Beteiligungsgesellschaften
Rasco Bitumentechnik GmbHLiquidiert
32832 Augustdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MAPEI S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rasco Bitumentechnik GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die Rasco Bitumentechnik GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Mapefin Deutschland GmbH, Wiesbaden. Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Bitumenprodukten, insbesondere Bitumenemulsionen, Bitumendickbeschichtungen und Kaltselbstklebebahnen. Die Gesellschaft bietet ein komplettes Sortiment im Bereich lösemittelfreier Produkte zur Gebäudeabdichtung. Wichtigster Absatzmarkt bleibt das Inland mit 64,8% des Umsatzes. Der Exportanteil ist auf 35,2% gesunken (Vorjahr: 36,1%). 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Bauwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Dabei war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 auch geprägt von den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie von ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Ebenso waren erneut erhebliche Material- und Lieferengpässe, teilweise massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel wesentliche Einflussfaktoren. Das BIP lag damit nur um 0,7 % höher im Vergleich zum Tiefpunkt von 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Maßgeblich verantwortlich für diese hohe Inflation waren die enormen Preisanstiege bei Nahrungsmitteln infolge des Kriegs in der Ukraine und Lieferengpässen in der Produktion. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Allerdings zeigten sich im Jahresverlauf auch positive Sondereffekte infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 teilweise ab, wie bereits im Vorjahr 2022. Die Preise für Energieprodukte stiegen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 % (VJ: um 1,6 %). Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. Von Januar bis November 2023 sank die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,9 % oder 83 200 auf 238 500 genehmigte Wohnungen. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. 2.2 Absatz und Umsatz Maßgeblich bedingt durch Marktsituation sowie Änderung des Produktmixes sank der Absatz (verkaufte Menge) der Gesellschaft um -10,0%, die Umsatzerlöse sanken ebenfalls um 1.241 TEUR bzw. 6,1% auf 19.232,3 TEUR. Hieraus ergibt sich eine Veränderung des durchschnittlichen Erlösniveaus um rd. 4,1%. 2.3 Produktion Insgesamt sank die Produktionsmenge im Vergleich zu 2022 um ca. -9,3%. Der Anteil selbst hergestellter Erzeugnisse am Gesamtabsatz betrug auch im Jahr 2023 nahezu 100%. 2.4 Investitionen Die Sachanlagenzugänge des Jahres 2023 in Höhe von 467 TEUR lagen unter dem Vorjahresniveau (528 TEUR). 2.5 Finanzierung Die Finanzierung wird aus dem Cashflow realisiert. Liquiditätsüberschüsse werden im Rahmen eines Cash-Pooling durch Umsatz- bzw. Saldenübertragung auf ein Sammelkonto der Muttergesellschaft transferiert und wird in der Bilanz unter Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. 2.6 Personal- und Sozialbereich Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter sank im Vergleich zum Vorjahr leicht und betrug 82 Personen (Vorjahr 86). Der Personalaufwand dieses Jahr wurde um 0,4% bzw. 18,4 TEUR reduziert und betrug 4.932,2 TEUR. In Löhnen und Gehältern sind Weihnachtsgratifikationen sowie einzelvertraglich zugesagte Tantiemen und Prämien enthalten. 2.7 Umweltschutz Die betrieblichen Prozesse stellen insgesamt kein Umweltrisiko dar; der Umgang mit kennzeichnungspflichtigen Stoffen erfolgt unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften mit größtmöglicher Sorgfalt und Umsicht. Sämtliche betroffene Bereiche werden in regelmäßigen Abständen über die entsprechenden Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen geschult. Die ständige Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Produkte und auch der Herstellungsverfahren (Rezepturbestandteile, Verpackungen, Energieeinsatz, Produktionstechnologie etc.) stehen im Mittelpunkt technischer Überlegungen und Maßnahmen. 2.8 Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt unverändert in der Entwicklung neuer Produkte und Produktsysteme, die über Alleinstellungsmerkmale und objektive Anwendungsvorteile verfügen. Dabei steht die umweltfreundliche und professionelle Produktqualität zur einfachen und schnellen Lösung schwieriger bzw. anspruchsvoller Bauaufgaben im Mittelpunkt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 4,2% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Quote leicht um 0,4% Punkte. 3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar: Die Bilanzsumme hat sich um 103,9 TEUR auf 19.632,8 TEUR erhöht. Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 169,4 TEUR verringert. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich um 9,4 TEUR vermindert und betragen 52,6 TEUR. Das Sachanlagevermögen ist mit 5.298,1 TEUR um 160,1 TEUR niedriger als im Vorjahr. Die außerplanmäßigen Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen TEUR 165. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 273,3 TEUR gestiegen. Dabei sind insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (773,6 TEUR) gestiegen. Die Forderungen gegen Dritte sind dagegen um 262,4 TEUR gesunken. Die Vorräte sind mit 2.526,2 TEUR um 225,5 TEUR niedriger als im Vorjahr, was auf einer Veränderung der Zusammensetzung der Vorräte und der Reduktion der Einkaufspreise beruht. Die Anlagenintensität (27,2% der Bilanzsumme) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (28,3%) leicht verringert. Die Eigenkapitalquote (93,7% der Bilanzsumme) ist im Vergleich zum Vorjahr (91,3%) um 2,4 Prozentpunkte gestiegen. 3.2 Finanzlage Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) von rd. 468,1 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr (528,2 TEUR) um rd. 60,1 TEUR gesunken. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug 305,3 TEUR. Die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Investitionen von 466,9 TEUR konnten im Wesentlichen aus dem laufenden Cashflow des Geschäftsjahres finanziert werden. Ein effektives Finanzmanagement, verbunden mit einem entsprechenden Berichtswesen, sichert dem Management den notwendigen Überblick über die Geschäftslage des Unternehmens. Aufgrund der positiven Finanzlage werden die Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit fristgerecht erfüllt. Auf Grund der hohen Eigenkapitalquote in Höhe von 93,7% sowie einem auch für 2024 budgetierten positiven Cashflow ist die Rasco Bitumentechnik GmbH finanziell gut gerüstet. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz des Rückgangs der Umsätze positiv entwickelt. Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ertragslage haben Zinserträge in Höhe von 305,3 TEUR geleistet. Die Umsatzrendite (vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Sonstigen Steuern) stieg leicht und beträgt rd. 3,2% (Vorjahr: 2,7%), die Eigenkapitalrendite (Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern zu Eigenkapital des Vorjahres) ist auf rd. 5,2% gestiegen (Vorjahr: 3,4%) und die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss zu Eigenkapital) stieg auf rd. 3,0% (Vorjahr: 2,1%). Die Materialquote ist um 3,7 Prozentpunkte gesunken und beträgt 60,8% (Vorjahr 64,5%). Der Rückgang der Materialquote ist hauptsächlich auf die rückläufige Entwicklung der Preise für wichtige Rohstoffe zurückzuführen. Die kumulierten Abschreibungen des Geschäftsjahres sind um 165,5 TEUR (35,2%) gestiegen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 165. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 560,5 TEUR (Vorjahr: 382,4 TEUR) ab. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich nach Ansicht der Geschäftsführung insgesamt positiv entwickelt. Die Entwicklung der Ertragslage steht im Einklang mit der Prognose im Lagebericht des Vorjahres. 4. Risiko- und Chancenbericht Die Bundesregierung rechnet gemäß Jahreswirtschaftsbericht 2024 mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 %. Jüngst war zu lesen, die Bundesregierung werde ihre Konjunkturprognose für 2024 deutlich senken. Erwartet werde nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,2 %. Die Stimmung der Verbraucher habe sich zuletzt wieder eingetrübt. Verwiesen wurde unter anderem auf die vielen Streiks sowie den hohen Krankenstand in Deutschland. Dies führe dazu, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung nochmals verzögere. Positiv sei aber die im Januar deutlich auf 2,9 % gefallene Inflationsrate. Für die Kerninflation - ohne die stark schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie - erwartet die EZB im 2024 2,7 %. Nach wie vor bestehen hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft, nämlich wegen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftlicher Folgen, der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft, des Leitzinsniveaus sowie der zukünftigen Energieversorgung. Die Bauinvestitionen könnten vom enormen Bedarf an Wohnraum, vor allem in den Ballungsräumen, profitieren. Neben den hohen Baukosten aufgrund steigender Materialpreise und der Materialknappheit dämpft auch der zunehmende Fachkräftemangel die Bautätigkeit. Daher wird erwartet, dass die Bauinvestitionen im laufenden Jahr preisbereinigt erneut um 1,2 % sinken. Zahlreiche Rohstoffe, Handelswaren und Vorleistungen werden sich gemäß Budgetplanung im laufenden Geschäftsjahr weiter verteuern. Durch konsequente Optimierung der Kostenstruktur sollen mögliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage begrenzt werden. Gründliche Beobachtung des Marktes und regelmäßige Analyse von Beschaffungsalternativen reduzieren das Risiko von Versorgungsengpässen und eröffnen Handlungsspielräume, um auf negative Veränderungen wie z. B. Preissteigerungen entsprechend reagieren zu können. Bonität und Liquiditätslage unserer Kunden werden weiterhin als stabil bewertet. Auch zukünftig gehen wir von pünktlichen und vollständigen Zahlungen unserer Geschäftspartner aus und sehen ein Ausfallrisiko als eher gering an. Die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wesentliche Risiken, die die zukünftige Entwicklung und Fortführung der Unternehmung gefährden könnten, sind zum jetzigen Zeitpunkt, unter Berücksichtigung der vorliegenden Information und der strategischen Ausrichtung, nicht bekannt. Die o. g. Unsicherheitsfaktoren könnten sich allerdings insbesondere auf die Entwicklung der Geschäftstätigkeit negativ auswirken und dadurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Möglicherweise nicht unerhebliche Risiken ergeben sich aus der Ukraine-Krise und den gegen die Russische Föderation verhängten Sanktionen. Unmittelbare Auswirkungen (wie Umsatz- oder Forderungsausfall) sind nicht zu befürchten, zu mittelbaren Effekten aus eingeschränkter Energieversorgung der Vorlieferanten, steigende Zinsen und Einkaufspreisen für Rohstoffe, Verpackungen und Handelswaren bei ggf. gleichzeitig verminderter Verfügbarkeit können nicht ausgeschlossen werden. Eine belastbare Einschätzung kann zurzeit nicht gegeben werden. 5. Prognosebericht Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Erwartungen und Prognosen auf Basis aktueller Informationen berücksichtigen. Diese Aussagen über zukünftige Entwicklungen unterliegen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächliche Entwicklung kann hiervon unter Umständen auch deutlich abweichen. Insbesondere die derzeit hohe Unsicherheit im Zusammenhang mit der weiteren Ausbreitung des Krieges in der Ukraine sowie aktuelle Erwartungen bezüglich des Bruttoinlandsprodukts und mögliche wirtschaftlicher Folgen begrenzt die Verlässlichkeit der Planannahmen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 sieht weiteres leichtes Umsatzwachstum um 1,4%, im Wesentlichen durch erfolgreiche Markteinführung neuer Produkte, Gewinnung von Neukunden und weitere Intensivierung und Optimierung der Vertriebsaktivitäten, vor. Dabei erwarten wir weiterhin eine positive Ertragslage, jedoch mit stark rückläufigem Jahresergebnis. Die Finanzlage des Unternehmens ist als stabil einzustufen.
Wiesbaden, 15. März 2024 Veronica Squinzi Marco Squinzi Michael Hecker BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Rasco Bitumentechnik GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften zu größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. II. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Rasco Bitumentechnik GmbH mit Sitz in Wiesbaden im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 22267 eingetragen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen sowie die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Mit Kaufvertrag vom 13. Januar 2006 hat die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb zur Entwicklung und Herstellung von Bitumenprodukten von der Rasco Bitumentechnik GmbH & Co. KG, Augustdorf, erworben. Der Kaufpreis entfiel auf Vermögensgegenstände des Verwaltungsbetriebes (Betriebs- und Geschäftsausstattung, gebraucht) sowie des Produktionsbereichs (Technische Anlagen und Maschinen, gebraucht), Rezepturen, Know-how, Kundenstamm und Geschäfts- oder Firmenwert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Dabei wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Nutzungsdauern der Sachanlagen:
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögens-Gegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 0). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. 2. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren jahresdurchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben den Einzelkosten (Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne), Material- und Fertigungsgemeinkosten inkl. fertigungsbedingter Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die oben genannten Artikel sind unter Anwendung des gewogenen Durchschnitts bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Gesamtabwertung nach Niederstwertprinzip sowie dem Reichweitenabschlag ergab ein Gesamtabwertungsvolumen von 321 TEUR (Vj. 286 TEUR). Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer bzw. Lagerreichweite oder eingeschränkter Verwertbarkeit wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Angemessene Abschläge für erkennbare Risiken, insbesondere Zins- und Ausfallrisiken, wurden vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skontierungsmöglichkeiten durch Kunden werden durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. 3. Rückstellungen Alle nach handelsrechtlichen Gesichtspunkten passivierungspflichtigen Rückstellungen sind bilanziert. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag (also einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken, insbesondere, Sachverhalte aus dem Personal- und Sozialbereich. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. 5. Umsatzsteuer Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Umsatzsteuerforderung in Höhe von rd. 31 TEUR (Vj. 40 TEUR). IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Den Zugängen des Anlagevermögens von 467 TEUR stehen Abschreibungen für Abnutzung für das immaterielle und das Sachanlagevermögen von 636 TEUR gegenüber. 2. Umlaufvermögen Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11.497 TEUR enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 10.261 TEUR (Vj. 8.213 TEUR). Diese resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr (Cash-Pooling). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert 25 TEUR. Alleinige Gesellschafterin ist die Mapefin Deutschland GmbH, Wiesbaden. Die Kapitalrücklage beträgt 9.389 TEUR. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellung (167 TEUR) beinhaltet die Rückstellung aus Ertragssteuern für die Jahre 2021, 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (417 TEUR). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 317 TEUR resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, davon bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, in Höhe von 199 TEUR. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. 6. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 84 TEUR (im Vorjahr 135 TEUR) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 4 TEUR (im Vorjahr 12 TEUR). 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es haben sich im Geschäftsjahr keine Steueraufwendungen/-erträge aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen ergeben V. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. VI. Konzernzugehörigkeit Die Rasco Bitumentechnik GmbH gehört zum Konzernkreis der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien. Sie ist 100%ige Tochtergesellschaft der Mapefin Deutschland GmbH, Wiesbaden (HRB 13149), die wiederum 100%ige Tochtergesellschaft der MAPEI S.p.A. ist, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Die Mapefin Deutschland GmbH ist zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da die Befreiungstatbestände der §§ 291 ff. HGB nicht gegeben sind. Die Rasco Bitumentechnik GmbH wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen der Mapefin Deutschland GmbH, Wiesbaden, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Unter-Erbbaurechtsvertrag mit der Gemeinde Augustdorf. Der Pachtzins beträgt jährlich 23 TEUR und ist bis zum 31. August 2093 zu zahlen. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 325 TEUR bis Februar 2028. VIII. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat 2023 durchschnittlich 82 (Vj. 86) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 50 gewerbliche Arbeitnehmer und 32 Angestellte. IX. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. X. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Dipl.-Kfm. Michael Hecker, Obererbach Geschäftsführer der Sopro Bauchemie GmbH, Wiesbaden Luciano Longhetti, Mailand, Italien Angestellt bei MAPEI S.p.A., Mailand/Italien (bis 19.12.2023) Veronica Squinzi, Mailand, Italien Vorstandsmitglied der MAPEI S.p.A., Mailand/Italien Marco Squinzi, Mailand, Italien Vorstandsmitglied der MAPEI S.p.A., Mailand/Italien Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft. XI. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. XII. Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse von Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Wiesbaden, 15. März 2024 Rasco Bitumentechnik GmbH Veronica Squinzi Marco Squinzi Michael Hecker Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rasco Bitumentechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rasco Bitumentechnik GmbH, Wiesbaden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rasco Bitumentechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 15. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer Lamonski, Wirtschaftsprüfer |
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