Limbach International Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dr. Hans Jakob Limbach seit 14.8.2012 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Limbach Verwaltungs SEHeidelbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Grundlagen des Konzerns Die Limbach Gruppe ist eine führende medizinische Laborgruppe, die seit dem Jahr 2010 aus dem Zusammenschluss regionaler Laboratorien hervorgegangen und durch weitere Neugründungen und Zukäufe seitdem gewachsen ist und in neue Geschäftsbereiche diversifiziert hat. Die Limbach Gruppe setzt sich aus über dreißig medizinischen Laboratorien, klinischen Praxen, Laboratorien für Umwelt- und Lebensmittelanalytik und einigen Servicegesellschaften zusammen. Eine ophthalmologische Klinik mit öffentlichem Versorgungsauftrag und eine nichtärztliche Dialyse fungieren als Träger medizinischer Versorgungszentren. Die Limbach Gruppe ist in den Geschäftsfeldern Laboratoriumsmedizin, Humangenetik, Komplementärdiagnostik, Hygiene, Infektiologie, Lebens- und Umweltanalytik sowie der klinischen Medizin tätig. Im Hauptgeschäftsfeld Laboratoriumsmedizin werden Arztpraxen und Krankenhäuser sowie andere medizinische Einrichtungen täglich mit einem umfangreichen Spektrum labormedizinischer Dienstleistungen versorgt. Geographisch ist die Limbach Gruppe im Wesentlichen in Deutschland und der Schweiz aktiv. Die ärztlich geführten Laboratorien der Gruppe stellen durch hochspezialisierte Diagnostik, kompetente medizinische Beratung und ein breites Dienstleistungsspektrum eine hochqualitative labormedizinische Versorgung sicher. Sie setzen mit ihrem Leistungsangebot Maßstäbe im Bereich der Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Hygiene, Infektiologie, Transfusionsmedizin, Humangenetik und Pathologie. Klinische Arztpraxen und die Laboratorien der Geschäftsfelder Lebensmittel- und Umweltanalytik sowie Komplementärmedizin ergänzen das Kompetenz- und Leistungsspektrum der Limbach Gruppe. Darüber hinaus betreibt das Tochterunternehmen Augenklinik Dardenne SE, Bonn, ein Krankenhaus, dessen Leistungsspektrum das gesamte Gebiet der operativen und konservativen Augenheilkunde umfasst. Diese Gesellschaft verfügt über einen im Jahr 1994 geschlossenen Versorgungsvertrag über die stationäre Patientenversorgung gem. § 108 SGB V mit den Landesverbänden der Krankenkassen. Die Dialyse Limbach GmbH, Füssen, ist ein nicht-ärztlicher Vertragspartner nach § 126 Abs. 3 i. V. m. § 127 SGB V. Mit ihrer Tochtergesellschaft, der MVZ Limbach Füssen GmbH bietet sie nephrologische Leistungen an und gewährleistet die Durchführung eines Versorgungsauftrages nach § 13 Abs. 1 und § 15 der Anlage 9.1. BMV-Ä. Veränderung der Grundlagen des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr Zum 31. Dezember 2023 besteht der Konzern aus der Limbach Verwaltungs SE ("LV SE"), als Mutterunternehmen mit Sitz in Heidelberg, und achtundsechzig Tochterunternehmen im Inland sowie fünf Gesellschaften im Ausland und drei assoziierten Unternehmen. Darüber hinaus werden aufgrund untergeordneter Bedeutung achtzehn Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2023 wurden Anteile an folgenden assoziierten Unternehmen erworben:
Folgende Gesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Augenklinik Dardenne SE verschmolzen:
Darüber hinaus ist:
Organisation des Konzerns Der geschäftsführende Direktor der Limbach Verwaltungs SE führt die Limbach Gruppe unter einheitlicher Leitung, die aufgrund von Mehrheitsbeteiligungen an den einbezogenen Tochterunternehmen umgesetzt werden kann. 1.2. Ziele und Strategien Die Strategie der Limbach Gruppe besteht darin, eine führende europäische Laborgruppe aufzubauen, die vor allem hochwertige labormedizinische Dienstleistungen von Ärzten für Ärzte erbringt. Durch die Limbach Holding Verwaltung SE, Bonn und die Limbach Gruppe SE, Bonn werden unter anderem neue Geschäftsfelder entwickelt und Synergien erschlossen, die zu einer nachhaltigen Wertsteigerung der Unternehmensgruppe beitragen. Nach der erfolgreichen Etablierung der Limbach Gruppe durch den Zusammenschluss ehemals eigenständiger Laboratorien entstand der bisher umsatzstärkste Verbund medizinischer Laboratorien in Deutschland. Die mittelfristige weitere Entwicklung der Gruppe baut strategisch auf der Optimierung des Kerngeschäfts Laboratoriumsmedizin, der konsequenten Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Erschließung neuer Geschäftsfelder und europäischer Märkte außerhalb Deutschlands auf. Im Geschäftsjahr 2023 konnten unter anderem durch gezielte Akquisitionen weitere Schritte zur Umsetzung dieser Strategie realisiert werden. Die in der Schweiz zur Limbach Gruppe gehörende Medics Gruppe konzentriert sich geografisch auf die gesamte deutschsprachige Schweiz und verstärkt künftig ihre Anstrengungen in der Ostschweiz. 1.3. Forschung und Entwicklung In der Limbach Gruppe wurden im Berichtsjahr keinerlei Forschungsaktivitäten erbracht. Entwicklungsaktivitäten hatten nur einen sehr begrenzten Umfang und sind für die Ertragslage der Gruppe von untergeordneter Bedeutung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr infolge der fortbestehenden Auswirkungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine und der weiterhin erhöhten Inflation deutlich angespannt. Die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland betrug im Geschäftsjahr 2023 5,9 % - eine deutliche Senkung gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes um -0,1 % gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Laut den Daten des schweizerischen Bundesamts für Statistik ist das BIP in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr unbereinigt um 0,7 % gewachsen. Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023 noch zum Umsatz und zum Ergebnis der Limbach Gruppe beigetragen, dies allerdings in deutlich geringerem Umfang als im Vorjahr. Der labormedizinische Markt in Deutschland unterteilt sich in stationäre und ambulante medizinische Laborleistungen. Ambulante medizinische Laborleistungen, die etwa die Hälfte des Marktes abbilden, werden größtenteils von kommerziellen Laboratorien erbracht, die meistens in der Form von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätig sind. International tätige Laborgruppen, an denen auch global agierende Finanzinvestoren beteiligt sind, verfügen über ein großes Netz an MVZ-Laborstandorten und expandieren vor allem durch Übernahmen regionaler MVZ-Laborunternehmen. Die Konsolidierung auf dem deutschen Labormarkt hat sich auch im Jahr 2023 weiter fortgesetzt. Im Bereich der kommerziellen Laboratorien wurden einige Unternehmenstransaktionen und Übernahmen von Krankenhauslaboratorien (im Rahmen sogenannter Outsourcing-Verträge) verzeichnet; sie sollen vor allem durch Skaleneffekte zu weiteren Effizienzsteigerungen auf der Anbieterseite führen. Die Regulierung des labormedizinischen Marktes in Deutschland führt dazu, dass bei wachsender volumenmäßiger Nachfrage nur ein geringes Umsatzwachstum verzeichnet werden kann. Zukünftige Wachstumschancen für kommerzielle Laborbetreiber bestehen vor allem in der Akquisition von MVZ-Laboratorien, der Übernahme weiterer Krankenhauslaboratorien und der Entwicklung innovativer medizinischer Dienstleistungen für Krankenhäuser und niedergelassene Fachärzte. In der Schweiz ist die Situation bezüglich weiterer Tarifsenkungen und deren Auswirkungen weiterhin unklar. Im August 2022 ist eine lineare Tarifsenkung für Laboranalysen um 10 % in Kraft getreten. Ab 2025 ist eine regelmäßige Überprüfung und Neuberechnung der Analysenliste geplant. Ferner sollen Tarife von Laboranalysen künftig von den Tarifpartnern zusammen ausgehandelt werden. Im Schweizer Labormarkt entstand durch eine Übernahme der größte Laboranbieter in der Schweiz. 2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Limbach Gruppe im Geschäftsjahr 2023 ist geprägt von der Rückkehr zum "Basisgeschäft", das heißt der Labordiagnostik außerhalb der Corona- Untersuchungen. Die Umsatzrendite im Berichtsjahr betrug 4,3 % (im Vorjahr: 15,2 %). Der Konzernumsatz sank auf 1.109,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 1.438,7 Mio. EUR). Das Konzern- EBITDA ging auf 176,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 407,6 Mio. EUR) zurück. Darin enthalten sind auch Beteiligungserträge, die bei operativ tätigen at-equity konsolidierten Gesellschaften generiert werden. Im Geschäftsjahr 2023 konnte bei dem rückläufigen Geschäftsvolumen erneut ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielt werden. Maßgeblich trugen hierzu die Geldeingänge aus Forderungen aus dem Vorjahr und das Konzernjahresergebnis vor Abschreibungen bei. Die Einnahmen aus der Umsatztätigkeit überstiegen die Auszahlungen für den operativen Geschäftsbetrieb. Außerdem waren die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Geschäfts- oder Firmenwerte/Praxiswerte nicht zahlungswirksam. Das Vorjahresniveau konnte jedoch nicht erreicht werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -122,7 Mio. EUR (im Vorjahr: -109,0 Mio. EUR) beinhalten vorrangig Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Sachanlagen und den Erwerb neuer Geschäftseinheiten. Sowohl die Dividendenausschüttung auf das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2022, die Aufnahme von Finanzkrediten als auch die Auszahlungen an andere Gesellschafter ergeben einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 48,0 Mio. EUR (im Vorjahr: -62,6 Mio. EUR). Der vom Bankenkonsortium bereitgestellte Finanzierungsrahmen musste während des überwiegenden Teils des Geschäftsjahrs nicht in Anspruch genommen werden. Unter Berücksichtigung der weiter oben genannten Einflüsse auf den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahrs beurteilt der geschäftsführende Direktor die Gesamtentwicklung für das Geschäftsjahr 2023 als positiv. Die zum 1. April 2018 in Kraft getretene Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) beeinträchtigt weiterhin das organische Wachstum der Limbach Gruppe und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit sowohl auf das Management der Kostenposition als auch auf die Wahrnehmung von Chancen zur Generierung von Neugeschäft und zum Ausbau bestehender Beziehungen mit Einsendepraxen und Kundenorganisationen. 2.3. Eintritt der Vorjahresprognose Die im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 erstellten Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 sind weitestgehend eingetreten. Die Limbach Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Milliardenbereich und erwirtschafte einen positiven Rohertrag nach Personalaufwendungen sowie einen Konzern-Jahresüberschuss im zweistelligen Millionenbereich. Die positiven Gewinnbeiträge konnten auf der Ebene EBITDA realisiert werden. Damit sehen wir die Prognose als erfüllt. Durch erhöhte Abschreibungen konnten diese Effekte nicht vollständig bis zur Kenngröße EBIT aufrechterhalten werden. Entgegen der Vorjahresprognose entspricht der reduzierte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht dem Vorjahresniveau. Er bleibt jedoch auf einem hohen Niveau und trägt die operativen Investitionen vollständig. Die Eigenkapitalquote verbleibt auf dem sehr hohen Vorjahresstand von 77,6 %. 2.4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt, nach denen die Limbach Gruppe geführt wird:
Ertragslage Die Umsatzerlöse von 1.109,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 1.438,7 Mio. EUR) setzen sich im Wesentlichen aus Laborleistungen sowie aus ophthalmologischen Leistungen der Augenklinik Dardenne SE zusammen. Ein stabiles Basisgeschäft und geringe verbliebene Erlösbeiträge aus der Corona-Diagnostik haben dazu beigetragen, dass die Gruppe einen Umsatz oberhalb von einer Milliarde Euro, wenn auch signifikant unter dem Vorjahreswert, verzeichnen konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 28,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 58,5 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Bezogen auf den Umsatz ergeben sich eine Materialaufwandsquote von 27,1 % (im Vorjahr: 27,7 %) und eine Personalaufwandsquote von 36,3 % (im Vorjahr: 27,8 %). Die stabile Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen auf das rückläufige Corona-Geschäft zurückzuführen, mit dem der Materialaufwand korreliert. Gleichzeitig ist sie ein Resultat der gruppenweiten Einkaufskonditionen, die trotz sichtbarer Inflation gegenüber den Lieferanten durchgesetzt werden konnten. Dies ist ein Stabilitätsanker für das gegenwärtige Niveau des Konzern-EBITDAs sowie des Konzernjahresüberschusses. Darüber hinaus ist eine leichte Veränderung in den Anteilen der einzelnen Geschäftssegmente am Gesamtumsatz zu beobachten. Die Personalaufwandsquote stieg gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Lohn- und Gehaltsanpassungen im Hinblick auf die spürbaren Inflationsentwicklungen, während die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern reduziert wurde. Gleichzeitig ist der Umsatz aufgrund des stark rückläufigen Corona-Geschäfts deutlich zurückgegangen. In der Limbach Gruppe arbeiteten am Ende des Berichtsjahres 7.604 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (im Vorjahr: 8.065). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt 263,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 291,0 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus Beratungs- und Verwaltungsaufwendungen, die teilweise im Zusammenhang mit dem weiteren Aufbau gruppenweiter Strukturen stehen, aus Raum-, Miet- und Leasingaufwendungen sowie Aufwendungen für Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf. Betriebsgebäude und ein Großteil der apparativen Ausstattung der Laboratorien (diagnostische Analysegeräte) sind gemietet. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich als Saldo der nicht mehr erforderlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des stillen Gesellschafters im Geschäftsjahr 2022 und gestiegenen Aufwendungen insbesondere für Mieten und für Probenlogistik. Abschreibungen aus dem Ansatz und der Neubewertung von Vermögensgegenständen im Rahmen der Erstkonsolidierungen sowie auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen belasten das Jahresergebnis mit 57,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 57,0 Mio. EUR). Die Erhöhung der Erträge für Zinsen auf 7,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) lässt sich auf das gestiegene Zinsniveau zurückführen. Die Ertragsteuern betragen 31,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 91,1 Mio. EUR). Die Reduktion der Position setzt sich zusammen aus einer aufgrund des Ergebnisrückgangs im Geschäftsjahr 2023 niedrigeren Belastung mit Körperschaft- und Gewerbesteuern und einem positiven Saldo der latenten Steuern der zu einem Ertrag in Höhe von 11,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 10,9 Mio. EUR) führt. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich insgesamt auf 48,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 219,0 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr ist kein Aufwand (im Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) aus der Gewinnzuweisung an den inzwischen ausgeschiedenen stillen Gesellschafter der Limbach Gruppe SE enthalten. Es verbleibt ein Konzernjahresüberschuss (vor Minderheitenanteil) von 48,1 Mio. EUR (im Vorjahr: 218,8 Mio. EUR). Infolge der verschlechterten Erlös-/Kostenrelation sank die Umsatzrendite deutlich von 15,2 % auf 4,3 % im Geschäftsjahr 2023. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen von 879,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 787,0 Mio. EUR) enthält immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 568,9 Mio. EUR (im Vorjahr: 608,3 Mio. EUR) im Wesentlichen in der Form von Kundenstämmen in Höhe von 382,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 424,3 Mio. EUR) sowie Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 149,7 Mio. EUR (im Vorjahr: 150,9 Mio. EUR). Immaterielle Vermögensgegenstände resultieren vor allem aus den im Geschäftsjahr 2023 sowie den Vorjahren realisierten Sacheinlagen von GbR-Anteilen ("Einbringungen") und der damit zusammenhängenden Kapitalkonsolidierung im Rahmen derer immaterielle Vermögensgegenstände insbesondere in der Form von Kundenstämmen identifiziert wurden. Geschäfts- oder Firmenwerte und Praxiswerte resultieren aus Einzelabschlüssen (Praxiswerte) und aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden planmäßig über die unternehmensindividuelle Nutzungsdauer von fünf bis fünfzehn Jahren linear abgeschrieben. Sämtliche Vermögensgegenstände unterliegen einem regelmäßigen Monitoring auf Impairment-Indikationen mit Hilfe einer standardisierten EBITDA-Multiple-Betrachtung. Sofern Impairment-Indikationen vorliegen, wird ein dezidierter Impairment-Test angewandt. Einschließlich des Ergebnisses der Impairment-Tests ergeben sich in der Gruppe Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 104,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 100,2 Mio. EUR). Aufgrund des Erwerbs weiterer Praxen und der zuvor genannten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände erreicht der Geschäfts- oder Firmenwert mit 149,7 Mio. EUR (im Vorjahr: 150,9 Mio. EUR) einen Wert leicht unterhalb des Vorjahrs. Die im Rahmen der Neubewertung identifizierten immateriellen Vermögensgegenstände werden - jeweils über ihre betriebsindividuelle Nutzungsdauer - über einen Zeitraum zwischen drei und achtzehn Jahren linear abgeschrieben. Des Weiteren enthält das Anlagevermögen Finanzanlagen in Höhe von 144,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 27,4 Mio. EUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb von zwei assoziierten Gesellschaften (siehe Kapitel 1.1.), einer geleisteten Anzahlung für den Erwerb einer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024, einer Anzahlung für den Erwerb von Aktien im Geschäftsjahr 2024 und den Erwerb von Anteilen an Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung. Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag zu 130,0 % (im Vorjahr: 140,5 %) durch Eigenkapital gedeckt (Anlagendeckung I). Unter Berücksichtigung des langfristigen Teils des Fremdkapitals (Restlaufzeit größer als ein Jahr) ergibt sich ein Deckungsgrad von 130,0 % (im Vorjahr: 140,5 %) (Anlagendeckung II). Das Umlaufvermögen von 539,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 583,6 Mio. EUR) besteht in erster Linie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhäuser und Privatpatienten für labordiagnostische Dienstleistungen und Leistungen der Augenklinik Dardenne SE, die alle kurzfristig fällig sind, und Forderungen aus Steuern aufgrund höherer Vorauszahlungen. Darüber hinaus belaufen sich die liquiden Mittel in Form von Kassenbeständen und Sichteinlagen bei Geschäftsbanken am Ende des Berichtsjahres auf 288,7 Mio. EUR (im Vorjahr: 296,3 Mio. EUR). Das Eigenkapital der Gruppe weist zum Stichtag einen Betrag von 1.142,9 Mio. EUR aus (im Vorjahr: 1.105,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote blieb infolge der hohen Ausschüttung im abgelaufenen Geschäftsjahr und des rückläufigen Konzernjahresüberschusses bei 77,6 % (im Vorjahr: 77,6 %). Die Senkung der sonstigen Rückstellungen auf 123,3 Mio. EUR (im Vorjahr: 132,1 Mio. EUR) steht im Zusammenhang mit leicht reduzierten Rückstellungen für Personalkosten, den geringeren ausstehenden Rechnungen sowie KV-Abrechnungen. Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 73,1 Mio. EUR (im Vorjahr: 38,6 Mio. EUR). Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken stiegen aufgrund von Darlehensaufnahmen auf 37,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 9,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 12,2 Mio. EUR) handelt es sich in erster Linie um Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuern. Die zuvor genannten Sachverhalte haben dazu beigetragen, dass die Bilanzsumme auf 1.472,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 1.425,0 Mio. EUR) stieg. Die Konzern-Kapitalflussrechnung der Limbach Gruppe stellt sich verkürzt wie folgt dar:
Der Mittelzufluss aus der Umsatztätigkeit der Limbach Gruppe konnte den Liquiditätsbedarf für Auszahlungen im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit decken. Das gesunkene Betriebsergebnis führte jedoch zu einem gegenüber dem Vorjahr gesunkenem Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 161,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 232,6 Mio. EUR). Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden 122,7 Mio. EUR (im Vorjahr: 109,0 Mio. EUR) verwendet. Darin enthalten sind temporäre Finanzanlagen in Bundesanleihen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland, die im selben Geschäftsjahr wieder aufgelöst wurden. Darüber hinaus betrafen die Investitionen in das Anlagevermögen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen an bestehenden Standorten, wobei an mehreren Standorten im erforderlichen Umfang in eine zukunftsweisende Labortechnologie investiert wurde, die die diagnostische Leistungsfähigkeit und Effizienz der Limbach Gruppe absichern und verbessern wird. Investitionen in den Aus- bzw. Neubau von Gebäuden in Mainz, Ravensburg, Frankfurt und Mönchengladbach sowie der Erwerb neuer Geschäftseinheiten spiegeln sich ebenfalls in den oben genannten Zahlen wieder. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -48,0 Mio. EUR (im Vorjahr: -62,6 Mio. EUR) ist im Wesentlichen geprägt durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022, die Aufnahme von Finanzkrediten und durch die Auszahlungen an andere Gesellschafter. Zur Deckung noch bestehender Verpflichtungen gegenüber dem stillen Gesellschafter besteht noch eine Rückstellung in Höhe von 1,1 Mio. EUR (im Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) aufgrund einer auf den Jahresabschluss bezogenen Kaufpreisanpassungsvereinbarung. Aufgrund der hinreichenden Liquidität mussten wir den bestehenden Kreditrahmen nur in geringem Umfang in Anspruch nehmen. Die Kreditaufnahme ist mittelfristig endfällig und variabel auf Basis des Dreimonats-EURIBOR zuzüglich einer marktüblichen Risikomarge abhängig vom Netto-Finanzverschuldungsgrad verzinst. Die ungenutzte Konsortial-Kreditlinie beläuft sich zum Stichtag auf 129,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 149,2 Mio. EUR). Das Net Working Capital beträgt zum Stichtag 164,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 177,0 Mio. EUR). Im Ergebnis bestehen keine Zweifel an der Fähigkeit der Limbach Gruppe, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 7.743 (im Vorjahr: 8.085) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Limbach Gruppe beschäftigt. Der Personalbestand sank damit gegenüber dem Vorjahr um 4 %, was vor allem auf den Abbau personeller Kapazität nach dem Auslaufen der Pandemie zurückzuführen ist. Qualitätsbewusstsein sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortung prägen als wichtige Grundsätze die Unternehmenskultur der Limbach Gruppe, einem Unternehmen, dessen Erfolg von der Leistungsbereitschaft sowie der fachlichen Qualifikation und der Motivation aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer getragen wird. Die hohe Beachtung von Belangen der Belegschaft ist zentral für die Limbach Gruppe. Als attraktiver Arbeitgeber bieten wir anspruchsvolle Tätigkeiten, angepasste Arbeitszeitmodelle und vielfältige Möglichkeiten der Weiterqualifizierung. Wir fördern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ihrer Verschiedenheit. 3. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden wesentliche Chancen und Risiken dargestellt sowie die Ziele und Methoden des geschäftsführenden Direktors zur Beherrschung dieser Risiken erläutert: Markt- und Geschäftsrisiken und damit verbundene Chancen: Die Limbach Gruppe ist ein dynamisch agierender Unternehmensverbund, der auf dem Gebiet der medizinisch-diagnostischen Leistungen und vornehmlich im Bereich der labormedizinischen Versorgung in Deutschland und der Schweiz tätig ist. Als Erbringer hochwertiger labormedizinischer Dienstleistungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Dialysepraxen und Krankenhäuser unterliegt die Gruppe den Risiken der Planungsunsicherheit des regulierten Gesundheitsmarkts in Deutschland und der Schweiz. Mit Hilfe des Limbach-Risikomanagementsystems, für dessen Konzeption und Ausgestaltung allgemein anerkannte Konzepte herangezogen werden, überwachen die operative Führungsebene sowie der geschäftsführende Direktor die Risiken, die potentiell die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gruppe, ihr Wachstum und ihren Bestand gefährden könnten. Insbesondere werden damit potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifiziert. Der geschäftsführende Direktor verfolgt die Entwicklungen im europäischen, insbesondere im deutschen und schweizerischen Gesundheitsmarkt sehr genau und leitet daraus entsprechende Strategien und Aktionspläne ab, um auf Änderungen zeitnah reagieren zu können. Mit der geplanten Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ) wird im Jahr 2024 nicht gerechnet. Die kontinuierlich hohe Zahl an Ausschreibungen von Krankenhausprojekten zur Übernahme von Labordienstleistungen bietet zwar Wachstumsmöglichkeiten, die aber vielfach aufgrund des sehr aggressiven Wettbewerbs unter Profitabilitätsaspekten nur von bedingtem wirtschaftlichen Interesse für die Limbach Gruppe sind. Am 1. April 2018 trat die erste Stufe der Laborreform der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft. Sie ist bestimmt durch eine weitgehende Regionalisierung der Laborvergütung und Änderungen beim Wirtschaftlichkeitsbonus für einsendende Ärzte. Auf der Seite der Laboratorien hat eine sinkende Mindestquote von 89% die Vergütung von Laborleistungen abermals deutlich verringert. Um den Anreiz für eine wirtschaftliche Veranlassung von Laboruntersuchungen zu erhöhen, werden die durchschnittlichen Laborkosten je Behandlungsfall eines Arztes (individueller Fallwert) mit den Laborveranlassungen seiner Fachgruppe verglichen. Der daran bemessene "Wirtschaftlichkeitsbonus" stellt für eine Mehrzahl von Ärzten einen relevanten Einkommensbestandteil dar. Die finanziellen Auswirkungen der Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) haben durch die regionale Handhabung der Vergütung von Quartal zu Quartal das Risiko schwankender Vergütungen bei gleichbleibendem Leistungsumfang erhöht. Die temporär erzielten Erlöse der Corona-Diagnostik und deren positiven Effekt auf das Ergebnis sind bereits im ersten Halbjahr des Jahres 2023 vollständig zurückgegangen. Für das Geschäftsjahr 2024 stellt sich die Gruppe auf ein normalisiertes Erlösniveau ein und hat begonnen, ihre nachhaltige Kostenposition darauf einzurichten, um die Profitabilität zu sichern. Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland betrifft auch die Limbach Gruppe, da sowohl Fachärzte und -ärztinnen als auch qualifiziertes medizinisch-technisches Personal nur sehr limitiert verfügbar sind. Teilweise können im ärztlichen Bereich Stellen nicht oder nur mit erheblichen Zeitverzögerungen nachbesetzt werden, was zu einem Umsatzrückgang führen kann. Durch geplante weitere Akquisitionen und Einbringungen weiterer Laborstandorte in die Limbach Gruppe wird ein zusätzlicher Anteil an fachlicher und persönlicher Kompetenz hinzugewonnen werden. Der Fluktuation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und ärztlichem Personal begegnet die Limbach Gruppe unter anderem durch gezielte Personalentwicklung, um medizinische Fach- und Führungskräfte nachhaltig zu binden. Die möglichen Abwanderungen kassenärztlicher Laborgemeinschaften mit einer jeweils hohen Zahl von Einsendepraxen und hoher Bindungskraft wird gleichfalls als Risiko gesehen, das Auswirkungen auf die Erlössituation haben kann. Die wesentlichen Chancen für die Limbach Gruppe bestehen in der Intensivierung der Zusammenarbeit der bestehenden Laborstandorte in Deutschland und damit der verbundweiten Koordination ausgewählter Aktivitäten. Dadurch können zusätzliche Synergien erzielt werden, die es der Limbach Gruppe ermöglichen werden, deutlich oberhalb der Gewinnschwelle zu verbleiben und gleichzeitig gezielt in internationale Geschäftsaktivitäten und neue Geschäftsfelder, wie klinische Medizin, Humangenetik und Pathologie sowie Lebensmittel- und Umweltanalytik zu investieren. Als Gruppe verfügen wir gegenüber kleineren Laboratorien über eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber, da eine größere Zahl von Fachgebieten abgedeckt wird und somit interessante Betätigungsfelder für vorhandenes Fachpersonal und potentielle Bewerberinnen und Bewerber angeboten werden können. Somit verbessern sich die Chancen, qualifizierte Fachkräfte für die Standorte der Limbach Gruppe zu gewinnen und zu binden. Ausfall-, Kredit- und Länderrisiken Aufgrund der hohen Bonität der Leistungsabnehmer (kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhäuser und Privatpatienten) bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Soweit für Forderungen im Einzelnen Ausfallrisiken identifiziert werden, wird durch Wertberichtigungen bilanzielle Vorsorge getroffen. Sollte ein anhaltender Zahlungsausfall bei einzelnen Kunden erkannt werden, kann die Erbringung der Dienstleistung kurzfristig eingestellt und damit der Schaden für die Limbach Gruppe begrenzt werden. Tatsächliche Ausfälle von Kundenforderungen ergaben sich im Berichtsjahr wie in den Vorjahren nur in geringem Ausmaß. Die liquiden Mittel werden als Sichteinlagen bei deutschen und schweizer Banken gehalten, bei denen kein Ausfallrisiko zu erkennen ist. Länderrisiken sind aufgrund der aktuellen Geschäftstätigkeit der Limbach Gruppe nicht gegeben, da die wesentlichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen im Inland und der Schweiz bestehen. Liquiditätsrisiken Aufgrund des Liquiditätsbestands und bestehender, weitestgehend ungenutzter Kreditlinien während des Geschäftsjahrs 2023 war es jederzeit möglich, die Zahlungsverpflichtungen zu begleichen und fristgerecht zu erfüllen. Daher bestehen zum jetzigen Zeitpunkt keine nennenswerten Liquiditätsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit der Limbach Gruppe. Marktpreisrisiken Absatzpreisrisiken Die Absatzpreise für Dienstleistungen der Limbach Gruppe sind grundsätzlich reguliert und direkt abhängig von der Quotierung und mengenabhängigen Abstaffelung auf kassenärztliche Laborleistungen, den Regelungen der Gebührenordnung für privatärztliche Leistungen sowie von einzelvertraglichen Regelungen für Dienstleistungen gegenüber Krankenhäusern und sonstigen Kunden. Eine Änderung dieser Absatzpreise hat einen direkten Einfluss auf die Umsatzerlöse und damit auf das Ergebnis der Gruppe. Die Preise für kassenärztliche Leistungen unterliegen seit dem 1. April 2018 einer weiter verschärften Quotierung. Hierbei wurde die bundeseinheitliche Regelung durch separate Regelungen eines jeden Bezirks der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) abgelöst. Darüber hinaus wurden für niedergelassene Ärzte die Auszahlungsvoraussetzungen für den sogenannten "Wirtschaftlichkeitsbonus" so verändert, dass er sich nach der arztgruppenspezifischen Menge an Laboranforderungen berechnet. Aufgrund des aktuellen regulatorischen Umfelds geht der geschäftsführende Direktor davon aus, dass die Preise für kassenärztliche Leistungen tendenziell sinken werden, wenn die einzelnen kassenärztlichen Vereinigungen teilweise noch bestehende Anpassungsspielräume nach unten auf die Mindestquotierung von 89% ausschöpfen. Die Vergütung für Leistungen an Privatversicherte wird auf kurze Frist stabil bleiben. Die Absatzpreise im Geschäft mit Krankenhäusern basieren auf bilateralen Verträgen mit mehrjähriger Laufzeit, so dass die daraus resultierenden Umsatzerlöse planbar sind. Auslaufende, zu erneuernde Verträge sind dem Risiko des aggressiven Preiswettbewerbs unter den Labordienstleistern ausgesetzt. Die prekäre finanzielle Lage einer großen Zahl von Krankenhäusern ermöglicht kaum Verbesserungen der Vergütung von Laborleistungen und limitiert die Wachstumschancen in diesem Segment deutlich. Beschaffungspreisrisiken Die Beschaffungspreise für den Einkauf von Materialien und Ausstattung für den Laborbetrieb unterliegen dem allgemeinen Marktumfeld und der weiter gestärkten Position der Limbach Gruppe als Einkäuferin. Die Personalkosten sind abhängig von der tendenziell beschränkten Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sind spürbarem Marktdruck unterworfen. Die gestiegenen Beschaffungspreise für Energie werden die Ergebnissituation belasten. Der geschäftsführende Direktor steuert diese Risiken durch den Abschluss mehrjähriger Verträge mit Lieferanten, den regelmäßigen Vergleich von Beschaffungspreisen durch die Einkaufsabteilung sowie eine regelmäßige Planung des Personalbestands und -einsatzes. Zinsänderungsrisiken Am 9. April 2024 wurde der auslaufende Konsortialkreditvertrag mit mehreren Geschäftsbanken neu gefasst. Es wurde eine Anschlussfinanzierung im unveränderten Bankenkreis mit einem Kreditvolumen von 200,0 Mio. EUR (bisher 150,0 Mio. EUR) abgeschlossen. Damit kann die Limbach Gruppe den zukünftigen kurz- und mittelfristigen Finanzbedarf weiterhin decken. Aufgenommene Kredite sind endfällig sowie marktüblich und variabel verzinst. Folglich bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Änderung von Zinsen, die einen potentiellen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage haben. Die variabel verzinsten Verbindlichkeiten bestehen über einen planbaren Zeithorizont in Abhängigkeit vom 3-Monats-EURIBOR, so dass der geschäftsführende Direktor bei starken Zinsänderungen reagieren kann. Die Einhaltung der mit den finanzierenden Banken vereinbarten Finanzkennzahl im Rahmen des genannten Konsortialkreditvertrags (Netto-Finanzverschuldungsgrad < 3,75) stellt eine wesentliche Grundlage der zukünftigen Finanzierung dar. Die Finanzkennzahl wurde während des gesamten Geschäftsjahrs 2023 zu jeder Zeit und zum Stichtag 31. Dezember 2023 eingehalten. In Abhängigkeit von einer möglichen Kreditaufnahme und eines ansteigenden Zinsniveaus behält sich der geschäftsführende Direktor vor, neue Zinssicherungsgeschäfte abzuschließen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Zahlungsstromschwankungen können sich aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten ergeben, die abhängig von der EURIBOR-Entwicklung sind. Ein permanentes Monitoring aktueller EURIBOR-Entwicklungen ist Teil der regelmäßigen detaillierten Liquiditätsplanung. Die wesentlichen Verbindlichkeiten zur Refinanzierung der Geschäftstätigkeit und der Akquisitionsstrategie können im Bedarfsfall durch bestehende Verträge mit einem Bankenkonsortium sowie aus dem auch zukünftig positiven operativen Cashflow abgelöst werden. Die vorhandenen Liquiditätsreserven (wie in der Analyse der Finanzlage im Abschnitt 2.4. des Lageberichts dargestellt) in Kombination mit den vorhandenen freien Kreditlinien ermöglichen es dem geschäftsführenden Direktor, die Liquidität der Gruppe so zu steuern, dass keine Engpässe entstehen. 4. Prognosebericht Der Normalisierung unseres Geschäftsumfeldes durch das Ende der Corona-Pandemie stehen Unsicherheiten aufgrund des weiterhin offenen Verlaufs des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, der Folgen des terroristischen Überfalls der Hamas auf Israel im gesamten Nahen und Mittleren Osten sowie weiterer geopolitischer Risiken, aber auch politischer und wirtschaftlicher Risikofaktoren in Deutschland und Europa gegenüber. Im Geschäftsjahr 2024 wird die Geschäftstätigkeit der Limbach Gruppe bei durch die verschärfte Regulierung in Form der EBM-Reform 2018 weiter verminderten Erlöschancen und weiter steigenden Kosten insbesondere für Fachpersonal negativ beeinflusst werden. Insofern unterliegen sämtliche Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 erheblichen Unsicherheiten aufgrund des politisch-ökonomischen Makroumfelds. Im Basisgeschäft birgt die EBM-Reform 2018 weitere Potenziale zur Senkung der Vergütung, die zu einem weiteren Ergebnisrückgang führen können. Insbesondere wird das EBITDA des Basisgeschäfts in absoluten und relativen Werten sinken, da eine weitere Reduzierung der Vergütung in den Kosten nicht aufgefangen werden kann. Für die Möglichkeit anorganischen Wachstums der Gruppe durch Akquisitionen von Medizinischen Versorgungszentren oder Zusammenschlüsse mit solchen Einrichtungen können sich in naher Zukunft Beschränkungen ergeben, wenn die politischen Pläne einzelner Akteure umgesetzt werden, die neue, weitgehende Restriktionen für die Errichtung und den Erwerb sogenannter Investoren-MVZ (iMVZ) vorsehen. Die Limbach Gruppe nimmt über die Berufsverbände aktiv an der laufenden Diskussion dieser Pläne teil und arbeitet daran, dass der wichtige Beitrag zeitgemäßer MVZ-Strukturen sowohl für die Gesundheitsversorgung wie für die Zukunftstätigkeit der ärztlichen Berufsfreiheit anerkannt werden und ungerechtfertigten Diskriminierungen ausgewählter formaler Eigentümerstrukturen keine normative Geltung erlangen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gruppe wird im Wesentlichen vom Mengenwachstum im Basisgeschäft abhängen. Eine regelmäßige Erhebung relevanter Laborauftragsdaten stellt sicher, dass wir die Entwicklungen zeitnah erkennen und adäquate Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten können. Aufgrund der steigenden Personal- und Energiekosten erwarten wir zum jetzigen Zeitpunkt, dass der Konzernjahresüberschuss 2024 gegenüber dem Vorjahr - ohne Berücksichtigung des anorganischen Wachstums - leicht zurückgehen wird. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem gegenüber Vorjahr leicht sinkenden Konzern-EBITDA und einem leicht sinkenden Konzern-EBIT. Die Realisierung des Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr 2024 stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Auf der Basis eines stabilen Geschäftsverlaufs gehen wir bei sich leicht erhöhendem Net-Working-Capital aus dem Kundengeschäft und der im Vorjahr bestehenden Forderungen aus Ertragssteuern von einem stabilen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Wir erwarten, dass sämtliche Investitionen, soweit es sich nicht um Unternehmensakquisitionen handelt, weiterhin durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit getätigt werden können. Die Liquiditätsreserven der Gruppe könnten durch signifikante Auszahlungen für Unternehmenstransaktionen beansprucht werden. Eine noch weitergehende Anpassung der Vergütung labordiagnostischer Leistungen im Rahmen des EBM wird zum Zeitpunkt der Berichterstattung von den zuständigen Gremien diskutiert und könnte zum 1. Oktober 2024 in Kraft treten. In dieser neuerlichen Reform liegen weitere Risiken für die Erlöse der Limbach Gruppe. Das operative Geschäft wird sich mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen positiv auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns auswirken. Die Vermögensposition der Limbach Gruppe wird sich durch Abschreibungen leicht verringern. Zur Vermögensposition gehören im Wesentlichen das produktiv genutzte Anlagevermögen, die Kundenforderungen sowie die liquiden Mittel der jeweiligen MVZ-Standorte. Finanziert werden diese Aktiva in erster Linie aus dem Eigenkapital. Diesen positiven Entwicklungen stehen möglicherweise Veränderungen im Gesundheitswesen entgegen, die Herausforderungen und wirtschaftliche Risiken für die Limbach Gruppe bedeuten können.
Heidelberg, den 2024 Der geschäftsführende Direktor Dr. Hans-Jakob Limbach Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG KONZERNABSCHLUSS zum 31. Dezember 2023der Limbach Verwaltungs SESitz: HeidelbergAmtsgericht Mannheim: HRB 707529A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt. Die Regelungen des Art. 61 SE-VO wurden beachtet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie die Davon-Vermerke für die Bilanz im Anhang gemacht. Die Davon- Vermerke für die Gewinn- und Verlustrechnung werden dort gemacht. Die im Konzernabschluss erfassten Werte sind kaufmännisch gerundet. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar. B. Konsolidierung Die Limbach Verwaltungs SE übt gemäß § 290 Abs. 1 HGB beherrschenden Einfluss unmittelbar auf die Limbach SE & Co. KG (Tochterunternehmen) aus. Die Limbach Verwaltungs SE hat keine vermögensmäßige Beteiligung an der Limbach SE & Co. KG, welche laut Gesellschaftsvertrag nach dem gesetzlichen Normalstatut organisiert ist. Gesellschaftsrechtliche Einschränkungen der Leitungsbefugnisse der Limbach Verwaltungs SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Limbach SE & Co. KG liegen nicht vor. Gemäß § 290 HGB ist demzufolge die Limbach Verwaltungs SE verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Limbach Verwaltungs SE, Heidelberg, und 68 inländische und fünf ausländische Tochtergesellschaften (Vj.: 73 inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen). Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Gesellschaften als Tochterunternehmen erstkonsolidiert. Weitere Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr, die das Konzernergebnis nicht beeinflussen, haben sich aus drei Anwachsungen sowie drei Verschmelzungen ergeben. Eine Aufstellung der betroffenen Tochterunternehmen befindet sich in der Anteilsbesitzliste (siehe: Abschnitt F), inklusive Erläuterung der konzerninternen Vorgänge (Fußnoten 4 bis 9). Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Summe der Umsatzerlöse dieser Gesellschaften 5% des Konzernumsatzes nicht überschreiten. Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt wird die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB angewandt. Für erstmalig konsolidierte Gesellschaften erfolgt die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 1. Halbsatz HGB als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert (DRS 23.84). Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 2. Halbsatz HGB wird direkt innerhalb der Konzernrücklagen ausgewiesen, soweit dieser durch die Konsolidierungstechnik bedingt ist (Unterbewertung der Beteiligung im Rahmen einer Sacheinlage). Soweit der passivische Unterschiedsbetrag auf einem günstigen Gelegenheitskauf beruht, wird er gesondert auf der Passivseite nach dem Eigenkapital ausgewiesen (DRS 23.91). Dessen Vereinnahmung erfolgt anteilig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände. Da das Mutterunternehmen weder direkt noch indirekt Kapitalanteile am Tochterunternehmen Limbach SE & Co. KG hält, ist keine Verrechnung gem. § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB vorzunehmen. Insofern erfolgt nach DRS 23.20 in Höhe des gesamten Reinvermögens des Tochterunternehmens Limbach SE & Co. KG die Bildung eines Ausgleichspostens nach § 307 Abs. 1 HGB (Nicht beherrschende Anteile). Für die aus den Einbringungen/Sacheinlagen und Unternehmenskäufen resultierenden nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile, der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, wird gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital gesondert als nicht beherrschende Anteile in der Konzernbilanz ausgewiesen. Das Ergebnis aus der Fortschreibung assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode (§ 312 HGB) wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Darin enthalten sind auch die anteiligen Ertragsteuern des assoziierten Unternehmens. Nicht in dieser Position enthalten sind Ertragsteuern des Anteilseigners. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 303 Abs. 1 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen nach § 304 Abs. 1 HGB wurden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem konzerninternen Verkauf von Soft- und Hardware vorgenommen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde nach § 305 Abs. 1 HGB durchgeführt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der Tochterunternehmen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der Bewertung latenter Steuern gemäß § 274 HGB liegen unternehmensindividuelle Steuersätze zwischen 22 % und 33 % zugrunde. Für die Bewertung latenter Steuern aus Konsolidierungssachverhalten gemäß § 306 HGB wurde in zulässiger Art und Weise ein durchschnittlicher, konzerneinheitlicher Steuersatz von 30 % angesetzt. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Die kombinierten Ertragssteuersätze umfassen Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, soweit Körperschaftsteuerpflicht besteht. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung der Limbach Verwaltungs SE, aufgestellt. Die auf fremde Währungen lautenden Abschlüsse von Tochterunternehmen werden gemäß § 308a HGB wie folgt umgerechnet: Die Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden zum Stichtagskurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit den historischen Stichtagskursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung des Tochterunternehmens umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung inklusive des Jahresüberschusses werden zu anteiligen Jahres-Durchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit den historischen Stichtagskursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung des Tochterunternehmens umgerechnet. Für die Umrechnung der Gewinn- und Verlustvorträge wird der jeweilige historische Kurs zugrunde gelegt. Die Differenzen zwischen dem historischen Stichtagskursen und den Stichtagskursen am Abschlussstichtag werden im Eigenkapital innerhalb der nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen. Bei Abgang der Gesellschaft aus dem Konzern erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung. Veränderungen im Eigenkapital nach Erstkonsolidierung werden mit den Stichtagskurs zum Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Fremdwährungstransaktionen in den Abschlüssen der Tochterunternehmen werden zum Zeitpunkt der Entstehung zum Transaktionskurs umgerechnet. Zum Jahresende erfolgt eine Bewertung der daraus resultierenden monetären Posten mit dem Stichtagskurs. Die eingetretenen Währungskursgewinne- oder -verluste werden ergebniswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wechselkurse (1 EURO entspricht):
C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Alle in den Konzernabschluss der Limbach Verwaltungs SE, Heidelberg, einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum 31. Dezember 2023. Für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss richtet sich die Bilanzierung und Bewertung der Tochterunternehmen nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Limbach Gruppe SE unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften sowie einheitlicher Ausübung von Wahlrechten. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht ein niedrigerer Wert, der auf einer dauernden Wertminderung beruht, beizulegen ist. Die gemäß § 301 Abs. 1 HGB im Rahmen der Erstkonsolidierung identifizierten immateriellen Vermögensgegenstände wurden entsprechend der Neubewertungsmethode mit ihren Zeitwerten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen betriebsindividuellen Nutzungsdauer von drei bis achtzehn Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Auf die Anwendung des Wahlrechts zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und Praxiswerte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen betriebsindividuellen Nutzungsdauer linear planmäßig über fünf bis fünfzehn Jahre abgeschrieben. Bei Nutzungsdauern von mehr als fünf Jahren liegen Detailanalysen und Annahmen zu deren geplanter wirtschaftlicher betriebsindividueller Nutzbarkeit zugrunde. Wesentliche Annahmen für die Nutzungsdauer sind der langfristige Charakter der Geschäftsbeziehungen zu den Einsendern von Proben für labordiagnostische Untersuchungen insbesondere aufgrund der längerfristigen Mitwirkung der jeweiligen Veräußerer sowie die langfristige Ausrichtung des Limbach-Geschäftsmodells. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear gemäß der betriebsindividuellen Nutzungsdauern.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 250,00 EUR bis 800,00 EUR werden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 800,00 EUR bis 1.000,00 EUR werden im Wesentlichen planmäßig linear nach ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem bis fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden im Zeitpunkt des Zugangs als Aufwand gebucht. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum Buchwert (Sacheinlagen) bilanziert, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Soweit eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Nach § 253 Absatz 5 Satz 1 HGB wird ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten, wenn die Gründe hierfür nicht mehr bestehen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 Satz 2 HGB, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Auf Einzelgesellschaftsebene kann für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe das Festwertverfahren gemäß § 240 Abs. 3 HGB gewählt werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten und Waren zu Anschaffungskosten oder dem jeweils niedrigeren, beizulegenden Wert, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 255 HGB, angesetzt. Für die unfertigen Laborleistungen werden die Herstellungskosten retrograd auf Basis des jeweiligen durchschnittlichen Fallwerts der Honorarbescheide der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) unter Berücksichtigung eines angenommenen Fertigstellungsgrades von 50% ermittelt. Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Ausfallrisiken bestehen ausreichende Einzelwertberichtigungen. Die Pauschalwertberichtigung wurde auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der KV unterliegen, aufgrund der nachgelagerten Abrechnung und Quotierung für das letzte Quartal, einer geringfügigen Schätzunsicherheit. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Sie lauten ausschließlich auf EURO. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Rentenbarwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt. Den Berechnungen liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (Zinssatz: 1,83 % p.a. (Vj.: 1,79 % p.a.)). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und die erkennbaren Risiken aus drohenden Verlusten im Zusammenhang mit Labordienstleistungen für Krankenhäuser. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen oder in Höhe des Verpflichtungsüberschusses (bei Drohverlustrückstellungen) gebildet. Die Rückstellungen für Urlaubsansprüche/Mehrarbeit wurden unter Berücksichtigung der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung berechnet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit angemessenen Zinssatz gemäß RückAbzV abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn eine Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre erwartet werden kann (§ 274 Abs. 1 Satz 4 HGB). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag, soweit Körperschaftsteuerpflicht besteht. Für ausländische Gesellschaften werden die Ertragsteuern des jeweiligen Landes berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag wurden latente Steueransprüche und -schulden saldiert, bei denen die Voraussetzungen zur Verrechnung erfüllt waren. Gemäß der Bilanzierungsrichtlinie der Limbach Gruppe wird das Aktivierungswahlrecht bei aktiven Überhängen der latenten Steuer in Anspruch genommen. D. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gehen aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Konzernanlagespiegel hervor. Immaterielle Vermögensgegenstände In den entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechten und Lizenzen sind im Wesentlichen Kundenstämme mit 382.782 TEUR (Vj.: 424.278 TEUR), und Marken mit 5.557 TEUR (Vj.: 5.887 TEUR), welche im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert wurden, sowie weitere Software mit 13.832 TEUR (Vj.: 11.236 TEUR) enthalten. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und Praxiswerte beinhalten den Betrag aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 1. Halbsatz HGB in Höhe von 118.607 TEUR (Vj.: 125.229 TEUR) und erworbene Praxiswerte in Höhe von 31.059 TEUR (Vj.: 25.682 TEUR). Davon resultieren aus dem Zugang Minderheiten zum Konsolidierungskreis 5.103 TEUR (Vj.: 1.530 TEUR) aus Geschäfts- und Firmenwerten gemäß § 301 HGB und 9 TEUR (Vj.: 2 TEUR) aus den Praxiswerten der Tochtergesellschaften. Diese werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf bis fünfzehn Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen enthalten in Höhe von 13.225 TEUR (Vj.: 1.903 TEUR) Anteile an verbundenen Unternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. In Höhe von 11.331 TEUR wurde ein verbundenes Unternehmen erworben. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 69.184 TEUR (Vj.: 6.948 TEUR) werden nach der Equity-Methode wie folgt ausgewiesen:
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen weisen zum Bilanzstichtag einen Unterschiedsbetrag zum anteiligen Eigenkapital in Höhe von 64.138 TEUR auf. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 62.803 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden zwei Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht mehr nach der Equity- Methode einbezogen, siehe Anteilsbesitzliste Fußnote 12 (Abschnitt F). Im Geschäftsjahr wurden zwei weitere assoziierte Unternehmen erstmalig nach der Equity- Methode einbezogen. Eines der beiden Unternehmen wird aufgrund der andauernden Beschränkung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf die Geschäftsführung gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen. Das anteilige Eigenkapital beider Gesellschaften beträgt 5.044 TEUR. In der Position sonstige Beteiligungen 12.699 TEUR (Vj.: 4.770 TEUR) werden Anschaffungskosten an nicht konsolidierten Unternehmen von untergeordnerte Bedeutung ausgewiesen. In Höhe von 5.081 TEUR wurden sechs sonstige Beteiligungen kleiner 20% erworben. Weiterhin wurden die Anschaffungskosten in Höhe von 2.755 TEUR von den assoziierten Unternehmen in die sonstigen Beteiligungen umgegliedert. Dem gegenüber stehen Abwertungen und Abgänge sowie Differenzen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 93 TEUR. Wertpapiere im Anlagevermögen Bei den Wertpapieren im Anlagevermögen handelt es sich um ein Depot verschiedener Anlagegruppen mit einem Wert von 11.519 TEUR (Vj.: 13.725 TEUR). Dieses besteht aus zehn unterschiedlichen Fremdwährungspositionen (136.292,75 CHF, 475,96 SGD, 12.863,51 AUD, 1.463,98 CAD, 2.906,20 DKK, 1.984,60 NOK, 16.641 JPY, 20.288,24 USD, 144.605,96 EUR, 27.463,95 GBP), 5.050.000 Stück diverser Obligationen, 132.300 Aktien, 8.500 Anteilen an Immobilienfonds sowie 10 Goldbarren zu je einem Kilogramm. Anzahlungen auf das Finanzanlagevermögen In der Position Anzahlungen auf Finanzanlagevermögen 37.860 TEUR (Vj.: 0 TEUR) wird in Höhe von 19.998 TEUR eine Anzahlung für ein ab dem Geschäftsjahr 2024 verbundenes Unternehmen ausgewiesen. In Höhe von 17.862 TEUR wurde eine Anzahlung für die Aufstockung von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen geleistet. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen im Wesentlichen aus Reagenzien und Verbrauchsmaterialien des medizinischen Bedarfs, die bei der Erstellung von Analysen benötigt werden. Unfertige Leistungen betreffen angearbeitete Proben. Die Position Waren enthält zum Weiterverkauf bestimmte Bestände an medizinischem Labor- und Praxisbedarf. Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis ein Jahr beinhalten Forderungen aus Laborleistungen in Höhe von 152.041 TEUR (Vj.: 159.494 TEUR) und sonstigen Dienstleistungen in Höhe von 405 TEUR (Vj.: 449 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von 59.391 TEUR (Vj.: 84.247 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen 13.578 TEUR (Vj.: 53.216 TEUR), Darlehen 19.110 TEUR (Vj.: 9.117 TEUR) und Kautionen 1.386 TEUR (Vj.: 1.288 TEUR). In den Darlehensforderungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 6.159 TEUR (Vj.: 3.696 TEUR) enthalten. Weiterhin bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 394 TEUR (Vj.: 489 TEUR). In Höhe von 18.488 TEUR (Vj.: 10.568 TEUR) sind sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr enthalten. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 46.377 TEUR (Vj.: 49.247 TEUR) resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz für immaterielle Vermögensgegenstände 12.457 TEUR (Vj.: 13.300 TEUR), Sachanlagen 5.237 TEUR (Vj.: 4.402 TEUR), Forderungen 913 TEUR (Vj.: 1.091 TEUR) aktive Rechnungsabgrenzung 41 TEUR (Vj.: 39 TEUR) und Rückstellungen 18.976 TEUR (Vj.: 18.893 TEUR), Verbindlichkeiten 2 TEUR (Vj.: 0 TEUR) und aus der Zwischenergebniseliminierung 326 TEUR (Vj.: 372 TEUR). Darüber hinaus wurden aufgrund einer zu erwartenden Verlustverrechnung im gesetzlichen Prognosezeitraum auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern 9.476 TEUR (Vj.: 12.008 TEUR) abgegrenzt. Zum Abschlussstichtag wurden latente Steueransprüche und -schulden in Höhe von 1.051 TEUR (Vj.: 858 TEUR) saldiert, bei denen die Voraussetzungen zur Verrechnung erfüllt waren. Für die Berechnung der latenten Steuern auf Einzelgesellschaftsebene werden unternehmensindividuelle Steuersätze zwischen 22°% und 33°% angesetzt, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig sind. Die Bewertung latenter Steuern aus Konsolidierungssachverhalten legt einen durchschnittlichen, konzerneinheitlichen Steuersatz von 30 % zugrunde. Eigenkapital Die Bestandteile des Eigenkapitals sowie die Entwicklung im Jahr 2023 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel. Der Konzernbilanzverlust von 5 TEUR setzt sich wie folgt zusammen:
Es besteht Gesellschafteridentität bei der Gesellschaft und der Limbach SE & Co. KG (Kommanditist). Zur Darstellung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Finanzlage (wirtschaftliche Betrachtungsweise) erfolgt demzufolge eine Aufteilung der nicht beherrschenden Anteile von 1.142.766 TEUR (Vj.: 1.105.219 TEUR). Von den nicht beherrschenden Anteilen entfallen 841.875 TEUR (Vj.: 929.579 TEUR) auf Anteile des Kommanditisten sowie 300.891 TEUR (Vj.: 175.639 TEUR) auf Anteile echter Fremder. Angaben gemäß Art. 61 SE-VO i.V.m. § 160 AktG Das gezeichnete Kapital in Höhe von 120 TEUR wurde durch die Leistung von Bareinlagen erbracht. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das gezeichnete Kapital 120.000 EUR und ist eingeteilt in 120.000 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien. Es ergibt sich ein rechnerischer Wert je Stückaktie von 1 EUR. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 i.V.m. § 20 AktG Dr. Hans-Jakob Limbach, wohnhaft in Heidelberg, hat am 10. August 2012 mitgeteilt, dass ihm eine Mehrheitsbeteiligung an der Limbach Verwaltung SE nicht mehr mittelbar gemäß §§ 20 Abs. 4, 16 Abs. 4 AktG, sondern unmittelbar nach § 20 Abs. 4 AktG gehört. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 354 TEUR (Vj.: 398 TEUR) ist im Wesentlichen auf das Ergebnis der individuellen Kaufpreisverhandlungen und der damit im Zusammenhang stehenden unterschiedlichen Interessen der beteiligten Parteien beim Erwerb der CLL Chemisches Laboratorium Lübeck GmbH, Lübeck zum 01. Januar 2016 (01. Januar 2019 Verschmelzung auf Limbach Analytics) zurückzuführen (lucky buy; passiver Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter). Da der neue Gesellschafter beim Erwerb der Gesellschaft nicht mit erheblichen zukünftigen Aufwendungen und Verlusten rechnet, erfolgt die Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags gemäß der Auflösungsregel nach dem DRS 23.145 anteilig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen, abnutzbaren Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr wurden 44 TEUR vereinnahmt. Rückstellungen Für die bilanzierten Pensionsrückstellungen beträgt die angenommene Rentensteigerung 0%, da aufgrund der einzelvertraglichen Regelung keine Gehalts- und Rentensteigerungen zu berücksichtigen sind. Die restlichen Bewertungsannahmen sind unter C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgeführt. Die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz (Deutsche Bundesbank) aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren führt zu einer um 2 TEUR niedrigeren Rückstellung im Vergleich zu der zuvor angewandten Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 7.836 TEUR (Vj.: 10.774 TEUR) wurden auf Einzelgesellschaftsebene ermittelt und entfallen auf die zu erwartende Steuerlast für abgelaufene Veranlagungszeiträume. Aufgrund des Ergebnisrückgangs im Geschäftsjahr 2023 und damit einhergehend niedrigeren Steuervorauszahlungen sinken die Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 123.265 TEUR (Vj.: 132.081 TEUR) enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Personalkosten 51.559 TEUR (Vj.: 60.072 TEUR), ausstehende Rechnungen 15.065 TEUR (Vj.: 18.008 TEUR), Drohverluste 10.312 TEUR (Vj.: 2.170 TEUR), Abrechnungsgebühren KV 6.018 TEUR (Vj.: 9.575 TEUR), Rückbauverpflichtungen 3.665 TEUR (Vj.: 3.243 TEUR), Jahresabschlusskosten 1.109 TEUR (Vj.: 1.184 TEUR) und Archivierungskosten 2.022 TEUR (Vj.: 1.580 TEUR). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten in einer Gesamthöhe von 73.065 TEUR (Vj.: 38.604 TEUR) ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Die Limbach Verwaltungs SE hat sich im Rahmen jeweils einer Patronatserklärung gegenüber dem Tochterunternehmen Limbach Gruppe SE und gegenüber der Limbach Holding Verwaltung SE jeweils mit Geltung vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 dazu verpflichtet, die Tochterunternehmen so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage sind, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit fristgerecht zu erfüllen. Berechtigte der Patronatserklärungen ist jeweils das Tochterunternehmen Limbach Gruppe SE und Limbach Holding Verwaltung SE (interne Patronatserklärung). Aufgrund der wirtschaftlichen Solidität und nachhaltigen Profitabilität ist zum Bilanzstichtag und nach jetziger Einschätzung mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 448.992 TEUR (Vj.: 404.892 TEUR). Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen (320.535 TEUR) und Zahlungsverpflichtungen aus Verträgen mit Analytik- Anbietern (62.097 TEUR).
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen aus mittelbaren Zusagen im Sinne von Artikel 28 Absatz 2 EGHGB beläuft sich auf 1.002 TEUR (VJ.: 1.002 TEUR). Derivative und andere Finanzinstrumente Gegenüber Minderheitsgesellschaftern von drei Beteiligungen wurden durch die Augenklinik Dardenne SE, Bonn Derivate in Form von Put-Optionen und Call-Optionen für die Übertragung weiterer Anteile eingeräumt: Die Bewertung der Put-Optionen beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 14.607 TEUR. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Bewertungstechniken sowie wesentlichen Inputfaktoren, die bei der Wertermittlung der Put-Optionen zur Anwendung kommen:
Die Bewertung der Call-Optionen beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 20.622 TEUR. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Bewertungstechniken sowie wesentlichen Inputfaktoren, die bei der Wertermittlung der Call-Optionen zur Anwendung kommen:
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von 124.086 TEUR (Vj.: 137.282 TEUR) resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz für im Rahmen der Kapitalkonsolidierung identifizierten immaterieller Vermögensgegenstände 122.126 TEUR (Vj.: 134.817 TEUR) , Sachanlagevermögen 1.823 TEUR (Vj.: 2.210 TEUR), Vorräten 143 TEUR (Vj.: 131 TEUR), Forderungen 310 TEUR (Vj.: 715 TEUR), Rückstellungen 710 TEUR (Vj.: 210 TEUR) und Verbindlichkeiten 25 TEUR (Vj.: 57 TEUR). Zum Bilanzstichtag wurden latente Steueransprüche und -schulden in Höhe von 1.051 TEUR (Vj.: 858 TEUR) saldiert, bei denen die Voraussetzungen zur Verrechnung erfüllt waren. Im Saldo verbleiben somit passive latente Steuern in Höhe von 124.086 TEUR (Vj.: 137.282 TEUR). Für die Berechnung der latenten Steuern auf Einzelgesellschaftsebene werden unternehmensindividuelle Steuersätze zwischen 22 % und 33 % angesetzt, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig sind. Die Bewertung latenter Steuern aus Konsolidierungssachverhalten legt einen durchschnittlichen, konzerneinheitlichen Steuersatz von 30°% zugrunde. E. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns in Höhe von 1.109.020 TEUR (Vj.: 1.438.714 TEUR) wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt, wobei sich folgende Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten ergibt:
Nach Tätigkeitsbereichen setzen sich die Umsatzerlöse hauptsächlich aus Labordienstleistungen der MVZ ( 96 %) und Klinikleistungen ( 2 %) zusammen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge 19.583 TEUR (Vj.: 17.556 TEUR). Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 15.592 TEUR (Vj.: 12.310 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 2.196 TEUR (Vj.: 3.622 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen 266 TEUR (Vj.: 233 TEUR) sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 148 TEUR (Vj.: 108 TEUR). Die sonstigen periodenfremden Erträge beinhalten Endabrechnungen für frühere Jahre in Höhe von 1.381 TEUR (Vj.: 1.226 TEUR). Abschreibungen In Höhe von 0 TEUR (Vj.: 109 TEUR) erfolgten Abschreibungen auf eine sonstige Beteiligung. In Höhe von 0 TEUR (Vj.: 248 TEUR) erfolgten Abschreibungen auf Wertpapiere im Anlagevermögen. Es erfolgten Abschreibungen auf Umlaufvermögen für unüblich hohe Forderungsverluste in Höhe von 232 TEUR (Vj.: 1.244 TEUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe 65.079 TEUR (Vj.: 62.656 TEUR), Raum- und Grundstückskosten 46.394 TEUR (Vj.: 43.468 TEUR), Reparaturen/Instandhaltungen 40.837 TEUR (Vj.: 37.862 TEUR), sonstiger Betriebsbedarf 29.372 TEUR (Vj.: 29.541 TEUR), Verwaltungskosten 23.959 TEUR (Vj.: 25.029 TEUR), Kfz- Kosten 8.977 TEUR (Vj.: 8.813 TEUR), Werbekosten 7.391 TEUR (Vj.: 7.056 TEUR), periodenfremde Aufwendungen 2.115 TEUR (Vj.: 3.129 TEUR), Aufwendungen aus Einstellung in die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen 1.916 TEUR (Vj.: 3.215 TEUR) und nicht abziehbare Vorsteuern 12.417 TEUR (Vj.: 24.973 TEUR). Im Vorjahr ist der Aufwand aus Abgang stiller Beteiligung in Höhe von 0 TEUR (Vj.: 29.175 TEUR) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten nachträglich gestellte Lieferantenrechnungen und Nebenkostenabrechnungen in Höhe von 2.115 TEUR (Vj.: 3.129 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 30.996 TEUR (Vj.: 91.092 TEUR) beinhalten Aufwendungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 21.483 TEUR (Vj.: 49.525 TEUR), Solidaritätszuschlag 1.173 TEUR (Vj.: 2.716 TEUR) und Gewerbesteuer 19.582 TEUR (Vj.: 49.772 TEUR). Weiterhin sind Erträge aus der Zuführung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 HGB und aus der Auflösung konsolidierungsbedingter (§ 306 HGB) passiver latenter Steuern in Höhe von 16.913 TEUR (Vj.: 16.410 TEUR) enthalten. Zudem sind hierin Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuer und Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern 5.670 TEUR (Vj.: 5.489 TEUR) enthalten. In 2021 wurden erstmalig latente Steuererträge in Höhe von 15.575 TEUR auf innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzbare Verlustvorträge berücksichtigt, die im Geschäftsjahr um 2.532 TEUR aufgelöst wurden. F. Sonstige Pflichtangaben Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 531 TEUR und setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 508 TEUR sowie anderen Bestätigungsleistungen in Höhe von 23 TEUR zusammen. Hiervon entfallen 423 TEUR auf die Abschlussprüfungsleistungen des Jahres- und Konzernabschlusses der Limbach Gruppe SE. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
1) Inanspruchnahme von Befreiungen
gemäß § 264 Abs. 3 HGB
Beschäftigte Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt 7.743 (Vj.: 8.085) Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren im Inland 7.504 (Vj.: 7.843) und im Ausland 239 (Vj.: 251) beschäftigt. Die Konzerngeschäfte wurden im Geschäftsjahr 2023 durch den geschäftsführenden Direktor geleitet. Inanspruchnahme von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Die vollkonsolidierten verbundenen deutschen Unternehmen, die die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB und des § 264b HGB erfüllt haben und die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch nehmen, sind in der Liste Anteilsbesitz (siehe: Abschnitt F. Sonstige Pflichtangaben, Fußnote 1 und 2) kenntlich gemacht. Organe des Mutterunternehmens Die Organe des Mutterunternehmens setzen sich aus dem Verwaltungsrat und dem geschäftsführenden Direktor zusammen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres war als geschäftsführender Direktor bestellt: Herr Dr. Hans-Jakob Limbach, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Dem Verwaltungsrat gehören folgende Personen an: Frau Gesina Limbach, Vorsitzende, Privatiere Herr Georg Johannes Limbach, Projektleiter Frau Christa Bernadette Rosenkranz-Vogler, stellv. Vorsitzende, Steuerberaterin Gesamtbezüge der Organmitglieder Die Angabe der Gesamtbezüge der Organmitglieder unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 HGB. Globale Mindestbesteuerung Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes werden zunächst keine Auswirkungen erwartet, da derzeit die Voraussetzungen für untergeordnete internationale Tätigkeiten gemäß § 83 MinStG im Konzern erfüllt sind und demgemäß, bei Beibehaltung dieser Voraussetzungen, in den ersten fünf Jahren (Geschäftsjahre 2024 bis 2028) eine Befreiung von der Mindesteuer vorliegt. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens (Einzelabschluss)Der Gewinn (Einzelabschluss) des Konzernmutterunternehmens, der Limbach Verwaltungs SE, in Höhe von 0,4 TEUR soll, nach Verrechnung mit Verlustvorträgen, auf neue Rechnung vorgetragen werden. G. Nachtragsbericht Am 9. April 2024 wurde der auslaufende Konsortialkreditvertrag mit mehreren Geschäftsbanken neu gefasst. Es wurde eine Anschlussfinanzierung im selbigen Bankenkreis mit einem Kreditvolumen von 200.000 TEUR (bisher 150.000 TEUR) abgeschlossen. Im zweiten Quartal 2024 wurde der Kauf einer humangenetischen Praxis wirksam. Im zugehörigen Kaufvertrag wurde eine Earn-Out-Klausel mit einer Laufzeit bis 2028 vereinbart. Es wird mit einem Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionenbereich gerechnet.
Heidelberg, den Dr. Hans-Jakob Limbach Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Limbach Verwaltungs SE, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Limbach Verwaltungs SE, Heidelberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Limbach Verwaltungs SE, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des geschäftsführenden Direktors und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der geschäftsführende Direktor ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der geschäftsführende Direktor verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der geschäftsführende Direktor dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der geschäftsführende Direktor verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der geschäftsführende Direktor verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
Jörg Wegner, Wirtschaftsprüfer Marvin Nemeth, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsratsder Limbach Verwaltungs SEan die Hauptversammlunggem. § 47 Abs. 3 und Abs. 4 S. 1 SEAG i.V.m. § 171 Abs. 2 AktG1. Der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr der Gesellschaft geprüft. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses lag dem Verwaltungsrat vor. Der Jahresabschluss war nicht durch den Abschlussprüfer zu prüfen, da es sich bei der Gesellschaft um eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 AktG handelt und die Satzung eine Prüfung nicht vorschreibt. Die Prüfung hat ergeben: Die Rechnungslegung entspricht nach unserer pflichtgemäßen Prüfung den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vermitteln jeweils ein unter Beachtung der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss. Ein Vorschlag zur Gewinnverwendung war entbehrlich, da die Gesellschaft im genannten Geschäftsjahr keinen Gewinn erwirtschaftet hat. Dem Bericht des Abschlussprüfers zum Konzernabschluss mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk stimmt der Verwaltungsrat nach Prüfung zu. Die Vorlagen hält der Verwaltungsrat auch für zweckmäßig nach dem Unternehmensinteresse. Dies betrifft insbesondere die bilanzpolitischen Ermessensentscheidungen sowie die Thesaurierungspolitik des geschäftsführenden Direktors. 2. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat der Verwaltungsrat während des vorgenannten Geschäftsjahres aufgrund der Berichte des geschäftsführenden Direktors und gemeinsamer Sitzungen mit dem geschäftsführenden Direktor laufend überwacht. Darüber hinaus hat sich die Vorsitzende des Verwaltungsrats in regelmäßigen Gesprächen mit dem geschäftsführenden Direktor ein Bild über die Geschäftslage gemacht. Der Verwaltungsrat hat sich in zwei ordentlichen Sitzungen und diversen Telefonkonferenzen mit dem geschäftsführenden Direktor schwerpunktmäßig mit der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens befasst. Der Verwaltungsrat hat sich zudem darüber informiert, dass der geschäftsführende Direktor die mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängenden operativen, marktpolitischen, finanziellen und technischen Risiken hinreichend überwacht und entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergreift. 3. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Verwaltungsrat erhebt dieser keine Einwendungen und billigt den vom geschäftsführenden Direktor aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss.
Heidelberg, den 3. Dezember 2024 Gesina Limbach, Vorsitzende des Verwaltungsrats |
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