Oncacare (Germany) GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pierre Hermann seit 19.4.2021 | Geschäftsführer |
Christian Peiler seit 29.6.2020 | Prokura |
Andreas Pötzsch seit 18.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur | 6.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DFS Aviation Services GmbHLangen (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der DFS Aviation Services GmbH (DAS) ist nach den Bestimmungen des 3. Buches des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH- Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften werden berücksichtigt, obwohl die Gesellschaft nicht die Größenkriterien des § 267 (Abs. 3) HGB aufweist. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der Änderung aufgrund der Verbesserung der Klarheit des Bilanzposten Unfertige Leistungen (i. Vj. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen) und des Gewinn- und Verlustposten Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen (i. Vj. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen). Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sitz der DAS ist Langen/Hessen, Heinrich-Hertz-Straße 26. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Offenbach unter HRB 42114 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1 Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den um planmäßige lineare Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten ggfls. zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen war im Berichtsjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund nachhaltiger Verluste der Beteiligungsgesellschaft erforderlich. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. 2.2 Vorräte Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Grundlage für die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Einzelkosten der Projekte. Vom Wahlrecht der Aktivierung angemessener Kosten der allgemeinen Verwaltung wurde nicht Gebrauch gemacht. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlung beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer). 2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. 2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2.5 Rückstellungen Die Bildung der Rückstellungen trägt den erkennbaren und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie sind in der Höhe mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden laufzeitadäquat gemäß den vorgegebenen Zinssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst. 2.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden auf der Passivseite mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen. 2.7 Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. 2.8 Latente Steuern Sollten latente Steuern bei der DAS anfallen, werden diese aufgrund der steuerlichen Organschaft beim Organträger, der DFS International Business Services GmbH, Langen, ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 3.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen die aus der Ausgliederung und Übernahme des Bereiches "Aeronautical Solutions" verbundene Einlage der entsprechenden Vertriebsverträge, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wurden. Weiterhin beinhaltet der Posten gekaufte Software bzw. Software-Lizenzen, welche über vier Jahre linear abgeschrieben werden. 3.1.2 Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung wird planmäßig über drei bis dreizehn Jahre linearabgeschrieben. 3.1.3 Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die DAS GmbH hält eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 100 % an der Air Navigation Solutions Limited (ANSL) mit Sitz in London, England. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital der Tochtergesellschaft -5.285 Tausend Britische Pfund (TGBP), der Jahresverlust beläuft sich auf 6.723 TGBP. (Devisenbriefkurs 31. Dezember 2023 0,87110 EUR/GBP). Bei der Beteiligung war im Berichtsjahr eine Abschreibung in Höhe von 6.366 TEUR auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag in Höhe von 0 TEUR aufgrund nachhaltiger Verluste der Beteiligungsgesellschaft erforderlich. Ferner wird eine 50 % -ige Kapitalbeteiligung an der Tower Air Traffic Services S.L. (TATS) mit Sitz in Madrid, Spanien gehalten. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 996 TEUR, der Jahresfehlbetrag 4 TEUR. Darüber hinaus besitzt die DAS Kapitalanteile in Höhe von 30 % an der FREQUENTIS DFS AEROSENSE GmbH mit Sitz in Wien, Österreich. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 541 TEUR, der Jahresgewinn 92 TEUR. Die DAS hält darüber hinaus 99 % der Kapitalanteile an der DFS AVIATION SERVICES BAHRAIN CO W.L.L. mit Sitz in Manama, Bahrain und einem Eigenkapital zum 31.12.2023 von 764 Tausend Bahrain-Dinar (TBHD). Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen Jahresüberschuss von 370 TBHD aus (Devisenbriefkurs 31. Dezember 2023 0,43040 EUR/BDH). 3.2 Umlaufvermögen Die Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf 23.553 TEUR (Vj: 7.817 TEUR) und betreffen das Cash-Pool-Guthaben sowie den Verlustausgleich in Höhe von 4.785 TEUR. Gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen i.H.v. 5 TEUR (Vj: 16 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 53 TEUR (Vj: 0 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme von 9.015 TEUR (Vj: 7.852 TEUR), haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Ausfallrisiken sind berücksichtigt und bestehen i.H.v. 449 TEUR (Vj: 253 TEUR). 3.3 Rückstellungen In einem Einzelfall wurde die Pensionsrückstellung im Zuge einer Übernahmevereinbarung aus der Beschäftigungszeit in der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen auf die DAS übertragen. Die DAS führt diese Versorgungszusage fort. Die Berechnung gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten erfolgte unter Anwendung der PUC-Bewertungsmethode. Zugrunde gelegt wurde ein Rechnungszinssatz von 1,82% bezogen auf eine Duration von 10 Jahren (bei einem Rechnungszinssatz von 1,74% bezogen auf einen 7-Jahres-Durchschnitt hätte sich ein Erfüllungsbetrag von 236 TEUR errechnet, was somit in einem ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB i.H. von TEUR 4 führt), ein Gehaltstrend von 2,50%, ein Rententrend von 1,25% bei Annahmen der Heubeck-Richttafeln RT 2018 G. Die Rückstellungen für Übergangsversorgung (vorruhestandsähnliche Versorgung der Fluglotsen vom Lizenzauslaufalter bis zum frühestmöglichen Eintritt in die gesetzliche Versorgung) werden ermittelt aus dem höheren Wert des Maximums aus dem Erfüllungsbetrag der Garantieleistung oder dem zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Versorgungskapital. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung der Bewertungsmethode des laufenden Einmalprämienverfahrens (Projected Unit Credit Method gemäß IAS 19), einem Rechnungszins von 1,74%, einem Gehaltstrend von 2,50%, einem Rententrend von 1,00% und unter Beachtung der Annahmen der Heubeck-Richttafeln RT 2018 G. Hinsichtlich der Fluktuation wurden DFS-spezifische Werte herangezogen. Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf ausstehenden Urlaub und Gleitzeit i.H.v. 474 TEUR (Vj: 380 TEUR), sonstige Personalkosten i.H.v. 782 TEUR (Vj: 720 TEUR), fehlende Rechnungen i.H.v. 6.147 TEUR (Vj: 3.804 TEUR), Prozesskosten i.H.v. 3 TEUR (Vj:11 TEUR), drohende Verluste i.H.v. 125 TEUR (Vj: 0 TEUR), Gebäuderückbau i.H.v. 50 TEUR (Vj. 7 TEUR), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten i.H.v. 19 TEUR (Vj: 18 TEUR) sowie mögliche Rückzahlungen geleisteter Vorauszahlungen im Rahmen der Bundesfinanzierung i.H.v. 6.826 TEUR (Vj: 0 TEUR). Darüber hinaus wurden Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 518 TEUR (Vj: 352 TEUR) für Werkverträge gebildet. Als Ermittlungsbasis wurde je nach Erfüllungsland ein auf Erfahrungswerten beruhender Prozentsatz des Vertragswertes angesetzt. 3.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, analog zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Stichtag auf 1.516 TEUR (Vj: 1.688 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen als Vordienstleister gegenüber der DAS. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehen nicht (Vj.: 1.058 TEUR). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus der Erbringung von Flugverkehrsdiensten sowie aus Beratungs-, Projekt-, Vorfeldkontroll- und Datenlieferungsverträgen generiert. Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden 29.132 TEUR (Vj: 24.078 TEUR) im Inland sowie 18.889 TEUR (Vj: 12.562 TEUR) im Ausland an Umsatzerlösen erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse wurden überwiegend in den Bereichen Anfluggebühren und Flugsicherungsleistungen 25.110 TEUR (Vj: 21.879 TEUR), Dienstleistungen 1.685 TEUR (Vj: 1.603 TEUR), Beratungen 9.922 TEUR (Vj: 3.926 TEUR), Vorfeldkontrolle 4.780 TEUR (Vj: 2.881 TEUR) und Mitnutzung von FS-Anlagen 3.380 TEUR (Vj: 3.036 TEUR) erwirtschaftet. Schulungen, Wartung, Güterverkauf und sonstige Umsatzerlöse belaufen sich 2023 auf 3.144 TEUR (Vj: 3.316 TEUR). 4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von 334 TEUR (Vj. 629 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus gewährten Sachbezügen in Höhe von 194 TEUR (Vj. 171 TEUR), Kursdifferenzen in Höhe von 70 TEUR (Vj. 4 TEUR) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 51 TEUR (Vj. 435 TEUR). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind somit periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 51 enthalten. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 771 TEUR aus einem Forderungsverlust von Vorjahren ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 83 TEUR (Vj: 10 TEUR). 4.4 Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 153 TEUR (Vj: 123 TEUR) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert i.H.v. 6.366 TEUR (Vj: 0 TEUR) vorgenommen. 4.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die in Peru abzuführenden Ertragssteuern der Betriebsstätte Lima, Peru. 4.7 Ergebnisabführungsvertrag Der mit der DFS IBS geschlossene Ergebnisabführungsvertrag vom Januar 2014 führt zu einem Verlustausgleich durch die Gesellschafterin in Höhe von 4.785 TEUR. 5. Ergänzende Angaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt 13.846 TEUR (Vj: 9.710 TEUR). Sie umfassen die Raummiete für die Unternehmenszentrale, Miete und Räume für ein RTC (Remote Tower Control) in Braunschweig. Ferner bestehen noch kurz- und mittelfristige Leasing für Hard- bzw. Software und Serviceverträge, sowie das Bestellobligo. Die Restlaufzeit des Mietvertrages für die Unternehmenszentrale beträgt 2 Jahre, die Restlaufzeit für das RTC beträgt 11 Jahre. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen 8.208 TEUR die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen (verbundenes Unternehmen). Als Dauerschuldverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag folgende finanzielle Verpflichtungen: davon mit einer Laufzeit
5.2 Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 19 TEUR und wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen aufgebracht. 5.3 Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 213 (178) Angestellte beschäftigt. Diese untergliedern sich in folgende Mitarbeitergruppen: 83 Fluglotsen / AFISOs und 130 Mitarbeiter in der Zentrale. 5.4 Geschäftsführung Andreas Pötzsch, Master of Business Administration (MBA), Vorsitzender der Geschäftsführung, Wehrheim Pierre Hermann, Diplom Wirtschaftsingenieur, Geschäftsführer Technik, Finanzen, Business Development, Bad Nauheim 5.5 Gesamtbezüge der Organmitglieder Die Vergütung für die Geschäftsführung setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
1) es handelt sich um weiterbelastete
Aufwendungen für Pensionsrückstellungen von der
DFS.
2) Die Pensionsrückstellungen werden bei
der DFS ausgewiesen.
Zum Ende des Jahres 2023 bestehen keine Pensionszusagen der DAS gegenüber den derzeitigen Geschäftsführungsmitgliedern. Vergütung der früheren Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023:
Im Geschäftsjahr 2023 erhielten frühere Mitglieder der Geschäftsführung keine Pensionszahlungen der DAS. Das Unternehmen hat keine Vorschüsse oder Kredite an die Geschäftsführer gewährt. Es wurden zudem auch keine Vergütungen aus Beratungs- oder Dienstleistungsverträgen geleistet. 5.6 Verbundene Unternehmen Die DAS wird in den Konzernabschluss der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen, einbezogen. Diese stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Einsicht hierzu ermöglicht der Geschäftsbericht der DFS, der auf der Internetseite (www.dfs.de) veröffentlicht wird. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird in elektronischer Form im Unternehmensregister veröffentlicht. Die DAS ist ein Tochterunternehmen der DFS International Business Services GmbH, Langen. Die DFS International Business Services GmbH, Langen verzichtet gemäß § 291 Abs. 1 HGB auf die Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts (kleinster Konsolidierungskreis). Die DAS macht von der Befreiungsvorschrift nach § 291 Absatz 1 HGB Gebrauch und erstellt keinen Konzernabschluss und Konzernlagebericht. 5.7 Nachtragsbericht Am 12. Januar 2024, mit Wirkung zum 15. Januar 2024, hat die Gesellschaft dem 100%igen Beteiligungsunternehmen Air Navigation Solutions Ltd., London, UK, eine flexible Kreditlinie in Höhe von 5.100 TEUR eingeräumt. Laufzeit der Kreditlinie ist bis zum 31. März 2025.
Langen, den 17. Februar 2024 Die Geschäftsführung Andreas Pötzsch Pierre Hermann Entwicklung des Anlagevermögens der DFS Aviation Services GmbH, Langen, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Die DFS Aviation Services GmbH (DAS) im Überblick Die DFS Aviation Services GmbH (DAS) mit Sitz in 63225 Langen ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der DFS International Business Services GmbH (DFS IBS) und gehört damit zum Konzern der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Unternehmensgegenstand der DAS ist die Entwicklung, Bereitstellung und Erbringung von Flugsicherungsdiensten in Europa, die damit verbundenen Nebengeschäfte im In- und Ausland sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Flugsicherungssystemen. Das Unternehmen wird durch einen Ergebnisabführungs-, Beherrschungs- und Cashpool- Vertrag sowie vielfache Liefer- und Leistungsbeziehungen eng in den DFS-Konzern eingebunden. Die DAS hat zum Stichtag 31.12.2023 224 Mitarbeiter und vertreibt als zertifizierter Flugsicherungsanbieter ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt jedoch in Deutschland, Europa, dem Nahen/Mittleren Osten und in Asien. Tochtergesellschaften und Beteiligungen im Vereinigten Königreich, in Österreich, Bahrain und Spanien sowie Niederlassungen in Singapur und in Lima stärken die jeweilige lokale Präsenz. Die Repräsentanz in Peking wurde zur Jahresmitte 2023 im Zuge der Zusammenlegung mit der Niederlassung Singapur geschlossen. Die DAS gliedert das Leistungsportfolio in 4 strategische Geschäftsfelder (SGF): 1. Air Traffic Services (ATS) und Apron Die DAS erbringt im SGF "Air Traffic Services" (ATS) an neun deutschen Regionalflughäfen Flugverkehrskontrolldienst, an einem deutschem Flugplatz "Aerodrome Flight Information Services" (AFIS-Dienst) und über ihre Tochtergesellschaft Air Navigation Solutions Ltd. (ANSL) in Edinburgh Flugverkehrskontrolldienste. Am 01.01.2023 wurde die Erbringung des Flugsicherungsdienstes am Regionalflughafen Braunschweig-Wolfsburg erfolgreich in die DAS überführt und somit der Kundenstamm erweitert. Zusätzlich werden Apron-Dienste (Vorfeldkontrolle) auf einigen internationalen deutschen Flughäfen, sowie in Lima erbracht. Die Errichtung des RTC Centers Niedersachsen am Standort Braunschweig schreitet voran. 2023 konnten 4 Meilensteine erfolgreich umgesetzt werden. Die für Remote-ATS- oder AFIS-Dienste notwendige Technik und operationelle Implementierung bietet das DAS-Joint Venture FREQUENTIS DFS AEROSENSE GmbH an. Sie wurde von der DAS bei der Erstellung des RTC Niedersachsen in Unterauftrag genommen. 2. Aeronautical Data, Engineering & Systems Im Geschäftsfeld "Aeronautical Data, Engineering & Systems" werden die systementwicklungs- und ingenieurseitigen Leistungen der DAS gebündelt. Die DAS vermarktet über Datenlieferungsverträge die von der DFS bereitgestellten Luftfahrtdaten, wie z.B. Radar- und Flugplandaten, sowie die hierzu erforderlichen technischen Datenanbindungen der Kunden (z.B. Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften) an die Kontrollzentralen der DFS. Resultierend aus dem SGF "Air Traffic Services" werden die technischen Flugsichtungsdienste für die Durchführung der Flugverkehrsdienste (ATS Technikdienste) und der Aerodrome Flight Information Dienste (AFIS Technikdienste) unter Einbindung der DFS und externer Partner sichergestellt und erbracht. Ferner werden die Kommunikations-, Navigations- und Überwachungsdienste (CNS) der DFS den Regionalflughäfen angeboten. Auf der Basis ihrer Akkreditierung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV, ehemals BMVI) übernimmt die DAS als benannte Stelle die Prüfung und Zertifizierung von Systemen zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) von Luftfahrhindernissen, insbesondere Windenergieanlagen im on-shore und off-shore Bereich. Der Vertrieb dieser Dienstleistungen erfolgt an BNK-Hersteller und Windenergieanlagenbetreiber. Ein stark wachsender Bestandteil dieses Geschäftsfelds ist die Entwicklung von ATS Systemen für Tower (Luft- und Bodenlage), Approach und Enroute. Im Fokus stehen zurzeit die Weiterentwicklung der ATS Systeme PHOENIX und AMAN. Zusätzlich wird zudem eine Cloud Variante von PHOENIX (PHOENIX WebInnovation Radar) gemeinsam mit einem elektronischen Flugstreifensystem (PHOENIX WebInnovation EFS) für den Betrieb direkt im Tower und für "Remote Tower Control (RTC) in Deutschland als Dienstleistung (Software as a Service, SaaS) angeboten. 3. Consultancy Das Geschäftsfeld "Consulting" umfasst sämtliche Beratungsleistungen zu Flugsicherungsthemen für Flugsicherungsunternehmen, Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften sowie Aufsichtsbehörden und Militärs. Auch die Beratungsleistungen für Remote-Tower-Kunden sowie etwaige Personalgestellungen zur Erbringung von Dienstleistungen mit inhaltlichem Bezug zum Leistungsportfolio der DAS werden hier abgebildet. Die im Dezember 2018 neu gegründete DFS Aviation Services Bahrain Co. W.L.L. (DAS Bahrain) mit Sitz in Manama, Bahrain, stellt der bahrainischen Flugsicherungsorganisation seit 01.01.2019 entsprechendes Fachpersonal in nennenswerter Anzahl zur Verfügung. Die DAS Bahrain konnte den Vertrag nach einer Neuausschreibung wieder gewinnen. Er beinhaltet eine feste Laufzeit bis zum 31.12.2023 sowie zwei Verlängerungsoption um je ein weiteres Jahr. Der Kunde hat die erste Option zur Verlängerung bis zum 31.12.2024 ausgeübt. 4. Aviation Training Services Das SGF "Aviation Training Services" besteht aus zwei Themenbereichen. Der erste Themenbereich umfasst alle Leistungen, die für die Ausbildung und den Berechtigungserhalt der bei der DAS Beschäftigten Fluglotsen notwendig sind. Der zweite Themenbereich umfasst alle Trainingsmaßnahmen, die für den externen Markt erbracht werden. Zusammengefasst werden alle Leistungen in der DAS Aviation Academy A2. Fokus der angebotenen Trainings-Leistungen liegt auf Maßnahmen zum Kompetenzerhalt von betrieblichem Personal. Die DFS Aviation Academy A2 verfügt über eigene Simulatorinfrastruktur in den Bereichen Tower und Radar. Neben traditionellen Onsite- Trainings werden auch Online-Kurse inklusive Online-Simulationen angeboten. Die DFS Aviation Academy A2 ist gemäß VO EU 2015/340 zertifizierte Ausbildungsorganisation für die Bereiche Unit Training, Proficiency Training sowie Sprachkompetenztraining und nach FSPersAV zertifiziert für die Durchführung von initialer Ausbildung für sonstiges Flugsicherungsbetriebspersonal. Alle durchgeführten Trainings sind konform mit den Anforderungen der VO EU 2015/340 bzw. in Ländern außerhalb dieses Geltungsbereiches konform mit den Anforderungen von ICAO. 2 Wirtschaftsbericht und gesamtwirtschaftliche Lage Die Geschäftsführung folgt in ihrer Einschätzung den Kernaussagen des OECD-Wirtschaftsausblicks der Ausgabe 2023/2 1. In vielen Ländern wächst der Druck auf die Finanzen. Die Inflation lässt nach, aber das Wachstum verlangsamt sich. Die Straffung der Geldpolitik, die zur Bekämpfung der Inflation erforderlich ist, zeigt Wirkung. Trotz des unerwartet starken BIP-Wachstums im Jahr 2023 fordern die strengeren finanziellen Bedingungen, der schwache Handel und das gedämpfte Vertrauen ihren Tribut. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Weltwirtschaft mit Inflation, verlangsamtem Wachstum und zunehmendem fiskalischen Druck zu kämpfen hat. Die deutsche Wirtschaft wird den Erwartungen zufolge 2024 um 0,6 % und 2025 um 1,2 % wachsen. Der private Verbrauch wird den Aufschwung anführen, da die Inflation zurückgeht und die Nominallöhne angesichts eines angespannten Arbeitsmarktes steigen. Die Unternehmensinvestitionen werden aufgrund des hohen Spar- und Investitionsbedarfs der Unternehmen anziehen, unterstützt durch steigende öffentliche Investitionen und steuerliche Anreize für umweltfreundliche Investitionen.
1
https://www.oecd-ilibrary.org/sites/7a5f73ce-en/index.html?itemld=/content/publication/7a5f73ce-en
Ein großes Abwärtsrisiko ergibt sich aus geopolitischen Spannungen, die zu weiteren Unterbrechungen der Energieversorgung oder des Handels führen und die Verlagerung von Lieferketten erforderlich machen. 2.1 Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 war eine spürbare Erholung im Luftfahrtmarkt und speziell in der Flugsicherungsbranche weltweit zu verzeichnen. Die DAS war in der Lage, in allen Sales- Regionen ihre Umsätze zu steigern und Aufträge zu gewinnen. Zugleich konnten positive Entwicklungen in allen 4 Geschäftsfeldern verzeichnet werden, die sowohl durch eine entsprechende Nachfrage an Produkten als auch durch eine weitere Strukturierung des Leistungs- und Service-Portfolios generiert wurden. In den Zielregionen der DAS ist ein zunehmender Wettbewerbsdruck spürbar, der sowohl durch Industrieanbieter als auch durch eine neue kommerzielle Ausrichtung bei einigen Air Navigation Service Providern entsteht. In 2023 konnte die DAS trotz des Wettbewerbsdruck ihre Position im Markt weiter stärken. Die DAS Bahrain konnte ihren erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre fortsetzen und ihren Vertrag mit der Flugsicherung im Königreich Bahrain um ein Jahr verlängern. Die DAS Tochter ANSL hat 2023 ihre Entwicklungsstrategie nach der Beendigung des Vertrages mit Gatwick verfehlt. Der Luftverkehr in Deutschland wächst im Vorjahresvergleich um 7,7%. Das Luftverkehrsaufkommen an den Regionalflughäfen, bei denen die DAS die Flugsicherungsaufgaben ausübt, ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben (+1%). Somit ist die absolute Anzahl der Passagier- und Frachtflüge noch nicht auf dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Die Gesamtleistung der DAS übertrifft die Prognose, was gleichzeitig zu einem höheren Materialaufwand führt. Aufgrund von unbesetzten Stellen sind die Personalkosten geringer als die Prognose. Vertrags- und Abwicklungsrisiken wurde angemessen Rechnung getragen. Aufgrund nachhaltig zu erwartender Verluste der Tochtergesellschaft ANSL und einem negativen Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum 31.12.2023 wurde die Beteiligung im Berichtsjahr um 6.366 TEUR auf 0 TEUR abgeschrieben. In Folge endete das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Ergebnis. Das Ergebnis vor Verlustübernahme beläuft sich auf -4.785 TEUR.
Hinsichtlich Tarifverträgen gab es in 2023 keine Neuerungen bzw. Änderungen, da sämtliche Tarifverträge, welche die DAS mit der Gewerkschaft der Flugsicherung abgeschlossen hat, eine Mindestlaufzeit bis 31.12.2024 haben. Air Traffic Services & Apron Die Flugverkehrsbewegungen (IFR/VFR) an den von der DAS betreuten Regionalflughäfen mit
stieg im Jahr 2023 insgesamt gegenüber dem Vorjahr 2022 um 12%. Dies ist in der Betriebsübernahme des Flughafens Braunschweig begründet. Für die anderen Flughäfen/ Flugplätze ist eine nahezu gleichbleibende Verkehrsnachfrage im Jahr 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 zu verzeichnen. Die in der DAS kontrollierten Flugbewegungen liegen damit über denen des Jahres 2019.
2023 war für die DAS-Regionalflughäfen ein sehr gutes Jahr. Die Verkehrsentwicklung gestaltetes sich sehr positiv und an allen DAS-Regionalflughäfen wurde das Vor-Corona- Niveau übertroffen. Die aus 2022 in das Jahr 2023 verschobene Neuzuordnung der Dienste zu den Flughäfen (Regionalflughäfen und AFIS-Plätze) wurde erneut verschoben. Ein Umsetzungsdatum wurde bisher seitens des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF) nicht kommuniziert. Erst wenn ein finales Konzept seitens BMDV vorliegt und somit final festgelegt wurde, welcher Dienst zu welchem Flughafen zugeordnet wird, wird die DAS die sich daraus ergebenden Veränderungen prüfen, Auswirkungen bewerten und ggf. sich ergebende Marktchancen nutzen. Am Flughafen Cochstedt wurde die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) intensiv fortgeführt. Aeronautical Data, Engineering & Systems Die Umsätze aus den Datenlieferungsverträgen an die luftfahrtaffinen Kunden waren 2023 leicht unter Plan. Die im Zuge der Systemintegrationen angebotenen Maintenance-Verträge werden kundenseitig verstärkt angenommen. Die Leistungen und Umsätze hieraus sind gleichverteilt und beziehen sich auf die Weiterentwicklung und Fehlerbehebungen der ausgelieferten Systeme. Erfreulich haben sich ebenfalls die Beauftragungen von BNK-Prüfungen auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt. Die im Jahr 2023 laufenden ATS-Systemprojekte PHOENIX und AMAN waren vor allem Center-Fallback- und Towersysteme im Luftlagebereich, der Arrival Manager für den Anflugbereich sowie Bodenlage Towersysteme (Advanced-Surface Movement Guidance and Control Systems - A-SMGCS). Parallel dazu wurde die Einführung von PHOENIX WebInnovation im Kontext von RTC und für den Einsatz in Regionalflughäfen vorangetrieben. Consultancy Die Durchführung von Beratungsleistungen für Flugsicherungsunternehmen, Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften sowie Aufsichtsbehörden und Militär bedient weltweit einen großen Markt, allerdings in einem sehr starken Wettbewerbsumfeld. Im Jahr 2023 lagen die Umsatzergebnisse des SGF Consulting unter Plan, was hauptsächlich einen zu geringen Auftragseingang zurückzuführen ist. 2023 wurden national und international 22 Beratungsprojekte mit insgesamt außergewöhnlich hoher Zufriedenheit der Endkunden abgeschlossen. 8 Projekte laufen bis 2024 weiter. Die Personalgestellung in Bahrain durch die vor Ort gegründete Tochtergesellschaft DFS Aviation Services Bahrain Co. W.L.L. entwickelte sich erwartungsgemäß sehr erfreulich und generierte durch zusätzliche Beratungen vor Ort auch entsprechende Ergebnisbeiträge in der DAS-Muttergesellschaft. Um die Präsenz vom SGF Consulting zu verbessern, wurden im Laufe des Jahres 2023 die folgenden Maßnahmen durchgeführt:
Darüber hinaus wurde das neue Produkt Flight Procedure Design vollständig entwickelt und das erste Projekt, bei dem es zum Einsatz kam, wurde gewonnen. Aviation Training Services Nach der Unterbrechung durch die COVID-Pandemie wurde im Juli 2023 das zweite Trainingsjahr im Projekt mit der israelischen Flugsicherung IAA abgeschlossen. Im jährlich durch die IAA durchgeführten Audit wurden die Trainingsmaßnahmen mit äußerst positiven Rückmeldungen bewertet. Durch den Ausbruch des Krieges in Israel am 07. Oktober 2023 wurde das Training im gesamten 4. Quartal 2023 ausgesetzt. Es wurde ein neues mehrjähriges Projekt gestartet. Die aserbaidschanische Flugsicherung wird beim Aufbau der initialen Ausbildung für Fluglotsen in den Ratings ADI, APS und ACS unterstützt. Die dafür benötigten Trainingsunterlagen werden 4 Jahre in Lizenz zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Radarsimulator befindet sich u.a. dafür im Aufbau. Nach mehrjähriger Unterbrechung wurde im Jahr 2023 der erste externe Kurs zur Ausbildung von Fluglotsen begonnen. Ein erster Kurs zur Ausbildung von Fluglotsen für den eigenen Bedarf wurde abgeschlossen. Initiale Lehrgänge für Ausbildung von Aerodrome Flight Information Service Officer wurden ebenso durchgeführt und abgeschlossen. Im Bereich der Proficiency-Trainings für Lotsen konnten sowohl Trainings aus dem Standard- Portfolio als auch verschiedene kundenspezifische Maßnahmen realisiert werden. Sukzessive wird die Durchführung der Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für technisches Personal aus dem Bereich Training erweitert. Dazu wurde für verschiedene Systeme eine Trainingsumgebung installiert. Die Nachführung von Fluglosten war auch im Jahr 2023 ein umfassendes Thema. Es haben 11 Auszubildende das initiale Training und 14 Auszubildende das Unit Training begonnen sowie 6 Auszubildende das Unit Training erfolgreich abgeschlossen. 2.2 Ertragslage 2.2.1 Erlöse Die Gesamtleistung betrug im Berichtsjahr 49.109 TEUR (39.932 TEUR). Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 48.021 TEUR (36.640 TEUR). Davon entfielen 25.110 TEUR (21.879 TEUR) auf Erlöse aus der Erbringung von Flugsicherungsleistungen, inkl. An- und Abfluggebühren sowie 22.911 TEUR (14.761 TEUR) auf sonstige Umsatzerlöse durch Projekt- und Beratungsleistungen sowie Datenlieferung und Vorfeldkontrolldienste. Der Bestandsaufbau, vorwiegend aus der Projektbewertung, in Höhe von 754 TEUR (Bestandsaufbau 2.654 TEUR) steigert die Gesamtleistung. Darüber hinaus wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 334 TEUR (629 TEUR) erzielt, wovon 51 TEUR (435 TEUR) auf die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfiel. Für das Wirtschaftsjahr 2023 konnten die Beauftragungen durch Regionalflughäfen auf konstantem Niveau gehalten werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden mit Stichtag zum 31.12.2023 einundzwanzig neue Verträge mit zum Teil mehrjährigen Laufzeiten ausgewiesen. 2.2.2 Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von 20.467 TEUR (17.635 TEUR) resultiert insbesondere aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen der DFS in Höhe von 7.951 TEUR (7.513 TEUR), bezogene Leistungen Dritter in Höhe von 11.483 TEUR (9.442 TEUR) sowie für bei der DAS eingesetztes Personal der DFS in Höhe von 491 TEUR (680 TEUR). Der gestiegene Materialaufwand ist teilweise projektbezogen auf höhere Vorleistungen zurückzuführen und teilweise auf Abrechnungsänderungen die sich in Folge des LuftVG §31f ergeben. 2.2.3 Personalaufwand Die Personalaufwendungen betrugen insgesamt 21.482 TEUR (17.707 TEUR) und damit 39% (44%) des gesamten Aufwands. Für die Übergangsversorgung (vorruhestandsähnliche Versorgung der Fluglotsen vom Lizenzauslaufalter bis zum frühesten möglichen Eintritt in die gesetzliche Versorgung) mussten 499 TEUR (785 TEUR) zugeführt werden. 2.2.4 Abschreibungen Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 6.910 TEUR (287 TEUR). Da die DAS keine eigenen flugsicherungstechnischen Anlagen betreibt, sind die Abschreibungsgegenstände im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Betriebs- und Geschäftsausstattung und geringwertige Wirtschaftsgüter zurückzuführen. In den Abschreibungen für das Jahr 2023 sind Sonderabschreibungen aus dem Impairment der ANSL enthalten (6.366 TEUR). Anlagenzugänge des Jahres 2023 in Höhe von 561 TEUR (605 TEUR) betrafen im Wesentlichen Büro- und Geschäftsausstattung 550 TEUR (480 TEUR). 2.2.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 5.968 TEUR (4.363 TEUR). Die größte Kostenposition betreffen die Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste in Höhe von 1.015 TEUR (441 TEUR). Die Kostenbelastung für in Anspruch genommen Leistungen von der DFS in Höhe von 422 TEUR (704 TEUR), betrifft Leistungen, die die DAS nicht selbst erbringt oder erbringen kann. Weitere wesentliche Einzelpositionen sind Rechts- und Beratungskosten 695 TEUR (526 TEUR), Miete und Leasing 559 TEUR (451 TEUR), sonstiger Personalaufwand 603 TEUR (428 TEUR), Instandhaltungen 601 TEUR (358 TEUR), sowie Reisekosten von 541 TEUR (343 TEUR). 2.2.6 Ergebnis Aufgrund des zum 01.01.2014 in Kraft getretenen Ergebnisabführungsvertrags mit der DFS IBS GmbH wird der Verlust des Berichtsjahres in Höhe von -4.785 TEUR von der Gesellschafterin ausgeglichen (im Vorjahr Gewinn in Höhe von 777 TEUR, der an die Gesellschafterin abgeführt wurde). 2.3 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage bleibt weiterhin solide. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 24% (31%). Das Anlagevermögen beträgt 1.837 TEUR (8.186 TEUR). Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich insbesondere aus dem Impairment der ANSL. Die DAS ist beteiligt an der ANSL mit 100% (Buchwert 0 TEUR (6.366 TEUR)), der TATS mit 50% (Buchwert 500 TEUR (500 TEUR), der DAS Bahrain mit 99% (Buchwert 118 TEUR (118 TEUR)) sowie an der Aerosense mit 30% (Buchwert 113 TEUR (113 TEUR)). Die Anlagendeckung beträgt daher bei einem Eigenkapital in Höhe von unverändert 11.794 TEUR und einem Anlagenvermögen in Höhe von 1.837 TEUR (8.186 TEUR) 642% (144%). Nach der Transition der Dienste in Gatwick an den Englischen Flugsicherungsprovider NATS im Jahre 2022 verlief das Geschäftsjahr 2023 der ANSL aus wirtschaftlicher Sicht unbefriedigend. Und ANSL verzeichnete im Geschäftsjahr deutliche Verluste. Der Verlust im Geschäftsjahr beträgt -6.723 TGBP (Gewinn in Höhe von 464 TGBP). Die TATS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Geschäfte getätigt. Es entstanden weder Erlöse noch Kosten, sodass kein Ergebnisbeitrag für die DAS zu verzeichnen war. Die DFS IBS sichert die Liquidität der DAS durch einen Cash-Pool-Vertrag, der mit einer Kreditlinie von derzeit 4.000 TEUR ausgestattet ist. 2.4 Gesamteinschätzung Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hat sich nach dem Ende der COVID-19 Pandemie trotz des Krieges in der Ukraine deutlich erholt. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 49.109 TEUR (39.923 TEUR) gestiegen. Der Geschäftsbelebung folgend haben sich auch die Personal- und Sachkosten erhöht. Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von -4.785 TEUR (Gewinn in Höhe von 777 TEUR) 2.5 Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung steuert die DAS durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den jeweiligen Kernregionen und die Fokussierung auf die definierten strategischen Geschäftsfelder. Regelmäßige Abstimmungen und Überprüfungen der Leistungsfähigkeit in den jeweiligen Regionen und Projekten führen zu schnellen Erkenntnissen und ermöglichen ein schnelles Gegensteuern, sofern erforderlich. Die finanzielle Entwicklung wird kontinuierlich überwacht. Die Steuerung orientiert sich an der Gesamtleistung und an den Earnings before Interests and Taxes (EBIT). Die Gesamtleistung liegt 1,4% über der Prognose (Ist 2023 49.109 TEUR im Vergleich zur Prognose 2023 in Höhe von 48.477 TEUR). Aufgrund der Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwertes der ANSL hat der EBIT hat die Prognose deutlich verfehlt (Ist 2023 -5.719 TEUR im Vergleich zur Prognose 2023 in Höhe von 480 TEUR). In die Steuerung fließen neben finanziellen Steuerungsgrößen zur Kosteneffizienz auch nichtmonetäre Kennzahlen ein. Die DAS misst hierbei kontinuierlich Kennzahlen der Leistungsbereiche "Sicherheit" über das Safety Performance Monitoring sowie der "Flugsicherungskapazität" über die Effizienzdarstellung der "Slot-Performance". Darüber hinaus gibt es turnusgemäße Befragungen zur Kundenzufriedenheit in Kundenforen sowie durch Projektbeteiligte und Schulungsteilnehmer. 3 Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte die DAS 224 (207) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese untergliedern sich in folgende Mitarbeitergruppen: 87 (74) Fluglotsen / AFISOs und 137 (111 Mitarbeiter in der Zentrale + 22 Mitarbeiter am Standort Lima). Im Jahresdurchschnitt wurden 213 (178) Angestellte beschäftigt. 4 Risikobericht Um Risiken frühzeitig erkennen und kontrollieren zu können, verfügt die DAS über ein Instrumentarium zur Identifikation, Analyse, Überwachung und Steuerung der mit dem Geschäftsbetrieb einhergehenden Risiken. Die Risikobewertung richtet sich nach einer Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe der betrachteten Gefährdungen durch die zuständige Führungskraft. Die Risikobeurteilung findet grundsätzlich einmal im Quartal durch die Bereichsleiter statt, die gemeinsam mit dem Risikomanager die bestehenden Risiken validieren und ggfs. neue Risiken aufnehmen. Unternehmensstrategische Risiken aus der Fehleinschätzung von Umweltbedingungen und künftigen Marktentwicklungen, die zu einer inadäquaten Ausrichtung der unternehmerischen Aktivitäten mit negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage führen können, werden durch die Geschäftsführung mit besonderer Aufmerksamkeit und mit allen Gremien regelmäßig eingeschätzt, überprüft und kontrolliert. Hierzu zählt insbesondere auch die Analyse und Prognose des Luftverkehrs, der politischen Umgebung sowie der jeweiligen Markt- und Konkurrenzsituation in den strategischen Geschäftsfeldern. Die Geschäftsführung der DAS sieht daher nur ein geringes unternehmensstrategisches Risiko. Finanziellen Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit Kunden (In- und Ausland) wird in allen Bereichen durch vertragliche Regelungen und Zahlungsmeilensteine begegnet. Ausfallrisiken und Risiken bei nicht ordnungsgemäßer Erfüllung werden bei der Preiskalkulation berücksichtigt. Das Wechselkursrisiko wird durch EUR-Preisvereinbarungen minimiert. Risiken, die durch eine nicht fristgerechte oder mangelhafte Leistungserbringung entstehen können, überwacht die Geschäftsführung verstärkt durch die regelmäßige Kontrolle und Überprüfung von wichtigen Projekten. Risiken, die sich durch Tarif- und Preiserhöhungen, technische Entwicklungen oder vertragliche Vereinbarungen ergeben können, begegnet die Geschäftsführung durch ein adjustiertes Kostencontrolling, welches die Entwicklung der betrieblichen Kosten laufend auf Notwendigkeit und angemessene Höhe prüft und das Management in die Lage versetzt, zusätzliche Kosten nur bei vernünftigem Kosten-Nutzen-Verhältnis freizugeben und/oder bei Veränderungen frühzeitig Kosten anzupassen. Operative Risiken aus den Flugverkehrsdiensten, die über die sicherheitsbewerteten und akzeptablen Risiken hinausgehen, bestehen derzeit nicht. Die DAS leistet an den Flughäfen, an denen sie für den Flugsicherungsdienst zuständig ist, ihren Beitrag zur Sicherheit im Luftverkehr. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ereignete sich keine gefährliche Annäherung oder gar ein Flugunfall von Luftfahrzeugen, der durch die DAS verantwortet werden musste. Den potenziellen Personalengpässen beim Flugsicherungspersonal konnte durch eigene Personalmaßnahmen entgegengetreten werden. Es bestehen für die DAS derzeit keine existenziellen Risiken. Chancen für die DAS bestehen vor allem in der Entwicklung bestehender und neuer Märkte. Ein stark wachsender Bestandteil dieses Geschäftsfelds Aeronautical Data, Engineering und Systems ist die Entwicklung von ATS Systemen für Tower (Luft- und Bodenlage), Approach und Enroute. Im Fokus stehen zurzeit die Weiterentwicklung der ATS Systeme PHOENIX und AMAN. Zusätzlich wird zudem eine Cloud Variante von PHOENIX (PHOENIX WebInnovation Radar) gemeinsam mit einem elektronischen Flugstreifensystem (PHOENIX WebInnovation EFS) für den Betrieb direkt im Tower und für "Remote Tower Control (RTC) in Deutschland als Dienstleistung (Software as a Service, SaaS) angeboten. Die Inbetriebnahme des Remote Tower Centers in Niedersachsen im nächsten Jahr bietet Chancen für moderne Tower Services. Vor allem in den Vertriebsregionen außerhalb Deutschlands besteht Bedarf an Beratungsleistungen, den die DAS aufgrund der hohen Expertise und maßgeschneiderter Angebote für sich erschließen wird. Das neue Produkt Flight Procedure Design wird vollständig entwickelt und das erste Projekt, bei dem es zum Einsatz kam, wurde gewonnen. 5 Prognosebericht Entsprechend dem Wirtschaftsausblick der OECD, Ausgabe 2023/2 2 , ist das wirtschaftliche Wachstumstempo uneinheitlich. Die Schwellenländer schneiden im Allgemeinen besser ab als die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, während Europa hinter Nordamerika und den großen asiatischen Volkswirtschaften zurückbleibt. Die Inflation ist zwar rückläufig, gibt aber weiterhin Anlass zur Sorge. Im neuen OECD-Wirtschaftsausblick wird prognostiziert, dass das weltweite Wachstum im Jahr 2024 auf 2,7 % zurückgehen wird. Da die Inflation weiter zurückgeht und die Realeinkommen steigen, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2025 voraussichtlich um 3,0 % wachsen. Diese Ergebnisse hängen weiterhin stark von den schnell wachsenden asiatischen Volkswirtschaften ab. Das Wachstum in den großen europäischen Volkswirtschaften, die durch den Energiepreisschock im Jahr 2022 und den Krieg in der Ukraine relativ hart getroffen wurden, dürfte in nächster Zeit schwach bleiben, sich aber allmählich verbessern, wenn die Inflation nachlässt, die geldpolitische Lockerung einsetzt und sich die Realeinkommen erholen. Das jährliche Wachstum im Euroraum wird sich voraussichtlich von 0,6 % im Jahr 2023 auf 0,9 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025 erhöhen. Die deutsche Wirtschaft wird den Projektionen zufolge 2024 um 0,6 % und 2025 um 1,2 % wachsen, nachdem sie 2023 leicht geschrumpft war. Sinkende Inflation und steigende Löhne werden die Realeinkommen und den privaten Verbrauch stützen. Der allgemeine finanzpolitische Kurs dürfte sowohl 2024 als auch 2025 mit einer kumulativen Verschärfung um rund 1,7 % des BIP kontraktiv sein Die DAS sieht positive Aussichten für 2024, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und die Umsätze in den Geschäftsfeldern zu steigern. Durch die Realisierung von laufenden Projekten bestehen positive Aussichten in den Regionen Deutschland / Europa, Middle East, Asien und Lateinamerika zur Steigerung des Umsatzes und Gewinnung neuer Kunden. Die Aktivitäten in der Region Afrika werden 2024 neu bewertet. Im kommenden Geschäftsjahr rechnet die DAS mit einer nur moderat steigenden Gesamtleistung von 1% und einem positiven EBIT im Bereich von ca. 1,0 Mio. EUR ohne Berücksichtigung von Sondereffekten. Die Entwicklungschancen der DAS können abschließend als weiterhin positiv eingeschätzt werden. Die DAS erhebt als zertifizierter Flugsicherungsprovider An- und Abfluggebühren direkt gegenüber dem Lauftraumnutzer. Neben klassischer Flugsicherung vom Tower (Kontrollturm) aus, bietet die DAS Flugplatzkontrolldienste und AFIS-Dienste auch als Remote-Service an. Die operationelle Implementierung und die zugehörige Technik wird über das Joint Venture AEROSENSE angeboten. Die Nachfrage nach einer ortsunabhängigen Erbringung von Flugplatzkontrolldiensten (RTC) und der damit verbundenen neuen Technologie ist nach wie vor gegeben und wird voraussichtlich in den kommenden Jahren weiterhin wachsen. Das Unternehmen bewirbt sich bei vielfachen Ausschreibungen mit starkem Umsatzpotential in verschiedenen Geschäftsfeldern. Die Dienstleistungen werden weltweit angeboten, wobei die Flugsicherungsdienste derzeit ausschließlich in Europa erbracht werden. Die Geschäftstätigkeit der DAS umfasst weiterhin den Vertrieb von Radar- bzw. Positionsdaten sowie Flugplandaten aus Deutschland sowie das weltweit angebotene System-Engineering (Maintenance) für gelieferte Flugsicherungssysteme. 6 Public Corporate Governance KodexDer Corporate Governance-Bericht sowie die Entsprechenserklärung nach Ziffer 7.1 des Public Governance Kodex des Bundes werden auf der Homepage der DAS veröffentlicht.
Langen, den 17. Februar 2024 Die Geschäftsführung Andreas Pötzsch Pierre Hermann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DFS Aviation Services GmbH, Langen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DFS Aviation Services GmbH, Langen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DFS Aviation Services GmbH, Langen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Corporate Governance Bericht, auf den im Lagebericht in Abschnitt 6 " Public Corporate Governance Kodex" verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Corporate Governance Bericht, auf den im Lagebericht in Abschnitt 6 "Public Corporate Governance Kodex" verwiesen wird. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 25. März 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Gerhard Schroeder, Wirtschaftsprüfer Sascha Adrian Vogel, Wirtschaftsprüfer |
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