Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
BOKELA GmbH
Tullastraße 64, 76131 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Toru Takano seit 5.9.2023 | Geschäftsführer |
Ralf Bruder seit 22.7.2019 | Prokura |
Jens-Martin Rossel seit 4.7.2019 | Prokura |
Reiner Karl Weidner seit 4.1.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
TSUKISHIMA HOLDINGS CO., LTD. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOKELA GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Wirtschaftliche Aktivitäten Die BOKELA GmbH zählt als leistungsstarkes, selbständig agierendes Unternehmen im Konzernverbund der Tsukishima Holdings Co., Ltd., Tokio, Japan, zu den international führenden Anbietern moderner Filtrationsanlagen für die Prozessfiltration. Die innovativen Filtrationstechnologien der BOKELA GmbH repräsentieren den neuesten Stand der Technik und bieten Kunden für die unterschiedlichsten Anwendungen in beispielsweise der Chemie- oder Rohstoffindustrie wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen. Grundlage für den anhaltenden Erfolg der BOKELA GmbH ist das engagierte Team hochqualifizierter und erfahrener Mitarbeiter * Innen. Weltweit schätzen Kunden das verfahrenstechnische und anwendungsspezifische Know-how sowie die Kompetenz der BOKELA GmbH zur Lieferung und Installation hochleistungsfähiger Filtrationsanlagen. Im Rahmen des Product-Lifecycle-Managements unterstützt die BOKELA GmbH ihre Kunden mit umfassenden Ersatzteil- und Serviceleistungen (After Sales Geschäft). Sie begleitet ihre Kunden während des Aufbaus und der Inbetriebnahme und über die gesamte Lebenszeit einer BOKELA Filtrationsanlage. Dabei ist eine langfristige, vertrauensvolle Partnerschaft von entscheidender Bedeutung. Im Bereich der Filtermodernisierung ist die BOKELA GmbH international führend. Sie modifiziert und optimiert für ihre Kunden Filtrationsanlagen aus eigener Fertigung und auch anderer Filterhersteller, um Leistungssteigerungen von bis zu 150% zu erreichen. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur des Jahres 2023 wurde durch die anhaltende Inflation, ein schwaches Handelswachstum und erhöhte geopolitische Spannungen gedämpft. Insbesondere in zinssensiblen Sektoren wie dem Immobilienmarkt und in Volkswirtschaften mit einem auf Fremdfinanzierung angewiesenem strukturellen Schuldenproblem hat sich die Wirtschaftstätigkeit verlangsamt. Gemäß dem Wirtschaftsausblick der OECD vom November 20231 wird die Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2023 bei 2,9% liegen, gegenüber der letztjährigen Prognose von 3,1%. Verglichen mit dem Ist für 2022 von 3,3%2 ergibt sich ein Rückgang um 0,4%-Punkte. Fokussiert man den Blick auf die G20, die auch die Hauptabsatzmärkte der BOKELA GmbH enthalten, ist festzustellen, dass diese mit 3,1% insgesamt ein leicht höheres und mit Ausnahme von Argentinien, Deutschland und Saudi-Arabien für 2023 ein positives BIP Wachstum erreicht haben. Dem wird allerdings ein Absinken in 2024 und eine nur verhaltene Trendumkehr in 2025 folgen.3 Unverändert verloren die westlichen Industrienationen an Zugkraft, während die entwickelten schnell wachsenden asiatischen Volkswirtschaften ihre Position als Wachstumsmotor stabilisieren konnten. In Lateinamerika, wo die Gesellschaft einige Kunden hat, war die Entwicklung abwärtsgerichtet, soll sich bis 2025 aber landesabhängig mit Wachstumsraten zwischen 2,0% - 3,0% stabilisieren.4 Aus Sicht der Gesellschaft haben sich alle relevanten Märkte entsprechend den Erwartungen entwickelt, da im vorjährigen Prognosebericht ein weltweites Wachstum gemäß der OECD von 3,1% erwartet wurde, was letztlich dem Durchschnitt der G20 entspricht. Bei der BOKELA GmbH haben sich das moderate Wachstum und die absehbare wirtschaftliche Eintrübung im Auftragseingang gespiegelt. Über alle Applikationen und regionalen Absatzmärkte hinweg war eine Zurückhaltung bei den Kundenanfragen und die Verschiebung von Projekten zu beobachten. Konsequenz war, dass nur zwei Neuprojekte gewonnen werden konnten. Gemessen an den gemittelten Umsätzen der vergangenen Jahre verfügt die Gesellschaft über einen Auftragsbestand, der in etwa dem von drei Geschäftsjahren entspricht. Es wurde erneut deutlich, dass die hohe Exportorientierung der Gesellschaft wesentlich zur Stabilisierung von Auftragseingang und Umsatz beiträgt. Der Exportanteil ist von 82% in 2022 auf rund 91% in 2023 gestiegen, was sich aus Umsätzen in China erklärt. Im Einzelnen konnten insbesondere ein Großprojekt in China in dem Marktsegment BDO sowie ein Filterumbau akquiriert werden. Im After Sales Geschäft lag der Auftragseingang in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und hat zumindest die geplanten Erwartungen erfüllt. Damit war die Gesellschaft unverändert in ihren angestammten Märkten, über den Auftrag aus der chemischen Industrie aber auch in neuen Zielmärkten erfolgreich. Dass die Entwicklung trotz des marktwirtschaftlichen Umfeldes und der steigenden Produktionskosten stabil blieb, dürfte grundsätzlich auf die technologisch herausragenden Filtrationslösungen der Gesellschaft zurückzuführen sein. Innerhalb der Chemie liegt der Fokus weiterhin auf den BDO- und CTA/PTA-Marktsegmenten5, die aufgrund der komplexen Anforderungen prädestiniert sind für die Lösungen der BOKELA GmbH. Aus der in diesem Bereich seit 2020 bestehenden erfolgreichen Kooperationen mit einem amerikanischen Rechteinhaber sowie mit einem asiatischen Lizenzgeber für Produktionsprozesse hat die Gesellschaft Vorteile gezogen und erwartet solche auch für die Zukunft. Neben den Herausforderungen aufgrund der gestiegenen Inflation und den Gegenmaßnahmen der Zentralbanken, der instabilen Lieferketten, der Maßnahmen im Rahmen der Energiewende und des zunehmenden Nationalismus, war auch die Deckung des Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften unverändert schwierig. Die Arbeitslosenquote innerhalb der OECD lag im September 2023 mit 4,8% auf dem niedrigsten Niveau seit 2001. In Europa wurde mit 6,5% der niedrigste Wert seit Aufzeichnung dieser Daten in 1990 verzeichnet.6 Infolgedessen konnten bei der BOKELA GmbH Vakanzen nicht mit dem benötigten fachlichen Personal besetzt werden. II. Ertragslage 1. Umsatzentwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte für eines der Großprojekte in China in der Anwendung CTA/PTA die Abnahme erreicht werden, weshalb die Gesellschaft Umsatzerlöse in bisher einmaliger Höhe von Euro 42,5 Millionen ausweist und den Vorjahreswert von Euro 6,5 Millionen um ein Vielfaches übertrifft. Insoweit war die Umsatzentwicklung mehr als zufriedenstellend, auch wenn aufgrund von Verzögerungen bei anderen Projekten sowie unter dem Budget liegenden Umsätzen im After Sales der insgesamt budgetierte Wert von nahezu Euro 50,0 Millionen nicht erreicht werden konnte. Ursächlich für die Projektverschiebungen ebenso wie für die reduzierten After Sales Umsätze waren abweichend zum Vorjahr weniger bestehende Einschränkungen in der Materialverfügbarkeit und in den Fertigungskapazitäten, als vielmehr Verzug auf den Baustellen der Kunden oder bei geplanten Shutdown-Terminen zur Wartung der Anlagen. Aufgrund des anhaltend hohen Auftragsbestands sieht die Gesellschaft weiterhin positiv in die Zukunft. 2. Aufwands- und Ertragsentwicklung Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator EBIT (TEUR 5.520; Vj -TEUR 2.093) und das Jahresergebnis sind entsprechend positiv. Der als Differenz zwischen Gesamtleistung und Materialaufwand berechnete Gross Profit ist absolut im zweistelligen Bereich gestiegen, in Relation zu den Umsatzerlösen allerdings von 74,4% auf 37,6% gesunken. Damit liegt er nach dem aus Sondereffekten resultierenden außerordentlich hohen relativen Niveau des Vorjahres wieder innerhalb einer erwartbareren Bandbreite, jedoch unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Dies erklärt sich aus dem hohen Anteil an Großprojekten in neuen Anwendungen am Gesamtumsatz bei denen der Ertrag naturgemäß geringer ausfällt als bei kleineren, insbesondere Wiederholungsprojekten und im After Sales Geschäft. Auf der Aufwandsseite bilden dem Geschäftsmodell der BOKELA GmbH entsprechend die Aufwendungen für bezogene Waren sowie für Personal die größten Positionen. Zur Beurteilung ersterer muss die Bestandsveränderung berücksichtigt werden, womit sich sowohl absolut als auch relativ ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr zeigt, der die oben beschriebene Veränderung des Gross Profit bestätigt. Die Personalintensität hat sich von 16,9% in 2022 auf 19,5% in 2023 erhöht, weil für die abgerechneten größeren Projekte ein Großteil der Stunden bereits in den Vorjahren geleistet wurde und sich dieser Effekt über die negative Bestandsveränderung auf die Gesamtleistung auswirkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 2.131 erhöht, was im Wesentlichen auf Provisionszahlungen sowie Beratungskosten zurückzuführen ist. Zusammenfassend konnte ein der Vorjahresprognose entsprechender bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator EBIT im siebenstelligen Bereich erwirtschaftet werden. 3. Personalbereich Der durchschnittliche Personalstand ist mit 66,5 Mitarbeiter * Innen (Vj 66,8) unverändert, der Stand per 31. Dezember 2023 lag mit 65,0 unter dem Vorjahr von 69,0. Aufgrund des hohen Auftragsbestands war allerdings ein Personalaufbau um vier Personen geplant, dessen Umsetzung die Situation auf dem Arbeitsmarkt aber entgegenstand. Zukünftige Personalanpassungen sind an den Auftragsbestand und Auftragseingang gekoppelt.Ein Aufbau soll, wie im Vorjahr, erst umgesetzt werden, nachdem Optimierungspotentiale ausgeschöpft worden sind oder er für die Ausnutzung von Wachstumsoptionen erforderlich ist. Für 2024 sind Neueinstellungen im Bereich Verfahrenstechnik, Projektmanagement und Vertrieb geplant, um die termingerechte Abwicklung der vorhandenen Aufträge zu gewährleisten und die Auftragsgenerierung zu stabilisieren. III. Vermögens- und Finanzlage Das Working Capital der BOKELA GmbH ist von TEUR 2.515 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 7.330 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Eine Veränderung, die sich vornehmlich mit dem gestiegenen Bestand an liquiden Mitteln (plus TEUR 12.313), höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (plus TEUR 3.700) sowie gegenläufig den gesunkenen unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen (minus TEUR 8.426) begründen lässt. Die liquiden Mittel erklären sich aus hohen Anzahlungen für vier laufende Großprojekte in China mit einem Auftragsvolumen von etwa Euro 51 Millionen und dem Projektfortschritt folgenden erst nachgelagerten Mittelabflüssen für Materialeinkäufe. Die Forderungen enthalten die Schlussrechnungen für das in 2023 abgerechnete CTA/PTA-Projekte, welches auch ursächlich für die negative Bestandsveränderung ist. Insgesamt war die Liquiditätslage besser als erwartet. Einschließlich der Linien für kurzfristige Kredite bestehen unverändert Kreditlinien in Höhe von Euro 10 Millionen insbesondere zur Ausreichung von im Rahmen des Projektgeschäfts üblichen Anzahlungs-.Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften. Die kurzfristigen Linien wurden nicht, die Linien für Avale im üblichen Umfang genutzt. Für die CTA/PTA-Projekte wurde eine Erweiterung der Aval-Linien über die Hausbank der Muttergesellschaft in Tokio eingerichtet. Alle Linien sind durch Garantien der Muttergesellschaft besichert. Die Eigenkapitalquote hat sich entsprechend der Prognose deutlich von 13,3% im Vorjahr auf 18,9% verbessert. Den erhaltenen Anzahlungen stehen im betreffenden Wirtschaftsjahr zu 40% entsprechende Leistungen gegenüber, was an den laufenden Anzahlungen für die BDO- und CTA/PTA-Projekte und teilweisen Verzögerungen bei deren Fertigung liegt. Letztendlich haben sich die Vermögens- und Finanzlage und insbesondere die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft entsprechend den Erwartungen entwickelt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken Im Anlagenbau und in der Prozesstechnik mit ihren hohen Investitionsvolumina und den langen Amortisationszeiten kann eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einer geringeren Investitionsbereitschaft der Unternehmen mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Absatzchancen der BOKELA GmbH führen. Dieses grundsätzliche Risiko wird durch die Eintrübung der Weltwirtschaft, die straffere Geldpolitik, die hohe Volatilität der Märkte mit korreliertem Vertrauensverlust sowie die Dekarbonisierung mit ihren Auswirkungen auf Stammmärkte der Gesellschaft verstärkt. Inwieweit sich der anhaltende militärisch Konflikt in der Ukraine, der Krieg zwischen Israel und der Hamas sowie der von der Volksrepublik China unverändert geltend gemachte Anspruch auf den Anschluss der Republik China (Taiwan) auswirken, ist aktuell nicht abzusehen. Das größte wirtschaftliche Risiko besteht für die Gesellschaft im Falle einer Intervention von China in Taiwan. Die zu erwartenden Gegenmaßnahmen seitens der westlichen Staatengemeinschaft hätten gravierende negative Auswirkungen auf die laufenden Projekte, den Auftragseingang und die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Die aktuell bestehende hohe Abhängigkeit vom chinesischen Markt sowie die aus den globalen Dekarbonisierungszielen erwartbaren Effekte auf das Projekt- und After Sales Geschäft insbesondere der Kohleindustrie sind neue Risiken, die es zu bewerten gilt. Vor diesem Hintergrund hat die BOKELA GmbH ein Projekt zur Anpassung der strategischen Ausrichtung gestartet. Zwar soll der Mix aus Branchendiversifikation, internationalem Ausbau der geschäftlichen Aktivitäten sowie Analyse von Realisierungswahrscheinlichkeiten für Projekte bestehen bleiben, allerdings müssen die bisherigen Schwerpunkte verschoben, neue Märkte erschlossen und zukunftsfähige Produkte entwickelt werden. Im Projektgeschäft ist vertriebsseitig die Kombination aus Eigenvertrieb, Vertriebsrepräsentanten auf Provisionsbasis sowie Kooperationen mit Rechteinhabern an und Lizenzgebern für Produktionsprozesse etabliert worden. Der Ausbau des After Sales Geschäfts als kostendeckende Grundauslastung zeigt zwischenzeitlich nachhaltige Wirkung, ist aber noch nicht auf dem angestrebten Niveau. Mit den eingeleiteten Maßnahmen sollen ein stabiles Geschäft sowie, trotz des Wettbewerbs- und Preisdrucks, die Profitabilität gesichert werden. Im Portfolio enthaltene Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen unterstützen diese Zielsetzung. In Märkten, die der Anfangsinvestition eine höhere Entscheidungsrelevanz beimessen als den laufenden Kosten, stehen die technologisch anspruchsvollen Filter aber unter hohem Preisdruck. Dem Preisrisiko auf der Beschaffungsseite wird durch die Erweiterung der Lieferantenbasis und konstruktive Anpassungen an den Filtern begegnet. Der Handlungsdruck bleibt hoch, da komplette Fertigungsanlagen unverändert von nur einem Lieferanten bezogen werden, Wettbewerber mit globalen Produktionskapazitäten Lohnkostenvorteile nutzen sowie Anbieter aus Niedriglohnländern qualitativ aufzuholen beginnen. Liquiditätsseitig ist die Gesellschaft aktuell gut aufgestellt. Liquiditätsengpässe können sich trotz vereinbarter Anzahlungen aufgrund der Verschiebung von Auslieferungen oder Inbetriebnahmen von Projekten ergeben. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsmanagement betrieben in das die Muttergesellschaft einbezogen ist. Diese besichert alle Linien für Kredite und Avale und stellt bei großvolumigen Projekten Bürgschaften über ihre Hausbank. Lieferantenseitig werden die Zahlungsverpflichtungen mit den erhaltenen Anzahlungen und mit den Zahlungsplänen der Kunden abgestimmt. Risiken durch die Ausfälle von Finanzinstrumenten wie Forderungen gegenüber Kunden oder internationalen Banken, werden durch zeitnahes Zahlungsmanagement mit Hilfe der gängigen Zahlungsinstrumente wie Akkreditive weitestgehend abgesichert. Währungsrisiken werden den Vorgaben der Muttergesellschaft folgend im Zeitpunkt der Kundenbestellung besichert, wobei der Großteil der Geschäfte in Euro abgewickelt wird. Dem Risiko einer Rückabwicklung von erhaltenen und begonnenen Aufträgen oder in Betrieb gegangenen Anlagen begegnet die Gesellschaft über die engmaschige Betreuung der Projekte durch ihr hochspezialisiertes Personal. Trotzdem besteht das Risiko aufgrund der komplexen Prozesse bei der mechanischen Fest-Flüssig-Trennung grundsätzlich, wird aber basierend auf den bisherigen Erfahrungen als eher gering eingestuft. In den Verträgen über den Verkauf der BDO- und CTA/PTA-Filter sind Vertragsstrafen für den Fall verspäteter Lieferungen und vereinzelt für das Nichterreichen festgelegter Filtrationsparameter in insgesamt einstelliger Millionenhöhe vereinbart. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird zum jetzigen Zeitpunkt als wenig wahrscheinlich bewertet. Sollten die Vertragsstrafen dennoch teilweise fällig werden, könnte dies zu einem negativen Jahresergebnis der Gesellschaft in 2024 allerdings nicht zu Liquiditätsengpässen führen. Qualifiziertes Personal zu finden ist aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und die Besetzung offener Stellen deshalb nicht gewährleistet. Um attraktiv zu bleiben, wurde die Arbeitszeit flexibilisiert, mobiles Arbeiten sowie die Montagsregelung für bewegliche Feiertage eingeführt und werden freiwillige Leistungen, wie Altersvorsorge, Kranken- und Unfallschutz angeboten. Des Weiteren hat die Gesellschaft bei ihrer australischen Tochtergesellschaft sowie über einen chinesischen Kooperationspartner jeweils lokale Ressourcen aufgebaut. 2. Chancen Die BOKELA GmbH hat durch ihre hohe Kompetenz in der Erarbeitung kundenspezifischer Prozesslösungen für die Fest-Flüssig-Trennung und in der Entwicklung von qualitativ hochwertigen technischen Produkten, unverändert gute Chancen sowohl in den bisherigen Stammmärkten als auch in neuen Anwendungen Projekte zu akquirieren. Dabei setzt sie auf effiziente, ressourcenschonende Lösungen mit niedrigen Betriebskosten bei störungsarmer Betriebsweise und geringem Wartungsbedarf. Die globale Fokussierung auf nachhaltige Energieerzeugung und Produktionsprozesse birgt neben dem genannten Risiko im Bereich Kohle auch Chancen für die Gesellschaft. In der Kohle kann die längere Nutzung bestehender Anlagen einen erhöhten Ersatzteilbedarf mit positiven Effekten auf das After Sales Geschäft generieren. Neues Marktpotential bergen die bei der Erzaufbereitung anfallenden feinkörnigen Rückstände, die sogenannten Tailings. Mit modernsten Filteranlagen können feste Partikel abgetrennt und mit reduziertem Risiko gelagert sowie Wertstoffe umweltgerecht extrahiert werden. Ferner kommen Filter zur Fest-Flüssig-Trennung bei der Produktion der für die Elektromobilität und regenerativ erzeugten Strom erforderlichen Akkumulatoren zum Einsatz. Um im Anwendungsbereich Tailings neue Marktpotentiale erschließen zu können, hat die Gesellschaft eine vorhandene Filtrationslösung technisch weiterentwickelt und die Größe nach oben skaliert. Erste vorliegende Anfragen zeigen das bestehende Interesse auf Seiten der Kunden. Über einen Technologietransfer mit der Tsukishima Kikai Co., Ltd., bieten sich Möglichkeiten zur Ausweitung der Produktpalette und der Absatzmärkte auch in Richtung Elektromobilität. Erster Erfolg ist die Kooperation bei einem Großauftrag in Europa in einer Zukunftstechnologie und die Übernahme des After Sales Geschäfts für diese Anlage. Absatzmöglichkeiten haben sich zudem in der chemischen und pharmazeutischen Industrie durch ein Filter geringer Baugröße, das auf die Mikro- und Ultrafiltration von mikrofeinen bis nano-skalaren Suspensionen ausgelegt ist ergeben. In spezifischen Anwendungen existieren Alleinstellungsmerkmale. Die Investitionszyklen im Bereich der Filtration von BDO sowie insbesondere von CTA und PTA laufen langsam aus. Durch die bisher gewonnenen sowie installierten Projekte befindet die Gesellschaft sich in einer guten Wettbewerbsposition und sieht deshalb trotz der Abschwächung und des zunehmenden Preisdrucks weiteres Auftragspotential. Die umfangreiche Erfahrung in Modernisierung und Umbau bestehender Eigen- und Fremdanlagen verbunden mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein kann mittelfristiges Marktpotential bedeuten, da die Nutzungsdauer vorhandener Filteranlagen verlängert werden könnte, bis neue, umweltfreundlichere Technologien entwickelt worden sind. Die notwendige Laufzeitverlängerung vorhandener Anlagen ist vielfach nur durch eine Modernisierung der bestehenden Filter möglich. Modernisierungs- und Umbauprojekte haben häufig ein kleineres Volumen oder werden im Falle von Anlagen mit mehreren Filtern über einen längeren Zeitraum gestreckt. Dadurch könnte sich für die Gesellschaft eine gleichmäßigere Auslastung und eine geringere Abhängigkeit von einzelnen großen Neuanlagenprojekten ergeben. Forschung und Entwicklung im engeren Sinn betreibt die Gesellschaft nicht. Vielfach gibt es zur Erreichung von anwendungsspezifischen Ergebnissen verschiedenste technologische Wege, weshalb das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungen die Chancen übersteigt. Deshalb ist der Weg beschritten worden, im Rahmen des auftragsbezogenen, projektspezifischen Engineerings Neuentwicklungen voranzutreiben und das vorhandene Produktportfolio kontinuierlich weiter zu entwickeln. V. Prognosebericht Durch eine unerwartet stabile Konjunktur in den USA und einigen anderen rohstoffproduzierenden Ländern, vorpandemischen Wachstumsraten in den Schwellen- und Entwicklungsländern insgesamt sowie dem Wachstum in China hat die Weltwirtschaft in 2023 einen moderaten Wachstumspfad beibehalten. Für 2024 sieht die OECD die Risiken in der Kerninflation und einer strafferen Geldpolitik, geopolitischen Spannungen, zunehmenden Handelsbeschränkungen sowie den Kosten der Energiewende, die gemeinsam zu großer Unsicherheit und gesunkenem Vertrauen führen. Die globalen wirtschaftlichen Divergenzen mit der Ungleichverteilung von Wachstum und Risiken bleiben bestehen. Zusammenfassend geht die OECD von einem Absinken der Wachstumsrate des globalen BIP in 2024 auf 2,7% und einer leichten Erholung auf 3,0% in 2025 aus.7 Die Entwicklung für die aktuellen Hauptabsatzmärkte der BOKELA GmbH ist obigem Bild entsprechend uneinheitlich.8 Während das BIP-Wachstum 2024 und 2025 für Australien (1,9%/1,4%/2,1%), Brasilien (3,0%/1,8%/2,0%), Kanada (1,2%/0,8%/1,9%) und Indien (6,3%/6,1%/6,5%) nach einem Absinken in 2024 im Jahr 2025 wieder nach oben dreht, bleibt der Trend für China (5,2%/4,7%/4,2%) fallend. Positiv ist der Trend ebenfalls in Kerneuropa9 (0,6%/0,9%/1,5%). Aus Applikationssicht hat sich der Investitionszyklus für CTA/PTA-Anlagen stark abgeflacht. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum bis 2029 um rund 25%10 zeigt sich bei der BOKELA GmbH weder in umfangreichen Kundenanfragen noch im Auftragseingang. Für den BDO-Markt wird bis 2029 ein jährliches Wachstum von rund 3,0% und für biobasiertes BDO sogar von 9,4% erwartet.11 Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einer Ausschreibung erfolgreich und hofft aufgrund der hohen Marktpräsenz in China auf weitere Aufträge. Die IAE geht davon aus, dass die weltweite Kohlenachfrage von dem hohen Niveau in 2022 mit 8,42 Milliarden Tonnen bis 2026 um 2,3% sinkt, wobei sinkende Mengen bei der Thermalkohle durch eine steigende Nachfrage nach metallurgischer Kohle ausgeglichen werden. Produktionsseitig markiert 2023 mit 8,7 Milliarden Tonnen ein Allzeithoch, insbesondere weil China die Produktion erhöht hat um unabhängiger zu werden.12 Für die BOKELA GmbH zeichnet sich aufgrund der voraussichtlichen Fertigstellung von weiteren BDO-Projekten erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr ab. Diese Einschätzung wird durch Potential im After Sales Geschäft aufgrund von Kooperationen in China sowie einer positiven Prognose für das Ersatzteilgeschäft in Australien gestützt. Nach sehr verhaltenen Bestellungen in den letzten Jahren wird in diesem von der Kohleindustrie dominierten Markt Nachholbedarf gesehen. Territoriale Chancen zur Akquisition neuer Projekte werden insbesondere in China und Europa sowie vereinzelt auch in Afrika und Südamerika gesehen. Applikationsseitig sind vor allem die BDO-Industrie sowie in der chemischen Industrie das oben erwähnte Filter zur mikro- bis nanoskalaren Filtration von Relevanz. Daneben verspricht sich die Gesellschaft über das neu entwickelte Filter für Tailings-Anwendungen weiteren Auftragseingang sowie mittelfristig eine Reduktion der Abhängigkeit von dem chinesischen Markt. Projekte mit Kohleminen in Australien oder Kanada werden in kleinerem Umfang erwartet, da zumindest in den Ländern Eurasiens sowie in China, Indien und Indonesien neben der Gewinnung von Stahl auch die von Energie mittelfristig über diesen Energieträger erfolgen wird. Nach dem außerordentlich hohen Gewinn im Geschäftsjahr 2023 wird für 2024 ebenfalls ein positives Ergebnis erwartet. Da dies aber von zwei Großprojekten abhängig ist, kann sich im Falle von Verzögerungen bei der Inbetriebnahme auch ein Verlust ergeben. Grundsätzlich werden die kommenden Jahre nicht einfach, da die starke Abhängigkeit von den Applikationen BDO und CTA/PTA beseitigt werden muss, der Wettbewerbsdruck unverändert hoch ist und die fehlende internationale Präsenz das ohnehin schwierige Akquirieren von Kunden und Erschließen von Absatzmärkten erschwert. Die nach einer zeitweisen Beruhigung wieder nach oben zeigenden Preistrends bei Stahl und Energie sowie die steigende Auslastung der Logistikdienstleister erschweren die Situation. Hinzu kommen durch die Inflation und geringe Arbeitslosigkeit steigende Personalkosten sowie hohe Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Nachfrage nach CTA/PTA-Anwendungen sowie der Endprodukte Aluminium und Kohle. Projekte zur Verbesserung der Kostensituation sowie zur Erhöhung des Marktpotenzials sind unverändert implementiert, konnten aber aufgrund der hohen operativen Auslastung und fehlender Kapazitäten nicht befriedigend vorangetrieben werden. Der Schwerpunkt liegt deshalb weiterhin auf der deckungsbeitragsorientierten Auftragsgewinnung. Es wird darauf hingewiesen, dass die Ausführungen in diesem Prognosebericht die sich aus den geopolitischen Spannungen sowie aus der Dekarbonisierung ergebenden Auswirkungen nicht vollständig berücksichtigen, da diese sowohl bezüglich der wirtschaftlichen Effekte als auch der zeitlichen Dauer nur schwer beurteilt werden können. Insbesondere ist nicht absehbar, wie die Preise für Rohmaterialien und Energie reagieren. Sollten diese steigen, würde dies die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber insbesondere chinesischen und indischen Mitbewerbern negativ beeinflussen. Insgesamt kann sich abhängig von diesen Faktoren sowie der Geldpolitik der Zentralbanken die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft schlechter darstellen als in diesem Prognosebericht erläutert. Zum Jahresende 2024 wird ein positives EBIT im siebenstelligen Bereich, als bedeutsamer finanziellerLeistungsindikator, erwartet. Ebenso wird sich die Eigenkapitalquote verbessern. Die Verschuldungssituation der Gesellschaft dürfte sich stabil entwickeln, da aus CTA/PTA- und BDO-Projekten weitere Anzahlungen zu erwarten sind, die nicht in voller Höhe sofort an die Lieferanten der Gesellschaft abfließen werden. Anhaltspunkte, die auf eine Verschlechterung der Zahlungsfähigkeit oder eine Gefährdung des Fortbestands der BOKELA GmbH hindeuten, sind aktuell nicht bekannt. 1 vgl. OECD (2023), OECD Econonmic Outlook, Volume 2023 Issue 2: Preliminary version, No. 114, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/7a5f73ce-en 2 vgl. OECD (2023), OECD Econonmic Outlook, Volume 2023 Issue 1: OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/ce188438-en 3 vgl. OECD (2023), OECD Econonmic Outlook, Volume 2023 Issue 2: Preliminary version, No. 114, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/7a5f73ce-en 4 World Bank. 2023. Wired. Digital Connectivity for Inclusion and Growth. October 2023. Washington, DC: World Bank 5 BDO = Butandiol (Vorprodukt u.a. für Spandex und den biologisch abbaubaren Kunststoff PBAT), CTA/PTA = rohe und reine Terephthalsäure (Vorprodukte von Polyestern u.a. für die Textilindustrie und PET-Flaschen) 6 vgl. OECD Statistics News Release Unemployment, Paris, 14 November 2023, Reference Period: September 2023 7 vgl. OECD (2023), OECD Econonmic Outlook, Volume 2023 Issue 2: Preliminary version, No. 114, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/7a5f73ce-en 8 vgl. OECD Economic Outlook No. 114 - November 2023, Data extracted on 15 Jan 2024 11:14 UTC (GMT) from OECD.Stat, https://stats.oecd.org/index.aspx?DataSetCode=EO 9 Austria, Belgium, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Ireland, Italy, Luxembourg, Latvia, Lithuania, The Netherlands, Portugal, Slovak Republic, Slovenia, Spain 10 vgl. Statista ID1245249 "Market volume of purified terephthalic acid worldwide from 2015 to 2021, with a forecast for 2022 to 2029 (in million metric tons)", ©Statista 2022 11 vgl. https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/1-4-butanediol-market, https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/bio-based-1-4-butanediol-market 12 vgl. IEA Coal 2023 Analysis and forecast to 2026 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben 1. Zum Unternehmen Die BOKELA GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 104614 eingetragen. 2. Zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der auf den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB) aufgestellt worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (§§ 253 I 1, III i.V.m. 255 I HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren). Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer: Gebäude 33 Jahre, übrige 3 bis 18 Jahre), angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Waren werden zu Anschaffungskosten inklusive Nebenkosten angesetzt und nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (§ 255 II 2 HGB) bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem nominalen Rückzahlungswert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Nettowertes Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen in angemessener Höhe wurden nicht gebildet, da sie aus kaufmännischer Sicht nicht erforderlich sind. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs der Europäischen Zentralbank eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) am Bilanzstichtag bewertet. Bankguthaben in Fremdwährung werden ebenfalls mit dem Referenzkurs der EZB am Bilanzstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen (§ 277 V2 HGB) sowie im Anhang angegeben. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der Heubeck-Richttafel 2018 G (§ 285 Nr. 24 HGB). Die Rentendynamik wurde mit 2,0% p.a. berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,66% (7 Jahres-Durchschnittszins) (Vj 1,40%) angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Berechnung mit dem 7 Jahres-Durchschnittszins und der Berechnung mit dem 10 Jahres-Durchschnittszins (1,81%) beträgt TEUR 25 (Vj TEUR 74), das heißt die Pensionsrückstellung wäre um diesen Betrag geringer und dieser Unterschiedsbetrag wäre ausschüttungsgesperrt gem. § 253 VI 3 HGB. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 I 2 HGB). Die Rückstellung für Gewährleistung wurde pauschal mit 0,5% des Jahresumsatzes des laufenden und der beiden vorangegangen Kalenderjahre und Bildung eines gewichteten Durchschnitts berechnet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 I 2 HGB). III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Das in der Aufstellung des Anteilsbesitzes ausgewiesene Jahresergebnis der BOKELA Australia Pty, Ltd., ist insoweit vorläufig als der Jahresabschluss der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses weder geprüft noch festgestellt war. Die BOKELA do Brasil Processos de Separaҫão Mecânica Ltda. erstellt keine Abschlüsse mehr, da sie sich bis zur endgültigen Löschung in der nach Schließung der Gesellschaftemäß nationalem Recht einzuhaltenden Warteperiode befindet.Das Geschäftsjahr der BOKELA India Pvt, Ltd., endet jeweils zum 31. März eines Jahres. Der vorliegende Jahresabschluss ist geprüft und festgestellt. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2023 endgültig geschlossen. Das Ministry of Corporate Affairs, Neu-Delhi, Indien, hat die Schließung der Gesellschaft mit Schreiben vom 14. November 2023 bestätigt. Sie befindet sich nunmehr in der nach nationalem Recht einzuhaltenden Warteperiode von 7 Jahren.
Referenzkurs der EZB am Bilanzstichtag 1 AUD = 1,6263 EUR 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 40) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 6 (Vj TEUR 6). 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 3.065 (Vj TEUR 482) betreffen mit TEUR 781 Verkaufsprovisionen, mit TEUR 866 Personalkosten, mit TEUR 839 noch zu erbringende Leistungen für abgenommene und abgerechnete Projekte und mit TEUR 127 die pauschale Garantierückstellung. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
n den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 12 (Vj TEUR 18) enthalten. 5. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag, die zu einer Pflichtangabe im Anhang führen würden. Die Gesellschaft hat allerdings indirekt über ihre Banken Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften ausgereicht. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen sind unter der Annahme dargestellt, dass unbefristete Verträge zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Schadenersatz in Höhe von TEUR 118 (Vj TEUR 314), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 183 (Vj TEUR 98) und aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 47 (Vj TEUR 116). Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf TEUR 82 (Vj TEUR 54). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 85 (Vj TEUR 38) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 23 (Vj TEUR 26) aus der Aufzinsung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen. V. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 62,5 Mitarbeiter * Innen beschäftigt, davon 59,5 Angestellte und 3 Aushilfen. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet worden sind:
Mitglieder der Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch Reiner Karl Weidner, Geschäftsführer Karlsruhe Toru Takano, Geschäftsführer seit 5. September 2023 Yashio City, Japan Naoya Fujita, Geschäftsführer bis 5. September 2023 Yokohama City, Japan Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie der früheren Mitglieder der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen. Der Betrag der für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen beträgt TEUR 1.250. Größenabhängige Erleichterungen gem. § 288 II HGB wurden in Anspruch genommen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Tsukishima Holdings Co., Ltd., Tokio, Japan, das oberstes Mutterunternehmen ist, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Japan auf der Website der Muttergesellschaft (https://www.tskg.co.jp/en/ir/file/integrated_report/) veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss in Höhe von Euro 4.145.090,95 auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Karlsruhe, 8. März 2024 Rainer Weidner, Geschäftsführer Toru Takano, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BOKELA GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BOKELA GmbH, Karlsruhe - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOKELA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus. - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern da gestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 21. März 2024 WP
Mittelstand AG
Gertrud Deffner |
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