle Versorgungsengpässe schnell zu erkennen. Grundsätzlich erwarten wir aber eine deutlich stabilere und robustere Lieferkette als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Insgesamt bleibt die Gesamtsituation angespannt aber aus heutiger Sicht deutlich besser beherrschbar als im Vorjahr, wenn auch die starke Inflation das Risiko von weiteren Preissteigerungen birgt. Die NGPMG hatte für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz von Mio. EUR 315 geplant. Mit Mio. EUR 289 wurde das Umsatzziel aus den bereits erläuterten Gründen nicht erreicht. Außerdem war ein EBIT in Höhe von Mio. EUR 5,9 und mit einer Umsatzrentabilität von 1,6 % (vor Steuern und Zinsen) geplant. Das geplante Ergebnis wurde mit Mio. EUR -163,8 insbesondere aufgrund von außerordentlichen Aufwendungen (Mio. EUR 157), im Wesentlichen für einzelfallbezogene Gewährleistungsfälle, für Drohverlustrückstellungen und für die Abwertung von Anlagevermögen deutlich verfehlt. Die Umsatzrentabilität (vor Steuern und Zinsen) wurde dementsprechend mit -60% deutlich unterschritten. Für das Folgegeschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Umsatz von Mio. EUR 287 und einen EBIT in Höhe von Mio. EUR 10,9 und damit eine Umsatzrentabilität von 3,8% (vor Steuern und Zinsen) geplant. Beide Zielgrößen konnten nach vorläufigen Zahlen, die zum Aufstellungszeitpunkt des vorliegenden Jahresabschlusses vorlagen, erreicht und teilweise überschritten werden. Im Hinblick auf die nicht finanziellen Steuerungsgrößen wird für das Geschäftsjahr 2022/2023 für NGPMG eine Reduzierung der Fluktuation im Vergleich zu dem Vorjahr erwartet. Die Restrukturierungsmaßnahmen des Vorjahres sind annährend abgeschlossen. Das Gesundheitsmanagement des Unternehmens wird weiter ausgebaut und ein Krankenstand von deutlich unter 4,5% angesteuert. Eine Reklamationsquote von unter 0,05% wird weiterhin angestrebt. Die Kundenzufriedenheit soll für jeden Kunden bei einer "guten" bis "sehr guten" Einstufung liegen. Darüber hinaus wird die Null-Fehler-Quote von max. 40 ppm angestrebt. Es sind weiterhin umfangreiche Investitionen in der Gruppe für die kommenden Fiskaljahre geplant. Im Geschäftsjahr wurden Mio. EUR 5,4 in Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenstände investiert. Da nicht alle für das Geschäftsjahr geplanten Maßnahmen umgesetzt werden konnten, wurden einige Maßnahmen ins Folgejahr verschoben. Der Investitionsbedarf für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt rund Mio. EUR 11,8 und kann aus vorhandenen Mitteln sowie dem positiven Cash-Flow des operativen Geschäfts gedeckt werden. Kreditneuaufnahmen sind nicht notwendig. In verstärktem Maße werden die Firmen des globalen Nidec-Konzerns mit mehr als 300 Firmen, 120.000 Mitarbeitern und mehreren Forschungs- und Entwicklungszentren zusammenarbeiten. Der Austausch von technischen Lösungen und neuen Produkten wird auch der NGPMG helfen und sie trotz einer im Geschäftsjahr 2022/2023 notwendigen strukturellen Konsolidierung ermöglichen technologisch führende Produkte anzubieten. Im Konzern werden heute schon Synergieeffekte im Bereich R&D, Einkauf, Projektmanagement und Vertrieb kostenseitige Einsparungen erzielt. Diese werden ausgebaut und in die bestehenden Prozesse integriert.
Auengrund/Merbelsrod, den 28. Juni 2024 Geschäftsführung Mitsuya Kishida Hidetoshi Yokota Kazutsugu Igarashi Olav Schulte Long Wang Holger Ehrhardt Anlage zum Lagebericht Angaben zum Entgelttransparenzgesetz für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022Die NIDEC GPM GmbH, Auengrund Merbelsrod (NGPMG) ist mit über 500 Beschäftigten sowie der Verpflichtung nach §§ 264 und 289 HGB einen Lagebericht zu erstellen, auch berichtspflichtig im Rahmen des § 21 EntgTranspG. Die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer stellt die NGPMG vor allem durch die Anwendung der internen, mit dem Betriebsrat abgestimmten Regelungen sicher. Unsere Mitarbeiter werden auf der Grundlage ihrer Qualifikationen und ihrer Fähigkeiten ausgesucht, eingestellt und bei entsprechenden Leistungen und Anforderungen über eine Personalentwicklungsvereinbarung gefördert. Die Eingruppierung der Entgelte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt auf der Basis der Stellen-bzw. Arbeitsbeschreibungen und der hierfür unterlegten geschlechtsneutralen Tätigkeitsprofilen. Auch die Stellenausschreibungen intern und extern erfolgen immer geschlechtsneutral und werden mit den tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten der NGPMG verglichen und diesen konkret zugeordnet. Bei vorliegenden Defiziten in der Qualifizierung arbeiten wir mit der Qualifikationsmatrix und entsprechenden internen und externen Schulungen gemäß unserer Schulungsplanung. Aktuell steht eine Eingruppierungsrichtlinie kurz vor dem Abschluss. Bei außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Entgeltgleichheit mithilfe eines AMEC-EU internen Benchmarks sowie verschiedenen am Markt erhältlichen Benchmarks sichergestellt. Auch hier werden offene Positionen stets geschlechtsneutral veröffentlicht und die Eingruppierung gemäß der ausgeführten Aufgabenprofile festgelegt. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und dessen Regelungen stehen während des gesamten Eingruppierungsprozesses im Fokus. Weiterhin ergreift die NGPMG auch direkte Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau. Hier liegt sowohl in den in der BRD vorliegenden gesetzlichen Regelungen - wie Elternzeit, Familienpflegezeit u. ä. auch weitergehende interne betriebliche Regelungen vor (Betriebsvereinbarungen), um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weitergehend zu regeln und zu stärken. Entsprechend dem Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen hat sich die NGPMG Ziele für den Frauenanteil in Geschäftsführer- und Führungspositionen von 20% bis zum Jahr 2020 gesetzt. Per 31. Dezember 2020 erzielte das Unternehmen einen Frauenanteil von 11,8 %. Damit wurden die festgesetzten Zielgrößen bislang noch nicht erreicht, da durch eingetretene strukturelle Änderungen der Anteil der Frauen in diesen Führungspositionen sich nicht, wie erwartet, entwickelt hat. Die Bemühungen, freiwerdende Stellen mit geeigneten Frauen aus dem Konzern zu besetzen, waren insoweit nicht erfolgreich, sodass die gesetzte Zielquote bislang verfehlt wird. Beginnend ab dem 1. Januar 2021 wurden die Zielgrößen für die Geschäftsführung und die Führungspositionen der ersten und zweiten Leitungsebene unterhalb der Geschäftsführung neu festgesetzt. Für die Besetzung von Geschäftsführerpositionen wurde eine Zielgröße von 25 % festgelegt. Die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurden - bezogen auf die Anzahl der Führungskräfte von insgesamt 12 bzw. 14 - mit 25 % bzw. 28,5 % festgesetzt. Zur Erreichung der gesetzten Zielgrößen wird eine Frist bis zum 31. Dezember 2025 bestimmt. Die Zielgrößen sollen dadurch erreicht werden, dass bei Einstellungs- und Beförderungsentscheidungen in Führungspositionen, Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt einzustellen bzw. zu befördern sind. Per 31. Dezember 2022 sind unter den 11 Führungskräften der ersten Führungsebene 3 Frauen, dementsprechend wird diese gesetzte Zielgröße von 25 % erreicht. Von den 14 Führungskräften der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung und in der Geschäftsführung ist keine Frau beschäftigt. Damit wurden die festgesetzten Zielgrößen bislang noch nicht erreicht, da durch eingetretene strukturelle Änderungen der Anteil der Frauen in diesen Führungspositionen sich nicht, wie erwartet, entwickelt hat. Die Bemühungen, freiwerdende Stellen mit geeigneten Frauen aus dem Konzern zu besetzen, waren insoweit nicht erfolgreich, sodass die gesetzte Zielquote bislang verfehlt wird. Durchschnittliche Mitarbeiterzahlen für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022:
Bilanz zum 31. März 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023Allgemeine HinweiseDie NIDEC GPM GmbH (nachfolgend "NGPMG") hat ihren Sitz in Auengrund (Ortsteil Merbelsrod) und ist im Handelsregister Abteilung B beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer 300562 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Pflicht zur Angabe der gegenüber dem Gesellschafter bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wird die Gesellschaft durch die Angabe im Anhang gerecht, ebenso der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB. Zwischen der NIDEC MOTORS & ACTUATORS (GERMANY) GmbH ("NMAG") mit Sitz in Bietigheim-Bissingen (Amtsgericht Stuttgart HRB 302063) besteht seit dem 1. April 2020 ein Gewinnabführungsvertrag. Ausweis-, Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Berichtsjahr wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden unverändert zum Vorjahr angewandt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) wurden gemäß 248 Ab. 2 Satz 1 HGB in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der durch den Entwicklungsprozess veranlasste Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. In die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Entwicklungskosten werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge beginnend mit dem späteren Zeitpunkt des Beginns der Serienproduktion abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von grundsätzlich 3 bis 6 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten umfassen Material-, und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften nach der linearen Methode ermittelt. Die Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen belaufen sich auf 27 bis 47 Jahre für Gebäude, 6 bis 8 Jahre für technische Anlagen und Maschinen und 3 bis 6 Jahren für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Geringwertige Anlagegüter (GWG) bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 (bis 2017/2018: EUR 150,00) bis EUR 1.000,00 die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt, ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 wurde die Grenze auf 800,01 bis 1.000,00 Euro erhöht. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Der Posten ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den Finanzanlagen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Kaufteilen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittskostenmethode aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Herstellungskosten vorgenommen und die hiernach verbleibenden Beträge mit den jeweiligen Herstellungskosten verglichen. Bei Bedarf erfolgte eine entsprechende Abwertung auf diesen niedrigeren Wert (retrograde Ermittlung). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen im Geschäftsjahr, die erst Aufwendungen in Folgegeschäftsjahren darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen enthält passivisch abgegrenzte Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz und Investitionszuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. Die bis 2006 erhaltenen Investitionszulagen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Die bis zum Geschäftsjahr 2010 erhaltenen Investitionszuschüsse wurden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der bezuschussten Anlagengüter abgesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionen für Hinterbliebene und werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,79 % (Vorjahr 1,81 %) bewertet. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung, Renten- und Fluktuationstrends waren nicht zu berücksichtigen. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen - hier Rückdeckungsversicherung aus Lebensversicherungen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Für ausgewählte Sachverhalte werden Rückstellungen für Einzelgewährleistungsrisiken passiviert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der NMAG werden tatsächliche und latente Steuern im Jahresabschluss der Organträgerin ausgewiesen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist in der Anlage 2 zum Anhang beigefügt. In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 17.580 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Sie entfallen auf Produktionsanlagen, die aufgrund fehlender dauerhafter Auslastung abzuwerten waren. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 141; Vorjahr TEUR 512) betreffen ausschließlich Entwicklungskosten, die bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2014 aktiviert wurden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 sind insgesamt Entwicklungskosten von TEUR 18.043 (Vorjahr TEUR 21.612) angefallen. Im Geschäftsjahr wurden keine Aktivierungen vorgenommen. Forschungskosten hat die Gesellschaft nicht. Unter dem Posten Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen erfasst:
Der Anteilsbesitz mit den Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, mit Ausnahme der Kautionen innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 32) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 192.894; Vorjahr TEUR 101.578) betreffen u.a. Forderungen aus Verlustübernahme im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages (TEUR 163.802; Vorjahr TEUR 65.883), Forderungen aus Cash Pool Einzahlungen (TEUR 17.055; Vorjahr TEUR 22.612) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 12.005; Vorjahr TEUR 13.083). Die Forderungen bestehen mit TEUR 163.807 (Vorjahr TEUR 68.883) gegen die Gesellschafterin. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 3.000.000,00; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 1.533.875,64. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 1 und entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von TEUR 141 ergibt sich aus dem Buchwert der zum Bilanzstichtag aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Im Sonderposten werden Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und erhaltene Investitionszulagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden keine Einstellungen in den Sonderposten vorgenommen. Die Auflösung erfolgt in gleichbleibenden Beträgen entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände mit TEUR 305 (einschließlich erforderlicher Auflösungskorrekturen; Vorjahr TEUR 155) zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen für Hinterbliebene bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr TEUR 52). Diese wurden mit Deckungsvermögen (TEUR 35; Vorjahr TEUR 39) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen des Versicherers. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 45.537; Vorjahr TEUR 60.241), für Drohverluste aus laufenden Lieferbeziehungen und sonstige Vertragsrisiken (TEUR 29.039; Vorjahr TEUR 1.928) für personalbezogene Sonder- und Einmalzahlungen sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche (TEUR 3.657; Vorjahr TEUR 2.036), für Preisnachlässe gegenüber Kunden (TEUR 1.535.; Vorjahr TEUR 1.764), für ausstehende Rechnungen (TEUR 16.345.; Vorjahr TEUR 5.755), gebildet. Darüber hinaus waren im Vorjahr Rückstellungen im Zusammenhang mit der Rückzahlung eines erhaltenen Investitionszuschusses (TEUR 0; Vorjahr TEUR 4.099) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 14). Verbindlichkeiten von über fünf Jahren bestehen hier, wie im Vorjahr, nicht. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 34; Vorjahr TEUR 533) hatten im Vorjahr TEUR 34 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und betreffen mit TEUR 2.332 (Vorjahr TEUR 160) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Gliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen und geographischen Märkten:
Materialaufwand In den Materialaufwendungen sind Aufwendungen i.S.v. § 285 Abs. 31 HGB in Höhe von TEUR 8.373 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Sie betreffen Ausbuchungen und Wertberichtigungen von noch im Eigentum der NGPMG stehenden Kundenwerkzeugen und periodenfremde Lieferantenzahlungen. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.574; Vorjahr TEUR 21) und Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung (TEUR 106; Vorjahr TEUR 102) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr TEUR 7.600) enthalten. Personalaufwendungen In den Personalaufwendungen sind Restrukturierungsaufwendungen i.S.v. § 285 Abs. 31 HGB in Höhe von TEUR 1.646 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen i.S.v. § 285 Abs. 31 HGB in Höhe von TEUR 120.715 (Vorjahr TEUR 11.380) enthalten, die überwiegend aus Gewährleistungsverpflichtungen und aus Drohverlusten aus laufenden Lieferbeziehungen, die zum Ausgleich eines sonst einstehenden Verlustes an einen konzerninternen Vorlieferanten zu zahlen waren, und aus sonstigen Vertragsrisiken enthalten. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 11.727 (Vorjahr TEUR 914) und untergliedert sich wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen bestehen für verschiedene Fahrzeuge. Die Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2025. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäfte mit nahestehenden Personen Als nahestehende Personen oder Unternehmen gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der NGPMG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die NGPMG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der NGPMG stehen. In der NGPMG wurden die verbundenen Unternehmen, die Geschäftsleitung und Personen in Schlüsselfunktionen als nahestehende Personen definiert. Der Liefer- und Leistungsverkehr zwischen der NGPMG und mit ihr verbundenen Unternehmen wurde grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen, unter Beachtung anerkannter Grundsätze zur Ermittlung von konzerninternen Verrechnungspreisen abgewickelt. Im Zusammenhang mit einem zwischen der NGMPG und einer anderen Konzerngesellschaft geschlossenen Cost-Plus-Vertrag hat die Gesellschaft erwartete Verluste, die von der Gesellschaft bei ordnungsgemäßer Vertragserfüllung in den folgenden Geschäftsjahren auszugleichen wären (TEUR 44.998) bereits im laufenden Geschäftsjahr ausgeglichen. Mit Mitgliedern der Geschäftsleitung und Personen in Schlüsselfunktionen wurden im Geschäftsjahr keine Transaktionen ausgeführt. Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/2023 waren:
Darüber hinaus wurden Herr Long Wang, Chief Performance Officer (CPO)- of Automotive Motor & Electronic Control Business Unit zum 7. Juli 2023 und Herr Holger Ehrhardt zum 9. Oktober 2023, Chief Executive Officer (CEO) der Nidec GPM GmbH als weitere Geschäftsführer bestellt. Die Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr - bis auf eine Ausnahme - nicht bei der Gesellschaft angestellt und erhielten im Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge. Da im Geschäftsjahr lediglich ein Geschäftsführer direkt bei der Gesellschaft angestellt war, wird im Übrigen vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für Hinterbliebene ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge TEUR 2 (Vorjahr TEUR 2). Die Pensionsrückstellungen für Hinterbliebene ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2022 auf TEUR 13 (Vorjahr TEUR 13). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022/2023 beschäftigten Mitarbeiter (ausschließlich der Geschäftsführer der Gesellschaft):
Zum Stichtag 31. März 2023 hatte das Unternehmen insgesamt 750 (Vorjahr 807) fest angestellte Mitarbeiter/innen (einschließlich Geschäftsführung und Auszubildende). Prüfungs- und Beratungsgebühren Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 320 (Vorjahr TEUR 337) und betrifft Abschlussprüfungsleistungen und sonstige Bestätigungsleistungen (TEUR 19; Vorjahr TEUR 0). Ergebnisverwendung Der Jahresverlust für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 in Höhe von TEUR 163.802 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages von der NMAG übernommen. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NIDEC Corporation mit Sitz in Kyoto/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die NIDEC Corporation, und sämtliche Tochtergesellschaften dieses Mutterunternehmens. Da die NGPMG und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, einbezogen werden, hat die Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der von der NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, aufgestellte Konzernabschluss erfüllt die Befreiungsvoraussetzungen des § 292 HGB:
Damit sind der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig. Die NGPMG ist demnach von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, ist am Sitz der Muttergesellschaft bzw. über deren Internetseite "www.nidec.co.jp" erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investor's NETwork; Internetadresse: info.edinet-fsa.go.jp) unter der Nummer E01975 veröffentlicht. Abweichungen zwischen dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, und dem deutschen Handelsrecht hinsichtlich Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen wie folgt:
Nachtragsbericht Bezüglich Gewährleistungsrisiken wird auf Punkt 3.3.1 des Lageberichts verwiesen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag eine Vereinbarung mit einem Kunden vom 7./16. November 2023 wonach NGPMG im Zeitraum November 2023 bis November 2026 Zahlungen in der hierfür zurückgestellten Höhe von Mio. EUR 45 zu leisten hat. Angekündigte Strategieänderungen von Kunden der NGPMG werden erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der NGPMG haben. Der in diesem Zusammenhang prognostizierte Wegfall von Absatzmärkten, erwartete Änderungen der Produktportfolios und Volumenreduzierungen zwingen NGPMG ihre Produktpalette grundlegend zu verändern. Finanzielle Risiken, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, sind im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt und haben das Jahresergebnis mit insgesamt TEUR 148.600 negativ belastet. Der weitere Fortbestand der Gesellschaft war abhängig davon, dass die Gesellschafterin der NGPMG, die NMAG, im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages, die im Geschäftsjahr 2022/2023 entstandenen Verluste (insgesamt TEUR 163.802) ausgleicht. In diesem Zusammenhang hat die NIDEC Corporation, Kyoto/Japan (Konzernmutterunternehmen) die NMAG so finanziell ausgestattet, dass diese in die Lage versetzt war (unter dem 21. September 2023), den sich auf Basis des vorläufigen Jahresabschlusses zum 31. März 2023 ergebenden Verlustausgleich vorzunehmen. Über die vorgenannten Tatsachen hinaus sind der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Umstände bekannt, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Auengrund/Merbelsrod, den 28. Juni 2024 Geschäftsführung Mitsuya Kishida Hidetoshi Yokota Kazutsugu Igarashi Olav Schulte Long Wang Holger Ehrhardt Anlage 1 zum Anhang Anteilsbesitz
Anlage 2 zum Anhang Anlagenspiegel für den Zeitraum vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NIDEC GPM GmbH, Auengrund/Merbelsrod Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NIDEC GPM GmbH, Auengrund/Merbelsrod, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NIDEC GPM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 28. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Kristin Füchsel, Wirtschaftsprüferin Der Jahresverlust von EUR -163.802.363,92 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages von der NIDEC MOTORS & ACTUATORS (GERMANY) GmbH übernommen. Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 20.08.2024 festgestellt. |
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