Catella Real Estate AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die deutsche sowie die gesamte europäische
Volkswirtschaft befanden sich im Jahr 2023 wie bereits im
Vorjahr in einem turbulenten Umfeld. Der anhaltende
Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, hohe
Inflationsraten und die restriktive Zinspolitik der
Europäischen Zentralbank (EZB) trugen weiterhin zu
Unsicherheit bei und spiegelten sich in Deutschlands
Wirtschaftswachstum wider. Laut den ersten Daten des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im
Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Niveau von 2022.
1 Trotzdem ist Deutschland ein robuster
Wirtschaftsstandort. Gegen Ende des Jahres 2023 erwarteten
deutsche Institute, dass das reale Wirtschaftswachstum der
Bundesrepublik in den Jahren 2024 und 2025 wieder positiv
sein wird. So prognostizierte die Deutsche Bundesbank im
Dezember 2023, dass das Wachstum des realen unbereinigten
BIP im Jahr 2024 bei 0,3 % und im Jahr 2025 bei 1,1 %
liegen wird.
2 Auch das ifo Institut veröffentlichte im
Dezember eine Prognose, die für die Jahre 2024 und
2025 positive Wachstumsraten für das reale BIP
Deutschlands (2024: 0,9 % / 2025: 1,3 %) nennt.
3
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2023
trotz der volkswirtschaftlichen Turbulenzen als weitgehend
stabil. Die angespannten gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen führten zu keinem erheblichen
Anstieg der Arbeitslosenquote, die im Dezember 2023 laut
dem Statistischen Bundesamt (Destatis) bei 5,7% lag.
4 Der robuste Arbeitsmarkt hat einen positiven
Einfluss auf die Entwicklung der Arbeitseinkommen der
privaten Haushalte.
Die laufende Inflationsentwicklung im Euroraum und
die Reaktion der Europäischen Zentralbank darauf sind
weitere zentrale Faktoren für die Entwicklung der
deutschen Wirtschaft im Jahr 2023.Nach den Daten von
Eurostat lag die jährliche Veränderungsrate des
Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) des Vorjahres
in der Eurozone bei 8,4% und bei 8,7% in Deutschland.
5 Die EZB reagierte darauf mit einer deutlichen
Wende in der Zinspolitik. Der Zinssatz für
Hauptrefinanzierungsgeschäfte wurde zwischen Juli 2022
und September 2023 von 0 % auf 4,5% angehoben.
6 Im Laufe des Jahres 2023 kam es innerhalb der
Eurozone zu einem Rückgang der Inflationsraten. So lag
nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen
Union (Eurostat) die jährliche Veränderungsrate
des HVPI im November 2023 im Euroraum bei 2,4 % und in
Deutschland bei 2,3%, im Vergleich zu 10,1% bzw. 11,3% der
Vorjahresperiode.
7 Ähnliche Entwicklungen waren auch in
anderen europäischen Währungsräumen zu
beobachten. Auch die Zentralbank des Vereinigten
Königreichs (Bank of England) und die schwedische
Notenbank (Sveriges Riksbank) reagierten mit
Zinserhöhungen auf hohe Inflationsraten
8 9, was zu rückläufigen
Inflationsraten in 2023 geführt hat.
10 11
Zahlreiche europäische Ökonomien zeigen
widerstandsfähige wirtschaftliche Strukturen, die eine
Rückkehr der realen Wirtschaftsleistung auf einen
positiven Wachstumspfad im Jahr 2024 ermöglichen. So
prognostizierte die OECD ein positives Wirtschaftswachstum
für die Jahre 2024 und 2025 neben Deutschland auch
für weitere europäische Länder wie
Frankreich, Polen, Schweden, Spanien und das Vereinigte
Königreich.
12
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen
beeinflussten auch den Immobilienmarkt. Der gestiegene
Zinssatz in der Eurozone führte zu einem deutlichen
Rückgang des Transaktionsvolumens im Vergleich zum
Vorjahr. Das aggregierte Transaktionsvolumen 2023 für
Büro-, Industrie-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien
lag laut Daten von Real Capital Analytics (MSCI) etwa 53,5
% unter dem Vorjahresniveau. Ein ähnlicher
Rückgang war auf dem nationalen Markt zu verzeichnen
(-52,9 %).
13
Im Gegensatz dazu waren viele europäische
Mietmärkte im Jahr 2023 weiterhin stabil. Die Mieten
auf den Wohnimmobilienmärkten deutscher
Ballungszentren oder auf dem deutschen
Logistikimmobilienmarkt stiegen an. So zeigen die Daten des
regionalen Immobilienwirtschaftlichen Informationssystems
(RIWIS) den Anstieg der durchschnittlichen
Wiedervermietungs- und Erstbezugsmieten auf den
Wohnimmobilienmärkten
14 bzw. der Spitzenmieten für Logistik- und
Lagerflächen für die A-, B-, C- und
D-Städte.
15 Für Logistikflächen setzte sich
dieser Trend auch in anderen europäischen Ländern
wie Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien und dem
Vereinigten Königreich fort.
16
Die hohe Nachfrage nach Büroflächen in den
zentralen Lagen europäischer Metropolen führte zu
kontinuierlich steigenden Spitzenmieten vieler
Bürozentren, trotz der Zunahme von
Remote-Arbeitskonzepten. In Büroimmobilienmärkten
der deutschen Top-7-Städte
17 (mit Ausnahme von Frankfurt am Main
18) sowie der europäischen Metropolen wie
Kopenhagen, Helsinki, Paris Central, Amsterdam, Madrid,
Stockholm und London Central stiegen laut den Daten der
Datenbank "Performance Monitoring for Actions" (PMA) die
Bürospitzenmieten im dritten Quartal 2023 im Vergleich
zum Vorjahresquartal an.
19
Hervorgerufen durch Onlinehandel, die Corona-Pandemie
und wirtschaftliche Unsicherheiten zeichnen viele
europäische Einzelhandelsimmobilienmärkte, z. B.
für Großstädte wie Paris, Berlin,
München, Stockholm und London, im Gegensatz zu anderen
Nutzungsarten wie Büro, Wohnen oder Logistik,
rückläufige Mieten zwischen 2015 und 2022 auf
20. Obwohl die Mietentwicklung im Jahr 2023
erste Anzeichen einer Stabilisierung der Nachfrage
insbesondere für Segmente wie den Lebensmittel- oder
den hochpreisigen Einzelhandel, in dem persönliche
Beratung eine Rolle spielt, zeigt.
21
Die Fondsstrategien der von der Catella Real Estate
AG verwalteten Sondervermögen umfassen eine breite
Diversifizierung der Immobilieninvestitionen und erstrecken
sich auf diverse Nutzungsarten sowie aktuell auf
fünfzehn europäische Länder.
Im Geschäftsjahr wurden Nettomittelabflüsse
aus den verwalteten Publikums-Sondervermögen von
gesamt 76,8 Mio. EUR verzeichnet, was einem Anteil von ca.
1,9% der Gesamt-Nettofondsvermögen
22 dieser Fonds entspricht.
Einen Überblick über die Entwicklung der
Mittelzu- bzw. -abflüsse der Publikums-AIFs im Jahr
2023 gibt folgende Aufstellung:
| Publikums-AIF |
in Mio. € |
in % zu NAV |
NAV 31.12.2023 in Mio.
€ |
| Catella MAX |
- 20,80 |
-5,9% |
351,9 |
| Catella European
Residential |
- 3,70 |
-0,3% |
1.357,8 |
| Catella Wohnen
Europa |
- 22,62 |
-1,5% |
1.542,5 |
| Catella Bavaria |
- 11,21 |
-11,9% |
94,1 |
| KCD - Catella
Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland |
1,81 |
0,7% |
266,6 |
| Catella Modernes
Wohnen |
- 20,25 |
-4,7% |
427,0 |
| Summe Publikums-AIFs und
Spezial-AIFs |
- 76,8 |
-0,2% |
4.039,9 |
Der Großteil der Mittelabflüsse bei den
Spezial-AIFs entfiel auf die Sondervermögen
Immo-Spezial Wirtschaftsregion Süddeutschland sowie
Sarasin Sustainable Properties - European Cities, wobei bei
diesen Produkten die geplante Laufzeit bzw. die empfohlene
Haltedauer von 10 Jahren bereits überschritten wurde.
Entsprechend der vorliegenden Rückgabewünschen
wurde im Laufe des Kalenderjahres ca. 4,8% der
Nettofondsvermögen
23 (bzw. 40,2 Mio. EUR) an die Anleger
ausgezahlt.
Die größten Mittelzuflüsse der
Berichtsperiode konnte das vor drei Jahren aufgelegte und
noch nicht ausinvestierte Spezial-Sondervermögen
Catella Logistik Deutschland Plus verzeichnen.
Außerdem wurden die vorhandene Kapitalzusagen der
Sondervermögen KCD-Catella Immobilien mit sozialer
Verantwortung, sowie Catella Multitenant Stiftungsfonds
abgerufen. Diese wurden für geplante
Immobilieninvestitionen in den Zielländern verwendet.
Die Mittelzuflüsse dieser Fonds betragen 43,4 Mio. EUR
bzw. 13,3% derer Nettofondsvermögen
24 .
Zum Jahresende 2023 verwaltet die Gesellschaft ein
Nettofondsvermögen von 6.378 Mio. EUR (Vorjahr 6.831
Mio. EUR).
Das verwaltete Immobilienvermögen konnte zum
Ende der Berichtsperiode von 7.238 Mio. EUR (Stand
31.12.2022) auf 7.387 Mio. EUR leicht gesteigert werden.
Das derzeitige Investitionsumfeld ist von einem
angespannten Zinsumfeld und einem weiterhin
zurückhaltenden Transaktionsmarkt geprägt. Das
Gesamttransaktionsvolumen der Catella Real Estate AG belief
sich im Jahr 2023 auf über 609 Mio. EUR.
Die im Jahr 2023 realisierte Ankäufe der
Immobilien wirkten den verzeichneten Veränderungen der
Verkehrswerte des Bestandsportfolios sowie den im Rahmen
des Liquiditätsmanagements durchgeführten
Verkäufen entgegen.
Für die Publikums-Sondervermögen Catella
MAX, KCD-Catella Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland und
Catella Modernes Wohnen wurden keine Akquisitionen
getätigt. Das Portfolio Management konzentrierte sich
auf die laufende Bewirtschaftung der Bestandsimmobilien
sowie auf die Fortführung der in den Vorjahren
vertraglich abgeschlossenen Projektentwicklungen.
Das Portfolio des Publikums-Sondervermögen
Catella Wohnen Europa wurde im Laufe des Jahres 2023 mit
Neuinvestitionen von ca. 257 Mio. EUR in den
Zielländern Deutschland und Österreich weiter
ausgebaut Das Sondervermögen Catella European
Residential konnte den Ankauf eines finnischen
Wohnportfolios aus fünf modernen Wohnanlagen, die in
den größten Stadtregionen Finnlands liegen, zum
Ende des Jahres 2023 finalisieren. Damit ist das
Publikums-Sondervermögen aktuell in acht
europäischen Ländern investiert.
Auch das junge Portfolio des
Spezial-Sondervermögens Catella Logistik Deutschland
Plus wird kontinuierlich aufgebaut. Die vorhandene
Kapitalzusagen werden sukzessive zu Investitionszwecken
abgerufen. Der Immobilienbestand des Sondervermögens
konnte im Jahr 2023 um 45 Mio. EUR erhöht werden.
Neben den während des Jahres vollzogenen
Akquisitionen der Immobilien, wurden auch
Veräußerungen aus den Bestandportfolios infolge
des aktiven Portfolio- sowie Liquiditätsmanagements
auf Basis der Hold-Sell-Analysen durchgeführt. So
wurde für das Publikums-Sondervermögen Catella
Wohnen Europa ein Objekt in Spanien mit einem Gesamtvolumen
von 22,7 Mio. EUR
25 veräußert. Für die von der
Gesellschaft verwalteten Spezial-Sondervermögen wurden
vier weitere Immobilien im Wert von gesamt ca. 89 Mio. EUR
in Deutschland, Norwegen, Finnland und Schweden
veräußert.
26
Zwei von der Catella Real Estate AG verwalteten
Spezial-AIFs, Immo-Spezial - Wirtschaftsregion
Süddeutschland und Panta Rhei Dutch Residential, haben
die geplante Laufzeit der Portfolioverwaltung erreicht. In
Abstimmung mit den Anlegern konnte die Laufzeitbegrenzung
beim Immo - Spezial Wirtschaftsregion Süddeutschland
aufgehoben werden. Der Fokus des Fondsmanagements wird in
den nächsten Jahren auf der weiteren Optimierung des
Bestandsportfolios sowie auf der Anpassung der
Fondsstrategie an die Marktgegebenheiten und dauerhafte
Portfolioverwaltung liegen.
Das angespannte Marktumfeld wirkte sich
maßgeblich auf die Entwicklung der
Immobilienbewertungen aus. Insbesondere zeigte sich ein
negativer Effekt auf die Verkehrswerte durch die
Erhöhung der Liegenschaftszinssätze seitens der
Verkehrswertgutachter, um die gestiegenen
Renditeerwartungen auf Grundlage der Mietfaktoren
widerspiegeln zu können. Diese Effekte in Kombination
mit den getätigten Transaktionen wirkten sich im
Wesentlichen auf die Entwicklung des Immobilienbestandes
der Catella Real Estate AG aus (+1,5% im Vergleich zu
Vorjahr).
Aufgrund der Vereinbarung mit den Fondsanlegern bzgl.
der planmäßigen Liquidation des Spezial-AIFs
Focus HealthCare und der bereits in den Vorjahren erfolgten
Verkäufe aller Liegenschaften wurde die vorhandene
Liquidität im Rahmen der Ausschüttungen und
Anteilrücknahmen sukzessive an die Anleger ausgekehrt
und das Vehikel zum 30.09.2023 aufgelöst.
Mit Ablauf der entsprechenden Kündigungsfrist
für die Verwaltungsmandate für das
Publikums-Sondervermögen Focus Nordic Cities und
für den Spezial-AIF Focus Global Forests ging das
treuhänderisch für die Anleger gehaltene Eigentum
der beiden Sondervermögen gemäß § 100
Abs. 1 KAGB kraft Gesetzes auf die Verwahrstelle CACEIS
Bank S.A., Germany Branch, ("CACEIS") über.
Um die Aufgabe, die in den Sondervermögen
verbliebenen Vermögensgegenstände unter Wahrung
der Interessen der Anleger zu veräußern,
effizient lösen zu können, hat CACEIS die Catella
Real Estate AG im Wege der Auslagerung mit der
entsprechenden operativen Durchführung beauftragt.
Beide der in Liquidation befindlichen Sondervermögen
haben keinen Immobilienbestand mehr. Das Management
konzentriert sich darauf, im Rahmen des
Liquidationsprozesses regelmäßige
Ausschüttungen bzw. Rückzahlungen an die Anleger
vorzunehmen.
1 Statistisches Bundesamt (Destatis) (2024),
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20preisbereinigte%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP,der%20Wirtschaftsleistung%200%2C1%20%25.
2 Deutsche Bundesbank (2023), Sinkende
Inflation, aber noch keine Entwarnung - Perspektiven der
deutschen Wirtschaft bis 2026, Monatsbericht Dezember 2023,
15.
3 ifo Institut (2023),
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2023-12-14/ifo-institut-kuerzt-prognose-fuers-wachstum-2024-auf-09-prozent.
4 Statistisches Bundesamt (Destatis) (2024),
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/_inhalt.html#236072.
5 Eurostat (2024),
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/prc_hicp_aind__custom_9352419/default/table?lang=de.
6 Deutsche Bundesbank (2024),
https://www.bundesbank.de/de/statistiken/geld-und-kapitalmaerkte/zinssaetze-und-renditen/ezb-zinssaetze-607806.
7 Eurostat (2024),
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/prc_hicp_manr__custom_9352997/default/table?lang=de.
8 Bank of England (2024),
https://www.bankofengland.co.uk/monetary-policy/the-interest-rate-bank-rate.
Sveriges Riksbank (2024),
https://www.riksbank.se/en-gb/statistics/interest-rates-and-exchange-rates/policy-rate-deposit-and-lending-rate/.
9 Sveriges Riksbank (2024),
https://www.riksbank.se/en-gb/statistics/interest-rates-and-exchange-rates/policy-rate-deposit-and-lending-rate/.
10 Office for National Statistics (2024),
https://www.ons.gov.uk/economy/inflationandpriceindices/timeseries/l55o/mm23.
11 Statistics Sweden (2024),
https://www.scb.se/en/finding-statistics/statistics-by-subject-area/prices-and-consumption/consumer-price-index/consumer-price-index-cpi/pong/statistical-news/consumer-price-index-cpi-december-2023/#:~:text=The%20inflation%20rate%20according%20to%20CPI%20was%204.4%20percent%20in%20December%202023,-Statistical%20news%20from&text=The%20inflation%20rate%20according%20to%20the%20CPI%20was%204.4%20percent,percent%20from%20November%20to%20December.
12 OECD (2023),
https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/.
13 Real Capital Analytics (MSCI) (2024), Keine
öffentlich zugängliche Datenbank (Hinweis zu den
Transaktionsdaten von MSCI: Die Transaktionsdaten werden
von MSCI kontinuierlich aktualisiert. Nachträgliche
Änderungen der Transaktionsdaten sind somit
möglich. Daten für das vierte Quartal des Jahres
2023 sind von MSCI als vorläufige Werte
gekennzeichnet. Datum des Datenabrufes: 15.01.2024).
14 RIWIS (2024), Keine öffentlich
zugängliche Datenbank (RIWIS Definition A-, B-, C- und
D-Städte:
https://www.riwis.de/online_test/info.php3?cityid=&info_topic=allg).
15 RIWIS (2024), Keine öffentlich
zugängliche Datenbank (RIWIS Definition A-, B-, C- und
D-Städte:
https://www.riwis.de/online_test/info.php3?cityid=&info_topic=allg).
16 Property Market Analysis (2023), Keine
öffentlich zugängliche Datenbank.
17 Definition RIWIS Top-7 Märkte: Berlin,
Düsseldorf, Frankfurt (Main), Hamburg, Köln,
München, Stuttgart.
18 RIWIS (2024), Keine öffentlich
zugängliche Datenbank.
19 Property Market Analysis (2023), Keine
öffentlich zugängliche Datenbank.
20 Property Market Analysis (2023), Keine
öffentlich zugängliche Datenbank.
21 Property Market Analysis (2023), Keine
öffentlich zugängliche Datenbank.
22 Nettofondsvermögen aller von CREAG
verwalteten Publikums-Sondervermögen. Stand 31.
Dezember 2023.
23 Summe der Nettofondsvermögen der
betroffenen Fonds zum 31. Dezember 2023.
24 Nettofondsvermögen aller von CREAG
verwalteten Spezial-Sondervermögen. Stand 31. Dezember
2023.
25 Gem. dem gutachterlichen Verkehrswert zum
Zeitpunkt der Veräußerung.
26 Gem. dem gutachterlichen Verkehrswert zum
Zeitpunkt der Veräußerung.
B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
I. Ertragslage
Die Provisionserträge der Gesellschaft sind im
Jahr 2023 um 28 % auf 70,5 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 97,4
Mio. EUR), andererseits ging auch der Anteil der an die
Vertriebseinheiten und Berater weitergeleiteten Provisionen
deutlich zurück - von 62,6 Mio. EUR im Vorjahr auf
41,9 Mio. EUR, was einen Rückgang von 33% darstellt.
Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der
Provisionserträge gegenüber dem Vorjahr auf:
|
2023 |
2022 |
| Laufende Vergütung
Verwaltung Fonds |
54.597 TEUR |
53.132 TEUR |
|
Ankaufsgebühren |
7.524 TEUR |
10.605 TEUR |
| Performance Fee |
7.313 TEUR |
20.314 TEUR |
|
Verkaufsgebühren |
923 TEUR |
13.163 TEUR |
| Anlageberatung |
164 TEUR |
166 TEUR |
| Sonstige
Provisionserträge |
- TEUR |
- TEUR |
| Summe |
70.521 TEUR |
97.379 TEUR |
Die Provisionsaufwendungen entwickelten sich wie
folgt:
|
2023 |
2022 |
|
Vertriebsprovisionen |
10.276 TEUR |
10.398 TEUR |
| weiterzuleitende
Provisionen |
31.607 TEUR |
52.036 TEUR |
| sonstige
Provisionsaufwendungen |
61 TEUR |
126 TEUR |
| Summe |
41.944 TEUR |
62.560 TEUR |
Laufende Bestandsgebühren, bemessen auf die
Immobilienbestände bzw. Nettofondsvolumen blieben im
Geschäftsjahr weiterhin stabil, und sind in der
Gesamtsumme um 3% gestiegen. Die sinkende
Immobilienbewertungen wurden teilweise durch Ausbau der
Portfolien mit offenen Kapitalzusagen bzw. Investitionen
der vorhandenen Liquidität kompensiert.
Die weiterhin positive Wertentwicklung der
Sondervermögen Catella European Residential und Panta
Rhei Dutch Residential ermöglichte der Gesellschaft,
bei diesen Sondervermögen jeweils die angefallene
Performance-Gebühr im Jahr 2023 zu entnehmen, wobei
die Gesamtvergütung deutlich niedriger als im Vorjahr
ausgefallen ist (7,3 Mio. EUR im Vergleich zu 20,3 Mio. EUR
im Jahr 2022). Ebenso fiel das allgemeine
Transaktionsvolumen des Jahres niedriger aus. Daraus ergibt
sich ein Provisionsüberschuss des Jahres 2023 von 28,6
Mio. EUR (Vorjahr 34,8 Mio. EUR).
Die Sondervermögen, für die
Portfoliomanagementberatungsleistungen bezogen wurden
(insbesondere für Catella European Residential,
Catella Modernes Wohnen, Catella Wohnen Europa und Catella
Parken Europa), generierten sowohl laufende
Vergütungen als auch Ankaufs- und
Verkaufsgebühren in erheblichem Maße. Ein
beträchtlicher Teil der Provisionen in Zusammenhang
mit den Beratungsmandaten sind an die beauftragten
Dienstleister weiterzuleiten.
Der Kostenblock für die anderen
Verwaltungsaufwendungen beträgt 8,7 Mio. EUR (Vorjahr
7,3 Mio. EUR). Der Personalaufwand reduzierte sich im Jahr
2023 auf 12,5 Mio. EUR (Vorjahr 13,3 Mio. EUR), was
hauptsächlich auf geringer ausgefallende
erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile
zurückzuführen ist
Das neben dem Provisionsüberschuss vom Vorstand
zur Unternehmenssteuerung herangezogene Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit beträgt für
das Jahr 2023 7,8 Mio. EUR
(Vorjahr 14,0 Mio. EUR).
Der Gewinn des Geschäftsjahres nach Steuern
beläuft sich auf 5,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 Mio. EUR).
Die Geschäftslage wird vom Vorstand weiterhin als
positiv eingeschätzt.
II. Vermögenslage
Das Vermögen der Catella Real Estate AG von 28,7
Mio. EUR (Vorjahr 41,3 Mio. EUR) besteht im Wesentlichen
aus Forderungen an Kreditinstitute - 18,0 Mio. EUR (Vorjahr
24,0 Mio. EUR). Diese betreffen ausschließlich
Anlagen in kurz- und mittelfristigen Termingeldern sowie
Kontokorrentkonten.
Der deutlich erhöhter Gesamtrestbuchwert der
Sachanlagen der Gesellschaft von 1.059 TEUR (nach 323 TEUR
zum Vorjahresultimo) ist auf die im Laufe des Jahres
durchgeführte Maßnahmen zu Büroumbau und
Modernisierung zurückzuführen.
Zum 31. Dezember 2023 wurden 143 TEUR (Vorjahr 264
TEUR) als immaterielle Vermögensgegenstände
ausgewiesen. Die Wertveränderung ist im Wesentlichen
auf die reguläre Abschreibung der vorhandenen
Vermögenswerte zurückzuführen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen die Forderungen gegen die
Sondervermögen aus noch nicht vereinnahmten
Verwaltungsgebühren (5,6 Mio. EUR), Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, Umsatzsteuerforderungen gegen
die von der Gesellschaft verwalteten Sondervermögen
und vorausbezahlte Gewerbe- und Körperschaftssteuer
der Gesellschaft. Die Gesellschaft verwaltete zum Stichtag
am 31.12.2023 insgesamt 18 Investmentvermögen mit
einem Gesamtfondsvermögen von 6.378 Mio. EUR.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr
2023 war jederzeit gesichert. Am Bilanzstichtag
verfügt Catella Real Estate AG über liquide
Mittel in Höhe von 18,0 Mio. EUR (Vorjahr 24,0 Mio.
EUR). Die liquiden Mittel umfassen somit 62,6% der gesamten
Aktiva. Die wirtschaftliche Gesamtsituation des
Unternehmens ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Jahresabschlusses und des Lageberichtes geordnet.
III. Finanzlage
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im
Wesentlichen zusammen aus bezogenen Leistungen in Höhe
von 2,5 Mio. EUR (davon 2,2 Mio. EUR Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen),
Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt
sowie anderen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Mit einer Liquiditätsreserve zum 31. Dezember
2023 in Höhe von 18,0 Mio. EUR verfügt die
Gesellschaft über ausreichende Mittel, um auch
für eventuell erforderliche Investments in der Zukunft
gerüstet zu sein, ohne Darlehen (auch innerhalb des
Konzerns) in Anspruch nehmen zu müssen. Die
Liquidität ist überwiegend kurzfristig als
Sichteinlage angelegt, um hohe Flexibilität zu
gewährleisten. Angesichts des gegenwärtigen
Zinsniveaus werden verschiedene Möglichkeiten der
längerfristigen Bindung unter Berücksichtigung
der gesetzlichen Vorgaben laufend untersucht, um eine
etwaige Verbesserung des Zinsertrages zu erlangen.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich
bei einem bilanziellen Eigenkapital von 13,6 Mio. EUR zum
31. Dezember 2023 auf 28,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 47,3 % (Vorjahr 43,1 %).
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage
veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. Vom
Vorjahresgewinn wurden 9,39 Mio. EUR an die Aktionäre
ausgeschüttet; der Restbetrag von 0,8 TEUR wurde den
anderen Gewinnrücklagen zugeführt.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| gezeichnetes
Kapital |
2.500 TEUR |
2.500 TEUR |
|
Kapitalrücklage |
3.200 TEUR |
3.200 TEUR |
| gesetzliche
Rücklage |
250 TEUR |
250 TEUR |
| andere
Gewinnrücklage |
2.413 TEUR |
2.412 TEUR |
| Bilanzgewinn |
5.214 TEUR |
9.395 TEUR |
| Eigenkapital |
13.577 TEUR |
17.757 TEUR |
| Eigenkapitalquote |
47,3 % |
43,1 % |
IV. Nicht unmittelbar finanzielle Komponenten
Die Gesellschaft misst ihre Reputation (insbesondere
Kundenzufriedenheit und Compliance in Bezug auf die
Anforderungen des Regulators) anhand der Kundenbeschwerden
bzw. Prüfungsbeanstandungen. Im Berichtszeitraum
wurden vereinzelte Anlegerbeschwerden von der Abteilung
Client Relations registriert. Die Prüfungen der
Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers ergaben
keine wesentlichen Prüfungsfeststellungen.
C. Risikobericht
I. Risikomanagementsystem
Die Gesellschaft verfügt über eine
ordnungsgemäße Geschäftsorganisation,
welche insbesondere die Einrichtung und Unterhaltung eines
angemessenen Risikomanagementsystems und angemessene
Kontrollverfahren umfasst. Ausgehend von dem
Geschäftsfeld sowie den Unternehmenszielen und
Planungen hat die Gesellschaft im Rahmen ihrer
Risikopolitik ihre Geschäfts- und Risikostrategie
festgelegt. Hieraus abgeleitet hat die Gesellschaft
angemessene interne Risikosteuerungs- und
Controlling-Prozesse eingerichtet, die eine
Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Überwachung und
Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleisten.
Für die Identifikation, Analyse, Bewertung und
Steuerung der Einzelrisiken in den Betrachtungsbereichen
sind die Risk Owner als Risikoverantwortliche
zuständig. Der Risk Manager überprüft in
seiner übergeordneten Funktion im Rahmen des
Monitorings regelmäßig das Risiko-Exposure sowie
insbesondere die eingeleiteten Gegenmaßnahmen auf
ihre Wirksamkeit und Effizienz im Sinne einer Reduktion des
Gefährdungspotenzials. Das Monitoring und die
Risikofrüherkennung erfolgen anhand eines
Limitsystems. Der Risk Manager als
Risikomanagement-Beauftragter im Unternehmen übernimmt
neben der Überwachung des Limitsystems und dem
Risikoreporting an Vorstand und Aufsichtsrat auch die
Koordination der Risikomanagement-Aktivitäten, indem
er u. a. als zentraler Ansprechpartner für die Risk
Owner fungiert. Der Risk Manager verantwortet zudem die
prozessintegrierte Überwachung der Angemessenheit der
strukturellen und inhaltlichen Ausgestaltung des
implementierten Risikomanagementprozesses
einschließlich der genutzten Anwendungen und Tools im
Hinblick auf aktuelle Anforderungen. Prozessunabhängig
wird die Funktionsfähigkeit des
Risikomanagementsystems regelmäßig durch die
Interne Revision überwacht.
Das Risikomanagement/-controlling ist organisatorisch
vom Portfoliomanagement unabhängig und direkt dem
für Back- und Middle-Office verantwortlichen Vorstand
unterstellt. Die erforderliche Unabhängigkeit von
Portfoliomanagement und Risikocontrolling vollzieht sich
bis auf Ebene des Vorstands.
Gemäß den aufsichtsrechtlichen
Anforderungen ermittelt die Gesellschaft
regelmäßig ihre Risikotragfähigkeit. Hierzu
bestimmt die Gesellschaft zum einen das
Gesamtrisikopotenzial, zum anderen das
Risikodeckungspotenzial. Die Gesellschaft definiert das
Risikodeckungspotenzial auf Basis des haftenden
Eigenkapitals abzüglich gebundener Eigenmittel,
einschließlich des operativen Ergebnisses des
laufenden Jahres. Das Gesamtrisikopotenzial ermittelt sich
aus der Summe aller Risiken, die sich aus der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben. Im
Berichtsjahr war die Risikotragfähigkeit der
Gesellschaft jederzeit gegeben. Zum 31. Dezember 2023
betrug das ermittelte Gesamtrisikopotential 51% des
Risikodeckungspotentials der Gesellschaft. Die
aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen waren
jederzeit eingehalten.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 das bestehende
Risikomanagementsystem turnusmäßig
überprüft und entsprechend angepasst. Da sich die
maßgeblichen Anforderungen und Rahmenbedingungen in
einem dynamischen Geschäftsfeld laufend
verändern, ist der Status Quo permanent zu
hinterfragen und es sind entsprechende Anpassungen
vorzunehmen. Dabei wird geprüft, ob die strukturelle
und inhaltliche Ausgestaltung des implementierten
Risikomanagementsystems einschließlich der genutzten
Anwendungen und Tools und der Dokumentations- und
Berichtserfordernisse noch den aktuellen Anforderungen
gerecht wird. Der Risikomanagementprozess der Gesellschaft
hat im Berichtsjahr 2023 keine wesentlichen Änderungen
erfahren.
II. Für unsere Gesellschaft relevante
Risikokategorien im Einzelnen
Aufgrund des aktuellen Marktumfeldes ergibt sich im
Verhältnis zum Vorjahr eine höhere
Risikoeinschätzung, die insbesondere auf potentiell
erhöhte Risiken für Anteilscheinrückgaben
bei Immobilienfonds zurückzuführen ist. Für
die Gesellschaft relevante Risikokategorien sind im
Folgenden dargestellt.
1. Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko auf Ebene der Gesellschaft
besteht darin, dass Geschäftspartner ihre vertraglich
geschuldeten Leistungen mangels Leistungsfähigkeit
oder Leistungswilligkeit nicht vertragsgerecht erbringen.
Die für die Gesellschaft wesentlichen "Adressen"
hierbei sind Kreditinstitute. Freie Mittel werden in Form
von Fest- oder Tagesgeldanlagen bei namhaften
Kreditinstituten angelegt. Das Adressenausfallrisiko sowie
Risikokonzentrationen in Bezug auf Adressenausfallrisiken
werden überwacht und zum Stichtag als moderat
eingestuft. Weiter resultieren Adressausfallrisiken aus der
Wechselwirkung mit den verwalteten Fonds als Schuldner der
laufenden Verwaltungsgebühren.
2. Marktpreisrisiken
Das Marktpreisrisiko auf Ebene der Gesellschaft
umfasst alle Risiken, die für das Unternehmen durch
ungünstige Veränderungen von marktbeeinflussenden
Faktoren entstehen, welche sich negativ auf
Gewinn-/Verlust- und Bilanzwerte der Gesellschaft
auswirken. Hierunter fallen insbesondere
Zinsänderungsrisiken, Kursänderungsrisiken und
Währungsrisiken. Da auf Gesellschaftsebene kein
wesentliches Fremdwährungs-Exposure vorhanden ist
sowie mit Ausnahme der im Anhang dargestellten Anlagen in
Fonds keine Wertpapieranlagen getätigt werden und
keine Fremdfinanzierung besteht, ist das Marktpreisrisiko
als unwesentlich einzustufen.
3. Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die
Gesellschaft ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht
mehr nachkommen kann. Zur Überwachung des Risikos
dient der Cash-Flow-Plan, der monatlich erstellt und
überwacht wird. Die Gesellschaft hat über
entsprechende Prozesse sichergestellt, dass eine
Liquiditätsplanung und -überwachung
ordnungsgemäß erfolgen kann.
Das Liquiditätsrisiko auf Ebene der Gesellschaft
wird maßgeblich bestimmt durch den
Liquiditätszufluss aus dem Gebührenaufkommen der
verwalteten Sondervermögen, das wesentlich von
Transaktionsvolumina und Fondsvolumina bzw. verwalteten
Immobilienvermögen abhängt.
4. Operationelle Risiken
Im Management der operationellen Risiken nimmt die
Gesellschaft für wesentliche Risikoarten ein
quartalsweises Assessment vor. Für Risiken, die nicht
als wesentlich eingestuft sind, beträgt der
Untersuchungszeitraum bis zu 12 Monate. Hierbei werden
sowohl unmittelbare Risiken auf Ebene der Gesellschaft als
auch mittelbare Risiken aus der Ebene der
Sondervermögen einbezogen.
Folgende Risikoarten stuft die Gesellschaft als
Kernrisiken im Bereich der operationellen Risiken ein:
Reputationsrisiko Haftungsrisiko Geschäftsrisiko
Produktrisiko Rechtsrisiko Prozess-/Schnittstellenrisiko
Personalrisiko Cyber-Risiko
Die Gesellschaft sieht sich im Falle der
Nichterfüllung der Anlegererwartungen und insbesondere
im Falle einer notwendigen Aussetzung der
Anteilscheinrücknahme erhöhten Reputationsrisiken
ausgesetzt. Mittels aktivem Fonds- und
Liquiditätsmanagement soll diesen begegnet werden.
Erwartete Schadensfälle aus anhängigen
Rechtsstreitigkeiten werden bei der Ermittlung des
Risikopotenzials zur vierteljährlichen Prüfung
der Risikotragfähigkeit einbezogen. Mit dem Wachstum
der Fonds, für die Beratungsleistungen in Bezug auf
das Asset- und Portfoliomanagement von der Gesellschaft
bezogen werden, geht ein erhöhtes Haftungsrisiko
einher. Diesem wird mit überwachenden Maßnahmen
zur engen Begleitung der Beratungsunternehmen begegnet.
Weiter entstehen generell mögliche Haftungsrisiken
für die Gesellschaft im Falle von eintretenden
Schadensfällen für die Sondervermögen.
Diesen beugt die Gesellschaft wirksam durch ein
funktionierendes internes Kontrollsystem mit definierten
Prüf- und Kontrollroutinen sowie einer
sorgfältigen Auswahl beteiligter Dienstleister vor.
Geschäftsrisiken im Sinne einer Abweichung des
operativen Ergebnisses von den Planzahlen resultieren
insbesondere aus sich verändernden Marktgegebenheiten.
Um diesem Risiko zu begegnen, verfolgt die Gesellschaft
einen konservativen Ansatz im Rahmen der Finanzplanung und
nimmt gegebenenfalls auch unterjährig Anpassungen der
Budgetzahlen vor, um auf unvorhergesehene Ereignisse und
Marktbedingungen zu reagieren und falls erforderlich,
rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.
Maßgeblich beeinflusst wird das
Geschäftsrisiko neben der Resonanz von neuen Produkten
auf dem Markt auch von der Zufriedenheit bestehender
Anlegergruppen sowie den regulatorischen Entwicklungen und
Erwartungen innerhalb bestimmter Anlegergruppen. Um dem
Risiko potenziell konzentrierter Anteilscheinrückgaben
zu begegnen, strebt die Gesellschaft eine breitere
Diversifizierung der Anlegerschaft an.
Ein wesentliches operationelles Risiko auf Ebene der
Gesellschaft besteht angesichts der Produktpalette bei
möglicherweise nachlassender Attraktivität der
Fondsprodukte, weshalb die Gesellschaft kontinuierlich neue
Produktmöglichkeiten analysiert. Die Gesellschaft ist
im Sinne ihrer Geschäfts- und Risikostrategie
bestrebt, ihren Unternehmenserfolg über
Produktdiversifizierung zu sichern. Ein weiterer
Risikoindikator ist eine nachlassende Attraktivität
der Anlageklasse Immobilien im Generellen, die sowohl
markt- als auch regulatorisch veranlasst sein kann.
Rechtsrisiken bestehen insbesondere hinsichtlich
neuer aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Dabei können
nicht nur unmittelbar auf Ebene der Gesellschaft geltende
regulatorische Änderungen eine Herausforderung
darstellen, sondern insbesondere auch Änderungen bei
den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Banken und
Versicherungen, die einen Großteil des
Investorenkreises ausmachen. Rechtsrisiken versucht die
Gesellschaft durch eine frühzeitige Analyse der
Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie des
sich ergebenden Anpassungs- bzw. Umsetzungsbedarfs zu
begegnen.
Infolge der zunehmenden Anzahl und Komplexität
der Prozesse und der an den Prozessen beteiligten Personen
und Einheiten ist auch das Schnittstellenrisiko im Fokus,
welchem mit bereichsübergreifenden
Prozessbeschreibungen und Arbeitsanweisungen
entgegengewirkt werden soll. Eine weitere Maßnahme
ist die Weiterentwicklung der unternehmensweiten
IT-Datenlandschaft, welche insbesondere auch vor dem
Hintergrund erhöhter regulatorischer Anforderungen
vorangetrieben wird.
Der Limitierung künftigen Wachstums infolge
begrenzter interner Kapazitäten (Personalrisiko)
versucht die Gesellschaft durch ein adäquates
Personalwachstum, verbunden mit einem flexiblen Back-up
durch externe Dienstleister, weiter zu begegnen.
Die Gesellschaft sieht sich weiter einer zunehmenden
Bedrohung durch Angriffe auf IT-Systeme von Unternehmen
oder auf Finanzmarktinfrastrukturen ausgesetzt. Ein
mögliches Schadenspotential geht dabei nicht nur von
Cyber-Attacken auf das eigene Unternehmen, sondern auch von
Cyber-Attacken auf Dienstleister aus. Eine effektive
Maßnahme der Gesellschaft, um die Cyber-Resilienz zu
stärken, stellt die regelmäßige Schulung
und Sensibilisierung der Mitarbeiter dar.
6. Nachhaltigkeitsrisiken
Nachhaltigkeitsrisiken stellen keine separate
Risikoart dar, sondern können auf alle genannten
Risikoarten einwirken und als Faktor zur Wesentlichkeit
dieser Risikoarten beitragen. Auf Gesellschaftsebene
können sich Nachhaltigkeitsrisiken insbesondere
negativ auf die Reputation des Unternehmens auswirken. Die
Gesellschaft hat sich das Ziel gesetzt, einen positiven
Beitrag für eine nachhaltige Zukunft zu leisten.
Hierfür wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der
neben der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die
Unternehmenskultur auch die Berücksichtigung
ökologischer und/oder sozialer Kriterien bei
ausgewählten Fonds umfasst.
III. Gesamteinschätzung
Nach wie vor erachten wir auch unter
Berücksichtigung der mittelbaren Risiken aus den
Sondervermögen, welche sich nachteilig auf die
Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, die
Gesamtrisikosituation des Unternehmens für ausgewogen
und eine Gefährdung der Risikotragfähigkeit
für nicht gegeben.
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung betreibt die
Gesellschaft aufgrund der angespannten Marktlage
(Ukrainekrise, Nahostkonflikt, anhaltende Inflation,
Zinsentwicklung, etc.) ein intensiviertes Risikomonitoring,
um bei Bedarf ad hoc risikomitigierende Maßnahmen
frühzeitig einleiten zu können. Ein besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf der Entwicklung von
Anteilscheinrückgaben und der Sicherstellung einer
ausreichenden Liquidität in den betreffenden Fonds.
Weiter erfolgt ein enges Monitoring der laufenden
Projektentwicklungen und Mieterbonitäten, um drohende
Ausfälle möglichst frühzeitig zu erkennen
und gegensteuern zu können. Ferner könnten
steigende Liegenschaftszinsen sowie
Mietausfälle/-reduzierungen und mittelfristige
Leerstände zu weiteren Bewertungsabschlägen bei
einzelnen Immobilien führen, welche sich ggf. negativ
auf die Verwaltungsvergütung und damit das Ergebnis
der Gesellschaft auswirken könnten.
D. Prognosebericht inkl. Chancenbericht
Hinsichtlich der Erwartungen der Gesellschaft
bezüglich des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes
verweisen wir auf die eingangs unter A. gemachten
Ausführungen.
Die Gesellschaft weist für 2023 bei einem Gewinn
nach Steuern von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 Mio. EUR) ein
bilanzielles Eigenkapital von 13,6 Mio. EUR aus. Das EBIT
des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 7,4 Mio. EUR
innerhalb der im Vorjahr im Prognosebericht angegebenen
Spanne von 6,0 und 8,0 Mio. EUR. Die Provisionserträge
des Jahres 2023 entsprechen in Summe der prognostizierten
Entwicklung.
Das verwaltete Immobilienvermögen blieb im
Jahresverlauf weitgehend stabil mit rund 7,3 Mrd. EUR
(Vorjahr 7,2 Mrd. EUR). Einerseits reduzierte sich der
Immobilienbestand aufgrund der getätigten
Verkäufe sowie der negativen Wertentwicklung,
andererseits wurde dieser Rückgang durch die
Akquisitionen kompensiert.
Hinsichtlich der ausinvestierten Sondervermögen
konzentriert sich das Portfoliomanagement in den
Folgejahren auf Marktüberwachung, Vermietungsstand der
Investments, regelmäßige Objektprüfung des
Bestandes in Abstimmung mit Anlegern bezüglich der
Verkaufsoptionen und Stabilisierung der Erträge im
Fonds, Optimierung und Sicherstellung der
Ausschüttung.
Für die nicht ausinvestierten Spezial-AIFs
rechnet die Geschäftsleitung mit mäßigen
Wachstumschancen.
Im Jahr 2024 plant das Management der Catella Real
Estate AG die Auflage zweier weiterer Spezial-AIFs.
Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit
einem Provisionsüberschuss zwischen 24,0 Mio. EUR und
27,0 Mio. EUR und einem hierzu korrespondierenden Ergebnis
der normalen Geschäftstätigkeit zwischen 2,5 Mio.
EUR und 4,5 Mio. EUR. Dabei basiert unsere Prognose
insbesondere auf einer angenommenen fortlaufend positiven
Entwicklung des Provisionsüberschusses. Es wird
erwartet, dass der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen
entsprechend der Ausweitung der
Geschäftstätigkeit erfolgt.
E. Nachtragsbericht
Zu Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach
dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind,
verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang.
F. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Es bestanden mit zehn Gesellschaften
Geschäftsbeziehungen.
Wir erklären, dass die Catella Real Estate AG
bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach
den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem sie
vorgenommen wurden, bekannt waren, eine angemessene
Gegenleistung erhalten hat. Rechtsgeschäfte mit
Dritten auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden
oder von verbundenen Unternehmen wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr nicht getätigt und Maßnahmen
auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden
Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen, die
sich zum Vorteil oder Nachteil der Gesellschaft auswirken,
wurden weder getroffen noch unterlassen.
München, den 10. Mai
2024
Catella
Real Estate AG
- Der Vorstand -
Dr.
Bernd Thalmeier
Andreas
Wesner
BILANZ
Catella Real Estate AG München zum 31. Dezember
2023
AKTIVA
|
|
Geschäftsjahr |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Barreserve |
|
|
|
| Kassenbestand |
|
113,80 |
2.401,23 |
| 2.
Forderungen an Kreditinstitute |
|
|
|
| a)
täglich fällig |
17.876.120,52 |
|
20.898.643,08 |
| b)
andere Forderungen |
93.862,23 |
|
3.093.857,54 |
|
|
17.969.982,75 |
23.992.500,62 |
| 3.
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
|
104.000,00 |
104.000,00 |
| 4.
Treuhandvermögen |
|
775.095,73 |
0,00 |
| 5.
Immaterielle Anlagewerte |
|
|
|
| entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
|
142.556,00 |
264.291,00 |
| 6.
Sachanlagen |
|
1.059.120,00 |
323.120,00 |
| 7.
Sonstige Vermögensgegenstände |
|
8.230.780,82 |
16.290.796,34 |
| 8.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
411.567,29 |
313.532,14 |
|
|
28.693.216,39 |
41.290.641,33 |
PASSIVA
|
|
Geschäftsjahr |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Treuhandverbindlichkeiten |
|
775.095,73 |
0,00 |
| 2.
Sonstige Verbindlichkeiten |
|
4.079.222,34 |
11.670.137,31 |
| 3.
Rückstellungen |
|
|
|
| a)
Steuerrückstellungen |
1.643.805,77 |
|
2.095.147,85 |
| b)
andere Rückstellungen |
8.618.121,26 |
|
9.768.664,82 |
|
|
10.261.927,03 |
11.863.812,67 |
| 4.
Eigenkapital |
|
|
|
| a)
Gezeichnetes Kapital |
|
2.500.000,00 |
2.500.000,00 |
| b)
Kapitalrücklage |
|
3.200.000,00 |
3.200.000,00 |
| c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
| ca)
gesetzliche Rücklage |
250.000,00 |
|
250.000,00 |
| cb)
andere Gewinnrücklagen |
2.412.691,35 |
|
2.411.884,69 |
|
|
2.662.691,35 |
2.661.884,69 |
| d)
Jahresüberschuss |
|
5.214.279,94 |
9.394.806,66 |
|
|
13.576.971,29 |
17.756.691,35 |
|
|
28.693.216,39 |
41.290.641,33 |
Für Anteilinhaber verwaltetes
Sondervermögen:
Summe der 18 Sondervermögen: EUR
6.377.894.631,82 (im Vj. 19 Sondervermögen: EUR
6.831.343.050,99)
GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
|
|
Geschäftsjahr |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Zinserträge aus Kredit - und
Geldmarktgeschäften |
|
371.930,35 |
31.653,15 |
| 2.
Zinsaufwendungen |
|
287,98 |
0,00 |
|
|
371.642,37 |
31.653,15 |
| 3.
Laufende Erträge aus Aktien und anderen |
|
|
|
| nicht
festverzinslichen Wertpapieren |
|
5.446,00 |
5.262,00 |
| 4.
Provisionserträge |
70.521.222,63 |
|
97.379.290,45 |
| 5.
Provisionsaufwendungen |
41.943.480,82 |
|
62.559.983,30 |
|
|
28.577.741,81 |
34.819.307,15 |
| 6.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
456.539,07 |
283.724,20 |
| 7.
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
| a)
Personalaufwand |
|
|
|
| aa)
Löhne und Gehälter |
10.954.503,67 |
|
11.559.683,34 |
| ab)
Soziale Abgaben und Aufwendungen |
|
|
|
| für
Altersversorgung und für Unterstützung |
|
|
|
| -
darunter für Altersversorgung |
1.566.741,16 |
|
1.690.505,31 |
| EUR
239.979,02 (EUR 228.732,64) |
|
|
|
|
|
12.521.244,83 |
13.250.188,65 |
| b)
andere Verwaltungsaufwendungen |
|
8.689.046,04 |
7.317.579,68 |
|
|
21.210.290,87- |
20.567.768,33- |
| 8.
Abschreibungen und Wertberichtigungen |
|
|
|
| auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
|
392.964,54 |
532.803,28 |
| 9.
Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit |
|
7.808.113,84 |
14.039.374,89 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
2.593.833,90 |
4.644.568,23 |
| 11.
Jahresüberschuss |
|
5.214.279,94 |
9.394.806,66 |
| 12.
Bilanzgewinn |
|
5.214.279,97 |
9.394.806,66 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
1 Allgemeine Angaben
|
Firmenname laut
Registergericht
|
Catella Real Estate AG
|
| Firmensitz laut
Registergericht |
München |
| Registergericht |
Amtsgericht
München |
| Register-Nr. |
HRB 169051 |
Die Catella Real Estate AG ist eine
Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des § 17 Abs.
1 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB).
Die Gesellschaft wird als Tochter der Catella
Property Fund Management AB, Stockholm, Schweden
(Beteiligung 84,4%) und als Tochter der Catella AB,
Stockholm, Schweden (Beteiligung 10,1%) in den
Konzernabschluss der Catella AB, Stockholm, Schweden,
einbezogen, welche den Konzernabschluss für den
größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen
aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter
www.catella.com/en/investor-relations/reports-and-presentations
oder unter www.bolagsverket.se erhältlich. Die
verbleibenden 5,5% der Anteile an der Gesellschaft werden
von der Fastighetsaktiebolaget Bremia AB, Kalmar, Schweden
gehalten.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der
gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der
Verordnung über die Rechnungslegung der
Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute sowie
des Aktiengesetzes erstellt.
Die Barreserven, Forderungen an Kreditinstitute sowie
sonstigen Vermögensgegenstände sind zum
Nennbetrag bewertet.
Die Aktien und anderen nicht festverzinsliche
Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips
bilanziert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen
sind zu Anschaffungskosten bewertet und um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden nach der
voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände, zwischen 3 und 13 Jahren,
linear vorgenommen. Geringwertige
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis
EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
abgebildeten Ausgaben sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum
Erfüllungsbetrag passiviert.
Die Rückstellungen wurden für ungewisse
Verbindlichkeiten gebildet, die das abgelaufene
Geschäftsjahr betreffen. Es wurden alle bis zur
Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden entsprechend abgezinst.
Forderungen und Verbindlichkeiten in
Fremdwährung wurden mit dem Devisen-Kassamittelkurs
zum Buchungszeitpunkt in Euro umgerechnet. Sich in der
Folge zum Zahlungszeitpunkt ergebende Währungsgewinne
bzw. Währungsverluste aus Kursdifferenzen werden in
der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
3 Erläuterungen zur Bilanz
3.1 Forderungen an Kreditinstitute
|
Restlaufzeit |
|
| Art |
0-3 Monate |
3-12 Monate |
1-5 Jahre |
über 5 Jahre |
Summe |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
17.969.982,75 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
17.969.982,75 |
|
(Vorjahr:
20.992.500,62) |
(Vorjahr:
0,00) |
(Vorjahr:
3.000.000,00) |
(Vorjahr:
0,00) |
(Vorjahr:
23.992.500,62) |
Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen
ausschließlich Anlagen in kurzfristigen Termingeldern
sowie Kontokorrentkonten.
3.2 Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Die Gesellschaft hält Anteile an eigenen
Investmentfonds. Die Anteile sind mit den
Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. Sie entfallen
mit TEUR 100 auf den Spezial-AIF Catella Scandia Chances,
an dem die Gesellschaft 10.000 Anteile hält. Der
Marktwert der Anteile am Catella Scandia Chances
beträgt zum 31.12.2023 EUR 134.800 (im Vorjahr: EUR
132.100). Der Fonds schüttete im Jahr 2023 EUR 0,53
pro Anteil aus (Vorjahr: EUR 0,51 pro Anteil). Im
Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft eine
Ausschüttung von EUR 5.300 (Vorjahr: EUR 5.100).
Ferner hält die Gesellschaft 100 Anteile am
Spezial-AIF Catella Multitenant Stiftungsfonds. Der
Marktwert dieser zu Anschaffungskosten von EUR 1.000
angesetzten Anteile beträgt zum 31.12.2023 EUR 1.281
(Vorjahr: EUR 1.309). Im Geschäftsjahr erhielt die
Gesellschaft eine Ausschüttung, analog dem Vorjahr, in
Höhe von EUR 55. Dies entspricht einer
Ausschüttung von EUR 0,55 pro Anteil.
Am Spezial-AIF Panta Rhei Dutch Residential werden
100 Anteile zu Anschaffungskosten von EUR 1.000 gehalten.
Der Marktwert dieser Anteile beträgt zum 31.12.2023
EUR 1.319 (Vorjahr: EUR 1.300). Im Geschäftsjahr
erhielt die Gesellschaft eine Ausschüttung in
Höhe von EUR 31 (Vorjahr: EUR 53). Dies entspricht
einer Ausschüttung von EUR 0,31 pro Anteil (Vorjahr:
EUR 0,53 pro Anteil).
Weiter wurden im Berichtsjahr 100 Anteile am
Publikums-AIF Catella Wohnen Europa zu Anschaffungskosten
von EUR 1.000 gehalten. Der Wert der Anteile beträgt
zum 31.12.2023 EUR 1.057 (Vorjahr: EUR 1.107). Im
Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft eine
Ausschüttung in Höhe von EUR 18 (Vorjahr: EUR
14). Dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,18
pro Anteil (Vorjahr: EUR 0,14 pro Anteil).
Ferner hält die Gesellschaft noch 100 Anteile am
Spezial-AIF Catella Logistik Deutschland Plus mit
Anschaffungskosten in Höhe von EUR 1.000,00. Der
Marktwert der Anteile beträgt zum 31.12.2023 EUR 1.028
(Vorjahr: EUR 1.036). Im Geschäftsjahr erhielt die
Gesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 42
(Vorjahr: EUR 40). Dies entspricht einer Ausschüttung
von EUR 0,42 pro Anteil (Vorjahr: EUR 0,40 pro Anteil).
Die bilanzierten Anteile sind nicht
börsennotiert.
Eine Rückgabe der Anteile an diesen Spezial-AIF
bzw. Publikums-AIF ist unter Einhaltung der in den
jeweiligen Besonderen Anlagebedingungen niedergelegten
Rückgabefristen möglich.
3.3 Treuhandvermögen
Die Gesellschaft hat den offenen Spezial-AIF Focus
Health Care als Sondermögen verwaltet, welcher im
Geschäftsjahr außerhalb des gesetzlichen
Liquidationsverfahrens aufgelöst wurde. Bis zur
abschließenden Klärung aller potentiellen
Ansprüche, die vom Sondervermögen zu tragen sind,
wurde mit den Anlegern vereinbart, dass die Gesellschaft
vor Rücknahme der Anteile einen Einbehalt in Höhe
von EUR 750.000 bildet. Die Liquidität wird ab dem
Auflösungszeitpunkt auf einem speziellen Konto bei der
CACEIS Bank gesondert von eigenem Vermögen
treuhänderisch verwaltet. Der Einbehalt wurde
vereinbarungsgemäß um die dafür erhaltenen
Zinsen erhöht und um Gebühren geschmälert.
Der Saldo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR
775.096.
3.4 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Entwicklung der immateriellen
Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist dem
beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die immateriellen Anlagewerte betreffen in Höhe
von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 264) entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten (Software). Die Sachanlagen bestehen insgesamt aus
Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3
und 13 Jahren linear vorgenommen.
Die Sachanlagen bestehen insgesamt aus Betriebs- und
Geschäftsausstattung.
Anlagenspiegel 01.01.2023 - 31.12.2023
| Bilanzposten |
Anschaffungskosten |
|
Stand
01.01.2023
EUR |
Zugänge
EUR |
Umbuch- ungen
EUR |
Abgänge
EUR |
Stand
31.12.2023 EUR |
| I.
Aktien u. andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
104.000,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
104.000,00 |
| II.
Immaterielle Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.919.990,86 |
0,00 |
0,00 |
5.887,00 |
1.914.103,86 |
| III.
Sachanlagen |
1.291.515,91 |
1.062.987,54 |
0,00 |
538.623,41 |
1.815.880,04 |
| Summe |
3.315.506,77 |
1.062.987,54 |
0,00 |
544.510,41 |
3.833.983,90 |
| Bilanzposten |
Abschreibungen |
|
Stand 01.01.2023
EUR |
Zugänge
EUR |
Zu-schreibungen
EUR |
Umbuch- ungen
EUR |
Abgänge
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
| I.
Aktien u. andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
| II.
Immaterielle Anlagewerte |
|
|
|
|
|
|
a)
entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten |
1.655.699,86 |
121.734,00 |
0,00 |
0,00 |
5.886,00 |
1.771.547,86 |
| III.
Sachanlagen |
968.395,91 |
271.230,54 |
0,00 |
0,00 |
482.866,41 |
756.760,04 |
| Summe |
2.624.095,77 |
392.964,54 |
0,00 |
0,00 |
488.752,41 |
2.528.307,90 |
| Bilanzposten |
Buchwerte |
|
Stand
31.12.2023
EUR |
Stand
31.12.2022
EUR |
| I.
Aktien u. andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
104.000,00 |
104.000,00 |
| II.
Immaterielle Anlagewerte |
|
|
a)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten |
142.556,00 |
264.291,00 |
| III.
Sachanlagen |
1.059.120,00 |
323.120,00 |
| Summe |
1.305.676,00 |
691.411,00 |
3.5 Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen die Forderungen gegen die
Sondervermögen aus noch nicht vereinnahmten
Verwaltungsgebühren sowie aus Weiterverrechnungen in
Höhe von TEUR 5.630 (Vorjahr: TEUR 15.687),
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 37), sonstige
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 17), Umsatzsteuerforderungen gegen
die Sondervermögen in Höhe von TEUR 2.007
(Vorjahr: TEUR 518) sowie Forderungen aus
Körperschaftsteuer- und
Gewerbesteuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 441
(Vorjahr: EUR 0).
Es lauten keine sonstigen
Vermögensgegenstände am Bilanzstichtag auf fremde
Währungen.
3.6 Sonstige Verbindlichkeiten
|
Restlaufzeit |
|
| Art |
0-3 Monate |
3-12 Monate |
1-5 Jahre |
> 5 Jahre |
Summe |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
4.079.222,34 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
4.079.222,34 |
|
(Vorjahr:
11.670.137,37) |
(Vorjahr:
0,00) |
(Vorjahr:
0,00) |
(Vorjahr:
0,00) |
(Vorjahr:
11.670.137,31) |
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im
Wesentlichen zusammen aus bezogenen Leistungen in Höhe
von TEUR 2.501 (davon TEUR 2.200 Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen),
Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt
in Höhe von TEUR 1.328 sowie Lohn- und
Kirchensteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 196.
Es lauten keine sonstigen Verbindlichkeiten am
Bilanzstichtag auf fremde Währungen.
3.7 Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch
nicht veranlagten Ertragsteuern. Im Einzelnen entfällt
ein Betrag in Höhe von TEUR 860 auf die Gewerbesteuer
und TEUR 784 auf die Körperschaftsteuer und den
Solidaritätszuschlag des Vorjahres. Für das
Berichtsjahr waren keine Steuerrückstellungen zu
bilden.
3.8 Andere Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen beinhalten
Rückstellungen für Provisionsaufwendungen in
Höhe von TEUR 5.102, für Personalkosten (inkl.
Fixboni) in Höhe von TEUR 3.103, für ausstehende
Rechnungen in Höhe von TEUR 226 und für sonstige
Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 187.
Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 haben eine
Restlaufzeit von über einem Jahr.
3.9 Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR
2.500 und ist voll einbezahlt. Das Grundkapital ist
eingeteilt in 2.500.000 auf den Namen lautende
Stückaktien ohne Nennbetrag. Stimmrechtsunterschiede
existieren nicht.
In der Kapitalrücklage sind die Zuzahlungen der
Gesellschafter nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
ausgewiesen. Diese beträgt zum 31.12.2023
unverändert zum Vorjahr TEUR 3.200.
In die gesetzliche Rücklage gemäß
§ 150 Abs. 2 AktG erfolgte im Geschäftsjahr keine
Einstellung, da diese mit TEUR 250 den zehnten Teil des
Grundkapitals erreicht hat.
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
2022 (TEUR 9.395) wurde in Höhe von TEUR 9.394 quotal
an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der
übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 1 wurde den
anderen Gewinnrücklagen zugeführt.
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Provisionserträge
Wesentlicher Posten innerhalb der
Provisionserträge ist die Vergütung für die
Verwaltung der Sondervermögen in Höhe von TEUR
70.521 (Vorjahr: TEUR 97.379). Diese setzt sich zusammen
aus den monatlichen Verwaltungsgebühren in Höhe
von TEUR 54.761 und Transaktions- bzw.
Performancegebühren für An- und Verkäufe in
Höhe von TEUR 15.760 (Vorjahr: entsprechend TEUR
53.298 bzw. TEUR 44.082).
4.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr:
TEUR 93), Erträge aus Kostenweiterbelastungen an
verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr:
TEUR 62) sowie verrechnete Sachbezüge in Höhe von
TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 60).
4.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen
ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit.
5 Sonstige Angaben
5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
|
Bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
Mehr als 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Miet- und
Leasingverträge |
174 |
200 |
-- |
| Lizenzgebühren |
651 |
636 |
-- |
|
Wartungsverträge |
1 |
3 |
-- |
| Auslagerung
betrieblicher Funktionen |
376 |
459 |
-- |
| Mietverpflichtungen |
953 |
4.467 |
-- |
| Gesamt |
2.155 |
5.765 |
-- |
| davon gegenüber
verbundenen Unternehmen |
-- |
-- |
-- |
5.2 Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr wurden neben den 2
Vorständen durchschnittlich 95 Arbeitnehmer
beschäftigt, davon 8 Prokuristen und 87 Angestellte
(Vj. durchschnittlich 94 Arbeitnehmer, davon 9 Prokuristen
und 85 Angestellte).
5.3 Organbezüge
Den Vorständen wurden im Geschäftsjahr
Bezüge in Höhe von TEUR 1.401 gewährt. Die
Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder für das
Geschäftsjahr betrugen TEUR 40.
5.4 Mitglieder des Vorstands
Folgende Personen sind hauptberuflich bei der
Gesellschaft als Vorstand tätig:
| Andreas Wesner |
Vorstand Front
Office |
|
Vorstandssprecher |
|
MSc Business
Management, |
|
BSc Business
Administration |
| Dr. Bernd Thalmeier |
Vorstand Middle und Back
Office |
|
Diplom-Volkswirt |
Weder die Mitglieder des Vorstands noch andere
Mitarbeiter der Gesellschaft nehmen Mandate in gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsgremien von großen
Kapitalgesellschaften wahr.
5.5 Mitglieder des Aufsichtsrats
| Timo Nurminen |
Catella Asset Management
Oy, Finnland |
|
Aufsichtsratsvorsitzender |
Head of Property
Investment Management |
| Christoffer
Abramson |
Catella AB (publ),
Schweden |
| stellvertretender
Aufsichtsrats- |
Chief Executive Officer
(CEO) |
| vorsitzender |
|
| Bernd Schöffel |
Wirtschaftsprüfer,
Steuerberater |
| Peter Scherkamp |
Selbständiger
Unternehmensberater |
| Mattias Brodin |
Catella AB (publ),
Schweden |
| bis 09.03.2023 |
Chief Financial Officer
(CFO) |
| Johanna
Bjärnemyr |
Catella AB (publ),
Schweden |
| ab 16.05.2023 |
Head of Group Legal |
5.6 Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar
beträgt TEUR 198 inklusive der gesetzlichen
Umsatzsteuer. Davon entfällt ein Betrag von TEUR 59
auf Abschlussprüfungsleistungen für das Vorjahr,
TEUR 118 wurden als Rückstellung für die
Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahrs
gebildet und TEUR 21 wurden vom Abschlussprüfer
für sonstige Leistungen berechnet.
5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
Abschluss des Geschäftsjahres
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres traten
keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über
die zu berichten wäre.
5.8 Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand der Catella Real Estate AG schlägt
vor, vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR
5.214.279,94 einen Betrag in Höhe von EUR 5.200.000,00
an die Aktionäre auszuschütten und die
verbleibenden EUR 14.279,94 den anderen
Gewinnrücklagen zuzuführen.
München, den
10.05.2024
Catella
Real Estate AG
- Der Vorstand -
Andreas
Wesner
Dr.
Bernd Thalmeier
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Catella Real Estate AG, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Catella Real Estate
AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Catella
Real Estate AG für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der
Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen,
die er in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen
im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
München, den 10. Mai
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Griesbeck,
Wirtschaftsprüfer
Drotleff,
Wirtschaftsprüfer
Auszug
aus der Niederschrift zur 16. ordentlichen Hauptversammlung
der Catella Real Estate AG vom 14.05.2024 in
München
Der Versammlungsleiter gab den Beschlussvorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat bekannt, den in der Bilanz zum
31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von
5.214.279,94 Euro wie folgt zu verwenden:
a) Ausschüttung einer Dividende an die
Aktionäre zum 23.05.2024 in Höhe von insgesamt
5.200.000,00 Euro, damit 2,08 Euro je Namensaktie.
b) Der Gewinnvortrag für das nächste
Geschäftsjahr beträgt 14.279,94 Euro.
c) Der Betrag in Höhe von 14.279,94 Euro wird in
den sonstigen Gewinnvortrag eingestellt.
Der Versammlungsleiter schlug vor, entsprechend zu
beschließen. Es wurden daraufhin weder Nein-Stimmen
noch Enthaltungen abgegeben. Der Versammlungsleiter stellte
fest, dass der Beschluss einstimmig gefasst wurde und
verkündete ihn.
Bericht
des Aufsichtsrates gemäß § 171 Abs. 2
Aktiengesetz
Im Jahr 2023 haben wir in vier Aufsichtsratssitzungen
die geschäftlichen Aktivitäten der Catella Real
Estate AG ("Gesellschaft") und deren Konformität mit
den Regelungen zur Corporate Governance erörtert. Alle
an den Vorstand der Gesellschaft gerichteten Fragen wurden
zeitnah und in befriedigender Weise beantwortet.
Wir, der Aufsichtsrat der Gesellschaft, bekamen in
der heutigen Aufsichtsratssitzung den jeweils aufgestellten
und geprüften Jahresabschluss, Lagebericht und
Abhängigkeitsbericht zusammen mit dem
Vorstandsvorschlag, den Bilanzgewinn des
Geschäftsjahres 2023 i.H.v. 5.214.279,94 Euro im
Betrag von 5.200.000,00 Euro auszuschütten, und den
Restbetrag von 14.279,94 Euro in den sonstigen
Gewinnvortrag für das nächste Geschäftsjahr
einzustellen, präsentiert.
In der heutigen Aufsichtsratssitzung erläuterte
KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit Sitz in
Berlin ("KPMG"), der Abschlussprüfer der Gesellschaft,
die wesentlichen Feststellungen ihrer
Prüfungstätigkeit und die entsprechenden
Darlegungen in ihrem Wirtschaftsprüfungsbericht in
zufriedenstellender Weise. Wir teilen die
Einschätzung, die KPMG in ihrem Report niedergelegt
hat.
Entsprechend erklären wir hiermit, dass gegen
den vorgelegten Prüfungsbericht des Jahresabschlusses
2023 keine Einwendungen bestehen. Wir haben in der heutigen
Aufsichtsratssitzung den aufgestellten Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist
somit festgestellt.
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, von dem
Bilanzgewinn in Höhe von 5.214.279,94 Euro an die
Aktionäre eine Ausschüttung in Höhe von
5.200.000,00 Euro zu beschließen und den
verbleibenden Betrag in Höhe von 14.279,94 Euro in den
sonstigen Gewinnvortrag für das nächste
Geschäftsjahr einzustellen.
München, 14. Mai
2024
Der
Aufsichtsrat
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14.
Mai 2024 festgestellt.
|