Leiser Handelsgesellschaft mbHLiquidiert

Steinerne Furt 76, 86167 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 11620
Eingetragen
20.12.1990
Branche
Großhandel mit SchuhenEinzelhandel mit SchuhenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Schuhen, Lederwaren und Reisegepäck
Gegenstand
Der Vertrieb von Schuhen und solchen Artikeln und Dienstleistungen, die sich zum Vertrieb in Schuhfachgeschäften eignen. Im Rahmen ihres Vertriebs betreibt die Gesellschaft den Einzel- und Großhandel

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Liebich
seit 12.4.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Leiser Fabrikations- u. Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leiser Fabrikations- u. Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG
Germany
8030000
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leiser Handelsgesellschaft mbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 26.05.2018 bis zum 25.05.2019

Bilanz zum 25.05.2019

AKTIVA

25.05.2019 25.05.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.922,00 288,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.650,00 30.250,00
  52.572,00 30.538,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.994.922,92 1.852.701,49
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 774.359,20 788.121,44
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.901,00 10.951,87
  2.772.183,12 2.651.774,80
III. Finanzanlagen    
1. sonstige Ausleihungen 200.000,00 200.000,00
  3.024.755,12 2.882.312,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. fertige Erzeugnisse und Waren 11.135.466,25 8.638.915,69
2. geleistete Anzahlungen 32.600,80 62.362,25
  11.168.067,05 8.701.277,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.018,50 89.745,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.188.645,78 8.188.645,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 722.686,83 428.994,90
  9.126.351,11 8.707.385,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 958.522,01 2.913.180,33
  21.252.940,17 20.321.844,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.282,81 38.826,17
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.748.253,06 3.144.387,36
  29.067.231,16 26.387.370,53

PASSIVA

   
  25.05.2019 25.05.2018
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 4.105.673,81 4.105.673,81
II. Kapitalrücklage 2.909.451,23 2.909.451,23
III. Gewinnrücklagen    
andere Gewinnrücklagen 116.199,99 116.199,99
IV. Gewinnvortrag -10.275.712,39 -6.357.901,13
V. Jahresüberschuss -1.603.865,70 -3.917.811,26
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.748.253,06 3.144.387,36
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.236,00 16.038,00
2. Steuerrückstellungen 510.000,00 510.000,00
3. sonstige Rückstellungen 908.176,61 758.905,62
  1.449.412,61 1.284.943,62
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.720.106,09 2.775.180,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.245.630,06 3.385.784,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.623.704,03 17.117.236,90
davon gegen Gesellschafter EUR 15.546.059,60 (Vorjahr: TEUR 15.027)    
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.028.378,37 1.824.225,34
davon aus Steuern EUR 206.145,43 (im Vorjahr: TEUR 121)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 488.494,39 (im Vorjahr: TEUR 489)    
  27.617.818,55 25.102.426,91
  29.067.231,16 26.387.370,53

Gewinn- und Verlustrechnung von 26.05.18 bis 25.05.19

25.05.2019 25.05.2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.553.840,24 39.995.574,81
2. sonstige betriebliche Erträge 258.692,47 580.377,68
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.965.200,97 -21.749.924,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -558.203,92 -596.232,20
  -13.523.404,89 -22.346.157,15
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -2.522.319,20 -3.942.766,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -559.245,11 -836.296,24
davon für Altersversorgung EUR 14.637,00 (Vorjahr: TEUR 16)    
  -3.081.564,31 -4.779.062,48
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -475.379,27 -793.059,76
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -11.279.716,87 -16.480.281,25
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.615,91 24.925,34
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 58.601,29 (Vorjahr: TEUR 25)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -114.948,98 -120.128,45
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -1.603.865,70 -3.917.811,26
11. Sonstige Steuern 0,00 0,00
12. Jahresergebnis -1.603.865,70 -3.917.811,26

Anhang für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis 25. Mai 2019

1. Allgemeines

Die Leiser Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in 86167 Augsburg, Steinerne Furt 76 und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (HRB 11620).

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften erstellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ausweiswahlrechte wurden dahingehend ausgeübt, dass der Ausweis im Anhang erfolgt.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert wurden, bewertet.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis € 800 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Sie werden im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Die Nutzungsdauer von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen richtet sich nach der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter und orientiert sich in der Regel jeweils an den dort angegebenen zulässigen Höchstsätzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Hinblick auf die vorgesehene Nutzungsdauer und in Anlehnung an die Laufzeit der Mietverträge über 15 Jahre in gleichen Jahresbeträgen abgeschrieben.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßigen Abschreibungen Rechnung getragen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung von Handelswaren erfolgte grundsätzlich zu Einkaufspreisen. Für Verkaufs- und Lagerrisiken wurden Bewertungsabschläge unter Berücksichtigung der vorgenommenen Herabzeichnungen durchgeführt. Es kamen nach der Altersstruktur gegliederte Abschlagssätze zur Anwendung. Die in den Filialen in Prag vorhandenen Warenbestände werden weiterhin abweichend unter Berücksichtigung eines Abschlags von 5 % bewertet.

Die Summe der Bewertungsabschläge beläuft sich auf TEUR 913 (Vorjahr: TEUR 466) bzw. 7,58 % (Vorjahr: 5,12 %).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert unter Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wurde derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 1,5 % ausgegangen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 2,98 % (Vorjahr: 3,5 %) zugrunde gelegt. Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Auf Grund der Neuregelung durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Pensionsverpflichtungen gemäß dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre diskontiert. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt im Geschäftsjahr TEUR 5 (Vorjahr TEUR 3) und unterliegt der Ausschüttungssperre.

Im Juli 2018 sind neue biometrische Rechnungsgrundlagen für die betriebliche Altersversorgung die Heubeck-Richttafeln 2018 G, veröffentlicht worden. Diese wurden vorstehenden handelsrechtlichen Bewertungen zum 25.05.2019 zugrunde gelegt. Eine Bewertung auf Basis der bisherigen Richttafeln 2005 G ergibt zum 25.05.2019 einen BilMoG-Sollwert in Hohe von TEUR 32.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erhöhen sich um TEUR 15 auf TEUR 31.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens bis zum 25.05.2019 wird auf der folgenden Seite dargestellt.

Anschaffungs- /Herstellungskosten
Saldo Zugang Abgang Umbuchung Saldo
26.05.2018 25.05.2019 25.05.2019 25.05.2019 25.05.2019
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.168,07 35.442,90 0,00 0,00 72.610,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 99.004,21 0,00 0,00 0,00 99.004,21
Summe Immaterielle 136.172,28 35.442,90 0,00 0,00 171.615,18
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.119.067,76 386.532,39 82.038,05 45.957,95 7.469.520,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 3.347.930,58 207.401,83 12.125,72 3.673,47 3.546.880,16
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.951,87 2.901,00 0,00 -10.951,87 2.901,00
Summe Sachanlagen 10.477.950,21 596.835,22 94.163,77 38.679,55 11.019.301,21
III. Finanzanlagen          
1. Sonstige Ausleihungen 200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
Summe Finanzanlagen 200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
Summe Anlagevermögen 10.814.122,49 632.278,12 94.163,77 38.679,55 11.390.916,39
Abschreibungen
Saldo Zugang Abgang Umbuchung Saldo
26.05.2018 25.05.2019 25.05.2019 25.05.2019 25.05.2019
  EUR EUR EUR   EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.880,07 6.808,90 0,00 0,00 43.688,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 68.754,21 6.600,00 0,00 0,00 75.354,21
Summe Immaterielle 105.634,28 13.408,90 0,00 0,00 119.043,18
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.266.366,27 240.614,82 36.673,05 4.289,09 5.474.597,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 2.559.809,14 221.355,55 11.724,72 3.080,99 2.772.520,96
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.826.175,41 461.970,37 48.397,77 7.370,08 8.247.118,09
III. Finanzanlagen          
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.931.809,69 475.379,27 48.397,77 7.370,08 8.366.161,27
Restbuchwert
Saldo Saldo
25.05.2019 25.05.2018
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.922,00 288,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.650,00 30.250,00
Summe Immaterielle 52.572,00 30.538,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.994.922,92 1.852.701,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 774.359,20 788.121,44
3. geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.901,00 10.951,87
Summe Sachanlagen 2.772.183,12 2.651.774,80
III. Finanzanlagen    
1. Sonstige Ausleihungen 200.000,00 200.000,00
Summe Finanzanlagen 200.000,00 200.000,00
Summe Anlagevermögen 3.024.755,12 2.882.312,80

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einer Darlehensforderung an die Josef Seibel Retail GmbH in Höhe von TEUR 8.188 (Vorjahr: TEUR 8.188).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 282) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 525; Vorjahr TEUR 386), Rückbauverpflichtungen (TEUR 206; Vorjahr: TEUR 193), Aufbewahrung (TEUR 53; Vorjahr 52), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 15 Vorjahr TEUR 15), Personalrückstellungen (TEUR 81; Vorjahr: TEUR 92) und Abfindungen (TEUR 15; Vorjahr: TEUR 8).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamtbetrag
  (Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR) (Vorjahr TEUR)
 
Verbindlichkeiten        
gegenüber Kreditinstituten 2.720.106,09 0 0 2.720.106,09
  (0) (2.775) (0) (2.775)
aus Lieferungen und Leistungen 5.245.630,06 0 0 5.245.630,06
  (3.386) (0) (0) (3.386)
ggü. verbundenen Unternehmen 17.623.704,03 0 0 17.623.704,03
  (17.117) (0) (0) (17.117)
Sonstige 2.023.719,03 4.659,34 0 2.028.378,37
  (1.820) (4) (0) (1.824)
Summe 24.893.053,12 2.724.765,43 0 27.617.818,55
  (22.323) (2.779) (0) (25.102)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 15.546 (Vorjahr: TEUR 15.027). Im Gesamtbetrag sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.880 (Vorjahr: TEUR 3.880) enthalten, der Restbetrag stellt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Die Kreditverträge der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (künftig Leiser KG genannt), der Leiser Handelsgesellschaft mbH (künftig Leiser Handelsgesellschaft genannt) und der Schuhhof GmbH (künftig Schuhhof genannt) beinhalten in der Regel eine gesamtschuldnerische Haftung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,7 Mio. € sind durch eine Sicherungsübereignung der Vorräte sowie eine Sicherungsabtretung aller Forderungen gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 121). Es bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 489).

4. Haftungsverhältnisse

25.05.2019 25.05.2018
TEUR
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.538.449,36 1.155
- davon für verbundene Unternehmen: € 1.538.449,36    
- davon durch Sicherungsübereignung von Gegenständen des Umlaufvermögens gesichert: € 1.538.449,36 (Vorjahr: TEUR 1.155)    
  1.538.449,36 1.155

Aus heutiger Sicht kann das Risiko einer Inanspruchnahme nicht ausgeschlossen werden.

5. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse aus dem Betrieb von Schuhfachgeschäften inklusive Online-Verkauf wurden in Höhe von TEUR 24.430 in Deutschland und in Höhe von TEUR 1.199 in Tschechien erwirtschaftet. Die restlichen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 925 resultieren aus gewerblichen Mieterträgen und sonstigen Verkäufen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus einem Baukostenzuschuss für den Umbau einer Filiale in Berlin in Höhe von TEUR 50, die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 34, Erstattungen nach Aufwendungsausgleichsgesetz TEUR 34 sowie MwSt-Rückerstattungen aus Tax-Free Verfahren TEUR 9.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 121. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 88.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagegütern geschlossener Filiale in Höhe von TEUR 46.

In den Verwaltungsumlagen sind Aufwendungen für die Geschäftsführung enthalten.

Die Aufwendungen für Altersvorsorge betrugen bis zum 25.05.19 TEUR 15.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 5 enthalten Zinsen aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen.

Die ausgewiesenen Zinserträge in Höhe von TEUR 59 entfallen fast ausschließlich auf verbundene Unternehmen.

6. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

25.05.19 25.05.18
TEUR
Jahresmieten    
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 2.664.834 (Vorjahr: TEUR 2.676) 5.355.554 5.060
jährliche Leasinggebühren    
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 0 (Vorjahr: TEUR 0) 8.260 12
  5.363.814 5.072

Die Mietverträge einschließlich der Leasingverträge sind längerfristig abgeschlossen. Die Leasingverhältnisse sind aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen worden. Die Vorteile liegen in der Ungebundenheit der zugrundeliegenden finanziellen Mittel. Die Nachteile in der andauernden finanziellen Belastung.

Zudem wurden zahlreiche Funktionen der Verwaltung, wie das Finanzwesen, Personalwesen, der Einkauf von Waren und die Verwaltung von Vertragsverhältnissen auf die Leiser KG ausgelagert, die diese Leistungen im Rahmen einer Verwaltungsumlage weiterberechnet. Die Höhe der Umlage ist von diversen Faktoren abhängig und kann daher für die Zukunft nicht pauschal angegeben werden. Bis zum 25.05.2019 wurden Umlagen in Höhe von TEUR 1.932 an die Leiser GmbH weiterberechnet.

7. Personalentwicklung

Im Berichtsjahr wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 139 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 48 in Vollzeitbeschäftigung und 91 Mitarbeiter im Teilzeitbeschäftigungsverhältnis. Hiervon wurden in der Niederlassung in Prag 11 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 9 in Vollzeitbeschäftigung .

8. Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Steffen Liebich, Berlin (ab 09.03.2011) mit Alleinvertretungsbefugnis und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Herr Liebich ist für die Bereiche allgemeine Verwaltung, Einkauf und Vertrieb verantwortlich.
Herr Frank Pohl, Berlin (ab 01.02.2010) - seit dem 27.11.2012 mit Alleinvertretungsbefugnis und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Herr Pohl ist für den Immobilienbereich verantwortlich.

Die Geschäftsführer bezogen bis zum 25.05.2019 keine Vergütungen für ihre Tätigkeiten. Es erfolgte keine direkte Berechnung von Geschäftsführergehältern durch Dritte an die Leiser GmbH.

9. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar der Wirtschaftsprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 13.

10. Planverfahren in Eigenverwaltung

Mit Beschluss des Amtsgerichtes Augsburg vom 24. März 2017 hat die Geschäftsführung der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG, der Leiser Handelsgesellschaft mbH und der Schuhhof GmbH sowie der Leiser Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung das Planverfahren in Eigenverwaltung gemäß ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) eingeleitet. Das Insolvenzverfahren wurde am 26. Mai 2017 für die Leiser KG, Leiser GmbH und Schuhhof GmbH, sowie am 22. Juni 2017 für die Leiser Verwaltung, unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet. Damit sind die Geschäftsleitungen der Leiser-Gesellschaften berechtigt unter Aufsicht des Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen (§ 270 Abs. 1 Satz 1 InsO). Das Amtsgericht Augsburg hat als Sachwalter die Herren Arndt Geiwitz, Wirtschaftsprüfer (Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. KG), Matthias Räupke, Rechtsanwalt (Leiser Verwaltungsgesellschaft mbH), Christian Plail, Rechtsanwalt (Leiser Handelsgesellschaft mbH) und Patrick Wahren, Wirtschaftsprüfer (Schuhhof GmbH) bestellt. Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden die Gesellschaften aufgrund gesetzlicher Anordnung (§ 60 Abs. 1 Nr. 4 GmbHG, §§ 161 Abs. 2, 131 Abs. 1 Nr. 3 HGB) aufgelöst. Das ist ein von Gesetzes wegen zwingend so vorgesehener Vorgang. Die Auflösung der Gesellschaften ändert jedoch nichts daran, dass der Geschäftsbetrieb aller vier Gesellschaften unverändert fortgeführt wird.

Das Planverfahren bietet der Geschäftsleitung die notwendigen Instrumente mit denen sich die Leiser-Gesellschaften von wirtschaftlich ungünstigen Vertragsverhältnissen innerhalb kurzer Zeit lösen können, ohne massive Abfindungen oder Schadensersatzansprüche befürchten zu müssen.

Nachdem inzwischen eine abschließende gesetzliche Regelung für die Besteuerung von Sanierungsgewinnen getroffen wurde, muss der bereits vorbereitete Insolvenzplan aktualisiert werden und kann durch die Eigenverwaltung voraussichtlich im I. Quartal 2020 bei Gericht eingereicht werden.

11. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafter vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 31.12.2019

Steffen Liebich

Frank Pohl

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis 25. Mai 2019

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

I. Unternehmensstruktur

Die Leiser Handelsgesellschaft mbH (Leiser GmbH) ist eine Vertriebsgesellschaft der Leiser-Gruppe und betreibt deutschlandweit den Einzelhandel mit Schuhen und Komplementärartikeln im Segment des Fachgeschäftes.

Zur Leiser-Gruppe gehören neben der Muttergesellschaft der Leiser Fabrikations- und Handels-Gesellschaft GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (Leiser KG) die operativen Tochtergesellschaften Schuhhof GmbH (Schuhhof) und Leiser GmbH und die Komplementärin Leiser Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin.

In der Leiser KG ist die Unternehmensverwaltung angesiedelt. Die Verwaltung schließt alle Querschnittsfunktionen der Gruppe ein.

Die Leiser GmbH gehört zu den führenden Schuhhandelsunternehmen in Deutschland mit über 125-jähriger Tradition. Das Unternehmen bietet seinen Kunden internationale Schuhmode mit hoher Sortiments- und Modekompetenz sowie besondere Kunden- und Serviceorientierung.

Die Leiser GmbH betreibt den Schuhhandel im gehobenen Marktsegment in insgesamt 24 Filialen. Die Filialen liegen insbesondere in 1A-Lagen größerer Städte und in innerstädtischen Einkaufscentern. Regionale Schwerpunkte sind Berlin sowie die Mitte und der Süden Deutschlands. Daneben betreibt die Leiser GmbH eine Filiale in der tschechischen Hauptstadt Prag.

Der Vertrieb im stationären Handel der Leiser GmbH erfolgt über eine hohe Service- und Kundenorientierung, die sich auch über das Prinzip der Vollbedienung definiert. Dieses Differenzierungsmerkmal wird ständig optimiert und zeigt deutliche Erfolge. Dies verdeutlicht auch das sehr erfolgreiche Kundenbindungsprogramm mit mehreren hunderttausend Kundenkarteninhabern.

II. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Leiser GmbH unterliegt den handelsrechtlichen Buchführungspflichten nach §§ 238 ff. HGB.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

III. Wirtschaftliche Entwicklung (Gesamtwirtschaft und der Branche)

Das Geschäftsjahr 26.05.2018-25.05.2019 war für den gesamten Textileinzelhandel und somit auch für den Schuhhandel ein sehr schweres und herausforderndes Jahr.

Für das gesamte Jahr 2019 prognostiziert die GFK einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben in Deutschland in Höhe von 1,5 Prozent. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Verunsicherung der deutschen Verbraucher im Hinblick auf die Konjunktur nicht wesentlich zunimmt. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte bleiben weiterhin Motor einer binnenwirtschaftlichen getriebenen Konjunktur.

B. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Innerhalb der Schuheinzelhandelsbranche setzt sich der Konsolidierungsdruck fort.

I. Ertragslage

Ausgangspunkt der Ertragslage ist die Gewinn- und Verlustrechnung der Leiser GmbH, die für die Zwecke der nachfolgenden Darstellung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert wurde.

Im Vergleichszeitraum verzeichnete die Leiser GmbH einen Rückgang der Umsatzerlöse von 40,0 Mio. EUR per 25.05.2018 um 13,4 Mio. EUR auf 26,5 Mio. EUR per 25.05.2019.

Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf die Veränderung des Filialnetzes durch Schließungen zurückzuführen.

Die absolute Rohertragsmarge sank gegenüber dem Vorjahr, aufgrund der Filialschließungen, um TEUR 4.619. Die prozentuale Rohertragsmarge konnte hingegen im Vergleichszeitraum um 5,0 Prozentpunkte gesteigert werden.

Die betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich zum 25.05.2019 gegenüber dem 25.05.18 um 24,6% im Wesentlichen bedingt durch die oben genannten Filialschließungen. Maßgeblich sind die Abschreibungen um 40,1%, die Personalaufwendungen um 34%, die Umlage des Verwaltungsaufwandes um 27,8% die Raum- und Grundstücksaufwendungen um 22,9% sowie die übrige betriebliche Aufwendungen um 27,3% gesunken.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR -1.604.

II. Finanzlage

Die Entwicklung der Finanzlage per 25.05.2019 ist nachstehend dargestellt:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -1.267 ist in erster Linie auf das negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR -1.604 und auf Zunahme der Vorräte in Höhe von TEUR -2.888 zurückzuführen. Positiv beeinflusst wird der Cashflow durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.063 und der Veränderung des Saldos aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 507.

Die gesamten zahlungswirksamen Veränderungen des Cashflows führten zu einem Gesamtmittelabfluss von TEUR 1.954 und zu einem positiven Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 959 per 25.05.2019.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Leiser GmbH ist um TEUR 2.679 auf TEUR 29.067 gestiegen. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Zunahme der Warenbestände um TEUR 2.467. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.860 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 507 gestiegen.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresfehlbetrages um TEUR 1.604 gesunken.

IV. Finanzielle u. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgt wie gehabt zentral über von der Geschäftsführung vorgegebene Zielgrößen.

Auf Basis dieser Vorgaben erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Geschäftsentwicklung anhand stetig aktualisierter Einschätzungen der Steuerungs- und Leistungskennzahlen, bei der die Umsetzung der strategischen Ziele verfolgt und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen eingeleitet werden. Die wichtigsten Steuerungsgrößen sind der Umsatz, die Rohertragsmarge sowie der Jahresüberschuss.

Bei der Bewältigung der umfangreichen Aufgaben, die sich aus der Entwicklung des Marktes ergeben, setzt Leiser auf motivierte Fach- und Führungskräfte, welche sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden fühlen. Durch die Definition und das Aufzeigen gemeinsamer Werte und Ziele erreichen wir eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

C. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement (Ziel und Methode)

Das Risikomanagement der Leiser-Gruppe ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Auftretende Risiken werden durch das Zusammenspiel von Planungs- und Überwachungsmechanismen in der Organisation durch die Geschäftsleitung frühzeitig erkannt und durch die sofortige Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen angemessen entgegengewirkt.

Regelmäßige Zeitvergleiche von Aufwendungen, Erträgen, betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und anderen Indikatoren sowie der stetige Austausch mit Experten unterstützen die frühzeitige Erkennung von negativen Entwicklungen. Dies umfasst auch die Erkennung von Liquiditätsrisiken, die eine gewichtige Rolle in der Gesamtrisikolage des Unternehmens spielen. Die kontinuierliche Liquiditätsplanung und -steuerung stellt somit die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicher. Aufgrund einer im Wesentlichen inländisch durchgeführten Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens, sind wir den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt.

Generell sind die Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus dem laufenden geldnahen Geschäft als sehr gering einzustufen.

Finanzinstrumente

Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken und Zinsänderungsrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:

Preisänderungsrisiken können prinzipiell nicht ausgeschlossen werden und resultieren aus der Schwankung des Wertes eines Finanzinstrumentes sowie saisonaler Auswirkungen auf den Veräußerungspreis von Vorräten.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko, aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge, als begrenzt angesehen werden.

Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gesellschaft nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergeben. Die kontinuierliche Liquiditätsplanung und -steuerung stellt die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicher.

Die Gesellschaft unterliegt Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit ergeben. Diese werden durch eine kurzfristige Finanzplanung überwacht, um frühzeitig notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Jede im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Leiser-Gruppe getroffene unternehmerische Entscheidung basiert auf der Abwägung von damit verbundenen Chancen und Risiken. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, ist dabei die Voraussetzung, Chancen nutzen zu können.

Die aus heutiger Sicht antizipierbaren Risiken für die Geschäftstätigkeit der Gruppe umfassen insbesondere die folgenden aufgeführten Risiken:

- Das größte Risiko, dem sich die Leiser-Gesellschaften ausgesetzt sehen, besteht im Scheitern des Planinsolvenzverfahrens. Sollten die angestrebten Sanierungsmaßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden können, wäre der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren finanziellen Unterstützung durch den Gesellschafter abhängig.
- Das Debitorenausfallrisiko, das aus bargeldlosen Umsätzen resultiert, wurde auf einen Dienstleister übertragen und stellt deswegen für die Unternehmen der Leiser-Gruppe ein zu vernachlässigendes Risiko dar.
- Auf die Absicherung von Währungsrisiken konnte verzichtet werden, da über 99 % der Warenbezüge in der Unternehmensgruppe auf Eurobasis erfolgen.
- Zur Absicherung gegen das IT-Risiko wurden detaillierte Notfallpläne erstellt, die mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Das IT-Systemrisiko und Hardwarerisiko wurde an einen IT-Dienstleister ausgelagert, der einen Großteil der IT-Infrastruktur für die Gruppe zur Verfügung stellt. Das im Februar 2018 neu angeschaffte Kassen- und Warenwirtschaftssystem unterliegt einer permanenten Wartung und wird durch Updates auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.
- Als Handelsunternehmen ist die Leiser-Gruppe auf externe Lieferanten angewiesen. Im derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld besteht ein erhöhtes Risiko von Lieferausfällen oder -schwierigkeiten und damit zumindest die Möglichkeit einer temporär eingeschränkten Verfügbarkeit einzelner Waren oder Warengruppen. Um solchen Störungen vorzubeugen, pflegt die Leiser-Gruppe Geschäftsbeziehungen mit einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern. Die Geschäftsführung achtet darauf, dass keine Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen entsteht und vermeidet damit potenzielle Beschaffungsrisiken.
- Ein potenzielles Risiko aus dem nachfragebedingten Absatzrückgang kann gegebenenfalls zu erhöhten Warenbeständen führen. Durch aktives Warenmanagement und Nutzung verschiedener Vertriebswege werden die Bestände möglichst optimal vermarktet. Durch bundesweit durchgeführte Testkäufe wird die Kundenorientierung der Verkaufsmitarbeiter überprüft und - soweit erforderlich - im Rahmen von anschließenden Schulungen verbessert.
- Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden Risiken infolge der Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen. Die Leiser-Gruppe reduziert diese Risiken durch die Einholung von GfK-Gutachten vor Investitionsentscheidungen zu neuen Standorten.
- Die mit dem Planinsolvenzverfahren verbundene betriebswirtschaftliche und organisatorische Neuausrichtung eröffnet für die Leiser-Gruppe die Chance, weitere Marktanteile auf dem Schuheinzelhandelsmarkt zu gewinnen und über die damit zusammenhängenden Absatzsteigerungen die Profitabilität zu steigern.
- Durch die Liquidität, die sich aufgrund der Umstrukturierung aus dem operativen Geschäft ergibt (bei geplanter Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen), verspricht sich die Geschäftsführung der Leiser-Gruppe eine zunehmende Unabhängigkeit von Kreditinstituten und anderen Fremdkapitalgebern, was zu einer Reduktion der Fremdkapitalkosten führen würde.

D. Prognosebericht

Die Umsetzung der geplanten Sanierungsmaßnahmen verläuft aus Sicht der Geschäftsleitung zufriedenstellend. Wesentliche kritische Punkte des Sanierungskonzeptes konnten bereits verwirklicht werden. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Sanierung realisiert werden kann.

Die Sanierungsmaßnahmen sehen vor, dass die Leiser-Gruppe ihren operativen Finanzierungsbedarf vollständig aus den Mittelzuflüssen aus operativer Geschäftstätigkeit decken kann. Die Geschäftsführung der Gruppe geht davon aus, dass nach Abschluss der Sanierung die Gruppengesellschaften Jahresüberschüsse erwirtschaften.

Die Geschäftsführung erwartet für das restliche Jahr 2019 einen weiterhin anhaltenden Konsolidierungsdruck im Schuhmarkt. Der zunehmende Abgabedruck der Marktteilnehmer führt zu erhöhtem Wettbewerbsdruck in der Fläche und verhindert signifikante Margenanstiege trotz entsprechender Kostenanpassungsmaßnahmen. Der Konsolidierungsdruck wird ferner die Zahl der realen Wettbewerber verringern und aufgrund des geänderten Wettbewerbsumfeldes die Gesellschaft zu einer hohen Flexibilität auf aktuelle Marktentwicklungen zwingen.

Der Markteinfluss der Textilanbieter wird weiterhin zunehmen. Diese führen ihre Sortimente systemischer als der klassische Schuheinzelhandel und werden durch den ganzheitlichen Auftritt (Kollektionsgedanke) den klassischen Schuheinzelhandel in

i) Spezialisierung,
ii ) nachhaltige Servicestabilität und
iii) lokale individuellere Sortimentsentwicklung

zwingen.

E. Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Die Gesellschaft wird sich auf die vorgenannten Risiken einstellen und Chancen nutzen.

Im Falle des Eintretens einzelner oder mehrerer der vorgenannten Risiken sind nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft möglich. Risiken für unsere Einrichtung ergeben sich aus Faktoren, die wir nicht direkt beeinflussen können. Hierzu gehört etwa die allgemeine Konjunkturentwicklung, die wir jedoch laufend beobachten. Unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen sowie den gegenwärtigen Geschäftsaussichten sind aus heutiger Sicht für unsere Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 keine Risiken absehbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft führen könnten.

 

Augsburg, den 31.12.2019

Steffen Liebich

Frank Pohl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

 

An die Leiser Handelsgesellschaft GmbH, Augsburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leiser Handelsgesellschaft GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 26. Mai 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leiser Handelsgesellschaft GmbH für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 25. Mai 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 26. Mai 2018 bis zum 25. Mai 2019 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

- Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
- Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Angaben nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Januar 2020

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W. Fenn, Wirtschaftsprüfer

D. Hanxleden, Wirtschaftsprüfer

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