Bearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Stadtwerke Halver GmbH
Elberfelder Straße 26, 58553 Halver, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simon Thienel seit 10.2.2022 | Geschäftsführer |
Christian Lombardi seit 17.12.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Halver | 51.00% |
| 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Halver GmbHHalverJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Stadtwerke Halver GmbH, Halver, im Folgenden Stadtwerke Halver genannt, versorgt die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halver seit über 110 Jahren mit Trinkwasser und bietet darüber hinaus weitere Dienstleistungen in den entsprechenden Kernkompetenzen an. Kerngeschäft der Stadtwerke Halver ist die Sicherstellung der Wasserversorgung und Optimierung der Wasserqualität im Versorgungsgebiet. Der Jahresabschluss 2023 gibt einen umfassenden Überblick über das Leistungsspektrum des Unternehmens im Zusammenhang mit Förderung, Fremdbezug und Verteilung des Trinkwassers im Stadtgebiet Halver inklusive der zum Versorgungsgebiet gehörenden Ortslagen außerhalb des Stadtgebietes. Ebenso wird zu Ressourcen schonenden Projekten und umweltgerechten Instandhaltungen Stellung genommen. Dabei hat die Kundennähe mit sozialverträglichen Tarifmodellen in Verbindung mit hohem Servicelevel immer eine hohe Priorität. Die öffentliche Wasserversorgung im Stadtgebiet sowie der Außenbezirke wird über ein rund 106 km langes Versorgungsnetz für die rund 16,7 Tsd. Menschen in und um Halver betrieben. Die Wasserbedarfsmengen werden zu rund 60 Prozent über den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid, in dem die Stadtwerke Halver seit Anfang der 1970er Jahre Mitglied sind, gedeckt. Der zusätzliche Wasserbedarf (rund 40 Prozent) wird über eigene Brunnenförderanlagen (Ennepe und Büchermühle) gedeckt. Zum 1. Januar 2023 hat die Stadtwerke Halver die bestehende Gaskonzession für die Stadt Halver übernommen. Mit Übertragung der Konzession hat die Stadtwerke Halver das zugehörige Gasnetz von der Westenergie AG, Essen, im Folgenden Westenergie genannt, erworben. Im nächsten Schritt hat die Stadtwerke Halver das Gasnetz gegen eine nach regulatorischen Grundsätzen ermittelte Pachtzahlung an die Westenergie mit einer fünfjährigen Laufzeit verpachtet, die für den operativen Netzbetrieb vollumfänglich zuständig ist. WirtschaftsberichtWirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen Allgemeine wirtschaftliche und politische Lage Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen werden weiterhin vom Krieg Russlands gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg") beeinflusst. Die gesamtwirtschaftliche Lage war geprägt von hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang war im Wesentlichen auf ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland zurückzuführen 1 . Energiewirtschaftliche und klimatische Rahmenbedingungen Die Energiekrise im Jahr 2022 war ein Beschleuniger der Energiewende, da die Notwendigkeit der nachhaltigen Energieproduktion noch stärker in den Fokus gerückt ist. Die Energiewende ist somit nicht nur eine dringend benötigte Antwort auf den Klimawandel, sondern auch eine große Chance für Europa und Deutschland, um wettbewerbsfähig und resilient zugleich zu bleiben und so einen nachhaltigen Weg heraus aus der Energiekrise zu begründen. Die mit dem "Osterpaket" von 2022 beschlossenen Regelungen der Bundesregierung sehen vor, dass bis 2030 80 Prozent der Energieerzeugung auf Basis regenerativer Energien durchzuführen sind. Der Anteil regenerativer Energien soll bis 2045 auf 100 Prozent steigen. Im Umkehrschluss ist eine Energiebereitstellung über Kohle, Erdöl oder Erdgas in Deutschland nicht mehr zulässig. Auf diese Anforderungen sind die Energienetze vorzubereiten. Die Frage, mit welchen Mitteln und wie schnell der Klimawandel gebremst werden müsse, prägte auch im Jahr 2023 weltweit die energiepolitische Debatte. Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2023 haben sich Staats- und Regierungschefs von fast 200 Ländern auf ein Schlussdokument geeinigt. In diesem sind folgende Kernaussagen zum Thema Energie getroffen worden: die Verdreifachung der erneuerbaren Energien bis 2030, die Nutzung von Technologien wie der CO 2 -Abscheidung und -Speicherung und die Abkehr von fossilen Brennstoffen in Energiesystemen. Die Dekarbonisierung des Energiesystems wird weiter eine kritische Herausforderung bleiben, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Zudem hat die Bundesregierung im Juni 2023 die Neufassung des Klimaschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Ursprünglich sah das Klimaschutzgesetz jährliche Emissionsreduktionsziele für die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft vor. Die derzeit laufende Anpassung sieht nun unter anderem vor, die Klimaziele nicht mehr rückwirkend nach Sektoren, sondern vorausschauend, mehrjährig und sektorübergreifend einzuhalten. Emissionsminderungsziele für einzelne Sektoren sollen damit entfallen. Die öffentliche Trinkwasserversorgung wird nach wie vor den hohen Ansprüchen an die Versorgung und an die Qualität des Trinkwassers gerecht. Trinkwasser ist das am besten überwachte Lebensmittel. Durch eine effektive und sparsame Wassernutzung gehen die Wasserentnahmen in allen Sektoren stetig zurück. Lag der tägliche Wasserverbrauch 1991 noch bei 144 Litern pro Einwohner, so sind es jetzt noch rund 128 Liter. 2 Die rückläufigen Wasserverbräuche, das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden und nicht zuletzt klimatische und demografische Veränderungen wirken sich auf den Nutzungsgrad des Leitungsnetzes aus und machen unter Umständen Anpassungen erforderlich. Dabei ist zu beachten, dass sich die Infrastruktur nicht einfach verkleinern lässt, da auch in besonders heißen Zeiten, wenn der Wasserverbrauch sprunghaft steigt, die Trinkwasserversorgung funktionieren muss. Die Wasserversorger müssen diese Entwicklungen beobachten und frühzeitig unternehmensspezifisch entgegenwirken. Die deutsche Wasserwirtschaft ist durch eine dauerhaft hohe Investitionsquote gekennzeichnet. Dadurch gewährleistet die Branche eine im internationalen Vergleich anerkannt hohe Trinkwasserqualität. Die Temperatur und das Niederschlagsgeschehen sind nach wie vor die wichtigsten Triebfedern des natürlichen Wasserkreislaufs. Ändern sich die klimatischen Verhältnisse, ändern sich in der Folge auch der Wasserhaushalt und damit der Rahmen für die Wasserbewirtschaftung. Die Folgen dieser Änderung der klimatischen Verhältnisse sind bereits vielerorts spürbar. Die Niederschlagsmuster verändern sich. Im Sommer sind immer häufiger länger andauernde Trockenperioden zu beobachten und im Winter stärkerer Regen. Diese zunehmenden Extremwetterereignisse stellen die Wasserversorgung vor große Herausforderungen, haben sie doch direkte Auswirkungen auf die öffentliche Trinkwasserversorgung. Jeder Wasserversorger muss für sich prüfen, ob und wenn ja, welcher Handlungsbedarf sich daraus für sein Versorgungssystem (inklusive Wasserbeschaffung, -förderung und -vorhaltung) ergibt. Dabei ist die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in der Trinkwasserversorgung das oberste Ziel. Geschäftsverlauf Die Stadtwerke Halver hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kernaufgabe in der Sicherstellung der Wasserversorgung und Optimierung der Wasserqualität im Versorgungsgebiet fokussiert und konnte dabei allen Vorgaben und Aufgaben gerecht werden. Durch die strategische Partnerschaft mit der ENERVIE Gruppe sichert sich die Stadtwerke Halver dauerhaft Kompetenz und Leistungsfähigkeit und minimiert Risiken. Damit schafft die Stadtwerke Halver die Voraussetzung dafür, dass die Unternehmensziele auch in Zukunft erreicht werden können. Eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung unter Einhaltung von höchsten Qualitätsstandards bleibt nach wie vor das Ziel. Mit Hilfe ihrer Partner strebt die Stadtwerke Halver dabei eine maximale Kosteneffizienz an. Die Absatzmengen in der Sparte Wasser haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,2 Prozent (2023 707.713 m 3 ; im Vorjahr: 706.456 m 3 ) leicht erhöht. Die Stadtwerke Halver hat einen Teilbetrag des Jahresüberschusses 2022 in Höhe von 220 T€ an seine Gesellschafter ausgezahlt. Die Stadt Halver hatte sich im November 2020 entschieden den Gaskonzessionsvertrag neu auszuschreiben. Ziel der Stadt war es, den Betrieb des Gasnetzes in Halver langfristig, effizient und preisgünstig zu sichern. Die Vergabe der Gaskonzession erfolgte nun zum 1. Januar 2023 erstmalig an die Stadtwerke Halver. Mit der Übernahme des Gasnetzes in Halver stärken die Stadtwerke die Position vor Ort. Der Betrieb des Erdgasnetzes erfolgt zunächst bis zum 31. Dezember 2027 weiterhin durch die Westenergie . Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs Die Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden durch die Stadtwerke Halver nicht verfolgt. Die Stadtwerke Halver hat im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 304 T€ (Vorjahr 252 T€) erwirtschaftet. Im Vergleich zum geplanten Jahresüberschuss (Wirtschaftsplan 2023) von 285 T€ ist das Ergebnis um 19 T€ höher. Der Anstieg des Materialaufwandes und der Abschreibungen wird durch die niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen mehr als nur kompensiert. Die Umsatzerlöse in Höhe von 2.649 T€ liegen mit 15 T€ unter Planniveau. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von 8.119 T€ um 7.316 T€ auf 15.435 T€ gestiegen. Das Anlagevermögen ist insgesamt um 7.263 T€ gestiegen. Den Zugängen von 8.075 T€ stehen Abschreibungen von 809 T€ gegenüber. Die Anlagenzugänge entfallen überwiegend auf das zum 1. Januar 2023 erworbene Gasnetz. Das Umlaufvermögen in Höhe von 373 T€ (im Vorjahr 320 T€) hat sich um 53 T€ erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 30 T€ gesunken und die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel haben sich erhöht. Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital in Höhe von 9.072 T€ (im Vorjahr 5.314 T€) im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Kapitalrücklage durch die Gesellschafter Stadt Halver und Mark-E im Verhältnis ihrer Anteile von insgesamt 3.674 T€ und die Erhöhung der Gewinnrücklage um 32 T€ aus der Ergebnisverwendung 2022 gestiegen. Die Rückstellungen sind mit 41 T€ im Vergleich zum Vorjahr um 11 T€ gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben sich von 1.884 T€ um insgesamt 3.252 T€ auf 5.136 T€ erhöht. Ursächlich hierfür ist unter anderem das neu aufgenommene Darlehen in Höhe von 3.200 T€ von der Stadt Halver für den Erwerb des Gasnetzes von Westenergie. Die Sachanlagenquote ist aufgrund der Zunahme des Sachanlagevermögens und der höheren Bilanzsumme um 1,5 Prozentpunkte auf 97,6 Prozent (im Vorjahr 96,1 Prozent) gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr mit 58,8 Prozent (im Vorjahr 65,5 Prozent) um 6,7 Prozentpunkte gesunken. Gründe hierfür sind die größere Zunahme der Bilanzsumme im Verhältnis zum gestiegenen Eigenkapital. Der Anlagendeckungsgrad zweiten Grades (Eigenkapital in Höhe von 9.072 T€, Sonderposten in Höhe von 1.186 T€ und langfristiges Fremdkapital in Höhe von 3.847 T€ im Verhältnis zum Anlagevermögen in Höhe von 15.062 T€) hat sich von 95,2 Prozent auf 93,6 Prozent leicht verringert. Im Jahr 2023 wurden 8.075 T€ (im Vorjahr 245 T€) in das Sachanlagevermögen investiert. Der Jahresüberschuss beträgt 304 T€ (im Vorjahr 252 T€) und das Ergebnis vor Ertragsteuern unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern (EBT) 441 T€ (im Vorjahr 365 T€). Wesentliche Ursache für das um 76 T€ höhere EBT gegenüber dem Vorjahr ist die Verbesserung des Betriebsergebnisses trotz eines geringeren Finanzergebnisses. Die gestiegenen Erlöse (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge), im Wesentlichen Pachterträge durch die Verpachtung des Gasnetzes an Westenergie in Höhe von 491 T€, konnten die höheren Materialaufwendungen und Abschreibungen mehr als kompensieren. Das Finanzergebnis verringerte sich um 89 T€ aufgrund der höheren Zinsaufwendungen für das neu aufgenommene Darlehen. Das EBT von 441 T€ liegt um 29 T€ über dem geplanten EBT von 412 T€ (Wirtschaftsplan 2023). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die gegenüber dem Plan um 199 T€ niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die um 17 T€ höheren sonstigen betrieblichen Erträge. Dagegen sind der Materialaufwand um 93 T€, die Abschreibungen um 74 T€ und die Zinsaufwendungen um 4 T€ höher als geplant ausgefallen. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von 2.074 T€ um 575 T€ auf 2.649 T€ erhöht. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf in Höhe von 2.009 T€ (im Vorjahr 2.008 T€) sind nahezu konstant geblieben. Die übrigen Umsatzerlöse haben sich um 574 T€ erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die erstmaligen Erlöse aus der Verpachtung des Gasnetzes. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 1.073 T€ um 18 T€ auf 1.091 T€ gestiegen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (unter anderem die Bezugsaufwendungen für Strom und Wasser) sind nahezu unverändert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um 17 T€ gestiegen und beinhalten neben den Fremdleistungen für Wasser und Wasseranalysen, die technischen Dienstleistungen für die Wassererzeugung und -verteilung, sowie erstmalig die Konzessionsabgaben Gas und Wasser. Der Personalaufwand ist aufgrund von Entgelterhöhungen um 2 T€ auf 15 T€ (im Vorjahr 13 T€) gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 sind in dieser Position ausschließlich die Bezüge der Geschäftsführung enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Wesentlichen durch den Kauf des Gasnetzes im Vergleich zum Vorjahr um 383 T€ gestiegen. Das Finanzergebnis hat sich von -35 T€ um insgesamt 89 T€ auf -124 T€ verringert, da die Zinsaufwendungen aufgrund des neu aufgenommenen Darlehens von der Stadt Halver für den Kauf des Gasnetzes gestiegen sind. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. Die Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs erfolgt im Rahmen von freien Kreditlinien bei mehreren Geschäftsbanken. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt verfügt die Stadtwerke Halver über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Erläuterung der außerbilanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf den Anhang. Tätigkeitsabschluss Mit ihrem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllt die Stadtwerke Halver die Berichtspflicht nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). In der Rechnungslegung führt die Stadtwerke Halver gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Gassektors. Für die Gasverteilung erstellt die Stadtwerke Halver darüber hinaus eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Netzverpachtung in Höhe von 491 T€. Die Aufwendungen setzen sich im Tätigkeitsabschluss vorwiegend aus Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen. Die Abschreibungen für die Gasverteilung betragen 380 T€. Die Gasverteilung weist insgesamt einen Verlust in Höhe von 17 T€ aus. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung 7.514 T€, dieser entspricht einem Anteil von rund 48,68 Prozent zur Bilanzsumme der Stadtwerke Halver. Bericht entsprechend § 108 Absatz 3 Nr. 2 GO Nordrhein-WestfalenUnternehmensgegenstand der Stadtwerke Halver ist die Versorgung der Bürger, der Wirtschaft und sonstiger Verbraucher mit Wasser. Die Stadtwerke Halver hat im Berichtsjahr 2023 die öffentliche Zwecksetzung erfüllt, die ihr von der Stadt Halver im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge übertragen wurde. Chancen- und RisikoberichtDie deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 durch eine hohe Inflation (+5,9 Prozent), steigende Zinsen, volatile Märkte sowie einer schwachen konjunkturellen Entwicklung in der Welt geprägt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 Prozent ab und verzeichnete damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 ein Minus 3 . Die Vorhersagen für das laufende Geschäftsjahr schwanken teilweise sehr stark. Laut Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird wieder ein leichtes Wachstum in Höhe von rund 0,3 Prozent erwartet 4 . Trotz der leicht positiven Erwartungen bestehen jedoch weiterhin auch hohe Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie weltweit. So zog beispielweise die Inflation zuletzt wieder leicht von 3,2 Prozent im November auf 3,7 Prozent im Dezember 2023 an. Die durchschnittliche Teuerungsrate lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 5,9 Prozent 5 . Für das Jahr 2024 wird aktuell von einer Inflationsrate von rund 2,8 Prozent ausgegangen 6 . Damit bleibt sie auch im längerfristigen Vergleich zunächst überdurchschnittlich hoch. In der Wassersparte bleiben die grundsätzlichen Rahmenbedingungen wie in den Vorjahren bestehen. Die Nutzung von Einsparpotenzialen bei den Haushalten, wie beispielsweise der Einsatz von sparsameren Haushaltsgeräten und neuer Armaturen, sowie der demographische Wandel erschweren Steigerungen bei den abgegebenen Wassermengen. Die generelle Aufgabe, wünschenswert niedrige Tarife mit den Notwendigkeiten von Investitionen in das Wassernetz sowie den Erwartungshaltungen der Gesellschafter hinsichtlich der Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals in Einklang zu bringen, bleibt bestehen. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass eine schwache Konjunktur und hohe geopolitische Unsicherheiten die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägen werden. Diverse Wirtschaftsforschungsinstitute und Organisationen sagen für Deutschland ein leichtes bis rückgängiges Wirtschaftswachstum voraus. Die OECD geht von einem Wachstum des BIP in Höhe von 0,3 Prozent aus 7 . Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent 8 . Als Gründe hierfür werden im Wesentlichen die weltweiten Krisen, ein fehlendes Wachstum im globalen Welthandel, hohe Energiekosten und Inflation genannt. Zum Zeitpunkt der Erstellung ist es ungewiss, ob mögliche Zinssenkungen zu erwarten sind, welche das Wirtschaftswachstum anregen könnten. Es ist zu erwarten, dass die vorherrschenden geopolitischen Konflikte weiterhin großes Eskalationspotenzial haben werden. Hervorzugeben hierbei ist der Russland-Ukraine-Krieg, der Nahostkonflikt und die strategische Rivalität zwischen den USA und China. Dies kann einen negativen Einfluss auf Energiepreise und Lieferketten haben und grundsätzlich zu einer weiteren Umgestaltung der globalen Handelsbeziehungen führen. Des Weiteren steht 2024 das größte Wahljahr der Geschichte an. Insgesamt betrifft dies 40 Länder mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 3 Milliarden Menschen. Hervorzuheben sind hierbei die Wahlen in den USA, der Europäischen Union, Indien und Taiwan. Hieraus kann es ebenfalls zu weiteren außenpolitischen Verschiebungen kommen. Allgemein ist festzuhalten, dass für 2024 ein weiteres herausforderndes wirtschaftliches Jahr zu erwarten ist. Investitionen Das Investitionsvolumen der Stadtwerke Halver wird im Jahr 2024 456 T€ betragen. Für Wasser-Hausanschlüsse sind Investitionen in Höhe 40 T€, für das Rohrnetz in Höhe von 100 T€ sowie für die Wasserüberwachung in Höhe von 50 T€ geplant. Des Weiteren sind Investitionen für Gas-Hausanschlüsse in Höhe von 60 T€, im Rohrnetz in Höhe von 80 T€ und ein Grundstückskauf in Höhe von 126 T€ geplant. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Die Weltwirtschaft spürt die Auswirkungen des andauernden Russland-Ukraine-Krieges. Steigende Preise für Energie, Lebensmittel und Konsumgüter belasten sowohl die Wirtschaft als auch private Haushalte in Deutschland und weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt damit von erheblichen Unsicherheiten gekennzeichnet. Die Stadtwerke Halver erwartet auf Basis von weiterhin konstanten Wasserabgabemengen ein stabiles Geschäftsergebnis. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Stadtwerke Halver auf Basis ihrer am 21. November 2023 gebilligten Planung - auch in Anbetracht der gegebenen und teilweise schwierigen Rahmenbedingungen- einen Jahresüberschuss in Höhe von 240 T€ und Umsatzerlöse in Höhe von 2.698 T€. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und der durch den Aufsichtsrat gebilligten Mittelfristplanung geht die Stadtwerke Halver von einer ausreichenden Liquiditätsausstattung im Planungszeitraum aus. Insgesamt erwartet die Stadtwerke Halver für das Geschäftsjahr 2024 eine unverändert solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Halver, 10. Mai 2024 Christian Lombardi Simon Thienel
1 Destatis.
<https://Destatis.de/Pressemitteilung Nr. 019/24 vom
15.01.2024.
Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie Stadtwerke Halver GmbH, im Folgenden Stadtwerke Halver genannt, hat ihren Sitz in Halver und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn (HRB Nr. 4599). Die Stadtwerke Halver ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Nach § 14 Absatz 1 des Gesellschaftsvertrages wird der Jahresabschluss entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt, festgestellt und geprüft. Zum 1. Januar 2023 hat die Stadtwerke Halver die bestehende Gaskonzession für die Stadt Halver übernommen. Mit Übertragung der Konzession hat die Stadtwerke Halver das zugehörige Gasnetz von der Westenergie AG, Essen, im Folgenden Westenergie genannt, erworben. Im nächsten Schritt hat die Stadtwerke Halver das Gasnetz gegen eine nach regulatorischen Grundsätzen ermittelte Pachtzahlung an die Westenergie mit einer fünfjährigen Laufzeit verpachtet, die für den operativen Netzbetrieb vollumfänglich zuständig ist. In Übernahme der branchenüblichen Darstellung werden ab dem Geschäftsjahr 2023 die Aufwendungen für Konzessionsabgaben (im Vorjahr 199 T€) im Materialaufwand statt wie bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Vorjahresbeträge wurden gemäß § 265 Absatz 1 Satz 2 HGB entsprechend angepasst. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen 3 Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ebenfalls vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Die Nutzungsdauern betragen:
In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für sogenannte geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 1 T€ wird ab dem Geschäftsjahr 2008 jährlich ein Sammelposten gebildet, der jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere des Anlagevermögens zum Nominalwert bilanziert. Anhaltspunkte dafür, dass in den Finanzanlagen die Buchwerte zum Bilanzstichtag über dem beizulegenden Zeitwert liegen, bestehen nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten bzw. gemäß dem handelsrechtlichen Niederstwertprinzip bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt, uneinbringliche ausgebucht. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird mit einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die Forderungen aus der Verbrauchsabrechnung Wasser und die bilanzielle Abgrenzung aus nicht abgerechneten Verbräuchen ausgewiesen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden, soweit möglich, aufgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Passiva Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt zum Nominalwert. Die Auflösung der empfangenen Investitionskostenzuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagen. Bei den Baukostenzuschüssen Wasser der Jahre 2003 und 2004 wurden die Zugänge von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Empfangene Zuschüsse ab dem 1. Januar 2005 werden wieder passiviert und mit jährlich 2 Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die übernommenen Baukostenzuschüsse Gas sowie die ab dem 1. Januar 2023 empfangenen Zuschüsse werden passiviert und mit jährlich 5 Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach den Bewertungsvorgaben des § 253 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 HGB zum laufzeitäquivalent abgezinsten Erfüllungsbetrag der zugrunde liegenden Verpflichtung. Die Bewertung der Rückstellungen, die alle bis zum Aufstellungszeitpunkt erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigen, erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist in der Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens 2023" dargestellt, die Bestandteil des Anhangs ist. Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme des Gasnetzes. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 193 T€ (im Vorjahr 224 T€) resultieren überwiegend aus dem Wasserverkauf und aus technischen Dienstleistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen nach Verrechnung 0 T€ (im Vorjahr 0 T€). Sie bestehen gegen die Gesellschafterin Stadt Halver in Höhe von 18 T€ (im Vorjahr 16 T€) und resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Diese sind mit den Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Halver in Höhe von 3.117 T€ (im Vorjahr 47 T€) aufgerechnet worden. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Mark-E in Höhe von 4 T€ (im Vorjahr 6 T€) sind mit den Verbindlichkeiten in Höhe von 6 T€ (im Vorjahr 6 T€) aufgerechnet worden. Die Forderungen beinhalten ebenfalls Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 118 T€ (im Vorjahr 88 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer sowie um debitorische Kreditoren. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (3) Guthaben bei Kreditinstituten Bei den Guthaben bei Kreditinstituten handelt es sich um ein Bankguthaben in Höhe von 62 T€ (im Vorjahr 8 T€) bei der Volksbank in Südwestfalen eG, Siegen. (4) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Stadtwerke Halver beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 3.100.000,00 €. Im Zuge der Übernahme des Gasnetzes haben die Gesellschafter Stadt Halver und Mark-E im Verhältnis ihrer Anteile eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von insgesamt 3.674 T€ erbracht. (5) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Dieser Posten beinhaltet die Investitionskostenzuschüsse und die Baukostenzuschüsse; die ertragswirksame Auflösung in Höhe von 58 T€ (im Vorjahr 23 T€) ist bei den Umsatzerlösen ausgewiesen. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 41 T€ (im Vorjahr 30 T€) umfassen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von 21 T€, für Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von 12 T€ und für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von 8 T€. (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften der Stadt Halver bzw. das Recht der Nachbesicherung und Nicht-schlechter-Behandlungsvereinbarung besichert oder es sind durch die Stadt Halver Stützungserklärungen abgegeben worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen insgesamt 3.101 T€ (im Vorjahr 31 T€). Diese bestehen gegenüber der Gesellschafterin Stadt Halver in Höhe von 3.117 T€ (im Vorjahr 47 T€) und sind mit den Forderungen in Höhe von 18 T€ (im Vorjahr 16 T€) aufgerechnet worden. Sie beinhalten vor allem das Darlehen für den Kauf des Gasnetzes in Höhe von 3.040 T€ (im Vorjahr 0 T€), die Konzessionsabgabe 2023 in Höhe von 67 T€ (im Vorjahr 43 T€) und die Gewerbesteuer 2023 in Höhe von 10 T€ (im Vorjahr 4 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Mark-E in Höhe von 6 T€ (im Vorjahr 6 T€) sind mit den Forderungen in Höhe von 4 T€ (im Vorjahr 6 T€) aufgerechnet worden und beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Guthaben und Barsicherheiten von Kunden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Halver gliedern sich wie folgt:
Die Erhöhung der sonstigen Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus der Verpachtung des Gasnetzes an Westenergie in Höhe von 491 T€ (im Vorjahr 0 T€) und den vereinnahmten Konzessionsabgaben Gas in Höhe von 51 T€ (im Vorjahr 0 T€). (9) Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nahezu unverändert in Höhe von 514 T€ (im Vorjahr 513 T€). Sie umfassen vor allem den Wasserbezug und die Strombezugsaufwendungen sowie den Materialverbrauch. Die bezogenen Leistungen sind von 560 T€ um 17 T€ auf 577 T€ gestiegen. Die Fremdleistungen und -lieferungen beinhalten neben den Fremdleistungen für Wasser und Wasseranalysen sowie den technischen Dienstleistungen der ENERVIE Service GmbH, Hagen, erstmalig die Konzessionsabgaben für Gas und Wasser in Höhe 249 T€ (im Vorjahr 199 T€). (10) Personalaufwand Der Personalaufwand ist aufgrund von Entgelterhöhungen um 2 T€ auf 15 T€ (im Vorjahr 13 T€) gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 sind in dieser Position ausschließlich die Bezüge der Geschäftsführung enthalten. (11) Abschreibungen Zu den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wird auf die Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens 2023" verwiesen. Die Abschreibungen beinhalten erstmalig die ratierliche Abschreibung des übernommenen Gasnetzes bis 2045. (12) sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 194 T€ um 3 T€ auf 191 T€ gesunken. Sie beinhalten Prüfungs- und Beratungskosten, IT-Dienstleistungen, Versicherungsprämien, Aufwendungen für die kaufmännischen Dienstleistungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen wie zum Beispiel Mieten, Telekommunikations- und Postkosten. (13) Finanzergebnis Das Finanzergebnis in Höhe von -124 T€ (im Vorjahr -35 T€) resultiert fast ausschließlich aus den Zinsaufwendungen für vorhandene Darlehen und für das neue Gesellschafterdarlehen der Stadt Halver. sonstige AngabenAbschlussprüferhonorar Nach § 285 Nr. 17 HGB belaufen sich die Leistungen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 auf 21 T€. Sie beinhalten Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von 14 T€. sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse 1. sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist: Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 307 T€ (im Vorjahr 306 T€). Es besteht eine Verpflichtung aus dem Vertrag über technische Betriebsunterstützung mit der ENERVIE Service GmbH in Höhe von 223 T€ mit einer Laufzeit bis 2024. Für die kaufmännischen Dienstleistungen besteht ein Vertrag mit der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH, Lüdenscheid, in Höhe von 84 T€ mit einer Laufzeit bis 2024. 2. Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Nr. 7 HGB: Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Halver haben, haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 nicht ergeben. Angaben nach § 6b Absatz 2 EnergiewirtschaftsgesetzDie SWH unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des § 6b Absatz 2 EnWG, nach dem Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen anzugeben sind, die für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Berichtsjahr wurden keine Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Absatz 2 EnWG getätigt, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Organe der Gesellschaft Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung der Gesellschaft ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführer bestehen ausschließlich aus festen Bestandteilen. Für die Tätigkeit im Berichtsjahr hat Herr Thienel 6,2 T€ und Herr Lombardi 6,2 T€ erhalten. Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit Bezüge von insgesamt 11 T€. Die einzelnen Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
Gewinnverwendungsbeschluss Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, von dem Jahresüberschuss in Höhe von 304.225,24 € einen Teilbetrag von 265.000,00 € an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag in Höhe von 39.225,24 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Halver, 10. Mai 2024 Christian Lombardi Simon Thienel Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023Tätigkeitenbilanz zum 31. Dezember 2023Gasverteilung AKTIVA
Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Gasverteilung
TätigkeitsabschlussMit ihrem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllt die Stadtwerke Halver GmbH, im Folgenden Stadtwerke Halver genannt, die Berichtspflicht nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). In der Rechnungslegung führt die Stadtwerke Halver gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Gassektors. Für die Gasverteilung erstellt die Stadtwerke Halver darüber hinaus eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Grundsätzlich werden die Kosten und Erlöse den Tätigkeiten direkt über Kostenstellen zugeordnet. Sofern dies nicht möglich ist oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand, erfolgt eine sachgerechte Aufteilung mittels nachvollziehbarer Schlüsselung. Bei der Aufteilung nicht direkt zuordenbarer GuV- und Bilanzpositionen kamen folgende Schlüssel zum Einsatz: Buchrestwertschlüssel Grundlage für den Buchrestwertschlüssel bilden die Restbuchwerte des Anlagevermögens der Stadtwerke Halver zum 31. Dezember 2023. Der jeweilige Buchrestwertschlüssel ergibt sich aus dem Verhältnis der Summe der oben genannten Restbuchwerte der Tätigkeitsbereiche zu den gesamten Restbuchwerten. Nach dem Buchrestwertschlüssel werden Abschreibungen verteilt, die sich auf einer spartenübergreifenden Kostenstelle befinden. In der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung findet dieser Schlüssel Anwendung bei der Zuordnung der Darlehen und bei der Spartenaufteilung des nicht direkt zugeordneten Anlagevermögens. Allgemeiner Verteilungsschlüssel (AVS) Der allgemeine Verteilungsschlüssel ergibt sich aus einem mehrstufigen Prozess. Ausgegangen wird von der Summe der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich der Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der nicht primär auf die verschiedenen Tätigkeiten verteilbare Saldo wird im Stufenleiterverfahren auf die relevanten Tätigkeitsbereiche verteilt. Dieser Schlüssel findet Anwendung bei Konten, die keiner Sparte direkt zugeordnet werden können. Gleichzeitig wird dieser Schlüssel für die Aufteilung der kurzfristigen Verbindlichkeiten verwandt, sofern keine direkte Zuordnung einer Verbindlichkeit zu einer Sparte im Vorfeld erfolgen konnte. Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten haben die in der Anlage ersichtlichen Restlaufzeiten.
Halver,10. Mai 2024 Christian Lombardi Simon Thienel Verbindlichkeitenspiegel Gasverteilung
Ergebnisverwendung 2023Die Gesellschafterversammlung hat am 21.05.24 beschlossen, vom Jahresüberschuss 2023 € 265.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und € 39.225,24 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. Mai 2024 festgestellt. |
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