Opti-Wohnwelt Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Meier seit 18.2.2026 | Prokura |
Christine Föst seit 18.2.2026 | Prokura |
Oliver Föst seit 2.1.2026 | Liquidator |
Martin Wilken seit 2.1.2026 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Optimal GmbHNiederlauerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Optimal GmbHA. Darstellung des Geschäftsverlaufs Geschäftsmodell Seit 1978 steht Opti-Wohnwelt als mittelständisches Familienunternehmen für Qualität und Service im Möbelhandel. Es ist unser Ziel, dass unsere Kunden in unseren Möbelhäusern durch unsere Einrichtungsfachberater nicht nur eine optimale Beratung, sondern auch einen umfassenden Service bei Lieferung und Montage erhalten. Dabei ist in unserem Leitbild eine umfassende Mitarbeiterorientierung enthalten. Denn nur gemeinsam als motiviertes Team können wir nachhaltig erfolgreich sein und die Änderungen im Markt positiv mitgestalten. Als Teil der Opti Wohnwelt- Gruppe betreiben wir die Standorte im Norden und Nordosten Deutschlands. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflation nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus. So ist Deutschland im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Branchenentwicklung Der Möbel- und Küchenhandel verzeichnete 2023 ein Umsatzminus von 3,6 Prozent. Als Gründe dafür nennt der BVDM die deutlich erhöhten Herstellerkosten, die der Handel an die Kunden weiterreichen musste. Die Konsumenten reagierten wiederum mit einer großen Konsumzurückhaltung, die sich zum einen aus den hohen Preisen und zum andern aus der Sättigung der Corona-Jahre ergab. Diesen Konsumverzicht bekam der Möbel- und Küchenmarkt 2023, spätestens ab der zweiten Jahreshälfte, deutlich zu spüren. Zudem machte der Branche der stockende Wohnungsbau deutlich zu schaffen. Regionale Marktentwicklung An unseren Standorten hat sich die Wettbewerbssituation im Hinblick auf stationäre Mitbewerber im vergangenen Jahr nicht oder nur unwesentlich geändert. Geschäftsverlauf Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 mit dem Antrag auf sowie die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wird im Prognosebericht dargestellt. Die Gesellschaft wird zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts fortgeführt. Das Sortiment verteilte sich wie im Vorjahr auf die gleichen Produktgruppen: Küchen, Polstermöbel, Wohn-, Schlaf-, Speise- und Jugendzimmer, Garderoben, Büromöbel und Fachsortimente wie Boutique, Heimtextilien und Leuchten sowie an einigen Standorten Gartenmöbel. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Optimal GmbH einen Umsatz von 62,7 Mio. EUR und liegt damit etwa 11 % unter dem Vorjahr mit 70,2 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr beträgt 1.341 TEUR nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 861 TEUR im Vorjahr. Ursächlich für diese Ergebnisentwicklung war die deutlich hinter den Planungen zurückliegende Umsatzentwicklung an den im Jahr 2021 übernommenen Standorten. Der Standort Opti-MegaStore in Neubrandenburg wurde mit Mietvertragsende zum September 2023 geschlossen. Investitionen Die Investitionen, Reparaturen und Instandhaltungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt etwa 890 TEUR nach 3.031 TEUR in 2022. Mitarbeiter Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 hat sich der gesamte Personalstand um 81 Mitarbeiter auf 430 verringert (Vorjahr: 511). Die Anzahl der Angestellten verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 232 (Vorjahr 280). Mit 109 Arbeitern wurden 14 weniger als 2022 mit 123 beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden betrug 35 (Vorjahr: 52). Zusätzlich waren 54 Aushilfen (Vorjahr 56) in geringfügigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. B. Darstellung der Lage Die Vermögenslage ist in 2023 noch geordnet. Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind durch eigene Mittel und zur Verfügung stehende Fremdmittel finanziert. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 29.256 TEUR auf 23.871 TEUR deutlich verringert. Die Verringerung ist in erster Linie auf das deutlich geringere Geschäftsvolumen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt trotz des Jahresfehlbetrags aufgrund der deutlich geringeren Bilanzsumme 49,8 % nach 45,2 % im Vorjahr. Die Bankguthaben betragen TEUR 76 nach TEUR 1.750 im Vorjahr. Die bestehenden Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt und belaufen sich auf 3.961 TEUR (Vorjahr: 6.269 TEUR). Die Gesellschaft verfügte - auch aufgrund zur Verfügung gestellter Finanzmittel aus der Opti-Gruppe - während des gesamten Jahres über ausreichende liquide Mittel. Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Aus diesem Grund war das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.341 weiterhin negativ. C. Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige Steuergrößen sind für uns umsatz-, ertrags- und liquiditätsbezogene Kennziffern. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz in Höhe von 62,7 Mio. Euro erreicht werden. Die Handelsspanne lag mit 50,2 % über dem Niveau des Vorjahres mit 48,7 %. Der Jahresfehlbetrag betrug 1.341 TEUR. Der vereinfachte Cash-Flow aus Jahresergebnis und Abschreibungen des Geschäftsjahres betrug 879 TEUR und lag damit unter dem Niveau des Vorjahres mit 1.425 TEUR. Wir waren auch aufgrund der Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb der Opti-Gruppe in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen in 2023 nachzukommen. D. Risiko- und Chancenbericht Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Gesamtwirtschaftliche Risiken Eine Eskalation des Kriegs in der Ukraine könnte die europäische Wirtschaft in eine tiefe Rezession oder gar Depression treiben. Die gegen Russland ergriffenen Sanktionen führen zu Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Aber auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China birgt Risiken. Deutschland ist besonders anfällig für dieses Risiko durch seine hohe wirtschaftliche Offenheit und Abhängigkeit vom Handel. Ein weiteres Risiko sind die Inflation und die massiv schrumpfende Kaufkraft für so viele Menschen mit mittleren und geringen Einkommen. Wenn Menschen einen wachsenden Teil ihres Einkommens für Energie und Lebensmittel ausgeben müssen, dann haben sie weniger Geld, sich andere Dinge des täglichen Lebens leisten zu können. Ein schwächerer Konsum schadet auch den Unternehmen. Branchenrisiken Neben den oben genannten gesamtwirtschaftlichen Risiken ist die Kaufzurückhaltung und Verunsicherung der Kunden ein Branchenthema. Das IFH Köln rechnet mit einer negativen Wachstumsdynamik in allen Warengruppen. Einzig für den Küchenbereich prognostiziert das IFH Köln ein marginales Wachstum von 1,0 Prozent. Da es sich bei der Branche um eine nachgelagerte Branche handelt, ist diese stark von den Zahlen im Bausektor abhängig. Daneben besteht weiter ein wesentliches Risiko in der konjunkturellen Abhängigkeit der Möbelbranche bei stagnierendem oder nur moderat wachsendem Handelsvolumen in Deutschland und einem konzentrierten Wettbewerb. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Auswirkungen der allgemeinen Branchensituation auf unsere Finanz- und Liquiditätssituation ist im Prognosebericht beschrieben. Währungsrisiken bestehen nicht. Chancen der zukünftigen Entwicklung Wir sehen uns im Branchenwettbewerb gut aufgestellt. Wir legen großen Wert auf die qualifizierte Beratung unserer Kunden und sehen darin den Grundstein für die Festigung unserer Marktposition. Seit Jahren investiert Opti-Wohnwelt beachtlich in die EDV-Infrastruktur und in die Optimierung der Logistik und der Prozesse, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Wir entwickeln unseren Online-Auftritt samt hybrider Konzepte stetig weiter, um Opti robuster für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen. Gesamtaussage Die Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere in den unabsehbaren Folgen des Ukraine-Krieges und vor allem in einer anhaltenden Kaufzurückhaltung der Kunden. Daneben bestehen wie in den letzten Jahren Risiken in der konjunkturellen Abhängigkeit der Branche bei gleichzeitig konzentrierterem Wettbewerb, sich änderndem Kundenverhalten und wachsenden Anforderungen hinsichtlich Digitalisierung und Online-Vermarktung. Wir sehen uns insgesamt für die künftigen Risiken gut gerüstet. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Da unsere Kunden in der Regel vor oder bei der Auslieferung bezahlen, sind Forderungsausfälle die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. F. Prognosebericht Das aktuelle Umfeld (Ukraine-Krieg, Inflation) belastete die Verbraucherstimmung massiv. Vor diesem Hintergrund betrug im 1. Halbjahr 2024 der Auftragseingang 28,8 Mio. Euro (Vorjahr: 35,3 Mio. Euro) und lag damit rund 18 % unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023. Das Jahresergebnis wird wiederum negativ sein und ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Einige Filialen der Opti-Gruppe blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Weder standen ihre Umsätze in vernünftiger Relation zu den laufenden Kosten der Standorte, noch waren diese Betriebe in der Lage, einen positiven Deckungsbeitrag für die Opti-Wohnwelt Gruppe zu leisten. Der ursprüngliche Krisenplan, die schlecht laufenden Standorte mit Mietvertragsende auslaufen zu lassen und gleichzeitig die Kosten schnell zu senken, hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die konjunkturelle Lage im Markt in Kombination mit einem zu ehrgeizigen Tilgungsplan für die übernommenen Roller-Märkte und der hohen Mietbelastung führte letztlich zu einer Gefährdung des Gesamtunternehmens. Im Sommer 2024 hat sich die Lage durch den schlechten Auftragseingang zugespitzt, so dass sich die Geschäftsführung entschieden hat, im Juli 2024 die Sanierung der Opti-Wohnwelt-Gruppe über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung einzuleiten. Beim Amtsgericht Schweinfurt hat die Opti-Wohnwelt Föst GmbH & Co. KG einschließlich ihrer Tochterunternehmen Optimal GmbH, Opti-Wohnwelt GmbH & Co. KG, Opti-Wohnwelt Schwaab GmbH sowie Opti-Wohnwelt Müller GmbH & Co. KG einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Gericht hat dem Antrag zugestimmt und mit Beschluss vom 22.07.2024 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Die Geschäftsführung wird im Rahmen der Eigenverwaltung unterstützt durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub aus der Kanzlei GRUB BRUGGER Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, 70178 Stuttgart, der als Generalbevollmächtigter in das Unternehmen eingetreten ist. Als vorläufigen Sachwalter hat das Gericht Herrn Dr. Stefan Debus aus der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, 90402 Nürnberg, bestellt. Das Verfahren in Eigenverwaltung ermöglicht es, das Familienunternehmen bei laufendem Geschäftsbetrieb neu aufzustellen und langfristig auf solide finanzielle Füße zu bringen. Im Unterschied zu einem regulären Insolvenzverfahren liegt das Handeln unverändert in den Händen der Geschäftsführung, die von dem Generalbevollmächtigten Dr. Philipp Grub und Sachwalter Dr. Stefan Debus unterstützt wird. Dank der inzwischen eingeleiteten Maßnahmen wurde mit Beschluss vom 27. September 2024 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet. Vor dem Hintergrund der Unternehmens- und Liquiditätsplanung im Rahmen eines Sanierungskonzepts geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Opti-Wohnwelt GmbH & Co. KG aus. Das Sanierungskonzept der Opti-Wohnwelt-Gruppe besteht insbesondere in der Schließung von insgesamt zehn Filialen (bezogen auf die Optimal GmbH sind die Standorte Bremen Innenstadt und Schwerin betroffen), der Mietreduktion von Bestandsfilialen sowie einer Neustrukturierung der mittel- und langfristigen Unternehmensfinanzierung. Die Mietverträge für die entsprechenden Filialen wurden inzwischen gekündigt, die Neustrukturierung der Finanzierung ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Sollten sich zukünftig jedoch wesentliche negative Abweichungen von der Unternehmens- und Liquiditätsplanung ergeben, ist der Fortbestand der Opti-Wohnwelt-Gruppe und damit der Gesellschaft gefährdet. Ein zeitlicher Ausblick, wann dieses Verfahren beendet werden wird, kann heute noch nicht gegeben werden. Die Geschäftsführung arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Generalbevollmächtigtem und dem Sachwalter mit Hochdruck an der Sanierung des Unternehmens. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.
Niederlauer, 31. Oktober 2024 Michael Föst, Geschäftsführer Oliver Föst, Geschäftsführer Martin Wilken, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Anzuwendende Vorschriften Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Diesbezüglich verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht unter dem Abschnitt "F. Prognosebericht". Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000,- wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Aus den in § 274 HGB genannten Sachenverhalten resultieren latente Steuerentlastungseffekte. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung eines Körperschaftsteuersatzes (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,83 % bzw. eines Gewerbesteuersatzes von 14,19 %. Sofern anwendbar, wurden aktive und passive latene Steuern verrechnet. Saldiert ergab sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, für den das Aktivierungswahlrecht in Anspruch genommen wurde. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Urlaub, Überstunden sowie Prämienzahlungen wurden auf der Grundlage der bestehenden Verträge und der am Bilanzstichtag gültigen Beitragssätze zur Sozialversicherung unter Anwendung des Vorsichtsprinzips geschätzt. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden anhand der zugehörigen Aufträge und Bestellungen berechnet. Die Gewährleistungsrückstellung wurde mit einem aus der Erfahrung der Vergangenheit abgeleiteten Prozentsatz, ausgehend vom Umsatz des Geschäftsjahres, geschätzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde keine Verzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 82.726,99 (Vorjahr: Euro 19.838,71) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 60.155,55 (Vorjahr: Euro 47.253,60) enthalten. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 15 Jahre festgelegt. Planmäßige Verteilung des Kundenstamms Der entgeltlich erworbene Kundenstamm wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren festgelegt. Angabe zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 78.033,75 (Vorjahr: Euro 13.588,59) und ist den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 537.226,00 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 343.010,00 Euro (Vorjahr: 869.994,00 Euro) und entfällt vollständig auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte, Grundschulden und Sicherungsübereignung gesichert sind, beträgt Euro 2.010.797,66 (Vorjahr: Euro 3.933.106,24). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: - durch Grundschuld in Höhe von Euro 1.439.450,00 - durch Sicherungsübereignung in Höhe von Euro 571.347,66 Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 2.525.341,15 (Vorjahr: Euro 967.639,44) und ist den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und Schulden: - Anlagevermögen in Höhe von Euro 1.851,00 (aktive) - Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 30.457,00 (aktive) Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Körperschaftssteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,83 % und mit einem Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,19 %. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.514.358,00 Euro wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde Gebrauch gemacht. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 537.266,00 Euro. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Die Gesellschaft haftet für Kreditverbindlichkeiten anderer Unternehmen der Opti-Gruppe. Diese Haftung besteht aus der Vergabe von Bürgschaften bzw. der Mithaftung in Höhe von TEUR 1.837 und bezieht sich ausschließlich auf verbundene Unternehmen. Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 16.109. Hierzu wurde ein Vertrag über Raumsicherungsübereignung geschlossen. Die Gesellschaft haftet außerdem für Lieferantenverbindlichkeiten der jeweils anderen Gesellschaften der Opti-Gruppe gesamtschuldnerisch mit. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Diese Beurteilung stützt sich insbesondere auf die bis zum Erstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Aus betriebswirtschaftlichen Gründen bestehen Mietverträge über wesentliche Teile der von uns genutzten Betriebsmittel. Durch diese Gestaltung sind unsere Einrichtungen stets auf einem modernen Stand und stehen uns für die Zeit unseres Bedarfs zur Verfügung. Zum 31.12.2023 bestehen verschiedene Mietverhältnisse für Immobilien. Der gesamte monatliche Mietzins beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 449. Die Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten, maximal 152 Monate. Die Summe der in dieser Zeit noch zu entrichtenden Mieten beträgt voraussichtlich ca. TEuro 35.517 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEuro 443 (Vorjahr: TEuro 679). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 124.168,29 Euro enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst. Es handelt sich im Wesentlichen um Erstattungen aus Nebenkostenabrechnungen, Bonusgutschriften für Vorjahre und um Entlastungsbeträge nach dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG). Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 58.302,72 Euro enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Nachzahlungen aus Nebenkostenabrechnungen, Abrechnungen der Energieversorger und Feststellungen aus der Lohnsteuerprüfung. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Von der Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Konzernzugehörigkeit Die Optimal GmbH wird in den Konzernabschluss der Opti-Wohnwelt Föst GmbH & Co. KG einbezogen. Die Opti-Wohnwelt Föst GmbH & Co. KG, Niederlauer, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Konzernkreis auf. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Niederlauer, 31. Oktober 2024 Michael Föst, Geschäftsführer Oliver Föst, Geschäftsführer Martin Wilken, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Optimal GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Optimal GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Optimal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Vorgänge von besonderer Bedeutung" des Anhangs und in Abschnitt "F. Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Juli 2024 beim zuständigen Amtsgericht in Schweinfurt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sowie einen Antrag auf Eigenverwaltung gem. § 270a InsO gestellt haben. Das Gericht hat am 22. Juli 2024 ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren angeordnet. Mit Beschluss des Amtsgerichts Schweinfurt vom 27. September 2024 wurde das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet. Die Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Basis für diese Bilanzierung ist die Unternehmens- und Liquiditätsplanung im Rahmen eines Sanierungskonzepts. Der Fortbestand der Opti-Wohnwelt-Gruppe und damit auch der Optimal GmbH ist gefährdet, sollten sich zukünftig wesentliche negative Abweichungen von dieser Unternehmens- und Liquiditätsplanung ergeben. Wie in Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Neustadt a. d. Saale, 31. Oktober 2024 Dr.
Reese, Beckmann + Riechwald GmbH & Co. KG
Karsten Riechwald, Wirtschaftsprüfer |
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