Finanz Informatik Solutions Plus GmbHLiquidiert

Theodor-Heuss-Allee 90, 60486 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 44164
Vorher
1822 S iNFORM Software GmbH
Eingetragen
1.12.1997
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieKreditinstitute des SparkassensektorsEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung von Sparkassen- und Bankinformatikanwendungen, in erster Linie von innovativen Softwarelösungen auf objektorientierter Basis; produktbezogene Organisations- und Technologieberatung; Vermarktung selbst entwickelter/beschaffter Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henrik Schulz
seit 18.4.2016
Prokura
Michael Anton Koch
seit 18.4.2016
Prokura
Christian Dr. Kalus
seit 5.2.2014
Geschäftsführer
Jochen Gag
seit 26.10.2004
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finanz Informatik Solutions Plus GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Finanz Informatik Solutions Plus GmbH

I. Geschäftsgrundlagen

1. Die Finanz Informatik Solutions Plus im Überblick

Die Finanz Informatik Solutions Plus GmbH (FI Solutions Plus) mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1997 gegründet und beschäftigt derzeit in Frankfurt, Fellbach und München mehr als 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind eine 100%ige Tochter der Finanz Informatik (FI), dem Digitalisierungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe. Als agiler Lösungspartner für Digitalisierung in der Sparkassen-Finanzgruppe entwickeln und betreuen wir Software aus Leidenschaft. In der FI-Gruppe und darüber hinaus sind wir kompetenter Ansprechpartner für Outsourcing-, Beratungs-, Entwicklungs- und Integrationsdienstleistungen für Geschäftsanwendungen der Finanzwirtschaft. Unsere Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) bündeln wir unter der Marke KIXpertS, über die wir entsprechende IT-Dienstleistungen anbieten.

Wir fokussieren unsere Dienstleistungen auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Sparkassen-Finanzgruppe. Unter Federführung der FI übernehmen wir auf der einen Seite zentrale Aufgaben bei der Auslagerung und Weiterentwicklung geschäftskritischer Anwendungen von Landesbanken, die ihre IT an die FI auslagern. Auf der anderen Seite fungieren wir für unsere Kunden auch als Generalunternehmer für die Entwicklung, Gestaltung und Betreuung geschäftskritischer Anwendungen. Dabei übernehmen wir die Gesamtverantwortung und sind zentraler Ansprechpartner für unsere Kunden. In diesen Fällen kümmern wir uns um alle softwarespezifischen Aufgaben und steuern darüber hinaus alle Infrastrukturaufgaben, die im Zusammenhang mit dem Anwendungsbetrieb stehen, sofern sie von unserer Schwester Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG (FI-TS) erbracht werden.

Unser Leistungsspektrum umfasst alle Phasen des Lifecycles einer Software: Angefangen von der IT-Beratung über die Unterstützung von IT-Organisationen und Fachbereichen in IT-Fragen, die Individualentwicklung und Integration von Anwendungssystemen bis hin zur Übernahme von Anwendungen ins Application Management. Darüber hinaus betreuen wir komplexe Anwendungslandschaften von Landesbanken sowie Verbundpartnern und bieten Integrations- und Entwicklungs-Dienstleistungen, zum Beispiel rund um die Gesamtbanklösung OSPlus, an. Ausgewiesene Kompetenzen in den Bereichen Business Intelligence mit den fachlichen Schwerpunkten Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement und Meldewesen inklusive Big-Data ergänzen unser Profil.

Unser Anspruch ist es, unseren Kunden qualitativ beste Leistungen anzubieten. Dass wir dazu in der Lage sind und bleiben, beruht auf unserer ausgewogenen Unternehmenskultur. Sie ist darauf ausgelegt, die Leistung des Einzelnen und des Teams zu fördern, lässt aber auch ausreichend Raum für Regeneration, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus sind eine offene Kommunikation und kurze Wege in unserer mittelständischen Organisation selbstverständlich. Dazu gehört auch der bereichsübergreifende Austausch von Wissen und Informationen sowie die gegenseitige Wertschätzung von Leistung und Persönlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2. Ziele und Strategien

Die FI Solutions Plus hat im Jahr 2021, im zweiten Jahr der coronabedingten Sondersituation, ihre Strategie zur konsequenten Unterstützung großer Organisationen in der Sparkassen-Finanzgruppe erfolgreich weiterverfolgt. Dabei profitierten wir von einer hohen Flexibilität und Professionalität, mit der wir die aktuellen Herausforderungen bewältigen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dank eines flächendeckendem Remote-Working Konzeptes - wie gewohnt - in vollem Umfang handlungsfähig. Die langjährigen vertrauensvollen Beziehungen zu den Kunden sowie die hervorragende Reputation, die wir uns in den vergangenen 25 Jahren erworben haben, tragen dazu bei, dass wir unsere strategischen Ziele beibehalten und konsequent verfolgen können.

Die FI Solutions Plus zählt zu den führenden Unternehmen im IT-Projektgeschäft. In zahlreichen IT-Projekten haben wir im Jahr 2021 für unsere Kunden Software entwickelt beziehungsweise über alle Phasen des Lifecycles hinweg betreut. Die entsprechenden Kompetenzen bauen wir kontinuierlich aus. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei fachlich versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit IT- und Projektmanagement-Kompetenzen. Die FI Solutions Plus unternimmt viel, um für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die vielfältigen Angebote und Initiativen zielen darauf ab, die Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber zu berücksichtigen, die Arbeitgeberpositionierung "Team der Lösungsfinder" weiter auszubauen und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Auszeichnungen wie "Kununu Top-Company", "Kununu Open Company" und die vom Jobportal Yourfirm vergebene "Toparbeitgeber im Mittelstand" sowie die überwiegende Anzahl an positiven Bewertungen auf dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu zeugen davon, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne bei der FI Solutions Plus arbeiten, uns als Arbeitgeber wertschätzen und auch weiterempfehlen. Diese Auszeichnungen und die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen uns, am hoch kompetitiven IT-Arbeitsmarkt weiterhin sehr gute Rekrutierungserfolge zu erzielen. Insbesondere die am Markt sehr gefragten Softwareentwickler, die Internetanwendungen auf Basis von JAVA/JEE, C , .NET, Oracle etc., Client/Server-Anwendungen auf Basis von JAVA, SmallTalk etc. sowie klassische Hostanwendungen auf Basis von Cobol, DB2 etc. entwickeln, werden auf uns aufmerksam und bewerben sich auf die ausgeschriebenen Positionen. Darüber hinaus streben wir an, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu binden und für unseren Bedarf passend zu qualifizieren.

Das kontinuierliche Wachstum im IT-Projektgeschäft setzt sich auch unter den anhaltenden Corona-Bedingungen fort und kann durch die Neueinstellungen adäquat bedient werden. Unsere Kunden suchen Unterstützung bei der Modernisierung von Unternehmenssoftware, der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen, der Abbildung regulatorischer Anforderungen in der IT bzw. bei Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Dies sind auch weiterhin die wesentlichen Herausforderungen der großen Organisationen in der Sparkassen-Finanzgruppe. Digitalisierungsinitiativen von Landesbanken, großen Sparkassen und Verbundunternehmen unterstützen wir mit modernen Anwendungen, bei denen wir innovative Technologien einsetzen.

Dazu gehören beispielsweise Automatisierungslösungen zur Prozessoptimierung im OSPlus Umfeld. Diese Technologien zielen darauf ab, standardisierte und auch individuelle Prozesse auf effiziente Weise zu automatisieren. Für diesen Zweck bietet die FI innerhalb der Gesamtbanklösung OSPlus zahlreiche Automatisierungsansätze an. Organisationen aus der Sparkassen-Finanzgruppe nutzen in diesem Punkt unsere Expertise, um optimal aufeinander abgestimmte Lösungen zu erhalten. Ein weiteres marktrelevantes Thema ist die Modernisierung von Software für den Einsatz in Cloud-Infrastrukturen. Hier verfügt die FI Solutions Plus über eine profunde Expertise und hat ein entsprechendes Toolset aufgebaut. Dazu gehören Kompetenzen sowie Fach- und Methodenwissen in den Bereichen Container- und Orchestrierungstechnologien. Diese haben wir systematisch aufgebaut und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Auf diese Weise unterstützen wir in der Sparkassen-Finanzgruppe den digitalen Wandel.

Ende 2021 ist das KI Competence Center der FI-Gruppe, KIXpertS, plangemäß ins Ziel gelaufen. Wir führen die Marke ab 2022 in Eigenverantwortung weiter. Für die zwei zukunftweisenden Use Cases auf Basis von Künstlicher Intelligenz Isabel und DFKO (Digitalisierung Firmenkunden Offenlegung) haben wir vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. Berlin/ Bonn (DSGV) das "Unterstützungsbudget für Forschung & Entwicklung zur Förderung digitaler Innovationen" beworben. Beide Use Cases haben wir auf dem FI-Forum 2021 der Sparkassen-Finanzgruppe vorgestellt und in der Evidenzstelle der Sparkassen-Finanzgruppe veröffentlicht. Isabel ist eine KI-basierte Vertriebsassistentin, die die Beratenden in den Service-Centern der Sparkassen bei der telefonischen Betreuung und Produktberatung von Kunden unterstützt. DFKO ist eine KI-basierte Lösung zur Digitalisierung des Offenlegungsprozesses im Firmen- und Gewerbekundengeschäft.

Unser strategischer Anspruch bleibt es, führend in der Gestaltung und Betreuung unternehmenskritischer Softwarelösungen für die Finanzwirtschaft zu sein. Gestützt wird dieser Anspruch im Jahr 2021 unter anderem durch das erfolgreiche Rezertifizierungsaudit der ISO 27001: "Informationssicherheitsmanagement" sowie der Weiterentwicklung unserer operativen Security. Dies sind wesentliche Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung und unterstützen das Ziel, die Zusammenarbeit mit unseren Kunden konsequent auszubauen und neue Kunden sowie IT-Projekte innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe zu gewinnen.

3. Forschung und Entwicklung

Alle Entwicklungsarbeiten erfolgen im Kundenauftrag und werden als Aufwands- oder Festpreisprojekt abgerechnet.

II. Wirtschaftsbericht

1. IT-Branche

Stabiles Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld: Nach Einschätzungen des Branchenverbands Bitkom legen in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK)-Branche Umsatz und Beschäftigung 2022 trotz der Herausforderungen von Pandemie, Lieferengpässen, Inflation und Fachkräftemangel weiter zu. Bereits 2021 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt deutlich. Das Volumen wuchs um 3,9 Prozent auf 178,4 Milliarden Euro, was vor allem am guten Geschäft mit IT-Hardware und Software lag. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll Bitkom-Berechnungen zufolge 2022 um 3,6 Prozent auf 184,9 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 39.000 zusätzliche Jobs schaffen. Aktuell sind 1,25 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Das Geschäftsklima bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020.

Der Bitkom-ifo-Digitalindex lag im Dezember 2021 bei 24,0 Punkten und notierte damit um 17 Punkte höher als das Geschäftsklima der Gesamtwirtschaft. Digitalisierung wird als Teil der Lösung der Krisen und Herausforderungen gesehen.

Das Segment der Informationstechnik wird 2022, wie im Vorjahr, weit überdurchschnittlich zulegen und seine Bedeutung als größtes Branchensegment weiter ausbauen. Die Umsätze überstiegen 2021 erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke und werden nach Bitkom-Berechnungen dieses Jahr um 5,9 Prozent auf 108,6 Milliarden Euro zulegen. Am stärksten wächst das Software Segment, das besonders durch das Cloud Geschäft angetrieben wird, mit einem kräftigen Plus von 9,0 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro. Auch der Umsatz mit IT Hardware legt deutlich zu, um 5,7 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Das Geschäft mit IT Services, wozu unter anderem die IT Beratung gehört, wächst stabil um 3,9 Prozent auf 43,0 Milliarden Euro.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Geschäftstätigkeit und Umsatzentwicklung

In dem weiter stetig wachsenden Markt der IT-Dienstleistungen konnten wir die Gesamtleistung auf einem konstant hohen Niveau halten und in 2021 um etwa 3% steigern. Insgesamt können wir für 2021 eine Gesamtleistung von T€ 81.152 verzeichnen.

2.2. Produkte und Produktentwicklung der Gesellschaft

Die FI Solutions Plus bietet folgende Dienstleistungen an: Individualentwicklung und Integration von Anwendungssystemen, Application Management und IT-Beratung.

2.3. Vertrieb und Einkauf

2.3.1 Vertrieb

Unser primärer Markt ist die Sparkassen-Finanzgruppe. Über Gremien und Veranstaltungen unserer Muttergesellschaft sind wir eng mit den Entscheidungsträgern der Sparkassen-Finanzgruppe verbunden. Das in 25 Jahren entstandene Netzwerk unseres Managements in der Sparkassen-Finanzgruppe ist die Basis unserer Kunden- und Projektakquise. Im Rahmen der Kundensegmentierung der FI-Gruppe ist es die Aufgabe der FI Solutions Plus, den Markt der Landesbanken und Verbundpartner innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe zu bedienen. Unser Angebot umfasst dabei Softwareprojekte, IT Beratung, Application Management und bankfachliche Beratung. Durch regelmäßige Treffen unserer Geschäftsführung mit den Top-Entscheidern dieser Kundengruppen und den regelmäßigen Kontakt unserer Geschäftsbereichsleiter mit diesen Kunden, sind wir sehr gut über deren Planungen im laufenden Jahr sowie deren strategischen Zielen in der IT informiert. Darüber hinaus tauschen wir uns vertrieblich regelmäßig mit unseren Schwestern FI-TS, Star Finanz -Software Entwicklung und Vertriebs GmbH und inasys Gesellschaft für Informations- und Analyse-Systeme mbH sowie der Muttergesellschaft FI aus. Dieses Netzwerk generiert regelmäßig unmittelbare Projekt- und Geschäftschancen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an entsprechenden Ausschreibungen in diesen Kundengruppen, welche wir wahrnehmen.

2.3.2. Einkauf

Im Zuge der Akquisition neuer und anspruchsvoller Projekte und dem immer noch vorherrschenden Fachkräftemangel sind wir verstärkt auf die Hilfe externer Dienstleister angewiesen. Neben der Beschaffung von externem Personal, das über Spezialwissen verfügt und uns bei der Umsetzung von Projekten unterstützt, hat sich der Einkauf zu einem wichtigen Partner für Beschaffungen jeglicher Art entwickelt.

2.4. Personalentwicklung

Unser wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist unser Personal. Das Wachstum verlief trotz der Sondersituation Corona stetig und es wurden 2021 über alle drei Standorte / Geschäftsstellen hinweg 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die Kopfzahl belief sich zum Stichtag 31.12.2021 auf 484 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich der Zugewiesenen des Sparkassenverband Bayern (SVB). Die Fluktuationsrate lag in 2021 bei 2,9 %. Das in 2018 aufgesetzte Konzept rund um Rekrutierung und Mitarbeiterbindung wurde auch in 2021 weiterentwickelt und konsequent verfolgt. Darüber hinaus wurde im Speziellen der Onboarding-Prozess überarbeitet und in weiten Teilen transparenter und strukturierter gestaltet. Ziel ist es, neue Mitarbeitende mit einheitlichen Standards ins Unternehmen zu integrieren - gerade in Zeiten von vermehrter Remote Arbeit ist die Bindung an das neue Unternehmen essentiell. Die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung werden auch im Jahr 2022 weiter ausgearbeitet.

2.5. Investitionen

Im Jahr 2021 haben wir zwei interne Digitalisierungsprojekte gestartet, um den in 2020 eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Neben dem bereits seit 2019 laufenden Digitalisierungsprojekt im Bereich Personal haben wir begonnen unsere interne Kommunikation digitaler zu gestalten. Darüber hinaus haben wir auch in diesem Jahr das Rezertifizierungsaudit nach ISO27001 an allen Standorten/ Geschäftsstellen erfolgreich abgeschlossen und unsere operative Security weiter ausgebaut.

3. Darstellung der Lage des Unternehmens

3.1. Ertragslage

In 2021 weisen wir eine Gesamtleistung von T€ 81.152 (Vorjahr: T€ 78.634) und übrige betriebliche Erträge von T€ 287 (Vorjahr: T€ 361) aus. Dies führt in Summe zu Betriebserträgen in Höhe von T€ 81.439. Nach Abzug des Betriebsaufwands von T€ 74.149 (Vorjahr: T€ 72.035) führt dies zu einem Betriebsergebnis von T€ 7.290 (Vorjahr: T€ 6.960). Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von T€ -113 (Vorjahr: T€ -1.181) und den Ertragsteuern von T€ 2.582 (Vorjahr: T€ 2.459) und den sonstigen Steuern von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) wurde ein Jahresüberschuss von T€ 4.594 (Vorjahr: T€ 3.318) erzielt.

Der Materialaufwand (bezogene Leistungen) ist um T€ 260 auf T€ 15.577 gesunken. Durch Neueinstellungen in den Fachbereichen ist unser Bedarf an externem Personal gesunken.

Der Anstieg der Personalaufwendungen auf T€ 47.922 (Vorjahr: T€ 44.929) spiegelt die üblichen Gehaltssteigerungen sowie die zusätzlichen Neueinstellungen wider.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 347 auf T€ 10.307 verringert. Dies ergibt sich im Wesentlichen durch coronabedingte Kostenrückgänge und den Wegfall von pandemisch bedingten Einmalkosten in 2020. Das Finanzergebnis in Höhe von T€ -113 hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die Performance unseres Pensionsfonds um T€ 1.069 verbessert.

Insgesamt erhöht sich der Jahresüberschuss um T€ 1.276 auf T€ 4.594 gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch externe Faktoren, wie etwa der Erholung der Aktienmärkte und der im Zuge der Pandemie gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.770 auf T€ 33.855 erhöht.

Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Umlaufvermögens auf der Aktivseite und dem Anstieg des Eigenkapitals auf der Passivseite.

Auf der Aktivseite zeigt sich im Bereich des Umlaufvermögens eine Erhöhung durch unfertige Leistungen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der angestiegene Bestand an flüssigen Mitteln hebt sich durch den gesunkenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auf.

Auf der Passivseite ist zu beobachten, dass neben dem höheren Jahresüberschuss die sonstigen Rückstellungen, in Folge erhöhter Personalrückstellungen, gestiegen sind. Dem gegenüber stehen gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag.

3.3. Finanzierung und Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 6.927 auf T€ 4.952 verringert. Dies hängt im Wesentlichen mit der Veränderung der Aktiva im Bereich Forderungen und Vorräte zusammen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 479 auf T€ -1.300 erhöht. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich um T€ 239 auf T€ -3.018 (Vorjahr: T€ -3.257) leicht erhöht. Die gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ausschüttung an die Gesellschafterin führte zu einer Verbesserung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Der Bestand an liquiden Mittel ist um T€ 634 auf T€ 17.641 gestiegen.

3.4. Bedeutende finanzielle Leistungsindikatoren

Unser bedeutendster finanzieller Leistungsindikator ist unsere Gesamtleistung, die wir auch in 2021 auf einem hohen Maße halten konnten. Bestätigt wird dies durch das gegenüber dem Vorjahr höheren Betriebsergebnis. Der Gesamtforderungsbestand zum 31. Dezember 2021 (T€ 11.437) ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 10.393) leicht erhöht. Sondereffekte sind nicht feststellbar, die Erhöhung ist stichtagsbedingt. Ausstehende Forderungen mit einer Laufzeit über 90 Tagen sind auch in diesem Jahr nicht vorhanden. Wesentliche Veränderungen im Zahlungsverhalten waren trotz Pandemie auch in diesem Jahr nicht feststellbar.

3.5. Wirtschaftliche Lage

Unsere Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 78.634 um rd. 3 % auf T€ 81.152 gestiegen. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 4.594 und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund externer Faktoren (Performance des Pensionsfonds) überproportional angestiegen.

III. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

1. Gesamtbeurteilung durch die Geschäftsführung

Unsere Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand der FI Solutions Plus zu sichern und ihren Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Dabei beruhen die unternehmerischen Entscheidungen auf einer gewissenhaften Abwägung von Chancen und Risiken. Die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung der FI Solutions Plus.

Nach unserer Einschätzung stellen die aktuellen Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Lageberichts keine Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens dar. Wir sehen die Risikolage der FI Solutions Plus als angemessen und tragfähig an und sind davon überzeugt, dass wir strategisch und finanziell gut aufgestellt sind, um die zukünftigen Chancen zu nutzen.

2. Chancenmanagement

2.1. Chancenmanagementprozess

Das Chancenmanagement orientiert sich an den strategischen Erfolgsfaktoren der FI Solutions Plus. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung zeichnet das operative Management in den Geschäftsbereichen und im Zentralbereich für das Chancenmanagement verantwortlich. Das frühzeitige Erkennen und Analysieren von Chancen ist Bestandteil des unternehmensweiten Planungs- und Kontrollprozesses. Wir nutzen die hieraus gewonnenen Erkenntnisse, um realistische Chancenprofile zu erstellen, geeignete Maßnahmenpläne abzuleiten und diese konsequent umzusetzen.

2.2. Aktuelle Chancen im Einzelnen

Wir sehen in unserem Geschäftsmodell zurzeit gute Möglichkeiten, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortzusetzen. Zum einen genießt die FI Solutions Plus großes Vertrauen in der Sparkassen-Finanzgruppe. Zum anderen beruht unsere Einschätzung auf folgenden Annahmen:

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen im OSPlus-Umfeld sehen wir bei der Migration von Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe auf diese IT-Plattform sowie bei der damit verbundenen Integration in die entsprechenden Anwendungslandschaften gute Projektchancen für die Zukunft.

Unter Federführung der Finanz Informatik erwarten wir in den nächsten Jahren weitere Anwendungen von Landesbanken und Verbundpartnern in das Application Management übernehmen zu können. Dies würde uns zusätzliche, langfristige Aufträge sichern und wir könnten unsere Kompetenzen in Anwendungsgebieten ausbauen, die über das Retailbanking hinausgehen.

Angesichts der wachsenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) sind wir zuversichtlich, dass sich hierdurch neue Marktchancen für die FI Solutions Plus ergeben. Als Mitglied der größten Finanzgruppe Europas sind wir prädestinierter Partner für die Umsetzung innovativer KI-Lösungen.

Potential sehen wir zudem in den hohen regulatorischen Anforderungen an die Finanzwirtschaft. Ihre Umsetzung erfordert von Finanzdienstleistern beachtliche Investitionen in die IT. Aufgrund unserer anerkannten Expertise im Markt, etwa in den Bereichen Banksteuerung, Compliance oder Meldewesen, erwarten wir daher ein wachsendes Auftragsvolumen für die Zukunft.

Im Zuge der Corona-Pandemie rechnen wir damit, dass sich der Trend zur Digitalisierung des Finanzgeschäfts beschleunigen und unsere Kunden vor weitere Herausforderungen stellen wird. Durch unsere Lösungskompetenz, Agilität und Flexibilität sehen wir hier zusätzliche Potentiale, neue attraktive Projekte zu akquirieren.

3. Risikomanagement

3.1. Risikomanagementprozess

Neben dem Chancenmanagement betreibt die FI Solutions Plus auch ein unternehmensweites Risikomanagement. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, sie systematisch zu analysieren, angemessen zu steuern und zu überwachen, verfügen wir über einen etablierten Prozess, der sich an den gesetzlichen Anforderungen nach KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen) und MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) orientiert.

Für den Risikomanagementprozess ist innerhalb der Organisationseinheit Security & Risk das Zentrale Risikomanagement verantwortlich. Es stellt die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sicher und betreibt ein umfangreiches Berichtswesen, das alle Geschäftsbereiche und Hierarchieebenen des Unternehmens umfasst.

Im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung meldet jeder Geschäfts- / Zentralbereich seine aktuelle Risikosituation an das Zentrale Risikomanagement. Hier werden die eingehenden Risiken plausibilisiert und auf Interdependenzen, Konzentrationen und Tragfähigkeit hin untersucht. Der abschließende Quartalsbericht informiert die Geschäftsführung der FI Solutions Plus sowie weitere relevante Stakeholder über den Risikobestand, die geplanten und beauftragten Steuerungsmaßnahmen sowie die Veränderungen der Risiken im Zeitablauf. Bei unerwartet auftretenden Risiken, die außerhalb der turnusmäßigen Reportingtermine identifiziert werden und spezifische Wesentlichkeitsgrenzen überschreiten, erfolgt eine ad hoc-Meldung.

Ein Kernelement des Risikoberichts ist die Risikomatrix. Sie ergibt sich zum einen aus der Dimension Eintrittswahrscheinlichkeit (W) mit den Intervallen "sehr selten", "selten", "erhöht", "häufig", zum anderen aus der Dimension Schadenshöhe (S) mit den Intervallen "gering", "mittel", "hoch", "gravierend":

Bei der Schadenshöhe unterscheidet das Zentrale Risikomanagement zwischen monetären Auswirkungen auf die Plan-Gewinn- und Verlustrechnung der FI Solutions Plus und Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb unserer Kunden. Aus dem Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ergibt sich der Schadenserwartungswert bzw. leitet sich die Kritikalität eines jeden Risikos ab ("grün", "gelb", "rot"), an die wiederum verschiedenen Vorgaben zur Risikosteuerung geknüpft sind. Kein im Bestand der FI Solutions Plus erfasstes Risiko fällt derzeit unter die Risikoklasse "rot".

Die Grundsätze unseres Risikomanagements sind in einer Unternehmensrichtlinie zusammengefasst. Das Zentrale Risikomanagement stellt damit die jederzeitige Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Risikomanagementprozesses sicher. Daneben fördern regelmäßige Experteninterviews und Workshops das Risikobewusstsein und die Weiterentwicklung der Risikokultur.

3.2. Aktuelle Risiken im Einzelnen

Nach unserer Einschätzung ist die FI Solutions Plus folgenden Risiken ausgesetzt, die zu einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können:

Da die Leistungserbringung für Kunden zum Teil tiefes fachliches Knowhow erfordert, kann sich für die FI Solutions Plus sowohl bei internen als auch bei externen Mitarbeitern ein Schlüsselpersonenrisiko ergeben, sollten diese z.B. krankheitsbedingt ausfallen und nicht rechtzeitig ersetzt werden. Wenngleich uns in diesem Zusammenhang aus der Vergangenheit keine signifikanten Schäden bekannt sind, ist für die Zukunft nicht völlig auszuschließen, dass es in Einzelfällen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit oder Qualität von Dienstleistungen oder einer sinkenden Produktivität und Arbeitsqualität in den betroffenen Geschäfts-/Zentralbereichen der FI Solutions Plus kommen kann. Unser Management ist sich dieser Gefahr bewusst und wirkt ihr mit entsprechenden Maßnahmen entgegen. Hierzu zählt unter anderem auch das regelmäßige Monitoring der Lage zur Ausbreitung und den Auswirkungen des Coronavirus.

Unsere geschäftlichen Aktivitäten und Kommunikation basieren im Wesentlichen auf Informationstechnologien. Für die FI Solutions Plus ist die Informationssicherheit ein wichtiger Erfolgsfaktor, um Schutzziele wie Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit einzuhalten. Eine Störung oder ein Ausfall von Systemen z.B. infolge eines Cyberangriffs könnte zu Datenverlusten oder einer Beeinträchtigung IT-gestützter Geschäftsprozesse führen. Wir tragen diesem Umstand mit einer Reihe von Risiko mindernden Maßnahmen, insbesondere auf den Gebieten Informationssicherheit, Business Continuity Management und Datenschutz, Rechnung. Dieses Risiko dürfte im Zuge des Krieges in der Ukraine noch einmal leicht gestiegen sein. Mit der Zertifizierung nach ISO 27001 erbringen wir zudem den Nachweis, dass unser Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) wirksam ist.

Weitere Risiken können sich aus der Vielzahl von Gesetzen, Vorschriften und Verträgen ergeben, mit denen das tägliche Handeln der FI Solutions Plus in Einklang stehen muss. Um Sanktionen durch Gesetzgeber oder Aufsicht, finanzielle Verluste oder negative Auswirkungen auf die Reputation zu vermeiden, beobachten wir regelmäßig neue rechtliche Entwicklungen und reagieren bei Bedarf mit entsprechenden Anpassungsmaßnahmen. Zudem begegnen wir etwaigen Rechtsrisiken mit der gezielten Einbindung externer Rechtsanwälte und Wirtschaftsexperten. Positiv wirkt sich auch unsere Organisationsstruktur aus, in der die Tätigkeiten der einzelnen Mitarbeiter und organisatorischen Einheiten auf die Unternehmensziele ausgerichtet ist und organisatorische Regelungen für Klarheit, Zweckmäßigkeit, Effektivität und Sicherheit bei der Arbeit sorgen.

Das Risiko von wirtschaftlichen Verwerfungen z.B. infolge der Corona-Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine sehen wir zurzeit als gering an. Denkbar wäre sogar, dass wir von den aktuellen Trends wie dem digitalen Wandel in der Finanzwirtschaft profitieren. Gleichwohl schließen wir gegenwärtig nicht aus, dass es aufgrund der bestehenden Marktunsicherheiten bei einzelnen Kunden zu Sparmaßnahmen kommt, die sich auch auf die angebotenen IT-Dienstleistungen der FI Solutions Plus negativ auswirken. Landesbanken oder Sparkassen könnten ihre IT-Budgets kürzen, bereits geplante IT-Investitionen kurzfristig aussetzen oder sie verschieben. Im Ergebnis könnte dies dazu führen, dass es der FI Solutions Plus im laufenden Geschäftsjahr nicht gelingt, ihre geplanten Umsatz- und Ergebnisziele zu erreichen. Um dies zu vermeiden, richten wir unsere Geschäftspolitik auf einen ausgewogenen Mix an unterschiedlichen Kunden, Vertragsarten (Entwicklung, Application Management, Beratung) und -inhalten aus. Zu einer Risikominderung tragen in diesem Zusammenhang auch unsere langfristig kontrahierten Verträge bei.

IV. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

Die FI Solutions Plus ist ein Software-, Beratungs- und IT-Outsourcing-Unternehmen, welches sich in drei regionale Einheiten gliedert: Den Hauptsitz in Frankfurt am Main, den Standort Fellbach und die Geschäftsstelle in München. Als Softwareentwicklungsunternehmen agiert die FI Solutions Plus in einem stark wachsenden Segment der Wachstumsbranche IT, dem Treiber der Digitalisierung. Von diesem Wachstumspotenzial profitiert die FI Solutions Plus auch in Zukunft, nicht zuletzt durch den konsequenten Auf- und Ausbau ihrer Kompetenzen rund um den Einsatz von Cloud-Technologien in der Softwareentwicklung. Dass Cloud Computing bei der Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt, führen die Branchenanalysten IDG Research Services in ihrer Studie "IT-Modernisierung 2021" darauf zurück, dass eine erfolgreiche Digitalisierung IT-Bestandssysteme voraussetzt, die auf die Anforderungen digitaler Geschäftsmodelle abgestimmt sind. Drei Viertel der deutschen Unternehmen planen, geschäftskritische IT-Umgebungen zu modernisieren. Im Fokus steht dabei, die vorhandenen Systeme auf die aktuellen Geschäftsanforderungen abzustimmen, Applikationen und Systemsoftware, für die die Hersteller keine Updates mehr bereitstellen, abzulösen, um die Risiken in Bereichen wie Compliance, Datenschutz und IT-Sicherheit zu minimieren und die gegenüber aktuellen Anwendungen höheren Kosten für postproduktive und Legacy-Systeme zu senken. Cloud Computing spielt eine wesentliche Rolle, um diese Ziele zu erreichen.

Diese Markteinschätzung sehen wir auch für die Finanzwirtschaft bestätigt. Wir nehmen von Kunden aktuell eine hohe Nachfrage nach Projekten zur Modernisierung von Softwareanwendungen wahr. Hier liegt für die FI Solutions Plus sowohl bei Bestandskunden als auch bei Neukunden ein substanzielles Wachstumsfeld, von dem wir nachhaltig profitieren werden. Unsere positiven Annahmen zur Entwicklung der FI Solutions Plus stützen sich in den Profitcentern Fellbach und München zum einen auf langfristig geschlossene Verträge, andererseits erhalten wir regelmäßig neue Aufträge von Bestands- sowie Neukunden. Laufende Akquisitionen bzw. Voruntersuchungen bei unseren Kunden versprechen auch in Zukunft eine gute Auftragslage im Kontext der vielfältigen Digitalisierungsbestrebungen von Finanzdienstleistern. Unsere aktuelle Auftragslage sichert uns eine hohe Auslastung bei weiterem Wachstum, das wir nicht zuletzt auch durch regelmäßige Neueinstellungen bedienen können. Die reibungslose Betreuung der Systeme wird von unseren Kunden sehr geschätzt.

Unsere Lösungskompetenz, Agilität und Flexibilität sowie nachweisliche Projekterfolge machen uns zu einem gefragten Partner für Finanzinstitute. Die dafür notwendigen Voraussetzungen wie die Zertifizierung nach ISO 27001 sowie ein leistungsfähiges Risiko- und IT-Sicherheitsmanagement gehören zu unserer DNA. Wir bauen dafür notwendige Kompetenzen kontinuierlich aus, aktuell zum Beispiel im Bereich Informationssicherheit. Damit schaffen wir die Voraussetzung, um dauerhaft regulatorische Anforderungen auf hohem Niveau effizient zu erfüllen.

IT Projekte unserer Kunden, die auf die Einhaltung der weiter steigenden regulatorischen Anforderungen zielen, sind ein anhaltend großer Wachstumstreiber. Unsere Expertise in diesem Gebiet ist stark gefragt, so dass wir auch hier in den Folgejahren ein hohes Auftragsvolumen erwarten. Darüber hinaus bietet unsere Expertise im Umgang mit großen Datenmengen in Finanzinstituten sehr gute Chancen auf weitere Projekte. Zudem sind wir zuversichtlich, durch die Unterstützung der FI im Bereich Anwendungsbereitstellung unser Geschäft auszubauen. Gesamtheitlich können wir ausführen, dass die FI Solutions Plus sich auf einem stabilen Wachstumspfad befindet, der sich auch für die Zukunft weiter abzeichnet. Das Risiko von wirtschaftlichen Verwerfungen sehen wir als gering an, da wir von den aktuellen Trends profitieren. 2021 wurden in allen Geschäftsbereichen neue langfristige Projekte akquiriert, die zu Umsatzsteigerungen in den folgenden Jahren führen werden. Das gilt insbesondere auch für den Standort Frankfurt. Hier setzt sich der positive Trend der Entwicklung der letzten Jahre weiter fort, sodass wir für 2022 und die Folgejahre in einem stark gewachsenen Unternehmen auf eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtunternehmens blicken können.

Für das Geschäftsjahr 2022 ist ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von T€ 3.849 geplant.

 

Frankfurt am Main, 8. März 2022

Jochen Gag, Vorsitzender der Geschäftsführung

Dr. Christian Kalus, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 306.564,00 225.916,58
2. geleistete Anzahlungen 88.463,33 69.771,50
  395.027,33 295.688,08
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 526.521,58 669.703,62
  526.521,58 669.703,62
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 35.862,15 35.862,15
  35.862,15 35.862,15
  957.411,06 1.001.253,85
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Unfertige Leistungen 1.171.014,61 949.252,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.993.490,95 3.745.123,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.443.885,88 6.647.881,36
3. Sonstige Vermögensgegenstände 186.405,27 186.508,83
  11.623.782,10 10.579.513,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.640.711,38 17.006.643,55
  30.435.508,09 28.535.409,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.462.474,49 2.548.303,73
  33.855.393,64 32.084.967,46

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Kapitalrücklage 520.000,00 520.000,00
III. Gewinnrücklage 4.300.000,00 4.000.000,00
IV. Jahresüberschuss 4.593.962,82 3.318.234,93
  9.933.962,82 8.358.234,93
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.942.513,60 3.806.876,38
2. Steuerrückstellungen 912.412,31 365.437,32
3. Sonstige Rückstellungen 9.104.882,03 8.791.383,46
  13.959.807,94 12.963.697,16
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.641.590,00 2.813.913,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.672.259,45 1.796.442,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.503.434,47 4.616.364,85
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.043.088,96 1.536.314,58
(davon aus Steuern € 1.427.576,02; Vorjahr T€ 985)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr T€ 0) 9.860.372,88 10.763.035,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.250,00 0,00
  33.855.393,64 32.084.967,46

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 80.930.682,04 80.037.314,93
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 221.761,99 -1.403.582,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 286.990,08 360.949,72
4. Materialaufwand -15.577.332,02 -15.836.698,05
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -38.503.106,11 -36.717.719,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.419.253,10 -8.211.729,56
(davon für Altersversorgung € - 2.902.780,68; Vorjahr T€ - 2.119)    
  -47.922.359,21 -44.929.449,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -343.882,85 -617.182,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.305.981,48 -10.651.339,59
  7.289.878,55 6.960.012,56
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 23.238,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -112.552,01 -1.203.936,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.581.779,72 -2.458.866,68
11. Ergebnis nach Steuern 4.595.546,82 3.320.446,93
12. Sonstige Steuern -1.584,00 -2.212,00
13. Jahresüberschuss 4.593.962,82 3.318.234,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

der Finanz Informatik Solutions Plus GmbH, Frankfurt am Main

I. Allgemeine Angaben

1. Jahresabschluss

Die Finanz Informatik Solutions Plus GmbH (im Folgenden Finanz Informatik Solutions Plus) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Finanz Informatik Solutions Plus wird beim Amtsgericht Frankfurt a.M. unter HRB 44164 geführt und ist Tochterunternehmen i.S. des § 290 HGB. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Finanz Informatik GmbH & Co.KG (im Folgenden Finanz Informatik) mit Sitz in Frankfurt einbezogen. Die Finanz Informatik wird beim Amtsgericht Frankfurt a.M. unter HRA 30059 geführt. Die Finanz Informatik ist kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag waren nicht zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Sämtliche Geschäfte werden in Euro abgewickelt, daher kommt es nicht zu Währungsumrechnungsdifferenzen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Unternehmensgegenstand

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von spezifischen Sparkassen- und Bankinformatikanwendungen, innovativen Softwarelösungen auf objektorientierter Basis sowie produktbezogene Organisations- und Technologieberatung.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode (pro rata temporis) vermindert. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Zur Bilanzierung von Software und deren Klassifizierung in Software und Lizenzen beim Anwender wendet die Gesellschaft die Grundsätze des IDW RS HFA 11 an. Bei Vorliegen der Aktivierungsvoraussetzungen werden diese Vermögensgegenstände planmäßig über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die für das bewegliche Anlagevermögen zwischen drei und dreizehn Jahren liegt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Seit dem 01.01.2018 werden abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zum Nennwert bilanziert.

In 2016 wurde ein Pensionsfonds, welcher zur Sicherung, Finanzierung und Erfüllung der Pensionszusagen dient, aufgelegt. Der Pensionsfonds ist als Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und wird mit den entsprechenden Rückstellungen auf der Passivseite saldiert.

Die unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen werden die allgemeinen Verwaltungskosten einbezogen. Gewinne werden erst berücksichtigt, soweit sie am Abschlussstichtag durch kundenseitige Abnahme der Software realisiert sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Risikobehaftete Posten waren wie im Vorjahr nicht vorhanden. Wie im Vorjahr waren weder Einzel- noch Pauschalwertberichtigungen erforderlich.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen wurden pauschal mit dem im November 2021 zum 31.12.2021 prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 6 Satz 1 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr 2,31 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von 1,9 % sowie eine Fluktuationsquote von 3,5 % zugrunde gelegt. Der in 2016 aufgelegte Pensionsfonds ist als Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert, da er in einem doppelseitigen Treuhandmodell insolvenzsicher angelegt ist. Demzufolge wird der Aktivposten mit den Verbindlichkeiten auf der Passivseite saldiert. Da der Zeitwert des Pensionsfonds aktuell unter dem der Pensionsrückstellungen liegt, erscheint der Pensionsfonds nicht auf der Aktivseite.

Rückstellungen für Jubiläen und Beihilfen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Beihilfen wurden pauschal mit dem im November 2021 zum 31.12.2021 prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,35 % (Vorjahr 1,60 %).

Die Steuerrückstellungen sind auf Grundlage der Steuerberechnung in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden und beinhalten auch Rückstellungen für Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so wird eine sich insgesamt daraus ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer angesetzt. Vom Wahlrecht, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Bestehen steuerliche Verlust- und Zinsvorträge, so werden diese bei der Berechnung aktiver latenter Steuern mit dem innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich nutzbaren Betrag berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Im Folgenden werden die Beträge für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens sowie der Finanzanlagen (betrifft Mietkaution) ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die wie im Vorjahr vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen repräsentieren, entfallen mit T€ 6.537 (Vorjahr T€ 5.782) auf die Gesellschafterin Finanz Informatik GmbH & Co. KG, mit T€ 868 (Vorjahr T€ 822) auf die Schwestergesellschaft Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG und mit T€ 39 (Vorjahr T€ 45) auf die Schwestergesellschaft inasys Gesellschaft für Informations- und Analyse-Systeme mbH.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 186 beinhalten im Wesentlichen im Berichtsjahr gestellte Rechnungen, die Aufwand für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen und im Folgejahr bezahlt wurden.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 2.462 beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von für Januar 2022 im Voraus gezahlten Gehältern und Wartungskosten.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 520.

Alleinige Gesellschafterin ist die Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. Die Kapitalrücklage beträgt T€ 520.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von T€ 3.318 wurde im Berichtsjahr in Höhe von T€ 3.018 als Dividende an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Ein Betrag von T€ 300 wurde in die Gewinnrücklage eingestellt, somit beträgt die Gewinnrücklage zum Stichtag T€ 4.300. Für 2021 schlägt die Geschäftsführung vor einen Betrag von T€ 600 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.943 stellen vollumfänglich übertragene Verpflichtungen aus Pensionen für die übergegangenen Mitarbeiter dar. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt T€ 20.743 und wurde mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 16.801 saldiert. Durch die Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre (1,87 %) ergibt sich gegenüber der Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre (1,35 %) folgender Unterschiedsbetrag:

Bewertungszeitraum 10 Jahre 7 Jahre Unterschiedsbetrag
(T€)
Zinssatz 1,87 % 1,35 %  
Erfüllungsbetrag (T€) 20.743 22.348 1.605

Der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.605 (Vorjahr T€ 2.066) unterliegt der Ausschüttungssperre.

Der Pensionsfonds hatte durch Dotierungen in den Jahren 2016 bis 2020 zum Ende des Geschäftsjahres 2020 Anschaffungskosten in Höhe von T€ 15.080. In 2021 wurde eine erneute Dotierung in Höhe von T€ 1.000 geleistet, somit betragen die Anschaffungskosten zum Stichtag T€ 16.080. Der beizulegende Zeitwert zum 31.12.2021 beträgt T€ 16.801 und wird auf Basis des Kurswertes am letzten Handelstag des Geschäftsjahres ermittelt. Die Differenz zwischen Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert (T€ 721) unterliegt der Ausschüttungssperre. Da das frei verfügbare Eigenkapital (T€ 4.820) jedoch den Wert von T€ 721 sowie den Wert des Unterschiedsbetrags aus den Pensionsrückstellungen (T€ 1.605) übersteigt, ergibt sich für die Ausschüttung des Jahresüberschusses keine Auswirkung.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 9.105 beinhalten im Wesentlichen sonstige Personalkosten in Höhe von T€ 8.292 sowie ausstehende Rechnungen bzw. Rabattzahlungen aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von T€ 637.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr größtenteils innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr ergeben sich ausschließlich aus in der Zukunft fälligen Rentenzahlungen (T€ 414; Vorjahr T€ 361), deren Höhe aktuell schon bekannt ist. Verbindlichkeiten größer fünf Jahre gibt es zum Bilanzstichtag nicht.

Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf T€ 2.642 (Vorjahr T€ 2.814) und beinhalten ausschließlich Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Festpreisprojekte. Hiervon entfallen T€ 1.946 (Vorjahr T€ 1.943) auf verbundene Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Finanz Informatik GmbH & Co. KG (T€ 481; Vorjahr T€ 339) und der Schwestergesellschaft Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG (T€ 1.246; Vorjahr T€ 2.278) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Zudem besteht gegenüber der Gesellschafterin Finanz Informatik GmbH & Co. KG eine sonstige Verbindlichkeit (T€ 1.776; Vorjahr T€ 1.989). Diese sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus abzuführender Umsatzsteuer (T€ 774; Vorjahr T€ 343) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 653; Vorjahr T€ 641). Der Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeit für FlexiWert-Freistellung (T€ 1.363; Vorjahr T€ 1.204), welcher sich gegenüber den Mitarbeitern ergibt, wird mit dem gleichlautenden Deckungsvermögen saldiert, da es durch ein doppelseitiges Treuhandverhältnis dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtleistung

Die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen beträgt T€ 81.152 (Vorjahr T€ 78.634).

Die Umsätze werden überwiegend im Inland erzielt. Die Umsätze im Inland belaufen sich auf T€ 81.135, die Umsätze im Ausland auf T€ 17.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres in Höhe von T€ 287 (Vorjahr T€ 361) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 113). Außerdem sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 59 (Vorjahr T€ 21) enthalten.

Der Materialaufwand in Höhe von T€ 15.577 beinhaltet im Wesentlichen bezogene Leistungen und bezieht sich auf die Inanspruchnahme der Personalgestellung für IT-Fachkräfte von Fremdfirmen (T€ 10.255). Ferner sind in den Materialaufwendungen Infrastrukturleistungen für Projekte bei unserer Schwestergesellschaft Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG (T€ 4.394) sowie Wartungsleistungen für in Kundenprojekten eingesetzte Software (T€ 928) enthalten.

Die Löhne und Gehälter (T€ 38.503) sowie die Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge (T€ 9.419) stellen den gesamten Personalaufwand für das Jahr 2021 dar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Geschäftsraummieten, bezogene IT-Leistungen für unsere interne IT, sowie Kosten für Leasing der Hardware und Prüfungs- und Beratungskosten. Im Berichtsjahr sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 484) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen von T€ 113 (Vorjahr T€ 1.204) betreffen den Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (T€ 506; Vorjahr T€ 534) und Zinsaufwendungen für betriebliche Steuern (T€ 5). Wegen des Wertzuwachses des als Deckungsvermögen qualifizierten Pensionsfonds (T€ 398) werden Zinsertrag und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen saldiert. Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen sind, wie in den Vorjahren, nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Ertragssteuern von T€ 2.710 (Vorjahr T€ 2.497) sowie auf Vorjahre entfallende Ertragsteuern von T€ -128 (Vorjahr T€ -38).

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

 

Jochen Gag (Diplom-Betriebswirt -FH-), Wiesbaden

(alleinvertretungsberechtigt)

 

Dr. Christian Kalus (Diplom-Informatiker), Frankfurt

(gemeinschaftsvertretungsberechtigter Geschäftsführer)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 a) i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren beschäftigt gem. § 285 S. 1 Nr. 7 HGB durchschnittlich 482 Mitarbeiter (ohne Werkstudenten) (Vorjahr 462).

3. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB bestehen aus mehrjährigen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen, die sich im Wesentlichen wie folgt zusammensetzen: T€ 2.591 für angemietete Büroräume inklusiv Nebenleistungen und T€ 1.306 für IT-Infrastruktur und Hardware. Davon entfallen T€ 2.208 auf verbundene Unternehmen.

5. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar ist im Konzernabschluss der Finanz Informatik, Frankfurt am Main angegeben.

6. Latente Steuern

Im Saldo ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von T€ 2.605, die aber nicht bilanziert werden. Diese resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen und Pensionsfonds sowie Rückstellungen für Vorruhestand, Beihilfe, Jubiläum und Urlaub/Gleitzeit. Es bestehen weder Zins- noch Verlustvorträge. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 30,20 % (Vorjahr 31,93 %) bewertet.

7. Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main (HRA 30059) hinterlegt.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Mit negativen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine ist in 2022 nicht zu rechnen.

 

Frankfurt am Main, den 8. März 2022

Finanz Informatik Solutions Plus GmbH

Jochen Gag, Geschäftsführer, Vorsitzender

Dr. Christian Kalus, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021
Zugänge
Abgänge
Um - buchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.988.074,60 109.270,41 251.857,91 101.593,95 1.947.081,05
2. geleistete Anzahlungen 69.771,50 120.285,78 0,00 -101.593,95 88.463,33
  2.057.846,10 229.556,19 251.857,91 0,00 2.035.544,38
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.232.319,17 70.557,87 161.147,75 0,00 1.141.729,29
III. Finanzanlagen          
1. Sonstige Ausleihungen 35.862,15 0,00 0,00 0,00 35.862,15
  3.326.027,42 300.114,06 413.005,66 0,00 3.213.135,82
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.762.158,02 130.142,94 251.783,91
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
  1.762.158,02 130.142,94 251.783,91
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.615,55 213.739,91 161.147,75
III. Finanzanlagen      
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
  2.324.773,57 343.882,85 412.931,66
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 1.640.517,05
2. geleistete Anzahlungen   0,00 0,00
  0,00 0,00 1.640.517,05
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 615.207,71
III. Finanzanlagen      
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 2.255.724,76
Buchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 306.564,00 225.916,58
2. geleistete Anzahlungen 88.463,33 69.771,50
  395.027,33 295.688,08
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 526.521,58 669.703,62
III. Finanzanlagen    
1. Sonstige Ausleihungen 35.862,15 35.862,15
  957.411,06 1.001.253,85

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Finanz Informatik Solutions Plus GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Finanz Informatik Solutions Plus GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finanz Informatik Solutions Plus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Fischer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Storms, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 25. April 2022 festgestellt.

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