Schwarzwald-Sprudel Wildberg GmbH
Edekastraße 1, 77656 Offenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Mogck seit 29.1.2024 | Geschäftsführer |
Klaus Fickert seit 5.8.2020 | Geschäftsführer |
Jürgen Mäder seit 4.4.2018 | Geschäftsführer |
Rainer Michael Huber seit 31.10.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA Südwest eGOffenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZAKTIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Konzernanhang zum 31.12.2022Eingetragen im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau, Nummer: GnR 470072 A. Allgemeine AngabenDie EDEKA Südwest eG ist als Mutterunternehmen verpflichtet, nach den §§ 11 ff. des Publizitätsgesetzes Rechnung zu legen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist mit befreiender Wirkung für die nach § 290 HGB zur Konzernrechnungslegung verpflichteten Gesellschaften aufgestellt. Die Posten Nr. 9, 11 und 13 der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB wurden nach § 265 Abs. 7 HGB zur Verbesserung der Übersichtlichkeit zu den Posten Beteiligungsergebnis und Zinsergebnis zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Wie bereits im Vorjahr wurde die Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, insbesondere durch Einstellungen von Beträgen in die sonstigen Konzerngewinnrücklagen. Damit sollen in der Satzung festgelegte Rücklagenzuführungen bereits phasengleich berücksichtigt werden. RundungshinweisBei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. B. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung der ab 01. Januar 2010 einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Bis zum 31. Dezember 2009 kam die Buchwertmethode zur Anwendung. Nach der Neubewertungsmethode werden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörende Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegende Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entstand, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entstand, als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konzernabschluss, sowie auf dessen Einbeziehung vorher nach § 296 HGB verzichtet wurde. Die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, ist mit 50% an der EDEKA Südwest Beteiligungs mbH (ESW), Offenburg, beteiligt. Die auf die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH entfallenden rechnerischen Anteile am Eigenkapital an der ESW werden als "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. In den Jahren 2019 bis 2021 wurde der Anteil der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH am Jahresüberschuss der EHG bzw. ab 2022 der ESW aufgrund einer gesellschaftsvertraglichen Änderung nach paritätischer Verteilung einer vereinbarten Festdividende in Höhe von 6% auf das Stammkapital disquotal mit 20% berechnet. Alle Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander aufgerechnet. Ein Unterschiedsbetrag ist dabei nicht angefallen. Zwischenergebnisse bei den Vorräten sind ergebniswirksam herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die bei den einbezogenen Unternehmen seit der Konzernzugehörigkeit gebildeten Rücklagen werden als sonstige Konzernergebnisrücklagen bzw. als Konzernbilanzgewinn ausgewiesen. C. Konsolidierungskreis1. In den Konzernabschluss einbezogene UnternehmenIn den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 werden neben der EDEKA Südwest eG sämtliche in der Anlage 2 genannten Tochterunternehmen einbezogen. Es werden zwei Beteiligungen als assoziierte Unternehmen bilanziert. Es handelt sich dabei um die EDEKA Rechenzentrum Süd GmbH mit Sitz in Offenburg, an der die EDEKA Südwest eG zu 50% beteiligt ist, sowie um die EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH mit Sitz in Offenburg, an der die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG mit 50% beteiligt ist. Die Bewertungsmethoden in den Jahresabschlüssen entsprechen denen des Konzernabschlusses. Im Geschäftsjahr wurde die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG durch Ausgliederung zur Neugründung gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Übertragende Gesellschaft war die EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH, Offenburg und beitretende Gesellschaft die EDEKA Südwest Handelsstiftung, St. Ingbert. Die Bringman GmbH, Offenburg wurde bisher als Beteiligungsunternehmen mit einer Beteiligungsquote von 10% geführt. Zum 01.12.2022 erfolgte der Zukauf von weiteren 90% Anteilen. Alleinige Anteilseignerin ist nun die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG, Offenburg. Zum 28.02.2022 wurde die 40. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (ehemals GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Böblingen Otto-Lilienthal-Straße KG) erworben. Kommanditist mit einer Einlage von 26 T€ ist die EDEKA Grundstücksverwaltungsgesellschaft, Offenburg. Ebenfalls zum 28.02.2022 wurde die EDEKA Südwest Immobilien Asset GmbH mit Sitz in Offenburg von der EDEKA Südwest eG zum Kaufpreis von 25 T€ erworben. Am Teilkonzern der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Offenburg, sind die Konzerngesellschaft Neukauf Markt GmbH, Offenburg, (40% Anteil) sowie die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG, Minden (40% Anteil), und mit 20% die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG, Rottendorf, beteiligt. Es liegt eine gemeinsame Führung durch die Gesellschafter vor. Der Teilkonzern EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG wird im Rahmen der Quotenkonsolidierung nach § 310 HGB einbezogen. Im Berichtsjahr wurden 100% der Anteile an der Franz Willick Kaffeegroßrösterei GmbH mit Sitz in Köln, zu Anschaffungskosten von T€ 474 erworben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB entsprechend der restlichen Mietvertragsdauern der erworbenen Großhandelsobjekte, bzw. entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer des Kundenstammes, über fünfzehn Jahre linear abgeschrieben. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist durch diese Veränderungen nicht beeinträchtigt. 2. Befreiung von Aufstellungspflichten und der Veröffentlichung des JahresabschlussesDie Gesellschaften mit Vermerk § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB in der Anlage 2 zum Konzernanhang wurden gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Anhang und einen Lagebericht aufzustellen und den handelsrechtlichen Jahresabschluss prüfen zu lassen sowie offenzulegen. D. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme der Finanzanlagen unverändert fortgeführt. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten werden zu Konzernanschaffungskosten angesetzt und sofern abnutzbar planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis zu 10 Jahren abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte, die verbleibenden passiven Unterschiedsbeträge als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Firmenwerte, die aus Kapitalkonsolidierung entstanden sind, werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung 2019 entstandenen Firmenwerte der Handelshof-Gesellschaften werden auf der Grundlage langfristiger Mietverträge über 15 Jahre abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung 2020 entstandene Firmenwert der Medsorg GmbH wird auf der Grundlage langfristiger Mietverträge ebenfalls über 15 Jahre abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung 2022 entstandene Firmenwert der Franz Willick GmbH in Höhe von 147 T€ und der 40. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Col. KG in Höhe von 36.902 T€ wird auf Grundlage langfristiger Mietverträge über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, Die Nutzungsdauer entspricht der erwartenden durchschnittlichen Kundenbindungszeit. Firmenwerte, die aus der Umwidmung aus Belieferungsrechten stammen, werden mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich entsprechend der Restlaufzeiten der Mietverträge der erworbenen Einzelhandelsobjekte. Sachanlagen werden zu Konzernanschaffungs- bzw. Konzernherstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare (sofern abnutzbar), und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die planmäßigen Abschreibungen werden bei abnutzbaren Vermögensgegenständen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis 250,- € im Zugangsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht. Gegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,- € bis zu 800,- € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit Hilfe der Buchwertmethode angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligungen und der Unterschiedsbetrag werden zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. In den Folgejahren werden die Beteiligungsansätze um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen, um Fortschreibungen des Unterschiedsbetrages und um Ergebnisauswirkungen aus der Zwischenergebniseliminierung fortgeschrieben. Im Anlagespiegel werden ergebniswirksame Folgekonsolidierungen als Zugang und als Abgang dargestellt. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vor Kürzung um Ertragssteuern ausgewiesen. Die übrigen Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Konzernanschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei einer Beteiligung, auf die vor BilMoG eine Abschreibung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen und in den Folgejahren im Einklang mit den handelsrechtlichen Übergangsvorschriften beibehalten wurde, erfolgte im Geschäftsjahr eine Wertaufholung auf die ursprünglichen Anschaffungskosten. Hierdurch ergibt sich eine bessere Darstellung der Vermögenslage. Durch die Zuschreibung erhöhten sich die Finanzanlagen und die sonstigen betrieblichen Erträge um € 4,0 Mio. Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Konzernanschaffungskosten zum durchschnittlichen Einstandspreis abzüglich angemessener Abschläge für verdeckte Mängel und eingeschränkte Verkaufsfähigkeit bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Konzernherstellungskosten einschließlich angemessener Gemeinkostenzuschläge angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden, bis auf die Backbetriebe, nicht eingerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Konzernanschaffungskosten angesetzt. Für nicht einzelwertberichtigte risikobehaftete Forderungen wird eine Pauschalwertberichtigung von grundsätzlich 1% des Nettobetrages berücksichtigt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aufgeführt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden erfasst, wenn ein entsprechender Zuwendungsbescheid vorliegt. Sie werden unter dem Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer ertragswirksam vereinnahmt. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtungen. Sie wurden nach der projected-unit-credit-Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellung wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Geschäftsjahren ergibt. Der Zinssatz beträgt zum Berechnungsstichtag 31. Oktober 2022 1,78% (Vorjahr: 1,94%). Abweichend hiervon werden die Pensionsrückstellungen in der HANDELSHOF KÖLN Stiftung & Co. KG mit 1,79% (Vorjahr: 1,87%) berechnet. Es wurde ein Gehalts- und Rententrend von 0% bis 3,5% zu Grunde gelegt. Der Zinsänderungseffekt, bei dem unterstellt wird, dass er zum Ende der Periode eintritt, wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Gemäß Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB sind Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen in Höhe von € Mio. 9,7 (Vorjahr € Mio. 9,3) nicht zurückgestellt. Die Bewertung, der versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde liegen, entspricht grundsätzlich der Bewertung der passivierten Pensionsverpflichtungen. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen werden alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ferner wurden bei langfristigen Rückstellungen Kostensteigerungen zwischen 1,0% und 2,4% und 8,8% p.a. berücksichtigt. Der Zinsänderungseffekt, bei dem unterstellt wird, dass er zum Ende der Periode eintritt, wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen zum 31. Dezember 2022 erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 4 HGB. Es liegen versicherungsmathematische Gutachten mit den geltenden Wertansätzen zum 31. Dezember 2022 vor. Die Möglichkeit der Fluktuation wurde in der Form berücksichtigt, dass für Arbeitnehmer, die zum Bewertungsstichtag noch keine vollen fünf Jahre abgeleistet haben, keine Rückstellung berechnet wird. Es wurde ein Rechnungszins zum Berechnungsstichtag 07. November 2022 von 1,42% (Vorjahr: 1,37%) angesetzt. Für die biometrischen Grundwerte wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck angewendet. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen zum 31. Dezember 2022 erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Gehaltssteigerungen wurden bei der Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrages mit 3,5% (Vorjahr: 2,5%) berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem laufzeitadäquaten Marktzins der letzten sieben Geschäftsjahre auf die durchschnittliche Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nettobetrag passiviert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die latenten Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten aus den Konsolidierungsvorgängen sind saldiert ausgewiesen. Über den Saldierungsbetrag hinausgehende Steuerlatenzen werden auf Konzernabschlussebene nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen erfasst, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. E. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage 1 dem Konzernanhang beigefügt ist. Bei der Entwicklung der Beteiligung an assoziierten Unternehmen wird die anteilige Ergebnisübernahme des Berichtsjahres als Zugang zum Beteiligungswert gezeigt. Die Aufstellung der Besitzanteile ist als Anlage 2 dem Konzernanhang beigefügt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligungen (150 T€) und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (605 T€) beträgt 455 T€. Bei wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns erfolgt bei Gemeinschaftsunternehmen eine anteilmäßige Konsolidierung. In den übrigen Fällen werden Gemeinschaftsunternehmen als assoziierte Unternehmen at Equity bewertet. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (T€ 81.177), betreffen in Höhe von T€ 80.520 ein Darlehen an ein C+C Großhandel betreibendes Gemeinschaftsunternehmen (EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG), bei dem geplante Anlaufverluste sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu einer vorübergehenden Verlustsituation geführt haben. Das Darlehen wird langfristig gewährt und wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zzgl. 100 Basispunkten p.a. verzinst. Der beizulegende Zeitwert liegt auf Grund des Zinssatzes vorübergehend unter dem Buchwert der Darlehensforderung. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von 632 T€ (VJ 717 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (4) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitute
(5) Aktive latente Steuern
Die Ermittlung der Steuerlatenzen erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der sich im Konzern der EDEKA Südwest eG ergibt. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt anhand des Steuersatzes von 30 %, dessen Gültigkeit für die Periode, in der die Vermögenswerte realisiert werden oder die Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Eine Ausnahme hiervon bildet die Berechnung der Steuerlatenzen bei den Zweckgesellschaften sowie einer Immobiliengesellschaft des Konzerns. Da die Gesellschaften die erweiterte Gewerbesteuerkürzung gern. § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG in Anspruch nehmen, ergibt sich ein latenter Steuersatz von 15,825 %. Über den Saldierungsbetrag hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Passive latente Steuern aus den steuerlichen Ansätzen von Sachanlagen, Archivierungsrückstellungen und den Beteiligungswertansätzen wurden mit aktiven latenten Steuern, auf den handelsrechtlich und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen der folgenden Bilanzposten bzw. Sachverhalte verrechnet: Rückstellungen für geschlossene Standorte, Mietrückstellungen, Immaterielle Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, Wiederherstellungsverpflichtungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen für Freistellungen, Rückstellungen für Haftungsrisiken, Sachanlagen, Jubiläumsrückstellungen, Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, Altersteilzeitrückstellungen, Urlaubsrückstellungen, Beteiligungswertansätzen, Rückstellungen für Rückvergütungen und Leasingrückstellungen. (6) Rechnungsabgrenzungsposten
(7) EigenkapitalDer Eigenkapitalspiegel nach DRS 22 ist dem Konzernabschluss beigefügt. (8) Geschäftsguthaben
Mitgliederentwicklung
Die rückständigen Pflichteinzahlungen auf die gezeichneten Geschäftsanteile beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 0,5 T€ (VJ 0,5 T€). (9) Ergebnisrücklagen
(10) Nicht beherrschende Anteile
Hier werden die nicht der EDEKA Südwest eG direkt oder indirekt gehörenden Anteile am Eigenkapital von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ausgewiesen. (11) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Der bei der Erstkonsolidierung der Zweckgesellschaften im Jahr 2010 entstandene Unterschiedsbetrag in Höhe von 15.926 T€ wird ratierlich über die Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst. Der passive Unterschiedsbetrag hat Eigenkapital-Charakter. Aus dem Zukauf von Minderheitenanteilen an fünf Zweckgesellschaften erhöht sich der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalerhöhung um T€ 205. (12) Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag zwischen den nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und den nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ermittelten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt 1.857 T€(VJ 3.097 T€). Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände (ursprüngliche Anschaffungskosten 1.923 T€, beizulegende Zeitwert zum 31.12.2022 1.566 T€) in Form einer Rückdeckungsversicherung bei der Generali Lebensversicherung AG gesichert. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung der Versicherungsgesellschaft ermittelt. Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.903 T€ und ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden. Im Berichtsjahr werden Zinsaufwendungen und Zinserträge von T€ 124 verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Vorstände und Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebenen belaufen sich auf 8.785 T€ (VJ 8.918 T€; je abzüglich Deckungsvermögen). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von 54.934 T€ (VJ 49.411 T€), Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 22.357 T€ (VJ 13.554 T€) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 41.408 T€ (VJ 34.298 T€). (13) Verbindlichkeiten
Für die besicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Buchgrundschulden eingetragen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalten besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Orderschuldverschreibungen in Höhe von 23.501 T€ (VJ 27.381 T€) enthalten. Davon haben 16.629 T€ eine Laufzeit bis zu einem Jahr und 6.872 T€ eine Laufzeit über einem Jahr. Die bis zum Bilanzstichtag gezeichneten Orderschuldverschreibungen werden je nach Zeitpunkt der Zeichnung mit 2% bis zu 4% verzinst. F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von 17.129 T€ (VJ 12.044 T€) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Mieterträgen und Nebenkosten. (2) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 44.507 T€ (VJ 45.552 T€) ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Anlagenabgängen, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen aus Vorjahren. (3) Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet periodenfremde Erträge aus Vergütungen in Höhe von 32.713 T€ (VJ 31.395 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Mieten, Nebenkosten und Instandhaltung in Höhe von 9.366 T€ (VJ 8.385 T€). (4) Personalaufwand
Der Personalaufwand beinhaltet neben den allgemeinen Personalaufwendungen Aufwendungen für Aufstockung in die Unterstützungskasse in Höhe von 401 T€. (5) Abschreibungen
Die Aufgliederung der Abschreibungen des Geschäftsjahres auf die Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. (6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 18.388 T€ (VJ 22.371 T€) enthalten. Diese setzen sich zusammen aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 5.894 T€ (VJ 7.171 T€), aus Aufwendungen für Wertberichtigungen in Höhe von 4.160 T€ (VJ 5.656 T€), aus Anlagenabgängen in Höhe von 4.135 T€ (VJ 6.790 T€) und aus Aufwendungen für Mieten und Nebenkosten in Höhe von 4.199 T€(VJ 2.754 T€). (7) Finanzergebnis
Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 944 T€ (VJ 1.030 T€) enthalten. (8) Einkommens- und Ertragsteuern
In den laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuern für das Geschäftsjahr in Höhe von 14.667 T€ (VJ 29.113 T€), für Vorjahre in Höhe von -2.634 T€ (VJ 841 T€), für Steuern aus der Betriebsprüfung in Höhe von 1.154 T€ (VJ 13 T€) enthalten. (9) Sonstige Steuern
Die Sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen die Grundsteuer, Umsatzsteuer aus Vorjahren sowie die KFZ-Steuern. Darin enthalten sind Steuererträge in Höhe von 11.410 T€ (VJ 368 T€) aus der steuerlichen Außenprüfung. (10) Gewinnverwendung Mutterunternehmen
(11) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen(11 a) Haftungsverhältnisse
In den Verpflichtungen aus Bürgschaften sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen betreffen Rückkaufverpflichtungen von Ware und Ladeneinrichtung aus langfristigen Bankdarlehen an selbstständige EDEKA-Kaufleute zur Übernahme bzw. Erweiterung von Einzelhandelsstandorten. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Gewährleistungen und Mitverpflichtungen aus Leasingverträgen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. (11 b) Haftungsverhältnisse aus Unterstützungskassen
Die Allfrisch und Preisfux Unterstützungskasse e.V. wird als Zweckgesellschaft voll konsolidiert. Von dem nach der Verrechnung mit dem Kassenvermögen verbleibenden Verpflichtungsüberhang in Höhe von 15.774 T€ entfallen 15.836 T€ auf die Konzerngesellschaft Neukauf Markt GmbH, Offenburg, und -62 T€ auf die Neukauf Südbayern GmbH, Gaimersheim. Im Berichtsjahr 2016 wurde das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB ausgeübt. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich wie bei den passivierten Pensionsverpflichtungen. (11 c) Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Aus dem Konzernabschluss der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG ergeben sich anteilig weitere 130.214 T€ finanzielle Verpflichtungen. Eine Aufteilung nach Fristigkeiten liegt hierfür nicht vor. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen nahezu ausschließlich langfristige Mietverpflichtungen für Einzelhandelsstandorte, die zur Sicherung der Absatzbasis des Konzerns langfristig angemietet sind. Die Finanzierung über Leasing verteilt den Liquiditätsabfluss über die Leasinglaufzeit. Hierdurch bleibt ein größerer Liquiditätsspielraum für künftige Entscheidungen gewährleistet. Im reinen Vergleich zu einem fremdfinanzierten Kauf der Vermögensgegenstände führt Leasing zu insgesamt höheren Aufwendungen. Ein über das geschäftliche Maß hinausgehendes Bestellobligo besteht nicht. G. Sonstige Angaben(1) Arbeitnehmer
Außerdem wurden im Jahresdurchschnitt 470 (VJ 561) Auszubildende beschäftigt. (1a) Weitere Arbeitnehmer in quotal einbezogenen Unternehmen (anteilig)
2) Bezüge an ehemalige Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen
(3) Bezüge an Mitglieder des Aufsichtsrates und Vorstandes
(4) Honorar des AbschlussprüfersDas Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2022 beträgt nach § 314 Nr. 9a) bzw. Nr. 9d) HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB 987 T€ für Abschlussprüfungsleistungen und 22 T€ für sonstige Leistungen. (5) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen
Der Ertrag aus Sonstiges gegenüber nahestehende Unternehmen ergibt sich im wesentlichen aus Dienstleistungen. Von quotal einbezogenen Unternehmen liegen weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen vor. Eine Untergliederung nach Art der nahestehenden Personen wurde nicht vorgenommen. Aus dem Warengeschäft ergeben sich Aufwendungen von 493.464 T€ und Erträge von 8.348 T€. Beim Mietgeschäft ergeben sich Aufwendungen von 8.063 T€. (6) Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)Mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2022 bzw. zum 01.01.2023 hat Schwarzwald Sprudel Wildberg GmbH (Geschäftsanschrift: Edekastraße 1, 77656 Offenburg) ihren gesamten Geschäftsbetrieb an die Schwarzwald-Sprudel GmbH (Geschäftsanschrift: Edekastraße 1, 77656 Offenburg) veräußert. Des Weiteren wird mit Wirkung zum 01.01.2023 die Frisch E-Center GmbH verschmolzen auf die EDEKA Südwest Fleisch GmbH. Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge ergeben sich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen. (7) Mitglieder des Vorstandes der EDEKA Südwest eGGeschäftsführender VorstandRainer Huber Geschäftsführer der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH; Sprecher; Verantwortungsschwerpunkte: Mitgliederforderung, Mitgliederbetreuung, Mitgliederentwicklung, Unternehmenskommunikation, Revision, Expansion Ab 01.04.2023: . Mitgliederförderung, Mitgliederbetreuung, Mitgliederentwicklung, Unternehmenskommunikation, Revision, Expansion, Finanzen/Rechnungswesen, Controlling, Immobilien, IT, Personal, Recht Jürgen Mäder Geschäftsführer der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH; Verantwortungsschwerpunkte: Vertrieb, Marketing, Nachhaltigkeit, Ladenplanung, Bäckereien EDEKA Südwestfleisch GmbH, Schwarzwaldhof Fleisch und Wurstwaren GmbH und die Frisch E Center GmbH. Klaus Fickert Geschäftsführer der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH; Verantwortungsschwerpunkte: Einkauf, Logistik, Qualitätsmanagement, Frischkost, Produktion, Schwarzwaldsprudel, Ortenauer Weinkellerei GmbH, Beteiligung EDEKA Foodservice und ab 01.07.2021 Zentrale Dienstleistungen. Caroline Wilkens (bis 31.03.2023) Geschäftsführerin der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH, Verantwortungsschwerpunkte: Rechnungswesen/Finanzen, Controlling, Immobilien, IT, Personal, Recht. Ehrenamtlicher VorstandAlfred Borsch 1 Uwe Georg 2 Gottfried Knauerhase 1 Stefan Lonsdorfer 2 Ingo Müller 2 Susanne Scheck-Reitz 2 Steffen Ueltzhöfer 2 Dieter Viktor Zipser 2
1 Inhaber eines EDEKA
Einzelhandelsgeschäftes
(8) Mitglieder des Aufsichtsrates der EDEKA Südwest eGUwe Kohler 2 Vorsitzender Jürgen Baur 2 stellv. Vorsitzender Christian Albrecht 2 Marco Jakobi 2 Karsten Pabst 2 Daniel Patschull 3 Frank Schröter 2 Stenger Matthias Markus Strecker 2 Frank Sutter 2
1 Inhaber eines EDEKA
Einzelhandelsgeschäftes
(9) Name und Anschrift des zuständigen PrüfungsverbandesEDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e.V. New-York-Ring 6, 22297 Hamburg
Offenburg, den 19.04.2023 EDEKA Südwest eG Firma Huber Mäder Fickert Borsch Georg Knauerhase Lonsdorfer Müller Scheck-Reitz Ueltzhöfer Zipser Anlage 2 zum Konzernanhang (Aufstellung der Besitzanteile)
* Der Einbezug erfolgt gemäß §
290 Absatz 2 Nr. 2 HGB, d.h. dem Mutterunternehmen steht
das Recht zu, die Mehrheit der Mitglieder des die Finanz-
und Geschäftspolitik bestimmenden Leitungs- und
Aufsichtsorgan zu bestellen und abzurufen, und es ist
gleichzeitig Gesellschafter.
1. Anlagespiegel
Lagebericht Konzern zum 31.12.20221. Grundlagen des Konzerns1.1 Geschäftsmodell des KonzernsDie Grundlagen des Geschäftsmodells des Konzerns EDEKA Südwest eG sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen gleichgeblieben. Die EDEKA Südwest Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH) hat vor einigen Jahren das Warengeschäft von der EDEKA Südwest eG übernommen und deren Geschäftsbetriebe gepachtet. Die EDEKA Südwest Beteiligungsgesellschaft mbH hat im Geschäftsjahr 2022 ihr gesamtes Vermögen gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG auf die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG übertragen (Ausgliederung zur Neugründung). Durch die partielle Gesamtrechtsnachfolge wurden neben dem Vermögen und den Schulden auch sämtliche Vertragsverhältnisse mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2022 übertragen. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Genossenschaft besteht in der Betreuung ihrer Mitglieder, in der Verwaltung ihres Vermögens sowie, in Erfüllung ihres Förderauftrags gegenüber ihren Mitgliedern, in der Ausübung der einheitlichen Leitung über die Konzernunternehmen. Das Absatzgebiet erstreckt sich über Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, den südlichen Teil Hessens sowie angrenzende Teile Bayerns. Die Versorgung im Grundsortiment sowie mit Getränken erfolgt durch den Großhandel der EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG. Die Versorgung im Bereich Frischfleisch wird durch die EDEKA Südwest Fleisch GmbH in Rheinstetten sichergestellt. Die EDEKA Südwest Fleisch GmbH kauft darüber hinaus Käse in großen Mengen, der am Standort Völklingen geschnitten sowie verkaufsfertig verpackt wird und anschließend über die neue Frischelogistik in Rheinstetten den Weg in die Märkte findet. Die Belieferung mit Brot- und Backwaren erfolgt durch die Bäckerbub GmbH sowie die Backkultur GmbH. Schwarzwälder Schinken und sonstige geräucherte Produkte werden von der Schwarzwaldhof Fleisch und Wurstwaren GmbH in Blumberg produziert. Eigener Wein wird von der Ortenauer Weinkellerei GmbH in Offenburg hergestellt. Die Schwarzwald-Sprudel GmbH mit ihren zwei Produktionsstandorten in Bad Griesbach und Wildberg stellt die Versorgung mit Mineralwasser und Limonaden sicher, sowohl in Glas- als auch in PET-Flaschen. In Offenburg wird Frischfisch durch die Frischkost und Delikatessen Service GmbH eingekauft und portioniert. Die konzerneigenen Projektentwicklungen werden mit den Immobilien-Tochterunternehmen umgesetzt. Die Planung und Realisierung neuer Märkte sowie Standorterweiterungen erfolgen durch die Stern Grundstücksgesellschaft mbH, die Objektbau Verwaltungsgesellschaft mbH, die EDEKA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, die EDEKA Rhein Neckar Grundstücksgesellschaft mbH, die Immobilien Verwaltung EDEKA Südwest eG & Co. KG und die Erste bis Dreizehnte Immobiliengesellschaft EDEKA Südwest GmbH & Co. KG sowie eine Reihe von ehemaligen Leasingobjektgesellschaften die nun 100% dem Konzern EDEKA Südwest eG angehören. 1.2 Organisatorische Struktur1.2.1 GroßhandelDie EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG bewirtschaftet Lagerflächen in Offenburg, Balingen, Ellhofen, Heddesheim, St. Ingbert und Rastatt. Seit Oktober 2021 beliefert das neue Zentrallager in Rastatt die bestehenden Regionallager mit Artikeln des Trockensortiments. Zur Entlastung der Tiefkühllager in Balingen und Heddesheim unterstützt der Dienstleister Nordfrost GmbH & Co. KG seit Oktober 2021 bei der mittelfristigen Abwicklung von Lagerlogistikdienstleistungen im Tiefkühl-Bereich. Mittelfristig soll am Standort Offenburg ein drittes Tiefkühllager entstehen. Für den Standort Heddesheim bestand bis zum 31.12.2022 eine Vereinbarung mit der pfenning logistics GmbH über die Erbringung von Lagerlogistikdienstleistungen. Diese beinhaltete die Logistikfunktionen der Wareneinlagerung, Kommissionierung und des Warenausgangs, einschließlich der Bereitstellung und Verladung von Waren auf Fahrzeuge. Die pfenning logistics GmbH übernahm im Wesentlichen die Abwicklung von Teilbereichen des Trockensortiments, sowie von Teilbereichen des Non-Foods und des Sortiments der alkoholischen Getränke. Die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG erbringt neben originären Großhandelsleistungen auch Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften im Bereich Rechnungswesen und Personalbetreuung. Hierzu zählt im Auftragsverhältnis die vollständige Buchhaltung aller zum Konzern gehörenden Unternehmen mit Ausnahme der Zweckgesellschaften. Gleiches gilt für die Personalabrechnungen sowie für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Des Weiteren umfassen diese Dienstleistungen Bereiche wie IT-Services, Controlling, Revision und Zentrale Dienstleistungen, inklusive konzerninterner Beratungsleistungen bei bereichsübergreifenden Projekten.
Lagerflächen EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH 2022 in m 2 1.2.2 AbholgroßhandelDas nationale Großkunden-Zustellgeschäft wird in der deutschlandweit agierenden Gesellschaft EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG gebündelt. Die Neukauf Markt GmbH, Offenburg, ist an der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG mit 40 % beteiligt. Die EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG verfügte zum Jahresende 2022 zusammen mit ihrem Tochterunternehmen Handelshof Köln Stiftung & Co. KG über insgesamt 82 Standorte. 1.2.3 Regie-EinzelhandelDer Konzern bündelt seine Regie-Einzelhandelsaktivitäten bei seinen Tochterunternehmen Neukauf Markt GmbH und der NK Großflächen Vertriebsgesellschaft Mitte mbH, sowie in den Firmen Erste bis Achte EDEKA Südwest MK Vertriebsgesellschaft mbH. Zum Ende des Jahres 2022 verfügten im Regiebereich 79 Märkte über eine Verkaufsfläche von insgesamt 267.178 m 2. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenInflationsraten auf Rekordniveau, Kaufkraftverlust innerhalb der Bevölkerung - und über allem: der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Den weiterhin angespannten ökonomischen (und globalen geopolitischen) Rahmenbedingungen zum Trotz erwiesen sich die Konjunkturwerte in Deutschland vergangenes Jahr als "widerstandsfähig". Ging das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seiner Herbstprojektion für 2022 noch von einem preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent aus, wies es Anfang 2023 auf Basis vorläufiger Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das zurückliegende Gesamtjahr ein BIP-Wachstum von 1,8 Prozent aus. Von Seiten des Statistischen Bundesamtes wurde für 2022 zudem eine Teuerungsrate von im Jahresdurchschnitt 7,9 Prozent gegenüber 2021 errechnet. Für das laufende Jahr hingegen wurde Ende Januar 2023 ein deutlich geringeres Wachstum der Wirtschaftsleistung vorhergesagt. Die Prognose: ein Zuwachs des BIP von 0,2 Prozent. Dabei geht die Jahresprojektion 2023 beim privaten Konsum, einer tragenden Säule des BIP, von einem Rückgang aus, heißt es aus Berlin. Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich zum Jahresende stabil. Die Erwerbslosenquote lag im Dezember 2022 bei 2,8 Prozent - im Vergleich zum Vorjahresmonat ein leichter Rückgang um 0,2 Prozentpunkte. Destatis zufolge belief sich die Zahl der erwerbstätigen Menschen in Deutschland im Dezember 2022 auf rund 45,7 Millionen. Ein Zuwachs von 435.000 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zum Stichtag 30. Juni 2022 mehr als 3,1 Millionen Menschen im Einzelhandel beschäftigt - ein Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2021. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt, hat die Branche über die Krisen der vergangenen Jahre hinweg ihr Stellenangebot weiter ausgebaut, kann aber nicht alle Arbeitsplätze besetzen. Um sich erfolgreich entwickeln zu können, sei es für die Branche entscheidend, "dem sich verschärfenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken". Der deutsche Einzelhandel verzeichnete nach vorläufigen Ergebnissen von Destatis 2022 im Vorjahresvergleich ein reales Umsatzminus von 0,6 Prozent und ein nominales Umsatzplus von 7,8 Prozent. Wie die Statistiker mitteilten, dürften für den realen Umsatzeinbruch im Jahr 2022 in erster Linie die spürbar gestiegenen Verbraucherpreise ursächlich sein. Der HDE geht im Rahmen seiner Prognose für das Jahr 2023 von einem preisbereinigten Umsatzrückgang von drei Prozent aus. Destatis zufolge sanken die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel mit Lebensmitteln (inklusive Getränke und Tabakwaren - ohne Facheinzelhandel mit Lebensmitteln) im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr real um 4,6 Prozent. Nominal verzeichneten Vertriebsformate wie beispielsweise Supermärkte oder SB-Warenhäuser einen nominalen Umsatzzuwachs von 5,9 Prozent. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wies in ihrem "Consumer Index 12/2022" (Zeitraum: Januar bis Dezember 2022) gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2021 einen Umsatzzuwachs im deutschen Lebensmitteleinzelhandel von 1,6 Prozent aus. "Alles in allem haben die höheren Kosten aber die Umsatzzuwächse aufgefressen", so die Nürnberger Marktforscher.
Veränderungen des preisbereinigten BIPs im Vorjahresvergleich laut Statistischem Bundesamt 2.2 Geschäftsverlauf des Konzerns EDEKA Südwest eG2.2.1 Plan/Ist-Vergleich des Konzerns EDEKA Südwest eGDer Gesamtumsatz des Konzerns EDEKA Südwest eG erhöhte sich auf 8.484 Mio. EUR (Vorjahr: 8.165 Mio. EUR). Das entspricht im Vorjahresvergleich einer Entwicklung von 3,9 %. So konnte der Gesamtumsatz aus dem Warengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % gesteigert werden. Der für 2022 geplante Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 7.821 Mio. EUR konnte um 198 Mio. EUR übertroffen werden. Das geplante EBIT in Höhe von 136 Mio. EUR konnte mit 77 Mio. EUR nicht erreicht werden. Beeinflusst von massiv gestiegenen Kosten für Miete und Werbung haben sich sowohl auf die eigenen Betriebskosten und Einkaufspreise als auch auf die Verkaufspreise ausgewirkt. Die geplanten Investitionsmittel wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen, da diverse Umbauten zeitlich verschoben und andere Baumaßnahmen unter Plan realisiert wurden.
* Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern vom
Einkommen und Ertrag
Für das Geschäftsjahr 2022 geplante und realisierte Werte im Vergleich 2.2.2 Konzernumsatz aus dem Warengeschäft nach Sparten2.2.2.1 GroßhandelDie EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 5.566,2 Mio. EUR (Vorjahr 5.473,6 Mio. EUR). Der Logistikumsatz ist im Vorjahresvergleich um 3,86 % gestiegen und lag im Jahr 2022 bei 4.627 Mio. EUR (Vorjahr: 4.474 Mio. EUR). 2.2.2.2 Regiebetriebe - Neukauf Markt GmbH und MarktkaufDie Neukauf Markt GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzvolumen aus dem Warengeschäft in Höhe von insgesamt 900,5 Mio. EUR (Vorjahr 973,6 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2022 betrieb die Neukauf Markt GmbH 58 Märkte mit insgesamt 143.331 m 2 Verkaufsfläche. Im Marktsegment großflächiger Regie-Verbrauchermärkte sowie SB-Warenhäuser ist der Konzern EDEKA Südwest über seine Tochtergesellschaft NK Großflächen Vertriebsgesellschaft Mitte mbH aktiv. Sie betreibt Standorte der Vertriebslinien "Marktkauf " und "E Center". Der Gesamtumsatz aus dem Warengeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 352,8 Mio. EUR liegt um 14,8 Mio. EUR unter dem des Vorjahres. Die Gesellschaft betrieb 2022 insgesamt 11 Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 65.864 m 2. Die 2020 gegründeten Gesellschaften, Erste bis Achte EDEKA Südwest MK Vertriebsgesellschaft mbH, erzielten mit ihren insgesamt 10 Märkten einen Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 156,9 Mio. EUR. 2.2.2.3 FleischbetriebeDie EDEKA Südwest Fleisch GmbH erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 977,5 Mio. EUR. Ein Team aus Fachberaterinnen und Fachberatern der EDEKA Südwest Fleisch GmbH unterstützte die Metzgereiabteilungen des EDEKA-Einzelhandels auch im zurückliegenden Jahr. Zu den maßgeblichen Neuerungen des Jahres 2022 zählen die Installation von Anlagen zur Herstellung von Hackfleisch-Artikeln in großen Gebinden sowie, für das Segment Schwarzwald Bio-Weiderind, die Integration der Zerlegung in den Betrieb in Rheinstetten. Dieser Arbeitsschritt wurde bislang von einem Dienstleister übernommen. Die Schwarzwaldhof Fleisch und Wurstwaren GmbH hat im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung aus dem Warengeschäft von 13,5 Mio. Euro zu verbuchen. (Vorjahr: 74,9 Mio. EUR). 2.2.2.4 BäckereibetriebeDie Bäckereibetriebe erzielten im Jahr 2022 einen unkonsolidierten Umsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 178,3 Mio. EUR (Vorjahr: 270,2 Mio. EUR). Der Vorjahresvergleich ist allerdings unter anderem aufgrund der Übergabe zahlreicher Verkaufsstellen in die Hände selbstständiger Kaufleute sowie in die Gesellschaften des Regie-Einzelhandels nur bedingt möglich. Auch der anhaltende Umbruch in der deutschen Backwarenbranche sowie die Auswirkungen stark gestiegener Energie- und Rohstoffpreise und die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten spiegelt sich in dieser Entwicklung wider. Weitere Herausforderungen ergaben sich durch den seit Jahren zunehmenden Personalmangel, aufgrund dessen die Öffnungszeiten einzelner Verkaufsstellen teils kurzzeitig angepasst werden mussten. 2.2.2.5 Getränkebetriebe2.2.2.5.1 Schwarzwald-Sprudel-GruppeDie Schwarzwald-Sprudel-Gruppe setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr 96,4 Mio. Glasflaschen (Vorjahr: 92,4 Mio.) sowie 149,2 Mio. PET-Flaschen (Vorjahr: 140,8 Mio.) ab. Der Absatz von Artikeln der Marke Schwarzwald-Sprudel erreicht mit 45,5 Mio. Flaschen wieder das Niveau vor der Pandemie. Im Bereich PET-Einweg konnte der Absatz von Artikeln der Marke Vitrex sowie der Handelsmarke Gut&Günstig einen Zuwachs verzeichnen (6 %). Der Umsatz aus dem Warengeschäft stieg auf 54,3 Mio. EUR (Vorjahr: 44,4 Mio. EUR). Die positive Entwicklung ist auf die wieder dauerhaft geöffnete Gastronomie sowie stattfindende Veranstaltungen zurückzuführen. Außerdem unterstützten zugewonnene Marktanteile durch den Rückzug von Wettbewerbern und eine konstant sommerliche Witterung in den Sommermonaten diesen Trend. 2.2.2.5.2 Ortenauer Weinkellerei GmbHDer Weinjahrgang 2022 zeichnet sich durch überdurchschnittliche Erntemengen aufgrund von guter Witterung im Weinanbaugebiet Baden aus. Die Erntemenge der Ortenauer Weinkellerei GmbH lag bei 5,6 Mio. kg (Vorjahr: 3,1 Mio. kg). Mit der im Berichtsjahr eingeführten neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorte (PIWI-Wein) Souvignier Gris leistet der Produktionsbetrieb durch die erhebliche Einsparung an Pflanzenschutzmitteln einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Weinanbau. Preiserhöhungen bei Vorprodukten hatten im zurückliegenden Geschäftsjahr Auswirkungen auf die Erträge. Lieferschwierigkeiten von beispielsweise Glasflaschen konnten durch eine vorausschauende Disposition sowie Lagerhaltung abgefedert werden. Dabei sank der Umsatz von 12,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,0 Mio. EUR im Jahr 2022. Die Produktionsbetriebe sind wichtige Säulen in einem zunehmend aggressiv ausgetragenen Wettbewerb. Sie sichern die Qualität der Erzeugnisse dauerhaft und machen den Unternehmensverbund unabhängiger.
Umsätze im Vergleich in Mio. EUR 2.2.3 Förderauftrag der EDEKA Südwest Stiftung & Co. KGZum 31.12.2022 wurden 1.050 Märkte von selbstständigen Einzelhändlern geführt. Mit einem Vorjahreswert von 1.043 Märkten bedeutet dies eine Erhöhung um 7 Märkte. Zum gleichen Stichtag gehörten der Genossenschaft 462 Mitglieder an. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Anzahl der Mitglieder um 4. Durch Neueröffnungen und Erweiterungen, vermindert um Geschäftsschließungen, erhöhte sich die Einzelhandelsverkaufsfläche per 31.12.2022 im Vorjahresvergleich saldiert um 55.585 m 2 auf 1.608.891 m 2 (Vorjahr: 1.553.306 m 2 ). Die Verkaufsfläche der von EDEKA-Kaufleuten betriebenen Märkte erhöhte sich von 1.291.735 m 2 im Vorjahr auf 1.341.713 m 2 im Berichtsjahr. Das Plus von 49.978 m 2 bedeutet eine Erhöhung um 3,87 %. Die Verkaufsfläche der Filialbetriebe, d. h. der in Eigenregie betriebenen Märkte, erhöhte sich per Saldo im Vorjahresvergleich zum 31.12.2022 um 5.607 m 2 auf insgesamt 267.178 m 2 (Vorjahr 261.571 m 2 ). Der Anstieg der Verkaufsfläche der Filialbetriebe resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von 6 Märkten der real GmbH mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 27.656 m 2. Dagegen stehen Privatisierungen von Filialbetrieben, d. h. Märkte, die von der Großhandlung in die Hände des selbständigen Einzelhandels gegeben werden. Im Berichtsjahr sind den EDEKA-Kaufleuten somit 20.242 m 2 Verkaufsfläche zugeflossen. 2.3 Lage2.3.1 ErtragslageDer Konzern EDEKA Südwest eG konnte im Berichtszeitraum einen Gesamtumsatz von 8.484,4 Mio. EUR erzielen. Der Gesamtumsatz setzt sich aus warengeschäftlichen Umsätzen in Höhe von 8.019,1 Mio. EUR und sonstigen Umsätzen mit 465,3 Mio. EUR zusammen. Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen den Aufwand für bezogene Waren mit 6.600,1 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr von 6.695,5 Mio. EUR um 360,5 Mio. EUR auf 7.060,0 Mio. EUR angestiegen. Der Rohertrag liegt mit 1.428,4 Mio. € leicht unter Vorjahr. Die im Vergleich zum Vorjahr teilweise gestiegenen Wareneinstandspreise konnten im Sinne der genossenschaftlichen Mitgliederförderung und einer marktgerechten Preisstellung nicht vollständig weitergegeben werden. Der Saldo aus den übrigen betrieblichen Aufwendungen und den übrigen betrieblichen Erträgen ist von -1.376 Mio. EUR um 31 Mio. EUR auf -1.407 Mio. EUR angestiegen. Dies resultiert vor allem über den Planwerten liegende Fuhrparkaufwendungen sowie die Aufwendungen für eigengenutzte Geschäftsräume zu nennen. Das Beteiligungsergebnis ist mit 54 Mio. EUR um 4 Mio. EUR anstiegen. Diese Entwicklung ist durch den aus der Beteiligung an der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG resultierenden Gewinnanteil sowie durch sonstige konsolidierte Ergebnisse der Tochtergesellschaften geprägt. Das Zinsergebnis ist mit -3 Mio. EUR identisch mit dem Vorjahr. Die Gesamtsteuerbelastung verringerte sich von -30 Mio. EUR auf -9 Mio. EUR. Der Ertragssteueraufwand ist aufgrund unterschiedlicher Ansätze in der Steuerbilanz im Verhältnis zum handelsrechtlichen Ergebnis vor Steuern unterdurchschnittlich
*) Materialaufwand saldiert mit
Bestandsveränderung
Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzform) in Mio. EUR
Konzernumsätze im Mehrjahresvergleich in Mio. EUR
Ergebnis nach Steuern im Mehrjahresvergleich in Mio. EUR 2.3.2 Finanzlage2.3.2.1 FinanzmanagementDas Finanzmanagement im Konzern EDEKA Südwest eG umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement sowie das Management von Marktpreisrisiken. Das Kapitalstrukturmanagement gestaltet sowohl die Kapitalstruktur des Konzerns als auch das der Einzelgesellschaften. Die Kapitalausstattung wird nach den Grundsätzen kosten- und risikooptimaler Finanz- und Kapitalausstattung vorgenommen. Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass jederzeit alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden können. Hierzu werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung erfasst. Die entstehenden Finanzierungsbedarfe werden mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Unser Ziel ist es, eine als notwendig erachtete Liquidität kostenoptimal bereitzustellen. Zusätzlich zur operativen Liquidität kann der EDEKA Südwest eG Konzern auf weitere Liquiditätsreserven zugreifen, die kurzfristig verfügbar sind. Im Cash-Management werden Zahlungsmittelbedarfe und -Überschüsse zentral ermittelt. Das konzerninterne Saldieren (Netting) dieser Bedarfe und Überschüsse reduziert die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß. Das Netting erfolgt durch ein Cash-Pooling-Verfahren. Ratings bewerten die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sie dienen dem Nachweis der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens gegenüber potenziellen Fremdkapitalgebern. Vorliegende bankinterne Ratingeinstufungen auf Basis der Abschlüsse zum 31. Dezember 2021 kommen zu positiven Bewertungen der Unternehmensgruppe, die im Bereich "Investment Grade" angesiedelt sind, was den finanziellen Handlungsspielraum gegenüber den Finanzpartnern unterstützt. Das Management von Marktpreisrisiken hat die Aufgabe, die Auswirkungen von Schwankungen bei Zinssätzen und Rohstoffen auf das Ergebnis der Geschäftsfelder und des Konzerns zu begrenzen. 2.3.2.2 KapitalstrukturDie Bilanzsumme per 31.12.2022 beträgt 3.098,4 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 275,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 2.823,4 Mio. EUR). Das Eigenkapital hat sich um 62,8 Mio. EUR erhöht und wird per 31.12.2022 mit 1.666,3 Mio. EUR ausgewiesen. Die Steigerung kommt im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss 2022. 2.3.2.3 Eigenkapitalquote
Eigenkapitalquote im Mehrjahresvergleich Der Konzern EDEKA Südwest eG deckt den Finanzierungsbedarf durch eine Kombination aus dem operativen Cash-Flow, der in dem Unternehmen erwirtschaftet wird, und durch die Aufnahme von kurz- und mittelfristigen Finanzverbindlichkeiten. Für die Fremdkapitalbeschaffung bestehen sowohl bilaterale Linien mit Kreditinstituten als auch eine variabel verzinsliche syndizierte Kreditlinie über 300 Mio. EUR, die von einem Konsortium von sechs Banken bis September 2027 zugesagt ist. Es besteht die Option einer Verlängerung um ein weiteres Jahr bis zum Jahr 2028. Zur Absicherung der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und der geplanten Großinvestitionen wurden drei Schuldscheindarlehen in Höhe von 110 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Juli 2024 aufgenommen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich von 930,0 Mio. EUR um 238,0 Mio. EUR auf 1.168,0 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 297,8 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 64,2 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind um 64,0 Mio. EUR gestiegen. Hierbei handelt es sich größtenteils um kurzfristige Verbindlichkeiten gegen die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind um 3,1 Mio. EUR gestiegen. 2.3.2.4 Investitionen
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Mehrjahresvergleich in Mio. EUR Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Konzerns EDEKA Südwest eG betrug im Berichtsjahr 248,2 Mio. EUR. Davon sind 55,9 Mio. EUR den immateriellen Vermögensgegenständen zuzuordnen. Die Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens in Höhe von 192,3 Mio. EUR betreffen Grundstücke und Gebäude in Höhe von 109,3 Mio. EUR, wobei es sich hier um diverse Grundstückskäufe und Erweiterungen sowie Umbaumaßnahmen an den Logistikstandorten handelt. Des Weiteren wurde mit 46,1 Mio. EUR ein Großteil in die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Form von Einrichtungen der Märkte, Lastkraftwagen, Anhänger, Gabelstapler und beispielsweise EDV-Hardware investiert. Bei den anderen Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke, wurden 10,8 Mio. EUR investiert. Die Anlagenintensität setzt das Anlagevermögen ins Verhältnis zum Gesamtvermögen. Durch eine höhere Bilanzsumme hat sich diese zum Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte vermindert.
Anlagenintensität (inkl. Finanzanlagen) im Mehrjahresvergleich in % zur Bilanzsumme 2.3.2.5 LiquiditätDie Kennzahlen Cash-Flow sowie Finanzkraft als Prozentsatz des Cash-Flows in Relation zum Umsatz verdeutlichen die Liquidität. Der Finanzmittelbestand von -29,3 Mio. EUR hat sich im Vergleich zum Vorjahr (80,8 Mio. EUR) um -110,1 Mio. EUR verringert. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns EDEKA Südwest eG war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Cash-Flow im Mehrjahresvergleich in Mio. EUR
Finanzkraft im Mehrjahresvergleich in % vom Gesamtumsatz 2.3.3 VermögenslageDas Umlaufvermögen erhöhte sich von 1.133,3 Mio. EUR auf 1.281,4 Mio. EUR. Dies bedeutet insgesamt ein Zugang in Höhe von 148,1 Mio. EUR. Im Wesentlichen kommt dies aus dem Bestand an Vorräten, welcher zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 90,3 Mio. EUR von 365,9 Mio. EUR auf 456,2 Mio. EUR anstieg. Der Anstieg ist im Wesentlichen in der Inbetriebnahme des neuen Logistikstandorts Rastatt begründet. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich mit 9,6 Mio. EUR zum Vorjahr erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 55,6 Mio. EUR von 400,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 456,2 Mio. EUR. Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 23,5 Mio. EUR per 31.12.2022 nahmen im Vorjahresvergleich (Vorjahr: 27,1 Mio. EUR) ab. 2.3.4 GesamtaussageDas Geschäftsjahr 2022 war von den allgemeinen Krisen und einer erhöhten Preissensibilität der Endverbraucherinnen und Endverbraucher geprägt. Dennoch ist es dem EDEKA Südwest eG Konzern gelungen, die Marktanteile zu halten, was jedoch aufgrund von damit einhergehenden Margenverlusten einen Ertragsrückgang zur Folge hatte. Unter Berücksichtigung der Kostensteigerungen, auf die der EDEKA Südwest eG Konzern keinen bzw. nur geringen Einfluss hatte, führte das zu einer Planunterschreitung beim EBIT. Unter den gegebenen Voraussetzungen und unter Einbeziehung der Gesamtentwicklung des EDEKA Südwest eG Konzern wird es als zufriedenstellend erachtet. 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren2.4.1 PersonalEinen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten die Mitarbeitenden der EDEKA Südwest. Die Auswirkungen des demographischen Wandels wird auch die EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG im Bereich Mitarbeitende spüren. Um dieser Entwicklung rechtzeitig zu begegnen, setzt der Konzern EDEKA Südwest eG auf Aus- und Weiterbildung sowie auf Nachwuchs- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen. Differenzierte Programme für Mitarbeitende haben das Ziel, die Identifikation mit EDEKA Südwest zu festigen und die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. So bietet das betriebliche Gesundheitsmanagement beispielsweise diverse gesundheitsfördernde Maßnahmen für Mitarbeitende an, darunter im Berichtsjahr eine Impfkampagne gegen eine Covid-19-lnfektion. Im Rahmen der Auditierung "berufundfamilie" für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik wurden ebenfalls zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Um Nachwuchskräfte für eine Karriere im Konzern EDEKA Südwest eG zu begeistern, spricht das Unternehmen potenzielle Mitarbeitende nicht nur über klassische Stellenbörsen an, sondern nutzt u.a. auch die sozialen Medien. Neben Berufs- und Bildungsmessen oder Praktika werden auch über Bildungspartnerschaften mit Schulen oder Initiativen wie dem Frischemobil potenzielle Praktikantinnen und Praktikanten, DH-Studierende und Auszubildende angesprochen. So tourt das Frischemobil zum Beispiel durch den Südwesten Deutschlands und macht Halt an Schulen, die sich dafür beworben haben. Mit acht Entdeckerstationen sowie zwei interaktiven Multimediaspielen erhalten Schulklassen Informationen rund um die Tätigkeiten der Ausbildungsberufe im Lebensmitteleinzelhandel und können erste Kontakte zum Unternehmen knüpfen. Des Weiteren wird mit speziellen Werbekonzepten auf die Attraktivität der Ausbildung aufmerksam gemacht. Im Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 18.572 Personen beschäftigt. Das sind 1.745 Personen weniger als zum Vorjahresdurschnitt (Vorjahr: 20.317 Personen). Damit das Unternehmen auch in Zukunft auf gut ausgebildete Mitarbeitende zurückgreifen kann, wurden im Berichtsjahr 470 Auszubildende beschäftigt. 2.4.2 NachhaltigkeitAlle Aktivitäten und Ziele zum Engagement im Bereich Nachhaltigkeit werden regelmäßig im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Da nachhaltiges Handeln ein fortlaufender Bestandteil des unternehmerischen Handelns von EDEKA Südwest ist, wurden 2022 sechs neue Nachhaltigkeitsziele im Bericht aufgenommen, darunter neue Umweltschutzziele. Insgesamt hat EDEKA Südwest damit für den Zeitraum bis 2027 insgesamt 27 Ziele definiert, klassifiziert in die vier Säulen: "Mitarbeitende", "Nachhaltige Produkte", "Umwelt und Energie" sowie "Gesellschaftliches Engagement". In der Säule "Mitarbeitende" soll beispielsweise die Ausbildungsquote im Verhältnis zu allen sozialversicherungspflichtigen aktiven Beschäftigten auf 5 Prozent erhöht werden. Auf Berufs- und Bildungsmessen konnte wieder Kontakt zu jungen Nachwuchskräften geknüpft werden. Auch durch Praktika Maßnahmen in den sozialen Medien und Bildungskooperationen mit Schulen konnten neue Auszubildende gewonnen werden. Im Bereich der "Nachhaltigen Produkte" soll gemäß der Zielsetzung der Anteil von Bio-Produkten gesteigert werden. Dazu tragen neben der Listung neuer Bio-Produkte beispielsweise auch intensive Kommunikationsmaßnahmen bei. Das Thema Tierwohl findet unter anderem mit der Eigenmarke "Hofglück" im Schweinefleischbereich ebenfalls in dieser Säule Berücksichtigung. Seit 2021 bietet EDEKA Südwest auch Hähnchenfleisch aus regionaler Erzeugung und tiergerechterer Haltung unter der Marke "Hofglück" an. Die Produkte der Marke tragen die höchste Stufe 4 der Kennzeichnung "Haltungsform" und sind mit zwei von zwei Sternen des Tierschutzlabels "Für Mehr Tierschutz" des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet. Im Bereich "Umwelt und Energie" besteht eine der Zielsetzungen in der Reduzierung von Verpackungsmaterial bei EDEKA Südwest-Eigenmarken, bzw. in der Optimierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Wesentlicher Bestandteil des Bereichs "Gesellschaftliches Engagement" ist die Förderung ehrenamtlicher Organisationen. So werden zum Beispiel durch den Verkauf der sogenannten Feuerwehrwurst sowie des sogenannten Feuerwehrsteaks die freiwilligen Feuerwehren im Absatzgebiet unterstützt. Im Jahr 2022 kam auf diesem Weg eine Spendensumme von insgesamt 42.000 EUR für die Landesverbände der Feuerwehren zusammen. Im Rahmen der seit einigen Jahren durchgeführten Tafelaktion können Kundinnen und Kunden Tüten mit haltbaren Nahrungsmitteln sowie mit Drogerieartikeln zugunsten der örtlichen Tafeln erwerben. Auch darüber hinaus unterstützt EDEKA Südwest die Tafeln in vielfältiger Weise. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtVor dem Hintergrund von Engpässen bei Energie, Vorprodukten und Personal geht das ifo-lnstitut im Dezember 2022 davon aus, dass 2023 das BIP in Deutschland geringfügig um 0,1 Prozent abnehmen wird. Die Münchner Ökonomen gehen von einer Konjunkturerholung ab dem Frühjahr 2023 aus. In ihrer Konsumklimastudie im Januar 2023 weist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen positiven Trend in der Konsumstimmung aus, auch wenn das Niveau noch sehr niedrig ist. Weniger stark steigende Preise für Energie durch regulierende Maßnahmen der Bundesregierung werden als wichtigster Faktor für den zunehmenden Optimismus in der Bevölkerung genannt. Die GfK geht allerdings davon aus, dass auch 2023 der private Konsum kein Wachstumstreiber sein wird. Die Verunsicherung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bleibt krisenbedingt hoch. Die Konsumforscher berichten in ihrem Consumer Index 11/2022, dass fast alle Vertriebsschienen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels (ohne Fachhandel) aufgrund der Teuerung im November 2022 weiterhin im Plus sind. Insgesamt zehrt der gesamte Handel von den höheren Preisen, die Discounter wachsen preisgetrieben mit 7 % jedoch erstmals stärker im Vergleich zu den Vollsortimentern (0,1 %). Mit diesen Rahmenbedingungen setzt der EDEKA Südwest eG Konzern für das Jahr 2023 zur Optimierung bestehender sowie zur Erschließung neuer Absatzpotenziale und zur effizienteren Gestaltung von Prozessen mehrere Schwerpunkte. Mit dem Start ins Jahr beginnt die Umsetzung der nationalen Kampagne "Preis +" mit der kommunikativen Klammer "Im Herzen vereint", die sich den preisbezogenen Kampagnen von Mitte 2022 "In jedem Edeka steckt ein Discounter" und "Inflationsstopp" anschließt. Die Themenbereiche Sortimentsvielfalt und Preiswürdigkeit stehen hierbei im Fokus. Vermeintlich gegensätzliche Kundenbedürfnisse werden im EDEKA-Herzen vereint, zum Beispiel gute Qualität zu günstigen Preisen. In diesem Zusammenhang sollen insbesondere die EDEKA-Eigenmarken weiter gestärkt und die Positionierung als führender Lebensmittelanbieter für sämtliche Kundenbedürfnisse, von Preiseinstieg bis Premium, hervorgehoben werden. Dabei bleiben auch die Sortiments-Schwerpunkte Regionalität und Bio weiterhin bestehen. Zur Umsatzsteigerung sowie Sicherung der Marktanteile soll, neben den bestehenden Werbe- und Vertriebskanälen, im Jahr 2023 die kommunikative Nutzung weiterer digitaler Kanäle, darunter WhatsApp, dienen. Außerdem wird die Wochenendwerbung ausgeweitet und es werden sogenannte Samstagsartikel zur weiteren Stärkung der Umsatz- und Ertragssituation eingeführt. Wie schon in den Vorjahren widmet sich der EDEKA-Verbund im Südwesten im Jahr 2023 mit Nachdruck einer seiner wichtigsten Visitenkarten, dem Schlüsselsortiment Obst und Gemüse. Die Abteilungen stellen in den EDEKA-Märkten das frische Entree für einen rundum genussorientierten Einkauf dar. Durch intensive Werbung und Preisaktionen, durch prominente Zweitplatzierungen des Sortiments in den Märkten sowie durch die gezielte Weiterentwicklung des Produktangebots wird diese Warengruppe weiter aufgewertet. Diesem Zweck dient auch der im Jahr 2018 erstmals durchgeführte Wettbewerb "Goldener Apfel". Der Ausbau des Bio-Sortiments in allen Produktgruppen steht weiterhin im Fokus. Mit dem Ziel der Imagestärkung werden, wie schon in den Vorjahren, ausgewählte Märkte auch an weiteren Wettbewerben teilnehmen, darunter "Sterne-Bedientheke" und "Sterne-Bäckerei". Umfangreiche Marketingmaßnahmen tragen im aktuellen Geschäftsjahr auch dazu bei, dass die Vermarktung des EDEKA-Eigenmarkenprogramms weiter forciert wird. Im Jahr 2023 werden diverse Neubauprojekte vorangetrieben. So sind 21 Standorte mit einer Verkaufsfläche von rund 37.526 m 2 geplant. Die bestehenden Märkte werden kontinuierlich modernisiert und konzeptionell weiterentwickelt. Neue Absatzpotenziale sollen zudem mit der Eröffnung von Filialen des Drogeriemarkt-Formats BUDNI, des Getränke-Fachmarkformats trinkgut sowie dem Umbau weiterer Marktkauf-Häuser und E Center erschlossen werden. Rund 70 Bäckerei-Verkaufsstellen sollen in diesem Jahr an selbständige Kaufleute des Verbunds übergeben werden, mit dem Ziel, die Integration aller Filialen in den selbständigen Einzelhandel im Lauf des Jahres 2023 abzuschließen. Im Hinblick auf den reibungslosen Ablauf des Warengeschäfts arbeitet der Geschäftsbereich Logistik weiter an der kontinuierlichen Optimierung der entsprechenden Prozesse. Dazu werden in den bestehenden regionalen Warenlagern Maßnahmen für den schrittweisen Kapazitätsausbau in die Wege geleitet. So erfolgte 2022 am Logistikstandort Ellhofen der Spatenstich für den Neubau einer neuen hochmodernen Leergutanlage. Am Standort Heddesheim erfolgte ein Umbau zur Optimierung der Logistikprozesse. Zur Entlastung der Tiefkühllager in Balingen und Heddesheim soll langfristig am Standort Offenburg ein drittes Tiefkühllager entstehen. Zum 31.03.2022 wurde die Einführung der Warenwirtschaftssystem-Software LUNAR abgeschlossen. Um noch bessere Voraussetzungen für warenwirtschaftliche Prozesse zu schaffen, arbeiten nunmehr alle Märkte des EDEKA-Verbunds im Südwesten mit der neuen Software. Auch im Hinblick auf die Datenqualität bringt das LUNAR-Programm Verbesserungen. Durch eine spürbar steigende Prozess- und Kosteneffizienz sollen weitere Wettbewerbsvorteile gesichert werden. Mit dem Ziel der weiteren Einsparung von Ressourcen sowie zur Stärkung der Positionierung als verantwortungsvolles Unternehmen soll zum Beispiel die Schaffung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bei allen Neubauten berücksichtigt und auch darüber hinaus weiter vorangetrieben werden. Darüber hinaus soll die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen Energieträgern auf strombasierte Wärmepumpenkonzepte in Kombination mit Photovoltaik-Eigenstromnutzung weiter forciert werden. Beim Neubau von Eigen- und, wenn möglich, auch bei Mietobjekten soll der Effizienzhausstandard KfW 40 EE umgesetzt werden. Zur Identifizierung von Einsparpotenzialen soll das Energiemonitoring (EMCS) in weiteren Märkten eingeführt sowie durch die Erweiterung der Dienstleistung Messstellenbetrieb für Hauptstromzähler optimiert werden. Außerdem soll ein Nachhaltigkeitsmanagement Immobilien zur Unterstützung in den Themen nachhaltiges Bauen sowie Zertifizierungen bei Bauprojekten eingeführt werden. Neben den bestehenden Aktivitäten im Bereich des gesellschaftlichen Engagements, darunter Aktionen zur Unterstützung der Tafel-Initiativen und der freiwilligen Feuerwehren, wurde im Jahr 2022 das sogenannte Klima-Tool aufgeschaltet, so dass Märkte künftig ihre Klimabilanz selbst erstellen und daraus Maßnahmen zur Senkung ihrer CO 2 -Emissionen ableiten können. Außerdem soll die Zertifizierung "Nachhaltiger Markt" des EDEKA-Verbunds im Südwesten zu mehr Sichtbarkeit der Nachhaltigkeitsthemen auf Marktebene beitragen. Zur Sicherung des Humankapitals werden auch im Jahr 2023 diverse Aktivitäten zur Mitarbeitergewinnung und -qualifizierung durchgeführt. Um die Attraktivität als Ausbilder zu stärken, sollen beispielsweise weitere Märkte das Siegel "Zertifizierter Ausbildungsbetrieb" der Zentralstelle für Berufsbildung im Handel e.V. erhalten. Außerdem wird ein neues Tool für Weiterbildungen mit dem Fokus auf Inhouse-Seminare eingeführt. Ein weiterer wichtiger Bereich zur Sicherung des Erfolgs des EDEKA-Verbunds ist das Qualitätsmanagement. Die im Berichtsjahr begonnene Integration der Qualitätsmanagement-Bereiche der Getränkebetriebe ins Qualitätsmanagement der Großhandlung sowie der Ausbau der Dienstleistungen der Fachberatung Qualitätsmanagement für den selbstständigen Einzelhandel sollen 2023 weitergeführt werden. Außerdem sollen die Backbetriebe nach den IFS-Standards zertifiziert werden. Eines der wichtigsten Ziele der EDEKA Südwest ist die Stärkung der selbstständigen Kaufleute im dynamischen Wettbewerb. Für das Jahr 2023 ist geplant, 6 Existenzgründerinnen und -gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. 12 bislang in Regie betriebene Märkte sollen an den selbstständigen Einzelhandel übergeben werden. Die Umsatzerlöse bis einschließlich Februar 2023 sind mit 1.227,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 % gestiegen. Damit liegt der erzielte Umsatz aus dem Warengeschäft 2,7 % über der Planung. Die für Umsatz, EBIT und Investitionen festgelegten Planwerte für das Jahr 2023 wurden mit den vorstehend genannten Prämissen erarbeitet.
Planwerte für das Geschäftsjahr 2023 in Mio. EUR Ziel ist es, in einem intensiven Wettbewerb weiterhin die Marktanteile zu halten. Der Konzern verfolgt die Strategie, seine Position am Markt weiter auszubauen und ein langfristig profitables Wachstum zu erreichen. 3.2 ChancenberichtDie Spitzenposition des Konzerns EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG unter den Lebensmitteleinzelhändlern im Südwesten konnte im vergangenen Jahr behauptet und soll auch zukünftig weiter ausgebaut werden. Wie schon in den Vorjahren wird für das Jahr 2023 eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs erwartet, u.a. im Hinblick auf die Listung von Markenartikeln mit entsprechenden Angebotsaktionen sowie auch im Hinblick auf die Listung von Bioanbauverbandsartikeln durch Discounter. Hinzu kommt das inflationsbedingt gestiegene Preisbewusstsein bei Kundinnen und Kunden. Hierbei gilt es die Balance zwischen Umsatz und Ertrag stabil zu halten. Erkennbare Chancen im Umfeld des Konzerns EDEKA Südwest eG sind Bestandteil der Planung. Um die Grundlagen für weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen in der Zukunft zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten, wird das Sortiment kontinuierlich weiterentwickelt. Durch die eigenen Produktionsbetriebe sollen über die Wertschöpfungskette hinweg eine Steigerung der Effizienz und Innovationsrate sowie ein Zugewinn an Unabhängigkeit erfolgen. Der mittelständische Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren als krisensicher und äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Ungeachtet der internationalen Finanzmarktkrisen hat dieser sein Umsatzwachstum fortgesetzt und zählt damit zu den Stabilitätsfaktoren der deutschen Wirtschaft. Neu eingeführte Vertriebskonzepte der EDEKA Südwest werden als Chance betrachtet, um neue Kundengruppen zu akquirieren und den Umsatz langfristig zu steigern. Mit dem EDEKA Abholservice (Click & Collect) haben die Kunden die Möglichkeit, ihren Einkauf vorab online zusammenzustellen und diesen dann ganz bequem im entsprechenden Markt abzuholen. Dabei können die Kunden auf das gesamte E-Center-Sortiment uneingeschränkt zugreifen. Neben einer enormen Zeitersparnis für die Endkunden (kein Anstehen an der Kasse) sind die flexiblen Abholzeiten sowie die reservierte Abholparkplätze direkt vor dem Markt weitere Vorteile für den Endkunden. Zusätzlich zum Abholservice bietet die EDEKA ihren Kunden auch einen eigenen Lieferservice an. Über den EDEKA Online Shop oder die Bringman-App kann man den Einkauf ganz einfach online zusammenstellen. Dabei steht den Endkunden fast das gesamte E-Center-Vollsortiment inklusive der Frischetheken zur Verfügung. Nachdem man ein flexibles Zeitfenster für die Lieferung ausgewählt hat, wird der Einkauf an die entsprechende Adresse geliefert. Eine weitere strategische Chance der EDEKA Südwest sind die vollautomatisierten 24/7-Märkte. Nach dem Pilotprojekt am Bahnhof in Renningen wurde am 12.09.2022 der dritte vollautomatisierte 24/7- Markt in der Offenburger Innenstadt eröffnet. Verbraucher können rund um die Uhr und an allen Tagen der Woche per Smartphone mit der App E 24/7 der Edeka Südwest oder an einem der zwei Bestell-Bildschirme in der Automaten-Filiale in Offenburg ihre Bestellungen aufgeben. Mit circa 500 Artikeln werden den Endkunden ein umfangreiches Supermarkt-Sortiment angeboten, das von Grundnahrungsmitteln inkl. gekühlter Produkte bis hin zu Drogeriewaren reicht. Die EDEKA Südwest hat sich bei dem Thema Energieversorgung durch die EDEKA Versorgungsgesellschaft (EVG) sowie das unternehmensinterne Energie-Compliance-Management-System (ECMS) in diesem Bereich strategische Chancen, auch gegenüber den direkten Wettbewerbern, geschaffen. Der Einkauf von Strom und Erdgas für die EDEKA Südwest erfolgt zum überwiegenden Anteil durch die EDEKA Versorgungsgesellschaft (EVG) in Hamburg. Mit einer fest definierten langfristigen Beschaffungsstrategie wird den Preisschwankungen auf dem Energiemarkt entgegengewirkt. Nach Abschluss des jährlich rollierenden Einkaufs stehen jeweils im Herbst die Energiepreise für das Folgejahr fest. Ein unterjähriges Preisrisiko kann dadurch ausgeschlossen werden, was den Konzern im Energiebereich deutlich robuster und unabhängiger macht. Hinzu kommt das aktuell über alle Unternehmensbereiche hinweg ein Energie-Compliance-Management-System (ECMS) installiert wird. Dadurch möchte sich die EDEKA Südwest in die Lage versetzen, auf die Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Bereich frühzeitig reagieren und aktiv managen zu können. Im Bereich Betriebsstoffe AdBlue-Verfügbarkeit sowie die Versorgungslage von Papier für die Handzettel haben die jeweiligen Bereiche innerhalb der EDEKA Südwest extrem schnell reagiert. Die negativen Entwicklungen auf dem Papier- sowie auf dem AdBlue Markt wurden frühzeitig erkannt, was zur Folge hatte, dass sich die EDEKA Südwest beide Produkte noch zu günstigen Konditionen sichern konnte. So konnte man im Gegensatz zu anderen Unternehmen die hohen Preisschwankungen sehr gut kompensieren. Aktuell werden die Entwicklungen auf beiden Märkten intensiv beobachtet und überwacht, um auch in Zukunft kurzfristig und flexibel reagieren zu können. Zudem wird parallel mit verschiedensten Lieferanten verhandelt, um die Versorgung frühzeitig sicherzustellen. Spannenverluste und damit einhergehend ein Rückgang des Rohgewinns stellen für Handelsunternehmen eine große Herausforderung dar. Gerade aus diesem Grund sind auf dem umkämpften Lebensmittelmarkt günstige Einkaufskonditionen in entscheidender Erfolgsfaktor, um auf die Preispolitik der Konkurrenz angemessen reagieren zu können. Eine große Chance in diesem Bereich sieht die EDEKA Südwest in der neuen Einkaufskooperation "Everest". Mit dieser Kooperation hat die EDEKA Zentrale die besten Voraussetzungen geschaffen, um in Zukunft durch die Bündelung von Einkaufsvolumina günstige Einkaufskonditionen für die gesamte EDEKA Gruppe zu erzielen. Eine ausreichende Lagerkapazität einhergehend mit einer schnellen und einfachen Warenbelieferung sind für die EDEKA Südwest wichtige Erfolgsfaktoren. Mit dem Bau des neuen und hochmodernen Zentrallager in Rastatt ergibt sich für die EDEKA Südwest die Chance, die eigene Effizienz des Logistik-Netzwerkes weiter zu erhöhen sowie die Expansion des Unternehmensverbunds weiter voranzutreiben. Neben der besseren Verteilung der einzelnen Lagerkapazitäten können mit der Inbetriebnahme des Lager Rastatt auch die Kundenbelieferungen optimierter und zielgerichteter strukturiert werden, um weiterhin eine attraktive Sortimentsvielfalt in den Märkten sicherzustellen. Mit diesem modernen, halbautomatisierten Hochregallager schafft die EDEKA Südwest circa 400 neue Arbeitsplätze in der Region. Eine große Chance um IT-Risiken zu minimieren sieht die EDEKA Südwest in dem eigenen und umfangreichen IT-Sicherheitspaket, welches in Kooperation mit der EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH entwickelt wurde. Durch neue und moderne Verbesserungen wie Härtungen der Anwendungen und Infrastrukturen vor Angriffen, der Erhöhung des Zugriffschutzes sowie der Optimierung der Angriffserkennung, sieht sich das Unternehmen zukünftig gut aufgestellt, um erfolgreiche Angriffe abwehren zu können. Auch mit den umfangreichen Modernisierungen bei der Schwarzwald Sprudel GmbH, einer Produktionstochter der EDEKA Südwest, sollen neue Chancen auf dem Getränkemarkt realisiert werden. Die Schwarzwald-Sprudel GmbH ist mit ihren zwei Produktionsstandorten in Bad Peterstal-Griesbach und Wildberg einer der führenden Mineralwasserbrunnen Südwestdeutschlands. Mit den millionenschweren Sanierungen wird das Bestandsgebäude modernisiert sowie die Glas-Abfüllanlage technisch modernisiert. Ziel ist es, sich mit neuen Produkten noch wettbewerbsfähiger aufzustellen, den Absatz deutlich zu erhöhen und dabei moderner und ressourcenschonender produzieren zu können. 3.3 Risikobericht3.3.1 RisikomanagementDer Konzern EDEKA Südwest eG ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit regelmäßig den unterschiedlichen Risiken mit zum Teil kurzen Reaktionszeiten ausgesetzt, die das Erreichen seiner Ziele erschweren können. Risiken werden verstanden als das potenzielle Eintreten eines internen oder externen Ereignisses (bzw. einer Folge von Ereignissen), welches das Erreichen von Geschäfts- oder Finanzzielen negativ beeinflussen kann. Chancen werden definiert als das potenzielle Eintreten eines internen oder externen Ereignisses (bzw. einer Folge von Ereignissen), welches das Erreichen von Geschäfts- oder Finanzziele positiv beeinflussen kann. In einem dynamischen Marktumfeld ist es Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Somit ist das Risikomanagement Bestandteil der Geschäftsstrategie. Der Risikomanagementprozess ist als kontinuierlicher Prozess in die betrieblichen Abläufe des Konzerns EDEKA Südwest eG integriert. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen, zu identifizieren und zu bewerten, sodass geeignete Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können. Ferner beinhaltet es das Reporting von Risiken. Dieser Prozess ermöglicht eine angemessene Früherkennung und unterstützt die Risikosteuerung in verschiedene Berichts- und Eskalationsstufen. Zur Überwachung der Risiken und zur Verfolgung der Zielerreichung hat der Konzern einen Controllingprozess eingerichtet, in dessen Rahmen die Planungen erstellt sowie geprüft und die Geschäftsentwicklung entsprechend überwacht werden. Der Geschäftsbereich Controlling erstellt eine monatliche Ergebnisrechnung mit Vorjahres- und Planvergleich auf Profitcenter-, Sparten- und Buchungskreisebene, die dem Vorstand und den einzelnen Geschäftsbereichsleitungen zur Entscheidungsfindung übergeben wird. Darüber hinaus überwacht die interne Revision die betrieblichen Prozesse. Die Risiken werden in vier Hauptkategorien zusammengefasst: Externe Geschäftsrisiken, Leistungsrisiken, Management- und Organisationsrisiken sowie Finanzrisiken. 3.3.2 Konzernrisiken3.3.2.1 Externe RisikenDer EDEKA Südwest eG Konzern ist von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Insgesamt ist der Handel mit Lebensmitteln jedoch weniger konjunkturanfällig als andere Branchen. Aufgrund der aktuellen Konjunkturlage und den gestiegenen Lebenshaltungskosten der Verbrauchenden sind Umsatzprognosen für das Jahr 2023 im Lebensmittelhandel und den Drogeriemärkten schwierig einzuschätzen. Dennoch rechnen Fachleute auch für 2023 im Segment Lebensmittel und Drogerie mit einer Umsatzsteigerung. Allerdings wird ein preissensibleres Einkaufen der Kundschaft sowie ein Trend hin zu günstigen Produkten und Preiseinstiegsmarken befürchtet. Trotz dieser neuen Gegebenheiten soll die Position der EDEKA Südwest als führender Lebensmitteleinzelhändler im Südwesten weiterhin behauptet und auch zukünftig noch weiter ausgebaut werden. Der durch Russland geführte Krieg in der Ukraine kann sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der EDEKA Südwest auswirken. Dabei betreffen die Auswirkungen des Krieges verschiedenste Bereiche des gesamten Unternehmens. Ein Risiko in diesem Zusammenhang stellt die Energieversorgung sowie die gestiegenen Energiekosten dar. Grundsätzlich können die Preise aufgrund der Gesetzeslage sowie der aktuellen Marktsituation schon immer hohen Schwankungen unterliegen. Durch den Ukraine - Krieg sind die Energiepreise stark angestiegen, was die Ergebnisentwicklung des Konzerns und die der eigenen Produktionstöchter maßgeblich beeinträchtigen kann. Der russische Krieg in der Ukraine wirkt sich auch massiv auf die Versorgungslage von Papier und damit auch auf die Papierpreise aus. Beide Länder sind wichtige Exportländer von Stärke, Holz und Zellstoff und betreiben einige Produktionsstätten, die für den europäischen Papiermarkt extrem wichtig sind. Hinzu kommt, dass die gestiegenen Energiepreise die Papierherstellung zusätzlich verteuert haben. Bei der EDEKA Südwest wird Papier hauptsächlich für die wöchentlich erscheinenden Werbeprospekte verwendet. In externen Druckereien werden die verschiedensten Handzettel (E-Center, mein Genuss, Marktkauf, Top-Chance, Nah und Gut) produziert, die mit den wöchentlichen Angeboten und Kundeninformationen einen wichtigen Teil zur Umsatzgenerierung beitragen. Ein Wegfall der gedruckten Werbeprospekte bzw. eine Umstellung auf reine digitale Handzettel könnte sich negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken Die AdBlue-Problematik in der Logistikbranche ist unter anderem auch auf den Ukraine Konflikt und die damit verbundenen gestiegenen Energiepreise zurückzuführen. Die EDEKA Südwest verfügt über sechs Logistikstandorte und einen modernen Fuhrpark. Täglich werden über 1.300 Märkte, die sich auf das gesamte Vertriebsgebiet verteilen, mit frischer Ware beliefert. Die Preissteigerungen sowie die Verfügbarkeit von AdBlue haben somit auch Auswirkungen auf das Unternehmen. AdBlue ist ein Harnstoff, den unter anderem die Diesel-Lastkraftwagen der EDEKA benötigen. Ohne dieses Abgasreinigungsmittel würden die Lastkraftwagen stehen bleiben. Der Grund für den enormen Preisanstieg bei AdBlue sind die gestiegenen Gaspreise, da Gas für die Herstellung von Ammoniak benötigt wird, dem Grundstoff für AdBlue. Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist die Warenverfügbarkeit ein Risiko für die EDEKA Südwest, welches durch den Ukraine Krieg nochmals verschärft wurde. Die Warenverfügbarkeit beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, die gewünschten Produkte in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Ein Risiko in Bezug auf die Warenverfügbarkeit kann entstehen, wenn die EDEKA Südwest nicht in der Lage ist, die benötigten Waren und Produkte rechtzeitig und zu vertretbaren Kosten zu beschaffen. Die Warenverfügbarkeit kann sich negativ auf die Rentabilität sowie das Image der EDEKA Südwest auswirken. Bereits in der Corona-Pandemie kam es zu großen Herausforderungen bei der Warenversorgung von speziellen Produktsortimenten, die durch sogenannte Hamsterkäufe der Kunden zusätzlich erschwert wurden. Seit dem russischen Krieg in der Ukraine kommt es vor allem bei Produkten, die aus diesen beiden jeweiligen Ländern stammen, zu erheblichen Versorgungsproblemen. Zwangsläufig kommt es aufgrund von geringerem oder gar keinem Angebot zu Preissteigerungen (Angebot / Nachfrage), die in den meisten Fällen an die Endkunden im Handel weitergegeben werden müssen. Die Einkaufsabteilung der EDEKA Südwest hat dennoch umgehend auf diese politischen Entwicklungen reagiert und ist als sofortige Reaktion auf andere Produktionsländer ausgewichen, um zumindest die kurzfristige Warenverfügbarkeit dieser Artikel sicherzustellen und die Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Dabei wurde auch eine Analyse des Preis-/Leistungsverhältnisses der Ersatzprodukte durchgeführt. Durch das Nutzen der Scannerabverkaufszahlen (Lunar Kassensystem) ist man in der Lage, Abverkaufsschwankungen schneller zu erfassen und damit eine zielgerichtete und umgehende Reaktion ableiten zu können. Als langfristige Strategie bleibt nur eine Diversifizierung der Beschaffungsmärkte, d.h. den Einkauf der Produkte und Waren auf mehrere, unterschiedliche Länder verteilen, sowie den Aufbau von regionalen Lieferanten/Erzeuger weiter ausbauen. (Bsp. bei Sonnenblumenöl, Chiasamen, Kichererbsen oder Senfkörner aus der Region). Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko ist die schwankende Konsumbereitschaft der Verbraucher, welche von den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig ist. Weltweite Entwicklungen wie bspw. die Corona Pandemie oder der aktuelle Ukraine-Krieg können Auswirkungen auf den Erfolg eines Handelsunternehmens haben. Durch die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen sind viele Verbraucher extrem preissensibel und legen ihren Fokus beim Einkaufen auf günstigere Produkte und Eigenmarken. Kartellrechtliche Verstöße und daraus resultierende hohe Strafzahlungen stellen ein weiteres hohes Risiko für die EDEKA Südwest dar. In diesem Zuge muss auch die EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) genannt werden. Gewisse Handelspraktiken wie bspw. späte Bezahlung oder einseitige Vertragsänderungen beim Kauf von Agrar- oder Lebensmittelerzeugnissen werden durch die Richtlinie verboten. Sie ist im Juni 2021 in Kraft getreten mit einer Übergangsfrist von einem Jahr. Ab Juni 2022 sind die Vorgaben zwingend einzuhalten und betreffen alle Beteiligten entlang der gesamten Versorgungskette (Ausnahme Endverbraucher). Im Zuge der Umsetzung der Richtlinie und aus Gründen der Compliance wurden in der EDEKA Südwest sämtliche Liefervereinbarungen auf Konformität mit der UTP-Richtlinie geprüft und gegebenenfalls abgeändert und angepasst. Regelmäßige Schulungen und eine stets aktuelle Informationsvermittlung der betreffenden Mitarbeitenden runden die Maßnahmen in diesem Bereich ab. Durch die zum Teil aggressive Preispolitik der Konkurrenz (Preissenkungskampagnen / zunehmende Markenlistung bei Discountern) kann es dazu kommen, dass Verkaufspreise in sämtlichen Vertriebskanälen der EDEKA Südwest angepasst werden müssen. Als Folge davon kann es zu einem Spannenverlust und somit zu einem Rückgang des Rohgewinns kommen. Aus diesem Grund sind günstige Einkaufskonditionen für die EDEKA Südwest ein wichtiger Erfolgsfaktor, um auf die Preispolitik der Konkurrenz angemessen reagieren zu können. Mit der Einkaufskooperation "Everest" hat die EDEKA Zentrale die besten Voraussetzungen geschaffen, um durch die Bündelung von Einkaufsvolumina günstige Einkaufskonditionen zu erzielen. Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am härtesten umkämpften Teilmärkten der deutschen Volkswirtschaft. Mit seinem Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels und den ergänzenden Produktionsbetrieben für Eigenmarken, ist die EDEKA Südwest in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt. Von den Leistungen der zentralen Vorstufe profitiert insbesondere das von selbstständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft. Der mittelständische Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren als krisensicher und äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Ungeachtet der Krisen hat dieser sein Umsatzwachstum fortgesetzt und zählt damit zu den Stabilitätsfaktoren in der deutschen Wirtschaft. Mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten, sind unsere selbständigen Kaufleute jederzeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen. Die EDEKA Südwest ist sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und hat das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens fest in ihrer Unternehmensstrategie verankert. Umweltschädliches Verhalten entlang der Wertschöpfungskette kann unser Ansehen nachhaltig schädigen und unsere Geschäftsgrundlagen gefährden. Wir setzen deshalb zahlreiche Maßnahmen um, mit denen wir eine ökologisch verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit gewährleisten. Es wurde ein umfangreiches Nachhaltigkeitsmanagement eingeführt. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Lebensmittelskandalen und Produktrückrufaktionen, über die medienwirksam auf den unterschiedlichsten Kanälen berichtet wurde. Solche Lebensmittelskandale stellen für den Einzelhandel ein erhebliches Risiko dar. Zum einen können die betroffenen Produkte bei den Endkunden zu gesundheitlichen Schäden führen und zum anderen können mögliche Repuationsschäden für den einzelnen Markt die Folge sein. Eine durch den Skandal plötzlich sinkende Nachfrage bei den Verbrauchern kann zum Einbrechen der Abverkaufsmengen in einem gesamten Sortiment führen. Auch die generelle Meidung einer Einkaufsstätte durch den Endkunden kann eine mögliche Folge sein. Deshalb ist es unumgänglich, Qualitätskontrollen durchzuführen sowie ein schnelles und lückenloses Produktrückrufsystem zu installieren, um solche Gefahren frühzeitig zu erkennen und schnellstmöglich reagieren zu können. Durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement wird eine dauerhaft hochwertige Produktqualität gewährleistet. 3.3.2.2 Interne Risiken3.3.2.2.1 LeistungsrisikoAls Handelsunternehmen ist die man auf externe Anbieter von Waren und Dienstleistungen angewiesen. Dabei sind zum einen die Qualität der Produkte sowie zum anderen die Zuverlässigkeit der Lieferanten von entscheidender Bedeutung. Die große Vielfalt von Waren sowie der hohe Warenumschlag sind mit logistischen Risiken verbunden. Daraus resultierende Risiken stellen Engpässe in der Warenversorgung und sogenannte Out-of-Stock Situationen dar. Diese können durch den Ausfall der Dienstleister oder Lieferanten entstehen, bspw. bedingt durch fehlende Kapazitäten oder Streiks. Proaktiv tauschen sich hierzu die Abteilungen Logistik, Einkauf und Zentrale Dienstleistungen über Prognosemengen, Saison-Höhepunkte, Bevorratungsmöglichkeiten und mögliche Strafzahlungen gegenüber den Lieferanten aus. Anhand von Prognosewerten und der Zuverlässigkeit der Liefermengentreue werden haltbare Artikel mit einem höheren Prognosewert bestellt und eingelagert. Fehlerhafte oder gar unsichere Produkte könnten dem Image der EDEKA Südwest großen Schaden zufügen. Um dem entgegenzuwirken, werden die Lieferanten sorgfältig ausgewählt und regelmäßige Qualitätskontrollen durchgeführt. Des Weiteren wurde ein Lieferantenbewertungstool eingeführt, um eine bessere Transparenz über die Lieferanten zu erhalten. Dieses Tool wird laufend optimiert. Durch das im kommenden Jahr in Kraft tretende "Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz" (LkSG), wird die Schaffung von Transparenz entlang der gesamten Lieferkette verpflichtend. Hierfür hat die EDEKA Südwest bereits die Grundlage zur Entwicklung und Implementierung eines ganzheitlichen Lieferkettenmanagements inkl. Dokumentations- und Berichtswesen gelegt sowie Strukturen und Maßnahmen zur regelhaften Umsetzung und Operationalisierung geschaffen. Ein weiteres Risiko stellen die nicht ausreichenden Lagerkapazitäten im Trockensortimentsbereich der Standorte Heddesheim und St. Ingbert dar. Mit dem Bau und der Fertigstellung des neuen modernen Lagers in Rastatt sowie der Neustrukturierung von Kundenbelieferungen aus den jeweiligen Lagern, konnten die Spitzenlasten vor allem in den Hauptzeiten wie Weihnachten und Ostern deutlich entzerrt werden. 3.3.2.2.2 Management- und OrganisationsrisikoDie Kompetenz und Motivation der Belegschaft tragen entscheidend zum Erfolg der EDEKA Südwest bei. Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen verbunden fühlen und sich mit seinen Zielen identifizieren, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Ein weiteres bedeutendes Risiko stellen die fehlenden Ressourcen von Mitarbeitenden in der Kommissionierung und Auslieferung dar. In absehbarer Zeit werden zur Abdeckung der Mehrmengen eine deutlich höhere Zahl an Mitarbeitenden benötigt. Zusätzlich verschärft werden kann diese Situation dadurch, dass durch Fluktuation erhebliche Engpässe entstehen können, die zu einer Verschlechterung des oben genannten Servicegrads beitragen. Um eine Verschlechterung des Servicegrads zu vermeiden, soll der Automatisierungsgrad erhöht werden. Die Auswirkungen des demographischen Wandels werden für die EDEKA Südwest auch im Bereich Mitarbeitende spürbar werden. Es kann in naher Zukunft zu einem Mangel an Nachwuchskräften und Fachkräften kommen. Um dieser Entwicklung rechtzeitig zu begegnen und das Risiko zu minimieren, setzt die EDEKA Südwest auf die Ausbildung sowie auf Nachwuchs- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen. Als Ziel hat man sich eine Ausbildungsquote von 5% gesetzt (Anzahl der Auszubildenden gemessen an der Anzahl der Beschäftigten). Die differenzierten Ausbildungs-Programme haben das Ziel, die Identifikation mit der EDEKA Südwest zu festigen. Des Weiteren werden mit speziellen Werbekonzepten die Attraktivität der Ausbildung und das Image von EDEKA Südwest im gesamten Vertriebsgebiet verbessert, um Nachwuchskräfte zu gewinnen. Generelle IT-Risiken stellen für die EDEKA Südwest eine enorme Bedrohungslage dar. Die IT-Sicherheitslage hat sich 2022 noch mal dramatisch verändert. Die Cyber-Angriffe auf Unternehmen wie Bizerba, Metro oder auch die EDEKA Region Südbayern waren zielgerichtet, um größtmöglichen Schaden anzurichten und Lösegeld zu erpressen. Erfolgreiche Angriffe wie zuletzt den bei der Metro verursachen großen Schaden und haben dazu geführt, dass die zentralen Dienste sowie die Organisation des Unternehmens über mehrere Wochen lahmgelegt wurden. Der Angriff über Phishing Mails stellt dabei, wie auch in den letzten Jahren, eine der höchsten IT-Bedrohungen dar. Die Sensibilisierung der Mitarbeitenden auf diese Gefahr ist elementar. Phishing Mails werden immer raffinierter und undurchsichtiger aufgebaut, um den Empfänger zu täuschen und zu verwirren. Das Ziel ist, den Empfänger dazu zu bringen, etwas anzuklicken (bspw. einen Link) oder zu beantworten, was zu einer Infektion des Clients mit katastrophalen Auswirkungen für das gesamte Unternehmen führen kann. Ein neues Themenfeld ist das Kapern von Online Kollaboration Accounts. Über Phishing Mails werden User dazu gebracht, ihre Online Mail- oder Teams Accountdaten zu verifizieren. Dazu stellen Angreifer täuschend echt wirkende Seiten zu Verfügung, auf denen die Personen ihre echten Accountdaten eingeben. Angreifer nutzen dann diese Zugangsdaten, um über die echten Portale Kommunikationspartner anzugreifen. Über die verpflichtenden Onlinetrainings im Wissensportal werden die Mitarbeitenden der EDEKA Südwest systematisch trainiert, Mailangriffe sowie verdächtige Mails zu erkennen. Auf der hauseigenen Intranet-Plattform "EMMA" informiert die EDEKA Südwest alle Mitarbeitenden über aktuelle Bedrohungen und gibt Handlungsempfehlungen und Tipps zu möglichen Sicherheitsproblemen. Um die Awareness im Umgang mit verdächtigen Mails im Tagesgeschäft zu stärken, werden regelmäßig Phishing-Mail-Simulationen im gesamten Unternehmen durchgeführt. Die EDEKA Südwest hat zusammen mit der EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH für 2023 ein umfangreiches IT-Sicherheitspaket auf den Weg gebracht. Dabei geht es um Härtungen der Anwendungen und Infrastrukturen vor Angriffen, der Erhöhung des Zugriffschutzes und Optimierung der Angriffserkennung. Einige Themen werden zudem auch in nationalen Gremien im gesamten EDEKA Verbund abgestimmt, um ein einheitliches Sicherheitsniveau zu erreichen. Bei anstehenden Projekten im Groß-, oder Einzelhandel sowie auch in den Produktionsstandorten ist die frühzeitige Integration der IT, insbesondere der IT-Sicherheit, eine Notwendigkeit, um Verzögerungen in der Implementierung oder Kostenüberschreitungen zu verhindern. Die notwendigen Abläufe und Strukturen dazu wurden bereits implementiert, so dass schon in Ausschreibungsphasen die IT-Anforderungen mitberücksichtigt werden können. Die Laufzeit von Hard- und Software spielt dabei eine immer größere Rolle. Hersteller von IT-Komponenten sind verpflichtet, Schwachstellen zu veröffentlichen und dazu Patches zu liefern. Angreifer suchen diese Schwachstellen, um gezielt darüber anzugreifen. Betriebsverantwortliche sind zur Reduzierung von Sicherheitsrisiken aufgefordert, diese Patches umgehend zu implementieren, um mögliche Schwachstellen bzw. Einfallstore für Angreifer sofort zu eliminieren. Dabei ist es auch erforderlich, sämtliche IT-Komponenten aktuell und auf dem neuesten Stand zu halten. Der Austausch von Hardware und Software durch Abkündigungen über die Hersteller sind frühzeitig einzuplanen. Zur Erhöhung der Transparenz im Einsatz von proprietärer Hard- und Software, sind für 2023 umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen, sogenannte Penetrationstests, in mehreren Unternehmensbereichen geplant. Darunter fallen unter anderem auch die elementaren Bereiche Einzelhandel und Logistik. Mit den Ergebnissen werden unsichere Konfigurationen erkannt, Lifecycle Prozesse angestoßen und Netzwerksegmentierungen optimiert. 3.3.2.2.3 FinanzrisikenDer Konzern EDEKA Südwest eG haftet in Form von Bürgschaften gegenüber finanzierenden Banken für die selbstständigen Kaufleute der Region. Bei Zahlungsunfähigkeit der selbstständigen Kaufleute oder Schließung eines Marktes kann der Konzern somit in Regress genommen werden. Ein weiteres Liquiditätsrisiko ist der Ausfall von Kundenforderungen und Rücklastschriften. Wenn bestehende Rücklastschriften von den selbstständigen Kaufleuten nicht zurückgeführt werden können, hat dies negative Auswirkungen auf die Liquidität des Konzerns EDEKA Südwest eG. Um die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos zu minimieren, werden die selbstständigen Kaufleute durch die betriebswirtschaftlichen Beraterinnen und Berater und die Abteilung Rechnungswesen /Finanzen intensiv betreut. Ein derartiges Risiko schlägt sich direkt auf die Planung des Konzerns nieder. Über das Cash-Management muss entsprechend für den Zahlungsmittelbedarf gesorgt werden. 3.3.3 Zusammenfassung der RisikosituationDie vorgenannten Risiken können den Erfolg des Konzerns EDEKA Südwest eG beeinträchtigen. Insgesamt sind für den EDEKA Südwest eG Konzern jedoch derzeit sowie künftig aus heutiger Sicht keine gefährdenden Risiken erkennbar. Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA Südwest eG, Offenburg PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EDEKA Südwest eG, Offenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EDEKA Südwest eG, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 19. April 2023 UNIVERSA
Prüfungs- und
gez. Hübotter, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Salk, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr vom Vorstand kontinuierlich zu grundlegenden Geschäftsvorgängen mit Einfluss auf die Lage und Entwicklung der Genossenschaft sowie der EDEKA Südwest samt Tochterunternehmen informiert. Dabei prägten Konstruktivität sowie eine ehrliche und offene Kommunikation die Zusammenarbeit der Gremien. Die grundlegenden Geschäftsvorgänge waren Gegenstand des Austauschs der Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen der vier turnusmäßigen Sitzungen des Jahres 2022. Alle zu fassenden Beschlüsse erfolgten einstimmig. Jahresabschluss 2022Der EDEKA Verband e.V. prüfte den Jahresabschluss 2022 von Oktober 2022 bis März 2023. Das Prüfungsergebnis wurde dem Aufsichtsrat sowie dem Vorstand in einer gemeinsamen Sitzung am 19.04.2023 umfassend dargelegt. Dabei haben sich keine Einwände ergeben. Der Prüfungsbericht enthält keine Beanstandungen und der Aufsichtsrat stimmt mit ihm vollumfänglich überein. Der uneingeschränkte Prüfungsvermerk wurde erteilt. Der Aufsichtsrat hat, ergänzend zum vorliegenden Jahresabschluss, pflichtgemäß den Lagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses geprüft. Dabei haben sich ebenfalls keine Einwände ergeben. Der Vorschlag zur Gewinnverwendung entspricht den Vorschriften der Satzung und der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag an. Personelle und strukturelle VeränderungenMarco Jakobi, Uwe Kohler, Karsten Pabst, Frank Schröter, Markus Strecker und Frank Sutter schieden turnusgemäß aus dem Gremium aus und wurden einstimmig wiedergewählt. Roland Fitterer wurde als Mitglied des Aufsichtsrats der EDEKA Südwest eG verabschiedet. Matthias Stenger wurde einstimmig neu in den Aufsichtsrat gewählt. Strukturelle Änderungen haben sich im Jahr 2022 durch den Übergang des operativen Geschäftsbetriebes der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH auf die neugegründete EDEKA Südwest Stiftung & Co. KG ergeben. Die bisherige Geschäftsführung steht nunmehr als Vorstand an der Spitze des Unternehmens. RahmenbedingungenDie Rahmenbedingungen im Jahr 2022 waren geprägt von einer stark zunehmenden Inflation infolge des Kriegs in der Ukraine sowie von teils noch unterbrochenen globalen Lieferketten, u.a. aufgrund weiterer Lockdowns in China. Massiv gestiegene Kosten für Energie haben sich sowohl auf die eigenen Betriebskosten und Einkaufspreise als auch auf die Verkaufspreise von Lebensmitteln und weiteren Artikeln des täglichen Bedarfs ausgewirkt. Letzteres hat bei Kundinnen und Kunden zu einem sogenannten Trading-down-Effekt geführt, mit einer stärkeren Fokussierung auf das Preiseinstiegssegment. In diesem teils unwägbaren Umfeld haben die Flexibilität und das Engagement aller Akteure in besonderem Maß zum Erfolg des Unternehmensverbunds im vergangenen Jahr beigetragen. Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand für die gute Zusammenarbeit und bei den Mitarbeitenden aller Gesellschaften für ihren weiterhin großen Einsatz.
Offenburg, April 2023 gez. Uwe Kohler, Aufsichtsratsvorsitzender |
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