Nadler Holding GmbHLiquidiert

49201 Dissen am Teutoburger Wald, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 4755
Vorher
Terranova Foods GmbHUNIQ Deutschland GmbH
Eingetragen
16.9.1997
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g.
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Lebensmitteln, insbesondere Konserven und Tiefkühlkost, sowie die Beteiligung, Geschäftsführung und Verwaltung anderer Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art. Die Gesellschaft darf gleiche oder ähnliche Unternehmen im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen Unternehmen beteiligen oder Niederlassungen eröffnen.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Albers
seit 1.6.2010
Prokura
Martin Thörner
seit 1.6.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
89.90%
Unternehmensgruppe Theo Müller S.à.r.l.LUX
10.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Terranova Fresh Foods B.V.
Netherlands
24.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNIQ Deutschland GmbH

Bottrop

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008

Bestätigungsvermerk

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und Konzernlagebericht

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

I. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2008 nur noch moderat gewachsen. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt liegt 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Die ersten drei Quartale des Jahres 2008 verzeichneten zum Teil noch beachtliche Zuwachsraten im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2007. Im Vergleich mit den direkten Vorquartalen verzeichnete die deutsche Wirtschaft jedoch ab dem zweiten Quartal eine rückläufige Entwicklung, die ihren Tiefpunkt im vierten Quartal fand. Wichtigste Ursachen sind die Entwicklung des Außenbeitrags gefolgt von eingeschränkten Ausrüstungsinvestitionen im Inland.

Ebenso ist der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands deutlich gesunken und stand im Dezember 2008 auf einem ähnlich niedrigen Wert wie zuletzt bei der Ölkrise Ende 1982. Der Abschwung erfasste bisher aber vor allem Hersteller von Export- und Investitionsgütern.

Der Lebensmitteleinzelhandel ("LEH") konnte 2008 in der Kategorie Food trotz der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein Umsatzwachstum von mehr als 6,0 Prozent verzeichnen und erzielte somit ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. Auch die Kategorie Non-Food konnte ihren Umsatz um 3,0 Prozent verbessern.

Der Markt der Feinkostsalate legte 2008 um 6,6 Prozent Umsatz (Absatzvolumen +5,5 %) zu und wuchs stärker als die gesamte Kategorie Food. Getrieben wurde diese Entwicklung vorrangig durch die Handelsmarken im LEH, die eine deutliche Steigerung erzielen konnten. Der Marktanteil der Handelsmarken der Harddiscounter wuchs um 2,9 Prozent, der Anteil der Marken im LEH verlor hingegen um 5,4 Prozent.

Eine anhaltende negative Entwicklung verzeichnet der Markt der Fischfeinkost, der Umsatz veränderte sich um -1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den großen Verlust an Marktanteilen schrieben die Markenartikler im LEH mit einem Rückgang von 2,7 Prozent, die Eigenmarken im LEH hatten einen geringen Zuwachs von 1,7 Prozent.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Insgesamt hat sich der Umsatz und Absatz der UNIQ Gruppe in Deutschland unterproportional zum Branchentrend entwickelt. Die Umsätze sind weiterhin rückläufig. Im Bereich der Feinkostsalate konnte das Absatzvolumen um 3,1 % gesteigert werden. Das Volumen für Fischfeinkost ist hingegen um 8,0 % zurückgegangen.

Im Wesentlichen ist der weitere Umsatzrückgang auf die Konzentration auf weniger Handelsketten und aggressive Wettbewerbsaktivitäten zurückzuführen. Des Weiteren fehlten signifikante Produktinnovationen und Marketingaktivitäten. Zudem ergaben sich zeitweise Qualitätsprobleme bei der Kartoffelsalatproduktion der Schwestergesellschaft in Losser/Niederlande, die zu Teilauslistungen führten.

Segment Salat

Der Bereich Salat zeigte sich 2008 geprägt durch starken Wettbewerb, der zu sinkenden Produktpreisen führte. Hier konnte eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr erzielt werden (€ 700t), insbesondere durch die Einführung neuer Salate sowie den Fokus auf die Kernsalate Kraut/Kartoffel und Fleisch. Besonders im Bereich der Krautsalate fand eine deutliche Steigerung statt, getrieben durch die Inbetriebnahme der neuen Krautschneidemaschine, welches einen erheblichen Wettbewerbsvorteil darstellt und die Produktqualität deutlich von sonst erhältlichen Produkten abhebt. Im Bereich Private Label/Hard Discount gab es deutliche Zuwächse gegenüber 2007 (3,2 Mio €), hier hauptsächlich durch Neugeschäft bei einem führenden Kunden. Umsatzzuwächse gab es außerdem im Bereich der Desserts durch eine Steigerung im Grütze-Geschäft.

Segment Fisch

Insgesamt ging der Gesamtmarkt deutlich zurück, was auch bei der UNIQ Gruppe zu Umsatzverlusten führte, sowohl im Markenbereich als auch im Bereich Private Label Hard Discount. Durch den sinkenden Gesamtmarkt, und damit auch durch sinkendes Absatzvolumen, verlor UNIQ im Bereich Marke Umsatz von 3,7 Mio € und im Bereich Private Label/Hard Discount sank der Umsatz zum Vorjahr um 2,4 Mio €.

Produktion

Die UNIQ Gruppe in Deutschland unterhält 3 Produktionsbetriebe, nämlich Bottrop für Salate, Floh/Thüringen sowie Sarstedt bei Hannover für regionale Spezialitäten. Die Kartoffelsalatproduktion wurde im Laufe des Jahres 2007 weitestgehend auf die Schwestergesellschaft in den Niederlanden verlagert. Unter "Zukauf" sind sowohl die Einkaufsvolumen von Schwestergesellschaften wie auch von Drittlieferanten enthalten.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden zusammen 84.491 Tonnen produziert bzw. zugekauft. Die Tonnage der einzelnen Produktionsbetriebe hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie folgt entwickelt:

  2008
Tonnen
2007
Tonnen
Abweichung
Tonnen
Bottrop 27.158 32.569 -5.411
Bremerhaven 0 3.136 -3.136
Floh 4.362 5.263 -901
Sarstedt 11.141 10.979 162
Zukauf incl. UNIQ Polen und Niederlande 41.830 31.654 10.176
GESAMT 84.491 83.601 890

Die Verlagerung des Bremerhavener Produktionsvolumens nach Polen und zu Drittlieferanten begann im Jahr 2005 und wurde erst zum Ende des Jahres 2007 abgeschlossen. Ferner wurde im Jahre 2008 die Verlagerung der Kartoffelsalat Produktion von Bottrop zum Schwesterbetrieb in die Niederlande fortgesetzt. Die Produktionsvolumen der betroffenen Standorte beziehungsweise der zugekauften Waren in 2008 sind somit nur eingeschränkt mit dem Jahr 2007 vergleichbar.

Beschaffung

Die Rohstoffpreise zeigten im Jahr 2008 neben den üblichen Ernteschwankungen, die beispielsweise den Krautpreis am Ende der Saison 2008 deutlich erhöht haben, besonders in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen Kostensteigerungstrend für viele wesentliche Rohstoffe.

Unser Hauptgrundstoff Rapsöl verteuerte sich angelehnt an die Mineralölpreise. Weiterhin sind deutliche Kostensteigerungen bei Nordseekrabben und zeitweise bei Kraut hervorzuheben. Auch im Fleisch- und Geflügelbereich gab es im Verarbeitungsbereich extreme Kurssprünge. Vertragliche Absicherung von Rohstoffpreisen ist in unterschiedlichem Maße und in Abhängigkeit von saisonalen Ernteeffekten möglich und wird durch Abschluss von mittelfristigen Lieferantenverträgen mit Preisgarantien teilweise vorgenommen. Da Verkaufspreise nur mit entsprechenden Vorlaufzeiten erhöht werden können, ist eine Absicherung für die entsprechenden Zeiträume sinnvoll. Im Jahre 2008 konnte auch ein Teil der stark steigenden Rapsölpreise durch mittelfristige Absicherung abgefedert werden.

Die Preise für Milchprodukte sind im Laufe des Jahres rückläufig gewesen, ebenso gab es ab September eine deutliche Entspannung bei den Preisen für Nordseekrabben.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug insgesamt 0,9 Mio. € und lag damit unter den Abschreibungen von 3,0 Mio. €. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen sowie die Investition in eine neue Krautschneideanlage. Das im Vergleich zu den Abschreibungen geringe Investitionsvolumen erklärt sich im Wesentlichen durch die Schließung des Werkes Bremerhaven und die Produktionsverlagerung von Kartoffelsalatprodukten in die Niederlande.

Restrukturierung

Die Konzentration im Handel hat gemeinsam mit dem Markt- und zu Handelsmarken und steigenden Rohstoffkosten mit zu der schlechten Ertragslage beigetragen. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, nutzt UNIQ jede Möglichkeit zur Produktverbesserung und -differenzierung sowie zur Realisierung von Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungs-potenzialen. In 2008 waren die wesentlichen Restrukturierungen der letzten Jahre weitestgehend abgeschlossen, so dass das Hauptaugenmerk auf dem Kerngeschäft und die Verfolgung eines schon im März erarbeiteten Ergebnis-Sicherungs-Plans zur Planergebniserreichung lag.

Personal- und Sozialbereich

In allen vier Betrieben und der zentralen Verwaltung in Bottrop werden zusammen im Durchschnitt 649 Mitarbeiter auf der Basis Vollzeit und zusätzlich im Durchschnitt 93 Leiharbeitnehmer beschäftigt. Die Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden.

Ein Teil des Managements erhält zusätzlich zum normalen Gehalt eine leistungsbezogene Komponente, die sich ausschließlich an definierten Unternehmenszielen orientiert.

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2007 ein Sanierungstarifvertrag für alle deutschen Standorte abgeschlossen, der die Kürzung von Urlaubs- und Überstundengeld, Weihnachtsgeld, Boni und Urlaubstagen regelt. Der Sanierungstarifvertrag wurde bis zum 31. Dezember 2009 verlängert, wobei eine Gehaltserhöhung unter Tarif beschlossen wurde.

Umweltschutz

Ein betriebliches Umweltmanagementsystem ist eingerichtet. Im Jahr 2000 fand ein externes Umweltaudit statt. Risiken sind darin nicht aufgezeigt worden. Eine Abfallbilanz für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr wird erstellt und es besteht ein Maßnahmenplan zur regelmäßigen Überprüfung und Kontrolle der Umweltfaktoren. Die auf dem Betriebsgelände Bottrop bestehende Abwasser-Aufbereitungsanlage wird gemäß einem abgeschlossen Dienstleistungsvertrag in der Verantwortung der städtischen Abwassergesellschaft betrieben.

Risikomanagement für Finanzinstrumente

Die Behandlung von Kredit- und Zinsrisiken ist im Rahmen des Risikomanagements des Konzerntreasury der UNIQ plc., Großbritannien, geregelt.

Da alle Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des UNIQ-Teilkonzerns in Deutschland auf Euro laufen, bestehen für die Gesellschaften der UNIQ Gruppe in Deutschland keine Währungsrisiken.

Den Risiken aus dem Debitorenbereich wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement Rechnung getragen. Für Forderungsausfälle werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Alle wichtigen Kunden waren durch eine Warenkreditversicherung oder in einem Fall durch eine Bürgschaft abgesichert. Im Falle einer Insolvenz wurde von der Warenkreditversicherung ein Ausfall von mehr als 85 % ausgeglichen. Die Warenkreditversicherung wurde zum März 2009 gekündigt. Für die restlichen verbleibenden Risiken ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet worden.

Preisänderungsrisiken werden durch professionelles Lieferantenmanagement begrenzt. Soweit möglich werden Kostensteigerungsrisiken durch vertragliche Preisbindung den Reaktionszeiten auf der Absatzseite angepasst. Hierbei wird eng mit den Schwestergesellschaften in Polen und den Niederlanden zusammengearbeitet, um neben dem Rapsölpreis auch Risiken aus der Herings- und Kartoffelpreisrelation zu begrenzen. Auf der Absatzseite sind Rahmenkontrakte in Form von Jahresgesprächen vereinbart oder in Produktkontrakten die Preise festgelegt.

III. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZ-LAGE

Ertragslage

Der Rückgang der Umsatzerlöse von 179,0 Mio. € auf 177,0 Mio. € resultiert maßgeblich aus der Verlagerung von Volumen von "Marken" auf "Handelsmarken" und dem negativen Marktrend bei allen Fischprodukten. Bezogen auf die Umsatzerlöse hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen) von 70,2 % auf 73,4 % verschlechtert. Neben der Erhöhung der Einkaufspreise für die Rohstoffe wirkt sich hier auch die Verlagerung der Fisch- und Kartoffelproduktion auf Schwesterunternehmen aus. Dies führte zu höheren Einkaufspreisen aber auch zu einer Senkung der eigenen Personalkosten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr -7,5 Mio. € im Vergleich zu -11,7 Mio. € für 2007. Wesentlich beeinflusst wurde das Ergebnis im Geschäftsjahr 2008 durch den im Frühjahr gestarteten Ergebnis-Sicherungs-Plan, der im Wesentlichen Einsparungen in den Bereichen allgemeine Verwaltung und Marketing sowie Preissteigerungen der Produkte verbunden mit langfristigen Absicherungen der Rohwaren vorsah.

In den sonstigen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 2,1 Mio. € (im Vorjahr 1,7 Mio. €) enthalten, die im Wesentlichen auf der Auflösung von Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse und Kundenboni beruhen.

Die Personalkosten des Vorjahres waren zusätzlich durch die Bildung von Rückstellungen für Abfindungsleistungen für die Reorganisation im Produktions- und Vertriebsbereich belastet. Durch diesen Einmaleffekt und den vorgenommenen Personalabbau konnte der Personalaufwand in 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio € gesenkt werden.

In den Abschreibungen sind neben den planmäßigen Abschreibungen auch außerplanmäßige Abschreibungen auf das zum Verkauf stehende bebaute Grundstück in Bremerhaven in Höhe von 0,9 Mio € enthalten. Die außerplanmäßige Abschreibung ist aufgrund der aktuellen Marktentwicklung am Standort Bremerhaven auf den voraussichtlich erzielbaren Veräußerungspreis vorgenommen worden. Bereinigt um diesen Sondereffekt sind die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio € gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die als wesentliche Positionen Frachten und Vermarktungsaufwendungen beinhalten, lagen im zwölf Monatsvergleich aufgrund der durchgeführten Kosteneinsparungsprogramme insgesamt um 3,7 Mio. € unter den Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2007.

Das Finanzergebnis ist durch die Rückzahlung eines Darlehens an die Muttergesellschaft und damit verbundene geringere Zinszahlungen um 0,7 Mio. € besser als in 2007.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Mio. € auf 67,1 Mio. € vermindert.

Das Sachanlagevermögen hat sich um 2,1 Mio. € reduziert, da die Abschreibungen das Investitionsvolumen übersteigen. Der Abnutzungsgrad der Sachanlagen hat sich dadurch um 2,4 Prozentpunkte auf 69,9 % erhöht.

Die um 0,3 Mio. € verringerten Vorräte erklären sich mit der teilweisen Verlagerung der Produktion an Schwestergesellschaften und externe Lieferanten sowie einer besseren Abstimmung von Produktion und Logistik zum Jahresende hin.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich insbesondere wegen des Umsatzrückgangs zum 31. Dezember 2008 sowie einer temporären Zahlungszielverkürzung mit einem Kunden um 3,3 Mio. € auf 33,3 Mio. € reduziert. Das durchschnittliche Zahlungsziel liegt bei rd. 49 Tagen (im Vorjahr 50 Tage).

Die Flüssigen Mittel sind leicht unter dem Niveau des Vorjahres aufgrund des besseren Cash-Managements in 2008.

Die Eigenkapitalquote beträgt 18,8 % (im Vorjahr 14,6 %). Die absolute Höhe des Eigenkapitals beträgt 12,6 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr nm 1,9 Mio. € gestiegen. Diese Erhöhung ist auf die Erhöhung des Stammkapitals durch die Terranova Fresh Food B.V. um 9,5 Mio. € vermindert um den Konzernjahresfehlbetrag zurück zu führen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. € zurückgegangen, was auf den zum Jahresende rückläufigen Umsatz zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. € reduziert. Dies ist durch die Rückzahlung eines Darlehens von der UNIQ plc. in Höhe von 3,9 Mio. € bedingt.

Finanzlage

Es besteht für die UNIQ Gruppe in Deutschland zurzeit keine eigene Kreditlinie mit Kreditinstituten. Die Finanzierung erfolgt über die Intercompany Verrechnungskonten mit UNIQ plc., Großbritannien.

Zur finanziellen Absicherung des gesamten UNIQ Konzerns hat die Muttergesellschaft, die UNIQ plc., mit einem Kreditinstitut in Großbritannien einen Kreditrahmen abgeschlossen in den auch die Tochtergesellschaften mit eingebunden sind. Die zum UNIQ Teilkonzern in Deutschland gehörenden Gesellschaften haben diesen Darlehensvertrag als Garantiegeber mit unterzeichnet. Auf die sich hieraus ergebenden Haftungsverhältnisse verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die Nadler Feinkost GmbH, Bottrop, Tochtergesellschaft der UNIQ Deutschland GmbH, ist Cash-Pool Führer für die Schwesterfirmen Pfennigs Feinkost GmbH, Türk & Pabst Älteste Deutsche Feinkostfabrik GmbH und Thüringer Fischfeinkost Gebr. Hopf GmbH sowie für die UNIQ Deutschland GmbH.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurde seitens der UNIQ plc. London die Entscheidung getroffen, alle kontinentaleuropäischen Gesellschaften zu verkaufen. Der Verkaufsprozess ist bereits sehr weit fortgeschritten.

Im Juni 2009 ist es gelungen, die Brandly GmbH, die die Vertriebsabteilung für die UNIQ Gesellschaften in Deutschland beinhaltet, aus dem Teilkonzern in Deutschland zu veräußern. Der neue Gesellschafter hat anschließend einen Teil der Vertriebsmitarbeiter in die Brandly Service GmbH übertragen. Die Vertriebsleistungen werden daher ab Mitte Juni 2009 von der Brandly Service GmbH erbracht, mit der die Nadler Feinkost GmbH und die Pfennigs Feinkost GmbH entsprechende Service Level Agreements abgeschlossen haben. Durch diese Veräußerung reduziert UNIQ Deutschland die Kosten im Bereich Vertrieb deutlich, trotzdem können die Märkte weiterhin gut betreut werden, da sich insgesamt das Streckengeschäft konstant reduziert und so weniger Marktbetreuung erforderlich ist. Diese Reduzierung führt zu einer nachhaltigen, deutlichen Kosteneinsparung in Millionenhöhe, die sich positiv auf die Ertragssituation von UNIQ auswirkt.

Die neue Gesellschafterin der Brandly GmbH hat uns am 31. Oktober 2009 darüber informiert, dass sie für die Brandly GmbH einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellen wird. Die sich daraus für UNIQ Deutschland ergebenden operativen und finanziellen Folgen können zurzeit noch nicht übersehen werden.

Des Weiteren haben 16 ehemalige Mitarbeiter der Nadler Feinkost GmbH, deren jetziger Arbeitgeber die Brandly GmbH ist, am 23. Oktober 2009 Ansprüche auf Wiedereinstellung an die Nadler Feinkost GmbH und auf Berücksichtigung des Rahmensozialplans an UNIQ Deutschland gestellt. Sollte ein mögliches, daraus resultierendes Gerichtsverfahren die Ansprüche bestätigen, würde dies zu Kostenbelastungen führen und den bereits dargestellten positiven Effekt aus dem Verkauf der Brandly GmbH reduzieren. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass weitere Brandly GmbH Mitarbeiter gleiche Ansprüche stellen.

Insgesamt haben die Veräußerungsabsichten jedoch keinen Einfluss auf die zum 31. Dezember 2008 vorgenommene Bilanzierung. Auch auf die Aufstellung des Konzernabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) hat dies keine Auswirkungen, da die Gesellschaften des Teilkonzernabschlusses in Gänze unter Fortführung des Geschäftsbetriebes, veräußert werden sollen. Des Weiteren hat die UNIQ plc. mit Datum vom 4. November 2009 ihre Patronatserklärung um weitere 12 Monate verlängert. Der 12-Monatszeitraum verkürzt sich entsprechend im Falle der Übertragung der Geschäftsanteile auf einen neuen Gesellschafter.

IV. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN

Allgemeine Marktentwicklung

In einer Pressemitteilung läßt die GfK Marktforschung im März 2009 vermelden, dass das Konsumklima trotz einer Flut negativer Meldungen zur konjunkturellen Entwicklung nahezu unverändert bleibt. Obwohl Konjunktur- und Einkommenserwartungen nun leicht rückläufig sind, bleibt die Konsumneigung auf einem guten Niveau. In den ersten neun Monaten des Jahres 2009 ist der Salatmarkt insgesamt um 6,9 % gestiegen, der Fischmarkt ist um 2,7 % gestiegen.

Eine weitere Handelskonzentration wird erwartet, was den Druck auf die Industrie verstärken wird.

Voraussichtliche Entwicklung der UNIQ Gruppe in Deutschland

Aufgrund der letzten Planung wird für das Geschäftsjahr 2009 für alle zur UNIQ Gruppe in Deutschland gehörenden Gesellschaften, im Wesentlichen die Nadler Feinkost GmbH und die Pfennigs Feinkost GmbH, insgesamt mit einem weiteren Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 6 % gerechnet.

Bis 31. Oktober 2009 war ein Absatzrückgang von 12,4 % zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Umsatz lag hierbei 7,3 % unter dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass einige Privat Label Kontrakte bewußt nicht verlängert oder in der Gesamtsumme deutlich reduziert wurden.

Der operative Verlust hat sich bis 31. Oktober 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,4 Mio. € verbessert und lag über dem Budget (4,1 Mio €). Insbesondere die positive Entwicklung der Einkaufspreise im Bereich der Rohwaren und weiterer Kosteneinsparungen hat deutlich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Für das Gesamtjahr 2009 wird mit einem Verlust nach Steuern in Höhe von 3,0 Mio € gerechnet.

Auch im nächsten Geschäftsjahr wird sich UNIQ Deutschland im Salatebereich insbesondere auf die Kernprodukte Kartoffel-, Kraut- und Fleischsalat konzentrieren. Darüber hinaus sind die Umstrukturierungen der letzten Jahre, die im Wesentlichen die Produktions- und Vertriebsorganisation betreffen, in 2009 abgeschlossen worden, so dass mittelfristig wieder mit dem Erreichen der Gewinnschwelle gerechnet wird. Die Planungen für 2010 werden durch den geplanten Verkauf der UNIQ Gruppe erheblich beeinflusst, von daher existieren dahingehend erhebliche Unsicherheiten.

Chancen & Risiken

Chancen ergeben sich grundsätzlich aufgrund der weiterhin positiven Marktentwicklung der Feinkostsalate und der positiven Auswirkungen aus den in den letzten Jahren durchgeführten Restrukturierungen im Produktions- und Vertriebsbereich.

Die Konzentration auf Kernkompetenzen innerhalb des Konzernproduktionsverbundes (z. B. Kartoffeln in Losser (NL), Kraut in Bottrop, Fisch in Poznan (Polen)) eröffnet weitere Innovationschancen, vergrößert allerdings auch die Vernetzung und Abhängigkeit innerhalb der UNIQ Supply Chain.

Weitere Chancen sehen wir auch durch den Verkauf des Teilkonzerns. Hierdurch kann möglicherweise eine Neuausrichtung des Teilkonzerns mit einer hohen Innovationskraft die Umsatz- und Ertragsaussichten des Teilkonzerns mittelfristig verbessern.

Risiken ergeben sich weiterhin durch die zunehmende Konzentration des Handels und die damit verbundene Steigerung der Marktmacht einzelner Kunden. Wir erwarten auch in Zukunft einen äußerst straffen Wettbewerb und verstärkten Druck auf den bestehenden Rohertrag. In diesem Zusammenhang hat auch der weitere Trend zu Handelsmarken für unsere Konzerngesellschaften negativen Einfluss. Hier werden die Händler ihren eigenen Namen und Auftritt, zum Beispiel EDEKA und REWE, immer stärker als Marke herausarbeiten und dies auch mit den Produkten in Verbindung bringen.

Diese "neuen" Produkte stellen also nicht mehr - wie in der Vergangenheit - eine Alternative zu ALDI dar, sondern werden als "echte" Marken mit gesteigerter Qualität am Markt positioniert.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt daher von der Anpassungsfähigkeit an die sich ändernden Marktbedingungen ab. Hierzu zählen insbesondere eine weitere Steigerung der Effizienz der internen operativen Prozessabläufe und die Entwicklung von Produktinnovationen in Verbindung mit Marketingmaßnahmen, die sowohl den Bekanntheitsgrad der Marken unserer Konzerngesellschaften als auch den unserer Produkte erhöhen.

Außerdem legen wir auch weiterhin auf die Gewährleistung eines hohen Qualitätsstandards größten Wert, um auch in Zukunft unsere Produkte in einem hygienisch einwandfreien Zustand an den Verbraucher liefern zu können. Auch nur vereinzelte Verfehlungen der Qualitätsanforderungen kann größere Auslistungen der Produkte im Handel bedeuten.

Bedeutsam für die weitere Entwicklung und dem Erreichen der Ertragsziele sind die Zuverlässigkeit und Liefertreue der Produzenten innerhalb und außerhalb des UNIQ plc. Konzerns sowie die Fähigkeit, Rohmaterialpreissteigerung auszugleichen oder an Kunden weiterzugeben. Wesentliche Einschränkungen bei Lieferanten und Materialkostensteigerungen stellen somit die wesentlichen Risiken dar. Die aktuelle Entwicklung im Privat Label Geschäft lässt darauf hoffen, dass die verlorenen Kontrakte bis zum Beginn des Jahres 2010 zurückgewonnen, oder durch neue Kontrakte ersetzt werden können.

Wie bereits oben unter "Nachtragsbericht" ausgeführt wurde, hat die Brandly GmbH Anfang November 2009 Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Ferner haben Ende Oktober 2009 vier ehemalige Mitarbeiter der Nadler Feinkost GmbH, deren jetziger Arbeitgeber die Brandly GmbH ist, Ansprüche auf Wiedereinstellung an die Nadler Feinkost GmbH gestellt. Die sich hieraus möglicherweise ergebenden Risiken für den Vertrieb und die Kostenbelastungen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht übersehen oder beziffert werden.

Als kapitalmarktgeführtes Unternehmen setzt UNIQ plc moderne Instrumente (Risikomanagementsystem) ein, die sowohl strategische als auch operationelle Risiken bestmöglich managen. Als Tochtergesellschaft ist die UNIQ Deutschland GmbH voll in diesem Prozess integriert.

Bestandsgefährdung

Die UNIQ plc., London, hat am 4. November 2009 gegenüber der UNIQ Deutschland GmbH und allen mit ihr verbundenen Unternehmen, eine gültige Patronatserklärung (Letter of Support) für einen Zeitraum von 12 Monaten abgegeben. Der 12 Monatszeitraum verkürzt sich entsprechend im Falle der Übertragung der Geschäftsanteile auf einen neuen Gesellschafter. UNIQ plc hat sich dadurch verpflichtet, in diesem 12 Monatszeitraum (oder kürzer im Falle eines Anteilverkaufs) die jederzeitige Zahlungsbereitschaft der zum UNIQ Teilkonzern in Deutschland gehörenden Gesellschaften zu gewährleisten. Zur Sicherung des mittelfristigen Fortbestandes der UNIQ Gruppe in Deutschland ist die Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die UNIQ plc, London, bzw. nach Verkauf der Gesellschaftsanteile durch den neuen Gesellschafter erforderlich.

Des Weiteren wurde bereits im März 2008 von Seiten der Gesellschafterin Terranova Fresh Food B.V. ein Kapitalerhöhung von 9,5 Mio. e zur Stärkung des Eigenkapitals vorgenommen.

 

Bottrop, den 4. November 2009

UNIQ Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Willi Vaassen

Martin Beer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

Aktiva

  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Anlagevermögen    
I Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 72.300,00 179.762,07
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 14.646.056,33 16.296.025,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.926.854,51 6.436.721,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.143,80 671.088,39
4. Geleistete Anzahlungen 185.871,38 9.000,00
  21.302.926,02 23.412.835,89
III. Finanzanlagen    
Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen 3.260.700,17 3.111.197,58
  24.635.926,19 26.703.795,54
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.693.642,34 3.205.394,34
2. Unfertige Erzeugnisse 60.892,75 53.308,37
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.169.462,98 1.978.826,45
  4.923.998,07 5.237.529,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.344.559,20 36.629.971,15
2. Forderungen gegen Gesellschafter 752.929,25 714.555,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 207.219,15 404.966,80
  34.304.707,60 37.749.493,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.137.892,13 3.783.500,55
  42.366.597,80 46.770.523,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.854,56 111.591,36
D. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 12.417,76 12.417,76
  67.105.796,31 73.598.328,16

Passiva

   
  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 24.000.000,00 14.500.000,00
II. Kapitalrücklage 61.557.673,34 61.557.673,34
III. Bilanzverlust -72.951.487,41 -65.310.767,75
  12.606.185,93 10.746.905,59
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 12.326.756,86 11.922.039,86
2. Steuerrückstellungen 343.872,21 550.665,94
3. Sonstige Rückstellungen 18.093.902,57 19.574.678,38
  30.764.531,64 32.047.384,18
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.178.686,96 14.144.844,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.633.866,37 15.545.661,99
--davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 5.673.953,39 (i. Vj. EUR 5.998.632,78)--    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 922.525,41 1.113.531,83
--davon aus Steuern EUR 297.833,05 (i. Vj. EUR 473.967,32)--    
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 490,00 (i. Vj. EUR 0,00)--    
  23.735.078,74 30.804.038,39
  67.105.796,31 73.598.328,16

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

  2008
EUR
2007
EUR
1. Umsatzerlöse 176.959.532,61 179.048.036,85
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -509.433,85 -868.022,98
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.805.766,07 3.187.664,94
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -115.078.545,87 -112.305.855,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.784.767,32 -13.408.519,52
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -20.794.023,07 -26.315.311,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -4.713.917,36 -5.362.989,86
--davon für Altersversorgung EUR 1.072.860,63 (I Vj. EUR 996.699,33)--    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.105.372,54 -2.925.155,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.602.559,18 -32.350.495,48
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 588.982,94 129.180,83
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 38.373,42 (i. Vj. EUR 81.123,27)--    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -261.508,19 -499.346,23
--davon an verbundene Unternehmen EUR 179.563,73 (i. Vj. EUR 213.003,38)--    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.495.845,76 -11.670.814,76
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -951,87 -886.916,46
12. Sonstige Steuern -143.922,03 -130.255,48
13. Konzernjahresfehlbetrag -7.640.719,66 -12.687.986,70
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -65.310.767,75 -52.622.781,05
15. Bilanzverlust -72.951.487,41 -65.310.767,75

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

  1.1. - 31.12.2008
TEUR
1.1. - 31.12.2007
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -7.640 -12.688
Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände 3.105 2.925
Abnahme (i. Vj. Zunahme) der Rückstellungen -1.283 751
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -72 -271
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.818 3.382
Abnahme (i. Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.412 1.131
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.484 -4.770
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 213 655
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1.179 -2.171
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -966 -1.516
Einzahlungen aus der Erhöhung des gezeichneten Kapitals 9.500 0
Auszahlungen (i. Vj. Einzahlungen) aus der Konzernfinanzierung -3.695 9.353
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 5.805 9.353
Veränderung des Finanzmittelbestands -645 3.067
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.783 716
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.138 3.783

Der Finanzmittelbestand entspricht dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

  Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Bilanzverlust
EUR
31. Dezember 2006 14.600.000,00 61.567.673,34 -52.622781,05
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -12.687.986,70
31. Dezember 2007 14.600.000,00 61.557.673,34 -66.310.767,75
31. Dezember 2007 14.600.000,00 61.657.673,34 -65.310.767,75
Kapitalerhöhung 9.500.000,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -7.640.719,66
31. Dezember 2008 24.000.000,00 61.657.673,34 -72.951.487,41
  Summe Eigenkapital Mutterunternehmen
EUR
Anteile anderer Gesellschafter
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
31. Dezember 2006 23.434.892,29 -12.417,76 23.422.474,53
Konzernjahresfehlbetrag -12.687.986,70 0,00 -12.687.986,70
31. Dezember 2007 10.746.905,59 -12.417,76 10.734.487,83
31. Dezember 2007 10.746.905,59 -12.417,76 10.734.487,83
Kapitalerhöhung 9.500.000,00 0,00 9.500.000,00
Konzernjahresfehlbetrag -7.640.719,66 0,00 -7.640.719,66
31. Dezember 2008 12.606.185,93 -12.417,76 12.593.768,17

Das auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallende Kapital ist negativ.

Der Ausweis erfolgt in der Bilanz daher auf der Aktiva.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2008

UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop

A. Allgemeine Angaben

Neben dem Konzernabschluss der LTNIQ plc., London/Großbritannien, stellt der Konzernabschluss der UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop, einen Teilkonzernabschluss dar.

Der Teilkonzernabschluss zum 31. Dezember 2008 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurde seitens der Uniq plc. London die Entscheidung getroffen, alle kontinentaleuropäischen Gesellschaften zu verkaufen. Insgesamt hat der Verkauf jedoch keinen Einfluss auf die zum 31. Dezember 2008 vorgenommene Bilanzierung. Auch auf die Aufstellung des Konzernabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) hat dies keine Auswirkungen, da die Gesellschaften des Teilkonzernabschlusses in Gänze und unter Fortführung des Geschäftsbetriebes veräußert werden sollen und eine Einstellung des Geschäftsbetriebes bislang noch nicht beschlossen wurde.

Der vorliegende Teilkonzernabschluss ist ein befreiender Abschluss im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB für die im Inland ansässigen Tochterunternehmen.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 1. April 2004.

B. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Nach der Methode der Vollkonsolidierung sind in den Teilkonzernabschluss der UNIQ Deutschland GmbH alle Unternehmen einbezogen, die unter der einheitlichen Leitung der UNIQ Deutschland GmbH stehen und/oder ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen.

Folgende Tochterunternehmen sind in den Teilkonzernabschluss einbezogen:

  Anteil am Kapital
%
Nennkapital
EUR
Konzernobergesellschaft    
Unmittelbare Beteiligung    
Nadler Feinkost GmbH, Bottrop 1 2 ("Nadler") 100 13.350.000,00
Thüringer Fischfeinkost Gebr. Hopf GmbH, Floh 1 2 90 206.000,00
Brandly GmbH, Bottrop 1 2 100 310.000,00
Pfennigs Feinkost GmbH, Berlin 1 2 100 26.000,00
Lisner Feinkost Vertriebs GmbH, Bottrop 1 2 100 26.000,00
PFENNIG Inyenckonyha Kft., Budapest/Ungarn 100 39.976,90
    (HUF 9 Mio)
Mittelbare Beteiligung    
Türk und Pabst Älteste Deutsche Feinkostfabrik GmbH, Bottrop 1 2 100 400.000

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB in der Weise durchgeführt, dass die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet wurden. Die in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen wurden gemäß § 308 HGB zwecks einheitlicher Bewertung im Konzern gegebenenfalls zuvor korrigiert.

Auf die aus der Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum 1. April 2004 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte und dem in der Einzelbilanz der Pfennigs Feinkost GmbH ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert, wurde zum 31. März 2005 eine außerplanmäßige Abschreibung in voller Höhe vorgenommen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde notwendig, da die Werthaltigkeit der Firmenwerte auf der Grundlage einer durchgeführten Werthaltigkeitsanalyse nicht mehr gegeben war.

1 Mit diesen Gesellschaften bestehen unmittelbare oder mittelbare Gewinnabführungsverträge.
2 Diese Konzerngesellschaften haben von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB hinsichtlich der Prüfung, Offenlegung und Anwendung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht.

Entgegen der Verlautbarung des DRSC ist die Einbeziehung der Tochterunternehmen nicht auf Grundlage der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten Wertansätze erfolgt, sondern gemäß dem Wahlrecht des § 301 Abs. 2 HGB auf Basis der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung zum 1. April 2004.

Die Innenumsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden eliminiert.

Im ersten Quartal 2008 ist der Komplementär, die Lisner Feinkost Vertriebs GmbH, als Vollhafter aus der M+H Bordservice GmbH & Co. KG ausgeschieden. Somit ist das Vermögen dem Kommanditisten, der Nadler Feinkost GmbH, angewachsen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden vier Jahre zu Grunde gelegt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden im Anschaffungsjahr als Sammelposten aktiviert und beginnend im Jahr der Anschaffung, jährlich mit linear 20 % abgeschrieben.

Der Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung ist mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Deckungskapital angesetzt.

Bei Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die nach den steuerlichen Vorschriften einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf die nicht durch Warenkreditversicherung gedeckten Forderungen eine pauschale Wertberichtigung von TEUR 77 gebildet.

Pensionsrückstellungen werden gemäß den steuerlichen Vorschriften nach dem steuerlichen Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck in der Fassung des Jahres 2005 berechnet. Der dabei verwendete Zinssatz beträgt 6 %.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen bilanziert.

Die Umrechnung des Jahresabschlusses der PFENNIG Inyenckonyha Kft., Budapest/Ungarn, wurde mit den Stichtagskursen vorgenommen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Folgenden Konzernanlagenspiegel dargestellt:

Grundstücke

Es wurde bereits in 2006 beschlossen, den Produktionsbetrieb in Bremerhaven zu schließen. Zum 31. Dezember 2008 wurde auf den Buchwert des bebauten Grundstückes in Bremerhaven eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 0,9 Mio vorgenommen. Der Buchwert entspricht dem voraussichtlich erzielbaren Veräußerungspreis.

Finanzanlagen

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung dient der Absicherung der Rückstellungen für Pensionen und der Altersteilzeit.

Forderungen

Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausgleichsposten resultiert aus der Konsolidierung der Thüringer Fischfeinkost Gebr. Hopf GmbH, Floh, an der die Minderheitsgesellschafter einen Anteil von 10 % besitzen und resultiert aus deren Beteiligung am zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung neubewerteten Eigenkapital und dessen Fortschreibung.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen vorausbezahlte Rechnungen für ET-Dienstleistungen.

Latente Steuern

Der aktive Überhang der latenten Steuern wurde vollständig wertberichtigt, da auf Grund der erwarteten weiteren Ergebnisentwicklung mittelfristig nicht mit einer Realisierung der aktiven latenten Steuern zu rechnen ist. Es bestehen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 17,6 Mio und in Höhe von EUR 1,7 Mio aus temporären Differenzen. Passive latente Steuern belaufen sich auf EUR 0,7 Mio. Die latenten Steuern auf temporäre Differenzen resultieren aus den fortentwickelten stillen Reserven und Lasten aus der Erstkonsolidierung und aus den Unterschiedsbeträgen der Wertansätze in den Handels- und Steuerbilanzen der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Steuerlatenzen wurden mit einem einheitlichen Steuersatz von 30,0 % berechnet. Dieser setzt sich aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbeertragsteuer zusammen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösschmälerungen TEUR 8.197 (i. Vj. TEUR 7.957), Abfindungen TEUR 1.368 (i. Vj. TEUR 3.813), Werbekostenzuschüsse TEUR 2.857 (i. Vj. TEUR 2.409), Altersteilzeit TEUR 919 (i. Vj. TEUR 1.288), Rückstellungen für Tantiemen TEUR 554 (i. Vj. TEUR 558), Rückstellungen für ausstehenden Urlaub TEUR 226 (i. Vj. TEUR 398) und Warenretouren TEUR 647 (i. Vj. TEUR 618).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche Veränderungen der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Lagebericht unter den Erläuterungen zur Ertragslage dargestellt.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Produktgruppen:

  2008
TEUR
2007
TEUR
Salate und Fischprodukte 208.964 217.708
Desserts, Joghurts 5.246 4.240
Saucen, Dressing, Mayonnaise 7.566 7.221
Bruttoumsatz 221.776 229.169
Erlösschmälerungen -44.817 -50.121
  176.959 179.048

Die Brutto-Umsätze verteilen sich wie folgt nach geographischen Bereichen:

  2008
TEUR
2007
TEUR
Inland 206.200 216.623
Ausland 15.576 12.546
Gesamt 221.776 229.169

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Bestandteile in Höhe von TEUR 2.109 (i. Vj. TEUR 1.689) die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse und Kundenboni TEUR 1.979 (i. Vj. TEUR 770) und aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens TEUR 72 (i. Vj. TEUR 271) resultieren.

D. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Herr James Burkitt, Kaufmann (bis 9. September 2009),

 

Herr Willi Vaassen, Kaufmann,

 

Herr Martin Francis Stafford Beer, Kaufmann.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a HGB wurde analog § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhält.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.605 p. a. Die Mietverträge (TEUR 414 p. a.) sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Die Leasingverträge (TEUR 1.191 p. a.) haben eine maximale Laufzeit von 30 Monaten.

Die UNIQ plc. hat mit einem Kreditinstitut in Großbritannien einen Kreditrahmen abgeschlossen, der zur Finanzierung des gesamten UNIQ Konzerns dient. Die zum Teilkonzern der UNIQ Deutschland GmbH gehörenden Gesellschaften haben diesen Vertrag als Garantiegeber mit unterzeichnet. Die potenzielle Verpflichtung aus diesem Garantievertrag beläuft sich auf 35 Mio (GBP). Ferner ist es ihnen grundsätzlich nicht gestattet:

Sicherheiten auf ihre Vermögensgegenstände zu bestellen,

Vermögensgegenstände zu verkaufen oder zu übertragen, es sei denn, sie werden ersetzt oder sind nicht mehr gebrauchsfähig,

Akquisitionen, die insgesamt GBP 15 Mio pro Geschäftsjahr überschreiten, vorzunehmen,

Darlehen oder Garantieerklärungen an konzernfremde Personen oder Unternehmen zu gewähren, die insgesamt GBP 1 Mio übersteigen.

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter inklusive Teilzeitmitarbeiter betrug:

Angestellte 256
Gewerbliche Mitarbeiter 383
Auszubildende 10
Gesamt 649

Patronatserklärung der UNIQ plc, London/Großbritannien

Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft der zum Teilkonzern der UNIQ Deutschland gehörenden Gesellschaften hat sich die UNIQ plc. durch die Abgabe einer Patronatserklärung verpflichtet, die UNIQ Deutschland bis 3. November 2010 bzw. dem Verkauf der Gesellschaften finanziell zu unterstützen, damit der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Konzernzugehörigkeit

Die UNIQ plc, London/Großbritannien, stellt als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) auf, in den die Tochtergesellschaften der UNIQ Deutschland GmbH einbezogen werden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.

 

Bottrop, den 4. November 2009

UNIQ Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Willi Vaassen

Martin Beer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der UNIQ Deutschland GmbH, Bottrop, aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel-- und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes € der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in € klang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht Dort ist in Abschnitt "Bestandsgefährdung" ausgeführt, dass zur Sicherung des Fortbestands' UNIQ Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften die Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die UNIQ plc., London/Großbritannien, oder des potentiell neuen Gesellschafters erforderlich ist.

 

Düsseldorf, den 4. November 2009

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wallraf, Wirtschaftsprüfer

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